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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : schlimme muskelschmerzen 4 monate nach chemo paclitaxel/carboplatin


susi66
23.04.2006, 18:25
hallo,
ich quäle mich schon seit fast 4 monaten mit schlimmen muskelschmerzen rum. ende 2005 habe ich meine chemotherapie beendet (wegen eierstockkarzinom stadium 2b). ab der 5.therapie bekam ich schon muskelschmerzen, die sich dann nach der chemo verschlimmert haben. man sagte mir immer, dass ginge eigentlich nach der chemo wieder weg. nun sitze ich hier und verlier langsam den mut. morgens ist es am schlimmsten aber auch wenn ich länger meine beine nicht bewegt habe. ebenso schmerzen meine gelenke, vorallem die knie. ich will mich bewegen (fahrrad fahren, spazieren) geht aber nicht lange. dann ist meine psoriasis auch noch wie wild ausgebrochen. so schlimm sah ich noch nie aus. und zu guter letzt habe ich auch noch 15 kilo zugenommen und krieg es nicht mehr weg. nehme keine hormone, da ich die einfach nicht vertragen(habe es 2.mal versucht, bin aber total ausgeflippt). habe aber auch keine besonderen wechseljahrsbeschwerden. das schwitzen ist nicht so schlimm. dann ist da auch noch meine linke leistenseite seit der op angeschwollen (lymphflüssigkeit?)ehrlich gesagt geht es mir nach der chemotherapie schlechter als nach der op. sorry, dass ich jetzt soviel reingepackt habe, aber ich muss mir das mal von der seele schreiben. ich möchte nur wissen, aber ihr alle auch soviel probleme nach der chemo hattet und wielange es gedauert hat. vielen dank´ susi

margit b.
23.04.2006, 19:14
hallo susi,

bisher hab ich gedacht, dass es nur mir so geht. Meine letzte Chemo war im Oktober 2003. Im Nov. 2003 haben dann meine Muskelschmerzen angefangen. Zuerst wurde mir gesagt, dass ich Geduld haben müsste. War dann im Februar 2004 auf Erholungsurlaub und hab da versucht, wieder etwas mobiler zu werden. Leider hatte ich da keinen Erfolg. Schon die leichte Aufbaugymnastik hat mich an den Rand der Erschöpfung gebracht. Es war dann so schlimm, dass ich vor Erschöpfung gar nicht mehr schlafen konnte und die Muskelschmerzen ständig da waren.
Seither übe ich mich "im Geduld haben". Allerdings hat meine Onkologe auch schon mal gemeint, dass es "schade" ist, dass ich diese Neuropathie entwickelt habe. Während der Chemo ist es mir eigentlich ganz gut gegangen und zum Glück hab ich bis jetzt auch kein Rezidiv bekommen (Figo 3c). In der Zeit der Chemo habe ich auch 20 Kilo zugenommen und plage mich schon lange, diese wieder loszuwerden. Allerdings ist dies sehr, sehr schwer, wenn man sich überlegen muss, ob man eine Stunde spazieren geht oder doch den Haushalt macht. Beides zusammen geht nicht, da bin ich dann wieder für ein paar Tage lahmgelegt.
Im November vergangenen Jahres hat mir mein Onkologe Gabapentin verschrieben, leider ohne Erfolg. Seit 2 Tagen habe ich jetzt einen neuen Versuch mit Saroten gestartet, vielleicht bringt ja das was. Im Brustkrebsforum habe ich zu "unserem" Problem ein paar Beiträge gefunden, aber leider hab ich keine Lösung gefunden.
Hoffentlich hab ich dich jetzt nicht total mutlos gemacht, es heisst ja noch lange nicht, dass es sich bei dir auch so lange hinzieht. Aber vielleicht versuchst du mal, dass du einen guten Neurologen aufsuchst, der sich auch mit Chemotherapie auskennt. Möglicherweise könnte der dir weiterhelfen. Der Neurologe bei dem ich war hatte leider mit Chemo überhaupt keine Erfahrung und daher war er mir keine große Hilfe.
Wenn du willst, kannst du mir auch gerne mailen. Meine Mail-Addi ist in meinem Profil hinterlegt.

Bis bald und recht liebe Grüße
Margit

sonne692001
23.04.2006, 19:20
hallo susi,

mit dem muskelschmerzen kenne ich mich nicht aus, aber da hast du ja in margit eine verbündete gefunden.

nach meiner 2ten OP hatte ich auch in der linken leistengegend ein ödem, nach 5 monaten begann auch mein bein zu schmerzen, zumal ich mit meinem hund oft ausgiebige spaziergänge mache.
dann habe ich lymphdrainagen bekommen, die verschreibt dir dein hausarzt, die SEHR gut geholfen haben. ich musste schon schmerzmittel nehmen, nach der ersten drainage brauchte ich diese nicht mehr. ausserdem habe ich eine woche konsequent die beine hochgelegt (und mich bei meinen eltern verwöhnen lassen :-) der hund wurde von meinem freund betreut).
jetzt ist das ödem fast weg und ich habe noch 2 drainagen vor mir. man sollte allerdings auh ohne beschwerden am ball bleiben und 1 mal die woche eine drainage machen lassen.
gruss
sandra

clara
24.04.2006, 09:29
Hallo,
ich bekomme "ohne" Beschwerden (d.h. meine Beine sind ganz passabel) 2x die Woche Lymphdrainage und das tut sehr gut. Gegen die elenden Muskel und Nervenschmerzen nehme ich ein Kombipräparat aus Vitamin B6 und B12 was leidlich von Erfolg gekrönt ist.
Lg clara

laecheln
11.05.2007, 11:01
Hallo,
Ich weiß der Beitrag ist schon etwas älter. Aber ich bin vor 2 Wochen darauf gestoßen, da es meinem Vater genauso ging und ich gehofft hatte hilfe zu finden. Er war jetzt noch mal beim Arzt und der hat es vor drei Tagen mit Akkupunktur versucht. Er sagt, die Schmerzen sind erheblich weniger geworden. Heute hat er seine zweite Sitzung. Ich hoffe damit anderen geholfen zu haben.

Mosi-Bär
11.05.2007, 12:14
Hallöchen,

wollte auch meine Erfahrungen mit Muskelschmerzen und so mitteilen:D .
Ich hatte nach der Chemo - letzte am 23.08.06 - auch Muskelschmerzen, vor allem, wenn ich die Beine länger nicht bewegt hatte. Am schlimmsten war es, wenn ich längere Zeit gesessen hatte. Die Beine fühlten sich ganz seltsam an, auch so, als hätte ich Alkohol getrunken.

Bei mir hat Bewegung ausgesprochen gutgetan. Je länger und je mehr ich mich bewegt, umso besser wurde es.

Aber wenn es beim Bewegen schlimmer wird....

Magnesium hilft auch ganz gut, weil die Muskeln sich entspannen.
Ich hatte manchmal nachts ein ganz komisches Gefühl in den Beinen und konnte sie dann einfach nicht ruhig liegen lassen. Das habe ich heute noch alle paar Nächte. Das ist unangenehm, dauert aber immer nur ein paar Minuten.
Heute, nach 9 Monaten, kommt es immernoch an manchen Tagen vor, daß ich Muskelschmerzen habe, aber die sind längst nicht mehr so schlimm. Aber das hat zur Folge, daß ich meine sportlichen Betätigungen an diesem Tag zurückschraube oder bis auf spazieren gehen alles auslasse.

Ich hoffe, es geht allen, die mit diesem Problem kämpfen, bald besser

Liebe Grüße
Mosi-Bär:winke:

Blackberry
11.05.2007, 16:09
Hallo Susi,

Akupuntur hat mir damals sehr geholfen. Ich gönne mir 2x in der Woche ein Rheumabad von Kneipp und das tut gut. Danach ist man sehr entspannt und müde, und man schläft viel besser.

Liebe Grüße

Marie

Ostseeperle
12.05.2007, 23:04
Hallo Susi!

Auch ich möchte Dir von meinen Erfahrungen berichten.Ich hatte nach der Chemo sehr schlimme Muskel und Gelenkschmerzen in den Beinen ,vor allem in den Knien. Ganz schlimm war es morgens nach dem Aufstehen und wenn ich lange gesessen habe,wie z.B. lange Autofahrten (bin dann wie eine Oma aus dem Auto gekrochen) oder nach Kinobesuchen.Ich hatte dann immer das Gefühl,ich müsste meine Knie erst mal "rund " laufen. Das ganze wurde so schleichend immer weniger und hat alles in allem so ca 3 Jahre gedauert.Es wurde bei mir durch Bewegung,spazieren gehen, Fahrrad fahren usw. immer besser.
Genau wie Du habe ich auch ca 15 kg zugenommen,nun ,nach über 5 Jahren,habe ich mich mit meinen Kilos angefreundet,nachdem ich sie durch Weight-Watchers auch mal locker losgeworden bin.Allerdings "dank" berühmten JoJO kamen sie wieder.Nun mache ich regelmässig Nordic-Walking,fahre Fahrrad,ernähre mich sehr bewusst und verhindere dadurch,dass es noch mehr wird.
Dir wünsche ich von ganzem Herzen,dass Deine Schmerzen bald weggehen.
Allen zusammen wünsche ich einen entspannten und vor allem schmerzfreien Sonntag .
Liebe Grüsse, Ostseeperle.

Bea96
29.07.2007, 13:07
Hallo, mir geht es ähnlich, hatte zwei Rezidive vOvarialkarzinom 2004 und 2006 mit anschließenden Chemotherapien (Carboplatin /Taxan und Carboplatin/Gemzar), CT im April war in Ordnung, dafür hatte ich plötzlich Husten und Druck auf der Brust und schlimme entzündete Knöchel, habe jetzt einen Rheumaspezialisten aufgesucht, der meint es sei Sarkoidose. Voltaren hilft auch tatsächlich, es geht mir jetzt besser, habe leider aber wieder Narbenschmerzen, hoffe, das es "nur" die Narbe ist. Hat jemand Erfahrunf mit Sarkoidose nach Chemotherapie?
Bea

Christine R.
29.07.2007, 16:06
Hallo Bea

ich kenne eine Betroffene aus dem Deutschen Medizin Forum die nach einem massiv chemotherapierten Mammakarzinom nach dem EC Schema ebenfalls eine Sarkoidose entwickelte

Schau doch mal unter www.sarkoidose.de nach

Lieben Gruss

Christine

Mosi-Bär
29.07.2007, 19:15
Hallo Bea,

ich hatte die Sarkoidose nicht nach der Chemotherapie, sondern Ende 2000/Anfang 2001 im Anschluß an eine heftige Bronchitis. Ob es da Zusammenhänge gibt ist wohl nicht klar. Aber ich hatte eine Kollegin, die einige Zeit nach BK (Bestrahlung, OP und Chemo) eine Sarkoidose entwickelte und leider hat sie ein Stadium entwickelt, bei dem sie nicht mehr geheilt werden kann. Alle paar Monate hat sie "Schübe", aber die Abstände werden immer größer.

Ich hatte Glück, hatte Stadium I und nach ca. 3 Monaten war alles weg, die Gelenkschmerzen, der Ausschlag am Bein und die Herde in der Lunge. Eine Spontanheilung, habe auch Voltaren Dispers genommen über einen relativ langen Zeitraum.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, daß es bei dir auch zu einer Spontanheilung kommt! Warst du bei einem Lungenfacharzt? Das würde ich auf jeden Fall empfehlen.

Liebe Grüße
Mosi-Bär:winke:

nanni12
29.07.2007, 19:41
Hallo,
ich quäle mich auch erst nach meiner Chemo mit starken Muskelschmerzen rum.
Vor meiner Total-OP ging es mir gesundheitlich eher besser.
Ich lese hier von dieesen Medikamenten Lyrika usw die mir auch nicht geholfen haben. Es gibt keine Heilung gegen diese Schmerzen,bin nun auf Eu-Rente.
vg nannie12

Bea96
29.07.2007, 22:47
Vielen Dank für die Hinweise, es beruhigt mich schon, dasss es nicht völlig unüblich ist Sarkoidose nach einer Chemo zu bekommen. Mir hilft auch Voltaren ganz gut, nur wenn ich es nicht nehme, werden die Knöchel wieder dick.Liebe Grüsse und recht herzlichen Dank für die Auskünfte. Müsste eigentlich noch Tumormarker wieder prüfen lassen. Die Onkologin meint erst später, weil das ERgebnis durch die Sarkoidose beeinflusst werden könnte.Hat da jemand von Euch Erfahrung? Die letzte Probe ist vier Monate her und ich bin etwas unruhig. Die Entzündungswerte sind durch die Sarkoidose hoch. Habe natürlich Angst dass der Marker hoch geht.
Liebe Grüsse Bea

P.S. Meine Mutter hatte Lungenkrebs mit starken Schmerzen, sie hat einen Medikamentencocktail aus Lyrica, Ibuprofen und einem Morphin bekommen. Sie war dann fast schmerzfrei.