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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine Mutter hat Wasser im Bauch-Krebs?


claudia4673
12.03.2006, 22:57
:confused: Meine Mutter (60) hat am Freitag eine gyn. Untersuchung gehabt. Das Abtasten tat ihr weh. Auch klagt sie schon seit längere Zeit mit Bauchschmerzen. Sie nimmt dann ein Aspro und das war's.
Jetzt bekam sie eine Überweisung für ein CT. Darauf steht: Ascites (Wasser im Bauch), und Ovarialtumor mit Fragezeichen.Erwünscht wird eine CT vom kleinen Becken und vom Oberbauch.
Ich würde nur gerne wissen, ob das Wasser ein Zeichen für Eierstockkrebs ist und ob man daraus leiten kann, dass bereits Metastasen vorhanden sind. Meine Hoffnung ist, da sie die Schmerzen mit Aspro lindern kann, wird es nicht so schlimm sein. Oder??
Vielleicht hat jemand schon Erfahrung damit. Danke!

margit b.
13.03.2006, 08:56
Hallo Claudia,

leider hat man bei Eierstockkrebs lange Zeit keine oder wenig Beschwerden. Ich hoffe, dass deine Mutter einen baldigen Termin für ein CT bekommt, um Klarheit zu schaffen. Sollte sich allerdings der Verdacht bestätigen, dann bringt nur eine OP Gewissheit, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Ascites könnte damit zusammenhängen, aber es sagt nichts darüber aus, ob bereits Metastasen da sind.
Wenn sich der Verdacht beim CT bestätigen sollte, dann sucht euch ein Krankenhaus, das viele derartige OP´s macht. Je besser der Operateur, umso größer sind die Chancen, die gesamte Tumormasse zu entfernen.

Ich wünsche euch, dass ihr durch das CT Entwarnung bekommt!

Recht liebe Grüße
Margit

myrte
13.03.2006, 14:33
Liebe Claudia,

ich hoffe auch für euch , dass das CT Entwarnung gibt.

Meine Mutter hatte damals auch Aszites und u.a. deswegen haben sie den Krebs entdeckt. Durch das Punktieren haben sie (vor der Operation) die Diagnose stellen können (es waren Eierstockkrebszellen in dieser Flüssigkeit). CT-Ergebnis hatte Nichts ergeben. Bei ihr waren die Tumore noch klein.


Liebe Margit,

Jetzt 8 Monate nach Ende der Behandlung ist der Tumormarker bei 109 (letzte Woche) und beim letzten CT (vor 3 Monaten) war noch nichts zu erkennen. Von einem auf dem anderen Tag ist ihr Bauch sehr sehr dick und hart geworden. Wir befürchten wieder Aszites (wir warten auf das Ergebnis vom CT). Aber es beruhigt mich etwas, dass das wohl nicht immer heisst, dass die Metastasen schon sehr groß sind. Kann man das Wasser auch "wegpunktieren"? Ich habe gehört, dass es dann doppelt so schnell wieder kommt. Stimmt das?
danke und viele grüße an euch beide,
myrte

Christine R.
13.03.2006, 18:41
Liebe Myrte
verzeih dass ich Margit der Frage zuvorkomme

Aszites kann selbstverständlich punktiert werden , hat aber leider die Eigenschaft einer sehr schnellen "Nachlaufgesschwindigkeit"
Eigentlich müsste ein US Farbdoppler genausoschnell oder präzise zumindest die Frage nach Flüssigkeit im Bauchraum abklären
Sehr harte Stellen am Bauch deuten eher auf eine Beteiligung des Darmes oder der Leber hin.
Alles Gute

Christine

margit b.
13.03.2006, 18:56
Liebe Myrte,

ich hab jetzt ein wenig in deinen älteren Beiträgen gelesen. Ich weiss jetzt nicht, wie in Holland bei Eierstockkrebs behandelt wird. Normalerweise werden bei der Carboplatin/Taxol Chemo 6 Zyklen verabreicht. Wenn eine OP bei Diagnosestellung nicht möglich ist, dann werden meist 3 Zyklen Chemo gegeben, dann OP und im Anschluß nochmals 3 Zyklen. Vielleicht versuchen deine Eltern wirklich noch einmal in einer Krebsklinik (mit guten Erfahrungen bei Eierstockkrebs) eine 2. Meinung einzuholen. Da der TM seit längerer Zeit ständig ansteigt, ist wohl damit zu rechnen, dass es sich um ein Rezidiv handelt. Auch ein PET-CT könnte eventuell einen genauen Befund ergeben. Punktieren ist natürlich eine Möglichkeit, aber es wird an dem grundsätzlichen Problem nicht viel ändern.

Ich weiss aus Erfahrung, dass es viele Betroffene gibt, die sich 100%ig auf den behandelnden Arzt verlassen wollen. Leider muss man aber manchmal sein Schicksal selber in die Hand nehmen, da es auch bei Ärzten unterschiedliche Meinungen und Behandlungsansätze gibt.

Alles Gute für deine Mutter und dich. Es ist sicher sehr schwer für dich, die Erkrankung deiner Mutter aus größerer Entfernung miterleben zu müssen.

Recht liebe Grüße
Margit

Christine R.
13.03.2006, 19:59
Liebe Margit

leider ist Deutschland im Vergleich zu Holland was "Second Opinion" und "Aussuchung einer anderen onkologischen Klinik"

ein wahres "wonderworld" Noch ?!

Gruss an Dich und alles Gute

Christine

myrte
13.03.2006, 23:31
Liebe Christine, liebe Margit,

ja, so was hatte ich schon mal gehört, dass das Wasser sehr schnell wiederkommt. Ich habe halt gedacht, vielleicht bis zur Behandlung würde sie sich besser fühlen, wenn es weg wäre (sie hat Schmerzen). Im Moment warten wir auf das CT Ergebnis. Der ganze Bauch ist irgendwie hart, nicht nur Stellenweise; echt merkwürdig.

Also es war auch so wie das hier gemacht wird. Erst 3 Zyklen Carboplatin/Taxol, dann OP, dann wieder 3 Zyklen. Seit Oktober 2005 steigt der Tumormarker wieder und ihre Onkologin meinte, dass man einfach abwarten soll wann sie Beschwerden bekommt. Ein zweites Mal OP wäre nicht sinnvoll, weil es dann auf den Stellen schnell wiederkommen könnte. Und mit der Chemo sollte man so lange wie möglich warten. Wir haben in Amsterdam nochmal nachgefragt, und auch diese Onkologin meinte das so. Von Hyperthermie halten sie auch nicht viel, daran wären schon Patientinnen gestorben. Ein PET hätte auch nicht viel Sinn, weil man könnte da auch schlecht erkennen ob es sich um Narbengewebe handelt oder nicht. Ich war nie zufrieden mit dieser Informationen und ich habe hier auch so viel gelesen, wollte aber auch nicht ständig "drängeln" bei meinen Eltern (habe es schon jede Woche mal versucht). Ich habe jetzt vorgeschlagen bei Dr. du Bois mal anzufragen ob sie dort einen Termin bekommen kann. Das werde ich morgen gleich tun.

Ja, da hast du Recht. Man sollte sich eigentlich nicht einfach so auf seinem Arzt 100% verlassen. Man sollte sich gut informieren; dass habe ich hier von euch gelernt. Danke!

Ja, das ist es auch. Ich versuche was ich kann, doch es schmerzt, nicht immer bei ihr sein zu können wenn sie mich braucht.

Ich habe auch echt den Eindruck, dass es hier mehr Experten, Foren, Informationsstellen etc. gibt. Deswegen möchte ich auch dass sie sich hier mal beraten lässt was jetzt das Beste für sie ist. Dass ein Rezidiv da ist, steht fest. Sie hat so eine Angst zu sterben und ich erzähle immer von euch allen, dass ihr mit der Krankheit lebt, dass es Möglichkeiten gibt Jahre damit zu leben und versuche ihr Mut zu machen. Aber zu hören dass es beim Rezidiv keine Heilungschance mehr gibt, ist so schrecklich.

Ich danke euch sehr für die Info's :knuddel: und viele liebe Grüße,
myrte