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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : berechtigte Angst?


next_try
18.07.2006, 13:31
Hallo,

ich bin neu hier und hätte mal gern Eure Meinung:
Seit einigen Wochen mache ich mir Sorgen, weil sich mein Bauch irgendwie ein wenig (oder auch mehr) aufgebläht, hart und angespannt anfühlt.
Gestern hatte ich mich endlich durchgerungen zum FA zu gehen.
Die erste "Diagnose" der Ärztin war: "sie sind doch schwanger"...das kann nun aber mal gar nicht sein, das hab ich ihr auch so gesagt.
Nach dem Ultraschall wurde ihre Miene immer düsterer. "Irgendetwas" sehr großes hab ich da wohl im Bauch. Genaueres konnte man auf dem Ultraschall nicht erkennen, und ich hab eine Überweisung zum CT bekommen.
Nachdem wie ich das mitbekommen habe ist das "etwas" wohl so um die 20cm groß...
Irgendwie war ich bei und nach der Untersuchung doch ziemlich eingeschüchtert, daß ich so viele Sachen gar nicht gefragt habe. Die Ärztin hat eigentlich nur gesagt: operiert werden muß auf jeden Fall...Sie tippt auf eine Zyste, aber wissen kann man es ja nie...
Bis zum CT-Termin (gott sei dank schon in 2 Tagen) mach ich mir nun aber sowas von Gedanken, was es denn sein könnte.

Meine Frage, die ich nun an Euch speziell habe: kann ein bösartiger Tumor von dieser Größe völlig beschwerdefrei sein? Ich hab keine vermehrten Blutungen, ich hab nicht abgenommen und auch ansonsten (bis auch den "dicken" Bauch eben) fühle ich mich völlig gesund...

danke erstmal
Carola

SASKI
18.07.2006, 14:01
Hallo Carola,
ich kann Deine Sorge verstehen. Es ist furchtbar, wenn man weiss, dass da was ist, aber eben nichts genaueres. Hat denn Deine Ärztin sich geäussert, wo sie diese mögliche Zyste sieht? Wahrscheinlich wird jbei Dir ja so ein CT mit Kontrastmittel gemacht, oder? Darauf kann man genau sehen wo überall im Bauch und/Brustraum z.B. Lymphknoten vergrössert sind und auch die Organe.Das Kontrastmittel muss man vorher trinken (1,5 Liter in 1 h) und bekommt ausserdem noch ein anderes intravenös gespritzt während der Untersuchung.Also ich drück Dir die Daumen, das wird schon wieder. :pftroest: Sag Bescheid, wie es Dir ergangen ist.
Liebe Grüsse
Saski

next_try
18.07.2006, 14:26
ja...von Kontrastmittel haben die was gesagt...

ich mach mir echt solche Gedanken, und eigentlich fühle ich mich grad auch schon tot...
kann es denn bei dieser Größe auch "noch" was gutartiges sein?

danke
lg Carola

SASKI
18.07.2006, 14:45
Liebe Carola,
mach Dich nicht verrückt. Mein Leitspruch ist: Im Zweifel für den Angeklagten. Also Positiv denken, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist. Auch sogenannte gutartige Zysten können ziemlich gross werden.Warte einfach das CT-Ergebnis ab. Ausserdem ist selbst das böse Wort mit K.... heutzutage kein Todesurteil mehr. In diesem Forum findest Du viele Betroffene, die bereits eine erfolgreiche Therapie hinter sich haben und so anderen helfen können.
Alles Liebe
Saski

Christine R.
18.07.2006, 18:01
Meiner Freundin wurde eine Zyste mit 2,8 kg vom Eierstock entfernt (Gutartig !)
Ich denke es gibt noch andere "Optionen" wie Krebs

Alles alles Gute

Christine

next_try
18.07.2006, 19:41
ich hoffe ja auch, daß es nix "wirklich" schlimmes ist, aber je mehr ich (hier und anderswo) lese, desto mehr Angst bekomme ich.
Vor allem die Größe macht mir ziemlich Sorgen, und auch, daß as so schnell gewachsen ist...

danke für die Aufmunterung!

Dreamy
18.07.2006, 20:00
Meiner Freundin wurde eine Zyste mit 2,8 kg vom Eierstock entfernt (Gutartig !)

Sch**** wie lange ist das Ding denn gewunchert?! *schockeriert ist*
Aber zum Glück war es ja gutartig... :-)


Liebe Next try,

ich drücke dir echt die Daumen das alles gut geht....mach dich nicht so verrückt...es bringt sowieso nichts! :)

Viele liebe Grüße und alles alles Gute

Christine R.
18.07.2006, 21:14
Hi Dreamy

von den ersten Beschwerden bei meiner Freundin bis zur OP vergingen 3 1/2 Wochen !!!!!!:eek:

Liebe Grüsse

Christine

murmelina
19.07.2006, 12:53
hallo next-try,

ich wurde im november letzten jahres operiert weil ich einen unklaren unterbauchtumor hatte. bei mir im zimmer lagen 2 frauen die unklare unterbauchtumore hatten. eine davon hatte wirklich einen bauch wie eine schwangere. es handelte sich bei ihr um eine zyste von 18cm, gutartig.

bei mir hatte das ding angefangen zu entarten, symptome vorher hatte ich eigentlich keine, im nachhinein hatte ich dinge die ich jetzt nicht mehr habe zb. spielte mein kreislauf des öfteren verrückt, ich war oft müde und ko, hatte vermehrt blähungen.
hat deine ärztin blut abgenommen um evtl einen tumormarker zu bestimmen? der könnte hilfreich sein. in der regel kann man per ultraschall recht gut erkennen ob es sich um zysten handelt glaube ich.

ich will dich nicht beunruhigen denn die beiden damen auf meinem zimmer damals hatten gute befunde. gut ist das du es entdeckt hast und reagiert hast. ich drücke dir die daumen das alles ok ist!!!

liebe verschwitzte grüße

murmelina

Dreamy
19.07.2006, 13:39
Hi Christine,

3 1/2 Wochen ist eine unglaubliche Zeit bei so was! Bei meiner Mutter hat es 1 Woche bis zur OP gedauert und das fand ich schon arg lang, angesichts desen das sie 4 Liter Wasser im Bauch hatte!

Leider war bei uns alles Hoffen vergebens das es gut ausgeht...will Next try jetzt auch keine Angst machen aber ich denke es ist gut sich vorher auch damit zu befassen!

nirvana
19.07.2006, 21:27
Hi next_try,
es kann ein gutartiger als auch ein bösartiger Tumor sein auf jeden Fall solltest du dir Gedanken machen wo du die OP durchführen lässt. Es ist sehr wichtig wo & wer sie durchführt. Auch bei einem gutartigen Tumor ist es wichtig damit nach der OP keine Beschwerden auftreten.
Viel Glück
nirvana

next_try
20.07.2006, 17:04
Hallo,

jetzt bin ich gerade zurück vom CT...
also sie wissen nicht genau, was das da in meinem Bauch ist, aber es hat zumindest noch keine Metastasen gestreut...
Ein ungefähr fußballgroßer Tumor, der keinem Organ wirklich zuverlässig zuzuordnen ist. Es hat eine ganz glatte, gleichmäßige Oberfläche und ist nirgends reingewachsen oder so...
Was zum ... kann das denn jetzt sein?

Danke allen, die mir bis hier her die Daumen gedrückt haben...

Carola

Christine R.
20.07.2006, 17:40
HaLLO Carola

wenn ich beim Radiologen bin findet anschliessend immer ein ausführliches Gespräch statt. Egal ob Abdomen MRT oder Mammografie
Hast du denn nicht mit ihm gesprochen?:confused:
Wohin geht der Befundbericht?

Einfach genau nachfragen ob beim Radiologen oder beim Gyn.

LG

Christine

next_try
20.07.2006, 17:50
natürlich hab ich nachgefragt...abe die Ärztin hat gesagt "so richtig weiß ich jetzt auch nicht..."...Ich hab auch die CT-Bilder gesehen, aber als Laie erkennt man da ja nicht wirklich viel...Es ist halt ziemlich groß, hat ne ganz glatte Oberfläche (wie ne Zyste) und man kann (angeblich) nicht erkennen, von welchem Organ es ausgeht...

Dreamy
20.07.2006, 22:21
Liebe next try,

ich hab dir so sehr gewünscht das Sie nix finden würden bei dem CT! :(

Jetzt steht wohl erst mal eine OP an!?

Gruß Katja

next_try
20.07.2006, 22:52
ja...operiert werden muß auf jeden Fall. Ich will das auch so schnell wie möglich machen lassen. Wer hat schon gern nen Fußball im Bauch?
Wenn ich nur wüßte, was das ist. Und wie kann sowas innerhalb von 2 Monaten so groß werden?
Selbst wenn es bösartig sein sollte, ist es doch gut, wenn der Tumor gut gekapselt ist und nicht gestreut hat, oder?

liebe grüße
Carola

SASKI
21.07.2006, 09:25
Liebe Carola,

mensch, so ein fussballgrosses Ding im Bauch stell ich mir wirklich unangenehm vor. (Würde bei mir gar nicht reinpassen im Moment - wiege nur 48 kg). Aber Scherz beiseite, es tut mir wirklich leid für Dich, denn auch ich hatte Dir ganz fest die Daumen gedrückt. Die Äusserungen Deiner Ärzte finde ich allerdings trotz allem ziemlich unbefriedigend. Es ist zwar positiv, wenn der Tumor abgegrenzt ist und nicht gestreut hat, aber vor einer OP sollte man doch wissen, von welchem Organ er ausgeht, oder liege ich da falsch? Bin natürlich auch kein Spezialist, aber ich dachte immer auf einem CT kann man sowas gut sehen. Vor der OP hast Du ja sicher noch einen Besprechungstermin, da würde ich mir an Deiner Stelle alle Fragen, die Du hast, aufschreiben. In der Aufregung vergisst man sonst leicht was und ärgert sich hinterher darúber. Ich denke auch weiterhin an Dich, drück Dir ganz fest beide Daumen und wünsche Dir, dass alles gut wird. Du schaffst das schon. :pftroest:
Alles Liebe
saski

next_try
22.07.2006, 00:07
Hi,

es ist ja etwas schwierig, einen Spezialisten zu finden, wenn Dir niemand sagen kann, was es denn nun eigentlich ist.
Ich habe jetzt den Befund der Radiologen in der Hand, und dort wird , Zitat:
"...in erster Linie an einen mesenchymalen Tumor gedacht. Auch ein Weichteilsarkom wäre möglich..."
Was noch erschwerend hinzukommt, ist die Tatsache, daß im größten (und auch eigentlich "besten") Krankenhaus hier gerade gestreikt wird. Vom Universitätskrankenhaus wiederum wird mir von jedem, der dort schonmal behandelt wurde, abgeraten...
Zu all der Unsicherheit bezüglich des Tumors kommt jetzt auch noch diese Entscheidung dazu...es ist echt langsam nicht mehr wirklich schön...

Lt. Aussage der Radiologin und auch meiner FA dürfte die eigentliche OP auch nicht so das Problem sein, weil der Tumor ja irgendwie nirgens so richtig "festgewachsen" ist...also laienhaft gesprochen: aufschneiden, rausnehmen, zunähen...ich weiß, so einfach ist es nicht, aber naja...
Auf den CT-Bildern sieht das Ding aus wie ein mit Wasser gefüllter Luftballon, der quasi frei in der Bauchhöhle schwebt...ziemlich gruselig...

lg Carola

sommer_sonne
23.07.2006, 22:44
Liebe Carola,

ich drücke dir die Daumen, dass dieser Alptraum bald vorbei ist und du endlich Gewissheit hast,

alles, alles Gute
sommer_sonne

Tina37
24.07.2006, 18:54
Hallo Carola,

ich möchte hier mal nicht näher ausführen, was es sein könnte, dazu gibt es einen ganzen Thread. Lies mal bitte bei den Weichteiltumoren den Thread "Was ist das nur" - ich erkenne da doch einige Parallelen. Aber wenn es ein Gist wäre, dann mußt du dir nicht allzu viele Sorgen machen, das ist sehr gut behandelbar.

Bei Fragen melde dich einfach in diesem Thread.

Liebe Grüße
Martina

Tina37
24.07.2006, 19:02
PS: Sollte es ein Gist sein, ist ein guter erfahrener Chirurg außerordentlich wichtig. Aber das ist es bei unklarer Diagnostik sowieso. Meist wissen die Ärzte erst während der OP, was sie da haben (Schnellschnitt im Labor während der OP). Leider ist Gist ziemlich selten und nicht jeder Chirurg weiß bei entsprechendem Verdacht damit umzugehen.

Für eine Zweitmeinung (um Gist auszuschließen oder zu bestätigen) kannst du dich an den Onkologen Dr. Schlemmer im Klinikum Großhadern wenden. Dr. Reichhardt von der Berliner Charité ist ebenfalls Gist-Experte. Solltest du nicht in der Nähe von München oder Berlin sein, gebe ich dir gerne Adressen von anderen Gist-Experten. Dr. Schlemmer sieht sich sicherlich gern die Bilder an bzw. kann man ihm auch den Befund faxen. Ansonsten kannst du mir auch gerne eine PN schreiben oder eben meinen Thread durchlesen.

Tina37
24.07.2006, 19:09
Noch mal (lese hier deinen Thread Schritt für Schritt :D ):

Gist (Gastrointestinaler Stromatumor, Weichteilsarkom, Weichteiltumor) geht aus vom Magen, Dünndarm, Dickdarm oder selten vom Rektum. Anfänglich durchdringt er kein anderes Gewebe (das würde erklären, warum der Tumor bei dir hängt). Gist werden ziemlich groß und machen erst mal keine Beschwerden, meist werden sie durch Zufall entdeckt.

Wenn der Tumor gut abgegrenzt ist und noch nicht gestreut hat ist es auf jeden Fall super. Bei dieser Größe gehörst du jedoch in eine Risikogruppe für Rezidive. Es gibt hier aber verschiedene Studien mit Glivec. Immer vorausgesetzt es ist ein Gist.

Aufschneiden, rausnehmen, zunähen - nein, so einfach ist das leider nicht. Es ist und bleibt eine Bauch-OP und bei der Größe des Dings ist das sicherlich kein Zuckerschlecken.

Wenn jedoch schon ein Verdacht auf Weichteiltumor besteht, dann lass dich bitte von einem Gist-erfahrenen Chirurgen operieren und nicht einfach von irgendeinem Chirurgen.

So, jetzt liegt mir deine Geschichte ziemlich im Magen, mir gings ganz ähnlich. Bitte schreib, wenn du was wissen möchtest, ok?

Tina37
24.07.2006, 19:10
Jetzt habe ich doch näher ausgeführt :D .

next_try
03.08.2006, 12:36
Hallo zusammen,

seit heute bin ich aus dem KH wieder zuhause...
Die ersten Tage in der Klinik waren ein ziemlicher "Spießrutenlauf"...
jeder "durfte" mich mal untersuchen, Urologen, Chirurgen, Gynäkologen...
Letztere haben dann doch übernommen, obwohl sie bis zum Schluß nicht sicher waren, ob es denn wirklich ein gyn-Problem ist...
Lange Rede, kurzer Sinn: im Endeffekt haben sie mir den Bauch aufgeschnitten und "geguckt"...Der Tumor kam nicht wie ursprünglich vermutet vom Eierstock und es war auch kein Weichteilsarkom, als es noch klein war, war es wohl mal ein Myom gewesen, inzwischen aber komplett degeneriert und regressiv verändert (2100g schwer). Der Schnellschnitt war ok, also haben sie alles andere "dringelassen"...und der Albtraum hat (erstmal) ein Ende...

Der letztendliche pathologische Befund steht jetzt noch aus...neben diesem Riesenteil haben sie noch ein kleineres enfernt, was wohl auch nicht soooo "toll" aussah...

naja...abwarten...

sommer_sonne
10.08.2006, 01:02
Hoffe sehr, dass es dir inzwischen gutgeht und du Klarheit hast,

alles Gute
sommer_sonne

sunflower777
08.11.2006, 23:23
Hi next_try,

ich habe heute zufällig durch einige Suchbegriffe Deine Meldungen gelesen.
Bei mir wurde auch so was Ähnliches entdeckt, auch ähnlich groß und den ganzen Krampf im KH muss ich nächste Woche auch durchmachen.... Wünch mir bitte Glück, ich brauch's .... :-)

Ich hoffe, bei Dir ist mittleweile alles wieder in Ordnung ! Ich drück Dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen und wünsche alles Gute !!!


Viele liebe Grüße
sunflower777


Hallo zusammen,

seit heute bin ich aus dem KH wieder zuhause...
Die ersten Tage in der Klinik waren ein ziemlicher "Spießrutenlauf"...
jeder "durfte" mich mal untersuchen, Urologen, Chirurgen, Gynäkologen...
Letztere haben dann doch übernommen, obwohl sie bis zum Schluß nicht sicher waren, ob es denn wirklich ein gyn-Problem ist...
Lange Rede, kurzer Sinn: im Endeffekt haben sie mir den Bauch aufgeschnitten und "geguckt"...Der Tumor kam nicht wie ursprünglich vermutet vom Eierstock und es war auch kein Weichteilsarkom, als es noch klein war, war es wohl mal ein Myom gewesen, inzwischen aber komplett degeneriert und regressiv verändert (2100g schwer). Der Schnellschnitt war ok, also haben sie alles andere "dringelassen"...und der Albtraum hat (erstmal) ein Ende...

Der letztendliche pathologische Befund steht jetzt noch aus...neben diesem Riesenteil haben sie noch ein kleineres enfernt, was wohl auch nicht soooo "toll" aussah...

naja...abwarten...