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  #1051  
Alt 20.12.2004, 00:30
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Liebe Kirsten
auch von mir ganz herzliches Beileid.
Dir und deiner Familie alles Liebe
Ruth
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  #1052  
Alt 21.12.2004, 15:11
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Liebe Lirsten,

auch ich möchte Dir mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Ich kann total mit Dir fühlen und als ich Deinen Text gelesen habe, sind mir die Bilder von vor 8 Wochen wieder ganz extrem hochgekommen und die Tränen liefen auch nur noch.

Auch mein Paps durfte - so wie er sich das gewünscht hatte - zu Hause sterben. Als er abends mitbekommen hat (er hatte an dem Tag die erste Morphium-Spritze bekommen und schlief überwiegend), dass er zu Hause war und wir bei ihm waren, lächelte er noch einmal und schlief wieder ein. Er wachte am nächsten Morgen nicht mehr auf und meine Mum und ich haben es nachts nicht mitbekommen, wann er uns verlassen hat. Aber es war schön, von ihm zu Hause und ganz alleine ohne Ärzte oder fremde Menschen Abschied nehmen zu können.

Liebe Liz und lieber Willy,
ich wünsche mir so sehr, dass Eure Aussage im 1. Absatz zutreffen würde, aber bei mir wird der Schmerz und die Lücke sowie das Vermissen meines Paps von Tag zu Tag schwerer und schlimmer. In den ersten 3 Wochen nach seinem Tod konnte ich noch mit der Situation umgehen, aber jetzt habe ich einen Durchhänger nach dem anderen und komme so gar nicht auf die Füße.Zeit soll ja Wunden heilen, bei wird ist es da wohl nicht so der Fall. Ja, manchmal wünsche ich mir, auch einfach nur die Augen zu schließen und nie wieder zu öffnen...

Alles Liebe
Silke
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  #1053  
Alt 22.12.2004, 00:20
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Liebe Silke

Wir wissen, dass du dir nichts anderes sehnlichster wünschst als das der schmerz endlich weniger wird, oder anders so dass man ihn nicht mehr also so schwer schmerzend empfindet. Dieses zerreissende Herz möchte man nicht mehr, und die Tränen die nicht mehr kommen, weil es keine mehr gibt. es ist eine Mischung aus Heimweh nach dieser Person, man will alles so belassen wie es war um ja keine Erinnerung zu verlieren, ja keinen Duft von ihm zu verschwenden und um ja keine Geräusch von ihm nicht zu hören, und doch man kann die Erinnerungen nur im Herzen aufebwahren und behüten.

Es wird besser,wann es soweit sein wird, kann dir leider niemand sagen, aber eines können wir sagen, lass die Trauer mit all ihren Faszetten von Wut, Traurigsein, Hass, Liebe, Schmerz und was noch alles zu.

Oft habe ich über das Thema Tod und Trauer mit Angehörigen gesprochen (war ja Sterbebegleiterin) und immer wieder hiess es es wird besser in dem Sinn, dass die Erinnerungen an den menschen im Vordergrund stehen und nicht mehr der Verlust, das Leiden und der Tod selber. Sie haben recht. Wie heftig aber Erinnerungen sein können erlebten wir diese Woche, Im TV erschien ein Bericht über eine Klinik in Bethel, Bielefeld. Wir beide lauschten dem Bericht und plötzlich fing Willy an zu weinen, wie ein Kleinkind, heftig und schmerzerfüllt. Es benötigte keine Worte den ich wusste warum, seine Schwester hatte dort ihre Ausildung gemacht und gearbeitet, bis sie 1980 mit 40 nach 4jährigem Kampf an Brustkrebs starb. Sie ist auch in Bethel beerdigt, für ihn so weit weg, denn auf ihr Grab ging niemand mehr, ausser im ersten Jahr als ihtr Mann noch lebte aber er starb nur 14 Monate nach ihr an gebrochendem Herzen. Der schmerz war plötzlich wieder da, aber vergleichbar zu kruz nach ihrem Tod, nur kurz, dafür nahmen ganz rasch an diesem Abend wieder die schönen Erinnerungen an sie Platz in seinem Herzen.

Was wir damit sagen wollen ist, dass der schmerz sich ändert, heute ist es der verlust, die Angst nie wieder zusammen sein zu können im Vordergrund, nachher sind es Momente die dieses Heimweh nach der geliebten Person wieder aufflackern lassen, aber die schönen Zeiten überwiegen. Wir hoffen für dich, aber auch für alle anderen dass diese Erinnerungen bald Platz in deinem Herzen einnehmen dürfen.

Wie gesagt geliebte Personen hört man nie auf zu vermissen.

Für die weiteren Gedanken die du hier im KK nieder geschrieben hast und anderen damit Kraft schenkst Möchten wir uns Bedanken, denn es sind auch unsere und treffender können wir es nicht formulieren, danke liebe Silke.

Sei ganz lieb gegrüsst udn umarmt Liz und Willy im Doppelpack

Denk daran als Kind haben Eltern eine ganz andere Position, deswegen ist es nie einfach jemand der verstorben ist, sondern es geht auch ein teil von uns Kindern mit.

take careliebe Silke

auch allen anderen Mitlesern.
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  #1054  
Alt 22.12.2004, 00:25
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Liebe Biene

So schön von dir zu lesen, wie geht es dir Liebes, nun hast auch du die schwere Zeit vor dir, die erste Weihnacht ohne deinen geliebten Darko. Denken viel an dich.

Haben dein Mail bekommen, danke ... sie kullern - die Tränen, der Schmerz bohrt im Herzen und tut so weh, so weh tut es zu wissen, dass es nicht aufhört mit den Sorgen - sie werden dir von neuem immer wieder auferlegt. Wann hört er auf dir so viel Last aufzubürden.

Ganz, ganz lieb umarmt und geknuddelt, liebste, liebste Grüsse an dich deine Liz und Willy im Doppelpack
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  #1055  
Alt 22.12.2004, 00:53
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Hallo meine lieben,
ganz besonders freut mich, daß ich euch wieder hier ins krebs-forum finde. Natürlich bin ich nicht die einzige die eine last aufgebürdet bekommt. Ich habe es halt mit dem doppelpack.
Weihnachten fällt natürlich besonders schwer, aber ich denke, daß es genau vor 1 jahr noch eine besonders besinnliches fest für uns alle war. Zuhause kann ich diesen abend nicht verbringen, aber wir denken an unseren liebsten und bewahren uns das, was er immer war, ein liebender mann, ein wunderbarer vater, ein großzügiger freund und das habe ich alles im herzen. Ich feiere diese tage, mit ihm.
Allen angehörigen und kranken, wünsche ich ein friedliches, besinnliches und auch frohes weihnachten.
Biene
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  #1056  
Alt 22.12.2004, 01:17
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

...hallo! habe jetzt länger nichts geschrieben weil ich echt geschockt war...meine mama ist in den letzten 6 wochen wirklich schlimm erkrankt...am 23.12 kommt sie bis 26.12 vom hospiz nach hause aber jänner ist sie ganz bei mir.ich muss jeden tag daran denken wie es ist wenn sie nicht mehr ist,alleine der gedanke das es die letzten weihnachten mit ihr sein werden,ich traue mich garnicht daran zu denken.Sie ist müde,abgekämpft und sagt Sie will weder chemo noch bestrahlung mehr.Mama hat die entscheidung getroffen,Sie will nur noch nach hause!ich bin schon sehr froh wenn Sie hier bei mir und Ihrer familie ist...obwohl ich angst vor dem tag habe wo Sie nicht mehr unter uns sein wird.Ich schlafe sehr wenig und achte immer darauf,bin mit einem ohr immer bei ihr ob Sie atmet....sich bewegt oder etwas braucht.ich habe das gefühl,ich bin in den letzten wochen geistig um 10 jahre älter geworden...
Diese besch.... Hirnmetastase war der anfang vom ende :-( ..........
ich habs dem arzt damals nicht geglaubt.
momentan steck ich fest und weiss weder den weg nach vorne noch zurück...

froh bin ich wenn weihnachten vorbei ist, ich denk mal die bisher traurigsten in meinem leben. Manuela
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  #1057  
Alt 23.12.2004, 14:46
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Standard Lungenkrebs und Metastasen

Liebe Liz und lieber Willy,

ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Ihr habt so toll und so erhlich geschrieben, so dass ich erst einmal nicht aus dem Weinen rauskam. Ihr versteht meine Gefühle total und nehmt mich meiner auch an. Auch die Aussage mit dem "Erwachsenwerden" stimmt total, nur will man wirklich erwachsen werden oder gar auf diese Art und Weise? Ich würde gerne die Uhr zurückstellen und freiwillig darauf verzichten.

Eigentlich wollte ich Euch gestern schon schreiben, aber dann hätte ich hier sehr wütend geschrieben (nicht gegen Euch oder sonst jemanden hier im Forum, Ihr seid alle super lieb!), denn ich war mächtig enttäuscht: Der Grund ist meine Mum.
Ich war gestern sehr traurig, dass mir fremde Menschen näher stehen, mich verstehen, sich bei mir bedanken, obwohl ich doch gar nichts geleistet habe, mir so nette Zeilen schreiben usw., und meine eigene Mum behandelt mich wie den letzten Dreck, als wäre ich Schuld daran, dass ich als Tochter meinem Paps nicht vorboten habe zu rauchen, dass er Krebs bekommen hat, dass sie jetzt alleine ist, dass ich noch einen Mann habe uvm. Allen Ernstes hat sie mich auch zur Schnecke gemacht, dass ich sie nicht einmal zum Advendskaffee eingeladen habe - der Witz ist nur, dass ich selbst nicht einen Advendskaffe für mich gemacht habe und ich, die gerne die Wohnung dekoriert, in diesem Jahr kein Stück Deko hingehengt habe und genauso wie Manuela denke: Hoffentlich ist diese Weihnachtszeit bald vorbei! Es ist mit das Schlimmste, das ich bisher erlebt habe.
Meine Mum hat auch noch nicht einmal in diesen 8 Wochen gefragt, wie es mir geht und wie ich ohne Paps klarkomme. Und sobald sie jammert, bin ich da. Mein Mann, eine Freundin meiner Elten und ich wir bekommen dann immer eine Arbeit zugewiesen, wenn wir sie trösten wollen und sie steht daneben und kommt mit Kommentaren: Warum muß mir so etwas passieren, jetzt hab ich die ganze Arbeit am Hals und den Schriftkram muß ich auch noch erledigen (machen wir aber alles für sie...). Mit Liebe hat das bei meiner Mum nichts zu tun und jetzt verstehe ich auch immer besser die Aussage meines Paps: "Ich bin froh, wenn ich nicht mehr da bin, dann muß ich Deine Mutter nicht mehr ertragen."

Ich weiß, dies sind heute harte Worte von mir, aber sie mußten raus. Auch glaube ich, dass mein Paps vielleicht nicht Krebs bekommen hätte, wenn zwischen meinen Eltern mehr Liebe gewesen wäre und nicht nur eine Zweckgemeinschaft. Ich weiß es nicht, ich kann es leider auch nicht ändern, aber ich weiß für mich, dass ich den richtigen Weg gefunden habe, dass ich hier mehr Hilfe bekomme als ich je geben werden kann und das LIEBE und Verständnis wichtiger ist und eher zur Gesundheit beitragen...

Liebe Manuela,
ich kenne auch das Gefühl "festzustecken". Es ist kein tolles Gefühl. Später einmal wirst Du aber feststellen, dass trotz 10 Jahre altern Du gar nicht festgesteckt hast, sondern immer weiter gekämpft hast. Unser Leid ist absolut nichts zu dem, was die Betroffenen vom Kopf her durchmachen müssen. Auch wirst Du später sagen, dass Dein Handeln wichtig, gut und vor allem richtig war. Ich möchte keine Minute, obwohl es oft sehr anstrengend war, mit meinem Paps missen. Ich bin eher dankbar dafür. Fühl Dich fest umarmt, gemeinsam schaffen wir diese Weihnachtszeit schon...

Ich wünsche allen anderen ein frohes und besinnliches Fest und vor allem wünsche ich mir, dass endlich ein Mittel gefunden wird, um den Krebs zu bekämpfen und zu vernichten.

Alles alles Liebe
Silke

Liebe Liz und lieber Willy, Euch auch nochmals ein dickes DANKESCHÖN und ich verspreche, dass ich mich tapfer halten werde.
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  #1058  
Alt 23.12.2004, 17:52
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Hallo silke,
möchte mich mal melden. Es ist für alle eine schwere zeit, dieses weihnachten und alle weihnachten die noch folgen. Deine mutter hat bestimmt diese art, jetzt in ihrer trauer, so damit fertig zu werden. Aber bitte, denke einfach so, wenn dein vater nicht deine mutter gehabt hätte, wem denn sonst? Bei alten ehepartnern kommt oft ein ton auf, der wirklich nicht so gemeint war. Deine mutter fühlt sich jetzt wohl in stich gelassen, kinder rechnen alles so auf, aber es kommt auch diese zeit wo eine mutter alles überdenkt. Bei mir war es nicht anders, ich habe so verzweifelt um das leben meines mannes gekämpft und ich war total überfordert, mit gesten mit gesprächen und auch mit dem allein sein. Wie war ich bestürzt, als meine tochter 5 wochen vor seinen tod, eine auszeit brauchte, um in den urlaub zu fahren.
Spätere aussage, wir hatten nicht gedacht, daß es schon so schlimm war. Ich kann es durchaus verstehen, daß kinder die eigene familie haben, aber es beschränkte sich bei mir um 2x die woche. Da konnte ich dann alle bedienen und ihre traurigkeit noch unterstützen. Natürlich, sind auch meine kinder gerannt, aber ich doch auch. Ich sehe es immer so, ich muß nicht dankbar sein, daß meine kinder zu ihren vater standen. Das war ihr vater den sie lieb hatten. Alles was ich für meinen mann getan habe, hätte ich auch für jeden meiner kinder getan. Ich muß nicht dankbar sein, die kinder müssen dankbar sein. Du hast deine dankbarkeit für deinen vater gezeigt, jetzt zeige mal die dankbarkeit für deine mutter.
Sie befindet sich in einer besonderen situation, fragen wie es dir geht, als tochter? Du hast deine familie und sie ist allein. Ein kaffee?
Ist es wirklich so schlimm, wenn die mutter von dir einen kaffee will? Ich wollte auch eingeladen werden und zur familie gehören, aber dafür war keine zeit. Jedenfalls wünsche ich trotz allem, eine schöne weihnachtszeit, Ich trauere nicht um meinen mann, ich vermisse ihn, da ich ihn sehr lieb hatte.
liebe grüße
Biene
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  #1059  
Alt 24.12.2004, 13:52
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Ich wünsche allen frohes und schönes Weihnachtsfest!

Auch wenn es noch so besh. ist. wollte euch noch sagen am Samstag den 18.12.04 haben wir und trotz Nichtkleinzelligem Bronchial CA das ja Wort gegeben es war sein Wunsch den ich Ihm gerne erfüllt habe, es war sehr sehr schön er hatt tapfer ausgehallten.
Also noch einmal alles alles gute für Euch und euere Lieben

Ute
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  #1060  
Alt 24.12.2004, 14:28
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Euch allen zusammen ein besinnliches Weihnachtsfest, ganz so, wie es die jeweilige Verfassung gerade zulässt.

Und dir liebe Ute, meinen herzlichen Glückwunsch!

Viele Grüße von Monika
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  #1061  
Alt 27.12.2004, 10:17
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Hallo Biene,

ich weiß, dass für meine Mutter jetzt eine schwere Zeit ist, aber wie schon geschrieben, kümmern sich alle um sie und helfen ihr. Und ich habe auch kein Problem, meine Mutter auf einen Kaffee oder ein Essen einzuladen, aber ich habe nicht mal für mich eine Kaffee-Pause, einen Advendskaffee oder sonst irgend etwas in den letzten 8 Wochen gemacht.
Auch reden wir hier über eine Frau, die Mitte 50 ist und wo die Ehe schon seit 30 Jahre nicht gerade die beste war. Ich hatte mit meiner Mutter nie ein gutes Verhältnis und wäre es zu einer Trennung gekommen, dann wäre ich immer bei meinem Paps geblieben.
Würdest Du mich und meine Mutter kennen, würdest Du auch meine Bitterkeit verstehen. Und klar, ich habe einen tollen Ehemann, aber dieser ist mein Mann und nicht mein Paps. Und auch ich habe einen Menschen verloren, den ich mehr als nur geliebt habe.

Liebe Grüße
Silke
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  #1062  
Alt 28.12.2004, 23:05
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Hallo Silke!

Danke für Dein Mitgefühl. Morgen ist die Urnenbeisetzung von meinem Daddy. Das wird nochmal hart. 2 Wochen ist er morgen schon tod. Eigentlich dachte ich dass die Welt stehen bleiben müsste an diesem Tag vor 2 Wochen als er starb. Ich habe gedacht, wenn er stirbt, dann kann nichts mehr funktionieren. Aber irgendwie geht doch alles weiter. Und eigentlich ist das auch ganz gut so oder? Das deine Ma Dir vorwürfe macht weil Du Deinen Vater nicht vom Rauchen abgehalten hast ist der Hammer. Unverschämt! Dein Vater war ein erwachsener Mensch der sich der Gefahren bewusst war. Mein Dad hat z.B. nur als ganz junger Mann geraucht, war aber schon 23 Jahre Nichtraucher. Und ihn hat es trotzdem erwischt. TROTZ glücklicher Ehe und gesunder Ernährung etc. Man steckt einfach nicht drin in dieser Scheiß Krankheit. Bei mir ist es so, dass ich es immer noch nicht realisieren kann, dass er nicht mehr da ist. Ich denk immer er kommt gleich um die Ecke oder ruft an, oder ich wache auf und habe alles nur geträumt. Aber dem ist wohl leider nicht so. Deswegen versuche ich mir vorzustellen, dass er einfach in einen anderen Raum gegangen ist, ich sehe ihn nicht mehr, aber er ist da! Das hilft ein wenig. Ich wünsch Dir weiterhin viel Kraft. Alles Gute!!! PS: Und schüttel Deine Mutter mal ein wenig von mir wegen ihrer gemeinen Sprüche
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  #1063  
Alt 28.12.2004, 23:10
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Liebe Liz und Willy,

vielen Dank für Euer Mitgefühl. Und wieder konnte ich mich auf Euch verlassen. Was wäre dieses Forum bloß ohne Euch???
Morgen ist die Urnenbeisetzung von meinem Daddy. Das wird nochmal hart. Ich kann das ganze noch immer nicht realisieren, bin aber ziemlich gefasst. Im Gegensatz zu meiner Mam, sie ist seit zwei WOchen ein Häufchen Elend und weint den ganzen Tag. ICH erkenne sie nicht wieder. 36 Jahre lang soo glücklich miteinander verheiratet und auf einmal fehlen 50%. Das ist wirklich schlimm. Während der Krankheit meines Vaters war sie unglaublich stark, hat alles für ihn gemacht, 24 Stunden am Tag. Hat noch nichtmal zum Schluss den Pflegedienst rangelassen weil es meinem Vater unangenehm gewesen wäre. Und immerhin ist sie auch schon 66 Jahre alt. Keine Nacht durchgeschlafen, weil mein Vater Panikattacken vor dem Tod hatte. NICHTS war ihr zuviel. SOO UNGLAUBLICH STARK DIE FRAU. Und jetzt scheint alles von ihr abzufallen und sie weint nur noch und hat jeden Lebensmut verloren. Das macht mir Angst. Aber ich bin für sie da. Fakt ist, dass sie lieber allein ist. Ich hoffe Euch geht es gut und ihr habt nette Feiertage gehabt. Ich werde auf jeden Fall weiter hier mailen und brav darauf achten und hoffen dass es euch allen gut geht.
LIEBE GRÜSSE!!! Kirsten
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  #1064  
Alt 29.12.2004, 00:13
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hallo!
meine mutter ist am 2,12 wegen eines gehirntumors operiert wurden. dieser so stellte sich raus war bösartig und nur eine von 5 metastasen die sie imkopf hat. nun wurde herausgefunden das der primärherd ganz klein ist und in der lunge sitzt. sie bekommt ab januar nun einen monat bestrahlung für den kopf und zusätzlich 6 monate lang jeden monat 5 tage chemo. was kommt nun auf mich zu??? ich habe soviele fragen und weiß nicht in welche richtung ich denken soll. wenn mir jemand helfen könnte und mir ehrlich gemeinte hilfe und vielleicht ratschläge geben könnte wäre ich sehr dankbar.

vielen dank petra


tnetjet@aol.com
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  #1065  
Alt 30.12.2004, 13:49
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Liebe Kirsten,

ich habe gestern ganz doll an Dich gedacht und Dir die Daumen gedrückt, dass Du den Tag einigermaßen überstehst.
Mein Paps ist jetzt 9 Wochen nicht mehr bei uns, die ersten 3 Wochen ging es einigermaßen und ich hatte mich und die Situation super im Griff. Ich habe in dieser Zeit ähnlich gedacht wie Du, was geholfen hat. Aber dann wurde von Tag zu Tag das Vermissen, die Sehnsucht, das Wissen, dass ich ihn nie mehr sehen werde, wir nicht mehr telefonieren können, reden, lachen oder gemeinsam kuscheln können immer größer.
Die tollen Worte von Liz und Willy haben mir so in den letzten Tagen auch klasse geholfen. Es ist gut, dass Paps von seiner Krankheit erlöst ist. Ich vermisse ihn, aber ich vermisse ihn vom Herzen her und das ist ein besseres Gefühl, als das vermissen vorher. Ich dachte, dass mein Leben ohne ihn nicht mehr weitergehen kann, aber es geht weiter, weil es viele Menschen gibt, dich auch mich lieben und die mir helfen, um wieder auf die Füße zu kommen. Auch haben Liz und Willy geschrieben, dass ein Teil des Kindes mit weggeht. Ich habe das für mich so übersetzt, dass ich jetzt nicht mehr nur Kind bin, sondern jetzt auch Erwachsener. Klar, lieber ist mir alle mal, wenn Paps noch hier wäre und ich Kind bleiben dürfte, aber man kann die Zeit nicht zurückdrehen und ich versuche, aus der Situation das Beste zu machen. Paps hätte das so von mir gewollt.
Und meine Mum, naja, die habe ich letzte Woche einmal wachgerüttelt. Sie ist jetzt zwar eingeschnappt, läßt mich aber mal in Ruhe und mir geht es gleich viel besser. Meine Schwiegermutter hat das auch bemerkt, sie ist mit das Beste, das mir in diesem Leben geschenkt wurde!

Fühl Dich ganz herzlich umarmt und schau ein wenig nach vorne, dieses besch... Jahr dauert nur noch ein paar Stunden an und vielleicht wird das nächste Jahr eindlich mal ein GUTES für Dich, mich und GANZ VIELE ANDERE MENSCHEN - ich wünsche es mir von Herzen für jeden einzelnen!

Viel Kraft, Mut, Zuversicht und ganz viel GESUNDHEIT für 2005 Euch allen
Eure Silke
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