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  #3511  
Alt 10.06.2008, 19:18
vivi2007 vivi2007 ist offline
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Hallo Heike, hallo Mosi Bär,

ich habe nur geschrieben, dass ich Christine's Behauptung "wer arm ist muss früher sterben" nur traurig. Und das versteht Ihr als Angriff?
Als Krebspatient hat man schon Ängsten genug und bangt sich um sein Leben und muss vielleicht NOCH FRÜHER sterben, weil er Kassenpatient ist?
Es ist nur meine Feststellung nicht mehr und nicht weniger. Also angegriffen habe ich niemanden.
Ein Bekannter von uns hatte Blasenkrebs. Er ist privatversichert und führt Krieg mit seiner Versicherung, da die Versicherung sich geweigert hat, seine nichtschulmedizinische Therapien Homöopathie incl. zu zahlen.
Er bekam Hilfe bei der Deutschen Krebshilfe und hatte den Prozeß gewonnen.

Die neue Frauenärztin meiner Mutter empfehlt ihr sogar MRT alle 6 Monate. Sie bekommt eine Überweisung.
Selen, Hormone, Krankengymnastik, Massage alles auf Rezept. Sie bekommt demnächst auch ambulante Reha autogenes Training, Rückgymnastik usw.
Wir haben bei der Krankenkasse nachgefragt, was sie zahlen und was nicht. Was will mehr?

Wenn ich hier lese, was bei Linnea ales gemacht wird, ist es schon 1. Klasse Medizin
Bevor ich noch mehr von anderen gesteinigt werde, ziehe ich mich lieber aus dem Forum zurück
Liebe Grüße und alles Gute
Miriam

Geändert von vivi2007 (10.06.2008 um 19:28 Uhr)
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  #3512  
Alt 10.06.2008, 20:19
HeikeL HeikeL ist offline
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Hallo Miriam !

Ich finde,dass Du dich auf keinem Fall aus dem Forum zurückziehen solltest. hier werden starke Frauen -egal ob Betroffene oder Angehörige- gebraucht.
Und doch schon gar nicht wegen Meinungsverschiedenheiten oder Mißverständnissen.
Wie ich geschrieben habe, bekommt man schon einiges von seiner Krankenkasse,nur man muß sich schon dahinterklemmen... Die meisten Frauen hier im Forum sind wohl auch selbstbewußt genug (wie z.B. Linnea )dazu, aber es gibt auch viele,die nicht unbedingt fordern,was Ihnen zusteht.
Ich bin nur über den Satz gestolpert, dass Christine oft behauptet,dass Kassenpatienten Patienten zweiter Klasse seien. Das kann ich so nicht teilen.
Aber deswegen würde ich Dich keinesfalls steinigen. Ich gehöre auch zu den Leuten, die sich öfter mal den Mund verbrennen...
Also, nichts für ungut. Dies sollte auf keinen Fall ein Maulkorb für Dich sein.

Schönen Abend und liebe Grüße
Heike
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  #3513  
Alt 10.06.2008, 21:10
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nikita1 nikita1 ist offline
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Hallo Miriam
warum gleich eingeschnappt ? Man darf doch eine eigene Meinung haben und sollte auch die anderer vertragen.

Hallo all ,
ich lebe ja nicht in Deutschland , kann ein bisschen vom "Ausland" berichten: es gibt hier praktisch nur eine Onkoklinik, dort wird der Krebs durchgeschleust, man bekommt mehr oder wenig das Standartprogramm, mehr nicht.
Inzwischen bekommen andere grössere KHs auch Onkoabteilungen, weil es das eine Dominierende nicht mehr schafft.

Und inzwischen schiessen Privatkliniken aus dem Boden, aber der Ruf der Onkoklinik ist derart stark, dass man doch besser dorthin geht. (ich jedenfalls war froh, trotz zweimonatiger Wartezeit, mit blutendem Tumor T3b ... eine Behandlung dort bekommen zu haben, bin über "Beziehungen" reingekommen)
Und wer kann sich schon eine Krebstherapie für ca. 100,000 Euro leisten ??????????

Auf Madeira gibt es erst gar keine Bestrahlungsmöglichkeiten, also kommen die Leute auf den Kontinent und wohnen in einer dem KH angeschlossenen Pension.
Bei meiner letzten Nachsorge im März wurde kein Abstrich gemacht da das CT in Ordnung war, erst im August wird wieder einer gemacht , ich denke mal aus Kostengründen. Um den HPV-Test musste ich bitten.

Die Chemoabteilung ist ein Chaos, ist vor 20 Jahren konzepiert worden und seitdem nicht erweitert. Ich musste einmal wegen Zimmermangel (bei Cisplatin-Chemo hat man ein Einzelzimmer) hoch in die Tages-Klinik, in einen Raum mit Frauen im Endstadium, werde ich mein Leben lang nicht vergessen, ich weiss nur, dass ich DORT nicht enden will.

Hospize, Brustzentren, Hyperthermie gibt es nicht, Kuraufenthalt gehört nicht zum Wortschatz, ist unbekannt. Und wenn ich fahren wollte,müsste ich es privat bezahlen, ca. 5000 Euronen
War dann lieber am Strand, ist billiger.
Ich könnte noch seitenlang so weiter berichten....aber ich will euch nicht damit langweilen.

Ich kann mit persönlich kein Urteil erlauben über das 2-Klassensystem in Deutschland, obwohl ich viel darüber lese.
Was Linnea und Miriam schrieben, lässt Hoffnung wecken.

Und ich bin meiner Onkoklinik trotz allem unendlich dankbar ! Meine Radiologin hat es hinbekommen, dass trotz 70 Gray aufs Becken weder Darm noch Blase verstrahlt wurden und der Tumor ist weg !
Ich arbeite, lebe wieder normal und gehe alle drei Monate hin und knuddel meine Ärzte
__________________
Liebe Grüße
Nikita


Tapferkeit ist die Fähigkeit, von der eigenen Furcht keine Notiz zu nehmen.
George Patton

Geändert von nikita1 (10.06.2008 um 21:20 Uhr)
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  #3514  
Alt 10.06.2008, 21:12
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Cut-Yoah Cut-Yoah ist offline
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Guten Abend,

wieder zum Abend hin tauchen (wie immer nach einem Telefonat mit meiner Mama) Fragen auf die ich gerne stellen möchte, diesmal auch nichts erbostes (und ja christine, handschlag )

Und zwar, meine Mama hatte heut "Bergfest", also ihre 3. Chemo hinter sich gebracht und nicht nur meine auch ihre Ungeduld bzw. Neugier steigt von mal zu mal ob denn das ganze gut anschlägt oder oder oder oder....nu hatte sich meine Mama ihren Fragenkatalog zu Recht gemacht um solche Fragen wie nach dem Tumormarker, Blutbild....usw. zu Fragen, entweder war die Ärztin im Stress, hatte nicht ihre besten Tag o. ä. hat jede rmal, ist ja in Ordnung, denn sonst ist sie total lieb. Jedenfalls war sie heut auf gut deutsch "Maulfaul" und gab meiner Mama keine Informationen auf die Fragen, war enttäuschent, aber wie gesagt jeder hat mal seine blöden Tage.

Die einzigste Info war das sie wohl eisentabletten nehmen soll oder Bluttransfusion, also wird da wohl Eisenmangel vorliegen.

Ansonsten hat meine Mama auf einem Schriebsel an ihre Gyn einige Dinge gesehen die sie interessieren, aber worüber sie im internet keine Antwort gefunden hat.

Ich habe mir das mal von ihr durchgeben lassen und das mal hier reinzuschreiben, da ich denke ihr könnt mir da mehr Info's drüber geben.

also auf dem Zettel stand:

Hb 6,7
H0,33
Lykozyten 3,60
Trombozyten 232
ANZ 2,37

hoffe es ist alles richtig geschrieben. Am idealsten wäre wenn natürlich mir jemand noch dazu sagen könnte ob die Werte dahinter ok sind soweit, also eine ungefähre Richtung wäre schön.

Wenn dieses Thema bereits in einem anderen Thread schon mal angesprochen wurde dann gebt mir diesen eifnach an. In der Suche habe ich jetzt keinen Treffer gefunden!

Vielen Dank im voraus....und ja wir wissen wir müssen geduldig sein und am besten die 6 chemos abwarten, aber irgendwann überwiegt die Neugier wenigstens einen kleinen Anhaltspunkt zu haben, ob sich das scho netwas ins possitive verändert hat!

Gruß Cut
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"Das wichtigste in deinem Leben ist nicht das, was du materiell erreichst, sondern dein Weg und die Menschen, die dir auf diesem Weg begegnen."
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  #3515  
Alt 10.06.2008, 21:21
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Linnea Linnea ist offline
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liebe manu,

vielen dank für deine liebe naachfrage. ich hatte huete meine zweite bestrahlung und fühle mich ziemlich schlapp. vielleihct ist aber auch nur das wetter schuld. bei uns war es heute unanständig heiß!

ihr lieben, ich hoffe ich bin mit meiner auflistung niemandem auf die füße getreten. das war nicht meine absicht. ich denke, wir sollten generell unseren empfindlichkeiten nicht erlauben, zwischen uns zu treten. schließlich ist diese dünnhäutigkeit meist eine folge desssen, was uns hier zusammengeführt hat unnd verbindet.

seid alle herzlich gegrüßt
eure linnea
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- Christine Busta -
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  #3516  
Alt 10.06.2008, 23:10
Nawinta Nawinta ist offline
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Hallo,

eine interessante Diskussion Kassenpatient/Privatpatient.

Klar, wir wollen alle gesund sein und wollen es auch bleiben bis zum letztem Atemzug. Und eigentlich gewinnt dieses Thema nur dann Bedeutung, wenn man selbst erkrankt oder ein lieber Angehöriger. So auch die Zuzahlungen. Wenn mann Krank ist, oder einen lieben Angehörigen hat, wurde man alles bezahlen, damit dieser wieder gesund wird. Oder auch wenn es nur die Hoffung für ein paar Euro ist.

Ich finde, es ist eigentlich ziehmlich egal wie man versichert ist, hauptsache man hat jemanden der für einen Kämpft wenn man selbst nicht mehr kann und den richtigen Hausarzt.

Ich kenne beide Seiten Kassenpatien/Privatpatient. Meine Schwester ist privat. Sie wurde jedoch gerne wieder in die gesetzliche wechseln. Ist aber leider nicht möglich. Hohe Beiträge und man sieht die Rechnungen vom Arzt und kein Nennenswerter Unterschied bei den Leistungen zur gesetzlichen für sie.

Ein Freund von mir, hat damals alles mögliche unternommen um in die private zu kommen. Grund: Es ist an Elepsie erkrankt. Er wollte in eine spezielle Klinik zu einem speziellen Arzt. Aber leider Privatklink. Er bekam hier andere Tabletten verschrieben, die von den Nebenwirkungen nicht mit denen davor zu vergleichen waren. Er war fast ein anderer Mensch. Die schnelle Auffassungsgabe war ich von ihm gar nicht gewoht. Er hatte jedoch die Hoffnung, dass es operabel ist. Dem war leider nicht so.

Jedoch stelle ich mir aber dennoch die Frage, ob bei meiner Mutter wenn sie privat versichert gewesen wäre, manches anders gelaufen wäre. Und auch, ob uns die Ärzte über mögliche Alternativen aufgeklärt haben. Oder auch wenn ich nur früher in diesem Forum gelesen hätte, und mich mehr eingesetzt hätte, Wissen zu erwerben. Ob ihr Avastin noch ein Jahr gegeben hätte...

Aber ich denke, wenn dem so wäre, hätte sie es sicherlich bekommen bzw. es wäre als Zuzahlung angeboten worden. Hoff ich doch.

Liebe Grüße
Alex
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  #3517  
Alt 11.06.2008, 10:03
ZtGabi ZtGabi ist offline
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Hallöchen alle miteinander,

als unmittelbar Betroffene lese ich schon seit meiner Diagnose vor 5 Monaten hier im Forum mit und muss sagen, dass ich schon sehr viele nützliche Informationen und Tipps "mitnehmen" konnte. Auch habe ich Hochachtung vor der Leistung vieler Frauen hier, die den Kampf gegen die Statistiken schon seit langem führen und sich nicht unterkriegen lassen !!! Das gibt einem selbst Kraft. Danke dafür !!!!!

Nun habe ich mich entschlossen, mich endlich auch hier zu registrieren, um mich zumindest mitunter an den Forumsbeiträgen zu beteiligen und speziell heute hier zum Thema Zuzahlungen etwas zu äußern.

Christine R. und Katrin, Ihr habt sicher Recht, wenn Ihr daran erinnert, wie kostspielig eine Krebsbehandlung ist, erst Recht, wenn sich dies über viele Jahre hinzieht. Da scheinen 60,00 Euro ja wirklich Pinnats zu sein. Insofern stimme ich Euch also zu, aber nicht in vollem Umfang.
Ihr seid beide Privatpatienten. Um das werden zu können (und zwar freiwillig), ist ja bekanntlich ein bestimmtes Einkommen erforderlich. Ergo, scheint Ihr nicht nachvollziehen zu können, dass es Menschen gibt, für die 60,00 Euro eine Menge darstellen, denn schließlich ist diese Zuzahlung nicht die einzige, die als Folge der Krebserkrankung anfällt. Ich erninnere mich noch, dass bei mir im Monat 2 nach der Diagnose aufgrund von KH- Aufenthalt, Medikamenten, Perücke, Stoma- Versorgung mal so eben 480,00 Euro fällig wurden. Auch wenn dies nur einen sehr kleinen Bruchteil der tatsächlichen Kosten darstellt, habe auch ich erst einmal geschluckt. Als "Mitglied" der sogenannten Mittelschicht (aber eher im unteren Bereich) sind das für mich Kosten, die ich nicht aus der Portokasse bezahlen kann, aber ich zahle natürlich ohne Murren und in dem Wissen, dass mir mehr gegeben wird, als ich damit begleiche. Inzwischen bekomme ich ja schon seit etwas mehr als drei Monaten nur noch Krankengeld und ich muss ehrlich gestehen, dass es nun doch auch knapper wird mit dem Geld und ich Cut durchaus verstehen kann.Bis zum Erreichen der Zuzahlungsgrenze ist jede Zuzahlung (und da fallen aufgrund des Stomas und der Medikamente auf alle Fälle immer was an) doch auch nicht ohne.
So wie ich herausgelesen habe, ist Cut Studentin und da können 60,00 Euro ein "Vermögen" darstellen, wenn die Eltern nicht über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen, um sie reichlich damit auszustatten. Also bitte seid doch etwas verständnisvoller und haut nicht gleich so rein.
Vergessen wir mal bitte nicht, dass auch Ihr Eure Behandlung im Endeffekt nicht bezahlt (einschließlich Porto- oder Faxkosten ;-)) , denn Ihr bekommt ja die in Vorkasse beglichenen Kosten zurückerstattet. Und wenn Eure Krankenkasse nicht zu lahma...... ist, geschieht das immer recht zügig. Ich weiß dies, weil meine Freundin vor zwei Jahren an Brustkrebs erkrankt war und ebenfalls Privatpatientin ist. Dass Ihr mit diesen Behandlungskosten in Vorkasse gehen müsst, habt Ihr (bzw. Deine Eltern Katrin) vorher gewusst und in Kauf genommen, weil Ihr sicher der Meinung wart, dass evtl. anfallende Zahlungen aufgrund des Einkommens bzw. des Ersparten möglich sein werden. Nicht umsonst sollte man genau überlegen, ob man es sich "leisten" kann, Privatpatient zu werden, vor allem auch im Hinblick auf das Alter, wo naturgemäß oftmals umfangreichere ärztliche Hilfen erforderlich werden.
Also bitte hier nicht den Anschein erwecken als wenn Ihr für alle Kosten aufkommen müsst. Wir ALLE leben doch vom Solidaritätsprinzip der Krankenkassen, egal ob gesetzliche oder private und ich bin froh, dass es dies bei uns noch gibt. Ich habe jahrelang eingezahlt und zum Glück einen Arzt nur zu den Vorsorgeuntersuchungen und mal bei grippalen Effekten in Anspruch nehmen müssen. Will sagen, ich habe damals mit meinem Beitrag anderen ihre Behandlung wie z.B. bei Krebs mitfinanziert. Nun hat es leider auch mich erwischt und da bin ich froh, dass ich nun die Solidarität der anderen Beitragszahler in Anspruch nehmen kann, denn sonst könnte ich diese medizinische Behandlung nicht in Anspruch nehmen, was ja einem Todesurteil gleich käme.
Auch möchte ich daran erinnern, dass auch schon in der Öffentlichkeit von vielen Stellen gewarnt wird, dass aufgrund der Streichungen von Leistungen bei den Krankenkassen es immer mehr dazu führt, dass es für manche nicht mehr bezahlbar wird und glaubt mir......wir sind schon mittendrin. Zahnärzte können z.B. schon ein Lied davon singen, dass es wieder mehr Menschen gibt, die mit einem schlechten (defekten) Gebiss rumlaufen, weil sie die Zuzahlungen zu Prothesen nicht zahlen können. :-) Dies nur mal als ein Beispiel. Und ich rede nicht von Hartz IV- Empfängern (die erhalten ja die Zuzahlung von amtswegen), sondern von Geringverdienern, die es immer sehr hart trifft, weil sie knapp über der Bemessungsgrenze liegen (nicht nur was die medizinische Versorgung anbetrifft). Weitere Beispiele für die angehende Zweiklassengesellschaft wurden hier ja auch schon genannt.
Es ist also nicht der Fakt der Zuzahlung an und sich der beschäftigt, sondern die Tatsache, dass aufgrund der Gesundheitspolitik es zu einer solchen Zweitelung kommt. Man fühlt sich als Kassenpatient ohne die erforderlichen finanziellen Mittel doch bald wie ein Mensch zweiter Klasse, weil man Leistungen, die von der Kasse nicht mehr übernommen werden, selbst bezahlen soll, wenn man sie in Anspruch nehmen möchte. Aber hier jetzt weiter zu polemensieren wäre fehl am Platz, weil wir da ja ins Politische abgleiten würden.

Hoffen wir also lieber, dass dieses Solidaritätsprinzip noch recht lange erhalten bleibt, denn sonst wären bestimmt schon manche unter uns aufgrund mangelnder finanzieler Möglichkeiten nicht mehr am Leben. Wir brauchen schließlich unsere Kraft, um gegen den Krebs anzukämpfen und nicht, um zu überlegen, wie man lebensnotwendige Behandlungen finanzieren könnte, ohne aus den Augen zu verlieren, dass es leider Menschen gibt, für die 60,00 Euro pro Chemo- Zyklus viel Geld darstellen.

Ach ja Miriam, warum gleich so empfindlich? Es ist doch das Natürlichste der Welt, dass Menschen andere Ansichten zu bestimmten Themen haben und ich finde das auch gut so. Denn nur dadurch hat sich z.B. unsere Welt auch weiterentwickelt und tut es hoffentlich auch weiterhin, auch wenn man manchmal ins Zwiefeln gerät.
Sollte eine Schreiberin virelleicht in der Wortwahl nicht so bei Dir angekommen sein, wie Du es für richtig erachtest, so schreib dies doch. Man kann doch drüber reden und ich bin mir sicher, dass alles hier das auch annehmen.
Da muss man sich doch nicht ins Schneckenhaus zurückziehen. Dieses Forum lebt von den Beiträgen aller und es wäre schade um jeden, der sich hier nicht mehr beteiligen möchte.
Also....auch wenn wir vielleicht in dieser Zeit jetzt etwas dünnhäutiger sind, nicht gleich so unüberlegt reagieren.

Einen schönen und hoffentlich beschwerdefreien Tag wünsche ich Euch allen noch......Gabi :-)
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  #3518  
Alt 11.06.2008, 10:53
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Sternschnuppe07 Sternschnuppe07 ist offline
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Hallo Ihr Lieben,

auch ich bin in einer GKV, aber ich denke, dass meine Behandlung, die ich bislang aufgrund meiner Erkrankung bekommen habe, keinen gravierenden Unterschied macht im Vergleich mit einer privat Versicherten. Auch ich hatte bspw. ein 2 Bett Zimmer, Fernseher, Bad/Dusche und WC auf dem Zimmer, alle waren freundlich und lieb und ich habe mit ziemlicher Sicherheit auch dieselben Medikamente und Therapien erhalten, als wenn ich privat versichert gewesen wäre. Es mag zwar sein, dass bei mir vielleicht nicht jeden Tag der Chefarzt vorbeigekommen ist und mir die Hand geschüttelt hat. Na und? Es gab und gibt auch andere, sehr nette und qualifzierte Ärzte. Nebenbei bemerkt, auch ich habe eine PET Untersuchung bekommen, also, wenn es erforderlich ist, wird es auch gemacht.
Natürlich ist es richtig so, denn Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten darf einfach nicht vom Versichertenstatus abhängen, das wäre ja auch noch schöner. Im übrigen ist es doch nicht gleichbedeutend mit dem Begriff "arm", wenn man in einer GKV versichert ist.

Nein, nein, ich denke, dass man genauso gut bei unserer Krankheit behandelt wird als gesetzlich Krankenversicherte als wenn man privat versichert wäre, die Therapien sind zumindest in jedem Fall gleich, da gibt es keine Unterschiede. Und wie Miriam schon erwähnte, auch Reiche müssen diese Welt einmal verlassen, in dieser Hinsicht sind wir Gottseidank alle gleich, wenn die Zeit abgelaufen ist, müssen wir alle gehen, egal ob wir reich oder "arm" sind, gesetzlich oder privat versichert. Allein daran sieht man doch auch, dass es keine Frage des Versichertenstatus ist, ob man länger mit einer Krankheit lebt oder nicht, ob man gesund wird oder nicht und das ist doch auch gut so, denn wir sind alles Menschen und haben alle dieselben Chancen verdient!!!

liebe Grüße

Manu
__________________




Der Krebs kam leider ungefragt einfach so in mein Leben, nun kann er gefälligst ebenso wieder verschwinden und zwar auf NIMMERWIEDERSEHEN !!!
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  #3519  
Alt 11.06.2008, 11:22
Neeve Neeve ist offline
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Hallo alle zusammen,

ich traue mich mal, meinen "Senf" auch noch dazu zu geben. Ich stimme Miriam zu, ich denke in Deutschland haben wir einen sehr hohen Behandlungsstandard auch für Kassenpatienten. Schaut mal z.B. nach England, dort werden ab einem bestimmten Alter z.B. Hüft-OP's nicht mehr gemacht/bezahlt oder auch keine Dialysen für Nierenkranke mehr.
Allerdings schaue ich pessimistisch in die Zukunft, denn wenn man die demographische Entwicklung anschaut, werden viele Leute immer älter und damit steigt auch das Risiko für teure Behandlungen. Entweder müssten dann die Beiträge steigen oder bestimmte Leistungen könnten nicht mehr in dem Umfang, wie es bisher war, erbracht werden. Auch die privaten Kassen haben jetzt schon mit enorm gestiegenen Kosten zu kämpfen. Von der SPD kommt ja in regelmäßigen Abständen der Vorschlag, die Privaten aufzulösen und eine sog. Bürgerversicherung für alle einzuführen. Die Lobby der privaten Kassen war bis jetzt jedoch stark genug, um solche Ansinnen abzuschmettern. Aber auszuschließen ist es nicht, dass eines Tages eine Einheitsversicherung kommt, sicherlich aber mit Möglichkeiten von Zusatzversicherungen, wobei wir ja wieder beim Anfang der Diskussion wären....
Meiner Meinung nach sollten alle schweren Krankheiten, die unverschuldet entstanden sind, wie Krebs, bestmöglich behandelt werden. So etwas ist Aufgabe einer Solidargemeinschaft, wie meine Vorrednerin bereits sagte. Ich muss aber auch sagen, dass manche Leute, die sich wider besseres Wissen ungesund verhalten und dadurch krank werden, schon stärker in die Pflicht genommen werden sollten. Es regt mich einfach auf, wenn z.B. der Kardiologe zum x-ten Mal einem schwer übergewichtigen und deshalb kranken Patienten wiederholt ans Herz legt, er müsse dringend abnehmen, dieser es aber nicht tut und die Krankenkassen so mit seinen Folgeerkrankungen unnötig belastet. Vielleicht seid ihr da ja anderer Meinung.


LG, Neeve
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  #3520  
Alt 11.06.2008, 12:35
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nikita1 nikita1 ist offline
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Zitat:
dass manche Leute, die sich wider besseres Wissen ungesund verhalten und dadurch krank werden, schon stärker in die Pflicht genommen werden sollten.
wo beginnt das und wo endet das ? Wer wird entscheiden , ob "verschuldet" oder "unverschuldet" ?
Dann bin ich an meinem Gebärmutterhals-Krebs auch Schuld, denn ich hatte Sex und die HPV-Viren übertragen sich dadurch. Und ich hab geraucht, manchmal Plastic-Food gegessen, auch mal ein Gläschen Wein, sprich Alkohol genossen, habe die Pile geschluckt.
Ich bin im Moment wegen Therapie und Fressattacken übergewichtig.
Oh je, wo ist nun der Mensch, der mir sagt, ich bin an meinen Krankheiten selbst Schuld - und muss alle Therapien selbst bezahlen ???
__________________
Liebe Grüße
Nikita


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George Patton
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  #3521  
Alt 11.06.2008, 12:54
Katrin 2404 Katrin 2404 ist offline
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Hallo Gabi,
also ich weiß sehr wohl was es bedeutet wenn man nicht für alles Geld hat. Bei mir ist es so, dass ich nach meiner Doktorarbeit (ich wurde über ein Stipendium finanziert, hatte also keinerlei Absicherung für später....klar, ich habe nix einbezahlt, also bekomme ich auch nichts....aber ich hatte ja noch nicht mal die Möglichkeit dies zu tun, denn ein Stipendium deckt gerade mal die nötigen Kosten....große Sprünge sind da auch nicht drin) direkt die Diagnose erhalten habe und somit in einer Grauzone war/bin. Meine private Krankenkasse (Studententarif) lief nur noch bis März und da ich ja kein Job in Aussicht hatte (habe), haben wir auch gezittert, ob mich meine private Krankenkasse weiterhin behält! Gott sei Dank haben wir einen sehr netten Versicherungsmenschen, dessen Frau selber schwer krank ist, so dass es Gott sei Dank geklappt hat. Klar, wenn meine Eltern sich das nicht leisten könnten, dann sehe es sehr schlecht für mich aus....aber um nochmal was dazu zu sagen, dass wir ja auch alles erstattet bekommen was wir vorauszahlen. Das stimmt so auch nicht wirklich. Ich bekomme auch nicht für alles 100% zurück und wenn man an den sehr hohen monatlichen Beitrag denkt....aber ich habe jetzt kein Interesse das aufzurechnen, oder zu sagen, dass viele Arztpraxen nur überleben können weil sie neben den Kassenpatienten auch noch Privatpatienten haben, bei denen sie dann den 3fachen Satz verlangen können...man könnte da noch viel sagen, aber das bringt uns hier nichts. Und ich denke Christine und mir ist es durchaus bewusst was es heißt Privatpatient zu sein.....aber manch anderer hat auch nur bedingt Ahnung was auch Privatpatienten noch an Extras bezahlen müssen....und das kann sich auch ganz schön summieren!!!
Nur mal so zum Nachdenken, dass man als Privatpatient auch nicht immer im Schlaraffenland ist und sich teilweise Behandlungen auch erkämpfen muss (die Erfahrung habe zumindest ich gemacht!). Aber trotz all der ganzen Diskussionen hier sollten wir einfach nur froh sein, dass wir solch eine medizinische Versorgung überhaupt haben (ob Kassen- oder Privatpatient)!!! Ich jedenfalls bin mehr als dankbar, dass ich mir auch Ärzte aussuchen kann und nicht irgendwo im Busch sitze und das nächste Krankenhaus ist 500km weit weg!!!!
Viele liebe grüße,
Katrin
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  #3522  
Alt 11.06.2008, 14:24
ZtGabi ZtGabi ist offline
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Hallo Sternschnuppe 07,

mit dem bestimmten Verdienst meinte ich alle, die nicht verbeamtet sind, also Arbeiter und Angestellte. Freiberuflern und Selbstständigen steht es ja frei, zu entscheiden, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern wollen. Aber danke für den Hinweis. :-)
Gabi :-)

Katrin,

ich denke mit meinem Beitrag auch deutlich darauf verwiesen zu haben, dass ich froh bin, dass wir dieses Solidaritätsprinzip haben...fragt sich eben nur, wie lange noch in diesem Umfang.

Die Behandlungskosten eines Arztbesuches von einem Privatpatienten werden bei Bagatellfällen üblicherweise vom Versicherungsnehmer vorgestreckt und dann vom Versicherer erstattet. Höhere Rechnungen können gleich an den Versicherer durchgereicht werden, der seinerseits dann den Arzt bezahlt. Analog zahlt der Versicherte bei Medikamenten den tatsächlichen Preis und reicht anschließend das Rezept zur Erstattung ein.
Bei Krankenhausaufenthalten rechnet die Klinik in der Regel die Kosten direkt mit der PKV ab, wenn der Patient dem Krankenhaus eine unterschriebene Krankenversicherungskarte vorlegt, mit der er die Ansprüche gegenüber der PKV an das behandelnde Krankenhaus abtritt.
Gilt das nicht mehr? So könntest Du oder besser Deine Eltern ja wenigstens von den ganz hohen Vorauszahlungen verschont bleiben.
Gruß Gabi :-)
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  #3523  
Alt 11.06.2008, 15:22
HeikeL HeikeL ist offline
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Liebe Linnea !

Glaube mir, Du bist auf jeden Fall alle Leistungen, die Du in Anspruch genommen hast, wert.

Ganz liebe Grüße
Heike
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  #3524  
Alt 11.06.2008, 16:16
Mosi-Bär Mosi-Bär ist offline
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Blinzeln AW: Erfahrungsaustausch

Hallo Cut,

ich kann mich dem, was Heike sagt, nur anschließen. Ein HB von unter 7 ist sehr gefährlich und müßte dringend behandelt werden und nicht nur mit Eisenpräparaten, die von vielen auch nicht so gut vertragen werden.

Unser Hausarzt hat uns vor Jahren gesagt, als mein Schwiegervater einen HB von 5 bis 6 hatte, daß er hochgradig Schlaganfall- und Herzinfarkt-gefährdet ist, wenn er nicht so schnell wie möglich Blutkonserven erhält.

Hallo an alle,

nochwas zur Diskussion über Zuzahlung usw.

Mein Schwiegervater ist privat versichert, allerdings hat er sogar noch eine Selbstbeteiligung, muß bei Medikamenten jährlich 150 EUR selber zahlen und bei Arztbesuchen auch einen gewissen Prozentsatz, er wird im KH nicht vom Chefarzt behandelt und hat auch keinen Anspruch auf ein Zweibettzimmer. Und das alles bei einem sehr hohen monatlichen Beitrag.

Allerdings ist es auch heute noch so, daß ein Privatpatient, wenn er ins KH kommt, eine Versicherungskarte vorlegen kann und eine Abtretung unterschreibt, die PK gleich mit dem KH abrechnet.

Für meinen Schwiegervater wäre es absolut nich möglich, eine KH-Rechnung vorzulegen.

Der Mann meiner Freundin ist Beamter, somit also privat versichert. Die PK zahlt längst nicht alles und sie müssen viel kämpfen. Meine Freundin hat ja BK, hatte einige Komplikationen und noch heute sitzen sie auf einigen Kosten und das beläuft sich nicht auf ein paar hundert EURO sondern auf ein paar Tausend EURO.

So, das war's von mir für heute.

Meinem Fuß geht es sehr viel besser und ich kann mit der AIRCAST-Schiene recht gut laufen, war heute sogar mit meinem Tageskind im Park.

Ich wünsche einen schönen Tag

Liebe Grüße
Mosi-Bär
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  #3525  
Alt 11.06.2008, 16:42
bibest bibest ist offline
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Hallo Mosi,

ich wollte Dir nur erzählen dass die Krankenkasse bei mir im März das MRT bezahlt hat.
Allerdings nicht als Routineuntersuchung sondern wegen Rezidivverdachts.
Ich bin auch GKV versichert. Die Gynäkologin hat die Untersuchung angeordnet und ich brauchte auch keine genhmigung durch die Kasse.
In Bochum war es schwierig einen kurzfristigen Termin zu bekommen, dann habe ich selber zwei Studen telefoniert und schließlich eine Klinik in Herne gefunden wo die Untersuchung dann rasch möglich war.

Wegen der Stahlenbelastung war mir das MRT auch lieber als ein CT, die Entscheidung für die Untersuchungsart hing aber wohl von der Lokalosation Stelle ab an der das Rezidiv vermutet wurde.

Erfreulicherweise war dann ja alles befundfrei.
Jedenfalls zahlt auch die GKV für MRTs.

Lieben Gruß Birgit
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