PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sie hat den 1ten Schritt geschafft !!!!


Pilzköfpchen
12.10.2005, 14:19
Wie so viele hier im Forum besuche auch ich täglich diese Seite und leide still mit den einzelnen Betroffenen. Heute möchte ich Euch die (Krankheits-)Geschichte meiner Schwiegermutter (65 Jahre) erzählen.

Ende August sind meine Schwiegermutter und ihr Lebensgefährte von einer Schiffsreise zurückgekommen und sie bekam eine Erkältung mit Fieber usw. Zu der Zeit war es ja sehr heiß und wir vermuteten, dass sie sich einen Virus über die Klimaanlage im Reisebus eingefangen hat.
Nach 8 Tagen ist sie dann auch endlich zum Arzt gegangen und er hat festgestellt, dass ihre Leberwerte mehr als bescheiden waren und nachdem sie ihm berichtet hat, dass ihr Stuhlgang weiß ist hat er sie noch am gleichen Tag (Freitag 09.09.) ins Krankenhaus mit Verdacht auf Hepatitis eingewiesen. Sie wurde noch am gleichen Tag sehr gründlich untersucht und man hat mit Ultraschall einen „Schatten“ festgestellt !

Samstags die Diagnose des Arztes… Verdacht auf Papillenkarzinom welches den Gallengang verstopft, wodurch keine Gallenflüssigkeit mehr abfliesen kann, daher die Hepatitis.

Das war DER Schock zumal wir ein ganzes langes Wochenende Zeit hatten um nachzulesen, was das bedeutet.

Der Arzt war so ehrlich uns zu sagen, dass solche OP’s nur sehr selten in diesem Krankenhaus durchgeführt werden würden und hat uns eine Verlegung nach Heidelberg (50 km von uns entfernt) empfohlen. Es hat dann doch bis dienstags (13.09.) gedauert, bis wir sie endlich in Heidelberg hatten und sie ein BETT hatte (muss ich erwähnen, denn sie wollten sie wegen Bettenmangel nicht aufnehmen und ich vermute sie hatte es ihrer Zusatzkrankenversicherung zu verdanken, dass „gerade eins frei wurde“).

Am Donnerstag 15.09. wurde sie nach Wipple (magenerhaltend) operiert. Befund: BSDK, 24 Lymphknoten entfernt wovon 6 befallen waren. Fernmetastasen werden keine vermutet, konnten/können aber nicht 100%-ig ausgeschlossen werden.

Sie hat die OP wirklich SEHR gut überstanden. Sie konnte die ersten 10 Tage das Essen leider nicht bei sich behalten, musste sich nachts immer übergeben. Die Ärzte sagten aber das sei normal und würde sich von heute auf morgen legen. Und so war es auch ! Seit dem 25.9. kann sie eigentlich alles essen was sie will. Sie isst mit bedacht, verträgt aber alles sehr gut. Sie hat alles in allem auch (nur) 4 kg abgenommen. Sie unternimmt recht viel (Einkaufen, Fußpflege usw.). Seit ein paar Tagen nimmt sie auch keine Schmerztabletten mehr, muss dann aber etwas kürzer treten sonst geht es ihr dann abends nicht so gut.

Prof. Dr. Büchler hatte ihr beim Entlassungsgespräch lediglich eine Chemo als Nachsorge ans Herz gelegt. Seine Kollegen wollten sie für ihre Studie gewinnen.

Tja, jetzt bin ich bei meiner Frage angelangt. Nach langen Überlegungen hat sie sich heute für die CAPri Studie in Heidelberg angemeldet. In einem Losverfahren wurde sie für die B-Studie ausgewählt (wohl nicht so schlimm wie die A-Studie).

Hat jemand Erfahrung von Euch mit dieser Studie ? Mich wundert es ein wenig weil ja doch recht viele in Heidelberg sind, aber noch keiner hat diese Studie erwähnt ?

Sie wird es schaffen !!!!!

Sabine

Simone W.
12.10.2005, 14:37
Keine Ahnung , was diese B-Studie bedeutet . Es gibt wohl verschiedene Phasen innerhalb dieser Studie , wobei versch. Therapieformen oder Medikamente kombiniert werden.
In jedem Falle ist es eine adjuvante Therapieform , mit dem Ziel , ein Rezidiv zu verhindern .
Ich wäre froh gewesen , wenn mein Vater diese Chance auch gehabt hätte und freue mich deswegen mit Euch , dass ihr in eine solche Studie rein gekommen seid .
Ich denke , es ist sehr gut daran teilzunehmen .
Ihr schafft es !
Alles Liebe
Simone

Pilzköfpchen
12.10.2005, 15:24
Hallo Simone,

ich hoffe, dass die Therapie eine Chance ist und sich keine Metastasen mehr bilden, ich bete jeden Abend darum !

Das "gefährliche" bei meiner Schwiegermutter war/ist, dass man ihr nix ansieht, dass es ihr wirklich gut geht auch nach so einer OP. Sp war meine Schwiegermutter zutiefst beleidigt als die Ärtze sie im Krankenhaus auf die Studie angesprochen haben. "Ich bin jetzt gesund und kein Versuchskaninchen für deren Studie", war ihre Aussage.

Ich bin froh, dass sie sich nun doch für die Studie entschieden hat. Sie hat große Angst davor und wir versuchen alles um ihr zu helfen. Am 7.11. geht es los. Hoffentlich verträgt sie alles gut.

Ich bin ein sehr optimistischer Mensch und bin überzeugt, dass sie es schafft. Mein Mann leider nicht. Seine Aussage ist immer, lass Dich nicht blenden weil es ihr gut geht die Statistik sagt......

Ich hab meinen Papa erst vor 2 Jahren verloren (Enddarmkrebs). Warum gibt es so hinterlistige Krankheiten ?

Danke für Deinen Zuspruch !

Sabine

Roland
12.10.2005, 20:23
Hallo Sabine,

Erst mal ist es ganz toll, dass Deine Schwiegermutter operiert werden konnte und ich wünsche euch von Herzen, dass keine Rezidive auftreten.

Wegen der Studie kann ich euch leider nichts sagen, aber man muss sich immer Bewusst sein, dass es in jeder Studie eine Kontrollgruppe gibt, welche nicht mit dem neuen Medikament behandelt wird. Leider weiss man nie, ob man nun das neue Mittel bekommt, oder in der Kontrollgruppe ist. Dies soll verhindern, dass jemand gesund wird nur weil man so fest an das neue Mittel glaubt, dass alle Selbstheilungskräfte mobilisiert werden. Jeder wünscht sich natürlich mit dem neuen Medikament behandelt zu werden, da die Kontrollgruppe in der Regel mit den herkömmlichen (weniger wirksamen??) Mitteln behandelt wird.

Ich möchte nicht Negativ sein, aber man sollte betreffend solcher Studien alle Fakten kennen. Nichts desto trotz, es ist sicher positiv,etwas neues ausprobieren zu können, wer weiss, vielleicht ist genau das neue Mittel das Wundermittel wo wir alle so sehr drauf warten.

Das Argument von Ärzten "man kann damit vielleicht in Zukunft Leben retten" zählt für mich als Grund zur Teilnahme an einer Studie nicht, da einem das eigene Leben in der Regel wichtiger ist als das von unbekannten in der Zukunft Lebenden Personen.
Ich drücke euch ganz fest die Daumen und toi toi toi

Roland

Martina R.
12.10.2005, 23:05
Hallo,
bin hin und hergerissen ob unsere Erfahrungen dir weiterhelfen.
Meine Mutter ist in Bochum operiert, Linksresektion, ohne Metastasen.
Erst hieß es, keine Chemo. Dann ist sie in eine Studie aufgenommen worden. Glaube sei heisst Esap. Sie ist in B gekommen 5 FU.
Es ging ihr nach der OP sehr gut, leider hat sie die Chemo sehr zurückgeworfen und sie lag 5 Wochen im KH!!!
Sie hat sich jetzt entschlossen aus der Studie auszusteigen, da wir von dieser Studie nun nicht alle Fakten kennen.
Die Argumente der Ärzte bei diesen Studien werden wir zur Zeit nicht folgen, da jetzt erstmal die eigene Gesundheit auf dem Spiel steht. Da muss man im Moment auch ein Stückchen egoistisch sein.
Für deine Schwiemu alles Gute
Martina

Katharina
13.10.2005, 09:28
Hi Ihr,
meine Ma hat an einer Studie mit Tacerva teilgenommen. Sie wusste auch nicht, ob Sie das Placebo oder eben Tacerva bekommt. Das war allerdings ziemlich schnell klar, da Sie alle verfügbaren Nebenwirkungen von Tacerva für sich gepachtet hatte. Dennoch hat Sie 5 Monate durchgehalten. Warum weiss ich nicht genau. Entweder, weil Sie selber Hoffnung in das Medikament gesetzt hatte (und es ging ihr echt schlecht teilweise) oder weil Sie dachte, mit 72 Jahren kann man auch was für die Nachwelt tun. Ich weis es nicht.
Ihr wurde jedenfalls immer wieder bestätigt, dass Sie jeder Zeit aussteigen könnte, da Lebensqualität vor geht. Ob es nun irgend einem von Euch nutzt, dass Sie die Studie mit gemacht hat??? I dont know.
Emtscheidet aus dem Bauch heraus, es ist Euer Leben. Lasst Euch nicht von den Ärtzen beeinflussen, diese Entscheidung betrifft nur Euch.
Liebe Grüße

Pilzköfpchen
02.11.2005, 12:28
Hallo Zusammen !!

Vielen Dank für Eure Beiträge und die Erfahrungsberichte! Ich möchte Euch mal wieder von meiner lieben Schwiegermama berichten - die für mich doch eher eine Freundin ist und unsere gemeinsamen Saunaabende fehlt mir soooo. Aber sie klärt es jetzt mit HD ab, ob sie wieder Sauna machen darf :smiley1:

Sie hatte sich ja anfangs etwas gegen die CapRI-Studie in HD gesträubt, hat sich aber jetzt dafür entschieden und am kommenden Montag, 07.11. geht’s los. Sie wurde für die B-Studie ausgewählt, d.h. sie bekommt Chemo (5 FU) 1 Woche lang jeden Tag, dann 3 Wochen Pause und das ½ Jahr lang. Sie hat große Angst davor, aber das schafft sie auch. Sie hat sich seit
der OP so gut gehalten und an unserer Hochzeit (4 Wochen nach der OP) das ganze 4-Gänge-Menue verputzt !

Seit 1 Woche klagt sie allerdings über starke Blähungen und kann nachts nicht durchschlafen und heute hat sie starke Bauchschmerzen. :( Mein Mann macht sich solche Sorgen und ich muss sagen ich bin froh, dass sie ab Montag wieder unter „permanenter“ Kontrolle ist. Mein Mann macht mir immer solche Angst weil er täglich im Internet irgendwelche Statistiken anguckt und immer sagt „wir müssen der Wahrheit ins Auge blicken“.
Sie sieht super aus, es geht ihr soweit auch wirklich prima aber ich hab sooo wahnsinnige Angst, dass da wieder irgendwann eine Keule kommt.

Liebe Grüße
Sabine

Doro2005
02.11.2005, 14:26
Hallo Pilzköpfchen,

ich will mit Sicherheit keine Hoffnungen in Studien zerstören, aber es sind halt Studien und somit ein Lotteriespiel..... Weiß man ob man das neue Medikament erhält oder nur Placebos bekommt, oder bewärte Arzneimittel????????? Wird halt alles ausprobiert und getestet, sonst wäre es ja keine Studie. Ich wünsche euch dennoch viel Erfolg. Und vor allem die Hoffnung niemals aufgeben. Mein Mann ist mit Speiseröhrenkrebs austherapiert und trotzdem klammern wir uns an jeden Strohalm.

Liebe Grüße
Doro2005

lommi
02.11.2005, 14:49
Hallo Pilzköpfchen,

meine Mama ist auch in einer Studie allerdings hat sie ein Plasmozytom.
Diese Studie hat ihr aber in jedem Fall das Leben gerettet und es geht ihr sehr gut.

LG lommi

Pilzköfpchen
02.11.2005, 16:06
Hallo Doro,
hallo Lommi,

vielen Dank für Euren Beitrag. Wir geben nicht auf !!! Sie ist stark, es geht ihr gut und so wird es auch bleiben !!!!!!!

Ihr versunsichert mich jetzt mit dem Plazebo aber ungemein :confused:
So wie ich Prof. Dr. Büchler verstanden habe will er lediglich beweißen, dass die B-Studie (reine Chemotherapie) nicht schlechter ist (oder besser) als die A-Studie, in der Chemo/Bestrahlung/Interferon verabreicht wird.
Plazebos werden doch da nicht verabreicht ??

Liebe Grüße
Sabine

Katharina
02.11.2005, 17:00
Hallo Sabine,
lass Dich nicht verunsichern. Es gibt verschieden Arten von Studien.
Manche wollen austesten ob ein Medikament besser wirkt als z.B. ein Placebo.
5FU ist aber wahrhaftig kein Placebo sondern eine ausgewachsene Chemo.
Ich finde es gut, dass Deine Ma an der Studie teilnimmt. Erstens hilft Sie der Forschung und zweitens wird man als "Studien-Objekt" meistens intensiver und freundlicher betreut. Unser Ole könnte Dir das viel besser erklären mit den Studien. Ole????
Alles Gute Euch

Dirk-Gütersloh
02.11.2005, 17:29
Hallo Pilzköpfchen,

lasst Euch nicht verunsichern! Bei der CapRI Studie handelt es sich exakt um "CapRI - Adjuvante Radio-, Chemo-, Immuntherapie des resezierten Pankreaskarzinom versus Chemotherapie im Rahmen einer kontrollierten, randomisierten, multizentrischen Phase III Studie" Quelle: http://www.studien.de/includes/studien_ausgabe/studien_ausgabe.php?STUDIEN_ID=412

So .. nun wollen wir uns das übersetzen. Dabei hilft Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Studie_(Medizin)

Somit kommt folgendes dabei heraus:

kontrolliert: Eine Patientengruppe erhält Adjuvante Radio-, Chemo-, Immuntherapie , die andere eine etablierte Chemotherapie

randomisiert: Die Entscheidung, welcher Patient welchem Medikament zugeordnet wird, erfolgt nach dem Zufallsprinzip

multizentrisch: die Studie wird in vielen Kliniken durchgeführt.

Also zusammengefasst: Deine Schwiegermutter bekommt auf jeden Fall eine Chemotherapie und keine Placebos.

Ich wüsste auch nicht, wie ich bei einer Krebstherapiestudie den Einsatz von Placebos rechtfertigen will. Und da jede Studie durch eine spezielle Ethik-Kommission genehmigt werden muss, kann ich mir bei Krebsstudien keine Gründe für den Einsatz von Placebos vorstellen. Das ist ja auch der Grund, warum es keine Studien zu Sektenmedizin gibt.

Ich wünsche Euch viel Kraft!

Gruß Dirk

Katharina
02.11.2005, 22:54
Hallo Dirk,
erstmal: bis Du jetzt unser neuer Moderator??
Wenn ja, dann: Herzlich willkommen!!
Meine Mutter hat damals an einer Studie mit Tacerva teilgenommen.
Es wurde getestet, ob Patienten mit Gemzar und Tarcerva eine längere Überlebenszeit haben als ohne.
Dafür wurden einige Patienten mit Placebo versehen, die anderen mit Tacerva.
As gibt es also auch. Aber in beiden Fällen war Gemzar als Chemo dabei, man hat keinen Patienten unbehandelt gelassen.
Es stellte sich an Hand der Nebenwirkungen ziemlich schnell heraus, dass meine Ma kein Placebo bekam.
So, dass nur der Vollständigkeit halber.
LG

Dirk-Gütersloh
02.11.2005, 23:32
Hallo Katharina,

nein ich moderiere hier im KK andere Boards. Aber es war mir sehr wichtig, dass Sabine nicht weiter verunsíchert wird.

Gruß Dirk

Pilzköfpchen
03.11.2005, 08:52
Hallo Dirk,
hallo Katharina,

vielen Dank für Eure Hilfe ! Mir fällt ein Stein vom Herzen ....plumps.

Irgendwie stellt man sich ständig die Frage, war die Entscheidung zu der Chemo richtig. Mein Mann hat gestern wieder im Internet gestöbert (wie jeden Tag) :weinen: und er findet immer so Müllberichte die ihn so runterziehen.

Aber ich bin fest davon überzeugt, dass sie in Heidelberg auf alle Fälle super betreut wird und in guten Händen ist ! Ich WILL einfach, dass es ihr weiterhin gut geht und sie die Chemo gut übersteht und sie wird sie gut überstehen !

Liebe Grüße
Sabine

Drops
06.11.2005, 18:52
hallo Sabine,

ich denke schon, dass die Entscheidung zur Chemo richtig war.
Mein Pap´s hat noch 10 Jahre mit der Diagnose Plasmozytom gelebt.

Ich wünsche Euch das Beste und drücke die Daumen, das sie es schafft

Liebe Grüße

Pilzköfpchen
08.11.2005, 08:14
Hallo Zusammen,

meine Schwiegermutter hat gestern ihre erste Dosis Chemo (5 FU) im Rahmen der CapRI-Studie bekommen. Sie hatte ihren Termin um 10 Uhr in HD und war um 11 Uhr schon fertig.

Zuerst wurde Blut abgenommen, dann eine Infusion mit Flüssigkeit angehängt (ich glaub um die Nieren zu spülen ?!) und ein Zugang für die Chemo gesetzt, (der bis Freitag drin bleibt, da sie ja 1 Woche lang täglich hin muss, dann 3 Wochen pausiert). Bei der Vergabe der Chemo sollte sie Eis lutschen, damit die Schleimhäute geschont werden. Es wurde ihr gesagt, dass sie Durchfall bekommen könnte was wohl normal sei und die Haare könnten langsam ausfallen.

Es ging ihr gestern Abend sehr gut und ich hoffe, dass es so bleibt !! In 20 Min. bekommt sie die 2te Ladung, ich bin gedanklich bei ihr.

Ich wollte es gestern schon berichten, aber die Nachricht von Ekki hat mich schwer getroffen und ich hab die Kiste wieder ausgeschaltet.

Eine Frage hätte ich noch an Euch, da hab ich irgendwie keine Antworten bekommen, vielleicht gibt's auch keine ?!
Meine Schwiegermutter wurde ja nach Wipple operiert und es wurden 24 Lymphknoten entfernt. Von den entfernten 24 Lymphknoten waren 6 Stück befallen. Ist das viel ? Ist der Krebs dann im "fortgeschrittenen" Stadium ?

Es gibt Tage, da ist die Angst einfach stärker als der Glaube :embarasse

Liebe Grüße
Sabine

Roland
08.11.2005, 09:50
Hallo Sabine,

Schön, das Deine Schwiegermutter die Chemo einigermassen gut verträgt.

Bei der Whipple OP wird ja nach bestem Wissen und Gewissen alles Tumorgewebe entfernt.
Aber leider kann man nicht immer sehen, ob nicht irgendwo noch Zellen vorhanden sind.
Die befallenen Lymphknoten werden entfernt inklusive einer Sicherheitszone
(weitere Lymphknoten)drum herum. Das man jetzt zur Sicherheit eine Chemo macht,
finde ich gut, vorallem wenn Deine Schwima die recht gut verträgt.

Was mich etwas wundert ist, dass die Haare ausfallen sollen bei 5FU, vielleicht weiss jemand anderer
wieso das so ist. Ich dachte bisher immer, dies passiert nur wenn die Chemo Platin enthält.

Hier sind noch ein paar Infos über die Lymphknoten:

http://www.krebskompass.de/index.html?http://www.krebskompass.de/waechter-lymphknoten.html~content


Alles Gute und liebe Grüsse

Roland

Pilzköfpchen
08.11.2005, 12:33
Hallo Roland !

vielen Dank für die tollen Infos, Du bist immer eine große Hilfe.

Den 2ten Tag Chemo hat sie auch gut überstanden :) Ich bin ganz stolz auf sie ! Nächste Woche wollen wir wieder gemeinsam Sauna machen... da freu ich mich !

Liebe Grüße
Sabine

Simone W.
08.11.2005, 12:44
Zu deiner Frage

<Eine Frage hätte ich noch an Euch, da hab ich irgendwie keine Antworten bekommen, vielleicht gibt's auch keine ?!
Meine Schwiegermutter wurde ja nach Wipple operiert und es wurden 24 Lymphknoten entfernt. Von den entfernten 24 Lymphknoten waren 6 Stück befallen. Ist das viel ? Ist der Krebs dann im "fortgeschrittenen" Stadium ?>

Ich glaube die Anzahl der befallenen Lymphknoten sagt nicht unbedingt etwas über das Fortschreiten der Krankheit aus . Der Pathologe bewertet das Tumorgewebe in seinem Befund durch das "Grading" . Da steht dann irgendwo im Befund G2 oder G3 womit der Differenzierungsgrad des Gewebes ausgedrückt wird .
Bei meinem Vater war es ein G2-3 Tumor , das heißt gut bis mittelgradig differenziert . Gut differenzierte Krebszellen sind den gesunden Zellen noch ziemlich ähnlich und nicht so bösartig wie schlecht differenzierte.
Bei meinem Vater spricht man allerdings auch von einem fortgeschrittenen Tumor :-( (und jetzt Rezidiv).
Alles Liebe für Euch und viel Kraft für den Kampf !
Simone

Anne!
08.11.2005, 20:49
Hallo Sabine!
Meine Ma hat auch 6 Monate lang diese Chemo erhalten. Sie hat sie eigentlich recht gut vertragen. Nach fünf Tagen war sie jedoch schon kaputt und brauchte erstmal so zwei Tage um sich wieder zuberappeln. Die Haare sind ihr jedoch nicht ausgefallen.
Manchmal war sie etwas kälteempfindlicher und hatte anfangs auch recht viel Durchfall, was aber evtl. auch noch Nachwirkungen der OP gewesen sein können.
Bei meiner Ma wurden 26 Lymphknoten entfernt und es waren, so glaube ich, 2 oder 3 befallen. Damals sagte man uns dass das recht gut sei.

Also, weiter kämpfen!!! :smiley1:
Lg Anne

Pilzköfpchen
10.11.2005, 14:35
Hallo an alle !

Ich wollte nur schnell berichten, dass meine Schwiegermama ihre erste Chemo-Woche fast überstanden hat :prost: ...nur noch morgen, dann hat sie 3 Wochen Ruhe ! Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass sie das alles so gut verträgt.

Nach ihrem Termin heute hat sie noch der Shopping-Rausch gepackt und sie hat es sich in der Stadt richtig gut gehen lassen. Erst schön gefrühstückt, dann die Geschäfte unsicher gemacht.

Ab nächste Woche ist wieder Sauna angesagt, dann schwitzen wir alles raus was nicht rein gehört !

Ein virtuelles Kraftpaket an alle hier im Forum !

Liebe Grüße
Sabine

Pilzköfpchen
06.12.2005, 14:53
Hallo Zusammen,

ich wollte mich auch mal wieder melden und von meiner Schwiegermama berichten...

Am 7.11. hatte ihre 1te Chemowoche angefangen, die sie bis auf kleine Ausnahmen (die Schleimhäute im Mund haben am letzten Tag angefangen Ärger zu machen. Dummerweise war es ein Freitag und sie hat ihr Medikament erst montags von der Apotheke bekommen :( Dann hatte sie noch etwas Fieber bekommen und 3 Tage Bauchkrämpfe) recht gut überstanden hat. *freu*

Gestern hat der 2te Zyklus angefangen. Heute nach der Infusion war es ihr kurzzeitig übel (da sie aber anschließend noch frühstücken waren, kann es soooo schlimm nicht gewesen sein :rolleyes: ) Sie hält sich ganz tapfer und ich hoffe, dass es noch so bleibt bis Freitag. Dann hat sie es für dieses Jahr geschafft !

Ich kann wirklich nur berichten, dass es ihr fabelhaft geht und das freut mich tierisch ! Für November nächstes Jahr bekommt sie Karten von uns geschenkt für "Cirque du Soleil" (toller Zirkus, kann ich nur empfehlen auch wenn er nicht gerade günstig ist !) und da gehen wir zusammen hin :lach:

An alle Mitleser, Mitstreiter ein riesengroßes Kraftpaket !! Wir werden es schaffen !

Liebe Grüße
Sabine

Pilzköfpchen
19.12.2005, 08:19
Hallo an alle,

letzte Woche ging es meiner Schwiegermutter sehr schlecht. Die Woche, in der sie die Chemo bekommt, geht es ihr immer sehr gut. Die darauffolgende
Woche bekommt sie immer Krämpfe (3 Tage) und die waren dieses mal richtig heftig so dass sie das Gefühl hatte, die Nacht nicht zu überstehen.

Gibt es da irgendwas was sie vorbeugend nehmen kann, damit diese unmenschlichen Koliken gar nicht erst kommen ?! Oder gehört sowas leider zu ner FU-Chemo dazu ?

LG
Sabine

elismoser
19.12.2005, 14:59
Hier ist die Studie genau beschrieben

http://www.biomedcentral.com/1471-2407/5/37#B21

Viel Glück,
Lis Moser

Pilzköfpchen
20.12.2005, 13:38
Hallo Lis,

vielen Dank für die Info, das werde ich mir mal in Ruhe durchlesen.

Sie hat jetzt mit ihrem Hausarzt gesprochen und er hat ihr angeboten zu JEDER Zeit zu ihr zu kommen und ihr Infusionen (was auch immer !) anzuhängen um die Schmerzen zu bekämpfen. Das hatte er bei einem anderen Patienten auch schon gemacht und das hätte immer gut geholfen. Finde ich echt prima von ihm ! Er hat ihr damit die Angst genommen und das ist gut für die nächste Chemo, die kommt leider bestimmt.
Komisch, dass sie ne knappe Woche nach der letzten Chemo immer diese Krämpfe bekommt !?

LG
Sabine

Pilzköfpchen
10.02.2006, 14:02
Hallo Zusammen,

ich möchte auch mal wieder von meiner Schwiegermutter berichten, auch wenn es eigentlich nicht wirklich viel zu erzählen gibt.

Wie schon oft berichtet bekommt sie innerhalb einer Studie in HD Chemo mit 5FU :twak: , 1 Woche täglich (Mo-Fr), dann 3 Wochen Pause. In dieser Chemowoche geht es ihr prima, die Woche danach hat sie mit schlimmen Bauchkrämpfen zu kämpfen, ab und an Fieber und Müdigkeit.

Danach geht es ihr wieder blendend…. bis zur Nächsten :mad:
Aber sie muss nur noch 2x hin :rotier2:

Bei den letzten 2 Chemowochen wurde die Dosis erheblich reduziert, da die Ärzte der Meinung sind, dass 1 Woche Krämpfe zuviel wären. Es sind 60 Patienten in der Studie und 5 davon hätten Probleme und sie gehört dazu :( 2-3 Tage "unwohl sein" sehen die Ärzte als „normal“ an, alles was darüber ist, wäre nicht in Ordnung. Meine Schwiegermama freut es, dass sie nicht soviel Gift bekommt und es geht ihr auch prima.

Manchmal vergisst man echt, dass sie krank ist. Es ist auch irgendwie so gar kein Thema mehr, wenn ihr mich verstehen könnt :confused: Irgendwie ist alles wieder wie vor der Diagnose.

Im Ort haben wir noch eine BSD-Patienten, der jetzt unser Steuerberater ist. Er wurde im Dez. 04 operiert und hat die Studie (allerdings die Härtere Form) hinter sich gebracht und eigentlich die ganze Zeit über weiter gearbeitet. Ich hab letzte Woche mit ihm telefoniert, auch ihm geht es prima (außer wenn er das Ortschild Heidelberg passiert ;) ).

Naja, im April fahren – besser gesagt fliegen – wir nach Berlin und haben die Schwiegermama mit im Handgepäck und machen uns ne richtig schöne Zeit !

Ich wünsche Euch allen weiterhin viel Kraft !

:megaphon: Wir werden siegen


Sabine

Jörg46
11.02.2006, 08:37
Hallo Sabine

es ist überaus erfreulich hier auch mal wieder etwas positives zulesen. Das es Deiner SchwiMa so Super geht Spitze.

Aber wat wollt Ihr in dem Kaff Berlin Euch volle Strassen ansehen? :D

Nee Quatsch beiseite, es ist schön das Ihr Sie mit auf Reisen nehmt, Abwechslung ist immer etwas wert.

Liebe Grüße aus Berlin Jörg

wir werden Siegen!!!

Pilzköfpchen
02.03.2006, 13:08
Diesen Artikel hab ich eben im Internet gefunden:

Krebs bekämpfen mit Nanozyten
Von Edda Grabar


Vor etwa 20 Jahren hat die Nanomanie unter den Wissenschaftlern begonnen. Sie sagten den nur fünf bis wenige hundert Nanometer großen Teilchen eine rosige Zukunft voraus. Nicht nur als Autolacke oder Solarzellen, sondern vor allem in der Medizin: „Als Diagnosewerkzeug, als neue Therapieformen unter Bestrahlung und als Arzneistoffträger im Winzigformat, die direkt an den erkrankten Stellen im Körper wirkt“, erklärt Alf Lamprecht, Leiter der Abteilung für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie an der Universität in Besançon in Frankreich. Lamprecht ist Experte für die Freisetzung von Wirkstoffen aus Nanopartikeln. „Im Idealfall benötigt man weniger Substanzen, die gezielter wirken und dabei weniger Nebenwirkungen haben“, sagt er.

Doch vom Idealfall trennt die Wissenschaft noch einiges und die Forschung ist teuer. Daher würden auch die meisten Ansätze bei neuen Krebstherapien gewagt. Denn hundertprozentig helfen, würde bislang keine Behandlung, so Lamprecht. Und aus diesem Grund stand auch sein Kollege Günter Tovar kürzlich auf einem Messestand in Tokio. Tovar, Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik in Stuttgart hatte auf der Fachmesse nano tech 2006 in Tokio die jüngste Entwicklung seiner Arbeitsgruppe vorgestellt: Sandkornkügelchen, die ein Molekül geladen haben, das Krebszellen vernichten sollen.

An kleine Kugeln aus Silizium und Sauerstoff - „daraus bestehen auch Sandkörner“, sagt sein Kollege Marc Herold aus Stuttgart - haben er und seinen Mitarbeiter ein körpereigenes Molekül gekoppelt, den Tumor-Nekrose-Faktor alpha (TNF-alpha). Dieser Botenstoffe der Körperabwehr sorgt dafür gewöhnlich dafür, dass kranke Zellen sich selbst zerstören. Mit verschiedenen Mitteln versucht man ihn bereits gezielt in der Krebstherapie einzusetzen. Bislang mit mäßigem Erfolg. „Denn TNF-alpha lässt sich nicht gelöst als Spritze einsetzen“ erklärt Herold. Den Forschern vom Fraunhofer-Institut ist es nun gelungen, ihn an die festen Siliziumkugeln zu binden. Sie tauschten die Sauerstoffhaltigen-Verbindungen an der Oberfläche durch eine Aminosäure aus, die ebenfalls natürlich im Körper vorkommt. „Mit dieser Brücke kann man TNF-alpha fest verketten und zum Tumor führen“, so Herold. In der Petrischale verlief das Konzept erfolgreich: Die Krebszellen starben.

Tierversuche oder gar aufwändige und teure klinische Studien allerdings stehen noch aus. Das sollen Kooperationspartner aus der Industrie übernehmen. Doch genau da liegt auch das Problem. Obwohl Marktforschungsinstitute von einem riesigen Marktpotenzial ausgehen und Pharmahersteller wie Schering, Degussa oder Merck die Entwicklungen mit Argusaugen beobachten oder schon in eigene Projekte investieren, „ist vielen das Risiko noch zu groß“, so Alf Lamprecht. Gerade wenn es um Wirkstoffvermittelnde oder -freisetzende Nanomedizin ginge.

Bei Tabletten setzen die Pharmafirmen auf bekannte Zusammensetzungen. Für einen Großteil aller Pillen lägen bewährte Rezepte vor, meint Lamprecht. Unter solchen Rahmenbedingungen überprüfen die forschenden Arzneimittelhersteller jeden unkonventionellen Ansatz ganz genau. Den Wissenschaftlern ist es bislang nur bedingt gelungen, Nanoteilchen, die medizinische Substanzen eingeschlossen durch den Körper transportieren, auf Kommando wirken zu lassen. Die meisten, so Lamprecht, würden einfach in der Leber abgebaut. Andere hingegen werden von bestimmten Zellen aufgenommen. „Das sind potenzielle Kandidaten“, sagt der Wahl-Franzose. Ungelöst bleibt aber auch die Frage, wie viel des Wirkstoffs die Nanoteilchen auf ihrem Weg durch den Körper verlieren. Verteilt man die Substanzmenge einer Tablette auf Billionen oder Trillionen Nanopartikel, kommt man auf „annähernd Fußballfeldgroße Oberflächen“. Vielmehr Platz also, durch den der Wirkstoff dank normaler Diffusion verloren gehen kann. Um erfolgreich zu sein müsse man drei Medikamente in einem entwickeln: „Die Tablette, die die Nanopartikel enthält und die Nanos selbst mit dem Wirkstoff. Letztere müssen aber erstmal so verpackt werden, dass sie unbeschadet bis zum Einsatzort gelangen und dort erst dürften sie wirken“, sagt Lamprecht. Für diese so genannten „Drug Delivery systems“ sieht er noch einigen Forschungsbedarf.

Anders sieht es jedoch bei Wärme abgebenden Nanoteilchen in der Krebstherapie aus. Andreas Jordan entwickelt mit seiner Arbeitsgruppe für biomedizinische Nanotechnologie an der Berliner Charitee kleine eisenhaltige Partikel, die sich magnetisieren lassen. Er spritzt die kleinen Eisenoxid-Kügelchen in den Tumor und setzt die Patienten anschließend einem Magnetfeld aus. Die Nanobällchen beginnen im Tumor an zu tanzen und erzeugen dabei Wärme - zwischen 41 und 46 Grad Celsius. Eiweiße und andere wichtige funktionellen Moleküle in den Krebszellen werden durch die Hitze geschädigt. Das Tumorgewebe stirbt bereits bei viel geringeren Bestrahlungen ab. Selbst Tumore, die sich resistent gegen eine Chemotherapie erweisen, können solche Temperaturen nicht unbeschadet überstehen. Sein Konzept hat er bereits in eine Firma umgesetzt - die Magforce Nanotechnologies AG wird das Verfahren vertreiben.

Immerhin, in der Zahnmedizin haben sich Nanopartikel bereits bewährt: Japaner entwickelten eine Zahnpaste, deren Kügelchen karieslastigen Löcher frühzeitig aufbessern.


Vielleicht kann es ja bei diesem besch.... Krebs helfen !!

Liebe Grüße
Sabine

Jörg46
02.03.2006, 15:18
Hallo Sabine

Gut gesucht und gefunden, hoffendlich steht so etwas bald allen BETROFFENEN zur Verfügung und verschwindet nicht wieder wegen Geldmangels in der Versenkung.

LG Jörg

Pilzköfpchen
04.04.2006, 15:49
Hallo an alle !

Meine Schwiegermutter hat die letzte Chemo am Freitag verabreicht bekommen !!! TRULLALA sie hat auch den 2ten Schritt geschafft.

Was soll ich sagen, die letzte Woche war noch mal so richtig hart gewesen und sie liegt auch heute noch im Bett und ist nur am "ködern". :smiley11:
Ich hab versucht sie aufzubauen, schließlich war es DAS LETZTE MAL ! Und jetzt geht es nur noch bergauf.

Nächste Woche ist sie auf alle Fälle fit, da fliegen wir ja über's Wochenende nach Berlin :D Da muss ich Volker recht geben, Ziele sind wichtig und ihr Terminkalender für dieses Jahr ist VOLL !

Letzten Mittwoch ist noch ein "Abschluss" CT gemacht worden und alle Werte wurden besprochen. Leider weiß ich nicht mehr als das was sie gesagt hat.... die Ärzte hätten sich riesig gefreut (lt. ihr mehr als sie, weil sie mit ködern beschäftigt war) über die Ergebnisse und ein Endgespräch findet demnächst statt. Da will mein Mann aber dabei sein. Dann kommen wohl nur noch die 1/4-jährlichen bzw. 1/2-jährlichen Kontrollen, die natürlich auch positiv verlaufen werden.

Mein Mann und ich sind jetzt am überlegen, ob wir die Endergebnisse mal zu Prof. Dr. Klapdor schicken sollen und ihn um seine Meinung fragen was denn so für die Zukunft zu tun ist. Denn die Studie in Heidelberg ist ja jetzt rum ?! Da sind ja jetzt nur noch die Kontrollen angesagt :confused:

Was meint Ihr ??

Liebe Grüße
Sabine

Jörg46
04.04.2006, 16:01
Hallo Sabine

Meinen Glückwunsch zu diesem riesen Schritt in Richtung Heilung, macht mehr davon, auf das es nur noch geheilt ist - für immer und ewig.

http://www.smilies-and-more.de/pics/smilies/signs/071.gif

Liebe Grüße Jörg

wir werden Siegen!!!

Ginchen
04.04.2006, 16:03
also bei meinem Mann war es ähnlich, da wurden 19 Lymphknoten entfernt und vier waren befallen.

Auch er hat zuerst an einer Studie teilgenommen, darunter allerdings ein Rezidiv mit zwei erneut befallenen Lymphknoten bekommen. Auf jeden Fall heißt die Devise durchhalten und glauben, dass es besser wird.

Die ab und zu auftretenden Blähungen oder auch Bauchschmerzen sind wohl absolut normal, jedenfalls treten solche Sachen bei uns auch öfter auf.

Gruß
ginchen

Manuela08
22.06.2006, 10:45
Grüß Dich Pilzköfchen!
ich werde für Deine Ma fest die Daumen drücken .Hoffnung soll sie immer wieder begleiten und es geht sicher nun aufwärts.Ich wünsch es ihr.Man wird sicher in einer stillen Stunde nochmals alles revuepassieren lassen kann ich mir vorstellen aber er ist dann kein vergleich mehr dazu was einmal war.Ihr könnt nun gemeinsam an Heilung denken.Nun kommt der Sommer und das ist gut so.http://www.cosgan.de/images/midi/froehlich/h020.gif

Pilzköfpchen
23.06.2006, 08:01
Hallo Manuela,

vielen Dank für Deine Unterstützung ! Meiner Schwiegermama geht es sehr gut, wir haben am Mittwoch ihren 66ten gefeiert und heute macht sie wieder einen Wochenendtrip :lach2:

Trotzdem hab ich das Gefühl, dass sie das alles irgendwie verdrängt und ich versuche sie zu verstehen. Zum Beispiel die Abschlussbesprechung nach der Studie, die hat sie bis heute noch nicht gemacht. Ihre Aussage: Heidelberg wollte sich melden wenn alle Unterlagen da sind. Dann hab ich sie öfter angesprochen dann kam ... ei ich muss ja Ende Juni wieder hin, dann werden sie mir das schon sagen :angry:

Hmm, nächste Woche am 29ten hat sie dann ihre erste Nachuntersuchung. War etwas stressig mit der Terminvergabe weil die Ärzte ja gestreikt haben und sie ab 30ten 14 Tage in Urlaub fährt !

Ich bin SICHER, dass die Nachuntersuchung auch gut verläuft :D Bis auf das "Narbenzwicken" hat sie auch keinerlei Probleme und so solls auch bleiben !

Um den Spruch von Volker und Jörg zu mopsen: WIR WERDEN SIEGEN !

Lieber Gruß
Sabine

Manuela08
23.06.2006, 11:39
Grüß dich !
ja ich denke auch sie will sich nicht unötig belasten damit und im inneren sagt ihr der körper es geht auf heilung. Vieleicht kommt das vorsich hinschieben das sie auch Angst haben könnte vor neuen Komlikationen.Weis man nicht .
Aber wenn du sie dabei vieleicht sehr unterstüzt wird es ihr eine große Hilfe sein .ein schönes angenehemes Wochenende es soll ja tierisch warm werden .
http://www.cosgan.de/images/midi/sportlich/a020.gif

Pilzköfpchen
24.08.2006, 16:03
Hallo Zusammen,

mir iss gerade ganz schlecht geworden, brauche mal dringend Eure Hilfe !!

Also meine Schwiegermama hatte ihr 1 Nachuntersuchung Ende Juni. Alles soweit ok wurde gesagt, letzte Woche kam (verzögert durch Urlaub und Streik) endlich der Abschlussbericht und der Ca 19/9 (oder wie das Teil heißt) war leicht erhöht (lag bei 42) und sollte lt. Ärzten jetzt 4 wöchentlich untersucht werden. Meine Schwiegermama ist am Dienstag zu Arzt gegangen und hat sich Blut zapfen lassen und eben rief sie ganz aufgeregt an, der Marker sei bei 385, der Hausarzt hätte gesagt gleich Heidelberg anrufen und einen Termin ausmachen. Am Montag (voraussichtlich) soll sie zu einem MRT kommen.

HILFE, warum ist der Wert so schnell hochgegangen. Ich hab sie beruhigt und ihr was vom Pferd erzählt, könnte ne Entzündung sein, bei den Betroffenen im Forum ist der Marker so schnell wieder runter wie er rauf ist. Irgendeinen Stuss halt. Aber ich zittere und kann kaum in die Tasten hauen.

Kann mir bitte jemand sagen, was das bedeutet ???

Liebe Grüße
Sabine

Jörg46
24.08.2006, 16:44
Hallo Sabine

ich kann Dir nicht wirklich helfen - aber ich glaube es ist besser Du bleibst bei der Geschichte mit dem Pferd.

Wie Du sicher gelesen hast ist mein Marker der CA 19/9

(Synonym: Carbohydrat-Antigen 19-9

Material:

1 ml Serum

Norm:

<37 U/ml

Physiologie:

entdeckt von Koprowski (1981)
Mucin; MG 10 kD, abgeleitet aus der Lewis-a-Blutgruppen-Determinante à Patienten mit dem negativen Blutgruppenmerkmal Lewis a/b (3-7% der Bevölkerung) können kein CA 19-9 bilden!
biologische Halbwertzeit: 7 h


Indikationen:

frühe Diagnostik, Therapie- und Verlaufskontrolle bei: Pankreas-Karzinom (Marker der Wahl)
hepatobilliären Karzinomen
Lebermetastasen

als Zweitmarker bei: Magen-Karzinomen (hier in Verbindung mit CEA)
Kolon-Rektum-Karzinom (neben CEA)
Ovarial-Karzinom


erhöht:

Pankreas-Karzinom (70-95%)
Kolon-Rektum-Karzinom (76 %)
Magen-Karzinome (32 %)
Leberzell- und cholangiozelluläres Karzinom (22-51%)
Gallenwegs-Karzinom (55-79%)
Erhöhungen (meist <100 U/ml) auch bei folgenden nicht-neoplastischen Erkrankungen Hepatitis
akuter Pankreatitis (siehe Pankreas-Diagnostik)
Mukoviscidose


Hinweise:

Patienten mit dem negativen Blutgruppenmerkmal Lewis a/b (3-7% der Bevölkerung) können kein CA 19-9 bilden
selten weisen Patienten über Jahre hinweg hoch-positive Befunde ohne klinische Hinweise auf. Untersuchungen zeigen, daß hoch-positive Befunde unterschiedlicher Hersteller (gemessen aus derselben Probe) mit anderen Verfahren nicht bestätigt werden konnten. Intensive onkologische Abklärungen blieben bei diesen Patienten (erfreulicherweise) über Jahre hinweg unauffällig )

seit einiger Zeit erhöht zwar nicht so doll, 110 war der Höchstwert, momentan bei 80 und nun suchen die Ärzte nach einem Grund dieser Erhöhung, sie hoffen das dieses von irgenteiner Entzündung kommt die ich so mit mir rumtrage????

Ich weiß es auch nicht wieso der blöde Marker gestiegen ist und woran man dieses festmachen kann.

Allerdings ist der Wert vo über 385 schon Besorgniserregend.

ruthra
24.08.2006, 16:47
HAllo Sabine,

hier ist sicherlich unser Fachmann Jörg gefragt.....würde aber nich tso wahnsinnig viel auf den Tumormarker geben....bei meiner Ma wra es nämlich so MArker ständig gefallen ...Tumor trotzdem gewachsen..............natürlich muß alles im Auge behalten werden aber vielleicht solltes Du DIch erstmal nur deswegen nicht völlig verrückt machen.............kann Dich aber trotzdem gut verstehen :pftroest: ....jede schlechte Nachricht,egal welcher Art, bringt auch mich immer gleich aus dem Gleichgewicht..........

Halte mal alle Daumen

Euch alles Liebe

Inez

Pilzköfpchen
24.08.2006, 17:30
Vielen Dank Jörg,
vielen Dank Inez,

dass Ihr Euch so schnell gemeldet habt. Mir war eingefallen, dass der Tumormarker von Volker auch mal so hoch war, lag bei 800, Jörg, da sind Deine 80 voll die Peantus.

Ihr OP war vor fast 1 Jahr und was soll ich sagen, wir haben den Mistkerl "fast" vergessen und jetzt sowas :( Ich fahre gleich mal bei ihr vorbei und werde sie etwas beruhigen. Warum muss sowas immer vorm Wochenende passieren ??!! Hat man da ein Abo ?

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten. Sie war gerade dabei eine Misteltherapie ins Auge zu fassen. Sie hatte etwas gezögert weil ihr Hausarzt gemeint hat, wir wollen ja keine schlafenden Hunde wecken. Hmm, man ist einfach so machtlos weil man im Grund doch gar keine Ahnung hat.

Aber gemeinsam werden wir es schaffen !!

Nochmals Danke. Ich bin jetzt echt etwas durch den Wind.

Sabine

Pilzköfpchen
25.08.2006, 07:32
Hallo Zusammen,

ich glaub ich konnte sie wirklich gut beruhigen. Wollte gestern nach der Arbeit noch bei ihr vorbeifahren, aber sie ist zu ihrem Donnerstags-Stammtisch und war wieder sehr guter Dinge. Hoffentlich bleibt das so bis Montag, wo sich dann rausstellt, dass es ein Fehlalarm war.

Sie hat letzten Samstag eine wirklich riesen Protion Eis mit viel Sahne und Nougat verdrückt. Seit dem hat sie Darmbeschwerden (wen wunderts !). Da ich ihr gesagt hab, dass so ein hoher Wert auch von einer Entzündung im Magen-, Darmbereich kommen kann ist sie jetzt davon überzeugt, eine Darmentzündung zu haben. Ich hoffe es soooo. Man klammert sich an jeden Strohhalm :confused:

Dann hab ich aber auch gelesen, dass die Testverfahren unterschiedlich sind. Bisher hat sie ihr Blut ja immer in Heidelberg untersuchen lassen, dieses mal war's beim Hausarzt.

Naja, am Montag/Dienstag weiß ich mehr und werde wieder berichten.

Sonst geht's ihr absolut prima. Wir machen immer unsere Sauna, sie isst eigentlich alles was sie will und vor allem viel ! Ich hasse ja den Spruch von Nina Ruge..."alles wird gut"... aber ich bin überzeugt davon, dass wir es schaffen !!!

Danke, dass ihr mir zuhört.

Liebe Grüße
Sabine

Pilzköfpchen
30.08.2006, 10:52
Hallo,

tja, was soll ich sagen. Heidelberg hat heute morgen bei meiner Schwiegermutter angerufen, sie haben "auffälliges Gewebe" an der Bauchspeicheldrüse entdeckt und wollen dies mit Chemo und Bestrahlung behandeln. Eine OP sei momentan nicht möglich, da eine Ader ummauert wäre. Bei der letzte CT im Juni war noch nix auffälliges zu sehen !!

Nach nur 1 Jahr fängt das Ganze wieder von vorne an. Der Schock sitzt tief. Ich war wirklich der Meinung, wir haben es geschafft.

Sabine

ciangi
30.08.2006, 18:40
Hallo,

das tut mir sehr, sehr leid für Euch. Aber lasst bitte den Kopf nicht hängen. Ihr habt es einmal geschafft, dann kann es das zweiten Mal auch gutgehen. Nur nicht aufgeben. Ich denke an Euch!
Liebe Grüße: Monika

Pilzköfpchen
31.08.2006, 14:45
Hallo Zusammen,
hallo Monika,

danke für Deine lieben Wünsche.

Also wir waren gestern bei meiner Schwiegermama, es geht ihr soweit ganz gut, sie erträgt den Rückschlag wirklich sehr tapfer.

Der Befund sieht nicht so gut aus (aus meiner laienhaften Sicht), der Tumor ist 2,8 cm groß (also seit der letzten Untersuchung vor 8 Wochen, wo man noch nix sehen konnte ! fast 3 cm gewachsen). Er ummauert die "Ateria mesenterica superior" das ist wohl die Arterie, die den Darm und ich glaube auch Magen versorgt, deshalb kann nicht operiert werden.

Durch die Kombi Bestrahlung/Chemo soll der Scheißkerl so eine auf die Mütze bekommen, dass er verschwindet.

Es wurden Termine für CT und Bestrahlung/Chemo gemacht ab 18.09. Da ist mir fast das Herz stehen geblieben und ich frage wieso so spät..... sie wollte vorher noch eine Freundin besuchen fahren, der Arzt wäre auch nicht entzückt gewesen !! Wow, wir haben sie gebeten heute den Termin in HD vorzulegen und es sollte am 11.9. mit der Bestrahlung begonnen werden. Das war meinem Mann auch zu spät und er hat mich gebeten mich direkt mit Dr. Krempien in Verbindung zu setzen, der Arme hatte eigentlich gestern seinen letzten Arbeitstag aber er war noch da und meinte, wenn sie gleich losfährt, könnte er heute noch Blut abnehmen (das er für's CT braucht) und noch CT machen, dann kann sie am Montag mit der Bestrahlung beginnen. Wirklich ein sehr netter Mann der das Ganze für heute noch ermöglicht hat !

Ich hab zugesagt und gleich meine Schwiegermama angerufen, und sie ist (nachdem sie die Haare gefönt hat :) ) gleich hingefahren und jetzt ist alles erledigt.

Montag wird sie 1 Woche stationär aufgenommen und bekommt für die Dauer von 5-6 Wochen täglich Bestrahlung und 1x die Woche Gemcitabine 300 mg.

Ich bin froh, dass es nun doch so schnell mit der Bestrahlung geklappt hat auch wenn die Behandlung meine liebe Schwiegermama wieder mächtig zurück schmeißen wird. Es ist so eine tückische Krankheit kann ich Euch sagen weil man nix sieht und nix merkt. Es ging/geht ihr ja blendend.

Die nächsten Wochen werden für sie sicherlich die Hölle werden aber ich hoffe, dass wir dem Scheißkerl zeigen können wer hier der wahre Boss ist.

Liebe Grüße und für Euch auch alle Kraft der Welt für unseren gemeinsamen Kampf !

Sabine

ciangi
31.08.2006, 22:47
Hallo Sabine,

allem Anschein nach ist Deine Schwie-Mu eine richtige Kämpfernatur. Ich glaube ganz fest, dass sie es packen kann. Natürlich sind Bestrahlungen und Chemo kein Zuckerschlecken, aber es ist die einzige Chance, gegen diesen Mistkerl anzukämpfen. Drücke Euch beide Daumen, dass Ihr dem Schweinehund den gar aus macht.Denke ganz fest aun Euch.

Liebe Grüße und ganz viel Kampfgeist!!!!!

Monika

Pilzköfpchen
22.09.2006, 07:42
Hallo Zusammen,

ich wollte einfach mal wieder den aktuellen Stand durchgeben. Wie manche vielleicht wissen, wurde ja ziemlich genau 1 Jahr nach der OP bei meiner Schwiegermutter ein (inoperables) Rezidiv an der BSD festgestellt, da es ein Blutgefäß umfasst, das den Darm mit Blut versorgt.

Es wurde am 4.9. eine Strahlentherapie mit 1x wöchentlich Chemo angesetzt und ich muss sagen, es geht ihr weiterhin sehr gut. Sie hat max. 1 kg abgenommen. Es ist bis jetzt mal so 1-2 Tage gewesen, wo sie sich vor Bauchkrämpfen nicht retten konnte aber die Nebenwirkungen halten sie (noch) in Grenzen denn jeder sagt, dass nach der 3ten Chemo (als heute) das ganze anstrengender werden würde. Sie hat heute ihre 3 Woche Bestrahlung hinter sich, also noch 2 Wochen Bestrahlung aber noch 4 Wochen Chemo. Aber auch das wird sie schaffen. Bei allem Übel, kann man das Teil wenigstens weiter bekämpfen bis es verschwindet !

Leider kann man das Verschwinden (so wie ich sie verstanden hab) erst 2 Monate nach Beendigung der Therapie feststellen ! Das finde ich echt übel, dachte die machen zwischendurch mal ein CT oder MRT !?

Ich kann immer wieder nur feststellen, wie tückische diese Krankheit ist. Man sieht ihr NIX an, sie ist durch die Behandlung immer etwas müde und legt sich mittags ein Stündchen hin. Mistding aber auch !

Das ist der aktuelle STand und ich hoffe, dass sich die Nebenwirkungen weiterhin in Grenzen halten und das Mistding verwindet !

Liebe Grüße
Sabine

Pilzköfpchen
08.11.2006, 07:53
Hallo Zusammen,

ich hab mich schon lange nicht mehr zu Wort gemeldet, lese jedoch jeden Tag wie es allen so geht. Ich bin jetzt in der gleichen Situation wie Silke (alias Krasi), denn ich bin im 3ten Monat schwanger :) . Meine Schwiegermutter hat sich tierisch darüber gefreut, wird es doch ihr erstes (und einziges :rotier2: ) Enkelkind. Ich denke das hat ihr in der Zeit der Bestrahlung und Chemo wirklich gut getan, denn sie hatte so gut wie keine Nebenwirkungen.

Gestern war die letzte Chemogabe und auch gleich das CT. Der Radiologe meinte, dass sich der Tumor nicht vergrößert hätte, seiner Meinung nach eher verkleinert aber durch das viele Narbengewebe sei das nicht so genau zu bestimmen :confused: Naja, sie hat am Donnerstag noch einen Gesprächstermin mit Dr. Jäger, da werden wir weiter sehen.

Ich hatte sooo fest damit gerechnet, dass das Scheißding weg ist :( Aber nicht gewachsen ist doch auch schon ein Erfolg oder ??

Seit einiger Zeit hat sie so ein Taubheitsgefühl in den Fingern und der Arm schläft ihr ein, die Ärzte meinen es kommt von Verspannungen im Nacken-/ Schulterbereich ?! Das hat doch nix mit dem Mistding zu tun ??

Sobald ich am Donnerstag genaueres erfahre, werde ich mich wieder melden.

Ich wünsche Euch allen weiterhin viel Kraft im Kampf für das Leben.

Sabine

Jörg46
08.11.2006, 08:07
Hallo Sabine

meine Glückwünsche an Dich persönlich - auf das alles so wird wie Du es dir vorstellst.

Mit Deiner Schmima sehe ich wie Du, ein Erfolg das man die Behandlungen recht gut wegsteckt und weil diese scheiß Dinger so stark sind - das man es schon als Erfolg feiern darf - wenn es nicht größer geworden ist - so ein Scheiß - wann finden die endlich etwas brauchbares.

Volker P
08.11.2006, 09:01
Hallo Sabine,

Glückwunsch zu eurem Nachwuchs. Es gibt nichts schöneres und auch ist es sehr aufbauend einen kleinen "Schatz" zu Hause zu haben. Wenn man nach Hause kommt und man weiß da wartet eine/r auf einen. Auch für deine Schwiegermutter wird es einen positiven Schub geben.

Bei Prof. Jäger seid ihr in den besten Händen.

Alles Gute

Volker

Pilzköfpchen
08.11.2006, 11:34
Hallo Jörg,
hallo Volker,

vielen Dank für Eure Glückwünsche, das hat mich sooo gefreut !

Ich drücke Euch ganz lieb !

Sabine

Katharina
08.11.2006, 11:54
Na, da will ich mich doch mal den Gratulanten anschließen!!!
LG aus Berlin

Pilzköfpchen
09.11.2006, 07:38
Hallo Katharina,

vielen Dank :D

Diese Nachricht kam für meine Schwiegermama wirklich zum richtigen Zeitpunkt. Heute um 10 Uhr hat sie ihren Termin bei Dr. Jäger und ich drücke ganz ganz fest die Daumen, dass sie mit guten Nachrichten nach Hause kommt.

Auf alle Fälle will sie sich jetzt erst mal 1 Woche Urlaub gönnen ;) Das hat sie auch verdient !

Liebe Grüße und ich melde mich, wenn ich die Ergebnisse hab.

Sabine

ciangi
09.11.2006, 10:22
liebe sabine,

meine allerherzlichsten glückwünsche!!!!!! es ist doch immer wieder etwas ganz besonderes, wenn man hört, dass sich da so ein kleines wesen
ankündigt. und dass das für deine schwimu ein ansporn ist, noch einmal alle kräfte aufzubieten, um noch mal durchzustarten, das glaube ich wohl. ich wünsche euch von herzen, dass deine schwiegermutter noch recht lang freude an ihrem enkelkind haben kann.
für das gespräch mit dr. jäger drücke ich euch gaaaaaaaaaaaaaanz fest die daumen.
alles liebe und ganz viel kraft an euch alle.:winke:
gruß: monika

Pilzköfpchen
10.11.2006, 07:37
Hallo liebe Monika,

vielen Dank für Deine Glückwünsche und auch ich hoffe für Dich bzw. Deinen Papa, dass es ihm wieder besser geht. Deinen Tread verfolge ich natürlich weiterhin, auch wenn ich nicht mehr viel schreiben. Manchmal fehlen einem einfach die Worte :(

Tja, das Gespräch mit Dr. Jäger hat eigentlich keine neuen Erkenntnisse gebracht, schade. Der Tumor ist nicht gewachsen (worüber ich wirklich sehr sehr froh bin), aber leider auch nicht geschrumpft. Aber auch Dr. Jäger sagt, dass die Bestrahlung noch Auswirkungen haben kann und man auf das CT in 2 Monaten gespannt ist. Die Tumormarker sind auf 107 gefallen, das ist schon mal ein Fortschritt !! Er hat ihr ans Herz gelegt, die Chemo weiterzumachen, d.h. 1x wöchentlich 1000mg Gemzar für 6-8 Wochen. Da meine Schwiegermutter die Chemo sehr gut verträgt, hat sie damit auch nicht wirklich ein Problem. Er hat ihr viel frische Luft und Bewegung verordnet, jetzt fährt sie morgen erst mal für 1 Woche in die Schweiz um frische Luft zu tanken :D

Soweit geht es ihr gut, sie fühlt sich auch gut. Wie sie allerdings mit dem Wissen, dass so ein Scheißteil weiterhin im Körper ist wirklich umgeht, das kann ich nicht sagen. Ich denke, da will sie uns auch nicht belasten oder sie verdrängt es, es geht ihr ja schließlich gut ?!

Ich hoffe, dass wir das Mistding mit der Chemo im Griff behalten und sie noch viiiiiiiiel Freude an ihrem Enkel/in (?) hat !

Das ist der aktuelle Stand, Euch allen wünsche ich weiterhin alles alles Gute !

Sabine

ciangi
10.11.2006, 09:31
hallo sabine,

klar, es wäre schön, wenn der tumor geschrumpft wäre, aber vielleicht wäre er ohne chemo gewachsen? so gesehen hat die chemo ja doch etwas gebracht. und dieses gift wirkt ja auch noch nach. vielleicht tut sich ja doch noch etwas. wenn deine schwiemu sich gut fühlt, dann ist das schon mal ein sehr gutes zeichen. auch für die psyche. wie es sich natürlich lebt mit dem wissen, so einen mistkerl mit sich rumzutragen, das weiß ich nicht. und ich bin so egoistisch- ich will es auch gar nicht wissen. aber ihr solltet jetzt einfach mal positiv in die zukunft schauen. das heute ist im moment wichtig. was morgen kommt, das steht wieder auf einem ganz anderen blatt. früher habe ich auch immer weit in die zukunft geschaut. habe geplant, was morgen sein soll, im nächsten monat, im nächsten jahr. aber nun habe ich sehr schmerzlich erkennen müssen, dass einem das leben selbst immer wieder einen strich durch die rechnung macht. deshalb schaue ich nun nicht mehr so weit nach vorne. das heute ist wichtig. wenn es deiner schmwiemu heute gutgeht, dann ist das ganz, ganz toll. was morgen kommt, das weiß nur der liebe gott.
liebe sabine, ich wünsche euch alles liebe.:knuddel: mach dir nicht zu viele gedanken, du mußt auch an den kleinen wurm denken, der sich da auf den weg gemacht hat.
laß wieder von dir hören, ich denke an euch.
monika

LutzK
10.11.2006, 09:31
Hallo Sabine,

ich bereite gerade einen Forumsbeitrag meiner Mutter vor, die am 1.11.06 erfolgreich (R0) operiert wurde. Dabei kam heraus, daß sehrwohl operiert werden kann wenn der Tumor die Pfortader umschlossen hat. War bei meiner Mutter so geschehen. Gestern habe ich mit dem Prof. gesprochen, der meint das sich kaum einer traut an den Adern zu schneiden, weil das in den Bereich Gefäßchirigie fällt. Seiner Meinung mach es aber keinen Sinn auf Chemo und schon garnicht auf die Strahlentherapie zu setzen sondern ALLES rauszuschneiden. Meine Mutter hat jetzt ein Stück Schlauch drin und geht bis heute bestens. Allerdings hat die OP auch sieben Stunden gedauert.
Werde Euch allen im Forum in Kürze die gesamte Geschichte detailiert berichten.

bin dann

Lutz

Jörg46
10.11.2006, 10:40
Hallo liebe Sabine

es ist zwar nicht das erwünschte Resultat - aber es ist doch schon gut das der Mistsack nicht weiter gewachsen ist und auch die Tumormarker wieder im Sinken sind - ich finde es ist ein Erfolg!

@Lutz
Du hast sicher Recht das die komplette Entfernung des Tumors immer Vorrang hat - aber bei Sabines Schwiema handelt es sich um eine Ummauerung der oberen Darmversorgungsader und diese ist leider unterhalb der größeren Gefäße - was im Klartext bedeutet die Portader ist ein großes Gefäß was relativ einfach durch einen Plasteschlauch ersetzt werden kann, während die Art.sub.Mes. (obere Darmversorgungsader) schon das verästelte Unterstück dieser ist - das heißt der Operateur müßte ganz viele Plastikschläuche mit den entsprechenden Abzweigungen einbauen. Daher ist diese OP sehr selten möglich.
Ich weiß dieses deshalb so genau weil ich vor dem gleichem Problem stand und daher als nicht mehr operabel galt-auch für Prof. Izbicki.
Ich finde es natürlich super das es bei Deiner Mutter geklappt hat, nur bei der komliziertheit der Materie muß man leider sehr genau differenzieren.

Pilzköfpchen
13.11.2006, 07:41
Hallol Monika, Lutz und natürlich Jörg :) ,

vielen Dank für Euren Zuspruch. Meine Schwiegermutter geht es prima, sie ist jetzt im verschneiten Davos (warum man sich das als Ziel aussucht ist mir schleierhaft, aber Hauptsache es geht ihr gut !) für eine Woche und will viel wandern in der Winterlandschaft.

Vielen Dank Jörg, dass Du Lutz den feinen Unterschied erklärt hast, ich hätte das soooo gut niemals hinbekommen :)

Es ist einfach schön, dass es Dich gibt.

Liebe Grüße
Sabine

Jörg46
13.11.2006, 07:53
Hallo liebe Sabine

Ich wünsche Deiner SchwieMa eine Super Urlaubswoche - auch wenns mir da so wie Dir geht - kann den Bergen nicht wirklich was abgewinnen - brauche Strand und Palmen. Aber egal Urlaub ist Urlaub und nur das zählt.

P.s. danke für die Blumen, hättest Du auch gekonnt