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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wie lange warten bis zur OP?


05.06.2005, 15:30
Liebe Forums-Mitglieder,
bei der Schwester meines Freundes (44) besteht Verdacht auf Eierstockkrebs - sie hat viel Wasser im Bauchraum (deswegen war sie beim Arzt) und es es ist ein 7 cm großer Tumor an einem Eierstock gefunden worden, außerdem sind die Tumormarker stark erhöht. Ihre Mutter ist mit 37 an Eierstockkrebs gestorben.
Sie hat einen Untersuchungstermin in den Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden für Donnerstag, operiert werden könnte frühestens am darauffolgenden Montag oder Dienstag. Sie hat aber große Bedenken, noch so lange zu warten, da sie nicht weiß, ob sich ihr Zustand bzw. ihre Prognose in dieser Woche noch deutlich verschlechtern kann. Sie könnte sich auch Anfang der kommenden Woche in einer Uni-Klinik untersuchen und ggf. sofort operieren lassen - allerdings haben die Schmidt-Kliniken in Wiesbaden ja einen sehr guten Ruf und nach allem, was ich gelesen habe, kann es entscheidend sein, wie gut der Chirurg ist, der operiert.
Was meint Ihr, lohnt es sich, die Woche noch zu warten und dafür von einem erfahreneren Chirurg operiert zu werden? Oder ist das zu gefährlich? Ihr Gynäkologe hat gemeint, ein Termin am Donnerstag sei vertretbar.
Sie muss sich wahrscheinlich morgen entscheiden, was sie macht. Bin für jeden Hinweis dankbar.
Vielen Dank und viele Grüße
Andrea

05.06.2005, 17:11
Liebe Andrea,
Dr. du Bois von den Horst-Schmitt-Kliniken ist Mitglied der AGO-Ovar http://www.ago-ovar.de/load.html . Die Schwester deines Freundes wäre dort wohl in besten Händen. Und wie du schon schreibst, ist es ganz wichtig, von einem erfahrenen Chirurgen operiert zu werden. Kann die gesamte Tumormasse restlos entfernt werden, ist die Chance auf eine längere rezidivfreie Zeit und evtl. sogar Heilung viel, viel grösser.

Wenige Tage Wartezeit dürften wohl keinen Einfluss auf die Prognose haben. Jedoch steht das Befinden an allererster Stelle. Bei grösseren Beschwerden ist es wohl ratsam, schnell zu handeln. Ich nehme an, dass die Ärzte in Wiesbaden in diesem Fall dann auch sofort operieren würden.

Der Schwester deines Freundes alles Gute!

Liebe Grüsse
Anita

05.06.2005, 19:34
Liebe Andrea,

bei Diagnosestellung hatte ich bereits eine Lungenembolie und deshalb hat sich meine OP um vier Wochen verschoben. Ich hatte auch große Bedenken deswegen, aber meine Ärzte meinten damals, dies sei mein kleinstes Problem. Glücklicherweise konnte ich anschließend tumorfrei operiert werden und bin seit 2 Jahren ohne Rezidiv.

Auch wenn die Schwester deines Freundes sofort am Montag in ein anderes KH gehen würde, sind einige Tage Vorlaufzeit für notwendige Untersuchungen notwendig und es wären dann nur noch ein paar Tage Differenz.

Alles Gute für die Schwester deines Freundes!

Recht liebe Grüße
Margit

05.06.2005, 21:35
Hallo Anita, Margit und Tina,
vielen Dank für Eure schnellen Antworten. Ich denke, dass sie dadurch eine gute Unterstützung für ihre Entscheidung bekommt und Ihr ihr sehr geholfen habt.
Liebe Grüße, Andrea