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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chemotherapie


26.08.2002, 12:51
Hallo,
bei meienm Vater ist vor 3 Wochen sehr viel der Chemo in seinen Unterarm gelaufen, statt in die Vene. Der Arm ist jetzt stark angeschwollen und schmerzt sehr doll. Hat jemand Erfahrungen mit so einer Panne? Ich würde ihm gern helfen und wieder Mut machen, denn er ist seit dem noch mehr am Boden zerstört.
Gruß Kathrin

26.08.2002, 17:38
Hallo Kathrin Piehl,

bei meinem Mann ist das auch mal passiert, als der Port nicht benutzbar war und die Chemo über die Armvene gemacht wurde.Die Venen hatten sich sogar dunkel verfärbt.Wenn viele Chemos gemacht werden ist die Lösung mit der Vene nicht so gut. Ein Port ist bequemer und macht NORMALERWEISE keine Probleme.Das dauert bis es verschwindet. Bist Du sicher, daß er keine Armvenenthrombose hat????Mal einen Angiologen fragen,- die Onkologen haben davon nicht viel Ahnung, haben wir leider festgestellt!
Gruß Nadine

27.08.2002, 08:16
Liebe Nadine,
vielen Dank für Deine Antwort. Der ganze Arm ist dunkel verfärbt. Mein Vater konnte bei der Chemo zusehen wie der Arm dick wurde. Mich würde noch mal interessieren, ob es bei Deinem Mann restlos verschwunden ist und ob Du noch einen Tipp zur Behandlung hast. Den Tipp mit dem Angiologen werde ich weitergeben. Danke
Gruß Kathrin

27.08.2002, 09:48
Liebe Kathrin Piehl,

die Verfärbung ist lange geblieben. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie lange.Falls diese Chemos geplanter Maßen länger dauern sollen, würde ich überlegen einen Port einsetzen zu lassen. Allerdings scheinen manche Patienten auch damit Probleme zu bekommen.Mein Mann hat den Port gut vertragen.
Allerdings würde ich den Angiologen nicht aus dem Auge verlieren. Bei einer der Chemos meines Mannes über den Port schwoll sein ganzer Kopf-Halsbereich derart an und er sah doppelt. Da hieß es auch erst es sei etwas daneben gelaufen,- war aber nicht der Fall,- er hatte eine Thrombose der oberen Hohlvene und dadurch kam es zu Stau in der Vene.
Ein Ultraschall (aber unbedingt vom Spezialisten, also Angiologen) könnte sicherlich nicht schaden.
Alles Gute und viel Glück, Nadine

27.08.2002, 13:58
Hallo,
Bei meinem 2-jährigen Soh ist am 11.September letzten Jahres die erste Chemo ins Gewebe um den Port gelaufen. Es war Vincristin, Actinomycin D und evtl. auch Ifosfamid.
Er hatte lange sehr starke Schmerzen und die Haut und das Gewebe waren feuerrot. Die Ärzte Sgaten uns, dass nach allem was sie wüssten, sie davon ausgehen, dass das Gewebe abstirbt und er dann Haut-und Muskeltransplantationen vor sich hätte.
Nach 3 Monaten haben wir Entwarnung bekonmmen und es ist das eingetreten, was kaum einer für möglich hielt. Das Gewebe hat sich einigermaßen erholt , ist zwar noch vernarbt, aber die Haut oberflächlich nicht mehr verfärbt. Das ging immer weiter zurück mit der Zeit.
Mein Sohn war damals gerade 13 Monate alt, er konnte mir nicht sagen, wie das war, aber er hatte sehr starke Schmerzen am Anfang.

Ich drücke die Daumen, dass ihr auch soviel Glück habt
Daniela

27.08.2002, 14:31
Hallo Daniela,
ich danke Dir für diese Information. Leider weiß ich im Detail nicht was die Chemo beinhaltet. Aber so wie der Arm aussieht habe ich genau diese Befürchtung gehabt, dass das Gewebe abstirbt. Ich hoffe meinem Vater bleibt auch eine Transplantation erspart. Leider bekommen wir überhaupt gar keine Auskünfte von den Ärzten über eventuelle Folgen oder Behandlungsmöglichkeiten zur Linderung.
Liebe Grüsse Kathrin

28.08.2002, 00:33
Hallo Kathrin,

Julian hat damals (ist ja jetzt fast ein Jahr her) erstmal 1 Woche lang 3x am Tag Antibiotika bekommen, damit es keine Infektion gibt. Dann wurde immer wieder das Gewebe mit Ultraschall kontrolliert.
Es war auch bei ihm lange Zeit feuerrot und geschwollen. Das geht erst nach einiger zeit zurück.
Ach ja, der Oberarzt hat direkt, nachdem ich es bemerkt hatte, ein Enzym als Gegengift in die geschwllene Stelle gespritzt und zwar an mehreren Stellen.
Das ging alles so schnell und wegen der Schmerzen beim spritzen des Enzyms wurde Julian auch sediert.

Die Ärzte konnten uns auch monatelang nicht sagen, wie es ausgehen würde, die rechneten nur immer damit, dass die Haut aufgeht und das Gewebe abstirbt. Davon ist aber nichts eingetreten. Ich hoffe nur, das Gift hat keine weiteren Folgen mehr für seinen kleinen Körper.

Ich wünsche deinem Vater viel Glück
Daniela

28.08.2002, 07:55
Hallo Daniela,
ich danke Dir und wünsche Deinem Julian auch
alles alles Gute für seine Zukunft !!

Kathrin

05.12.2004, 11:52
Hallo,
mir soll am Dienstag ein Port gelegt werden
- habe grosse Angst davor -
wer hat Erfahrungen damit?

Am 13. soll dann eine Chemo mit Docetaxel/Epirubicin
folgen - wer kennt diese Kombi und kann mir näheres
aus Erfahrung berichten?

- BK nach 5 Jahren jetzt Metastasen Lunge/Wirbelsäule


Heike

06.12.2004, 10:57
Hallo Heike60,

vielleicht schaust Du mal im Brustkrebsforum rein, dort gibt es jede Menge Infos für Dich auch zu der Therapie die Du bekommst. Ich habe vor 2,5 Jahren diese Chemo bekommen (allerdings ohne Port) und habe sie im großen und ganzen gut vertragen. Es werden Dir die Haare ausfallen (nicht nur die Kopfhaare, sondern u.U. alle Haare - sehr unangenehm wird es wenn die Wimpern und Augenbrauen weg sind, weil dann der Schweiß in die Augen läuft) aber reg Dich nicht auf, sie kommen alle wieder und schöner als vorher. Mir war auch nicht sonderlich schlecht, da in unserer Klinik vorher immer ein Medikament gespritzt wurde gegen die Übelkeit, das bei mir auch gut gewirkt hat. Dann bekommst Du wahrscheinlich auch Cortison und das schwemmt Dich etwas auf, aber auch das geht nach Ende der Therapie wieder weg.

Natürlich bist Du nach der Therapie müde. Diese Müdigkeit steigert sich auch im Laufe der Woche nach der Therapie wird dann aber auch wieder weniger. Wichtig ist, daß Du Dich ausruhst. Wenn es geht und Du Dich danach fühlst, verbringe soviel Zeit wie möglich an der frischen Luft, wenn es geht auch warm eingepackt draußen auf einer Liege.

U.U. hast Du auch irgendwelche Geschmacks- oder/und Geruchsirritationen, aber auch die gehen wieder weg. Was geblieben ist bei mir, ist eine Konzentrationsschwäche, sprich, es fällt mir heute schwerer als vor der Therapie mir Dinge zu merken. Aber damit kann man gut leben.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft, aber die Chemo ist eine Hilfe und nimm sie als solche an. Ganz viele liebe Grüße
Barbara

07.12.2004, 14:28
Hallo Heike60,
das Anlagen eines Ports (Venenzugang) ist keine so große Sache und du brauchst keine Angst davor zu haben. Bei einem chirurgischen Eingriff in Vollnarkose wird dir ein Metallteil unter die Haut eingepflanzt, durch dass dann die Chemo direkt in die Venen gelangt. Du mußt dann nicht jedes Mal angepiekt werden. Auch eine Blutentnahme ist darüber dann möglich.
Viele Grüße Heidi

31.01.2005, 22:37
Die Mutter meines Freudes ist vor kurzem an Krebs im Rückenmark erkrankt. Ab Mittwoch bekommt sie Chemo und Strahlentherapie. Kann mir jemand vielleicht sagen was da auf sie zukommt? Wir wissen leider viel zu wenig über ihre Krankheit,die Behandlung und deren Nebenwirkungen.