![]() |
|
|
#616
|
|||
|
|||
|
Liebe Kirsten!
Ich habe deine Beiträge auch schon im BSDK Forum verfolgt. Mein Papa ist am 16.02.09 innerhalb von 14 Tagen nach den ersten Beschwerden an den Folgen von Gallengangskrebs verstorben. Für Ihn gab es keine OP und auch keine Chemo mehr....... Aber was du über die Würde, den Abschied und den Tod schreibst, dem kann ich nur zustimmen. Meine Mama und ich konnten ihn leider nur noch bei Sterben begleiten. Das war eine sehr schwierige aber auch eine bereichernde Erfahrung für mich. Ich habe die letzen 5 Nächte bei Ihm verbracht und auch wenn er nicht mehr reden konnte, so wußte er ganz gewiss daß er nicht alleine ist. Auch er wollte keine künstliche Nahrung mehr und auch keine Spritzen. Er hat sich bis 2 Tage vor seinem Tod richtiggehend gegen die Schwestern gewehrt. Ich denke, daß derjenige der gehen muß ganz genau weiß, wann sein Ende gekommen ist. Und alle "Bemühungen" sind dann nur noch eine Qual. Wir hatten das große Glück, daß uns verständnisvolle Ärzte und Schwestern begleitet haben und meinem Vater einen würdigen Abschied von dieser Welt ermöglichten. Oh je, jetzt hab ich schon wieder viel zu viel geschrieben. Aber es brennt einfach auf meiner Seele! Ich wünsche dir ganz viel Kraft, die kommende Zeit durchzustehen. Der Schmerz wird mit der Zeit erstmal größer werden. Ich bin einzig getröstet, weil ich ganz sicher weiß, daß mein Papa bei uns ist!!!! Alles erdenklich Gute, lass dich drücken! Christina |
|
#617
|
||||
|
||||
|
Liebe Kirsten, vielen Dank auch von mir, für Deinen sehr guten informativen Bericht. Ich bin Angehörige, habe aber selbst grosse Handicaps. Da wird es schon sehr schwierig alles allein zu machen. Ich möchte für meinen Mann, wenn es mal soweit ist, natürlich das Beste, u. alles mir mögliche tun, werde dies aber leider aufgrund meiner Problematiken, z.B. meiner sehr kranken unheilbaren Augen, Schwerbehindertenausweis unbegrenzt gültig, GdB 90 %, RF-Befreiung, kaum alleine leisten können. Seine Familie ist keine grosse Hilfe. Seine Mutter ist 80 Jahre alt, u. kann sich kaum bewegen. Seine Schwester fast 47 Jahre, hatte schon ihren ersten Schlaganfall, u.v.m. Sonst gibt es niemand. Habe eine unterschriebene Vorsorgevollmacht. Reicht die aus? Patientenverfügungen kosten doch Geld oder? Wie u. wo kann ich mir Hilfe suchen? Ich wäre für Infos sehr dankbar. Mit den besten Wünschen, u. alles Gute, LG Jogilein.
|
|
#618
|
|||
|
|||
|
Hallo Ihr Lieben,
ich freue mich, dass der Erfahrungsbericht auch hier gelesen wird und nützlich ist. So habe ich wenigstens das Gefühl, dass Papas Leiden und Sterben nicht ganz umsonst war. Papa wäre glücklich, wenn er wüßte, dass er dadurch helfen kann. Liebe Elbi, danke für Dein nettes Feedback. Ja, ich liebe meinen Papa. Er hatte immer schon seinen festen Ehrenplatz in meinem Leben. Jetzt noch in meinem Herzen. Ich feue mich, dass es bei Deinem Mann gute Nachrichten gegeben hat!!!!! Liebe Christina, es tut mir sehr leid, dass Ihr nur so wenig Zeit hattet. Ich bin sicher, dass Dein Papa wußte, dass er nicht alleine war, denn diese Empfindungen bleiben am längsten erhalten, auch wenn anderes nicht mehr geht. Und auch mein Papa wußte genau, wann sein Zeitpunkt des Abschieds gekommen war. Er kannte Tage vorher die Zeit, die ihm noch blieb und wußte es auch genau, als der Zeitpunkt des Abschieds gekommen war. Auch Dir alles alles Liebe - unsere Väter werden uns unser Leben lang weiter begleiten. Liebe Angelika, ich habe von Dir uns Hans gelesen, Ihr habt einige Päckchen zu tragen!!! Ich hoffe, dass für Euch der Punkt der Aussichtslosigkeit nicht kommen wird und Ihr Euer gemeinsames Leben genießen könnt!!!! Auch Euch alles Liebe. Liebe Katja-Jogilein, es tut mir sehr leid, dass bei Euch zur Erkrankung Deines Mannes noch so viele andere Baustellen dazu kommen. Es ist schon so schwer genug, alles zu tragen. Eine Patientenverfügung kostet kein Geld. Seit der kürzlichen Entscheidung des Bundestages ist die Verbindlichkeit der Verfügungen zum Glück auch geregelt. Oben findest Du einen Link auf die Verfügung vom Justizministerium. Sie ist detailliert genug, um im Ernstfall auch wirklich zu helfen. Ihr könnt Euch auch vom Hausarzt beraten lassen. Mit den Vollmachten kenne ich mich nur in Teilen aus. Mama hat jetzt eine "Generalvollmacht" erstellt. Die ist mit Unterschrift vom Vollmachtgeber und Vollmachtnehmer gültig. Es gibt zwei Ausnahmen: Banken wollen oft eigene Kontovollmachten haben. D.h. wenn Dein Mann ein Konto oder Depot hat, dass nur auf seinen Namen angelegt ist, sollte er Dir darüber eine Vollmacht erteilen. Zweite Aussnahme: Für Immobiliengeschäfte benötigt Ihre eine notariell beurkundete Vollmacht. Und das kostet dann Geld, abhängig vom Immobilienwert. Genaue Informationen und Erläuterungen findest Du aber auch dazu auf den Seiten des Justizministeriums. Ich wünsche Allen eine angenehme und lebenswerte Woche! Kirsten.
__________________
Mein Papa: Diagnose BSDK mit Lebermetastasen Ende Mai 2008 Den schweren Kampf verloren am 05.04.2009 Alle im Forum von mir verfassten Beiträge dürfen ohne meine Zustimmung nicht weiter verwendet werden. Geändert von Kirsten67 (29.06.2009 um 13:23 Uhr) |
|
#619
|
|||
|
|||
|
Petra, Heike und Elfi, Danke, dass Ihr mir hier nochmal geschrieben habt!
Mein Eckchen ist verwaist, eine Wolke voller Trauer überschattet den heutigen Tag. Heute vor drei Monaten ist Papa gegangen. Es war auch ein Sonntag. Um diese Zeit waren wir schon alle versammelt: Mama, meine Schwester, mein Schwager, Kai und ich. Alle saßen im Eßzimmer, nur ich saß bei Papa, habe stille Wache gehalten. Gegen 13:10 Uhr ist dann noch Mamas Schwägerin gekommen. Ab da waren wir alle an Papas Bett. Sein Kopf war an meine Schulter gelehnt. Um 13:35 Uhr war Papa dann erlöst. ![]() Es tut so weh. Kirsten.
__________________
Mein Papa: Diagnose BSDK mit Lebermetastasen Ende Mai 2008 Den schweren Kampf verloren am 05.04.2009 Alle im Forum von mir verfassten Beiträge dürfen ohne meine Zustimmung nicht weiter verwendet werden. |
|
#620
|
|||
|
|||
![]() lg heike
__________________
Meine Mum hat BSDK, Diagnose September 08, inoperabel da in Arterie eingewachsen ![]() Den Kampf verloren am 7.3.2011.
|
|
#621
|
|||
|
|||
|
Liebe Kirsten,
ich drücke Dich gaanz ganz fest ![]() Deine Queeny |
|
#622
|
||||
|
||||
|
Hallo ihr Lieben,
ganz oft schon habe ich mich hier wieder eingeloggt, doch mir fehlten die Worte. Heute will ich wenigstens mal einen kurzen Trost- Gruß hier lassen. Liebe Kirsten, ich kenne es nur zu gut, wie man minutiös alles vor Augen hat und wieder und wieder durchlebt. Manchmal springt es mich nahezu an und ich könnte schreien, weil es so weh tut, so unfassbar und ungerecht scheint. Ganz liebe Grüße und eine große Umarmung für euch alle, Martina
__________________
An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser -Charlie Chaplin- |
|
#623
|
|||
|
|||
|
Ihr Lieben!
Wie gut es tut, von Euch treue Seelen zu lesen!!!! Heike, Du weißt, dass ich für Dich da bin! ![]() Queeny, Martina, Ihr treuen Seelen, wie lange haben wir uns hier gegenseitig begleitet!!! ![]() Und Ihr seid immer noch da - gerade jetzt - in den Tagen, die für mich schwerer sind, als ich geahnt habe. (Ich melde mich auch wieder per Mail - versprochen!) Ich hoffe, es geht Euch soweit o.k.???? Ich habe es noch nicht begriffen, dass Papa tot ist. ![]() Es ist immer noch wie ein böser Traum. Wenn ich mit Mama telefoniere, will ich immer Grüße an Papa ausrichten. In ihrem Haus führt mich mein erster Weg in Papas Arbeitszimmer, fühle mich ihm dort so nah. Heute war ein großer Regenbogen Himmel, hab mir gewünscht, dass Papa ihn geschickt hätte. Nicht allein mit dem Kummer zu sein, hier (und in der Burg) doch verstanden zu werden.... Danke. Schlaft gut, traumlos und erholsam. Kirsten.
__________________
Mein Papa: Diagnose BSDK mit Lebermetastasen Ende Mai 2008 Den schweren Kampf verloren am 05.04.2009 Alle im Forum von mir verfassten Beiträge dürfen ohne meine Zustimmung nicht weiter verwendet werden. Geändert von Kirsten67 (06.07.2009 um 23:59 Uhr) |
|
#624
|
|||
|
|||
|
Ich schubs mal einmal hoch.....
__________________
Mein Papa: Diagnose BSDK mit Lebermetastasen Ende Mai 2008 Den schweren Kampf verloren am 05.04.2009 Alle im Forum von mir verfassten Beiträge dürfen ohne meine Zustimmung nicht weiter verwendet werden. |
|
#625
|
||||
|
||||
|
Liebe Kirsten,
wie gesagt, ich habe es lange nicht geschafft, hier zu posten, weil ich einfach zu all dem Leid und Schmerz nichts sagen konnte, niemandem Hoffnung machen und niemanden trösten konnte, zu tief war mein eigener Spiegel... Ich kann so gut nachvollziehen, was du schreibst, manchmal renne ich in Mamas Haus und denke dann,Mist, musst doch leise sein, wenn Wilhelm schläft...wenn ich bei diesem Wetter auf den Friedhof fahre, denke ich voll Zorn und Trauer, dass wir jetzt zusammen grillen sollten, anstatt das Grab zu gießen.... Ich weiß nicht, ich dachte auch, es verändert sich schneller, aber es wird nur schlimmer, je mehr ich es begreife. Ich wünsche dir dennoch einen guten Wochenstart, ganz liebe Grüße von mir! Martina
__________________
An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser -Charlie Chaplin- |
|
#626
|
|||
|
|||
|
liebe Kirsten
Ich habe deinen Beitrag gelesen und er hat mich sehr berührt, und es spricht viel Liebe daraus hervor! Bei uns ist es so, dass nicht ein Familienmitglied von Krebs betroffen ist, sondern ein langjähriger Freund (er ist 43 Jahre, 2 Kinder im Teenie-Alter). Er erkrankte vor 9 Jahren an Hodgkin Lymphom, galt fast 5 Jahre als geheilt, dann kamen die Rezidive, trotzdem hielt sich die Krankheit für eine längere Zeit ziemlich "still". Er kämpfte unglaublich, arbeitete bis vor ein paar Monaten noch voll im Beruf, plante Reisen, Weiterbildungen etc. Nun geht es ihm aber wirklich schlecht. Er hat viele Metastasen, fühlt sich sehr schwach, immer müde, mag fast nichts mehr machen. Es hat uns so weh getan, ihn so zu sehen, er, der immer so aufgestellt war und so gekämpft hat- ihr könnt euch das hier ja alles bestens vorstellen. Nun ist es so, dass wir sehr unsicher sind, wie wir uns verhalten sollen. Unsere Beziehung zu ihm ist etwas kompliziert- früher lange keinen Kontakt, seit der Krankheit wieder etwas mehr. Und vor allem ist es so, dass eigentlich immer seine Frau ein Treffen oder so organisiert, von ihm aus kommt eher wenig, aber er schätzt es dann schon, uns zu sehen. Wir wohnen nicht am gleichen Ort, können die Familie also nicht allzu oft sehen. Uns geht das ganze sehr nah, da es das erste Mal ist, dass jemand vom Freundeskreis betroffen ist, also in unserem Alter etc und nun tatsächlich sterben muss. Ich habe ein gutes Buch über Sterbebegleitung gelesen, und fand eben die Abschnitte von diesem Beitrag hier darüber, was Angehörige tun können, sehr hilfreich. Bei uns stellte und stellt sich immer wieder die Frage, was sollen wir tun und wie oft, bzw. ist es angebracht, öfters anzurufen etc, wo wir ja früher einen eher losen Kontakt hatten und wo ja die Kontaktaufnahme fast nie vom Kranken aus kam. Immer wieder hatten wir total ein schlechtes Gewissen, weil wir uns lange nicht gemeldet hatten, dann schickten wir wiedermal eine Karte, dann ein Mail, auf das sie aber meist nicht antworteten. Nun eben, vor 2 Wochen kam dann ein Mail von seiner Frau, ganz knapp, um zu fragen, ob wir uns treffen könnten letzen Sonntag. Wir gingen also hin, zuerst ins Schwimmbad nur mit der Frau und ihren Kindern. Das war sehr toll, auch weil wir da auch mal alleine mit der Frau reden konnten, die ja unglaublich unter der Situation leidet. Danach gingen wir zu ihnen nach Hause, und es war sehr schwer, unseren Freund so schwach anzutreffen. Wir wussten auch nicht recht, was reden (es waren ja auch immer die Kinder dabei und so). Nun, wir glauben, sie wollen den Kontakt zu uns wirklich und schätzen es wirklich, wenn wir kommen. Die Frau des Freundes hat auch mal angetönt, wie sie sich z.T. isoliert fühlt. Sie selber ist sehr kontaktfreudig und hat viele Freundinnen; er war aber immer fast etwas "exzentrisch", ein wenig Einzelgänger, wenig Freunde, auch nicht so einfach im Umgang. Das machts für seine Frau so schwierig, dass er von sich aus praktisch keine engeren Freundschaften pflegt, das war auch vor der Krankheit schon so, nicht erst jetzt, wo er nicht mehr viel Kraft hat. Er schätzt aber die Gespräche mit uns, besonders mit meinem Mann schon, wenn wir dann da sind. Wir möchten uns einfach nicht aufdrängen und sie aber auch nicht im Stich lassen, vor allem jetzt nicht, wo's so schlimm ist. Und wie du, Kirsten, geschrieben hast, wir fühlen uns so hilflos, wir können ja auch nichts anderes machen, als uns Zeit nehmen für die Familie und ein wenig reden etc. Mein Mann findet es auch sehr schwierig, wenn er mit seinem Freund redet: er hat bisher kaum offen über den Tod etc gesprochen, mein Mann hat das Gefühl, nicht an ihn "ran" zukommen, bzw nicht zu wissen, wie's dem Freund wirklich geht, da der meistens z.B. über frühere Zeiten reden will etc. Das ist zwar auch gut und brauchts ja auch. Kirsten, kannst du da etwas darüber sagen, wie ihr's bei eurem Vater erlebt, wie sich die Freunde verhielten und wie ihrs euch gewünscht hättet? Sorry, es ist viel zu lang geworden, aber es tat mir gut, das alles mal loszuwerden! Vielen Dank fürs Lesen...! Liebe Grüsse jomo |
|
#627
|
|||
|
|||
|
Hallo Jomo,
wir haben das Glück gehabt, dass sich kaum Freunde meiner Eltern abgewendet haben. Mein Vater war immer sehr engagiert und hatte viele Kontakte aufgebaut und gepflegt, zusammen mit meiner Mama. So hatte meine Mama viele Hilfsangebote und es gab immer Menschen, die sich um Papa kümmern wollten. Damit zur anderen Sicht: Mein Papa wollte nur noch ganz wenige Menschen sehen. Anfangs ist er noch zu größeren Treffen mitgegangen. Später, als klar war, dass es keine Heilung gibt, war er nur noch im engen Kreis dabei. Besuch wollte er nur von einer handvoll Personen bekommen. Wirklich nicht mehr. Im Krankenhaus wollte er gar keinen Besuch! Und zum Schluß, in den letzten Wochen wollte er nur noch seinen engsten Nachbarn sehen. Zitat:
Nicht jeder kann und will über den Tod reden. Wir haben das bei Papa immer respektiert. Er wusste, wenn er will, kann er jederzeit mit uns darüber reden. So war es bei uns, bei Eurem Freund kann es aber ganz anders sein. Ich würde seine Frau fragen. Ganz konkret, ob und wie ihr helfen könnt. Vielleicht will sie ja auch einfach mal mit Dir spazieren gehen und Dein Mann klönt mit dem Freund über "alte" Zeiten? Ich finds toll, dass Ihr Euch kümmert und wünsche Euch dafür alles Liebe. Kirsten.
__________________
Mein Papa: Diagnose BSDK mit Lebermetastasen Ende Mai 2008 Den schweren Kampf verloren am 05.04.2009 Alle im Forum von mir verfassten Beiträge dürfen ohne meine Zustimmung nicht weiter verwendet werden. |
|
#628
|
|||
|
|||
|
liebe Kirsten
Vielen Dank für deine rasche Antwort! Es ist hilfreich, zu lesen, wie es bei deinem Vater so war. Ich finde es schön, dass er immer schon viele Kontakte hatte und diese Freunde dann auch für ihn da waren. Und ja, je schlechter es jemandem geht, desto weniger mag er wohl viele Leute um sich ertragen. Ja, und das Reden über früher ist wohl für unseren Freund auch sehr wichtig, so wie du schreibst, um das Leben Revue passieren zu lassen. Und was interessant ist: dass dein Vater mit euch nicht offen über den Tod geredet hat. Wie war es denn, hat er z.B. nur mit deiner Mutter darüber geredet, z.B. so über praktische Sachen wie's nachher weitergehen soll? Bei meinem Grossvater, der vor 17 Jahren an Krebs starb, war es so, dass er mit uns Grosskindern auch nie offen darüber sprach, aber z.B. mit meiner Mutter schon, auch über das Begräbnis etc. Bei unserem Freund ist es ja eigentlich sehr begreiflich, dass er nicht gerade offen über den Tod redet- wir haben ja nicht den allerengsten Kontakt gehabt bisher. Und ja, ich glaube auch, das beste ist, mit seiner Frau darüber zu reden, was sie brauchen, und zwar so, dass sie es uns ehrlich sagt. Wie geht es dir eigentlich nun so, so ein paar Monate nach dem Tod des Vaters? Der Schmerz wird ja nicht kleiner, sondern wohl eher noch grösser... Ich wünsche dir viel Kraft und vielen Dank nochmals jomo |
|
#629
|
|||
|
|||
|
Liebe Martina,
es tut mir so leid, ich hatte immer gehofft, dass Du einen guten Weg gefunden hast. Aber irgendwie ist es doch zwar bei jedem anders, aber doch bei allen ähnlich (ergibt das jetzt einen Sinn )Anfangs, da ist der Schmerz des akuten Verlustes da. Irgndwann hab ich mich dann wie betäubt gefühlt. Dann geht ja auch der Alltag weiter. Alles wie in Watte gepackt. Aber irgendwann wird die Watte dünn. Je mehr wir begreifen, desto schlimmer wird es. Ich drücke die Erkenntnis immer wieder weg, laufe dem Bewußt-werden einfach davon. Mal sehen, wie lange das noch gut geht. Manchmal bin ich nicht mehr schnell genug.... Lass Dich mal tröstend in den Arm nehmen.
__________________
Mein Papa: Diagnose BSDK mit Lebermetastasen Ende Mai 2008 Den schweren Kampf verloren am 05.04.2009 Alle im Forum von mir verfassten Beiträge dürfen ohne meine Zustimmung nicht weiter verwendet werden. Geändert von Kirsten67 (09.07.2009 um 14:49 Uhr) |
|
#630
|
|||
|
|||
|
hallo Jomo,
diesmal nur eine kurze Antwort: Nicht jeder Mensch mag überhaupt über den Tod sprechen und über das, was danach ist. Wir als Angehörige können m.E. nur Angebote machen, aber es besteht immer die Mögichkeit, dass sie nicht genutzt werden. Und ich glaube nicht dass das was mit Vertrauen oder nicht Vertrauen zu tun hat, sondern eine ganz persönliche Entscheidung ist. Das zu akzeptieren ist nicht einfach, vielleicht manchmal auch schwer zu verstehen. Aber respektieren sollten wir das doch. Den Verlust in den Alltag zu integrieren ist schwer. Die Trauer verändert sich, aber sie ist immer präsent. Kirsten.
__________________
Mein Papa: Diagnose BSDK mit Lebermetastasen Ende Mai 2008 Den schweren Kampf verloren am 05.04.2009 Alle im Forum von mir verfassten Beiträge dürfen ohne meine Zustimmung nicht weiter verwendet werden. Geändert von Kirsten67 (09.07.2009 um 14:46 Uhr) |
![]() |
| Lesezeichen |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
|
|