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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2 Fragen (Vitamine und Rückfallzeitraum)


leola
12.11.2005, 14:30
Mich hat mal wieder eine ausgedehnte Erkältung erwischt, die bis auf etwas Husten soweit fast abgeklungen ist. Übrig geblieben ist ein heftiger Lippenherpes. In der Apotheke wurde mir gesagt, ich müsse mal wieder etwas für mein Immunsystem tun, empfohlen wurde mir Esberitox. Ich habe während der Chemo und auch hinterher Orthomol Immun genommen. Ist aber ziemlich teuer. Was ist denn nun für Frauen in unserer Situation (BK vor knapp drei Jahren, jetzt Wechseljahre mit 39 durch die Chemo) die beste Empfehlung und wie lange oder wie oft sollte man Vitamine einnehmen? Lt. meines Hausarztes ist das alles Quatsch und gesunde Ernährung würde reichen. Das sind nun alles Ratschläge mit denen ich nichts richtiges anfangen kann. Wer kann mir da helfen?

Meine zweite Frage ist, in welchem Zeitraum besteht die höchste Gefahr eines Rückfalles? Mein Gyn glaubt eigentlich, das das schlimmste überstanden ist. Er meint, das es eigentlich meist in den ersten 2 Jahren zu einem Rezidiv kommt, wenn die Fakten so liegen wie in meinem Fall und der Tumor agressiv ist (G3 aber her- 2 negativ, LK frei). Trotzdem sagt er natürlich auch, das immer mal wieder was kommen kann. Trotzdem wollen meine Ärzte von sich aus auch nach 3 Jahren den 3-monatigen Nachsorgecheck beibehalten. Ich habe aber gelesen, das besonders häufig nach 4-5 Jahren Rückfälle auftreten. Wie seht ihr das? Würde mich über Antworten freuen.

Schönes Wochenende

leola

Elke8
12.11.2005, 15:01
Hallo leola,

zu Deiner 1.Frage kann ich Dir leider keine Antwort geben.
Zu Frage 2. Bei mir ist es jetzt 5Jahre seid der BK Diagnose. Ich hatte keinen Rückfall. Bei meiner Tante war das anders. Sie hatte 2x nach ca. 5Jahren einen Rückfall gehabt. Der letzte ist nun 4Jahre her. Natürlich kann immer mal was kommen, und die Nachsorge ist sehr wichtig. Mir hat kein Arzt gesagt das nach 4-5Jahren sehr häufig Rückfälle auftreten. Ich weiß nicht ob man einen Zeitraum bestimmen kann für die höchste Gefahr eines Rückfalls. Hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen. Ich wünsche Dir gute Besserung.

Liebe Grüße
Elke
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Jutta3
12.11.2005, 15:58
Hallo Elke,

ich kann zu deiner zweiten Frage nichts sagen, weil ich den Krebs erst dieses Jahr diagnostiziert bekommen habe.

Zur ersten Frage: Vitamine einnehmen finde ich sinnvoll, wenn du das als Nahrungsergänzung machst - also gesund ernähren plus eine Kur mit einem guten Präparat. Zumindest mache ich das so. Das hat einerseits den Effekt, dass ich kein sooooo schlechtes Gewissen habe, wenn ich mal "sündige" (ich bin Schokoholicerin :O(() - und andererseits unterstütze ich damit die Versorgung mit dem notwendigen - gerade jetzt wo ich in Strahlentherapie bin. Und da der Glaube Berge versetzt, ist meine Überzeugung die, dass es gut für mich ist. Meine Heilpraktikerin hat auch Q10 empfohlen - so als Kur! Ich werde das Ganze dann zwischendrin mal absetzen (vielleicht wenn es viel frisches Obst und Gemüse gibt - so frühlingsmäßig) und dann aber immer wieder mal eine Vitaminzusatzkur machen. Die Präparate die ich nehme sind auch ganz schön teuer, aber sie halten auch ziemlich lange.

Liebe Grüße
Jutta

sonjaCH
12.11.2005, 16:05
Leider ist es bei Brustkrebs (und Hautkrebs) so, dass man während 15 bis 20 Jahren mit einem Rückfall oder einer Neuerkrankung rechnen muss. Das ist bei diesen Krebsarten leider anders wie sonst, wo man von 5 Jahren spricht. Dies habe ich erst letzthin an einem Brustkrebsvortrag erfahren müssen.
Ich wurde im Juli 2005 operiert und stecke nun mitten in der Bestrahlung...

Zur ersten Frage kann ich leider nichts sagen.

Kopf hoch und viele Grüsse
sonjaCh

Schwesterherz
12.11.2005, 17:28
Hallo,zu den orthomolekularen Präparaten kann ich dir empfehlen auf die Firma Synomed umzusteigen. Die Monatspackung ist ca. 10 Euro billiger als Orthomol. Basis 28 Granulat als Dose oder als Einzelportionen. Kann der Apotheker direkt bei der Firma bestellen. Die bieten auch noch Basis-Enzym an (Ananas/Papaya). Soll Metastasierung vorbeugen.
Gruß Cordula

Elfe
12.11.2005, 19:29
Liebe leola :)
Wenn Du Dir mal die Mühe machst zu googlen, wirst Du z.B. für Ananas = Bromelain und Papaya = Papain Enzyme finden, die wesentlich kostengünstiger sind als alle sog. namhaften Präparate :rolleyes:.
Zu Deiner 1. Frage:
Du kannst Dein Immunsystem mit einer bedarfsgerechten vollwertigen Ernährung durchaus unterstützen, denn z.B. Obst und Gemüse liefern auch " sekundäre Pflanzenstoffe", die Du in keiner Vitaminpille findest ;).
Eine andere Möglichkeit wäre, sich den preisgünstigsten Anbieter unter allen Apotheken herauszusuchen. :)
Schau mal unter:
XXXXXX Wusch, weg mit der Reklame :eek: XXXXX
Zu Deiner 2. Frage:
Wir haben leider keine Garantie auf Krebsfreiheit :(, wenngleich wir uns das alle wünschen würden.
Die ersten 5 Jahre sollen wohl am "rückfallsreichsten" sein, abhängig jedoch auch, welche Medikamente Du bekommst!
Deine Nachsorge ist auch nach 3 Jahren vorbildlich. Denn ab dem 4. Jahr wird eigentlich nur noch halbjährlich untersucht.
Die jährliche Mammographie bleibt jedoch weiterhin bestehen. :D
Alles Gute und liebe grüße Elfe :winke:

Rubbelmaus
12.11.2005, 22:17
Hallo Leola,

bist du gegen Grippe geimpft? Seitdem ich gegen Grippe geimpft werde, habe ich meine letzte Erkältung im Januar 2001 gehabt. Ich nehme aber das ganze Jahr über regelmässig VitaminC und Preventec Kapseln ein. Ich muss das zwar selbst bezahlen und das ist nicht gerade billig (Preventec Kaps. kosten 100=ca. 48 E) aber es lohnt sich meiner Meinung nach. Sobald ich auch nur das Geringste spüre, nehme ich Umckaloabo Tropfen. Wie gesagt, ich bin bis jetzt gut verschont geblieben.

Ich bin seit über 5 Jahren rezidiv- und metastasenfrei. Kenne aber auch Frauen, bei denen der Krebs nach 5 Jahren zurück kam. Ich denke darüber nicht nach und mich interessieren auch keine Statistiken.

Viele Grüsse
Rubbelmaus

Birgit64
13.11.2005, 00:25
Hallo Leola,

klar, dass dir die Apotheke das schöne teure Esberitox empfohlen hat, die müssen auch an ihren Umsatz denken. ;) Ehrlich gesagt halte ich es, wie dein Arzt es bei dir auch angeregt hat, ich ernähre mich bewußter und ausgewogener und esse auch jeden Tag einen Obstsalat und nehme überhaupt nichts an Vitamien oder anderen Ergänzungsstoffen ein. Seit der Diagnose im Januar 03 lasse ich mich regelmäßig gegen Grippe impfen und hab seitdem erst einmal wieder eine Erkältung gehabt. Vor der Erkrankung hatte ich 2-3mal im Jahr grippale Infekte.

Was deine Frage nach dem Rückfallzeitraum angeht, hat mein damaliger Onkologe gesagt, dass statistisch die meisten Rückfälle in den ersten 2 Jahren nach der Ersterkrankung eintreten. Aber ich gebe nicht viel auf Statistiken und Prognosen, kenne auch Frauen, die nach 20 Jahren einen Rückfall hatten, aber auch andere, die über 20 Jahre gesund und munter vor sich hinlebten.
Eine endgültige Sicherheit wird es für uns sowieso nicht geben, also warum sich darüber Gedanken machen, was irgendwann mal sein könnte, aber nicht zwangsläufig eintreten muss.

Liebe Grüsse

Andra
13.11.2005, 01:13
Hallo ihr,

so ne Grippe-Impfung ist prophylaktisch gegen eine Influenza und hat doch mit dem Zustand des Immunsystems nichts zu tun.

Vitamine kann man in der Apotheke kaufen oder aber durch ausgewogene frische (Bio-)Kost sich zuführen.

Und zum Glück oder leider, richtet sich unser Krankheitsverrlauf nach der Statistik oder auch nicht.

Leola, grübel nicht darüber nach, ob es gerade statistisch gefährlich sein könnte. Denk nur dran, was gerade wichtig ist für dich ist und wie gut es dir in Zukunft gehen soll!

Liebe Grüeße in diesem Sinne ...

Marie2
13.11.2005, 09:04
Hallo Andrea,

bin zufällig auf Deinen Beitrag gestoßen. Bin hier sonst zur Zeit wegen Haarproblemen auf der Suche.

Vitamine, auch solche, die Abwehrkräfte stärken, habe ich seit Diagnosestellung genommen. Habe dabei nicht auf ein teures Kombipräparat zurückgegriffen, sondern mir in Drogerien besorgt was von der Orthomolekularmedizin so empfohlen wird (danach kannst Du "googeln"). Das war billiger. Bei Anflügen von Erkältungen verstärke ich meine Vitamin C-Dosis, das ist nicht bedenklich, denn überschüssiges wird vom Körper ausgeschieden. Und es damit immer (!) in den Griff gekriegt.

Lippenherpes habe ich übrigens auch seit Jahren und seitdem ständig mit einer Salbe, wobei ich nicht das teure Zovirax, sondern ein günstigeres mit dem selben Inhaltsstoff Aviclovir kaufe, behandelt. Wenn der Herpes äußerlich verschwunden war und ich aufhörte zu cremen, kamen die Bläschen sehr bald wieder. Also hier haben mir die Vitamine nicht geholfen. Seit ich aber so einiges, u.a. Zink in Verbindung mit Vitamin C einnehme, habe ich, für mich "nur" ein Nebeneffekt, festgestellt, dass mein Herpes sich sehr zurückhält. Ich creme immer noch ab und zu, muss aber längst nicht mehr so häufig wie früher.

Vielleicht probierst Du es damit.

Und den Rückfallrisiken versuche ich gar nicht erst mit Statistiken und Zahlen zu begegnen, sondern mit der Einstellung, es wird schon gut gehen. Wobei ich mich auch, aber das ohne Panik, mit dem Ernstfall auseinandersetze, denn wie auch die anderen hier sagen, Garantie haben wir keine.

Alles Gute, Marie

Monika Rasch
13.11.2005, 11:40
Hallo Leola,zum Lippenherpes habe ich vor kurzem was gelesen, und zwar, dass ein Lippenherpes mindestens so schnell abheilt mit Honig wie mit Zovirax.
Ich stell den Link hier mal rein.
http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2005/06-2005-23-honig-herpes-da.htm

lizzy
13.11.2005, 12:36
Hallo Leola,

zu den Vitaminen: Ich hab während der Chemozeit immer Aufbauspritzen von meinem Arzt bekommen, die haben mir sehr geholfen. Danach habe ich Zink- und Vitamin-B-Tabletten genommen. Im Nov. hab ich mir immer wieder Aufbauspritzen geben lassen. Die Grippeimpfung lass ich auch jedes Jahr machen.

Mach Dir wegen eines Rückfalles nicht so viele Gedanken und Sorgen. Lebe Dein Leben jetzt und vermies es Dir nicht durch schlechte Gedanken. Es ist bei jedem Fall anders. Ich habe nach 10 Jahren, jetzt im Okt. wieder BK an der linken Brust , damals beidseitig. Ab 24.11. beginnt meine Chemo-Zeit wieder.
Ich kann Dir nur immer wieder sagen: Genieße Dein Leben soweit es geht.
Alles Liebe
Carmen

Rubbelmaus
13.11.2005, 17:40
@ Andra,

ich kann aus meinem posting nicht ersehen, dass ich etwas darüber geschrieben habe, dass ich meine Grippeimpfung für das Immunsystem bekommen habe.
Dazu habe ich lediglich geschrieben, was für Vitamine ich einnehme. Ich habe hier nur über meine Erfahrungen geschrieben, warum ich wohl so lange keine Erkältung hatte, nicht mehr und nicht weniger! Über Lippenherpes kann ich nichts schreiben, da ich damit keine Erfahrungen habe.

Rubbelmaus

Birgit64
13.11.2005, 17:46
Hallo Andra,

ich möchte mein Posting genau wie das von Rubbelmaus verstanden wissen. Das Influenza nix mit einem grippalen Infekt zu tun hat, dürfte uns wohl allen klar sein.

Gruß

inter
14.11.2005, 09:23
Hallo Andra,

Du schreibst: Vitamine kann man in der Apotheke kaufen.
Schön und gut, aber:
oft sind sie nicht komplett und dann meist überteuert.
Durch Zufall fand ich das Multivitaminpräparat beim ALDI, seit ca. 1 Jahr auf dem Markt. Das wird zwar nirgendwo beworben, ist jedoch wirklich phantastisch. Es kosten 100 Pillen um die 3 Euro, wird in Deutschland (Eschwege) hergestellt und enthält ALLE Vitamine und Mineralien, die der Mensch an 1 Tag braucht. Ich bin damit wirklich TOP zufrieden, ohne daß ich nun explizit Schleichwerbung betreiben wollte :-)
Neúerdings sogar in 2 Ausführungen: 1 Sorte für Leute wie ich ab 50.

Lieben Gruss :-)

Suse
14.11.2005, 14:48
Liebe Alle,

ich selbst bin mittlerweile skeptisch, was die Einnahme von Vitaminen angeht. Hatte ich doch trotz jahrelangen braven Vitaminschluckens zwei Rezidive in der einen und eine Neuerkrankung in der anderen Brust.

Ich weiß aber, dass andere auf die orthomolekulare Medizin schwören, so z.B. einer der Chefärzte der renommierten Habichtswaldklinik in Kassel, wo ich im vergangenen Jahr zu Reha war. Dort gab es übrigens Infoblätter zum Thema, welche Vitamine man wo kaufen solle, und auch da wurde zum Teil Aldi empfohlen.


Noch ein Satz zum Thema Grippeimpfung: Es wird mittlerweile vermutet, dass diese Impfung allgemein das Immunsystem stimuliert und deswegen offenbar nicht nur gegen Grippe hilft, sondern, so eine Studie, sogar gegen Schlaganfall. Siehe:

http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/aktuell/:Erfreuliche-Nebenwirkung-Grippeimpfung-Schlaganfall/547870.html


Allerdings weiß man natürlich auch nicht, inwieweit die Studie von interessierter Seite, nämlich von Pharmafirmen, finanziert wurde....


Euch allen liebe Grüße


Suse

Andra
15.11.2005, 23:03
@ Rubbelmaus + Birgit64

sorry, soo hatte ich das auch nicht gemeint ...