Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wasser im Bauch - kollabiert Leber?
Hallo, mein Vater ist wieder im Krankenhaus. Nach Darmkrebsoperation kommt nun sein Leberkrebs zum Tragen. Nach einer Woche extremer Appetit- und Antriebslosigkeit liegt er seit heute auf Station. Man vermutet Wasser im Bauch und will punktieren. Was sind die Ursachen bei Leberkrebskranken für Wasser im Körper? Bedeutet das nicht, daß die Leberfunktion allmählich runterfährt? Es sieht nicht gut aus, er ist alt und hat multiple alte Krankheitsbilder, ist sehr geschwächt. Chemo lehnt er und wir als Familie ab. Bringt Mistel eine Erleichterung? Erfahrungswerte?
Ich wünsche allen hier Kraft.
Tim
hallo Tim,
also aus eigener Erfahrung, ich habe ein HCC, kann ich nur zur Misteltherapie raten. Mir hat sie sehr weiter geholfen, die Mistel ist ein Aspekt der ganzheitlichen Behandlung von Krebs. Krebs ist ein Erkankung des ganzen Menschen, nicht nur die eines Orgarns. Meiner Erfahrung kann nur die ganzheitliche Behandlung den Krebs besiegen und zur Heilung führen. Es ist aber sehr wichtig das man einen Arzt hat der wirklich von der ganzheitlichkiet des Meschen etwas versteht und die Behandlung/Therapie individuell auf den Erkankten abstimmt.
Viel Kraft und Mut
Gruß Henning
Hi Henning, danke für die Information. WAS genau bewirkt die Misteltherapie, weißt du da Konkretes? Bin erst noch am Informieren. Man denkt wohl doch über eine regionale Port-Chemo bei meinem Vater nach. Eigentlich lehnen wir Chemo wegen der für nicht vertretbaren Nebenwirkungen ab.
Wie oft und in welcher Form wird die Misteltherapie verabreicht?
Forward!
Gruss,
Tim
Hallo Tim,
die Mistel hat verschiedene Aspekte. Zum einem wirkt sie modellierent auf das Immunsystem und hat aber gleichzeitig eine Tumorzellen zerstörende oder
hemende Wirkung. Außerdem steigert oder erhält sie das wohlbefinden, sodas man nicht in ein so tiefes pyschischesloch fällt. Was ich auch noch sehr angemehm fand, war das ich meinen Appetit behalten habe und dadurch bei Kärften bleiben kann. Die Mistel wird meistens in den Bauch gespritzt, es gib aber auch die möglichkeit Mistelinfusionen zubekommen, je nach Konstitution des Betroffenen.
Gruß
Henning
Er hat es geschafft. Er ist am Tagesanbruch des Vatertages in den Armen von meiner Mutter und mir allmählich eingeschlafen. Ein sanfter Tod und er war keine Sekunde des langen Weges allein.
Ich wünsche allen Betroffenen und Angehörigen Kraft und Zuversicht. Das Leben kann kurz sein, laßt es uns geniessen und fühlen!
Tim
Lieber Tim,
mein aufrichtiges Beileid. Ich hoffe, Du schaust noch ab und zu im Forum vorbei. Obwohl ich das Forum schon ca. 4 Woche kenne, habe ich mich erst jetzt getraut auch mal zu schreiben. Mein Dad hat Leberkrebs mit Metastasen in der Lunge im Endstadium. Wenn ich das bei Dir so verfolge, ging es bei Deinem Papa recht schnell. Uns hat der Arzt gesagt, dass es bei meinem Dad noch ca. 1 bis 2 Monate dauern kann. Manchmal wünsche ich, dass es doch endlich vorbei ist. Weil ich einfach so eine große Angst habe, wie es zu Ende geht. Ob er arg zu leiden hat und wir ihm nicht helfen können. Ich hoffe, Dir gehts einigermaßen und ich wünsche Dir ganz viel Kraft, das Ganze zu verarbeiten. Falls Du wieder mal im Forum vorbeischaust, würde ich mich über eine Nachricht freuen. oder über eine Mail Birgit.Hildebrand@szvg.de
Liebe Grüße
Birgit H.
Hallo Birgit,
danke für deine Email und deine freundlichen Worte. Es ging bei ihm sehr schnell, binnen 5 Monaten. Diagnose auf Darm- und Leberkrebs mit diversen Metastasen. Darm-OP und Reha und dann recht rascher Abbau seiner Kräfte. Plötzlich mochte er kaum noch was essen und war dann so schwach, daß er in die Klinik mußte. Bei ihm war es aber schon so weit fortgeschritten, daß die Ärzte die Therapie abbauten und einem Transfer in ein Hospiz zustimmten. Soweit kam es dann aber nicht. Ich kann nichts zu deinem Vater sagen, da jeder Fall so verflixt spezifisch ist. Leberkrebs ist sehr massiv und führt zum Versagen diverser Organe. Die Folge ist biochemischer Kollaps, da nichts mehr im System stimmt und sich viel Wasser im Gewebe ablagert. Ich wünsche dir, deiner Familie und deinem Vater ein klares Bewußtsein für die Lage und für die gemeinsame Zeit. Uns hat die Besichtigung eines Hospizes sehr geholfen und gestärkt, da wir mit dem Gefühl gingen, daß wir ein wirklich menschliche Umgebung für das Unvermeidbare gefunden haben. Wenn man schon nichts mehr abwenden kann, dann hilft Aktivität auch in Sachen Sterblichkeit. Mir hat das zumindest geholfen, mein aktiver Part hat mir sehr viel Kraft gegeben und auch inneren Frieden. Siehe auch Forum Hinterbliebene etc. Gruss und Kraft
Tim
Auch ich habe Wasser im Bauch.
Außerdem in den Beinen, im Gesäß, in Taille und Rücken.
So viel, daß es mir wegen abgebauten Muskeln kaum gelingt, mit diesem Gewicht aufzustehen.
Derzeit helfen Wassertabletten (Asparagus-P und Spiro comp.) und möglichst tägliche Lymphdrainage ein bißchen.
Ursache ist wohl ein gestörter Eiweißstoffwechsel aufgrund meiner mit Metastasen gefüllten Leber (OP oder Chemo nicht möglich).
Im Blut ist Eiweißmangel, Eiweiß lagert sich aber im Gewebe ab und bindet Wasser.
Jetzt suche ich dringend eine Nahrungsergänzung, die helfen kann.
Ich habe Fresubin versucht, aber ich vertrage es nicht, denn nach einem Schnapsglas voll habe ich Bauchschmerzen.
Wer hat Erfahrung mit der Situation und mit anderer "Astronautenkost" zur Eiweißunterstützung ???
Bitte dringend bald melden !!!
Vielen Dank im voraus
Frank Erb
frank-erb@t-online.de
Hallo Tim,
mein Dad ist seit gestern im Krankenhaus. Er wurde heute punktiert und sie haben einen Liter Wasser rausgezogen. Morgen wird es nochmals gemacht, weil er heute so schmerzempfindlich war, hat der Arzt frühzeitig aufgehört. Bin ja froh, dass der Arzt so einfühlsam ist. Meinem Paps hat es Erleichterung verschafft und er hatte danach kaum Schmerzen. Er war nur sehr müde. So wie er geschlafen hat, mit einem so friedlichen Gesichtsausdruck, hatte ich Angst er hört jeden Moment das Atmen auf.
Ich habe so furchtbare Angst, dass dies jetzt der Anfang vom Ende ist. Er ist doch erst 59 Jahre alt. Ich fühle mich so unendlich traurig.
Wie geht es Dir? Habe Deine Beiträge ím Forum Hinterbliebene schon mehrmals gelesen. Ich habe mich mal umgehört, ob es bei uns in der näheren Umgebung ein Hospiz gibt, aber das gibt es leider nicht. Nur einen Hospizverein. Mal sehen, ob ich mit denen Kontakt aufnehme.
Wünsche Dir alles liebe und Gute
Gruß Birgit
Hi Birgit, tut mir leid, dass dein Vater jetzt die Punktierungen durchmachen muss. Die Ablagerung des Wassers im Gewebe ist ein typisches Syndrom von Leberkrebs. Matter of fact... Mein Vater hat von den Punktierungen fast gar nichts gespürt. Man hat zusätzlich auch Entwässerungspräparate verabreicht.
Ich glaube, daß es sicherlich auch in deiner Region (wo auch immer?) Hospize geben muss. Der Verein kann dir sicherlich Adressen vermitteln. Es gibt manchmal auch ambulante Hospizbetreuung, was ich persönlich schwierig finde, da Krebskranke oft sehr intensiv gepflegt und betreut werden müssen.
Kann mir vorstellen, wie es dir geht. Mußte damals auch erst mal scharf Luft holen, als ich von der ersten Punktierung hörte... Die Traurigkeit war extrem, gleichzeitig aber auch der Wille, diese Entwicklung nicht zu ignorieren und es zu verdrängen. Nutze die Zeit mit deinem Vater, sei einfach nach und biete alles an. Suche das Gespräch und nutze Gelegenheiten, Unausgesprochenes auszutauschen. Viel mehr mag ich da gar nicht sagen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Menschlichkeit, dein Vater wird deine Kraft brauchen und du kannst ihn ein Stück erleichtern...
Tim
Hi Birgit, tut mir leid, dass dein Vater jetzt die Punktierungen durchmachen muss. Die Ablagerung des Wassers im Gewebe ist ein typisches Syndrom von Leberkrebs. Matter of fact... Mein Vater hat von den Punktierungen fast gar nichts gespürt. Man hat zusätzlich auch Entwässerungspräparate verabreicht.
Ich glaube, daß es sicherlich auch in deiner Region (wo auch immer?) Hospize geben muss. Der Verein kann dir sicherlich Adressen vermitteln. Es gibt manchmal auch ambulante Hospizbetreuung, was ich persönlich schwierig finde, da Krebskranke oft sehr intensiv gepflegt und betreut werden müssen.
Kann mir vorstellen, wie es dir geht. Mußte damals auch erst mal scharf Luft holen, als ich von der ersten Punktierung hörte... Die Traurigkeit war extrem, gleichzeitig aber auch der Wille, diese Entwicklung nicht zu ignorieren und es zu verdrängen. Nutze die Zeit mit deinem Vater, sei einfach nach und biete alles an. Suche das Gespräch und nutze Gelegenheiten, Unausgesprochenes auszutauschen. Viel mehr mag ich da gar nicht sagen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Menschlichkeit, dein Vater wird deine Kraft brauchen und du kannst ihn ein Stück erleichtern...
Tim
Hi Birgit, tut mir leid, dass dein Vater jetzt die Punktierungen durchmachen muss. Die Ablagerung des Wassers im Gewebe ist ein typisches Syndrom von Leberkrebs. Matter of fact... Mein Vater hat von den Punktierungen fast gar nichts gespürt. Man hat zusätzlich auch Entwässerungspräparate verabreicht.
Ich glaube, daß es sicherlich auch in deiner Region (wo auch immer?) Hospize geben muss. Der Verein kann dir sicherlich Adressen vermitteln. Es gibt manchmal auch ambulante Hospizbetreuung, was ich persönlich schwierig finde, da Krebskranke oft sehr intensiv gepflegt und betreut werden müssen.
Kann mir vorstellen, wie es dir geht. Mußte damals auch erst mal scharf Luft holen, als ich von der ersten Punktierung hörte... Die Traurigkeit war extrem, gleichzeitig aber auch der Wille, diese Entwicklung nicht zu ignorieren und es zu verdrängen. Nutze die Zeit mit deinem Vater, sei einfach nach und biete alles an. Suche das Gespräch und nutze Gelegenheiten, Unausgesprochenes auszutauschen. Viel mehr mag ich da gar nicht sagen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Menschlichkeit, dein Vater wird deine Kraft brauchen und du kannst ihn ein Stück erleichtern...
Tim
Hallo Birgit und alle anderen Beteiligten!
Auch mein Vater (66 J.) hat Krebs. Den Haupttumor hat man noch nicht gefunden, aber Metastasen sind in der Leber. Dadurch hat er schon einige ambulante Chemos durch und inzwischen geht es ihm auch richtig schlecht. Er hat eine große Muskelschwäche, kann sich von Tag zu Tag weniger fortbewegen. Es ist einfach schlimm, wenn ein lieber Mensch so etwas durchmachen muss und man selbst kann ihm nicht helfen - nur durch Gespräche und einfach das Dasein. Mein Vater ist aber zudem noch sehr verschlossen, mag gar nicht über diese "Sache" reden und verlässt sich voll und ganz auf die Ärzte (aber kann man denen vertrauen - nein!). Aber da komme ich bei meinem Vater nicht weiter mit. Er würde nicht einwilligen in eine andere Therapie, eben wegen seiner Schwäche. Er fühlt sich einfach nicht so stark, dass er noch kilometerweit fahren könnte, um etwas anderes auszuprobieren. Aber ich bin manchmal fix und fertig, möchte ihm gerne helfen, andere Möglichkeiten auszuprobieren - ohne Chance. Aber es tut so weh mitanzusehen, wie der liebe Mensch so langsam nach und nach abbaut. Ich hoffe nur, er wird nicht noch unter großen Schmerzen (die er bis jetzt noch nicht hatte) leiden.
Verfolge weiterhin das Krebs-Forum. Bis dahin allen viel Glück!
Hallo Frank
Verursacht durch einen Tumor, der die Harnwege blockierte, hatte ich vor etlichen Jahren auch Wasser im Bauch.
Ich weiss jetzt zwar nicht, ob sich das mit Deiner Situation vergleichen lässt, doch aufgrund der Chemo und ihren NW laufe auch ich Gefahr, mangelernährt zu sein, vor allem im Bereich des Eiweisses.
Bei mir war es nicht so, dass ich Fresubin nicht vertrage, aber der Geschmack widerstrebt mir nach mehreren Jahren doch sehr.
Nun habe ich als Zusatznahrung seit 2 Jahren das Produkt : < Fortimel > , welches von der Firma Pfrimmer Nutricia GmbH, 91058 Erlangen vertrieben bzw. hergestellt wird.
Dieses Produkt schmeckt mir sehr und ich freue mich auf meine 3 Portionen pro Tag. Es gibt Trinknahrung in 6 Geschmacksrichtungen und Cremen in deren 4.
Mit geht es sehr gut damit.
Ob es sich für dich und Deine speziellen Bedürfnisse eignet, kann Dir sicher Dein Arzt sagen. Auf meinen Drinks steht noch die Internetadresse der Herstellerfirma: www.nutricia.com
Vielleicht findest Du auch da was.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir von Herzen alles, alles Gute und immer wieder Momente oder Tage, für die es sich zu leben lohnt.
Liebe Grüsse
Ladina
Lieber Tim und alle Betroffenen,
Paps ist am Freitag früh um 2:20 Uhr verstorben. Er hat es sich nicht einfach gemacht und wollte nicht loslassen. Meine Mutter und mein Bruder waren bei ihm gewesen, er war nicht allein. Ich selbst war eine Stunde vorher noch bei ihm und habe ihn gebeten, er solle es sich nicht so schwer machen und in Licht gehen. Er konnte die letzten zwei Tage fast nicht mehr sprechen und ich habe ihn nicht verstehen können. Am Donnerstag Mittag hat er aber klar gefragt, ob meine Mutter ein Eis für ihn hätte. Das hat er noch bekommen.
Am Dienstag um 14.00 ist die Beerdigung. Davor habe ich etwas Angst, vor allem vor dem Moment wenn der Sarg abgelassen wird. Aber ich habe die Gewissheit, er ist erlöst von seinem Leiden, und dass tröstet mich schon.
Wir kümmern uns jetzt sehr um meine Mutter, weil es ihr nicht so gut geht. Wie geht Deine Mutter mit der Trauer um?
Wie geht es Dir?
Lieben Gruß Birgit
Hallo Birgit!
Mit Erschütterung habe ich Deinen Text vom Tod Deines Vaters gelesen. Mein Beileid! Nachdem ich mir auf dieser Seite nochmal alle Texte von Dir durchgelesen habe, finde ich einfach, dass es viel zu schnell ging. Aber Du solltest Dich wirklich damit trösten, dass ihm noch Einiges erspart geblieben ist - viele Schmerzen und großes Leiden. Wie heißt es immer in den Todesanzeigen: "Gönnet mir die ew´ge Ruh". Man kann es wohl so schnell nicht verarbeiten, aber denke immer daran, Ihr konntet nichts mehr für ihn tun und es geht ihm jetzt gut. Keiner von den Angehörigen wünscht sich so eine Krankheit für jemanden und die Frage nach dem WARUM wird auch immer nur eine Frage ohne Antwort bleiben. Ich wünsche Dir viel viel Kraft für die nächste Zeit. Denk daran, auch andere Forum-Teilnehmer haben diese Zeit hinter sich bzw. noch vor sich (wie wir wahrscheinlich m. krebskrankem Vater). Also, vielleicht hilft es Dir, wenn Du immer wieder mal ins Forum hineinsieht. Liebe Grüße, B.
Liebe Birgit, ich wünsche dir und deiner Familie jetzt viel Kraft und das Gefühl, daß dein Vater es irgendwie "geschafft" hat - so traurig es ist.
Es war ganz wichtig, daß er nicht allein war und ich bin mir aus meiner eigenen Erfahrung sicher, daß ihm das auch gewiss war! Ihr habt das getan, was die Familie noch tun kann, ihn zu begleiten! Und das ist wenigen Sterbenden vergönnt...
Am Freitag war die Urnenbeisetzung meines Vaters, ich hatte Angst vor dem Tag. Es hat wie wild geregnet, dann aber im richtigen Moment aufgeklart und es war dann doch wie das endliche Ankommen nach einer langen Reise. Ich habe mich an die gesunden und positiven Bilder erinnert.
Deine Mutter braucht jetzt sehr,sehr viel Zeit. Drängt sie zu nichts, seid einfach da und bietet ihr Gelegenheit zu sich zu finden und dann wenn sie es will, mit euch zu sprechen.
Meine Mutter muß erst mal ihren Alltag neu finden, und das dauert Monate, ansonsten verläßt sie der Gedanke nicht oft. Uns haben sehr die Bücher von Elisabeth Kübler-Ross geholfen. Mir hat es geholfen, die Nacht mit meinen Vater ansatzweise aufzuarbeiten. Nehmt euch viel Zeit. Irgendwann schaffst du es, über die Krankheit deines Vater hinüber weg zu sehen, die so viel der letzten Zeit dominiert hat, und dich an den Menschen auch vor der Krankheit zu erinnnern. Mir ging das so. Aber Trauer ist ein langer Prozess, je aktiver du trauerst, desto leichter fällt dir das Verstehen. So denke ich zumindest.
Liebe Birgit, Kraft und Mut, der Tod deines Vaters läßt euch als Familie zurück und als Familie werdet ihr das meistern!
Alles Gute!
Tim
Liebe Birgit und lieber Tim!
Ich kann euch nicht sagen, wie sehr mich eure Beiträge berührt haben! Ich habe eigentlich nur etwas zum Thema Wasser im Bauch gesucht! Denn meine Schwägerin - 42 Jahre alt - hat solche Symptome. Sie hat an und für sich Brustkrebs - vor 3 Jahren eine abgenommen und jetzt war etwas in der 2., ist aber wieder zurückgegangen. Leider haben sich aber vor2 Jahren Lebermethastasen gebildet, die mit Xeloda zunächst erfolgreich bekämpft wurden. Aber die 2. Brust wurde dann mit einer anderen Chemo behandelt, auf die sie mit fürchterlichen Schmerzen reagierte. Diese wurde abgebrochen. U.a. hat sie nun einen geschwollenen Bauch, und auch Wasser ist darin! Ich weiß nicht mehr, was ich mir dazu denken kann, zumal sich ihr Mann, der aber seit 3 Jahren von ihr getrennt lebt, sehr um sie kümmert. Jetzt plötzlich, hat er womöglich mit dem Arzt gesprochen und ihre Chancen stehen schlecht! Sie hat 3 Kinder - 10, 15 und 23 Jahre - es ist einfach schrecklich. Ich möchte ihr sogern helfen und weiß nicht, wie!
Ich hoffe nicht, dass das schon das Ende bedeutet, denn sie hat noch so viel vor!
Euch wünsche ich alles Gute!
Ismene
P.S. Vermutlich passt mein Beitrag hier nicht rein, aber ich musste das mal loswerden!
Lieber Tim, liebe Birgit und die anderen!
Es hat mir sehr geholfen, Eure Zeilen zu lesen.
Bei meinem Vater ist vor (nur) drei Monaten Gallenkrebs diagnostiziert worden (das hängt ja mit der Leber zusammen). Es folgte eine Zeit des Nicht-wahr-haben-wollens und Nachforschens nach allen nur denkbaren Therapiemöglichkeiten. Man klammert sich ja an jeden Strohhalm. Auch mir hat es sehr geholfen, aktiv etwas zu tun, auch wenn mir das fast alle dauernd ausreden wollten.
Nun liegt mein Vater wieder im KKH. Vor einigen Tagen noch ging es ihm relativ gut! Wir haben einen schönen Ausflug gemacht...
Dann wurde ein eigentlich kleiner operativer Eingriff gemacht, und danach ging's rapide bergab. Es konnte mir aber keiner sagen, ob es durch den Eingriff und eine daraus folgernde Entzündung kam oder ob die Krankheit einfach weiter fortgeschritten war.
Ich glaube, sein Bauch ist auch sehr angeschwollen (ansonsten ist er so dünn). Von Punktierung hat noch niemand gesprochen. Er ist so mit Medikamenten voll gestopft. Die Schwestern haben uns keine großen Hoffnungen mehr gemacht.
Es ist eine schlimme Zeit. Ich glaube, Ihr wisst, wovon ich rede.
Liebe Grüße
Tina
Hi Ismene, hi Tina!
Es ist gut, zu hören, daß dieses Forum auch nachhaltig noch andere interessiert und Leuten was geben kann. Ich war damals sehr, sehr froh, den Krebskompass gefunden zu haben. Fand die Zeit der Diagnose und des Begreifens seelisch fast am schlimmsten. Danach war man zumindest theoretisch auf alles was da kommen sollte gefaßt, praktisch natürlich weniger. Aber man wächst an seinen Herausforderungen, wenn es darum geht, einem Familienmitglied einen maximal menschenwürdigen und "harmonischen" Verlauf der Erkrankung zu ermöglichen. Soweit das möglich ist und überhaupt zugelassen wird.
Ich weiss sehr gut, wie es euch gehen wird. Und ich weiß auch, daß diese Zeit eine riesige und oft wohl letzte Chance ist, mit euren Angehörigen vieles ins Reine zu bringen. Jetzt seid ihr wohl die Stärkeren.... Es ist erstaunlich, was eine starke Familie bzw. starker Freundeskreis für eine Dynamik entwickeln, wenn jeder einzelne mal was dazu beiträgt, sich ablöst etc.
Ich wünsche euch Kraft und ein klares Bewußtsein für euch selbst und euer Verhältnis zu eurer Schwägerin, eurem Vater.
Gruss,
Tim
Mit großer Erregung habe ich alle diese Beiträge gelesen.
Zur Zeit rollen meine Tränen wieder.
Bei meinem Mann (49) wurde vor 2 Wochen eine Lebertransplantation abgebrochen, in der Bauchspeicheldrüse waren bereits Metastasen.
Ihm geht es seitdem immer schlechter.
eigentlich sollte noch eine Chemo eingesetzt werden, aber ehe die OP nicht 100 pro verheilt ist, bringt das ja nichts.
Heute liegt er schon den ganzen Tag.Er hat viel Druck im Bauch und dieser fühlt sich auch sehr hart an.
In der Nacht hat er auch fast nicht geschlafen.
Ich finde,daß der Bauch immer mehr anschwillt.
Ich habe Angst, vor dem was noch auf uns zukommt.
Hallo Eveline, es tut mir sehr leid zu hören, wie es deinem Mann gerade geht. Bei Druck und Wasser im Bauch muß punktiert werden. Die Flüssigkeit im Gewebe deutet auf eine nicht optimal arbeitende Leber hin, aber das wirst du sicher selbst wissen.
Es ist schwer, dir was zu sagen, bin kein Fachmann. Aber aus den Beiträgen kannst du eine Menge Miterlebtes heraus lesen und wie die hier Schreibenden die jeweiligen Situationen auf ihre Art und Weise versucht haben, zu meistern. Meiner Ansicht nach sollte man sich auch traurigen Tatsachen stellen, um dann die Zeit mit dem Angehörigen aktiv unterstützend zu verbringen.... Leicht gesagt, ich weiss...;-(
Ich wünsche dir und deinem Mann Kraft und Klarheit für die kommende Zeit!
Gruss,
Tim
Danke Tim,
ich werde das Forum bestimmt weiter verfolgen und mich auch wieder melden.
SSchnecke@t-online.de
Hallo.
Meine mutter hat auch Leberkrebs. Sie hat Wasser in den Beinen und im Bauch. Die CHemo und Strahlungstherapie hat bei ihr nicht geholfen. Kann mir jemand sagen was man jetzt überhaupt noch machen kann. Gibt es Naturheilmittel???
Vielen Dank im vorraus!!!
Steffen
Liebe Birgit,liebe Ismene, liebe Tina, liebe Eveline,
ich hatte mir eine Auszeit vom Krebskompass genommen. Ich war sehr überrascht, dass sich seit meinem letzten Eintrag soviel getan hat und möchte mich den Zeilen von Tim anschließen. Der Krebskompass hat auch mir sehr geholfen, gerade diese Seite und der Kontakt zu Tim.
Liebe Birgit, sorry, dass ich erst jetzt auf Deinen Beitrag antworte, wenn auch nur kurz.
Liebe Ismene, ich finde Dein Beitrag passt sehr wohl hier rein.
Liebe Tina, ich weiß wie schlimm die Zeit ist.
Liebe Eveline, ich kann Deine Angst sehr gut verstehen.
Ich stecke momentan ziemlich tief in meiner Trauer, deswegen nur eine kurze Antwort, aber ich wollte Euch alle erreichen.
Ich wünsche Euch allen alles Liebe und ganz viel Kraft für diese schlimme Zeit und liebe verständnisvolle Menschen um Euch.
Birgit
Hallo zusammen.Ich habe aus Verzweiflung alle möglichen seiten des Netztes angeklickt und bin nun hier gelandet. Habe mir alles genau durchgelesen und mußte öfters innehalten und weinen.Bei mir geht es um meinen Vater. Er ist 63 und hat Leberkrebs. Ich hatte mich nie mit diesen Themen beschäftigt, weil ich dachte das passiert uns doch nicht. Ich wurde eines anderen belehrt.Kurz die Geschichte.Im März wurde mein Vater mit Schmerzen im Bauch ins Krankenhaus eingeliefert. Diagnose ein Tumor an der Leber ( 10 x14 cm groß)also keine Chemo, keine Transplantation und auch keine Oparation. Dafür war der Tumor zu groß. Nun gut sie haben ihm eine Spritzentherapie verordnet, das heißt 3 mal die Woche Spritzen. (das ist glaube ich noch nicht an vielen Patienten ausprobiert wurden)Aber es hat geholfen. Er hatte keine Schmerzen mehr und konnte sogar wieder essen und hat zugenommen.Mein Sohn(5 Monate) wurde am 20.07.02 getauft und da wollte mein Vater unbedingt dabei sein.Ich wohne im Schwarzwald und er in Sachsen Anhalt. Es war glaube ich seine letzte Reise, denn nachdem Sie wieder daheim waren bekam er wieder Schmerzen.Er wurde wieder ins Krankenhaus eingeliefert und bekommt seitdem starke Schmerzmittel.Er hat jetzt eine Entzündung im Mund und einen Wasserbauch.Es tut mir so weh wenn ich Ihn so sehe und kann nichts tun. Heute ist er auf die Intensiv. Sie haben jetzt lauter Geschwüre im 12 Fingerdarm festgestellt. Ich hatte bis zum heutigen Tag noch keine Ahnung was es hieß krebskrank zu sein. Aber glaubt mir nur meine Tochter und mein kleiner Sohn halten mich zur Zeit aufrecht. Meine Mutter und meine Geschwister sind ja bei Ihm, aber ich bin weit weg und er will niemanden sehen und am liebsten auch im Krankenhaus bleiben. Ich glaube er schämt sich das das Ihm passiert ist und er will niemanden zur Last fallen. Vielleicht könnt Ihr mir einen Rat geben wie ich mich verhalten soll. Es ist so verdammt schwer.Ich zucke bei jedem Telefonanruf zusammen.Ich hoffe nur auch wenns mir weh tut, das er nicht so lange leiden muß. Danke das Ihr mir zugehört habt und ich mir mal alles von der Seele hab schreiben können Gruß Iris
liebe iris!
ich kann dir auch zu nichts raten - es war sicher gut, dass du ihn noch gesehen hast - telefonierst du mit ihm?
leider kan nich dir diesbezüglich nichts gutes sagen: denn meine schwägerin, von der ich shcon berichtet habe, hatte auch diese entzündung im mund und den wasserbauch, zusätzlich auch wasser in der lunge! ein paar mal haben sie den bauch punktiert, aber es hat sich rapide verschlechtert! beim 1. aufenthalt im krankenhaus vor 3 wochen wollte sie immer nach hause - jetzt ist sie seit donnerstag drin und mag nicht mehr heim, kann quasi nichts mehr essen, kriegt morphium und ist mehr ab- als anwesend! die ärzte haben mir schon vor 2 wochen gesagt, dass es jederzeit zu einem leberversagen kommen kann! aber jetzt - es ist fürchterlich! ich hoffe, dass ich dich nicht allzu erschreckt habe, aber ich habe mich auch informiert, was alles auf sie zukommt, denn ich glaube, so ist man besser gewappnet!
liebe iris, ich hoffe, dass meine schwägerin nicht zu lange leiden muss und das wünsche ich auch deinem vater! damit sie noch ein bisschen würde behalten! vielleicht schreibst du deinem vater ja noch einen brief, den ihm dann deine mutter vorliest!
ich wünsche dir und deiner familie, aber auch allen anderen ganz viel kraft für die kommende zeit!
alles liebe
ismene
Hi Iris, deine Schilderungen und Erfahrungen klingen vertraut für mich. Siehe die anderen Beiträge. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und ein klares Bewußtsein! Aus meiner Erfahrung kann ich nur raten, daß du dich möglichst aktiv mit deinem Vater beschäftigst...dich nicht aufdrängst aber deutlich machst, daß du jeder Zeit für ihn da bist. Das merkt er und das hilft wohl ungemein. Und wenn du merkst, daß er das positiv aufnimmt, dann wird dir das Kraft für deine ganze Trauer geben.....so schwierig auch alles sein wird.
Gib nicht auf, sondern nutze diese Zeit mit deiner Kraft und der Kraft deines Vaters, du kannst ihm noch viel auf seinem Weg helfen.Gruss,Tim
Hi Ismene und Tim
Vielen Dank für Eure tröstenden Worte. Gestern hat mein Vater eine Bluttransfusion bekommen, weil er schon fast am austrocknen war. Er kann ja nix essen. Er liegt immer noch auf der Intensiv. Meine Mutter sagte mir, heute hat er das erste mal geweint.Er will nicht gehen, sein Körper wehrt sich so gegen den Krebs, aber bald hat er keine Kraft mehr.Er möchte niemanden sehen. Das ist ja das schlimmste für mich. Ich bin so weit weg und kann ihm nicht helfen. Meine Tochter fragt immer "Mama warum bist Du so traurig" Ich weiß auch nicht wie ich es "dann" machen soll. Tue ich ihr eine Beerdigung an oder lasse ich sie hier und sie soll ihren Opa so in Erinnerung behalten . Was meint ihr? Sie ist 9 Jahre und war jedes Jahr in den Ferien 3 Wochen bei Oma und Opa. Liebe Ismene alles gute für Deine Schägerin und Dir auch viel Kraft. ich fühle mit Dir.Viele Grüße Iris
hallo, ihr alle!
leider hat mich heute früh, gerade nachdem ich meine nachricht ins forum gepostet habe, mein neffe angerufen und mit mitgeteilt, dass meine hscwägerin in der nacht verstorben ist! es ist entsetzlich traurig! morgen werde ich weiterschreiben - heute bin ich nur müde!
alles liebe
ismene
Liebe Ismene
Mein aufrichtiges Beileid.So hart wie das klingt, aber sie ist nun erlöst und Ihr seid es auch.Ich meine damit, das es auch für uns Angehörige die schwerste und härteste zeit im Leben ist. Viel Kraft wünsche ich Dir und allen anderen hier.
Ich bin wirklich so froh, das ich dieses Forum gefunden habe, so kann ich mir dieses ewige qualvolle warten wenigstens mit anderen teilen und ich habe endlich verstanden das die Zeit für meinen Vater auch bald kommen wird. Ich wollte es NICHT wahr haben,aber Eure Berichte haben mir endlich die Augen geöffnet und ich muß den Tatsachen ins Auge sehen. Vielleicht schreibe ich meinem Vater wirklich noch einen Brief und teile Ihm alles mit was man sich leider viel zu wenig im Leben sagt. Ich bin bereit Ihn gehen zu lassen, vielleicht hilft Ihm das auch das er weiß er braucht nicht so lange kämpfen und sich quälen, wir lassen ihn in Ruhe gehen und sind dankbar für das Leben das wir mit Ihm führen durften. Viele Grüße Iris
liebe iris!
ja, sie ist erlöst! was ich nur sehr traurig finde ist , dass von uns keiner dabei war! ihrer mutter hätte ich es so gewünscht, aber auch ich wäre gerne bei ihr gewesen! leider war es aber so, dass es ihr zwar wirklich furchtbar schlecht ging, aber es nicht absehbar war, in dieser nacht zu sterben! angeblich sei sie aber hinübergeschlafen! als ich am mittwoch noch mit ihrer tochter (15 jahre) bei ihr war - es waren auch noch andere da, hat sie zu mir gesagt: ich will mich von allen verabschieden und gute nacht sagen! das haben wir gemacht! aber ich wollte vermutlich nicht wahrhaben, dass es ein abschied für immer war! sonst hätten wir doch drinnenbleiben müssen! warum habe ich das nicht gespürt?
am donnerstag wäre noch ihr kleiner sohn (10 jahre) zu ihr gekommen, aber es wäre vermutlich fürchterlich für ihn gewesen, weil sie schon mehr drüben als herüben war!
so kann er sie doch in erinnerung behalten, wie sie war, als er vor 1 1/2 wochen auf urlaub gefahren ist!
noch ist dein vater nicht tot, deshalb nützt die zeit so gut wie möglich! und schaut, dass ihr bei ihm seid! auch das loslassen können, ist sehr wichtig! und ob du deine tochter mitnimmst zum begräbnis´, lass es auf dich zu kommen! sich verabschieden ist halt sicher gut, denke ich! aber der weg wird sich finden!
alles liebe, viel kraft, fühl dich umarmt!
ismene
Hallo euch allen,mein Bruder ist am21April nach vier Wöchigem Krankenhausaufenthalt gestorben,er hatte eine Leberzirrhose und auch Wasseransamlung im Bauch.Er viel merfach ins Koma und hat sich immer wieder erholt,das war eigentlich das schlimmste man machte uns immer die Hoffnung es wird wieder.Er war nicht allein als er starb wir die restlichen 5Geschwister waren bei ihm und natürlich unsere Mutter,es war so eine Grausame Erfahrung ihm nicht Helfen zu können.So manche Tage waren kaum zu ertragen wenn er geschriehen hat vor Schmerzen.Jetzt müssen wir alle lernen damit zu Leben das ein geliebter Mensch nicht mehr da ist:Ich wünsche allen viel Kraft und Alles Gute.Gruß Betty
Hallo Ismene,Tim,Tina u.Birgit
meine Schwester hat Leberkrebs und ist 42 Jahre alt.In all den Jahren alleinerziehende Mutter.Seit November bekam Sie chemo.Vorige Woche wurde diese abgebrochen,mit dem Vermerk "keine Metastasen mehr auf der Leber oder Nieren.Sie bekommt jetzt alle 3 Tage 3-4 Liter Wasser abgenommen.Laut den Ärtzen arbeitet die Leber nicht mehr (Leberfunktionsstörung).Wir bekamen das Urteil: maximal noch 2-3 Monate.Die Tochter hatte sich sofort nach Bekanntwerden der Krankheit verdrückt.Der Sohn ist nicht zuverlässig oder gleichgültig.Ich will hoffen, meine Schwester noch bis zum Ende begleiten zu können.Drückt mir den Daumen.
Monika
Hallo alle zusammen,
ich habe mich eine woche nicht gemeldet, weil ich meinen Vater besucht habe. Es hat mir sehr viel gebracht noch einmal mit ihm zu reden. Was mir noch Kummer bereitet ist sein Wasser. Er hat einen ziemlich dicken Bauch und auch die Beine sind voll Wasser. Bis gestern bekam er morgens Infusionen, aber ab heute wieder Wassertabletten. Er hat ungefär 4-5 Liter Wasser.Ich verstehe nicht warum sie das bei ihm nicht abnehmen? Ihr habt alle geschrieben Eure Angehörigen wurden punktiert. Vielleicht könnt Ihr mir sagen ab wann sie das machen und ob es ihm ein wenig hilft (erleichtert). Bis dahin allen einen schönen Gruß und viel Kraft uns allen.
Iris
Hi Iris, schön daß du es mit ihm zusammen im Gespräch so weit geschafft hast! Das wird sehr wichtig sein. Was deine Frage anbelangt, es wird meines Wissens nicht andauernd punktiert... Irgendwann wird so schnell so viel Wasser im Gewebe abgelagert, daß man das nur noch schwer kontrollieren kann. Genaues können dir natürlich nur die Ärzte beantworten. Ich kann mich gar nicht erinnern, ob das Punktieren meinem Vater wirklich "geholfen" hat. Er hatte da aber schon andere Probleme. Ich wünsche dir die Kraft, deinem Vater das Gefühl zu geben, daß du immer für ihn da bist und er nicht allein sein wird. So oder so. Gruss,Tim
liebe iris!
es ist shcön, dass du noch mal bei deinem vater warst!
wegen des punktierens: man kann nicht ewig punktieren. es ist so, dass immer mehr wasser nachkommt und das gewebe vernarbt, glaube ich!
und erleichtert hat es die gabi leider immer nur kurzfristig! es kommt auch dran, wie sie das machen - manche kriegen mehr wasser raus und manche weniger!
wir haben uns übrigens gestern von gabi verabschiedet - sie wird ehute verbrannt und am montag wird ihre urne beigesetzt! es war ein schlimmer tag!
übrigens waren ihre kinder auch beim begräbnis, felix hat sie leider nicht mehr gesehen vor ihrem tod! vielleicht war es besser für ihn, sie so in erinnerung zu behalten wie sie 1 bis 2 wochen vorher war, aber das wird sich erst weisen!
alles liebe inzwischen!
wenn du willst, schreib mir: ismene@comdesign.at
ich wünsch dir/ euch weiterhin viel kraft!
ismene
Hallo Iris!
Ich habe schon oft im Forum "Für Angehörige" oder "Hinterbliebene" geschrieben. Seit langer Zeit bin ich nun wieder mal hier gelandet. Eigentlich passe ich hier nicht mehr hin. Mein Vater ist vo 6 Wochen an Krebs mit Lebermetastasen gestorben - nach nur 3 Monate Diagnose und 6 x Chemo. Mir hat das Forum in den ersten Wochen sehr geholfen. Vorher hatte ich mich über Leberkrebs usw. informiert. Da es so viele Parallelen in den Fällen gibt, lese ich einfach immer gerne hier, weil es mir dann wieder etwas besser geht.
Ich habe auch einige Parallelen bei unseren Vätern gefunden und deshalb haben mich Deine Zeilen sehr angesprochen.
Schön, dass Du doch noch mal die Möglichkeit hattest, zu Deinem Vater zu fahren. Tu es so oft es Dir möglich ist. Solange er da ist, kannst Du ihn noch besuchen. Er lebt noch. Es ist erstaunlich, wie man die Beziehung zu einem geliebten Menschen ändert, wenn der Tod plötzlich eine Rolle spielt. Man redet viel intensiver und nimmt alles auch ganz anders wahr. Man genießt die Zeit, weil man nicht weiß, wie lange man noch zusammen sein kann. Das alles habe ich auch erlebt. Ich bin froh und dankbar über die Nachricht des Arztes, dass mein Vater keine Monate mehr leben wird... Wir wussten ja und sahen auch, dass es keine Hoffnung mehr geben würde, so wir das Krankheitsbild sich verschlechtert hatte, deswegen haben wir ihn auch "gerne" gehen lassen. Er hatte keine Schmerzen, aber die psychische Belastung, dass es ihn gerade getroffen hat, hat ihn wohl auch sehr zum Grübeln gebracht. Wir wussten uns keinen Rat mehr. Wie gesagt, wir haben wirklich die letzten Stunden genossen, so hart das auch klingt. Meine Brüder, ich und meine Mutter waren die letzten Stunden bei ihm. Das hat er gemerkt. Nach einem sehr unruhigen Tag wurde er dann etwas ruhiger und wollte ins Bett gebracht werden (er hatte keine Kraft mehr, sich alleine fortzubewegen).Im Bett ist er dann ganz still und ruhig eingeschlafen. Ich gönne ihm so die Ruhe, ehrlich. Auch wenn es uns jetzt nicht so gut geht, aber wir haben uns noch. Wir sind alle erwachsen, ich habe Familie und denke, dass das auch ein Grund ist, weshalb wir da ein bisschen realistisch denken können.
Immer wenn es mir schlecht geht, sehe ich ins Forum und lese. Manchmal geht es mir wirklich besser hinterher und manchmal werden wieder die Wunden aufgerissen. Aber das ist mir mein Vater wert gewesen.
Liebe Iris, ich wünsche Dir wirklich viel Kraft in der momentanen Situation.
Sollte sich die Frage für Dich noch stellen, ob Deine Tochter mit zum Begräbnis gehen soll oder nicht, so kann ich Dir mein Erlebnis mit meiner Tochter (11) erzählen.
Meine Tochter hing sehr an ihm. Wir haben ihn öfters in der Woche besucht. Er wohnte nur (!) 5 km von uns entfernt. Es war ihr Lieblingsonkel. Ich habe sie vorsichtig drauf vorbereitet, dass es Opa nicht gut geht. Sie hat es ja auch selbst gesehen, wie lustlos, abgemagert und schlecht er aussah. Als wir dann wussten, dass es nur noch Tage dauern kann, wollte ich sie eigentlich an dem Tag nochmal mitnehmen zu ihm. Er war aber dann doch total überraschend schnell in der Nacht eingeschlafen. Ich habe sie dann morgens gefragt, ob sie Opa nochmal im Sarg sehen wolle. Ich dachte mir, ich wollte mir nicht mein Leben lang Vorwürfe machen, wenn ich es ihr nicht angeboten hätte. Sie hatte aber Angst davor und hat verneint. Bei der Beerdigung war sie dabei, das war für mich gar keine Frage. Ich glaube, ich habe es richtig gemacht. Nachdem wir dann am Grab waren, hat eine Freunding die Kinder (meine andere Tochter ist 5) dann mitgenommen zu sich nach Hause. Denn ich denke, die Kinder verstehen es nicht, wenn alle Leute kommen und das Beileid ausdrücken. Ich habe sie einige Tage später nochmal gefragt, ob sie Opa doch noch mal gerne gesehen hätte, aber sie hat auch da verneint. Deswegen habe ich es wohl richtig gemacht. Meine andere Tochter hat das alles noch nicht verstanden. Sie war nur mit auf der Beerdigung. Sie hat es wohl nicht richtig verstanden, dass Opa da in dem Sarg liegt und nie mehr zu uns kommt.
Also, vielleicht kannst Du Deine Tochter auch selbst fragen. Ich denke, mit 9 Jahren können sie sich schon vorstellen, was "Beerdigung" heißt. Ich denke mir auch, der Tod und der Abschied von einem lieben Menschen gehört einfach zum Leben dazu. Deswegen würde ich es immer wieder befürworten, wenn die Kinder bei der Beerdigung dabei sind.
Iris, nochmal ganz viel Kraft und alles Liebe für Dich und Deinen Vater!
Gruß, Bibi
Hallo,
wenn ich eure Beiräge so lese steigen mir die tränen in die augen. Auch meinem Vater geht es mit seinem leberkrebs sehr schlecht er hat ebenso wASER IM BAUCH UND IN DEN bEINEN. Es ist leider inoperabel und die Ärzte haben in aufgegeben, es ist für meine Mutter meinen Bruder und mich unbeschreiblich schwer sein leid mit anzusehen. Man gibt ihm Iscador Mistelspritzen leider ohne großen Erfolg , man kann dadurch anscheinend nur das Leben verlängern. Heute waren wir im Krankenhaus sein zustand ist wieder schlechter er konnte sich kaum bewegen und sprechen.
Ich hoffe Gott gibt allen leidenden Kraft und auch uns Angehörigen.
allesklar123@gmx.de
Hallo Ismene und Bibi
Danke für Eure Zeilen. Ich war übers Wochenende wieder bei meinem Vater. Im Moment geht es ihm gut. Er hat zwar sehr mit dem Wasser zu kämpfen, aber er hofft, das er bald nach Hause kann. Das ist das schlimme an dieser Krankheit. Einen Tag bist Du voller Zuversicht und den anderen Tag wieder voll am Boden zerstört. Ich bin nun wieder weggefahren und weiß nicht ob ich ihn noch einmal wiedersehen werde. Ich hoffe es ja so. Auf der anderen Seite möchte ich nicht das er so leiden muß. Es ist sehr schwer. Viel Kraft allen . Gruß Iris
Hallo Iris,
auch mir geht es wie dir, einmal geht es aufwärts, das andere mal muß mann wieder einen Rückschlag erfahren. Meine Mutter hat einen Termin am Montag in der St.Georgs Klinik in Bad Aibling. Da momentan die Ärzte nicht weiter wissen, hoffe ich, dass sie irgend eine weitere Behandlungmethode in dieser Klinik finden. Leider macht meiner Mutter nach wie vor das Wasser im Bauch zu schaffen. Sie ißt kaum noch was, und wird Tag für Tag schwächer.Ich weiß, daß ihr alle es versteht, wie man in so einer Situation mitleidet. Außerdem hat mein Vater seit Jan. 02 Blasenkrebs, der allerdings erfolgreich operiert wurde. Ich wünsche euch viel Kraft! Viele Grüße Marion.
Hallo
Ich habe mich lange nicht gemeldet und dachte jetzt ist die Zeit gekommen. Mein Vater ist gestern gestorben. Er ist endlich erlöst. Jetzt steht noch der schwere Gang zur Beerdigung vor uns. Ich danke allen die mir ein wenig beigestanden haben. Man kann das Schicksal nicht besiegen und wir müssen das Positive herausziehen. Ich bin froh so lange einen so tollen Vater gehabt zu haben. Ich gönne ihm seine Ruhe und werde ihn stehts in meinem Herzen tragen. Ich wünsche Euch allen Kraft und Durchhaltevermögen(auch wenn es manchmal einem so vorkommt als geht es nicht weiter)
Viele liebe Grüße Iris
Hallo
Mein Vater hat auch Wasser im Bauch, er sagt wenn das weg wäre ging es ihm besser, aber wie ich im Forum gelesen habe geht das nicht mehr weg. Morgen fahre ich zu Ihm, es scheint Ihm jetzt immer schlechter zu gehen. Ein Trost ist, das mein Vater seine Situation annimmt, er sagte mir mit Tränen in den Augen, dass ihm die Schaffenszeit lieber gewesen ist, als die Leidenszeit. und mit Blick zum Kreuz: "ich nehme aber die Leidenszeit an und nun mache ich keine Chemo mehr, ich bleibe zu Hause und er entscheidet wann es passiert"
Hallo Tobias
Das gleiche haben wir auch durch und ich kann Dir auch nur raten, was alle mir geraten hatten. Nutze die Zeit und sage ihm was du ihm schon immer sagen wolltest.Mein Vater hat auch immer gesagt,wenn das Wasser weg ist geht es wieder. Aber leider können sie ihm das nur erleichtern indem sie punktieren. Bei ihm war es so, das erst Wasser aus der Lunge abgezogen wurde und das hat ihm erstmal geholfen. Natürlich ist das nur für kurze Zeit und es läuft schnell wieder nach.Zum Schluß haben sie dann doch noch punktiert. Mach ihm Mut und lasse dir deine Angst nicht anmerken. Erfülle ihm alles was er möchte, es ist das letzte was er auf dieser Welt erhalten wird. Ich hoffe du hast ein wenig Unterstützung. Du brauchst wirklich viel Kraft. Aber glaube mir irgendwie muß es weitergehen, wenn es auch schwer ist. Ich hoffe du hast die Kraft.
Liebe Grüße Iris
Hallo Iris, Tim und alle anderen
Ich bin heute auf der Suche nach Hilfe für meine an Leberkrebs erkrankte Mam das erst Mal auf dieser Seite und habe alle Beiträge unter Tränen gelesen. Nach der Chemo im Nov 01, welche meine Mutti eigentlich gut verkraftet hatte, ging es Ihr bis zum August im Bezug auf die Krankheit gerechet ganz gut. Doch seit August hat Sie ständig Schweißausbrüche und ist seit 4 Wochen sehr schwach geworden. Weil Sie etwas schlecht Luft bekommt macht Sie seit gestern eine Sauerstofftherapie. Und wenn die Ärzte mit Ihrem "Latein am Ende" sind, so hatte ich jedenfalls den Eindruck, empfehlen sie alternative Heilmethoden. So hat uns ein Arzt zu einer Misteltherapie geraten. Ich habe noch nicht so viel Informationsmaterial gesammelt, bin noch ganz am Anfang. Hoffe auf Hilfe und Informationen. Ich bin manchmal, wenn ich bei Ihr bin und Sie so leiden sehe ohne Ihr helfen zu können schon sehr verzweifelt. Ich weiß im Moment nicht wo ich die Kraft hernehmen soll. Vielleicht kann man Ihr ja, auf welche Art auch immer, das Leben noch etwas lebenswerter gestalten. Heike
Hallo Heike
Ich kann dir leider nicht viel weiterhelfen,da man bei meinem Vater nix machen konnte (keine Chemo, keine Op)
Von dieser Misteltherapie habe ich gehört kann dir aber nichts darüber sagen. Du mußt jetzt wirklich viel Kraft zeigen, damit deine Mutter dir nicht ansieht das du leidest. Mach ihr Mut und gib ihr die nötige Zuversicht alles durchzustehen. Ich weiß ja nicht wie weit die Krankheit deine Mutter angegriffen hat, vielleicht gibt es ja in deinem Fall noch eine Chance. Ich hoffe und wünsche es dir und deiner Mam. Viel Kraft
Iris
Hallo Heike !
Ich bin selbst von einem HCC betroffen und mache seid der erst Diagnose ( 12/99 )eine Misteltherapie. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht und die Mistel hilft mir sehr. Sie gibt mir Kraft und Mut weiter zukämfen und mein lebenswille ist nicht gebrochen.Um einen gute Misteltherapie zubekommen braucht Ihr einen erfahrenen Arzt der sich mit der Ganzheitlichen anthroposophisch erweiterten Medizin auskennt!!!!!!!!!!!!
Solche Ärzte oder Krankenhäuser findest Du über die Antoposophische Gesellschaft Deuschland oder Deiner Stadt.
Viel Erfolg bei der Suche, wenn Du nicht weiter kommst melde Dich noch mal!!!
Gruß Henning
Rainer M.
06.12.2002, 21:51
Hallo an alle hier,
durch das Wasser im Bauch kollabiert nicht die Leber, es lähmt aber im Laufe der Zeit sämtliche innere Organe im Bauch.
Meine Frau wurde im März auf Darmkrebs operiert, große Lebermetastase war inoperabel.
Ende Juli diesen Jahres wurde erstmals durch Ultraschall Wasser im Bauch diagnostiziert, ab Mitte September dann aller 2-3 Tage
3 Liter Wasser punktiert, am 13.Oktober ist sie im Alter von 47 Jahren für immer von mir gegangen...
Ab Mitte September konnte sie keine Nahrung mehr auf natürlichem Weg aufnehmen, mußte künstlich ernährt werden. Danach stellte der Darm seine Funktion ein, es ging nur noch über Einlauf. Im letzten Stadium versagte dann die Blase, es mußte ihr noch ein Blasen-Katheder gelegt werden ...
Wir haben sie die letzten 4 Wochen zuhause gepflegt. Es ist furchtbar schwer, hilflos zusehen zu müssen, wenn ein geliebter Mensch sein Leben so beenden muß.
Sie fehlt mir so sehr ...
Viele Grüße
Rainer
rmars@gmx.net
Hallo
ich bin doch sehr erschrocken ich sucht eigentlich etwas über leberzirrhose und jetzt lese ich eure mails und find das ihr alle sehr tapfer und mutig seid. erschrocken bin ich weil ich mir doch jetzt ganz sicher bin das mein vater krebs hat, denn si haben ihm 2 1/2 liter Gewebeflüsigkeit aus dem bauchraum geholt sagten zu mir er hat leberz. dann nnach einer computertomographie sagten die ärzte keine leberz., sie konnten sich aber nicht erkären wo das wasser herkommt o.k. wir haben aufgatmet. doch jetzt ist er wieder voller wasser und muß ins kh, dort wollen sie ihn nochmals genau durchchecken, ich denke wir werden dann wohl die wahrheit hören. mein vater ist ganz aufgeschwemmt
es tut mir so sehr leid ihn so zu sehen. ich wünsche euch allen von herzen alles liebe und ganz viel kraft.
hallo an alle betroffenen.
ich schreibe grad ein Referat für die Schule über Darmkrebs und Lebermetastasen und bin auf diese Seite gestoßen.
Zunächst Tim, möchte ich dir mein Beileid aussprechen.
Mein Vater litt zwei Jahre an Darmkrebs und dessen Folgen. Seine Leber war voller Metastasen. Er ist stark abgemagert gewesen und hat zudem Wasserablagerungen im Bauch gehabt. Sie haben ihn punktiert, doch es half nicht sehr viel, da der Bauch sich schnell wieder mit Wasser füllte.
kurze Zeit später ist er verstorben.(letztes jahr august)
Ich möchte alle ermutigen die Hoffnung nicht aufzugeben und ihnen viel Kraft wünschen.
Als bei meinem Vater Darmkrebs diagnostiziert wurde, hieß es er hätte nicht mehr viel Zeit.
Doch er lebte noch zwei Jahre damit!
Ich kann euch zwar nicht genau sagen, was es mit dem Wasser im Bauch auf sich hat, würde mich aber freuen mit euch Erfahrungen auszutauschen.
eines noch- mein Vater hat eine Mistelthetrapie gemacht und diese hat ihm geholfen.
Hallo Ladina Birgit und Tim !
Ich habe alle Beriche durchgelesen, aber eure Seite hat mich am meisten berührt. Beim ersten mal durchlesen habe ich anschließend stundenlang geweint, beim zweiten mal hat sie mir geholfen. Ihr habt mir gutgetan. Ich würde mit euch auch gerne in Kontakt treten, Vielleicht habt ihr Lust in meinen Beitag unter " starkte Übelkeit bei Leberkrebs " hineinzuschauen. Werd mich wieder melden. Hoffetlich schreibt ihr mir, ich bin so verzweifelt.
Unser guter Freund leidet an Leberkrebs. Sein Zustand wird täglich schlechter. Er ist stark abgemagert und mag nichts mehr essen. Er hat sehr viel Wasser im Bauch und in Beinen. Er kann kaum noch gehen und sprechen. Die Chemo musste abgebrochen werden, weil seine Blutwerte sehr schlecht sind. Ich habe solche Angst ihn zu verlieren. Ich versuche ihn von der krankheit abzulenken und manchmal lacht er sogar. Es tut so weh, warum ist der Krebs nur stärker? Ich wünsche allen viel Kraft und Mut!
Liebe Grüsse
Nicole
hallo.
ich habe mich sehr über eure antworten gefreut.
ich möchte allen mein beileid aussprechen und würde mich freuen, wenn ich mit euch austauschen kann.
es ist fast ein jahr her als mein vater an krebs gestorben ist.
ich hoffe das ich so einigen helfen kann und vielleicht auch neue menschen kennenlerne.
liebe grüße, sarah
Unser Freund ist am 29. August gestorben. Er hat bis am Schluss gekämpft, er wollte leben. Am 28. August waren wir noch bei ihm (zu Hause) und haben einige Male von Herzen zusammen gelacht. In der Nacht musste er Blut erbrechen und kam sofort ins Krankenhaus. Um 10.00 gingen wir kurz aus dem Zimmer um uns ein bisschen zu sammeln. Er sagte noch "Ciao". Als wir um 11.00 wiederkamen war er nicht mehr ansprechbar. Wir blieben bis zum Schluss bei ihm und hielten seine Hand. Er ist um 20.37 gestorben. Es war ein schrecklicher Tod, die Bilder verfolgen uns ständig. Er durfte nicht friedlich einschlafen, er ist qualvoll von uns gegangen. Der Krebs hat ihn vollkommen zerstört, sein Körper war zu sehr geschwächt. Er wog noch knapp 65 kg. Früher wog er mal über 100 kg (1.96m gross). Wir vermissen ihn wahnsinnig. Am Freitag begleiten wir ihn auf seinem letzen Weg und führen in zu Grabe.......
Ich wünsche allen Kraft und Mut zum weiterkämpfen.
Alles Liebe Nicole
Hallo Nicole und alle anderen, die jetzt in so kurzer Folge Freunde und Verwandten durch den Krebes verloren haben.
Als ich vor über einem Jahr auf den Krebskompass stieß, ging es mir wie den meisten: erleichtert zu erfahren, daß ich nicht allein bin und zutiefst erschüttert, was meinem Vater damals noch bevorstand. Als ich dieses Forum mit meinem Beitrag "Wasser im Bauch - kollabiert Leber?" eröffnet habe, wußte ich so gut wie nichts über Krebserkrankungen. Dieses Forum und eure Beiträge haben mir damals sehr geholfen, mehr zu "wissen" aber auch aktiver zu "fühlen". Als es dann so weit war, begleiteten meine Mutter und ich meinen Vater auf seinem letztem Stück und es ist eine der nachhaltigsten, elementaren Erfahrungen meines Lebens. Einerseits todtraurig, andererseits seltsam gestärkt in dem Bewußtsein, daß wir das Richtige getan haben und meinem Vater nichts verschwiegen und ihn auch nicht festgehalten haben. Dennoch, die Trauer holt einen ein und bis man zum ersten Jahrestag des Todes einmal alle Familienfeste und Feiertage etc ohne ihn erlebt hat, wird die Trauer auch nicht schwächer. Und das ist gut so, dafür soll man sich nicht verstecken.
Umso mehr berühren mich jetzt eure Schilderungen, ihr ward alle so tapfer in den letzten Stunden und macht den Eindruck, daß ihr versucht, mit allen Sinnen das Erlebte zu verarbeiten. Während allgemein der Tod immer klinischer wird und nach wie vor die meisten noch keinen Kontakt zu einem Sterbenden hatten, habt ihr alle mehr oder weniger intensiv das Leben aus einem lieben, schwerkranken Menschen entweichen gespürt. Das ist etwas sehr Wertvolles. Für die Sterbenden und auch für euch. Die Bilder, die Nicole ansprach, die kommen in den unerwartesten Momenten, tags und nachts... Irgendwann schafft man es aber, den Blick vom Menschen im Bett zu heben und auf den aktiven, gesunden Menschen zu lenken, der er einmal war. Es hilft, sich aktiv in Erinnerung zu rufen, was diesen Menschen ausgemacht hat und vor allem: was ihm Freude gemacht hat und wann er wo sehr glücklich war. Dann erscheint der Sterbeprozess zwar nach wie vor wie die ungerechteste Sache der Welt, aber man wird der Person gerechter...
Uff, ein komplexes Thema. Von mir dies alles nur als Versuch, zu schildern, wie man selbst emotional gesundet und dennoch den gestorbenen Menschen lebendig hält. Denn dieser kommt nie wieder außer in unseren Gedanken und Erzählungen.
Habt Kraft, versteckt euch nicht zu lange vor dem Leben, trauert und lebt dann mit diesen Erfahrungen noch bewußter und freundlicher zu euch und den Menschen, die ihr mögt.
In diesem Sinne viel Kraft und Liebe
Tim
hallo, habe im Netz gesucht und diese Seite hier gefunden
die beste Freundin meiner Freundin war jetzt beim Arzt und der hat festgestellt, dass die Leber völlig kaputt sei und sie hochgradig Wasser im Bauch hätte
Sie wiegt noch ca 40 kg bei 170cm. der Arzt hat ihr Wassertabletten verordnet und gesagt, sie soll in 4 Wochen wiederkommen. Meine Freundin macht sich große Gedanken ob das alles mit rechten Dingen zugeht.
Kann mir denn jemand sagen, ob das immer mit Krebs in Verbindung steht oder ob das auch so wieder kuriert werden kann.
diese Freundin sagt nicht was der Arzt ihr gesagt hat- ich glaube der hat ihr garnicht gesagt, wie es wirklich um sie steht
wäre nett, wenn mir jemand was darüber sagen kann
Hallo Ihr, bei meinem Vater ist im September vor 2 Jahren Magenkrebs mit Metastasen festgesellt wurden. Sein Magen wurde komplett entfernt. Einige Monate spaeter wurde der Harnleiter enfernt und es wurde festgestellt, dass er im gesamten Bauchraum Metastasen hat. Irgendwie hat er sich in diesen 2 Jahren immer wieder aufgerafft und es gab auch sehr schoene Zeiten, er fuhr sogar in Urlaub! Seit ca 6 Wochen kann er jetzt immer weniger essen und uebergibt sich nach jedem Bissen und nach jedem Schluck. Er ist freiwillig ins Krankenhaus gegangen und laesst sich kuenstlich ernaehren. Er sagt kaum was und kann immer noch nichts essen. Heute hat man 3 Liter Wasser aus seinem Bauch gepumpt. Kann mir einer von Euch sagen, ob 3 Liter Wasser viel sind und ob das bedeutet, dass er nicht mehr lange lebt? Weil er 2 Jahrr lang so einigermassen immer fit war und die Aerzte schon vor 2 Jahren gesagt haben, dass er stirbt, habe ich dieses Jahr ein Reise gebucht. Ich lebe 1000 km entfernt von meinem Papa und besuche meine Familie einmal im Monat.
Meine Mutter sagt ich solle in Urlaub gehen, er ist noch da wenn ich wiederkomme und machen kann ich auch nichts... Ich weiss einfach nicht mehr weiter, bin auch so ungluecklich...!!! Seit 2 Jahren bete ich jeden Abend und schlafe auf dem Foto von meinem Papa... ich finde das so ungerecht...!!! Wer hat Erfahrung mit Magenkrebs und 3 Litern Wasser im Bauch! Ist die Lage aktut? Die blöde Ruecktrittsversicherung zahlt naemlich nicht bei Krebs...
Entschuldigung das ich so wirr schreibe und mit so vielen Fehlern..
ist ein reiner Bauchbrief..
Liebe Gaby
Es tut mir sehr leid zu lesen, dass es Deinem Vater nicht gut geht und er im Krankenhaus künstlich ernährt wird. Ich kenne mich mit Magenkrebs nicht aus, weiss nur etwas weniges über Leberkrebs aber ich sehe so einige Parallen zwischen den beiden Krebsarten. Wie Du vielleicht gelesen hast ist unser Freund vor rund einem Monat an Leberkrebs gestorben. Er musste sich regelmässig (1x pro Woche) Wasser aus dem Bauch pumpen lassen (meistens zwischen 6+8 Litern). Er konnte schon lange nicht mehr richig essen und ist nach knapp 6 Monaten dann gestorben. Jedes Mal wenn wir ihn besucht haben, konnten wir sehen, dass es ihm immer schlechter ging. Wir wollten das aber nicht wahr haben, denn die Angst ihn zu verlieren, hat uns gelähmt.
Ich möchte Dir sagen, dass ich die Reise absagen würde um bei Deinem Vater zu sein (wielange wärst Du weg?) Ich weiss ja nicht wie es ihm jetzt geht, aber bei unserem Freund ging alles plötzlich sehr schnell. Vielleicht solltest Du mal mit den Ärzten sprechen. Versuche Deinen Vater nochmals zum lachen zu bringen und sich einige Augenblicke unbeschwert und "sorgenfrei" zu fühlen. Sag ihm, dass Du ihn liebst und er der beste Papa auf der Welt ist. Ich wünsche Dir alles Gute und ganz viel Kraft für die kommende Zeit.
Liebe Grüsse
Nicole
Hallo zusammen,
auch ich bin durch Umwege hier angekommen. Viele der Beiträge haben mich tief berührt und ich möchte mir mehr Zeit dafür nehmen.
Zur Zeit ist mein Paps noch im Krankenhaus, kommt aber morgen vermutlich nach Hause. Wie der Arzt so feinfühlig sagte: zum sterben.
Angefangen Mitte / Ende 1997 mit Lungenkrebs hat er einige andere Stationen mitgemacht. Die Leber war schon immer schwach. Nun hat er seit ca. 3 Wochen Wasser - von den Füssen bis zu den Ärmen.
Zur Zeit hat er wieder die Hälfte des Wassers runter! Zumindest fällt ihm jetzt alles etwas leichter. Das hat uns schon mal gefreut! Durch das Vorhandensein nur eines Lungeflügels ist das noch etwas schwerer mit der Luft.
Die Leber scheint verkrebst zu sein, zumindest ist sie verwachsen. Manchmal sagen Die es so oder so. Gewebeprobe wurde nicht entnommen.
Wie oft hat einer der Ärzte schon gesagt: gehen sie nach hause zum sterben und er lebt immer noch! Wer weiss wie lange - sage ich da nur und das beste daraus machen, freude schenken, zum lachen bringen.
Wie oft haben sie schon gesagt: es ist ein Wunder, dass er noch lebt.
Und ja, ich bin froh, dass es so ist.
Ich freue mich auch sehr, dass es solch ein Forum gibt. Leider konnte ich nicht alles genau durchlesen, darum kann es sein, dass nun die Frage erneut auftaucht:
Kann mir jemand erklären wie das Wasser sich im Gewebe einlagert und wie es wieder vom Körper ausgelagert wird? Ich weiss das zum Beispiel die Leber ja nicht richtig arbeitet und sich im Grunde der Körper nur schützen will, um später genügend Flüssigkeit zu haben und die eingelagerten Gifte weg transportieren zu können. Der Körper muss es doch irgendwie verarbeiten, oder?
Bin jetzt aber auch von Freitag bis Sonntag unterwegs!
Wünsche Euch allen hier viel Gesundheit, Freude - trotz allem. Wir müssen selbst achtsam mit uns umgehen um anderen eine Stütze sein zu können.
Lieben Gruss
Sandra
Liebe Gaby,
auch ich muss mich leider dem Ratschlag von Nicole anschließen und würde den Urlaub absagen.
Mein Vater hat 4 Jahre lang tapfer gegen Darmkrebs mit Lebermetastasen gekämpft. Auch wenn es immer wieder Rückschläge gab, ging es ihm insgesamt recht gut und er hat die Behandlungen ziemlich gut vertragen ... bis im Frühjahr diesen Jahres. Am 4.4.03 wurde zum ersten Mal Bauchwasser abgelassen. Es bildete sich aber wieder neues Wasser, so dass er immer wieder punktiert werden musste, was den Körper enorm schlaucht. Plötzlich ging alles furchtbar schnell!!! Am 01.07.03 ist mein Papa gestorben.
Sandi
Hallo Gaby,
mein Mann hatte auch Magenkrebs mit Lebermetastasen. Als die Aszites (Wasser) im Bauch begann, ging es rapide bergab. Es ist kein gutes Zeichen, so leid mir das tut. Es kann noch eine Weile so weitergehen, aber event. auch ganz schnell.Mein Mann verstarb zwei Wochen nach der ersten Punktion der Aszites.Bei der ersten Punktion waren es fast 5 Liter,- aber ohne Krebszellen.
Ich fürchte, Du könntest Dir nachträglich Vorwürfe machen, nicht in der Nähe Deines Vaters geblieben zu sein. Wir alle machen uns Vorwürfe, aus den unterschiedlichsten Gründen, auch wenn sie meist nicht berechtigt sind. Vielleicht solltest Du nicht nur Deinem Vater zuliebe, sondern auch DIR zuliebe in seiner Nähe bleiben.
Ich wünsche Dir die richtige Entscheidung und alles Liebe, Nadine
Hallo Nadine, Du hast Recht. Ich hätte auch die ganze Zeit an meinen Vater denken müssen und ständig versucht eine Telefonzelle zu finden. Es tut mir sehr leid mit Deinem Mann.
Ich bin momentan nicht so gesprächig. Ich finde es ist der reinste Alptraum alles! Sitze hier im Büro und bin völlig leer !
Ich war jetzt auch 3 Tage bei meinen Eltern, aber meine Mama findet das diese Zeit auch langt. Lieber soll ich schnell wiederkommen und das mache ich auch. Hab jetzt schon wieder ein ICE Ticket gebucht. :( Liebe Grüße und vielen Dank!
P.S. Konnte Dein Mann auch nichs mehr essen und trinken?
Hallo zusammen, vielen Dank für Eure Antworten! Leider konnt ich nicht so schnell antworten, da ich bei meinen Eltern war.Ich habe meine Reise abgesagt! Da ich in München lebe und meine Eltern in Hamburg, kann ich leider nicht immer bei ihm sein. Ich arbeite hier und kann nicht einfach hier alles aufgeben und sofort zu ihm. War jetzt 3 Tage zu Hause und fahre in 2 Wochen wieder zu ihm. Ich war mit ihm Pilze sammeln, wir haben gelacht und mit ihm Bier getrunken. (Sofern dies ging) Es gab Momente da waren wir nicht so traurig wie sonst. Er sagt er hat nichts und er wird wieder gesund. Ich habe gemeint, dass ich nichts gegen seine Krankheit tun kann und so hilflos bin. Ich liebe meine Eltern und fahre mit fast 32 Jahren meistens alle 3 Wochen nachhause und ich denke, dass zeigt meinem Paps auch wie sehr ich ihn liebe. Tee trinken etc. kann er leider nicht, da er nicht mehr gut trinken kann. Er übergibt sich nach jedem Bissen und nach jedem Schluck! Er hat halt auch immer noch seinen sturen Kopf und will vieles nicht! Wenn Mama, Schwester und ich dann was sagen, regt er sich auf und dass wollen wir nicht mehr. Er soll dass machen was er möchte und womit er sich gut fühlt. Mein Papa hat 3 1/2 Liter Wasser im Bauch! Das mit dem Sterben haben Sie meinem Papa auch seit 2 Jahren gesagt, doch er hatte noch nie Wasser im Bauch und das macht mir solche Angst. Ich habe auch Angst, weil er nichts mehr essen kann. Obwohl er keinen Magen mehr hat, ging das immer - auch wenns nur Suppen waren...
LG Gaby
Liebe Gaby,
ich wollte Dir diese Entscheidung nicht "aufschwatzen"....Aber ich denke, Dein Urlaub wäre doch recht unruhig geworden. Und glaub mir, ich kenne viele Menschen, die NACHTRÄGLICH aufeinmal die größten Schuldgefühle entwickeln, wenn sie nicht mehr in der Nähe waren. Ich war rund um die Uhr bei meinem Mann und habe auch Schuldgefühle entwickelt: hätte ich doch noch, warum habe ich nicht....aber zumindest war ich DA.
Sei öfter bei ihm, zeig ihm, dass er nicht alleine ist,- dass Du ihn liebst...Es wird IHM UND DIR helfen.
Mein Mann konnte drei Wochen vor seinem Tod nicht mehr essen und trinken, da die Bauchfellmetastasen den Dünndarm "zugedrückt" hatten. Er wurde über den Port künstlich ernährt (auch Flüssigkeit), aber nach einer Woche musste ich die Ernährung meist nach kurzer Zeit abhängen, weil er nicht mehr mochte. Ich bin verzweifelt, weil ich dachte, er verhungert mir doch, habe ihn dennoch "abgehängt". Heute denke ich, wenn er nicht mehr essen mag, lasst ihn. Man sollte diese armen gequälten Menschen nicht mehr zusätzlich quälen. Am letzten Tag seines Lebens (ich wusste NICHT, dass es schon so ernst war) wollte er aufeinmal ein Vanilleeis, das bekam er auch, erbrach es zwar viele Stunden später, freute sich dennoch, es essen zu können und genoss es.So haben wir gemeinsam noch ein Eis gegessen.
Lasst ihn tun, was er möchte. Mein Mann hat in seinem Leben nie Coca-Cola getrunken,- als er immer schwerer krank wurde, wollte er es unbedingt...Ein paar besonders sture Ärzte meinten, das wäre nicht gut für ihn..Natürlich, aber Brennesseltee hätte ihn auch nicht mehr gerettet.Eine vernünftige Ärztin meinte dann, er soll essen und trinken, was er möchte, egal, hauptsache zufrieden. Und so haben wir das auch gehandhabt (solange er noch Nahrung und Flüssigkeit zu sich nehmen konnte).
Das Wasser im Bauch ist sicherlich ein gewisses fortschreiten seines Zustandes,- aber auch dagegen kann man ja etwas tun.Wenn Dein Vater bisher so gut durchgehalten hat, wird er es sicher noch länger schaffen. Wir hatten nur eine sehr kurze Zeit.
Ich wünsche Dir die Ruhe, Deine Entscheidungen mit dem Herzen zu treffen und vielleicht weniger mit dem Verstand. Er braucht Dein Herz, Deine Liebe.
Alles Gute, liebe Grüsse, Nadine
Hallo Nadine, Du hast mir nichts aufgeschwatzt. Mir hat es geholfen, dass Du es mir nochmal direkt gesagt hast! Es tut mir sehr leid, was Du schreibst. Leid ist wahrscheinlich nicht der richtige Ausdruck. Es tut mir weh und ich habe bei Deiner Mail geheult. Es ist alles so ein großer Alptraum was da geschieht. Und auf der anderen Seite schäme ich mich, dass es mir so schlecht geht. Der einzige der leidet ist doch mein Vater! Wir - Mama, Schwester und ich sollen uns doch verdammt noch mal zusammen reissen ..!!! Ich hoffe so sehr, dass noch ein Wunder geschieht und doch noch alles gut wird. Ich weiss das ist naiv... !
Ich bin momentan so deprimiert, dass ich auch gar nicht weiss was ich schreiben soll... Ich habe mich sehr über Deine Mail gefreut. Liebe Grüße Gaby
Liebe Gaby,
es ist ein großer Alptraum, ich weiss. Ich sitze immer noch mitten drin. Du musst Dich aber nicht schämen, dass es Dir schlecht geht. Wenn man jemanden lieb hat, der so krank ist und man selbst nicht in der Lage ist ihn heilen zu können, geht es einem schlecht. Das ist einfach so. Das ist doch nur ein Zeichen Deiner Liebe zu Deinem Vater.
Du musst halt ein wenig "funktionieren",- oder zumindest einer von Euerer Familie, um Deinem Vater zu helfen so gut es in dieser Situation geht. Aber man muss sich auch mal "hängen" lassen dürfen....Wir alle glauben immer wieder an Wunder. Manchmal gibt es für den einen oder anderen auch ein kleines Wunder , in welcher Form auch immer.
Ich versuche Dir ein wenig "Trost" zu schicken, alles Gute, Nadine
Hallo Gaby,
Du bist eine starke Persönlichkeit und Hut ab! Jeder braucht Pausen oder Durchhänger. Wenn es nicht so wäre, liegt man dann noch nachher selbst platt und kann in entscheidenden Augenblicken gar nicht so wie gewollt reagieren. Das mit dem Sturkopf kenne ich von meinem Vater sehr gut und kann das verstehen. Und Deine bzw. Eure Reaktion finde ich gut! Das was man / er will auch machen. Im nachhinein jedoch weiss man es immer besser, ob es richtig oder nicht so ok war.
Mein Vater hatte über 12 Liter Wasser und hat es nun weitestgehend reduziert. Ich drücke Euch die Daumen! Dein Vater scheint einen starken Lebenswillen zu haben.
Wie nimmt Dein Vater, wenn er so nichts mehr behält, seine Nahrung zu sich? Über Infusionen? Ich kenne auch noch Cluster-Medizin, da wird alles über Wasser verabreicht. Das wird aber nicht getrunken sondern nur leicht in den Mund immer nur kurz gesprüht. Vielleicht wäre das zumindest bei klaren Suppen eine Variante - wird dann von den Schleimhäuten aufgenommen und er hätte ein klein bisschen aneren Geschmack im Mund. Somit könnte er wenigstens Mineralien und Salze zusätzlich aufnhemen (man hört ja oft, das die Gesmüse-Suppen im allgemein sehr gut sind). Solche Zerstäuber aus Glas habe ich in der Apotheke erhalten und weiss, dass sich manche Apotheken ganz blöd dabei anstellen. Außerdem weiß ich nicht, wie Dein Vater dass aufnehmen würde, wenn es vorgeschlagen wird.
Wünsche Euch alles Gute
Sandra
PS Mein Vater sollte laut den Ärzten schon ab 1997 den Löffel abgeben! Vielleicht gibt Dir das auch ein bißchen Mut!? Und ich bete auch jeden Tag....und bin noch so naiv an Wunder zu glauben...also - ich weiss nicht, was besser ist....
Liebe Nadine, Danke fuer Deine Mail. Ja das stimmt. Ein Wunder waere es gewiss schon wenn er sich nicht quälen würde. Am meisten tuts mir weh wenn er weint. Heute morgen erzählte mir Mama, dass er im Wohnzimmer saß und geweint hat. Und gefragt hat, ob es nicht doch irgendwo jemanden gäbe, der seinen Krebs rausschneidet.
Ich wünsche so sehr, dass ich ihm irgendwie helfen könnte und was tun kann und dass doch alles gut wird.......... MAN !!! TUT DAS WEH !!! Ich liebe meinen Vater.. !!! Was für eine Scheisse alles, sorry für meine Wortwahl!!!
Du hast mir Trost geschickt...eigentlich mußt Du ja auch getröstet werden und ich bin so leer und weiss einfach nicht wie ich Dir was nettes sagen könnte..... Deine Mails sind sehr lieb und ich hab mich sehr gefreut! Wie alt bist Du? Ich hoffe ich bin nicht zu neugierig...
Ganz liebe Grüße Gabyname@domain.de
Liebe Gaby,
danke für Deine liebe mail. Es gibt keinen Trost für mich, denn dann müsste wirklich das Wunder geschehen, dass mein Mann wieder da wäre,- aber ich freue mich dennoch über freundliche Worte.
Es ist eine ganz besonders harte Zeit für Dich und Deine Familie. Es tut unglaublich weh, den geliebten Menschen so abbauen zu sehen und man steht hilflos daneben...
Mein Mann, der gross und stark war, erfolreich im Beruf,- weinte in der letzten Phase der Krankheit auch häufig,- er wurde zu meinem Kind (nicht geistig, nur bezügl. seiner Hilfsbedürtigkeit), das versorgt und gehätschelt werden wollte. Auch er erhoffte sich immer noch eine Lösung,- es drehte mir immer das Herz im Leib herum, wenn ich ihm keine Lösung bieten konnte. Diese seelischen Qualen, womöglich alle und alles zurücklassen zu müssen sind entsetzlich...ist es da ein Wunder, dass der Mensch weint.Mein Mann war gerade in den Ruhestand gegangen, und wir hatten uns auf den nächsten Lebensabschnitt gefreut, immer beieinander zu sein... Er war gerade 60 J. geworden. Ich selbst bin jetzt 53 J. Auch er hat sein Leben lang gearbeitett und wollte noch ein paar Jahre endlich in Ruhe mit mir geniessen...Ich bin auch nur abgrundtief traurig,- es ist UNFAIR!!!
Weisst Du, das einzige, das Du jetzt für ihn tun kannst, ihm die Liebe und Wärme geben, die er braucht. Möglichst viel Zeit bei ihm verbringen, ihn vielleicht mit kleinen Dingen ablenken (sofern das geht??). Mein Mann konnte ab der Diagnose nicht mehr lesen (ich übrigens auch nicht), es fehlte einfach der "Sinn" dafür,- aber manchmal habe ich ihn dazu bekommen mit mir Scrabble zu spielen, oder ein kompliziertes Puzzle zu legen,- das ging, zumal das im Zweifelsfall sogar sitzend im Bett geht, und es lenkte ihn erstaunlicherweise für eine Zeit ab auch wenn es eine kindliche Beschäftigung war.Vielleicht gibt es etwas, das Dein Vater gerne gemacht hat und er noch tun kann.
Begl Ernährung ist es natürlich schwierig. Ernährung per Infusion "macht kein Spass" und wenn Dein Vater Lust auf andere Dinge hat, die noch "rutschen", sollte er sie haben dürfen.
Ich habe alles herangeschafft, was mein Mann wollte und nur in irgendeiner Form zu sich nehmen konnte. Wie sieht es mit Eis aus (ist kalorienreich und rutscht, sofern überhaupt noch etwas rutscht). Es gibt auch von Nestlé Eiweisstrinks, Schoko und Vanille z.B. oder von Provide Xtra fruchtige Kalorientrinks. Wenn Bier und Rotwein drin bleiben, und er mag es, ist es doch schon etwas. Ich hätte nur ein wenig bedenken mit dem Alkohol und der Chemo bezw. Schmerzmitteln. Die Wechselwirkung könnte ihm oder seiner Leber schaden, sodass sein Allgemeinzustand event. auch noch leidet.Wie wäre es denn mit Malzbier? Hat mein Mann auch mal getrunken.
Dein Vater hat es jetzt zwei Jahre geschafft und wenn es auch momentan nicht so sehr gut aussieht, es gibt Menschen, die schaffen es noch viel länger. Ich glaube, die Hoffnung solltet ihr ihm nicht nehmen,- KEIN Arzt weiss immer, wie es verläuft. Es gibt genug Beispiele...leider auch in die andere Richtung, wie bei uns.Darf ich Dich fragen wodurch ihr das Magen-Ca entdeckt habt? Durch Beschwerden? Weisst Du etwas über den möglichen Auslöser? Ich frage deshalb so "neugierig", weil ich auch versuche zu "rekonstruieren, was bei uns eigentlich "passiert" ist.
Ich würde Dir viel lieber etwas Trostreiches sagen, oder noch besser helfen, aber Du siehst ja selbst....
Ich wünsche Dir und Deiner Familie noch möglichst viel Zeit, die ihr noch nutzen könnt. Ich würde mich freuen wieder von Dir zu hören und auch zu hören, dass "es" ganz gut läuft.
Liebe Grüsse, halt die Ohren steif, so gut es geht,
Nadine
Hallo Nadine, hmm.. genauso wie bei meinen Eltern, meine Mama ist auch erst 54 Jahre alt. Ich finde es super wie Du alles fuer ihn getan hast und auch versucht hast ihn zu beschaeftigen. Meine Mutter liebt meinen Vater auch sehr, aber sie weint staendig und nervt ihn staendig mit dem Essen.Dass er nun nicht gerade immer sehr freundlich ist, finde ich verstaendlich - auch wenn er mit ihr meckert... mein Gott hier rein da raus... aber sie nimmt sich alles zu Herzen. Meine Schwester und ich haben schon so oft mit ihr geredet aber sie merkt es gar nicht und faengt gleich an zu weinen. Mein Papa ist nach dem Alkohol etwas besser drauf und lacht auch mal und wir denken halt, schaden kanns auch nicht mehr..! Er trank immer sehr gerne einen guten Rotwein. Seine Leber ist ja schon voller Metastasen..... ! Malzbier mag er nicht mehr, er trink immer so einen Multivitaminsaft mit Karotten! Die Eiweissdrinks trinkt er auch, so gut wie es geht. Mein Papa hatte sein Leben lang Rueckenschmerzen! Er hat regelmaessig mal eine Spritze gegen Lombargo bekommen. In einer Nacht wo er wieder grosse Schmerzen hatte, hat er Blut gespuckt und ist ins Krankenhaus gekommen. Da hat man dann nach 4 Wochen entdeckt, dass er Magenkrebs OHNE Metastasen hat. Die Metastasen sind erst ein halbes Jahr spaeter entdeckt wurden. Mein Papa war ein Taxenunternehmen, der oft selbst in seinem Taxi sass. Weil er unterwegs nicht auf die Toilette wollte hat er fast jeden Tag Abfuermittel (Argolax) genommen.... ich weiss nicht gesund kann dass nicht gewesen sein, aber wer weiss ob es dazu beigetragen hat. Mein Daddy hat auch sehr gerne Fleisch gegessen. Ne ungarische grosse Salami konnte er an einem Tag ohne Brot futtern. Auch grillen mochte er sehr gerne.... ! Mein Papa konnte auch nach der Diagnose nicht mehr lesen, auch mit fernseh gucken hat er Schwierigkeiten. Ihm fehlt auch der Sinn dafuer...
.. traurig macht es mich momentan halt auch, dass meine Mutter sich so bloed benimmt und nicht das macht, was Du gemacht hast.. hmm..
Ganz liebe Gruesse Gaby
Nadine, und danke fuer Deine liebe Mail!! Hab ich vergessen zu sagen. Ich freue mich jedesmal sehr wenn DU mir schreibst. Wie war das bei Deinem Mann. War er auch ein grosser Fleischesser? Bist Du allein oder hast DU auch Kinder? Ich hoffe sehr dass ich nicht zu neugierig bin.. LG
Hallo Gaby,
da ich gerade meine mails anschaue, auch noch ein Gruss an Dich.
Ich glaube, Du musst versuchen Deine Mutter zu verstehen. Sie hat Angst und kann es wohl nicht so verbergen. Jeder Mensch ist anders. Ich hatte auch schreckliche Angst und habe viel geweint, bin aber immer im Bad verschwunden oder habe mich ausgeheult, wenn mein Mann gerade mit einer Untersuchung beschäftigt war..Vielleicht könnt ihr Eurer Mutter beibringen, dass es Deinem Vater nicht gut tut (nehme ich an) wenn sie ihn mit ihrem Kummer belastet. Es ängstigt ihn sicherlich, und er braucht doch Rückenstütze. Ich war innerlich auch nicht so stark, musste aber Stärke demonstrieren um meinen Mann so gut es ging betreuen zu können. Schwach ist der Patient selbst, wenn die Familie dann nur herumheult, wird es noch schwieriger für Deinen Vater. Wenn Deine Mutter ihn liebt, wird sie sicher alles tun, was ihm gut tut. Dass sie ihn mit dem Essen nervt, kann ich auch gut verstehen...man hat Sorge, dass er verhungert und noch mehr abnimmt...Es hat bei mir auch gedauert bis ich begriffen habe, dass ich ihn mit Essen nur quäle. Wir sind nur Menschen und sind aufeinmal mit dieser Situation konfrontiert, wir müssen erst lernen damit umzugehen, nur manchmal überholt uns das Geschehen, und wir können nicht schnell genug lernen, was wir wissen und können müssten. Schimpf nicht mit Deiner Mutter.Dass Dein Vater mal meckert ist doch verständlich, oder wären wir so nett, wenn es uns schlecht ginge? Sicher nicht! (Mein Mann hat erstaunlicherweise nie geschimpft) Und dass es sich Deine Mutter zu Herzen nimmt ist auch normal,- sie weiss, dass die Zeit verrinnt und möchte auch noch gerne ein paar "Streicheleinheiten" (auch wenn es egoistisch KLINGT). In unserem Alter und langer Ehe wird man mitten entzwei gerissen, wenn der Partner so schwer erkrankt.Ich bin alleine, wir haben keine Kinder.Mein Mann war alles, was ich hatte und umgekehrt.
Ich stelle immer wieder fest, jeder Magen-Ca Fall ist anders. Man kann nicht "vergleichen". Und somit verwundert es auch garnicht, dass die Therapien nicht bei jedem gleich anschlagen.
Mein Mann war auch sehr gestresst im Beruf und ass sehr gerne. Aber ob Fleisch, in normalen Massen genossen, der Auslöser war, wage ich zu bezweifeln. Mein Mann hat irrsinnig viel Kaffee getrunken und auch in den letzten Jahren (vom Arzt verordnet) prophylaktische Blutverdünnung durch Aspirin bekommen. Ich nehme an, dass er bereits eine vorgeschädigte Magenschleimhaut hatte und dann die Kombination, Kaffee, Aspirin, VIELE Süssigkeiten und ähnliche Säurelocker....Es könnte sich aus einer länger dauernden Gastritis ein Karzinom entwickelt haben. Genau weiss man es nicht.Schlimm ist nur, dass wir es nicht rechtzeitig bemerkt haben,- denn eine ausgeheilte Gastritis hätte vielleicht nicht dazu geführt.
Macht es Eurem Vater schön, dass er auch nicht lesen kann, bedeutet ja, dass er sich auch viele Gedanken um seine Situation macht. Vielleicht kannst Du Deine Mutter manchmal entlasten, etwas mit ihm "unternehmen" und sie dadurch ein bisschen Kraft schöpfen lassen. Wenn Du wieder in Deinem Zuhause bist, kannst DU "Luft" schöpfen. Sprich, mit Deinem Vater, sag ihm alles, was Du ihm immer schon sagen wolltest. Glaube mir, irgendwann kommt der Punkt an dem man meint, man hätte nicht alles gesagt, nicht oft genug gestreichelt..(auch wenn man es hat). Tue es auch für Dich und DEINEN Seelenfrieden.
Alles Liebe, Nadine
Hallo Nadine, ich war einige Tage kurzfristig bei meinen Eltern. Meinen Vater geht es sehr schlecht. Er kann jetzt gar nichts mehr essen und trinken, schlaeft und weint viel. Gestern musste ich leider wieder nachhause fahren, da ich arbeiten muss. Meine Schwester und Mutter haben Papa heute aus dem Krankenhaus geholt und alles zuhause vorbereitet. Mein Vater wollte nicht nachhause. Er hat geweint und Mama beschimpft..! Ich hoffe meine Mutter weint nicht so viel und hilft ihm in der naechsten Zeit und hoert auf ihn mit Essen zu quaelen. Aber irgendwie merkt sie es auch gar nicht. Wenn man ihr sagt, sie soll nicht immer sagen, oh wie viel hast du denn gebrochen, sagt sie hinterher dass sie das nicht gesagt hat. Dieser ganze Zustand zuhause ist ein reiner Alptraum... Ich habe meinem Papa gesagt, dass ich ihn lieb habe, dass war mir sehr wichtig und 5 Tage den ganzen Tag an seinem Bett gesessen. Die Arztin hat heute morgen zu meiner Mama gesagt, dass sie sich drauf einstellen soll, dass es nicht mehr lange dauert. Das Wasser im Bauch sah wohl irgendwie schon anders aus.. ich weiss auch nicht. Ich bin so traurig und kann ihm nicht helfen. Momentan kann ich noch nicht mal mehr anrufen, da ich ihn auch nicht beim schlafen stoeren will und ueberhaupt moechte ich ihn nicht mit meinen Anrufen nerven. Ich habe ihm gesagt, dass ich in 2 Wochen wiederkomme und er meinte, ich solle nicht so viel Geld ausgeben, so schlimm steht es mit ihm doch nicht. Ich fahre jetzt alles 2 Wochen nachhause. Ach man.. :( ich wuensche mir so sehr, er wuerde erloest von seinem Leiden... es tut so weh meinen Papa so zu sehen. Ich frag mich, wo ist Gott wenn es einen gibt??? Das ist unmenschlich. Es ist ein langsames elendiges Verecken... Es macht mich so wuetend und man ist so hilflos ... Liebe Gruesse Gaby
Hallo Gaby, ich kann mir vorstellen, wie schlecht es dir im Moment geht. Aber du tust ja schon alles für deinen Vater. Ich glaube das spürt er genau.Natürlich bist du hin und her gerissen. Das ist ja auch normal. Dort deine Arbeit und dein "normales" Leben, ja und dort dein kranker Vater und die Familie die kopflos ist.Auf der einen Seite wünscht man sich die Erlösung von der Krankheit und auf der anderen Seite ist man so wütend. Auf Gott und auf die ganze Welt.Es ist schade, dass deine Mutter zu überbesorgt ist. Sicher, sie meint es gut, sie ist hilflos, doch deinen Vater macht das alles noch fertiger.Ja und auf der anderen Seite stehst du da und kannst nicht helfen.Ich habe das Glück bei meiner Mutter im Haus zu leben. Kann also jederzeit zu Ihr. Auch Sie hat Leberkrebs und man hatte sie eigentlich schon lange aufgegeben. Gottlob geht es ihr immer noch sehr gut. Keine Schmerzen und immer noch topfit. Doch natürlich habe ich auch tief im Innern eine ganz schreckliche Angst, vor dem was noch kommen kann. Freitag muss meine Mutter wieder zum Kernspint.Wir haben alle schreckliche Angst vor dem Tag. Doch wenn es einmal abwärts mit Ihr gehen sollte, habe ich Glück dann immer bei Ihr sein zu können.Ich kann mir vorstellen, wie schrecklich du dich weit weg von zu Hause fühlst.In Gedanken bist du doch immer bei ihm und er ist in Gedanken mit Sicherheit viel bei dir.Ich finde es jetzt schon ganz toll, wie oft du dich ins Auto setzen tust, um deinen Vater zu besuchen. Denn das bedeutet für dich ja auch Stress pur. Auch das weiß dein Vater. Und er weiß auch wie viel du für Ihn tust. Du sitzt stunden-bzw. tagelang an seinem Bett, versuchst ihm Kraft zu geben.Liebe Gaby, ich wünsche Dir ganz viel Kraft, denn die wirst auch du sicher in den nächsten Tagen brauchen. Viele liebe Grüße Michaela
Hallo Gaby,
es tut mir weh zu hören, dass es Deinem Vater jetzt schlechter geht.
Du solltest so viel wie möglich bei ihm sein, wenn es Dein Beruf zulässt. Er spürt die Nähe (auch wenn er "meckern" sollte) und niemand sollte in dieser Situation alleine sein....Ich habe Tag und Nacht bei meinem Mann gesessen, auch wenn er die letzten Tage nicht mehr viel sprechen wollte,- er brauchte die Nähe.
Es steht mir nicht zu, Euch "Ratschläge" zu geben, ich kann nur aus meiner persönlichen, bitter erlernten Erfahrung sprechen: gebt ihm das, was er möchte, "quält" ihn nicht unnötig mit Nahrung oder Nährinfusionen(jetzt nicht mehr!), zeigt ihm, dass ihr da seid und geht auf seine Wünsche ein. Ich finde es gut, dass Dein Vater zuhause ist,- niemand sollte, wenn irgend möglich, diese Zeit in der anonymen, meist unschönen Umgebung eines Krankenhauses verbringen müssen. Ich denke, zuhause, fernab vom Krankenhaus, besteht auch die Möglichkeit ihm medikamentös mehr Ruhe zu verschaffen, wie es in einer Klinik machbar wäre,- wenn Du verstehst...Diese dauernden Therapien im Krankenhaus sind ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch quälend. Er braucht Ruhe!Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, ihn mit seiner Lieblingsmusik ein wenig zu "entspannen".
Ich weiss, es ist furchtbar das alles mitansehen zu müssen. Aber Du solltest versuchen die Kraft aufzubringen! Vielleicht kannst Du bei Deinen Eltern zuhause ein wenig der ruhende Pol sein, wenn es Deine Mutter nicht schafft. Sei trotzdem nachsichtig mit ihr. Nicht jeder Mensch schafft es diesen körperlichen und nervlichen Stress ruhig zu bewältigen. Ich hatte auch genug damit zu tun, meine eigenen Hysterieanfälle zu unterdrücken.Und das Trauma der Erkrankung und das schreckliche Ende meines einst so starken, übermütigen Mannes bringt mich noch um den Verstand. Wir haben alle angst,- sind nur Menschen. Ich selbst wusste manchmal nicht mehr, wie ich mich "disziplinieren" sollte...Aber in diesem Moment gibt es nur noch das "Wohl" des geliebten Menschen obwohl man von Wohl ja nicht mehr sprechen kann.
Es gibt keine Gerechtigkeit,- ich fürchte, das müssen wir begreifen...
Es tut alles nur entsetzlich weh. Halte noch durch, DEINE "Wunden" musst und kannst Du pflegen, wenn Dein Vater erlöst ist. Deshalb nochmal, versuch das Maximum für ihn da zu sein, damit auch Dir im Nachhinein nicht noch diese "Schuldgefühle" zusätzlich die Trauer erschweren.
Ich denke an Dich, versuch Dich in Deinem Zuhause zwischendurch ein wenig zu stabilisieren.
Liebe Grüsse, Nadine
Hallo Gaby,
nochmal Nadine. Als ich meine mail nochmal durchlas, stellte ich fest, dass sie sich nicht sehr tröstend anhörte...Das sollte nicht so sein. NATÜRLICH brauchst auch DU Trost und jeder Leser hier wird mit Dir fühlen und auch an Dich denken. Nur, wenn man sich in dieser Situation auf seinen eigenen Kummer zu sehr besinnt, verliert man kostbare Zeit, die man unbedingt dem kranken Menschen zukommen lassen sollte. Dieser Dauerstress ist furchtbar, und damit meine ich auch den psychischen Teil,- für ALLE Beteiligten. Aber es ist Dein Vater, der sich mit seinem Ende abfinden muss, und ich denke, dass ist SEHR schwierig. Ich weiss nicht, ob Dir vielleicht Bücher von Kübler-Ross oder anderen Autoren zu diesem Thema helfen könnten? Das ist Einstellungssache. Mir hätte es geholfen, zu wissen, was VOR dem Tode in meinem Mann vorging. Ich wusste nichts von diesen Büchern und hätte auch keine Zeit gehabt darin zu lesen, ich stand ganz alleine mit meinem Mann da. Es werden da speziell von Kübler-Ross in einem ihrer Bücher die verschiedenen Stadien des Abschiednehmens des Kranken beschrieben..Mir hätte das geholfen manche Reaktionen meines Mannes besser zu verstehen.
Lass Dich mal in den Arm nehmen und halt die Ohren steif, liebe Grüsse, Nadine
Hallo Nadine, ich fand Deine Mail nicht kalt oder snicht tröstlich. Sie ist realistisch und das ist ja auch gut so. Danke Dir. Ich habe heute schon wieder ein ICC Ticket gebucht und fahre Samstag Morgen nachhause bis Montag. Dienstag muss ich leider wieder arbeiten. Ich möchte alle 2 Wochen nachhause jetzt. Er bekommt sehr viele Schlaftabletten und schläft sehr viel. Meine Schwester hat mich eben am Telefon gefragt, ob wir die Dosis der Schlaftabletten einfach etwas verringern, so dass er nicht den ganzen Tag schläft, sondern auch mitbekommt, dass seine geliebten Enkel am Bett sitzen oder dass er mal einen Wein (sofern er kann) trinken kann. Es ist eine schwierige Entscheindung, wenn er wach ist und darüber nachdenkt wie scheisse alles ist, bricht es uns auch das Herz. Was soll man nur machen? Danke für den Tipp mit dem Buch. Ich denke ich werde es mir morgen gleich holen und die 6 Stunden von Muc nach HH lesen. Am wichtigsten ist es mir, dass mein Papa sich nicht quält, alle anderen sollen sich verdammt nochmal zusammenreissen. Wie Du schon sagst, wenn Papa tot ist können wir immer noch trauern. Mein Papa hat leider noch nie gerne Musik gehört, dass hat ihn immer nervös gemacht... ich würde ihm auch gerne vorlesen, aber dass mag er auch nicht. Mit mir meckert er nicht, eher mit meiner Mutter. Ich hoffe sehr, dass sie es endlich gecheckt hat, dass er bald nicht mehr da ist und alles tut was er will. Weisst Du, sie ist halt manchmal so, dass sie ihm die Hand auf die Stirn legt und sagt, Gerd Du hast Fieber und all son Mist. Es ist doch ganz egal ob er heiss oder kalt, ob er viel gebrochen oder wenig gebrochen hat, HAUPTSACHE er muss nicht leiden. Naja. Mama und ich waren beim Arzt und haben ihr ein leichtes Antidepressiva verschreiben lassen und ich habe den Eindruck es wirkt schon ein wenig. Sie ist immer bei ihm wenn er wach ist und liegt auch oft mit ihm im Bett und schläft. Heute Nacht waren Sie eine Stunde wach und haben ein Glas Wein getrunken. Gestern hat sie mit ihm ein Bier getrunken. (Sie hasst eigentlich Alkohol) Wenn ich doch bloss wüsste was besser ist, weniger Schlaftabletten oder Dosis beibehalten.... Hm... Ich muss mich auch sehr anstrengen nicht nur rumzuschreien. Ich bin auch sehr ungerecht momentan zu allen....Meine Mama weiss schon, dass ich sie lieb hab. Als ich die Woche da war, habe ich mit im Ehebett geschlafen, gemeinsam geweint und Hand in Hand eingeschlafen - Nadine, ich hoffe sehr, dass Du gute Freunde hast, die Dir helfen und auch lieb zu Dir sind!!! Du musst eine wunderbare warmherzige Frau sein...! :)Hört sich jetzt etwas schleimig an, ist aber so nicht gemeint. Liebe Grüße und Danke ! Gaby
Hallo Gaby,vielen Dank für deine lieben Worte. Man muss sich in unserer Situation einfach selber trösten. Ich versuche bei meiner Mutter auch immer gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Bin in Ihrer Anwesenheit immer fröhlich und optimistisch. Doch wenn sie dann weg ist, kommt auch bei mir das heulende Elend. Manchmal denke ich, sie schafft das und an anderen Tagen denke ich wieder, nein, wie soll sie so einen großen Tumor besiegen. Es ist einfach schrecklich. Das Leben macht mir keinen richtigen Spass mehr, aber ich muss ja auch für meine eigene Familie dasein. War mit Mam noch vor kurzem im Urlaub. War wunderbar. Bin dort viel am Meer mit Ihr spazieren gegangen und sie meinte am Ende des Urlaubs:"Die schöne Zeit nimmt uns keiner mehr".Wenn sie dann Abends schlafen ging, bin ich mit meinem Mann wieder längs das Meer gegangen. Ja und dann habe ich auch jedesmal fürchterlich geweint. Habe mir immer vorgestellt, sie wäre im nächsten Jahr nicht mehr bei mir. Ich denke jetzt auch schon viel an Weihnachten.Mama hat heute schon einen Kaufladen und eine Eisenbahn für Ihre Enkelkinder (3 Jahre und Zwillinge) gekauft. Sie macht das mit so viel Liebe, das ich manchmal schreien könnte. Siehst du liebe Gaby, jetzt habe ich auch nur von meinen Sorgen erzählt. Aber das muss manchmal raus. Und das tut auch gut.Ich würde mich sehr freuen, ab und an mal was von dir und deiner Familie zu hören.Bleib weiterhin tapfer und kämpfe weiter für deine Familie besonders natürlich deinen Vater. Drück euch fest die Daumen. Viele liebe Grüße Michaela
Hallo Gaby,
dank DIR für Deine lieben Worte. Auch mir tut das gut, denn wie gesagt, trotzdem mein Mann nun seit 1 1/2 Jahren nicht mehr bei mir ist, bin ich total verzweifelt, traurig und einsam.Die sogenannten Freunde können das Thema bald nicht mehr hören und dann zieht man sich zurück. Allerdings habe ich hier im KK eine liebe Freundin gefunden, die mich versucht ab und zu aus dem tiefsten Loch zu ziehen. Aber das soll hier nicht das Thema sein.
Bezgl der Schlaftabletten würde ich versuchen herauszufinden,was Dein Vater möchte. Möchte ER die Zeit verschlafen oder lieber mit Euch sprechen können. Vielleicht gibt es die Möglichkeit ihm vom Arzt auch eine Art Anti-Depressivum oder ein sedierendes Medikament mit "aufhellendem" Element zu geben. Der Alkohol wird ihm medizinisch sicher nicht gut tun, aber wenn es ihn entspannt und ihn ein wenig "euphorisch" macht...um so besser. Ich denke (als LAIE) alles, was der Patient in dieser Extremsituation möchte, sollte er haben.
Mach Dir keine Gedanken, wenn Du meinst Dich zu wiederholen....Du glaubst garnicht, wie oft ich den Bildern meinen Mannes seit seinem Tod erzähle, was ich glaube, alles falsch gemacht zu haben und und....Man dreht sich im Kreis, in Deiner Situation ist das normal...in meiner schon weniger.
Bezgl Deiner Mutter..sie ist hilflos, ich kenne das alles auch. Man möchte alles ändern und kann nicht und manchmal weiss man vor Verzweiflung nicht mehr was man sagt. Wenn ich Dir erzählen würde, was ich alles für "Blödsinn" geredet habe. Ich bin jetzt nur so "klug", weil ich seit dem Tod meines Mannes Zeit hatte, mir MEINE Fehler vor Augen zu halten.
Dass Du manchmal "ausrastest" ist auch normal. Keiner erwartet von Dir ein Übermensch zu sein. Ich habe mich manchmal gebärdet wie ein "Dragoner" um Dinge durchzusetzen (auch wenn mir garnicht danach war..)
Wichtig ist, Du gehst Deinem Gefühl nach und alles andere wird sich finden. Dein Freund hat schon recht, die räumliche Distanz wird Dir auch den Schmerz im Endeffekt erleichtern. Deine Mutter bleibt mitten drin sitzen.
Ich wünsche Dir/Euch, dass Du ein wenig Ruhe in Deine Gedanken und Taten bringen kannst, damit wirst Du Dir UND Deinem Vater helfen. Ist schwer, ich weiss! Halte durch, Du hast sowieso keine Wahl.
Ich denke an Dich,- wenn Du magst, "berichte" uns, liebe Grüsse, Nadine
Hallo Gabi,
hallo Michaela,
ich möchte Euch gerne trösten,in den Arm nehmen und Hoffnung geben, aber ich weiß nicht wie.
Mein Mann (55) hat 4 Jahre gekämpft. Er hatte zum Schluß Wasser von den Füßen bis in die Lunge.
Ich habe ihn 6 Monate gepflegt und jeden Wunsch erfüllt.
Er ist in meinen Armen eingeschlafen und ich habe ihm die Augen geschlossen.
Heute wurde er beerdigt.
Es tut so weh.
hallo marianne,
mein herzliches beileid, ich wünsche dir für die kommente schwere zeit viel kraft. ich weis was du jetzt durch machst. mein vater ist am 19.10.03 an leberkrebs gestorben. wir hatten nur 5 wochen zeit von der diagnose bis zum tod. es ist schwer einen lieben menschen zu verlieren, aber doch tröstlich das sie nicht mehr leiden müssen. ich weis ja nicht wie es bei deinen mann war, aber mein vater hatte die letzte woche vor seinen tod fruchtbare schmerzen. täglich morphium um die schmerzen zu ertragen. so sehr ich ihn auch vermisse, er ist erlöst. ich kenne deinen schmerz. jetzt laufen die trännen wieder.
liebe marianne ich schicke dir eine stille umarmung.
liebe grüße andrea
Hallo Ihr Lieben,
an Dich Marianne mein herzliches Beileid... Es tut mir sehr leid... ich bin so traurig, ich weiss leider auch nicht was ich Dir sagen soll. Er hat nun keine Schmerzen mehr und ist erloest. Ich weiss,wahrscheinlich viel zu frueh,wie bei meinem Paps auch. Es ist einfach schrecklich und ich finde nicht den Ausdruck dafuer. Es ist ein reiner Alptraum ... ohne Ende.. Ich fahre gleich wieder zu meinen Eltern uebers WE. Mein Papa ist in einem Koma aehnlichen Zustand und ich will einfach nur seine Hand halten und ihm sagen wie sehr ich ihn lieb hab. Entschuldigt dass ich so selten schreibe... ich kann irgendwie nicht weil ich so leer bin. Ich wuensche mir mein Papa wird schnell erloest!! Ich danke Euch so sehr fuer die lieben Mails und auch Tipps und den Erfahrungsaustausch! So jetzt muss ich mich sputen sonst verpasse ich noch meinen ICE. Dicke Umarmung an Euch ! Liebe Gruesse Gaby
Hallo
Schau seit langem mal wieder hier rein.
Bei meinem Vater hat man letztes Jahr am 6 Juni 2002
Lebermetastasen festgestellt.
Er wurde mit Chemo behandelt (Cis -Platin u. noch einem Medikament).Die Chemo war sehr erfolgreich.
Die Metastasen gingen fast ganz zurück.
Vor einigen Wochen dann hatte der behandelnde Arzt die Idee die Abstände zwischen den einzelnen Behandlungen zu verlängern,was aber keine gute Idee war.
Mein Vater bekam Fieber,Schüttelfrost,Übelkeit u,s,w.
Wie die Ärzte wieder mit der Chemo beginnen wollten
waren die Blutwerte aber zu schlecht, also wurde die Chemo verschoben.Es wurden auch wieder Metastasen festgestellt.
Seit ca. 3 Wochen hat mein Vater eine sehr dicken Bauch bekommen und ca 10 Kilo zugenommen.Seit vorgestern liegt er wieder im Krankenhaus.
Wie ich das gestern alles gelesen hab, bin ich sehr geschockt,
es ging Ihm doch so gut.
Was soll ich denn jetzt machen.http://www.zxr400.de/smilie/bigcry.gif
Da ich wieder bei meinem Elter wohne weiss ich garnicht was ich meiner Mutter sagen soll.
Gibt es noch Hoffnung????
Gestern hat man Ihm 3,5 Liter Wasser abgesaugt und es ging im sehr gut dannach.Er hat abends gut gegessen,so das ich mir wieder Hoffung gemacht hab das er nochmal aus dem Krankenhaus kommt.
Gerade hat er angerufen das er ins Bett gemacht hat(starker Durchfall) und die Schmerzen im Bauch sollen
sehr stark sein.Ich werde gleich Ihn besuchen fahren.
Hallo Hans,
es tut mir leid, dass Dir noch niemand geantwortet hat. Ich fürchte, es "traut" sich niemand,- das Bauchwasser ist kein so gutes Zeichen. Häufig ist es aber mit einer Chemo zurück zu drängen. Es ist abhängig von der Grunderkrankung. Welcher Krebs liegt denn vor? Manche Krebsarten sind ja doch gut zu therapieren. Die Punktion des Bauchwassers ist ja nur eine kurzzeitige Abhilfe,- aber immerhin nimmt es den Schmerz, der durch den Druck des Wassers entsteht. Nur OHNE weitere Behandlung läuft es meist nach.
Die Prognose richtet sich ebenfalls nach der Krebsart und dem Stadium. Dennoch, Hoffnung gibt es immer, lasst Euch nicht demotivieren. Berate mit den Ärzten, was in Eurem speziellen Fall für Möglichkeiten bestehen, und wenn Dir diese Aussagen nicht genügen, hole Dir noch anderweitig Rat.
Unterstütze Deine Mutter und gebt Deinem Vater Hoffnung...
Ich wünsche Euch alles Gute und drücke die Daumen für die richtigen Entscheidungen.
Liebe Grüsse, Nadine
Hallo Nadine
Danke für deine Antwort.
Du hast mir wieder Mut gemacht.Wie ich das hier alles gelesen hab habe ich meinen Vater noch ein paar Tage gegeben.
Ich werde jetzt nicht sagen welchen Krebs mein Vater hat sonst kommt noch jemand und nimmt mir die Hoffung wieder.
Aber Du hast Recht!!
"Dennoch, Hoffnung gibt es immer, lasst Euch nicht demotivieren"
Genau das werde ich jetzt auch tun.Ich kann meinem Vater bestimmt nicht helfen wenn ich keine Hoffung mehr hab.
Nochmals viiiiiiiiiiiielen Dank für deine Antwort.
Grüsse Hans
Hallo Ihr Lieben!
Mein Papa ist am 12.11.2003 bei meiner Mutter im Arm und auch zuhause eingeschlafen! Beerdigung war Mittwoch! Ich finde alles sehr schrecklich und es ist auch sehr unrealistisch fuer mich. Ich wollt Euch nur kurz Bescheid geben! War bis gestern bei meiner Mutter und bin gerade wieder nachhause geommen. Das Leben ist schon komisch und es zeigt sich von einem Gesicht, welches ich mir nie haette vorstellen koennen. Ich bin sehr traurig. LG Gaby
Liebe Gaby, mein Beileid, dein Vater aber hat es geschafft! Und das zu hause zusammen mit einem Menschen, den er liebte.
Es wird seine Zeit brauchen, nimm dir diese Zeit und verlange weder von dir noch von deiner Familie, daß ihr schnell drüber weg kommt. Die Zeit der schweren Erkrankung hinterläßt auch bei Angehörigen tiefe Spuren. Nehmt euch Zeit füreinander und klärt alles Strittige irgendwann, der Zusammenhalt ist jetzt sehr wichtig.
Du schaffst es auch, versuche in deinem Vater nicht nur den Kranken zu sehen, sondern erinnere alle Facetten.
Beste Wünsche,
Tim
Liebe Gaby,
es tut mir schrecklich leid! Es tut weh, einen geliebten Menschen zu verlieren, auch wenn es für Deinen Vater eine Erlösung von weiteren Qualen war.Du warst bei ihm, so oft Du konntest und das sollte Dir das ruhige Gefühl geben, Du hast "nichts versäumt". Es ist gut, dass Dein Vater zuhause einschlafen durfte. Auch das wird Euch helfen etwas mehr Frieden zu schliessen. Ich denke an Dich und fühle mit Dir, wie Du Dir denken kannst. Jeder, der das erlebt hat, weiss, wie Du Dich jetzt fühlst....Gönn Dir ein wenig seelische Ruhe.
Sei traurig, lass es zu,- Dein Vater hat Deine Trauer verdient! "Die Welt verändert" sich in einer solchen Situation, und man bemerkt aufeinmal, dass viele Dinge, die einem früher wichtig waren, es gar nicht sind."
Alles Liebe, Nadine
Hallo Ihr Lieben! Jetzt nach 2 Wochen, wo mein Papa tot ist - ist es immer noch sehr unrealistisch fuer mich. Weiss gar nicht ob es normal ist, dass man es einfach nicht verstehen kann und auch immer noch denkt, er ist noch da. Irgendwie ist er auch noch da... hm.... ! Naja das ist wohl nicht das Thema fuer dieses Forum. Ich moechte mich bei Euch, besonders bei Nadine bedanken, dass ihr in dieser schweren Zeit immer da gewesen seit und mir Euer Trost mitgeteilt habt. Liebe Gruesse von Gaby
Liebe Gaby,
es ist normal, dass Du "es" nicht fassen kannst. Es wird auch noch länger so sein. Schau, mein Mann ist seit nun einem Jahr und acht Monaten nicht mehr hier, und ich "warte" immer noch auf ihn, spreche mit ihm.....
Dein Vater ist noch bei Dir, denk daran...Wenn Du Kummer hast und darüber sprechen möchtest ist hier immer ein Platz für Dich. Falls Du mir "ohne Mitleser" mailen möchtest: Graystreet@web.de
Dein Vater "sieht und hört" Dich, sprich mit ihm.
Alles Liebe, Nadine
Hallo Nadine,
vielen Dank fuer Dein Angebot. Momentan mag ich selten reden oder schreiben. Es ist immer noch sehr unrealistisch und ich weine komischerweise selten. Bin wie in Watte gepackt.. hm.. sag meinem Dad auch jeden Abend noch gute Nacht und schlafe wie die letzten 2 Jahre auf seinem Foto. In 2 Wochen fliege ich zu meiner Mutter und wir machen uns 2 schoene Wochen wenn es geht. Vor dem heiligen Abend habe ich die meiste Panik. Nur wir Frauen und ohne unseren Papa.... wird das furchtbar! Ich hoffe Dir geht es einigermassen Nadine? Liebe Gruesse Gaby
Hallo und guten Abend,
ich habe noch nicht alle Beiträge lesen können, habe aber trotzdem eine Frage in die Runde. Meine Mutter hatte vor einigen Jahren Brustkrebs. Dann war vermeintlich Ruhe bis man Mitte letzten Jahres Metastasen in der Leber festgestellt hat. Seitdem hat sie mehrere Zyklen mit Zystotatika durchmachen müssen und ihr Zustand verschlechtert sich zusehends. Ihr Onkologe sprach von nur noch wenigen Monaten. Zur Zeit ist sie wieder in der Klinik zur neuen Chemotherapie und nun ist folgendes passiert. Ihr Bauch schwillt von Tag zu Tag mehr an und die Ärzte sagen er wäre mit Luft gefüllt. Eine Erklärung woher diese kommen soll geben sie jedoch nicht. Auch erhält sie offenbar keine spezifischen Medikamente oder sonstige Behandlungen, um die Luft aus dem Bauch zu bekommen. Die Ärzte sagen aber das sei nicht besorgniserregend und mit der neuen - relativ starken Chemo - müßte sich dies wieder normalisieren. Für uns ist die Situation allerdings doch sehr schwierig, insbesondere weil unsere Mutter sich kaum noch bewegen kann und in den letzten 4 Tagen fast 4 Kg zugenommen hat, nachdem sie in den Wochen und Monaten voerher stetig abnahm. Hat jemand ähnliche Erfahrungen bereits gemacht? Ich wäre für Informationen recht dankbar, vielleicht auch direkt an die eMail-Anschrift: harald.gebert@t-online.de. Vielen Dank im voraus und alles Gute Ihnen allen.
Gruß
Harald
Hallo Harald, es tut mir wirklich leid, dass deine >Mutter so leiden muss, aber trotzdem kommt mir das alles etwas komisch vor.Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Mutter plötzlich so zunimmt und das soll von der Luft im Bauch kommen. Es tut mir leid, aber ich denke, dass sie Wasser im Bauch hat. Frag die Ärzte doch nochmal genau danach. Sie müssen dir doch etwas genaueres sagen. Man muss einfach immer nachfragen. Weiß das aus eigener Erfahrung.Denn wenn es wirklich Wasser sein sollte, dann kann man doch durch so ein bestimmtes Röhrchen das Wasser ablassen. Das ist zwar für deine Mutter sehr erleichternd aber ich habe gehört, dass das Wasser dann immer schneller nachläuft. Bin mir aber da nicht 100% sicher. Lieber Harald ich wünsche Euch alles, alles Gute und drücke Euch die Daumen, dass es deiner Mutter bald wieder etwas besser geht. Liebe Grüße Michaela
Hallo Michaela,
vielen Dank für Deine Informationen. Ich habe das auch schon befürchtet, bin mir aber natürlich noch nicht im klaren darüber. Das Problem bei der Sache mit dem Nachfragen ist, dass ich meinen Vater dabei nicht übergehen kann udn will. Und mein Vater will und muss vielleicht auch das Problem nicht so sehen. Beide, meine Mutter und mein Vater scheuen sich vor konkreten und hartnäckigen Nachfragen, weil sie wohl im Hinterkopf Antworten befürchten die für sie beide nicht zufriedenstellend sein können. Ich verstehe das und trotzdem teile ich ihre Ansicht nicht, wobei ich - als weniger schmerzhaft Betroffener - das vielleicht auch nicht richtig beurteilen kann. Vielleicht ist ja deren Vorgehensweise besser und zieführender. Trotzdem muss jetzt bald etwas geschehen und wenn die neue Chemo das nicht schafft bleibt wohl nichts anderes mehr übrig, als bohrende Fragen und Forderungen nach Abhilfe zu schaffen auch wenn diese nur kurzfristig Hilfe und Linderung schaffen. Hat denn hier im Forum jemand etwas ähnliches schon 'mal erlebt? Ich bin für alle Informationen dankbar. Übrigens auch danke schön für Deine eMail, Evelyne und alles alles Gute und besinnliche ruhige und vor allem gesunde Weihnachten.
Harald
Mein Vater ist am 15.12.03
bei meiner Mutter und mir Zuhause gestorben.
Danke an Nadine für die Antwort damals.
Lieber Hans,
es tut mir sehr leid, dass Dein Vater nicht mehr bei Euch ist. Wie ich aus eigener Erfahrung weiss, ist es auch kein wirklicher Trost, dass Dein Vater nun nicht mehr unter seiner Erkrankung zu leiden hat,- dennoch...überlege, ob Du es ihm wirklich gewünscht hättest, unter diesen Qualen noch länger weiter zu leben?
Es tut alles nur weh, ich weiss.
Deinem Vater war es sicher eine Hilfe, bei Dir und Deiner Mutter zuhause sein zu können.
Ich wünsche Euch friedliche Tage im Gedenken an die schönen Zeiten mit Deinem Vater.
Alles Gute, Nadine
Hallo,
ich verfolge dieses Forum schon seit einer geraumen Zeit. Aber bisher habe ich mich immer gescheut hier zu schreiben, da ich wahrscheinlich der Antwort aus dem Weg gehen wollte. Meine Vater hat seit ca einem dreiviertel Jahr die Diagnose Leberkrebs. 1 Chemo hat er bereits bewältigt. Der Tumor ist, laut Arzt, zum stehen gekommen, aber er hat jetzt nur noch 56kg. Und gestern habe ich die Nachricht von meiner Mutter bekommen, daß der Bauch wohl sehr stark mit Wasser gefüllt ist. ( das erklärt wahrscheinlich auch seine kleine Gewichtszunahme ) Sein Hämoglobinspiegel liegt ebenfalls bei 6,8 !!! Er soll nächste Woche deshalb eine Transfusion bekommen.Jetzt meine Frage:
Ich habe den Eindruck, daß Wasser im Bauch immer das letzte Zeichen ist, liege ich da Falsch ???
Vielen Dank im vorraus Stefan
Hallo Stefan,
ich habe auch vor einigen Monaten das gleiche gefragt wie Du. Mein Papa hat im Oktober Wasser bekommen. Ich glaube mich zu erinnern an 3 Liter. Ich wollte zu dieser Zeit eine grosse Reise machen als die Aerzte und dieses sagten. Ich habe mit den Aerzten geredet und auch hier im KK um Rat gefragt. Es gab hier im KK Menschen die haben Angehoerige, die schon mehrere Jahre immer wieder Wasser haben und trotzdem noch leben. Hab mich dann trotzdem dazu entschieden keinen Urlaub zu machen und zu meiner Familie zu fliegen und so viel Zeit wie moeglich mit meinem Papa zu verbringen. Ich hatte so selten meinem Papa gesagt, dass ich ihn liebe (fand ich irgendwie bloed, das weiss er doch sowieso) aber ich habe ihm seit der Diagnose mit dem Wasser alles gesagt, was ich ihm noch sagen wollte. War mit ihm noch Pilze sammeln, habe gemeinsam Nachts laute Musik gehoert, sassen in Wolldecken gewickelt und einer Flasche Wein im Oktober am See und haben den Sonnenuntergang angeguckt. Versuche so viele schoene Momente wie es geht nun mit Deinem Papa zu verbringen und sag ihm, dass Du ihn liebst und dass ihr dass schon gemeinsam schafft. Mein Papa ist am 12. November 2003 mit nur 62 Jahren bei meiner Mama und Schwester im Arm zuhause gestorben. Ich war leider nicht da, weil ich zu weit weg wohne. Ich wuensche Dir und Deinem Papa alles Gute und hoffe sehr, dass es bei Deinem Papa anders ausgeht. Nicht jede Krankheit ist gleich. Es gibt immer wieder Menschen, die es schaffen diese Krankheit zu besiegen!!! Wuensche Dir und Deiner Familie ganz viel Kraft und hoffe fuer Deinen Papa! Alles Gute Gaby
Vielen Dank für Deine Antwort.
Leider wohnt mein Vater in Köln und ich in Hannover. So das ich auch nicht die Möglichkeit habe so mal eben runter zu fahren. Nüchtern betrachtet beginnt mit der Geburt das sterben ( das sage ich ohne in eine Depression zu fallen ). Und wenn ich sehe das mein Vater bereits 74 Jahre ist, und die Chance hatte seinen Enkel zu sehen, und er wirklich ein erfülltes Leben hatte, ist doch eigentlich alles in Ordnung...!?
Für mich stellt sich hier einfach die Frage was Leben bedeutet( wahrscheinlich bin ich mit dieser Frage im falschen Forum ).
Aber für meinen Vater gesprochen kann ich nur sagen, daß dieses mit Sicherheit kein Leben mehr ist sondern nur ein vegetieren. So gesehen müßte man eigentlich froh sein wenn das vegetieren ein Ende hat. Aufgrund meines Glaubens muß ich sogar sagen, daß er es dann geschafft hat.........
Hoffentlich denke ich "hinterher" noch das was ich hier von mir gebe!
Aber zur Zeit helfen mir diese "nüchternen Gedanken" wenn ich darüber nachdenke das mein Vater( eine Instutition die eigentlich immer da ist) nicht mehr körperlich existiert.
Ein Freund von mir hat mir neulich erst gesagt: Zum Leben gehört das Sterben. Und dieses zu akzeptieren macht einem das Leben wohl wesentlich leichter..............
Grüße Stefan
Hallo Stefan,
ich hätte mir sehr gewünscht mein Papa wäre 74 Jahre alt geworden.... Wenn man vor dem Rentenalter stirbt finde ich das ganz schlimm. Mein Papa hat auch Enkelkinder und ein schönes Leben geführt. Bloss mit 62 Jahren zu sterben, das tut weh...
Ich wünsche Dir alles Gute!
Liebe Grüße Gaby
Hi,
ich habe diese Seite gefunden und versuche nun hier mein Glück.
Mein Vater kam ins Krankenhaus mit Krampfadern in der Speiseröhre, dann hat man Leberzirrhose festgestellt. Es kam Nierenversagen hinzu und auch Bauchwassersucht. Jetzt hat er auch noch Wasser in der Lunge und beim Herzen. Ich wollte mich informieren wie es bei ihm weitergeht und mit was meine Mutter noch alles zu rechnen hat. Ärzte erzählen nur wischi-waschi, sprich sie erzählen einem nur das notwendigste,was sie für richtig empfinden. Meine Mutter macht die Pflege meines Vaters seit Ende März 2003 mit und ist nun selbst ein nervliches Wrack.
Wer kann mir Auskunft geben über den weiteren "Leidensweg" und was noch alles kommt.
Wäre für jede Info dankbar.
Grüße
Angelika
Hallo Ihr Lieben,
ich bin heute nach einem Telefonat mit meiner Mum auf der Suche nach Aufklärung auf dieses Forum gestossen. Als erstes möchte ich allen Hinterbliebenen noch mein herzlichstes Beileid mitteilen.
Ich habe lange überlegt, ob ich hier etwas schreiben soll oder nicht, aber ich bin so dermaßen hilflos, dass ich auf Hilfe hoffe.
Meine Mutter hatte vor 5 Jahren Brustkrebs und die Krebszellen wurden operativ entfernt. Metastasen wurden keine gefunden. 4 Jahre hatte sie dann Ruhe und im Herbst 2002 kam der Befund, dass sich in Leber, Magen und Wirbelsäule neue Tumore gebildet haben. Sie bekam sofort eine Chemo, da Operationen an so vielen Stellen ausgeschlossen wurden. Die ersten beiden Therapien hat sie gut verkraftet und das Wachstum wurde gestoppt. Dann musste sie 4 Monate nicht mehr ins Krankenhaus. Wir waren alle sehr glücklich, da es aufwärts ging: die Haare wuchsen wieder, sie hatte wieder eine gesunde Gesichtsfarbe und ihr Appetit war umwerfend.
Bei der Routineuntersuchung im HErbst 2003 wurden dann neue Tumore festgestellt und es bildete sich Wasser an der Lunge. Das Wasser drückte die Lunge so zusammen, dass auch sie punktiert wurde. Anschließend ging es ihr wieder besser und sie war wieder vollen Mutes und Kraft, die Tumore zu bekämpfen. Im Oktober bekam sie eine sehr heftige Chemo, die sie drei Wochen außer Kraft setzte. Sie war kurz davor aufzugeben! Die Ärzte haben darauf hin die Chemo im Dezember auf Januar vertagt, damit sie wieder zu Kräften kommen kann.
Nach den Feiertagen fuhr ich dann drei Tage mit ihr zu einem Wellnessurlaub ganz ohne Männer. Es war eine traumhafte Zeit und es ging ihr sehr gut.
Die zweite Januarwoche sollte dann die nächste sehr starke Chemo verabreicht werden. Als sie im Krankenhaus ankam, erzählte sie von ihrem starken Husten und wieder Atembeschwerden. Die Ärzte untersuchten sie und stellten eine Lungen- und Rippfellentzündung fest. Somit bekam sie anstatt einer Chemo Antibiotika. Die Atemnot wurde immer schlimmer und heute war sie wieder im Krankenhaus. Dort wurde ihr mitgeteilt, dass das Wasser im Bauch weiter gestiegen ist und auf die inneren Organe drückt. Morgen früh muss sie nun stationär ins Krankenhaus, wird 3-4 Tage punktiert und soll anschließend "verklebt" werden. Kennt Ihr das? Ich habe davon noch nie gehört oder gelesen. Wäre Euch sehr dankbar, wenn jemand das erklären könnte.
Auf jeden Fall haben sich in der Zwischenzeit weitere Metastasen im Brustbereich gebildet, weil sie 3 Monate keine Chemo bekommen hat. Mir zieht es im Moment den Boden unter den Füssen weg, denn das alles hört sich m.E. danach an, dass sie den Kampf bald verlieren wird. Hat von Euch jemand ähnliche Erfahrungen? Mir helfen ganz ehrliche und offene Worte am meisten, da sie mir untersagt hat, mit dem Arzt selbst zu sprechen. Auch ihr Mann, mein Stiefvater, lässt nicht viel raus, wie es tatsächlich um sie steht.
Was soll ich nur tun? Mein Bruder und ich sind so hilflos und wissen gar nicht, wie es weitergehen soll. Ich möchte meine Mutter nicht verlieren. Sie war doch immer für mich da, immer, egal, ob mit 1 oder mit 32. Und sie ist doch erst 56 Jahre jung, sie hat doch noch das schöne Leben vor sich.
Es ist so ungerecht und fies. Ihr Leben lang hat sie nur gekämpft und gearbeitet und seit 6 Jahren hat sie den Mann ihres Lebens gefunden. Warum darf sie diese glückliche Zeit nicht gesund erleben? Warum ist das Leben so ungerecht, dass es gerade die Menschen trifft, die immer großherzig, liebevoll sind und immer nur das Beste für alle anderen wollen? Ich verstehe im Moment die Welt überhaupt nicht mehr. Ich würde so gerne etwas für sie tun, Klarheit bekommen und ihr das Leben versüssen. Aber wie? Wir können nur zusehen, wie es ihr immer schlechter geht. Ist das das Leben?
Entschuldigt bitte, wenn ich etwas wirr schreibe, aber mir gehen so viele Gedanken durch den Kopf, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll und wo aufhören.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mich an Euren Erfahrungen teilhaben lassen würdet.
Liebe Grüsse
Tine, die Traurige
Hallo Tine! So eine Scheisse, es tut mir so leid zu hören, was mit Deiner Mutter ist. Diese furchtbare Krankheit!!!!! Ich bin auch 32J und habe meinen Papa am 11. November 2003 verloren. Unverständlich für mich - immer noch. Noch nicht mal mehr ins Rentenalter gekommen und lange gekämpft und doch verloren. Meine Mum ist mit 55 Witwe....! Und ich vermisse ihn so, jeden Tag wirds mehr... !! Dein Eintrag berührt mich sehr. Ehrlichkeit.. hmmm.... für mich hört sich es nicht gut an, aber mein Daddy hatte Magenkrebs mit Metatasen Mit dem Wasser fing der Anfang vom Ende an... lies mal, wann ich das erste Mal geschrieben habe. Ich will Dir aber Deine Hoffnung nicht nehmen, jeder Fall ist anders. Ich hoffe Deine Mom hat mehr Glück, als mein Papa!! Trotzdem würd ich so oft wie möglich nun bei ihr sein und schöne Sachen mit ihr machen. Ich hab mit meinem Papa zum Glück auch noch so einige schöne Momente verbringen dürfen und ich bin sooooo froh, dass ich auf einiges verzichtet habe um bei meinem Papa sein zu dürfen...!!! Es ist eine so unberechenbare Krankheit, man ist so hilflos und so wütend und alles bricht zusammen. Und nur diejenigen die es erlebt haben, können es nachvollziehen und verstehen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und denk an Dich...!!! Würd Dir gerne Trost spenden aber ich glaub das kann man nicht...! Mein Papa hat sich nicht sehr lange gequält und darüber war ich im nachhinein sehr dankbar.... !
Liebe Grüße Gaby
Tine, das was es mit dem verkleben auf sich hat, weiss ich nicht. Habe ich noch nichts von gehört. Ich hoffe jemand anderes aus dem kk kann dir auskunft geben.
bin jetzt 4 wochen nicht online! wünsche dir alles gute! gaby
Liebe Gaby,
vielen Dank für Deine lieben und ehrlichen Worte. Ich hoffe sehr, dass meine Mama noch einige Jahre ein einigermaßen schönes Leben hat, aber auch ich glaube, dass die Krankheit schon sehr weit vorgeschritten ist und das es kein gutes Ende nehmen wird. Die Hoffnung ist immer da und jeden Tag hoffe ich auf eine Wende. Wenn das alles nicht so schrecklich wäre, man ist so hilflos und weiss einfach nicht, wie man helfen kann. Man kann nur zusehen, und das tut soo weh.
Hat jemand anderes von Euch Erfahrung mit dem Verkleben? Ich finde einfach nichts darüber.
Liebe Grüsse
Tine
Hallo Tine,
frag doch mal in der Krebsrubrik vom medicine-worldwide nach.
Vielleicht kann man Dir dort helfen.
Liebe Grüsse, Nadine
hallo - beim meinem papa 55 wurde im sept.03 darmkrebs mit lebermetastasen diagnostiziert. vor 1 woche mussten wir erfahren dass es keine therapiemöglichkeit mehr gibt. ich lese dieses forum von anfang an und traue mich jetzt erst zu schreiben. heute bekam ich einen anruf von meiner mama, ich wohne 250 km entfert, dass sich wasser in den beinen gebildet hat. was kommt jetzt?name@domain.de
Hallo Anke, was kommt jetzt... es ist sicherlich bei jedem anders, aber bei den meisten Krebspatienten ist dies kein gutes Zeichen. Mein Mann bekam etwa im November 03 Wasser in die Beine und er ist am 30.12. gestorben. Was nicht heißt, dass es bei deinem Papa auch so sein wird! Aber versuch vielleicht doch mehr bei deinen Eltern zu sein, deine Anwesenheit tut bestimmt gut. Sprich wenn irgendmöglich normal mit deinem Papa,aber wenn möglich auch übers sterben. Sei für deine Eltern da, sie brauchen dich bestimmt. Ich wünsche Euch viel Kraft! Jessy
Hallo,
meine Lebensgefährtin bekam die Diagnose Ovarialkarzinom, Darmkrebs, riesige Lebermetastasen. Lebenserwartung 2 Monate .... vielleicht .... Ich stehe quasi alleine, ihre Familie sagte das wird schon wieder ..... "stell" dich nicht so an. ....
Was erwartet mich in der nächsten Zeit, wie wird sie sterben, was kann ich für sie tun??
Jürgen
Hallo Jürgen! Es tut mir sehr leid für Deine Lebensgefährtin.
Ich kann Dir nur einen Tipp geben, den Du wahrscheinlich auch nicht benötigst. Sei da für sie. Tag und Nacht. Zeig ihr, dass sie nicht alleine ist und hab sie lieb! Ihre Familie ist wahrscheinlich geschockt und sie wollen es nicht wahrhaben..
wichtig jetzt nur, dass Du für Deine Lebensgefährtin da bist und sie ablenkst.. und sie sich nicht allein fühlt.
Ich wünsche Dir alles Gute und trotz der schlechten Diagnose Hoffnung! Meinem Papa haben sie auch 2001 nicht mehr lange gegeben und er hat noch über 2 Jahre erleben dürfen. Natürlich mit viel Tränen aber auch mit Liebe, Urlaub und Zusammenhalt der Familie! Liebe Grüsse Gaby
Liebe Gaby,
danke für deine Worte. Gestern Abend habe ich meine Andrea zu ihren Eltern gebracht. Fast 250 km weit weg. Die Eltern haben gedrängt und Andrea in eine Konfliksituation gebracht. ... ich wollte mir Urlaub nehmen um bei ihr zu sein. Andrea hat ein schlechtes Gewissen ihren Eltern gegenüber... die sind ja so christlich .... Andrea möcht nicht das ich dort übernachte .... weil ihre Mutter mich nicht im Haus haben möchte. .... wir verlieren wertvolle Tage die wir zusammen verleben könnten. Das macht mich fast wahnsinnig. Ob Andrea jemals noch zurück in unsere Wohnung kommt .... ich glaube es fast nicht. Der körperliche Verfall ist dramatisch. Im Dezember noch waren wir 3 mal in der Woche im Sportstudio und vor zwei Wochen noch in der Stadt bummeln. Heute kann sie kaum noch eine Treppe aufsteigen. .... ich kann es nicht fassen. Von der Diagnose 4. März 2004 bis heute ..... Was mich am meisten belastet, ist, dass ich einen umfassenden Wissensstand habe und Andrea das Thema komplett abblockt. .... genauso wie ihre Eltern. Verdrängung quasi in die Wiege gelegt.
Viele liebe Grüße
Jürgen
Lieber Jürgen,
ich würde Dir sehr gerne eine viel positivere Nachricht schreiben, aber es sieht sehr kritisch bei Andrea aus. Meine Mum hatte auch Wasser im Bauch und wurde trotz Metastasen in der Leber, Magen und Rücken operiert, das Wasser "abgesaugt" und die Stelle verklebt. Hierbei wurde Lungenkrebs festgestellt. Nach dem Krankenhaus war meine Mum noch 2 Wochen zu Hause und bekam wieder sehr viel Wasser, nach 14 Tagen schlief sie dann ein.
Entschuldige, ich bin mal wieder vom Thema abgekommen. Zu Dir: Wenn Deine Andrea bei ihren Eltern sein möchte, dann akzeptiere es. Wenn Andrea aber bei Dir sein möchte, dann sprich deutlich mit den Eltern. Ihre Eltern sollten in einer solchen Situation das christliche, die Vorurteile, etc. außen vor lassen, denn es geht um Andrea, und sie braucht alle Liebe, die Ihr gemeinsam ihr geben könnt.
Ich drück Dich ganz fest!!!
Tine
Liebe Tine,
auch dir vielen Dank für deine Worte.
Egal wie es kommt, ich möchte dabei sein, wenn Andrea geht! Hoffentlich komme ich nicht zu spät! Das macht mir Angst.
Wir hatten uns erst im August 2003 kennengelernt und sind seit Dezember 2003 zusammen. Eine sehr kurze aber schöne, wenn auch überwiegend schmerzhafte Zeit. ..... so spielt das Leben.
Liebe Grüße Jürgen
Lieber Jürgen,
das kann ich sehr gut verstehen. Erkläre dies auch so ihren Eltern und bitte sie inständig, dass sie es Dir nicht verwehren, Andrea zu sehen. Das dürfen sie Eurer Liebe nicht antun. Versuche sehr ruhig mit ihnen zu reden und wenn sie wirklich das beste für ihre Tochter möchten, dann werden sie das alles zulassen.
Ich drück Dir die Daumen und wünsche Dir gaaanz viel Kraft.
Liebe Grüsse
Tine
Hallo Jürgen! Mir tut es so leid und auch weh was Du schreibst, weil ich es so gut nachvollziehen kann. Wie geht es Deiner Freundin, meine Ihrer Seele? Ich kann es schon verstehen, dass Ihre Eltern für Ihre Tochter da sein wollen aber zum Schluss muss es Deine Freundin entscheiden wo sie sein möchte! Es tut sehr weh, ich kann Dich verstehen. Mein Papa wollte auch nichts mehr hören und hat alles abgeblockt. In manchen Situationen ist es vielleicht besser, es nicht mehr wissen zu wollen... ich weiss nicht... kann dazu nichts sagen. Darfst Du denn mit ihr telefonieren oder sie besuchen? Bist Du beruflich gebunden, könntest Du für sie den ganzen Tag Zeit haben?
Liebe Grüße Gaby
Liebe Gaby,
bei allem was im Moment so ab geht komme ich mir wie ein kleiner pupertierender Jugendlicher vor, der mit den Eltern seiner ersten Freundin seine Erfahrung macht. Andrea ist 35 Jahre alt!! Hat leider nie gelernt Frust auszusprechen und Gefühle wie Weinen .... zu zeigen. Am Anfang unserer Beziehung ist sie in ein anderes Zimmer gegangen, um mit Ihrem Frust fertig zu werden. Das ist inzwischen anders. Aber wie es wirklich in ihr aussieht habe ich bislang nicht erfahren.
Wir haben zwar nach der Diagnose zusammen geheult, aber dann war sie wieder Andrea die "Starke". Ich würde so gerne ihre Seele berühren .... aber sie blockt komplett ab. Ich habe es vorsichtig und zaghaft versucht, sie auf ihre Meinung zur Diagnose anzusprechen .... leider ohne Reaktion.
Andrea hat Angst von ihren Eltern "verstoßen" zu werden. Hatte Angst das ich sie verlasse .... jetzt habe ich Angst, dass sie mit mir die Beziehung beendet, um alleine den Rest des Weges zu gehen .... genau so wie in ein anderes Zimmer gehen und alleine mit dem Frust fertig werden. Kindheitsmuster!!!
Ich habe vergangene Woche mit im Krankenhaus übernachtet, hatte mir frei genommen. Kann mir auch weiter die Zeit nehmen, die ich brauche .... dank meines Chef´s.
So sehe ich jetzt zu, wie die Sanduhr abläuft .... wenn sie körperlich kann, ist sie ab Sonntag wieder bei mir. Verlorene fünf Tage!! Aber ich kann sie nicht unter Druck setzen. Sie will ihren Eltern gefallen ..... wohl ein Problem der älter geborenen. Immer Männchen machen, um noch Aufmerksamkeit gegenüber den bevorzugten Nesthäkchen zu erhaschen. Diese Rolle wollte ich mit ihr zusammen ändern ... Selbstbewußtsein aufbauen. Sie ist eine wunderbare, zärtliche und einfühlsame Frau! Kann auf das stolz sein, was sie erreicht hat ... nur ihr wurde immer wieder das Gegenteil vermittelt, von ihrem Ehemann, von ihren Eltern.
Wir telefonieren täglich, aber das Unausgesprochene blockiert uns ein wenig.
Liebe Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen! Ich kann mir vorstellen was Du durchmachst, es ist alles so schrecklich. Jeden Morgen hofft man, dass es doch nur ein böser Traum war. Wie kann es nur sein, dass eine 35jährige Frau sterben soll? Wie kann das alles nur sein, wenn man sich hier die ganzen Mails von Gästen durchliest. Ich hoffe so sehr, dass Andrea wieder in Eure Wohnung zurückkehren möchte. Ich hoffe auch, dass noch ein Wunder passiert!! Hört sich naiv an, aber Wunder gibt es und der Glaube kann Berge versetzen. Ich bin nicht christlich und habe auch vergeblich auf ein Wunder bei meinem geliebten Papa gewartet, dass Wunder war wahrscheinlich, dass er keine großen Schmerzen hatte als er ging. Dränge Andrea nicht. Sie will nicht darüber reden und sie braucht doch auch nicht...! Wichtiger empfinde ich, dass Du ihr irgendwie noch klar machst was sie alles erreicht hat in Ihrem Leben und wie sehr sie von allen geliebt wird. Ihre Eltern lieben sie ja bestimmt sonst würden sie sich ja nicht so seltsam benehmen, nicht richtig, empfinde ich, aber ein Zeichen Ihrer Liebe... Vielleicht bereuen Sie bereits wie sie sich immer benommen haben und können trotzdem nicht anders... Und Du liebst dass weiss sie, sonst würdest Du ja nicht alles versuchen und im Krankenhas schlafen und hier um Rat fragen..! Es tut mir leid.. Ich wünsche Dir, dass Du ganz stark bist und dass Du Deine Andrea nachhause holst. ... sone scheiss krankheit... das macht mich so wütend, denn man ist so hilflos....
Jürgen, alles Gute und ich drück ganz fest die Daumen!!!
Liebe Grüsse Gaby
Hallo Jürgen,
ich kann dich sehr gut verstehen in welche situationen du steckst.ich kann dir nur viel kraft wünschen.
Ich stecke auch in so einen prblem.Mein Vater hat seid september leberkrebs.die ärzte haben uns gesagt das er noch am anfang ist,er hat viel glück.Er müsste operiert werden damit er noch leben kann.Haben wir alles machen lassen. Was ist am ende passiert, er hat medizienisch gesehen nur 1-2 monate lebenserwartung.
Ich glaube den ärzten gar nicht mehr.Ich und meine geschwister sind immer noch am suchen nach neue möglichkeiten.DAmit unser vater wieder gesund wird. ich glaube den ärzten nicht das mein vater nur 2 monate lebenerwartung hat sondern viel mehr.Er ist noch positiv eingestellt.
Er und wir glauben heute noch dran dass wir das schaffen werden.
Unsere neue stand momentan ist,wir versuchen momentan mit einem planzlichen medikament TIAN XIAN,aus den china.Info kriegst du wenn du das wort in irgend einen suchmaschine ein gibst, genug informationen.
Also Jürgen kopf hoch ihr werdet das auch schaffen,bloss nicht aufgeben.
ich wünsche dir das du ganz viel kraft hast.ALLES GUTE
PS:ich möchte mich enschuldigen wegen meinen gramatik,ich lebe erst zeit 8 jahren in deutschland.Deshalb kann ich noch nicht so gut schreiben.
Alles liebe und gute
Aleyna
Liebe Aleyna,
am 12. April 2004 ist Andrea gestorben. 5 Wochen nach der Diagnose....... Wie sagt Grönemeyer ... "Das Leben ist nicht fair".
Bei dir wünsche ich dir mehr Glück ....
Liebe Grüße
Jürgen
Lieber Jürgen,
es tut mir sehr leid für Dich, ......... mir fehlen leider die Worte.
Auch ich habe einen sehr geliebten Menschen an Leberkrebs verloren, meine Mum ist am 04.02.04 gestorben.
Mein innigstes Beileid für Dich und fühle Dich gedrückt.
Ich wünsche Dir noch viel Kraft für die nächste Zeit
Toni
lieber jürgen,
mein herzliches beleid für dich.
ich werde für andrea und dich eine kerze anzünden.
mein papa ist am 19.10.03 auch 5 wochen nach der diagnose
leberkrebs gestorben.
ich schicke dir einen sonnenstrahl für die kommente
dunkle ,schwere zeit.
sei ganz lieb gedrückt.
andrea
Liebe Andrea,
lieber Toni,
lieben Dank für eure Worte.
Ich bin überrascht darüber, dass mir unbekannte Menschen eher ihr Mitgefühl ausdrücken können, als meine Freunde. Die können damit irgendwie nicht umgehen. Nur meine Familie.
Auch euch eine bessere Zeit.
Liebe Grüße
Jürgen
Lieber Jürgen!
mein herzliches Beileid! Es tut mir sehr leid für Andrea und natürlich auch für Dich... ! ... das tut weh...
Das stimmt, meine Freunde konnten damit auch nicht umgehen als mein Papa gestorben ist. Man kann es nur besser machen, wenn sie mal in so einer Situation kommen - und diese kommt...
:(
Ganz liebe Grüße Gaby
Lieber Jürgen!
ZU deiner Feststellung, dass hier unbekannte Menschen dir mehr Mitgefühl zeigen als deine Freunde: hier sind alle irgendwie betroffen und haben gelernt damit umzugehen! Ich habe vor bald 2 Jahren meine Schwägerin an Brustkrebs und Lebermethastasen verloren! Ihr Kampf hat sich allerdings über 3 Jahre gezogen! Aber das Forum hat mir sehr geholfen!
Ich kann dir nicht viel Trost spenden, aber sei dankbar für die schöne, wenn auch sehr kurze Zeit mit Andrea!
Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute für dein weiteres Leben!
Liebe Grüße
Ismene
Lieber Jürgen,
wie ungerecht und entsetzlich! Ich habe gerade eben Andreas und deine Geschichte gelesen und es kommen mir die Tränen. Ich wünsche dir alle Kraft, die du jetzt brauchst, und Zuversicht. Bewahre die schöne Zeit in deinem Herzen.
Es gib diesen Spruch des indischen Weisheitslehrers Tagore:
"Leuchtende Tage. Nicht weinen, dass sie vergangen. Lächeln, dass sie gewesen."
Im Moment wirst du das noch nicht so sehen können. Aber irgendwann dann schon. So ging es jedenfalls mir: Als vor fast 15 Jahren mein kleiner Sohn mit nur sieben Wochen an einem nicht rechtzeitig erkannten Herzfehler starb, wollte ich, dass die Welt sich nicht mehr weiterdreht, dass alle Uhren stehenbleiben. Aber die Zeit mit ihm möchte ich nie missen, sie war so kostbar - und ich habe jeden Tag mit diesem sonnigen Kind ganz intensiv erlebt. Heute überwiegt die Dankbarkeit, ihn geboren und bei mir gehabt zu haben (auch wenn die Wunde nie richtig verheilen wird).
Hallo,
vor zwei Jahren habe ich diesen thread im Forum gestartet, nun war gerade der zweite Todestag meines Vaters und ich hatte das Gefühl, mal wieder zu lesen, wie es mir damals ging (obwohl ich dafür eigentlich nicht nachzulesen brauche...). Ich war positiv überrascht, daß das Forum nach wie vor vielen Leuten bei der Suche nach Information, Trost und Austausch nach wie vor helfen kann!
Im Rückblick haben mir diese traurigen Monate damals sehr viel Kraft gegeben, ich habe mich verändert, bin klarer und noch entschiedener in meinem eigenen Leben geworden. Ich wünsche euch allen viel innere Stärke und ein offenes Bewußtsein für eure kranken Partner oder Angehörigen und auch für euch selbst.
Beste Wünsche und vor allem Ruhe in euren Gedanken....
Gruss,
Tim
Hallo,
mit Tränen in den Augen habe ich all die Beiträge gelesen. Mein Vater (66) ist vor einem Monat verstorben. Er hatte Prostatakrebs, der vor 7 Jahren entdeckt wurde. Nach den bekannten Behandlungen, wie Chemo, Hormonbehandlung etc. hat er gut mit dem Krebs gelebt. Bis im Oktober letzten Jahres Knochenkrebs und Lebermetastasen diagnostiziert wurden. Ohne Behandlung wurde nach Hause geschickt. Für alternative Behandlungsmethoden, wie Mistel, war mein Vater leider nicht offen. Im März hat er dann Gelbsucht bekommen und jede Menge Wasser im Bauch. Er kam ins Krankenhaus, wo das Wasser 2x punktiert wurde - insgesamt 4 Liter! Nach wenigen Tagen ging es rapiede bergab. Er war zu schwach zum Laufen, zum Essen und wollte sterben. Wir konnten uns dazu durchringen ihnen nach Hause zu holen und ihn nicht in ein Hospiz zu geben. Es war eine harte Zeit, aber ich bin froh, dass wir es gemacht haben. Nach eine Woche versagten dann die Nieren und mein Vater kam wieder ins Krankenhaus. Dort wurde ihm mit Morphium ein Sterben in Würde ermöglicht. Er ist ruhig eingeschlafen. Ich bin so unendlich traurig...
Liebe Unbekannte ....
ja, es ist eine superharte Zeit. Wer mag, ich würde mich freuen, darf gerne auch mit mir persönlich Kontakt aufnehmen. Darüber sprechen oder schreiben tut sicher ganz gut.
e-mail: jb1960@web.de
Liebe Grüße
Jürgen
lieber jürgen,
du hast ja so recht es ist eine furchtbare zeit.
am anfang dachte ich ich überstehe papas tod nicht, aber mit der zeit wurde es besser. jetzt denke ich einfach an die schönen jahrzehnte die wir miteinander verbringen durften.
es dauert halt alles seine zeit. am anfang sind mir die worte
"die zeit heilt die wunden" auf den wecker gegangen. ich konnte einfach nicht verstehen warum gute freunde so etwas sagen konnten.
sie merkten nicht wie sehr mich diese worte verletzten.
ich hätte es nie gedacht, aber ich muss sagen es stimmt.
mitlerweile überwiegt die liebe und dankbarkeit die trauer und den schmerz.
du wirst sehen, mit der zeit kannst du auch wieder lächeln, wenn du an deine andrea denkst.
es ist schwer einen geliebten menschen los zulassen, wenn er dazu noch so jung ist.
leider macht diese krankheit erst probleme wenn es schon zu spät ist. bei meinen papa war es genauso. er kam wegen eines sturzes ins krankenhaus, bei den untersuchungen wurde leberkrebs im entstadium festgestellt. die ärzte sagten sie könnten nichts mehr für ihn tun, das einzige wäre eine lebertransblantation, aber die würde er so wie so nicht überleben. nach zwei wochen krankenhaus schickten sie ihn zum sterben nach hause. drei wochen später war er tod. für meine mama, mich und meiner familie ein großer verlust.
wie war es den bei deiner andrea?
ich würde mich sehr freuen wieder von dir zu hören.
(meine email lautet:herbert.markert@gmx.de)
sei ganz lieb gedrückt!
liebe grüße und kopf hoch
andrea
(ps. schreibe im hinterbliebenen forum als spätzchen gedichte an meinen papa, wenn du lust hast schau doch mal rein,
vielleicht helfen sie dir ein bisschen)
Hallo, Ihr Alle,
Ich muß Euch einfach mal schreiben, dass es mir durch dieses Forum gelungen ist, mich mit dieser Krankheit "Leberkrebs" wie auch immer sie entstand, auseinanderzusetzen! Danke für Eure Offenheit in diesem Forum.
Ich hab so viel geweint nachdem ich all Eure Beiträge gelesen hab!(:-( Mein Bruder (40) ist sehr schwer Krank und hat auch viel Wasser im Bauch.Überall Metastasen! Man hat erst diese Woche wieder 4 Liter abgelassen. Er ist zu Hause und wir wollen immer bei ihm sein! Wir lieben ihn so sehr! Es tut so weh!
Echt schön dass es so ein Forum gibt!!
Was kann ich tun, um mit ihm über seine Krankheit zu sprechen? Er verträngt es total! Das, finde ich, macht die Sache noch schwerer!(:-(
Liebe Grüße an Euch Alle!
Petra
Hallo Petra, es tut mir sehr leid,dass Dein Brunder so schwer krank ist. Mein Papa hat es auch verdrängt und bis zuletzt gesagt, er wäre gesund. Ich finde es ist ok wenn jemand darüber nicht sprechen will und es auch verdrängt. Warum hätte ich meinem Papa noch mehr weh tun sollen, in dem ich ihm seine Lage noch mehr bewusst wird. Seih da - und das bist Du ja schon. Ich war auch bei meinem Papa bis zuletzt. Konnt ihm nochmal sagen, dass er der beste Papa der Welt ist etc... Mein Vater ist jetzt ein halbes Jahr tot, gestorben bevor er ins Rentenalter kam.. es tut weh einem geliebten Menschen so krank zu sehen und zu verlieren. Ich denke an Dich und Deinem Brunder und ich hab auch bis zum Schluss auf ein Wunder gehofft. Ich hoffe für Deinen Bruder gibt es auch ein Wunder, wie immer dieses auch aussieht. Ganz liebe Grüße und ganz viel Kraft. Gaby
Hallo Gaby,
danke für Deine Antwort und lieben Worte!(:-)
Petra
Liebe Petra,
es ist unglaublich schwer eine gelassene und optimistische Fassade aufrecht zu erhalten. Und es ist auch schrecklich nicht über das was man mit dem geliebten Menschen sprechen möchte, nmicht reden zu können. Bei Andrea war das ganz genau so. Die "Betroffenen" gehen unterschiedlich damit um. Es ist eine Art der Verdrängung. So schrecklich es sich anhört. Ich habe nach der Diagnonse angefangen mich mit dem Abschied von Andrea zu beschäftigen. Ich hatte Angst davor, mir Illusionen über eine winzig geringe Chance einer Spontanhilung zu machen. Gehofft habe ich immer ....
Wenn dein Bruder nicht darüber sprechen möchte, wirst du das akuzeptieren müssen, so hart das auch für dich ist. Bei Andrea war es so, dass wir in den letzten zwei Wochen kaum noch sprechen konnten. Ich denke jeder wußte es und keiner wagte darüber zu sprechen, weil die Realität so brutal ist. Bedrängen wollte ich Andrea nicht. Ich hatte versucht mit ihr über die Diagnose der Ärzte zu reden .... so ungefähr: "Was denkst du darüber, was der Arzt gesagt hat." .... Die Antwort war nur ein: "Ich hoffe es geht gut." Quasi so wie Grönemeyer in seinem Lied "Der Weg" beschrieben hat ..... "wir haben die Wahrheit so gut es ging verschwiegen .... ".
Ich wünsche dir viel Kraft und Menschen die dich halten.
Liebe Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen,
hab vielen Dank für die lieben Worte!Es ist trotz allem eine Ermutigung zu lesen, dass es anderen auch so geht oder in Deinem Fall ging. Nur manchmal denke ich, ob sich vielleicht der Betroffene, also in meinem Fall mein Bruder, im Innersten nicht doch wünscht das der andere, also ich, anfängt darüber zu reden. Kannst Du mir folgen?
Komisch, ich bin manchmal nur noch am Denken.Wie mach ichs am Besten ohne zu verletzen und ohne was nicht getan zu haben? Fragen, Fragen, Fragen ???????
Liebe Grüße
Petra
Hi Petra,
ich war auch froh als ich am Krankenbett bei meinem Papa sass und meine Mutter für 2 Stunden rausging um etwas zu besorgen. Die Schwester hattte mir gesagt, dass mein Dad den ganzen Vormittag im Bett gesessen hatte und geweint hat, weil er solche Angst vorm Sterben hatte. Mir zerbrach mein Herz. Ich war 2 Stunden mit ihm allein, habe zugeguckt wie er geschlafen hat ihm seine Hand gestreichelt und ihm immer wieder gesagt, wie lieb ich ihn hab. Wir haben über sein Leben gesprochen und er hatte auch die Gelegenheit mit mir über den Tod zu sprechen - aber er hat es nicht getan.Das es nicht mehr gut wird, wusste er garantiert. Vielleicht ist es schwer über dieses Thema mit seiner Familie zu sprechen, weil man weiss, dass es den übrig gebliebenen so wahnsinnig weh tut. Hm.. ich weiss auch nicht. Du bist doch da, er könnte doch wenn er wollte.. das weiss er ganz bestimmt..
Es tut mir sehr leid ! LG Gaby
Hallo Gaby,
ja, es wird so sein wie Du sagst. Sie wollen ihren Angehörigen keinen Kummer und Schmerz bereiten. Deswegen dieses Schweigen.Aber bei so manchen Sätzen wie:"Wenns mir wieder besser geht dann........"
ja, dann muß ich ganz schön mit den Tränen kämpfen!Kannst Du das verstehen? Ich will ihm keineswegs die Hoffnung rauben!!!! Aber ich hab Augen und sehe die Scheiß-Realität!Ich hasse Krebs!
Entschuldige bitte meinen Zorn.Weißt Du, ich hab auch schon vor 11 Jahren meine Schwester im Alter von 36 Jahren verloren (Merkelzelltumor).Ich finde es reicht jetzt!(:-(
Danke, dass ich mal wutig sein kann!(:-)
Schönen Tag noch!
Es tut gut sich mal alles von zu schreiben.
LG Petra
Hi Petra,
nur kurz, denn muss arbeiten :/ !
Meinem Vater hat man von Anfang an gesagt, dass er bald stirbt.
Er hat immer gesagt, er wird wieder gesund. Das hat ihn am Leben erhalten! Wir haben ihm Mut gemacht und auch gesagt wir schaffen das schon gemeinsam. Er hat noch 2 Jahre gelebt, 2 schöne Urlaube gemacht, viel Zeit mit seinen kleinen Enkeltöchtern verbracht. Die Phsyche spielt eine wesentliche Rolle bei dieser Krankheit. Der Satz " ich werde wieder gesund" den finde ich super ! Hoffnung ist was ganz wichtiges! Ich habe obwohl dieser schlimmen Diagnose bis zum Schluss Hoffnung gehabt... mein Vater auch.... Er hat nur so lange und so gut noch gelebt weil er diese Hoffnung hatte...
Und es gibt ja nun auch Fälle, die positiv ausgehen!!! Ich habe immer gehofft mein Dad ist davon einer...
Beschissene Krankheit!
Ganz liebe Grüße Gaby
Danke Gaby,Du bist echt nett!!!(:-)
Weißt Du, meine Gefühle gehen manchmal mit mir durch! Mal denk ich so wie Du,dann wieder holt mich was weiß ich was ein und ich bin wieder unten.heul, heul.Du machst mir Mut.Danke!!
Einerseits will ich dass er noch lange lebt, wenn ich aber seh welche Schmerzen er hat, dann wünscht ich es wär endlich vorbei! Hm....
Einen fröhlichen Arbeitstag noch (:-)
LG Petra
.. ging mir genauso... ! Mir hat es auch so unendlich leid getan, hab meinen Vater sehr geliebt. Hab täglich geweint, aber nicht vor ihm! Wir alle haben uns zusammen gerissen. Mama, Schwester und ich! Mein Dad war unser Familienoberhaupt sozusagen, es ist ein großer Verlust für uns! Ich will Dir auch gar nicht so viel Hoffnung machen, aber es gibt nun mal diese Fälle! Und so lange Dein Bruder lebt, hab bitte auch Hoffnung. Du musst es immer im Hinterkopf behalten, dass es sein könnte. Aber jetzt ist er noch da und er kämpft! Solange er noch sagt, dass er wieder gesund wird- hat er noch Hoffnung. Und das ist gut!
Jetzt muss ich aber in die Tasten hauen :)) Tschau, LG
Hallo Gaby,
ich weiß nicht ob das so üblich ist, aber darf man auch mehr über Dich erfahren? Oder macht man das hier nicht so???
Also, halt wie alt, wieviel Kids usw.Nur mal so ne Frage.
Liebe Grüße
Petra
Liebste Gaby
Mein Schatz und Ehemann seit 27 Jahren ist vor gut 3 Wochen in meinen Armen zuhause gestorben. Dass er die überaus schwere Krankheit (Nierenzellkarzinom mit vielen Metastasen in Lunge Leber und Skelett) nicht überleben könnte war kaum ein Thema, obwohl es zappenduster aussah. Jetzt muss ich sagen: gut so! Warum sich die Momente, die man noch zusammen geniessen kann mit solchen Gesprächen vermiesen? Es gibt schönere Themen. Zugegeben, mir würde es wahrscheinlich jetzt besser gehen, wenn wir über die Zeit danach gesprochen hätten, aber dass er bis zuletzt gehofft und vielfach auch geglaubt hat, dass er es schaffen kann, ist es mir Wert. Ausserdem weiss ich auch so, dass er mich immer lieben wird und ich weiss auch, was er von mir jetzt erwartet, nämlich, dass ich mein Leben allein in den Griff kriege und bald wieder lebensfroh werde. Der grösste Kummer für ihn wäre, wenn ich jetzt abstürzen würde!! Das weiss ich auch ohne dass wir vorher darüber gesprochen haben. Ich wünsch dir alles Gute Barbara
Hi Petra, klar darfst Du. Bin 32 Jahre alt und habe keine Kinder. Lebe mit meinem Schatz zusammen 900km von zuhause (Eltern) entfernt. War aber alle 2 Wochen bei meinen Eltern als es Papa immer schlechter ging. Er war auch eine Woche vor seinem Tod bei mir und wir haben schöne Tage verbracht.
Findest mich auch in diesem Forum, hab hier so im Oktober 2003 das erste mal um Rat gefragt. Wenn ich Enkel sagte, meine ich die Kinder meiner 3 Jahre älteren Schwester !
LG und ich muss immer noch arbeiten - leider ;-))
Hallo Barbara! Das tut mir sehr leid! Es ist eine sehr schwere Zeit für Dich und ich hoffe Du hast gute Freunde und Familie, die Dir hilft. Bei meiner Mama ist es ja genauso, sie war 39 Jahre mit meinem Papa verheiratet. Einen geliebten Vater zu verlieren ist sehr sehr schlimm, aber für eine Ehefrau den Mann zu verlieren, Ihr Leben sozusagen ist wahrscheinlich die Hölle! Ich kümmere mich sehr um meine Mutter und freue mich schon jetzt, dass sie bald wieder zu mir kommt. WIR schaffen es gemeinsam und Du wirst es auch schaffen - das höre ich richtig raus aus Deiner Mail! Mein Daddy wäre stolz auf meine Mutter wie sie alles im Haus repariert.... und auch ganz alleine sich auf den Weg zu mir macht. Es wäre nicht im Sinn meines Papas oder auch Deines Mannes, dass Ihr vereinsamt und nur noch Trübsal blast. Es ist schön, dass Du die letzte Zeit mit ihm so genossen hast und ihr andere Themen hattet!
Liebe Grüße Gaby
Hallo Barbara,
hab Deine Nachricht eben gelesen und möchte Dir von ganzem Herzen mein Beileid aussprechen! Es ist schlimm einen geliebten Menschen zu verlieren!Vorallem wenn man nach so vielen Jahren sich immer noch so liebt wie ihr euch.Das sagt der Name "Schatz" für mich aus.Ich lebe auch seit 26Jahren mit meinem Mann zusammen und kann auch noch Schatz sagen.Es muß schrecklich für Dich sein.
Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und liebe Freunde die Dich begleiten!
Hallo,
mein Papa ist vor drei Wochen gestorben. Er hatte viel Wasser im Bauch und innere Blutungen. Bei der Obduktion hatten sie dann einen Leberkrebs entdeckt der schon die Milz und Nieren angefallen hatte. Kann mir jemand erklären, warum das Wasser in den Bauch kommt?
Hallo Ihr Lieben
Vielen Dank für euer Mitgefühl, das tut so gut (musste natürlich wieder heulen). Na ja, es ist zur Zeit schon Sch... trotz guter Freunde, die mich tragen. Andererseits muss ich sagen, dass wir es uns immer gut gehen liessen. Wir hatten die ganze Zeit nie ernsthafte Sorgen. Aus fast jedem Tag haben wir etwas Besonderes gemacht, viele Reisen unternommen und wirklich gar nichts auf später (Pensionierung) verschoben, als ob wir das geahnt hätten. Ich werde irgendwann an meinen Schatz denken können ohne dass es weh tut und nur noch Dankbarkeit für die wunderschönen Jahre empfinden.
Ich danke euch allen und wünsche euch und euren Angehörigen ebenfalls ganz viel Kraft und auch wieder Lebensfreude. Liebe Grüsse Barbara
Hallo Steffi,
das tut mir total leid mit Deinem Papa!Es muß schlimm für Dich sein!Ich hab auch nach einer Erklärung für das viele Wasser im Bauch gesucht und eine gute Info gefunden.
http://www.lebertransplantation.de/aszites.htm
Da ist es voll gut beschrieben.
Muss schnell weg, melde mich wieder.
Liebe Grüße Petra
Hallo Petra,
vielen lieben Dank für Deine Hilfe. Es ist dort wirklich gut beschrieben.
Ja - das mit meinem Papa ist echt hart. Er hat vor 5 Jahren von heute auf morgen aufgehört mit dem Trinken. Aber er war auch zu "Alkohol-Zeiten" ein ganz ganz lieber Mensch, Vater und Ehemann. Nie haben wir ihn aggresiv, gewaltätig, pöpelnd oder gar richtig betrunken gesehen - er hatte einfach immer sein Level. Ja - er hatte es geschafft - ganz ohne Kur - nur mit seinem Willen und der Hilfe von Mama. Uns war allen klar, daß er ein kranker Mann ist. Aber doch nicht so. Kurz vor Ostern haben sie dann das Wasser festgesellt und kam ins Krankenhaus. Und von dort niemehr raus. Vorher wurde noch kein Wasser festgestellt - er war zwei Monate zuvor schonmal im Krankenhaus - aber da war noch nichts. Und dann, der Befund, viel Wasser, innere Blutungen - und drei Wochen später ist er ganz friedlich eingeschlafen. Er dachte immer, daß er bald wieder heimkommen würde. Bei der Obduktion haben sie festgestellt, daß er zusätzlich noch einen Lebertumor hatte, der bereits Milz und Nieren befallen hatte. Es ist unfassbar - und auch nicht fair -aber ich glaube der Tod ist nie fair. Wir sind jeden Tag bei Mama um sie zu beschäftigen. Sie ist so stark. Aber kapiert haben wir das alle noch nicht - immer noch denken wir, daß er gleich pfeiffend in seinen Latzhosen um die Ecke kommt...
Hallo, es tut mir sehr leid was mit Euren Lieben ist. Ich habe eine ganz andere Frage: Ich habe seit einem halben Jahr einen schwankenden Tumormarker CA 19-9 ! Im Dezember war er auf 59, im Februar auf 47, im März auf 42 und nun Ende Mai auf 65! Magen und Darmspiegelung, CT und etliche Untersuchungen habe ich schon gemacht und es sieht alles gesund aus. Ich habe aber trotzdem Angst! Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Mein Innertist sagt mir, ich soll mit diesem erhöhten CA 19-9 leben und mich nicht verückt machen..
Für einen Rat wäre ich dankbar! Viele Grüße Betti
Hallo Betti,
leider kenne ich mich nicht aus mit Tumormarker aber ich hab mal nachgeguckt.
Vielleicht gehst Du mal auf Google.de und dann gibst Du einfach "Tumormarker CA 19-9" ein.
Ich wünsch Dir viel Erfolg!
Liebe Grüße Petra
Hi Petra,
das habe ich schon alles getan, habe in den letzten 6 Monaten mich sehr viel damit beschäftigt. Da steht immer nur unspezifisch... ! War gestern erneut zur Magenspielgelung und Bauchspeicheldrüsen Ultraschall und es ist alles in Ordnung.
Ich nehme diesen Wert nun hin und will mich gar nicht mehr darum sorgen. Solche unspezifischen Werte machen einen Angst wenn sie erhöht sind. Ich würde nie wieder bei einer Krebsvorsorge diese Tumormarker messen lassen. Wenn einer erhöht ist, machst Du Dir nur Sorgen.. Danke Dir Petra! Liebe Grüße Betti
Hallo Ihr da draußen,
Es tut mir leid, wenn ich von so vielen Leuten lesen muß die so schwer krank sind. Meine Mutter ist auch sehr schwer krank, sie hat Leberzirrhose, Gebärmutterkrebs und dazu auch noch Diabetes. Sie muß jetzt dringend an der Gebärmutter operiert werden, da Sie aber an Leberzirrhose leidet ist es sehr kompliziert und lebensbedrohlich, da Sie für diese schreckliche Operation eine Narkose benötigt und Sie eine Narkose wegen der kranken Leber eigentlich nicht bekommen darf, da Sie dann vielleicht nicht mehr aus der Narkose aufwacht. Wer hat schon mal davon gehört? Oder wo bekommt man denn eine Spenderleber her? Wie funktioniert das alles, denn ich möchte endlich meiner Mutter helfen, denn Sie ist wirklich eine gute Frau und verdient es nicht so jung zu sterben. Bitte helft mir dringend!!!!
Gruss,
Antonella
name@domain.dename@domain.dename@domain.dename@dom ain.dename@domain.dename@domain.dename@domain.dena me@domain.dename@domain.dename@domain.de
Hallo an Alle, Mein Vater ist 64 Jahre alt und wir wissen seid Januar 04, daß er an Leberkrebs erkrankt ist. Zunächst wurden nur einzelne Metastasen festgestellt und eine Chemoembolisation auf der Leber vorgenommen. Danach ging es meinem Vater eigentlich wieder sehr gut. Nach 6 Wochen wurde ein CT vorgenommen und der Radiologe war der Meinung, er würde gerne eine weitere Chemoembolisation vornehmen. Der behandelnde Prof. hielt es jedoch für nicht notwendig, da es meinen Vater nur weiter schwächen würde. Mittlerweile ist es soweit, daß mein Vater am Tage viel schläft und auch kaum noch einem Gespräch folgen kann. Zusätzlich hat er Wasser im Bauch und in den Beinen. Er ist jetzt in die Veramed-Klinik nach Meschede gegangen, hier wird jedoch nur der Bauch punktiert und ein Aufbaupräpart für die Leber gegeben. Was haltet Ihr von der Punktion.
Hallo, Antonella,
es ist schlimm wenn Menschen so jung krank werden! Es tut mir sehr leid wegen Deiner Mutter! Leider weiß ich auch nichts genaues darüber. Aber vielleicht kannst Du Dir mal ein paar Infos über Lebertransplantation holen.
Versuchs doch mal bei:Google und geh auf "Lebertransplantation"
Da bekommst Du sicherlich mehr Infos.
Liebe Grüße, Petra
Hallo Petra,
Danke für dein Tip.
Ich habe schon unter Lebetransplantation geschaut, doch leider sind das alles Kliniken die weiter weg sind. Meine Mutter würde niemals so weit fahren, denn Sie ist von einer Lebertransplantation nicht so überzeugt. Würde es eine Klinik in Frankfurt geben, könnte man meine Mutter vielleicht überreden. Trotzdem vielen Dank.
Liebe Grüße, Antonella
Liebe Antonella,
bin kurz vor der Abfahrt zu meinem Bruder. Wollte Dir aber noch kurz eine Info geben. Vielleicht wenn Du magst, kannst Dich mal dort hin wenden. Sei ganz frei.
Kontaktgruppe Frankfurt am Main
Ansprechpartnerin: Alexandra Girschik
Tel: 06126-583753 oder 0160-3223777
Das ist eine Kontaktgruppe für Lebertransplantationen
Vielleicht sogar selbst betroffen. Ich weiß es nicht.
Nur Mut!(:-)
Als ich das letzte Mal mit so einer Frau sprach, erzählte sie mir, dass sie im Jahr 2000 eine neue Leber bekam und nun ein zweites Leben lebt. Sie ist sehr glücklich!
Vorrauszetzung ist halt immer, dass nirgendwo anders Metastasen sind!(:-(
Falls Du noch Fragen hast,bin erst Montag wieder zurück.
Liebe Grüße, Petra
Hallo Petra, Danke für die Antwort. Leider hat die Punktion nicht viel gebracht. Nur ca 1,3 Liter. Der Rest ist leider nur noch Tumor. Am Freitag, den 30. Juni haben wir meinen Vater teilnahmslos im Bett vorgefunden. Er war vollkommen weg. Ich mußte den Notarzt holen. Jetzt liegt er auf Intensiv. Er wird weder beatmet noch sonst etwas. Es ist schwer zuzusehen. Die Ärzte meinen es handele sich um einen Krampfanfall. Sie geben ihm Medikamente zur Krampflösung. Heute hat er mich angesehen mit seinen schon etwas gelb gefärbten Pupillen. Er hat keine Kraft zum sprechen. Er möchte, daß wir etwas für ihn tun. Nur was.
Hallo Petra,
war total im Stress.
Vielen Dank für die Information. Ich werde gleich morgen dort anrufen und schauen was sie mir dazu sagen können.
Liebe Grüße, Antonella
Hallo, Ihr Lieben,
mein Bruder ist am Samstag gestorben.(:-(
Ich bin froh, dass die Quahl ein Ende hat und doch unendlich traurig zur gleichen Zeit!(:-( Er war doch noch so jung (40)
Danke an Euch alle für Eure Offenheit hier im Forum! Das hat mir total geholfen!(:-)Ich konnte so besser mit dem Ganzen umgehen.
Sooft werd ich wahrscheinlich nicht mehr hier rein schaun aber doch dann und wann.
Danke!
Euch allen wünsche ich weiterhin viel Kraft, Liebe und Gottes Segen!
Liebe Grüße, Petra
Meine Schwester hatte vor einem Jahr Brustkrebs, dann Knochenmetastasen, jetzt hat sie auch dauernd Wasser im Bauch, dass abpunktiert wird.
Heißt das, das jetzt auch in der Leber Metastasen sind? Die Ärzte wollten das Wasser einschicken, aber ein Ergebnis liegt wohl noch nicht vor. Meine Schwester ist doch erst letzte Woche 44 geworden und sie ist jetzt so schwach, hat keine Haare mehr wegen der Chemos und erbricht alles, was sie ißt.
Hallo Heike,
das Wasser im Bauch muss nicht unbedingt heißen, daß sie Lebermetastasen hat, es gibt für diese Ascitesbildung eine Menge verschiedener Ursachen. Meine Mutti (52)kämpft auch mit viel Wasser, bei ihr kommt es laut Ärzten von Metastasen im Bauch. Sie bekommt ebenfalls Chemo ( Taxotere ).Auf alle Fälle sollte kontrolliert werden, ob im Wasser Tumorzellen sind.
Gruß Maike
Hallo ihr Lieben,
all das, was ich hier lese kenne ich irgendwie (s.o.). Hoffnung, Kampf, Trauer. Es ist furchtbar, sehr furchtbar mit anzusehen, wie ein geliebter Mensch langsam und qualvoll von uns geht. ... wir können nur zusehen und die Zeit dem geliebten Menschen so "angenehm" wie auch nur möglich machen. Das ist die Zeit, in der wir noch aktiv sind und abgelenkt .... was danach kommt, das betrifft uns dann alleine. Allen von Euch wünsche ich gerade in der Zeit, in der die Trauer aufbricht GANZ viel Kraft und nicht zuletzt Zuversicht. Denkt daran, auch wenn es vielleicht egoistisch klingt, DAS LEBEN GEHT WEITER, muss weiter gehen. Versucht auch dann noch optimistisch zu bleiben und vielleicht daran zu denken, dass das Leben für jeden von uns eine Tragik bereit hält. Es ist wieder eine Wachstumschance für die Persönlichkeitsentwicklung .... trauert .... aber tut es bewußt und nicht in einem Kreislauf von Trauer, den ihr nicht mehr kontrollieren könnt.
Mir zerreißt es auch mein Herz wenn ich an Andrea denke und ich versuche dann, das Schöne zu bewahren und das Gelernte anzunehmen.
Meine Andrea trägt mich durch das Leben, mit ihrer Liebe, ihrem Optimismus und ihrer Lebensfreude ...., das macht mich stark. Möglicherweise könnt ihr auch, für euch selbst, euer persönliches positives Lebensmodell gestalten. Es gibt ein "Leben" nach dem Tod! Wenn wir bewußt fühlen, ist da immer ein Zeichen, das euch sagt, "Ich werde dich nicht alleine lassen, ich bin bei dir".
Hallo Ihr Lieben,
jetzt liegt meine Schwester seit gestern im Hospiz. Die Ärzte sagen, dass sie wirklich Lebermetastasen hat. Das müssen sie wohl anhand des abpunktierten Wasser herausgefunden haben. Kann man das?
Naja, die Ärzte werdens wohl wissen.
Sie ist ansprechbar, schläft aber sehr viel, sobald sie Aua ruft, gibt man ihr Morphium. Aber im Krankenhaus immer nur 5 -10 ml, deshalb verstehen die Ärzte auch nicht, das sie so viel schläft. Sie denken, dass es viell. noch Tumore im Hirn gibt, die aber nicht mehr untersucht werden sollen.
Wenn man sie etwas fragt, antwortet sie darauf mit einem Nicken oder "Mmh". Es ist einfach schrecklich, sie hat uns gestern gesagt, dass sie nicht sterben will und wieder gesund wird. Und das,obwohl es ihr so schlecht geht... Sie kämpft um ihr Überleben! Sie hat ein starkes Herz und will nicht gehen.
Ich habe rotz und Wasser geheult, als sie das sagte. Ich konnte einfach nicht mehr an mich halten.
Jetzt kriegt sie auch keine intravenöse Nahrung mehr.
Wird sie leiden, wenn sie stirbt? Wie lange wird das alles noch dauern? Dazu konnten uns die Ärzte auch nicht viel sagen. Der eine sagt, viell. noch 2 Stunden, es können aber auch noch Tage werden. Es ist so schlimm, dass mit anzusehen. Wenn ich darüber nachdenke, dass sie vor einer Woche noch mit uns gelacht hat... Sie hatte noch so viel vor. Ab 01.08. hatte sie eine neue Wohnung angemietet.
Sorry, ist alles ein bißchen durcheinander, was ich hier schreibe, aber das tut ganz gut, wenn man das mal alles aufschreiben kann.
Liebe Heike!
Das, was du geschrieben hast, hat mich sehr berührt, da es mich sehr an die situation meiner schwägerin erinnerte, die vor bald 2 jahren gestorben ist! ich kann dir keine hoffnung machen, da es damals nur mehr 6 tage gedauert hat bis sie gestorben ist! ich betete am tag als sie starb zu gott, dass er sie jetzt entweder sofort gesund oder ihrem leiden schleunigst ein ende machen sollte. letzteres geschah dann! ich habe immer wieder gehört, dass die meisten ruhig hinüberschlafen! und angeblich war es auch bei ihr so!
aber was ist denn das noch für ein leben, wenn jemandem nur mehr die schmerzen genommen werden und er apathisch da liegt, schon mehr drüben als herüben!
es ist schlimm, wenn du den menschen plötzlich nach einer woche fast nicht mehr erkennst! donnerstag kam sie ins spital, bekam morphium ohne dass sie es wusste! sonntag war sie dann schon nicht mehr wirklich ansprechbar! der verfall war ihr anzusehen!
ich glaube, das wichtigste in ihrer situation war und ist auch bei anderen, dass man bereit ist sie gehen zu lassen!
was wir leider verabsäumt hatten, war, dass ständig jemand bei ihr war, weil uns auch keiner sagen konnte, wie lange ihr leiden dauern würde!
dafür ging es dann doch sehr rasch!
ich wünsche dir und deiner familie viel kraft für alles weitere!
alles gute und liebe grüße
ismene
Hallo Ihr, besonder Iris,
mein Mann ist mit 47 Jahren vor einem knappen Jahr an Dünndarmkrebs mit Lebermetastasen gestorben.
Ich habe zwei Kinder, 12 und 16 Jahre.
Wir haben beide immer ehrlich informiert über den Stand der Erkrankung ohne ihnen die Hoffnung ganz zu nehmen, solange das möglich war.
Sie haben beide ihren Papa am Tag vor seinem Tod noch gesehen. Es war schrcklich für sie, aber ich glaube es hat beiden geholfen, denn sie konnten den Tod dann auch als Erlösung empfinden. Meine Tochter (12 J.) hat bei seinem Anblick kurz nach seinem Tod gesagt: "Ich bin richtig froh, dass er jetzt so ruhig da liegt." Beide haben auch alle Vorbereitungen für die Beerdigung mitgemacht, die Todesanzeige mitgestaltet u.s.w.
Ich denke es ist sehr wichtig, dass die Kinder davon nicht ausgeschlossen werden, nur so können sie alles verarbeiten.
Und an Iris, -hoffentlich ist es nicht zu spät- ich würde an deiner Stelle meinen Sohn auf jeden Fall zur Beerdigung mitnehmen. Nur so lernt er, damit umzu gehen, dass die Menschen sterblich sind.Ich glaube nicht, dass du ihn schonst, wenn du ihn daheim lässt. Ich glaube eher, du erschwerst ihm damit, den Tod zu verarbeiten. Kinder können das meiner Erfahrung nach sehr gut verkraften, man muss natürlich mit ihnen darüber reden.
Meinen Kindern und mir geht es eigentlich jetzt ganz gut. Natürlich sind wir oft noch traurig und und mein Mann und der Papa fehlt uns, aber wir drei schaffen es - natürlich mit Hilfe vieler lieber Freunde und Verwandten - ganz gut.
Hallo,
es ist sehr sehr traurig, was viele Menschen von euch hier für schwere Zeiten miterlebt haben!!! Ich bete für euch alle und wünsche euch viel Kraft!!
Genauso tun aber auch die Schilderungen derer gut, die auch mit Hoffnung - ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll - aus diesen schweren Zeiten heraus gegangen sind.
Wir haben bis vor einigen Tagen ein glückliches Leben geführt. Gestern wurden bei meiner Schwiegermutter große Lebrmetastasen festgestellt. Wir haben so große Angst!!! Meine Frau liebt ihre Mutter über alles und ist unendlich tief traurig. Ich habe solche Angst, dass ich ihr nicht ausreichend helfen kann. Sie hat solche Angst, dass ihre Mutter Schmerzen haben wird. Ich fühle mich so hilflos und möchte ihr gerne etwas von der Angst nehmen. Aber ich habe genauso auch Angst, dass mich meine eigene Angst erdrückt.
Ich würde mich sehr freuen, mit dem einen oder anderen von euch in einen Austausch zu treten. Vielleicht könnt ihr uns ein wenig helfen, durch diese nun kommende schwere Zeit hindurch zu gehen. Und vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung????????
Liebe Grüße
Christian
Hallo, Christian,
es tut mir sehr leid, das mit Deiner Schwiegermutter (:-(
Ich kann mir vorstellen wie es Euch nach so einer Diagnose geht.Ich fühlte mich damals auch wie erdrückt. Man kann gar nicht so richtig beschreiben was das für ein Gefühl ist.
Doch eins möchte ich Euch raten, gebt nie die Hoffnung auf!!
Ist bei Deiner Scheiegermutter nur die Leber betroffen? Oder sind auch noch wo anders Medastasen gefunden worden?
Liebe Grüße
Petra
Hallo Petra,
danke für deine Worte!!!! Wir werden irgendwie versuchen, die Hoffnung nicht zu verlieren.
Angefangen hat alles mit der Diagnose Darmkrebs vor zwei Wochen. Notoperation wegen Darmverschluss und und und... Seit die Ärzte wissen, dass schon Lebermetastasen da sind, werden sie jetzt auch den Darmtumor operieren (Übermorgen). Sie sagen, dass nun ja schon gestreut sei und man den Darmtumor wegnehmen will, da er sonst zu große Schmerzen auf der Wirbelsäule verursachen kann. Ob noch woanders Metastasen sind, wissen wir nicht. Zumindest haben die Ärzte nichts gesagt und wir konnten irgendwie auch nicht mehr fragen. Wir haben Angst, dass jede weitere Aussage der Ärzte unser letztes bißchen Hoffnung auch noch zerstören wird.
Liebe Grüße
Christian
hallo christian!
ich persönlich kenne selbst jemanden, der darmkrebs scheinbar besiegt hat! ob er allerdings metastasen hatte, weiß ich nicht!
ich möchte dir nur eines sagen auf deinen letzten satz bezogen, der, dass jede weitere aussage die letzte hoffnung zerstören würde!
das klingt wie bei jemandem, der nicht zum arzt geht, obwohl er ziemlich sicher weiß, dass er krank ist. er denkt aber, solange er die diagnose des arztes nicht hat, ist er auch nicht krank!
meine schwägerin ist vor 2 jahren an brustkrebs mit lebermetastasen gestorben (ich war auch im forum zu dieser zeit) und ich hatte die hoffnung bis zuletzt nicht aufgegeben, denn für mich stirbt die hoffnung zuletzt!
ich habe mich zwar genau informiert, was auf sie/uns zukommen wird, aber ich glaube eben auch noch an wunder, weil sie hie und da passieren! und vielleicht seid ihr es ja, bei denen es passiert! ich wünsche es euch jedenfalls, sowie ich es allen anderen ebenso wünsche!
aber wenn es nicht passiert, das wunder, dann seid ihr wenigstens auf alles vorbereitet und könnt so vielleicht etwas leichter umgehen!
ich wünsche euch viel kraft und verliert den mut nicht!
liebe grüße
ismene
Liebe Ismene,
danke für deine wirklich lieben und aufrichtigen Worte!! Es tut gut, wenn einem jemand Mut macht!! Wir haben noch zwei sehr kleine Kinder und alleine denen sind wir es jetzt schuldig, mutig und mit Hoffnung in die nächste Zeit zu starten.
Wir werden es versuchen.
Danke!!!
Christian
Hallo Christian,
die Krankheit und alles was an Therapie folgte konnten wir nur durchstehen, weil wir bis fast zuletzt die Hoffnung nie aufgegeben haben. Ich glaube ohne Hoffnung kann man nicht weiterleben und auch nicht die Therapie und ihre Nebenwirkungen ertragen.
Versucht eurer Mutter/Schwiedermutter möglichst viele schöne Stunden zu ermöglichen. Wir haben damals auch versucht alles, was möglich war an Schönem weiter zu machen Z.B. Theaterbesuch, mit Freunden treffen, Einladungen annehmen,Urlaub, u.s.w. und uns nicht einzuigeln. Meinem Mann hat das sehr gut getan. Kurz vor seinem Tod hat er gesagt, dass für ihn sein letztes Jahr trotz allem ein erfülltes Jahr war. Ich denke man kann auch mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung neben schweren auch schöne Stunden haben und man erlebt alles viel intensiver, weil man weiß wie wertvoll solche Stunden sind. Kopf hoch, Ihr seid jetzt gefordert, eurer Mutter/Schwiegermutter eine möglichst erfüllte Zeit zu ermöglichen.
Liebe Grüße
Margitta
Hallo Margitta,
es ist momentan so schwer, mit dem Schmerz umzugehen und wieder Hoffnung zu gewinnen. Es ging einfach alles so schnell. Von den ersten Beschwerden bis zu dieser vernichtenden Diagnose waren es nur ein paar Tage. Ich danke euch, dass ihr uns mit euren Worten Mut macht. Gerade heute brauchen wir ihn auch, momentan wird unsere Mutter operiert. Man nimmt den Darmtumor jetzt doch raus, da ja schon gestreut ist.
Aber wir werden unsere Hoffnung wieder gewinnen und - hoffentlich - noch viele schöne Tage gemeinsam verleben können.
Diese Frage ist wahrscheinlich nur schwer zu beantworten: Wenn die Chemo und Strahlentherapie gut anschlägt und alles weitere gut verläuft, wie lange könnten wir denn dann noch haben? Kann uns jemand Tipps geben, wie man den Behandlungserfolg vielleicht noch unterstützen kann? Vielleicht durch Ernährungsumstellung, ...?
Liebe Grüße
Christian
Hallo Christian,
hir eine Info aus dem Internet, vielleicht hilft es Dir ein wenig.
Das aller Wichtigste ist, glaube ich, der Lebenswille Eurer Mutter!
Ernährung
Frage: Wie sollte die Ernährung umgestellt werden, nachdem Darmkrebs festgestellt wurde?
Zielke: Die Ernährungsumstellung dient lediglich als hilfreiche Unterstützung in Bezug auf die Stärkung des Stoffwechsels und das Immunsystems während und nach der Therapie.
Je nach Allgemeinbefinden des Darmkrebserkrankten wird von der Ernährungsberatung eine stoffwechselaktive Kost zusammengestellt, wobei aber auch nach Appetit und bestimmten Vorlieben gefragt wird. Man sollte wenig, dafür aber öfter – mindestens sechsmal am Tag – essen, sich dabei Zeit lassen und gut kauen. Auf Fleisch, Wurst, Zucker- und Weißmehlerzeugnisse sollte weitgehend verzichtet werden. Die salzarme „Lactovegetabile Kost“ mit reichlich Vollkornerzeugnissen und wertvollen pflanzlichen Eiweißen liefert dem Organismus Vitamine und Mineralstoffe.
Werden von dem Erkrankten Rohkost und Salate nicht so gut vertragen, empfiehlt es sich, statt dessen schonend gedünstetes Gemüse zu essen. Allerdings sollte versucht werden, wenigstens esslöffelweise vitaminreiche und ballaststoffreiche Frischkost zu verzehren. Wird das vertragen, kann man die Verzehrmenge langsam steigern.
Ich wünsche Euch ganz viel Kraft in dieser Zeit!
Liebe Grüße
Petra
Hallo Petra,
vielen Dank für die Info! Habe gerade von Susanne - meiner Frau - erfahren, dass es unserer Mutter den Umständen entsprechend nach der OP jetzt ganz gut geht. Wir müssen mal die nächsten tage abwarten und deine Tipps zur Ernährung sind uns bestimmt sehr hilfreich.
Du fragtest mich noch in einem Eintrag oben, ob nur die Leber mit Metastasen befallen sei. Soweit wir wissen, ist das der Fall. Gibt es denn da noch Möglichkeiten? Vielleicht Transplantation? Weißt du da was?
Unsere Mutter hatte schon in der letzten Woche - da wußten wir noch nichts von den Metastasen in der Leber - ein aufgedunsenes Gesicht, einen dicken Bauch und geschwollene Füße. Ist das schon ein sehr schlechtes Zeichen? Ich habe in den Einträgen oben schon viel über Wassereinlagerungen gelesen. Oder ist das auch schon bei 'Krankheitsbeginn' üblich mit den Schwellungen? Habt ihr da Erfahrungen mit?
Liebe Grüße
Christian
Hallo Christian,
das klingt nicht so toll. Aber nichts ist unmöglich!Als ich den Eintrag von Margitta gelesen habe, mußte ich in allen Dingen zustimmen.
Ich weiß immer nicht so genau wie ehrlich und offen man in so einem Forum schreiben kann ohne seinen Nächsten zu verletzen. Mir persönlich haben damals immer die Berichte hier im Krebskompass sehr gut getan!Ich war am Anfang immer so ne stille Leserin. Hab mir die Augen rot geweint! Aber das Schönste war, ich hab hier gelernt mit der Krankheit meines Bruders umzugehen.Er starb vor 3 Monaten im Alter von 40 Jahren an Leberkrebs.
Liebe Grüße
Petra
Hallo Christian,
Was die Behandlung von Lebemetastasen angeht, kommt es auf die Anzahl und Verteilung in der Leber an. Sind es wenige und auf einen begrenzten Teil der Leber beschränkt, kann man operieren. Es gibt z.B. auch die Möglichkeit der LITT (Laserinduzierte Interstitielle Thermo Therapie),Spezialist ist Dr.Thomas Vogl am Uniklinikum Frankfurt. Das geht aber nur bei max. 5 Metastasen mit max. 50 mm Durchmesser. Infos unter www.litt-therapie.de. Lebertransplantation geht meines Wissens nur, wenn keine weiteren Metastasen da sind. Es gibt dazu auch Infos im Internet, ich weiß nur die genaue Adresse nicht. Versuch's mal bei google unter dem Stichwort "Lebertransplantation". Bei meinem Mann war auf Grund der Anzahl und Verbreitung der Metastasen auf die Leber nur eine Chemotherapie (Oxaliplatin und 5FU) möglich, die Anfangs auch zu einem Rückgang der Metastasen geführt hat. dann entwickelte sich aber eine Resistenz gegen die Chemikalien und auch andere wirkten nicht mehr.
Mit Hilfe eines Sintigramms kann untersucht werden, ob der Tumor eventuell auf Hormonbehandlung ansprechen könnte.
So viel zu Behandlungsmöglichkeiten , mit denen wir uns befasst haben. Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Ich wollte während der Krankheitszeit meines Mannes nicht so genau über den Verlauf der Erkrankung Bescheid wissen, deshalb war ich damals nicht in diesem Forum. Aber ich denke, wer sich darin bewegt erwartet auch ehrliche Antworten (zu Petra!). Also mein Mann hatte Beschwerden mit Wasser im Körper erst in den letzten zwei Monaten. Vorher ging es ihm trotz der Chemotherapie relativ gut.
Trotz allem, verliert nicht den Mut, tut für eure Mutter, was sie sich wünscht, was ihr gut tut. Es gibt auch manchmal "Wunder" und eine Spontanheilung ist häufiger als ein 6er im Lotto.
Wenn sie dazu bereit ist, könntet ihr mit eurer Mutter Dinge besprechen, die geregelt werden müssen, z.B. eine allgemeine Vollmacht für den Fall, dass sie nicht mehr selbst entscheiden kann. Aber das kann auch sehr schwierig sei. Aber es erleichtert euch später manches.
Liebe Grüße
Margitta
Hallo Margitta, hallo Petra, hallo alle anderen,
vielen Dank für eure ehrlichen Antworten. Auch wenn die Wahrheit momentan sehr weh tut. Wir wollen uns aber nicht verschließen sondern bewußt in die nächste Zeit gehen und alle Möglichkeiten, Tipps, Hinweise und Ratschläge zum Wohle unserer Mutter aufgreifen.
Unsere Mutter hat die gestrige Darmoperation ganz gut überstanden. Sie hat uns heute gesagt, dass sie beginnt, die Situation zu akzeptieren. Wir sammeln alle langsam Kraft für die kommenden Tiefen und - hoffentlich auch - Höhen. Für den Montag Vormittag haben meine Frau und meine Schwägerin ein Gespräch beim Oberarzt. Wir werden dann erfahren, wie der Stand der Dinge ist. Danke für deinen wertvollen Hinweis, Margitta, mit der LITT Therapie (Bei den Ärzten im Krankenhaus haben wir das Gefühl, dass sie uns nicht wirklich detailliert über alle Möglichkeiten informieren. Und man braucht doch jetzt so dringend jeden Strohhalm!!!). Vielleicht sind die Indikationen bei unserer Mutter ja passend. Es wäre ein Geschenk des Himmels. Hat denn hier im Forum jemand persönliche Erfahrungen mit dieser Therapie?
Wir werden nach dem Montag versuchen zu entscheiden, was noch in die Wege geleitet werden kann. Und dann werden wir uns auch nicht solchen Schritten wie einer Patientenverfügung verschließen.
Vielen vielen Dank für eure Tipps und Hinweise!!! Es gibt einem wirklich mehr Kraft, und wir haben mehr Sicherheit, auch den richtigen Weg zu beschreiten.
Liebe Grüße
Christian
Hallo,
man hat jetzt bei unserer Mutter eine von Metastasen schon ziemlich diffus durchsetzte Leber diagnostiziert. Sie hatte zwischenzeitig nochmal ein CT - eine Metstase ist größer als 12cm - die LITT Therapie kommt somit laut der Ärzte nicht zum tragen. Trotzdem danke für deinen lieben Tipp Margitta - wir hatten zwischenzeitig Kontakt zum Prof. Vogl aber da kann man wohl nichts mehr mit der LITT machen.
Weiß jemand von euch oder kennt jemand Fälle, wo man eine metastasierte Leber aufgrund von Darmtumor transplantiert hat? Und kennt ihr vielleicht einen ansprechpartner?
Danke & liebe Grüße
Christian
Lieber Christian, liebe Susanne,
es tut mir so leid!(:-(
Man findet kaum Worte! Als man mir damals auf mein Drängen hin sagte, dass mein Bruder möglicherweise nur noch ca. 8 Wochen zu leben hat, da dachte ich die Welt bleibt für einen Moment stehen.Er schaffte es noch 12 Wochen. Die Ärzte konnten das ziehmlich gut einschätzen. Doch tun sie sowas nicht so gerne, weil das auch daneben gehen kann.
Es wird eine schwere Zeit werden. Aber gebt ihr alles was sie möchte und genießt die Zeit so gut ihr könnt.
Wir haben damals meinen Bruder mit nach Hause genommen also zu sich nach Hause und mein kleiner Bruder zog für diese Zeit zu ihm. Wir wechselten uns ab und liesen ihn nie mehr allein. Er sollte einfach wissen dass wir immer für ihn da sind.Wir weinten heimlich, weil er das nicht mochte. Wir taten alles wozu er lust hatte! Ob das Essen war oder was auch immer.
Am Ende betete ich, dass Gott ihm Gnade schenken möge! Und ER tat es!
Du schriebst am Anfang, dass Du für uns alle betest.
Darf ich fragen, bist Du Christ?
Ich wünsche Euch alles alles Liebe und Gute,
Weisheit, Stärke, Kraft und Gottes reichen Segen!
Wir denken an Euch!
Petra
Liebe Petra,
deine Worte tun so gut!! Danke!!
Am 6. Oktober haben wir erfahren, dass unsere Mutter diese unheilbare Krankheit hat. Und da stand im Neukirchener Kalender: "Es gibt genug berechtigte Anlässe zur Resignation. [...]. Aber die Bereitschaft, Verantwortung zum Wohle der vorhandenen Menschen zu übernehmen ist entscheidend." Es ist so schwer, weil man auch selbst so viel Angst hat.
Ja ich bin Christ - wenn auch kein intensiver Bezug zu einer Gemeinde besteht - aber momentan fühle ich mich wie ein ausgedörrter Schwamm, der sich nach Wasser sehnt. Wir sind so leer und sehnen uns nach Stärke und Kraft. Wir wissen, dass Gott uns zur rechten Zeit auch die Kraft geben wird - aber momentan habe ich noch das Gefühl, an dieser 'Prüfung' zu scheitern. Susanne - und auch ihre Schwester - leiden so sehr und das ist so grausam!!! Immer nur und immer wieder diese allzu berechtigte Frage "Warum??????". Sanne weiß, dass ich versuche, mich auch hier im Forum auszutauschen um auch ein bißchen Mut zu tanken. Sie selbst kann es nicht. Sie weint sich Abends immer die Augen leer um dann am nächsten Tag wieder für unsere Kiddys (2 und 5) und ihren Vater (wir wohnen in einem Haus mit ihren Eltern) da sein zu können. Und ich bin einfach völlig unbeholfen und habe das Gefühl, ihr mehr als nur durch meine Anwesenheit helfen zu müssen. Aber vielleicht ist es ja auch gerade falsch, immer und immer wieder alle möglichen und auch unmöglichen Therapieverfahren mit allen besprechen und diskutieren zu wollen.
Und wir haben große Angst vor dem Zeitpunkt, wo unsere Mutter es erfährt, dass sie nicht mehr lange hat. Sie ist 66, viel jünger als ihr Mann - der wird bald 80 - und hat sich immer über alles und jedes gesorgt. Sie wird nicht loslassen können. Die Ärzte halten sich mit allen Aussagen sehr zurück - du hattest es ja auch schon gesagt - und sagen, dass sie jetzt alle Kraft zur Genesung nach der Darmoperation braucht. Ihr Mann weiß es auch noch nicht, dass es unheilbar ist. Und wir haben nun so sehr das Gefühl, dass wir sie belügen. Aber der Arzt hat gesagt, dass sie nichts erfahren darf. Wird sie es denn irgendwann selbst merken?? Aber braucht nicht ein Mensch Zeit, sich vorzubereiten? Braucht er nicht Zeit, um Abschied nehmen zu können, um letzte Dinge zu regeln, viele Gespräche zu führen, vielleicht nochmal sein Gewissen zu entlasten und ungeklärte Dinge zu regeln???
Kannst du darüber berichten, wie es bei deinem Bruder ging? Hat er es von euch erfahren oder von seinem Arzt? Gewinnt ein Sterbender gegen Ende die Ruhe, die ihn Abschied nehmen lassen kann? Oder wird dann durch den finalen Koma - so erklärten es uns die Ärzte - alles überschattet aber die innere Unruhe bleibt? Wie können wir ihr helfen? Oder sollten es sogar externe 'Profis' eher tun? Diakonie, Pallativmediziner, ...? Sie hat nie einen engen Bezug zur Kirche gehabt, auch wenn Susanne sagt, dass sie gläubig ist - schließt sich ja auch nicht aus. Ich bete für sie, fühle mich aber doch so unbeholfen und weiß nicht, ob das alles ausreichend ist, was man tut. Manchmal habe ich das Gefühl, ich will diese Situation um meinetwillen 'regeln', damit ich mir immer sagen kann, dass ich alles versucht habe. Dabei steht ja unsere Mutter voll und ganz im Mittelpunkt. Ist es vielleicht besser, garnicht zu reden oder zu agieren, sondern alleine da zu sein und nur auf die Bedürfnisse unserer Mutter zu reagieren? Wie habt ihr es gemacht? Welche Ängste hast du gehabt und wie seid ihr mit allem umgegangen? Man hat so viele Fragen...
Wenn du nicht hier öffentlich erzählen willst, kannst du dies gerne auch an meine eMail tun: barth@young-college.de . Ich würde mich sehr freuen, mich über die Dinge mit jemandem austauschen zu können, der auch Christ ist - und der einem vielleicht mehr vermitteln kann, als die üblichen - ist nicht böse gemeint - 'Floskeln'.
Liebe Grüße
Christian
Hallo Christian,
ich finde es sehr wichtig, dass eure Eltern die Wahrheit über den Zustand eurer Mutter erfahren. Ich weiß nicht, wie stabil eure Mutter in psychischer Hinsicht ist, aber ich würde nicht so lange warten. Denn merken wird sie es auf jeden Fall - auch an euch-, dass etwas nicht in Ordnung ist und nur wenn sie weiß, wie es um sie steht, kann sie einerseits kämpfen, andererseits versuchen, mit ihrer Krankheit zu leben, das noch zu tun, was ihr wichtig ist u.s.w. Das ist sehr hart, ich habe das bei meinem Mann auch selbst erlebt. Da wechseln sich totale Verzweiflung, Wut, Trauer miteinander ab. Trotzdem bin ich froh, dass wir immer ehrlich zueinander waren. Etwas Ausgesprochenes kann man miteinander tragen, bleibt die Wahrheit unausgesprochen muss jeder seine Befürchtungen, Ängste selbst tragen. "Schonung" macht - denke ich - nichts besser, sondern alles nur schlimmer.
Es gibt in vielen Krankenhäusern einen Sozialdienst, der auch Psychologen beschäftigt, die kostenlos für Gespräche zur Verfügung stehen. Erkundigt euch doch mal.
Auch unsere Ärzte haben uns keine genaue zeitliche Prognose gestellt, das war für uns auch nicht so wichtig, wir wussten, dass die Zeit wahrscheinlich begrenzt und die Therapie palliativ war. Wichtig war aber, dass wir beide und auch unsere Kinder, Verwandten und Freunde offen und ehrlich miteinander über alles reden konnten.
Mein Mann konnte bis zuletzt nicht akzeptieren, dass er sterben muss, er war erst 47 J., und nicht mehr erleben kann, was aus den Kindern wird, das war glaube ich am Schlimmsten für ihn. Trotzdem war es für die Qualität seines letzten Lebensjahres wichtig, dass alle Bescheid wussten. Sonst wäre doch alles eine einzige Lüge gewesen. So sehe ich das. Ich denke Ehrlichkeit gegenüber allen ist, wenn es auch schwer ist, das Beste.
Was Glaube angeht. Mein Mann und ich sind gläubig und in der Kirchengemeinde engagiert gewesen, ich bin es immer noch. Aber wir haben sehr an unserem Glauben und an Gott gezweifelt, der das alles zulässt. Ich bin damit auch noch nicht fertig. Andererseits hilft mir auch die Hoffnung, dass mein Mann irgendwo ist, wo es ihm gut geht.
Liebe Grüße
Margitta
hallo christian. jeder mensch ist verschieden. mein papa ist letztes jahr im vovember gestorben an magenkrebs, 5 jahre vorm rentenalter. meinem daddy haben wir nicht die wahrheit gesagt. er hat immer gesagt er ist gesund und es wird alles gut. warum hätten wir sagen sollen, dass nicht mehr gut wird? warum ihm unnötig weh tun. 2 jahre hat er gekämpft und geweint und gelebt! hätten wir ihm gleich am anfang seiner diagnose die wahrheit gesagt, hätte er garantiert keine so schönen 2 jahre gehabt. er fuhr in diesen 2 jahren noch in den urlaub, hat sich ein neues auto gekauft und viel zeit mit seinen enkelkinder verbracht. im nachhinein denke ich, er wusste es sowieso - warum also noch viel reden. ausserdem passieren immer wieder wunder.....
ich vermisse meinen papa sehr, habe ihn sehr geliebt... kann von mir aus sagen, dass wir alles richtig gemacht haben. papa ist bei uns im arm gestorben. lieben gruss gaby
Liebe Petra, liebe Gaby,
vielen Dank für eure Nachrichten.
Momentan haben wir uns dazu entschieden, unserer Mutter noch nichts zu sagen.
Wir haben gestern eine ganz lange und tolle eMail von einer Michaela bekommen - sie ist auch hier im Formu - und sie hat uns von ihrer Mutter geschildert. Leberkrebs, Prognose der Ärzte: 3 Monate!! Das ist jetzt schon fast zwei Jahre her und: Die Mutter lebt immer noch. Sie hat nach anfänglichem Schock alles für ihre Mutter gemacht: Vitaminkuren, Lysin, Tee, ..... Kurz: Wir werden jetzt alles versuchen, es auch auf diesem Wege anzugehen. Wir haben wieder Hoffnung bekommen und ich glaube, dass ist wirklich der einzig beste Weg, um dann alle Kräfte zu mobilisieren.
Wir glauben nach den letzten Tagen mittlerweile, dass die Ärzte schon in gewisser Weise recht haben und unsere Mutter wirklich aufgeben würde, sobald sie es erfährt. Und wahrscheinlich ist das Aufgeben in der jetzigen Situation gerade das absolut Falsche. Wir wissen es natürlich auch nicht. Aber wir werden es versuchen..........
Euch allen alles alles Gute und vielen Dank für alle eure Tipps und Informationen und guten und lieben Worte!!! Ich werde euch über alles weitere informieren - werde bestimmt noch viele Fragen haben und hoffe einfach, dass es mit dieser Behandlungstherapie irgendwie klappt, zumindest noch ein paar Jahre zu erkämpfen.
Christian & Susanne
Hallo christian und Susanne,
ich finde Eure Haltung sehr gut! Das ist, die Hoffnung nicht aufgben. Dem einen hilfts wenn man ihm die Wahrheit sagt und bei einem anderen sagt man lieber nichts weil er sich sonst aufgeben könnte. Ich glaube, dass die Ärzte schon sehr sensibel für sowas sind.Folgt einfach Euren Herzen!
Liebe Grüße
Petra
habe mit tränen in den augen...eure nachrichten gelesen...
mein pa hat leberkrebs... hat eine chemo hinter sich gebracht.. die gut angeschlagen hat...leider aber mit dem nebeneffekt, daß er durchblutungsstörungen in den zehen hatte... dann eine andere chemo...die er nur einmal bekommen hat...nebeneffekt...starken durchfall..ostern dann ist er nach haus gekommen.. mit dem hinweis der ärzte... eine chemo müsse er noch bekommen um den medikamentenspiegel herzustellen... bisher ist es noch nicht dazu gekommen... bei ihm zeigen sich jetzt...wasser im bauch und in den gelenken... einmal ist schon punktiert worden im krankenhaus... und nun.. diese ständige übelkeit...trotz zäpfchen... er bekommt nahrung nur durch infusion... weil er sonst nichts bei sich behalten kann.. nun seit ein paar tagen...was mir besonders angst macht... ist dies grüne flüssigkeit... zeitweise recht dickflüssig... die er erbricht... es sind keine aktuellen untersuchungen gemacht worden.. kann mir jemand von euch betroffenen sagen... in welchem stadium sich diese flüssigkeit bei anderen erkrankten gezeigt haben... ich will einfach wissen.. wie lange er noch zu leben hat... möchte nicht... das er sich noch länger quält... für eine baldige antwort unter meiner emailadresse bianca.benz@gmx.de wäre ich euch sehr sehr dankbar....
viel kraft den anderen angehörigen und betroffenen
bianca benz
Hallo,
habe heute euer forum hier endeckt und mit grosser interesse gelesen. bei mir ist folgendes: meine mama-54 jahre- hat vor 4 jahren brustkrebs diagnostiziert bekommen, eine brust wurde amputiert, 1 jahr später war es darmkrebs und seit letztem jahr august ist es leberkrebs, bis weihnachten sorum gung es ihr noch recht gut,seit januar wird es immer schlimmer, sie hat jetzt eine chemo und hyperthermie behandlung hinter sich, aber leider ohne erfolg, seit mittwoch ist sie mit wasser im bauch in der klinik.
und seit gestern abend ist sie nicht mehr ansprechbar.
sie sieht so friedlich aus,werden wohl die medikamente machen, aber viel hoffnung ist nicht mehr.
ich hoffe sie findet den weg ins paradies sehr sehr bald.
manchmal bin ich sehr ruhig und dann breche ich fast zusammen.
weiss nich mehr weiter.
liebe grüsse an alle
heike
liebe heike,
ich kann gut nachvollziehen..was du durchmachst..
ich muss leider sagen..das ich wünschte,
daß mein vater schon soweit wäre..wie deine ma..
er bekommt nach wie vor infusion..die sein leiden verlängern... jetzt hat er solche schmerzen..die aus dem "schinken, wie er immer sagt" kommen, wohl vom langen liegen, das meine
mutter ihm mehr morphium.tropfen gegeben hat,
er weint viel.. allein oder mit ihr..oder auch
mit uns... und möchte nciht mehr leben... und doch ist kein ende abzusehen..
selbst über tage...wie freitag.. als es ihm
gut ging...(so sagte auch der arzt) kann man
sich nicht richtig freuen... bzw. ich kann
nicht mit ihnen umgehen.. weil ich immer viel
hinterfrage.. ich hoffe..wie du..das es nicht
mehr so lange dauert... denn die berichte der
anderen... die davon erzählen.. das es monate-
lang dauern kann.. machen mir angst..
wenn du reden möchtest... schreib einfach
einfach eine email...bianca.benz@gmx.de
mir hilft es sehr.. wenn ich von anderen
(wie margitta und auch petra sowie tim, die
ich hiermit nochmal lieb grüsse) höre und
mich austauschen kann..
Hallo Bianca, eine zeit lang ist es her, letztes jahr november als mein papa gestorben ist. es war die schrecklichste zeit meines lebens meinen papa, der gerad mal 60 war als er an magenkrebs erkrankte, so leiden zu sehen. er hat oft geweint und kam mit dieser "beschissenen nierenfistel" nicht zurecht, hat sich nach jedem essen übergeben und später konnt er noch nicht mal mehr trinken.mein papa lebte nach der erstn punktur glaub ich noch ca. 6 wochen. meinen papa haben wir vom krankenhaus nachhause geholt, ihm vorgeflunkert, dass er genauso zuhause die künstliche nahrung nehmen kann. meine schwester hat sich alles zeigen lassen und dann war alles ok. mein papa kam nachhause, wollte einmal noch, dass man ihm durch klecken fährt und dann ist er ins bett gegangen, in der nacht sass er noch mit mama in der küche, hat sein letzes glas wein getrunken und danach nur noch dahin vegetiert. fantasiert, aber auch geweint....! jetzt muss ich auch weinen... sone scheisse alles. papa ist ca 2 wochen später eingeschlafen bei uns zuhause mit allen seinen 3 weibern (mama,meine schwester und ich) es gibt nicht viel trost, weil es so schrecklich ist, einen geliebten menschen zu verlieren. ich bin ganz froh, dass ich meinem papa noch bei zeiten vor er noch einigermassen fit war gesagt habe, dass ich ihn sehr liebe und er der beste papa auf der welt ist und ich habe ihm immer gesagt, dass wir gemeinsam es schaffen....!freu dich wenn er einen guten tag hat, hinterfrage nicht. geniesse die guten tage.. ich weiss wie schwer das ist. ging es papa einigermassen war ich auch gut drauf, ging es ihm schlecht, hab ich nur rumgeschrien zuhause und geweint. es ist so ungerecht, ich kann es bis heute nicht fassen. ich hoffe sehr, dein papa muss nicht so leiden! es tut mir so leid, dass du schreibst, dass er weint... es ist so schrecklich und man selber ist so hilflos.... lg gaby
hallo ihr lieben,
sitze hier.. lese eure und meine zeilen..und es kommt mir vor ..als lägen welten zwischen meiner letzten nachricht und dieser hier.. mein vater wollte auf eigenen wunsch am montag abend ins krankenhaus.. die ärzte hatten ihm das geraten.. da die gefahr eines darmverschlusses bestand.. was dann auch eingetreten ist... heute haben wir ihn nach haus geholt... meine ma hat gesagt.. keine op... und das im vollen einverständnis meiner beiden älteren schwestern und meines natürlich... der mann der montag das haus verlassen hat und heute wieder gekommen ist.. ist nicht mehr derselbe.. er kann kaum noch sprechen.. muss trotz allem noch brechen.. hat jetzt einen schlauch durch die nase bekommen.. der das aus dem körper leitet..was sonst der darm übernimmt... ich sage euch.. ich bin erschüttert.. ich kann ihn kaum verstehen.. er hat jetzt endlich die differenzen mit seiner schwester beigelegt... sie war heute hier.. ich weiss nicht.. was morgen früh sein wird.. aber meine mutter und meine schwestern sowie ich.. wünschen ihm... das er den baldigen frieden findet... ich habe ihn so lieb.. und gerade deshalb wünsche ich mir.. das er heute nacht seine ruhe findet... aber ich glaub es nicht..
hi bianca, ich weiss was du meinst... wie du fühlst, hatte meinen papa auch so sehr lieb. mit 32 meinen papa zu verlieren, hätte ich nie für möglich gehalten. bekommt dein papa künstliche nahrung? wir hatten mein papa ja nachhause geholt und meine grössere schwester hat sich es alles zeigen lassen wie es funktioniert mit diesem tropf. papa hat aber immer den kopf langsam geschüttelt als sie ihm es anmachen wollte und so kam es nicht mehr dazu...! mama, kerstin und ich haben uns die letzte zeit immer abgewechselt oder wir lanen alle im bett und ich hatte meinen arm um seinen bauch, dass er spürt dass er nicht alleine ist. mein papa konnt nur noch flüstern und es war sehr schwer ihn zu verstehen. er liebte wein und ich flösste ihn manchmal wein in den mund, der aber auch nicht drin blieb. .. es ist schrecklich, dass mit diesem eingeflössten wasser der leidensweg so verlängert wird..! zu uns hatten die ärzte gesagt, wir sollen ihn nur anschliessen wenn er will. aber er wollte nicht, er hatte aufgehört zu kämpfen - ihm war klar, dass er den kampf gegen den krebs verloren hat.. ganz liebe grüße und ich hoffe für dich mit!!! gaby
Hallo Nadine, gibt es Dich noch? Habe schon so lange nichts mehr von Dir gehört! Ich hab den Tod von meinem Vater immer noch nicht überwunden - wir alle nicht - Das Leben geht weiter aber es ist nie wieder wie vorher....
Ich hoffe sehr, dass es bei Dir einigermassen geht, meld Dich doch mal wieder, würd mich freuen.. Gaby
hallo ..ich bins... sitz hier.. lese meine letzten zeilen.. und es ist wieder eine andere welt... mein vater ist gestern eingeschlafen..
meine ma, meine schwestern und ich sassen dabei
an seinem bett und haben seine hände gehalten..
seine seele hatte seinen körper verlassen..
die letzten züge..waren für ihn eine erlösung..
und auch für uns... trotz der grossen lücke die
er hinterlässt... sind wir froh... das ihm
weitere tage erspart geblieben sind.. und er zu
haus..bei uns.. einschlafen könnte...
euch allen... dank für die reaktionen...
ihr habt mir sehr geholfen...
und allen anderen.. die nach mir folgen..
schreibt mir ruhig.. ich bin da....
danke...bianca
PS: mein liebster daddy.. 31 jahre warst
du für mich da... und auch jetzt.. wird
sich das nicht ändern.
ich liebe dich... deine kleine
Hallo bianca.
kam leider noch nicht zum schreiben, auch meine mama ist am sonntag eigeschlafen, und hat ihre ruhe gefunden, wie dein papa.
schreibe leider grad nur hier die paar zeilen, melde mich wieder bei dir.
viel kraft
liebe grüsse
heike
Hallo Bianca und alle anderen,
jetzt hab ich endlich mal zeit und ruhe gefunden zu schreiben.
wie ich ja schon berichtet habe ist meine liebe mama am sonntag den 10.04 eingeschlafen.
sie kam mittwochs ins krankenhaus für einen port zu setzen, das auch noch donnerstags gemacht wurde.
aber ab freitags hat auch sie gemerkt das etwas in ihrem inneren vorgeht.
mein papa hat mit der ärtzin gesprochen die ihm auch ziemlich deutlich gesagt hat das die krankheit einen sehr grossen schritt gemacht hat.
und ab samstags waren wir nätürlich alle bei ihr, haben ihr die hand gehalten und langsam abschied genommen.
als sie dann sonntags eingeschlafen ist war es für sie und für uns eine erlösung.
ganz friedlich lag sie da.
und das team was am wochenende dienst hatte, bei uns im krankenhaus, hat uns ganz toll beigestanden.
vielleicht liest das ja jemand der auch aus koblenz kommt.
also der kemperhof ist sehr zu empfehlen!!!
aber mir ist immer noch nicht alles bewusst.
ich glaube das dauert auch noch,oder?
nur habe ich momentan grosse angst, vorallem abends.
denke das werden auch die nerven sein, hoffe das legt sich bald wieder, aber mein papa wohnt auch hier bei uns im haus und das hilft mir und ihm auch.
ich wünsche dir bianca alle kraft die du brauchst.
würde mich freuen was von dir zu hören.
liebe grüsse heike
hallo.. ihr lieben... und alle nach mir kommenden... wie es viele von euch kennen.. nimmt der alltag anlauf.. alles zu verschlingen.. und selbst wenn jemand gestorben ist... der einem sehr sehr lieb und teuer war.. nützt es nichts... man geht den gang...
ich möchte gern..bevor ich nicht mehr dazu komme.. etwas erzählen... was andere als zufall bezeichnen... ich aber...irgendwie.. als vorherbestimmt..
es war der tag nachdem mein pa eingeschlafen ist... meine ma, meine schwestern und ich.. sassen in der küche.. und suchten adressen für die totenbriefe heraus.. da mein pa viele verwandte in ostfriesland hatte.. sagte meine ma... wartet.. ich hab noch ein altes telefonbuch.. für leer und umgebung.. sie suchte und fand..gab es meiner schwester.. und wir machten uns weiter an die arbeit..
an einer seite.. an dem wir einen guten bekannten zu finden glaubten..lag ein "lesezeichen".. mein vater muss es reingelegt haben.. als er die telefonnummer just dieses bekannten irgendwann herausgesucht haben musste... wie praktisch..
wir schrieben also die adressen ohne weiter auf dieses lesezeichen zu achten.. meine schwester..die fertig war.. nahm sich dann beiläufig den zettel vor.. faltete ihn auseinander..las...wurde blass ...und tränen liefen ihr über das gesicht... auf unsere anfrage hin.. gab sie mir den zettel...
es handelte sich um ein kalenderblatt vom
21.02.2000, von dem ich nicht weiss.. ob mein pa dieses blatt durchgelesen hatte oder nur so
als lesezeichen verwandt hat..
folgende zeilen stehen dort geschrieben:
auf unbekanntem weg
mein gott, die krankheit hat mir die sicherheit genommen. zu hause kannte ich mich aus. alles war mir vertraut. es hatte alles seinen platz, es ging alles seinen gewohnten gang, hier kenne ich mich nicht aus. alles ist mir fremd: das zimmer, die wände, die decke, die Bilder die gesichter, der geruch.
bin ich hier ein nichts? ein medizinisches Problem? ein fall? oder doch ein Mensch?
bisher war ich jemand. im beruf wusste ich, was ich wollte und was ich konnte. jettz will ich nur noch eines.. gesund werden. ob ich es auch kann?
bisher hatte ich boden unter den füssen. mein leben habe ich selbst in der hand - dachte ich. jetzt entgleitet mir alles.. ich meine zu fallen. wohin? mein gott, wie weit? das frage ich mich. halte du mich, gib du mir halt, sei du meine sicherheit. trage mich, ich verlasse mich auf dich, meinen gott..
so die zeilen... wir baten die pastorin, die die grabrede von pa halten sollte..diese zeilen zu verlesen.. und entsprechend zu berücksichtigen..
ich denke..viele werden sich in diesen zeilen wiedererkennen...
Hallo,
in den letzten Tagen habe ich mir dieses Forum durchgelesen und irgendwie kamen mir sehr viele Beiträge vertraut vor. Meine Mutter (53) hatte vor 10 Jahren Brustkrebs mit einer einseitigen Amputation. Dann war bis vor 2 1/2 Jahren Ruhe. Ihre Masseurin hat auf einmal unterschiedlich dicke Arme bemerkt, und ihr geraten, die Tumorwerte untersuchen zu lassen (erhöhte Lymphflüssigkeit). Tatsächlich ließen sich zwei kleine Stellen an den Beckenknochen und einer Rippe nachweisen. Diese wurden dann mit Infusionstherapie alle drei Wochen behandelt - ohne größere Nebenwirkungen. Ein weiteres halbes Jahr später haben sich innerhalb von 6 Wochen (Zeitraum zwischen zwei Kontrolluntersuchungen) dann auf einmal Metastasen in der Leber gebildet gehabt. Seither bekommt sie Chemotherapie in verschiedener Form (Infusion/Tabletten). Seit geraumer Zeit verträgt sie das aber nicht mehr besonders gut - die Nebenwirkungen sind zu heftig, der Körper schon zu ausgelaugt. Vor zwei Wochen war das letzte CT, die Lebermetastasen sind nicht mehr nachweisbar. ABER jetzt hat sie - ausgelöst durch das Kontrastmittel (?) - 14 Tage Durchfall gehabt und wegen kaputter Mundschleimhaut nichts festes Essen können. Also ist Mama total abgemagert; nur der Bauch hat das Format eines 7.-Monats angenommen. Montag ist sie ins Krankenhaus gekommen und ihr wurden 5 Liter Wasser abpunktiert. Heute wollen die Ärzte nochmal ran. Es geht ihr jetzt deutlich besser (klar, erst mal ist der Druck weg). Sie konnte sogar wieder was Essen und das blieb auch drin. Soweit, so erfreulich. Ich habe nur Angst, dass wie schon so häufig beschrieben, das Wasser jetzt stetig nachläuft. Und denke natürlich auch über die Ursache für das Wasser nach. Der Arzt (nicht im KKH), mit dem ich gestern ansatzweise gesprochen habe, sah eigentlich auch nicht viele Möglichkeiten für so plötzlich so viel Wasser. Er sprach von der Möglichkeit einer heftigen Entzündung im Darmbereich oder, was wohl wahrscheinlicher ist bei dem Krankheitsverlauf, vielen kleinen Tumoren im Bauchraum, die per CT nicht nachweisbar sind. Wasser auslösen können die trotzdem. Sehen kann man die aber wohl nur bei OP. Behandeln allerdings sowieso nicht.
Das sind jetzt so Details und Überlegungen, die ich nicht mit meinem Vater oder meinen Geschwistern besprechen mag. Ich will denen nicht den Mut nehmen. Geschweige denn, meiner Mama. Sie selbst hat durchaus noch Mut zum weitermachen. Sie sagt, sie möchte bei der Hochzeit meiner Schwester dabei sein (die ist erst 19, mein Bruder 21, ich selbst 34 mit zwei Kindern 3 1/2 und 6 Jahre) und evtl. auch von der Seite noch Enkelkinder erleben.
Vielleicht wendet sich ja doch noch alles zum besseren, und ihr bleibt noch einige gute Zeit. Kennt jemand ähnliche Fälle, wo trotz so massivem Bauchwasser doch noch eine Besserung wieder eingetreten ist? Auch sonst würde ich mich über Reaktion sehr freuen. Denn manchmal ist man sehr allein - auch Mitten in der Familie.
Gruß an Alle
Tanja
Nachtrag: Heute hat Mama noch mal nachgefragt, was denn das Wasser nun verursacht hat. Antwort: In der Leber sind doch wieder Tumore aktiv. Nach dem CT hatte der Arzt gesagt, im Bauchraum seien keine Tumore nachweisbar. Die Leber hatte er nicht erwähnt... Er hat wohl vergessen, das Mama sich die ganze Zeit jetzt Gedanken gemacht hatte, wo der neue, unerkannte Tumorherd sein könnte. Wenn sie gleich gewusst hätte, es ist wieder die Leber, wäre es vielleicht etwas einfacher gewesen. Heute wurden nochmal 2,5 Liter Wasser abpunktiert. Morgen früh wird sie entlassen. Wieder eine neue Chemo, um die Leber in den Griff zu bekommen. Die soll angeblich auch das Wasser bändigen. Wir werden sehen.´
Bis dann
Tanja
Hallo tanja,
wünsche dir viel kraft für die schwere zeit im moment.
ich habe in diesen thread auch geschrieben, bisschen weiter oben.
du hast recht manchmal ist man auch in der familie allein, man muss selber mit der situation klar kommen, da kann keiner einem helfen.
sei einfach für deine mutter da.
liebe grüsse
heike
Hallo Heike,
vielen Dank für deine Worte. Ich habe Mama gestern dann auch selbst abgeholt. Eigentlich dachte ich, mein Mann könnte fahren, weil der sowieso erst Mittags anfangen musste zu arbeiten. Aber als der dann gleich Probleme gesehen hat und so komisch reagiert hat habe ich mir frei genommen und bin lieber selbst gefahren. Dann konnte ich mit meiner Mutter reden und zu Hause auch helfen beim Tasche auspacken und dergleichen. War insofern also besser. Ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben. Denn hier stößt man teilweise eben auf mehr Trost und Verständnis, als bei seiner Umgebung. Außerdem mag man teilweise die Leute auch nicht mehr mit seinen Gedanken belasten. Gerade mir obliegt eigentlich immer eher die Funktion der "Starken", die sich um alles kümmert - egal, was gerade passiert. Tue ich ja auch gerne. Aber um so besser, hier mal seine Gedanken loswerden zu können. Lesen und antworten tut ja hier jeder freiwillig ;-).
Ich fand es nur erschütternd zu sehen wie schnell - gerade auch bei deiner Mutter - sich diese Krankheit auf einmal dem Ende zuneigen kann. Ich hoffe immer noch mal auf positive Beispiele, wo auch nach viel Wasser noch eine längere gute Zeit folgte.
Viele Grüße
Tanja
Hallo Tanja,
das ist ja schön das deine mama wieder bei dir zuhause ist.
du darfst dir aber nicht zuviele gedanken machen, wenn du die anderen beiträge liest.
denn jeder verlauf ist anderes und es ist auch gut wenn man vorher nicht zuviel weiss.
allerdings ein bisschen sollte man sich über die krankheit schon informieren damit man versteht wenn was passiert.
das kannst du in diesem forum auf der startseite sehr gut, da its ja jede art erklärt.
und löcher die ärzte deiner mama, die erzählen nämlich erst wenn man bohrt.
bei meiner mama fing es auch vor 4 jahren mit der brust an, auch amputation, kam mir alles sehr vertraut vor.
aber deswegen muss es bei euch nicht auch so sein,ok??
es ist wichtig das du jetzt einfach da bist für sie, und wenn du mal weinen musst tu das.
deine mama wir dich kennen, auch wenn du versuchst die starke zu sein.
und sei deinem mann nicht böse, männer sind anders in sowas,
ist mein papa auch.
heute ist es mal grade 8 wochen her, aber es kommt mir schon wie eine ewigkeit vor,komisch.
ich wünsche dir weiterhin viel kraft.
und melde dich wenn du fragen hast oder einfach nur sprechen willst.
liebe grüsse
heike
Hallo Heike,
bei mir zu Hause heißt insofern ja nur im selben Ort. Wir leben schon in getrennten Haushalten, 7km voneinander entfernt. Zu den Ärzten dringe ich ja nicht durch. Da ist nur Mama, allenfalls nochmal mein Papa. Gestern waren die beiden kurz hier. Mein Großer (6 Jahre) hat sein "Jugendzimmer" bekommen, was die beiden zwischenfinanziert haben. Und das wurde dann mal kurz abgenommen. Auch eine gute Gelegenheit, um mal was anderes zu sehen. Freitag waren die beiden zu Bekannten auf Besuch. Nachmittags ausruhen und nur Abends auf der Couch sitzen und Schnakken, das ging schon. Immer mit viel Pause lässt sich der Alltag bewältigen. Wenn ich Mama glauben darf, besser als im Krankenhaus. Sie sagt, zu Hause kann sie sich ihren Tag halt einteilen, wie es ihr passt. Dann aufstehen, wenn sie soweit ist. Schlafen, lesen, fernsehen, wie es geht. Papa kommt Mittags meist nach Hause und sie essen zusammen. Gibt ihr gleichzeitig die Aufgabe, zumindest was aus der Truhe aufzutauen. Ich denke, eine Aufgabe zu haben ist in der Situation ganz wichtig. Für mich persönlich war es allerdings auch wichtig zu hören, das sie im Krankenhaus auf Isolierstation war. Weil ich aus der Erfahrung mit meinem Schwiegervater (gest. 18.02.05 in Folge Hirnschlag) eine furchtbare Angst vor Krankenhaus reistenten Keimen habe. Aber denene ist sie in der Tagesklinik wohl sogar noch mehr ausgesetzt. Ich liebe meine Mama und brauche sie noch sehr. Auch mit meinen 34 Jahren. Ich weiß nicht, ob das sonst jemand aus der Familie so realisiert. Das kann wohl nur jemand realisieren, der in ähnlichem Alter einen solchen Verlust erlitten hat. Im Moment muss ich eher noch meine Oma trösten, die auf die Sachlage gar nicht klar kommt. Oma ist mittlerweile auch 80 Jahre und leides zunehmends unter Altersdemenz. Mein Opa schläft fast den ganzen Tag und ist ihr auch keine Stütze. Also übernehme ich nach und nach Mamas Aufgaben als Ansprechpartner für alle - meine Großeltern ebenso wie meinen jüngeren Geschwistern und auch für meine Papa. Im Zuge des Sterbens meines Schwiegervaters bin ich allerdings auch diejenige, welche sich am meisten mit dem Thema Sterben und Tod bzw. was kommt danach auseinandergesetzt hat. Und auch mein Papa sagt ganz klar, was er mit mir (uns; meinem Mann und mir) bespricht, bespricht er so nicht mit meinen Geschwistern. Meine Schwester steckt noch in der Ausbildung und mein Bruder ist just damit fertig und sucht noch Arbeit in seinem erlerntem Beruf als Bootsbauer - Windräder sind halt doch nicht seine Lebensaufgabe. Auch wenn sie erst mal Geld bringen. Also bin ich Papa's Ansprechpartner. Bin ich auch gerne, da ich bei beiden Elternteilen in der Patientenverfügung auch bevollmächtigt bin.
Überigens: Apropos Patientenverfügung: man bestimmt so gerne eine Einrichtung, die Nahe dem bisherigen Wohnort liegt. Allerdings vergisst man dabei die aktuelle Arbeitsmarktsituation. Was ist, wenn man woanders Arbeit findet, allerdings die Angehörigen aufgrund der Verfügung in einem bestimmtem Heim untergebracht sind. Besser, man lässt in einer Verfügung einen gewissen Spielraum. Ab einem bestimmten bewusstseinsmäßigem Zustand ist es einem räumlich nämlich egal, in welchem Ort man liegt. Solange die Betreuung liebevoll ist und die Angehörigen regelmäßig kommen können. Glaubt mir, ich weiß, wovon ich rede. Und nicht jede Empfehlung der Ärzte aus dem Krankenhaus ist sinnvoll. Immer noch mal nachfragen bei den örtlichen Einrichtungen. Die können mehr, als man vielleicht mein.
Jetzt eine sehr verheulte Gute Nacht
Tanja
Hallo Tanja,
hoffe es geht euch ganz gut soweit.
klar brauchst du noch deine mama, egal wie alt man ist.
ich bin 31 und es war bei mir nicht anders.
ich denke die bindung zur mutter ist die intensivste die es gibt.
du hast ja einiges zu bewältigen wenn du die ansprechperson für alle bist,oje
aber ich denke es ist gut wenn du ein gutes verhältnis zu deinem vater hast.
mein verhältnis hat sich jetzt sehr gekräftigt,
vorher war ich eher ein "mamakind" lach.
aber es klappt gut mit meinem dad und mir.
ich wünsche euch alles erdenklich gute,
und weiterhin viel kraft
liebe grüsse
heike
Gaby, ich weiss, dein Dad ist tot, aber gibt es dich noch in diesem Forum?
Bei meinem Papa hat es auch mit Magenkrebs angefangen und jetzt hat er viel Wasser im Bauch.
Bitte melde dich doch, ich hätte so viele Fragen an dich!
In Erwartung
Sandy
Sandy, meinst Du mich? Mein Papa ist am 12.11.2003 gestorben.
Meld Dich wenn Du Fragen hast. Es war eine schreckliche Zeit und ich bin auch immer noch nicht drüber weg, aber ich beantworte Dir gerne Deine Fragen, wenn ich kann.
LG Gaby
Hallo Leute,
mein Vater liegt schon seit ca. 2 Wochen im Krankenhaus. Diagnos: schwere Blindarmentzündung. Nach einer Not-OP war alles zum Teil OK, aber dann wurde er schwächer, konnte nicht´s essen und nicht auf die Toilette, weil er nicht urinieren konnte. Dann hat er eine Lungenentzündung gehabt.
Jetzt habe ich Überall in diesen Foren gelesen, dass die Leute Wasser im Bauch haben, und dasselbe hat mein Vater auch. Jetzt wollte ich wissen, OB JEDER MENSCH, DER WASSER IM BAUCH HAT, AUCH KREBS HAT. würde mich sehr freuen, wenn ihr genauere Informationen geben würdet.
Vielen Danke!!!
yamos20@yahoo.de
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