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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nierenkrebs - Worst Case!


07.02.2005, 13:34
Hallo,
mein Vater hat leider folgende Diagnose bekommen:

-Max. 10cm großes, ausgedehnt nekrotisch zerfallendes, teils klarzelliges, teils schlecht differenziertes sarkomatoides Nierenzellkarzinom (G3), pT2 G3 pNo (0/1)RO

-deutlich pleurale Ergussbildungen. Pulmonale Metastasen, diffuse Lebermetastasen. Diffuse Skelettmetastasen eines Nierenzell-Ca. Diffuse Leberrundherde sowie ausgedehnte Osteolysen im Bereich BWS.

Das Nierenzellkarzinom wurde im entfernt. Wie im Befund beschrieben gibt es Metastasen in Lunger, Leber und im Knochen (besonders Rückenwirbelsäule). Die Ärzte haben ihn aufgegeben, möchten ihn gerne in ein Hospiz schicken, geben ihm noch max. ein paar Monate.
Gibt es wirklich keine Therapie (IMT, Zometa?) die ihm noch helfen könnte?

Rudolf
28.02.2005, 22:15
Hallo Thomas,
Du hast hier schon vor 3 Wochen geschrieben, und ich wundere mich, daß noch niemand von den "kompetenten" Leuten geantwortet hat.
Ob die IMT für Deinen Vater in Frage kommt, kann ich nicht beurteilen. Sie setzt gute körperliche Kondition voraus und scheint auch bei Knochenmetastasen weniger gut zu wirken.
Zometa ist kein eigentliches Krebsmittel, es hilft aber, den Kalziumabbau aus den Knochen zu stoppen oder ggf. umzukehren, scheint mir also in jedem Falle hilfreich, gerade auch in der palliativen Situation.
Alles Gute Deinem Vater
Rudolf

01.03.2005, 18:13
Hallo Rudolf.
Ich freue mich das du der Meinung bist das es kompetente Mitstreiter giebt die hier für Betroffene und Hilfesuchende mit Rat und Tat vorhanden sind.Einige haben aber momentan andere Sorgen.Jürgen war im Krankenhaus und das nicht gerade am Heimatort.Jetzt ist er wieder in IMT.Du kannst dir sicher vorstellen das Ulrike erst einmal damit beschäftigt ist.Sie hätte bestimmt sonst mit Ihrem großen Fachwissen geantwortet.
Jürgen hatte ja schon geschrieben das Ulrike momentan nicht soviel im Forum vorhanden sein kann. Heino der auch viel Erfahung in unserer Sache hat ist glaube ich auch wieder in IMT.Das die IMT anstrengend ist wissen wir ja alle.Für meinen Teil kann ich nur berichten wie es mir ergangen ist.Zum Fachwissen kann ich wenig beitragen.Dieses zur Aufklärung warum einige Mitstreiter augenblicklich etwas wenige vertreten sind.
Gruß Hartmut

02.03.2005, 20:01
Hallo, Thomas,

leider komme ich erst heute dazu, Dir zu schreiben.

Ob eine IMT für Deinen Vater in Frage kommt, hängt in erster Linie vom Allgemeinzustand Deines Vaters ab. Wenn es ihm trotz des weit fortgeschrittenen Stadiums der Erkrankung körperlich relativ gut geht, könnte sie m. E. sicher einen Versuch wert sein. Sie greift in erster Linie bei Weichteilmetastasen ( Lunge, Leber ). Du schreibst leider nicht, wie alt Dein Vater ist und wie es ihm allgemein geht. Denn für die IMT braucht man schon eine sehr gute Kondition!

Bei Knochemetastasen wäre sicher eine Therapie mit "Zometa" m. E. sinnvoll und ggf. Bestrahlung.

Abhängig vom Allgemeinzustand Deines Vaters würde ich Dir empfehlen, eine weitere Meinung einzuholen. Leider werden manchmal Patienten zu schnell aufgegeben. Als sehr gute Adresse für eine Zweitmeinung kann ich Dir Prof. Atzpodien in der Fachklinik Münster Hornheide empfehlen. Er könnte ( wieder abhängig vom Allgemeinzustand Deines Vaters ) sicher auch einschätzen, inwieweit ggf. eine weitere Reduktion von Metastasen sinnvoll wäre ( falls eine IMT in Frage kommt )und Dich ggf. auch weiter leiten. Solltest Du diesen Weg gehen wollen, bitte alle Befunde incl. Bilder von CT / MRT-Untersuchungen mitnehmen.

Ich wünsche Euch alles Gute.

Liebe Grüße,

Ulrike