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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tumormarker


PamelaS
22.08.2006, 19:17
Hallo!

Hätte da mal eine ganz allgemeine Frage? Was sagt der Tumormarker eigentlich aus?

Meine Ma hatte zu Beginn ihrer jetzigen Chemo einen Tumormarker von fast 400. Jetzt ist er, nach mehreren Zyklen, auf 39 gesunken, was natürlich ein gutes Zeichen ist. Trotzdem geht es ihr jedoch total schlecht und sie hat auch starke Tumorschmerzen in der Leber. Die Ärzte meinen auch, dass der Krebs durch die Chemo ohnehin nicht verschwindet, sondern dass sie nur das Wachstum stoppen können.
Deshalb verstehe ich nicht, was denn dann so ein Tumormarker überhaupt aussagen soll. Bis 35 ist der Wert doch normal.

Freue mich über eine baldige Anwort!

Liebe Grüße, Pamela

Christine R.
23.08.2006, 08:39
Hallo Pamela

sicher hast du Recht , dass ein TM bis 35 U/ml "normal" ist.
Dies sagt aber nichts darüber aus, dass kein Tumorgeschehen im Körper vorhanden sein kann. Ein TM ist auch nur zur Verlaufskontrolle geeignet

Gruss

Christine

PamelaS
23.08.2006, 13:22
Hallo Christine!

Aber der TM ist ja bei meiner Ma extrem gesunken. Müsste es ihr dann jetzt nicht besser gehen? Bzw. müssten die Tumore nicht kleiner geworden sein o.ä.?

Danke für deine Antwort!

Liebe Grüße, Pamela

Christine R.
23.08.2006, 18:39
Liebe Pamela

eigentlich ja.
Was sagen denn die bildgebenden Verfahren? (MRT PET/CT)
Sind Tumorreste dann, wenn ja in welcher Grösse?
Wie ist die Metastasierung in der Leber?

Tumorschmerzen kann man wirkungsvoll bekämpfen
Ich hoffe wenn du mir antwortest, dass ich dir weiterhelfen kann

Liebe Grüsse

Christine

PamelaS
23.08.2006, 18:56
Hallo Christine!

Es sollen Anfang September neue CT-Bilder gemacht werden. Ich weiß also nicht genau, ob sich tatsächlich etwas getan hat.

Zu Anfang der Chemo hatte meine Ma den größten Tumor in der Leber. Dieser hatte/hat eine Größe von ca. 7 cm. Zudem hat sie Metas im Zwerchfell, Bauchfell, Milz, Niere, an den Darmschlingen. Ich weiß gar nicht, ob ich da jetzt noch was vergessen habe. Mir fällt jetzt gerade nichts mehr ein.

Seit ein paar Wochen hat sie starke Tumorschmerzen in der Leber. Diese sind aber sehr unregelmäßig. Sie bekommt die Schmerzen meistens nachts. Und das so ca. einmal in der Woche.

Durch die Chemo, die sie momentan bekommt (Gemzar), ist meine Ma sehr schlapp geworden. Sie ist nur noch müde und ständig ist ihr übel.
Der Arzt meinte, diese Chemo sei das letzte, was er für meine Mutter tun könne. Gestern war meine Ma wegen ihrer Beschwerden im Krankenhaus. Der dort diensthabende Arzt meinte dann, dass sie nciht mehr von der Chemo profitieren würde und dass diese dann abgesetzt werden müsse. Das müsste jedoch mit dem behandelnden Arzt beprochen werden. Der kommt morgen wieder. Meine Mutter hat auch morgen einen Termin.

Ich habe jetzt wirklich große Angst, dass er dann sagt, er könne nichts mehr für meine Ma tun...

Vielen Dank für deine Hilfe!

Liebe Grüße, Pamela

Christine R.
23.08.2006, 20:31
Oh Herrje Pamela

ich verstehe deine Angst sehr gut. Es ist sehr lieb von Dir, dass du dich für meine Hilfe bedankst, aber das ist doch selbstverständlich......
So wie es aussieht geht es deiner Ma wirklich nicht gut. Manchmal , und ich verstehe deine Ängste wie gesagt nur zu gut, ist es besser dem Betroffenen noch ein wenig Lebensqualität zu schenken, als ihn bis zum Schluss mit einer Chemo und Therapie nach der anderen zu quälen.
Manchmal sind diese Chemos bis zum Schluss und vielleicht noch dazu massive Ganzkörperbestrahlungen nur noch Verzweiflungstaten der Ärzte. Sie sind oft auch hilflos und können und verkraften es nicht mit der Tatsache konfrontiert zu werden, dass nur noch eine gewisse Lebensspanne vor den betroffenen Krebspatienten liegt. Aber bevor Sie Ihnen dies sagen, wird alles an High -Tech Medizin versucht.
Oft Gottseidank, aber in gewissen Stadien nicht immer zum Wohl des Patienten.
Aber die Entscheidung liegt bei deiner Mutter und ich hoffe , sie hat Ärzte, denen sie ihr Vertrauen geschenkt hat oder haben kann.
Wichtig ist jetzt eine optimale Schmerztherapie, damit sie sich nicht quälen muss, sondern die besagte Lebensqualität hat.

Liebe Grüsse und alles alles Gute

Christine

Flips
24.08.2006, 11:11
Hallo liebe Pamela

Ich drücke Euch beide ganz doll, schicke Euch beiden zenterweise Kraft und möglichst bald schmerzfreiheit.

Zu Deiner Frage bzgl. Tumormarker gibt es im Netz unzähliche links.
Gut aufgebaut ist z.B. netdoctor.de. Aber auch hier, in diesem für mich besten Forum, wirst Du sicher fündig.


Alles, alles Liebe Mo:knuddel: :knuddel: ni

PamelaS
24.08.2006, 11:16
Hallo Christine!

Meine Ma war heute im Krankenhaus. Die Übelkeit kommt davon, dass ihr Gallengang durch die umliegenden Tumore und Metas sehr verengt ist. Deshalb soll ihr morgen ein Röhrchen in den Gallengang "eingepflanzt" werden.

Zur Chemo hat der Arzt noch nichts gesagt. Er meint, erstmal müsse Mamas Wohlbefinden wieder stimmen, damit man über eine andere Therapie nachdenken könnte.

Der größte Tumor sitzt wie gesagt in der Leber. Er sitzt recht zentral zwischen den beiden Leberlappen. Deshalb meinen die Ärzte man könnte es nur sehr schlecht operieren. Haben die Woche einen Brief an Dr. Müller in Hammelburg geschickt, weil ich gelesen habe, dass er auch noch Patientinnen hilft, wo andere Ärzte nichts mehr machen wollten. Vielleicht kann er doch noch etwas für meine Mutter tun, dass man den Krebs nochmal "eingedämmt" bekommt.

Fühle mich total schlecht, weil ich momentan nicht bei meiner Mama sein kann. Wohne 150 km von ihr weg und stecke gerade mitten im Examen. Kann jetzt hier momentan nicht weg, weil ich meinen Briefkasten bewachen muss. Warte auf die Ladung zu meiner mündlichen Prüfung.
So etwas kommt mir alles so nebensächlich vor. Wäre einfach nur am liebsten bei meiner Mutter. Aber ich weiß auch, dass sie will, dass ich meinen Abschluss ordentlich mache. Bin echt in einer Zwickmühle.

Wieso ist das ganze Leben nur so ungerecht...

Liebe Grüße, Pamela

PamelaS
24.08.2006, 12:42
Hallo Heidi!

Vielen Dank für deine Antwort. Werde mich gleich mal nach den Medikamenten erkundigen, die du genannt hast. Haben ja, wie gesagt, einen Brief nach Hammelburg geschickt. Habe gehört, dass Dr. Müller auch mit Avastin arbeitet. Von daher hoffen wir ja auch, dass dieses Medikament für meine Mutter eine Chance ist.

Du hast auf jeden Fall recht damit, wenn du sagst, dass es so schwer ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Man selbst ist ja schließlich kein Arzt und muss permament den Ärzten vertrauen, die ja schließlich auch nur Menschen sind und evtl. auch mal Fehler machen...
Ich hoffe jedenfalls, dass ihr den richtigen Weg einschlagen werdet.
Ich hätte mir auf jeden Fall auch noch eine dritte Meinung eingeholt. Man selbst weiß ja schließlich nicht, wie man es richtig machen soll.

Ich drücke dir und deiner Mutter jedenfalls fest die Daumen!!!

Liebe Grüße, Pamela

murmelina
12.10.2006, 12:27
hab da mal ne frage.....

hatte nachsorge letzte woche, offensichtlich alles ok:)

der tm war vor 6 monaten bei 8,7 und nun bei 11,8.

hat der leichte anstieg was zu sagen oder ist das noch ok???
(ich weiss das es bis 35 ok ist....aber anstieg ist anstieg, oder?)
danke für die antwort

einen schönen tag wünsche ich euch allen

murmelina

margit b.
12.10.2006, 15:00
Hallo Murmelina,

kann dich gut verstehen, dass dir ungute Gedanken kommen! Aber der Anstieg in diesem Bereich sagt im Moment sicher noch nichts aus. Ich hatte auch mal so einen "Ausreisser", aber bei der nächsten Kontrolle nach 3 Monaten war er dann wieder im Ursprungsbereich.
Wenn allerdings bei der nächsten Kontrolle wieder ein Anstieg zu verzeichnen ist, dann würde ich versuchen, dies abzuklären. Vielleicht kannst du mit deinem Arzt eine neuerliche Kontrolle in 6-8 Wochen vereinbaren.

Alles Gute und liebe Grüße
Margit