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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erwerbsunfähig


Kampfzwerg
02.05.2006, 22:31
Hallo, Ihr lieben, ich brauche Hilfe. Bei mir wurde November 2004 ein Ovarialcarzinom T2 festgestellt. Alles wurde ausgeräumt. Danach Chemo. Da ich wegen Erschöpfung und Konzentrationsschwierigekeiten meinen Beruf icht ausüben konnte, bewilligte man mir nach einem Neurologischen Gutachten, bis zum Jahresende Rente.Aber was ist dann?
Ich darf nicht mehr in der Pflege arbeiten und soll auch die Arbeitszeit wenn überhaupt reduzieren, sagt meine Frauenärztin.Fakt ist, ich bin immer so schnell erschöpft und unkonzentriert.
Ich hätte noch die Möglichkeit, das mich die Rentenversicherung fürs Büro fit macht, da ich auch Kauffrau gelernt h, aber bekommt man anschließend eine Job?
Das alles führt dazu, das es mir immer schlechter, statt besser geht, wie geht es nur weiter?
Hat vielleicht jemand ähnliche erfahrungen ?

Gruß Marlene

ratjana
03.05.2006, 11:26
Liebe Marlene,
traue mich heute hier einmal zu antworten,bin PCmäßig leider nicht so fit und muss halt noch üben.
Ich bin das erste mal 1995 an Eierstockkrebs erkrankt,war 1 1/2 Jahre krank und bin dann wieder arbeiten gegangen.Ich bin im Einzelhandel tätig.
Letztes Jahr im Juni bin ich wegen eines Rezidivs erneut erkrankt.Habe danach Chemo bekommen und bin genau wie Du super schlapp und unkonzentriert.Bei meiner ersten Nachsorge in diesem Jahr,die leider nicht gut ausgefallen ist(bin jetzt total-operiert),stellt sich jetzt noch die Frage ob ich noch weiter Chemo bekomme oder ob es so klappt.Mein E-Krebs metastesiert über den Lymphweg.Sonst ist kein Befall zu sehen.
Ich würde Ende diesen Jahres ausgesteuert werden.Ich weiß noch nicht ob ich bis dahin wieder fit sein werde.Die Angst meinen Job nicht mehr ausüben zu können und die ganze finanzielle Geschichte belasten mich auch sehr.Doch ich habe mir fest vorgenommen alles erst einmal auf mich zukommen zu lassen und wenn es gar nicht geht eine Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen.Ich habe mich schon beim Rentenversicherungsträger informiert,es wäre möglich.Klar ist das alles belastend und ich habe auch starke Zukunfstsängste.Bin auch in Psychtherapeutischer Behandlung,es hilft mir sehr ein wenig die Ängste abzubauen.Ich hoffe das alles irgendwie seinen Lauf nehmen wird und ich auch mit weniger Geld auskommen kann.
Ich drücke Dir feste die Daumen das Du das in den Griff bekommst.
Informiere dich doch auch noch einmal beim Rentenversicherungsträger oder frage Deine Sozialpädagogin in dem Krankenhaus wo Du operiert worden bist.Ich habe damit gute Erfahrung gemacht.
Nochmals viel Glück
liebe Grüße
ratjana

Anne53
03.05.2006, 11:32
Hallo Marlene,

eine echte Antwort hab ich auch nicht.
Aber: hast Du alle Möglichkeiten der Reha ausgeschöpft? Manchmal bekommt man da auch Hilfe für die berufliche Zukunft.
Man kann auch stationäre Psychotherapien machen. (Hab ich gemacht, hat mir nicht geholfen; ich hab aber etliche Leute getroffen, denen es wirklich genützt hat.)
Hast Du einen Schwerbehindertenausweis? Wenn nicht, solltest Du den sicherheitshalber beantragen.

"Fit fürs Büro" ist doch eigentlich auch nicht schlecht. Du hättest bei diesen Maßnahmen zumindest die Möglichkeit auszuprobieren, wie Du unter beruflicher Belastung zurecht kommst. Man kann Dir dann auch nicht vorwerfen, Du hättest Dich nicht bemüht, und Du musst Dir auch keine Vorwürfe machen.
Ich kenne den Zustand, bin selbst seit zwei Jahren arbeitsunfähig und komme gar nicht auf die Füße. Aber ich merke auch, je länger der Zustand dauert, desto schrecklicher wird er.

Ich hoffe, dass ich Dir vielleicht eine Anregung geben konnte.

Liebe Grüße. Anne

Kampfzwerg
03.05.2006, 13:58
Danke für Eure GUTEN Ratschläge.
Ja ich hab nen Ausweis 90% Schwerstbehindert.Das mit dem Ausprobieren wie weit und ob es geht ist eine sehr gute Idee, das werde ich wahrscheinlich so machen. Man muss es wirklich auf sich zu kommen lassen, zumal man nicht weiss, ob es in nächster Zeit zu einem Rückfall kommt.
Ich fühle mich in meinen Überlegungen bestärkt. Vielen Dank!

Gruß Marlene