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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Befund nach Ovarial-CA


Anja B.
06.09.2005, 11:58
Hallo,

ich hatte vor ein paar Tagen unter der Rubrik "Gebärmutterkrebs"
über meine Freundlin mit den erhöhten Tumormarkern berichtet.

Habe mich etwas vertan: es waren die Eierstöcke betroffen und nicht
die Gebärmutter.

Noch mal kurz: alle Untersuchungen waren ohne Befund, nur der Tumor-
marker liegt unverändert bei 138 (vorher immer 30)!

Jetzt habe ich bei KID angerufen. Die haben gesagt, das die Werte bis
13000 hochgehen können.

Dann habe ich noch gelesen, das auch gesunde Menschen erhöhte Tumor-
marker haben können.

Außerdem, habe ich noch gefunden, das die Marker schon Monate vorher
Rezidive anzeigen, noch bevor ein klinischer Befund erstellt werden kann.

Entspricht jetzt alles was ich gelesen oder gehört habe der Richtigkeit?
Die Unsicherheit bleibt. Was kann man noch machen, außer abwarten
und alle paar Wochen zur Kontrolle gehen?

LG Anja

Christine R.
06.09.2005, 15:03
Liebe Anja,
na ja, das mit den Tumormarkern ist so eine Sache. Der CA 125 ist sehr sensibel und solch ein Wert in dieser Höhe sollte schon Anlass zur weiteren Diagnostik geben Der Normwert geht hier bis 35 U/ml. Sicherlich können die Werte auch aus anderen Gründen (wie z.B. bei Rauchern) erhöht sein, diese liegen aber nach neuesten Studien höchstens bis 15 % über dem Normwert. Wurde den schon ein MRT mit Kontrastmittelgabe und ein Farbdopplersono durchgeführt?
Sollte der Wert weiter ansteigen, wäre evt eine Laparoskopie zur 100 % igen Abklärung indiziert. ( mit Douglas Spülflüssigkeit zur genauen Zellabklärung)
Kein bildgebendes Verfahren kann zu 100 % genau Aufschluss über den "Zustand" im Abdomen geben. Hier werden nur Veränderungen ab 0,3 -0,5cm entdeckt.
Alles gute
Christine

Claudia F.
06.09.2005, 15:22
Liebe Anja B.,

ein Anstieg des Tumormarkers kann auch gutartige Ursachen haben, z.B. irgendeine Entzündung. Aber so lange nicht geklärt ist, ob es wirklich eine harmlosere Ursache dafür gibt, läßt sich auch ein Rezidiv nicht ausschließen. Ob man dann weiter warten soll, bis es körperliche Beschwerden gibt, oder besser mit der Behandlung beginnen soll, wird von den Ärzten kontrovers diskutiert. Ich bin der Überzeugung, daß ein kleinerer Tumor erfolgreicher bekämpft werden kann, als ein großer. Daß es mir zur Zeit wieder recht gut geht, führe ich darauf zurück, daß mein behandelnder Arzt jeweils frühzeitig reagiert hat.

Sicher kann der Tumormarker auch in fünfstellige Bereiche hochgehen (eine Patientin hier im Forum hatte einen Tumormarker von 27.000), aber damit sind auch massive Probleme verbunden. Auch wenn der Tumormarker nur dreistellig ist, kann der Tumor lebenswichtige Funktionen außer Kraft setzen (z.B. mit einem Darmverschluß).

Ich will damit keine Panik verbreiten. Wenn Deine Freundin im Moment keine körperlichen Beschwerden hat, ist das ja auch ein positives Zeichen. Vielleicht könnte sie noch einmal mit einem bildgebenden Verfahren untersucht werden? Vielleicht könnte dann auch ein zweiter Radiologe mal auf die Bilder schauen? Widersprüchliche Befundungen von MRT-Bildern habe ich selbst erlebt. Vielleicht könnte sie eine Zweitmeinung bei einem Spezialisten für Ovarial-Ca einholen?

Am besten wäre es natürlich, wenn der Tumormarker doch von selbst auf Sinkflug geht. Tut er es nicht, würde ich ihn alle 4 wochen kontrollieren lassen, um einen explosiven Anstieg rechtzeitig mitzukriegen. Denn dann gibt es dafür auch eine ernst zu nehmende Ursache.

Alles Gute und liebe Grüße

Claudia

Claudia F.
06.09.2005, 15:25
Habe gerade mitgekriegt, daß Christine R. schon geantwortet hat, bevor ich mein Sendeknöpfchen gedrückt habe...deshalb die Überschneidungen.

Christine R.
06.09.2005, 15:42
Na Claudia ist doch prima,

unsere Antworten haben sich doch wunderbar ergänzt :winke:

Gruss Christine

Anja B.
06.09.2005, 19:49
Hallo Christine und Claudia,

vielen Dank für eure schnellen Antworten. Ob ein MRT gemacht worden ist,
weiß ich nicht genau. Jedenfalls soll im Oktober (nach 6 Wochen) nochmals
Blutuntersuchungen und CT gemacht werden. Sie ist halt jetzt am überlegen,
ob sie in 2 Wochen wieder Blutwerte kontrollieren läßt. Ist die Frage, ob das
die Krankenkassen auch mitmachen (wenn so oft hintereinander).
Damals vor drei Jahren ist es ziemlich schnell gegangen. Im Frühjahr das
letzte Mal beim Gyn, und im Herbst ein faustgroßer Tumor. Kann natürlich
auch sein, das der Gyn was übersehen hat, was ja eigentlich nicht sein sollte.
Aber das ist Schnee von gestern. Erst mal vielen Dank

LG Anja

Christine R.
06.09.2005, 20:12
Liebe Anja
es muss ja nur der CA 125 befundet werden. Du benötigst ja kein grosses Blutbild. Ich bin privat versichert und weiss deshalb auch genau, was er kostet. Die Kosten liegen bei ca 30 €. Da spielt es wohl keine grosse Rolle, ob die gesetzliche KK mitspielt. Notfalls kann man diesen wirklich wichtigen Befund in dieser € Grössenordnung auch mal selbst bezahlen.
Lass es Dir gut gehen
Christine :winke:

Lizzi
07.09.2005, 10:10
Liebe Anja,
ich hatte im Aprill 2005 die Diagnose Eierstockkrebs. Meine Tumormarker
(CA 125) waren bei "nur" 152. Mein Tumor war 4cm x 3,5cm und hatte schon ziemlichen Schaden angerichtet, fortgeschrittenes Stadium Figo 3c. Deine Freundin sollte sich mit ihrem Arzt über eine aussagekräftige Untersuchung unterhalten ( MRT oder Bauchspiegelung ).
Wünsche Dir und deiner Freundin alles Gute.
Liebe Grüße Lizzi

Anja B.
07.09.2005, 11:37
Liebe Christine,

vielen Dank für die Preisinfo. Dann kann sie doch eher alle 2 Wochen
zum Bestimmen des CA 125 gehen. Alle 6 Wochen zur Kontrolle zerren
doch ganz gut an den Nerven.

LG Anja

Anja B.
07.09.2005, 11:43
Liebe Lizzi,

auch dir Danke für deine Antwort. Ich kann schlecht mit Worten umgehen,
aber ich hoffe das es dir mittlerweile besser geht.

Ich mußte erst mal schauen, was MRT bedeutet. Der Begriff Kernspin ist
mir eher geläufig. Also, letzten Mittwoch war CT, Knochensintigramm und
Kernspin vom Kopf: Befund negativ. Donnerstag kam Kernspin vom restl.
Körper: Befund negativ. Wenn die Ärzte beim letzten Kernspin was gefunden hätten, wollten sie eine Bauchspiegelung vornehmen. Haben das dann aber
nicht mehr erwähnt, da ja alles negativ befundet wurde.

Ich denke mal, das sie jetzt alle 2 Wochen den CA 125 testen läßt, um zu sehen, ob er ansteigt.

LG Anja

Lizzi
14.09.2005, 09:56
Liebe Anja,
ich hatte mich vertippt, meine Diagnose war nicht 2005 sondern 2003 am 01.April. Mir geht es mittlerweile sehr gut -hatte super Ärzte - wurde 2003 zwei mal operiert, bei meiner 2. Operation konnte alles Sichtbare entfernt werden, war dann also Tumorfrei. Von Mai bis Dezember 2003 bekam ich Taxol/Carboplatin (Chemo). Habe alles gut überstanden, gehe arbeiten und mache alles was mir Spaß macht.
Alles Liebe
Lizzi

Allen denen es nicht so gut geht, wünsche ich viel Kraft und baldige Genesung. :knuddel:

agi
15.09.2005, 16:26
Hallo Claudia,
habe Dir schon vor ein paar Tagen geschrieben. Leider keine Antwort. Ich wollte Dich bitten, dass Du mir Näheres über Deine Freundin schreibst. Ich muss am Montag ins Krankenhaus. Meine Chemo mit Caelix fängt an. Du hattest mir zuvor geschrieben wegen hand-fuss-syndrom etc. Ich lasse nun eben alles auf mich zukommen. Mein Tumormarker dürfte im Moment wohl bei so 150 sein, zumindes am 2.9. war er auf 138. Das MRT zeigte bei mir ein paar Läsionen im kleinen Becken sowie 1 Expansion an der Leber.
Wie geht es Dir? Weißt Du was von Tina?
Ich danke Dir schon mal.
Liebe Grüsse

Agi

Simone Kluge
01.03.2006, 16:54
Hallo ich bin hier neu im Forum,ich hoffe das ich hier bei Euch etwas für mich raus ziehen kann.Bin 1998 an Eierstockskrebs erkrankt und habe bisher mit 6 Chemotherapien und zich Operationen versucht gegen diese Krankheit anzugehen,und ich glaube ,nein ich weiss es das ich es schaffen werde.Habe letzes jahr einen künstlichen Darmausgang bekommen ,da der Krebs sich aus gebreitet hat.Aber es lohnt sich nicht aufzugeben.Aber manchmal ist es einfach nur schwer,aber wem sag ich das .Ich bin jetz 36 Jahre und freue mich auf jedes weitere.Ich habe gar keine Frage wollte mich bloss mal melden.Liebe grüsse Möwi : : :lach2:

sonne692001
01.03.2006, 20:45
hallo möwi

willkommen hier im forum. schön dass du geschrieben hast. da du schon lange kämpfst und auch mit erfolg und ungebrochener hoffnung macht mir dein eintrag viel mut.

würde mich freuen, wenn du schreibst wie und wo du so erfolgreich behandelt wirst.

lg
sandra

Simone Kluge
07.03.2006, 21:43
Hallo Sandra.
Ich komme aus Neustrelitz im Mecklenburg Vorpommern.Meine Behandlung läuft über das mamma Zentrum in Neubrandenburg mein Arzt ist der professor Sudik der mir sehr viel hilft und schon oft das Leben gerettet hat.Ich muss am Donnerstag wieder zum Dok .CA Maker125 auswertung hoffen wir mal das er nicht weiter gestiegen ist es ist doch immer wieder eine ängstliche Sache auch wenn man es schon so oft hin musste.habe wieder Angst das die nächste Chemo Therapie ansteht.Tja´ich weiss ja sie erhält mich am Leben aber es ist immer wieder Sch...!
Lieben gruss Möwi :tongue