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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nebenwirkungen bei Chemo


Ela
04.10.2005, 20:47
Hallo an alle,

Ich brauche Eure Hilfe.
Meine Schwester hat BSKS.
Ist vor einem Jahr nach Wipple opperiert.Jetzt nach einem Jahr Rezidiv.
Nur noch palliative Chemo möglich. Sie bekommt alle 2 Wochen Chemo mit Gemzar/Oxiplatin.
Jetzt nach der 2, Gabe hat sie fürchterlichr Bauchscherzen.
Können das Nebenwirkungen von der Chemo sein,oder wächst der Tumor fröhlich weiter.
Sie ist erst 39 Jahre.Sie möchte noch Jahre leben.
Wer kann Auskunft geben.
Vielen Dank
Michaela

Heiko S
04.10.2005, 23:53
Es könnte auch einfach nur die Magensäure sein. Chemotherapie kann auch die Magenschleimhaut angreifen. Verändern sich die Bauchschmerzen, nachdem sie was gegessen hat?
Gruß,
Heiko

Gabi aus Nürnberg
05.10.2005, 12:52
Hallo Michaela,
Meine Mama bekam nach der Gabe Gemzar auch immer sehr starke Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und oft auch noch erbrechen. das war aber am nächsten Tag auch schnell wieder besser. Sollten die Bauchschmerzen aber anhalten oder gar Durchfälle sich steigern sagt es eurem Arzt. Vielleicht braucht sie Enzyme für die BSD. Es gibt sicherlich geegnete Mittel um das zu verhindern. Mit dem Wachstum (glaub ich) hat das nichts zu tun. Ich denke eher an Nebenwirkungen der chemo wie Heiko schon sagte. Ausserdem soll die Chemo ja Tumorgewebe vernichten, das muss der Körper auch irgendwie "abtransportieren" und verursacht Beschwerden.Und ich denke die können sehr unterschiedlich sein.
Viel Kraft
LG Gabi

Roland
05.10.2005, 14:50
Hallo Michaela,
Wie Gabi und Heiko bereits gesagt haben, kann die Chemo unterschiedliche Nebenwirkung haben. Bei uns ist die Whipple Operation auch genau 1 Jahr her und jetzt sind sowohl der Haupttumor als auch die Metastasen wieder gewachsen. Die Bauchschmerzen kommen nun deutlich von der Raumforderung der Tumoren und dem Wasser. Du schreibst von einem Rezidiv, bezieht sich das auf den Tumor auf der Bauchspeicheldrüse oder sind auch Metastasen vorhanden ? Ich bin sicher, die behandelnden Ärzte können euch da Auskunft geben und kennen auch entsprechende Therapie Möglichkeiten.
Alles Gute für Deine Schwester und liebe Grüsse
Roland

Ela
05.10.2005, 15:34
Hallo,an alle die so lieb antworten.

Habe gerade eben wieder mit meiner Schwester telefoniert. Sie wohnt 35okm von mir entfernt weg.
Aber bin letzter OP dabei gewesen und kümmere mich soweit es geht( Urlaub) um sie.
Bei der letzten OP ca. 10 Wochen her, haben sie Bypässe zum Dünndarm gelegt, da die Gallengänge undurchgängig geworden sind. Die OP nennt man Jejuno-Jejunostomie.
Ohne diese OP wäre sie nicht mehr am Leben.
Das Tumorrezidiv sitzt lokal an der BSDK und an den Gallengängen.
Ich denke auch, das das die Bauchschmerzen sind, die da drücken.
Meine Schwester hat einiges tapfer ertragen. Sie kämpft .
Jetzt gehen ihr momentan die Haare büschelweise aus, obwohl das bei Gemzar nicht so üblich ist.
Sie meint das kommt von dem Oxialplatin.
Manchmal hat sie sehr schlechte Tage, wo sie sich einfach in ihr Zimmer einsperrt.
Am 24.10. fahre ich für eine Woche zu ihr und begleite sie auch zur Chemo nach Heidelberg.
Am o1.11 soll ein neues CT zeigen, ob sich was getan hat.
Am 11.11 fährt sie zur Kur nach Möritz, wo auch die Chemo angeblich weitergeht.
Wir sind guter Hoffnung.
Sie muss halt kämpfen.
Wer kämpft-kann verlieren.
Wer garnicht kämpft - hat schon verloren.

In diesem Sinne
Michaela

Doris Elena
06.10.2005, 16:41
Hallo Michaela,

zunächst einmal finde ich es super, dass Du zu Deiner Schwester fahren wirst, um Sie direkt vor Ort zu unterstützen. Ich glaube, dass es wirklich wichtig ist für den anderen da zu sein. Ich schreibe Dir auch, weil Du die erste bist von der ich glaube, dass meine Mutter die gleiche Chemo bekommt wie Deine Schwester. Gemzar und Oxaliplatin. Haben die Ärzte Deiner Schwester auch gesagt, dass man mit letzterem Medikament sehr kälteempfindlich wird? Angeblich erhöht das Medikament die Überlebenschancen im Vergleich zu alleiniger Gemzar Chemo...Meine Mutter hat einen inoperablen Tumor mit Metastasen und hat nun gerade diese Woche die zweite Chemo hinter sich. Bauchschmerzen hatte sie beim ersten mal auch aber wir haben das mit Novalgin Tropfen gut behandeln können. Diesmal - beim zweiten mal- geht es ihr mom eigentlich ganz gut aber die Nebenwirkungen kommen ja auch immer erst ein paar Tage später. Ich hoffe Du bleibst weiterhin stark und ich glaube fest daran, dass Deine Schwester ebenso stark genug ist.

LG Doris

österreich
06.10.2005, 18:22
Liebe Doris,

ich wurde ebenfalls gleichzeitig mit Gemzar und Oxaliplatin behandelt. Oxaliplatin erhöht tatsächlich die Kälteempfindlichkeit. Ich konnte ein, zwei Tage nach der Therapie nur erschwert Dinge aus dem Kühlschrank bzw. dem Gefrierschrank holen. Es war ein unangenehmes, aber nicht schmerzendes Gefühl und hat sich immer wieder schnell gegeben. Ich habe allerdings im Winter auch auf Kälteeinwirkung von außen reagiert, dh ich hatte ein komisches Gefühl rund um Mund- und Augenpartie wenn es kalt war, so als ob sich der Mund von allein zusammenziehen und spitz würde und es ist mir schwergefallen die Augen zu öffnen. Das ist mir aber nur am Tag nach der Therapie und nur wenn es wirklich sehr kalt war passiert!

Liebe Grüße

Edith

Ela
06.10.2005, 22:13
Hallo,
Vielen Dank für die Antworten.
Mit der Kälteempfindlichkeit,das stimmt bei meiner Schwester auch.
Das ist aber nicht so gravierend.
Die starken Bauchschmerzen,und jetzt gehen ihr auch noch die Haare aus,obwohl das bei Gemzar gar nicht unbedingt passieren soll .
Jeder Körper reagiert eben anders.
Dann die weite Anreise von Hannover nach Heidelberg zur Chemo.
Hin geht ja, aber zurück geht es ihr dann doch nicht so gut.
Wer kennt denn in Hannover eine Klinik, wo man sich gut aufgehoben fühlt.
Vielleicht kann man die nächste Staffel Chemo dann dort weiterdurchführen lassen.
Ich werde versuchen mich intensiv um mein schwesterchen zu kümmern,was ja nicht immer möglich ist,da ich auch weiter weg von ihr wohne.
Bis bald wieder

Liebe Grüsse
Michaela

Eike
06.10.2005, 23:29
Liebe Michaela,

unsere Hausärztin hatte meinem Mann vor einiger Zeit mal die Medizinische Hochschule in Hannover empfohlen. Sie hatte auf der Onkologie schon gearbeitet und hält sie für empfehlenswert.
Mein Mann hat sich dann aber für Lemgo entschieden, weil das hier in der Nähe ist und er zu den Ärzten großes Vertrauen hat - welches sich auch schon oft bestätigt hat.
Aber wie gesagt, die "MH" in Hannover soll sehr gut sein.

Viel Erfolg und liebe Grüße
MarionOWL

Ela
07.10.2005, 10:39
Hallo Eike,
danke , das du mir die MH Hannover für meine Schwester emfehlen willst.
Haben wir selber aber sehr schlechte Erfahrung mit gemacht.
Die Ärzte dort, wollte nach einem Tumorrezidiv nichts mehr für sie tun.
Haben sie mit Gelbsucht heim geschickt,und wollten dann mit Chemo weiterbehandeln.Sie sollte sich mal aufs Sterben vorbereiten.
Das war nicht so toll.
Wir die Geschwister haben uns dann mit Heidelberg in Verbindung gesetzt,und dort wurde sie nochmals opperiert.
Die Gallenwege wurden frei gelegt,und das Rezidiv verkeinert.
Auch jetzt bekommt sie ja Chemo, aber sie L E B T:
Nur ist die Anfahrt nach Heidelberg von Hannover doch recht anstrengend.
Also Medi Hannover kommt auf keinen Fall in Frage.
Vielleicht kennt ja jemand eine andere Klinik.
Kann man sich den auch in den Kliniken nach der Chemostation erkundigen und vielleicht mal ansehen.
Ich möchte , das meine Schwester sich wohlfühlt, während der Gabe,und bestens versorgt wird.

Liebe Grüsse
Michaela

Eike
07.10.2005, 11:19
Liebe Michaela,

tut mir leid, dass mein Tipp keine Hilfe war. Aber so ist das eben, der eine schwört darauf, der andere ist entsetzt.
Es hat sich aber bestätigt, dass Heidelberg mal wieder die richtige Adresse war. Das wurde ja schon oft hier im Forum geschrieben.
Ich wünsche euch auf alle Fälle, dass ihr die richtige Hilfe findet.

Zuversichtliche Grüße
MarionOWL

Katharina
07.10.2005, 13:22
Hallo Michaela,
die Chemo kann auch ambulant in einer onkologischen Praxis gegeben werden. Dann ist die Reise nicht so beschwehrlich und Deine Schwester kann sich Ihre Kraft für den Kampf gegen den Tumor aufsparen.
Ihr könnt dann ja dennoch für die regelmäßigen Nachuntersuchungen nach HD fahren. Sprecht mal mit den Ärtzen in HD, die werden das bestimmt befürworten und Euch evtl. sogar eine Adresse geben können.
Deine Schwester ist noch jung. Ihr solltet Euch wirklich an Petra Loos orientieren. Sie hat es geschafft, obwohl Sie auch schon als austherapiert gegolten hat.
LG und alles Gute.

Ela
07.10.2005, 13:50
Hallo,Katharina undMarion.

Erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten.
Das mit der onkologischen Praxis ist ein guter Tipp.
Ich fahre ja am 24.1o. zu meiner Schwester.Und am 27.1o. reisen wir dann zur nächsten Chemo nach Heidelberg.
Ich werde dann vor Ort mit dem Onkologen dort über dieses alles sprechen.
ich denke auch, das die dort Verständnis aufbringen werden,und uns eine andere Möglichkeit anbieten.

Es grüsst euch Michaela

Doris Elena
07.10.2005, 14:24
Liebe Edith,

vielen Dank für die Information. Ich muss sagen es ist wirklich immer beruhigend, wenn man von jemandem hört, dass er ähnliche Nebenwirkungen hat und man somit doch irgendwie nichts falsch macht hinsichtlich der Auswahl an Chemo-Kombinationen. Darf ich Dich fragen wie lange Du schon diese Mittel bekommst? Die Ärzte haben mir gar keine richtige Auskunft darüber gegeben. Ich habe nur im Forum immer gelesen, dass man wohl einen Zyklus an Chemo von 6 bis 7 mal hat und dann muss man erstmal weitersehen, nachdem man Kontrolluntersuchungen gemacht hat.

Liebe Grüße
Doris

Ela
08.10.2005, 14:01
Hallo,Doris

Ich weiss nicht genau ob du mich meinst,eine Elena so wie du sie genannt hast ist hier nicht dabei.

Also meine Schwester hat die zweite Gabe Gemzar/Oxialiplatin bekommen.
Nach eine Woche hat sie keine Nebenwirkungen mehr und ist wieder Mensch so wie sie selbst sagt. Aber dann geht es ja bald wieder mit der 3. Gabe los.
Sie bekommt die Chemo zum 1. Mal das heisst der erste Zyklus.
genaues darüber habe ich in der ersten Nachricht hier geschrieben,. Dort kannst du nachlesen,wie und warum.
Ich hoffe ich konnte helfen .
Michaela
Ach so, nach 4 Gaben Chemo kommt die Kontrolluntersuchung.
Dann wird entschieden wie es weitergeht.

österreich
08.10.2005, 17:14
Liebe Doris,

ich werde mittlerweile mit einer anderen Chemo behandelt. Aber mir wurden Anfang des Jahres insgesamt 6 Zyklen Gemzar und Oxaliplatin verordnet. Am ersten Tag Gemzar und Oxaliplatin, am 8. Tag nur Gemzar, dann 14 Tage Pause, Wiederholung 1. und 8. Tag siehe oben... Das ganze wäre für 6 mal vorgesehen gewesen, allerdings hat meine Leber das nicht ausgehalten und zudem sind auch noch Metastasen dazugekommen. Jetzt werde ich mit Taxodere behandelt, vertrage die neue Chemo recht gut. Insgesamt sind wieder sechs Zyklen geplant (1. Tag, 8. Tag, 16. Tag, 14 Tage Pause....). Die Kombination Gemzar und Oxaliplatin gilt als die Standartmethode bei BSDK! Darauf kann man sich also verlassen, wenn's auch nicht in jedem Fall hilft.

Liebe Grüße

Edith

Doris Elena
10.10.2005, 11:37
Liebe Michaela (Ela),

ich glaube Du hast dich ein wenig verlesen. ;) Mein zweiter Vorname ist Elena . Aber ich finde es trotzdem sehr lieb, dass Du mir geschrieben hast und mich nochmals über die Chemo Zyklen informiert hast. Ich hoffe Deiner Schwester gehts gut soweit. Ich fiebere immer den Tagen nach der Chemo zu, an denen ich merke, dass es meiner Mutter wieder besser geht und sie sogar mal wieder lachen kann. Dann habe ich manchmal das Gefühl, dass sie gar nicht krank ist. Und wenn wir dann etwas zusammen unternehmen fällt mir plötzlich auf, dass Ihre Haare auf einmal dünner sind und auch viele herunterfallen auf Ihre Schultern. Immer dann werde ich schlagartig in die Realität zurück geholt und begreife schmerzlich wie es eigentlich um sie steht...

Ich schicke Dir ganz liebe Grüße
Doris

Doris Elena
10.10.2005, 11:42
Liebe Edith,

vielen lieben Dank für Deine Antwort. Ich habe bereits meiner Mutter erzählt, dass Du auch mit dem Präparat behandelt wurdest und konnte ihr so ein wenig die Angst vor der Kälteempfindlichkeit nehmen, da wir ja ursprünglich dachten, dass das immer schlimmer wird. Ich habe auch furchtbar Angst, dass sich die Chemo negativ auf die Organe auswirkt und dann alles umsonst ist aber daran darf man glaube ich nicht denken. Es freut mich, dass Du die jetzige Chemo gut verträgst. Bei meiner Mutter sind bereits Metastasen vorhanden und ich hoffe einfach nur, dass sie die Krankheit irgenwie bekämpfen kann solange wie möglich. Ich habe in letzter Zeit viel über Selbstheilungskräfte gelesen und ich denke, dass man mit seinen Gedanken und seiner Einstellung schon auch den Körper in irgendeiner Form beeinflussen kann. Ich denke, dass Du auch ein sehr positver Mensch bist und wünsche Dir ganz viel Kraft bei der neuen Chemo und dass Du sie auch weiterhin so gut verträgst.

Ganz liebe Grüße
Doris

Ela
16.10.2005, 11:54
Hallo,ich bin erst kurz im Forum.
Ich brauche ganz schnell eure Hilfe.
Ich habe schon in vorigen Themen : Nebenwirkungen bei Chemo von meiner Schwester erzählt.
Sie bekommt nach BSDK Rezidiv seit 6Wochen Chemo in Heidelberg. Ist also ärztlich bestens versorgt.
Jetzt rief sie mich an,und erkundigte sich über Dr. Aigner.
Ich habe hier im Forum schon negatives über ihn gelesen.Weiß aber nicht mehr genau wo.
Möchte dieses meiner Schwester auch weitergeben,da sie sehr große Hoffnung auf ihn setzten, die ewtl. nicht erfüllt werden kann.
Bitte schreibt doch, was ihr für Erfahrungen mit ihm gemacht habt, und ob jemand näheres über seine Behandlungsmethode weiß. Es soll sehr viel Geld kosten.

Vielen Dank im Voraus

Michaela

Katharina
16.10.2005, 12:37
Hi Ela,
ich glaube in Stefanie und Ottmars Thread steht so einiges über Prof. Aigner.
Es gibt, so weit ich weis, aber auch die gleiche Behandlingsmöglichkeit in einer anderen Klinik. Ich glaube es war Hammelburg. Die Behandlungsmethode ist aber doch sehr intressant.
Alles Gute Euch

Sonja A.
16.10.2005, 12:40
http://www.krebs-kompass.org/Forum/...360&eintrag=260

hier sind erfahrungen zu dr. aigner auf den seiten 14-16.

es hört sich alles sehr gut an. der schein kann trügen.

von dr. herwart müller in hammelburg habe ich hingegen nur gutes gelesen.

sonja

stefanie war mit ottmar da und volker war auch bei aigner. alle drei verließen wohl abgeschreckt die örtlichkeiten.

meine erfahrungen findest du in dem link. ich wollte vor einem jahr mit papa zu aigner, habe mich aber zum glück schlau gemacht.

Sonja A.
16.10.2005, 12:43
der hier müsste funktionieren:

http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=5653&page=14&pp=20

Thread: "BSDK mit Lebermetastasen 32 Jahre alt"
S. 14-16

Ela
16.10.2005, 14:11
Hallo, Ihr lieben Helfer

Ist das eine rationale Chemo die Aigner oder Müller durchführen --und was ist das. Wie wird sie angewandt.
Kann man die nach der Wipple OP überhaupt noch anwenden. #
Für baldige Nachrichten wäre ich sehr dankbar. da ich diese immer gleich an meine Schwester weiterleite.

Michaela

Sonja A.
16.10.2005, 17:54
hallo ela,

hast du die links gelesen? darin steht viel von meinen erfahrungen mit aigners art und weise (ich empfinde sie als menschenverachtend, ein anderer arzt (NICHT dr. müller) nannte ihn scharlatan). zudem kostet die behandlung auch noch über 5000 euro/woche.
unten sind infos zu möglichkeiten bei einem rezidiv in hammelburg.

mail den dr. müller einfach an, er wird schnell antworten. ihr könnt ihm ja die unterlagen faxen und so sehen, ob er mehr machen könnte.

nur zur info: aigner würde auch noch menschen kurz vorm sterben behandeln. DAS ist menschenverachtend. meinen papa wollte er trotz schlechtester werte behandeln. fachlich falsch dazu auch noch. er wollte trotz bauchfellmetastasen regionale chemo an der bauchspeicheldrüse durchführen. das geht halt nicht. "money makes the world go 'round".







http://www.surgicaloncology.de/

REZIDIVIERENDES BAUCHSPEICHELDRÜSENKARZINOM
Die Behandlung kann eine der folgenden sein:


Chemotherapie.
Hyperthermie.
Externe Bestrahlung zur Linderung von Symptomen;
Behandlung zur Linderung von Schmerzen;
regionale Chemotherapie mit und ohne elektrisches Feld
Biologische Therapie.



Krankenhaus Hammelburg GmbH
Onkologische Chirurgie

Ofenthaler Weg 20

D-97762 Hammelburg



Telefon: 09732 - 900156
Telefax: 09732 - 900159

E-Mail Adresse:
h.mueller@surgicaloncology.de

Sonja A.
16.10.2005, 17:54
Regionale Chemotherapie

Unter dieser Therapieform versteht man den zielgerichteten Einsatz von Zytostatika in bestimmten Körperregionen. Sinn einer solchen regionalen Anwendung von Chemotherapeutika ist die Erhöhung der lokalen Wirkstoff-Konzentration bei ggf. gleichzeitiger Reduktion von Nebenwirkungen. Durch die Erhöhung der Chemotherapeutika-Konzentration am Tumor soll die bestehende Resistenz der Tumorzellen durchbrochen werden, um damit die Effektivität zu verbessern. Dass gleichzeitig die Nebenwirkungsrate für den ´Rest´- Körper gesenkt werden kann, ist ein positiver Begleiteffekt.
Als Therapieoptionen der regionalen Chemotherapie stehen dabei vornehmlich drei verschiedene Applikationsformen zur Verfügung :

Intraarterielle Infusion mittels angiographisch platzierter Katheter. Hierbei werden die Therapeutika über einen speziellen Katheter, der in die Tumor versorgende Schlagader eingelegt wird, direkt in den Tumor verabreicht.
Intraperitoneale Applikation. Dabei werden die Therapeutika direkt in den Bauchraum verabreicht, wobei ein Konzentrationsvorteil von bis zu 1 : 1000 erreicht werden kann.

Simone W.
16.10.2005, 18:02
Hallo Michaela ,
ich habe wegen der reginalen Chemotherapie nach Rezidiv (bei meinem Vater)
mit Professor Klapdor telefoniert .
Der erklärte mir , dass die regionale Chemotherapie nach einer Whipple-Operation den Tumor an der Bauchspeicheldrüse nicht mehr erreichen kann , weil bei dieser großen Operation die meisten zuführenden Blutgefässe entfernt wurden .
Sonja hat ja die Vorgehensweise gut erklärt. Daraus wird ersichtlich , dass das Medikament über die Blutgefäße direkt an den Tumor geleitet wird.
Allerdings sagte Prof. Klapdor , daß man diese Behandlungsmethode mal im Hinterkopf behalten soll , wenn bei der Erkrankung die Lebermetastasen in den Vordergrund treten . Die könne man dann über die Beinvene mit regionaler Chemo behandeln.
Am besten rufst Du mal selber bei einem der Spezialisten an und lässt es Dir erklären . Das ist ja auch von Fall zu Fall anders .
Alles Gute für Euch ,
Simone

Ela
16.10.2005, 18:09
Liebe Sonja

Vielen ,vielen lieben Dank.
Habe alles sofort zu meiner Schwester weitergemailt.
Nächsten Sonntag fahre ich aber auch für 1 Woche zu ihr.
Dann werden wir dieses auch alles persönlich besprechen.
Auch zur nächsten Chemo Gabe nach Heidelberg werde ich mitfahren.
Sie liest natürlich auch in der Zeitung,und hört hier und da etwas ,wobei sie Hoffnung schöpft.
Soll sie aber auch. Das trägt dazu bei, Kraft für den Kampf gegen dieses schreckliche Ungeheuer in ihr zu sammeln.#
Diesen Forum möchte ich ihr zum l esen nicht so gern empfehlen, da sie auch noch sehr jung ist,und noch so gern viele Jahre mit ihrem Mann und ihren Kinder erleben möchte.
Natürlich gibt es auch die Berichte von Hildegard und Petra loos,die mich als Angehörige immer wieder mutivieren.
Nochmal Danke
Michaela

Ela
16.10.2005, 18:20
Vielen Dank auch an dich Simone.

Ihr seid hier alle so lieb Forum.
Es tut gut,das man hier sofort Hilfe auf Fragen bekommt.

Michaela

Simone W.
16.10.2005, 18:32
Na ,das ist doch selbstverständlich !
ich frag Euch ja selber dauernd Löcher in den Bauch und ich finde es auch toll, daß irgendwie immer jemand da ist der einem Antwort geben kann. Was der eine nicht weiß , weiß der andere .
Das ist ja der Sinn des Forums und es ist doch einfach schön , zu sehen , daß es noch Orte gibt , an denen Menschen einander helfen :)

Sonja A.
16.10.2005, 18:48
öhm ihr lieben, ich habe vergessen zu schreiben, dass die erklärung von dr. müllers seite ist.
;-)

alles erdenklich gute für euch.

sonja

Simone W.
16.10.2005, 18:56
na trotzdem gut recherchiert !

Ela
20.10.2005, 13:50
Hallo an alle,

Ich habe schon einige Fragen hier im Forum gestellt. Kann man nachlesen unter Dr, Aigner.??
Nachdem ich nicht so viel gutes über ihn gehört habe, aber das ein Dr. Müller ähnliche Behandlungen duchführt,möchte ich doch gern Patienten von ihm kennenlernen.
Wer hat sich in Hammelburg behandeln lassen, oder kann mir irgend etwas darüber schreiben.
Ich würde mich sehr darüber freuen.

Michaela

Sonja A.
20.10.2005, 14:27
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=13498&highlight=Hammelburg

hier steht alles drin...zumindest alles wichtige. die behandlung dort soll wirklich sehr gut und menschlich sein.

mail dr. müller an.
er wird dir antworten.

alles gute, sonja

Anita
20.10.2005, 14:59
Liebe Michaela,

ich bin seit drei Jahren Dr. Müllers Patientin (Eierstockkrebs) und bin mit der Behandlung sehr zufrieden. Gerne beantworte ich dir deine Fragen, nur zu :) !

Liebe Grüsse
Anita

Ela
20.10.2005, 16:47
Liebe Sonja, liebe Anita,

Erst einmal vielen lieben Dank für eure schnellen Antworten.
Ich habe bereits in andren Artikel z.b. Nebenwirkungen bei Chemo ,und Wer kennt Dr. Aigner über die BSDK-Erkrankung meiner Schwester berichtet.
Sie bekommt nach einen Rezidiv seit 8 Wochen jedes 2. Wochenende
Chemo mit Gemzar und Oxaliplatin.
Nach anfänglichen Schwirigkeiten verträgt sie dies jetzt ganz gut.
Die Einstellung dazu stimmt auch einigermaßen.
Nun hat sie in der Zeitung über Dr. Müller in Hammelburg gelesen,und ist voller Hoffnung.
Ich möchte mich natürlich vorweg erkundigen,ob eine Behandlung für sie nach der Wipple OP in 2oo4 und dem lokalen Tumorrezidiv möglich wäre.
Es sind soweit ich weiß keine Metastasen vorhanden.
Vielleicht kann mir ja jemand von euch vorweg eine Info geben.
Am Sonntag fahre ich zu ihr, dann kann alles mit ihr besprechen.
Muss man die Behandlung dort selbst bezahlen?
Wie nennt man die Behandlung dort?
Wo ist Hammelburg?
Ihr merkt ,ich habe viele Fragen. :rotenase:

Eure Michaela

Anita
20.10.2005, 17:58
Liebe Michaela,

anders als bei Dr. Aigner, ist die Behandlung mit regionaler Chemotherapie in Hammelburg nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden. Allerdings wird deine Schwester eine Kostenübernahme-Erklärung der Krankenkasse vor der Behandlung vorlegen müssen.

Ich empfehle euch, mit Dr. Müller per eMail in Kontakt zu treten h.mueller@klinik-hammelburg.de und ihm einen kurzen Bericht über den Krankheitsverlauf sowie die bisherige Behandlung zu geben. Im Normalfall bekommt ihr innerhalb von 24 Stunden Antwort.

Hammelburg liegt ca. 50 km von Würzburg entfernt, Nähe Bad Kissingen.

Ab Sonntag werde ich wahrscheinlich für längere Zeit zur stationären Behandlung in Hammelburg sein. Falls du bis dahin weitere Fragen hast, werde ich sie dir gerne beantworten.

Liebe Grüsse
Anita

Sonja A.
21.10.2005, 12:13
liebe ela,

bitte richte genau diese fragen an dr. müller.
er wird sie dir beantworten. warum schicktst du ihm nicht einfach eine email? er ist superlieb und antwortet schnell.

Muss man die Behandlung dort selbst bezahlen? ihr müsst nichts bei der krankenkasse beantragen. dr. müller muss sein ok geben, dann bezahlt das die krankenkasse.
Wie nennt man die Behandlung dort? das kann man nicht sagen, ich weiß ja nicht, was dr. müller machen würde.
Wo ist Hammelburg? habt ihr einen atlas zuhause? dort wirst du hammelburg finden.

lg, sonja

Ela
21.10.2005, 13:56
Vielen lieben Dank,
an euch.

Ihr habt mir sehr geholfen.
Am Sonntag werde ich alles mit meiner Schwester und meinem Schwager besprechen.
Am Mittwoch fahren wir das letzte Mal nach Heidelberg zur Chemo.
Dann wird ein CT gemacht.
Dann eine Kur in Müritz an der Ostsee.
Danach soll die Chemo weitergehen.
Vielleicht auch in Hammelburg.
Ansonsten in Hannover in einer Klinik. Die Protokolle werden aber weiterhin nach Heidelberg geschickt.
Erst man sehen was Dr. Müller sagt.
Bin ja mal gespannt.

Kann mich ja nächste Woche , wenn ich wieder daheim bin hier im Forum wieder melden
Bis dann
Eure Michaela

Simone W.
21.10.2005, 14:37
Hallöchen ,
also Hammelburg hat PLZ 977 irgendwas und liegt etwas oberhalb von Schweinfurt.
Mir hat man erklärt , dass die regionlae Chemo nach einer so grossen OP nicht mehr möglich ist , weil man an die zum Tumor (also zur Bauchspeicheldrüse) hinführenden Blutgefäße müsste und die werden grösstenteils bei der OP entfernt .
Aber ich bin sicher Dr. Müller hat noch andere Therapievorschläge.
Ich bin sehr gespannt auf Deinen Bericht !
Alles Gute *daumendrück*
Simone

Ela
02.11.2005, 20:41
Hallo,

Also, nicht so gute Nachrichten.
Meine Schwester kann in Hammelburg nicht behandelt werden.
Der Dr. Müller hat uns per Email und auch per Post geschrieben,das daduch das die Wipple OP vorgenommen worden ist,die umliegenden Venen und Blutgefäse mit entnommen wurden.Somit kann keine regionale Chemo duchgeführt werden.
Jetzt wird sie weiter mit Chemo Gemzar und Oxialplantin alle 2 Wochen behandelt.
Es geht ihr aber soweit ganz gut.:remybussi
Wollte euch informieren.
Falls neue Fragen auftreten,melde ich mich wieder.
Vielen Dank für eure Hilfe

Michaela

Ela
12.11.2005, 14:17
Hallo,
Muss nochmal um Eure Hilfe bzw.Meinung bitten.

Meine Schwester,ich habe hier schon von ihr berichtet,weilt zur Zeit in der Reha Müritz an der Ostsee.
Der Kurklinikchefarzt hat ihr berichtet, er hätte lange mit Dr. Aigner zusammengearbeitet.
Habe sich mit ihm zwar überworfen,aber ist von seinem ärztl. Können sehr überzeugt..
Meine Schwester hätte ,wenn sie sich dort behandeln lassen würde eine
6o% chance. Sagt dieser Arzt.
Jetzt ist sie und mein Schwager natürlich hochmutiviert dort hinzufahren.
Wer kann mir aus eigener Erfahrung ,oder wer hat sich dort behandeln lassen,
etwas berichten.
Wir wissen, das die Kosten ca. 5oo Euro betragen. Das ist auch nicht das Problem.
Ich möchte nur nicht,das sie unnütz gequält wird.

Wäre sehr dankbar, wenn ich was lesen würde.

Michaela

kimaugust
12.11.2005, 18:37
hallo,

ich habe hier im Forum schon glaubhaft gelesen, daß eine Behandlung
weit über 5000 (Fünftausend) Euro die Woche kostet!!

gruss kimaugust

PS: könnte dieser Arzt für Geld so toll heilen, dann wäre die
Schlange vor seiner Tür wohl unendlich.

Lexa
12.11.2005, 19:06
Hallo,
leider muß ich euch aus eigener Erfahrung mitteilen das eine Behandlung unteranderem dort ganz schnell 10.000€ die Woche kosten kann (je länger der Aufenthald desto teurer). Das kann ich euch aus eigener Erfahrung sagen. Je nach Art der Krankheit und des Aufwandes im Kankenhaus können die Kosten auch noch höher sei. Wenn man dor hin geht sollte sich man bei seiner Krankenkasse mal informieren ob dies von ihr bezahlt wird, denn es gibt wohl einzelentscheidungen zur kostenübernahme.
Bei einer Privatkrankenversicherung sollte dies kein Thema sein.
Soviel ich weiss ist Dr. Müller aus Hammelburg ein Schüler von Prof Dr. Aigner gewesen.

Evt. sollte man sich in der Uni Heidelberg einen Temin zur Beratung geben lassen.

Ela
13.11.2005, 15:17
Hallo,

Erstmal danke für eure Antworten.
Es geht aber nicht so sehr um die Kosten,mein Schwager wäre gern bereit sie zu zahlen,
Es geht mehr darum,ob die Behandlung dort auch hilft.
Ich würde gern mal von Patienten mit BSDK hören, die sich dort behandeln lassen haben.
Wenn es doch eine Chance für meine ASchwester geben kann, werden wir sie sofort ergreifen, egal was es kosten sollte.
In der Hoffmung auf Antwort verbleibe ich
Die wartende Michaela :winke:

kimaugust
13.11.2005, 17:10
hallo, Michaela,

weil ein lieber Arbeitskollege und Freund im wahrsten Sinn des Wortes
seit Anfang Sept.05 mit seinem Leben ringt (u.a.Lebermetastasen) habe ich mich (aber auch andere Kollegen) exessiv mit dem Thema Krebs mit all
seinen tausend Facetten beschäftigt.
Hierbei war und ist mir auch dieses Forum mit all seinen Beteiligten
eine sehr grosse Hilfe.
Ich habe viele Beiträge hier im gesamten Forum gelesen, habe aber von Heilungserfolgen des Herrn Dr. Aigner nichts konkretes gefunden oder erfahren; nein, was ich gelesen habe, ist nicht erwähnenswert.
In einem anerkannten Tumorzentrum seit Ihr mit Sicherheit bestens aufgehoben.
Beim meinem Kollegen spielt Geld keine Rolle, aber er hat sich bewusst
für eine sehr grosse Klinik in Köln entschieden. Und, er fühlt sich dort fachlich sehr kompetent beraten und menschlich sehr gut aufgehoben. Ich kann dies
nur bestätigen. Auch werden dort mit den Ärzten und dem Chefarzt
offen und vorbehaltlos alle anderen möglichen Behandlungen ( auch Ausland ,
und/oder alternative Medizin) durchgesprochen. Es kommt dabei nicht viel um.

viele Grüße Jürgen

Sonja A.
13.11.2005, 20:28
diese 60% chance ist unseriös. wie kann er das sagen, man kann einfach keine prognose abgeben.

dr. aigner kann meines erachtens nicht mehr als dr. müller in hammelburg. über hammelburg berichten viele patienten, dass dort das "drumherum" stimmt.

WENN deine schwester unbedingt zur medias klinik möchte UND das geld da ist...
dann schickt die unterlagen zu aigner. dann sollen sie genau stellung nehmen und SCHRIFTLICH erklären, was sie vorhaben. und zwar detailliert. das werden sie meiner einschätzung nach nicht tun. es war ihnen wichtig, meinen papa ganz schnell zu sich zu bekommen. unterlagen zur behandlung etc. haben sie trotz wiederholtem nachfragen nicht geschickt.

antworten die doch detailliert (aigner oder die oberärztin frau gailhofer), dann faxt die unterlagen zu dr. müller und lasst ihn dazu was sagen.

ich habe genug beweise für mich gefunden die den schluss erzwangen, meinen vater nicht zu aigner zu bringen. er wollte ihn nur mit regionaler chemo trotz bauchfellmetastasen behandeln. das ist fachlich falsch. denn da wäre nichts gewesen, was die bauchfellmetastasen hätte bremsen können. auch wollten die nicht so auskunft geben: erstmal herkommen, dann chemo, dann mal sehen. mein papa befand sich bereits im endstadium. die unterlagen dazu lagen frau gailhofer vor. kein arzt der welt hätte da noch was ausrichten können. zwei aus dem forum hier waren auch bei aigner um sich zu informieren. sie fanden ihre gründe, warum sie sich dort nicht behandeln lassen wollten.

ich weiß nicht, ob es ethisch vertretbar ist, bei solchen patienten noch neue belastende therapien anzufangen. nach meiner auffassung von ethik nicht. meinem vater blieb dies erspart.

wer solche tollen erfolge hätte, über den würde man im internet sehr positive berichte finden. nicht nur auf der eigenen homepage. warum z.b. hat sich frau gailhofer hier vor einigen monaten in diversen threads gemeldet, immer auf die regionale chemo hingewiesen und sinngemäß geschrieben, dass da noch möglichkeiten bestünden und man sich unter folgender tel.-nr. ... melden soll? die postings wurden relativ schnell von moderatoren (ich glaube mit einem hinweise auf "werbung ist verboten") gelöscht. würden dort wunder geschehen so würde es sich herumsprechen.

ist es nicht so, dass regionale chemotherapie nach whipple nicht mehr möglich ist? hast du dr. müller angemailt diesbezüglich?

magst du etwas über deine schwester schreiben? wie geht es ihr? wie geht es ihr gesundheitlich? was planen ihre ärzte? wie geht es dir?

viele grüße,

sonja

Sonja A.
14.11.2005, 00:00
hallo nicole,

ich habe, um für alle beteiligten unannehmlichkeiten zu vermeiden, mein posting geändert.
sollte es in dieser form probleme verursachen, dann teile es mir bitte mit. ich möchte nicht, dass der krebs-kompass darunter leiden könnte.
ich kann meine aussagen nicht belegen. ich kann nur berichten.
vor ca. 10 monaten meldete sich frau gailhofer wie beschrieben hier in diversen threads. und zwar nicht zum beraten, sondern zum verweisen auf ihre klinik. diese postings wurden aber schnell von moderatoren gelöscht. vielleicht können dir ehemalige moderatoren dazu auskunft geben. folglich kann ich nicht auf existente seiten verweisen, jedoch auf geschehnisse der vergangenheit.

viele grüße,

sonja

Ela
14.11.2005, 10:22
Hallo liebe Sonja,

Was du mir geschrieben hast,habe ich ja auch schon alles in den Theards von Otmar gelesen.
Ich habe meine Schwester im Oktober sofort gewarnt und ihr eure Antworten auf meine ersten Fragen geschickt.
jetzt nochmal zum Krankheitsverlauf der Schwester.
Juni 2004 wurde bei ihr BSDK am Kopf festgestellt.
Sie wurde in Hannover in der Medizinischen Hochschule nach Wipple op.
Dies wurde eingestuft. pT3,N1,MO;ED 06/04
adjuvante Chemo mit Gemzar wurde abgebrochen wegen Unverträglichkeit.Sie war auch der Meinung ist nicht nötig, sie ist jetzt gesund. Falsche Aufklärung von den Ärzten(Meine Meinung)
Bis juni 2005 ging es ihr relativ gut.
Dann böses Erwachen,Fieber, Gelbsucht.
Die Arzte in Hannover wollten nicht mehr opp.
Nur noch palliative Chemo.
Wir,-die Familie ließen das so nicht stehen,und fuhren mit ihr nach Heidelberg-
Dort wurde sie von Proff. Fries nochmal opp.
Diagnosen:
Lokales Tumorrezidiv mit Obstruktion der zuführenden Schingen 08/05
Es wurden 2 Bypässe von Leber in Dünndarm oder so ähnlich gelegt. Das ganze heisst Jejuno-Jejunostomie
Und eine pallitive Chemo mit Gemzar und Oxialplatin wurde eingeleitet.
Jetzt hat sie den ersten Block Chemo hinter sich
Ist zur Zeit in der Rhea in Müritz an der Ostsee.
Dort der Klinikchefarzt hat ihr die 60% Chance bei dem Dr. Aigner gegeben.
Zum Dr. Müller nach Hammelburg hatten wir auch schon sämtliche Unterlagen gefaxt.
Dort bekamen wir die Antwort, nach der Wipple könne man keine regionale Chemo geben.
Was auch sehr einleuchtend erschien.
Ich verstehe auch nicht , warum es beim Dr. Aigner gehen soll.
Mit dem hatte sie ja vor meiner Warnung telefoniert, der sagte, sie sollte sofort kommen.Er würde ihr helfen.
Es wäre ja schön, nein ,ein Wunder wenn es so wäre.
Ich werde auf jeden Fall dort mit hinfahren, wenn es dazu kommen sollte.
Vielleicht weiss ja doch noch jemand was genaueres über diesen Wunderdoktor.
So Sonja, jetzt weisst du erstmal alles.
Bis dann

Michaela

Ela
16.11.2005, 15:20
Hallo Sonja,

OH, OH, habe gerade die Nachricht bekommen,das meine Schwester ihre Kur abbricht.
In der Kurklinik in Müritz herrschen wohl katastrophale Zustände.
Es sind etwa 5o Patienten dort.
Sehr viele sind sehr unzufrieden.
Essen tun dort nur sehr wenige,weil es einfach nicht schmeckt und viel zu wenig ist.
Meine Schwester will zunehmen,kann ja auch alles essen ihr schmeckt auch alles,bekommt aber dort nur Diät-oder Vollwert(was sie nicht sehr gut mit Magen und Darm verträgt.
Als sie dier dem Klinikchef sagte, wollte er sie mit Astonautennahrung füttern.
Sie erwartet etwas vitaminreiche Kost. Darauf erwidertete der Arzt, das würde nur den Tumor füttern, das braucht sie nicht.
Mittlerweile l hat sie sich in das nahrliegende Hotel einquatiert und kann dort auch dem entsprechend essen.
Es wäre doch schade, das sie wieder abnimmt.
Habe ihr bei meinem Besuch vor 2 Wochen doch Kilos angefuttert.
Für sämtliche Therapien, die dort angeboten werden lgt der Therapeut eine CD in den Recoerder und überlässt den Leutchen sich selbst.
Das kann ja wohl nicht sein.-
Ich war zwar noch nie in einer Rhea oder Kurklinik. Aber sowas.
Meine Schwester soll sich dort wohlfühlen. Aber sowas.
Ab 12 Uhr mittags ist sie sich selbst überlassen.
Dann guckt sie nur noch fern,bis zum Abend.
Das kann sie daheim auch.
Ich bin total entsetzt

Michaela.

Sonja A.
17.11.2005, 14:02
liebe michaela,

ohhhhh...
das tut mir sehr leid.
ich kann fühlen, wie es dir das herz zerreißt.
warum muss in ihrer lage noch das "außenherum" so wenig schön sein?

es gibt hier einen thread, in dem sich über kurkliniken ausgetauscht wird:

http://www.krebs-kompass.org/Forum/forumdisplay.html?f=47

vielleicht kann deine schwester wechseln? ich denke, man sollte das direkt der krankenkasse melden. oder wem auch immer. die bezahlt das ja (oder ihr privat?) und legt sicherlich wert darauf, dass dort alles getan wird, um patienten auf die beine zu bekommen und leib und seele zu stärken.

konnten die rezidive eigentlich entfernt werden?

vielleicht ist es besser statt der reha einen privaten futterurlaub zu organisieren?

ela ein feste umarmung für dich.

ich drücke die daumen dafür, dass alles gut wird.

liebe grüße, sonja

Ela
30.11.2005, 13:04
Hallo alle zusammen,
Habe wieder einmal Fragen, wo ich eure Hilfe brauche.

Mein Schwesterchen war zum 1 Stageing in Heidelberg.
War positiv, Tumor ist nicht gewachsen.
Was uns jetzt aber beunruhigt,heisst Peritoinalkarzinose mit Azitis.
Es soll bedeuten, das sich in der Bauchhöhle Wasser ansammlungen befinden.
Wer kann mir dazu etwas berichten.
Kann sich das Bauchwasser wieder zurückbilden.?
Da das Bauchfell entfernt wurde,ist der Bauch immer sehr stark geschwollen. Abends besonders.
Wer hat die gleiche oder ähnliche Probleme.?

Die Chemo soll in weiteren 4 Zyklen alle 2 Wochen mit Gemzar und Oxialplatin
weitergeführt werden.
Danach wieder CT und neue Besprechnung.
Der Rheaarzt hatte ihr vorgeschlagen, wenn der Tumor stabil bleibt,eine 3 Monatige Pause mit vierwöchiger Ültraschallüberwachung durchzuführen.
In Heidelberg sind sie anderer Meinung, man sollte sofort weitermachen mit Chemo.Zu 80% würde der Tumor sofort weiterwachsen.
Wer hat Erfahrung hiermit.
Freue mich jetzt schon auf eure Antworten.

Michaela

Krabbe
30.11.2005, 17:32
Hallo Michaela,

Bauchwasser (medizinisch Aszites) entsteht häufig bei tumorösen Erkrankungen im Bauchraum. Man kann es zum einen mittels Medikamenten (Entwässerungstabletten) behandeln oder bei einer größeren Menge auch punktieren.

Bei der Peritonealkarzinose ist das Bauchfell auch vom Tumor betroffen.

Bezüglich der Therapie kann ich dir leider nicht weiter helfen, aber es gibt sicher jemanden, der dir diese Fragen beantworten kann.

Ein großes Kraftpaket und liebe Grüße.

Maike

"Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
A. Schweitzer

Volker P
03.12.2005, 11:30
Hallo Michaela,

ich würde auf jeden Fall auf den Rat aus Heidelberg höhren. Die haben die beste und meiste Erfahrung. Lieber dem Tumor jetzt eine volle Breitseite geben :twak: und sich danach erholen als das Risiko eingehen das der Tumor in drei Monaten weiter wächst und ist es vielleicht zu spät.

Alles Gute

Volker

Ela
03.12.2005, 13:37
Danke-
Volker und Maike für eure Antworten.

Ich vertrete ja auch die Ansicht,mit der Chemo fortzufahren,
auf der anderen Seite verstehe ich auch meine Schwester.
Sie fühlt sich ohne Chemo natürlich pudelwohl.

Ich bin aber auch der Meinung, das sie das für sich ganz allein entscheiden muss.
Man kann nur nach eigenem Ermessen Ratschläge geben.
Kann mir noch jemand etwas zu der Aszitis sagen.
Wer hat ähnliche Beschwerden.?

Vielen Dank
Michaela :(

Ela
08.03.2006, 18:31
Hallo, Ihr lieben,

brauche mal wieder euren Rat.
Meine Schwester bekam seit Sept 05 8 Zyklen einer palliativen Chemo mit Gemcitabin und Oxialiplatin.Dabei stabil.
Da aber die Nebenwirkungen sehr schlecht verträglich waren,wurde vom NCT Heidelberg eine Monotherapie mit Gemcitabine umgestellt.
Also 3 Wochen lang einmal die Woche 100mg/m2 Gemzar eine Woche Pause. Dann wieder weiter,
Nachdem sie diese Therapie begann,verschlechterten sich ihre Blutwerte enorm.
GammaGt, Got alle ums 3fache erhöht, und nach der ersten Gabe sind die Leukozyten auf 2,6 und die Throbozyten auf 131000 .
Jetzt unsere Frage,:
Wie kann man die Leukos und Throbos wieder aufpäppeln.
Kann man durch eine Nahrrungsergänzung etwas erreichen.
Da der H-B Wert bei 10,4 liegt ist sie auch sehr müde.
Was kann man dagegen tun.
Falls sich die Werte nicht erholen wollen die Ärzte mit der Chemo pausieren.Da haben wir aber Angst,das das Rezidiv wächst.
Ich würde mich über eure Antworten sehr freuen.

Eure hoffnungsvolle Michaela

Johanna82
08.03.2006, 18:49
Hallo Ela!

Wegen des niedrigen HB´s könntet ihr Erythropoietin spritzen...Das ist ein Hormon welches den Körper anregt rote Blutkörperchen zu produzieren...

Viele Grüsse und alles Gute, Johanna!

Simone W.
09.03.2006, 17:03
Liebe Michaela ,
um den HB-Wert zu pushen , sollte man eine Bluttransfusion (Blutplasma) geben . Mein Vater hat das mehrmals bekommen. Es ist eine normale Begleiterscheinung der Chemo , dass sich diese Werte verschlechtern , denn es gehen ja nicht nur die bösen Zellen von dem Gift kaputt , sondern auch die guten.
Ob allerdings die Leukos und Throbos auch durch Blutplasma erhöht werden können , weiß ich nicht . Sollte aber der Onkologe wissen.
Deine Angst , die Chemo auszusetzen kann ich verstehen. Bei meinem Vater verschlechterte sich der Zustand nach 6 Wochen Chemopause immens . Natürlich weiß ich nicht wie der weitere Verlauf mit Chemo gewesen wäre , aber im Nachhinein denke ich , daß diese Pause zu lange war.
Ich wünsche Euch alles Gute !
Simone

Ela
10.03.2006, 12:59
Hallo,
Erstmal vielen lieben Dank an Simone und Johanna.
Meine Schwester hat sich Kräuterblut aus der Apo. geholt.
Wir hoffen, das sich die Blutwerte bis nächsten Dienstag erholen.
Was für eine Bedeutung haben den die schlechten Thrombos und Leukos für den Körper.
Womit muss man rechnen, wenn die Werte sich nicht verbessern oder noch schlechter werden.
Vielleicht kann mir jemand eine Antwort darauf geben.

Bis dahin
Michaela

Andrina
10.03.2006, 16:42
Hallo Ela

Mein Vater hat auch einmal eine Spritze bekommen, die, so glaube ich, bewirkt, dass sich die Leukoyzten nicht mehr verschlechtern. Ich habe allerdings keine Ahnung wie dieses Medikament heisst, ich weiss nur, dass es sehr teuer ist und bei meinem Vater gut geholfen hat.

Liebe Grüsse und alles Gute,
Andrina

Simone W.
10.03.2006, 19:10
Liebe Ela ,
also die Thrombozyten sind für die Blutgerinnung mit verantwortlich . Wenn der Wert ständig erniedrigt ist , besteht eine erhöhte Blutungsneigung.
Die Leukozyten haben was mit der Immunabwehr zu tun . Bei erniedrigten Werten besteht halt erhöhte Infekt-Gefahr.
Ich könnte mir vorstellen , dass man die Thrombos auch durch Blutplasma erhöhen kann, weiß ich aber nicht sicher .
Für das Immunsystem kann man sicher eine Menge tun (Vitamine,Enzyme,Thymus,Mistel),aber ob sich die Leukos dadurch erhöhen bezweifle ich.
Das Kräuterblut mag zwar ganz gesund sein , aber diese Blutwerte wird es mit ziemlicher Sicherheit nicht verbessern (kann man wohl mal nehmen bei leichtem Eisenmangel oder so,aber nicht bei so gravierenden Mängeln).
Hier noch eine gute Seite wo Du die Bedeutung der einzelnen Blutwerte nachlesen kannst:
http://www.aok.de/bund/tools/medicity/laborwerte_a-z.php
Alles Gute , Simone

Ela
29.04.2006, 14:54
Hallo,
Habe lange nur als stiller Mitleser im Forum teilgenommen.
Aber einige Fragen habe ich auch schon eingestellt, worauf ich auch immer eine Antwort bekam.

Jetzt habe ich wieder Fragen:

Meine Schwester 40 Jahre seit 2 Jahren BSDK mit Rezidiv bekommt seit 8 Moanaten Chemo.
Erst Gemzar kombiniert mit Oxialplantin. Da die Nebenwirkungen zuletzt doch erheblich waren, wird jetzt nur noch 1 mal die Woche Gemzar gegeben.
Seit ein paar Tagen,wird sie 3mal die Nacht wach,weil sie klatschnass geschwitzt ist.
Bauchschmerzen und Schwäche sind auch dazugekommen.

Sie bekommt auch öfters Schüttelfrost und Fieber,was durch Paracetamol aber wieder weggeht.
Sie hat recht große Angst ,war sie doch wieder körperlich ganz fit nach den schweren >Ops.
Hatte sich sogar vorgestellt 3 monate Chemopause zu machen.

Vielleicht ist jemand in einer ähnlichen Situation ,oder kann mir einige Tipps geben.
Ich wäre sehr dankbar dafür.

Mit lieben Gruss
Michaela

Indira
29.04.2006, 15:15
Hallo Michaela!

Das mit dem Schwitzen kenn ich auch, auch tagsüber.
Ich hab meinen Onkologen gefragt, ob es von der Chemo (Gemzar) kommen könnte und er hat es verneint.
Er meinte aber, dass durch die Chemo die Wechseljahre "ausbrechen" könnten und das könnte bei mir auch der Fall sein, denn meine Regel ist seit 5 Monaten auch ausgeblieben!

Bauchschmerzen hab ich auch täglich seit der OP, die Ursache dafür liegt bei mir aber nicht allein am Gemzar - jedoch sagt mein Arzt Gemzar könnten die Bauchschmerzen verschlimmern und es würde auch bei manchen auf den Magen "drücken"!

Ja, und die Schwäche - hab von vielen gehört, dass die Chemo sogar starke Schwäche verursachen kann!
Ich würde diese Beschwerden jedoch auch dem Arzt mitteilen!

Ich wünsche Dir und Deiner Schwester alles alles Gute!!!

Liebe Grüße von
Indira

Chnander
29.04.2006, 16:17
Liebe Michaela!

das selbe hatte meine mama auch immer bei der Chemo!
Sie mußte sie auch dann abbrechen weil es zur sehr die Nieren belastet hat!
Sie hat sann auch salbeitropfen genommen laut ihren Aussagen helfen die Super!
Versucht es doch mal damit ein versuch ist es wert!

Meine Mama hat seit 6 Jahren BSDK!

Ich wünsche euch viel Kraft und du siehst es lohnt sich zu kämpfen!meiner Mama hilft sehr der Zusammenhalt innerhalb der Familie!Wir sind ne starke Truppe und helfen wo wir können!


Alles Leibe dir und deiner Schwester!

Heiko S
30.04.2006, 13:04
Es könnte auch eine bakterielle Entzündung irgendwo im Körper sein. Sollte man abklären, wäre mit Antibiotikum nämlich relativ leicht behandelbar. Gibt es bei deiner Schwester Hinweise auf Bauchwasser(Aszitis)? Dieses könnte sich z.B. entzündet haben (bakterielle Peritonitis).

Gruß,
Heiko

Ela
01.05.2006, 13:19
Hallo ihr leiben.

Vielen vielen Dank für eure Antworten.
Meine Schwester hat sie selbst gelesen.
Sie will versuchen ihren geplanten CT-Termin vorzuverlegen.
Kann es auch sein, das sie zu wenig trinkt?
Auf jeden Fall
wissen wir bald mehr.
Lieben Dank

Michaela

Ela
12.05.2006, 16:11
Hallo,

Ich bin es mal wieder.

Heute hat meine Schwester die Mitteilung bekommen,das ihr BSDK Rezidiv

weiter gewachsen ist.

Also greift die Chemo mit Gezar nicht mehr.

Jetzt soll sie eine neue Chemo mit Xeloda und Tarceval erhalten.

Wer kann aus Erfahrung ,welche Nebenwirkungen dabei auftreten können.

Wir wären über Berichte sehr dankbar.

Eure traurige Michaela

Taylor
12.05.2006, 16:17
Hallo Michaela,
mein Vater hat als erste Chemo eine 3 er Kombi bekommen.
2 x intravenös (Cisplatin und Adriamyzim) und oral Xeloda.
2 Wochen lang morgens und abends 4 tabletten danach eine Woche Pause, dann wieder! er hat jetzt den 2. Zyklus gestartet. Es gibt solche tage und solche! Er hat ständig Schmerzen, ohne Morphium geht gar nichts liegt aber am Krebs und nicht an der Chemo. Manchmal ist ihm übel und machmal muß er erbrechen. Aber alles in allem finde ich geht es eigentlich relativ gut. Du kannst es noch genauer lesen in meinem Thread "hoffnung auch bei inoperablem BSDK".
Alles Gute taylor

Doris Elena
15.05.2006, 16:47
Hallo Michaela,

meine Mutter hatte auch eine kurze Zeit Xeloda, typisch ist wenn es nicht so gut läuft, dass man offen Hände oder Füsse bekommt, dh. sie hatte dann weil es etwas zu hoch dosiert war bzw. sie es zwischen den pasuen zu lange genommen hatte Wasserblasen an den Füßen, die ungefähr 3 cm Durchmesser hatten aber die haben wir dann aufschneiden lassen und verbunden und dann ist es mit der Zeit wieder verheilt. Aber Xeloda haben wir dann abgesetzt. Das muss aber nicht heißen, dass es bei Euch auch so läuft. Nicht jeder reagiert so. Vom Allgemeinbefinden her ging es meiner Mutter sogar besser als jetzt. Sie hatte weniger Schmerzen und nicht so einen aufgeblähten Bauch wie beim Gemzar...

Ich drücke Euch die Daumen und hoffe, dass es gut klappt.

Herzensgrüße Doris

Ela
15.05.2006, 22:15
Hallo, Erst einmal Vielen Dank für eure Antworten.



Jetz geht es richtig zur Sache.

Nachdem wir vor einem Jahr schon einmal rie regionale Chemo bei Dr. Aigner in Erwägung gefasst hatten,dieses aber nach recht negativen Nachrichtungen von Krebs Kompass Lesern wieder verworfen hatten,

wollen wir Mittwoch dort hin fahren.

15 Uhr ist der Termin.

Erst mal ist ein Beratungsgespräch vorgesehen.

Jedoch ist meine Schwester ziemlich entschlossen sich dort auf eigene Kosten zu behandeln zu lassen.

Vielleicht ist es ja richtig , das sie jeden Strohhalm ergreift, der sich ihr bietet.

Ich fahre mit sehr gemischten Gefühlen mit.

Vielleicht kann mir ja doch noch einmal wer schreiben, was uns dort erwartet.

Warte gespannt auf Infos.

Eure Michaela

Sonja A.
16.05.2006, 15:47
hallo ela!

bei ihm müsst ihr mit kosten von 5000 euro pro woche rechnen.
er und frau g. werden immer hoffnung haben, dass es "nun" besser wird. leider steht dabei nicht unbedingt der patient im vordergrund sondern das liebe geld.

bitte fahrt zu dr. müller. er ist sehr menschlich und sehr gut. dr. privatklinik kann nichts was dr. müller nicht auch kann. und dr. müller wird von der krankenkasse bezahlt. die zustände bei dem anderen arzt sollen z.t. echt "unmenschlich" sein.

bei meinem dad hatten sie noch gute hoffnungen trotz "finalphase". der blanke hohn....zum lachen wenn es nicht so traurig wäre... nirgendwo kann man so gut menschen zum kommen motivieren wie mit hoffnung in verzweifelten situationen. leider wird (zu) viel versprochen.

bitte maile doch müller an.

http://www.surgicaloncology.de/

h.mueller@surgicaloncology.de

Ela
16.05.2006, 18:44
Hallo Sonja.

Wir haben voriges Jahr Dr. Muller aus Hammelburg konzaktiert. Ihm sämtliche Unterlagen zugefaxt.

Dann die nachricht, die RCT könne bei meiner Schwester nicht mehr gemacht werden, da sie vor 2 Jahren eine Wipple OP hatte.

jetzt nachdem unter Gemzar das Rezidiv trotzdem weiterwächst und eine Chemo mit Xeloda begonnen werden sollte, hat sich meine Schwester nochmal mit Dr. Aigner in Verbindung gesetzt.

Morgen um 15. Uhr ist das Vorgespräch welches 12o Euro kosten soll.

Ich fahre mit.
Sie sind fest entschlossen.

Auch wenn es viel Geld kosten soll, wenn es doch hilft,

Ich werde euch weiter informieren.

Michaela

Taylor
16.05.2006, 20:19
Hallo,
auch ich habe Dr. Müller kennengelernt! geht zu Ihm!!! Wenn es noch etwas gibt das hilft, dann macht er das auch!!! Und die Kasse bezahlt es!
Verschwendet nicht euer geld an "Wunderheiler"!
Alles Gute Taylor

Ela
16.05.2006, 21:04
Hallo Tayler

Wir wollten ja vor einem Jahr schon zu Dr, Muller,

Er hat ja die RCT bei meiner schwester abgeleht,weil es angeblich nicht mehr ging.

Dr. Aigner würde die gleiche RCt aber bei ihr machen.

Wir fahren morgen erstmal hin.und hören uns das alles an.

Melde mich auf jeden Fall wieder

Michaela

ruthra
16.05.2006, 21:29
Hallo Michaela,

weiß nicht wirklich viel zu diesem DOc, zu dem ihr fahren wollt. Habe mir aber mal eine private Nachricht schicken lassen, die war sehr aufschlußreich, Hört bitt auf die anderen hier...............Bitte überlget Euch das gut !!!!


Liebe Grüße

Inez

Ela
17.05.2006, 21:23
Hallo,

Hier bin ich wieder.

Wir sind wieder zurück von der Media Klinik von Hern Prof.Dr. Aigner.

Das Gespräch war sehr aufschlussreich und sehr ausführlich.

Frau Dr. Gailhofer war sehr nett und hat uns Hoffnung gemacht, das die RCT bei meiner Schwester Erfolg hat.

Zwar hat sie auch gleich erklärt das die DAK die Kosten für die OP und den KKH-Aufenthalt wohl nicht übernehmen wird.

Dieses ist aber erstmal nebensächlich.

Also wenn sich meine Schwester dazu entschließt,wird sie am 28.o5. dort in der Media Klinik in Randbach stationär aufgenommen.

Nach einigen Voruntersuchungen soll am darauffolgenden Dienstag die OP vorgenommen werden.

Der Eingriff dauert 1 1/2 Stunden.

Bis den darauffolgenden Sonntag bleibt sie dort.

Für uns ist das ganze eine grosse Hoffnung,denn so langsam fangen die Schmerzen an,und eine Chemo mit Xeloda soll ja sehr üble Nebenwirkungen haben.

Außerdem wollen wir einfach nichts unversucht lassen,was evtl. Heilung bringen kann.

Diese RCT kostet zwar sehr viel Geld, aber was ist dagegen ein Menschenleben.

Ich werde den ganzen Tag bei meiner Schwester bleiben und ihr das ganze so angenehm wie möglich machen.

Ich habe hier viel negatives über die Klinik und Dr. Aigner gelesen.

Hoffe ich doch sehr bald positives berichten zu können.

Melde mich dann wieder.

Michaela

Sonja A.
17.05.2006, 22:51
hallo ela!

ich wünsche deiner schwester selbstverständlich alles gute und hoffentlich wirkt die rct bei ihr.

wie war das? wurde deine schwester operiert?

lasst euch doch mal einen behandlungsplan schriftlich geben. die dak zahlt das nicht. die klinik macht zwar immer hoffnungen in allen richtungen aber das war es dann auch.

ich habe mit jemandem aus dem internet geschrieben dessen mutter sie bei bsdk auch hoffnungen gemacht haben. 12 stunden nach einlieferung lebte sie nicht mehr. ich weiß, es "schickt" sich nicht das hier zu schreiben. aber vielleicht solltet ihr es einfach vorher wissen.

meinen dad in der finalphase wollte sie auch noch behandeln, die :lipsrseal frau g. meinte auch, die chancen wären gut... SOFORT sollten wir meinen papa bringen...es ging ihr gar nicht schnell genug. sie war genau solange nett bis ich nachfragte mit fakten, warum rct bei meinem dad doch gar nicht gehen könne. es ist ja auch komisch, dass man im internet keine positiven berichte zu ihm finden kann.. seltsam, obwohl sie soviele wunder bewirken... :undecided

"Diese RCT kostet zwar sehr viel Geld, aber was ist dagegen ein Menschenleben."
das stimmt. aber wo sind dann die ganzen geretteten menschenleben? wunder sprechen sich doch immer herum... kann die klinik kontakt zu geheilten herstellen? gerade diese müssten doch sehr freudig auskunft geben.


wenn bsdk metastasiert hat kann man ihn NICHT mehr mit rct behandeln. das kann man dann nur noch zusätzlich zur systemischen chemo machen. wollen die rct solo bei deiner schwester machen? das geht gar nicht!

deine schwester muss ihren weg gehen und sie muss ein gutes gefühl haben. überwache bitte, dass die immer schön tumormarker kontrollieren (bzw. lasst ihn in behandlungsfreien tagen extern kontrollieren!) sowie blutbilder machen. lasst euch ALLES in kopie geben. pass auf, dass sie deine schwester gut umsorgen.

was für eine OP soll gemacht werden? magst du mehr dazu schreiben???

warum meinte dr. müller ginge das nicht bei deiner schwester?

alles gute!

sonja

--------------------
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=7176

29.03.2003, 15:08

Hallo heiko,

hab lange überlegt zu antworten. Ich kenne Dr. Aigner nicht persönlich sondern nur durch mail-kontakte. ich schrieb ihm damals , weil ich meine chemo so ganz und gar nicht vertrug...
gewichtsverlust, ständige übelkeit, offene schleimhäute etc... und suchte auf anraten meines damaligen hausarztes nach einer alternative, weil ich dachte ich überstehe diese chemoprozedur nicht.mein hausarzt bewog mich dazu Dr. Aigner zu mailen. ich mailte ihm kurz meine krankheitsgeschichte und was ich darüber wusste. Ohne zögern bekam ich Antwort ! Bei mir wäre die "retroperetonieale chemo sinnvoll und ich hätte wahrscheinlich gar keine nebenwirkungen bzw. keine von denen , die ich oben beschrieben habe!
Dr. Aigner lud mich dann zu einem Gespräch ein. Ich bin dieser Einladung nicht gefolgt, weil eine abdominelle Perfusion mit zytostatika gar nicht angebracht gewesen wäre!

(Bitte bedenke, das es sich um einen operativen Eingriff handelt)

ich hatte/habe nichts mehr im bauchraum, was darauf hätte ansprechen können.

Also meine Bilanz:

sei vorsichtig!

ich habe erst die Hoffnung gehabt, das mir diese abdominelle chemo vieles erleichtert hätte und ich hätte fast!! aber zum Glück nicht meine derzeitige chemotherapie abgebrochen!

meiner ansicht nach hatte Dr. Aigner viel zu wenig Informationen um mir derartiges nahelegen zu können, auch wenn er mich zum Gespräch gebeten hat. Er hatte damals weder Kontakt zu meinem Hausarzt, noch Einblick in meine Krankenakkte!
Ich kann nicht beurteilen, ob diese Form der Chemo wirklich greift.. ich bin ja kein Mediiziner.. so ist alles was ich hier schreibe meine persönliche Meinung.

Heute geht es mir gut und ich hoffe, das es so bleibt.

Liebe Grüsse

Ela
18.05.2006, 12:14
Hallo Sonja,hier ein Bericht ,was mei meiner Schwester vorgenommen werden soll.

Dieses soll 2 x gemacht werden danach CT,Tumormarker um zu sehen ob es Erfolg gebracht hat.Der Tumao soll so zerfallen.

Ich werde natürlich den ganzen Tag bei ihr sein und gut auf sie achten.

Da sie ja keine Metastasen hat, versprechen wir uns sehr viel hiervon.

Dr. Müller wollte diese RCT bei ihr nicht durchführen, weil die Wipple OP bei ihr durchgeführt wurde.

Wir können uns auch gern telefonisch unterhalten, mit dem Schreiben hab ich es nicht unbedingt so. Vielleicht willst du mir deine Tel. Nr. geben.

Am Telefon lässt es sich leichter reden.Ich rufe dich gern an.

Nur wenn du möchtest.


Ich selbst habe mich in der Klinik ziemlich bedeckt gehalten.Meine Schwester muss es für sich ganz allein entscheiden.

Bis dann Michaela




Isolierte Perfusion

Die isolierte Perfusion wird ebenfalls im Rahmen einer Operation chirurgisch durchgeführt. Dies geschieht über Isolierung eines Organs oder einer Körperregion mit Kathetersystemen und Durchströmung dieser Region mit einer hohen Zytostatikakonzentration. Gleichzeitiger wird dem Tumor Wärme zugeführt (Hyperthermie) und/oder der Sauerstoffgehalt des Blutes herabgesetzt (Hypoxie).
Dies bewirkt bei einigen Zytostatika eine bis zu zehnfache höhere "Giftigkeit" (Toxizität) am Tumor. Resultat: Die Geschwulst verschwindet schneller.

Indikation

Die Anwendung (Indikation) der regionalen Chemotherapie orientiert sich daran, ob die Behandlung Erfolg verspricht oder nicht. Dies hängt von der Sensitivität, Empfindlichkeit und der Blutversorgung (Vaskularisation) des Tumors bzw. der Metastasen ab. Ebenfalls entscheidend für den Behandlungserfolg ist, ob der Tumor lokalisiert ist oder sich über ein Organ oder über mehrere Körperregionen erstreckt.

Je größer das vom Tumor befallene Körpervolumen ist, um so geringer werden die Erfolgsaussichten; denn die verabreichte Gesamtzytostatikadosis muss in etwa konstant bleiben. Wird sie auf größere Areale verteilt, so sinkt demzufolge die am Ort des Befalls wirksame Konzentration. Dies geht einher mit geringeren Wirkung.

Bei sehr ausgebreiteten oder metastasierten Tumoren wird die regionale hochdosierte Chemotherapie mit gleichzeitiger Entgiftung (Zytostatikafiltration) angewandt, um die nachfolgenden Nebenwirkungen in Grenzen zu halten und die Lebensqualität zu erhalten.

Sonja A.
18.05.2006, 13:52
liebe michaela,

um mich selber zu schützen möchte ich nicht telefonieren.
so ist das anonymer. wir können uns aber gern per privater nachricht schreiben. weißt du wie das geht?

bitte lasst euch erklären, WIE er den bereich mit regionaler chemo durchspülen möchte wenn doch die organe inkl. der blutgefäße gar nicht mehr da sind, um diese anzuschließen.
ich zitiere von seiner webseite:
"Ausschlaggebend für den Therapieerfolg ist auch die Blutversorgung des Tumors. An einen schlecht vaskularisierten Tumor kann selbst über den direkten arteriellen Weg nur wenig Zytostatikum gebracht werden."

darum hat dr. müller auch gesagt dass er es nicht kann. lass dir von dr. müller nochmal erklären, warum er es nicht kann.

lg, sonja

----------
welche der applikationen möchte er denn machen?
es ist bei der chirurgischen applikation zu beachten, dass es halt eine op ist und den körper schwächt. wie werden sich entwickelnde metastasen gebremst, wenn nur regional therapiert wird?

hier seine möglichkeiten:
Angiographische Applikation: ein Katheter wird in lokaler Betäubung in der Leiste in die Arterie eingeführt und unter Röntgenkontrolle an die Tumorregion geführt.
Vorteil: kleiner Eingriff.
Nachteil: Patient liegt 3 - 4 Tage fest im Bett.

Chirurgische Applikation: ein arterieller Portkatheter wird in das den Tumor versorgende Gefäß implantiert.
Vorteil: Patient ist nachher mobil, da die arterielle Infusion über den jeweils punktierten Port erfolgt. Die Operation gibt bessere Kenntnis über die Tumorausbreitung (Staging).
Nachteil: Operation


Die isolierte Perfusion, chirurgisch durchgeführt, geschieht über Isolierung eines Organs oder einer Körperregion mit Kathetersystemen und Durchströmung dieser Region mit einer hohen Zytostatikakonzentration bei gleichzeitiger Hyperthermie und/oder Hypoxie, d. h. Ausschluß von Sauerstoff.
Die Hypoxie bewirkt bei einigen Zytostatika eine bis zu zehnfach höhere Toxizität am Tumor.

Ela
18.05.2006, 14:15
Hallo Sonja,

Hei noch ein Bericht darüber.

Soweit ich es verstanden habe geht er mit einem Katheder in die Aaorta gelegt,Und von da die Chemo eingeführt.

Die OP ist auch nicht lange, dauert nur 1 1/2 St.

Gruss Michaela

Prof. Dr. Aigner

Dieses Bild im Groβformat speichern (openPR) - Ransbach-Baumbach im November 2005. Diagnose Krebs: Für die meisten Betroffenen beginnt nach dem ersten Schock die Suche nach geeigneten Therapiemöglichkeiten und sicheren Wegen aus der Krankheit. Besonders bei Tumoren an Organen ist die systemische Chemotherapie bereits seit einigen Jahrzehnten erste Wahl. Zusätzlich zählen die Gabe von Hormonen, Bestrahlung und eine Operation zur Standardbehandlung in der heutigen Krebstherapie.
Besonders bei Organkrebsen, wie zum Beispiel Magen-, Blasen-, Brust-, Leber-, Bauchspeicheldrüsen- und Prostatakrebs erzielt jedoch die regionale Chemotherapie (kurz RCT) sehr gute Erfolge. Circa 95 Prozent aller Patienten vertragen die Behandlung ausgesprochen gut. In den 50er Jahren an der Tulane-Universitätsklinik in New Orleans von Dr. Krementz erstmalig durchgeführt, hat speziell in Deutschland Prof. Dr. K. R. Aigner während den vergangenen 30 Jahren maßgeblich an der Weiterentwicklung von Techniken und Kathetern der RCT gearbeitet. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Regionale Chemotherapie“ und wo liegen die Unterschiede zur herkömmlichen Chemotherapie?

Trotz der Ähnlichkeit der Namen arbeiten beide Therapiemethoden mit anderen Ansätzen und Techniken. In einer systemischen Chemotherapie setzen Ärzte so genannte Zytostatika ein, Zellgifte, die auf den ganzen Körper einwirken, um die Zellen an ihrer Teilung zu hindern. Diese Medikamente basieren auf der Annahme, dass sich Tumorzellen besonders schnell teilen und deshalb sehr empfindlich auf die zytostatische Behandlung reagieren. Doch da sich auch die übrigen Körperzellen im gesunden Organismus teilen und vermehren, ziehen die Zellgifte auch diese in Mitleidenschaft und es kommt es zu den bekannten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Haarausfall und Mattigkeit. Durch die Wirkung auf den gesamten Organismus ist ihre Toxizität am Tumor dadurch anteilsmäßig begrenzt und die verabreichte Konzentration reicht in manchen Fällen nicht aus, um das Tumorgewebe nachhaltig zu zerstören. Eine Erhöhung der Dosis kann nicht beliebig erfolgen, da die Nebenwirkungen parallel dazu ansteigen. Hier gibt es drei verschiedene Wege zur Gabe der Zytostatika: als Infusion in die Vene, subkutan mit einer Spritze unter die Haut oder oral in Tablettenform.

Bei der regionalen Chemotherapie (RCT) injiziert der Arzt je nach Art, Größe und Metastasierung eines Tumors eine drei- bis zehnfach höhere Zytostatikakonzentration als bei der herkömmlichen Chemotherapie, in besonders schwierigen Fällen auch das bis zu Siebzigfache. Da diese hohe Wirkkonzentration der Zytostatika unmittelbar in die Blutgefäße, die den Tumor versorgen beziehungsweise in die vom Tumor befallenen Organe gegeben werden, erfolgt ihre Wirkung direkt am Tumor und die Zellgifte greifen lokal und unmittelbar nur die betroffene Region an. Da mit Hilfe der systemischen Entgiftung durch eine Chemofiltration im Anschluss an jeden therapeutischen Eingriff eine Reinigung des Blutes erfolgt, bestehen stark verringerte Nebenwirkungen für den Gesamtorganismus. „Außerdem haben wir die Möglichkeit, über die Anpassung von Dosis, Einwirkzeit sowie des jeweiligen Blutflusses bei jeder Tumorart individuell und zielsicher zu reagieren“, erklärt Prof. K.R. Aigner, ärztlicher Direktor der onkologischen Chirurgie der medias Klinik in Ransbach-Baumbach. Ein Therapieerfolg bei der regionalen Chemotherapie hängt deshalb stark mit der Blutversorgung des Tumors beziehungsweise des Organs zusammen. Es bestehen kaum Möglichkeiten, über den direkten arteriellen Weg ein Zytostatikum zu einem schlecht durchbluteten Tumor zu bringen.
Beide Chemotherapien laufen in Zyklen ab. In regelmäßigen Abständen erfolgen Einzelbehandlungen mit einer Dauer von einigen Tagen, an denen der Patient die Medikamente erhält. Bei der systemischen Chemotherapie kann die Gabe von Zytostatika auch ambulant erfolgen. In der regionalen Chemotherapie arbeitet Prof. Aigner je nach Art und Größe des Tumors mit drei verschiedenen Techniken, die einen kurzen stationären Klinikaufenthalt mit sich bringen. Bei der arteriellen Infusion führt er einen Katheter bei lokaler Betäubung in Höhe der Leiste in die Arterie ein und unter Röntgenkontrolle direkt an die Tumorregion. Mit der chirurgischen Applikation implantiert er einen arteriellen Portkatheter in das den Tumor versorgende Gefäß. So ist es möglich, den Tumor direkt am Entstehungsherd zu behandeln – und dies so oft wie nötig, ohne einen erneuten operativen Eingriff. Bei der isolierten Perfusion isoliert der Arzt in einer OP das betroffene Organ oder die Körperregion mit Kathetersystemen und durchströmt diese Region mit einer hohen Zytostatikakonzentration. Gleichzeitig führt er dem Tumor Wärme zu (Hyperthermie). In akuten Fällen setzt der Arzt den Sauerstoffgehalt des Blutes herab (Hypoxie). Bei einigen Zytostatika bewirkt er so eine bis zu zehnfach höhere "Giftigkeit" (Toxizität) am Tumor. Resultat: Geschwulste verschwinden schneller. Diese Techniken erfordern ein hohes Maß an gefäßchirurgischem Geschick, gepaart mit Erfahrung und medizinischem Know-how.

Vorrangiges Ziel der regionalen Chemotherapie: eine Verkleinerung der tödlichen Geschwulst bis hin zum völligen Verschwinden, um eine zusätzliche OP zur Entfernung des Tumors möglichst zu vermeiden. Eine herkömmliche Chemotherapie kann sowohl vor als nach der Entfernung eines Tumors erfolgen, häufig in Verbindung mit Strahlen- oder Hormontherapie bei Krebspatienten, deren Tumor bereits operativ entfernt wurde. Die so genannte adjuvante Therapie soll möglichen Rückfällen vorbeugen und kommt bei allen Krebsarten zum Einsatz. Im Gegensatz zur regionalen Chemotherapie ebenfalls bei akuter Leukämie, Lymphomen, Sarkomen sowie Morbus Hodgkin.
Bei systemischen Chemotherapien können mehrere Zyklen vergehen, um eine positive Auswirkung auf den Tumor festzustellen. Aussagen über Ansprechraten lassen sich schwer treffen, sie variieren hier je nach Krebsart und Stadium der Erkrankung.

Großer Vorteil der RCT: Der Patient leidet normalerweise zu keinem Stadium seiner Therapie unter Nebenwirkungen und die Lebensqualität bleibt weitestgehend erhalten. Je nach Schwere der Erkrankung können Patienten während ihrer Behandlung – den Umständen entsprechend – normal weiterleben ohne Beeinträchtigung des körperlichen Allgemeinzustandes. „Wir können circa 80 Prozent der Patienten helfen, die zu uns kommen – dabei lässt sich nach unseren Erfahrungen sagen, dass die Methode entweder sofort wirkt oder gar nicht“, erklärt Prof. Aigner abschließend.



aela

Damnoni
18.05.2006, 15:08
Wenn ich den Bericht lese, wundere ich mich das es überhaupt noch Menschen gibt die an Krebs sterben.
Das stinkt zum Himmel........
Jeder vernünftige Arzt oder Prof. sagt Dir, das dieser Mensch nur Dein bestes will... Dein Geld....

kimaugust
18.05.2006, 15:17
[Damnoni]
Wenn ich den Bericht lese, wundere ich mich das es überhaupt noch Menschen gibt die an Krebs sterben.
Das stinkt zum Himmel........
Jeder vernünftige Arzt oder Prof. sagt Dir, das dieser Mensch nur Dein bestes will... Dein Geld

Bitte, nicht aufregen ! Es ist halt so, daß alle anderen (Hammelburg, UniKliniken usw.) für diese Art von Behandlung zu blöde sind.
Das ist natürlich Quatsch! Alle wollen Leben retten und sind natürlich auf dem neuesten Stand der Dinge.
Nur, wer an andere und anderen mehr glaubt, der soll es tun. Nur Wunder gibt es ganz wenige.
Allerdings habe ich schon Probleme damit, wie hier für den einen Arzt Werbung pur gemacht wird.

Viele Grüße Jürgen

Katharina
18.05.2006, 20:19
Hallo Ihr Lieben,
wir haben ja schon ausführlich über Herrn ... gestritten und unsere Meinung öffentlich und verdeckt mitgeteilt.
Nun ist es aber so, dass sich Ihre Schwester für Dr. ... entschieden hat.
Meine Bitte daher: nichts löschen oder verteufeln.
Geben wir der Sache in diesem einen Thread eine Chance und sehen was passiert. Im schlimmsten Falle hilft es Ihrer Schwester Mut zu fassen und nur dadurch einen positiven Effekt zu bekommen.
Was würden wir tun ,wenn Geld nicht sooooo wichtig wäre, wir aber unser Leben schwinden sehen????? Versuchen würde ich es - glaube ich - auch.
Ich bin sehr sehr gespannt was wird.
Nun haben wir einen wahrhaftigen Live-Bericht.
Und bitte denkt daran. Wir wollen den Betreibern des KK nicht schaden oder dazu beitragen das er geschlossen wird. Allzu kritische Äußerungen evtl. besser als private Nachricht!!!???!!
Liebe Grüße und: Ruhig bleiben!!!

Volker P
18.05.2006, 22:14
Hallo,

Katharina hat recht. Jeder muss für sich selber endscheiden was für eine Therapie am besten ist. Ich wohne 40 km von Ransbach-Baumbach weg und habe einmal mit der Klinik telefoniert. Die unqualifizierten Aussagen am Telefon haben gereicht keinen Termin dort zu machen.

Prof Büchler
Dr. Singer
Prof Jäger
Prof. Uhl
Prof. Schmitt
Uni Hamburg
Uni Frankfurt
Uni Freiburg
Dr. Müller

usw.

Wenn die nicht mehr helfen können, und die liste ist nicht vollständig, dann kann Prof. Aigner auch nicht mehr helfen.

Ich habe von einer guten Freundin eine Telefonnummer aus der Schweiz bekommen wo eine Frau mit Biotcasor oder so ähnlich durch das Telefon eine Heilung herbeiführen kann. Das hört sich natürlich nach Unsinn an. Ob es Unsinn ist muß jeder für sich selber endscheiden. Ich habe nicht angerufen. Aber ich kann nicht ausschließen das ich es je nach Krankheitsverlauf troztdem tue. Wenn der Sohn der Freundin nicht selber eine schlimmes SChiksal erfahren hätte und es auch nicht eine sogute Freundin wäre hätte ich die Nummer direkt weggeworfen. Aber Sie erzählte von einer Freundin wo die Mutter an Speiseröhrenkrebs erkrankt ist und nur noch eine Chemo helfen konnte die aber nur linderung und keine Heilung brachte. Die Mutter hat angerufen und die Frau aus der Schweiz hat ihr geraten die Chemo auszusetzten weil der Tumor nicht mehr da sei. Die Mutter glaubte ihr nicht und wollte die Chemo machen, hätte ich auch gemacht, aber die Blutwerte waren nicht inordung und die Chemo viel aus. Die Tochter drängte auf eine Untersuchung mit MRT.

Der Tumor war weg, die Blutwerte inkl. Tumormarker im Normbereich. das war vor ca. 3 Monate. Die Mutter geht wieder Arbeiten und fühlt sich vollkommen gesund, ist sie wahrscheinlich auch.

Über die Geschichte kann jeder denken wie er will.

Ich habe mich bis jetzt immer auf die Schulmedizien verlassen und bin damit auch gut gefahren aber was ist wenn die Schulmedizin am ende ist? Dann klammert mann sich an jeden Strohhalm.

Prof. Aigner wäre für mich aber der letzte Strohhalm. Aber wie geschriebn muss das jeder für sich endscheiden.

Wir werden SIEGEN.

LG

Volker

Katharina
19.05.2006, 10:11
Volker!!!!
DU BIST DURCH MIT DM THEMA!!!!
Für Dich kommt nur noch irgendwann die Betreuung im Altersheim in Frage, so ca. in 50 Jahren....
LG

Ela
19.05.2006, 10:39
Hallo, alle zusammen



Es ist intersant die vielen verschiedenen Meinungen zu hören.

Ich habe mir seitdem wir dort waren auch sehr viele Gedanken gemacht.

Vieles passt mir auch nicht so richtig,und ich hätte auch speziefische Fragen gehabt.

Aber es soll nicht meine Entscheidung sein.

Ich will auch meiner Schwester nicht ihre letzte Hoffnung nehmen.

Werde mir für die Woche dort eine kl. Ferienwohnung nehmen,um jederzeit in ihrer Nähe zu sein.

Werde natürlich weiterhin berichten. In der Media Klinik steht auch Internet,Com. zu Verfügung.

Liebe Grüsse Michaela

Katharina
19.05.2006, 10:49
Hi Michaela,
ich finde es toll wie Du Deine Schwester unterstüzt.
Es bringt nun garnichts sie zu verunsichern. Es ist schön, wenn Sie nun Hoffnung schöpft und dadurch Kraft bekommt.
Und wie heisst es so schön "Der Erleuchtung ist es egal wie Du Sie bekommst"
Wer weiss, vielleicht werden wir alle eines Besseren belehrt. (Was mich natürlich in Eurem Falle sehr sehr freuen würde)
LG

Taylor
26.05.2006, 17:27
Hallo, ich möchte nochmal zum Anfang dieses Threads zurückkommen. Vielleicht gibt es ja noch mehr die Fragen haben zur Chemo mit Xeloda:
Wie bereitsberichtet hat mein Vater nun den 2. zyklus mit Xeloda bekommen.
Er hat Cisplatin + Epirubicin + Gemzar + die orale Xeloda bei Dr. Müller in Hammelburg bekommen. Mittlerweile geht es Ihm ziemlich schlecht:
- Jeden Tag übergeben (Er hat wieder 3 Kg abgenommen)
- Entzündeter Mund und Speiseröhre
- An Rücken, Arme, Brust und Kopf überall rote Flecken
-starkes Jucken
- Die fingerkuppen platzen Ihm alle auf und er blutet!
Ich habe heute mit Hammelburg telefoniert, ma sagte mir diese Nebenwirkungen seien bei Xeloda "normal" und relativ häufig. Wir sollen die Tabletten Xeloda mit sofortiger Wirkung absetzen.
So viel zu den Nebenwirkungen! ich werde weiter berichten, denn jetzt müsste es ja wieder bergauf gehen.
Taylor

Ela
29.05.2006, 07:50
Hallo alle zusammen,



Melde mich nur ganz kurz, meine Schwester ist nicht in die Media Klinik des Herrn Aigner gefahren.

Sie bekam letzt Woche eine Infektion,sowie eine stark geschwollenen Bauch.

Der stationäre KKH-Aufenthalt dauerte aber nur 2 Tage.

Es geht ihr aber nicht besonders gut.

Die OP bei Aigner ist bis auf weiteres verschoben.

Fahre heute zu ihr. Melde mich wieder .

Michaela

Sonja A.
29.05.2006, 12:22
liebe ela!

ich wünsche deiner schwester und dir alles gute.
überschütte sie mit liebe und vermittel ihr sicherheit. das braucht sie jetzt.

ganz liebe grüße,

sonja

Ela
25.06.2006, 14:33
Hallo, alle zusammen.

Habe auch mal wieder Zeit gefunden um mich zu melden.

Die RCT beim Proff. Dr, Aigner konnte meine Schwester nicht antreten,da sie mit einem Darmverschluss in die Medi Hannover eingeliefert wurde.

Am Dünndarm sind Tumore gewachsen, die Magenausgang und Darmeingang verschließen,bzw. verengen.

Sie jetzt künstlich ernährt. Endlich hat sie auch das Morpiumpflaster akzeptiert.

Bei akut auftetenden Schmerzspitzen setzt ich ihr Temgesik-Spritzen.

Immer noch auf der Suche nach möglichen Therapien,soll sie am Dienstag eine Tiefenhypertonie (Körper wird in künstl. Fieber versetzt um die Tumore aufzulösen) beginnen.

Ihr Körper ist leider sehr geschwächt und oft von Fieberschüben und Schüttelfrost gequält.
Sie ist daheim und wird von uns sehr umsorgt.
Sie und wir , die Angehärigen hoffen, das sich noch einmal eine Möglichkeit findet um ihr Leben weiterhin zu erhalten.

Vielleicht kennt sich einer mit dieser Wärmetherapie aus.

Was wir auch noch im Ärmel haben ist Freibur.

Dort ist eine Klinik, die auf Naturheil Chemo therapieren möchte.

Wäre über Antworten und Ratschäge sehr dankbar.

Eure Michaela

Ela
28.07.2006, 09:48
Hallo, alle zusammen



Ich bin es mal wieder.

Meine Schwester liegt im Krankenhaus.Sie bekommt immer noch Hyperthermieanwendungen.Nebenher bekommt sie Antikörper Ertubix oder so ähnlich

Jetzt soll heute außerdem eine neue Chemo mit 5FU beginnen.

Wer kennt sich mit den Nebenwirkungen dieser Chemo aus.

Gehen die Haare aus,Übelkeit?

Über eure Antworten würde ich mich sehr freuen.

Lieben Dank

Michaela

Heiko S
29.07.2006, 21:52
5FU ist relativ mild in den Nebenwirkungen. Haare fallen nicht aus, eventuelle Übelkeit kann man mit 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten wie z.B. Zofran sehr wirksam entgegentreten.
Gruß,
Heiko

ruthra
30.07.2006, 12:46
Liebe Ela,

leider kenne ich mich nicht so richtig aus.....abe soviel ich gelesen habe ist die Kombination von allem drei Hypethermie, erbituk un FU5 schon icht zu unterschätzen.....bin sehr gespannt was Du von der Hyperthermiebehandlung berichtest.....bei mener Mutter wäre das auch die nächste Alternative, wenn Gemzar alleine nicht mehr greift...........

Euch ganz viel Kraft und alles Liebe


Inez

Ela
30.07.2006, 20:44
Hallo rutha und alle anderen.



Habe gerade nicht so positive Nachrichten bekommen,

Meiner Schwester hat man die 5FU in 24 st. Infusion über den Port gegeb.

Ihr ist sehr übel,muss sich andauernd übergeben.

Ob die Hyperthermie etwas bewirkt, können die Arzte erst nach 20 Anwendungen sagen.Erst dasnn wird ein neues CT gemacht.

Wir hoffen ja das hierdurch und duch die Chemo wenigstens der Magenausgang zum Dünndarm wieder freigelegt wird.

Es ist für sie unsagbar schwer nicht essen zu können. Die künstliche Ernährung, die sie den ganzen Tag bekommt, macht zwar wohl satt, aber die Gelüste auf etwas schmackhaftes bleiben.

Sobald sie etwas ißt, wird es zwar vom Magen verdaut, aber sie muss unter großer Übelkeit wieder erbrechen.

Sie kämpft aber enorm gegen den Krebs an. Ich bewundere sie sehr was für einen Lebenswillen sie hat.

Entgegen aller Meinungen der Ärzte lebt sie irgendwie weiter.

Zwar unter Morphium, aber klaren Verstandes und Bewusstsein.

Sie ist einfach eine tolle Frau.

Ich werde weiter berichten.



Michaela

Jörg46
30.07.2006, 20:59
Hallo Michaela

damit es es wenig leichter wird schicke ich mal ein virtuelles Kraftpaket rüber, denn Antworten habe ich leider auch keine.

Liebe Grüße Jörg