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#106
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hallo linnea!
blöd, daß du nun wieder im krankenhaus bist. blöde blutwerte! aber nicht unterkriegen lassen, die kriegen das auch wieder hin. fühl dich einfach mal wieder lieb gedrückt, die wagenladung guter gedanken hab ich auch schon auf den weg für dich gebracht! dat zickchen |
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#107
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Ach nööö, liebste Linnea, das ist ja nicht schön, daß Du wieder in der Klinik bist... Mensch, das tut mir aber leid...
Deine Backform ist wirklich schön. Auf den ersten Blick erinnerte sie mich an eine Schnecke und ich mußte prompt an das Schneckenhaus von Ina denken. Es ist eine ähnliche Form zwischen Rose und Schneckenhaus. Also, das hast Du sehr schön ausgewählt! Liebe Linnea, ich hoffe, Du kommst schnell wieder auf die Beine. Ich drücke Dich lieb und schicke Dir einen ganz lieben Gruß, Deine Leena |
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#108
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Liebe Flautine, liebes Zicklein, liebe Leena und Ihr anderen lieben Menschen,
am schlimmsten finde ich Kranknehaus-Aufenthalte eigentlich immer bevor ich dort bin. Meine Blutwerte waren ja schon die gnze Zeit über ziemlich schlecht und deshalb geisterte diese Vorstellung schon eine Weile durch meinen Kopf. Als dann heute morgen klar wurde, daß die Indikation für EKs sich von relativ zu absolut verschibt, hat mich am meisten runtergezogen, daß mein Großer schon in der Schule war und ich ihm die neuesten Nahcrichten nur schriftlich übermitteln konnte. Unsere Familienpflegerin hat dann ein bißchen umdisponiert, so daß sie solange hierbleiben konnte, bis mein Mann seine Studenten fertig belehrt hatte. Aber es ist eben einfach doof, einem noch nicht ganz Achtjährgen eine Karte hinterlassen zu müssen, auf der draufsteht, daß alles nicht so schlimm ist, auch wenn ich plötzlich mal ins Krankenhaus muß, und daß er mit unserer Eierkuchenfee ja was Schönes spielen kan, bis Papa wieder da ist. Ich meine, was soll der arme Junge denken? Daß er jetzt jeden Tag damit rechnen muß, daß ich mal wieder nicht da bin, wenn er nach Hause kommt? Für mich selbst ist es ja sonst nicht weiter tragisch: ich habe fast den ganzen Tag verschlafen. Das sind so de Vorteile, wenn man nur zum Päppeln da ist und nicht ständig irgendwelche Untersuchugen anstehen. Allerdings finde ich es noch gewöhnungsbedürftig, in einem Dreibettzimmer im Mittelbett zu liegen, man hat so gar kein Eckchen für sich... Aber wenn ich schlafe, ist das ja eigentlich auch egal... Liebe Flautine, ich möchte mich nachträglich noch für Deine lieben Worte bedanken und für die "Kuchenzutaten". Du hast vollkommen recht: beides gehört unbedingt dazu! Vielen lieben Dank Euch allen, die Ihr mir beim "Backen" helft! es freut mich, wenn auch Ihr die Form für passend erachtet, sei es nun als Rose oder als Schnecke, liebe Leena. Liebes Zicklein, Deine Wagenladungen tun so gut! Vielen Dank! Jetzt muß ihc aber meinem Dödelhirn wieder etwas Ruhe gönnen... Liebe Grüße an alle Eure Linnea
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Einen Menschen zu lieben heißt:
Ihn zu sehen wie Gott ihn gemeint hat. Liebe ist das Geheimnis der Brotvermehrung. - Christine Busta - |
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#109
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Na ihr Kuchenbäckerinnen,
denkt hier eigentlich irgend jemand an die Kalorien?? Die müssen doch auch hinein. Ein Kuchen schmeckt doch erst so richtig gut, wenn er auch ein bisserl nach Sünde schmeckt. Und IHR hier alle könnt es euch ja leisten. Ich bin schließlich der Pummel. Ich möchte auch noch was in den Teig geben: Licht und Freude. Ich hab es nicht mehr in Erinnerung, ob das evtl. schon drin ist und ich bin jetzt zu müde um es nachzulesen Und sollte unser Kuchen versehentlich (dödelei) zu lange im Ofen bleiben und trocken werden...dann nennen wir ihn Hundekuchen und Frau Schmidt und Maya freuen sich bestimmt.Ach liebe Linnea, ich kann das nachfühlen, dass es Dir Kummer macht, wenn Dein Großer aus der Schule kommt und die Mama ist weg. Du hast Recht, der Gedanke liegt nahe, dass er da Verlustängste bekommen könnte. Vielleicht kannst Du mit der Onkologie ausmachen, dass Du im Wiederholungsfall zumindest so lange zu Hause bleiben darfst bis das Kind wieder da ist. Ich würde es versuchen. Das ist es wert, es wäre schlimm, wenn alles rum ist und Dein Sohn hängt psychisch in den Seilen. Wie sehr das die Kinder mitnimmt sehe ich hier zu Hause. Und meine ist schon 15. Du wirst die richtige Entscheidung treffen ! Liebe Grüße und Gute Nacht Beate |
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#110
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Liebe Beate, liebe Birgit,
vielen Dank für Eure lieben Zeilen!!! Liebe Beate, ich danke Dir für Deine Zutaten! Ich bin sicher, dieser Kuchen wird der beste, den wir je genossen haben. Gut, daß er so riesig ist und für alle reicht. Frau Schmidt und Maya dürfen gerne etwas davon haben, aber ich möchte ihn keinesfalls ganz vor die Hunde gehen lassen. Gestern habe ich auch schwer hin und her überlegt, ob ich nicht doch noch abwarten soll, bis mein Sohn nach Hause kommt. Aber nachdem ich beim letzten Kliniksgang so kurz vor knapp ankam, daß ich noch im Eingangsbereich diesen kurzen Einakter mit dem Titel "Kreislaufkollaps" vorspielen mußte (habe ich doch neulich glatt vergessen zu posten mir sind diese öffentlichen Auftritte immer irgendwie peinlich ), habe ich mich dann doch dazu durchgerungen, gleich loszufahren. Daß dieser Fall eintreten könnte, habe ich meinem Sohn letzte Woche schon mal gesagt. Aber es ist eben doch etwas anderes, wenn es wirklich passiert. Ich hoffe so sehr, daß er daraus keine neuen Ängste entwickelt!Liebe Birgit, ich danke Dir herzlich für das schöne Gedicht! Und ich freue mich sehr, daß Du hier zu mir gekommen bist! Ich habe in den Wochen, die ich nun im Forum dabei bin, schon viele Deiner lieben Beiträge lesen können und besuche oft die Seite, die Du und Chris so regelmäßig und kraftspendend füllt. Allerdings bin ich nicht auf dem Laufenden, was Dein Befinden betrifft. Wie geht es Dir zur Zeit? Euch allen hier wünsche ich einen möglichst erfreulichen, schmerzfreien Tag! Es drückt Euch voller Dankbarkeit für Eure liebe Anteilnahme Eure Linnea
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Einen Menschen zu lieben heißt:
Ihn zu sehen wie Gott ihn gemeint hat. Liebe ist das Geheimnis der Brotvermehrung. - Christine Busta - |
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#111
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Ach, liebe Linnea(((Linnea)))!
Es tut mir beim Lesen weh, wie eilig Du ins KH mußtest, Deinem Sohn eine Nachricht hinterlassen mußtest...och menno, das tut mir echt im Herzen weh... Vielleicht setzt Du Dich mit ihm hin und sagst ihm,wie weh es Dir tut, wenn Du ihm nicht selbst die Situation erklären kannst und ob er eine Idee für ein Ritual hätte, falls es noch einmal vorkommen sollte, während er in der Schule sei?! Dann hätte er die Chance, in dieser unvorhersehbaren Situation ein wenig Kontrolle zu haben, zumindest über den Ablauf der Informationsweitergabe?! Wie geht es Dir? Sind Deine Blutwerte besser? Ich wünsche es Dir so. Liebe Linnea, ich denke an Dich. Und ich wünsche Dir, daß Du diese Krankenhauswelt bald wieder gestärkt verlassen kannst. Fühl´Dich gedrückt! Liebe Birgit! Danke für Deine Zeilen...ich bin ganz gerührt!!! Ich habe Dich sehr lieb, meine Freundin! Liebste Grüße, Leena |
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#112
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Liebe Birgit, liebe Leena,
wie schön, hier zwei Seelenschwestern zusammen begrüßen zu dürfen! Liebe Birgit, Deine Zeilen haben mich sehr berührt - wie Du über Deinen schweren Krankheitsverlauf fast mit einem Lächeln berichtest, einem Lächeln, daß aus Deinem Glauben heraus möglich wird. Ich danke Dir von Herzen, daß Du mir davon geschrieben hast! Daß Gott die Liebe ist, ist auch das Fundament meines Glaubens. Übrigens mußte ich schlucken, als ich die scheinbar so belanglosen Zahlen las: Da bin ich also genauso alt wie Dein ältestes Kind, mein großer Sohn ist nur ein gutes Jahr jünger als Deine Kleinste und auch ich bin eine von fünf Geschwistern... Liebe Leena, ich habe gestern am Telefon eine Weile mit meinem Kleinen-Großen gesprochen und werde sicherlich nochmal darauf zurückkommen. Er scheint es einigermaßen gut verkraftet zu haben. Aber ich kann es trotzdem nicht lassen, mich zu sorgen. Er hat schon so viel Belastendes in den letzten Monaten erlebt und ist immer so vernünftig - weißt Du was ich meine? - er ist schon fast beängstigend vernünftig. Ich werde das Gefühl nicht los, daß er sich viele Gedanken macht, die an ihm nagen. Ich versuche immer wieder, diese harte Schwelle zwischen Innen und Außen zu überwinden und manchmal äußert er dann auch seine Fragen und Überlegungen. Es erleichtert ihn sichtlich, darüber zu sprechen und immer kommen wir zusammen an einen guten Punkt in diesen Gesprächen, wir denken sehr ähnlich, schein mir. Aber er braucht sehr lange, ehe er sich auf ein solches Gesprächsangebot einlassen kann, vieles muß stimmen, ich müßte verläßlich für ihn dasein... ich hoffe so sehr, daß ich das bald wieder kann. Ansonsten geht es mir besser. Ich brauche immer noch sehr lange beim Schreiben, aber die grauen Zellen sind spürbar besser durchblutet als gestern. Nun muß ich morgen das neue Blutbild abwarten und dann sehen wir weiter... Liebe Ulli, vielen Dank für Deine Skipper-Vermißtenanzeige! Leider scheint er noch nicht wieder hier gewesen zu sein. Wie geht es Dir unterdessen? Ich hoffe, Du arbeitest nicht zuviel!? Deine Enkel wollen schließlich mit Dir spielen! Euch allen, Ihr lieben Menschen hier, wünsche ich eine gute, friedvolle Nacht! Eure Linnea
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#113
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Liebe Birgit,
ja, jüngere Kinder haben oft einen sehr natürlichen Zugang zu schweren Krankheiten oder Tod. Je älter sie werden, je mehr sie verstehen, umso schwerer wird es dass zu verkraften. Wenn eine Mama stirbt, sollte man (meine Meinung) immer eine Psychologin hinzuziehen. Das verändert die Kinder und oft kommt es erst viele Jahre später ans Licht. Eine professionelle Trauerbegleitung wäre sicher für Vater und Kind gut. Denn wenn ich lese, dass die Kleine jetzt auf den Papa aufpassen will - da krieg ich Gänsehaut, da gruselt es mich... Das kann die Kleine gar nicht leisten, damit ist sie komplett überfordert, damit ist eine psychische Störung vorprogrammiert. Es ist nicht ihre Aufgabe auf den Papa aufzupassen, ihre Aufgabe ist es Kind zu sein. Entschuldige wenn ich so deutlich bin, das ist keinesfalls böse gemeint! Ganz liebe Grüße Beate |
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#114
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Liebe Birgit,
natürlich sollen Kinder Verantwortung übernehmen, altersgerecht. Auf einen Hasen oder ein anderes Haustier aufzupassen ist pädagogisch sinnvoll und dieser Anforderung kann ein Kind auch gerecht werden. Jedoch auf einen erwachsenen Menschen aufzupassen wen man erst 9 Jahre alt ist, finde ich mehr als grenzwertig. Und ja, ich finde eine psychologische Begleitung sehr hilfreich. Mein Hausarzt sagte mir bei Diagnosestellung, dass es angebracht wäre über eine prof. Begleitung nachzudenken für meine Kinder (28,26,15). Wenn ein Elternteil eine lebensbedrohliche Krankheit hat, dann erschüttert das die Kinder bis ins Mark. Wenn dann dieses Elternteil tatsächlich verstirbt, ist das kaum zu fassen. Verlustangst ist das Thema. Wenn ich richtig gelesen habe, hast Du schon erwachsene Kinder, vielleicht ist es da nicht nötig, keine Ahnung. Falsch wäre es sicher nicht. Denn wir Kranken besprechen nicht wirklich alles mit der Familie, in erster Linie um sie zu schonen. Ich abe auch gute Freunde und meine Familie sieht nach mir, bis auf meine Jüngste macht da keiner Therapie, aber die Kleine wäre beinah unter die Räder gekommen. Muss jeder selbst für sich entscheiden. Nur Kinder (ich meine wirklich Kinder keine erw. Kinder) die brauchen sicherlich eine Unterstützung. Und ich finde halt, eine 9jährige sollte nach diesem traumatischen Erlebnis eher das Gefühl bekommen "ich muss mich nicht um meinen Papa sorgen, ich bin geschützt". Denn die Sorge um den Papa entspringt ja m.E. aus einer Verlustangst. Ein großes Thema. Alles Liebe Beate |
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#115
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hallo, ihr lieben!
eigentlich wollte ich ja nur gucken, ob es bei linnea was neues gibt und finde hier eine mini-diskussion zu einem solch wichtigen thema. ungefragt möchte ich dazu auch etwas schreiben, ich hoffe, niemand fühlt sich dadurch angegriffen. liebe birgit, deinen glauben an gott und seine liebe finde ich toll und bewundernswert, ich selbst bin "nur" so ein zweifelnder im glauben. ich glaube zwar an gott, finde aber nicht sehr viel trost bei ihm. vielleicht kommt das noch. aber ich habe vertrauen in die medizin und finde einfach, bei einem solch einschneidenden erlebnis, wie dem von dir beschriebenen tod der muttter einer neunjährigen ist psychologische begleitung als zusatzmaßnahme einfach dringend zu empfehlen! natürlich ist der/die psychologe zunächst eine fremde person, ist aber auch über jahre besonders geschult im umgang mit kindern und deren ängsten. denn auch ich denke, es ist sehr bedenklich, wenn eine neunjährige auf papa aufpassen will. zuviel verantwortung für das kleine seelchen! wer weiß, vielleichjt hat sie sogar angst, dem papa ihre eigenen ängste auch noch aufzuladen, weil er dann so traurig wird--aber sie muß die ängste und sorgen doch loswerden! wie gesagt, ein psychologe unterstützt ja nur den prozeß, der sein muß, den man manchmal vor lauter liebe und"beschützen-wollen" nicht in gang setzt! fühl dich lieb gedrückt und verzeih auch mir die ehrlichkeit, aber ich konnte jetzt nicht kommentarlos bleiben... nun zu dir, liebe linnea...ist bei dir alles in ordnung? bist du noch immer im krankenhaus? und hast du mit deinem sohn schon ein ritual für das wohl leider unvermeidliche nächste mal gefunden? ach was, unvermeidlich...lass uns einfach mal fest glauben, daß es das letzte mal war, daß du so plötzlich los mußtest...und den plan legen wir in die schublade als versicherung, so, wie es nie regnet, wenn man mit regenschirm unterwegs ist! dat zickchen |
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#116
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Liebe Birgit,
ich bin ganz Deiner Meinung wenn Du sagst, dass der Tod zum Leben gehört. Für mich ist er auch kein Tabu, ich interessiere mich z.B. auch für die Bücher von Elisabeth Kübler-Ross. Aber das nur am Rande. Stimmt, ich habe mich an den 9 Jahren festgehalten. Denn das war auch mein Auslöser für mein Schreiben. Hätte da z.B. 29 J. gestanden, wäre ich sicher nicht darauf eingegangen. In diesem Alter kann man ruhig auch auf ein Elternteil ein Auge haben oder es mal umsorgen. Denn dann ist man ja auch schon erwachsen. Nun gut, beenden wir diese Diskussion, obwohl ich denke, dass hier auch durchaus kontroverse Themen sein dürfen. Die Menschen sind unterschiedlich und jeder hat seine eigene Geschichte, Erfahrung, Meinung. Das ist in Ordnung. Dennoch höre ich immer wieder gerne auch andere Meinungen, und überprüfe diese dann für mich. Manchmal ist ja was dabei, was mich dann überzeugt. Ich wünsche Dir eine gute Zeit Beate
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#117
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Liebe Birgit, liebe Beate,
heute habe ich erst gegen Mittag hier hereinschauen können und dann war Mittagsruhe angesagt. Darauf wird auf dieser Station sehr streng geachtet, und so komme ich erst jetzt dazu, Euch zu antworten... Liebe Birgit, ja, ich könnte Deine Tochter sein, Du könntest meine Mutter sein ... und so lieb wie eine Mutter schreibst Du mir auch. Vielen, vielen Dank dafür!!! Es tut mir so leid, daß Deine Freundin gestorben ist! Auch wenn Du sie in der unendlichen Liebe geborgen weißt und sie in Deinem und vielen anderen Herzen ihren Platz hat, ist es ein so großer Schmerz, einen geliebten Menschen zu verlieren. Denn - wie Du sagst - wir sind eben Menschen, wir empfinden Verluste und Ängste... ein Glaube, der uns gänzlich über all das erheben würde, hätte in meinen Augen auch etwas entmenschlichendes an sich. Und wie sollte einer einen anderen in all seiner menschlichen Unvollkommenheit lieben können, wenn ihm diese anderen Empfindungen fremd wären? Es ist sicherlich gut, Kinder in den ganzen Prozeß rund im den Tod einzubeziehen, so wie Du es geschildert hast. Ich denke auch, daß ihnen ein besonderer, natürlicher Umgang damit möglich ist. Selbst mit dem eigenen Tod, wie ich bei einigen Sternenkindern erleben durfte. Dein Gedicht berührt mich zutiefst! Auch dafür ein großes Dankeschön! Ja, die Narben der Seele bestimmen den Gang des Lebens. Wir sind so verletzlich, von Geburt an bis zu unserem körperlichen Tod. Und wir können so froh sein, wenn wir in unserer Kindheit so viel Liebe erfahren haben, daß wir dieses Gefühl, geliebt zu werden, über das ganze Leben bewahren und an andere weitergeben können. Ich durfte eine wirklich idyllische Kindheit erleben in einem liebevoll-chaotischen Haushalt, als Vierte von fünf Geschwistern bereits früh an allem beteiligt, von vielen aufrichtig geliebt, von vielen Armen gehalten, von vielen in's Gespräch einbezogen, von vielen in meinen Bedürfnissen wahrgenommen, von vielen getröstet. Ich habe so viel empfangen und möchte noch so viel davon weitergeben! Liebe Birgit, liebe Beate, es ist tatsächlich ein großes Thema, das Ihr angeschnitten habt. Ich denke, darüber läßt sich nicht generell entscheiden. Wie Ihr wißt, profitiere ich sehr von den Gesprächen mit meinem Psychotherapeuten. Er ist kein Psychoonkologe, hat sich aber dennoch auf die Begleitung krebskranker Menschen spezialisiert, so daß ihm die Probleme, die ich habe, keineswegs fremd sind. Oft empfinde ich die Distanz, die ihm gegenüber natürlich größer ist als gegenüber Verwandten und Freunden, als hilfreich, da ich mir dadurch leichter fällt, ihn mit meinen Sorgen und Ängsten zu "belasten". Gerade auch wenn ich mich um meine Lieben sorge und mir Gedanken mache, wie sie damit zurechtkommen sollen, daß es mir nicht gut geht, bin ich froh, mit einem Außenstehenden darüber reden zu können. Natürlich setzt das alles voraus, daß man unter den vielen ausgebildeten Therapeuten den richtigen für sich findet. Ich hatte sehr viel Glück und weiß, daß viele andere mit ihren Sorgen und Ängsten eine Therapeuten-Odyssee durchleben, unter Umständen ohne je einen geeigneten Gesprächspartner zu finden. Das muß furchtbar belastend sein und häuft nur mehr Seelenleiden auf. Dank meiner positiven Erfahrungen auf diesem Gebiet würde ich wohl auch dazu neigen, meinen Kindern eine ähnliche Begleitung zu ermöglichen, wenn sich die Belastung als zu stark für sie zeigen sollte. Bisher hoffe ich noch, mit Hilfe meines Mannes über Gespräche und einfach das gemeinsame Leben meinen Kindern so viel Kraft mitgeben zu können, daß sie dieser Belastung gewachsen sind. Sicherlich: ohne Seelennarben wird es nicht abgehen, aber welche Konsequenzen diese Narben für die Kinder haben, ob sie sie als Aufforderung nehmen werden, anderen Verständnis entgegenzubringen, oder ob sie eine so schlimme Verletzung erlitten haben, daß sie selbst zuviel leiden, um für andere dazusein, wird sich wohl erst nach einer Weile zeigen... Liebe Beate, ich weiß, daß Du Dir Gedanken um Deine Tochter machst. Ich kann es Dir nur allzu gut nachfühlen. Und ich denke, Ihr habt einen guten Weg beschritten, indem Ihr diese offenbar sehr fähige und sympathische Psychologin hinzugezogen habt. Jeden Menschen trifft es anders und Deine Tochter ist ohnehin in ihrer Entwicklung an einem schwierigen Punkt angelangt: Alt genug, um sich sehr grundsätzliche Fragen zu stellen, aber doch noch sehr viel Kind. Eine Freundin von mir hat mit 15 ihre Mutter verloren, die an Brustkrebs erkrankt war. Sie hat die zwei letzten Lebensjahre der Mutter, die zwischen Diagnose und Tod lagen, völlig anders erlebt als ihre 18jährige und ihre 13jährige Schwester. Die Älteste tat sich sehr schwer damit, sich für einen Beruf zu entscheiden. Sie hatte vorgehabt, den selben Beruf zu wählen wie die Mutter, zumal dies ihr Begabungsgebiet war. Aber sie konnte die Parallele nun nicht ertragen. Die Jüngste entwickelte starke Ängste, die sie bis zu einem Suizidversuch trieben. Erst danach bekam sie "Seelenhilfe". Meine Freundin jedoch konnte ihre Erfahrungen in sehr viel Verständnis für Menschen und ihre Probleme umwandeln... Liebe Beate, liebe Birgit, ich würde gerne noch sehr viel mehr schreiben, das mir durch den Kopf geht. Aber ich muß für diesmla zum Ende kommen. Nochmals danke ich Euch herzlich! Ich freue mich so über Eure lieben Worte und guten Wünsche und darüber, daß Ihr Eure Erfahrungen mit mit teilt! Fühlt Euch ganz lieb umarmt von Eurer Linnea
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Einen Menschen zu lieben heißt:
Ihn zu sehen wie Gott ihn gemeint hat. Liebe ist das Geheimnis der Brotvermehrung. - Christine Busta - |
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#118
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Liebes Zicklein,
jetzt habe ich so lange für meinen letzten Beitrag gebraucht, daß inwischen schon wieder drei neue dastehen. Verzeih bitte, wenn ich Dir jetzt nur kurz fürs schreiben danken kann und alles andere auf demnächst verschieben muß. Ich fühle mich im Moment einfach zu schlapp... Ihc habe von Deinen Haaren gelesen Liebe Grüße Deine Linnea
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Einen Menschen zu lieben heißt:
Ihn zu sehen wie Gott ihn gemeint hat. Liebe ist das Geheimnis der Brotvermehrung. - Christine Busta - |
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#119
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Liebe Linnea!
Welch wunderschönen Worte hast Du gewählt! Auch wenn sie nicht explizit für mich waren, ich nehme sie an und denke darüber nach! Weißt Du, ich habe auch eine verschlossene Tochter, sie ist 11. Sie wirkt auch sehr abgeklärt und fragte mich nie etwas. Ich "füttere sie nebenbei mit Informationen über Behandlungen und deren Ergebnisse, sie nimmt sie auf und so ist es gut. Manchmal fragt sie, indem sie mich aus ihren nußbraunen Augen ansieht "Kann man an Krebs eigentlich sterben?" schluck Und ich denke wie Du, auf diese stillen Kinder muß man besonders aufpassen. Dann habe ich noch einen Sohn, 13, dem darf ich nichts erzählen von den Untersuchungen, da er sonst ganz krank wird. Er bekommt Durchfall, reagiert also genau mit dem Körperteil, daß bei mir krank war. Wir haben eine Zeit lang überlegt, eine Familientherapie zu machen, aber bisher kriege ich den Bogen ganz gut hin. Mein Mann ist leider nicht der Typ, an den die Kinder sich mit ihren Fragen wenden würden (er ist zwar wirklich immer für mich da und mein Fels, der all die Tränen erträgt, aber von sich aus kann er nicht so reden), also kommen sie immer zu mir. Allerdings ist einer meiner Brüder auch immer für die Kinder da, wenn sie es brauchen. Das ist tröstlich. Ich hoffe aber nun ganz doll, daß Du schnell wieder nach Hause kannst. Schließlich wollen wir backen . Wollen wir einen Schichtkuchen machen? Ich bräuchte zur Zeit etwas Mut und Zuversicht.Sei lieb gedrückt ,Deine Leena |
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#120
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och mönsch...ihr seid alle so toll! und schon wieder kleine tränchen der rührung...und wenn es um kuchen und bootfahren geht--ich bin dabei!
dat zickchen |
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