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  #196  
Alt 04.10.2004, 13:09
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Standard Die dümmsten Sprüche (zum dranhängen)

Ich habe/hatte zwar keinen Brustkrebs sondern ein NHL, aber man merkt doch wie viele Menschen nicht mit einer solchen Erkrankung umgehen können, vor allem wenn man wie ich noch recht jung ist für eine solche Erkrankung (ich war 26 Jahre alt als ich die Diagnose bekam...heute bin ich 29)

Ich bin zu Beginn meiner Therapie noch arbeiten gegangen,eines Tages erkundigte sich eine Kollegin nach meinem Befinden und gleichzeitig fing sie an über ihre Schwangerschaftsprobleme zu jammern...in anbetracht der Tatsache das ich zu dem Zeitpunkt schon wusste das ich wohl keine Kinder bekommen kann fand ich das schon Heftig.

Eine damalige "Freundin" sagte mal zu mir, das sie mit meiner Krankheit nicht umgehen kann und das sie das psychisch zu sehr belasten würde. Jetzt wo ich wieder gesund bin meldet sie sich dann und wann noch und möchte sich mit mir treffen, doch jetzt will ich nicht mehr....mit Menschen die mich im Stich gelassen haben kann ich heute nicht mehr umgehen...

Die Krönung war aber neulich meine Oma Väterlicherseits, eine Cousine von ihr 67 Jahre alt hatte einen Tumor in der Gebärmutter und wurde jetzt auch mit Chemo und Bestrahlungen behandelt...dauernd bekomme ich jetzt von meiner Oma erzählt wie schlecht es doch der U... geht und gleichzeitig die Frage ob das denn bei mir auch so war...dazu muss ich sagen wir wohnen in einem Haus und meine Oma hat mich im Krankenhaus kein einziges mal besucht (und ich war verdammt oft und auch mehrere Wochen stationär)

Soviel dazu...
  #197  
Alt 04.10.2004, 21:00
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Standard Die dümmsten Sprüche (zum dranhängen)

Ich hätte da auch noch etwas:

Am Telfon:

Meine eigene Mutter fragt mich (gut 2 1/2 Jahre nach der Ablatio), wie es sich denn mit nur einer Brust lebt!? :-(

Und kürzlich, nach den Nachsorgeuntersuchungen, fragt sie natürlich nicht, ob alles ok ist...!

Sie fragt mich allen Ernstes, warum ich eigentlich SO OFT (alle 3 Monate) einen Oberbauch-Ultraschall bekäme!

Als ich antwortete, dass da nach Lebermetas gesucht würde, legte sie wortlos den Telefonhörer auf.

Nein, meine Mutter ist NICHT senil!
Dann würde ich wenigstens über soviel Geschmacklosigkeit hinwegsehen können.
  #198  
Alt 05.10.2004, 11:01
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Hallo,
manche Sprüche sind schon zum schmunzeln,
bevor man bei mir den Brustkrebs festgestellt hat, gab mir meine Schwiegermutter den Rat, nicht zum Arzt zu gehen, um keine schlafenden Hunde zu wecken, gottseidank ging ich doch hin und fragte mich manchmal, ob sie mich so los werden wollte. Sie war übrigens die 1., die zur Krebsvorsorge und Mammographie ging, als die Diagnose Krebs feststand.
Ich hatte gerade den 1. Tag meine Perücke, das elende Ding auf dem nackten Kopf, als ich beim Einkaufen war und eine Nachbarin mich fragte, ob ich beim Frisör war und mir die langen Haare hab schneiden lassen. Ich sagte nur "Ja, aber zu dem geh ich nicht mehr hin"
Mein Bruder ruft mich des öfteren Sonntags an (seine Frau hat auch Brustkrebs und er leidet unter Psychosen). Nunja, er fragt mich jedesmal, "Na, was macht denn Dein Brustkrebs?" worauf ich dann immer unterschiedlich antworte: "Tja, was macht denn Deine Psychose?" oder "Der schläft gerade, soll ich ihn wecken?"
Als die Haare dann endlich wieder wuchsen, stand ich mit meinem Kappi im Geschäft und ein Opa fragte mich, "was ist denn mit Dir passiert". Der Mann war mir total unbekannt und mit Mitte 40 seh ich eigentlich nicht mehr aus wie ein Teanager. "Ich war so perplex, dass ich nur sagte, ich hab Chemo gemacht, dann war Opi perplex und ruhig und ich lief nach Hause und hab mich bei meinem 17-jährigen Sohn ausgeheult, der hätte sich den Opa am liebsten gleich gegriffen.

Ansonsten hab ich die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen garnicht fragten und auswichen. Ich wohn auf einem Dorf. Naja, das ganze ist jetzt erstmal durch.

Tschüss
Claudia44
  #199  
Alt 05.10.2004, 13:47
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Juhuuuu,

habe etwas ganz "taufrisches", einfach nicht zu fassen:

Ich komme morgens schlecht aus dem Bett, da ich zeitweise müde und schlapp bin. Es ist 11.00 Uhr, eine Kollegin ruft mich an.

Sie: Na, Du klingst aber ganz schön verschlafen, bist Du erst aufgestanden ?

Ich: Ja, wollte mir gerade Frühstück machen.

Sie: NA SO SCHÖN MÖCHTE ICH ES AUCH MAL HABEN !!!

Ohne Worte....

Anke !
  #200  
Alt 05.10.2004, 14:21
Urmel Urmel ist offline
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Standard Die dümmsten Sprüche (zum dranhängen)

Hallo Anke,

Standardantwort meinerseits an solche Menschen:

"Kannste haben, geb ich aber nur als Paket mit meinen Krebs ab!"

LG Urmel
  #201  
Alt 05.10.2004, 14:35
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Mein Bruder rief mich neulich an und fragte was ich so mache.
Nix, ich lieg im Bett, entgegnete ich ihm.
Da fragte er ganz besorgt: Wieso, bist Du krank?

Und mein Vater ermahnte mich neulich, ich solle nicht Urlaub machen, sondern jetzt nach der Chemo so schnell wie möglich wieder arbeiten.

Lieben Aufmunterungsgruss von der Lütschen
  #202  
Alt 05.10.2004, 18:20
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Dann ist es auch nicht verwunderlich, wenn man in der "Zeit" in einem Artikel über gewichtige ("Rund und gesund", Die Zeit Nr. 41/2004) liest: "...dass übergewichtige Kinder häufiger als früher extrem unglücklich über ihr Zustand sind. 'Die Lebensqualität nähert sich der von stigmatisierten Krebskranken', sagt Bärbel-Maria Kurth. ..."

Ich habe es gelesen, wollte meinen Augen nicht trauen, habe noch einmal gelesen, dann habe ich mir es ausgedruckt, um darauf immer wieder zu schauen, wenn es mir nur besser gehen sollte und ich mich nur wundern sollte, warum es doch den Anschein hat, Krebskranke werden ausgegrenzt.

Heute habe ich nicht mehr die Kraft mir selbst zu sagen - Kopf hoch!

Gruß,
TP
  #203  
Alt 05.10.2004, 23:25
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Standard Die dümmsten Sprüche (zum dranhängen)

Hallo, ich finde diese Sprüche zum Teil wirklich haarsträubend (witziges Wortspiel?), aber habe auch so meine kritischen Gedanken dazu. Ich bin selbst Betroffene mit Eierstockkrebs und habe die Erfahrung gemacht, dass sehr viele Menschen einfach nicht wissen, wie sie mit Menschen umgehen sollen, die offenbar sehr krank sind. Manche notorischen Nörgler (wie manche aufmerksamkeitshungrigen Schwiegermütter) kommen sicherlich nicht gut damit klar, dass es da jemanden gibt, der WIRKLICH KRANK ist. Man ist sicherlich aber als Krebskranker auch empfindsamer geworden und sehr leicht verletzlich. Viele Menschen verdecken durch dümmliche Witze ihre Unsicherheiten. Der Weg in die soziale Isolation ist kurz, wenn man "anders" ist als andere. Ich will wegen meiner Krankheit, die mich zugegebenermaßen derzeit zum Glück nicht limitiert, nicht anders behandelt und damit evtl. ausgegrenzt werden. Ich möchte daran glauben, dass die meisten Menschen anders reagieren WÜRDEN, wären sie nicht unsicher. Am ärgerlichsten finde ich dennoch unsensible Ärzte, denn die sollten es wirklich besser wissen. Ein unsensibler Onkologe ist in seinem Beruf falsch aufgehoben. Mir passierte ein Ärgernis bei meiner Therapeutin, bei der ich wegen Überforderung im Alltag mit kleinem Kind und Krankheit etc. in Behandlung war: ich musste einen Termin kurzfristig absagen, da mein 2-jähriger Sohn eine Mittelohrentzündung hatte. Das passte ihr nicht. SIe berechnete mir den Termin und lehnte es ab, mich weiter zu behandeln mit der Begründung, da ich ein Kind hätte, wäre ihr die Terminvereinbarung zu unsicher. Ich war begeistert. Es kam mir vor, als würde man in eine Therapie gehen, weil man sich hässlich fände, und der Therapeut lehnte die Behandlung ab, weil man so hässlich sei! Allen einen schönen, ärgerlosen Tag!
Kat
  #204  
Alt 06.10.2004, 08:18
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Standard Die dümmsten Sprüche (zum dranhängen)

Also ich weiß nicht, liebe Kat und alle anderen.
Einerseits stimmt´s ja mit dem Verständnis und dass sie unbeholfen sein mögen...ABER...irgendwie..es weiß doch heute jeder, was es zu einem großen Teil heißt Krebs zu haben und was es heißen kann, und dazu noch, wenn man eine Chemotherapie machen muss, *schluckwürgbeidererinnerung* nicht umsonst ist es ein Schreckenswort, kann man da nicht ein bisschen die Rübe einschalten *verzeiht* bevor man den Mund öffnet.
Ich denke solche unfreundlichen,taktlosen und groben Kommentare, die man hier ja gehäuft liest, oder selbst gehört hat, sind in erster Linie eine HERZENSSACHE...da mangelt es einfach an Herz und Einfühlungsvermögen, zu Mal es dir mit jedem passieren kann, das ist keine Frage von Bildungsstand oder sonstigen Hintergründen.
Vom Guten nur das Beste für EUCH alle.
Britti
  #205  
Alt 06.10.2004, 09:23
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Jeany Jeany ist offline
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Standard Die dümmsten Sprüche (zum dranhängen)

Einmal während der Chemo, ich hatte schon keine Haare mehr, traf ich einen Bekannten, den ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Er erkannte mich nicht, deshalb sprach ich ihn an:
ich:"Hi Markus, wie gehts denn so?"
er:"Jeany??Mensch siehst du Kacke aus, warum haste dich denn so verunstaltet?oder nimmste irgend so einen Scheiss"
ich:"kann man so sehen oder so,ich musste ne Chemo machen.."
er:"mensch, dafür siehste aber klasse aus, wie das blühende Leben, siehst viel besser aus als vorher!"
Also verarschen kann ich mich selbst!!

Kurz nach meiner O.P. sass ich im Wartezimmer für das Knochenzintigramm, eine älter Dame fragte mich, was ich denn für einen Krebs habe und ob ich Chemo machen muss.
Ich sagte ihr, dass ich Brustkrebs habe und noch nicht weiss, ob ich eine Chemo machen muss, daraufhin meinte sie:
"ich kenne eine Frau, die hatte auch Brustkrebs, die Ärzte sagten ihr, dass sie gute Changen hat geheilt zu werden.Kurz darauf war sie voller Metastasen, jetzt ist sie tot, wie alt sind sie denn?"
ich:"ich bin 35"
sie:"diese Frau war genauso alt, in ihrem Alter stirbt man doch recht schnell an Krebs! ja,ja vor einem Jahr sass ich noch mit meinem Bruder hier, der Arzt hat 10 Stellen bei ihm gefunden, zum Glück musste er nicht lange leiden"
Inzwischen bekam die Frau ihren Befund, dass bei ihr alles o.k. ist, sie zog ihren Mantel an und wünschte mir alles Gute: Ich sass dann da noch 30 Minuten alleine im Wartezimmer und hatte nun Panik pur, ich hatte damals ja erst vor kurzem meine Diagnose bekommen und stand noch wie unter Schock!!Zum Glück fiel wurden auch bei mir keine Metastasen gefunden!



Liebe Grüsse
von Jeany
  #206  
Alt 06.10.2004, 12:45
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@Urmel: Gute Antwort, werde ich mir merken, da mich in Zukunft bestimmt öfter solche Aussagen erreichen. Alles Liebe und Gute für Dich !

@Jeanny: Was Du hier schreibst ist absolut an der Tagesordnung. Es ist schrecklich, aber es gibt immer wieder Menschen, die ich in Wartezimmern oder sogar in unserer Chemoambulanz treffe, die solche Horrorgeschichten erzählen. Mittlerweile kann und will ich mir solche Geschichten nicht mehr anhören. Meistens sind es "alte" Menschen, die keinen mehr haben, der ihnen zuhört, denen sie Ratschläge geben können oder einfach nur dieses "dumme Zeug" erzählen können.

Als ich operiert wurde und auf meinen Befund wartete, habe ich auch eine alte Dame auf unserer Station getroffen. Ich war gerade mit einer Zimmernachbarin zum Kaffe trinken. Wir hatten uns gerade gegenseitig getröstet, als sie unser Gespräch mitverfolgte. Dann fing sie an von ihrem Leid zu erzählen, von den vielen OP's und dann kam der Hammer, sie meinte: Aber was erzähle ich denn da von mir, meine Tochter bekam Brustkrebs, das ist wirklich das Schlimmste was es gibt". Die alte Dame kam so richtig in Schwung, ich war damals phsychisch ziemlich am Ende, hatte ja noch auf mein Ergebnis gewartet und mich zog dieses Gelabere ziemlich runter. Meine Zimmernachbarin war da schon etwas routinierter und sagte einfach zu ihr: Jetzt möchten wir diese Geschichten aber nicht mehr hören, denn wir warten beide auf unsere Ergebnisse ! Dann war sie etwas eingeschnappt und war still. Heute handhabe ich das genauso. Bitte höre Dir Geschichten von anderen Leuten nicht mehr an. Ohren zu und durch ! Einfach das Gespräch abbrechen oder wenn die Leute nicht mehr aufhören wollen, einfach sagen, dass man das jetzt nicht mehr hören will. Es klappt und was diejenigen denken ist mir dabei völlig egal. Ich fühle mich dabei besser. Leider kennt jeder ja immer jemanden der irgendetwas mit Krebs und Tod zu tun hatte. Sie sollen ihre Geschichten für sich behalten. Nur Mut Jeany, Du mußt nur daran glauben, dass wir das gut überstehen.

Liebe Grüße

Anke.
  #207  
Alt 06.10.2004, 15:47
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Jeany Jeany ist offline
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Hallo Anke,
jetzt könnte mich so blödes Gelaber ja auch nicht mehr schocken, aber damals war es ja so, dass ich das noch gar nicht verarbeitet hatte!!Manchmal habe ich sogar ne echt positive Einstellung, nur ab und zu, da bin ich traurig, aber ich glaube auch, dass das von den Antihormonen auch kommt!!
Ich weiss, wenn wir wirklich wollen, dann könnten wir sogar weglose Wege gehen, denn gerade wir Krebskranken haben gelernt zu kämpfen!!
Dicke Knuddelgrüsse
Jeany
  #208  
Alt 06.10.2004, 16:03
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Hallo,
den besten Spruch habe ich überliefert bekommen, aber ich finde die Situation köstlich:
Eine Frau mit Perücke (zwecks Chemotherapie) ging in ein Bekleidungsgeschäft, suchte sich einen Pulli heraus und probierte diesen in der Kabine. Als sie herauskam und sich im Spiegel ansah, kam die Verkäuferin und meinte: "der Pulli passt aber hervorragend zu ihrem Haar!" Daraufhin nahm die Patientin ihre Perücke ab und sagte: "so, meinen sie wirklich!"

Ich selbst arbeite Teilzeit in einer Arztpraxis, trotz laufender Chemo. Ein Ekelpatient (arbeitsscheu und hypochondrisch) sah mich (mit Kopftuch, blasser Gesichtsfarbe) und meinte, schön mich mal wieder zu sehen. Wie es mir denn ginge. Ich meinte daraufhin, soweit alles o.k.. Er sagte dann, es ginge ihm gar nicht gut, er wolle gerne mit mir tauschen, denn er habe einen schlimmen Knorpelschaden am Knie. Ich habe ihm daraufhin den Rücken zugewandt und mich wieder auf meine Arbeit konzentriert.

Manche Leute wissen einfach nicht, was sie sagen sollen. Bei mir sind es aber Gott sei Dank nur Ausnahmen, da ich sehr offen mit meiner Krankheit umgehe und Verwandschaft, Freunde und Bekannte super gut mit mir umgehen.
Ich wünsche, dass es euch allen so ergeht!
Liebe Grüße Regina
  #209  
Alt 07.10.2004, 00:52
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Nachdem ich 12 Chemos,Operation und 28 Bestrahlungen hinter mich gebracht habe, habe ich meine Kollegen/innen auf meiner damaligen Dienststelle besucht. Am Amtseingang sah mich ein Kollege und meinte:"Wieso lebst du noch, ich denke du hast Krebs." Ich war im Moment so wütend und mir schossen die Tränen in die Augen, dass ich nur sagen konnte:" Wie du siehst du A....loch, kann man auch mit Krebs noch leben." Normalerweise benutze ich selten solche Ausdrücke, aber diesmal war ich froh, dass mir die Antwort so schnell einfiel. Trotzdem bin ich bis heute, nicht mehr zum Amt gegangen und werde es auch nicht mehr tun.Heidi
  #210  
Alt 07.10.2004, 12:17
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Jeany Jeany ist offline
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Als ich einen Termin beim MDK hatte, erklährte ich dem Typen da, dass ich seit der Chemo Probleme mit meinem Gedächnis habe!Letzte Woche versuchte ich beim Arbeitsamt eine Umschulung zu kriegen, zuerst kam auf die Ablehnung keine Begründung, jetzt aber wurde mir mitgeteilt, dass ich wohl nicht in der Lage wäre eine Umschulung zu absolvieren, denn der Amtsarzt des Arbeitsamtes kam an Hand der Aktenlage zu folgendem Ergebins:"...ohne besondere geistige Anforderungen, da sie selbst über zunehmende Vergesslichkeit berichtet.."
Zunehmende Vergesslichkeit?? So etwas habe ich niemals behauptet, ich habe doch kein Alzheimer!!!! Nu hab ich nen Beklopptenstempel!!
Liebe Grüsse
Jeany
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