Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : leben mit der angst
hallo
ich bin neu in diesem forum und
würde mich gerne mit frauen austauschen
die sich auch mit der diagnose microverkalkungen
herumschlagen.seit 1995 bei einer routine
mammographie wurde dieser microkalk entdeckt.
gehe jedes jahr zur mammo aber die angst
ist immer da.ich weiß das es auch benignen
kalk gibt und gutartiger als präkanzerös eingestuft
wird.
würde mich über antworten freuen.
l.g. hedy
Hallo Hedy
Etwas aus meiner Feder zu ANGST.
Angst:
Ist ein ureigenstes Gefühl der Menschen, doch Angst macht jeden klein und hilflos!
Angst:
Nach einer Krankheit haben die Menschen alle Angst vor einem Rückfall!
Angst:
Nur die Angstgefühle bei einer Krebserkrankung machen auch mich unfähig, sie alleine zu bewältigen. Deshalb war mir lange Zeit mein Psychologe behilflich, alles in den Griff zum bekommen, was im Kopf durcheinander war! Nun hat meine Krankenkasse gemeint, ich sei wieder stabil, und hat weitere Sitzungen gecancelt! Aber ohne mich! Ich werde dafür eintreten, dass ich gar nicht so stabil bin, wie die am grünen Tisch entschieden haben!
Angst:
Mit meinen Hobbies habe ich einen großen Teil der Angst bewältigt. Doch jeder Nachsorgetermin schürt die Angst im Kopf neu!
Angst:
Nachdem es nun Barbara mit ihren 47 Jahren nicht geschafft hat, kommen auch mir neue Ängste.
Angst:
In meiner Gruppe kam am Montag eine neue Dame, die nach 10 Jahren glaubte, geheilt zu sein. Nun hat sie eine Knochenmetastase im Kreuzbein! Sie hat auch extreme Angst, nicht zu wissen, was auf sie zukommt!
Angst:
Nicht klar zu kommen mit der Diagnose: „Brustkrebs“, denn dadurch wurde auch mein Leben total auf den Kopf gestellt!
Angst:
Vor den Entscheidungen, denen ich eines Tages ausgeliefert sein werde!
Angst:
Auch wenn ich seither gesund lebe, viel Sport mache, noch immer nicht rauche, habe ich keine Gewissheit, dass ich es schaffe. Ich kann es 1000-mal wollen, und doch nur hoffen, dass ich es schaffe!
Angst:
Ich wünsche mir, dass ich eines Tages keine Angst mehr habe!
Doch ob nach 10 Jahren alles in Ordnung ist, steht heute noch in den Sternen. Denn heute sind 10 Jahre auch keine Garantie mehr!
Angst:
Wer nimmt mir die Angst?
Die Krankenkasse sicher nicht!
Angst:
Ich weiß, dass ich mir selbst helfen muss!
Mit schönen Vorstellungen im Kopf.
Mich an der Natur erfreuen!
Den Gesang als schöne Schwingung zu erleben!
Mich einfach 1000-mal täglich freuen und lachen zu können!
Ich hoffe, eines Tages keine Angst mehr zu haben,
um frei leben zu können!!
Du siehst, Angst haben wir alle auf irgendeine Weise.
Liebe Grüße an alle
Maryjoe
Kannst mir ja mal mailen
Mauwe@t-online.de
Sorry sollte an Hedy gehen
Maryjoe
Hallo Maryjoe,
ich habe jetzt schon mehrere Einräge von dir gelesen und mir fällt auf, dass du immer negative Beispiele parat hast. Wem glaubst du eigentlich damit zu helfen?
Natürlich hat man nach einer Krebsdiagnose immer wieder auch Angst vor einem Rückfall. Die Angst darf aber nicht unser ganzes weiteres Leben bestimmen. Wir müssen lernen die Angst anzunehmen, und nicht uns vor ihr zu ergeben.
Hätten wir keine Angst vor einem Rückfall, würden wir wahrscheinlich überhaupt nicht mehr zu einer Nachsorgeuntersuchung gehen. Angst ist nicht immer nur negativ besetzt, sondern sie schützt uns auch. Wenn es die Angst nicht gäbe, wurde jeder, wenn er könnte mit 200 km/h auf der Autobahn fahren ....
In diesem Sinne
chris
ich steh zu meiner angst sie
mahnt mich immer zur richtigen zeit
wieder meinen termin einzuhalten
und nicht die augenzuzmachen vor
dem was eventuell die diagnose sein könnte.
ich will mit meiner angst leben und
sie, wenn sie kommt annehmen.
aber jeder geht damit wohl anders um.
ich glaube du verdrängst sie.
ich möcht auch einmal schwach sein dürfen
heulen dürfen und mir sagen können jetzt
bin ich eben wie ich bin. was kommt werden
wir sehen.
l.G
Hallo Maryjoe,
ich verdränge die Angst ganz sicher nicht!! Nicht umsonst mache ich seit mehr als zwei Jahren eine Verhaltenstherapie.
Es ist sicherlich auch wichtig seine Angst ausleben zu dürfen, auch einmal schwach zu sein. Ich kann es nur überhaupt nicht leiden, wenn anstatt anderen Menschen auch Hoffnungen zumachen, du ihre Angstgefühle ersteinmal verstärkst, weil du ja diesen und jenen kennst, dem es schlecht ergangen ist.
Natürlich darf man nicht die Augen verschließen, aber anstatt immer negative Beispiele parat zu haben, solltest du dich auch einmal mit den positiven beschäftigen.
Es gibt keine Garantie für gar nichts im Leben. Jedem kann irgendetwas passieren, was auch immer es sein mag. Deswegen müsen wir jetzt leben und uns nicht nur mit den negativen Dingen beschäftigen.
So, mehr sage ich jetzt dazu nicht mehr, denn eigentlich suchte Hedy Leute mit der Diagnose Microverkalkungen. Unsere Diskussion passt meiner Meinung nach hier nicht zum Thema.
Grüße
Chris
ich steh zu meiner angst sie
mahnt mich immer zur richtigen zeit......
sorry chris
das sollte an maryjoe gehen
du warst nicht gemeint
by hedy
Liebe BK-Frauen
also, schon wieder eine falsche Einschätzung meiner Meinung.
Ich bin ein Optimist und sehr positiv eingestellt.Aber auch sloche Menschen habe irgendwo im Hinterkopf immer eine unterschwelige Angst.Das ist ein ureigenstes Gefühl des Menschen.
Angst muss man annehmen und damit leben, das weiss ich schon lange.
Das hat bei mir nichts mit Bangemachen oder ähnlichem zu tun, bitte versteht mich nicht falsch.
Troztdem liebe Grüße
Maryjoe
Liebe Maryjoe,
dass du ein Optimist und sehr positiv eingestellt bis, kann ich und können scheinbar auch andere Menschen, wie dein "schon wieder ..." zeigt, leider nicht erkennen. Vielleicht solltest du dir einmal genauer anschauen, wie du eine Aussagen rüber bringst (das Glas ist halbvoll oder halbleer), ganz besonders im Hinblick auf die Selbsthilfegruppe, die du zu führen scheinst. Glaubst du eigentlich, dass diese Aufgabe die Richtige für dich ist? Wenn du dort jedenfalls auch so pessimistisch rüberkommst ist meiner Meinung nach keinem geholfen.
Was heisst überhaupt trotzdem liebe Grüße. Ich denke, wer Kritik äußert muss sie auch einstecken können.
In diesem Sinne liebe Grüße
Chris
Hallo Maryjoe,
es ist ganz normal Angst zu haben und schon bei unseren Urahnen verzeichnet. Angst ist ein angeborener Instinkt und sichert das Überleben und das ist gut so!!!
Wie Du schon richtig schreibst, man muß sie annehmen und damit umgehen zu wissen - und das ist die Kunst!!! Ich versuche es auch, es gelingt mir aber noch nicht so gut - aber ich arbeite daran - auch bin bin optimistisch und versuche, mich nicht unterkriegen zu lassen. Ich hätte nicht gedacht, daß es mich so schwer trifft, zumal ich nicht nachvollziehen kann, warum. Ich nehme es an und versuche, damit umzugehen.
Liebe Grüße Ute
Liebe Ute,
ich kann deine Angst gut nachvollziehen.
Mir hat bei der Verarbeitung geholfen, mich intensiv mit meiner Diagnose auszusetzen. Klar, zu erst habe ich auch versucht meine negativen Gedanken zu verdrängen, aber irgendwann haben sie mich dann doch immer wieder eingeholt. Gemeinsam mit meiner Therapeutin habe ich es dann einmal gewagt, mir vorzustellen und vor allem die Gedanken auch auszusprechen, wovor ich am meisten Angst habe.
Im Anschluss hat sie mich dann gefragt, was ich in diesem und jenen Fall machen würde.... Es hat sich gezeigt, dass es immer eine Möglichkeit gibt und ich sie auch kenne. Das hat mir enorm viel geholfen.
Auch ich habe immer wieder negative Gedanken auch wenn seit meiner Diagnose mittlerweile 3 Jahre vergangen sind. Jede Kontrolluntersuchung wirft mich um einiges zurück, aber lange nicht mehr so andauernd, wie in der Anfangszeit. Finde ich irgendwo einen Knubbel der da nicht hingehört gerate ich in Panik und renne von Arzt zu Arzt. Ich versuche dies zu ändern, aber es dauert halt seine Zeit.
Ich beschäftige mich mit mentalem Training und habe gerade heute ein neues Buch erworben, welches sehr gelobt wurde.
Es heisst: "Mentales Training-für die geistige und seelische Fitneß von Dr. Sven Tönnies.
Der Klattentext lautet:
Mentales Training wurde anfangs vor allem in der psychologischen Betreuung von Leistngssportlern mit Erfolg praktiziert. Inzwischen wird es aber auch im "normalen" Leben zur Bewältigung störender Gedanken, zur Vorbereitung auf Belastungs- und Streßsituationen sowie zur kreativen Lösung von Problemen angewandt.Dazu werden Entspannungs- und Suggestionverfahren mit den Techniken der kognitiven Therapien kombiniert und mit HIlfe konkreter Arbeitsanweisungen und -,materialien trainiert. Ziel ist die Veränderung negativer und ungünstiger Gedanken zugunsten konstruktiver Sichtweisen, die sich förderlich auf die geistig-seeliche Gesundheit auswirken.
Dieses Trainingsbuch basiert auf einer Vielzahl eigener wissenschaftlicher Untersuchungen des Verfassers und grenzt sich ausdrücklich von unseriösen Psycho-Angeboten wie dem "Positiven
Denken" ab.
Ich bin sehr gespannt das Buch zu lesen und es auszuprobieren.
Liebe Grüße
Chris
Liebe Chris,
ich bin gespannt, wie Du Dein Buch findest, was es Dir sagt und was es Dir für Hilfestellungen gibt. Im Moment habe ich keine Therapeutin, keinen Therapeuten, und versuche alleine klar zu kommen. Was aber für die Zukunft nichts ausschließt. Infomier mich über Deine Erkenntnisse mit Deinem Buch. Ich denke, alles hilft, was Hilfestelung für den vor uns liegenden Weg gibt.
Würde mich freuen, v0n Dir zu hören.
Ute
Hallo I.G. Hedy,
wenn dich der Mikrokalk beunruhigt und du die Diagnose des Arztes nicht ganz annehmen kannst und es dir angst macht, dann ist es das Beste du holst dir eine Zweitmeinung. Du kannst dich ja von deinem/r Gyn in ein Brustkrebszentrum überweisen lassen, nimm die Mammobilder mit.
Es ist sicher für dich und dein Gefühl besser, es total abklären zu lassen.
Alles Gute
Ingrid G.
Hallo Hedy,
Nachdem ich bisher nur verteufelt wurde, mal ein fachlicher Beitrag:
Mikrokalk gehört abgeklärt!
Ich kann Ingrid nur beipflichten zu einem zweiten Arzt wegen der Zweitmeinung zu gehen.Nicht auf eine Meinung verlassen.Und auf einen Ultraschall der Brust pochen.Auf alle Fälle ist Nichtstun sträflich.
Deshalb mein Rat, hole Dir eine Zweitmeinung ein, das wird der sichere Weg sein, auch Deine Angst in den Griff zu bekommen.
Ganz liebe Grüße
Maryjoe
Liebe Ute,
ich melde mich gerne bei dir, wenn ich etwas mehr über den Inhalt des Buches weiß. Soll ich mich über das Forum melden, oder soll ich dir direkt mailen(dann müßten wir alllerdings unsere e-mail Adressen austauschen)?
Liebe Grüße
Chris
ich habe schon 2. und auch drittmeinungen
eingeholt und die sache abklären lassen.die ärzte sind sich leider gar nicht einig
(ausser darüber das ich hochrisikopatient bin).habe auch an
einer studie an der uniklinik teilgenommen.
da wird die brust von einem laser abgetastet
ds gerät erkennt bösartige veränderungen auf
grund der besseren durchblutung von tumor-
gewebe (wärmeabstrahlung)
trotzdem kann dir niemand sagen ob nicht das
nächste mal etwas da ist,das ist meine angst.
wie gesagt ich lebe damit sie
"fordert" mich auf jedesmal da hinzugehen und
mir die brust quetschen zu lassen und zu warten
bir der gute doktor da endlich seine lupe von
den röbildern nimmt und sagt "da ist eine stelle
na ja die ist suspekt machen wir noch eine
vergrösserung" und und und....
mein wunsch war
mit frauen die eventuell das selbe problem haben
in diskussion zu kommen.
jeder geht mit angst anders um ich hab sie jedes
mal wenn der termin kommt aber ich
stehe dazu.und ich kann nur sagen hut ab vor
all den mutigen frauen die ihre krankheit be
wältigen und kämpfen ich bewundere sie.
liebe gr.hedy
Liebe Hedy,
hier eins von meinen gedichten zum Kämpfen, denn ich habe diesen Kampf gegen den Krebs auch schon bis heute gewonnen:#
Kampf gewonnen:
Auch ich habe den Kampf bis heute gewonnen, Viele Zeit ist seither auch verronnen. Alles habe ich geschafft seitdem, Keine großen Ängste habe ich nachdem.
Ich will es schaffen, so in der Zeit, Dann habe ich mich auch vom Krebs befreit! Der kann mir nichts anhaben, weil stark ich bin. Alles, was ich liebe ist für mich ein Gewinn!
So einfach ist das alles für mich nicht,
Meistens fühle ich mich wie im Gericht!
Das Leben ist geworden eine harte Probe,
Auch wenn ich ab und zu mal tobe.
Doch streiten mag ich auch nicht so oft,
Auch hab ich immer schon auf Gutes gehofft.
Denn jeder Kampf kostet mich viele Kraft,
Keiner fühlt mir nach, dass ich dann geschafft!
Mein Kopf ist danach nicht mehr frei,
Denn alle Gedanken hab ich dabei,
Ein großes Durcheinander im Innern,
Da zähle ich doch bald zu den Gewinnern!
Liebe Grüße und Kopf hoch, trotz der Angst
Maryjoe
Ich grüße euch alle!
Ich bin neu hier im Forum und gerade das Thema Angst beschäftigt auch mich.Im Februar
2000 ist bei mir eine brusterhaltende OP vor-
genommen worden. Danach das volle Programm
cemo. und Bestrahlung, es war die Hölle. Dann
ging es mir wieder richtig gut bis im Oktober 2001 die Tumotmarker wieder total hoch waren. Dann ging die Suche los und in der Lunge haben sie dann ganz kleine Metastasn gefunden--->wieder Chemo diesmal+Herzeptin! das letzte werde ich 2 Jahre bekommen. Mir geht es im Moment gut und das ist für mich das wichtigste.!! Ich habe zwei Mädchen 5 und 10 Jahre , die ich über alles liebe und ich möchte alt werden ! Ich stelle mich nicht gegen die Krankheit sondern versuche mit ihr zu leben, denn eigendlich müssen wir alle viel Zeit schinden ---> irgendwann finden sie mal was gegen diese verhexte Krankheit. Ich bin 34 Jahre und ich hab noch viel vor.
Alles Gute für Euch alle Moni name@domain.dename@domain.dename@domain.de
Liebe Chris,
würde mich über Deine Nachrichten freuen, dann alles weitere per email.
Gruß Ute
email: Ute.Schoessler@hk.mailbox.de
Liebe Hedy,
wenn Du schon eine Dritt-Meinung eingeholt hast und alle Ärzte bisher nichts operativ unternommen haben, dann könntest Du eigentlich beruhigt sein. Wenn Du aber merkst, daß Dich weiterhin Unruhe quält, dann fällt mir dazu nur eines ein: entweder Du siehst Dir mit psychologischer Unterstützung Deine Angst und was dahintersteckt genauer an und lernst mit der Situation umzugehen oder Du klärst mit den behandelnden Ärzten ab, ob sie Dir den Mikrokalk operativ entfernen können (nicht jede OP wird nur auf Wunsch des Patienten durchgeführt, wenn sie aus ärztlicher Sicht unsinnig erscheint), damit Du Deine Angst los wirst. Laß´ Dir in jedem Fall die Sache mit dem Mikrokalk und dem Hochrisikofaktor auch noch mal genau erklären, damit Du verstehst, warum man bisher keine OP vorgeschlagen hat - so habe ich die Sachlage jedenfalls aus Deinen Berichten verstanden. Wichtig ist, daß Du für Dich sorgst und Deine Angst angehst.
Gruß von Robie
Hallo Ihr Alle!
Ich bin neu im Forum.
Meine Mutter hat Brustkrebs und ich habe große Angst um sie.
Ich weiß nicht, was auf mich zukommt und das ist das Schlimmste. Letztes Jahr wurde meine Mutter ma Herzen operiert. Sie sollte sogar ein Spenderherz bekommen, weil ihr eigenes so schwach war. Dann hat sie sich aufgrafft und der Herzschrittmacher hat kleine Wunder vollbracht. Es war alles super, ich war glücklich. Jetzt kam die Schreckensnachricht nach einer Routine - Untersuchung: Brustkrebs in beiden Brüsten. OP und Chemo. Ich weiß nicht, wieviel Kummer man noch aushalten kann. Wenn ich hier so manches Schicksal lese, wird mir schwindelig. Wie haltet ihr das alles aus???
Miriam[miriam.kramer@gmx.de]
Hallo Miriam,
ich halte alles aus, weil ich weiterleben möchte.
Glaube mir, man kann vieles aushalten und ertragen, wenn man erst einmal BETROFFEN ist. Dies hört sich vielleicht hart an, aber es ist so.
Denn ich hänge am Leben und werde so schnell nicht aufgeben.
Angel
michael.payne@t-online.de
Hallo Monika!
Ich wünsche dir alles Gute für deine Zukunft!!!
Deine Haltung gegenüber deiner Situation bewundere ich sehr.
Miriam[miriam.kramer@gmx.de]
Leben mit der Angst ist für mich ein aktuelles Thema. Nicht nur der Krebs macht mir Angst sondern das Überleben!!! Ich bin selbständig und durch unglückliche Zusammenhänge hat mir meine Krankenkasse die Lohnfortzahlung verweigert. Die Leistungen werden zwar bezahlt - aber ich bekomme sonst kein Geld!!! Ich muß während meiner Strahlentherapieum um mein wirtschaftliches Überleben kämpfen. "Mir geht es gut" nur so kann ich weiter existieren und arbeiten, ich muß es. Ich bin 55 Jahre und werde mit Sicherheit keinen Job mehr bekommen, mit dem ich einigermaßen mein Überleben sichern kann. Ich habe Angst! Der Sachbearbeiter meiner Krankenkasse hat mir in seiner Überheblichkeit mitgeteilt, daß ich ja sowieso künftig arbeitsunfähig sein werde und somit der Gemeinschaft der Versicherten nicht zuzumutbar wäre, Leistungen für mich zu zahlen. Für die Versicherung wäre ich am besten tot! Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Ich werde in den nächsten Tagen Termine mit Krebsgesellschaft, Verbraucherschutz, Arbeitsamt, Schuldnerberatung etc. vereinbaren - irgendwie muß es weitergehen!
Leben mit der Angst - ich muß jetzt um mein Überleben kämpfen - meinen Krebs muß ich dabei ignorieren - vielleicht ist es auch gut so - ich wei0 es nicht -
Ute
Hallo
Leben mit der Angst kann ja so verschieden sein.
Ob ich nun richtig Angst vor dem Krebs habe, könnte ich derzeit nicht mal so ganz richtig beantworten. Etwas anderes steht zur Zeit für mich da im Vordergrund.
Obwohl ich meine Erstdiagnose ja erst im März 02 bekam, wurde bei mir im August 02 schon eine Wiedererkrankung festgestellt.
Na ja, OP - und ich habe mich für die radikale Maßnahme entschieden, weil ich aus der Krankengeschichte meiner Schwester weiß, wie schnell ihre Krankheit nach der Wieder-Erkrankung ihren Lauf nahm. Aber ich will einfach leben - und hoffe so - dem ganzen sein Gar-aus gemacht zu haben.
Meine Angst aber ist eine ganz andere. Ich bin schon vorher "krank" gewesen - an verschiedenen Dingen. U.a. sitze ich wegen einer Gelenks-Erkrankung im Rollstuhl. Und ich war immer stolz darauf, trotzdem alles irgendwie selbständig machen zu können. Egal, ob meinen eigenen Haushalt oder eben auch raus und wohin ich wollte. Nur selten brauchte ich wirklich mal Hilfe. Und dann fiel es mir schon schwer genug, diese nun anzunehmen. Seit meiner Erst-OP mit Lymphknotenentfernung wird das immer schwieriger. Der Arm hält dieser Belastung einfach nicht stand - und seit meiner Zweit-Erkrankung und beidseitiger Ablatio geht`s noch weiter abwärts damit.
Ich habe einfach Angst, meine Selbständigkeit zu verlieren. Habe jetzt 3 mal in der Woche eine Pflegekraft hier, die mit mir einkaufen geht ( muß geschoben werden ! ); die mit mir zusammen den Haushalt macht, weil ich einfach einige Dinge nicht machen kann - und und und. Das fällt mir nicht nur schwer - das macht mir wirklich Angst. Eine dauerhafte Lösung kann und soll das nicht sein.
Nur - ist es Utopie zu glauben, das es sich wieder ändern wird? - Mein Sturrkopp, der immer alles alleine machen will?
Oder ist es realistisch daran zu glauben, das es sich wieder zu meinen Gunsten ändern wird. Die Ärzte halten sich da eher bedeckt - aber wenn man ja eigentlich weiß, das ein operierter Arm nur wenig belastet werden sollte - na ja, mal sehen, ob ich da nicht doch einen Ausweg finde.
Hinzu kommen noch, und das habe ich jetzt im August nach den OP`s erfahren, das ich durch die aggressive Chemo im März o2/bis ende Mai 02 Herzryhtmusstörungen bekommen habe ( durch einen Zwischenfall nach der OP - glücklicherweise irgendwie gut ausgegangen) . Klar macht mir das auch `ne gewisse Angst. Ich hoffe sehr, das sich das mittelfristig wieder gibt. Na ja - wie gesagt, die Änsgte sind da zienmlich unterschiedlich.
Trotzdem - ich glaube fest daran, dem kleinen bösen Tier ein Schnippchen geschlagen zu haben - oder eben noch zu schlagen.
Ich wünsche Allen hier, das sie mit ihrer Angst umzugehen lernen oder gar besiegen. Alles ist möglich.
elisabeth
Liebe Elisabeth,
Dur wirst es schaffen!!! Ich bin auch ein Sturkopf wie Du. Ich will nicht akzeptieren, daß meine Krankheit, die ich im Moment bekämpfe, meinen Lebensrhythmus in Zukunft bestimmen soll. Ich will wieder unbeschwert leben und arbeiten können. Meine Ängste sind im Moment rein wirtschaftlicher Natur, also verdränge ich meine Krankheitsängste. Bei Dir ist es wesentlich anders und ich bewundere Dich für Deinen Mut und hoffe, daß Du weiterhin den Kopf oben behältst. Denn wie Du schon sagst, alles ist möglich, man muß nur wollen und dann gibt es auch einen Weg.
Liebe Grüße Ute
Hallo, Hedy! Ich möchte mal eine Frage an dich stellen, da du ja ursprünglich das Thema ins Forum gestellt hast. Dieses Verfahren, welches du geschildert hast, ist das die sog. MRE, die Magnetresonanz-Elastografie? Wie ich aus der Ärztezeitung weiß, ist dies die Weiterentwicklung der MRT und ist hier in Bonn an der Uniklinik entwickelt worden. Bist du aus Bonn oder aus der näheren Umgebung? Ich bin nämlich momentan an der Uniklinik Bonn, Frauenambulanz, bei Frau Prof. Schmutzler in Behandlung und wollte mich gleich nebenan in der Klinik für dieses neue Verfahren mal vorstellen. Denn auch bei mir hat sich in der verbleibenden Brust wieder so ein nettes "Fibroadenom" gebildet und ich möchte natürlich detailliert abklären lassen, ob es nun gut- oder bösartig ist. Wie mir scheint, wäre die MRE da eine gute Methode. Könntest du mir mehr dazu mitteilen, entweder hier im Forum oder unter meiner e-mail-Adresse: morelleum@aol.com ? Ich würde mich über mehr Sachinfo sehr freuen. Denn ich habe erst Ende November wieder einen Nachschau-Termin und muss mich dann entscheiden, ob raus mit dem Knötchen oder nicht. Also, vorweg schon mal vielen Dank und herzliche Grüße aus Bonn von Monika :=))
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