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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mutter hat Eierstockkrebs


Jule20
13.06.2006, 19:12
Huhu zusammen!

Ich bin neu hier und ich hoffe, hier kann man mir weiterhelfen.
Wie man schon aus dem Titel herauslesen kann, ist meine Mutter an Eierstockkrebs, Stadium FIGO IIIc, erkrankt.
Es ist echt eine schwierige Zeit für sie und auch für den Rest der Familie. Ich weiß manchmal auch gar nicht, wie ich damit umgehen soll und wo mir auch der Kopf steht. Man hat ja auch Angst, was falsches zu sagen oder gar zu machen.
Jetzt wollte ich mal wissen: Wie geht ihr damit um?
Und noch eine Frage: Sind Schüttelfrost und starke Schmerzen (in allen Kochen) auch eine Nebenwirkung von der Chemotherapie?
Zur Zeit geht es meiner Mutter auch nicht so gut, gerade als sie nach ihrer ersten Chemo gemerkt hat, dass sie büschelweise ihre Haare verliert. Das macht sie richtig fertig. Was kann man in solchen Momenten sagen?
Manchmal bin ich richtig fertig wie z. B. heute. Da habe ich dann einfach nur Angst um meine Mutter und könnte nur weinen. Das liegt auch besonders daran, weil man weiß, dass sie großes Glück hatte. Sie musste nämlich notoperiert werden. Mein Vater hatte sie zum Glück rechtzeitig gefunden, sonst wäre es zu spät gewesen. Bei ihr ist nämlich ein großer Teil des Darms abgestorben.
Ich hoffe einfach, dass ich mich hier mit anderen etwas austauschen kann und dadurch wieder Hoffnung gewinnen kann.

Liebe Grüße

Jule

Christine R.
13.06.2006, 21:06
Liebe Jule
herzlich willkommen hier
Dass du Angst um deine Mum hast ist überaus verständlich. Aber FIGO 3c kann durchaus auch bedeuten, dass man die Krankheit überlebt. Siehe nur mich. :smiley1:
Dass Sie Schüttelfrost hat kann durchaus normal sein während der Chemo ,kann aber auch auf eine bakterielle Infektion hindeuten, die im schlimmsten Fall (sehr selten) in einer Sepsis enden kann. Darum durchaus den Arzt oder Onkologen einmal zuviel aufsuchen als zuwenig !!!
Schmerzen in den Knochen und Gelenken sind normal
Die Haare gehen aus... na und macht nichts, sie wachsen nach der Chemo wieder nach. Schöner als zuvor
Ich denke, deine Mum braucht dich jetzt als Kraftspender. Gehe mal auf die Seiten www.ago-ovar.de und lies dich hier gründlich ein.
Wichtig ist auch eine sehr gründliche Nachsorge. Wo ist deine Mum denn in Behandlung?
Du findest unter der Rubrik "Erfahrungsaustausch" sehr viele Betroffene, die dir auch jede Menge Mut machen kännen und schon Jahre mit dieser Krankheit leben.

Liebe Grüsse
Christine

Jule20
14.06.2006, 13:05
Hallo Christine,

vielen Dank für deine Antwort. Das hilft schon sehr.
Du wolltest ja wissen, wo meine Mutter zur Behandlung ist. Sie ist im Marienhospital in Altenessen bei Dr. Omlor (oder so ähnlich ;) ) in Behandlung.
Wir sind damit auch zufrieden. Alle sind nett und hilfsbereit. Aber trotzdem bleibt ja immer noch ein Stückchen Angst.
Bin auch heute wieder mit meiner Mutter zur Blutuntersuchung dort gewesen, weil sie ja so nicht Autofahren kann.
Ist soweit auch alles in Ordnung.
Darf ich denn fragen, wie lange du schon mit der Krankheit lebst?!

Liebe Grüße
Jule

Lizzi
14.06.2006, 16:59
Hallao Jule,
meine Diagnose war auch Figo IIIc - im April 2003. Schüttelfrost und Knochenschmerzen hatte ich auch von der Chemo. Drei Jahre danach geht es mir sehr gut. Also Du siehst, wie die Christine schon sagte, es muß nicht so schlimm ausgehen wie es am Anfang aussieht.
Wichtig ist eine gute Klinik und Ärzte mit viel Erfahrung.
Alles Gute für Dich um deine Mama :pftroest:
Liebe Grüße Lizzi

Jule20
14.06.2006, 17:40
Huhu Lizzi,

danke für deine tröstende Worte. Das hilft einem sehr. :)
Ich wünsche dir auch weiterhin alles Gute. :knuddel:

Liebe Grüße
Jule

Fussel
14.06.2006, 20:18
Hallo Jule

auch meine Mama hat diese Diagnose!

Sie hat allerdings die Chemo schon hinter sich ... die Abschlussuntersuchung zeigte, dass sie nun Krebs-"frei" ist. Daran glauben wir nun alle auch fest und nehmen uns ein Beispiel an allen, die es uns vormachen (z.B. Christine)

Noch im Februar sagte meine Mama, dass sie sich nicht vorstellen kann, jemals wieder unbeschwert und fröhlich´zu sein. Sicherlich denkt sie/wir täglich an diese Krankheit - aber glaube mir, ich habe sie in letzter Zeit wirklich oft lachen hören ... sie wird am 19.06. sogar wieder beginnen zu arbeite. Sie arbeitet bei ihrem Bruder und kann sich die Arbeit einteilen.

Es kommen also auch wieder "bessere" Zeiten ....

Ganz liebe Grüsse

Fussel

Jule20
18.06.2006, 09:00
Guten Morgen, Fussel!

Vielen Dank für deine lieben Worten :)
Es hilft doch sehr, dass man auch so eine Diagnose "überleben" kann.
Jetzt hat man doch wieder mehr Hoffnung :)

Liebe Grüße

Jule

Christine R.
18.06.2006, 19:53
Hallo Jule

hatte 1995 den Befund FIGO 3 c. Bin bis heute ohne Rezidiv :smiley1:

Liebe Grüsse

Christine

Jule20
18.06.2006, 19:56
Hallo Christine,

das freut mich echt zu hören :)
Wünsche dir weiterhin alles Gute.

Liebe Grüße

Jule

Jule20
20.04.2007, 10:51
Hallo,

nun schreibe ich hier wieder rein, da knapp ein Jahr später bei meiner Mutter erneut der Befund "Krebs" kam, d. h. dass sie mehrere Metastasen an Bauchfell und Darm hat.
Nun müssen wir abwarten, was die zuständigen Ärzten für eine Behandlung in Betracht ziehen. Es bestehen 2 Möglichkeiten: 1. OP und Chemo oder 2. nur eine Chemotherapie.
Das Warten ist immer wieder schlimm und die Angst wird auch wieder größer. Gerade weil man nicht so damit gerechnet hat, da meiner Mum soweit gut geht. Sie hat keine Beschwerden.
Na gut, wir müssen ja jetzt erstmal schauen, welche Behandlungen auf sie zukommen wird.
Ich wünsche euch allen weiterhin viel Kraft und trotzdem ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße

Jule

Anja28
25.04.2007, 18:27
Ist das normal das ein Patient der Ek hat nach der Op die 2 Wochen morgen um ist,derartige Wassereinlagerungen in Beinen und Füßen hat!?
Meine Mutter ist betroffen,sie kann nich laufen,wird immer schwächer,und ohne Körperliche Stärke kann sie nicht entlassen werden und kann auch keine Chemo beginnen:-(
Was kann sie haben das es zu WASSEReinlagerungen dermass kommt?
Anja

Christine R.
25.04.2007, 18:34
Liebe Anja

diese Art der Ödeme in den Beinen deutet auf eine Herzmuskelschwäche oder Nierensuffizienz hin. Ich denke hier sind die Internisten (Kardiologen, Urologe) und nicht die Onkologen gefragt

Lieben Gruss

Christine

basuhexe
25.04.2007, 22:23
Liebe Anja,

ich kann Dir nur von meiner Erfahrung berichten...
ich hatte auch schlimme Wassereinlagerungen, die mich z.T. (lt. Aussage meiner Familie, Bekannte, etc.) entstellt hatten und sah aus wie ein "Klops":eek: . Sogar mein Kopf war auf´s doppelte "gewachsen", was relativ schnell vorbei war. Bei mir hing´s auch ewig in den Beinen+Füßen, konnt mich kaum bewegen etc hatte mich z.T. vor mir selbst geekelt.
Bei mir ist auf Grund der Lymphknotenentfernung-bei mir 51 Stück, die Lymphflüssigkeit nicht richtig abtransportiert worden (Aussage der Ärzte). Ich habe dann eine extra Magarine bekommen, wo ich am Anfang dachte, die wollen mich verschaukeln-hätte nie gedacht, dass das hilft.
Bei mir hatte sich das dann innerhalb von 2 Tagen ab Beginn mit dieser MCT-Magarine reguliert und ich konnte zusehen, wie meine Beine immer dünner wurden.
"...Durch die Diät sollen die Lymphbahnen entlastet werden, so dass der Selbstverschluss (Wundheilung) unterstützt wird. Denn MCT-Fette gehen -anders als die langkettigen Fette- direkt vom Darm ins Blut über...."
Ich muß diese MCT-Diät immer noch machen (fett- und eiweißarm).

http://www.ceres-mct.com/


LG basuhexe