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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : eingeschränkte Nahrungsaufnahme


13.12.2004, 00:09
Hallo!
Vor einigen Jahren hat man bei meiner Mutter den Eierstockkrebs festgestellt. Sie wurde operiert und nach der Chemotherapie ging ihr einigermaßen gut. Vor zwei Jahren hat man aber Metastasen in Leber gefunden. Sie hat mehreren Chemotherapien bekommen, die sie immer schlechter vertrug. Sie nimmt zur Zeit Zytostatika in Tabletten. Sie hat Bauchwasser und kann praktisch gar nichts essen. Kurz nach der Nahrungsaufnahme kommt fast alles wieder zurück. Ein Teil des Bauchwassers wurde im Krankenhaus ausgelassen. Die Spiegelung hat nicht Auffälliges gezeigt, mit dem Essen wurde es nicht besser. Was könnte man machen, damit mit dem Essen besser geht? Muss sie sonst künstlich ernährt werden? An wen kann man sich wenden?
Vielen Dank!

gitti2002
18.12.2004, 12:37
Hallo Misha,
versucht es doch mal mit dieser hochkalorischen Trinknahrung, zumindest mal solange bis es mit dem Essen wieder besser geht.
http://www.medical-nutrition.de/393--%7Ede%7EIndikationswegweiser_Trink%7EGastro%7Edive rtikulose.html

Liebe Grüße
Gitti

19.12.2004, 10:40
Hallo Gitti,

vielen Dank für die Information. Meine Mutter hat mit einer ähnlichen Triknahrung versucht. Leider kann sie fast keine Flüssigkeiten aufnehmen. Sie kann nur ein wenig fester Nahrung wie Dinkel essen.

Gruß
Misha

20.12.2004, 16:02
hallo Misha,
seid vorsichtig mit ausschließlicher ballaststoffreicher ernährung wie z.b. dinkel.
Deine Mutter hat sicher auch schon einige ops hinter sich und damit ein hohes risiko für verwachsungen. sollte sie bereits am darm operiert worden sein, dann ist eine solche ernährung eher abzuraten. hatte selber gerade einen darmverschluss :-( und soll zwecks verhinderung eines neuen auf keinen fall ballaststoffe zu mir nehmen da diese im darm aufquellen...
viele grüße
clara

21.12.2004, 11:16
Hallo Misha,
die Flüssigkeitsversorgung Deine Mutter ist extrem wichtig. Sofern das noch nicht geschehen ist, muß sofort ein Arzt hinzugezogen werden. Die Flüssigkeitsversorung kann über Elektrolytflüssigkeiten 24 h am Tag über die Blutbahn erfolgen.
Geräte dazu können auch zuhause aufgestellt werden. Es gibt dann täglich einen "Wartungsdienst" der die Flüssigkeitsbehälter auswechselt.
Ich denke, 1,5 bis 2 Liter müssen pro Tag getrunken werden. Wenn das Deine Mutter nicht macht, muß dieser "Tropf" her.
Über das gleiche Gerät und die gleiche Kanüle kann Deine Mutter auch ernährt werden. Es gibt dafür eine flüssige Vollwerternährung mit etwa 1000 kcal pro Beutel.
Das Gerät hängt an einer Art Gardarobenständer mit fünf Rollen und kann zur Toilette mitgenommen werden. Es erlaubt eine gewisse Mobilität.
Bitte nimm meine Worte sehr erst!

Andreas

22.12.2004, 00:17
Hallo Clara, hallo Andreas,

vielen Dank für Ihre Ratschläge. Meine Mutter ist wieder im Krankenhaus und wird mit der Flüssigkeit versorgt. Viel davon kann sie aber wegen Aszitis nicht aufnehmen. Hoffentlich stabillisiert sich ihr Zustand nach der Behandlung.

Viele Grüße
Misha