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#1981
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Hallo zusammen,
ich lese schon seit langer Zeit die Beiträge dieses Forums, war aber nie so recht in der Lage, auch meine Erfahrungen mit einzubringen. Bei meinem Mann wurde, im August 2006 festgestellt, daß er an einem Pleuramesotheliom erkrankt war. Da er immer gesund gelebt hat und auch sehr sportlich war, hat uns diese Diagnose wie ein Blitz getroffen. Ich habe mich überall in Deutschland und in den USA über Behandlungsmöglichkeiten dieser Krankheit erkundigt, aber von überall gab es nur wenig Hoffnung auf Gesundung. Die Krankheit wurde von der Berufsgenossenschaft anerkannt, da er vor vielen Jahren mit Asbest zu tun hatte. Eine Operation wurde abgelehnt, es bliebe nur die Möglichkeit einer Chemotherapie zur palliativen Behandlung, wurde uns gesagt. Die ersten Chemos brachten einen ganz kleinen Erfolg, die nächsten mit Alimta und Cisplatin gar keinen. Über Weihnachten 2006 habe ich dann in der Thoraxklinik Heidelberg nachgefragt, ob evtl. eine Operation dort möglich wäre. Nach einem Vorstellungstermin hat der Professor sich entschlossen, meinen Mann zu operieren, da er ja erst 56 Jahre alt und in sehr guter Verfassung wäre. Es war ein riesiger Eingriff, Entfernung der Lunge, des Herzbeutels usw. Er hat die OP gut überstanden, alle waren glücklich, man sagte mir, ihr Mann ist geheilt und er hat die Klinik nach 12 Tagen verlassen. Anschließend sollten die Ränder noch bestrahlt werden. Beim Planungs-CT für die Bestrahlung wurde jedoch festgestellt, daß auf der rechten Lunge kleine Tumore zu sehen wären, die untersucht werden sollten. Die Tumore wurden entnommen und untersucht, es handelte sich um Metastasen. Danach blieb nur noch die Möglichkeit, weitere Chemotherapien durchzuführen. Dies wurde dann von März 2007 bis Januar 2008 in regelmäßigen Abständen auch durchgeführt, mein Mann hat gekämpft wie ein Löwe, sich nie beklagt, aber er wurde immer schwächer. Die Tumore sind immer weitergewachsen, keine der vielen Chemotherapien hat eine Verbesserung oder wenigstens ein Stillstand gebracht. Trotz allem ist er jeden Tag aufgestanden, hat sich rasiert und angezogen und das beste aus jedem Tag gemacht. Im Januar war er dann so schwach, daß er kaum mehr gehen konnte und als uns die Ärzte signalisierten, daß es nun kein Medikament mehr gäbe was ihm helfen könnte hat er die Chemotherapie abgebrochen. Als es gar nicht mehr ging, hat er zähneknirschend einem Sauerstoffgerät zugestimmt, aber nur benutzt, wenn es ihm ganz schlecht ging. Auch wenn er große Schmerzen hatte, er hat es sich kaum anmerken lassen, ich habe jeden Tag was leckeres gekocht, er hat es genossen und oft haben wir sogar diese furchtbare Krankheit vergessen können. Es mag sich jetzt vielleicht etwas kitschig anhören, aber ich möchte eigentlich nur damit sagen, daß er trotz allem, ein bißchen seiner Lebensqualität erhalten konnte. Durch seine Stärke und durch seine positive Einstellung. An meinem Geburtstag hat er abends noch mit mir und unseren Freunden Champagner getrunken, am nächsten Morgen mußte ich den Notarzt rufen, da er nicht mehr aufhören konnte zu Husten. Wir brachten ihn ins Krankenhaus, er bekam Morphium und der Husten hörte auf. Er fiel in einen Dämmerzustand und nachmittags hat sein Herz aufgehört zu schlagen und er ist eingeschlafen. Dies alles ist jetzt kaum 3 Wochen her und ich kann es nicht fassen, daß er nicht mehr bei mir ist. Ich drücke Euch allen ganz fest die Daumen, daß die Therapien bei Euch und Euren Angehörigen anschlagen und hoffe, daß ihr noch lange Zeit mit Euren Lieben zusammen sein dürft. |
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#1982
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Hallo IMM
Erstmal finde ich es schön, dass Du Dich dazu entschlossen hast, Deine Erfahrungen mit dem Pleuramesotheliom mit uns zu teilen. Das Dein Mann so früh gehen musste (58 ist ja heute wirklich kein Alter....) tut mir sehr leid. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft um die folgende, schwere Zeit zu meistern. Lieber Gruss Stefan |
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#1983
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Hallo ihr lieben,
habe leider sehr schlimme Neuigkeiten... Nach der Reha, die mein Schwiepa recht gut überstanden hat, fing er an zu husten... Nach einer Woche musste er ins KH und man stellte eine bakterielle Lungenetzündung fest. Ausgerechnet, das Schlimmste, was einem mit einem Lungenteil passieren kann! Er hängt nun seit einer Woche an der Dialyse, ist intubiert und im künstlichen Koma. Heute hat sich der Zustand wohl sehr verschlechtert, dass die Ärzte uns alle ins KH zitieren... Die rechnen offenbar mit Lungenversagen. Da er nach der OP eh noch nicht wieder fit war fehlen auch die Kräfte.... Warum nur???? Die OP war so Vielversprechend und gut verlaufen, warum musste das passieren??? Ich bin echt geschockt, was sich innerhalb einer Woche ein Gesundheitszustand so massiv verändern kann.... Das ist so makaber - OP gut überstanden und dann sowas..... Ich hoffe aber immer noch, dass er sich wieder erholt..... Traurige Grüsse Bettina |
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#1984
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Hallo Imm,
es tut mir leid, dass dein Mann den Kampf trotzdem verloren hat. Ich drücke dich ganz fest und wünsche dir viel Kraft. @Bettina: Das sind ja keine schönen Neuigkeiten. Ich drücke deinem Schwiegerpapa die Daumen, dass er sich wieder erholt. LG Kiana |
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#1985
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Hi Bettina
Das sind in der Tat schlechte Neuigkeiten. Aber nun werft mal die Flinte nicht voreilig ins Korn! Noch lebt er und noch hat er Chancen! Also weiterkämpfen und schlichtweg einfach nur hoffen (darin haben wir hier ja alle viel Übung)... Viel Kraft Euch allen... Stefan |
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#1986
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Zitat:
falls es Deinem Vater immer noch so schlecht nach der Chemo geht, soll er s ich vom Arzt Tabletten verschreiben lassen. Sie heißen EMEND 80/mg 125 mg Hartkapseln, das sind 2 Tabletten die wirklich total gut helfen. Sie sind zwar teuer, aber es lohnt sich. Gruss IMM |
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#1987
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Leider gibts bei uns nicht viel erfreuliches.
Danke erstmal für euren Zuspruch: Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber die haben wir noch!!! Mein Schwiepa bekommt heute einen Luftröhrenschnitt, der die Atmung erleichtern soll. Die Intubation durch den Hals muss wohl dauerhaft nicht gut sein.... Sein Zustand ist weiterhin sehr kritisch, da sich in der Lunge Schleim ansammelt der nicht rauskommt, sondern alle 2 Stunden abgesaugt werden muss. Jetzt haben die ihn schon in ein Bett verlegt, dass sich bewegt um Körperbewegung zu simulieren, damit der Schleim sich besser löst.... Dann haben die das Antibiotika gewechselt, weil das erste wohl nicht anspricht.... Am Montag hatte sich sein Zustand wieder verschlechtert, gestern war er zumindest gleich geblieben. Jeder Tag, an dem es nicht noch schlechter wird, ist zumndest ein überstandener Tag! LG Bettina |
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#1988
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Liebe Bettina,
ich drücke Euch ganz doll die Daumen, dass es Deinem Schwiegerpa bald wieder besser geht. Bin in Gedanken bei Dir. Liebe Grüße Heike
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#1989
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Zitat:
vielen Dank für den Hinweis. Ich werde es meinen Eltern weitergeben. Alles Gute. Rüdiger |
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#1990
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Hallo Rüdiger,
wie geht es Deinem Vater? Ich drücke Euch ganz doll die Daumen, dass es ihm bald wieder besser gehen wird. Ein Nordlicht grüßt ein Nordlicht:-) Liebe Grüße Heike
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#1991
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Hallo zusammen,
die letzte Chemo war letzten Donnerstag und heute geht es meinem Vater endlich wieder besser (Übelkeit und Magenschmerzen). Nun sind 4 Chemos rum und wir müssen abwarten,wie es weitergeht. In 2 Wochen muss er sich ganz normal wieder im KKH vorstellen und Donnerstag dann auch ganz normal wiederkommen. Ob dann nocheine 5. Chemo gemacht wird, oder er erst mal Pause hat, wird dann entschieden abhängig vom CT. Ich weiss nicht, ob es besser ist, er bekommt noch eine oder er hat dann erst mal Pause. Wir sind jedenfalls gespannt auf das Ergebnis. LG und schöne Ostern Kiana |
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#1992
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hallo kiana,
ich weiß auch nicht warum hier so viele männer und väter leiden müssen. das muss doch heute keiner mehr. mein mann hat nach jeder chemo auch EMEND bekommen und dazu noch magenschutz sowie cortison.......... das den ärzten immer wieder sagen......wo steht geschrieben. dass man zu der furchtbaren diagnose auch noch leiden muss...... lg und viel kraft für alle und die hoffnung nicht aufgeben eure karin |
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#1993
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hallo zusammen...
also mein Mann hat während der 4 Zyklen (Dezember bis Februar) Chemo mit Alimta + Cisplatin immer EMEND (3 Tage vor/nach der Chemo) gegen die Übelkeit bekommen. Zusätzlich noch Folsäure über den ganzen Zeitraum bis 21 Tage nach der letzten Chemo. Ihm war es zu keiner Zeit übel und außer ein wenig Kopfbrummen nach der 1. Chemo und Müdigkeit während der gesammten Zeit, ging es ihm relativ gut. Zusätzlich hat er Orthomol immun http://http://www.orthomol.de/Produkte/Immun/ als Trinkfläschchen eingenommen. So hat er während der Chemo sogar 6 kg zugenommen... die Ärzte sind sehr zuversichtlich über seinen Zustand und nun wird er am Dienstag, 25.3.08 operiert... |
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#1994
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Hallo Karin,
danke für die Info. Ich habe es meinem Vater weitergegeben und er will die Ärzte drauf ansprechen. Vor der Chemo bekommt er immer eine Spritze gegen die Übelkeit, welche auch gut hilft, übel wird es ihmimmer erst 2 Tage später. LG und schöne Ostertage euch allen Kiana |
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#1995
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Hallo Ihr lieben,
mein Schwiepa ist heute an den Folgen seiner Lungenentzündung verstorben. Wir hatten so gehofft, dass es wieder besser geht, aber sein Zustand hatte sich nun innerhalb von 3 Tagen so rapide verschlechtert, dass keinerlei Hoffnung mehr bestand ![]() ![]() Die OP hatte er so gut überstanden und es ging ihm wirklich gut, dass keiner an so was nur im entferntesten gedacht hat... Dem Krebs getrotzt und konnte trotzdem dem Schiksal nicht davon laufen...... traurige Grüsse Bettina |
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