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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : erhöhtes Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken


09.07.2005, 15:19
Hallo liebe Leserinnen (und evtl auch Leser),

Bei meiner Mutter (damals 38) wurde vor einigen Jahren Eierstockkrebs festgestellt. Nur wenige Tage nach der Diagnose wurden ihr Gebärmutter und Eierstöcke entfernt. Auch mit einer Chemotherapie wurde begonnen. Allerdings waren OP und Chemo so gut wie erfolglos (da bereits FIGO III). Sieben Wochen nach der Diagnose verstarb sie bereits.

Wie ich nun herausgefunden habe, ist die Schwester meines Großvaters (mütterlicherseits!) vor mehreren Jahren an Brustkrebs erkrankt. Da ich mich zur Zeit mit diesem Thema auseinandersetze und weiß, dass gerade auch diese Krebsarten genetisch bedingt sein können, stellt sich mir jetzt die Frage, ob ich ein erhöhtes Risiko habe, an Krebs zu erkranken.

Vielleicht kann mir jemand Tipps oder/und Infos darüber geben. Über Rückmeldungen wäre ich sehr dankbar.

Gruß, Ina

09.07.2005, 19:19
Liebe Ina,
auf BRCA 1 und BRCA 2 Gen testen lassen.
Allerdings sind nur ca 5-7 % aller Brust- und Ovarialkarzinome genbedingt.
Sofern diese Indikation gegeben sein würde, raten die Experten zur prophylaktischen Entfernung der Eierstöcke (und evt auch zur Entfernung der Brüste!)
Wie man damit umgeht, ist dann eine andere Sache.
Deshalb wird hier zur engmaschigeren Kontrolle in einem entsprechenden Mammazentrum oder in einer auf Ovarialerkrankungen spezialisierten Klinik geraten.
Bei meiner Schwester (nicht betroffen, aber in ähnlicher Situation wie Du) wird deshalb regelmässig der CA 125 und der CA 15-3 kontrolliert, sowie in 2 jährigem Abstand eine Mammografie und halbjährlich ein besonders intensiver Farbdoppler US des Beckens und des gesamten Abdomens gemacht.

Viele Grüsse
C.

09.07.2005, 19:23
Hallo Gästin C,

du kennst dich anscheinend recht gut mit der ganzen Materie aus oder?
Heißt das, auf grund der Krebsfälle in meiner Familie ist es angebracht, einen solchen Gentest machen zu lassen?

Viele Grüße, Ina

09.07.2005, 19:28
Hallo Ina,
"man" sagt, wenn in der Familie 2 oder mehr Fälle dieser Krebsart (mütterlicherseits) aufgetreten sind ,ist die Indikation zu diesem Gentest gegeben .
wende dich doch einfach an eine Gen- Beratungsstelle. Oder frage einfach einmal unter www.ago-ovar.de mit einem Mail nach. Antwort hast du um Regelfall in 2-3 Tagen
Schönes Wochenende
C.

09.07.2005, 19:36
Vielen Dank auf jeden Fall mal für die Information. Werd mich mal erkundigen.
Darf ich noch fragen, ob bei deiner Schwester so ein Gentest gemacht wurde? Wenn ja, wer bezahlt diesen bzw. wie teuer ist so etwas?

Ebenfalls ein schönes Wochenende