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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : plötzlich ist alles anders..........


Marion B.
25.08.2005, 16:42
seit 2 wochen und 2 tagen wissen wir, dass meine mama 59 jahre lungenkrebs hat. morgens beim aufstehen war die welt noch in ordnung und 4 stunden später war alles anders.

sie hat ein kleinzelliges bronchialkarzinom links zentral, limited disease, stadium lllB. es kann nicht mehr operiert werden, da der tumor 6x10 cm gross ist und eingewachsen ins mediastinum. sie hat von montag bis mittwoch ihre erste chemo bekommen und ist heute nachhause entlassen worden bis zum nächsten zyklus in 2,5 wochen.

ich sitze hier und funktioniere. ich habe keine geschwister, bin die die alle stärkt im moment, meine beiden mädels 21 und 17 und meinen dad und natürlich meine mama. abends wenn ich alleine auf meiner couch sitze ist mir sooft zum heulen, aber ich kann nicht, denn wenn man mir es am nächsten tag ansieht........ich muss dazu sagen, dass ich die meisten gespräche mit den ärzten geführt habe und sie mir prognosen von lebensverlängerung von 6-8 monaten mit chemo z.b. gesagt haben, das alles wissen meine eltern und kids nicht, sie haben nicht den arzt danach gefragt. aber in meinem kopf ist es drin und dann sehe ich meine mama, so tapfer und stark, mit der gewissheit in sich, ich werde wieder gesund. sie kämpft wie ein löwe und mir wird es so verdammt schwer ums herz dabei.

ich will den statistiken und prognosen der ärzte nicht glauben, ich will auch dass sie noch lange bei uns ist. ach verdammt ist wohl ziemlich wirr mein posting, aber so sieht es in meinem kopf auch aus.

einfach nur traurig

Marion

Kim
25.08.2005, 16:56
Ach Marion,

fühl dich erstmal einfach nur gedrückt. Es ist nicht schlimm, wenn dein Posting wirr ist - viele hier werden dich verstehen - schreib einfach, wenn dir danach ist. Und weine auch, wenn du weinen möchtest. Du musst nicht nur stark sein, du darfst auch traurig sein.

Was die Prognose angeht: viele leben länger oder werden auch wieder ganz gesund, obwohl anfangs eine schlechte Prognose gestellt wurde. Wartet erst einmal ab, wie die Chemo anschlägt, dann kann man mehr sehen.

Und wenn dir danach ist: schreib hier einfach. Du bist nicht alleine und manchmal tut es auch gut, mit einem Aussenstehenden zu sprechen.

Ich wünsche euch alles Gute,

LG Kim

Jea-nny
25.08.2005, 17:26
seit 2 wochen und 2 tagen wissen wir, dass meine mama 59 jahre lungenkrebs hat. morgens beim aufstehen war die welt noch in ordnung und 4 stunden später war alles anders.

sie hat ein kleinzelliges bronchialkarzinom links zentral, limited disease, stadium lllB. es kann nicht mehr operiert werden, da der tumor 6x10 cm gross ist und eingewachsen ins mediastinum. sie hat von montag bis mittwoch ihre erste chemo bekommen und ist heute nachhause entlassen worden bis zum nächsten zyklus in 2,5 wochen.

ich sitze hier und funktioniere. ich habe keine geschwister, bin die die alle stärkt im moment, meine beiden mädels 21 und 17 und meinen dad und natürlich meine mama. abends wenn ich alleine auf meiner couch sitze ist mir sooft zum heulen, aber ich kann nicht, denn wenn man mir es am nächsten tag ansieht........ich muss dazu sagen, dass ich die meisten gespräche mit den ärzten geführt habe und sie mir prognosen von lebensverlängerung von 6-8 monaten mit chemo z.b. gesagt haben, das alles wissen meine eltern und kids nicht, sie haben nicht den arzt danach gefragt. aber in meinem kopf ist es drin und dann sehe ich meine mama, so tapfer und stark, mit der gewissheit in sich, ich werde wieder gesund. sie kämpft wie ein löwe und mir wird es so verdammt schwer ums herz dabei.

ich will den statistiken und prognosen der ärzte nicht glauben, ich will auch dass sie noch lange bei uns ist. ach verdammt ist wohl ziemlich wirr mein posting, aber so sieht es in meinem kopf auch aus.

einfach nur traurig

Marion



Hallo Marion, ich kann dich voll nachvollziehen, mein Vater hat fast diesselbe Prognose..und ein Arzt hat zu uns auch zuerst gesagt...dass er nur eine Lebenserwartung von 1 1/2 jahren hat, dann haben wir aber einige Tage später mit dem Professor geredet und der hat gemeint, dass dieser Arzt quatsch redet und man den Statistiken nicht glauben soll, denn es hängt von jedem individuell ab. Also sollte man auf jeden Fall erstmal nicht aufgeben und alles schlecht sehen, sondern kämpfen und sein Leben noch genießen und nicht andauernd über den Tod nachdenken. Sterben muss mal jeder.

Gaby_2003
25.08.2005, 21:41
Liebe Marion,

also erstmal durchschnaufen, limited disease bedeutet eigentlich es gibt noch keine Fernmetastasen, hat sie irgendwo noch Knoten, Hals oder Knochen? Eine Prognose über 6-8 Monate zu stellen ist schon krass bei solch einem Befund, frag nochmal genau nach ob Metas da sind, Prognosen muss man prinzipiell erstmal anzweifeln, jeder ist anders.

Lass Dich nicht von Statistiken verrückt machén. Der Kleinzeller reagiert normalerweise gut auf die Chemo, also warte erstmal ab. Nach 2 oder 3 Chemos wird meist ein Kontroll-CT gemacht dann sieht man ob der Tumor reagiert hat, übrigens werden die Kleinzeller selten operiert.

Versuch mit deiner Familie zu reden , Deine Kinder sind alt genug um die Wahreit zu erfahren, binde sie ein und stützt euch gegenseitig ( meine Kids sind 12,15,18 und gehen damit seit 2 Jahren um) Nimm sie in die Verantwortung auch mal Schmerz zu ertragen.

Und wenn alles nichts hilft such wenigstens für DICH einen Seelenklempner und sprich dich aus , es hilft niemanden wenn du alles mit dir alleine ausmachst.

Ich wünsche Dir viele Kraft und lass dich ganz lieb drückken.

Alles Gute

Gaby

Marion B.
28.08.2005, 19:53
hallo ihr,

sorry dass ich erst heute antworte, war die ganze zeit nur megamässig beschäftigt.

@ gaby

nein sie hat keine metastasen, es waren auffälligkeiten beim syntigramm, die aber beim mrt im krebsforschungeszentrum als verknöcherungen gesehen wurden und die wirbelsäule als metastasenfrei deklariert wurde. ein röntgenbild wird nach der zweiten chemo gemacht und ein ct nach der 4 sagte mir die onkologin.


ich habe in den letzten tagen ein besseres gefühl bekommen, dass nicht alles so aussichtslos ist, wie die ärzte es prophezeiten. ich habe viel im i-net gelesen und kann wirklich hoffen inzwischen. meine mama hatbis jetzt keine nebenwirkungen von der chemo, hab aber keine ahnung ob das immer so ist, morgen sind es dann 8 tage nach der ersten. ihr geht es soweit gut, sie hat ihre schmerzmittel jetzt zuhause reduzieren können, dadurch ist sie nicht ganz so benebelt. sie macht im haushalt, hilft beim kochen usw. morgen gehen wir zur ersten blutentnahme beim hausarzt.

danke euch fürs mut machen und fürs zuhören.

liebe grüsse an euch

Marion

Marion B.
07.09.2005, 21:57
hat lungenkrebs, wir haben die diagnose seit 4 wochen. ein kleinzeller, ein böses etwas in ihrer linken brust, zu gross zum operieren, zu sehr verwachsen. am 22.08. bekam sie ihre erste chemo, am 23.08 und 24.08 die nächsten beiden. sie hat es ohne übelkeit und sonstigen nebenwirkungen geschafft. am montag muss sie zum 2 zyklus in die klinik, wieder von montag bis donnerstag. die onkologin knallte mir so einfach über den schreibtisch rüber, ihre mutter hat noch ca. 6-8 monate mit chemo zu leben. *batsch* das saß!

die letzten 2 wochen war etwas alltag zuhause eingekehrt, jetzt kommt die angst wieder hoch, da sie am montag wieder in die klinik muss, was kommt dann? sie war heute beim friseur und hat da schon ganz viele haare verloren, die friseuse wollte gar nimmer gross weitermachen und das nach der ersten chemo schon????? mama ist tapfer, hat sich schon bei der ersten chemo eine perücke geholt, aber wie sieht es in ihr aus? sie ist doch erst 59 jahre´ :(


achja zu mir, ich bin 39 jahre, habe zwei mädchen 21 und 17 jahre, bin seit 9 jahren alleinerziehend und habe auch zu allem übel keine geschwister und mein dad hat seit jahren depressionen.........sprich alles hängt an mir. ich bin so traurig, so unenedlich traurig, weiss manchmal nicht wie ich das schaffen soll und dann schäme ich mich für diesen gedanken, denn nicht ich bin krank und nicht bei mir gehts um mein leben, sondern bei meiner geliebten mama.

ich war auch schon bei meiner hausärztin, sie ist auch dipl. psychologin aber ausser reden bringt es mich nicht viel weiter, zum reden habe ich gott sei dank noch gute freunde und mit anti depressiva möchte ich mich nicht zuknallen.

wie geht ihr mit diesen ängesten um, wie geht man überhaupt damit um, wenn man weiss, dass der geliebte mensch nicht mehr gesund werden kann, ausser es geschieht ein wunder? ich habe angst vor dem was kommt, wenn meine mama merkt dass sie nicht mehr gesund wird, denn im moment geht sie davon aus, dass sie es wieder wird. wenn sie zusammenbricht, weil die tatsachen bewusst werden, wenn meine mädels das begreifen, dass die geliebte oma vielleicht nicht mehr lange bei uns ist, wenn mein dad das begreift und vielleicht wie er es immer sagte noch in guten zeiten, dass er sich umbringen will, wenn mama nimmer wäre.

manchmal denke ich, ich würde so gerne mit ihr tauschen und dann eben schäme ich mich für diese feigheit.

unendlich traurig

Marion

DaskleineÄnnchen
07.09.2005, 23:02
Hallo Marion,
mir geht es momentan genauso wie dir.
Auch wir wissen seit ca. drei Wochen, dass mein lieber Papa einen sehr bößartigen und seltenen Tumor hat.
Wie soll man damit umgehen`?Ich bin 20 und will nicht dass mein Papa stirbt.
Deine große Tochter soll dich nach besten Kräften unterstützen, sag ihr was du brauchst, sie wird dir helfen.
Dein Vater geht doch sicher mit seinen Depressionen in eine Therapie, oder? Vielleicht kann er dort mit seinem Therapeuten auch über dieses Problem reden?
Ich kann dir nicht mehr sagen als: BEISTEHEN!!!!
Mehr kann ich bei meinem Vater leider auch nicht tun....versuch die Zeit die euch noch bleibt so gut wie möglich zu nutzen.
Lg, Anna

sanne2
08.09.2005, 18:08
Hallo Marion,
vor genau zwei Jahren stand ich vor dem selben Scherbenhaufen wie Du!
Meine Mutter erkrankte mit 60 Jahren an Lungenkrebs und mein Mann an Weichteilkrebs. Meine Kinder waren 14J und 16 Jahre alt. Genau wie Du wußte ich nicht mehr weiter. Ich hatte zwar meine Freundinnen aber es reichte trotzdem nicht. Ich dachte sogar daran, in die Kirche zu gehen, obwohl ich überhaupt nicht religiös bin!
Ich kann Dir leider keinen guten Rat geben, denn es gibt einfach keinen!!
Man muss einfach mit dieser Situation fertig werden, irgendwie geht es auch. Bis heute hängt mir diese ganze Sache nach, der Schmerz wird tatsächlich weniger, hört aber nie ganz auf.
Meine Mutter hat bis zum Schluss gekämpft, sie hat nie aufgegeben!
Erst einen Tag vor ihrem Tod sagte sie, sie wünsche sich, das dieses Elend bald ein Ende hätte! Am nächsten Abend, nach acht Monaten Kampf, ist sie nicht mehr aufgewacht und wirklich friedlich eingeschlafen.
Dazwischen lagen etliche Krankenhausaufenthalte.
Sorge nur dafür, das Deine Mutter keine Schmerzen hat, denn das muss nicht sein.
Mein Mann hat bisher alles gut überstanden, aber die Angst bleibt!
Ich wünsche Dir viel Kraft in dieser traurigen Zeit!
Liebe Grüße!
Sanne

Marion B.
08.09.2005, 21:45
erstmal ein danke an euch beide für eure antworte, es tut oft schon gut zu wissen, man ist nicht alleine mit dem problem auf der welt.

@DaskleineÄnnchen

ach du, das tut mir leid mit deinem papa, du hattest ihn ja noch gar nicht lange und er wird auch noch einige jahre jünger als meine mama sein. zu meinem dad, nein er geht in keine threapie, weigert sich, nimmt antidepressiva und mehr nicht, wie männer so sind *grumel* meine grosse tochter fängt jetzt mit ihrem studium an, sie liebt ihre oma über alles, sie ist wie eine zweite mam für sie, da wir in einem haus leben und sie oft bei oma und opa war. sie kann nicht für mich dasein, da muss mama für sie dasein. und jaaaa ich stehe meiner mama bei, ganz klar unterstütze sie in allem was sie machen will.
ich wünsche dir viel kraft und deinem dad alles gute und hoffentlich heilung.
fühl dich umarmt


@ sanne2

du hast das hinter dir, was ich noch vor mir habe und ich denke du hast recht, es gibt dafür keinen rat, man muss einfach durch. ich passe auf sie auf und auch dass sie keine unnötogen schmerzen hat, dafür sorge ich! was mir angst macht ist, dass sie evtl. noch viel zeit im kh verbringen muss und das von ihrer zeit bei uns wegfällt, da eben alles nur begrenzt ist. es freut mich aber ganz arg zu lesen, dass dein mann es geschafft hat, dass deine kinder noch ihren papa haben und du deinen mann. ich drücke euch die daumen, dass es auch so bleiben wird.

liebe grüsse


Marion

Rieke
09.09.2005, 21:11
Habe am Mittwoch auch die schmerzhafte Diagnose bekommen, daß meine Mutter, die seit drei Jahren an Darmkrebs leidet, nur noch wenige Wochen zu leben hat. Es ist sehr schwer für mich, diese Tatsache zu akzeptieren. Sie hat den ganzen Kopf voll mit Methastasen und schon manchmal so eine Art Black out. Es ist deshalb so schwer für mich, weil sie mit der wichtigste Mensch in meinem Leben ist. Ich weiß, daß mir keiner einen Rat geben kann. Doch ich habe festgestellt, daß reden oder wie in diesem Fall schreiben etwas hilft.

Marion B.
12.09.2005, 19:15
hallo rieke,

ich hoffe du hast dich vom ersten schock ein wenig erholt? es ist schlimm und ich kann dich verstehen und weiss was da in einem vorgeht. ja schreiben hilft mir auch und man sollte alles annehmen, was hilfreich ist. fühl dich umarmt.

ich bin heute auch ganz fertig, da sie mit der chemo........heute hätte der 2 zyklus begonnen.......nicht weitermachen konnten, da die blutwerte zu schlecht waren. ich mach mir wahnsinnige sorgen um meine mam, wir hoffen jetzt ganz feste, dass es nächsten montag klappt.

die haare gehen ihr jetzt büschelweise aus, sie ist total tapfer und hat gesagt, morgen nehmen wir papas badschneider und rasieren den rest ab, wie sieht das denn jetzt aus, nein dann alles weg. ich bewundere sie für ihren kampfgeist.

Zauberfee371
25.09.2005, 20:27
Hallo Marion,

als ich Deinen Beitrag gelesen habe, kamen mir die Tränen in die Augen, habe mich sehr darin wiedergefunden. Bei meiner Ma haben sie vor 4 Wochen eine seltene Form der Leukämie festgestellt. Donnerstag sollte sie Antikörper bekommen, hat aber einen Allergieschock erlitten, daraufhin wurde das eingestellt. Freitag hatte sie dann die erste Chemo. Hat sie ganz gut vertragen. Sie hat sich dann letzte Woche auch gleich eine Perücke bestellt und eine Mütze gekauft, weil die Ärztin gesagt hat, dass die Haare auf jeden Fall ausfallen werden. Meine Ma ist erst 56 Jahre alt. Als sie das Abschlussgespräch beim Arzt hatten, war ich nachmittags bei meinen Eltern. Mein Dad hatte ziemlich verheulte Augen, er ist eigentlich jemand, der nie weint, und keine Gefühle zeigt. Ich habe mich bis heute nicht getraut zu fragen, wie ihre Chancen sind, denn ich habe Angst vor der Antwort. Ich hasse diese Krankheit, meine Großeltern sind elendig daran gestorben und eine Großtante auch.

Drück Dich!!!

Susi

elke51nhl
25.09.2005, 20:55
Hallo Marion,
es ist sehr schön für Deine Mutti Dich zu haben. Versuche aber nicht zu vergessen das Du auch wichtig bist. Es hilft Dir sicher nicht , wenn Du traurig bist. Genieße jeden Tag und gib Dich nicht auf.
Ich selber bin an NHL erkrankt und es tut mir sehr weh wenn meine Kinder leiden.
Gib Deiner Ma das Gefühl, das sie Dir wichtig ist, aber das Du Dich selbst nicht vergißt.Mein Mann leidet auch an Depressionen und für meine Kinder ist das schwer zu ertragen.
Als es mir sehr schlecht ging, konnte ich es manchmal nicht ertragen das meine Familie so litt. Es ist für einen kranken Menschen wichtig, das die Familie auch an etwas anderes denkt als an die Krankheit.
Vieleicht kann ich mich nicht so gut ausdrücken, was ich sagen will ist:
Deine Mama hat es einfacher wenn sie positive Menschen um sich hat. Sie bekommt sonst ein schlechtes Gewissen und das macht alles noch schlimmer.
Ich wünsche Dir viel Kraft.
Gruß Elke

Marion B.
26.09.2005, 08:21
@ susi

drück dich mal ganz feste und ich denke du solltest trotz allem mit deinen eltern reden, damit du weisst wie es wirklich aussieht. so machst du dir doch auch ständig gedanken darüber oder? meine mama hat das mit dem haare ausfallen super gut weggesteckt, denn für sie zählt nur eins, gesund werden und das um jeden preis. viel erfolg bei der chemo für deine mama


@ elke

ich habe ganz genau verstanden, was du mir sagen willst und so fertig wie am anfang der diagnose bin ich nicht mehr. dadurch dass es meiner mama den umständen entsprechend sehr gut geht, wird das leben auch wieder normal. gezeigt habe ich ihr auch nie meine taurigkeit, ich kann das sehr gut verbergen. letzte woche wo sie 3 tage zur chemo im kh war, lag eine sehr depressive frau bei ihr im zimmer, durch meiner mama ihre energie und meine positive ausstrahlung -o-ton der zimmernachbarin- ging es ihr schon am nächsten tag besser. als meine mama entlassen wurde lachte sie wieder und hatte auch wieder hoffnung.

meine mama steckt uns alle an mit ihrem und ich werde wieder gesund und der blöde kleinzeller kann mich mal, den mache ich fertig. wollen wir hoffen dass es vorerst alles mal so bleibt.

dir elke alles alles gute

:remybussi
Marion

elke51nhl
26.09.2005, 08:55
Hallo Marion,
ich habe mich gefreut über Deine Antwort.
Alles gute für Deine Mama und natürlich auch für Dich.
Eine schöne Woche
Gruß Elke

sternzeichenstier
07.10.2005, 21:03
hallo marion, heute bin ich auf diese internet-seite gestoßen und habe deine zeilen gelesen.
..plötzlich ist alles anders...
du hast so recht.
auch im muß mit der tatsache leben, daß mein zukünftiger mann -wir wollen am 11.11. heiraten- lungenkrebs hat und zwar so schlimm. metastasen im ganzen skelett und in der leber. er ist auch so voller hoffnung. hat die 1. chemo hinter sich und heute haben sie ihm einen port gelegt. am dienstag dann kommt die 2. chemo.
ich bin altenpflegerin und weiß, daß ihm nicht mehr viel zeit bleibt. er plant unser leben und ist so voller hoffnung.
ich wünsche dir so viel kraft und umarme dich....hanne

Marion B.
18.07.2006, 13:02
bei uns ist es jetzt wieder soweit....

gestern war meine mama wieder beim staging, im mai hieß es alles super, tumor kaum erkennbar, inaktiv! seit 01.02.06 war sie mit ihrer behandlung, chemo und anschließend bestrahlung fertig.

und nun gestern die niederschmetternde diagnose, tumor größer wie am anfang. er wächst rasend schnell sagen sie und der termin für ihre stationäre aufnahme ist erst nächsten mittwoch, da kein bett vorher frei ist.........BRAVO! dann fangen sie ersteinmal an nach metas zu suchen und dann wird wenn alle ergebnisse zusammen getragen sind, besprochen wie es weitergeht. 2 line behandlung.

sie ist tapfer und meint, ruhe bewahren, erstmal abwarten. ich bewundere sie dafür.

ich hatte so sehr gehofft, dass sie ihren 60 geburtstag am 16.08. richtig feiern und genießen kann :(

jetzt warten wir mal wieder ab, was da alles rauskommt.

einen lieben gruß an alle

Marion

Sonnenschein2606
18.07.2006, 14:10
Hallo Marion!
es tut mir so leid mit deiner Mam, mir fehlen die Worte.
Ich drücke euch ganz fest die Daumen, das die 2 Line anschlägt.


Ich wünsche euch von ganzen Herzen Mut und Kraft das alles durchzustehen
Sonnenschein2606:pftroest:

milki1
18.07.2006, 20:58
Hallo Marion!

Weiss wie Du Dich fühlst, mein Pa macht auch gerade die 2.nd line.

Gib die Hoffnung nicht auf! Drücke Euch ganz fest die Daumen!

Liebe Grüsse
Milki

Clarissa
21.07.2006, 21:56
Hallo Marion,ich drücke euch ganz fest die Daumen.Ihr packt das schon!Seid füreinander da und kämpft!Ich drücke dich!Gruß,Clarissa!:pftroest:

Marion B.
24.07.2006, 12:37
im moment lebt mama, als hätte sie das letzten montag nicht erfahren. sie verdrängt, was wohl auch gut so ist, die wahrheit wie es steht, wird dan wohl ende der woche kommen.

am mittwoch muss sie wieder ins krankenhaus und der ganze alptraum beginnt wieder von vorne. aber die meisten kennen das ja leider :sad:

abwarten was rüberkommt.

viel kraft allen und viel hoffnung


Marion

Frosty
27.07.2006, 07:00
Hallo Alle zusammen,
moechte mich nun auch mal austauschen nachdem ich schon seit ca. einem jahr stiller beobachter bin und einiges an erfahrungen gesammelt habe. Oft ist es zwar sehr traurig den Werdegang /Krankheitsverlauf von den jeweiligen Teilnehmern oder auch deren Angehoerigen zu verfolgen aber es macht doch auch mut.
Nun zu der geschichte meiner Mutter. Seit ca. 3 Jahren klagte meine Mutter ueber sehr starke Ruecken schmerzen, die Aerzte diagnostizierten Verspannungen,Zerrungen und einen eingeklemmten Nerv. Nachdem aber Schmerzspritzen und Diagnosen nicht halfen hatte sich meine Mutti damit abgefunden und nahm je nach Tagesform Ibuprofen tabletten und hatte die Schmerzen im Griff. Im Juni 2005kamen meine Eltern zu Besuch ( ich lebe im Ausland) und von heute auf morgen schwollen die Fuesse meiner Mutter enorm an. Kuehlungen und hoch legen half ein wenig aber so richtig weg ging die Schwellung nicht. Eine Woche spaeter flogen meine Eltern zurueck nach Deutschland und suchten das Krankenhaus auf, zu diesem Zeitpunkt hatte meine Mutter auch Fieberschuebe.Erst wurde wieder nichts festgestellt und dann wurde noch mal die Lunge geroengt und da hatten wir das Horrorergebniss LUNGENKREBS, durchmesser 10 cm. Danach wurden zig andere tests gemacht und es hiess keine Metastasen. Also Voll OP der rechte Lungenfluegel wurde entfernt und Mutti war so ein richtiger Trooper und hat am naechsten Tag schon wieder lachend im Bett gesessen (sie ist 54). Die Reha wollte sie nicht denn sie wollte sich leiber zu Hause erholen.Nach ein paar Wochen gingen die Schmerzen im Ruecken wieder los und die Aerzte schoben es auf Nervenschmerzen wegen der Heilung.Es dauerte nicht lange und meine Mutter war auf hohen MST Tabletten, Durogesic Plaster, Lyrica, Novalgin,Tramal und wer weiss nicht noch total spaced out.Also wurde doch die Reha in Damm angeschoben und wir verprachen uns Besserung. Am zweiten Tag der Reha wurde sie so hart rangenommen mit Gewichten das sie schon probleme hatte aufs Zimmer zu kommen und als sie abends noch mal aufs Klo musste konnte sie bereits nicht mehr laufen.Am naechsten morgen dann ab in die Uniklinik tests folgten mit der Diagnose einer Metastase am Rueckenmark diese wurde in einer Not OP noch in der Nacht entfernt weil man Angst hatte das Mutti Querschnittsgelaehmt werden koennte.Und wieder war sie der Trooper und erholte sich relativ schnell nur mit dem laufen war es nicht so toll. Als sie nach Hause kam sass ich im Flieger und konnte dann zur Seite stehen. Sie hatte total abgenommen mindestens 15 kg und war auf 47kg abgemagert.Wir hatten dann eine Nachuntersuchung und alles sah gut aus und ich bin dann guten Gewissens wieder nach Hause geflogen. Mutti nahm wieder zu und das laufen ging kurzfristig auch besser.sie hatte im Anschluss an die OP noch 15 Bestrahlungen bekommen.Am 28.06.2006 musste meine Mutti dann zum CT und dann kam der ober Horror eine dramatische Befundverschlechterung. 8.5 cm Nebennierenmetastase rechts, 3.5 cm Nebennierenmetastase links, 3cm grosser Lymphknoten am Pankreaskopf, paravertebrale Raumforderung in Hoehe des BWK 6(ueber 4 cm),im Becken 11x8 cm knolliger raumfordernder Prozess,Metastasensuspekter Rundherd in der Lingula 1 cm, und das alles in nur 4 Monaten! Bei der Besprechung haben die Aerzte zu meiner Mutti gesagt sie geben Ihr mit Chemo noch 1 Jahr ohne weniger und operieren koennte man da nicht. Auf meine Nachfrage warum nicht eine Niere entfernt und an der anderen der Tumor wegoperiert wird wurde Ihr gesagt man koennte da nicht einfach ne Niere wegnehmen, entweder Chemo oder nichts mehr. Meine Mutti moechte die letzte Zeit aber noch geniessen und nicht schlapp im Bett liegen und hat die Chemo abgelehnt und auch Ihr Hausarzt sagte es waeren ja so viele verschiedene da wuerde die Chemo nichts mehr ausrichen.Meiner Mutti geht es aber relativ gut sie hat nen appetit wie ein Pferd nimmt stetig zu und nimmt nur morgens und abends ne MST und mittags ne Kortisontablette. Sie sagt die Schmerzen sind wirklich gut auszuhalten und sie ist auch gut drauf goennt sich alles was sie will.Mit der grossen Hitze in Deutschland hat sie zu kaempfen da die Fuesse total anschwellen aber da kommt jetzt jemand und gibt ihr 3x die Woche ne Lympfdrainage. Nun in 6 Wochen wollen meine Eltern mich besuchen kommen und es ist ein 10 stunden Flug aber meine Mutti will das unbedingt, mache mir schon ein wenig sorgen ob das zu viel ist. Was kann man denn nun noch tun das kanns doch nicht gewesen sein wuerden denn diese mittel aus den USA helfen oder die Mistelspritzen. Und es geht Ihr doch sonst echt gut.Hoffe habe nicht zu viel geschrieben aber weiss auch nicht weiter und bin ja auch so weit weg, wuerde mich ueber jeden Tipp freuen. Danke Frosty

kathie
28.07.2006, 11:11
Hallo Frosty,

ich kann gut nachvollziehen wie es dir geht. Sit Ende November 2005 klagte mein Mann (51) über Rückenschmerzen, wurde mit Ibuprofen und Spritzen behandelt. Nichts half. Überweisung zum Orthopäden und Vorsorgeuntersuchung im Februar 2006. Röntgenbild der Wirbelsäule und Hüfte, da Schmerzen ins Bein ausstrahlten o.k. Vorsorgeuntersuchung angeblich i.O. Anfang März unerträgliche Schmerzen, konnte ohne Krücken nicht mehr laufen. Kernspintomographie der LWS. Befund: Frischer Deckplatteneinbruch LWK 4. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass nur durch Unfall oder Ostheporose in diesem Alter der LWK einbricht. ??? Gabe von Tramal und Abwarten lt. Orthopäden. Schmerzen wurden immer schlimmer und sein Allgemeinzustand verschlechterte sich. Kurz vor Ostern wurde dann ein Röntgen der Lunge veranlaßt: V.a. Lungentumor. Es folgte ein CT. Diagnose: Lungentumor in beiden Lungenflügeln mit Lebermetastasen, Lymphknotenmetastasen, Metastasen im li. Hüftgelenk und der LWK. Sofortige Einweisung ins Krankenhaus. Einleitung einer Schmerztherapie mit Morphinplaster 75 mg/H, Novalgin, Gabapentin u. Magenschutz. Gleichzeitig Bestrahlung von Hüftgelenk und LWS zunächst 10 mal. Zeitgleich auch der 1 Kurs Chemotherapie über 5 Tage. Nach 3 Wochen Krankenhausaufenthalt Gehen am Rollator wieder möglich, aber pflegebedürftig. 2. Kurs Chemo Ende Mai gut vertragen. Knochenschmerzen wurden aber wieder schlimmer, also Morphinplaster auf 100 mg/h erhöht und zusätzliche Gabe von MST 10 mg 3 x tgl. 1. Schmerzen seitdem unter Kontrolle. Bei Aufnahme zur 3. Chemo Nierenwerte nicht in Ordnung. Erst Entwässerung, dann war Chemo möglich. Am Mittwoch hatte mein Mann dann den nächsten Aufnahmetermin zur 4. Chemo. Wasseransammlungen seit dem Wochenende in den Armen und Beinen. Gegenstände fielen einfach so aus der re. Hand. Starkes Schwitzen (aber vielleicht auch wetterbedigt). Nierenwerte wieder nicht in Ordnung. Rote und weiße Blutkörperchen viel zu niedrig. Chemo kann noch nicht erfolgen. Gestern erfolgte eine Kernspintomographie des Gehirns und ein Gespräch mit dem Arzt. Es wurde eine Gehirnmetastase gefunden, die jetzt bestrahlt werden muss. Erwähnen möchte ich aber mal, dass der Stationsarzt in unserem Krankenhaus keinem Gespräch ausweicht und sich wirklich viel Zeit dafür nimmt. Darüber bin ich sehr froh. Mein Mann weiß um seinen Befund, aber er weiß nicht, dass die jetzigen Behandlungen lediglich seine Lebensqualität verbessern, aber nicht sein Leben retten werden. Er befindet sich in Stadium IV. Mein Mann (51), ich (44), unsere Tochter (17) und unser Sohn (19) wissen sehr gut, wenn plötzlich "alles anders ist" und es keine Antwort auf das "Warum" gibt. Da mein Vater im letzten Jahr mit 71 Jahren an Darmkrebs gestorben ist (zwischen Diagnose und Tod lagen 6 Monate) weiß ich um den evtl. Verlauf und ich habe Angst. Angst vor vielen Trennungen in kürzester Zeit (nahender Tod meines Mannes und unser Sohn wird zum Januar als Zeitsoldat zum Bund gehen). Angst vor der Zukunft überhaupt. Aber irgendwie und zusammen werden wir diese schwere Zeit überstehen.

Ich wünsche dir Mut und Kraft
Kathie

Marion B.
02.08.2006, 11:34
meine mama ist wieder zuhause und sie hat kein rezidiv :D die schatten, die der arzt in der ambulanz als tumor zu erkennen dachte, sind strahlenschäden der lunge. sie wurde am mittwoch letzte woche stationär aufgenommen und als erstes kam ein ct der lunge dran. am donnerstag stand dann der oberarzt vor ihrem bett und sagte.....so wie es aussieht, ist das kein rezidiv, es ist zu groß, so schnell würde kein tumor wachsen, er denkt es ist vom bestrahlen. aber um dem sicher zu gehen, wollte er eine bronchoskopie machen. die sollte dann am freitag gemacht werden, dies lehnte dann die narkoseärztin ab, denn meine mama hätte was am herzen *wunder*

am freitag wurde dann das herz gemauer untersucht und es wurde eindeutig befunden, alles ok :confused: keine ahnung was die da gesehen hat. am we durfte sie dann nach hause und am montag war dann die bronchsokopie und die war ganz eindeutig, kein tumor zu sehen. das wasser, das sie noch auf der lunge hatte, ist auch fast ganz zurück gegangen und da sie ja die tage auf station war, wurde ein großes staging gleich gemacht, knochen, leber, nieren, schildrüse alles OK.

seit gestern ist sie wieder zuhause und wir sind über glücklich.

was mir dabei aber ganz dolle aufstößt ist, wäre meine mama labil gewesen, hätte sie die diagnose, die er arzt in der ambulanz gestellt hat und das ohne wenn und aber, so umgehauen, hätte sie sich vielleicht vor angst umgebracht. ich denke ihr wisste was ich meine. dieser arzt kam am freitag zum blut nehmen zu ihr und sie sagte zu ihm, haben sie gesehen, dass es kein rezidiv ist? er dann.......seien sie doch froh, dass ich mich geirrt habe. Boahhhhhhhhh das macht mich so wütend, der hatte nicht 1,5 wochen lang panische angst wie wir alle.

jedenfalls sind wir frohen mutes jetzt, meine eltern gehen jetzt erstmal in urlaub und mama muß erst am 31.10. wieder zur kontrolle. am 16. 08 feiern wir ganz groß ihren 60 geburtstag.

allen viel glück und ganz viel kraft

Marion





@ Frosty und kathie

ich drück euch feste und weiß wie es ist, diese scheiss angst. das wissen was kommt und man hilflos daneben steht :embarasse

milki1
02.08.2006, 13:12
Liebe Marion!

:megaphon: Ist das schön mal etwas positives zu hören! :)

Ich freu mich für Deine Mutter und Eure Familie!

Schaltet jetzt erstmal ab, genießt den Urlaub und feiert dann auch so richtig schön den Geburtstag als wäre es der Erste! :prost:

Einfach schön! Weiter so!

Liebe Grüsse :smiley1:
Milki

milki1
02.08.2006, 13:22
Liebe Frosty, liebe Kathy!

Die Leidenswege Eurer Liebsten sind leider sehr niederschmetternd. :pftroest:

Ich würde mir wünschen es gäbe noch irgendwo ein Wundermittel was weiterhelfen kann. Aber leider steht man als Angehöriger doch sehr oft hilflos daneben und wird von den Ereignissen ziemlich überrollt.

Wenn Ihr etwas auf dem Herzen habt, hier ist immer jemand da der weiterhelfen oder auch einfach nur "zuhören" kann!

Gebt die Hoffnung nicht auf, ich schicke ein ganz großes Kraftpaket!

Liebe Grüsse
Milki

kathie
08.08.2006, 20:49
Hallo, wieder mal ein Tag vorbei. Mich quält heute ganz besonders mal wieder die FRage "Warum?". Ich weiß, es gibt hierauf keine Antwort. Chemo bei meinem Mann läuft jetzt alle 3 Wochen ambulant. Seine Nieren machen bei den anderen Chemos und den ohnehin vielen Medikamenten nicht mehr mit. Übrigens hat man 2 Metastasen im Gehirn gefunden, eine zwischen den Augen. Ich bin heute etwas daneben. Melde mich ein anderes Mal wieder. Machts gut!

Kathie

milki1
16.08.2006, 20:04
Hallo Kathie!

Es tut mir sehr leid für Deinen Mann, Dich und die Kinder! Wie geht es Deinem Mann heute? Kann man eventuell die Metastasen noch entfernen?

Es ist ein schwerer Weg und ich hoffe dass ihr trotzdem noch eine lange Zeit so gut es geht beschwerdenfrei verbringen könnt!

Gebt die Hoffnung nicht auf, liebe Grüsse
Milki

kathie
17.08.2006, 10:36
Hallo Milki,

danke für deine aufmunternden Worte. Die Metastasen im Hirn wurden bestrahlt. Die Strahlntherapie musste aber abgebrochen werden, da die Leukozytenanzahl nur noch bei 700 liegt. Heute Morgen wurde noch einmal Blut abgenommen und eine eitrige Mandelentzündung festgestellt. Lt. Arzt müsste mein Mann bei weiterhin niedrigen Werten ins Krankenhaus. Dies lehnt er aber entschieden ab. Naja, warten wir das Ergebnis heute Nachmittag ab.

Ich hoffe wenigstens bei dir ist soweit alles o..k.!?

Liebe Grüsse Kathie

Marion B.
09.08.2007, 10:43
war plötzlich nichts mehr so, wie es vorher war. Meine Mama bekam die Diagnose Lungenkrebs.

Meine Mama hat einen kleinzeller, sie bekam 4 Zyklen Chemo und 35 Bestrahlungen auf die Lunge und 20 Bestrahlungen prophylaktisch für den Kopf.

Ihr Behandlungsende war der 01.02.06 und seitdem ist dieser kleinzellige Mistkerl ruhig. Sie muß immer noch alle 4 Monate zur Kontrolle und bisher.......toitoitoi.....gibt es keine Beanstandungen.

Klar ist meine Mama nicht mehr die, die sie vorher war. Warmes Essen ist für die ein Graus, von zuviel süßem bekommt sie Sodbrennen, manchmal bekommt sie ein dickes Knie mit Wasser........wenn sie das dem Arzt sagt, wird sie zu anderen Ärzten geschickt, aber am Ende kommt meist die Aussage, wir können es nicht finden woher es kommt, es wird mit ihrer schweren Erkrankung zusammenhängen.

Körperlich hat sie sehr abgebaut, jede kleine Aktivität bringt sie an den Rand der Erschöpfung, Ausflüge wenn es auch nur spazieren fahren ist, sind für sie eine riesen Strapaze, aber es geht ihr den Umständen entsprechend gut :grin:

Meine Eltern fahren alle 6 Wochen zu einem Heilpraktiker, wo sie Aufbaukuren bekommt und das tut ihr richtig gut.

Wenn dich daran denke was ihre Onkologin damals zu mir sagte, ihr Mutter hat eine Lebenserwartung von 6- max. 12 Monate mit Behandlung, wird mir noch ganz schlecht. Sie hat es schon verdoppelt und es geht ihr gut.

Wer hätte das vor 2 Jahren gedacht.

Liebe Grüße und nicht aufgeben

Marion

Rosa98
09.08.2007, 11:13
Hallo Marion,

viiiiielen Dank für Deinen Beitrag. Finde es ganz toll, daß Du den anderen hier Mut machst. Leider schreiben hier viel zu wenige die es geschafft haben.
Weiterhin alles, alles Gute für Deine Mama.

Liebe Grüsse

Sandra

Tanni2006
10.08.2007, 21:04
Ich finde es auch superklasse. Danke für den Beitrag!!!!

Liebe Grüße

Tanja

Angela07
11.08.2007, 00:35
Hallo Marion,

das sind super Nachrichten:rotier: :D :megaphon: , ich hoffe es geht Deiner Mutter weiterhin so gut. Es baut enorm auf, wenn man einen solchen Bericht lesen kann. Mein Vater hatte erst seine erste Kontrolle nach der Therapie ( 28x Bestrahlung der Lunge, leider nur palliative Behandlung möglich), ED April 07. Momentan geht es ihm auch deutlich besser als bei der Diagnosestellung, seine Verwirrtheit ist deutlich besser geworden:lach2: und das Atmen fällt ihm jetzt deutlich leichter als vor der Therapie. Ich hoffe, daß möglichst lange dieser Zustand erhalten wird.

Liebe Grüße und stetige Zuversicht Angela07:winke: :winke: :winke:

Marion B.
11.08.2007, 09:15
danke für die wünsche, davon kann man nie genug haben.

liebe angela,

meine mama wurde auch nur palliativ behandelt. heilung gibt es auch bei ihr nicht mehr.

heute kommen sie wieder zurück vom heilpaktiker, nächste woche wird meine mama 61 jahre alt und der onko sagte mir ende 2005........ihren 60 geburtstag wird ihre mutter wohl nicht mehr erleben.

deshalb nicht alles glauben was die einem erzählen, jeder mensch ist anders und man kann menschen nicht einfach in eine statistik drücken.

ein schönes wochenende und viel kraft und alles gute für unser leider kranken

Marion