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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : sehr großer Tumor im Unterbauch+Wasser


daihaas
08.02.2006, 16:14
Hallo,

meine ma (63) hat im Mai letzten Jahres ihre Diagnose auf BSDK bekommen. Weil es zwei kleine Metastasen in der Lunge gab, wollte man nicht operieren, sondern sie bekam eine dreiteilige (jew. 3 Monate) Chemo. (Gemzar).
Die Zwischenuntersuchung verlief gut, der Tumor hatte sich fast halbiert und die Metastasen, sowie die Krebsmarker waren zurück gegangen...also stieg unsere Hoffnung.
Meine Mutter wurde dann im Dezember aufgefordert ein neues CT incl. Vergleichsbericht machen zu lassen und ging dafür jedoch in ein anderes, näher gelegeneres Krankenhaus.
Und? Der Arzt stellte leider fest, dass man im Juni etwas übersehen hatte und sie nun "ein sehr großes Malignom im Unterbauch" hat.
Toll. Damit hat meine Mutter ihr Todesurteil angenommen...doch wir versuchten ihr Hoffnung zu machen, auch wenn sich inzwischen noch Wasser im Bauch angelagert hatte.
Am nächsten Tag fuhr ich mit ihr ins Krankenhaus und sie wurde eingeliefert. Der Ultraschall zeigte einen kindskopf großen Tumor in einem der Eierstöcke, bzw. im Bauchraum (Die Ärzte tippen auf einen zweiten Krebs, schliesslich hat das Gemzar wunderbar gegen den BSDK gewirkt und das blöde Ding ist gewachsen wie der Teufel).
Nun ist meine Mutter von jeher schon sehr schlank (1,67m/50 kg/ und sehr zäh :-)), hatte aber in der letzten Phase der chemo sehr stark abgenommen und war sehr schwach.
Seit 2 Wochen liegt sie nun im Krankenhaus und es wird immer schlechter, anstatt besser...Seit 2 Tagen kann sie nun nicht mehr aufstehen, hat einen Tropf mit flüssiger Nahrung+Antibiotika - Durch das Wasser im Bauch hat sich der Bauchraum auch noch entzündet. Einen "Pinkelbeutel" und eine Magensonde, da sie öfters brechen musste und auch viel Luft im Bauchraum ist. Die Ärzte können nichts tun, da sie zu schwach ist....

Heute haben sie ihr drei riesige Spritzen mit Wasser aus dem Bauch gezogen und meine Mutter meinte, dass sie heute morgen kaum noch Luft bekommen hat, wegen des Bauchdrucks ("..mir stand das Wasser schon bis zu den Lungen..").
Sie ist jetzt super schwach und bekommt entsprechende Schmerzmittel, damit sie nicht auch noch zusätzlich leidet.

Was meint Ihr??? Ist es nun Zeit sich zu verabschieden und die Hoffnung nieder zu legen? Ich weiss nicht, was ich machen soll...meine Mutter will nicht so lange vor sich hinsiechen...und sie meint auch, dass das Ende so gut wie gekommen ist....
Kann mir jemand einen Rat geben oder was dazu sagen??? :huh:

vielen dank
*dani

anny
08.02.2006, 20:00
Hallo Dani,

deine Mum signalisiert dir das es nun dem Ende entgegen geht,hab davor keine Angst und vorallem hab keine Angst bestimmte Dinge in Gegenwart deiner Mum anzusprechen. Sei einfach für sie da,damit gibst du ihr sehr viel und damit nimmst auch du ihr ein wenig die Angst......

Sagen und fragen darfst du ALLES.

Viel Kraft und alles Liebe
anny

peppermintpatty
08.02.2006, 22:50
Hallo Dani,

ich wünsche Dir viel viel Kraft und ich weiss was Du gerade durchmachst. Wir haben unsere Mama letztes Jahr verloren, BSDK. Sie war der robusteste Mensch den ich kannte, hatte sich total gesund ernährt ihr ganzes Leben lang. Wir hatten leider nicht so lange Zeit uns von ihr zu verabschieden, denn normalerweise geht es bei BSDK sehr schnell. Unsere Oma starb auch daran, bei ihr hats 2 Monate gedauert bei unserer Mutter 5 Monate. Setzt dich jede freie Minute zu ihr ans Bett und streichle ihre Hand, wenn sie gehen will lasse sie gehen. Ich habe mich meine Mutter nie fragen getraut ob sie Angst hat zu sterben. Heute bereue ich es.

VIEL VIEL LIEBE UND KRAFT!!!!!