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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diagnose T3C ?


talli
06.05.2006, 16:29
Hallo,
ich weiss nicht mehr aus noch ein. Vor 3 Wochen wurde bei meiner Mam eine vergrösserte Zyste festgestellt, die Ärztin lies einen Bluttest machen und der Tumormarker 125 lag über 400. Nach Einweisung in die städtischen Kliniken Kassel und einigen Tests wurde sie dann mit Verdacht auf Ovarialkarzinom vor knapp 2 Wochen operiert. Totaloperation inkl. Bauchnetz und 60 Lymphknoten, somit grosser Bauchschnitt bis zum Rippendreieck. Die Zyste war böse und ein weiterer Tumor sass auf der anderen Seite neben dem Eierstock und Lymphknoten und hatte sich schon an den Harnleiter angefressen. Die Ärzte haben über 5 Stunden operiert und waren anschliessend sehr zuversichtlich, alles entfernt zu haben. Sie meinten noch, bedanken Sie sich bei Ihrer Frauenärztin, so haben wir den Tumor noch im Frühstadium erwischt. Je nach den Ergebnissen werden wir anschliessend vielleicht vorsorglich noch eine Chemo anhängen...Nun kamen diese Woche die Ergebnisse der eingeschickten Proben zurück und von den 60 Lymphknoten waren wohl 9 positiv. Der Chefarzt vor Ort ist sehr nett und fürsorglich und soll wohl auch einen guten Ruf haben, nur fragen meine Eltern wohl kaum nach Details. Ich hatte daher um Nennung des Tumorgrads gefragt, und die Antwort lautet T3C! Das wars dann wohl mit anfänglichem Frühstadium, da das Ding wohl in die Lymphknoten gestreut hat, sieht es jetzt wohl erheblich schlechter aus. Jetzt ist eine Chemo die einzige Überlebenschance meiner Mam nach Aussage des Doktors, und es muss wohl eine sehr starke sein, Zusammensetzung weiss ich wieder noch nicht, nur dass ihr wohl definitiv die Haare ausfallen werden und dass er ihr absichtlich die starke Dosis anbietet, da sie die OP sehr gut verkraftet hat und er sich von der starken wesentlich mehr Erfolg verspricht, als von einer schwächeren Version.... 6 Sitzungen alle 3 Wochen in die Vene....
So. Ich habe jetzt erstmal meine Mam gebeten, den OP Bericht und den Laborbericht mit allen Daten kopieren zu lassen, dass man mal weiss, was genau Sache ist. Mache mich natürlich total verrückt, nach all dem Auf und Ab und anfänglicher Freude übers Frühstadium nun doch gleich auf T3C runter .... Kann das nur an dem Lymphsystem liegen? Alles andere muss wohl im grünen Bereich sein.Wie stehen denn die Chancen, wenn der Krebs in 9 Lymphknoten gefunden wurde? Gibt es dann keine Heilung mehr? Wird er sicher wieder auftauchen? Davon sagt der Doktor nichts, nur dass jetzt 5 harte Monate vor meiner Mam liegen und sie danach wohl nochmal gut 3 benötigt, um wieder richtig auf die Beine zu kommen, und natürlich niemand garantieren kann, dass sie für immer krebsfrei bleibt....Alles in allem hört sich seine Prognose ja gut an, er sagt nichts von Endstadium und keine Heilung und begrenzte Lebenszeit etc. - aber er sagt es ist T3c und das ist doch superschlecht, was Prognosen angeht???
Kann mir irgendwer etwas mehr dazu sagen? Wohne 700km von daheim weg und bin völlig fertig und weine andauernd, gottseidank kennt meine Mam sich mit dem Internet nicht so aus und ist daher recht zuversichtlich....aber wenn ich all das über T3c lese hört sich das für mich gar nicht gut an....Bitte schreibt mir, jeder der was dazu sagen kann und auch über Metastasen in dem Lymphknoten, das scheint ja hier ihr grösstes Problem zu sein...

Christine R.
06.05.2006, 16:49
Hallo Talli

also ersteinmal ich hatte auch T 3c vor 11 Jahren ! und schreibe dir heute noch :)
Es ist natürlich keine gute Prognose, aber was sagen Prognosen schon aus? Entscheidend ist auf welcher Seite du stehst.
Deine Mam wird eine Chemo mit Carboplatin und Taxol bekommen, die 6 Zyklen dauern wird. Danach wird man mittels bildgebender Verfahren (MRT oder Pet/Ct) weitersehen ob alles tumorfrei operiert worden ist. Bei mir wurde das damals mit einer Second-Look OP gemacht (was ich auch heute für mich jederzeit wieder so entscheiden würde)
Aufgrund von Tumormarkerkontrollen, die sehr sehr wichtig sind! kann auch verfolgt werden, wie der Erfolg der OP und der Chemo war. (Ca 125)

Ich finde es schön, dass du trotz der Entfernung ein grosser Beistand für deine Mam bist.
Also Rom ist nicht verloren, KOPF HOCH !

Gruss

Christine

Anne53
06.05.2006, 17:40
Hallo Talli,

hier kannst Du nachsehen, ob das Krankenhaus zu den qualifizierten gehört:
http://www.eierstock-krebs.de/index_go.htm

Man kann Zweitmeinungen einholen, wenn man nicht sicher ist.
Ich war z.B. in Marburg. Man kann das natürlich in irgendeiner anderen Klinik machen.
In Kassel z.B. auch in der Habichtswaldklinik.
Dort kann man auch nach begleitenden / unterstützenden Naturverfahren fragen, z.B. Mistel o.a. Ich bin in dieser Klinik zu einer stationären Psychotherapie gewesen, die ich nicht besonders toll fand. Ich habe aber mit der Chefärztin von der Onkologie gesprochen und fand diese sehr kompetent und Vertrauen erweckend.

Also ich denke, Du solltest dem Ganzen erstmal versuchen zuversichtlich zu begegnen, auch wenn das fürchterlich schwer ist.

Liebe Grüße. Anne

Fussel
06.05.2006, 17:44
Hallo Talli!

Auch meine Mama hat Stadium T3 - sie hat kürzlich ihre Chemo beendet - die Nachuntersuchung steht noch aus. Die Ärztin war aber sehr zuversichtlich, dass "ALLES" weg ist, dafür spricht auch der Tumormarker (letzter Wert 12!)

Die letzten 5 Monate waren nicht einfach für Mama - aber sie hat es geschafft und ist jetzt wieder ganz zuversichtlich! Sie kennt sich im Internet aus und hat alle Prognosen gelesen. Aber das sind alles nur statistische Werte, im Grunde sagen sie für den Einzelfall gar nichts aus! Hier im Forum sind einige, die diese Statistiken widerlegen!

Mama war vor ihrer Erkrankung ein sehr belastbarer, aktiver Mensch und ich habe den Eindruck, dass sie das nun auch "fast" wieder ist. Natürlich ist sie noch nicht wieder die "Alte", aber das wird schon. Heute kam sie von einem 14tägigen Mallorca-Urlaub zurück! Ganz stolz hat sie erzählt, was sie alles unternommen hat. Mir wäre zwar lieber gewesen, sie hätte mehr im Liegestuhl gelegen ... aber wenn sie meint, es tut ihr gut, was soll ich dazu sagen! Sie sah aber auch wirklich gut aus heute, braungebrannt und erholt.

Sie hat mir gesagt, die Krankheit hat(te)für sie eigentlich nur DREI Stadien:

1. der Schock
2. das Körperliche (OP, Chemo, Haarverlust)
3. die ANGST, dass der Krebs wiederkommt

Und das Dritte ist für sie wohl das Schlimmste! Aber damit muss sie (und wir) jetzt erst einmal leben!

Mir ging es am Anfang wie Dir. Nach allem Studieren im Internet macht man sich wirklich verrückt .... und mal ganz ehrlich, selbst wenn da stehen würde, dass dieser Krebs zu 99% heilbar wäre hilft das dem 1% auch nicht weiter, dass dann getroffen wird.

Soviel habe ich (vor allem duch das Forum hier) inzwischen gelernt:

Ein bisschen Gottvertrauen und Zuversicht .... es wird schon wieder werden!

Ganz liebe Grüsse

FUSSEL

Anne53
06.05.2006, 18:02
Hallo Talli,

ich hab noch einen Link, weil ich eben über Kassel, die Habichtswaldklinik und die nette Chefärztin geredet habe:

http://www.1-ovarialkarzinom.de/

Anne

simeli
06.05.2006, 19:22
hallo anne..
ich bin zum esten man hier undd habe mir gedacht, dass du vielleicht noch da bist. wie geht es dir? hast du eine therapie?

talli
06.05.2006, 21:01
Hallo,
vielen Dank für all Eure Tips, Zuversicht und Anteilnahme. Bin froh, ein Forum wie dieses gefunden zu haben.

Ja, die Klinik gehört zum Glück zu den qualifizierten, der Chefarzt hat auch extra die OP noch eine Woche verschoben, damit auch die besten Chirurgen für den Notfall alle dabei sein können. Meine Mama fühlt sich dort sehr gut aufgehoben, der Arzt hat auch gesagt, sie soll alles fragen, was sie mag, er steht allem ganz offen gegenüber und sie kann Einsicht in alles haben.

Die Sache ist nur die, dass sie nicht viel fragt, nicht warum welche Tests gemacht werden und wie es im einzelnen aussieht....das macht mich dann natürlich ganz verrückt, weil ich mich dann mit diesen wenigen Aussagen des Arztes zurechtfinden muss.

Was mich aber momentan sehr interessiert, ist die Sache mit den Lymphknoten. Wenn sie ihr 60 entfernt haben und 9 waren positiv, hat der Tumor also ins Lymphsystem gestreut. Während der Arzt zuvor ja sehr positiv und zuversichtlich war, alles komplett rausgeholt zu haben, keine sichtbaren Metastasen vorhanden waren und somit sogar von Frühstadium die Rede war, muss das Ganze anfangs ja gar nicht mal so übel ausgesehen haben. Erst die Ergebnisse der eingeschickten Proben haben ja dann das Problem mit den 9 befallenen Lymphknoten ans Licht gebracht; und diese Tatsache verschiebt einen sofort von Frühstadium zu T 3c? Was genau ist denn das Problem, wenn der Krebs die Lymphdrüsen befallen hat?
Das er schon überall ist oder sein kann oder hinkommt? Geht das sonst nicht auch?
Der Arzt meint auch, so wie es ausschaut, befinden sich alle 9 Knoten im Beckenbereich, was er auch als gutes Zeichen wertet.
Kennt sich jemand da mit dem Lymphsystem und Krebs aus?
- Weiterhin zu alternativen Heilmethoden - unser sehr guter Familienhomöopath (schon seit fast 30 Jahren) hat uns geraten, erst nach der Chemo aufbauende Präparate zu nehmen, nicht während. So sieht es wohl auch das KH - find ich doch etwas seltsam, wo doch so viel von zusätzlichen Hilfmitteln auf Naturbasis die Rede ist- wie kennt Ihr das??

Hoffe jedenfalls, das wir nächste Woche mal die Kopien aus Mamas Krankenakte bekommen, da kann ich dann schonmal weiterforschen.

Aber was ich bisher weiss, ist, die Ärzte sind sicher, alle sichtbaren Tumormassen entfernt zu haben - ja sehr gut - und nur die Lymphknotenstreuung hat sie auf T3c gebracht - daher würde ich eben gern mehr über diese Art Metastasen mehr herausfinden.

Vielen Dank für alle Infos und Hilfe.

Anne53
06.05.2006, 21:14
Hallo Talli,

der Einsatz begleitender Naturmittel wird wohl wirklich unterschiedlich gesehen. Manche empfehlen z.B. Mistel schon während der Chemo. Andere erst hinterher.
Ich glaube, in der Habichtswaldklinik empfiehlt man es während. Die Frau Dr. H. empfahl Enzyme, Selen, einen Apfel und Mistel...
In Herdecke empfiehlt man ebenfalls Mistel während der Chemo.
Der Chefarzt in Marburg hat mir gesagt, das könne man sich alles sparen...
Also man muss da letztlich selbst eine Entscheidung treffen und dazu stehen.

Über die Ausbreitung weiß ich auch nicht so genau Bescheid.

Aber es hört sich alles so an, als solltet Ihr dem Arzt vertrauen. Und wenn Deine Mutter zuversichtlich ist, dann ist das sehr viel wert. Die Psyche spielt eine große Rolle!!

Gruß. Anne

Anne53
07.05.2006, 08:48
Hallo simeli,

ich bin ein Sonderfall.
Ich war letztes Jahr wegen Gebärmutterkrebs im Krankenhaus. Bei der OP wurde auch noch Eierstockkrebs im Frühstadium festgestellt.
Wegen der Gebärmutter habe ich anschließend drei Bestrahlungen gemacht - vorsorglich, damit evtl. zurückgebliebene Zellen erwischt werden.
Wegen des EK hat man mir gesagt, ich könne Chemo machen, müsse aber nicht, denn außerhalb der Organe war kein Krebs, also in Lymphknoten etc. war nichts.
Ich war dann orientierungslos, habe mehrere Zweitmeinungen eingeholt und schließlich keine Chemo gemacht. Man hätte mir ja nicht einmal sagen können, ob sie genützt hat.
Da ich aber sehr unsicher war, habe ich halt nach begleitenden Maßnahmen gefragt und schließlich einige Monate Mistel gespritzt und nehme heute noch Enzyme und Selen.
Ob das nun einen Sinn hat, weiß ich nicht. Bisher ist der Krebs jedenfalls nicht wiedergekommen...

Gruß. Anne

margit b.
07.05.2006, 10:32
Hallo Talli,
zuerst einmal tut es mir sehr leid, dass deine Mutter von dieser Krankheit betroffen ist. Ich kann dir trotzdem nur aus fester Überzeugung sagen: Verliert nicht die Hoffnung!

Vor fast genau 3 Jahren wurde mir (damals 44) von dieser Diagnose der Boden unter den Füssen weggezogen. Meine genaue Diagnose war pT3c N1 MX G3 und anfangs war nicht mal klar, ob ich überhaupt operiert werden kann. Ein ganz wichtiges Kriterium ist die OP, die ja bei deiner Mutter wohl optimal gelaufen ist. Bei mir waren auch beide Eierstöcke betroffen und ich hatte einen minimalen Herd auf dem Bauchnetz und eine Metastase in der Gebärmutter. Von 45 entnommenen Lymphknoten war einer ganz klar als Metastase erkennbar und zwei weitere waren wohl leicht infiltriert.

Die Aussage, dass der Krebs im "Anfangsstadium" entdeckt wurde, kann nicht ganz stimmen. Lies dir folgenden Link, da ist eine ganz gute Erklärung dazu http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=3245&highlight=stadien
So wie ich die Situation sehe ergibt sich das Stadium 3c bei deiner Mutter wohl dadurch, dass auch am anderen Eierstock ein Tumor gefunden wurde, der bereits eine Ader umschlungen hat. Und dass auch Lymphknoten befallen waren, das ergibt dann wohl 3c. Allerdings ist für die Stadieneinteilung egal, ob ein Lymphknoten oder mehrer befallen sind. Wenn du die Befunde deiner Mutter siehst, wirst du vielleicht mehr wissen.

Wenn deine Mutter im Moment nicht mehr über ihre Erkrankung wissen will, dann ist das sicher in Ordnung. Sie hat ja jetzt schon genug damit zu kämpfen, die Situation zu verstehen. Auch hier kann ich aus eigener Erfahrung sprechen. Anfangs war mir nur wichtig, einen Tag nach dem anderen zu "überstehen". Es war damals für mich beruhigend, dass die Ärzte von einer Chemo "zur Sicherheit" gesprochen haben. Meine Ärzte haben die Situation nicht verheimlicht, aber ich hätte wohl nicht viel mit Einzelheiten anfangen können. Erst als ich wieder zuhause war und mitten in der Chemo, da hab ich dieses Forum entdeckt und alle wichtigen Informationen gesammelt. Anfangs war es für mich sehr belastend, hier zu lesen. Auch die Statistiken haben mich sehr aufgewühlt. Heute weiss ich, dass eine Statistik rein gar nichts über mich als Einzelperson aussagt. Ich hatte vor zwei Wochen meinen "Jahrescheck" und bisher bin ich von einem Rezidiv verschont geblieben.

Auch wenn du 700 km von deiner Mutter entfernt wohnst, kannst du jetzt sehr viel für sie tun. Wenn sich deine Mutter nicht so gut mit dem Internet auskennt, kannst du für sie recherchieren. Es werden in der Zeit der Chemo wohl einige Fragen auftauchen, stell sie einfach, es wird dir sicher immer jemand antworten. Natürlich ist die Chemo hart, aber ich persönlich hab sie ganz gut vertragen und gar nicht mal soviele Nebenwirkungen gehabt. Es gibt heutzutage schon viele unterstützende Medikamente und deine Mutter hat Vertrauen zu ihren Ärzten - und das ist schon ein guter Anfang!

Deiner Mutter und dir wünsche ich alles Gute und vielleicht meldest du dich ja wieder mal!

Recht liebe Grüße

Margit

talli
07.05.2006, 14:22
Hallo Ihr Lieben,
Danke für Eure aufbauenden Antworten. Ich denke auch, wir werden jetzt erstmal abwarten, wie die Chemo anschlägt, was die einzelnen Berichte überhaupt genau sagen, wenn ich sie erstmal habe, und ich werde mich auch mal nach der Höhe des Tumormarkers jetzt und während der Chemo erkundigen...
Eine Frage hab ich aber noch an Euch: Was genau heisst eigentlich diese 5 Jahres Überlebensrate? Das nette Team von Ago-Ovar ist nämlich recht zuversichtlich, dass sie dank der guten und weitläufigen und sauberen OP gesetzt den Fall, alle sichtbaren Tumorreste wurden wirklich entfernt, doch 70% Chance auf dieses 5 Jahres Überleben hat...Mehr weiss ich natürlich, wenn ich alle Unterlagen hab, aber was heisst denn diese 5 Jahres Statistik? Statistik ist klar, und sagt nichts aus für den Einzelfall, aber was ist denn, wenn man zu der Gruppe gehört, die diese 5 Jahre überlebt? Heisst das, es erwischt einen später und man hat eben zumindest gute Chancen, diese 5 Jahre zu schaffen, oder wenn man die geschafft hat, schafft man es vielleicht ganz? Versteh diese 5-Jahres-Grenze nicht so ganz....alles Liebe, Talli

Anne53
07.05.2006, 16:58
http://www.krebsinformation.de

Unter "Fragen und Antworten" gibt es ein Kapitel zur Statistik.
Ich denke, 70% bedeutet, dass 5 Jahre nach der Erstdiagnose noch 70% der Betroffenen leben.
Im Einzelfall bedeutet das wohl, dass man ziemlich gute Chancen hat, die aber von vielen Faktoren beeinflusst werden - wie gut wurde man operiert, wie alt ist man, in welchem Gesamtzustand etc.
Und schafft man die fünf Jahre ohne Rezidiv, sind die Chancen bestimmt deutlich besser, als wenn man sich frühzeitig schon wieder mit neuem Krebs herumschlagen muss...
Vielleicht sollte man nicht so genau darüber nachdenken.
Mir hat man gesagt, ich (Ia) hätte ohne Chemo weit über 80% und mit Chemo etwa 3 Prozentpunkte mehr. Da hab ich mir gedacht, ich kann jetzt auch vom Auto überfahren werden und die Chemo bleiben lassen...

Gruß. Anne