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  #571  
Alt 13.04.2004, 15:38
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Hallo Anne,Liz,Willy und Angi!

Danke vielmals für eure netten Worte!

Vielleicht war mein Bericht ein bisschen durcheinander so wie in meinem Kopf.Am besten ich fange von vorne an!

Ich bin 28 Jahre alt, Mami ist 55 jährig.

Dies ist die Krankheitsgeschichte:
Vor 5 Jahre wurde ihr im Darm einen Tuomor diagnostiziert, es wurde eine Operation vorgenommen in dem man den Tumor entfernt hatte und im nachhinein wurde eine präventiv Chemotherapie gemacht.1 Jahr später wurde wieder ein Tumor im Darm festgestellt also wurde wieder operiert diesmal ohne
Chemotherapie.Jetzt am 22. März wurden Lungenmetastasen festgestellt.Die Aerzte konnten sich nicht erklären wieso ausgerechnet Lungenmetastasen, weil im "normal Fall" zuerst bei einem Darmkrebs die Metastasen in der Leber wandern!
Also war bei denen ein grosses Fragezeichen los!
Also kamen alle Untersuchungen CT, Lymphpunktion und langes warten auf die engültigen Ergebnisse.

Ich möchte euch aber noch zusätzlich erzählen das Mama in diesen 5 Jahren gelebt hat, als hätte sie den Krebs immer noch!Sie hat immer erzählt:Ja, wisst Ihr ich mit meiner Krankheit...."
Als ich am 23.März das Gespräch mit unserem Hausarzt aufsuchte,(leider bin immer die die alles wissen möchte und über alles informiert werden möchte, weil Mama die Begabung hat immer alles alleine zu machen niemandem davon zu erzählen und im nachhinen allen ein Schuldgewissen zu machen das man sie im Stich gelassen hat)sagte dieser mir:Wissen sie, als ich die Röntgenbilder ihrer Mutter sah dachte ich:Jetzt hat sie endlich das was sie wollte!!!!!Ich war geschockt,geschockt über die Art wie man mit mir sprach und über die Worte.Er erzählte mir das Mama ca. 2x in der Woche seit 5 Jahre bei ihm in der Praxis war und sagte:Sagen sie's mir Herr Doktor, ich habe Krebs!Unser Hausarzt sagte mir das Mama eine so destruktive und pessimistische Art an sich hätte das wäre kaum aushalten!Und das die Operationen die sie hinter sich hätte nicht dazu beigetragen hätten das Leben positiver zu nehmen und erwachsener zu werden sondern sie ist kindlicher geworden!
Und das Mama an dieser Krankheit sterben würde!
Und das alles sagte er mit einer steinerlichen Miene!Ich war geschockt! Wie mich verhalten, mit wem sprechen?Was machen?
Mit meinem Vater?Nein,der hat wie die Sträusse den Kopf in der Sand gesteckt, mit meinem Bruder?Auch nicht weil ers gar nicht wahrnimmt!Also hab ich mir vorgenommen für Mama dazusein und für Sie alles zu machen, Ihr Mut zuzusprechen,ihr Angebote zu machen und sie entscheiden lassen ob sie dies möchte oder nicht!Das waren meine Gedanken und seit am 22.März versuche ich dies beizubehalten:Ich bin da, biete an und sie entscheidet.Es war auch ihre eigeniniziative nach Bellinzona zu gehen, ich habe ich lediglich den Rest organisiert, sprich Unterlagen besorgt und abgeschickt.Der Herr Doktor Cavalli hat ihr gesagt das es keine Heilung gibt aber das im Unglück das Glück war das dieser Art von Krebs sich sehr langsam bewegt, das sie eine Chemotherapie machen müsste und das sie nie aufgeben soll!Die Behandlung können wir leider nicht dort machen weil wir in Zürich wohnhaft sind und alle 2 Wochen auf Bellinzona zu gehen wäre zu anstregend für sie und für unsere Familie.Als sie aus der Türe des Arztes raus war sagte sie nuras ist nochmals einer von denen die falsch sind und mir nicht die Wahrheit sagen!Und seit letzten Freitag lässt sie ihre ganze Wut an uns aus!Wisst ihr das schlimme ist meine Hilflosigkeit ich weiss nicht was ich machen soll...ich wollte doch das wir füreinander da sind und uns lieb haben....

Ich hoffe ich konnte euch einen wirren blick in unserem Leben geben!

Ich umarme euch ganz fest und wünsche euch ganz viel Kraf und Gottes Segen
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  #572  
Alt 13.04.2004, 18:01
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Meine Lieben
habe gepostet gestern, leider ist mein PC nicht in ordnung. Vielleicht schaffe ich es diesmal mein posting wegzuschicken. Mein mann liegt im krankenhaus und die ärzte haben keine hoffnung mehr. Jetzt ist der darm auch n och befallen und ein infekt der sich nicht behandeln läßt. Melde mich
Grüße an ALLE
Eure traurige
Biene
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  #573  
Alt 13.04.2004, 18:36
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Liebe Biene , verstehe dass du jetzt sehr traurig bist , leider können wir nichts tun , außer für dich da zu sein , auch wenns nur hier ist . Ich schicke dir Kraft vorbei und Hoffnung , Hoffnung dass es deinem Mann woanders wieder besser geht ....
ich weiß wie sehr das schmerzen muss , zu wissen dass es bald "Soweit" sein wird , aber wie gesagt es besteht die Hoffnung für deinen Mann auf ein "besseres Leben" ohne Schmerzen und Leid ...leider ist das nicht hier bei uns .Drücke dich ganz fest , Amy .

Liebe Moira , trotzdem kann ich nur sagen hilf ihr , sei für sie da . Sie wird es dir danken auch wenn es nicht jetzt gleich ist .

Liebe Erika , kann auch deine Ängste verstehn, haben die warterei und die Angst vor den Ergebnissen auch durchgemacht . Wenn die Ergebnisse nicht so gut waren , haben wir uns auch damit anfreunden müssen . ich glaube es werden noch einige Sachen kommen die nicht so toll sein werden , mit denen wir aber leben müssen . Wünsch eauch dir viel Kraft .

Liebe Sarah , mein Mann hatte ein Adenokarzinom , kein Kleinzeller ...kann dir also nicht Bescheid sagen wie die sich unterscheiden , weiß zwar dass man die nicht operieren kann und sie schneller wachsen aber ich denke dass es auch da Ausnahmen gibt .
Wie alt seid ihr ? Und aufgeben gibt es hier bei uns sowieso nicht!Wir hoffen hier alle weiter .....Grüße euch beide ganz lieb, Amy .

Liebe Petra , esgibt ja überall einen Mobilen Pflegedienst und da kann man auch mal auf die Schnelle jemand kriegen...Deine Mutter könnte es vielleicht wirklich nicht alleine machen .
Schau mal vielleicht klappt es ja mit dem Mobilen Pflegedienst , bei uns wird sie auch Sozialstation genannt .
Hoffe es wird sich bei euch auch bald wieder bessern .

Liebe Liz und willi , auch an euch alles Gute und viel Kraft .

Monika bitte melde dich mal kurz .....
An alle recht schöne Grüße , Amy .
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  #574  
Alt 13.04.2004, 18:47
Amily Amily ist offline
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

hallo Babs , wie geht es deinem Vater ?
wünsche euch alles Gute , Amy .
Heute ist bei uns auch wieder ein besserer Tag , dafür waren die Feiertage schlecht ...
Bin natürlich über jeden Tag froh an dem es meinem Mann gut geht .
Bis bald wieder , Amy .
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  #575  
Alt 13.04.2004, 21:38
Angi Angi ist offline
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Liebe Moira,

ja es ist sehr schwer mit der Wut und Angst eines geliebten Menschen fertig zuwerden. Hab Geduld und versuche es Dir nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. Es kommt auch wieder eine Zeit des Gesprächs, sei einfach da...weißt Du Deine Erzählung hat mich etwas nachdenklich gemacht und an ein Beschreibung eines sehr lieben Menschen erinnert, einer Betroffenen die mir, obwohl momentan scheinbar körperlich von dem Krebs unbehelligt von ihrer und derer vieler Angst erzählte.
Bis vor kurzem dachte ich wie Du...wenn doch alles weg ist, der Tumor und auch keine Metastasen, dann müßte der Kranke doch eigentlich wieder gesund sein...hmm...wie gesagt, Gespräche darüber brachten mich zum nachdenken. Zum einen sind wir nicht betroffen, wir können also garnicht sagen ob da nicht doch was ist...wenn jemand den Feind in seinem Körper spürt und zu wissen glaubt das er da ist, und reale Angst davor hat, wie können wir dann wissen das das nicht stimmt? Ich glaube nicht das man sich Krebs einreden kann. Sicher ist es für den Gesundungsprozess wichtig eine positive Einstellung zu haben aber wenn nun der Betroffene sie nicht haben kann weil er weiss das da noch was ist?
Ich kann diese Meinung untermauern. Bei meiner Mutter wurde der Lungenkrebs auf Grund der zufällig außergewöhnlich starken Reaktion (paraneoplastisches Syndrom) und der gezielten Suche danach erst ganz am Schluß im KLeinststadium per PET entdeckt. Beim Röntgen und CT war nichts konkretes zu sehn.....Aber die Ärzte in unserem Krankenhaus sagten zu uns sie wäre dement (also geistig verwirrt) und wir bräuchten einen Plegeplatz. Sie haben sie also nicht für ernst genommen die ganze Zeit.Und sie war damals auch erst 49.
Ich finde die Aussage Eures Arztes heftig und unverantwortlich,grausam auch .
Ach entschuldige Moira, jetzt schreibe ich soviel, aber die Erinnerung holt mich ab und an ein.
Ich denke das sich die Wut Deiner Mutter wieder legen wird und das sie sich auch nicht wirklich auf Euch /Dich bezieht, den Du kümmerst Dich wirklich liebevoll um sie , sondern auf den Feind in ihrem Körper von dem sie wohl wußte das er da ist.
Versuche trotzdem über Deine Gefühle mit VAter und Bruder zu sprechen, es wird ein wenig dauern,
Liebe Grüße und erzähl ruhig weiter

Angi
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  #576  
Alt 13.04.2004, 22:35
Liz und Willy Liz und Willy ist offline
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Liebe Biene

Was soll ich sagen, bin wahnsinnig schockiert und fassungslos. kann nur ganz fets bei dir sein. hast ja Tel. und Mail falls du magst ruf an, sonst schicke ich sie dir nochmals (Tel). Bin da für dich.

Hat dein Mann grosse Schmerzen?


"Die Hoffnung weißt uns den Weg in eine grössere, glücklichere Zukunft."
"Die Kraft versiegt nie ausser die Liebe stirbt zuerst."

Bitte, Liebes gib nicht auf ......

"Stark sein bedeutet nicht nie zu fallen;
Stark sein bedeutet immer wieder aufzustehen."

Lass uns dir helfen wieder aufzustehen....

Sei ganz fest umarmt und geknuddelt, lass die schwere last hier und geh leicht zu deinem Mann.

Alles Liebe Liz
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  #577  
Alt 13.04.2004, 22:51
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Liebe Amy,
danke der Nachfrage - mein Paps hat sich in den 8 Tagen in denen er jetzt im Hospiz ist, deutlich erholt. Er spricht wieder - wenn auch manchmal etwas durcheinander, isst auch wieder, die Schmerzen sind im Griff und auch wenn er sich fast nicht bewegen kann (noch nicht mal umdrehen geht, so geht es ihm insgesamt doch wesentlich besser und ich denke, er wird doch noch ein bisschen bei uns bleiben - wie schön......Gestern und heute sind 2 Hospizgäster verstorben- das berührt einen schon........, aber das ist in einem Hospiz normal. Ich bin so froh, dass wir dieses Entscheidung getroffen haben, es ist so schön dort, nicht nur die Hospizgäste werden sehr gut betreut, auch die Angehörigen werden "aufgefangen" - ich geh richtig gerne in dieses Haus.
In gut 4 Wochen hat unsere Tochter Konfirmation - etwas mulmig ist es mir schon bei dem Gedanken was wohl bis dahin sein wird - aber ich kann ihr das Fest doch nicht nehmen, ich habe in den letzten Monaten sowieso kaum noch Zeit für sie....das ist unheimlich schade !

Wie geht es bei dir Amy? Was macht dein Mann, deine Familie??? Wie schaffst du es mit all den Sorgen umzugehen??
Lass dich lieb drücken und immer schön tapfer sein und zwischendurch den Boxenstopp nicht vergessen!

Liebe Liz, lieber Willy,
wie geht es bei euch? Hat sich Willy wieder ein bisschen erholt? Oder gibt es neue Katastrophenmeldungen - hoffe nicht!
Alles Liebe und eine ganz liebe Umarmung in die Schweiz!

Liebe Biene,
ich glaube es ist viel schlimmer den geliebten Partner hergeben zu müssen, als die eigenen Eltern.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft wenn das Unausweichliche vor der Tür steht, hatte in den letzten tagen viele Gespräche mit Mitarbeitern des Hospizes - der einhellige Tenor lautete - wir, die Angehörigen müssen loslassen, um unseren Lieben den Weg ins "nächste Leben" nicht noch schwerer zu machen. ich versuche es u berherzigen.......
Lass dich ganz lieb drücken - und viel viel Kraft für dich !!!

An alle anderen, die ich jetzt nicht namentlich erwähnt habe - toi, toi, toi für euch - Kraft, Stärke und Zuversicht für euch alle. Was mir unheimlich hilft, sind die Bücher von E.Kübler-Rosss, ihr kennt sie bestimmt!

Alles Liebe für Euch
Babs
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  #578  
Alt 13.04.2004, 22:54
Liz und Willy Liz und Willy ist offline
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

hallo alle Zusammen

Es ist so schwer zu schreiben wenn alle so viel zu leiden haben und man nicht weiss wie es weitergehen soll.

Es geht mir auch so, ich weiss nicht was morgen oder übermorgen ist, trotzdem bin ich froh Willy morgen nach 2,5 Klinikzeit wieder heimholen zu können mit dem Spruch "den Rest machen wir ambulant!"

Ich hoffe ihr seid mir nicht böse wenn ich doch froh bin ihn wieder daheim zu haben... zumindest bis auf weiteres. Es macht mir auch Angst ihn da zu haben, was ist wenn die blöden Blutungen wieder anfangen? Er muss eh bald wieder ins KH, da sie nun seine Nase operieren müssen in der Hoffnung eines der Atemnotsgründe durch ie Anomalie der Nase zu beheben und so eine Atemnotquelle zu eliminieren.

Moira, Petra, Amy, Sarah, Monika und Erika (hoffentlich habe ich niemand vergessen)

Euch wünsch ich von Herzen ganz ganz viel Kraft, ich werde noch auf die einzelnen mails eingehen, muss aber noch meine Wäsche fertig bekommen..... habe mich etwas übernommen, wollte für den Frühling alles gewaschen haben Deckbetten, Kissen, Vorhänge etc. Wollte nur kurz nachsehen wie es euch geht, aber eben nicht gut wie ich es jetzt gelesen habe.

Erika - du musst dich weder schäbig noch feieg vorkommen ode rgar das gefühl haben in selbstmitleid zu zerfliessen. Wir brauchen das ALLE mal und es ist absolut legitim sich gehen lassen zu dürfen. Ich habe mich auch gehen lassen müssen, und wer hat mich wieder aufgerichtet zu einem Steh-Auf-Männchen...? Ihr lieben im KK und meine Familie. Unsere Freunde haben sich offenbar nun doch verdünnifiziert ... kaum einer hat sich während dieser Krise gemeldet oder Willy gar besucht.

Also wir sitzen alle im gleichen Boot, es wird am gleichen Strick gezogen und mit sovielen von uns ist dieser Strick wahnsinnig stark, okay....?

Die einziegen die sich wirklich schäbig und feige vorkommen müssten sind die Ärzte! Sie drücken sich vor Gesprächen, hören nicht zu wenn man nach Hilfe ruft und legen uns das Gefühl sich selber zu bemitleiden eigentlich so richtig in unseren Schoss.

An alle dass wir Angst, nein sch... Angst haben ist normal, ich glaube es ist ein Problem der Weisskittler dass sie nicht wissen wie sie mit uns umgehen können und mit dieser extrem nagenden Angst, nur so kann erklärt werden, dass man als Krebspatienten auch als Psycho abgestempelt werden kann. Diese Angst ist so lähmend, Lebensqualitätsraubend zu einer Zeit wo man eh keine LQ mehr hat.

Ich bin bei euch, ganz fest denke immer an euch und hoffe mit euch auf ein Licht am Horizont.

Alles Liebe Liz
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  #579  
Alt 13.04.2004, 22:59
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Lieben Anne und Liz
Eben bin ich aus dem krankenhaus zurück. Mein mann hat noch eine sepsis bekommen die von einer medikamentenallergie herrührt. Habe mit den professor gesprochen und sie haben mir von einem hospiz was gesagt (verdammt ich höre zur zeit überhaupt nichts) . Ich will aber meinen mann nach hause holen daß er in meinen armen einschlafen kann. Meine kinder wollen aber daß es im hospiz geschieht. Das geht doch gar nicht, er spricht immer von heilung, von guten gefühlen und kräfte sammeln. Die ärztin will daß ich eine psychiologin aufsuche, die spinnen doch alle. Was ich brauche ist mein mann. Liz sorry, aber habe ich nicht mal geschrieben daß ich nicht hören kann und nur von den lippen ablese das geht leider nicht beim telefonieren. Mein CI nützt mir jetzt überhaupt nichts, bei aufregungen setzt wohl die maschine die ich im kopf habe, aus.
Also, seid lieb gegrüßt
Biene die taube nuss
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  #580  
Alt 13.04.2004, 23:31
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Liebe, liebe Biene

Sei fest umarmt, weine dich an meiner Schulter aus.

Was für eine Medikamentenallergie hat er bekommen, dass sie zu einer Sepsis geführt hat? Hat er offene Hautstellen z.B. Blasen oder so? Findet der prof. es wirklich für sinnvoll ihn noch einmal zu verlegen?

Wenn du ihn heimnehmen könntest hättest du jemand der dir hilft (Sozial/-Pflegestation oder ambulanter Hospizdienst) - wenn nein klär das ab, gel! Nimm ihn nicht heim ohen eine Hilfe zu habe, bitte du wirst es brauchen.

Nimm die Chance wahr für ein Gespräch mit einer Psychologin und nimm deine Kinder auch mit... Es hilft, wir gehen auch, hatten auch heute Abend wieder ein Gespräch, ich glaube ohne würde es gar nicht mehr gehen. Du darfst dir nicht einreden, dass du ein Psycho bist nur weil du Hilfe annimmst. Sie können dich wirklich auf deinem in nächster Zeit so schweren Weg begleiten und helfen, hat aber wirklich nichts mit spinnen zu tun. Also liebes, versuch ein Gespräch anzunehmen, es tut "Sau gut"!!!!!

Als der Neuroologe uns im Februar mitteilte, dass mindestens 2 neue da sind, konnten wir innerhalb von nur 10 Minuten nach dem wir aus dem Sprechzimmer kammen mit der Psychologin reden, das erste was wir taten war alle gemeinsam heulen... aber weisst du was es tat so gut! Vielleicht kann dir auch einen Seelsorger helfen... Falls es dir lieber ist?! Wir haben beides.

Ich verstehe dass du ihn gerne zuhause haben möchtest, schau dir aber trotzdem das Hospiz mal an im Falle der Fälle. Warum möchten deine Kinder, dass er ins Hospiz geht und nicht daheim bei dir sein kann. Haben sie Angst vor der extremen Nähe mit einem Sterbenden? Es macht nicht Angst, ich kanns euch aus voller Überzeugung sagen da ich jahre lang Sterbebegleiterin war.

Mach dir keine Sorgen wegem tel. bin eine halbe taube Nuss (bin schwerhörig (Rötelnembryopathie seit Geburt!!!) also ich kanns dir gut nachempfinden.

Machen wir es doch so, falls du mailen möchtest und ich zur gleichen Zeit online sein soll, dann ruf zu jeder Zeit zuerst an, lass es 4x klingeln, leg auf und noch einmal 4x klingeln lassen. Leg wieder auf und ich gehe dann oinline und wir können schriftlich miteinander reden okay?

Also liebes bin da, melde dich ungeniert.

sei ganz fest gedrückt, umarmt ich lass dich nicht alleine okay....

Liebste Grüsse Liz

es ist mein ernst melde dich gel?!
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  #581  
Alt 14.04.2004, 13:02
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An Biene,Angi,Anne,Liz,Willy und allen die auf diesem Boot sitzen:

Ein Engel ist jemand,
den Gott Dir ins Leben schickt,
unerwartet und unverdient,
damit er Dir, wenn es ganz dunkel ist,
ein paar Sterne anzündet.

Ich kann euch keine Sterne anzünden aber euch dies auf dem Weg geben:
Vier Kerzen brennen für euch alleine.
Die erste bringt Friede in eueren Herzen.
Die zweite gibt eurer Seele den Glauben.
Die dritte gibt euch Licht für die Hoffnung und durchbricht die Dunkelheit.
Und die vierte erfüllt euch mit Liebe.

Ich glaub an Euch und bin bei Euch
Die Kerzen leuchten- als Zeichen dafür.
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  #582  
Alt 14.04.2004, 15:33
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Hallo. Ich bin zufällig auf dieses Forum gestoßen weil ich nach Informationen gesucht habe. Meine Schwiegermutter bekam letzte Woche die Diagnose Lungenkrebs und Metastase am Stammhirn, inoperabel. Sie hatte vor einigen Wochen eine Lungenentzündung und hatte sich nicht richtig erholt. Danach hatte sie Doppelbilder gesehen und dann diese Diagnose. Beide Tumore sind bösartig. Über Ostern war sie zu Hause, am Dienstag der erste Bestrahlungstermin in Karlsruhe. Es wurden weitere Metastasen im Kopf entdeckt und nun wird der ganze Kopf bestrahlt. Die Ärzte räumen ihr nicht mehr viele Chancen ein. Ich habe gelesen dass die allg. Statistiken in diesem Fall von 3-6 Monaten spricht!!

Das ist ein wahnsinniger Schock für uns alle. Sie hatte keine weiteren Symptome und nun das?!
Was ist an diesen Statistiken dran? Was kommt auf uns zu? Gibt es andere Möglichkeiten der Therapie? Wie kann man überhaupt noch Hoffnung haben? Bitte schreibt mir. Es hört sich so an als haben einige von euch schon viel Erfahrung gesammelt auch im Umgang mit den Kranken. Wie soll man sich verhalten?
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  #583  
Alt 14.04.2004, 18:11
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Meine lieben freunde vom KK
Vielen dank für die immer wieder aufrichtenden worte die ich brauche wie wasser in der sahara.
Liz, mein mann leidet an einer toxischen Granulozytopenie. Sein Mund und der analbereich sind befallen und die lymphen sind unter den arm wie knödel. Sein blut gerinnt nicht mehr, er hat starke hautblutungen. Habe heute mit einer psychologin gesprochen, sie möchte daß ich mit meinen mann in eine palliativabteilung das ähnlich wie ein hospitz ist, einziehe so daß ich immer um meinen mann sein kann da ich womöglich total überfordert bin wenn ich meinen mann wieder mit nach hause nehme. Ich muß mich entscheiden und was mich so beunruhigt ist, daß der aufenthalt nur für die letzten 2 wochen ist, dann wird er wieder entlassen. Weis leider nicht was das zu bedeuten hat. Er hat keine schmerzen mehr, er schläft nur noch und registriert lediglich mich und meine jüngste tochter. Er sieht nur noch mich, er meint ich wäre tag und nacht neben ihm. Gott laß es gut sein und quäle ihn nicht so.
Eure biene
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  #584  
Alt 14.04.2004, 23:24
Liz und Willy Liz und Willy ist offline
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Liebe Biene

Sei ganz fest gedrückt liebes ... es ist die Hölle für ihn so mitansehen zu müssen. Ist auch verständlich wenn du Gott anflehst er soll es gut sein lassen und ihn nicht weiter quälen...

Bin froh dass du heute mit der Psychologin gesprochen hast. Der Vorschlag ihn auf die palliative Station zu nehmen finde ich als Krankenschwester gut, auch dass du bei ihm sein kannst. Liebes ich bin auch der Meinung es wäre für dich eine grosse Entlastung wenn du so ein Angebot hättest. Was ich aber nicht verstehe ist, dass dies nur für die letzten 2 Wochen sein soll. Niemand kann voraussagen ob die letzten 2 Wochen im Leben begonnen haben. das Leben spielt einem immer einen Streich oder geht andere Wege, siehe die Abschiedsphase von Hanna's Vater bei dem vor mehr als 2 Wochen die Beatmungsmschinen abgeschaltet wurden und er gestern immer noch am Kämpfen war. Also das mit diesen 2 Wochen würde ich noch mal besprechen. Klär das noch einmal ab.

Ich bin bei dir, wir lassn dich nicht alleine, gell, hol dir bei uns die Kraft die du für die nächste Zeit brauchst.

Alles liebe, dicke Umarmung nun auch von Willy, ist wieder hier, deine Liz

Die Ärzte haben ihn entlassen mit der Empfehlung er soll sich an eine anthroposophische Klinik in unserer Nähe hinwenden, sie könnten ihm nicht mehr helfen.... toll!
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  #585  
Alt 14.04.2004, 23:39
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Hallo Ihr Lieben,
mein Vater hat es gestern abend geschafft. Ich wollte mich bei Euch nochmals herzlich bedanken, ich hatte immer das Gefühl ein offenes Ohr zu finden. Mein Vater bekam gestern abend eine Lungenembolie, ich war leider 20 Minuten zu früh gefahren und konnte somit nicht mehr rechtzeitig bei Ihm sein , er war schon tot wie ich wieder im Krankenhaus war. Ein kleiner Trost war für mich, daß meine Mutter noch an seiner Seite war, was aber für sie ganz schwierig zu verkraften ist, weil sie nicht wußte was mit meinem Vater passiert. Vorgestern hatte ich den 1. epileptischen Schock bei meinem Vater miterlebt da wußte ich jetzt dauert es nicht mehr lange. Morgen sollte mein Vater nach Bonn in die Strahlenklinik verlegt werden um 14 Tage lang Bestrahlung zu bekommen und dann nach Hause, zum sterben entlassen zu werden" Gespräch gestern mittag mit der Ärztin". Tja da hat der ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht, ich würde sagen , daß mein Vater dem Krebs ein schnippchen geschlagen hat. Ich muß Euch sagen, ich bin froh daß er es gechafft hat, in 1 Woche einen solchen Verfall von einem Menschen ist so erschreckend und belastend, es waren nur 7 Tage von Diagnose bis zum Tot. Mein Vater hat schon am 1. Tag bei einlieferung sein Gedächnis verloren, er hat uns nicht mehr erkannt es war wirklich eine Menschen unwürdige Situation. Wer meinen Vater gekannt hat, hätte gesagt daß ist nicht mehr der Mann den ich kenne. Es tut nur so unendlich weh ihn verloren zu haben. Vor 3 Wochen habe ich noch Blödsinn mit ihm gemacht und er hat mit seinen Enkels rumgetollt, und jetzt ist er nicht mehr da, einfach weg.
Ich wollte Euch allen noch sagen , ganz tief in meinen Herzen bin ich bei Euch und ich weiß was für eine sch..... Ihr alle mitmacht. Ich wünsche Euch ganz ganz ganz viel Kraft .
Ich werde immer bei Euch sein.

Liebe Liz,
dir wollte ich sagen Du bist eine super starke Frau, hast für jeden ein offenes Ohr und ein ganz großes Herz, ich wünsche Dir besonders auch dem Willi alles Liebe und Gute, mit Deiner Kraft und Liebe schafft Ihr es bestimmt.

Liebe Anne,
bei Dir möchte ich mich auch herzlich bedanken, Dir wünsche ich auch von ganzem Herzen alles Liebe und gute.

Also dann bis bald. Ich muß jetzt den schweren Weg der Beerdigung noch überstehen und dann geht das Leben weiter.

Danke für alles Eure Petra
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