Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hodgkin - mein neuestes Sammlerstück
Hallo alle miteinander,
ich möchte mich kurz vorstellen: mein Name ist Lena-Linnea, ich bin 30 Jahre alt und habe das Glück, mit dem besten Mann der Welt sowie unseren zwei wunderbaren Kindern (7 Jahre und fast 11 Monate) zusammenleben zu dürfen.
Um es gleich vorab zu sagen: Für Krebsesammeln hatte ich noch nie etwas übrig, aber erstens kommt es oft anders und zweitens als man denkt...
Bis vor ein paar Monaten war bei mir die Welt noch in Ordnung. Dann wurde aus einem vermeintlichen Rückbildungsproblem der Gebärmutter der Verdacht auf Eierstockkrebs, der sich leider bestätigte.
Am 30. 06. fand die große OP statt, bei der - entsprechend der Standardtherapie bei EK - Gebärmutter, Eileiter, Ovarien, Blinddarm, Omentum majus und diverse Lymphknoten entfernt wurden.
Während der ersten Chemo (Carboplatin/Taxol) bekam ich ziemlich heftige Herzrhythmusstörungen, die sich nicht gut auf die verabreichten Medikamente schieben ließen. Also wurde ich zur Abklärung und medikamentösen Einstellung auf die Innere (Kardiologie) geschickt.
Als das erledigt war, durfte ich meine zweite Chemo bekommen, diesmal Carboplatin als Monotherapie wegen der Kardiotoxiztät von Taxol. Ging auch soweit alles gut...
Als ich nun vor der anstehenden dritten Chemo bei meinem Hausarzt war und es eigentlich nur um Blutwerte etc. gehen sollte, fiel ihm ein vergrößerter Lymphknoten an meinem Hals auf, der ihm nicht gefiel. Ich, die ich wegen der Chemo nur die Vermeidung von Infekten im Kopf hatte, habe mich auch noch gefreut, daß der nicht wehtut - bis bei mir der Groschen gefallen ist...
Der Arzt meinte nach ausgiebigem Abtasten, der Knoten würde sich "charakteristisch" anfühlen und außerdem würden ein paar (wenn auch wegen der Chemo unzuverlässige) Blutwerte passen. Jedenfalls veranlaßte er kurz darauf eine Lymphknotenentnahme. Die fand letzte Woche statt und seit gestern weiß ich nun, daß es sich bei meinem neuesten Krebs um ein noduläres lymphozytenprädominantes Hodgkin-Lymphom (NLPHL) handelt.
Glücklicherweise (oder: Hausarzt sei Dank) scheint alles noch im Anfangsstadium zu sein. Da bei Palpation und Ultraschall der peripheren Lymphknotenareale keine weiteren Auffälligkeiten gefunden wurden und der eine befallene Knoten ja draußen ist, hat man mir erstmal weitere Staging-Untersuchungen erlassen (Lungeröntgen etc. ist ja wegen des EK auch noch nicht so lange her).
Der Arzt, der mir gestern den Befund mitteilte, meinte, bei NLPHL im Stadium 1 könne man nach Entfernung der betroffenen Knoten ein "Wait and Watch" machen, aber er würde dazu raten, im Anschluß an meine EK-Chemo eine Strahlentherapie durchzuziehen. Darüber soll ich dann mal mit meiner Onkologin reden...
Jetzt bin ich erstmal damit beschäftigt, mich in die Wissenschaft meiner neuesten Rarität einzuarbeiten, aber es ist gar nicht so leicht, etwas dazu zu finden. Daher möchte ich fragen, ob sich unter den hiesigen Schreibern vielleicht jemand mit NLPHL befindet?
Ansonsten versuche ich mich von dem Gefühl abzulenken, daß mir das Wasser so etwa Oberkante=Unterlippe steht. Mir ist klar, daß ich mit diesem frühen Stadium sehr viel Glück im Unglück gehabt habe, aber der Gedanke, ein Zweitmalignom zu haben, ist schon sehr gewöhnungsbedürftig...
Übrigens habe ich beschlossen, das Krebsesammeln endgültig zu beenden - also freilaufende Tiere bitte nicht zu mir, ich nehme keine mehr!
Viele liebe Grüße an alle hier!
Linnea
struwwelpeter
21.09.2007, 12:31
Hallo Linnea!
Was für ein Sch....!!! :pftroest:
Ich habe Deine Beträge bereits im EK Forum verfolgt - nicht alle, jedoch einen großen Teil, kenne Dich also vom Lesen her. Auf das Sammeln von diversen Krebssarten möchte sich sicherlich keiner spezialisieren, ich finde es jedoch schon recht heftig das Du jetzt eine neue "Baustelle" eröffnet hast. Zu Deiner Form des Hodgkins kann ich Dir leider nicht viel sagen, es zählt allerdings meines Wissens zum NHL. "Wait and Watch" ist bei Stadium 1 gut, damit kommen doch relativ viele gut mit zurecht. Einziger Nachteil wird sicherlich die psychische Belastung sein. Ich hoffe jedoch für Dich, dass Du damit klar kommst und erst einmal die bisherige Behandlung mit Erfolg abschließen - beenden kannst!
Ich wünsche Dir sehr, das sich auch weiterhin alles zum positiven hin entwickelt! Vorallem jedoch wünsche ich Dir die nötige Kraft um alles das zu packen was da auf Dich "einstürmt", das ist schon ein ganz schöner "Haufen"! Und wenn ich Dich hier richtig einschätze bist Du eine Kämpfernatur, das ist eine sehr gute Voraussetzung! :twak: Mach in Platt den Sch.... Krebs!
7637
ich hoffe es für Dich!
Liebe Grüße und alles Gute :1luvu: :knuddel:
Ina
Liebe Ina,
vielen Dank für Deine liebe Antwort!
Mir geht es andersherum ähnlich: ich habe schon häufig hier mitgelesen und fand das Miteinander in diesem Forum immer sehr angenehm und herzlich. Aber natürlich hätte ich mich auch weiterhin mit dem Gast-Status begnügt...;)
Unter anderem habe ich gelesen, daß sich zur Zeit bei Dir auch eine ziemliche Menge Mist häuft. Ich weiß es sehr zu schätzen, daß Du mir trotz alledem geschrieben hast!
Ich hoffe sehr, daß es Dir bald besser geht, vor allem mit den Beinen (das ist sicherlich ziemlich einschränkend..):pftroest:
Alles Gute für Dich und nochmals: Danke fürs Schreibens!
Deine Linnea
PS: Ich kenne mich damit ja noch nicht so aus, aber in den Behandlungsrichtlinien wird das NLPHL immer unter Hodgkin aufgeführt - sozusagen als Sonderform neben den 4 klassischen - naja, muß ich nochmal nachfragen...
Seit meiner ersten Chemo habe ich glücklicherweise einen sehr fähigen Psychotherapeuten. Bisher helfen mir diese Gespräche mit ihm sehr, aber seelische Tiefpunkte lassen sich natürlich nicht vermeiden ... wie das mit der Kämpfernatur ist wird sich im Laufe der Zeit erweisen...aber ich nehme mir ein Beispiel an Dir!
struwwelpeter
21.09.2007, 20:19
Hallo Linnea,
hier unter dem Link den ich Dir eingefügt habe kannst Du einiges nachlesen! Da ich selbst zwar weiß worum es sich handelt aber ansonsten eher unwissend bin, bringt das Nachlesen Dir sicherlich einiges mehr an Informationen.
Wie geht es Dir im Moment, was macht die psychische Seite, die ja stets eine Sonderrolle spielt! All das muß ja erst einmal so richtig verarbeitet werden. Das ist, ich sehe es gerade bei mir, gar nicht so einfach!
Zu mir: leider hat sich nicht viel geändert! Meine Beine: 200 Meter kommen mir vor wie ein Marathon, sind die Treppen dabei wird es ein unangenehmes Unterfangen. Aber ich bin trotzdem recht zuversichtlich, nächsten Freitag ist das Skelettzintigramm und am 1.10. das CT. Zwischenzeitlich versuche ich mit der KG etwas in Bewegung zu bleiben. Wer rastet der rostet noch mehr :eek: - nee, das möchte ich dann doch nicht :boese: !
Übrigens: für`s Schreiben musst Du Dich nun wirklich nicht bedanken, das tue ich sehr gerne! Es ist doch toll wenn man sich austauschen kann, wenn man auch einmal den Frust von der Seele schreiben kann und wenn dann andere da sind die es 1 : 1 verstehen können. Ich finde es im Übrigen toll das Du seit der 1. Chemo psychotherapeutische Betreuung hast, das hatte ich nicht und auch bei den letzten Malen ist dies unter gegangen. Erst jetzt hole ich es nach und hoffe sehr das es mir viel bringt!
Dir wünsche ich jetzt noch einen wunderschönen Abend! Übrigens: ich denke schon das Du Dich dazu zählen kannst - wer in dieser Form - siehe Titel einen Thread aufmacht, der weiß schon genau wie der Schlachtplan zu führen ist - die Regie hast Du!!! :megaphon: Toi, toi, toi
http://www.bilder-hochladen.net/files/1gop-2eu.gif
Liebe Grüße :winke:
Ina
P.S. wie stets ein Stück vom bunten Leben - so wird es stets sein! :rotier2:
http://alf3.urz.unibas.ch/pathopic/getpic-fra.cfm?id=5160
Hallo Linnea,
hörst Du wohl die Sammelei auf ;) .
wir sind zwar ein Volk der Sammler und Jäger aber das muß Du doch nicht so wörtlich nehmen.
Fühl Dich erstmal ganz lieb in den Arm genommen .
Das was Du hast, der Name ist mir zu lang, gehört auch zum Morbus Hodgkin und wird genauso behandelt, ist nur selten 3% der Hodgkinerkrankungen.
Wird meist nicht gesondert aufgezählt.
Rede aufjedenfall mit deiner Onkologin evtl mit einem Hämatologen, vielleicht gibt es eine Hämatologie in der Klinik in deiner Nähe.
Sicher ist sicher.
Aber wie du ja weist ist der Morbus Hodgkin gut therapierbar.
So meine liebe ,fühle Dich ganz lieb geknuddelt und Köpfchen hoch.
Alles liebe
Ulli
Liebe Ina, liebe Ulli,
ach, es tut so gut, Eure Beiträge zu lesen! :knuddel:
Tja, die liebe Psyche wird sicherlich noch eine Weile mit diesem ganzen Schlamassel zu tun haben. Alleine schon das ständige Auf und Ab: Als ich begriffen hatte, in welche Richtung die Gedanken meines Hausarztes angesichts des schmerzlosen Knotens liefen, habe ich erstmal richtig die Krise gekriegt. Nach der Lymphknotenentnahme hielt ich es jeden Tag für unwahrscheinlicher, daß sich dabei etwas bösartiges herausstellen könnte (vielleicht der pure Selbstschutz, was weiß ich). Jedenfalls dachte ich schon, daß mein guter Hausarzt es diesmal mit der Vorsicht wahrscheinlich übertrieben habe. Als mir dann der Befund erläutert wurde, war das dann wieder die berühmte Keule...
Mit meinem Psychotherapeuten habe ich ziemlich Glück gehabt. Aber ich wäre vermutlich nicht so schnell auf die Idee gekommen, diese Art von Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn meine erste Chemo nicht so horrormäßig gewesen wäre (am Ende mußte wegen extremer Herzrhythmustörungen und hämodynamischer Instabilität der Defibrillator ran...) Jedenfalls habe ich dann dauernd von dem Mist geträumt und hatte ziemlich Bammel vor der nächsten Chemo. Deshalb habe ich meinen tollen Hausarzt (der war wirklich ein Glücksgriff via Telefonbuch) wegen einer Therapie gefragt und er hat mir dann diesen Menschen empfohlen. Er ist zwar kein Psychoonkologe, betreut aber ziemlich viele Krebspatienten und hat mir sehr gut geholfen, meine "Angststörung infolge von psychotraumatischem Therapieerlebnis" in den Griff zu bekommen, so daß die zweite Chemo "normal" verlaufen konnte.
Seit dieser Herzgeschichte mache ich die Chemo stationär mit EKG und allem Pipapo. Aber ich denke, da bin ich in der Uni-Klinik Jena auch ziemlich gut aufgehoben. Die Innere II ist da unter anderem auch für Hämatologie zuständig. Nächsten Montag soll ich bei meiner Onkologin vorbeischauen, die ich bisher nur telefonisch über die neuesten Neuigkeiten informiert habe. Da werde ich dann mal fragen, was ihrer Meinung nach in dieser Angelegenheit noch passieren sollte.
Vielen Dank für den Link, liebe Ina. Ich habe inzwischen auch ein paar Seiten ergooglet, wobei die ausführlicheren Texte alle auf englisch sind (muß ich also noch lesen, bevor ich ab nächsten Dienstag wieder einen Dödelkopf von der Chemo habe).
Ich drücke die Daumen für Freitag und wünsche Dir, daß Dir die Psychotherapie genausoviel bringt wie mir. Und natürlich beste Erfolge bei der KG (meine Mutter ist Physiotherapeutin, wohnt nur leider nicht hier...)
Wie geht es bei Dir zur Zeit, liebe Ulli? Ich verspreche Dir gerne, mit der Sammelei aufzuhören, ich finde ja auch, daß man nicht alles haben muß, was andere Leute haben...
Euch und allen anderen hier eine gute Nacht!
Eure Linnea
Hallo Linnea,
soweit geht es mir gut, die nächste Nachsorge steht in kürze bevor und meine Hirnzellen fangen so langsam an wieder verrückt zu spielen:eek:
aber das gehört halt dazu.
Auch muß ich mir eigestehen das die ganze Sch... mich doch mehr Kraft gekostet hat als ich gedacht habe.
Wie meinte meine Ärztin doch so charmant" Sie sind halt nicht mehr das neuste Modell da steckt man sowas nicht so leicht weg".
Aber da ist für mich auch klar das ich ab Januar meine Arbeitsstunden reduziere, mach ich halt mehr auf Oma :tongue .
So Du Sammelsorium :pftroest: :pftroest:
alles liebe und dickes Knuddeln
Ulli
Liebe Ulli,
die Äußerung Deiner Ärztin klingt ja so, als könnte man irgendwann "im besten Alter" für den Krebs sein, wo man ihn einfach wegsteckt wie einen grippalen Infekt oder so etwas... ich wüßte nicht, wann das sein sollte...:confused:
Ich kann mir vorstellen, daß in der Zeit vor den Nachsorgeterminen wieder besonders viele Gedanken und Gefühle hochkommen, die einem das Leben nicht gerade leichter machen. Ich hoffe, Du mußt nicht mehr so lange warten bis dahin?:pftroest: Diese ständige Warterei habe ich wirklich unterschätzt: es macht so mürbe, dauernd auf Termine und Befunde warten zu müssen. Ich sage schon immer zu meinem Mann, daß er mich in der Vorweihnachtszeit wahrscheinlich zwischen die Lebkuchenfrauen stellen kann...
Wie eine Oma fühlt man sich doch sowieso irgendwie, oder? Da ist es nur gut, das Arbeitspensum anzupassen! Wenn ich so meine Pillenschachteln überblicke oder meine Ärzte-Liste, komme ich mir jedenfalls ungeheuer alt vor. :( Wenn ich darüber nachdenke, daß ich vor einem Jahr nicht mal einen Hausarzt hatte...
Heute war ich viel mit den Kindern im Garten. Es war herrliches Wetter und überall zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite. Ich mußte wieder daran denken, wie ganz anders ich den letzten Herbst erlebt habe, in dem ich hochschwanger überall nur das Reifen und die vollen Früchte sah. Die sind ja jetzt auch da, aber meine Seele ist noch zu blockiert, um diesen Anblick wirklich genießen zu können. Irgendwie fühle ich mich seelisch wie verstopft. Seit der Diagnose meines Zweit-Tierchens habe ich noch nicht heulen können, dabei täte das mal gut, glaube ich... naja, kommt wahrscheinlich mit der üblichen Verzögerung (Seele kann nie pünktlich sein...)
Trotzdem wünsche ich allen hier einen schönen Abend!
Liebe Grüße von Linnea
Morgen Linnea,
ne so hatte meine Ärztin das nicht gemeint. Sie kennt mich ja schon eine weile und ist seid Jahren mit mir am schiempfen doch mal einen Gang herunter zu schalten. Bisher hiess mein Motto was mich nicht umbringt macht hart. Habe mit meinen Kräften nicht gehaushaltet und auch nie anerkannt das ich mit 50 nicht mehr so leistungsfähig bin wie mit 20.
Hi,hi das mit der Oma meinte ich wörtlich, werde mehr Zeit mit den Enkelchen verbringen.
Linnea das mit der Seele hinterherhinken kenne ich auch, während meiner Erkrankung habe ich nur 2 mal geheult am Tag als ich die Diagnose bekam und als das leckere Vanilleeis nach Pappe schmeckte. Im Gegensatz zu jetzt wo ich aufpassen muß nicht wegen jeder Kleinigkeit zu heulen. Du bist glaube ich auch so ein Typ ,jetzt erstmal kämpfen und dann sehen wir weiter. Ich gehe davon aus das es so eine Art Schutz der Seele ist, die Zeit des Heulen und Durchhängen kommt auch noch.
So liebe fühle Dich ganz lieb geknuddelt
Ulli
Nadine81
23.09.2007, 13:04
Hallo,
bei mir wurde Ende März diesen Jahres Hodgkin diagnostiziert. Anfang April habe ich dann meine erste Chemo bekommen, bis zur 2. habe ich auch alles recht gut vertragen, ausser so kleine Nebenwirkungen wie Übelkeit u. Erbrechen, dannach gings dann richtig los. Ich habe alles mitgenommen was geht:mad: Nach der 4. war ich dann einige Tage im Krankenhaus. Dann wurde die Chemo von Choep auf Chop umgestellt. Die letzte der insges. 8 Zyklen bekam ich Ende Juli. Nun wurden noch 18 Bestrahlungen gemacht, die habe ich aber ganz gut vertragen, leichter Husten und brennen in der Speiseröhre, kann man dagegen etwas machen?
Hallo Nadine,
schön, daß Du hierher gefunden hast! Herzlich willkommen! Leider kann ich Dir bezüglich Deiner Beschwerden nicht weiterhelfen, aber ich bin sicher, daß unter den vielen unfreiwilligen Experten hier auch solche sind, die Antworten auf Deine Fragen haben.
Tja, Ihr Lieben, manchmal geht es mit dem Heulen dann wohl doch schneller als man denkt. Nachdem ich jetzt tagelang dieses Weinen gespürt habe, es herumgeschleppt habe und es dennoch nicht herauskam, hat vorhin eine ganz liebe PN die Schleusen geöffnet. Ich habe fast eine Stunde lang geheult wie ein Schloßßhund, aber es hat sooo gutgetan, war richtig befreiend!
Liebe Ulli, Oma wörtlich ist viiiiiel besser als Oma im übertragenen Sinne! :) Wieviele Enkel hast Du denn? Wir waren zuhause fünf Kinder (ich bin die Vierte) und jetzt genießen meine Eltern, daß es immer mehr Enkel werden: Meine älteste Schwester hat zwei Kinderchen, dann unsere beiden und ich habe so den Verdacht, daß mein Bruder und seinem Demnächst-Frau (sie heiraten jetzt im Oktober) auch nicht mehr lange warten werden...
Liebe Ina, ich frage mich schon seit geraumer Zeit und jetzt frage ich einfach mal Dich: Wie schaffst Du das nur, so viele liebe, einfühlsame Beiträge zu schreiben und außerdem noch so zahlreiche schöne und passende Bilder dafür herauszusuchen? Ich staune immer wieder!
Morgen habe ich einen vollen Tag: Meine Onkologin, die ich bisher nur telefonisch über das NLPHL informieren konnte, will sich morgen gaaaanz früh (vor offizieller Praxisöffnung) für mich Zeit nehmen. Dann muß ich noch in der Klinik Blut abliefern, wegen der Chemo am Dienstag und nachmittags bekommt dann der Psychotherapeut den neuesten Lagebericht geliefert. Übermorgen ist dann - wie gesagt - die Chemo und ab Mittwoch bin ich wieder zuhause.
Bis dahin: Viele liebe Grüße an alle!
Linnea
Liebe Linea!
Och Mensch... erinnerst Du Dich,wir haben vor einiger Zeit mal Kontakt gehabt, ich glaube, das ging um die Diagnose und die Kinder. Und nun lese ich das von Dir? Ich nehme Dich mal lieb in den Arm!
Ich kann nun gar nichts dazu sagen, aber ich kann Dir sagen, daß ich Dir von Herzen alles Gute wünsche!
Liebe Grüße,
hope
Einen guten Morgern wünsche ich Dir Linnea
Wie sagt man so schön:
Kein Weg ist zu weit
Kein Berg zu hoch
Allein die Willenskraft macht aus einem langen und unendlichen Weg,einen kurzen Sprint.
Allein die Stärke macht aus einem riesen Berg einen kleinen hügel.
Du hast dir da kein tolles Hobby ausgesucht,aber wer sucht sich auch so was aus?wohl keiner.
Ich glaube auch dieses wirst Du meistern.
Wie du auch schon geschrieben hast steht Deine Familie voll hinter Dir und damit ist schon mehr als die hälfte geschafft.
Ich wünsche Dir aller stärke der welt,und ich glaube das ist zu schaffen.
Mit viel Herz und Verstand die besten wünsche für Dich
lg Myfee
Hallo Ihr Lieben,
jetzt habe ich die Termine des Tages hinter mir, bin allerdings weniger geschafft als vermutet. Das hängt sicherlich mit meinem hervorragenden Psychotherapeuten zusammen, der so ein gutes Gespür für meine aktuelle Belastbarkeit hat und die Gespräche entsprechend anlegt. Das ist schon eine tolle Kunst, wenn man sie richtig beherrscht! Hat wieder richtig gutgetan!
Meine Onkologin hat mich dafür eher Nerven gekostet. Ich glaube, sie ist fachlich sehr gut, hat aber zu offensichtlich ihre wissenschaftliche Arbeit im Kopf. Jedenfalls hat sie mir fast die ganze Zeit über erzählt, daß sie meinen Fall schrecklich gerne für ihre Forschung ausgiebig dokumentieren möchte und daß sie gerade mehrere Patienten mit Zweitkrebsen betreut usw.
Ich habe ja überhaupt nichts dagegen, wenn die Wissenschaft von diesem Schlamassel irgendwie profitieren kann, im Gegenteil: dann ist er ja wenigstens für etwas gut! Aber meine Fragen sind über all dem immer wieder untergegangen. Gut, ein paar Kleinigkeiten bezüglich der Chemo wurden geklärt. Aber zur Strahlentherapie meinte sie nur, ich solle jetzt erstmal die Chemo hinter mich bringen, dann könne man eventuell nochmal ein Zwischenstaging einschieben und dann entscheiden ob und wie. Bin ich nun also so schlau wie vorher. Außerdem müßte die Misteltherapie, die sie mit mir mal besprochen hatte, wegen des NLPHL ausfallen. :undecided Soviel dazu...
Liebe Hope,
wie könnte ich vergessen, wie lieb Du mir vor ein paar Wochen geschrieben hast, als ich mir noch gar nicht vorstellen konnte, wie alles werden soll mit Kind und Kegel und Krebs. Tja, dieses Jahr hat es schon in sich... Wie geht es bei Dir? Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und sage ganz herzlichen Dank fürs Schreiben!
Liebe Myfee,
auch Dir herzlichen Dank für Deine guten Wünsche! Ich habe bereits in Deinem Thread gelesen, aber da ich auch schon im EK-Forum schreibe, schaffe ich es einfach nicht, auch hier so viel zu antworten. Daher wünsche ich Dir von hieraus alles Gute und viel Kraft für Euch!
So, jetzt mach ich mal mit dem prä-chemotherapeutischen Doping weiter...
Melde mich wieder, sobald es mein Dödelkopf zuläßt!
Einen guten Abend Euch allen!
Linnea
struwwelpeter
24.09.2007, 21:32
Hallo liebe Linneahttp://www.bilder-hochladen.net/files/1gop-2fu.gif,
danke Dir erst einmal für Deinen sehr lieben Eintrag in "September"! Tja, auch ich baue sehr darauf das nun endlich heraus gefunden wird was die Ursachen für diese extremen Schmerzen sind. Es sind nicht die Polyneuropathien, die grenzen sich deutlich von den anderen Schmerzen ab. Also muss ich warten - und viel Geduld aufbringen! Es klärt sich leider nicht immer alles von heute auf morgen, damit muss ich klarkommen, wie so viele andere auch.
Ich hoffe jedoch sehr Dir ist die Chemo heute recht gut bekommen und Du hast weiter keine Probleme! Tja, mit Mistel ist beim Hodgkin nicht zu spassen, es wäre eher kontraproduktiv. Nur gut das es Dir direkt gesagt wurde, wäre doch schlimmer, man hätte dies versäumt!:rolleyes: Aber das kannst Du ja nicht unbedingt vorab direkt wissen. Tse......und dann hat Deine Onkologin doch in der Hauptsache ihre wissenschaftliche Arbeit im Kopf! Ist ja gut wenn Sie so ein " Exotisches Wesen"(sorry) wie Dich behandeln darf - das ist doch schon Material genug!
Klasse finde ich es wirklich wie wertvoll die psychologische Betreuung klappt! Bislang kann ich mich auch nicht beklagen - allerdings hatte ich erst zwei Stunden und noch ist es regelmäßig wohl nicht ganz zu bewältigen ( von beiden Seiten her ). Nun, das sollte sich noch ändern, eine gewisse Regelmäßigkeit wäre in jedem Fall angebracht.
Eine Frage noch: bitte, was ist prä - chemotherapeutisches Doping? Nicht schlecht .............Frau Specht:rotenase: me !
Und nun wünsche ich Dir noch einen ruhigen angenehmen Abend, erhole Dich vom Stress des Tages (war ja ein langer Tag) und mache Dir sofern es möglich ist noch ein paar gemütliche Stündchen.
Dir alles Liebe und Gute, einen dicken Kraftknuddler obendrauf:knuddel: !
http://www.bilder-hochladen.net/files/1gop-2fv.jpg
Liebe Grüße :winke:
Ina
Hi Linnea,
also ich habe 2 Enkel.
Der große ist am 11.9 . 5 Jahre alt geworden. Er stammt aus einer anderen Beziehung der Freundin meines Sohns. Für mich ist aber auch mein Enkel .
Habe mich letztens auf seinem Geburstag richtig gefreut ,bisher hat er immer Thomas Mama zu mir gesagt. Das ist ihm jetzt zu lang meint er , "ich sag jetzt einfach Oma". " Freu".
Meine Enkelin ist am 9.5.06 geboren und natürlich ein Sonnenschein, ein lächeln und Opa schmilzt dahin "hihi".
Die 2 haben mir bei der Bewältigung der schweren Zeit sehr geholfen.
Das Doping wüste ich auch gerne ;bin doch sehr neugierig.
So alles liebe
Ulli
Ihr lieben, treuen Schreiberinnen
ja, ich noch mal... kann wie üblich vor dem Chemo-Tag nicht einschlafen...
Im Prinzip ist mir klar, daß es bei malignen Lymphomen und Leukämien nicht so günstig ist, mit Mistelpräparaten das Immunsystem noch zusätzlich anzukurbeln. Die Idee mit einer Misteltherapie hatte sich nur schon so in meinem Kopf festgesetzt, nachdem viele Frauen aus dem EK-Forum sehr positive Erfahrungen damit gemacht haben...
Was mein "prä-chemotherapeutisches Doping" betrifft, so muß ich Euch - falls Ihr auf irgendeinen Geheimtip gehofft habt - leider enttäuschen. Erst durch Eure Nachfragen ist mir klar geworden, daß ich mit dieser Formulierung so allerlei zusammenfassen wollte, ohne etwas außergewöhnliches zu meinen:D Also:
In erster Linie habe ich an die Antiemetika gedacht. Ich bin so ein Reiherweibchen und brauche immer eine Menge von dem Zeug (in meinem geplagten Hirn funktioniert ja nicht mehr alles so reibungslos, aber die Verbindungen zum Brechzentrum laufen einwandfrei und lassen sich auch nicht so schnell beeindrucken :rolleyes:
Leider hatte ich nach der letzten Chemo Probleme mit extremen Augeninnendrücken, was die Ärzte auf die hohen Dosen dieser Medikamente zurückgeführt haben. Deshalb wird diesmal das Verhältnis von Emend, Fortecortin &Co verändert. Außerdem wurde mein Prä-Chemo-Programm um eine Augentropfen-Prophylaxe ergänzt. Das Dumme an diesen so hilfreichen Tropfen ist, daß ich schon vorab etwas verschwommen sehe :augen: (beim Computer gibt es ja so schöne Einstellungsmöglichkeiten für Sehbehinderte , aber beim Kinderbücher-Vorlesen ist das wirklich hinderlich)
Und wenn ich mal ganz ehrlich bin, "dope" ich mich vor den Klinikstagen auch immer noch auf andere Weise: ich hole mir ganz viele Kuscheleinheiten bei meiner Familie, trinke literweise von meinen Lieblingstee, dusche seeeehr ausführlich und gönne mir auch sonst so allerlei... Außerdem versuche ich natürlich, viel Zeit mit meinen Kinderchen zu verbringen (kann Dich da gut verstehen, liebe Ulli).
Für den Großen ist es allerdings zur Zeit ganz und gar nicht leicht, daß ich so oft "ausfalle". Er ist so ein ganz sensibler und nachdenklicher Junge, der seine Sicherheit aus einem regelmäßigen Alltag und feststehenden Regeln schöpft. Alles, was den Tagesablauf mit seinen eingespielten Ritualen durcheinanderbringt, verunsichert ihn ein Stück weit. Es tut mir so leid für ihn, daß ich seine Kindheit so aufwirbele, aber was soll ich machen? Ich kann nur hoffen, daß ihm die ganze Situation nicht dauerhaft schadet...
Die Kleine kennt es ja nicht anders und nimmt es dementsprechend gelassen. Nur ist sie gerade mit sich selbst unzufrieden, weil ihr das Robben als Fortbewegungsart nicht mehr genügt. Neulich war sie noch stolz und glücklich, daß sie auf diese Weise überall hinkam. Jetzt geht sie richtig auf die Knie, wackelt mit dem Po vor und zurück und ärgert sich, daß sie noch nicht herausgefunden hat, wie das mit dem Krabbeln funktioniert.
So, jetzt muß ich aber wirklich ins Bett!
Viele liebe Grüße an alle hier
von Eurer Linnea
Hallo Ihr Lieben,
meine gestrige Chemo ist mit nur wenig Erbrechen und ohne kardiologisch relevante Zwischenfälle vorrüber gegangen, was mich sehr froh macht! :rotier2: Außerdem habe ich Chemo-Halbzeit: Dreimal habe ich hinter mir, dreimal muß ich noch. Aber wenn die noch bevorstehenden Applikationstage so verlaufen wie diesmal, kann ich mich wirklich nicht beklagen!
Liebe Monika, ich danke Dir sehr für Deine Worte. Ich hoffe auch ganz fest, daß die Erfahrungen, die jetzt so viele Entbehrungen und Kompromisse für meinen Sohn bedeuten, irgendwann auch ihr positives Potential in ihm entfalten können werden. Ja, ich hoffe...
Die Kleine hat es heute zum erstenmal geschafft, sich ohne Hilfe am Sofa in den Stand hochzuziehen. Sie war stolz wie Oskar (oder wie sagt man das bei Mädchen?). Jedenfalls hat sie über das ganze Gesicht gestrahlt und dabei ihre kleine süße Nase so kraus gezogen, daß diese wie ein Rosenköhlchen aussah.
Liebe Ulli, da sind bei Euch die Kindergeburtstage ja bestens verteilt! Das haben wir nicht so gut hinbekommen: Die Kleine hat Ende Oktober ihren 1. Geburtstag und der Große ist kurz vor Weihnachten dran. Da fast die gesamte Familie meines Mannes im Dezember und frühen Januar Geburtstag hat, kommen wir in dieser Zeit aus der Feierei gar nicht heraus. Meistens heißt es dann: "Eßt jetzt mal den Geburtstagskuchen auf! Morgen kommt ein neuer auf den Tisch!" - und das in der Weihnachtszeit...
Wie geht's Dir mit Deiner Allergie? Hast Du Deiner Nase schon gekündigt?;) Nein im Ernst: wogegen bist Du denn allergisch, daß Du so spät im Jahr damit zu tun hast?
Liebe Ina, jetzt sage ich umgekehrt: Fürs Schreiben mußt Du Dich wirklich nicht bedanken! Auch ich mache das sehr gerne. Außerdem bin ich mir sicher, daß die Schreiberei hier im KK ein Teil meiner Psychotherapie ist! ... obwohl ich da - wie gesagt - an einen hervorragenden Fachmann geraten bin, den ich nicht missen möchte.
Wegen meines "Psychotraumatischen Therapie-Erlebnisses" (es gibt schon tolle Formulierungen, was?) hatte ich anfangs sogar eine psychotherapeutische Intensivkur mit 3-4 Stunden in der Woche. Das hat mir sehr viel gebracht, läßt sich aber natürlich jetzt nicht so fortsetzen. Aber ich bin schon sehr froh, daß mein Hausarzt den Psychotherapeuten dazu gekriegt hat, mit mir weiterzumachen, obwohl dieser anfangs meinte, er hätte keine Kapazitäten frei und könne die Schnellkur nur übernehmen, weil noch Ferienzeit und einige seiner Patienten in Urlaub seien. Ich glaube, mein Hausarzt und mein Psychotherapeut sind befreundet, da konnte er nicht nein sagen - wozu solche Freundschaften manchmal gutsein können...
So langsam, merke ich, geht mein "Lichtloch" wieder seinem Ende entgegen (mein Chemohirn hat immer so seine helleren Phasen, bevor es wieder dicht macht...Ihc hoffe, ich habe unterdessen nicht allzu viel Blödsinn geschrieben, über den ich mich morgen ärgern muß...)
Ich wünsche Euch und allen hier einen guten Abend!
Eure Linnea
Hallo Linnea,
schön das du die Chemo gut vertragen hast.
Ich bin gegen Schimmelpilze Allergisch, aber nicht die Bister die schon mal an der Wand wachsen, ne ich muß ja immer was besonderes haben.
Bin gegen 8 Schimmelpilzarten allergisch die draußen in der Natur vorkommen, die dort gebraucht werden um z.B. Laub umzumodeln. Also die Dinger werden gebraucht. Habe mir die auch so ausgesucht das jeder in einer anderen Zeit aktiv ist von Januar bis Dezember. Wenn schon denn schon.
Aber normal merke ich nicht mehr so viel davon ,nur Laub , Nässe ,Wärm und Wind ist Gift für mich das merk ich dann gewaltig.
So schlaf schön und träume was schönes.
Alles liebe und dicken Knuddler
Ulli
Guten Abend Ihr Lieben,
liebe Ulli, na da hast Du Dir ja wirklich was extraordinäres herausgesucht! Ich hoffe Deine Enkel sammeln nur schimmelfreie Kastanien für Dich!
Ich bin heute hauptsächlich traurig und erschöpft: meine Großmutter, die seit 6 Jahren in einem Pflegeheim lebte, ist heute überraschend gestorben. Sie konnte aufgrund einer fortgeschrittenen Demenz nicht mehr sprechen und war seit einem Schenkelhalsbruch in den letzten 5 Jahren bettlägrig. Wie an jedem zweiten Nachmittag war meine Mutter gestern bei ihr und merkte, daß es ihr nicht sooo gut ging, aber ihr Zustand war keineswegs besorgniserregend.
Heute vormittag sind dann meine Eltern von Hessen hier zu mir nach Thüringen gefahren, da sie mir mit den Kindern helfen wollten, während mein Mann beruflich zwei Tage unterwegs ist (wegen des Bauchschnitts kann ich meine Kleine ja nicht mal ins Bett heben...). Eine Stunde, bevor sie hier eintrafen, rief eine Schwester aus dem Pflegeheim an, daß meine Großmutter erbrochen und aspiriert habe... Also sind meine Eltern gleich wieder umgekehrt (d.h. mein Vater wollte zu meiner Unterstützung hierbleiben, aber die eigentliche Hilfe wäre meine Mutter gewesen...es ist besser, er ist nun bei meiner Mutter). Nun wird meine älteste Schwester morgen nach der Arbeit zu mir kommen...
Vorhin habe ich erfahren, daß meine Großmutter bereits in der Mittagszeit gestorben ist. Ich bin so traurig, daß meine Mutter nun meinetwegen nicht bei ihrer Mutter sein konnte.
Liebe Grüße von Eurer betrübten Linnea
struwwelpeter
27.09.2007, 23:20
Liebe Linnea
Es tut mir sehr leid das Deine Großmutter heute Mittag verstorben ist, mein herzliches Beideid! Gerne würde ich Dich einfach nur trösten, die Last als solches kann Dir wohl im Moment niemand abnehmen. Es ist die Seele die jetzt weint, und genau die Seele braucht ihre Zeit um all das zu verarbeiten!
Aber es ist nicht gut und auch nicht richtig wenn Du Dir indirekt Schuld daran gibst, das Deine Mutter nicht vor Ort war! Niemand kann das Schicksal beeinflussen, und man kann die Dinge und Abläufe nicht in bestimmte Bahnen lenken, so ist leider das Leben immer wieder...........oftmals unbarmherzig hart.
Liebe Linnea, lass die Trauer einfach zu - alles andere liegt nicht in unserer Hand! Zeit, Raum und Begebenheit habe eine andere Ordnung als die, wie wir sie uns oftmals wünschen. Ich denke einmal Du weißt was ich damit sagen möchte!
Es tut mir sehr leid das Du Dich jetzt nicht nur mit Dir und Deiner Erkrankung beschäftigen mußt, nein, es kommt auch noch die Trauerbewältigung hinzu.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Energie damit Du diese schwere Zeit mit diesen enormen Belastungen überstehst! :pftroest: Deine Familie braucht Dich und alles auf einmal zu bewältigen ist schon sehr hart!
Alles Liebe und Gute für Dich
Ina
Äpfelchen
28.09.2007, 09:58
Liebe Linnea,
auch von mir ein ganz herzliches Beileid :pftroest: . Ich kann verstehen, dass Du Dir Deine Gedanken machst, und dass es Dich traurig macht, dass Deine Oma alleine gestorben ist.
Ich habe seit langem viel über Tod und Sterben gelesen (z.B. von Elisabeth Kübler-Ross - die sind toll) und weiß inzwischen, dass der Sterbende entscheidet wann er geht. Deine Mutter war jeden 2. Nachmittag bei der Oma, nun, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Deine Oma trotzdem alleine gewesen wäre. Denn sie ist ja mittags gestorben und nicht nachmittags und es hätte auch der Tag sein können, an dem Deine Mutter nicht bei ihr gewesen wäre.
Meine Oma ist vor vielen Jahren im Krankenhaus auch ganz alleine gestorben, wir waren jeden Tag abwechselnd dort und dann hat sie sich ganz in der Früh so gegen 5 Uhr auf die Socken gemacht. Sie war sogar alleine im Raum.
Und wir haben hinterher zuerst gesagt, ach wären wir doch da gewesen. Ich bin überzeugt, sie wäre nicht gestorben so lange jemand bei ihr war. Meine Oma war ein sehr selbständiger Mensch hat viel alleine gemacht in ihrem Leben, rückblickend war es nur logisch, dass sie auch alleine gestorben ist. Es hat zu ihr gepasst.
Jetzt wo Du selbst krank bist, ist der Tod Deiner Oma sicher doppelt schwer. Wenn Du weinen kannst, dann lass es zu und versuche nicht Deine Gefühle zu unterdrücken. Das ist ganz wichtig für Deinen eigenen Heilungsprozess.
Alles Liebe
Beate
struwwelpeter
28.09.2007, 23:59
Liebe Linnea,
oh ja, die Westpakete! Wer kennt sie nicht? Ich selbst habe sie auch noch sehr lange gepackt. Meine Verwandschaft kommt aus der Nähe von Leipzig. Und wie oft bin ich damals dort gewesen. Fast jährlich wenn es die Arbeit zugelassen hat. Und beim Öffnen dieser "Westpakete" war es immer das schönste zu sehen, wie sehr man mit Kleinigkeiten einen - mehrere Menschen glücklich machen konnte. Ich weiß es noch als wäre es gestern: mir kamen stets die Tränen, es hatte mir stets viel Freude bereitet!
Tja, so wie Du das beschreibst, es ist einmalig und mit soviel Gefühl! Ich danke Dir! Aber Du mußt ja doch schon eine sehr starke Persönlichkeit sein, dass Du diesen Raum auch noch in dieser Form schaffen vermagst! Genießen sollte man jede Stunde jede Minute die mal wieder einigermaßen sorgenfrei sind. Morgen: das ist noch weit hin und erst der Montag, es bleibt so viel Zeit dazwischen! Also nutze ich diese mit den Dingen, die mir in der letzten Zeit nicht mehr gelungen sind und mir doch so viel bedeuten! Ich hoffe dass Du selbst jetzt in der Zeit der Trauer ein kleines Plätzchen für die Freude übrig hast - sie kommt zumeist von der eigenen Familie, den Kindern!
Und so rein geographisch gesehen packe ich Dir nun auch ein Westpaket :knuddel:- gesendet wird es so ganz aus dem Westen der Republik:winke: : enthalten sind viel Kraft und Energie, Durchhaltevermögen und weiterhin diese unsagbare - bewundernswerte Stärke!
http://www.bilder-hochladen.net/files/1gop-2gw.jpg
alles Liebe und Gute für Dich und Deine Familie
Ina
Liebe Ina, liebe Beate und liebe Hope, die Du mir im "September" geschrieben hattest,
ich danke Euch sehr für Eure lieben Antworten. Es tut so gut, immer wieder Eure echte, herzliche Anteilnahme zu spüren, was auch immer geschieht...
Zur Zeit scheine ich irgendwie in einen Ereignishagel hineingeraten zu sein: ein einschneidendes Erlebnis jagt das andere, es geht Schlag auf Schlag. So schnell wie es mir hier ins Seelengärtlein hagelt, kann ich gar keine Schutzdächer bauen. Aber nicht, daß Ihr denkt, die Eiskörner könnten mir alle Pflanzen vernichten: da gibt es auch einige ziemlich robuste Gewächse. Das Unkraut vergeht sowieso nicht und die empfindlichen Pflänzchen - tja, in deren Fall ist wohl der grüne Daumen meines Spezialisten gefragt.
Liebe Ina, meine gestrige Formulierung war leider sehr unpräzise: Ich möchte mir nicht eine solche Schuld zuweisen (das hoffe ich jedenfalls), denn ich kann Dir nur zustimmen: wir haben es nicht in der Hand, welche Ereignisse wie aufeindertreffen. Mein nicht ausgeführter Gedanke dahinter war vielmehr, was für ein wahnwitziger Umstand es doch ist, daß meine Eltern, die fast immer wenige Auto-Minuten von meiner Großmutter entfernt waren, ausgerechnet an ihrem Todestag hunderte von Kilometern durch Deutschland fuhren, weil ich die Krebserei habe. Dazu kam der Gedanke, wie es wohl für meine Mutter gewesen sein muß, diese Strecke zwischen ihrer krebskranken Tochter und ihrer sterbenden Mutter zurückzulegen. Aber vielleicht hast Du recht, liebe Beate, und die Traurigkeit über Omas Alleinsein während des Sterbens quält nur die Zurückbleibenden. Es ist ein schöner, tröstlicher Gedanke, daß meine Großmutter diesen Zeitpunkt so gewählt haben könnte. Ich danke Dir für diesen Denkanstoß!
Heute vormittag habe ich wieder erleben können, was für unterschiedliche Gefühle doch gleichzeitig in einem blühen können. Unser Großer war in der Schule und ich wollte die Gelegenheit nutzen, ein paar Tränen zu vergießen. Du hast ja so recht, Beate, die müssen raus... Daher habe ich mir eine CD aufgelegt mit einer Musik, die mich immer sehr anrührt. Es wirkte auch prompt, aber zugleich konnte ich sehen, wie unsere Kleine, die vorher ganz vertieft in die Neuordnung unserer Kerzenreste-Sammlung gewesen war, sich plötzlich aufsetzte und in dieser Haltung zur Musik zu tanzen begann, wobei sie über das ganze Gesicht strahlte. Eine solche Kinder-Freude überträgt sich ja so unmittelbar, so daß in meine Traurigkeit ein ganz glücklicher Klecks gegossen wurde. Das war schöööön!
Ihr Lieben alle, habt eine gute Nacht mit erquickenden Träumen!
Liebe Ina, ich hoffe Du kannst einschlafen, nach diesem Freudewirbel!
Herzliche Grüße sendet Euch
Eure Linnea
PS: Liebe Ina, ich sehe eben Dein hinzugekommenes Westpaket: Vielen Dank!!!
Hallo Linnea,
erstmal ganz lieb in den Arm genommen und getröstet.
Es gibt Zeiten da fragt man sich "wie soll ich das alles verkraften".
Da sind so Momente mit Deiner Kleinen die die einem die Kraft geben.
Dich ganz lieb knuddel
Ulli
Du liebe Linnea!
Du scheinst auch ein Menschenschatz zu sein. Deine Worte sind so lieb und so berührend!
Ich denke auch, daß Deine Großmutter es genauso wollte, wie sie dann gestorben ist. Aber ich kann auch sehr gut verstehen, daß Du darüber nachdenkst,wie sich Deine Mutter wohl gefühlt hat...überhaupt, wie sich unsere Mütter fühlen, schon allein mit der Situation, daß ihre Kinder krank sind...
Ach, was Du schreibst über Deine Kleine, da mußte ich so schlucken. Weißt Du, liebe Linnea, genau das ist es, was für mich sooo schwer ist. Meine Kinder!!! Wenn ich mein Herz so traurig fühle, wenn diese schwere Hand sich um meinen Hals legt, dann sehe ich meine Kinder, meine Kleine (2), wie sie, in ein rosa Kleidchen gesteckt (von ihren Schwestern), die Haare zu einem ordentlichen "Dutt" hochgesteckt und da steht sie und dreht sich dann ganz langsam zur Musik, ihre Augen strahlen, ihre Lippen lächeln, sie sieht so schön aus, so wunderschön- und mein Herz, Linnea, mein Herz zerspringt. Freude und Traurigkeit reichen sich die Hände... Das sind Momente,die mich an den Rand meines Verstandes bringen, manchmal noch ein Stück weiter... Und dann könnte ich schreien "ICH WILL ES NICHT VERLIEREN, DIESES LEBEN...noch nicht...."
Ach ja, Linnea, ich wünsche Dir alles alles Liebe. Ich werde Dich hier öfter noch besuchen kommen,wenn ich darf!!!
Mach´s gut,
hope
Hallo Ihr Lieben,
ach, es tut immer so gut, Eure Zeilen zu lesen! Ich bin jedes Mal ganz gerührt, daß Ihr Euch so lieb um mich kümmert und soviel Anteil nehmt!
Liebe Ulli, wie schaffst Du es nur immer, in ein paar Worten so viel Herzlichkeit unterzubringen? Deine Kraftknuddler wirken bei mir wie ein hochdosierter Energie-Coctail (ich bin schon ganz süchtig danach). Und dabei hast Du doch selbst gerade schwere Trauerarbeit zu leisten. Nochmals hier: Mein herzliches Beileid! (ich habe Dir auf Deine schwarzen Gedanken geantwortet).
Liebe Hope, nun hat die Schilderung Deiner Kleinen mich zum Schlucken gebracht: Du beschreibst die Situation so anschaulich und dann das Gefühl, daß es einen innerlich schier zerreißt - das kenne ich inzwischen nur zu gut. Du hast es so schön ausgedrückt: Freude und Traurigkeit reichen sich die Hände. Auch ich habe das Gefühl, daß diese beiden zunehmend ineinander verflochten sind, kaum mehr "pur" auftreten. Und zusammen haben sie eine so gewaltige Intensität. Aber wem sage ich das? Übrigens: Ich freue mich sehr, wenn Du gelegentlich hier hereinschaust!
Meine Schwester Mareka, die mich hier ganz lieb unterstützt, hat vorhin unseren Großen zu einer Kindergeburtstagsfeier gefahren. Da wir selbst kein Auto haben, genießt er es immer sehr, sich nicht selbst aufs Fahrrad schwingen zu müssen. Jetzt wird die Kleine noch einmal in ihrem Wagen ausgefahren, bevor es dämmrig wird und Mareka wieder zu ihren Lieben nach Hause fährt. Zum Mittag hatte sie die Kinder mit Frikadellen beglückt (sie hat selbst zwei süße Mädchen und weiß, was Sympathien schafft:D ). Sogar die Kleine hat 1 1/2 Frikadellen gemuffelt. Sie sah hinterher unbeschreiblich aus...
Mit meinem Appetit hapert es wieder ein bißchen. Wegen der Chemo schmeckt sowieso nichts, und da meine Seele ihren ungenehmigten Zweitwohnsitz im Magen nicht aufgeben will, fühle ich mich immer so voll. Also drücke ich mir so viele Kalorien rein, wie mit purer Verstandes-Esserei möglich ist. Meine Onkologin ist sowieso schon immer hinter mir her, daß ich zunehmen soll. Ich sehe ja auch ein, daß 52 kg auf 1,80m keine gute Basis sind. Aber während ich nach meiner ersten Schwangerschaft die überschüssigen Pfunde einfach nicht loswerden konnte (da mußten erst die Krebse kommen:rolleyes:), erinnern sich meine Fettzellen jetzt offensichtlich nicht an ihre Hamster-Aufgabe. Wahrscheinlich könnte ich mich den ganzen Tag über mit Schokolade vollstopfen, ohne daß sich das auf der Waage großartig bemerkbar machen würde (für manche eine Traumvorstellung, ich weiß).
Apropos Schokolade (ein Schmankerl am Rande): Neulich saß ich in einem Wartezimmer neben zwei Damen, die sich miteinander unterhielten. Die eine erheiterte mich sehr mit folgender Äußerung: "Also meine Schwester, die ist kerngesund, obwohl sie soviel Schokolade ißt, also davon würde sogar eine Honigbiene Diabetes bekommen!"
Gestern habe ich Antwort von einem Studienfreund aus meinen Mediziner-Tagen bekommen, der inzwischen seinen Facharzt in Hämatologie macht und entsprechende Kollegen an der Hand hat. Der hatte sich also, nachdem ich ihm meine Unterlagen geschickt hatte, ein bißchen umgehört, und obwohl noch keinem meine spezielle Krebs-Kombi untergekommen war, waren sich wohl alle befragten Fachleute einig, daß sie eine Radiatio dringend empfehlen würden. Naja, da kann ich mich ja schon mal mit dem Gedanken an Maske etc. anfreunden...
So, Ihr Lieben, mehr schaffe ich jetzt nicht zu schreiben... Ich wünsche Euch alles Gute. Ina, Du weißt, ich denke morgen fest an Dich!
Viele liebe Grüße,
Eure Linnea
Hallo liebe Linnea,
wenn ich mir die schwarzen Gedanken wegschreiben kann geht es wieder.Was mich an der ganzen Geschichte so geschockt hat war glaube ich das mir erstmalig bewust wurde das es auch meine Beerdigung hätte sein können.
Aber mir geht es wieder gut also keine Sorgen machen, ansonsten schiempft klein Ulli mal mit Dir :lach2: .
Mein Enkelchen war gerade hier und hat die letzten dunklen Gedanken weggelächelt.
Wenn die Bestrahlung sein must ist auch nicht so schlimm, hauptsache das Sammelsorium verschwindet.
So liebe Linnea fühl Dich in den Arm genommen und lieb gedrückt .
Deine Mondscheinfee :winke:
Ulli
Hallo liebe Ulli und Ihr anderen lieben Menschen,
es ist gut, liebe Ulli, wenn Du Dir die schwarzen Gedanken von der Seele schreiben kannst. Ich mache hier ja auch in mancherlei Hinsicht eine "Schreibtherapie". Und heute sitzen auch ein paar ziemlich dunkle Gesellen in meinem Köpfchen.
Ich habe kürzlich gelesen: "Im Umgang mit körperlich Behinderten entpuppt sich so mancher als geistig Behinderter." Und ich habe gedacht: Ist schon blöd, wenn man beide Rollen in sich vereinigt, also der geistig Behinderte ist, weil man mit seinen eigenen körperlichen Einschränkungen nicht klarkommt. Ach Mist, manchmal fühle ich mich so wahnsinnig unfähig im Hilfsbedürftig-Sein. Ich mag das Gefühl nicht! Es macht ja auch tausendmal mehr Spaß, anderen zu helfen. Und dann der Gedanke, mit Schwäche nur solange umgehen zu können, wie sie mich nicht selbst betrifft... da baut sich dann so ein Seelenmisthaufen vor mir auf, ein Problem ergibt das nächste - ätzend!!!
So, daß mußte auch mal raus... Vielleicht habe ich demnächst wieder Lichtgedanken...
Liebe Grüße an alle hier von
Eurer Linnea
Ach Linnea,
wie bekannt kommen mir Deine Worte vor.
Du bist da nicht alleine ,glaube mir. Ich habe mich gehast wenn ich keine Kraft mehr hatte. Das war für mich glaube ich schlimmer als die Chemo, zu akzeptieren das ich Hilfe annehmen muste. Das ich den Haushalt liegen lassen muste weil ich höchstens die Kraft hatte vom Bett zum Stuhl zu krauchen.
Auch heute fällt es mir noch schwer zu akzeptieren das ich nicht mehr alles kann ,sondern anderen das Feld überlassen muß.
Aber es geht und sehe es nicht als Schwäche sondern als Schritt zur Genesung .
So Dich ganz lieb knuddle (heute mal vor Mitternacht ;) )
Ulli
struwwelpeter
02.10.2007, 22:18
;) Liebe Linnea,
wie geht es Dir inzwischen so? Ich kann mich Deiner Feststellung und auch Ulli`s Worten nur anschließen! Es ist so: auch ich komme sehr schlecht mit den körperlichen Einschränkungen zurecht, obwohl ich mich eigentlich hätte daran gewöhnen müssen. Doch da streikt mein Hirn meist, man weiß das man all das evtl. konnte, dies aber jetzt aufgrund von körperlichen Einschränkungen nicht mehr kann. Akzeptieren, das ist etwas was ich in diesem Bereich nur schwer kann. Vielleicht fällt es mir im Moment auch nur so schwer weil doch einige Einschränkungen hinzu gekommen sind. Allein das Gefühl in vielen Bereichen auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein ist schwer hinzunehmen. Und exakt in diesem Bereich habe ich eben jenen "Seelenmisthaufen", der dann in andere Bereiche einfließt.
Ja, Du hast recht, auch das sind Dinge die RAUS müssen, die bewältigt werden wollen und vielleicht auch leichter ertragen werden. Ich wünsche Dir - uns, das wir mit diesem Gefühl besser klar kommen, das dieser Haufen nicht zu hoch und unüberwindbar wird!
http://www.bilder-hochladen.net/files/1gop-2i4.gif
Liebe Grüße :1luvu: :remybussi ( Ulli- an Dich natürlich auch)
:rotier: Ina :winke:
Ich wünsche euch einen schönen Feiertag! :prost:
Hallo Ihr Lieben,
da hat es mich eben ausgerechnet in dem Moment aus dem System rausgehauen, als ich meinen fertigen Beitrag abschickte, der jetzt nicht angekommen ist... also nochmal:
Wenn am Mittwoch im Eierstock-Forum nicht so viel losgewesen wäre, hätte ich Euch schon früher geschrieben, wie gut mir Eure Antworten getan haben, liebe Ulli und liebe Ina. Es ist so erleichternd, Gedanken und Gefühle hier loswerden zu können. Und wenn man dann noch auch so viel Verständnis stößt... Ihr seid so lieb!
In den Zeiten, als ich diejenige war, die helfend bei anderen eingesprungen ist, habe ich es mir nicht soooo schwer vorgestellt, selbst Hilfe anzunehmen. Da habe ich sogar einmal mit einem Freund geschimpft, der Meniscus-Probleme hatte und trotzdem unbedingt selbst zum Einkaufen humpeln wollte. Normalerweise neige ich dazu, freie Entscheidungen anderer Menschen zu akzeptieren, aber in dieser Situation hielt ich eine kleine Gardinenpredigt für angebracht... Jetzt kann ich zwei Dinge nur ganz schwer ertragen: Zum einen, daß ich soviel Hilfe brauche und zum anderen, daß Leute mit mir schimpfen, wenn ich an der einen oder anderen Stelle keine Hilfe annehmen mag...:rolleyes:
Zwei liebe Frauen aus dem EK-Forum - ich darf sie wohl inzwischen Freundinnen nennen :1luvu: - haben mir nahegelegt, doch mal über eine Familienpflegerin nachzudenken, da ich ja wegen des Bauchschnitts zu vielem rund um Kinder und Haushalt nicht in der Lage bin. Sie waren so nett zu schreiben, daß durch eine solche Helferin ja vor allem mein Mann von viel zusätzlicher Arbeit entlastet würde. Mit diesem trickreichen Gedankendreh, der aus "Nimm Hilfe an!" ein "Hilf Deinem Mann!" macht, fällt es mir wirklich leichter, so eine Möglichkeit zu erwägen - diese Psyche ist schon merkwürdig gestrickt, oder?
Heute fand die Beerdigung meiner Großmutter statt. Ich bin sehr froh, diese sehr auf ihre Persönlichkeit ausgerichtete und entsprechend gestaltete Feier miterlebt zu haben. Irgendwie geht es mir seitdem besser. Meine kleine Schwester, die Musik studiert, hat gesungen wie ein Engel - das hat mich zum Weinen gebracht, aber ich war damit nicht allein.
Außerdem war es - trotz des traurigen Anlasses - schön, meine Geschwister wiederzusehen. Besonders meinen Bruder hätte ich gerne ein bißchen mehr in der Nähe. Wir waren immer schon sehr eng miteinder... Aber er ist so lieb, mir fast täglich ein paar Zeilen zu schreiben, so daß ich mich regelmäßig auf seine e-mail freuen kann!:)
So, Ihr Lieben: Morgen habe ich wieder so einen arztreichen Tag, und es geht bereits um 8 Uhr in Jena los:rotenase: . Daher werde ich mich jetzt bald ins Bett verziehen... Vielleicht kann ich ja sogar schlafen;)
Euch noch einen möglichst schönen Abend!
Seid alle ganz lieb gegrüßt von
Eurer Linnea
vo
flautine
04.10.2007, 23:18
Liebe Linnea,
für morgen wünsche ich Dir alles Gute und dass es nicht allzu anstrengend und nervig wird!
Und für jetzt wünsche ich Dir eine ruhige und erholsame Nacht, so dass Du morgen mit neuer Energie in den vollen Tag starten kannst.
Gute Nacht, schlaf gut:schlaf:
flautine
struwwelpeter
05.10.2007, 00:13
Meine liebe Linnea :winke:
ich kann mir sehr gut vorstellen das es Dir gut getan hat das Du bei der Beerdigung dabei warst! Dein Tag war zwar bestimmt anstrengend, allerdings hast Du sicherlich für die eigene Trauerbewältigung gerade das richtige getan. Du konntest Abschied nehmen! So wird Dir hoffentlich die Trauerbewältigung auch etwas einfacher fallen, ich wünsche es Dir! Schön das Du bei diesem Anlass auch die Gelegenheit hattest und Deine Geschwister wieder einmal zu sehen konntest, diese Gelegenheit hast Du demnach auch nicht so oft.?
Aber, liebe Linnea, Du brauchst Dich nicht bedanken! Wofür: es ist gut wenn man sich in dieser Form so gut austauschen kann und andere das Problem auch nachvollziehen können, eben weil sie es selbst erleben bzw. erlebt haben. Ich glaube auch da sind wir alle gleich und an diversen Stellen "eigenartig gestrickt":kuess: !
:cool2:
Für heute, es ist ja wieder einmal nach 24 Uhr wünsche ich Dir nicht zuviel an Stress, keine Aufregungen etc.! Wenn ich um 8 los muß, kann ich die Nacht schon zeitig knicken! Ich hoffe Du kannst trotzdem den Morgen in Ruhe angehen, Stress tut nun wirklich nicht gut :) und macht Falten:D .
Ich wünsche Dir das Du zügig mit den Doc's durch bist und den Tag auch ein wenig genießen kannst;) !
7953
Liebe Grüße :winke:
Ina
Liebe Linnea!
Ich denke jetzt an Dich und drücke Dir die Daumen, daß Du einen "guten" Tag hast, wenn man bedenkt, daß Du im KH bist. *drück*
Zur Hilfe: Ja, ich kenne auch das Problem, daß ich immer alles allein machen möchte. Ich habe 6 Kinder und habe mein Zuhause selbst gemanagt. Auch die immer wiederkehrenden Angebote von SchwieMu:zunge: habe ich dankend abgelehnt. Nun bin ich auch ein Mensch, den das Liegenlassen von Duplosteinen (und ja, ich gebe zu, die damit verbundenen Schmerzschreie, wenn auf sie tritt:rotenase: ) eher anrührt, zeugt es doch von der kindlichen Phantasie, als daß ich sie in die Kisten verbanne. Dh, ich halte mein Zuhause so ordentlich, daß wir uns alle wohlfühlen. SchwieMu mit ihrem Staubwahn hatte hier nichts zu lachen;)!
Aber dann wurde ich krank:(. Und auf einmal riß sie mir alle Putzuntensilien quasi aus der Hand. Wir mußten ständig mit ihrem Auftreten bei uns rechnen, sogar abends gegen 21 h, wenn ich wirklich müde und erschöpft von der Chemo und Bestrahlung nur noch meine Ruhe wollte. Da griff sie zum Feudel und ab ging´s! Klar, irgendwann gab es den riesigen Zoff und sie war so beleidigt, daß sie mich nicht einmal nach meiner großen OP im KH besucht hat, keine Blume, keinen Anruf, nichts:((((! Das war hart, hat mir aber auch gezeigt, was das für Menschen sind...
So, was wollte ich damit sagen? Ich habe mich dann entschieden, eine Haushaltshilfe zu suchen, die mit den Kindern gut zurecht kam und ich hatte Glück, eine nette junge Frau über das DRK zu finden. Hat alles prima geklappt. Und ich konnte es dann wirklich genießen, auf dem Sofa zu liegen und zuzugucken, wie Laternen gebastelt wurden. Es war schön! Außerdem war ich ja da. Das war für die Kinder das A und O.
Ich denke auch, daß es für Deine Trauerarbeit richtig war, daß Du zur Beerdigung gegangen bist. Es ist ja "gut", wenn man sein Herz und seine Seele so öffnen kann, auch wenn beides weint. Das erleichtert ja auch ein Stück!
Mir sind meine Geschwister auch soo wichtig. Wieviele hast Du denn? 2 Schwestern und einen Bruder? Ich habe 3 jüngere Brüder und keinen möchte ich missen. Wir hatten schon immer ein gutes Verhältnis zueinander, aber seit ich krank bin, da hat mich das "Netz der Geschwisterliebe" so sehr gehalten...ach ja, bei dem Gedanken kommen mir die Tränen. Ohne meine Familie, also meine eigene, meinen Mann, meine Kinder, meine Eltern und Geschwister hätte ich das niemals so gut geschafft!!!:weinen:
Ich drücke Dich mal vorsichtig, wenn ich darf. Und ja, die Freude und die Trauer sind Hand in Hand. Wobei ich eher das Gefühl habe, daß die Freude so allein nicht mehr auftaucht, die Trauer leider schon...
Liebste Grüße,
Leena (hope)
Liebe Flautine, liebe Ina, liebe Leena,
vielen Dank für Eure lieben Worte! Ihr denkt immer so lieb an mich! (Und wenn dann in mir so die Dankbarkeit aufsteigt, liebe Ina, muß das einfach auch mal raus...).
Es war wieder ein langer Tag heute: Erst der Kontrolltermin beim Kardiologen (somit war ich in der Klinik, aber nicht stationär...) dann ein Vorstellungsbesuch bei einer anderen Onkologin und nachmittags noch eine Psychotherapiestunde....
Da ich mit meiner Onkologin noch nicht so ganz glücklich, habe ich heute mal eine Fachkollegin von ihr "begutachtet". Aber auch hier hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Vielleicht bin ich ja von meinen sonstigen Ärzten zu sehr verwöhnt, vor allem was die menschliche Seite betrifft. Jedenfalls habe ich mich auch bei dieser Frau nicht viel wohler gefühlt. Naja, weitersuchen...
Nach diesem Programm war ich einfach nur platt und habe mich vor kurzem erst wieder von unserer Kuschelmatraze im Wohnzimmer aufgerappelt. Die liegt dort noch aus den Tagen, als man unsre Kleine einfach an einem weichen Plätzchen ablegen konnte. Inzwischen robbt sie ja durch alle Zimmer, zieht sich überall hoch und ist überhaupt sehr viel in Bewegung. Ihre Matraze ist also frei, aber wenn ich mich darauflege, kommen die Kinder sehr schnell herbei, um mit mir zu kuscheln. Sogar die Kleine schmiegt ihr Köpfchen an, bevor sie wieder ganz schnell weitermuß - kein Wunder, wenn man doch so viel zu tun hat in der Welt.
Liebe Leena, ich bin die Vierte von fünf Geschwistern, die leider recht gut über Deutschland verstreut sind: Henning ist als einziger Junge genau in der Mitte plaziert. Seine Stine und er werden noch in diesem Monat heiraten, d.h. als meine Großmutter starb, wollten sie alles verschieben. Aber wir haben ihnen zugeredet, die Planungen nicht zu kippen: Erstens ist bis Ende des Monats ja noch etwas Zeit und zweitens wird ein solch schönes Familienfest auch vielen von uns guttun. Zudem reisen Stines Verwandte aus Schweden an und die Flüge sind gebucht...
An diesem Wochenende kommen übrigens meine drei Schwestern zu den Gesangsproben. Unsere Jüngste (die angehende Sopranistin) hat uns nämlich ein umfangreiches und nicht in allen Punkten laiengerechtes Programm zusammenkopiert, das sie mit uns einstudieren will. Mal sehen, wie sie uns das beibiegen wird... Sie hat sich außerdem noch mit der Band von Stine und Henning zusammengetan, da wird sie aus dem Singen gar nicht mehr herauskommen....
Da ich es heute nicht mehr schaffen werde, in Euren Threads zu schreiben, möchte ich Euch wenigstens von hier aus ganz lieb grüßen.
Liebe Flautine, ich habe von der Lungenentzündung Deines Mannes gelesen. Ich hoffe und wünsche, daß es ihm bald besser geht und er nicht weiterhin so viel Energie an diese Geschichte verliert.
Liebe Ina, ich weiß, der Montag rückt näher. Aber Du scheinst ihm zuversichtlich entgegenblciken zu können. Das ist schön!
Ich denke viel an Euch und werde mich bald wieder bei Euch melden.
Herzliche Grüße von Eurer Linnea
Hallo meine kleine Sammlerin,
das mit dem richtigen Onkologen ist leider nicht so einfach, daher bin ich froh das in der Ambulanz wo ich war und bin 3 Ärzte herum laufen.
Jeder hat seine Vorteile und Nachteile.
Fr. Dr. Lange ist die menschliche sie hatte mein Herz am ersten Tag erobert ,sie stellte sich vor und der erste Satz war "Und haben Sie den Schock schon etwas verdaut". Das hat mir gefallen.
Der andere ist der genaue der einem alles erklärt und dem man Löcher in den Bauch fragen kann.Der andere ist der der einem mit einem munteren Spruch zum lachen bringt.
Also profitiere ich von allen 3.
So meine liebe fühle Dich ganz lieb gedrückt (um Mitternacht bin ich heute im Bett:smiley1: )
Da ich ja Deine Mutter sein könnte hier eine Ermahnung" Mein liebes Kind ,übernimm Dich nicht sondern suche Dir Hilfe".:D
Alles alles liebe
Ulli :1luvu:
Hallo liebe Ulli und Ihr anderen Lieben,
in den letzten zwei Tagen habe ich gemerkt, daß in der letzten Zeit doch etwas viel loswar. So schön es auch war, meine Schwestern zum Singen hier zu haben... Wie heißt es bei Heinz Erhardt: Es klapperte die Klapperschlang bis ihre Klapper schlapper klang. In diesem Sinne...
Mein Psychotherapeut, den ich heute vormittag aufsuchte, begrüßte mich auch gleich mit den Worten: "Na, heute wieder ein Milchreis-Tag?" Ich habe ihm nämlich neulich erzählt, daß ich eigentlich keinen Milchreis mag, aber wenn ich mich völlig ermattet fühle, bekomme ich Appetit darauf - es funktioniert wie ein Alarmzeichen. Aber dieser Mann ist grandios: ich komme jedesmal aus seiner Praxis wie aus einer Krafttankstelle. Diese Gespräche tun so gut!
Mein Hausarzt ist ja auch einsame Spitze auf seinem Gebiet und mit meiner Gynäkologin komme ich ebenfalls gut zurecht. Aber die Onkologin... Es freut mich sehr, liebe Ulli, daß Deine drei sich so gut ergänzen. Das klingt wirklich optimal! Nun gut, noch habe ich nicht alle Onkologen abgeklappert, die in Jena praktizieren, und einer von diesen wird doch hoffentlich gesprächskompetenter sein als meine gute Frau...
Übrigens, liebe Leena und liebe Ulli, kann ich Euch zu Eurer Beruhigung mitteilen, daß ich mich gestern mal um eine Familienpflegerin gekümmert habe. Sie wird morgen hier vorbeikommen, so daß wir einander kennenlernen und alles besprechen können. Manchmal kommen solche Hinweise von den hiesigen Engeln doch genau zum richtigen Zeitpunkt, denn seit heute haben wir unseren Großen als Fieberkind zu Hause. Er neigt sonst nicht dazu, sich schnell einen Infekt einzufangen, aber die ganze Situation hat ihn wohl doch etwas abwehrschwach gemacht.
Er scheint sich sehr viele Gedanken zu machen. Und wie es bei Kindern ja meist so ist: diese Gedanken treten an den merkwürdigsten Stellen zutage: So hat er uns kürzlich beim Abendessen erklärt, daß er in diesem Jahr keinen Weihnachstbaum haben wolle. Das Thema überraschte uns sehr, und als wir nach dem Warum fragten, erhielten wir die ungewohnt kategorische Antwort, er wolle keinen abgesägten, sterbenden Baum im Wohnzimmer haben. Da mußte ich erstmal ziemlich schlucken und habe versucht meine Gedanken zu sortieren. Aber mein Mann hat glücklicherweise sofort richtig reagiert, indem er vorschlug, einfach einen Baum im Topf zu kaufen und diesen hinterher in den Garten zu pflanzen. Die Erleichterung, die sich in unserem Sohn breitmachte, als er begriff, wie leicht sein offenbar lange gewälztes Problem zu lösen sei, ging mir durch und durch. Warum müssen sich die armen Kinder mit solchen Todes- und Sterbe-Gedanken quälen? Wir haben übrigens nie explizit von lebensbedrohlich oder dergleichen gesprochen - aber Kinder wissen eben trotzdem genau bescheid...
Soweit das neueste von mir... Übrigens, liebe Ulli: ich freue mich IMMER über Deine lieben Antworten, ganz egal ob vor, nach oder um Mitternacht! :D Und eine Frage noch: Wo machst Du eigentlich diese wunderschönen Fotos?
Viele liebe Grüße und einen Kraft-Drück, für alle die ihn brauchen, sendet Euch
Eure Linnea
Hallo Linnea,
die kleinen haben ganz feine und sensible Antennen. Die spüren wenn etwas los ist. Die Idee deines Mannes finde ich gut.
Das mit der Chemobirne kenne ich auch (manchmal glaube ich die hab ich sogar ohne Chemo noch ab und an).
Mir geht es so wenn ich länger am Arbeiten bin dann fallen mir manche Wörter nicht mehr ein, so stand ich heute vor dem Telefon und mir viel das Wort Telefon nicht mehr ein, upps nachher hab ichs dann doch gefunden.:D
Zu den Bildern die bei Ina sind aus dem letzten Urlaub in Inzell die Frösche aus einem Zoo. Ist mein Hobby, wenn Du mehr willst gehe mal auf die HP da sind noch mehr .
So ganz lieb geknuddelt und eine ganz liebe :knuddel: :knuddel: :knuddel:
Ulli
Skipper_48
10.10.2007, 09:02
Hallo Linnea,
einen Weihnachtbaum mit Ballen haben wir schon seit Jahren, mit dem Einpflanzen im Garten hat es aber nicht immer geklappt, oft sind die Bäumchen dann doch nicht angewachsen da beim Einsetzen oft die Erde von den Wurzeln fällt und das mögen die Pflanzen nicht. Die letzten Jahre habe ich die Tännchen dann einfach komplett mit Topf im Garten eingebuddelt, da war gut, jetzt überleben die Bäumchen.
War nur ein kleiner Tipp, versucht es einmal
Fröhliche Vorweihnacht
Peter:D
Liebe Ulli, lieber Peter und Ihr anderen Lieben,
ja, wir sind diesmal erstaunlich früh in die Weihnachtsplanung gegangen:rolleyes:. Und ehrlich gesagt ist mir erst durch Deine Antwort, lieber Peter, ins Bewußtsein gedrungen, daß unser Vorhaben eventuell bedeutet, daß mein Mann bei Eiseskälte eine Pflanzgrube ausheben muß. Ich danke Dir jedenfalls sehr für Deinen Hinweis! Wir werden natürlich alles versuchen, um den Weihnachtsbaum dieses Jahres am Leben zu erhalten! Wie kommt es, daß Ihr schon so viele Erfahrungen mit weiterlebenden Tannen gesammelt habt? Wo pflanzt Ihr die denn alle hin?
Liebe Ulli, ich habe natürlich längst mal auf Deine Homepage gelunst - bin ja ein neugieriges Wesen - und habe auch die anderen Bilder angeschaut. Für so etwas muß man einfach den richtigen Blick haben, um in dieser Welt die richtigen Motive und Perspektiven zu finden. Ich bewundere das sehr. Ich bin immer schon sehr stolz, wenn auf meinen Fotos ungefähr das drauf ist, was draufsein soll, also z.B. die Kinder. Zur Zeit ist es allerdings gar nicht so einfach, Bilder von der Kleinen zu machen, denn sie ist sehr schnell und viel in Bewegung. Und da sie jetzt überall zu klettern versucht, muß man eigentlich die Hände freihaben, um sie sichern zu können. Sogar beim Essen im Hochstühlchen steht sie immer wieder auf und turnt herum. Den Mund leerkauen kann man ja nebenher...
Heute haben wir übrigens die Familienpflegerin kennenlernen dürfen, die uns in nächster Zeit unterstützen wird. Und wieder einmal haben wir Glück: sie ist eine ganz liebe, herzliche, patente Frau, die sich zu meiner Freude gleich die Herzen der Kinder erobert hat. Bei unserem Großen ging die Liebe gewissermaßen durch den Magen, denn sie hat ihm seine heißgeliebten Eierkuchen gebacken. Eigentlich sollte heute nur Besprechung sein, aber sie hat einfach gleich mit zugepackt... Ich bin ganz begeistert!
Euch allen wünsche ich noch einen schönen Abend!
Seid alle herzlich gegrüßt von
Eurer Linnea
struwwelpeter
10.10.2007, 22:07
Liebe Linnea,
so isses, die Weihnachtsplanung greift schon um sich! Für diese spezielle Zeit ( auch die Advendszeit ) sollte ja gerade für Kinder alles wunderschön und gemütlich sein. Der Blick in die Kinderaugen ist doch etwas wunderschönes zu dieser Zeit! Noch 7 Wochen und der 1. Advent ist bereits da (wie die Zeit vergeht).
Das mit dem Baum ist natürlich eine tolle Sache, aber tatsächlich kann er doch erst dann in die Erde wenn der Boden nicht mehr gefroren ist (oder liege ich da falsch?).
Ich gratuliere Dir zu dem "glücklichen Händchen" das Du mit der Familienpflegerin hattest. Es freut mich sehr, dass Dir damit eine Menge an Stress erspart bleibt. Liebe geht durch den Magen, aber da muss mehr sein, Kinder haben gerade dafür einen sehr ausgeprägten Instinkt wann es die Richtige ist und wann nicht! Also: einfach toll!
Hast Du Dich inzwischen von der stressigen letzten Woche etwas erholt? Ich kann mir lebhaft vorstellen das die Kinder immer noch genügend (positiven) Stress verursachen, passe auf Dich auf!:knuddel:
http://www.bilder-hochladen.net/files/1gop-2jn.jpg
Liebe Grüße und Dir noch einen wunderschönen Abend
Ina
Skipper_48
11.10.2007, 07:45
Guten Norgen Linnea,
Wo pflanzt Ihr die denn alle hin?
Ein Teil der Bäume ist eingegangen (da hatte ich sie noch ohne Topf eingepflanzt), dann sind wir ein paar mal umgezogen, habe die Bäume da gelassen und jetzt holen wir sie wieder rein, mit Topf geht das ja prima. Ein Baum steht draußen vor der Terassentür und einer kommt schon zu Advent in die Wohnküche. Ach, fast hätte ich vergessen es zu sagen, auch das Gießen ist im Winter wichtig.
Mit der Haushaltshilfe ist ja klasse. Wenn Du sie einmal kurz entbehren kannst schick sie mir mal bei mir vorbei zum Eierkuchen backen.
Grüßle Peter,
Hallo Ihr Lieben,
bin gerade mal wieder ziemlich deprimiert: Heute morgen habe ich einen kleinen Spaziergang gemacht, der mich durch etwas zugige Straßen führte. Bei solchem Herbstwind sollten so einohrige Menschen wie ich lieber eine Mütze oder ein Stirnband tragen, um ihr verbliebenes Restgehör zu schützen. Und was tut Kleindummchen? Vergißt diese Dinge zuhause und ist zu faul, noch einmal umzukehren... Jetzt habe ich die Bescherung, denn mein rechter Gehörgang ist mächtig am Zuschwellen (auf meinem tauben Ohr passiert mir das komischerweise nie). Nun sitze ich da mit wollenem Stirnband und daruntergeklemmtem heißen Zwiebelsäckchen und hoffe, daß sich das Ganze nicht wieder zu einer echten Gehörgangsentzündung auswächst... Es ist nämlich wirklich ätzend auf einem Ohr nichts zu hören und das andere mit antibiotischen Salbenstreifen vollgestopft zu bekommen. So, diese "schwarzen Gedanken" (liebe Ulli) mußten mal raus...
Jetzt wieder zu den schönen Dingen des Lebens: Unsere Familienpflegerin ist wirklich wunderbar! Unser Großer, der sich gerade gut von seinem Fieber erholt und entsprechend munter ist, bekam ein erstklassiges Unterhaltungsprogramm geboten. Und die Kleine folgt ihr robbend auf Schritt und Tritt und wird zwischendurch viel geknuddelt. Das mag sie sehr - sie ist sehr schmusig...
Unsere gute Seele ist ausgebildete Kinderkrankenschwester, hat zu DDR-Zeiten lange in der Mütter-Beratungsstelle gearbeitet, wo alles rund um Säugling und Kleinkind ablief, und ist nun bei dem ambulanten Pflegedienst. Sie gehört zu diesen herzlichen Menschen, die einen einfach mal zwischendurch in den Arm nehmen und die schon mit ihrer energiegeladenen Anwesenheit bewirken, daß man sich wohler fühlt.
Du siehst also, lieber Peter, ich kann diesen Engel gerade überhaupt nicht entbehren. Ich habe mich bereits so an diese Verwöhnung gewöhnt:D
Was die Weihnachtsbäume angeht: Na klar, das hätte ich mir eigentlich auch denken können, daß man ja die im Topf verbleibenden Exemplare auch wieder ins Haus holen kann! Ich danke Dir also herzlich fürs Denken-Helfen!
Ich habe übrigens im "September" gelesen, daß Du Dich nicht nur Skipper nennst, sondern wirklich gerne segelst. Besitzt Du selbst ein Boot oder gar ein Schiff? Als ich 14 Jahre alt war, haben wir eine wunderschöne Klassenfahrt ans Ijsselmeer gemacht, wo wir drei Wochen lang eine niederländische Segelschule besuchen durften (daher kann ich keine Knoten sondern nur Knobs:D ). Als Vierergruppen wurden wir mit je einem Segellehrer auf solche kleinen Jollen verteilt und waren den ganzen Tag auf dem Wasser. Es wurde immer reihum die Position gewechselt: einer saß an der Pinne und dem großen Segel, zwei waren für das Fog zuständig und einer durfte die Vesperpakete für alle auspacken und es sich ansonsten gutgehen lassen. Das war eine wunderschöne Zeit.
Liebe Ina, ich hoffe Dir ist bei dieser Schilderung der Seewind noch nicht zu kalt geworden. Ich bin sehr gespannt, für welchen Erholungsort Du Dich entscheidest und wie es Dir dort ergehen wird!
Ja, Du hast recht: rein rechnerisch liegt die Adventszeit nicht mehr in allzu weiter Ferne. Aber gedanklich ist sie - bis auf die Weihnachtsbaumfrage - noch sehr weit weg für mich. Zwar kann man seit September überall Lebkuchen kaufen, aber das tue ich persönlich nie. Allerdings haben meine Kinder heute die ersten Clementinen dieser Saison gegessen, und die haben so intensiv geduftet, daß sogar ich mit meinen chemo-geschädigten Geschmacksnerven sie riechen konnte.:)
Ich möchte Dir auch ganz herzlich für das schöne Bild danken: Es sieht aus, als würde ein riesiger Flügel in der Mondnacht ausgebreitet, nicht wahr?
Liebe Beate, Du hattest bei Zicklein über Deine sechs Zwerge geschrieben. Heute bei meinem Spaziergang habe ich auch wieder eine Tagesmutter gesehen, die hier in einer Parallelstraße wohnt. Sie betreut vier solche süßen Stopse und fährt sie immer mit einer Art Bollerwagen in den Park, wo es viele Kastanienbäume und einen Spielplatz gibt. In diesem Wagen befindet sich in der Mitte ein Tisch mit zwei Bänken an den Längsseiten. Da sitzen sich dann die Knirpse zwei und zwei gegenüber und haben ihren Spaß. Das ist immer einer lustige Fuhre. Übrigens: Ist das süße Wesen, das Du auf Deinem Bild im Arm trägst, einer von Deinen "Kunden"?
Ihr Lieben, ich wünsche Euch alles Gute!
Drückt Ihr mir die Daumen, daß mein Ohr diesmal nicht das Komplett-Programm durchzieht?
Es grüßt Euch alle herzlich
Eure Linnea
Äpfelchen
12.10.2007, 19:05
Hallo Linnea,
das tut mir sehr leid mit Deinem Öhrchen :pftroest: aber Zwiebelsäckchen sind wirklich gut. Leider müffelt man dann ein wenig, nix für Weicheier.
Der Kleene auf dem Foto ist kein Kunde, das war auf einem Fest im Garten meiner Tochter aufgenommen. Söhnchen eines Gastes. Er war unruhig und alle in Feierlaune, da hab ich mich (ganz selbstlos :lach2: natürlich) angeboten und ihn ein bisserl getragen. Ich war da grad kurz aus dem Krankenhaus entlassen, nach der Knotenentfernung am Hals (man sieht noch das Pflaster) und auch ruhebedürftig. So hab ich alles auf den Kleinen geschoben und konnte mich mal eine Zeit lang abseilen.
War sehr gemütlich, denn er wurde schnell ruhig als wir uns vom Trubel entfernten.
LG Beate
struwwelpeter
12.10.2007, 21:56
Liebe Linnea: das muss ja nun wirklich eigentlich nicht sein! Du hast doch auch schon Probleme genügend, Ohrenschmerzen sind ja nun nicht gerade sehr angenehm! Dumm gelaufen, aber ich hoffe sie verschwinden genau so schnell wie sie gekommen sind (fast)! Und Beate hat recht: Zwiebelsäckchen! Die sind immer gut und helfen in der Regel sehr schnell -----------> der Geruch: dafür gibt es 1000 und eine Ausrede! Mir fiele stets eine passende ein, garantiert!
Es freut mich natürlich wahnsinnig wenn ich lesen kann wie glücklich Du mit der Haushaltshilfe bist! Das macht alles viel viel leichter zu ertragen, wenn man einfach mit Sicherheit weiß, alles läuft reibungslos ab. Und das mit der Bügelwäsche: hast Du so schlecht gebügelt - gefaltet, oder hat sie vorher in einer Wäscherei oder bei der Bundeswehr gearbeitet? (Kleiner Scherz am Rande)
Nun mal eben zur Schilderung des Seewindes! Na ja, kalt ist es wohl überall und doch denke ich das es da oben noch kälter ist. Meine Entscheidung wird allerdings erst dann fallen, wenn ich die nächsten Arzttermine geschafft habe. Am Mittwoch und am Donnerstag in der nächsten Woche werde ich da mehr erfahren.
Advent: ja, aber eigentlich ist es fürchterlich wie schnell die Zeit vergeht! Ende des Monats werden die Uhren mal wieder umgestellt, die Tage werden noch kürzer und irgendwie scheint die Zeit dann davon zu fliegen. Mir kommt es stets so vor!
Nun gut, für heute und die nächsten Tage wünsche ich Dir einfach viel Zeit wo es Dir recht gut geht, wo Dein Ohr Dich nicht all zu sehr ärgert und Du einfach nur Erholung pur hast!
Dir eine gute Nacht, angenehme Träume und einen Schlaf ohne Schmerz!
:winke: :knuddel: :winke:
Liebe Grüße
Deine Ina
8150
Wer die Wahl hat, hat die Qual :smiley1:
ein kurzer zuspruch von der küste...hab bloß keine angst vor dem wind, der pustet mitunter auch viele böse und blöde gedanken weg...ich hab da jetzt 35 jahre erfahrung und immer, wenn es mir schlecht geht, geh ich an den strand. aber...nich wieder das stirnband vergessen!
dat zickchen
Hallo liebe Linnea!
Nun möchte ich mich aber auch mal wieder bei Dir melden!
Zunächst hoffe ich, daß Dein Ohr wieder ok ist! Das ist Mist, wenn da der Wind so alles durcheinanderpustet. Tut ganz schön weh! Darf ich Dich mal fragen, warum Du taub bist auf dem anderen Ohr?
Daß Du eine Haushaltshilfe hast, finde ich klasse. Und dann noch eine, die zu Euch paßt! Ach, das freut mich! Ich hatte da auch Glück, hatte zwar 3 verschiedene Mädchen hier:eek: , aber die Kinder haben sich schnell eingewöhnt. Und ich war ja immer im Hintergrund, habe viel gelegen und an den Chemotagen auch gepennt- ging gar nicht anders, weil ich dann sooo krank war. Was mich geärgert hat, war, daß mein Eigenanteil auch zu leisten war und ich für die gesamte Zeit der Haushaltshilfe um die 1000 € zahlen mußte. Ich mache das natürlich bei der Steuer geltend, aber irgendwie fehlt so ein Betrag ja doch:rolleyes: .
Ich denke, daß die Kinder sehr sensibel werden,wenn sie in Zeiten groß werden, in denen die Familie in einer tiefen Krise steckt. Die Erkrankung ist ja eine der größten Lebenskrisen neben dem Verlust eines Menschen, der einem nah stand. Es ist so irrsinnig schwer, mit den Kindern über diese Thematik zu reden, aber ich versuche es, so gut es geht. Trotzdem haben meine Kinder viele Probleme gehabt in der Schule zB. Schlimm war dann auch Ignoranz der Lehrer, weil sie meinten, da könnten sie keine Rücksicht nehmen:cry: . Manchmal denkt man, es kommt immer noch so viel dazu zu der Krankheit, daß man das kaum tragen kann!
Ich wünsche Dir für Dein Ohr gute Besserung und auch sonst natürlich einen ganz lieben Gruß an Dich,
Leena
:) Liebe Beate, liebe Ina, liebes Zickchen, liebe Leena, :)
vielen Dank Euch allen für Eure Ohren-Besserungswünsche. Leider hat sich noch nicht viel getan, aber drei Tage gebe ich mir in der Regel für die Zwiebelsäckchen, bevor ich zum HNO laufe. Leider ist das für mich immer auch eine psychisch stark belastende Angelegenheit, weil ich eben meine Hörfähigkeit auf dem linken Ohr bereits eingebüßt habe.
Liebe Leena, Bessie hatte mich im Eierstockforum auch schon mal danach gefragt, deshalb habe ich den Unfall, der zu meiner einseitigen Ertaubung geführt hat, schon mal dort im "Club Magic Life" geschildert. Kurz gesagt habe ich im Studenten-Orchester kurz vor einem Konzert einen Cello-Stachel ins Ohr bekommen, was letzterem nicht gut bekommen ist.
Unter anderem wurde der Hörnerv mitverletzt, was letztlich auch einen vorrübergehenden Nervenausfall auf der nicht verletzten Seite zur Folge hatte (das kommt bei Hirnnerven manchmal vor - ich hatte sogar einen Tag vorher noch ZNS-Spezialfälle gepaukt). Also war ich zwei Tage lang ganz taub und es war einfach nur furchtbar, weil sich auch kein Arzt die Mühe machte, mich schriftlich über meinen Zustand zu informieren. :rolleyes:
Glücklicherweise hat sich ja mein rechtes Ohr wieder erholt, so daß ich die ganzen Broschüren von Gehörlosenverbänden und Spezialgeräteherstellern (Blitzlichtwecker etc.), die man mir schon mal vorsorglich auf den Nachttisch gelegt hatte, in der Klinik lassen konnte. :zunge:
Aber seitdem ist eben leider auch mein rechtes Ohr ziemlich anfällig, und gleichzeitig versetzt mich alles, was dieses mir verbliebene Ohr angreift, schnell in Panik. Es ist merkwürdig, gar nichts zu hören - es ist eine Stille, daß einem der Kopf platzen könnte, jedenfalls wenn man es nicht gewöhnt ist - ich möchte das nicht nochmal erleben... Deshalb war es einfach doppelt leichtsinnig von mir, nicht gleich umzukehren, als der Wind unangenehm wurde und ich bemerkte, daß ich mein Stirnband in der anderen Jacke in die Tasche gepackt hatte... selber schuld...wer nicht hören will, muß auch nicht mehr hören :confused:
Dumm ist eben einfach, daß die kommende Woche eigentlich meine "gute" Woche werden sollte, bevor dann am 23. die nächste Chemo ansteht. Aber naja, vielleicht berappelt sich alles schneller wieder als ich denke...
Und außerdem habe ich ja jetzt die beste Unterstützung! Liebe Ina, Du hast recht: ich bin wirklich sehr glücklich, daß wir gerade an diesen netten Menschen geraten sind. So fällt es mir viiiiiel leichter loszulassen und mich wirklich aus dem Verkehr zu ziehen, wenn ich das Bedürfnis verspüre.
Liebe Leena, Du hast von einem Eigenanteil geschrieben, den Ihr zu leisten hattet? Da haben wir wohl ziemlich Glück, denn bei uns übernimmt die Kasse die Kosten komplett (habe mir das extra vorher bestätigen lassen, damit es im Nachhinein keine bösen Überraschungen gibt). Ich weiß nicht, ob das jetzt nur der Varianzrahmen innerhalb der verschiedenen Krankenkassen ist oder welche Aspekte da sonst noch berücksichtigt werden... Die Anzahl der Kinder kann da ja schon mal nicht ausschlaggebend sein;)
Ihr Lieben, ich würde Euch gerne noch verschiedenes schreiben, aber das werde ich wohl auf ein andermal verschieben müssen, weil ich das Gefühl habe, daß mein Ohr jetzt warm verpackt ins Bett gehört.
Also hoffe ich, daß meine dummen Ohrengeschichten sich nicht auch noch auf Eure Gemüter schlagen und wünsche allen eine gute, erholsame Nacht!
Eure Linnea
Äpfelchen
14.10.2007, 10:41
Guten Morgen Linnea,
na mach Dir mal keine Sorgen, ich denke nicht, dass sich Deine Öhrchen hier irgendwem ernsthaft aufs Gemüt schlagen. Sind wir doch alle hartgesotten bei solchen 'Zipperlein' :pftroest: nein im Ernst, natürlich tut es uns leid (oh je ich spreche in der Mehrzahl...) ich fang nochmal an -
natürlich tut es MIR leid, wenn es einem aus diesem Kreis, abgesehen vom Schalentier, nicht gut geht. Schließlich braucht man das ja nun grade nicht auch noch. Aber es geht MIR nicht so lange nach dass ich nicht schlafen könnte. Kommt natürlich auf die Begleitumstände an.
Ich könnte mir denken, dass z.B. Rotlicht helfen könnte.
Dass es Dich besonders strapaziert, weil Du nur 1 Ohr zur Verfügung hast, kann ich jedoch sehr gut verstehen. Meine Mutter hat nur 1 Auge. D.h. auf einem ist sie seit Kindheit so gut wie blind, und das andere war immer stark sehbehindert (grüner und grauer Star, 8 dpt). Das konnte sie mit Brillen aber ausgleichen. Sie darf sogar Auto fahren.
Nun hat sie sich diese Katarakt-OP machen lassen, also alte Linse raus und Ersatzteil rein. Ihre Freundinnen konnten am Tag nach der OP sofort toll sehen, meine Mutter nicht. Das hat tagelang gedauert bis da wieder was einigermaßen deutliches war. Da hat sie auch Panik bekommen, sie fürchtete
nun blind zu sein. Da sie ansonsten topfit ist, sie fährt längere Radstrecken als ich, wäre das echt der Super-GAU gewesen.
Aber mit Geduld und Spucke - jetzt geht es wieder.
Vielleicht liegt es an der Krankenkasse oder am Alter der Kinder, wenn man die Eierkuchenbäckerin komplett bezahlt bekommt. Ich weiß, dass z.B. die Techniker Krankenkasse eine der großzügigsten Versicherungen ist.
Du hast ZNS studiert, bist Du Ärztin?
Schönen Sonntag
Beate
Liebe Beate,
Du hast natürlich völlig recht: So schlimm ist das im Vergleich gesehen alles nicht. Bei mir wühlt diese Geschichte einfach ziemlich viele unschöne Erinnerungen auf, und wenn ich dann merke, daß es mich immer noch so mitnimmt, daß ich fast nur über diesen Kram schreibe, flattert meine innere Mutterglucke sofort hinterher, um Euch zu sagen, daß ihr Euch keine Sorgen machen müßt etc. Dabei habt Ihr eine Mutterglucke natürlich nicht nötig. Bitte nicht übel nehmen: ich gelobe Besserung!
Ärztin bin ich übrigens genau wegen dieser Geschichte dann doch nicht geworden. Mein rechtes Ohr hatte in den ersten anderthalb Jahren nach dem Unfall ständig irgendwelche Ausfallerscheinungen, das hat mir die Entscheidung erleichtert, mein Medizinstudium aufzugeben und mir etwas möglichst ohrenunabhängiges zu suchen. Habe auch was schönes gefunden:D ...
Schön, daß bei Deiner Mutter die OP letztlich doch erfolgreich war! Fährt sie immer noch so viel Fahrrad? Ich freue mich auch schon wieder aufs Radeln, denn eigentlich, liebes Zickchen, habe ich es schrecklich gern, wenn mir der Wind um die Nase pfeift. Ich bin auch sehr gerne an der Nord- oder Ostsee! (Als Kind war ich auch schon mal in Cuxhaven, ein Urlaub, an den uns noch jahrelang eine Gummi-Jan-Cux-Figur in der Badewanne erinnert hat...)
Liebe Beate, was machen eigentlich Deine kleinen Stopse, wenn Du verreist?
Euch allen einen schönen Sonntag
wünscht Linnea
Äpfelchen
14.10.2007, 12:38
Hallihallo,
ja was machen meine Stopse - sie stöpseln seit 1.9. woanders rum.
D.h. ich habe zum 31.8. aufgehört zu arbeiten. Das war nicht mein Wunsch, ich hätte weiter gemacht. Aber da ich ja dann doch immer mal ausgefallen bin und auch nicht voraussagen konnte wann es das nä. Mal ist und eben alle Eltern auf eine zuverlässige Betreuung angewiesen waren, haben sie sich umorientiert. Und ich habe nicht sofort neue Kinder gesucht, sondern ganz bewußt entschieden: Jetzt nehme ich mir die Ruhe und werde erstmal gesund. Jetzt bin ich mal die Hauptperson :D
Eine gewöhnungsbedürftige dennoch gute Entscheidung. Und in der ersten Oktoberwoche habe ich mich, zum ersten Mal in 28 Jahren hatte ich nicht mind. 1 Kind bei mir, mal in den Schwarzwald zurück gezogen. Das war soooo wunderbar.
Noch fährt meine Mutter nicht wieder Rad. Sie geiert aber schon :eek: danach. Nein, die OP ist noch nicht 6 Wochen her und so lange muss sie warten bis sie eine neue Brille bekommt. In dieser Zeit können sich die dpt-Werte noch verändern. Und dann wird sie ganz klar wieder radeln. Sie ist ja auch erst 70, und so fit dass sie manch Junge in die Tasche stecken könnte :o mich zum Beispiel...
Also hör mal, hier musst Du Dich doch nicht entschuldigen wenn Deine Glucke durchbricht :smiley1: egal wer oder was durchbricht - hier kann Du es frei laufen lassen... und manchmal ist es einem danach über banale Dinge (eine Otitis ist nicht banal) zu jammern.
Ich kenne z.B. folgende Situation: Bin im Gespräch mit einer Bekannten, wir quatschen dies und das (also was normale Leute so reden die keinen Krebs haben) und sie klagt mir ihr Leid über den letzten Frisörbesuch :D plötzlich "oh Gott, entschuldige, ich reg mich hier so auf, aber das ist ja gar nichts im Vergleich zu dem was du (also ich) durchmachen musst" ...
HALLO ich muss ja auch mal wieder irgendwann zum Frisör, da bin ich doch froh für 'nen Tipp. Die Menschen werden befangen im Gespräch. Mich amüsiert das, ich kann GottseiDank locker damit umgehen.
Was will ich damit eigentlich aussagen? Ich hab es ehrlich gesagt vergessen :aerger: anyway.
Dir auch einen schönen Sonntag
Beate
hihihi...ja, das mit der befangenheit kenn ich...plötzlich behandeln sie einen alle wie ein rohes ei...aber da kann man ja gegensteuern...
gestern zum beispiel war ich mit meinem mann auf dem fußballplatz und es ist mal wieder einer gestürzt---die weinen ja gleich wie die babys....also, die gesammelte zuschauerschar am lästern ( es war einer von den gegnern ) und als ich auch meinte, er solle sich nicht so anstellen, es gäbe nun wahrlich schlimmeres, haben mich alle angeguckt und waren peinlich berührt....in meiner überaus charmanten art habe ich also einmal in die runde gelächelt und gesagt: "was denkt ihr denn? ich habe zwei lebendige menschen aus mir rausgepreßt und hatte auch kein eisspray!" allseits befreites gelächter und das jungchen ist auch ganz schnell wieder gehüpft wie ein junges reh...in diesem sinne---
dat zickchen
Liebe Linnea!
Erstmal hat mich Dein Text bei "Zicke(lein)" sehr angerührt. Danke Dir:knuddel: ! Ich liebe aber Deine Texte mit dieser Tiefe und der besonderen Art zu schreiben.
Daß mit Deinem Ohr, das tut mir beim Lesen schon weh:(. Das waren sicher höllische Schmerzen. Ist der Hörnerv so geschädigt, daß Du gar nichts mehr hörst oder noch ein wenig? Ich kann mir gut vorstellen, wie schrecklich es ist, wenn man plötzlich gar nichts mehr hört. Nein, eigentlich kann ich es mir nicht vorstellen. Es muß traumatisch sein,wenn man keinen Kontakt mit der Umwelt aufnehmen kann. Heute Nacht habe ich versucht, mir das ansatzweise vorzustellen. Wie gut, daß Dein Ohr sich wieder erholt hat.
Meine Tochter (11) ist auf einem Ohr taub zur Welt gekommen. Stell´Dir vor, trotz dieser ganzen Vorsorgen hat das niemand bemerkt. Erst die Einschulungsuntersuchung brachte das zutage. Dann folgten etliche Untersuchungen und zum Ende hin hieß es: Taub. Ich kann also Deine Angst um das hörende Ohr gut verstehen. Auch ich stopfe ihr zB Silvester Watte in die Ohren, um das Gehör zu schützen!
Die Sonne scheint, ich werde gleich mal meine kleine "Kolonne" schnappen und an die frische Luft gehen. Das tut mir immer unheimlich gut, die Natur zu bestaunen und einzuatmen.
Aber erst gibt´s noch einen Kaffee;)!
Ich wünsche Dir einen sonnigen Tag und hoffe sehr, daß Dein Ohr wieder ganz genesen sein wird, damit Du die Tage bis zur nächsten Chemo Ruhe hast.
Liebe Grüße,
Leena
Liebe Beate, liebes Zicklein, liebe Leena und Ihr anderen lieben Menschen,
Ihr schreibt mir immer so lieb, vielen herzlichen Dank dafür! Zur Zeit tut es doppelt gut, Eure Zeilen zu lesen, denn mit Hören ist in den nächsten Tagen erstmal nichts. Heute vormittag war ich bei meinem HNO-Arzt, der mir dann - wie erwartet - Mull mit antibiotischer Salbe ins Ohr gepackt hat. Er kennt mich schon von ähnlichen Gelegenheiten - nur meine Medikamenten-Liste war ihm neu, ist eben viel passiert im letzten halben Jahr. :rolleyes:
Liebe Leena, es tut mir leid, daß Deine Tochter auch auf einem Ohr taub ist. Bereitet ihr das Schwierigkeiten oder ist sie so sehr in diese Hörsituation hineingewachsen, daß sie problemlos damit zurechtkommt?
Bei meinem linken Ohr war damals nicht mehr viel zu retten, weil erst Mittel- und Innenohr zertrümmert wurden, bevor der Hörnerv angekratzt wurde. Aber wie gesagt, ich bin froh, daß mein rechtes Ohr im Großen und Ganzen gute Dienste leistet. Ich denke, das habe ich zum Gutteil einem hervorragenden Fußreflexzonentherapeuten zu verdanken. Ich kannte ihn von einem früheren Pflegepraktikum und traf ihn zufällig (zufällig?) an meinem ersten Klinikstag auf dem Gang wieder. Er hat dann alle seine Pausen geopfert und mich mehrmals am Tag zwischendurch sehr intensiv behandelt. Das war mitunter richtig schmerzhaft, aber es hat, so denke ich, viel dazu beigetragen, daß sich mein rechter Hörnerv wieder so umfassend erholt hat. Aber genug von den Lauscherchen...
Liebe Beate, da liegt die OP Deiner Mutter ja wirklich noch nicht allzu lange zurück. Aber wenn sie eine so passionierte Radlerin ist, wird sie sich natürlich so schnell wie möglich wieder auf den Drahtesel schwingen, das kann ich gut verstehen. Wenn Du jetzt keine Stopse mehr versorgen mußt, hast Du ja auch viel Zeit zum Radfahren, wenn Du magst. Vielleicht machst Du dann mit Deiner Mutter im nächsten Sommer einen Abstecher nach Cuxhaven zu Zicklein? ;)
Liebes Zicklein, ja, es gibt so einige neue Situationen nach einer Krebsdiagnose. Kennst Du schon im Brustkrebs-Forum den "Dümmste Sprüche"-Thread? Da berichten viele Betroffene von ungeschickten, unsensiblen Reaktionen aus ihrem Umfeld. Ich muß sagen, daß ich da wohl sehr viel Glück habe: Bis auf eine dumme Arzt-Bemerkung in der Klinik, die wirklich vollkommen überflüssig war, habe ich mir nie derartiges anhören müssen. Vielleicht ist das auch einer der Vorteile meines Ohrenunfalls, denn damals hatte sich mein Freundeskreis bereits neu strukturiert und in der Folge kamen nur neue Freunde hinzu, die mit solchen und ähnlichen Einschränkungen umgehen können. Wir erfahren zur Zeit sehr viel Unterstützung von unseren Freunden.
Liebe Ina, Du hattest ja im "September" davon berichtet, daß Du leider in dieser Hinsicht viele Enttäuschungen erleben mußtest. Das tut mir so leid. Ich denke manchmal, unreflektierte Bemerkungen sind die Zestenreißer der Seele. Kennst Du dieses Gerät, mit dem Profiköche dünne Streifen aus Zitronen- oder Orangenschalen gewinnen? Normalerweise graben sich die Schnittkanten nur so tief ein, daß das Fruchtfleisch nicht verletzt wird. Aber wenn die Schale sehr dünn ist, fließt der Saft sehr schnell...
Ihr Lieben, ich wünsche Euch noch einen schönen Tag!
Ach übrigens, liebe Beate, seit wann hast Du denn Deinen Hoffnungsvogel gegen den fröhlichen Mops ausgetauscht?
Seid alle herzlich gegrüßt von
Eurer Linnea
Äpfelchen
15.10.2007, 16:22
Liebe Linnea,
mit den Ohren hatte ich es als Kind öfter. Ich kann mich gut an div. höchst schmerzhafte Mittelohrvereiterungen erinnern. Was bin ich froh, dass sich das mit der Pubertät verabschiedet hatte. Überhaupt gibt es so manches was sich im Laufe der Zeit verabschiedet hat.
Kinderzeit = Ohrenschmerzen
Jugend = Blasenentzündung en masse
mit der ersten Schwangerschaft waren die Vergangenheit, dann begann die Zeit der Kopf- und Rückenschmerzen, 1995 Scheidung und mind. die Hälfte meiner Kopfschmerzattacken waren weg :lach2: und nun, während der Chemo sind sie auf beinahe null und die Rückenschmerzen auch. Irgendwie komisch :confused:
Den Mops habe ich seit dem Wochenende, wollte mal was anderes.
LG Beate
struwwelpeter
15.10.2007, 20:44
Liebe Linnea :remybussi :knuddel:
das ist natürlich alles andere als eine gute Nachricht! Ich wünsche Dir sehr das diese Entzündung relativ schnell wieder abklingt und Du Dein Ohr "wieder auspacken" :shocked: kannst! Denn in dieser Situation hast Du es ja besonders schwer, Deine Kinder wollen doch verstanden werden.
Tja, den Schaber für Zitrusfrüchte habe ich hier! Gestern habe ich mit meiner "Freundin" gesprochen mit einem "entzückendem" Ergebnis. Ich bilde mir das alles nur ein! Na ja, besser diese als gar keine Bildung (habe es auch entsprechend geäußert). Heute war ich zur Psychologin und wir haben u.a. auch darüber gesprochen. Ihre Meinung deckt sich mit der meinen, zur Zeit sind sie nicht in der Lage damit umzugehen und wissen auch nicht was sie sagen sollen. Toll, welch ein Trost. Und da bin ich bei dem "Schaber"! Natürlich bin ich recht sensibel geworden, wer wäre es nicht? Gestern: erst spielt mein PC verrückt und dann der ständige Husten. Inzwischen mußte ich die Medikamente wieder ansetzen weil ich sonst ohne Unterbrechungen heftige Hustenanfälle bekam. Die letzte Nacht war reduziert auf 2 Stunden schlaf, mehr war nicht möglich. Bin echt froh wenn da endlich mal etwas geschieht.
Sodele meine liebe Linnea, ich hoffe die Ohrenschmerzen sind um ein vielfaches besser, ich wünsche Dir noch einen wunderschönen Abend.
Liebe Grüße und Dir weiterhin gute Besserung mit dem Öhrchen
Ein wunderschöner Herbsttag, so kann es noch lange bleiben :winke:
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/1gop-2la.jpg
Ina
flautine
15.10.2007, 23:25
Liebe Linnea,
von mir ebenfalls eine große Portion Heilungskraft für Dein Ohr! Und jetzt muss ich es auch mal schreiben, Du findest immer die richtigen Worte. Genau wie Du, Ina! Das mit dem Zestenreißer ist so wahr! Wobei wir richtiges Glück haben in bezug auf unser Umfeld, die Leute sind sehr verständnisvoll und hilfsbereit. Manchmal ein bisschen zu verständnisvoll; die Mutter einer Flötenschülerin hat sich am Wochenende dafür entschuldigt, dass sie mich mit so Sachen wie Unterrichtsorganisation (an einer Schule, wo ich unterrichte) zutextet, wo ich doch wirklich andere Sorgen hätte. Dabei ist das so wichtig, dass das "normale" Leben auch weitergeht. Das kann nämlich auch sehr helfen, nicht in dem ganzen Schlammassel zu versinken!
Liebe Ina, dankeschön für die wunderschönen Herbstbilder in den verschiedenen Threads - ich liebe diesen goldenen Oktober! Übrigens: Ich glaube nicht, dass Du Dir so rein zwischenmenschlich schnell was einbildest. Und wenn Deine Psychologin der gleichen Meinung ist, scheint Dein Eindruck richtig zu sein. Sehr schade, aber vielleicht glückt Dir das gleiche wie Linnea, nämlich neue Freunde zu finden, die damit umgehen können. Das wünsche ich Dir von Herzen!
Liebe Grüße:1luvu:
flautine
Liebe Linnea!
Ich möchte mich anschließen und auch ausdrücken, daß ich Deine Art als sehr warm und herzlich empfinde. Ich lese sehr gern Deine Texte.
Was macht Dein Öhrchen? Es soll mal schnell heilen!
Bei meiner Tochter ist es so, daß sie wohl schon einseitig hörend zur Welt kam und es gar nicht anders kennt. Ich selbst hatte immer und immer wieder Probleme mit den Ohren, viele MOE als Kind und dann später eine heftige Ohr-OP.Grusel. Ich höre also auf dem einen Ohr auch weniger. Das Zirpen der Grillen zB gar nicht:rolleyes: . Das Kindergeplapper dafür immer...auch wenn ich dann nicht alles verstehe, wenn ich im Bett liege zB. Da werde ich dann schon geknufft von meinem Mann, der übrigens auch der beste der Welt ist so wie Deiner;), wenn ich nicht "Gute Nacht" sage. Hab´das dann nicht gehört!;)
Ganz liebe Grüße in Deine Richtung,
Leena
Liebe Beate, liebe Ina, liebe Flautine, liebe Leena,
eigentlich gibt es von meiner Seite nichts Neues zu berichten: Die tauben Tage sind lang.
Ein Trost ist, daß unser Große sich trotzdem gerne von mir vorlesen läßt, auch wenn meine Stimme vermutlich anders klingt, da ich mich ja selbst nicht höre. Nun ist er natürlich schon Zweitklässler und könnte vieles alleine lesen. Aber er liebt unsere Vorlesestündchen ebenso wie ich. Oft überschwemmt mich dann so ein Dankbarkeitsgefühl, wenn ich mit meinem bald achtjährigen Sohn auf dem Sofa sitze, er seinen Kopf auf meinen Schoß legt, sich streicheln läßt und gleichzeitig gebannt den Abenteuern der "Fünf Freunde" lauscht.
Er ist gerade für Spannung zu haben, was mich zunächst überrascht hat angesichts der jetzigen Situation. Aber ich glaube, ihm imponiert daran vor allem auch, wie diese Kinder in den bedrohlichsten Situationen durch logisches Denken Problemlösungsstrategien entwickeln. Kein Gangster kann sie in einem alten Burgverlies dauerhaft einsperren: sie halten immer zusammen, übermitteln sich geheime Botschaften und geben nie auf, auch wenn die Situation noch so ausweglos erscheint. Unser Großer scheint genau das im Moment zu brauchen (erst gestern hat er mir auf einen Zettel geschrieben, daß wir ja erst 12 der 52 Fünf-Freunde-Bände gelesen haben).
Liebe Beate, Du treue Schreiberin, ich werde Dich sehr vermissen, wenn Du zur Kur fährst, wobei ich Dir die Erholung natürlich von Herzen gönne. Irgendwo habe ich gelesen, daß Du dort an Qi Gong-Kursen teilnehmen möchtest? Das hat mein Vater während einer Reha für sich entdeckt und ist nach wie vor begeistert.
Was Du über die gesundheitlichen Probleme in verschiedenen Lebensabschnitten schreibst, kommt mir sehr bekannt vor: zwar hatte ich nie dieselben Beschwerden wie Du, aber allein die beiden Schwangerschaften haben klare Einschnitte gesetzt, was die vormals gewohnten Reaktionen des Körpers betrifft. Ich mußte meinen Körper jedes Mal wieder neu kennenlernen. Und jetzt nach der Total-OP natürlich erst recht.
Im Eierstock-Forum hatte MM-Tiga mal einen Thread eröffnet zu "Positiven Nebenwirkungen" der Chemo. Er ist leider nicht sehr lang geworden, aber Du scheinst sie ja auch erlebt zu haben. Das freut mich sehr für Dich!
Liebe Ina, erst einmal herzlichen Dank für dieses wundervoll "herbstkräftige" Bild! Zur Zeit merke ich, wie gut mir solche Anblicke tun. Ich habe schon im "Club" bei den EK-lerinnen erzählt, daß ich in letzter Zeit etliche Postkarten gekauft habe, deren Abbildungen mir Kraft geben. Ich bin dabei, diese Karten in ein kleines, handliches Album zu kleben, denn ich möchte dieses "Kraftbuch" gerne zu meiner nächsten Chemo mitnehmen. Bisher habe ich jedes Bild auf einer neuen Doppelseite plaziert - vielleicht kommen noch mal passende Worte, Gedichte dazu - ich weiß es noch nicht.
Du hast so recht: Die Kinder wollen doch verstanden werden, und deshalb fällt es mir besonders schwer, tagelang taub zu sein. Diese Grundsituation hatte ich ja schon öfter, aber bevor ich Kinder hatte, konnte ich mich anders aus dem Verkehr ziehen und nach einer Woche wieder auf der Bildfläche erscheinen. Inzwischen geht es eigentlich auch wieder, weil der Große schon schreiben kann, während die Kleine noch nicht über Worte ausdrückt, wie es ihr geht oder was sie möchte. Als unser Sohn im Kindergartenalter war, war es oft hart - da lief vieles nur über meinen Mann als "Schriftdolmetscher".
Ich habe mir immer mal überlegt, ob ich nicht Gebärdensprache lernen sollte. Aber so dumm das klingt, ich hatte da lange Zeit Berührungsängste, weshalb ich es immer wieder verschoben habe. Dabei ist das Gebärden eigentlich eine wunderbare Form der Kommunikation mit sehr differenzierten Ausdrucksmöglichkeiten. Immerhin beherrsche ich inzwischen das Fingeralphabet, ebenso wie mein Sohn, der es auch einsetzt, wenn es gerade an Zettel und Stift fehlt.
Liebe Flautine, das ist schön, daß Ihr auch so liebe Freunde um Euch habt. Und Du hast recht: Man braucht neben all den zwangsläufig sich ergebenden Unregelmäßigkeiten im Alltag auch diese Normalitäten als Grundstützen. Ich bin sehr froh, daß wir in unserem Freundekreis zwar über meine Krankheit sprechen, aber auch "vollkommen normale" Gespräche führen können. Man besteht ja schließlich nicht nur aus Krankheit, auch wenn es sich manchmal so anfühlt.
Liebe Leena, Dein Ohr hat also auch schon gelitten, das tut mir leid... Langsam werde ich sehr neugierig, welche Gemeinsamkeiten wir sonst noch aufzuweisen haben. Du weißt ja vielleicht, daß ich genau genommen Lena-Linnea heiße? Und auch wenn Du Dich mit einem "e" mehr schreibst, so werden unsere Namen doch vermutlich gleich ausgesprochen?
Ich danke Euch sehr für Eure lieben Worte! Ich bin mir manchmal nicht sicher, wieviel herzliche Anteilnahme mir wirklich möglich ist, ohne mich auf der einen Seite "auszupowern" oder auf der anderen Seite emotional zu verflachen. Eine Lehrerin von mir sagte manchmal zu Schülern, wenn sie gegenüber anderen verletzend wurden: "Mach lieber den Mund zu, das Herz wird kalt." Vor so etwas habe ich gelegentlich Angst, wenn ich an manchen Tagen sehr viel, vielleicht zuviel schreibe. Allerdings weiß ich auch, daß keiner besser als Ihr nachvollziehen kann, wie es mir gerade geht und auf welchen Ebenen sich dieses langandauernde schlechte Befinden Ausdruck verschaffen kann. Daß ich so in Euer Verständnis vertrauen darf, macht mir sehr viel Mut! Vielen Dank dafür!
Nun ist inzwischen ein neuer Tag angebrochen - wie üblich mitten in der Nacht ;)
Daher abschließend noch der Wunsch: Süße Träume und einen erholsamen Schlummer!
Eure Linnea
Äpfelchen
17.10.2007, 13:13
Liebe Linnea,
also meine Reha wird evtl. nicht so bald sein. Ich hab irgendwie so viele Termine in der nä. Zeit, so dass es eigentlich nicht 'passt' :smiley1: ja ich weiß, ganz schön ballaballa hört sich bescheuert an.
Da sind div. Fortbildungsabende die ich gerne machen möchte, und Ende November will ich noch eine geführte Mondscheinwanderung machen und eigentlich könnte ich erst danach, aber Anfang Dezember werde ich 50 und würde auch ganz gerne feiern...ich müsste also die Reha nach dem Geburtstag ansetzen damit ich Weihnachten wieder da bin.
Aber dann wäre meine Tochter die Adventszeit alleine...:rolleyes:
Keine Sorge !! Deine Schreibe ist sehr angenehm, ich lese das gerne, lass nur raus was raus muss :1luvu:
Gebärdensprache hat was. Meine Tochter ist Legasthenikerin und ihre Lehrerin fing mit dem ABC der Gebärdensprache an. Das hat ihr sehr geholfen.
Und wenn es bei Dir noch den persönlichen Hintergrund gibt, dann umso eher.
Einen Versuch ist es wert.
Lieben Gruß
Beate
und nicht zu unterschätzen die möglichkeiten auch mal schöne private gepräche führen zu können, ohne daß jeder mithört....aber ganz im ernst, liebe linnea...ich hoffe, die taube zeit geht ganz schnell vorbei und drücke dir alle vorhandenen daumen (nach letzter zählung habe ich zwei davon).
kopf hoch und schreib weiter so wunderbar, dein thread gehört inzwischen zu den ersten, die ich aufrufe, wenn ich meine tägliche mama-zeit hier am cpomputer nehme...
lieb gedrückt, unbekannter weise
dat zickchen
Liebe Linnea!
Ich mag Deine Texte, denn sie stecken voll Gefühl und Tiefsinn. Ich mag das, wenn man die Dinge auf den Punkt bringt. Ich schwafel ja eher rum und weiß dann manchmal nicht, was ich sagen wollte;)
Ich wünsche Dir so sehr, daß Du bald wieder richtig gut hörst auf Deinem Öhrchen. Die Vakuumzeit ist ja eher einengend, denke ich mal. Ich finde die Idee mit der Gebärdensprache gar nicht abwegig. Manchmal habe ich schon gedacht, alle sollten die lernen, damit sich nicht-hörende Menschen nicht so an den Rand gestellt fühlen.
Was wir für Gemeinsamkeiten noch haben? Witzig finde ich den Gedanken! Also, ja, ich werde genauso ausgesprochen wie Du. Auf jeden Fall in Deutschland. Denn ein Teil von mir (meine Mama) kommt aus Finnland und da wird das Wort Leena so ausgesprochen:megaphon: Leeeeeeena. Wie kamen Deine Eltern auf Deinen ausgefallenen Namen?
Dann habe ich eine Gemeinsamkeit entdeckt, denke ich: Du hast im Juli Geburtstag?! Stimmt´s? Aber Du bist genau 10 Jahre jünger als ich. Aber ich habe auch mein erster Kind jung bekommen, war 23 bei seiner Geburt. Du ja ein wenig jünger, nicht wahr?
Und dann noch etwas: Auch ich liebe Kinderbücher. Und seit ich erkrankte, das war im Mai 2006, habe ich ganz viele Texte geschrieben, manche habe ich auch im Darmkrebs-Forum eingestellt (gerade heute einen neuen, vielleicht hast Du Lust, ihn zu lesen? Leider hat sich da niemand zu geäußert:embarasse ). Außerdem schreibe ich seit April 07 an einer Kindergeschichte. Ist das nicht ein Ding???? Mir macht das irre Spaß. Und gestern dann las ich, daß Du gerne Kinderbücher Korrektur liest! Wow!
Sag´mal, was mir so durch den Kopf geht und weil es schwer ist, das zu finden: Wann hattest Du Deine OP? Und dann hast Du doch eine Chemo angefangen, oder? Wie lange dauert die? Und die Chemo, die Du nun wohl nächste Woche bekommst, ist das dann die gegen Eierstock-CA oder gegen Hodgkin?
Ich hoffe, daß sind nicht zu viele Fragen!
Fühl Dich umarmt,
Leena
Ihr Lieben,
heute nur gaaaanz kurz: mir geht's nicht besonders, ich habe das Gefühl, daß ich jeden Tag schwächer aufstehe, ich denke meine Blutwerte taugen mal wieder nichts. Ich wollte nur sagen: Macht Euch keine Sorgen, falls ich ein paar Tage nicht hiersein kann: Entweder bin ich Samstag/Sonntag auf der Hochzeit meines Bruders oder ich laß mich in der Klinik aufpäppeln...:D
Alles Gute für Euch
(ich antworte demnächst nochmal richtig)
Eure Linnea
Eh nu mach bloß nicht schlapp,Kleines
Hoffe das es Dir bald wieder Besser geht und du zur Hochzeit kannst.
Fühl Dich ganz lieb umarmt und geknubbelt
Ulli
Hallo Ihr Lieben,
na, hatte ich mir doch gedacht, daß mein Blut sich mal wieder bescheiden gibt... Bin jedenfalls gestern in sehr wackligem Zustand in Jena eingetroffen, was natürlich ein ziemlich alter Trick ist, um sofort ein Bett und diesen netten Rundum-Service zu bekommen. :rolleyes: Jedenfalls gab's gleich was für den Kreislauf und nach vorliegendem Blutbild dann die erste Ladung Erys (kein Wunder, daß mein Kopf so dödelig war, bei den Werten). Später Elektrolyte und heute nochmal Erys. Übers Wochenende wollen sie mich wieder Chemo-fit machen. Ich hoffe, das klappt, denn wegen meiner ewig schlechten Blutwerte habe ich ohnehin schon einen 4-Wochen-Rhythmus (statt 3) und diese Herzgeschichte nach der ersten Chemo hat eine noch längere Pause in den Plan gerissen. Da wäre ich froh, wenn es jetzt möglichst plangerecht weitergehen könnte.
Vorhin hat mir mein Mann mein Laptop mitgebracht, damit ich Euch hier besuchen kann und nicht so ganz alleine bin, wenn morgen alle Hochzeit feiern (habe meiner Familie gesagt, sie soll mich würdig vertreten). Tja, liebe Ulli, das verpasse ich natürlich jetzt :( aber vielleicht ist es auch ganz gut, wenn ich mich jetzt zwangsweise erhole, statt mir freiwillig Feierstress anzutun... denn gänzlich schlappmachen, nee nee, liebe Ulli, das mache ich nicht und schon gar nicht, wenn ich immer so liebe Kraftknuddler von Dir bekomme.
Liebe Beate, paß nur auf, daß Du auch noch für Deine Erholung Zeit findest! ;) Du scheinst ja schon recht ausgebucht zu sein. Aber daß Du die Adventszeit gerne mit Deiner Tochter erleben möchtest, kann ich gut verstehen. Deine "Kleine" ist zwar schon relativ groß und Adventskalender und Nikolaus sind vermutlich nicht mehr ganz so spannend wie vor ein paar Jahren. Aber eine besondere Zeit ist und bleibt es trotzdem, oder?
Liebes Zicklein, ja die Mama-Zeit am Computer: Als unser Großer noch ein Kleiner war, unterschied er immer zwei Arten von Rechnern: Papa-Puta und Mama-Puta, was soviel hieß wie Desktop und Laptop. Da muß ich jetzt manchmal aufpassen, daß mich in der Uni nicht verplappere ;)
Liebe Leena, daß Finnland irgendwie im Spiel ist, habe ich vermutet. Ich kenne nämlich eine Eveliina...:) Und da hast Du tatsächlich nach unseren Gemeinsamkeiten Ausschau gehalten, Du Liebe! Genaugenommen habe ich zwar im Juni Geburtstag, aber sonst ergeben sich ja wirklich etliche Gemeinsamkeiten! Über das hier genannte hinaus, habe ich noch eine sehr, sehr ähnliche Gefühlswelt entdeckt, als ich in Deinem Thread las. Ja, ich war zufällig auch hier, als Du Deinen Text eingestellt hast. Und ich hatte mir sofort vorgenommen, diesmal bei Dir "herumzusenfen", aber ich konnte zu dem Zeitpunkt einfach nicht, ich habe schon eine halbe Ewigkeit gebraucht, um zu lesen und zu verstehen (naja, jetzt wird ja auch das Gehirn wieder besser mit Sauerstoff versorgt...).
Es tut mir leid, daß sich keiner sonst zu Deiner Geschichte geäußert hat. Hast Du sie deshalb wieder herausgenommen? Auch ich habe mich von der ganzen Sache sehr überfallen gefühlt, aber wie Du ja schriebst, der Räuber war bereits vorher im Haus, irgendetwas stimmte nicht...ein Gefühlsgemenge. Liebe Leena, mich hat Dein Text sehr angesprochen wie überhaupt Deine Beiträge hier. Du schwafelst kein bißchen (aber das weißt Du ja eigentlich auch ;) ). Das wird bestimmt eine wunderschöne Kindergeschichte, die Du da schreibst!
So jetzt gibt's bestimmt gleich Abendessen. Da will ich Dir wenigstens noch Deine Fragen beantworten: Meine OP war am 30. Juni. Seitdem habe ich einmal Carboplatin/Taxol bekommen und dann noch zweimal Carboplatin mono (wegen der Herzrhythmusstörungen wurde das Taxol gestrichen). Drei Portionen stehen jetzt noch aus und das alles gegen den Eierstockkrebs. Mein Hodgkin soll dann anschließend noch bestrahlt werden und dann hoffe ich, daß meiner Sammlung endgültig der Garaus gemacht wurde.
Morgen kommen endlich die Salbenstreifen raus, juchhuuuu! Und gestern hatte ich sie kurz draußen, damit ich mich mit dem Arzt unterhalten konnte (normalerweise versteht man unter einer "kleinen Hörprobe" ja etwas anderes, aber schön war's schon...)
Jetzt wünsche ich allerseits noch einen möglichst guten Abend!
Mit bestem Dank für Eure lieben Worte :1luvu:
grüßt Euch ganz herzlich
Eure Linnea
Meine liebe Linnea!
Oh, nun bist Du doch im Krankenhaus:pftroest: !!! Ich merke aber schon, daß sie Dich da gut aufpäppeln!
Ach, bestrahlt wird der Hodgkin? War das am Hals?
Ich wünsch Dir so, daß Du die Chemo bald fortsetzen kannst und daß sie ohne weitere Probleme weiterläuft!
Danke noch für Deine lieben Worte! Meinen Text habe ich nochmal bearbeitet, wieder reingestellt und per PN und email habe ich Rückmeldungen bekommen. Das ist natürlich schön, wenn sich Menschen in die Gedanken einfühlen können. Ist ja recht intim.
Meine Familie (mein Mann und einer meiner Brüder) können sich nun auch etwas besser vorstellen, wie man sich fühlt, wenn einem "aus heiterem Himmel" so eine Diagnose überfällt- Wort wörtlich. Ich brauche viele Sinnbilder, Metaphern, um mir und meiner engsten Umwelt meine geschundene Seele zu verdeutlichen! Neulich zB hatte ich einen schrecklichen Vormittag: Ganz unvorbereitet war ich zu einem Geburtstag eingeladen, bei dem 13 andere Frauen waren! Ich dachte, es wäre ein nette kleine Runde- nun, in beidem hatte ich mich geirrt;) ! Ich fand das sehr anstrengend, zuerst gemustert zu werden und mir dann das "blabla" über überdachte Flohmärkte contra Hallenflomärkte anzuhören:eek: . Oder welche Kaffeemaschine wie teuer war und wessen Mann UNBEDINGT so ein Dingsda haben wollte...*tse! Für mich war das anstrengend und ich habe es geschafft, nach Hause zu kommen, schnell, schnell, Tür auf, Kinder reingeschoben, ab ins Bad und erstmal geheult.:cry: Da fühlte ich mich eine "Bratwurst"- mit so dicken Pocken, die jeden Moment aufplatzen und dann entrinnt ihnen ein Sturzbach! Ups, nun denkst Du bestimmt, ich bin ballaballa;)! Ein bißchen bin ich das wohl.:lach2:
Nun aber genug von mir! Ich wünsche Dir wirklich ganz ganz doll, daß Du schnell wieder fit bist! Und schade, daß Du nicht zu der Hochzeit gehen konntest...
Alles Liebe,
Deine Leena
struwwelpeter
20.10.2007, 22:20
Liebe Linnea,
tja, manchmal ist es gut und mehr als nur vernünftig sich selbst "aus dem Verkehr" zu ziehen, vorallem dann wenn man merkt das man absolut nicht kann. Wir merken sehr schnell wenn unsere Blutwerte im Keller sind und wir nichts mehr auf die Reihe bekommen. Dir Feier hätte Dir wahrscheinlich auch nicht gerade gut getan. Ich finde es gut das Du Dich richtig aufpäppeln lässt, und mit Laptop in der Klinik kommt ja so gar keine Lange Weile auf. Trotzdem, mal abgesehen davon wünsche ich Dir sehr, dass es Dir recht bald wieder prächtig geht und Du nach Hause kannst. Deine Familie wird Dich doch sicher vermissen?!
Steht bei Dir schon fest das Du demnächst dann bestrahlt wirst, irgendwie (sorry) ist mir das wohl entgangen!
Liebe Linnea: erhole Dich schnell und pass auf das Du Dir gerade jetzt bei dem eisigem Wind - Kälte nicht noch mehr Infekte holst, die kann man wirklich nicht brauchen.
8482
Ich wünsche Dir jetzt eine angenehme Nacht und schöne Träume :schlaf:
Liebe Grüße :knuddel: :remybussi
Ina
Liebe Leena, liebe Ina und Ihr anderen lieben Menschen hier :)
ja, mir geht es schon wieder recht gut. Die Stationsleiterin paßt auch auf wie ein Schießhund, daß ich mich ja erhole. Mein Laptop hat sie schon ein paarmal sehr skeptisch beäugt und gemeint, NATÜRLICH würde das Klinikum diese Internet-Möglichkeit zur Verfügung stellen, aber ich solle doch BITTE daran denken, daß auch schreiben zu ÜB-ER-AN-STRENG-UNG führen könnte. Dabei bin ich einfach nur froh, daß ich mich hier mit Euch austauschen kann und nicht gänzlich dem Fernsehprogramm meiner Bettnachbarin ausgeliefert bin.
Liebe Ina, Du hast völlig recht: in gewisser Weise bin ich auch froh, daß ich nicht zur Hochzeit fahren "mußte". Als es mir in den letzten Tagen immer schlechter ging, hatte ich schon etwas Bammel davor, konnte mich aber noch nicht dazu durchringen, wirklich abzusagen. So ist mir die Entscheidung einfach abgenommen worden.
Meine Familie wird noch bis Mittwoch auf mich verzichten müssen. Dienstag findet ja die Chemo statt und etwas Erholung am Montag könnte mir nicht schaden, hieß es. Seit ich während meines Aufenthalts in der Kardiologie mal auf zu wackleligen Beinen unterwegs war und ein Arzt meinte, er müsse eine Psychologin einspannen, damit ich mich nicht dauernd übernehme, habe ich bei allen, die meine Krankenakte einsehen können, diesbezüglich einen schlechten Ruf. :rolleyes: Also lasse ich mich noch weiter päppeln...
Übrigens ist die Bestrahlung der Halsstelle, die wegen meiner berühmt-berüchtigten Blutwerte erst im Anschluß an die Chemo stattfinden soll, bisher nur eine Empfehlung. Aber diese wurde mir von mehreren kompetenten Menschen gegeben, so daß ich eigentlich davon ausgehe, daß es dazu kommen wird, egal bei welchem Onkologen ich vielleicht bis dahin gelandet bin. Würde ja gerne noch einen finden, der mit mir redet!
Liebe Leena, wenn Du - weil Du viel in Bildern denkst - verrückt bist, dann bin ich es auch - aber wie! Du wirst lachen, aber ich habe an dem Tag, als Du Dich wie eine Bratwurst fühltest (was ich unter diesen Bedingung nur allzu gut verstehen kann), gedacht: ich bin zur Zeit wie ein Salat. Früher war so klar, wo der Kopf saß und wo das Herz und wer für was zuständig war. Nun ist vieles in Unordnung: das Herz scheint im Kopf zu sitzen und es ist nicht klar, wo der Kopf aufhört und wo das Herz anfängt. Gedanken und Gefühle sind so eng miteinander verquickt.
Du siehst also, wir beide würden schon fast eine komplette Mahlzeit abgeben ;) An anderen Tagen gebe ich auch die Rolle des Kartoffelbreis oder des Trauerkloßes in Sauerkraut....
Liebe Leena, wie schön, daß Du Deinen Text nur zur Überarbeitung herausgenommen hast! Ich werde später mal bei Dir herumsenfen - jetzt werde ich ermahnt, Mittagsruhe zu halten...
Viele liebe Grüße sendet Euch allen hier
Eure Linnea
Hallo meine kleine Linnea,
da haste aber letzte Woche ganz schön tief gestappelt ;) .
Wenn 2x Ery konzentrate gegeben werden muß dein HB aber schon ganz schön niedrig gewesen sein.
Laß Dich mal ganz lieb verwöhnen von meinen Kolleginnen.
Von mir gibt es ganz viele Mitternachtsknuddler.
Solltest Du aus dem Fenster sehen und die Sterne sehen können ,der der am dollsten Leuchtet das sind meine Gedanken und guten Wünsche für Dich.
Fühl Dich ganz lieb umarmt und geknuddelt
Ulli
flautine
22.10.2007, 09:45
Liebe Linnea,
Mensch, das hab ich bei meinem ganzen Stress gar nicht mitbekommen, dass Du im KH gelandet bist! Ich hoffe, Du hast Dich schon ein wenig erholt und Kräfte getankt - die wirst Du brauchen!
Gerade habe ich beim Lesen der letzten Beiträge richtig lachen müssen über Eure (Deine und Leenas) Essensbilder - einfach super!:lach: Und sehr treffend. @Leena: Es ist schon erstaunlich, worüber Leute sich stundenlang unterhalten können und das für die wirklich wichtigen Dinge im Leben halten ... Ja, die Perspektive verändert sich durch so eine Krankheit schon, aber ich meine, seit der Diagnose meines Mannes intensiver zu leben und die kleinen Glücksmomente mehr zu genießen. Zum Glück haben wir aber auch ein sehr verständnisvolles Umfeld ...
Euch ganz liebe Grüße, genießt den goldenen Oktober!
flautine:knuddel:
Liebe Linnea!
Für Deine Chemo drücke ich Dir die Daumen!!
Mir fiel ein, daß ich bei der ersten Chemogabe echt dachte, jetzt seile ich hier komplett ab. Ich konnte nicht mehr richtig sehen:eek: , war ganz schrecklich. Das lag dann daran, daß man mir das Mittel vor der Chemo zu schnell gespritzt hatte (ich glaube, das war so ein Cortison-Anti-Übelkeits-Gemisch) und ich fast weggeklappt wäre. Würg! Nun bin ich aber auch seeeehr empfindlich, was das Anpieksen oder auch nur Anfassen des Ports betrifft (ich sach doch, ich hab´einen weg;)). Mir wurde ja schon übel, wenn ich in die Straße bog, in der die Onkologin saß. Da werde ich in meinem Leben nicht mehr hingehen, nee!:boese: Und sobald ich mein Shirt runterzog, damit die an den Port kamen, oh weh, mir wird jetzt schon speiübel, wenn ich daran denke.
Ja, das Bild des Salats ist auch treffend! Uns fehlen aber noch Pommes oder Kartoffeln. Vielleicht können wir die im Laufe der Zeit zusammensammeln?
Ach Linnea! Man muß auch mal lachen können, nicht wahr?
Ich denk´an Dich! Mach´s gut und danke nochmal für den Besuch in der "Herzensstube"
Deine Leena:knuddel:
Liebe Flautine!
Zunächst mal finde ich es wirklich toll, daß Du Infos sammelst für Deinen Mann. Das ist ganz wichtig, finde ich. Als aufgeklärter Patient kennt man sich eben sehr viel besser aus und kann wirklich entscheiden.
Ja, ich wundere mich auch, welche Probleme die Leute so haben;)! Aber ich habe mich schon immer gewundert, auch vor der Erkrankung. Seltsam, mich haben viele Dinge nicht interessiert und ich konnte mir auch keinen Reim darauf machen, was die an diesem oder jenem gut finden? Naja, eigentlich will ich es auch nicht verstehen:rotenase:
Liebe Grüße,
Leena
melde mich freiwillig als pommes...schon allein wegen der vielen wunderbaren namen! pommes frites in frankreich, french fries in USA, chips in great britain und "gebackene kartoffelstäbchen" in deutschland! nicht lachen, in meinem ausbildungsbetrieb standen die so auf der karte! und die gäste haben ganz komisch geguckt, wenn da nur schnöde fritten auf dem teller lagen....*zwinker*
dat zickchen
Äpfelchen
22.10.2007, 22:25
mhmhmh chips, da hätt ich jetzt aber 'voll Bock' drauf.
Die besten habe ich in Schottland gegessen. Fish and Chips. Wieso die da Essig über die Pommes kippen versteh ich nicht :smiley11:
ich mag sie am liebsten mit sour cream oder Mayo.
Hallo ihr Lieben,
ich bin z.Zt. etwas wortkarg, dennoch nicht wirklich schlecht gestimmt, keine Ahnung warum. Ich lese hier jeden Tag mit, kann aber wenig schreiben.
Vielleicht werd ich ja schrullig.
Alles Liebe für Euch alle :winke:
Beate
Hallo liebe Ulli, liebe Flautine, liebe Leena, liebes Zickchen, liebe Beate und Ihr anderen Lieben,
habe meine heutige Chemo erstaunlich gut überstanden. Bisher ist mir nicht mal übel!!! Ich konnte ganz normal zu Abend essen!!! Das hatte ich noch nie!!! War auch das erste mal, daß ich am Abend vorher schon mal ein Antiemetikum via Port bekommen habe - vielleicht ist das der Trick bei mir?
Na, und dann haben natürlich Eure vielen guten Gedanken gewirkt! Habe auch den Stern am Himmel gefunden, liebe Ulli. Vielen herzlichen Dank Euch allen!
Den Nachmittag habe ich komplett verschlafen und bin jetzt gerade wach genug, um nicht gleich einzudösen ;) Aber da Ihr mir schon vor einer ganzen Weile so lieb geschrieben habt, möchte ich doch wenigstens ein bißchen antworten.
Am Sonntag nachmittag waren noch meine Lieben bei mir und haben von der Hochzeit erzählt. Auch unser Großer war dabei: er wollte nun doch nicht bei meinen Eltern Ferien machen. Ich glaube, er hat es sich anders überlegt seit ich wieder in der Klinik bin. Da wollte er nicht so weit weg sein, scheint mir. Ich bin mir nicht sicher, wieviel vielleciht auch die Todesumstände bei meiner Großmutter eine Rolle spielen, von denen er natürlich weiß. Solange ich zuhause bin geht es, aber meine Kliniksaufenthalte machen ihm Angst, obwohl ich ihm immer wieder erklärt habe, daß es oft nur darum geht, daß man da besser versorgt werden oder sich besser erholen kann...
Die Ärztin, die sich heute um die Chemo gekümmert hat, meinte, ich sollte die Blutwerte jetzt lieber öfter kontrollieren lassen, damit man früher gegensteuern könne. Habe auch von einem ganz, ganz lieben Menschen (ja, lies es nur :1luvu: ) erfahren, daß Carboplatin in sehr seltenen Fällen zu echtem Erythrozytenmangel führen kann. Muß ich mich also eventuell bald wieder päppeln lassen. Aber solange man mit EKs was tun kann, ist ja gut...
Ihr Lieben, ich würde Euch gerne länger schreiben, vor allen denen, die mit nicht so guten Neuigkeiten leben müssen, liebe Beate und liebes Zickchen. Liebe Leena, ich besuche Dich sehr gerne wieder in der Herzensstube!
Aber jetzt merke ich gerade, daß ich den ersten Absatz wohl revidieren müßte. Deshalb nur schnell: Macht's gut Ihr Lieben! Herzliche Grüße von Eurer Linnea
flautine
23.10.2007, 23:05
Liebe Linnea,
schön, dass Du die Chemo so gut überstanden hast. Wenn Dir jetzt übel ist, wünsche ich Dir, dass Du die Übelkeit verschlafen kannst und Dich morgen früh wieder gut fühlst.
Mein Mann verträgt seine Chemo auch gut bisher - soll mal so weitermachen, hab ich ihm gesagt.
So, flitze jetzt in mein Bett - gute Nacht und süße Träume!:schlaf: :1luvu:
flautine
Äpfelchen
23.10.2007, 23:31
Liebe Linnea,
nun hast Du die erste Hürde gepackt, jetzt schlaf Dich schön aus und ich wünsche Dir, dass es Dir morgen schon wieder ganz gut geht !
Mir hat man auch vorher ein Antikotzmittel gegeben, deshalb ging es mir oft recht gut dabei.
Ich habe während der ganzen Zeit alle 14 Tage bis 3 Wochen beim Hausarzt Ferritininfusionen bekommen. Mein HB war vorher nicht so ganz toll, wg. der starken Monatsblutungen, inzwischen hat sich das ja erledigt :D und mein HB war vor 1 Woche bei 13,5 - hatte ich ewig nicht.
Aber das muss man ja ganz individuell ansehen.
Jetzt aber schön schlafen, mach ich jetzt auch :schlaf:
Gute Nahacht
lg Beate
liebe linnea, ich hoffe, es geht dir inzwischen wieder richtig gut....kopf hoch, wir packen das!
dat zickchen
Hallo Ihr Lieben,
vielen herzlichen Dank für Eure guten Wünsche! Leider bin ich immer noch in der Klinik: So ab 3 Uhr nachts habe ich nämlich doch noch eine Großkotzerei zum Besten gegeben und als dann so gegen 11 das Schlimmste vorbei war, hatte ich Fieber... Inzwischen geht's aber wieder einigermaßen...
Ich will endlich wieder heim!:shy:
Ein gute, erholsame Nacht wünscht Euch
Eure Linnea
Äpfelchen
27.10.2007, 16:18
Liebe Linnea,
es sieht aus als hättest Du mir heute was geschrieben, nur steckt wohl noch irgendwo im Rohr. Zu lesen war leider nix.
"Lieber KK-EDV-Mensch bitte repariere unsere Spielwiese" :winke:
Bei manchen scheint es zu klappen. Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt, gell?
Kann ja nur besser werden.
Falls das jemand liest, liebe Grüße, haltet durch :lach:
Beate
Hallo Ihr Lieben,
auf ein Neues (ich hoffe, diese Antwort wird nicht wieder geschluckt...):
Seit gestern bin ich wieder zuhause. Nach der Chemo am Dienstag hatte ich dann doch noch viel erbrochen und anschließend Fieber bekommen, so daß ich mein teures Bett noch nicht räumen mußte. Ich habe auch viel geschlafen, zwischendurch gab es Haferpampe oder Kartoffelbrei, aber andere Bedürfnisse hatte ich auch fast nicht...
Ich bin noch immer sehr müde: nach wie vor schlafe ich viel, esse viele kleine Mahlzeiten mit insgesamt möglichst vielen Kalorien und lasse mich zwischendurch dick vermummt durch die Straßen unseres Viertels wehen. Die guten Zeiten versuche ich mit den Kindern zu verbringen.
Meine Eltern sind heute angereist und bleiben bis zum Geburtstag unserer Kleinen am Montag. Dadurch sind Mann und Kinder bestens versorgt und werden - je nach Bedürfnis - mit Lieblingsessen bekocht oder fleißig bespielt. Unser Großer hat heute mit meiner Mutter auf dem Markt einen Kürbis gekauft und diesen dann ausgehöhlt und verziert. Nun leuchtet die Kürbislaterne vor unserer Eingangstür. Etwa so: :rotenase:
Mein Bruder hat viele schöne Bilder von der Hochzeit geschickt. Es muß sehr schön gewesen sein mit den beiden Familien und vielen lieben Freunden, die sich eine Menge haben einfallen lassen für die beiden. Während und nach der Trauung wurde viel Musik gemacht, ein Freund hatte die beiden bedichtet und alle Hochzeitsgäste amüsierten sich bei eigens erdachten Spielen und malten an einem Bild mit, das dem Paar am Ende der Feier überreicht wurde. Ein Kollege meiner Schwägerin hatte die Hintergrundslandschaft vorbereitet und jeder Gast verewigte sich im Laufe des Tages mit einer Figur oder einem Gegenstand. Das Bild ist sehr lustig geworden und wird bestimmt immer eine schöne Erinnerung an diesen Tag sein!
So, nun wünsche ich Euch allen einen schönen Abend und hoffe, daß dieser Beitrag wieder angezeigt wird.
Viele liebe Grüße von
Eurer Linnea
Liebe Linnea!
Nun sind schon einige Tage vergangen, aber hier im Forum ging irgendwie nix mehr. Umso schöner zu lesen, daß Du wieder zu Hause bist! Ich kann mich gut erinnern an die Tage nach der Chemo. Puh! Mir hat das auch echt zu schaffen gemacht. Fieber und heftigen Schüttelfrost habe ich auch gehabt. Und die "Ko....erei" würg.
Ich hoffe, Du fühlst Dich wieder so einigermaßen. Hast Du dann nächste Woche die nächste Chemo oder erstmal 2 Wochen Pause? Sorry, aber ich weiß das jetzt nicht so genau:rolleyes: !
Der 1. Geburtstag ist was besonderes, finde ich. Wie geht es Dir dabei? Ich habe zur Zeit den Dreh, daß mich diese Tage derart sentimental machen, daß ich immer wieder heulen muß:cry: . Irgendwie hat der Krebs verdammt reingehauen...
Ich wünsche Euch auf jeden Fall einen schönen Geburtstag übermorgen, Dir wünsche ich von Herzen, daß Du Dich bald wieder besser fühlst und ich drücke Dich mal vorsichtig. Ach,was mir noch einfällt: In der Chemozeit konnte ich ganz gut diese Babygläschen essen. Die sind mir gut bekommen!
Fühl´Dich gedrückt,
Leena
struwwelpeter
27.10.2007, 22:36
Liebe Linnea,
na ja, etwas gutes muß man dem Ganzen denn doch abgewinnen: die Ärzte haben Dir eine sehr umsichtige Betreuung angedeihen lassen. Und das ist doch das Wichtigste, auch wenn Du noch immer nicht ganz fit bist so wird es jetzt aber sicherlich werden. Und Zuhause kannst Du Dich auch noch schonen das ist doch einfach perfekt. Am Montag, wirst sehen, bist Du zum Geburtstag fit! Ich wünsche Dir auf jeden Fall von Herzen eine schnelle und gute Genesung.
Na ja( :rotenase: war für uns Schwerstarbeit, :weinen: die Beiträge kamen nicht richtig oder gar nicht durch:eek: ), jetzt funktioniert es ja hier im KK wieder richtig gut, da kannst Du auch garantiert in den freien Zeiten keine Lange Weile bekommen :lach: .
Ich wünsche Dir jetzt noch einen wunderschönen Abend, eine erholsame Nacht und einen schon fast gesunden Sonntag!
Liebe Grüße:winke:
Ina
Hallo liebe Linnea,
schön das Du wieder zu Hause bist, laß Dich ruhig auch was verwöhnen,Du must früh genug wieder selber ran ;) .
Dickes Knuddeln
Ulli
liebe linnea!
ich hoffe, es geht dir inzwischen wieder richtig gut...und du kannst den geburtstag moprgen geniessen! der erste ist wirklich immer etwas ganz besonderes, ich habe bei beiden kindern mit schampus angestoßen (aus kostengründen aber wirklich immer nur beim ersten!), ioch schicke dir uns deiner maus jedenfalls für morgen alle guten wünsche! und dem rest der familie natürlich auch!
dat zickchen
Liebe Leena, liebe Ina, liebe Ulli, liebes Zickchen,
bis zu meiner nächsten Chemo habe ich glücklicherweise noch etwas Zeit: laut Plan soll sie am 20.11. stattfinden, d.h. laut korrigiertem Plan, denn erst während meines Kliniksaufenthalts fiel auf, daß sich ein Fehler eingeschlichen hatte. Die zwei verbleibenden Termine waren jeweils eine Woche nach hinten gerutscht, was mir zunächst ganz günstig erschien, weil ich dann die letzte erst kurz nach Weihnachten bekommen hätte. Vielleicht hatte ich deshalb nicht nachgerechnet. :rolleyes: Nun findet sie am 18.12. statt, d.h. ich möchte sie gerne um einen Tag nach hinten verschieben, weil unser Großer am 18. Geburtstag hat. Mal sehen wie unser Weihnachten werden wird :augendreh
Die Kindergeburtstage sind wirklich besondere Gelegenheiten zurückzudenken: Vor einem Jahr haben wir hier unsere Kleine sehnsüchtig erwartet. Sie hat sich viel Zeit gelassen, aber es war ein gutes Warten. Seit meiner Erkrankung kenne ich fast nur noch dieses schreckliche Warten auf Termine und Befunde, das die Seele aufreibt und an ihr zehrt. Vor einem Jahr habe ich ganz anders gewartet: voller Vorfreude, dieses kleine Wesen endlich in meinen Armen halten zu dürfen, aber auch voller ruhiger Gewißheit, es abwarten, ihm seine Zeit gewähren zu können.
Und was dieses kleine Menschlein inzwischen schon alles kann: am Sofa entlang gehen, Frikadellen essen, Rosinen aus dem Kuchen pulen, das Xylophon traktieren, tanzen, sogar mit den Fingern schnipsen (das fällt unserem Großen manchmal noch schwer, sie aber macht es ganz locker). Außerdem hat sie in diesem einen Jahr in sich so viel entdecken können: ihren Willen, ihre Vorlieben, aber auch ihre Fähigkeit, andere Menschen zu trösten und zu erfreuen. Wenn es mir nicht gutgeht, spürt sie das natürlich. Inzwischen kommt sie dann angekrabbelt, schmiegt ihren Kopf bei mir an und beginnt danach, Faxen zu machen, um mich aufzumuntern: sie wippt mit dem Oberkörper hoch und runter, wie sie es beim Tanzen macht, sie grinst und gibt lustige Töne von sich, zur Zeit vor allem ein Art "Indianerruf", bei dem sie die Hand vor den Mund schlägt. Sie weiß sehr gut, was lustig ist, schließlich hat sie einen großen Bruder. Und sie merkt, daß es wirkt, wenn ich auch zur Zeit nicht zu diesem Alles-ist-gut-rundum-glücklich-Gefühl in der Lage bin...
Liebe Leena, ja Babygläschen habe ich schon einige geleert. Unser Kleine ißt inzwischen nur noch "richtige" Dinge, aber für mich stehen doch noch entsprechende Vorräte in der Kammer. Eigentlich habe ich Breie abgelehnt, seit ich etwas anderes essen konnte. Aber zur Zeit ist alles im Leben so anstrengend, daß es direkt angenehm ist, beim Essen keine Widerstände zu spüren. Ich denke also, daß da mehr Psychisches als Physisches eine Rolle spielt: Breizeit ist, wenn die Seele sich anfühlt, wie ein altes, zerbröselndes Papier...
Liebe Ina, ja ich habe auch den Eindruck, daß ich im Krankenhaus sehr kompetent und umsichtig versorgt wurde (winzige Ausnahmen bestätigen die Regel). Bisher hat bei allen meinen Aufenthalten dort die Kommunikation zwischen den Ärzten der verschiedenen Disziplinen sehr gut geklappt und es gab nichts, was übesehen wurde. Darüber bin ich sehr froh. Von manchen (wenigen) Ärzten würde ich mir eben wünschen, daß sie auch mit mir ausführlicher redeten. Aber die allermeisten sind wirklich in starkem Maße bereit, mit mir gemeinsam an meiner Gesundheit zu arbeiten. Diese Einstellung hilft mir sehr.
Liebe Ulli, ja wenn meine Mutter hier ist, ist die Verwöhnerei gesichert, das kannst Du mir glauben. Dabei hat sie grundsätzlich eine selten nette Art zu helfen: sie drängt sich überhaupt nicht auf und erledigt ganz nebenbei einen Haufen Arbeit. Sie macht überhaupt kein Gewese darum und reißt auch kein Regiment an sich. Ich weiß nicht, wie sie es macht, aber sie hat eine Art, die es mir besonders leicht macht, ihre Hilfe anzunehmen und dabei wirklich zu entspannen. Sie ist ein ganz besonderer Mensch - und ich glaube, nicht nur für mich...
Liebes Zickchen, ich bin wirklich mal gespannt, wie der morgige Geburtstag sein wird. Unser Großer ist schon richtig aufgeregt und malt sich immer aus, wie sehr sich die Kleine über ihre Geschenke freuen wird. Ich hoffe, sie enttäuscht ihn nicht ;)
Allen, die hier lesen, wünsche ich einen schönen Sonntag und gute Besserung allen, die sie nötig haben!
Viele liebe Grüße sendet Euch
Eure Linnea
Ach Linnea, Du Liebe:remybussi !
Bei Deinen Gedanken zum Warten auf Dein Baby im letzten Jahr, da mußte ich Tränchen wegdrücken. Ja, genau so ist es. Das Warten auf das Baby ist einfach wundervoll. Auch gepaart mit ein wenig Angst, der großen Hoffnung darauf, daß alles gut ist, alles gut geht, alles gesund ist. Dann dieser ambivalente Zustand, diesen Bauch zu lieben und gleichzeitig diese riesige Neugier, wer in ihm wohnt, so fremd und doch so einzigartig vertraut. Meine Kleinste ist am 14.10.04 geboren, sie ist also jetzt 3 geworden. Es war so wunderbar, als sie geboren wurde. Ich denke so gern daran zurück. Aber eben auch mit Wehmut.
Weißt Du, als wir damals bei dem Strahlenarzt saßen, eröffnete er uns, daß ich innerhalb von 6 Tagen nach Beginn der Radio in die Wechseljahre kommen werde. Ich habe eigentlich nix mehr aufnehmen können, war mir alles zuviel (das war vor der OP), doch mein Mann sackte da echt zusammen. Er konnte es nicht fassen. Er fand es sooo schlimm, was noch alles von uns verlangt wurde. Das können andere Menschen nicht verstehen. Aber es war das Gefühl, keine eigene Entscheidung mehr treffen zu können. Die Tür war einfach zu, für immer. Das ist sehr bitter und ich weiß, dieses Thema habe ich noch nicht ganz bearbeiten können.
Es freut mich so zu lesen, daß Deine Mutter Dir eine wirkliche Hilfe ist. Das ist wohl selten, so uneigennützig. Kommt denn Deine Eierpfannkuchenbäckerin;) zur Zeit nicht?
Ach, dann hast Du noch ein wenig Erholung. Das ist gut. Ich hatte damals 6 Wochen vor der OP Chemo und Radio gemeinsam! Wie habe ich das bloß geschafft??? Und nach der OP dann von November bis Februar jede Woche Chemo.:augen:
Linnea, ich denke an Dich! Fühl´Dich gedrückt,
Leena
struwwelpeter
28.10.2007, 23:39
Liebe Linne :remybussi
tja, nun ist es fast soweit und Dein kleiner Spatz hat den ersten Geburtstag! Daran kann man tatsächlich sehen wie schnell die Zeit vergangen ist, wieviele gute und auch schlechte Momente doch schnell vorbei gezogen sind. Auch wenn diese Zeiten Spuren hinterlassen haben, gab es sicherlich auch einiges an neue Erfahrungen, die sehr prägend waren.
Für Morgen wünsche ich Dir das es Dir ausgesprochen gut geht, dass Du Dich nicht überanstrengst und das ihr alle gemeinsam eine wunderschöne Feier haben werdet. Aber dafür ist ganz sicher gesorgt!!!
Letztendlich ist es dann dieser Tag, der lange im Gedächnis bleiben wird!
Wenn Du die nächste Chemo erst in knapp drei Wochen hast bekommst Du ja jetzt auch die Gelegenheit Dich von den gesamten Strapazen der letzten Zeit zu erholen und etwas für Dich selbst zu tun.
Und Morgen, Morgen werdet ihr einen wunderschönen Tag haben, auch Dein Großer und der gesamte Rest der Family!
:prost: :grin: :prost: 8630:prost: :grin: :prost:
:winke: Liebe Grüße :1luvu: :knuddel:
Ina
Hallo meine kleine Mitternachtfee :kuess:
hoffe Du hast den Geburtstag deiner Kleinen gut überstanden.
Kleine Kinder können einem soviel Schmerz nehmen, soviel Mut geben.
Fühl Dich ganz lieb umarmt
Ulli
Liebe Leena, liebe Ina, liebe Ulli und Ihr anderen lieben Menschen,
ja, nun ist es bereits ein Jahr her, daß unsere Kleine geboren wurde: morgens gegen 10 Uhr durfte ich sie zum ersten Mal in meine Arme schließen (großer warmer Glückssprudel im Innern).
Heute waren wir aber deutlich früher dran. In Rücksicht auf unseren Großen, für den die Schule wieder begann, haben wir mit dem spannenden Teil gegen 6:15 Uhr begonnen. Natürlich wurde zuerst gesungen, was bei uns immer witzig klingt, weil mein Mann mehr brummt als singt, während unser Großer nicht nur alle Töne richtig trifft, sondern im Kanon auch seine eigene Stimme hält. Da meine sangesfreudigen Eltern noch da waren, konnten wir also "Viel Glück und viel Segen" vollständig besetzt aufbieten.
Anschließend half der Große dann der Kleinen beim Auspacken. Weil er es war, der ihr die enthüllten Geschenke überreichte, interessierte sie sich lebhaft für jedes einzelne Stück von der Watschel-Ente bis zur Winterhose. Es folgte das Geburtstagsfrühstück. Die Kleine sah nach ihrem Nutella-Brot-Genuß, der ihr ganze Lobeshymnen entlockte, unbeschreiblich aus - aber auch unbeschreiblich glücklich...
Als der Große dann in der Schule war, machten meine Eltern sich auf den Heimweg. Das Geburtstagskind wurde von unserer guten Eierkuchen-Fee übernommen, die nach wie vor an jedem Werktag zu uns kommt (an den Wochenenden sind wir ohnehin häufig mit Freunden zusammen, da verteilen wir die Wochenendstunden lieber auf die Woche...).
Ich bin dann zur Blutbildkontrolle gegangen. Wie sagte die Dame vom Zentrallabor so schön? "Für Sie sind die Werte einigermaßen gut, noch knapp vor alarmierend". Am Donnerstag wird wieder kontrolliert, bei Bedarf natürlich auch früher...
Morgen habe ich endlich wieder Gelegenheit, mit meinem Psychotherapeuten zu sprechen. Wegen der Ohrengeschichte mußte ich meine letzten beiden Termine absagen und habe nun das Gefühl, daß ein solches Stündchen bitter notwendig ist. Irgendwie bin ich psychisch ein bißchen am Absacken. Es kommen Ängste hoch, die keinerlei rationale Grundlage haben, ja, denen die Fakten widersprechen - und dennoch sind sie da, das ist nicht gut...
Am Donnerstag habe ich dann einen Termin bei einem neuen Onkologen - als Kostprobe sozusagen.
Ihr Lieben, das muß für heute genügen (in diesem dauerdösigen Zustand brauche ich kleine Ewigkeiten zum Schreiben)...
Herzliche Grüße,
Eure Linnea
och mönsch, linnea!
gut, daß du wieder nen gesprächstermin hast, blöde, irrationale ängste sind sch***. aber du sagst ja, die dame ist klasse, also bin ich fest überzeugt, es geht dir ganz bald wieder besser!
ich drück feste die daumen und bin in der zwischenzeit einfach neidgrün wegen eurer sangeskünste...hier bei uns brummen nämlich alle beim singen, nicht nur der papa!
sei lieb gedrückt, ich schick dir mal wieder ne wagenladung positiver gedanken!
dat zickchen
Hallo Ihr Lieben,
liebes Zickchen, vielen Dank für Deine lieben Worte! Deine wagenladung ist angekommen, vielen herzlichen Dank dafür! :1luvu:
Ja, ich habe zur Zeit psychisch einen Hänger, aber das ist vielleicht auch so eine typische Phase? 4 von 6 Chemos sind verabreicht und nun drängen sich mehr und mehr solche Fragen auf wie "Wirkt das Zeug denn auch so wie es soll?" und "Wie geht's danach weiter?" Bei Eierstockkrebs dient sonst der Tumormarker CA125 der Verlaufskontrolle, aber der ist bei mir nicht sehr aussagekräftig, weil er vor der OP nicht besonders stark erhöht war und sich nun entsprechend wenig bewegt. Naja, muß ich eben abwarten... Gut, daß ich meinen wunderbaren Psychotherapeuten habe! Seine Hilfe ist wirklich nicht mit Gold aufzuwiegen!
Aber jetzt muß ich mal die gute Nachricht des Tages verkünden: Ich habe einen Onkologen gefunden, mit dem ich prima zurechtkomme!
Meine bisherige Onkologin wird zwar immer sehr angepriesen und ist auch fachlich sehr gut. Aber Ihr ganzes Wissen nützt mir ja nicht viel, wenn sie nie richtig mit mir redet, sondern im Grunde genommen nur sagt "Schlucken Sie dies, machen Sie das und zerbrechen Sie sich nicht den Kopf, dazu bin ich ja da".
Nachdem ich neulich eine weitere Onkologin "ausprobiert" hatte, deren psychologische Qualitäten auch nicht eben berauschend waren, bin ich heute mit nicht allzu hoch gesteckten Erwartungen in die neue Praxis gegangen. Aber dann wurde ich sehr angenehm überrascht.
Gut, mein "Neuer" hat ziemlich gruselige Sprechzeiten: er praktiziert ab 6 Uhr morgens :eek: Aber mein Termin war ja "erst" um 8 Uhr :rolleyes:
Es war sehr angenehm mit ihm zu sprechen. Er hat eine ganz besondere Ausdrucksweise, die erkennen läßt, daß er sich darüber Gedanken macht, WIE er etwas sagt. Das war mir von Anfang an sympathisch.
Wie sich herausstellte, hatte er meine Unterlagen, die ich ihm vorab dagelassen hatte, bestens durchgearbeitet und sich sogar bezüglich meines NLPHL und meiner Augendruckgeschichten Kollegenmeinungen eingeholt. Er sagte mir, daß er von der Gastroenterologie herkomme und sich deshalb erst in meinen Krempel einarbeiten müsse, aber er war top informiert und sehr bemüht. Außerdem hat er mir von Anfang an erklärt, warum er sich an welchem Punkt nicht so sicher sei. Daß er seine Wissensgrenzen eingestehen kann, hat mir sehr gefallen, und auch daß er mir auseinanderlegt, was für ihn als Onkologen fachlich ganz klar ist und wo der Bereich anfängt, in dem die Optionen schwieriger gegeneinander abzuwägen sind. So habe ich mir das vorgestellt! Was ein Glück, daß es solche Ärzte tatsächlich gibt!
Jedenfalls kann ich jetzt beruhigt meinen Termin bei meiner bisherigen Onkologin absagen. Die wird sich wundern - wo sie meinen Zweitkrebs doch so spannend fand :lach:
Außerdem gibt's noch etwas Gutes zu berichten: ich beginne langsam zuzunehmen! :) Ich hätte nie gedacht, daß ich mich darüber mal so freuen könnte, aber mit 1,80m immer so bei 52kg herumzukrebsen (im wahrsten Sinne des Wortes) taugt wirklich nichts...
Ach, das hat mich heute doch sehr aufgemuntert! :rotier2:
Euch allen wünsche ich einen wunderschönen Tag!
Es grüßt Euch herzlich
Eure Linnea
Liebe "große" Linnea!
1,80 bist Du groß! Ui, da bin ich dann "Deine kleine Leena";)!
Ach, mich freut es total, daß Du so einen Menschen-Onkologen;) gefunden hast. Wahnsinn! Ich finde es total klasse, daß er sich schon vorab Deine Unterlagen angesehen hat. Wie oft habe ich erlebt, daß die Herren und Damen in Weiß gar nicht wußten, weshalb man kam?!:eek:
Ein Beispiel (Du weißt ja, ich "senfe" gern:D ), allerdings etwas anders gelagert: Als ich zur ersten Enddarmspiegelung:rotenase: nach der OP zu einem neuen Arzt kam, habe ich brav gewartet im Wartezimmer, meine Unterlagen fest in der Hand (hab´ja auch eine eigene Akte, die ganz schön dick ist:rolleyes: ). Irgendwann wurde ich dann aufgerufen: "Frau M., kommen Sie bitte hier ins Untersuchungszimmer, ziehen Sie diesen Kittel an..." Ich war geschockt, habe nur gesagt: "Moment mal, ich gehe da nicht rein, ziehe mich aus und lasse mich von jemandem untersuchen, mit dem ich vorher nicht ein Wort gewechselt habe:boese: ." Das war dann alles ein wenig lästig, aber kurze Zeit später saß ich dem Doc dann AM TISCH gegenüber. Nee, sowas kann man doch nicht machen!
Ach, ich möchte gern noch Kuchen haben, den Du großartig angeboten hast vom Geburtstag. Aber nur, wenn er ohne Sägespäne gebacken wurde;)!
Sind Deine Eltern noch da?
Fühl Dich gedrückt und schlaf´schön,
Leena
Meine liebe "kleine" Leena,
wieder einmal danke ich Dir herzlich für Deine Zeilen. Es ist so schön, daß Du mich wieder besuchst. Leider kann ich Dir gar nichts anbieten: der Kuchen ist inzwischen restlos vertilgt (es waren nämlich keine Sägespäne darin ;) ) und ich habe noch keinen neuen gebacken. Ich grübele noch über den Zutaten:
Auf jeden Fall müssen Liebe und Freude hinein sowie Hoffnung, damit das Ganze auch ordentlich aufgehen kann. Aber man muß diesen Teigansatz warmstellen, damit er nicht einfällt. Zur Zeit ist es bei mir im Haus leider sehr zugig. Nur selten finde ich ein Plätzchen für meine Teigschüssel. Daher gerät der Teig nicht so oft. Aber wenn er aufgeht, quillt die Schüssel schier über von der zarten, luftigen Masse. Dann frage ich mich, wie es weitergeht: Kennst Du die anderen Zutaten?
Für heute nur soviel... (ach so, eins noch: meine Eltern sind schon am Montag wieder abgereist..)
Dich und alle anderen hier grüße ich herzlich!
Linnea
Meine liebe Linnea:)!
Hmm, Kuchen:)!
Du hast weise Deine Zutaten gewählt. Da bleibt mir kaum noch etwas, was ich hineinlegen würde. Laß mich mal überlegen...! Gut, hier kommen meine Zutaten:
Mut gehört hinein, nicht zu knapp, Zuversicht, Lachtropfen, Neugierde, aber nur eine Prise, denn sie vermischt sich besonders gut mit dem Mut. Das kneten wir dann schön durch.
Damit es aber ein "runder" Teig wird, darf auch ein Fünkchen Angst nicht fehlen. Sie ist wichtig für uns. Sie macht uns wachsam.
In meinem Haus ist es zur Zeit auch eher fröstelig-zitterig. Muß noch ein paar Tage durchhalten, dann wird es, hoffentlich, besser:undecided !
Wie sagt man? Viele Köche verderben den Brei! Aber viele Hände können einen tollen Kuchen backen, mit den edelsten Zutaten. Ich hoffe, wir können lange von ihm zehren!
Eine warme Umarmung,
Deine Leena
Meine liebe Leena,
dachte ich's mir doch, daß Du als erfahrene Kuchenbäckerin die Zutaten kennst! Du hast recht: Mut! den hätte ich glatt vergessen, dabei geht es ohne ihn doch gar nicht. Muß mal nachsehen, ob ich davon noch genug im Haus habe oder ob wir zusammen einkaufen gehen müssen. Dann könnten wir auch gleich noch ein Paket Zuversicht mitbringen. Es kann ja nie schaden, davon etwas vorrätig zu haben. Lachtropfen - doch, die habe ich noch, und Neugierde ist auch noch genügend vorhanden. Ach, ich freue mich riesig, daß Du mir beim Backen hilfst!
Ich hoffe, Du erträgst mich, obwohl ich heute ziemlich jammerig bin. Weißt Du, mein Mann ist bei einer Tagung, wo er heute einen Vortrag gehalten hat. Da kann er sich dann, wenn andere vorne stehen, auch nicht einfach so verdrücken, das sehe ich vollkommen ein. Außerdem weiß ich, daß es ihm guttut, mal hier rauszukommen, mit Kollegen über Fachfragen zu sprechen und zum Abendessen auszugehen. Aber nun sitze ich doch hier auf dem Sofa und bekrisele mich. (Ich war schon mehrmals in Deinem Thread und habe mir immer wieder eine achtarmige Umarmung geholt - das tut so gut, Du Liebe!)
Heute morgen war ich wieder zur Blutkontrolle. Es nervt mich inzwischen sehr, weil die Werte sowieso immer grottenschlecht sind. Dem Blutbild sieht man das Erythropoetin jedenfalls (noch) kein bißchen an. Gut, die Epo-Wirkung sollte sich nach zwei bis drei Wochen spätestens zeigen, hieß es, und es sind erst knapp zwei Wochen herum. Bisher läßt sich also noch nicht sagen, ob ich darauf "anspreche" oder nicht. Aber im Moment geht es mit den Werten so schnell abwärts, daß ich finde, das Epo könnte sich aber auch mal ein bißchen beeilen. Denn ich habe einfach keine Lust auf Klinik und weitere Ery-Konzentrate. So, daß mußte mal raus...
Ihr Lieben alle, jetzt habe ich Euch wieder mit schwarzem Seelenbrei besudelt... Ich hoffe, Ihr kommt mich trotzdem wieder besuchen...
Ganz liebe Grüße an Euch alle!
Eure Linnea
PS: Weiß jemand etwas von Peter Skipper? Ich mache mir Sorgen, weil ich solange nichts von ihm gehört habe. Hoffentlich macht er nur Urlaub!
struwwelpeter
03.11.2007, 23:08
Meine liebe Linnea,
nun wird's mal wieder höchste Zeit das ich mich hier "platze" bzw. poste! Schwarzer Seelenbrei? Nee, so ist es sicherlich nicht und man kann all diese Dinge hier ruhig ablassen, wenn nicht hier wo dann?!!!
Hab'ich doch alles verfolgt in den letzten Tage, aber irgendwie habe ich nicht all das geschafft was ich mir vorgenommen hatte. Du hattest ja nette Gesellschaft, mit Hope an Deiner Seite! Das ist tatsächlich sehr viel wert.
Wie ich gelesen habe befindest Du Dich auch derzeit in einem Tief. Nun, leider bleibt das bei vielen nicht aus, es ist ja auch eine Menge was da verarbeitet werden muß. Es freut mich natürlich riesig das Du einen wirklich guten Onkologen gefunden hast (wieder eine Belastung weniger!), und Dein Psychoonkologe scheint ja auch Klasse zu sein. Aus diesem Tief wirst Du hoffentlich relativ schnell wieder heraus kommen. Manchmal ist es ein "Auf" und ein "Ab" und man hat es schwer damit umzugehen. Mir geht es derzeit auch nicht viel anders. Ich bin auch für mich selbst recht zuversichlich das ich es mit der Hilfe an meiner Seite gepackt bekomme.
Aber......... erst einmal muß man da durch mit kleinen Schritten in die richtige Richtung! Und das mit Deinen Blutwerten: wollen wir doch einmal hoffen das es diesmal doch noch besser wird! Ich halte Dir insgesamt die Daumen, ich wünsche Dir in jede Richtung baldige Besserung!
http://www.bilder-hochladen.net/files/1gop-2od.jpg
Liebe Linnea, lass Dich mal ganz fest (virtuell) knuddeln, das gibt auch positive Kraft und Energie - so als Reserve für "den Kuchen"!
Alles Liebe Dir :knuddel: :winke:
Ina
:rolleyes: Hmmm.............hast recht, von Skipper haben wir wirklich schon länger nichts gehört! Ich hoffe es geht Beiden gut!
Liebe Ina,
habe vielen herzlichen Dank für Deine liebe Worte! Wie schaffst Du es bloß, trotz Deiner eigenen Probleme, immer noch so verständnisvoll auf meinen Kleinkram einzugehen?
Mir ist es schon ein bißchen peinlich, daß ich zur Zeit so jammerig bin, denn vielen geht es wirklich viel schlechter. Insgesamt zweifle ich auch nicht daran, daß das wieder vorbeigeht. Und mein ärztliches Helfer-Team ist jetzt nahezu perfekt - ich sollte ich freuen!
Dennoch weine ich viel, was rein körperlich gesehen nicht so toll ist, weil ich einen entzündeten Augenwinkel habe. Aber es muß raus. Und wenn es nicht noch andere Dinge zu tun gäbe in der Welt, würde ich meinen Mann bitten, mich die ganze Zeit über im Arm zu halten.
Meine Psyche verhält sich zur Zeit wie ein scheuer Straßenkater: wenn man ihm Nahrung gibt, ihn vorsichtig streichelt, scheint er sich fast zu einem behaglichen Schnurren durchringen zu können. Aber ein störendes Geräusch, ein unfreundlicher Ton und er ist weg. Dann braucht man wieder viel Geduld, bis er sich erneut vorwagt...
Liebe Ina, ich weiß, daß Du mit viel schwerwiegenderen Problemen zu kämpfen hast. Daß Du trotzdem andere so anteilnehmend tröstest, finde ich groß!
Ganz liebe Grüße an Dich und alle anderen lieben Menschen hier!
Linnea
struwwelpeter
04.11.2007, 11:50
Dennoch weine ich viel, was rein körperlich gesehen nicht so toll ist, weil ich einen entzündeten Augenwinkel habe. Aber es muß raus.
Liebe Linnea,
ja, es muss raus, es sind all die Dinge die sich so ansammeln und die man nicht direkt bemerkt! Mir tun die Tränen mitunter sehr gut - es ist oftmals eine deutliche Erleichterung zu spüren! Ich hoffe es ergeht Dir ähnlich, :engel: mit den "Engeln" an Deiner Seite ist es um ein vielfaches einfacher!
Meine Psyche verhält sich zur Zeit wie ein scheuer Straßenkater: wenn man ihm Nahrung gibt, ihn vorsichtig streichelt, scheint er sich fast zu einem behaglichen Schnurren durchringen zu können. Aber ein störendes Geräusch, ein unfreundlicher Ton und er ist weg. Dann braucht man wieder viel Geduld, bis er sich erneut vorwagt...
Auch in diesem Punkt gebe ich Dir recht, wir sind empfindlich geworden, es ist fast wie Glas, eine falsche Handhabung und es zerbricht etwas. Die Geduld hast Du, dessen bin ich mir sicher! Es ist nicht leicht, aber Du gehst mit diesem Bereich sehr gut um.
Und dann noch etwas: meine Probleme sind nicht größer oder kleiner als die von Dir oder von anderen! Es verlagert sich sicherlich immer etwas, von Person zu Person sind doch eben Unterschiede zu erkennen.
Liebe Ina, ich weiß, daß Du mit viel schwerwiegenderen Problemen zu kämpfen hast. Daß Du trotzdem andere so anteilnehmend tröstest, finde ich groß!
Meine Probleme halten mich in keinster Weise davon ab anderen ein paar liebe und aufbauende Worte zu schreiben und evtl. etwas Halt zu bieten. Es bereitet mir stets Freude, ich denke es geht Dir ebenso!? :)
Sodele, leider ist das Wetter hier bei uns sehr trübe und recht ungemütlich, also werde ich mich jetzt hinstellen und Waffeln backen - mit Kirschen und Sahne. Etwas Gutes braucht der Mensch!;)
Euch Allen jetzt noch einen angenehm gestalteten Sonntag und liebe Grüße aus Aachen
Ina:winke: :1luvu:
Liebe Ina!
Deine Worte sind so lieb...Danke einfach mal dafür von Herzen:1luvu: !
Meine liebe "groß-kleine" Linnea!
Ja, das Gefühl kenne ich, am liebsten im Arm zu liegen und einfach zu weinen... In diesem Strudel zu versinken. Die Gedanken sortieren sich dabei. Mir geht es so, daß ich morgens aufwache nach einer entspannten Nacht, der erste Schwung aus dem Bett und -krach- da ist die Wahrheit wieder. Da ist es wieder, das Wissen, daß ich Krebs habe. Kaum schaffe ich es dann, ins Bad zu gehen, zu duschen, Frühstück zu machen, nachdem die Kleinen alle geweckt wurden, mich anzuziehen, alles wegräumen, den Kleinen in den Kindergarten zu bringen und schnell nach Hause, schnell die Tür auf und wumm---da könnte ich auf den Boden sinken und nur noch weinen. Es strengt in dem Moment an, aber es erleichtert auch.
Schließlich, liebe Linnea, ist nicht nur unser Körper krank, sondern ganz und gar bis in jede Faser unsere Seele. Beraubt. Illusionen und Vorstellungen kaputt. Es ist mühsam, alles daliegen zu sehen, zu wissen, man muß anfangen, zu reparieren. Zu begreifen, das Bild wird ganz und gar anders werden. Bei mir hat es zB auch gedauert, bis ich fühlte, daß es MEIN Körper war. Fremd über lange Zeit.
Eine ganz liebe Freundin schrieb mir, daß da viele Löcher sind auf dem Weg, die man nicht umlaufen, überspringen kann. Man muß durch jedes einzelne hindurch. Und das tut weh.
Meine Erkenntnis ist aber: Wer nie fällt, kann auch nie aufstehen. Ein schwacher Trost!
Eins muß ich nochmal senfen;): Mein Sohn (5) lag vorgestern mit mir im Bett, wir hatten gelesen (ich habe dabei meine beiden Kleinsten links und rechts im Arm) und danach kommen dann seine 10000 Fragen! Er sagte ganz ernst zu mir, ob ich sterben würde, wenn er stürbe. Ich war erschrocken, habe dann aber gesagt, daß ganz sicher ein großer Teil in mir sterben würde, ich aber auch noch eine Verantwortung den anderen Kindern gegenüber hätte und irgendwie wußte ich nicht mehr zu sagen. Er sah mich aus seinen tiefbraunen Augen an und meinte: "Ich würde sterben, wenn Du stirbst" Schluck! Und er fügte hinzu: "Mama, am besten wäre es, wir würden alle zur gleichen Zeit sterben, dann wäre niemand traurig"....:cry: :cry:
Ich backe mit Dir! Und ich hoffe mit Dir, daß Deine Blutwertekörperchen endlich mal in die Gänge kommen:megaphon: Ab an die Arbeit!!!
Fühl Dich lieb gedrückt und genieße diesen Tag, der zumindest hier sonnig ist,
Deine Leena
Äpfelchen
04.11.2007, 14:57
Liebe Linnea,
es tut mir sehr leid, dass es Dir z.Zt. nicht gut geht. Doch solche Talsohlen sind leider im Preis inbegriffen :pftroest: ich bin sicher, Du hast einen guten Weg vor Dir, und Du hast Wegbegleiter. Und wenn Dir danach ist, dann heul alles raus. Ich mache das heute noch. Vor einigenTagen sagte meine Freundin, sie kennt mich nicht anders, als dass ich immer Haltung bewahre, egal was kommt, ich wirke stark.
Ich habe ihr gesagt, dass auch ich meine Löcher habe, und dass ich manchmal das Gefühl habe, ich müsste jetzt mal heulen und dann geht es nicht. Dann helfe ich nach ;) höre ganz bestimmte Heulmusik oder lese ein ganz bestimmtes Gedicht - klappt immer - und dann gehen die Schleusen auf. Und mir geht es hinterher besser.
Ich stelle mir immer vor, dass ich so mit 80 oder so mal jemandem sage, ich HATTE mal Krebs, aber das ist lange her.
Im umarme Dich
Beate
Liebe Ina, liebe Leena, liebe Beate,
ich weiß gar nicht recht, wie ich anfangen soll, aber es läuft alles auf ein großes DANKE hinaus! Danke für Euer Verständnis. Danke für Eure lieben, tröstenden Worte. Danke dafür, daß Ihr daseid!
Ja, die Tränen müssen raus. Und einige sind auch prompt gekommen, als ich Eure lieben Antworten gelesen habe.
Liebe Ina, Du bist so lieb! Und weißt Du, Deine positive Denkweise und Deine Tapferkeit versuche ich mir immer zum Vorbild zu nehmen. Die Welt wird so viel heller dadurch! Danke!
Liebe Leena, ich kann mir denken, daß es einem durch und durch gehen muß, wenn die eigenen Kinder unter diesen Umständen über den Tod reden. Unser Großer hält das Thema bisher noch auf Distanz, genauer gesagt er beschäftigt sich anscheinend damit und will mit nichts in Berührung kommen, was nach Tod oder Sterben aussieht.
Es ist so anders, wenn die Kinder selbst die Erkrankten sind: ich hatte mal über zwei Jahre hinweg sehr intensiven Kontakt zu krebskranken Kindern im Alter von 4 und 5 Jahren. Diejenigen unter ihnen, die in diesem Alter gestorben sind, konnten so gelöst diese Welt verlassen - sie haben sogar oft im Sterben noch ihre Eltern getröstet. Engelhafter kann man nicht Abschied nehmen.
Liebe Beate, das ist eine schöne Vorstellung, den Krebs in eine so ferne Vergangenheit schieben zu können. Mir imponiert es, mit wieviel Konsequenz Du es durchziehst, von Deinem Schalentier grundsätzlich in der Vergangenheitsform zu sprechen.
Ihr Lieben alle, ich habe heute mit Eurer Hilfe die passende Backform für unseren Kuchen gefunden. Hier ist sie:
http://www.bilder-hochladen.net/files/4c3p-t.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/4c3p-t-jpg-nb.html)
Und wenn Ihr mich fragt, warum um alles in der Welt dieser besondere Kuchen in einer Rosenform gebacken werden muß, dann kann ich Euch nur einen Gesangbuch-Liedtext zur Antwort geben, den mir Eure Antworten hier in Erinnerung gerufen haben. Ich habe lange überlegt, ob ich ihn hier hineinschreiben soll, aber mir erschien er so passend, daß ich ihn gerne mit allen, denen er etwas bedeuten kann, teilen würde:
Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt,
dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe die alles umfängt.
Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hält
und das Kleid, das wir schenken, auch uns bedeckt,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt,
dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe die alles umfängt.
Wenn der Trost, den wir geben, uns weiter trägt
und der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird,
dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt,
dann schauen wir heut schon sein Angesicht
in der Liebe die alles umfängt.
(Claus-Peter März)
Herzlich Grüße
:knuddel:
Eure Linnea
flautine
04.11.2007, 21:25
Liebe Linnea,
ich habe das Gefühl, dass Du auch in Deinem seelischen Tief sehr stark bist. Mir imponieren Dein Umgang mit Deinen Gefühlen wie auch die Offenheit, mit der Du schreibst (ebenso wie andere hier, Ina, Beate, Leena). Das macht den Austausch hier im Forum auch zu etwas Besonderem, dass man offen sein kann im Vertrauen verstanden zu werden. Danke an dieser Stelle auch allen, die dazu beitragen!
Das Lied, das Du zitierst, kenne ich gut, habe es heute aber noch mal mit anderen Augen gelesen. Ich finde es sehr passend, auch und gerade für Deinen Kuchen! Ich würde noch jeweils eine großzügige Portion (Gott-) Vertrauen und Gelassenheit dazugeben.
Trügt mich mein Gefühl, oder geht es Dir schon wieder ein wenig besser? Ich wünsche es Dir jedenfalls sehr!
Ganz liebe Grüße:knuddel:
flautine
Liebe Flautine,
nein, Dein Gefühl hat Dich nicht getrügt. Eure lieben Beiträge hier hatten mir sehr viel Auftrieb gegeben und ich fühlte mich gleich besser.
Leider lassen sich dadurch die Blutwerte nicht in die Höhe treiben. Bin inzwischen wieder in der Klinik: nachdem heute morgen ein Hb von 5,7 g/dl gemessen wurde, gibt's jetzt wieder Erys.
Liebe Grüße aus der weißen Welt
Eure Linnea
hallo linnea!
blöd, daß du nun wieder im krankenhaus bist. blöde blutwerte! aber nicht unterkriegen lassen, die kriegen das auch wieder hin. fühl dich einfach mal wieder lieb gedrückt, die wagenladung guter gedanken hab ich auch schon auf den weg für dich gebracht!
dat zickchen
Ach nööö, liebste Linnea, das ist ja nicht schön, daß Du wieder in der Klinik bist... Mensch, das tut mir aber leid...:knuddel:
Deine Backform ist wirklich schön. Auf den ersten Blick erinnerte sie mich an eine Schnecke und ich mußte prompt an das Schneckenhaus von Ina denken. Es ist eine ähnliche Form zwischen Rose und Schneckenhaus. Also, das hast Du sehr schön ausgewählt!
Liebe Linnea, ich hoffe, Du kommst schnell wieder auf die Beine. Ich drücke Dich lieb und schicke Dir einen ganz lieben Gruß,
Deine Leena
Liebe Flautine, liebes Zicklein, liebe Leena und Ihr anderen lieben Menschen,
am schlimmsten finde ich Kranknehaus-Aufenthalte eigentlich immer bevor ich dort bin. Meine Blutwerte waren ja schon die gnze Zeit über ziemlich schlecht und deshalb geisterte diese Vorstellung schon eine Weile durch meinen Kopf.
Als dann heute morgen klar wurde, daß die Indikation für EKs sich von relativ zu absolut verschibt, hat mich am meisten runtergezogen, daß mein Großer schon in der Schule war und ich ihm die neuesten Nahcrichten nur schriftlich übermitteln konnte. Unsere Familienpflegerin hat dann ein bißchen umdisponiert, so daß sie solange hierbleiben konnte, bis mein Mann seine Studenten fertig belehrt hatte. Aber es ist eben einfach doof, einem noch nicht ganz Achtjährgen eine Karte hinterlassen zu müssen, auf der draufsteht, daß alles nicht so schlimm ist, auch wenn ich plötzlich mal ins Krankenhaus muß, und daß er mit unserer Eierkuchenfee ja was Schönes spielen kan, bis Papa wieder da ist. Ich meine, was soll der arme Junge denken? Daß er jetzt jeden Tag damit rechnen muß, daß ich mal wieder nicht da bin, wenn er nach Hause kommt? :huh: :weinen:
Für mich selbst ist es ja sonst nicht weiter tragisch: ich habe fast den ganzen Tag verschlafen. Das sind so de Vorteile, wenn man nur zum Päppeln da ist und nicht ständig irgendwelche Untersuchugen anstehen. Allerdings finde ich es noch gewöhnungsbedürftig, in einem Dreibettzimmer im Mittelbett zu liegen, man hat so gar kein Eckchen für sich... Aber wenn ich schlafe, ist das ja eigentlich auch egal...
Liebe Flautine, ich möchte mich nachträglich noch für Deine lieben Worte bedanken und für die "Kuchenzutaten". Du hast vollkommen recht: beides gehört unbedingt dazu!
Vielen lieben Dank Euch allen, die Ihr mir beim "Backen" helft! es freut mich, wenn auch Ihr die Form für passend erachtet, sei es nun als Rose oder als Schnecke, liebe Leena.
Liebes Zicklein, Deine Wagenladungen tun so gut! Vielen Dank!
Jetzt muß ihc aber meinem Dödelhirn wieder etwas Ruhe gönnen...
Liebe Grüße an alle
Eure Linnea
Äpfelchen
05.11.2007, 23:08
Na ihr Kuchenbäckerinnen,
denkt hier eigentlich irgend jemand an die Kalorien?? ;)
Die müssen doch auch hinein. Ein Kuchen schmeckt doch erst so richtig gut, wenn er auch ein bisserl nach Sünde schmeckt.
Und IHR hier alle könnt es euch ja leisten. Ich bin schließlich der Pummel.
Ich möchte auch noch was in den Teig geben: Licht und Freude.
Ich hab es nicht mehr in Erinnerung, ob das evtl. schon drin ist und ich bin jetzt zu müde um es nachzulesen :o
Und sollte unser Kuchen versehentlich (dödelei) zu lange im Ofen bleiben und trocken werden...dann nennen wir ihn Hundekuchen :smiley1: und Frau Schmidt und Maya freuen sich bestimmt.
Ach liebe Linnea, ich kann das nachfühlen, dass es Dir Kummer macht, wenn Dein Großer aus der Schule kommt und die Mama ist weg. Du hast Recht, der Gedanke liegt nahe, dass er da Verlustängste bekommen könnte.
Vielleicht kannst Du mit der Onkologie ausmachen, dass Du im Wiederholungsfall zumindest so lange zu Hause bleiben darfst bis das Kind wieder da ist. Ich würde es versuchen. Das ist es wert, es wäre schlimm, wenn alles rum ist und Dein Sohn hängt psychisch in den Seilen.
Wie sehr das die Kinder mitnimmt sehe ich hier zu Hause. Und meine ist schon 15.
Du wirst die richtige Entscheidung treffen !
Liebe Grüße und Gute Nacht
Beate
Liebe Beate, liebe Birgit,
vielen Dank für Eure lieben Zeilen!!!
Liebe Beate, ich danke Dir für Deine Zutaten! Ich bin sicher, dieser Kuchen wird der beste, den wir je genossen haben. Gut, daß er so riesig ist und für alle reicht. Frau Schmidt und Maya dürfen gerne etwas davon haben, aber ich möchte ihn keinesfalls ganz vor die Hunde gehen lassen. ;)
Gestern habe ich auch schwer hin und her überlegt, ob ich nicht doch noch abwarten soll, bis mein Sohn nach Hause kommt. Aber nachdem ich beim letzten Kliniksgang so kurz vor knapp ankam, daß ich noch im Eingangsbereich diesen kurzen Einakter mit dem Titel "Kreislaufkollaps" vorspielen mußte (habe ich doch neulich glatt vergessen zu posten :rolleyes: mir sind diese öffentlichen Auftritte immer irgendwie peinlich :o ), habe ich mich dann doch dazu durchgerungen, gleich loszufahren. Daß dieser Fall eintreten könnte, habe ich meinem Sohn letzte Woche schon mal gesagt. Aber es ist eben doch etwas anderes, wenn es wirklich passiert. Ich hoffe so sehr, daß er daraus keine neuen Ängste entwickelt!
Liebe Birgit, ich danke Dir herzlich für das schöne Gedicht! Und ich freue mich sehr, daß Du hier zu mir gekommen bist! Ich habe in den Wochen, die ich nun im Forum dabei bin, schon viele Deiner lieben Beiträge lesen können und besuche oft die Seite, die Du und Chris so regelmäßig und kraftspendend füllt. Allerdings bin ich nicht auf dem Laufenden, was Dein Befinden betrifft. Wie geht es Dir zur Zeit?
Euch allen hier wünsche ich einen möglichst erfreulichen, schmerzfreien Tag!
Es drückt Euch voller Dankbarkeit für Eure liebe Anteilnahme
Eure Linnea
Ach, liebe Linnea(((Linnea)))!
Es tut mir beim Lesen weh, wie eilig Du ins KH mußtest, Deinem Sohn eine Nachricht hinterlassen mußtest...och menno, das tut mir echt im Herzen weh... Vielleicht setzt Du Dich mit ihm hin und sagst ihm,wie weh es Dir tut, wenn Du ihm nicht selbst die Situation erklären kannst und ob er eine Idee für ein Ritual hätte, falls es noch einmal vorkommen sollte, während er in der Schule sei?! Dann hätte er die Chance, in dieser unvorhersehbaren Situation ein wenig Kontrolle zu haben, zumindest über den Ablauf der Informationsweitergabe?!
Wie geht es Dir? Sind Deine Blutwerte besser? Ich wünsche es Dir so.
Liebe Linnea, ich denke an Dich. Und ich wünsche Dir, daß Du diese Krankenhauswelt bald wieder gestärkt verlassen kannst.
Fühl´Dich gedrückt!
Liebe Birgit! Danke für Deine Zeilen...ich bin ganz gerührt!!! Ich habe Dich sehr lieb, meine Freundin!
Liebste Grüße,
Leena
Liebe Birgit, liebe Leena,
wie schön, hier zwei Seelenschwestern zusammen begrüßen zu dürfen!
Liebe Birgit, Deine Zeilen haben mich sehr berührt - wie Du über Deinen schweren Krankheitsverlauf fast mit einem Lächeln berichtest, einem Lächeln, daß aus Deinem Glauben heraus möglich wird. Ich danke Dir von Herzen, daß Du mir davon geschrieben hast! Daß Gott die Liebe ist, ist auch das Fundament meines Glaubens.
Übrigens mußte ich schlucken, als ich die scheinbar so belanglosen Zahlen las: Da bin ich also genauso alt wie Dein ältestes Kind, mein großer Sohn ist nur ein gutes Jahr jünger als Deine Kleinste und auch ich bin eine von fünf Geschwistern...
Liebe Leena, ich habe gestern am Telefon eine Weile mit meinem Kleinen-Großen gesprochen und werde sicherlich nochmal darauf zurückkommen. Er scheint es einigermaßen gut verkraftet zu haben. Aber ich kann es trotzdem nicht lassen, mich zu sorgen. Er hat schon so viel Belastendes in den letzten Monaten erlebt und ist immer so vernünftig - weißt Du was ich meine? - er ist schon fast beängstigend vernünftig. Ich werde das Gefühl nicht los, daß er sich viele Gedanken macht, die an ihm nagen.
Ich versuche immer wieder, diese harte Schwelle zwischen Innen und Außen zu überwinden und manchmal äußert er dann auch seine Fragen und Überlegungen. Es erleichtert ihn sichtlich, darüber zu sprechen und immer kommen wir zusammen an einen guten Punkt in diesen Gesprächen, wir denken sehr ähnlich, schein mir. Aber er braucht sehr lange, ehe er sich auf ein solches Gesprächsangebot einlassen kann, vieles muß stimmen, ich müßte verläßlich für ihn dasein... ich hoffe so sehr, daß ich das bald wieder kann.
Ansonsten geht es mir besser. Ich brauche immer noch sehr lange beim Schreiben, aber die grauen Zellen sind spürbar besser durchblutet als gestern. Nun muß ich morgen das neue Blutbild abwarten und dann sehen wir weiter...
Liebe Ulli, vielen Dank für Deine Skipper-Vermißtenanzeige! Leider scheint er noch nicht wieder hier gewesen zu sein. Wie geht es Dir unterdessen? Ich hoffe, Du arbeitest nicht zuviel!? Deine Enkel wollen schließlich mit Dir spielen!
Euch allen, Ihr lieben Menschen hier, wünsche ich eine gute, friedvolle Nacht!
Eure Linnea
Äpfelchen
07.11.2007, 12:18
Liebe Birgit,
ja, jüngere Kinder haben oft einen sehr natürlichen Zugang zu schweren Krankheiten oder Tod. Je älter sie werden, je mehr sie verstehen, umso schwerer wird es dass zu verkraften.
Wenn eine Mama stirbt, sollte man (meine Meinung) immer eine Psychologin hinzuziehen. Das verändert die Kinder und oft kommt es erst viele Jahre später ans Licht. Eine professionelle Trauerbegleitung wäre sicher für Vater und Kind gut. Denn wenn ich lese, dass die Kleine jetzt auf den Papa aufpassen will - da krieg ich Gänsehaut, da gruselt es mich...
Das kann die Kleine gar nicht leisten, damit ist sie komplett überfordert, damit ist eine psychische Störung vorprogrammiert.
Es ist nicht ihre Aufgabe auf den Papa aufzupassen, ihre Aufgabe ist es Kind zu sein.
Entschuldige wenn ich so deutlich bin, das ist keinesfalls böse gemeint!
Ganz liebe Grüße
Beate
Äpfelchen
07.11.2007, 13:35
Liebe Birgit,
natürlich sollen Kinder Verantwortung übernehmen, altersgerecht. Auf einen Hasen oder ein anderes Haustier aufzupassen ist pädagogisch sinnvoll und dieser Anforderung kann ein Kind auch gerecht werden.
Jedoch auf einen erwachsenen Menschen aufzupassen wen man erst 9 Jahre alt ist, finde ich mehr als grenzwertig. Und ja, ich finde eine psychologische Begleitung sehr hilfreich.
Mein Hausarzt sagte mir bei Diagnosestellung, dass es angebracht wäre über eine prof. Begleitung nachzudenken für meine Kinder (28,26,15). Wenn ein Elternteil eine lebensbedrohliche Krankheit hat, dann erschüttert das die Kinder bis ins Mark.
Wenn dann dieses Elternteil tatsächlich verstirbt, ist das kaum zu fassen.
Verlustangst ist das Thema.
Wenn ich richtig gelesen habe, hast Du schon erwachsene Kinder, vielleicht ist es da nicht nötig, keine Ahnung. Falsch wäre es sicher nicht.
Denn wir Kranken besprechen nicht wirklich alles mit der Familie, in erster Linie um sie zu schonen. Ich abe auch gute Freunde und meine Familie sieht nach mir, bis auf meine Jüngste macht da keiner Therapie, aber die Kleine wäre beinah unter die Räder gekommen.
Muss jeder selbst für sich entscheiden.
Nur Kinder (ich meine wirklich Kinder keine erw. Kinder) die brauchen sicherlich eine Unterstützung. Und ich finde halt, eine 9jährige sollte nach diesem traumatischen Erlebnis eher das Gefühl bekommen "ich muss mich nicht um meinen Papa sorgen, ich bin geschützt".
Denn die Sorge um den Papa entspringt ja m.E. aus einer Verlustangst.
Ein großes Thema.
Alles Liebe
Beate
hallo, ihr lieben!
eigentlich wollte ich ja nur gucken, ob es bei linnea was neues gibt und finde hier eine mini-diskussion zu einem solch wichtigen thema. ungefragt möchte ich dazu auch etwas schreiben, ich hoffe, niemand fühlt sich dadurch angegriffen.
liebe birgit, deinen glauben an gott und seine liebe finde ich toll und bewundernswert, ich selbst bin "nur" so ein zweifelnder im glauben. ich glaube zwar an gott, finde aber nicht sehr viel trost bei ihm. vielleicht kommt das noch.
aber ich habe vertrauen in die medizin und finde einfach, bei einem solch einschneidenden erlebnis, wie dem von dir beschriebenen tod der muttter einer neunjährigen ist psychologische begleitung als zusatzmaßnahme einfach dringend zu empfehlen! natürlich ist der/die psychologe zunächst eine fremde person, ist aber auch über jahre besonders geschult im umgang mit kindern und deren ängsten. denn auch ich denke, es ist sehr bedenklich, wenn eine neunjährige auf papa aufpassen will. zuviel verantwortung für das kleine seelchen! wer weiß, vielleichjt hat sie sogar angst, dem papa ihre eigenen ängste auch noch aufzuladen, weil er dann so traurig wird--aber sie muß die ängste und sorgen doch loswerden!
wie gesagt, ein psychologe unterstützt ja nur den prozeß, der sein muß, den man manchmal vor lauter liebe und"beschützen-wollen" nicht in gang setzt!
fühl dich lieb gedrückt und verzeih auch mir die ehrlichkeit, aber ich konnte jetzt nicht kommentarlos bleiben...
nun zu dir, liebe linnea...ist bei dir alles in ordnung? bist du noch immer im krankenhaus? und hast du mit deinem sohn schon ein ritual für das wohl leider unvermeidliche nächste mal gefunden? ach was, unvermeidlich...lass uns einfach mal fest glauben, daß es das letzte mal war, daß du so plötzlich los mußtest...und den plan legen wir in die schublade als versicherung, so, wie es nie regnet, wenn man mit regenschirm unterwegs ist!
dat zickchen
Äpfelchen
07.11.2007, 16:57
Liebe Birgit,
ich bin ganz Deiner Meinung wenn Du sagst, dass der Tod zum Leben gehört. Für mich ist er auch kein Tabu, ich interessiere mich z.B. auch für die Bücher von Elisabeth Kübler-Ross. Aber das nur am Rande.
Stimmt, ich habe mich an den 9 Jahren festgehalten. Denn das war auch mein Auslöser für mein Schreiben. Hätte da z.B. 29 J. gestanden, wäre ich sicher nicht darauf eingegangen. In diesem Alter kann man ruhig auch auf ein Elternteil ein Auge haben oder es mal umsorgen. Denn dann ist man ja auch schon erwachsen.
Nun gut, beenden wir diese Diskussion, obwohl ich denke, dass hier auch durchaus kontroverse Themen sein dürfen. Die Menschen sind unterschiedlich und jeder hat seine eigene Geschichte, Erfahrung, Meinung. Das ist in Ordnung. Dennoch höre ich immer wieder gerne auch andere Meinungen, und überprüfe diese dann für mich. Manchmal ist ja was dabei, was mich dann überzeugt.
Ich wünsche Dir eine gute Zeit
:winke: Beate
Liebe Birgit, liebe Beate,
heute habe ich erst gegen Mittag hier hereinschauen können und dann war Mittagsruhe angesagt. Darauf wird auf dieser Station sehr streng geachtet, und so komme ich erst jetzt dazu, Euch zu antworten...
Liebe Birgit, ja, ich könnte Deine Tochter sein, Du könntest meine Mutter sein ... und so lieb wie eine Mutter schreibst Du mir auch. Vielen, vielen Dank dafür!!!
Es tut mir so leid, daß Deine Freundin gestorben ist! Auch wenn Du sie in der unendlichen Liebe geborgen weißt und sie in Deinem und vielen anderen Herzen ihren Platz hat, ist es ein so großer Schmerz, einen geliebten Menschen zu verlieren. Denn - wie Du sagst - wir sind eben Menschen, wir empfinden Verluste und Ängste... ein Glaube, der uns gänzlich über all das erheben würde, hätte in meinen Augen auch etwas entmenschlichendes an sich. Und wie sollte einer einen anderen in all seiner menschlichen Unvollkommenheit lieben können, wenn ihm diese anderen Empfindungen fremd wären?
Es ist sicherlich gut, Kinder in den ganzen Prozeß rund im den Tod einzubeziehen, so wie Du es geschildert hast. Ich denke auch, daß ihnen ein besonderer, natürlicher Umgang damit möglich ist. Selbst mit dem eigenen Tod, wie ich bei einigen Sternenkindern erleben durfte.
Dein Gedicht berührt mich zutiefst! Auch dafür ein großes Dankeschön! Ja, die Narben der Seele bestimmen den Gang des Lebens. Wir sind so verletzlich, von Geburt an bis zu unserem körperlichen Tod. Und wir können so froh sein, wenn wir in unserer Kindheit so viel Liebe erfahren haben, daß wir dieses Gefühl, geliebt zu werden, über das ganze Leben bewahren und an andere weitergeben können.
Ich durfte eine wirklich idyllische Kindheit erleben in einem liebevoll-chaotischen Haushalt, als Vierte von fünf Geschwistern bereits früh an allem beteiligt, von vielen aufrichtig geliebt, von vielen Armen gehalten, von vielen in's Gespräch einbezogen, von vielen in meinen Bedürfnissen wahrgenommen, von vielen getröstet. Ich habe so viel empfangen und möchte noch so viel davon weitergeben!
Liebe Birgit, liebe Beate, es ist tatsächlich ein großes Thema, das Ihr angeschnitten habt. Ich denke, darüber läßt sich nicht generell entscheiden. Wie Ihr wißt, profitiere ich sehr von den Gesprächen mit meinem Psychotherapeuten. Er ist kein Psychoonkologe, hat sich aber dennoch auf die Begleitung krebskranker Menschen spezialisiert, so daß ihm die Probleme, die ich habe, keineswegs fremd sind. Oft empfinde ich die Distanz, die ihm gegenüber natürlich größer ist als gegenüber Verwandten und Freunden, als hilfreich, da ich mir dadurch leichter fällt, ihn mit meinen Sorgen und Ängsten zu "belasten". Gerade auch wenn ich mich um meine Lieben sorge und mir Gedanken mache, wie sie damit zurechtkommen sollen, daß es mir nicht gut geht, bin ich froh, mit einem Außenstehenden darüber reden zu können.
Natürlich setzt das alles voraus, daß man unter den vielen ausgebildeten Therapeuten den richtigen für sich findet. Ich hatte sehr viel Glück und weiß, daß viele andere mit ihren Sorgen und Ängsten eine Therapeuten-Odyssee durchleben, unter Umständen ohne je einen geeigneten Gesprächspartner zu finden. Das muß furchtbar belastend sein und häuft nur mehr Seelenleiden auf.
Dank meiner positiven Erfahrungen auf diesem Gebiet würde ich wohl auch dazu neigen, meinen Kindern eine ähnliche Begleitung zu ermöglichen, wenn sich die Belastung als zu stark für sie zeigen sollte. Bisher hoffe ich noch, mit Hilfe meines Mannes über Gespräche und einfach das gemeinsame Leben meinen Kindern so viel Kraft mitgeben zu können, daß sie dieser Belastung gewachsen sind. Sicherlich: ohne Seelennarben wird es nicht abgehen, aber welche Konsequenzen diese Narben für die Kinder haben, ob sie sie als Aufforderung nehmen werden, anderen Verständnis entgegenzubringen, oder ob sie eine so schlimme Verletzung erlitten haben, daß sie selbst zuviel leiden, um für andere dazusein, wird sich wohl erst nach einer Weile zeigen...
Liebe Beate, ich weiß, daß Du Dir Gedanken um Deine Tochter machst. Ich kann es Dir nur allzu gut nachfühlen. Und ich denke, Ihr habt einen guten Weg beschritten, indem Ihr diese offenbar sehr fähige und sympathische Psychologin hinzugezogen habt. Jeden Menschen trifft es anders und Deine Tochter ist ohnehin in ihrer Entwicklung an einem schwierigen Punkt angelangt: Alt genug, um sich sehr grundsätzliche Fragen zu stellen, aber doch noch sehr viel Kind.
Eine Freundin von mir hat mit 15 ihre Mutter verloren, die an Brustkrebs erkrankt war. Sie hat die zwei letzten Lebensjahre der Mutter, die zwischen Diagnose und Tod lagen, völlig anders erlebt als ihre 18jährige und ihre 13jährige Schwester. Die Älteste tat sich sehr schwer damit, sich für einen Beruf zu entscheiden. Sie hatte vorgehabt, den selben Beruf zu wählen wie die Mutter, zumal dies ihr Begabungsgebiet war. Aber sie konnte die Parallele nun nicht ertragen. Die Jüngste entwickelte starke Ängste, die sie bis zu einem Suizidversuch trieben. Erst danach bekam sie "Seelenhilfe". Meine Freundin jedoch konnte ihre Erfahrungen in sehr viel Verständnis für Menschen und ihre Probleme umwandeln...
Liebe Beate, liebe Birgit, ich würde gerne noch sehr viel mehr schreiben, das mir durch den Kopf geht. Aber ich muß für diesmla zum Ende kommen. Nochmals danke ich Euch herzlich! Ich freue mich so über Eure lieben Worte und guten Wünsche und darüber, daß Ihr Eure Erfahrungen mit mit teilt!
Fühlt Euch ganz lieb umarmt von
Eurer Linnea
Liebes Zicklein,
jetzt habe ich so lange für meinen letzten Beitrag gebraucht, daß inwischen schon wieder drei neue dastehen.
Verzeih bitte, wenn ich Dir jetzt nur kurz fürs schreiben danken kann und alles andere auf demnächst verschieben muß. Ich fühle mich im Moment einfach zu schlapp...
Ihc habe von Deinen Haaren gelesen :pftroest:
Liebe Grüße
Deine Linnea
Liebe Linnea!
Welch wunderschönen Worte hast Du gewählt! Auch wenn sie nicht explizit für mich waren, ich nehme sie an und denke darüber nach!
Weißt Du, ich habe auch eine verschlossene Tochter, sie ist 11. Sie wirkt auch sehr abgeklärt und fragte mich nie etwas. Ich "füttere sie nebenbei mit Informationen über Behandlungen und deren Ergebnisse, sie nimmt sie auf und so ist es gut. Manchmal fragt sie, indem sie mich aus ihren nußbraunen Augen ansieht "Kann man an Krebs eigentlich sterben?" schluck:cry: Und ich denke wie Du, auf diese stillen Kinder muß man besonders aufpassen.
Dann habe ich noch einen Sohn, 13, dem darf ich nichts erzählen von den Untersuchungen, da er sonst ganz krank wird. Er bekommt Durchfall, reagiert also genau mit dem Körperteil, daß bei mir krank war.:embarasse
Wir haben eine Zeit lang überlegt, eine Familientherapie zu machen, aber bisher kriege ich den Bogen ganz gut hin. Mein Mann ist leider nicht der Typ, an den die Kinder sich mit ihren Fragen wenden würden (er ist zwar wirklich immer für mich da und mein Fels, der all die Tränen erträgt, aber von sich aus kann er nicht so reden), also kommen sie immer zu mir. Allerdings ist einer meiner Brüder auch immer für die Kinder da, wenn sie es brauchen. Das ist tröstlich.
Ich hoffe aber nun ganz doll, daß Du schnell wieder nach Hause kannst. Schließlich wollen wir backen;) . Wollen wir einen Schichtkuchen machen? Ich bräuchte zur Zeit etwas Mut und Zuversicht.
Sei lieb gedrückt:pftroest: ,
Deine Leena
och mönsch...ihr seid alle so toll! und schon wieder kleine tränchen der rührung...und wenn es um kuchen und bootfahren geht--ich bin dabei!
dat zickchen
Klar Zicken, Du bist immer dabei!
Schlaf schön und ich hoffe, Du hast Dein Tränentief bald überwunden:pftroest: ...
Alles Liebe,
Leena
Eisbaer*1
08.11.2007, 17:07
Liebe Linnea,
ich freue mich sehr, dass es dir besser geht und du wieder nach Hause zu deinen Lieben darfst!
Dann kannst du deinen Sohn endlich wieder richtig in die Arme nehmen und knuddeln.
Deine Sorgen diesbezüglich kann ich gut verstehen. Meine Söhne haben auch sehr an der Krankheit der überallesgeliebten Omi zu knabbern. Besonders der Große frisst alles in sich hinein und ich befürchte, dass seine Gedanken in Richtung Tod gehen, dass Oma es vielleicht nicht schafft. Leider haben wir in unmittelbarer Nachbarschaft 2 und in der Familie einen solchen Fall gehabt. Unsere Nachbarin war wie eine Ersatzoma für die Jungs, sie starb am 10.11.2004 an Magenkrebs und das ist wohl meinem Alex noch sehr im Gedächnis. Neulich bei einem Gespräch über Oma sah ich, wie der "Wasserspiegel" in seinen Augen stieg und er dagegen kämpfte. Ich habe ihn in den Arm genommen und ermutigt, den Tränen freien Lauf zu lassen, denn das tut ja auch mal gut. Aber er meint wohl, als 11-jähriger weint man nicht. Obwohl ich ja auch hin und wieder weine, und wir es auch gemeinsam tun können. Ich habe ihm gesagt, dass ich jederzeit für ihn da bin und hoffe, dass er auch den "Mut" findet zu mir zu kommen.
Meine Mutter, die 71 Jahre alt ist, war der große Garten schon länger zu viel und wir haben sie dabei immer unterstützt. Sie freut sich, dass wir in einer Gemeinschaftsaktion alles i.O. gebracht haben. Nun will ich morgen die Gräber meines Vaters und Großeltern machen. Das war meiner Mutter auch sehr wichtig und sie ist froh, dass ich mich drum kümmere.
Trotz Erkältung gehts mir soweit ganz gut. Hab schon heiße Zitrone geschlabbert und Meditonsin getropft. Meine Mutti will ich heut lieber nicht besuchen, die Gefahr ist mir einfach zu groß. Ich hab mir ihr telefoniert und ihr gesagt, dass wir dann halt noch öfter telefonieren müssen. Sie meinte zwar, sie würde mich lieber anfassen, aber es ist eben besser so!
Liebe Linnea, soll ich deinen Garten auch "fertig" machen? So wie ich es verstanden hab, ist es euch aber auch nicht so wichtig, dass der Garten jetzt schick ist. Unser eigener muß dieses Jahr auch nur mit dem Nötigsten auskommen. Aber älteren Leuten ist so etwas ja sehr wichtig! Die Nachbarn könnten ja schlecht reden!! (In dieser Situation wäre mir das soooo egal!)
So, genug geschrieben! Ich wünsche dir einen superschönen Tag zu Hause und laß dich mal schön aufpäppeln.
Von mir kommt auf jeden Fall eine ganz liebe Umarmung und ein Korb voller Energie und Kraft für die kommenden Tage.;)
Sei ganz lieb gegrüßt,
Deine Anja.
http://www.krebs-kompass.org/Forum/images/misc/progress.gif http://www.krebs-kompass.org/Forum/images/buttons/edit.gif (http://www.krebs-kompass.org/Forum/editpost.php?do=editpost&p=479937)
Liebe Leena, liebe Birgit, liebes Zickchen, liebe Anja und Ihr anderen Lieben,
ja, nun bin ich wieder zuhause, was ein Glück! Meine Lieben haben mir einen wunderbaren Empfang bereitet: Mein Mann hat mich mit einem besonderen Geschenk überrascht, aber dazu muß ich etwas ausholen:
In der Zeit nach meiner ersten Chemo hatte ich mal Besuch von einer Freundin, die Physiotherapeutin ist. Sie hatte mir damals ein richtiges Wellness-Wochenende angedeihen lassen, indem sie mich sehr wohltuend und ausdauernd nach allen Regeln der Kunst massierte. Dazu hatte sie mich auf verschiedenen speziell geformten und gefüllten Lagerungskissen gebettet, was mir seit langer Zeit ermöglichte, völlig entspannt zu liegen. Ich hatte ja die Bauch-OP noch nicht lange hinter mir. Nach der ersten Chemo bekam ich dann erstmal ein Langzeit-EKG mit 10 Ableitungen, dessen Kabelsalat immer mit Leukoplast an mir fixiert werden mußte, damit die Strippen nicht an die Bauchnarbe kamen. Es war also recht unbequem... Und nun schaffte es meine Freundin also mithilfe dieser Kissen, mich wie auf Wolken schweben zu lassen.
Seitdem habe ich meinem Mann immer wieder davon vorgeschwärmt. Und nun hat er doch tatsächlich ein Honorar, das er unerwarteterweise für eine Extra-Arbeit bekommen hat, dazu verwendet, mir zwei von diesen Wunderkissen zu schenken. Ist das nicht toll? Es liegt sich einfach himmlisch damit!!!
Diese Überraschung präsentierte mir dann ganz stolz unser Großer:"Guck mal, was hier auf Deinem Bett für Dich liegt von Papa." Anschließend hat er mir noch sein neuestes Bastelwerk verehrt. Und dann haben wir den ganzen Nachmittag über miteinander geredet und vorgelesen und schließlich ein gemütliches Abendessen miteinander genossen. Ich konnte richtig spüren, wie die Anspannung bei unserem Großen nachließ und er immer ruhiger und gleichzeitig fröhlicher wurde. Das hat mir unglaublich gutgetan!
Und unsere Kleine? Sie hat mir gezeigt, daß es eigentlich nur aufwärts gehen kann, denn sie hat heute erstmalig unsere Treppe alleine erklommen! Mann, war sie stolz, als sie oben ankam! Sie strahlte als hättee sie einen neuen Kontinent entdeckt und gluckste und quietschte vor lauter Freude!
Aber nun zu Euch: Ich kann mich unserm Zicklein nur anschließen: ich finde es wunderbar, daß hier alle so aufeinander zugehen, daß unterschiedliche Meinungen geäußert und akzeptiert werden können. Das macht diesen Austausch so wertvoll. Und es tut gut zu erleben, daß Streit nicht unumgänglich ist, sondern ein achtungsvoller Umgang miteinander vor der Durchsetzung der eigenen Meinung kommt. Dafür kann ich nur allen Beteiligten herzlich danken! :1luvu:
Liebes Zicklein, Du hattest mir gestern schon so lieb geschrieben, aber nach meinem langen Beitrag hier, war mein Dödelkopf einfach zu erschöpft, als daß ich mich zu einer weiteren Antwort hätte aufraffen können. Daher hier mit Verspätung noch ein liebes Dankeschön!
Zu der Frage, wie unvermeidlich eine erneute Päppelkur ist: Ich habe inzwischen für den kommenden Dienstag einen Termin mit meinem Onkologen vereinbart. Ich möchte ihn einfach nochmal fragen, was er über die Fortsetzung der EPO-Spritzerei denkt und ob es vielleicht noch weitere Optionen gibt, wie man meinen Erys etwas auf die Sprünge helfen könnte (glaube ich allerdings eher nicht, sonst hätten die Klinksärzte ja schon mal was vorgeschlagen). Deshalb denke ich mir, wird das ganze Procedere mit den Erythrozyten-Konzentraten bald wieder auf mich zukommen. Aber bei alledem muß ich sagen, daß es mir lieber ist, noch 2-3 mal kürzere Krankenhaus-Päppelkuren zu erleben, als zu riskieren, daß meine Krebszellen zu wenig von dem Carboplatin abbekommen, das bei mir wohl für die miesen Blutwerte verantwortlich ist.
Liebe Leena, ich freue mich immer so, wenn Du mir schreibst und von Deinen Erfahrungen mit Deinen Kindern berichtest. Sie scheinen ja wirklich alle sehr unterschiedlich mit Deiner Krankheit umzugehen. Ach, ich wünsche Euch so sehr, das jedes von ihnen auf seine Weise einen guten Weg findet, mit der Sache auf Dauer klarzukommen!
Unser Großer wendet sich auch nicht mit allen Fragen an meinen Mann. Sie haben wirklich mehrere gemeinsame Ebenen: sie haben einen ganz ähnlichen Humor und viel Spaß miteinander, sie können praktische Dinge problemlos miteinander klären und auch geheimnisvolle Abmachungen "von Mann zu Mann" treffen. ;) Aber mit Dingen, die ihn wirklich beschäftigen, kommt er doch immer zu mir. Wir sind nun mal die Mütter, diese Urverbindung hat so viel Bedeutung...
Liebe Birgit, wieder einmal danke ich Dir von Herzen für Dein Gedicht! Es ist eine wunderschöne Gabe, solche Gefühle in Verse fassen zu können, die anderen Menschen so viel geben können! Und Du beschenkst mich so lieb mit Deinen Gedichten, daß immer eine große Dankbarkeitswelle in mir aufschwappt.
Die Herzwunden - ja, die sind es wohl, welche die größte Veränderung mit sich bringen. Als ich kürzlich den 121. Psalm las, fiel mir erstmalig in besonderer Weise auf, daß es in Vers 7 heißt. "Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele". Daß die Seele hier noch einmal hervorgehoben wird, daß alles, was sie angreifen und beschädigen könnte, eine Sonderstellung einnimmt gegenüber sonstigem Übel, schien mir mit einem Mal so wichtig.
Liebe Anja, ich hatte ja schon bei Dir drüben gelesen, wie auch Deine Kinder alles so hautnah miterleben. Gut, daß Ihr nicht weit von Deinen Eltern entfernt wohnt, so daß Ihr Deiner Mutter auch solche Wünsche wie die Gartenpflege erfüllen könnt. Das wird ihr ein gutes Stück Ruhe bescheren, wenn sie sich nicht um derlei Dinge sorgen muß, wie es wohl viele Menschen ihres Alters ebenso täten.
Darf ich einmal fragen, wo Du wohnst (oder hattest Du es schon erwähnt)? Ich habe irgendwo gelesen, daß Du Deine Grüße von der Ostsee geschickt hast, die ich so sehr mag.
So, nun sende ich Euch aber noch ganz liebe Grüße aus Thüringen und wünsche allerseits eine gute Nacht!
Eure Linnea
Guten Morgen, liebe Linnea!
Ist bei Euch auch so schreckliches Wetter? Ab und zu ist es plötzlich so dunkel, daß man losrennt, um überall die Lampen anzuknipsen, und dann wieder ist es so hell, daß man wieder losrennt, um sie auszuschalten;) . Immer in Bewegung.
Nun sitze ich in meinem Schaukestuhl, meine beiden "kränklichen" Kleinen dürfen `Pettersson & Findus`sehen und dabei genieße ich Pfefferkuchen aus Schweden:smiley1: .
Obwohl mein Tag heute bleischwer anfing, habe kaum den Elan gehabt, aufzustehen, dann am Frühstückstisch, mußte ich mich so konzentrieren, um diese lauten Verzweiflungsschreie, die ich in mir hörte, nicht rauszulassen. Ich hielt mich also an meinem Kaffeebecher fest und spürte diesen Schmerz in meinem Herzen. Als mein Mann sich dann neben mich setzte, war es zu spät mit dem Zusammenreißen und Sturzbäche von Tränen haben sich ergossen. Leider lösten sie nicht den Würgegriff, den ich noch immer spüre... Aber es wird besser.
Als ich aber sah, daß auch mein lieber Mann sich verstohlen Tränen aus den Augen wischte, da hätte ich brüllen mögen!!! Herrje, manchmal ist diese Last einfach zu groß...Manchmal ertrage ich diese Veränderungen an mir nicht. Meinen Körper nicht, meine Seele kann ich nicht trösten. Manchmal möchte ich fort sein...am Strand, den Blick auf den Horizont!
Ach Linnea, nun lasse ich hier bei Dir meine Trauer so raus. Sorry...
Ich schreibe später nochmal, möchte Dir doch auch noch ein paar Worte zu Deinem Mann und seinem tollen Geschenk schicken.
Ich umarme Dich,
Deine Leena:cry:
O meine liebe Leena,
laß Dich mal ganz lieb umarmen! Es ist gut, daß Du mit alledem hierher gekommen bist! Es ist ganz wichtig, daß man um Hilfe schreien kann, wenn einem das Herz zu zerbersten droht! Ich weiß nicht, was ich wirklich tun kann, aber wenn wir uns ganz eng umschlungen halten, kann Dir das Herz wenigstens nicht aus der Brust springen.
O, jetzt spüre ich, wie stark es schlägt, wie aufgeregt es ist. Spürst Du auch meines? Es ist ruhiger geworden, seit ich wieder zuhause bin. Es genießt noch, auch wenn es sich ein wenig sorgt. Ach, wie ist Dein Herz so aufgewühlt, meine arme Leena ... Täusche ich mich oder wird Dein Atem ein wenig ruhiger? Und meiner wird ein bißchen schneller vor Freude darüber... nun atmen wir fast im Gleichtakt ... spürst Du das? Empfindest Du es auch? Unsere Herzen wollen gemeinsam und füreinander schlagen... Sie haben ihre eigene Sprache ... sie verabreden miteinander, niemals den anderen mit seinen Lasten alleine zu lassen ... unsere Herzen wissen um das Wesentliche...
Liebe Leena, bitte denke niemals, daß Du nicht mit Deiner Trauer hierherkommen dürftest, das wünscht sich
Deine Linnea
Eisbaer*1
09.11.2007, 14:05
Hallo Linnea,
schön zu lesen, dass du wieder so lieb von Deiner Familie empfangen wurdest. Ich denke, das wird immer die beste Medizin sein, wenn man weiß, wo sein Platz ist und das Gefühl, geliebt zu werden und Liebe zu geben!
Du fragtest, wo ich wohne: Kennst du Eckernförde? Ein kleines, süßes Städtchen direkt an der Ostsee, etwas nördlicher als Kiel. Wenn du die Ostsee so liebst, führt vielleicht der nächste Urlaub hierhin? Bei Interesse in dieser Richtung bin ich gerne behilflich!
Ich wünsche dir einen schönen Tag! Bei uns ist es leider ziemlich stürmisch und es regnet z.T. Binfäden, momentan kommen grad mal ganz dünne Sonnenstraheln durch.
Ganz viele liebe Grüße,
Anja.
;) Liebe liebe Linnea!
Danke danke! Du bist eine ganz wertvolle Seele. Ich bin so froh, daß wir uns hier austauschen können und daß ich, wenn ich Deine Texte verschlungen habe, mit einer gewissen Leichtigkeit aus dem Forum entschwebe.
Ich wollte Dir noch schreiben, daß ich die Idee der Ruhekissen,die Dein Mann Dir besorgt hat, wirklich schön finde. Ich kann auch nicht mehr auf dem Bauch schlafen, was ich immer sooo gern getan habe. Aber ich habe ein Stoma und traue mich nicht, dadrauf zu liegen:rolleyes: . Ich habe auch einen großen Bauchschnitt, aber der ist mittlerweile tatsächlich recht unempfindlich. Hast Du auch einen Port?
Als ich damals im KH war (tse, damals!!! Als ob das nun so lange her wäre;) ), kam ich erst nach 3,5 Wochen nach Hause:eek: . Ich hatte immer wieder Fieber und niemand wußte, warum. Wurde dann noch ein zweites Mal operiert, das war schlimm:embarasse . Auf jeden Fall kam ich ganz entkräftet hier an und die Kinder zerrten mich nach oben ins Schlafzimmer. Da stand ich dann sprachlos: In der Zeit hatte mein Mann die Wände in hellen orange-Tönen gestrichen, den Fußboden mit Laminat verlegt und ein neues Bett gekauft (wir schliefen in einem sog. Familienbett mit der Kleinen und dem Kleinen*ach;)* und unser Bett war eine Matraze aus Sicherheitsgründen). Ich weiß noch, wie ich mich auf den Rand meines Bettes setzte und nur noch weinen konnte (bin schon eine Heulsuse, nicht wahr??)
Deine Kleine war bestimmt ganz stolz, als sie die Treppe geschafft hat. Das ist so schön, nicht wahr?
So, liebe Linnea, nun werde ich noch ein wenig auf dem Sofa ausruhen und mich dann in mein Bett gleiten lassen. Ich habe gerade ein schönes Buch und freue mich, wenn ich es schaffe, noch ein paar Seiten zu lesen, bevor ich einschlafe:schlaf: !
Schlaf´Du auch schön!
Deine Leena
Meine liebe Birgit!
Ja, ich komme in Eure Mitte! Ich danke Dir! Du bist zur rechten Zeit immer da und Deine Hand halte ich ja sowieso!
Weißt Du, ich finde das Bild mit dem Lebensgarten wirklich unheimlich passend!
Sei herzlich geknuddelt,
Deine Leena
Liebe Birgit, liebe Anja, liebe Leena,
entschuldigt bitte, daß ich Euch erst jetzt auf Eure lieben Beiträge anworte. Ich habe mich so sehr darüber gefreut und freue mich immer noch daran. Aber nachdem Monikas Mann vorgestern gestorben ist, war auch so viel Trauriges in mir, daß ich vorerst nicht hier in diesem Forum schreiben wollte...
Liebe Birgit, Du hast mir diese wunderbare Bibelstelle hier hineingeschrieben und treffender hättest Du sie nicht auswählen können! Weißt Du, ich nenne sie für mich mein "Bibelprisma". Für mich steckt in dieser Stelle DIE zentrale Aussage. Durch diese Gundaussage hindurch betrachte ich alle anderen Bibelworte - und manches wird dadurch wie bei einem Prisma stark "gebrochen" und erscheint in einem völlig anderen Licht. Liebe Birgit, ich danke Dir ganz herzlich dafür!!!
Und auch die Worte vom Seelenregenbogen sind so wahr!
Auch Deine lieben Worte, meine liebe Leena, haben mich wieder einmal sehr berührt. Ich danke Dir!!! Auch ich war immer eine Bauchschläferin und habe mich nach der letzten Schwangerschaft darauf gefreut, wieder zu meiner alten Schlafposition zurückkehren zu können. Zunächst verhinderten das die Stillbrüste noch. Ja und dann mußte ich ja zur OP abgestillen... Die äußere Bauchnarbe würde es vermutlich erlauben, darauf zu liegen, aber ich stelle mir vor, daß die Nähte der inneren Gewebeschichten noch nicht so viel aushalten...
Die Lagerungskissen sind übrigens ganz unterschiedlich: Meine Freundin hatte damals aus ihrer physiotherapeutischen Praxis eine ganze Autorückbank voll mitgebracht, von Keilkissen unterschiedlichster Größe und Festigkeit über Dinkelkissen und "Flockensäckchen" bishin zu weichen "Knautschkissen". Ich bin nun glückliche Besitzerin einer locker gefüllten, stillkissenartigen "Wurst", die sehr vielseitig eingesetzt werden kann, und eines Seitenlage-Kissens. Dieses ist sehr fest und wie ein gut oberkörperlanger Keil, der in der Seitenlage den Rücken stützt und entspannt. Mit der Stütze im Rücken und der langen "Wurst" vorne und zwischen den Knieen kann ich nun sogar auf der rechten Seite liegen, was bisher der Port verhindert hat. Es tut meinem Herzen gut, wenn es oben liegen darf...
Liebe Anja, daß ich Eckernförde ein bißchen kennenlernen konnte, habe ich Dir ja bereits drüben in Deinem Thread geschrieben. Ich danke Dir für Dein liebes Angebot, aber bisher denke ich noch gar nicht an Urlaub. Weißt Du, mein Zeithorizont reicht gerade nicht sehr weit. Ich denke zur Zeit nur: noch zweimal Chemo, dann Weihnachten und Neujahr, dann Abschluß-CT (hoffentlich) in Sachen Eierstockkrebs und Zwischen-Staging in Sachen NLPHL, dann Bestrahlung. Irgendwo in der Ferne scheint so etwas wie AHB auf, über die ich mir aber auch noch nicht viele Gedanken gemacht habe. Alles andere kommt danach...
Heute fühle ich mich nicht so gut, was nach wie vor mit den Bluwerten zusammenhängt: ich bin einfach nur schlapp und das Herz muß sich sehr mühen... vermutlich werde ich nachher wieder meine Kissen für längere Zeit in Anspruch nehmen und einfach schafen....
Liebe Leena, ich komme Dich aber heute noch besuchen, versprochen. Ich weiß ja, daß Du einen schlimmen Montag vor Dir hast!
Euch allen wünsche ich noch einen guten Sonntag!
Liebe Grüße,
Eure Linnea
flautine
11.11.2007, 13:26
Liebe Linnea,
schön, wieder von Dir zu lesen. Du bist ja sonst so viel und fleißig hier, dass die kleine Pause schon auffiel ... Aber ich kann Dich sehr gut verstehen, nachdem ich Monikas Nachricht gelesen hatte, konnte ich auch nicht sofort dazu schreiben. Irgendwie sind wir ja auch alle sehr nah dran ...
Hmm, Du schreibst, es geht Dir nicht so gut. Diese *** Blutwerte! Aber das Wetter gibt ja eigentlich sowieso die Richtung vor: Einkuscheln, gemütlich machen und sich nach Möglichkeit (in Deinem Fall) verwöhnen lassen. Gut, wenn Deine Familie auch ein Nachmittagsschläfchen zulässt.
Ganz liebe Grüße:knuddel:
flautine
Äpfelchen
12.11.2007, 11:02
:winke: Liebe Linnea,
ich habe von deiner Schnupfengefahr gelesen. Pass gut auf Dich auf. So ein einfacher Schnupfen kann Dich ganz schön platt bügeln.
Ich hatte während der Chemozeit immer Mundschutz griffbereit, gibt es in der Apotheke.
Lieben Gruß
Beate
Liebe Flautine, liebe Beate und Ihr anderen lieben Menschen,
ja, da hat sich meine süße Kleine nun den ersten Schnupfen ihres Lebens geholt. Und wie so oft bei Kleinkindern, ist es einer von der gelb-grünen Sorte :rolleyes: Dummerweise nervt sie die laufende Nase so sehr, daß sie nicht nur quängelig ist, sondern auch ihre Nase überall abwischt - am Sofa, an den Stuhlkissen... Müssen wir also Großwäsche machen...
Mundschutz habe ich auch und ein Desinfektionsmittel... Nachdem ich mich heute morgen wieder davon überzeugen durfte, daß meine körpereigene Abwehr-Mannschaft einfach nur mies bestückt ist, bin ich die Vorsicht in Person...
Vielleicht sollte ich mich wirklich wieder ins Bett verkrümeln, liebe Flautine.
Morgen habe ich einen Termin beim Onkologen. Mal sehen, ob der noch eine Idee hat, wie man der Blutbildung auf die Sprünge helfen könnte...
Herzliche Grüße an Euch alle hier!
Eure Linnea
Liebe Linnea!
Mist, daß Deine kleine Maus nun einen Schnupfen hat (wobei ich bei der Beschreibung der "Schnäuz-Hygiene" grinsen mußte- wie bekannt ist es mir... 6 Rotznasen hält kein Sofa aus;))
Mir fällt da ein, daß ich Cousine habe, die leider an Brustkrebs erkrankt ist und auch ihre Chemo bekommen hat vor 2 Wochen. Sie mußte auch ins KH, bekam ein AB, weil ihre Entzündungswerte so hoch sind, ihre Leukos aber auch sehr niedrig sein sollen. Ich weiß nicht, wie das nun weitergeht.
Ich hoffe sehr, daß der Onkologe Dir weiterhelfen kann!
Schlaf´schön.
Deine Leena
Hallo Ihr Lieben,
ich war heute bei meinem Onkologen, der meinte, diese extrem miserablen Blutwerte könne er sich jetzt nicht einfach weiter mitansehen, da müsse eine Abklärung erfolgen. Es liegen drei mögliche Ursachen für die schlechten Erythrozythen-Zahlen auf der Hand:
1. Sehr unwahrscheinlich, aber noch nicht ausgeschlossen, ist ein Knochenmarksbefall durch den Hodgkin. Das wäre bei meiner Form zwar äußerst selten, aber Gewißheit bekommt man eben doch nur durch eine Knochenmarksbiopsie.
2. kann es sein, daß - wie bisher vermutet - das Carboplatin für eine derart massive Knochenmarkssuppression sorgt. Das wäre die beste Variante.
3. wäre es möglich, daß meine Krebszellen von dem Eierstockkrebs platinresistent sind, eventuell wieder was gewachsen ist, der Körper daher nun gegen den Krebs und die Chemo-Nebenwirkungen zu kämpfen hat und unter diesen Bedingungen anfängt zu streiken. Das hieße natürlich, daß man lieber kein Carboplatin mehr verabreichen sollte.
Die letzte Variante muß leider deshalb mehr in Erwägung gezogen werden als bisher, weil ich seit Freitag so ein komisches, leichtes, gut lokalisierbares Druckgefühl im Bauch habe. Kann natürlich auch eine harmlose Verdauungsstörung sein... Mein Onkologe hat auf dem Sono zwar nichts gesehen, meinte aber selbst, daß so ein Bauch, bei dem die OP noch nicht allzu lange her ist, nicht besonders übersichtlich sei. Mein Tumor-Marker taugt leider nicht zur Verlaufskontrolle. Er war vor der OP nur auf 40 und bewegt sich nun so wenig, daß man nicht viel darauf geben kann.
Das heißt nun: am Freitag MRT Abdomen und Becken sowie Hals. Die Termine für Knochenmarksstanze, Lungen-CT und Leber-Milz-Sono beim Experten stehen noch nicht fest. Das vollständigen Hodgkin-Staging wurde bei mir ja noch nicht gemacht wurde, weil alles für einen äußerst geringen Ausbreitungsgrad sprach.
Ich hoffe so sehr, daß die Knochenmarksprobe und vor allem das MRT in Ordnung sind, damit nur noch die Carboplatin-Nebenwirkung übrig bleibt! Der Gedanke, daß diese ganze furchtbare Chemo nichts gebracht haben könnte, macht mich völlig fertig! Ich muß nun immer daran denken, daß mir nach der Eierstockkrebs-OP gesagt wurde, daß es zwar "nur" 1c ist, aber die Spülflüssigkeit von der Peritonealspülung sehr krebszellenhaltig gewesen sei und die Chemo bei einem Malignitätsgrad von G3 "da noch etwas zu tun" hätte. Wenn die nun gar nichts ausrichten konnte... ich mag gar nicht weiterdenken.
Entschuldigt bitte, aber manchmal ist es wohl besser, die Panik rauszulassen, als sie weiter toben zu lassen... ich danke Euch fürs Zuhören!
Liebe Grüße allerseits
Eure total verquere Linnea
komm her, linnea und laß dich einfach mal ganz fest in den arm nehmen...:pftroest:
zickchen
flautine
13.11.2007, 23:06
Liebe Linnea,
ich drücke ganz fest die Daumen, dass es Variante Nr. 2 ist!! Mein Mann hat auch die ganze Zeit schlechte Ery-Werte, aber das Knochenmark ist frei. Ich finde es aber richtig, dass Dein Arzt das lieber abklären würde, vor allem, wenn es sich auch auf die Therapie auswirken könnte ...
Ich drück Dich mal ganz lieb:knuddel: und schick Dir einen :engel:
flautine
Äpfelchen
14.11.2007, 00:22
Liebe Linnea,
ich wünsche Dir von Herzen, dass es Nr. 2 ist :pftroest: ich umarme Dich ganz fest. So ein Mist aber auch.
Alles Liebe
Beate
Liebe Linnea!
Komm her und laß dich in den Arm nehmen :knuddel: ! Ich kann nur von mir berichten. Nach meiner Chemo waren meine Werte auch gegen 0 und zusätzlich hatte ich eine Entzündung des ZVK (du hast ja eine Erkältung gehabt oder ?) .Die Blutwerte erholten sich auch ewig nicht und die Erklärung der Ärzte war, dass die Leukos und Lymphis zuerst versuchen die Erkrankung zu bekämpfen und deshalb "verbraucht" werden. Erst wenn da das gröbste geschafft ist, wird sich eine Verbesserung der Werte zeigen. Vielleicht ist es ja bei dir ebenso- ich wünsche es dir von ganzen Herzen. Ach so immer lass deine Ängste und deinen Frust raus, denn auch dazu ist dieses Forum da! liebe Grüße reni
Oh, liebste Linnea!:knuddel:
Habe gestern schon gespürt, daß es Dir nicht gut ging. Habe es gefühlt irgendwie. Und nun lese ich Deine Zeilen, fühle diese Angst---weißt Du, ich bin echt sauer auf diese Krankheit! Nicht genug, daß sie hinterhältig und ohne Vorwarnung in unser Leben platzt, nein, sie zieht noch soooo viel nach sich...
Aber mir bleibt nur die Hilflosigkeit, das Aushalten Deiner Angst, Dir nicht helfen zu können, Dich in Gedanken nur begleiten zu können, nicht mal Deine Hand kann ich WIRKLICH halten, mal einen Moment bei Dir sitzen, das täte ich so gern.
Ich finde es auch gut, daß das abgeklärt wird. Mag aber nicht dran denken, wie es in Dir zur Zeit aussieht... Erinnere mich noch gut an meine Tage vor der Untersuchung. Es ist eine psychische Überlastung. Manchmal kaum auszuhalten.
Ich möchte so gern, daß Du immer Deine Ängste, Deine Panik, Deine Sorgen rausschreibst, denn es ist so wichtig. All das ist ein Teil unserer Krankheit, ein Teil unserer verletzten Seele. Es einzusperren bringt nichts, nur noch mehr Schwere.
Liebste Linnea, ich reiche Dir meine Hand.... und heute gebe ich Dir einen "Engelskuss" auf Deine Stirn.
In Gedanken ganz fest bei Dir,
Deine Leena
Liebes Zickchen, liebe Flautine, liebe Beate, liebe Reni, liebe Leena,
vielen, vielen Dank für Eure lieben Umarmungen, die aufbauenden Worte und den Engelskuß!!! Ich weiß immer gar nicht, wie ich das ohne Euch alles überstehen sollte! Natürlich werde ich jetzt noch ein paar Tage zittern bis diese Punkte geklärt sind (auch ich bin froh, daß sie nicht offen bleiben...). Aber angesichts Eurer lieben Unterstützung kann ich mich einfach besser wieder fangen, wenn ich psychisch am Ausgleiten bin.
Gestern hatten wir Hochzeitstag, unseren achten, und ich war nur durcheinander und verstört...
Jetzt muß ich immerzu an eine Freundin aus dem Eierstock-Forum denken, die heute ihre Rezidiv-OP hat. Ich hoffe so sehr, daß alles gutgeht!!!!
Ich melde mich demnächst wieder ausführlicher...
Mit bestem Dank grüßt Euch alle ganz herzlich
Eure Linnea
Eisbaer*1
14.11.2007, 12:31
Liebste Linnea,
ich hab dir grad ein Päckchen gepackt, mit einem großen Stück Mut und einem dicken Paket Kraft um die folgenden Tage durchzustehen. Ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass alles gut wird!
In Gedanken begleite ich Dich.
Sei ganz lieb gegrüßt und umarmt,
Anja.
Sigrid07
14.11.2007, 14:45
Liebe Linnea ,
ich hoffe für dich, dass es die Variante 2 ist (für Daumendrücken gibt´s keinen smiley)
Meine Blutwerte sind auch meist im Keller, die Leukos waren schon fast auf 1000 runter, mit neulasta gehen sie dann auch ganz schnell wieder hoch und meine Ery´s waren so niedrig, dass ich zwei Blutkonserven bekommen habe.
Die Chemo greift die blutbildenden Zellen an, auch wenn das Knochenmark noch gesund ist. Gut ist, dass du jetzt die ganzen Untersuchungen machen lässt, dann hast du wenigstens Gewißheit.
Vor der Beckenkammpunktion hatte ich unheimlich Angst, die war aber ganz harmlos.
Diese Krankheit verändert das ganze Leben und mich erschreckt immer wieder wenn es so junge Menschen wie dich trifft.
Ich drücke dir alle Daumen
Sigrid
Liebe Birgit, liebe Anja, liebe Sigrid,
auch Euch ganz, ganz herzlichen Dank..
... für das tröstliche Freundschaftsgedicht, liebe Birgit!
... für das gut bestückte Päckchen, liebe Anja!
... und für die gedrückten Daumen, liebe Sigrid!
ja, es ist mir auch schon aufgefallen, daß dieses Smiley fehlt. Wie oft würde es hier zum Einsatz kommen!
Ihr Lieben alle, entschuldigt bitte, daß ich wegen diverser Ereignisse im Eierstock-Forum heute gar nicht dazu komme, bei Euch zu schreiben, wie ich es gerne tun würde. Aber ich denke an Euch!
Vor allem hoffe ich, daß es Dir, liebe Ina, besser geht?! Auf jeden Fall schicke ich Dir hiermit eine liebe Umarmung!
Um Peter Skipper und seine Frau mache ich mir nach wie vor Sorgen ... Hat denn niemand Kontakt zu ihm?
Und von Dir, liebe Ulli, habe ich auch lange nichts gehört... ich hoffe, es geht Dir gut?!
Herzliche Grüße allerseits!
Eure Linnea
Äpfelchen
14.11.2007, 16:50
Hallo liebe Linnea,
ich denk ganz oft an Dich und hier kommt Dein Daumendrücker
Liebe Grüße
Beate
Hallo meine Kleine,
menno was machst Du den kaum ist man mal kurz weg tztztz.
Ich halte Dir ganz feste die Daumen das es sich um Variante 2 handelt.
Sorry das ich mich nich gemeldet habe , icke war im Stress ;) .
Meine Familie hatte sich letzte Woche mal Gedacht wir machen eine Krankenhaus Woche .Montag meine Schwester mit Miniskus OP, da must ich auf meine Mama stundenweise aufpassen, Mittwoch ist Sie wieder raus.Dafür meine "Schwiegertocher" Donnerstag ins Kranlkenhaus ,Schilddrüsen OP.Samstag wieder raus.Tja und zwischendurch muste ich mich noch vorbereiten da ich von Montag bis heute Mittag in Königswinter war zur Fortbildung als Moderatorin.
Also keine Sorgen mir geht es gut und ich habe meine alten Tätigkeiten fast wieder ganz aufgenommen.
So kleines fühl Dich ganz lieb geknuddelt und ich Denke an Dich.
Ulli
Hallo Ihr Lieben,
eine sehr kompetente Frau aus dem Eierstock-Forum hatte mich gestern auf die Idee gebracht, einmal nachzufragen, ob man nicht lieber ein PET-CT machen sollte. Also habe ich heute morgen in der Klinik angerufen und erfahren, daß dieses Gerät gerade erst geliefert wird. Ab Anfang 2008 soll es in Betrieb genommen werden - ich bin also mit meinem Problem ein klitzekleines bißchen zu früh dran :rolleyes: Somit bleibt es bei den MRT morgen. Ich hoffe, sie sagen mir gleich, was Sache ist, damit ich nicht übers Wochenende auf die Befunde warten muß!
Liebe Beate, ich danke Dir herzlich für den Daumendrücker! Deinem neuen Signatur-Spruch darf ich wohl entnehmen, daß Du Dir ein Leben ohne Maya schon gar nicht mehr vorstellen kannst?
Liebe Ulli, ich bin froh, daß es Dir gutgeht! Allerdings scheint sich ja Deine Familie zur Zeit zu Krankenhäusern hingezogen zu fühlen ;) Nein im Ernst: ich wünsche allen gute Besserung! Weißt Du, das ist vermutlich meine Großfamilienmacke (habe ja vier Geschwister), daß ich mir immer, wenn ich länger von einem lieben Menschen nichts höre, sofort Sorgen mache... Das war früher schon so: zwar ist es manchmal nervig, wenn man im Haus vergeblich nach einem ruhigen Eckchen sucht. Aber wenn es plötzlich zu ruhig ist, stimmt es eben auch nicht...
Ihr Lieben, ich "schleiche" schon die ganze Zeit hier herum, weil ich immer noch nicht gehört habe, wie die OP bei meiner Freundin gestern gelaufen ist. Ich hoffe, ihr Mann wird uns bald informieren...
Laßt es Euch allen gutgehen und seid ganz herzlich gegrüßt von
Eurer Linnea
Eisbaer*1
15.11.2007, 12:09
Liebe Linnea,
ich hoffe für dich, dass du morgen gute Nachrichten nach dem MRT zu hören bekommst!
Auf jeden Fall drücke ich dir weiterhin ganz dolle die Daumen und denk an dich!
Sei ganz lieb gedrückt,
Anja.
Äpfelchen
15.11.2007, 12:20
für dich, für morgen :pftroest:
lg Beate
Meine liebste Linnea!
Dein Seelenvogel scheint außer Puste zu sein- wer will es ihm verdenken?
Ich werde in Gedanken bei Dir sein- als ich in der "Röhre" lag, habe ich beim Luftanhalten tatsächlich an all Euch lieben Menschen hier gedacht, die mir Kraft und Mut gewünscht haben. Es hat mir so gut getan...
Meine liebe kleine große Linnea, wenn Du magst, nimm mich in Deinen Gedanken einfach mit! Ich drücke Dir die Daumen ganz ganz fest!!!
Eine warme, liebe Umarmung und hier, nimm das grüne MUTKLEID!
Deine Leena:pftroest:
Liebe Birgit und liebe Leena - Ihr beiden Seelenschwestern :1luvu:
Ihr denkt immer so lieb an mich und beschenkt mich mit so guten Gedanken und Worten! Habt herzlichen Dank dafür!
Ja, der Seelenvogel... ich habe den Eindruck, daß er mir gerade mit seinen Schwingen Augen und Ohren zuhält. Ich kann es mir von außen ansehen, ich stehe etwas neben mir. Aber vielleicht ist es ganz gut, daß die Seele sich schützt und Gedanken rund um die anstehenden Untersuchungen und eventuellen Ergebnisse und Konsequenzen schlichtweg blockiert.
Und trotzdem kann ich Eure Hände berühren und fühlen, die Ihr mir so herzlich entgegenstreckt. Das tut gut! Und Ihr habt recht: ich werde das grüne Mut-Kleid anlegen.
Einen möglichst guten Abend wünscht Euch und allen anderen lieben Menschen hier
Eure Linnea
Meine liebe Birgit :1luvu:
ich danke Dir von Herzen für den schönen Seelenvogel!!! Ich würde Dich so gerne von der Wartebank erlösen, aber zur Zeit zittere ich selbst noch...
Ich hatte ja heute vormittag meinen MRT-Termin und es bestand die Möglichkeit auf eine Zweitgutachterin zu warten und somit die Ergebnisse noch heute zu erfahren. Na, da würde wohl niemand gleich heimfahren... ;)
Zum ersten ist sehr erfreulich, daß das Hals-MRT ohne Befund ist. Der Hodgin scheint sich - zumindest im näheren Umfeld des Knotens, der die Diagnose geliefert hatte - nicht zu mucksen, obwohl er ja bisher nicht gezielt therapiert wurde. :)
Weniger schön ist dagegen, daß das Abdomen-MRT zwei kleine Auffälligkeiten zeigt. Sie sitzen nicht an der Stelle, wo ich das leichte Druckgefühl habe (das ist vermutlich doch nur eine Verdauungsstörung?) Aber sie sehen nach Angaben der Ärztin "nicht wirklich harmlos" aus. Der Gynäkologe, der mich operiert hatte, wurde hinzugezogen (die Frauenklinik liegt praktischerweise direkt nebenan) und teilte offenbar die Meinung der beiden Radiologen. Kurz: im Moment deutet einiges darauf hin, daß mein Eierstockkrebs platinrefraktär ist. :weinen:
Nun wurden meine Termine teilweise ein bißchen verschoben, so daß folgender Plan entstanden ist: Montag Leber-Milz-Sono und Lungen-CT und dann am Dienstag Bauchspiegelung, wobei gleich die Knochenmarkspunktion miterledigt wird. Der Gyn ging davon aus, daß sie es laparoskopisch erledigen können werden. Ich hoffe, er behält recht!
Wenn sich der Verdacht bestätigen sollte, müßte dann in Absprache mit dem Hämatologen und dem Kardiologen über eine neue Chemo nachgedacht werden.
Aber ich möchte einfach die Hoffnung noch nicht aufgeben, daß es doch irgendwelche gutartigen Geschwulste sind. Die Vorstellung, daß das Carboplatin nur Nebenwirkungen aber keine Hauptwirkung gehabt haben soll, ist doch ziemlich hart...
Ihr Lieben, vielen Dank an alle, die mich heute mit ihren Gedanken und Gebeten unterstützt haben!
Es grüßt Euch ganz herzlich
Eure Linnea
flautine
16.11.2007, 18:24
Liebe Linnea,
Mensch, das wäre aber wirklich nicht gut, wenn Du die ganzen Nebenwirkungen ohne Nutzen ertragen hättest ...
Gut, dass der Knoten am Hals sich bisher still verhält, das ist ja schon mal etwas, wenn auch vermutlich nur ein kleiner Trost.
Ich wünsche Dir, dass die Auffälligkeiten harmlos sind!
Ganz liebe Grüße:1luvu: :pftroest:
flautine
Äpfelchen
16.11.2007, 19:49
Liebe Linnea,
ich hoffe mit Dir, dass alles nur falscher Alarm ist und Du diese Ängste umsonst aushalten musst.
Ich kenne mich mit Eierstockskrebs gar nicht aus, kann also keine fachlichen beruhigenden Worte sagen, aber ich bin in Gedanken bei Dir :pftroest:
Alles Liebe
Beate
Liebe Flautine, liebe Beate,
vielen lieben Dank für's Schreiben! Inzwischen geht's mir wieder besser. Der Tag heute ist fast wie ein Film an mir vorbeigezogen. Und auch als ich vorhin hier schrieb, war ich nicht richtig bei mir.
Als dann die Kinder im Bett waren, haben mein Mann und ich ein bißchen gekuschelt und dann haben wir beide zusammen geweint. Das war unglaublich erleichternd. Jetzt fühle ich mich seelisch nicht mehr so verstopft. Alles fühlt sich mehr nach Wirklichkeit an, aber es ist auszuhalten.
Ich bin froh, daß bald Klarheit herrschen wird: ich komme mit Fakten meistens besser zurecht als mit Eventualitäten. Letztere wühlen mich ziemlich auf...
Und ich bin froh, daß jetzt ein Wochenende vor uns liegt, das wir als Familie verbringen können. Der Schnupfen von unserer Kleinen ist zwar noch nicht verschwunden, hat sich aber sehr gebessert. Inzwischen hat sie eine neue Lieblings-Obstsorte entdeckt: Granatapfel. Es sieht so süß aus, wenn sie sich aus unserem kleinsten Plastikschälchen die Granatapfelkerne herauspickt und dabei so gewissenhaft und genießerisch zugleich in die Welt schaut.
So Ihr Lieben, nun wünsche ich allerseits eine möglichst gute Nacht!
Herzliche Grüße sendet Euch
Eure Linnea
Liebste liebe Linnea!
Uff!
Ich bin wirklich traurig über all das, was Du durchmachst und was Dir noch bevorsteht... Mensch:knuddel: :knuddel: !
Erleichtert stelle ich aber fest, daß Du die Knochenmarksbiopsie in Vollnarkose über Dich ergehen lassen mußt, nicht wahr? Ist das nicht sonst bei lokaler Betäubung? Das stelle ich mir sehr schmerzhaft vor?!
Liebste Linnea, ich wünsche Dir von hier aus dem Norden ganz ganz viel Kraft und Mut! Das Kleid darfst Du erstmal behalten: Es steht Dir ausgezeichnet!!!
Ach, das Leben ist ein seltsames, nicht wahr?
Fühl Dich herzlich gedrückt,
Deine Leena
Meine liebe Linnea!
Habe gelesen, daß Du ab Morgen in der Klinik bist!
Hier, ich reiche Dir meine Hand und sie ist direkt verbunden mit meinem Herzen! Du bist darin und ich werde an Dich denken, Dich gedanklich begleiten und Dich mit meinen gebackenen Hoffnungskeksen füttern! Kraft hast Du, es ist erstaunlich, woher wir Menschen sie immer wieder bekommen. Wir werden gespeist mit Kraft in den Situationen, in denen es drauf ankommt, nicht wahr?
Liebste Linnea, ich bin bei Dir!
Deine Leena:pftroest: :pftroest:
Meine liebe Birgit, meine liebe Leena,
ich danke Euch ganz herzlich für's Mitwarten und Mitbangen und für Eure lieben Worte, das hoffnungspendende Gedicht und die Hoffnungskekse. Ich würde Euch am liebsten einmal richtig umarmen!
Ja, es ist ein Gottesgeschenk, von so lieben Menschen unterstützt zu werden. Ich fühle mich wirklich getragen und in alledem letztlich gut behütet!
Noch kann ich zwar kaum über den Dienstag hinausdenken. Aber ich versuche immer jenseits des vor mir Aufgehäuften, einen Blick auf den zartblauen Himmel zu erhaschen.
http://www.bilder-hochladen.net/files/4c3p-14.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/4c3p-14-jpg-nb.html)
Wie Du ja schon im Eierstock-Forum gelesen hast, liebe Leena, werden morgen erst die kleineren Untersuchungen durchgeführt werden, bevor ich in die Frauenklinik einziehe (zum Abführen...). Am Dienstag findet dann die Bauchspiegelung statt, und da ja dabei in jedem Fall etwas entfernt wird (was immer es sein mag), werde ich im Anschluß mit 3-7 Krankenhaustagen rechnen müssen. Ich hoffe natürlich, in diesem Zeitraum auch die Befunde zu erfahren. In diesen Tagen werde ich mich dann wohl vorrangig von Hoffnungskeksen und Gedichten ernähren.
Leider werde ich Euch diesmal erst schreiben können, wenn ich wieder zuhause bin, weil die Frauenklinik nicht im neuen Klinikum untergebracht ist, wo es diesen netten Internet-Schnickschnack gibt. Macht Euch also bitte keine Gedanken, wenn Ihr nun ein paar Tage lang nichts von mir hört!
Ich grüße Euch alle von Herzen!
Eure Linnea
Äpfelchen
18.11.2007, 16:51
Liebe Linnea,
mir ist heute nicht so nach viele Worte machen, doch Du sollst wissen, dass ich an Dich denke:knuddel: :knuddel: :knuddel:
Ich umarme Dich
Beate
Eisbaer*1
18.11.2007, 20:07
Liebe Linnea,
auch ich wollte dir nur kurz sagen, dass ich in Gedanken bei Dir bin und hoffe, dass du alles gut überstehst!
Du bist so ein wunderbarer Mensch! :engel: Der soll immer an deiner Seite wachen!
Sei ganz lieb gegrüßt und gedrückt,
Anja.
liebe linnea!
auch von mir eine wagenladung kraft und guter gedanken für die zeit im krankenhaus...hoffentlich wird es dir nicht zu langweilig ohne uns "forumsfutzis"...;) ich drücke alle daumen, daß du alles gut und gelassen überstehst und schicke dir auch noch hoffnungskekse und mutkuchen!!!
sei ganz, ganz lieb gedrückt!!! und irgendwann machen wir das mit dem drücken mal real!
dat zickchen
Liebe Linnea,
deine Mitternachtssonne ist in Gedanken immer bei Dir und schickt Dir ganz viele Kraftpakete.
Ulli
Sigrid07
18.11.2007, 21:42
Liebe Linnea,
ich denke an dich und wünsche dir von Herzen, dass du alles gut überstehst und uns in ein paar Tagen gute Nachrichten bringen kannst.
liebe Grüße
Sigrid
struwwelpeter
18.11.2007, 22:19
Liebe Linnea,
auch ich möchte es natürlich nicht versäumen Dir für die nächsten Tage und für die Ergebnisse alles Gute und viel Glück zu wünschen! Ich werde an Dich denken und sende Dir ein paar Schutzengel!
Ich freue mich jetzt schon, Dich recht bald wieder hier zu lesen!
Viel, viel :engel: Glück
http://www.bilder-hochladen.net/files/1gop-2pr.jpg
:engel: :) :engel:
:winke: Deine Ina :remybussi :knuddel:
Liebe Beate, liebe Anja, liebes Zickchen, liebe Ulli, liebe Sigrid, liebe Ina,
ich schaffe es jetzt nicht mehr, Euch "richtig" zu schreiben, aber ich möchte doch wenigstens noch ein ganzes dickes
DANKE
an Euch alle hier hinterlassen. Eure Unterstützung und Anteilnahme sind wirklich nicht mit Gold aufzuwiegen!
Eine gute Nacht wünscht Euch allen
Eure Linnea
flautine
18.11.2007, 23:59
Liebe Linnea,
huu, jetzt bin ich wahrscheinlich zu spät dran, um Dich vor dem Abflug ins KH zu erwischen ... Trotzdem: Auch ich werde viel an Dich denken und wünsche Dir, dass Du alles gut überstehst und die Ergebnisse so harmlos wie möglich sind!
Liebe Grüße:1luvu:
flautine
Andorra97
19.11.2007, 21:42
Hallo Linnea
du bist wahrscheinlich schon unterwegs, aber ich will dir auch noch alles Gute wünschen und dass du bald mit guten Ergebnissen wieder zuhause bist!
Äpfelchen
19.11.2007, 22:31
Liebe Linnea,
ich hoffe Du hattest einen guten Tag mit allem was Du Dir gewünscht hast.
Ich denke an Dich :knuddel:
Gute Nacht
Beate
Guten Abend!
Meine Frau Linnea bat mich, stellvertretend für sie hier zu posten. Sie möchte alle, die sie kennen, wissen lassen, dass sie die Bauchspiegelung heute gut überstanden hat. Ein Arzt erklärte ihr, dass insgesamt vier Geschwulste entfernt wurden, davon zwei sehr kleine, die erst während des Eingriffs entdeckt wurden und zwei, die von MRT-Aufnahmen bekannt waren. Diese hatten den Anlass zu der Bauchspiegelung gegeben. Drei Geschwulste halten die Ärzte auf jeden Fall für harmlos, bei der vierten gilt es, den Bericht aus der Pathologie abzuwarten. Es handelt sich um eine der beiden grösseren, deren Form schon bei der MRT-Auswertung Verdacht erregt hatte. Über Gut- oder Bösartigkeit lässt sich aber vor der Untersuchung der Geschwulst nichts aussagen. Außerdem wurde eine Knochenmarksprobe entnommen, die ebenfalls in die Pathologie geschickt wurde.
Meiner Frau geht es körperlich recht gut, laut Arzt erstaunlich gut, wenn man die Ausgangslage bedenke. Sie meint, ihr Kopf sei nach dieser Vollnarkose weniger „dödelig“, wie sie es nennt, als nach der Chemotherapie, die sonst heute stattgefunden hätte. Sie hofft natürlich, bald die endgültigen Ergebnisse zu erhalten.
Gestern wurde noch eine Ultraschalluntersuchung und ein Lungen-CT gemacht, beide mit dem besten Ergebnis.
Vermutlich wird Linnea am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sie lässt alle hier im Krebs-Forum herzlich grüssen und bedankt sich fürs Daumenhalten! Ich möchte mich diesem Dank anschließen. Mir ist bewusst, wieviel Unterstützung meine Frau hier im Forum erfährt. Der Austausch hier bedeutet ihr sehr viel.
N.
Hallo N.
bestelle Linnea bitte ganz liebe Grüße von Ihrer Mitternachtssonne ;) ,
meine Gedanken sind bei ihr und ich halte alles was es gibt das das Ergebnis gut wird.
Alles liebe
Ulli
lieber n.!
auch von mir die herzlichsten grüße! sag linnea, sie soll zwischendurch die tür und das fenster auflassen, damit meine wagenladungen mit kraftvollen gedanken nicht draußen bleiben müssen! und dir wünsche ich viel geduld in der alltagsbewältigung mit euren beiden kleinen, toll, wie du linnea unterstützt!!
grüße
dat zickchen
Hallo lieber "Mann-von-der-lieben-Linnea"!
Ich bin sehr erleichtert, von Linnea zu hören. Habe heute sehr viel an sie gedacht!
Das hört sich da so ganz gut an, daß auf jeden Fall 3 der 4 entnommenen Geschwülste gutartig aussehen. Nun hoffe ich ganz doll, daß auch der 4. ein harmloser ist und daß das Knochenmark in Ordnung ist.
Vielen Dank für´s Bescheidsagen und ganz ganz liebe Grüße an meine liebe Linnea!
Leena
Andorra97
20.11.2007, 21:45
Hallo N.,
danke, dass du Bescheid gegeben hast. Ich freue mich schon mal für euch über die 3 harmlosen Geschwulste und hoffe, dass auch Nummer 4 sich als gutartig herausstellen wird!
Alles Gute für euch!
Guten Morgen
und herzlichen Dank für die vielen Grüsse und guten Wünsche. Ich werde sie an Linnea weiterleiten, wenn die Kinder und ich sie heute nachmittag im Krankenhaus besuchen.
Viele Grüsse
N.
Hallo Ihr Lieben,
ich bin wieder aus der Klinik zurück und habe grandiose Neuigkeiten:
:megaphon: Der fragwürdige Tumor ist gutartig!!!!!!! :rotier2: :rotier2: :rotier2:
Spürt Ihr das Rumpeln der vielen Felsbrocken, die mir vom Herzen fallen? Ein regelrechter Steinschlag! Ich bin auch noch zu erschüttert, um mich richtig zu freuen, aber das kommt sicherlich bald!
In den letzten Tagen hatte ich soviel Angst wie noch nie zuvor in meinem Leben: Wäre der Tumor vom Eierstockkrebs gewesen, das heißt: wäre mein Eierstockkrebs platinrefraktär gewesen, hätte das einen Wechsel in die Palliativ-Behandlung bedeutet und zwar für keinen allzu langen Zeitraum. Aber so habe ich wieder richtig gute Heilungschancen!!!! Was das Leben doch für Extreme birgt! Und ich bin jetzt sozusagen mit einem Aufzug aus dem Keller ins 500.Stockwerk gesaust. Kein Wunder, daß ich noch ein Weile brauche, um wirklich anzukommen.
Ich melde mich wieder, wenn ich wieder klar denken kann! Dann lese ich auch nach, was sich bei Euch unterdessen getan hat.
Vielen, vielen Dank für Eure wunderbare Unterstützung!!!!!! :1luvu:
Es grüßt Euch ganz, ganz herzlich
Eure Linnea
Monika.K.
23.11.2007, 12:24
Liebe Linnea,
mein Gott wie freue ich mich für Dich über diese Nachricht. Ich lese im Moment wenig im KK, aber solch eine Nachricht ist wunderbar und da muss ich Dir eben kurz mal schreiben. :rotier2: :rotier2: :rotier2: :rotier2: :knuddel: :knuddel: :knuddel:
Ganz liebe Grüsse
Monika
sonnenfrosch
23.11.2007, 13:34
Liebe Linnea!
Was für eine wunderbare schöne Nachricht!
Ich freu mich!
Christine
Sigrid07
23.11.2007, 17:05
Liebe Linnea,
ich freu mich für dich. Genieße das Wochenende mit deiner Familie.
liebe Grüße
Sigrid
Mensch liebe Linnea,
sitze hier und mir rollen vor Freude die Tränen.Ist das schön.
Da ich ja leider vom Fach bin wuste ich welche Option bestand.
Ich freue mich riesig für Dich. Feier schön und geniesse das Gefühl.
Auch an N. viele Grüße und Danke das er uns berichtet hat.
Ach ich freu mich so.
Ulli
meine liebe linnea!
ich könnte vor freude auf und ab hüpfen bis der busen wackelt, so freu ich mich für dich! tschakka!!!! es gibt diese momente, in denen man nicht weiß, was man sagen soll--momente der trauer und eben auch momente des glücks! und dies ist so ein wortraubender moment des glücks!
lass dich ganz, ganz feste drücken!!!
dat zickchen
SUPER,SUPER,SUPER!
Das ist wirklich eine tolle Nachricht. Ich freue mich mit dir!
Liebe Grüße reni
struwwelpeter
23.11.2007, 21:03
:rotier2: :cool:
Liebe Linnea,
auch ich möchte Dir zu diesem hervorragendem Ergebnis gratulieren! Hab' an Dich gedacht und Dir die Daumen gedrückt. Lebhaft kann ich mir vorstellen, welche Tiefen und Höhen Du jetzt mal wieder so durch gemacht hast. Es ist eine wunderbare Nachricht und sie gibt Dir viel Kraft für Deine weitere Therapie. Ich wünsche Dir jetzt schon vorab ein schönes ruhiges und angenehmes Wochenende! Alles Gute für Dich - geh's langsam an.
9401
Liebe Grüße :winke:
Ina
Hey, liebste kleine große tapfere Linnea:lach: !
SUPER SUPER SUPER!!!
Ich freue mich so, daß Du so tolle Nachrichten bekommen hast. Siehste, war doch richtig, daß ich mir noch mitten in der Nacht meine "Küchenschürze" umgebunden habe, den ganzen Tisch mit Mehl bestäubt habe, einen wahnsinnig mutigen Teig angerührt habe und geknetet mit so viel Inbrunst, wie ich es selten tat! Ein Duft, sooo herrlich, umwehte mich, als die MUTKEKSE da im Ofen bucken:rotenase: ! Und sie taten ihr Werk hervorrangend! Doch das Beste ist: Du bist auch mutig ohne meine Kekse! Denn zum Mutigsein gehört das Aushalten von Situationen, die uns an den Rand unserer kleinen Welt bringen. Linnea, ich weiß so wie Du, daß dieser Rand sehr nah ist!
Ich freue mich mit Dir! Puh!!!
Ich drücke Dich und wünsche Dir von Herzen, daß Du die nächsten Chemo (wie heißt die Mehrzahl? Chemota:rotenase: ?Chemosen:rotenase: ?Chemi:rotenase: ?) besser überstehst. Muß ja nicht sein, daß Du jeden Monat die Betten der Krankenhäuser testest, wo Dein lieber Mann Dir doch so tolle Kissen geschenkt hat:rolleyes: !
Fühl´Dich gedrückt,
Deine Leena
flautine
23.11.2007, 22:52
Liebe Linnea,
ich freu mich riesig mit Dir über die tollen Neuigkeiten!!:prost: Ich finde, Du musstest einfach mal Glück haben, und so ist es diesmal auch. Genieß die Hochstimmung, das gibt Dir bestimmt Kraft für das, was Du noch bewältigen musst.
Ganz liebe Grüße
flautine
Hallo Linnea,
was Du beschreibst kommt mir bekannt vor.
In der akuten Zeit hat mir sehr viel Muskelentspannung so wie bewust atmen geholfen.
Außerdem ist es wichtig das Du Dir was gutes tust. Da haben mir Massagen geholfen.
Ganz los bin ich das Gefühl nicht losgeworden ,so ab und an überkommt es mich immer noch.
Aber kein Grund meine Kollegen in der Psychiatrie zu besuchen ;) .
Rede mit dem Psychoonkologen drüber und sorge gut für Dich.
Dicke Kraftprakete und ganz liebe Knuddelgrüße
Ulli
Liebe Ulli,
vielen Dank für Deine liebn Worte! Ich muß vielleicht ergänzen: so ein bißchen kannte ich das bisher schon. Aber aktuell ist es richtig schlimm: Wenn ich nicht festgehalten werde oder es mir mithilfe eienr Decke simuliere, bin ich nur am zittern únd könnte schreien. Mache ich nicht wegegn der Kinder. Dafür kommt ein Wimmern raus - es ist schrecklich! Vor den Kindern will ich es nicht zeigen, aber wenn mich in ein anderes Zimemr zurückziehe fühle ich mich schlagartig völlig einsam und alles wird noch schlimmer. ich weiß gerade überhaupt nicht wohin mit mir...Mist!
Linnea
struwwelpeter
25.11.2007, 20:54
:pftroest: :knuddel: :pftroest:
Liebe Linnea,
es ist fast so als hätte ich es verfasst, diese Gefühle kommen mir mehr als nur bekannt vor! Das was Du hier in 206 beschrieben hast kann ich sehr gut nach vollziehen. Die seelischen Qualen verursachen auch körperliche Schmerzen, trennen kann man es so einfach nicht!
Noddie hat recht, Du brauchst die Zeit für Dich um alles in Ruhe zu reflektieren. Entspannungsübungen, Massage und diverse andere Dinge werden Dir hoffentlich dabei helfen.
Wie Du ja bestimmt weißt, schreibe ich sehr gerne hier und..........irgendwie fehlt es mir im Moment auch. Dennoch, diese Auszeit in "September" brauche ich nur für mich, um mich intensiv mit mir selbst auseinander zu setzen! Ich nehme mir die Zeit um soviel wie eben möglich vom Erlebten zu reflektieren, dies zum einen mit der Hilfe meiner Therapeutin, zum Anderen in dem ich vieles zu Papier bringe. Auch wenn in meinem Thread vieles steht, so fehlen doch einige wichtige Details die ich hier an den richtigen Stellen einordnen und bearbeiten kann. Diese seelischen und körperlichen Schmerzen hatten bereits eine Dimension erreicht wo es mir selbst schier unerträglich wurde. Die Entscheidung ist mir an diesem Punkt nicht mehr ganz so schwer gefallen. Das Lesen und auch Schreiben ab und zu ist ok, aber für's erste wird es reichen. Es ist keine leichte Zeit, gerade das ist auch für Körper und Seele Schwerstarbeit und es dauern seine Zeit.
Liebe Linnea: ich wünsche Dir von Herzen das es schnell besser wird, Du die richtigen Wege findest um genau diese Seelenschmerzen richtig zu verarbeiten,dann wird auch sehr schnell das Gefühl der Schwäche und der körperlichen Schmerzen nachlassen. Und nimm die Hilfe Deiner Psychologin in Anspruch, sie kümmert sich garantiert gerne um die dringensten Nöte in Dir!
9442
Gute Nacht meine liebe Linnea :pftroest: es wird wieder! Für Dich ein Bild der Hoffnung :)
L.G. Ina
Liebe Linnea!
Ich würde Dich gern halten, einen Moment:knuddel: !!!
Es tut mir so leid... Mir kommt der Gedanke, daß die Angst, die seit der Erstdiagnose da ist und die Du relativ sicher neben Dir an der Hand geführt hast, es geschafft hat, Deine Hilflosigkeit zu nutzen und sich auf Deine Schultern zu setzen. Da ist sie ein ganz schlechter "Gefährte", denn sie hat die fiese Angewohnheit, einem die Luft abzudrücken und gleichzeitig die Augen zuzuhalten...
Du scheinst ein Trauma zu durchleben. Ich weiß nicht genau, aber so hört es sich an. Es sind die Löcher, liebe Linnea, in die wir immer wieder fallen und dieses war wohl sehr groß... Ich wünschte, ich könnte Dir die Hand reichen und Dir Zuversicht flüstern, daß Du da wieder herauskommst.
Ich glaube, daß Du all das, was Dir gut tun würde, aufgezählt hast. Der Termin bei dem Psychotherapeuten wäre sicherlich sehr weit oben anzusetzen.
Und da ist ie wieder, meine Hilflosigkeit. Ich kann Dir nicht wirklich helfen und das tut mir sehr leid...
Laß Dich trotzdem drücken, wenn auch nur virtuell!!!
Deine Leena
flautine
25.11.2007, 21:08
Liebe Linnea,
ich kann mir gut vorstellen, dass die letzten Tage tiefe Spuren hinterlassen haben und die Angst Dir sehr zugesetzt hat. So wie Du schreibst, scheinst Du noch fast in einer Art Schockzustand zu sein ... Mir kam spontan die Idee der Körpertherapie, da Du schreibst, Du hättest teilweise Dein Körpergefühl verloren. Körpertherapie ist allerdings ein Oberbegriff für viele Therapieformen, die psychologische Arbeit mit Körperarbeit verbinden. Schau doch mal bei Wikipedia unter "Körpertherapie" nach. Vielleicht kann Dir Dein Psychoonkologe da auch weiter helfen.
Mach Dir bitte keine Gedanken, wenn Du hier weniger schreibst - es ist wichtig, dass Du Dich jetzt um Dich kümmerst! Ich freue mich natürlich, wenn Du Dich meldest, aber nimm Dir bitte die Zeit, die Du für Dich brauchst.
Ganz liebe Grüße:pftroest: :1luvu:
flautine
Liebe Ulli, liebe Ina, liebe Leena, liebe Flautine,
vielen Dank!!! Ihr seid so lieb zu mir!!! Im Grunde weiß ich ja, daß das alles nicht spurlos an mir vorbeigehen kann. Und eigentlich kenne ich auch ein paar Möglichkeiten, wie man sich helfen kann, Strategien der unterschiedlichsten Art, die ich auch schon viel angewandt habe. Aber gestern hat mir dann alles Wissen darum und alle Theorie nichts genutzt. Ich habe mich gar nicht soweit beruhigen können, daß ich mich auf irgendeine Übung oder einen Gedankengang hätte konzentrieren können. Und ich fand es schlimm, so die Kontrolle über mich zu verlieren... Ich weiß, daß ich manches noch besser akzeptieren muß (daß ich nicht so kann wie ich will, daß Heilungsprozesse Zeit brauchen etc.) und anderen könnte ich das auch nur anraten. Aber praktisch bekomme ich es einfach noch nicht hin. Ich bin sonst überhaupt kein ungeduldiger Mensch, aber mit mir... Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen, meinen Lieben ständig soviel zuzumuten....
Diese Nacht war sehr schlimm. Mein Mann hat sie fast gänzlich mi mir durchgemacht und heute muß er wieder arbeiten, der Arme! Das kann ja auch nicht so weitergehen! Ich bin dann erstmal zu meinem Psychotherapeuten gegangen. Das hat mir auch wieder viel gebracht, aber ich hätte ihn am liebesten in den Koffer gepackt und mitgenomen - falls es wiederkommt. So dumm das klingt, aber ich habe Angst vor dem Abend.... Natürlich habe ich die Telefonnummern meines Psychotherapeuten und kann ihn immer anrufen, sagt er....
Liebe Flautine, ich habe ihn auch mal nach Körpertherapie gefragt, nachdem ich heute morgen Deine Zeilen gelesen hatte. Er kennt verschiedene Therapieansätze aus diesem Bereich und denkt auch, daß sie gut und hilfreich für mich sein würden. Aber es scheint hier in der Gegend (abgesehen von einer Physiotherapeutin, die Feldenkrais-Kurse anbietet) niemanden zu geben, der sie kompetent praktiziert. Sehr schade! Ich hatte schon früher einmal nach Fußreflexzonen-Therapeuten Ausschau gehalten und mußte dabei feststellen, daß Mittelthüringen leider ein ziemlich unterbesetztes Gebiet ist, was ergänzende, alternativeTherapien anbelangt... Ich werde wohl umgekehrt vorgehen und schauen müssen, was hier überhaupt angeboten wird...:shy:
Ihr Lieben, nochmals herzlichen Dank, daß ich mal wieder meinen ganzen Seelenmist bei Euch abladen durfte! Ich würde Euch so gerne etwas besseres zukommen lassen. Hoffentlich bald wieder....
Alles Liebe und Gute! :knuddel:
Eure Linnea
Äpfelchen
29.11.2007, 09:17
Liebe Linnea,
seit heute kann ich wieder hier mitschreiben, und habe bisher noch wenig gelesen (das ist ja wie Hausaufgaben machen, damit man wieder up to date ist ;) ) - nur kurz zum Thema Fußreflexzonen.
Ich habe vor längerer Zeit eine Ausbildung für Fußreflexzonenmassage gemacht, und die Ausbilderin erklärte uns, dass Lymphome ganz klar eine Kontraindikation ist. Dabei kann vieles angeregt werden, was wir nicht wollen.
Wir Lymphis müssen ganz genau hingucken was wir an ergänzender Therapie noch machen können. Wir sollen ja auch keine Misteltherapie machen...
Das sind alles ganz gute Möglichkeiten, zur Vorbeugung, zur Entspannung auch zur Heilung ... aber nicht bei uns.
Lieben Gruß
Beate
Liebe Beate und Ihr anderen lieben Menschen,
inzwischen habe ich auch mein Ergebnis von der Knochenmarkspunktion erhalten: alles in Ordnung!!! Ist das nicht freundlich von meinem Hodgkin, daß er sich nicht muckst, gerade jetzt, da ich wegen des Ovarialkarzinoms so viel Extra-Stress hatte? :)
Mit der Angst geht es besser: ich habe mir ein besonderes Programm für die Abendstunden zusammengestellt, um diesen Attacken "vorzubeugen": Ich gehe meist früh ins Bett, mummele mich ganz eng ein, beschäftige mich eine Weile mit speziellen Übungen gegen die Angst, versuche meinen Körper in einzelnen Regionen nacheinander zu spüren, so gut es geht. Das Ganze unterstütze ich aromatherapeutisch, da ich gemerkt habe, daß ich darauf auch außerhalb der Schwangerschaften sehr stark reagiere. Vor dem Einschlafen lese ich dann gaaaaanz harmlose Bücher
Liebe Beate, ich werde den Hodgkin bestimmt nicht mit Reflexzonenmassage wachrütteln ("Schlafende Hodgkins soll man nicht wecken") ;) Meine Mutter beherrscht diese Massageform ebenfalls und hat sich leider ähnlich geäußert wie Du. Zumindest sollte man wohl vorsichtig sein. Aber für welche Techniken gilt das sonst noch? Ich fände es sehr schade, auf die Fußreflexzonenmassage gänzlich verzichten zu müssen, weil sie mir schon oft sehr geholfen hat, vor allem wenn ich mit meinen Ohren Probleme hatte. Deswegen hatte ich mich vor etwa einem Jahr auch hier in Weimar nach einem solchen Therapeuten umgesehen...
Gestern habe ich in zwei Massage-Praxen erfahren, daß sie jeweils auf Monate im Voraus ausgebucht sind. Es mangelt hier also keineswegs nur an Ärzten! Und das ist keine leere Worthülse: als wir gerade nach Weimar gezogen waren, habe ich versucht, mit einem positiven Schwangerschaftstest (dem ersten Hinweis auf unsere Carlotta) einen Frauenarzttermin zu bekommen: Fünf Praxen lehnten meine Betreuung gänzlich ab, in einer weiteren hieß es, unter diesen Umständen könnte ich einen früheren Termin bekommen, also so in zwei Monaten :eek: und bei der siebenten durfte ich gleich kommen. Da bin ich dann geblieben :D
Aber zurück zur Massage: Meine Eltern werden an diesem Wochenende bei uns sein, so daß meine Mutter mich massieren kann :)
Ich bin froh, daß ich dieses Wochenende noch zur Erholung nutzen kann. Meine Blutwerte waren nämlich schon so chemo-tauglich, daß mir vorgeschlagen wurde, bereits heute weiterzumachen. Aber ich konnte meine 5. Carboplatin-Portion glücklicherweise auf den kommenden Montag verschieben. Ich brauche diese Tage einfach noch für mich. Weihnachten würde dann auch sehr günstig in die Chemo-Pause fallen, bevor an Silverster meine letzte Chemo anstünde. Die Chemotherapie mit dem alten Jahr abschließen, das wäre doch etwas!
Ihr Lieben, ich grüße Euch alle ganz lieb!
Eure Linnea
Huhu Kleine,
wunderschön das dein Hodgkin sich zurückgehalten hat.
Freue mich für Dich.Schone dich und laß Dich verwöhnen von Deinen Lieben.
Für Montag alles liebe und ein dickes Knuddeln
Ulli
liebe linnea!
da möchte ich mich doch ganz dolle anschließen...wahrscheinlich ahnt aber dein hodgin, daß er kräftig was auf die mütze kriegt, wenn er aufmuckt! soll mal hübsch weiter unauffällig sein, langt ja schon, daß er überhaupt als ungebetener gast da ist. und nicht vergessen, er ist nur ein gast, er geht also irgendwann!
lass dich mal wieder feste drücken und im arm halten...genieß das wochenende!!
dat zickchen
Äpfelchen
29.11.2007, 19:42
Deine Mama kann das auch, super !!!
Es gibt ja auch entspannende Griffe, ich denke damit kann sie Dir gut tun.
Nur eben nicht das volle Programm.
Lass Dich verwöhnen :prost:
lg Beate
Eisbaer*1
30.11.2007, 16:38
Liebe Linnea,
ich freue mich mit Dir über die gute Nachricht!!!
Da ist sicherlich eine ganze Gebirgskette ins Rollen gekommen!
Die Sache mit dem Körpergefühl (oder Nicht-Gefühl) kenne ich aus einer anderen Situation. Mir ging das nach einer Fehlgeburt tagelang so. Damals hat mir Autogenes Training und progressive Muskelentspannung sehr geholfen!
Ich hoffe, es geht dir mittlerweile schon besser!
Ein schönes, entspanntes Wochenende im Kreise deiner Familie wünsche ich Dir!
Ganz liebe Grüße,
Anja.
Liebste Linnea!
Habe schon lange keine Spur mehr bei Dir hinterlassen, denke aber viel an Dich!
Eine dicke :knuddel: und schlaf´schön! Meine Daumen sind für Montag gedrückt!
Deine Leena
struwwelpeter
30.11.2007, 21:16
Liebe Linnea,
spät melde ich mich hier bei Dir! Aber, genau wie alle anderen freue ich mich riesig mit Dir über das Ergebnis der Histologie! Wie geht es Dir inzwischen körperlich, und was macht Deine Psyche ? Ich wünsche Dir von ganzem Herzen dass Du Dich von diesen Wächselbädern der Gefühle erholt hast und Du wieder Dein inneres Gleichgewicht gewonnen hast! Dir und Deiner Familie wünsche ich ein wunderschönes 1. Advent Wochenende, viel Ruhe und gemütliches Beieinandersein im Kreise Deiner lieben, mit den Kindern wird es bestimmt wunderschön;) !
9626
Liebe Grüße :knuddel: :winke:
Ina
Hallo meine Kleine
ich hoffe Dir geht es besser und Du läst Dich nach allen Regeln verwöhnen.
Geniesse das 1 Adventswochenende und fühle Dich ganz lieb geknuddelt
Ulli
Liebe Birgit, liebe Ulli, liebes Zicklein, liebe Beate, liebe Anja, liebe Leena, liebe Ina und Ihr anderen Lieben,
jede einzelne von Euren Antworten, weckt in mir immer den Impuls, mich bedanken zu wollen: für Eure lieben Worte, für die schönen Gedichte, für Eure Hilfe und einfach dafür, daß Ihr an mich denkt und für mich daseid. Ihr seid so lieb! :remybussi
Bei mir geht es momentan immer sehr stark hoch und runter. Mitte der Woche hatte ich einen wahren Energieschub, den ich gleich kräftig genutzt habe. Ich war so froh, einmal wieder so viel schaffen zu können. Mein Psychotherapeut meinte dann schon am Donnerstag, daß ich wohl tüchtig dabei sei, mich zu übernehmen. Ich habe dann erst am Freitag gespürt, wie recht er hatte :rolleyes: Seelisch habe ich mich wieder nur wund gefühlt, körperlich fast gar nicht. In diesen Zeiten habe ich keine Worte mehr. Mir fällt nichts mehr ein... Jean Paul würde sagen "Der innere Mensch schwingt die Stummenglocke".
Unterdessen hat mir meine Mutter schon viel Gutes getan und es geht wieder. Ich weiß ja, daß das alles nicht verwunderlich ist. Wo sollten auch die Kraft- Reserven plötzlich herkommen? Aber es kann so verführerisch sein, sich mal wieder besser zu fühlen...
Ich habe den Eindruck, daß ich mein verbliebenes bißchen Restverstand nutzen muß, um mich in Zukunft von diesem Teufelkreis fernzuhalten: Wenn es mir schlecht geht, fühle ich mich weniger. Im Anschluß an eine solche Phase habe ich wohl auch eine verschobene Wahrnehmung von mir und spüre weniger, wo meine Grenzen sind, wieviel (oder wie wenig) ich mir zumuten darf, damit es mir nicht gleich wieder schlecht geht.
Es ist eine vertrackte Sache mit der inneren Übereinstimmung mit sich selbst. Ich denke, wenn Körper und Seele (vielleicht auch Geist) so stark gegeneinander verschoben sind, daß sie nicht in Einklang miteinander kommen können, ist der Zugang zur inneren Kraftquelle versperrt. Es ist, als könnten Körper, Seele und Geist den Brunnendeckel nur gemeinsam anheben. Solange die drei befreundet sind, können sie jederzeit aus der Quelle schöpfen. Aber wenn einer sich querstellt, wird es schwierig. Vielleicht kann eine starke Seele, den Deckel an ihrer Seite noch eine Weile hochstemmen, um einen Zugang zu gewährleisten. Aber wenn sie nicht bald Hilfe bekommt, wird ihr die Last zu schwer werden und der Deckel fällt ihr krachend auf die Füße. Lacht nicht: natürlich hat die Seele Füße. Seelenfüße eben. Und meine humpelt immer noch durch die Gegend, weil ihr der Brunnendeckel in letzter Zeit zu oft darauf gefallen ist.
Ihr Lieben,morgen müssen meine drei alle wieder kräftig ran, denn da bekomme ich meine vorletzte Chemo. Das Ende rückt in greifbare Nähe!
Allen, die hier lesen, möchte ich dieses kleine Gedicht zukommen lassen, das für mich ein ganz besonderes ist:
Was ich dir zum Advent schenken möchte
Einen Orgelton wider den finsteren Morgen,
meinen Atem gegen den Eiswind des Tags,
Schneeflocken als Sternverheißung am Abend
und ein Weglicht für den verlorengeglaubten
Engel, der uns inmitten der Nacht
die Wiedergeburt der Liebe verkündet.
(Christine Busta)
Einen schönen Adventssonntag wünscht Euch allen
Eure Linnea
flautine
02.12.2007, 15:47
Liebe Linnea,
ich glaube, Du hast sehr recht mit Deinen Überlegungen zu Körper, Seele und Geist. Ich werde diese Gedanken meinem Mann zeigen, den ich gerade davon überzeugen möchte, sich doch noch ernsthaft einen Psychotherapeuten zu suchen. Ich kann zwar zuhören und bin dankbar, wenn er sein Seelenleben mit mir teilt, und manches kann ich sicherlich auch auffangen, aber ein Therapeut geht ja noch mal ganz anders heran und hat von außen einen anderen Blick auf die Dinge. Wo oder wie findet man noch gleich einen Therapeuten? In irgendeinem Thread war das mal Thema, ich habe nur vergessen, wo ...
Lieben Dank auch für das schöne Gedicht, es gefällt mir sehr!
Viele liebe Grüße:knuddel:
flautine
Liebste Linnea!
Bei Deinen Gedanken saß ich nickend hier auf meinem weißen Schaukelstuhl und spürte die von mir so gut versteckte Traurigkeit. Dieses Gefühl begleitet mich wie eine zweite Haut, seit ich die Diagnose bekam. Ich kann sie mir oft ein wenig vom Leib halten, aber weg ist sie nie niemals... Und wenn ich anfange, darüber nachzudenken, ist sie ganz dicht bei mir und schnürt mir die Kehle zu...
Ich möchte Dir einen Text hierein kopieren, den ich im Frühjahr diesen Jahres geschrieben habe. Ich hoffe, Du kannst ein wenig Leichtigkeit aus ihm nehmen!
Fühl´Dich bitte llieb umarmt und alles Gute für die VORLETZTE Chemo,
Deine Leena:knuddel:
Es war einmal eine kleine Frau.
Sie stand am Strand, in der Dunkelheit, ganz dicht am Wasser. Es ist nicht anders denkbar, als dass ihre Füße nass geworden sind, so dicht stand sie da.
Sie stand da, der Wind pustete um ihren Körper, er zerrte an ihrem Mantel, er peitschte das Wasser immer näher an sie heran- doch es schien sie alles nicht zu stören.
Sie stand da und sah hinaus auf das Meer. Sie betrachtete den Horizont. Dort hinten, wo die Sonne im Meer verschwand, Stunden war es schon her. Dort hinten, wo Meer und Himmel sich küssen, sich umarmen, eins werden. Dort hinten, wo der Regenbogen aus dem Himmel ins Meer stürzt- oder kommt er aus dem Meer empor in den Himmel?
Sie lächelte. Ein feines, leises Lächeln umspielte ihren Mund, die Mundwinkel zuckten, die kleinen Fältchen glätteten sich für einen Moment. Ihre Augen spiegelten das Meer wider. Sie blickten ruhig und irgendwie weise.
Nun bewegt sie sich. Sie zieht ihren Mantel enger um den Körper, als friere sie. Sie schabt mit den Füßen, die nackt sind, in dem nassen Sand. Dann dreht sie sich um. Ich schaue sie an, sehe ihr ins Gesicht und bin ein wenig peinlich berührt. So direkt sieht sie mich an, dass ich den Weg ihres Blickes durch meine Augen hindurch in meine Seele spüre. Auch ich ziehe meinen Mantel enger, weil mich diese Begegnung frösteln lässt.
Sie macht einen Schritt auf mich zu, lässt ihre Füße in die Sandalen gleiten, die vor ihr auf dem warmen Sand liegen. Sie kommt noch einen Schritt näher und bleibt vor mir stehen.
Ihr Mund öffnet sich und mein Herz pocht. Was wird sie mir sagen? Gedanken turnen durch meinen Kopf, überschlagen sich. Ich spüre die Spannung.
„Da bist Du ja. Ich habe auf Dich gewartet. Lange schon.“ Sie legt den Kopf schräg und sieht mich an. Sie lächelt, als sie fortfährt „Ich freue mich aus tiefstem Herzen, dass Du den Weg zu mir gefunden hast. Ich weiß, welche Schmerzen, welche Ängste, welche Furcht Du erleidest. Ich weiß, dass Dich Gedanken quälen. Ich weiß, dass Du manchmal fortlaufen möchtest, weit weit fort...“ Ihre Hand macht eine ausladende Bewegung, deutet auf die Unendlichkeit des Meeres. Ich nicke und sehe zu Boden. Ein wenig schäme ich mich.
Sie macht noch einen Schritt auf mich zu und greift nach meiner Hand. Eine unglaubliche Woge von Wärme durchströmt meinen Körper und einen Moment lang wünsche ich mir nichts mehr, als dass dieser Augenblick ewig dauern möge.
„Ja, ich habe Angst. Ich habe Angst, dass mich diese Krankheit nieder knüppeln wird. Ich habe Angst, dass ich sterben muss, bevor ich meine Aufgaben erledigt habe auf dieser Welt. Ich habe Angst vor Schmerzen. Ich habe Angst, anderen Leid zu bescheren. Ich habe Angst zu gehen!“ sage ich und muss heftig schlucken. Tränen brennen in meinen Augen und mit dem Wimpernschlag rinnt mir eine Träne die Wange hinunter und tropft an meinem Kinn herab auf den Sandboden hinunter.
Sie drückt meine Hand wieder fester und sieht mich an.
„Ich weiß“, flüstert sie. „Deswegen sind wir uns hier begegnet. Deswegen bin ich jetzt da, bei Dir.“
Wir gehen ein Stück am Strand entlang, das Meer rauscht. „Wie fühlst Du Dich hier?“ fragt sie und sieht mich von der Seite her an. „Hmm, ich spüre eine Leichtigkeit. Ich fühle mich frei.“ sage ich. Und ich frage mich, ob es wohl das war, was sie wissen wollte.
„Und wie würdest Du Dich fühlen, wenn ich Deine Hand loslassen würde?“ hörte ich sie sagen. Gedanken schossen durch meinen Kopf und ich hielt ihre Hand fester. Ich wollte sie nicht loslassen, denn seit sie da war, hatte ich keine Angst mehr. Ich fühlte mich gehalten und nicht mehr allein. Ich fühlte mich verstanden und begleitet.
„Ich würde mich verlassen fühlen, wenn Du mich losließt, jetzt, wo ich spüren durfte, wie gut es tut, wenn Du mich hältst und mit mir gehst.“ erwiderte ich.
„Ich werde nicht gehen. Ich werde Dich nicht mehr allein lassen. Oftmals wirst Du mich nicht sehen können, aber sei Dir nun sicher, ich werde immer an Deiner Seite sein. Ich werde Deine Wege mitgehen, ich werde Deine Hand halten, Dir helfen, Löcher zu überspringen. Sag´aber Deiner Angst, dass sie Dich nicht begleiten darf. Sag´ihr, dass ihr Platz nicht an Deiner Seite ist. Sag´ihr, sie soll klein bleiben, sie soll sich zurückziehen aus Deinen Gedanken, aus Deinem Herzen. Denn sonst kann ich nicht mit Dir gehen, zu wenig Platz wäre für mich noch übrig. Meine Schritte würden zu schwer werden, ich würde nicht mehr atmen können und wäre letztendlich nur eine Belastung für Dich. Versprichst Du es mir?“
Ich sah sie an, ihre lieben Augen, ihren weisen, wissenden Gesichtsausdruck, sah ihren entschlossenen Blick, spürte ihren zielstrebigen Gang- und ich spürte, auf eine seltsame Art liebte ich sie.
Ich war sehr berührt von diesem Moment und antwortete „Ja, ich verspreche es Dir. Aber sagst Du mir, wer Du bist? Falls ich Dich verliere, kann ich nach Dir suchen...“
Sie blieb stehen, der Wind frischte auf, er pustete ihre Haare aus ihrem Gesicht. Der Mond schien auf uns herab und tausende Sterne funkelten über uns. Sie nahm mein Gesicht in ihre Hände, sah mich eindringlich an und flüsterte:
„ Du wirst mich nie mehr verlieren, denn nun bin ich in Deinem Herzen. Nie mehr musst Du allein die dunklen Wege beschreiten, nie mehr wirst Du allein Tränen weinen müssen, nie mehr allein den eiligen, holpernden Herzschlag ertragen müssen, nie mehr allein mit der Angst aushandeln über jeden weiteren Schritt, über jeden Gedanken, nie mehr die eiserne Hand an Deinem Hals spüren müssen, die Dir die Luft zum Atmen nimmt. Ich werde da sein, immer und immer und immer.
Denn ICH BIN DIE HOFFNUNG“
Andorra97
02.12.2007, 22:04
Liebe Linnea
ich möchte dir viel Kraft und gute Gedanken schicken, mit denen du morgen in die vorletzte Chemo gehen sollst. Es ist nicht mehr lange, du hast es bald geschafft!
Eisbaer*1
02.12.2007, 22:17
Liebe Linnea,
auch ich wünsche Dir für Deine vorletzte Chemo alles Gute. Möge alles ohne Komplikationen laufen. Das hast Du nach der letzten Zeit wirklich verdient!
In Gedanken bin ich bei Dir.(Ich bringe meine Mum morgen auch wieder in die Klinik, 2. Chemo beginnt Dienstag)
Ganz viele, liebe Grüße,
Anja.
Äpfelchen
02.12.2007, 22:44
Alles Liebe für Dich :knuddel: :knuddel: :knuddel:
und viele Kraftpakete !!! Kann kaum glauben, dass es schon die vorletzte Chemo sein sill, wo ist die Zeit??
lg Beate
liebe linnea!
ich drück dich ganz, ganz feste! vorletzte chemo...wow, da kann man ja fast neidisch werden;)
alls gute, süße, du packst das!
dat zickchen
Sigrid07
03.12.2007, 19:48
Liebe Leena,
Deine Geschichte ist wunderschön und ich habe sie genau im richtigen Moment gelesen, danke Dir dafür.
Liebe Grüße
Sigrid
Liebe Sigrid!
Danke für Deine Worte!
Alles Gute und liebe Grüße,
Leena
Äpfelchen
04.12.2007, 22:36
Liebe Linnea,
gestern (?) vorletzte Chemo - wie geht es Dir ???
Ich hoffe, dass Du alles gut überstanden hast :1luvu:
Alles Liebe
Beate
Liebe Birgit, liebe Flautine, liebe Leena, liebe Nicole, liebe Anja, liebe Beate, liebes Zickchen, liebe Sigrid und Ihr anderen lieben Menschen,
ich freue mich immer riesig über Eure lieben Worte, Euer Verständnis, Eure guten Wünsche! Habt alle ganz herzlichen Dank dafür!!! :1luvu:
Und so eine schöne Geschichte hast Du geschrieben, liebe Leena! Neulich schon schriebst Du vom Meeresstrand und ich habe geahnt, daß es etwas besonderes mit diesem Ort auf sich hat. Nun ahne ich ein bißchen mehr... Vielen lieben Dank, daß Du mir diese Geschichte mitgebracht hast!
Ihr Lieben, gestern hatte ich meine fünfte Chemo und es ist alles recht gut über die Bühne gegangen. Wegen kleiner Herzstolpereien wurde mal eine Pause eingelegt, aber danach ging alles glatt und mit dem abendlichen Erbrechen war es diesmal auch nicht so schlimm. Das macht kräftemäßig viel aus. Ich habe mich dadurch heute gleich viel fitter gefühlt.
Trotzdem habe ich natürlich brav ein Mittagsschläfchen gehalten. Aber anschließend haben die Kinder und ich ein schönes Adventsstündchen miteinander genossen mit Adventskranz und Pyramide und Tee und Plätzchen:
Meine Mutter hat uns in diesem Jahr mit Plätzchen versorgt. Bei uns wurde immer viel gebacken, nach den Rezepten meiner Urgroßmutter, die Konditorin war. Und so habe auch ich in den letzten Jahren immer mindestens 10 Sorten Weihnachts-Plätzchen gebacken und viele davon verschenkt. Aber in diesem Jahr hat meine Mutter doppelte Rezepte gemacht und uns die Hälfte von ihrem Vorrat abgegeben.
Also konnten wir uns heute eine Schale herrichten mit Buttergebäck, Schokoladengebäck, Mandelschnitten, Gewürzplätzchen, Pfeffernüssen, Lebkuchen, Honiglebkuchen, Elisenlebkuchen, Nußmakronen, Kokosmakronen, Spritzgebäck, Vanillekipferl, Zitronenherzen, Schweizer Nußtalern und Haferflockenplätzchen. Auch wenn sich diese Sorten für mich derzeit mehr in ihrer Konsistenz unterscheiden, hatte ich doch viel davon: Florians Gesichtsausdruck hat mich so sehr an dieses besondere Gefühl erinnert, das mich als Kind so oft überkam und das mit all den Dingen zusammenhängt, die es eben nur in der Weihnachtszeit gibt. Selbst Carlotta staunte mit einem großen "Oooooooh" in die volle Schüssel hinein und versuchte dann immer dieselben Plätzchen zu ergattern wie sie ihr großer Bruder gerade in der Hand hielt.
Dann haben wir Weihnachtsgeschichten vorgelesen: In diesem Jahr gibt es jeden Tag eine Geschichte aus Jostein Gaarders "Weihnachtsgeheimnis". Außerdem haben wir das von unserm Großen so geliebte "Hilfe, die Herdmanns kommen" zuendegelesen und noch eine Nikolaus-Geschichte drangehängt. Es wird schon sehr auf den Donnerstag hingefiebert.
Das sind solche Situationen, in denen ich das Gefühl habe: hier stimmt die Balance: einerseits kostet es Kraft, die Rahmenbedingungen zu schaffen und längere Zeit vorzulesen. Aber andererseits gibt es mir auch so viel Kraft zurück, wenn ich selbst diese Stimmung genießen darf, in die ich meine Kinder hineingeführt habe.
So Ihr Lieben, jetzt gehe ich aber wieder in mein Bettchen. Schlaft alle gut und träumt etwas schönes!
Das wünscht sich Eutre Linnea
Äpfelchen
04.12.2007, 23:04
Liebe Linnea,
das hört sich wundervoll an. Ich kann mir das genau vorstellen, wie Du mit Deinen Zwergen zusammen gekuschelt beim lesen bist.
Und dann soooooooo viele Plätzchen, beim lesen lief mir schon eine kleine Pfütze im Mund zusammen. Leider lebt meine Oma nicht mehr, die hat auch immer gebacken wie ein Weltmeister zusammen mit dem Opa, der Bäcker war.
Gute Nacht :schlaf:
lg Beate
Andorra97
05.12.2007, 10:21
Liebe Linnea,
ich freue mich so sehr, dass du deine Chemo gut überstanden hast. Jetzt liegt nur noch einmal diese Prozedur vor dir! Wird es kurz nach Weihnachten sein?
Schön, wie du euren Advents-Alltag beschreibst. Ich wünschte wir würden auch mal wieder einen ruhigen Advent erleben, aber leider ist das bei meinem Beruf immer die stressigste Zeit. Ironischerweise ist es dieses Jahr sogar aber mal gemütlicher für die Kinder, weil der Papa viel Zeit hat. Morgen will er z.B. mit ihnen Plätzchen backen, etwas, was ich seit Jahren nicht mehr hinbekomme.
Schon wieder ein "Sekundärgewinn" durch die Krankheit. Wir sammeln die gerade und stellen fest, dass es tatsächlich wirklich viele dieser heimlichen Gewinne gibt neben der - natürlich voherrschenden - Bedrohung und dem Leid durch die Therapie (was aber bei Klaus ja bisher noch nicht schlimm ist).
Gestern Abend habe ich aber dann die Hexe in Hänsel und Gretel von Humperdinck gesungen und das war dann auch wieder mal ein Erlebnis, was die Kinder mit mir teilen konnten. Sie waren beide mit und saßen in der ersten Reihe. Es war so süß! Und lustig war, dass Kilian, als ich auf die Bühne kam laut "Mama!" "Mama!!!" schrie und in seinem Sessel auf und ab hüpfte und winkte. Meine Mutter musste dann durch's halbe Theater nach vorne schleichen, um meinen Sohn davon zu überzeugen, dass ich jetzt leider nicht zurückwinken könne. :D
Ich musste so lachen, dass ich fast einen Einsatz verpasst hätte! :D
Ich hoffe, ihr verlebt weiter einen wunderschönen, harmonischen Advent. Lass' dir die Plätzchen gut schmecken!
Hallo mein kleiner Mitternachtsstern,
erstmal schön das Du die Chemo gut überstanden hast.
Die Schilderung mit deinen Kinder haben mir die Tränen in die Augen getrieben. Kinder können einem soviel geben.Bei mir ist das ja nun leider etwas länger zurück, aber das schöne ist ich darf es mit den Enkeln nochmal erleben. Am 16 hab ich die kleine über Nacht hier und da freue ich mich drauf.
So ich hoffe Dein Blutbild benimmt sich diesmal und du kannst die schöne Zeit in Ruhe geniessen.
Dich ganz lieb knuddel
Ulli
PS. Liebe Andorra,
Hänsel und Gretel ist meine Lieblingsoper ,außerdem möchte ich Dir danken den Du als Sängerin hilfst mit Deiner Stimme und der Musik vielen Menschen. Ohne die Musik glaube ich hätte ich schon oft im Leben aufgegeben. Danke
Andorra97
05.12.2007, 11:00
Liebe Ulli,
eigentlich brauchst du mir nicht zu danken, denn ich kann ja gar nichts dafür, dass ich diese Stimme habe. Ich muss Gott danken für das Talent, denn ich merke gerade jetzt an meinem Mann, wie gesegnet man ist mit einem Beruf, der nicht nur eine eine Wahl, sondern eine wirkliche Berufung ist. Für mich gibt es gar keine Frage, ob ich Musik machen will oder nicht. Es ist einfach ein Teil meiner selbst :).
Immerhin was ich mir selbst zugestehe: Ich habe fleißig an meiner Stimme gearbeitet, um sie so zu kriegen wie sie jetzt ist, insofern habe ich dann doch vielleicht auch ein bisschen von deinem Dank verdient. ;) Aber nur dafür!
Liebste Linnea!
Danke für Deine Worte und Deine Schilderung des Advents. Lecker, was Ihr für Kekse habt! Ich bin ja leider essenstechnisch sehr eingeschränkt, da ich einen künstlichen Ausgang habe und viele leckere Sachen nicht essen kann wie zB Nüsse:eek: ! Ich bengüge mich mit einfachen Keksen, die aber auch schmecken, vor allem, wie sie mit Zuckerfarben dermaßen voll sind, daß man die Form nur ertasten kann;)!
Wir lesen zur Zeit mit den beiden Kleinen (5 und 3) die Geschichte vom alten Pettersson "Morgen, Findus, wird´s was geben" Schööön. Mein 5jähriger liebt das Dekorieren, es sieht hier aus wie auf einem Basar;)! Ich werde Mühe haben, all die kleinen Verstecke zu finden,wenn Weihnachten vorbei ist.
So, aber nun zu uns:) ! Ich freue mich so, daß es Dir dieses Mal besser ging. Ich hoffe, daß auch Deine Blutwerte das wissen. Und daß Du in diesem Jahr die Chemo abschließen wirst, das ist doch wirklich toll. Ein guter Ausklang eines furchtbaren Jahres, nicht wahr?
Ja, das Meer ist mir sehr wichtig. Ich liebe es, am Strand zu stehen und auf den Horizont zu blicken. Kennst Du das Gefühl, daß man nicht genug bekommt davon? Daß man es aufsaugen möchte, dieses Erlebnis? Überhaupt, das Meer ist für mich das Sinnbild des Lebens. So stürmisch manchmal, dann wieder ruhig und irgendwie weich. Man möchte es berühren, so sanft kommt es einem vor. Aber es ist auch das Wissen da, das Wissen, daß jederzeit ein Sturm aufziehen kann, ein gewaltiger, der das kleine Lebensboot ins Wanken bringt. Deswegen ist es so wichtig, die ruhigen Phasen dazu zu nutzen, vorwärts zu kommen. Dazu gehört Kraft und eben die Hoffnung, es zu schaffen, wie auch immer.
Ich drücke Dich, kleine Linnea,
Deine Leena:pftroest:
Hallo Ihr Lieben :1luvu:
ja, es ist schön, daß es diese Momente gibt, in denen das Leben im Lot ist! Das sind wirklich unersetzlich Kraftquellen!
Liebe Beate, da stammst Du also auch aus einer Bäckerfamilie? Wurden bei Euch auch die Rezepte immer so streng gehütet? Bei uns haben erst meine Mutter und ihre Geschwister damit begonnen, die Rezepte auch weiterzugeben. Bei meiner Urgroßmutter waren sie ja noch ein wichtiger Teil der wirtschaftlichen Grundlage gewesen, aber meine Großmutter schärfte uns auch noch ein, sie nicht herauszurücken, obwohl das Geschäft nicht mehr existierte.
Liebe Nicole, ich kann mir Deine berufliche Hochsaison lebhaft vorstellen! Mein kleine Schwester will im Sommer ihr Diplom machen (auch Sologesang, allerdings nicht Bühne sondern Lied/Konzert/Oratorium und nicht Alt, sondern Sopran) und reist im Moment zwischen musikalischen Adventsgottesdiensten, Kantaten und A-cappela-Konzerten hin und her. Was Du über Beruf und Berufung schreibst, kann ich mir auch an ihrem Beispiel ganz gut verdeutlichen: Silja war immer schon die schüchternste von uns fünf Geschwistern, für jede Kleinigkeit mußte man sie an die Hand nehmen. Aber zum Singen stellte sie sich schon als Fünfjährige völlig gelassen vor die versammelte Kindergarten-Elternschaft und legte los. Bis heute ist es ein bißchen so geblieben: im normalen Leben ist sie eine ganz ruhige, stille. Und wenn sie anfängt zu singen, glaubt man, eine andere Frau vor sich zu haben.
Übrigens werde ich versuchen, in dieser Adventszeit auch noch in den Genuß von etwas Musik zu kommen. Hier in Weimar ist ja eine Musik-Hochschule angesiedelt, und es gibt entsprechend viele gute Veranstaltungen. Ein Weihnachtsoratorium wäre mir, so gerne ich es mag, zur Zeit vermutlich noch zu lang. Aber dank der Studenten gibt es hier auch ein reiches Spektrum an kleineren Konzerten. Mal sehen, wenn mir meine Erys nicht dazwischenfunken...
Liebe Ulli, wie schön, daß Du Deine Enkelin als Übernachtungsbesuch bei Dir haben kannst! Unser Großer hat auch schon etliche Male alleine bei meinen Eltern geschlafen und genießt das immer sehr - nicht zuletzt wegen des Nutella-Frühstücks :D Gibt's das bei Dir auch?
Liebe Leena, stimmt ja, Nüsse sind für Dich natürlich nicht so günstig. Was für ein Stoma hast Du denn eigentlich? Gut, daß der Kuchen, den wir hier zusammen gebacken haben, keine Verdauungsprobleme verursacht!
Ohne Findus und Petterson geht es bei uns auch nicht. Florian wollte noch gestern damit beginnen, nachdem wir die "Herdmanns" fertiggelesen hatte, aber ich habe das der Länge wegen auf heute vertagen müssen. Da ist jetzt, glaube ich, das dritte Jahr mit der Geschichte vom selbstgebauten Weihnachtsmann, dem kleinen Briefträger und dem Kistenverkäufer...
Ja, das werde ich nachher auch wieder genießen! Überhaupt bin ich fest entschlossen, aus dieser Advents- und Weihnachtszeit das Beste zu machen. Jetzt habe ich erstmal Chemo-Pause und wenn die Erys brav sind, muß ich erst an Silvester wieder in die Klinik zu meiner letzten Chemo. Da brauche ich dann gar nichts zu trinken, um bedudelt im neuen Jahr anzukommen :augendreh :D
Euch allen wünsche ich morgen einen schönen Nikolaus-Tag! Vergeßt nicht, heute abend Eure Schuhe rauszustellen!
Liebe Grüße von
Eurer Linnea
Äpfelchen
05.12.2007, 16:02
Liebe Linnea,
nun eine Bäckerfamilie würde ich es nicht nennen. Es war der Stief-Opa der Bäcker war und der hatte keinen Bäckerladen, sondern arbeitete angestellt. Seine Rezepte wurden locker gehandhabt, kein Geheimnis.
Ich will jetzt noch einkaufen, Zutaten, dieses Jahr habe ich ja ZEIT :D zum backen...
lg Beate
mir läuft ja das wasser im mund zusammen... und außerdem finde ich ja, backen entspannt! zumindest, wenn man da mal die egoistische mama rausläßt und es alleine macht, mal ehrlich gesagt! ich mache eigentlich jedes jahr zwei backnachmittage, einen mit den kindern und einen nur für mich! mit den kindern steche ich ganz viele kekse aus, die wir dann auch gräßlich bunt machen (kinder lieben das bunte zuckerzeug!), an meinem backtag widme ich mich immer dem richtigen hüftgold...;) mit karamel und marzipan und sahne...lecker!
in diesem sinne..habt ihr alle die stiefel sauber??
dat zickchen
Eisbaer*1
06.12.2007, 09:02
Liebe Linnea,
es freut mich sehr zu lesen, dass es Dir gut geht und Du momentan die Adventszeit mit Deiner Familie genießen kannst. Ich drücke Dir alle meine Daumen, dass es so bleibt!( Ich konnte die Plätzchen förmlich riechen!)
Ich gehöre übrigens auch zu den Vielbäckern in der Vorweihnachtszeit. Bei uns werden dann zum Fest alle Lieben, die uns das ganze Jahr über begleiten, mit selbstgebackenen Keksen und Trüffeln bedacht! Unsere Postliesel hat sich schon im September gefreut, dass es bald wieder soweit ist! Doch befürchte ich, dass ich diesmal einfach nicht soviel Zeit haben werde. Die meiste Zeit verbringe ich nunmal bei meiner Mutti. Das ist halt in diesem Jahr wichtiger! Und mit meinen Jungs werden ich 2 Backnachmittage einlegen, hab ich mir fest vorgenommen! Gebastelt für Omas Krankenzimmer haben sie auch schon. Das wird der Nikolaus der Omi heut vorbei bringen!!!
Ich wünsche Dir, liebe Linnea, und auch den anderen Lieben hier einen schönen Nikolaustag!!!
Liebste Grüße,
Anja.
Liebe Beate, liebes Zickchen, liebe Anja und Ihr anderen Lieben,
heute hat sich mir mal wieder gezeigt, was ganz konkret durch den Austausch hier bewirkt werden kann: Ich las bei Sigrid über Kunsttherapie und offenbar war es genau der richtige Zeitpunkt. Etwas, was schon eine Weile in mir gearbeitet hatte und durch ein liebe mail gerade noch mal eine besondere Brisanz erhalten hatte, trat plötzlich aus dem Diffusen heraus und wurde greifbar.
Ich wollte mich nicht wieder zu früh freuen und schaute daher im Internet erstmal, ob überhaupt kunsttherapeutische Angebote hier in der Gegend zu finden sind. Und siehe da: in der Kunststadt Weimar gibt es zwar keine Körpertherapeuten aber Kunsttherapeuten :D
Und nun habe ich sogar schon mit einer sehr netten Therapeutin ausführlich telefoniert und einen ersten Termin vereinbart. Juchhuh :rotier2:
Sie meinte, in meinem Fall könne es gut sein, daß die Krankenkasse die Kosten übernimmt (wird wohl im Einzelfall entschieden). Wie läuft das bei Dir liebe Sigrid? Mir käme das natürlich sehr entegegen, da ich mir sonst erst eine Finanzierungsmöglichkeit zurechtlegen müßte. Kranksein ist so entsetzlich teuer!
Ihr Lieben, das wollte ich Euch doch schnell noch erzählen. Gleich werde ich Zuschauerin sein in dem Puppentheaterstück, daß Sohnemann mit seinem Freund einstudiert hat.
Liebe Grüße an Euch alle!
Eure Linnea
Liebe Linnea!
Danke für Deinen Besuch in meinem verschneiten thread. Ich packe Dich ganz warm ein, dann kommst Du mit in den Schnee und wir bauen eine Schneehöhle, zünden die Kerze an und warten... Ich habe für uns heute mal "Weihnachtssterne" gebacken aus Blätterteig und Pflaumenmus- lecker! Ich darf davon nicht so viel essen, habe übrigens ein Ileostoma, vorübergehend, wobei niemand weiß, was "vorübergehend" bedeutet, da man sich nicht einig ist, ob ich eine Fistel an der Anastomose habe:eek: ! Da wäre die Herstellung der normalen Passage wirklich lebensgefährlich sein und das Risiko gehe ich nicht ein. Dann warte ich eben weiter und verzichte auf einige Lebensmittel!
Aber sage mal, was genau stellt man sich unter einer Kunsttherapie vor? Ist das mehr in Gruppen etwas zu erarbeiten? Oder sind das Einzelstunden? Das hört sich sehr interessant an. Vielleicht sollte ich auch mal schauen? Ich zeichne sooo gerne, vor allem Mohnblumen.
Ja, der Kistenverkäufer und der Briefträger sind schon ulkig beim schrulligen Pettersson. Ach, ich liebe diese Bilder von S.Nordquist! Herrlich!
Ich hoffe, Du hast einen schönen Abend mit Deinen Kindern und Deinem Mann erlebt. Hast Du die Chemo gut vertragen?
Fühl´Dich gedrückt!
Deine Leena
hallo, liebe linnea!
ich hoffe, du hattest ein schönes zweites adventswochenende! will dir einfach mal wieer sagen, wie schön es ist, dich und die anderen hier im forum um mich zu haben, auch wenn es "nur" virtuell ist...es bedeutet mir soviel!
laß dich drücken!
dat zickchen
Liebe Leena, liebes Zickchen und Ihr anderen lieben Menschen hier,
heute hatte ich wieder einen Ärzte-Tag: erst war ich bei meiner Augenärztin oder vielmehr ihrem Vertreter. Der meinte dann, ich hätte im rechten Auge zwei hämodynamisch ungünstig umeinandergewickelte Blutgefäße, die man regelmäßig kontrollieren sollte. Toll, ich hatte eigentlich nicht vor, mein Verhältnis zu jedem meiner Fachärzte zu intensivieren. Und außerdem: warum hat mir das bisher niemand gesagt? Bisher ist es ja nichts weiter als eine anatomische Besonderheit, aus der eben Komplikationen erwachsen könnten (Konjunktiv!). Aber ich bin es irgendwie leid, daß jeder Arzt irgendetwas Kontrollbedürftiges an mir findet...:(
Anschließend war ich dann beim Onkologen: Wir haben uns nun endgültig auf die Durchführung der Strahlen-Therapie geeinigt. Nach Neujahr geht es dann in die Vorbereitung (Maske anfertigen, probeliegen etc), damit Ende Januar mit der Radiatio begonnen werden kann. Wie schon früher so überlegt, sollen es insgesamt 30 Gy verteilt auf 15 Einheiten werden. Und Ende Februar bin ich dann vermutlich so richtig AHB-reif :rotenase:
Liebes Zickchen, vielen Dank für Deine lieben Worte. Weißt Du, mir geht es mit Dir und den anderen hier genauso! :knuddel:
Liebe Leena, am Mittwoch werde ich zum ersten Mal zur Kunsttherapeutin gehen. Es sind auf jeden Fall Einzelstunden. Aber ich werde danach mal Genaueres erzählen. Sigrid hat in ihrem Thread davon geschrieben. Von hier aus schon mal vielen Dank dafür, liebe Sigrid!
Euch allen noch einen schönen, möglichst entspannten Abend
wünscht Linnea
flautine
10.12.2007, 23:40
Liebe Linnea,
da scheint es ja bei Dir mal richtig voranzugehen: Behandlungsplan und dann noch so was Schönes wie Kunsttherapie! Mein Mann hat schon am Anfang gelegentlich gemalt, weil ihm sein (sehr engagierter) Hausarzt das ans Herz gelegt hatte. In der Klinik gibt es auch eine Kunsttherapeutin, die einmal in der Woche da ist. Ein paar Mal hat mein Mann auch ihr Angebot genutzt, das hat ihm gut getan. Hoffentlich ist die Therapeutin, die Du gefunden hast, die richtige für Dich!
Liebe Grüße:knuddel:
flautine
Liebe Flautine,
das freut mich, daß Dein Mann auch schon gute Erfahrungen mit dieser Therapieform gemacht hat. Ich brauchte wirklich die erwähnten Anstöße von außen, um überhaupt auf diese Idee zu kommen - eigentlich merkwürdig, da ich als Synästhetikerin auch dann viele Farben im Kopf habe, wenn ich Musik oder Sprache gehört habe. Aber bisher bin ich immer von der anderen Seite her herangekommen, eben über die Musik oder Sprache...
Ihr Lieben, heute war ich also nun zum ersten Mal bei einer Kunsttherapeutin, und es war eine sehr intensive Erfahrung.
Die Therapeutin war mir von Anfang an sympathisch: sie wirkt auf eine ruhige, gelassene Art heiter, ausgeglichen und erfahren. Ihre Grundausrichtung ist eine tiefenpsychologische, aber sie scheint mir nicht der Mensch zu sein, der streng nach einer Schule arbeitet.
Zu Beginn der 90 Minuten gab es ein kurzes Vorgespräch (wir hatten schon vorher ausführlich miteinander gesprochen, so daß ihr meine Ausgangssituation und mein Anliegen bekannt waren). Dann ging das Gespräch gewissermaßen auf dem Papier weiter. Ich wußte gar nicht, wie gut man mit Pinselstrichen aufeinander eingehen, sich unterhalten kann.
Und schließlich sollte ich malen, was neu/anders in mir ist seit der Diagnose bzw. wie es sich anfühlt. Erst wußte ich gar nicht, wie ich so etwas malen soll, aber es ging dann erstaunlich gut. Dabei kann ich gar nicht malen, es ist einfach so eine Farbkomposition geworden. Und das Ergebnis hat mich selbst überrascht. Wir haben noch ein paar Beobachtungen zu dem Bild festgehalten und diese sollen dann beim nächsten Mal zum Einstieg dienen.
Ich bin mal sehr gespannt darauf, wie sich diese Therapie entwickelt. Ich habe bisher das Gefühl, daß sie mir sehr guttut und ich genauso gestärkt herauskomme wie aus einem guten psychotherapeutischen Gespräch. Nur kommt man mit der Malerei offenbar noch an andere Dinge heran, die man gar nicht so ohne weiteres in Worte fassen könnte.
Ich habe beim Malen auch gemerkt, daß es mir nicht nur ein Bedürfnis ist (ja, Du Liebe :remybussi , ein Bedürfnis), Farben um mich zu haben, sie in mich aufzunehmen, sondern auch umgedreht: sie aus mir hinauszulassen. Klingt vielleicht ein bißchen komisch, aber dieser Vorgang hatte wirklich etwas von Ausatmen. Seelenasthma?
Liebe Flautine, ich hoffe, bei der Stammzellen-Transplantation ist heute alles gutgegangen!!! Dir und allen anderen Lieben hier wünsche ich noch einen möglichst schönen Abend!
Eure Linnea
flautine
12.12.2007, 23:03
Liebe Linnea,
wie schön, dass Dir die Kunsttherapie gut tut! Ich denke, beim Malen fließen viele Dinge mit ein, die man nicht aussprechen würde, die man vielleicht auch nicht in Worte fassen könnte. Bei Musiktherapie kenne ich mich noch besser aus und weiß, dass Musik die kognitive Seite außen vor lassen kann, was beim Gespräch nicht möglich ist. Beim Malen ist es aber wohl ähnlich - "es" malt, wenn man es zulässt. Deshalb ist es wahrscheinlich auch oft überraschend für einen selbst, was da so zutage kommt, ohne einem bewusst gewesen zu sein.
Ich wünsche Dir weiterhin so positive Erlebnisse in der Kunsttherapie; die Therapeutin hört sich in Deiner Beschreibung auch sehr angenehm und kompetent an.
Liebe Grüße:knuddel:
flautine
Cindy Stenzel
13.12.2007, 09:26
Morgen
ich drück Euch einfach nur mal so:knuddel:
Liebe Flautine, liebe Cindy,
vielen Dank für Eure lieben Worte! :knuddel:
Ich habe es heute wieder gescahfft, mich für weitere Ery-Konzentrate zu qualifizieren. Also bin ich in die Klinik und nu läuft das zeug.
Naja besser jetzt noch mal in die weiße Welt als dann "weiße Weihnachten"...
Liebe Grüßse sendet Euch
Eure Linnea
mönsch linnea...
nun ist die liebe wieder in der klinik...kopf hoch, süße, langsam tritt ja eine gewöhnung ein- und du hast recht, lieber jetzt als in zwei wochen!
fühl dich ganz lieb gedrückt!!!
dat zickchen
flautine
13.12.2007, 23:22
Liebe Linnea,
na, dann lass Dich mal schön dopen:D Du hast Recht, solche weiße Weihnachten braucht man wirklich nicht!
Liebe Grüße:knuddel:
flautine
Ach, liebste Linnea !
Nun läßt Du Dich wieder aufpäppeln? Mensch, irgendwie ja auch blöde, daß Deine Erys nicht so wollen, wie sie sollen!
Was soll ich denn da backen? Was würde Dir helfen?
Ich las neulich von Deinem Bericht über den Kaufmannsladen, der so eine lange, treue Tradition bei Euch hat. Wie schön! Und nun gibst Du das Deinen Kindern weiter, das ist so wertvoll.
Ich hoffe, Du kannst bald wieder gestärkt nach Hause:remybussi !
Deine Leena
Eisbaer*1
14.12.2007, 13:03
Liebste Linnea,
schade, dass Du der weißen Welt wieder einen Besuch abstatten musst.:knuddel:
Das tut mir wirklich leid!
Aber ich packe Dir jetzt mal ganz schnell ein großes Paket mit allem, was Du brauchst (vor allem Kraft und ganz viele gute Gedanken) und hoffe, dass es möglichst schnell bei Dir ankommt!
Alles Liebe und Gute,
Anja.
Äpfelchen
14.12.2007, 17:28
Liebe Linnea,
das tut mir wirklich leid, dass du schon wieder einrücken musstest.
Ich habe von meinem Hausarzt (ganz unabhängig von der Onkologie) 2x im Monat Ferrlecitinfusionen (20 min.-Dauer ambulant) bekommen um das Blutbild auf gutem Level zu erhalten. Grund war, meine HB und Eisenwerte waren schon vorher nicht so toll.
Vielleicht wäre das ja auch was für Dich? Damit müsstest Du nicht immer in die Klinik. Allerdings weiß ich n icht genug Bescheid um sagen zu können, ob unsere Befunde vergleichbar wären.
Lieben Gruß :knuddel:
Beate
Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für Euer Mitgefühl! :knuddel: Heute abend bin ich ein bißchen traurig, weil vorhin das Schul-Weihnachtskonzert unseres Großen stattgefunden hat. Das ist immer sehr schön udn für alle Kinder ein großes Ereignis. Aber ich liege hier und nun habe ich auch noch Fieber :(
Am Nachmittag war mal wieder eine Gruppe angehender Mediziner da. Die dürfen an mir immer Herz-Abhören üben. Und dabei ist es dann aufgefallen, habe ich selbst nicht so gemerkt, weil ich mich schon so an Schlappsein und Dödelkopf gewöhnt habe.
Eigentclih wollte ich Euch nur sagen: Ab morgen braucht mein Mann das Laptop wieder, macht Euch also keine Sorgen, wenn ich mich deshalb nicht melde...
Liebe Grüße an alle hier
Eure Linnea
Sigrid07
15.12.2007, 14:15
Liebe Linnea,
das tut mir leid, dass Du schon wieder im Krankenhaus bist. Hoffentlich ist das Fieber bald weg und Du darfst wieder nach Hause. Mir hatten die beiden Ery-konzentrate unheimlich geholfen, danach konnte ich wieder Bäume ausreissen (gaaanz kleine :D ).
Mich freut, dass die Kunsttherapie Dir so gut bekommt. Ich war nach der 2. Stunde auch total entspannt und glücklich. Farben liebe ich und wie sie sich miteinander mischen und verlaufen, so habe ich ganz konzentriert einen Farbkreis gemalt.
Gestern war ich bei der Krankenkasse mit Rezept vom Hausarzt, Kostenvoranschlag und Qualifikationsnachweis der Kunsttherapeutin. Die Chancen stehen gut, dass ich einen Teil zurückbekomme.
Einen schönen 3. Advent zusammen mit Deinen Lieben wünscht Dir
Sigrid
flautine
16.12.2007, 00:50
Liebe Linnea,
mönsch, jetzt auch noch Fieber (da gehen bei mir natürlich immer die Alarmglocken an ...), Du Arme! Wobei wahrscheinlich schlimmer war, dass Du das Konzert verpasst hast. Das sind so Momente, wo man am meisten hadert, oder? Aber nächstes Jahr bist Du bestimmt wieder dabei! Kann Dein Großer Dir nicht ein Privatkonzert im Krankenhaus spielen? Die anderen Patienten freuen sich vielleicht auch über etwas Abwechslung!
Ich hoffe, Du kannst den 3. Advent trotzdem mit Deiner Familie verbringen, wo auch immer!
Ganz liebe Grüße:pftroest: :knuddel:
flautine
Liebe Sigrid, liebe Flautine und Ihr anderen lieben Menschen,
vorhin hat mir mein Mann das Laptop zurückgebracht. Eigentlich war geplant, daß er und die Kinder mit der Familie noch länger den 80. Geburstag seines Großvatres feiert, aber er hatte wohl meinetwegen keine Ruhe dort...
Ich habe mir eine Bronchitis mit Fieber und Schüttelfrst eingefangen. Letzterer ist jetzt weg. Es gibt natürlich entsprechende Medis und ich schlafe fast nur. Habe sogar ein Einzelzimmer bekommen. Am liebsten würde ich bis morgen wieder fit sein, weil unsr Großer am Dienstag Geburtstag hat. Aber das wird wohl nichts... So verpasse ich nun alle seinen wichtigen Tage :cry:
Ich schicke Euch ganz liebe Grüße!
Bis bald,
Eure Linnea
flautine
16.12.2007, 21:56
Liebe Linnea,
lass Dich mal ganz lieb drücken!:knuddel: Das ist wirklich gemein, dass Du so viele wichtige Termine nur aus der Ferne verfolgen kannst! Gut, dass Du zumindest optimale Rahmenbedingungen hast, um wieder gesund zu werden. Mein Mann hängt auch gerade in den Seilen, schläft viel, da habt Ihr was gemeinsam. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du Weihnachten zu Hause feiern kannst!
Ganz liebe Grüße:pftroest:
flautine
Chrimage
17.12.2007, 13:45
Liebe Linnea,
ich wünsche dir, dass du bald wieder nach Hause kannst.
Denke an das Rilke-Gedicht, das du ins EK-Forum gestellt hast:
"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen werde ich ihn."
Diese Gedicht hat mich seit einem Jahr, seit der Krebsdiagnose mit etlichen Aufs und Abs, begleitet.
Ganz liebe Grüße von
Chris
Andorra97
17.12.2007, 14:26
Liebe Linnea,
bei mir lief das Forum jetzt tagelang nicht und so habe ich gar nicht mitgekriegt, dass du im KH bist und dass es dir immer noch schlecht geht :(.
Ich hoffe, du bist schon wieder auf dem aufsteigenden Ast und kannst bald nach Hause, um den Geburtstag von deinem Kind nachzufeiern!
Eisbaer*1
17.12.2007, 18:46
Meine liebe Linnea,
es tut mir so leid, dass Du nicht zu Hause bei Deinen Lieben sein kannst und dann auch noch so "wichtige" Termine verpasst!
Ich hoffe, dass es Dir sehr bald wieder gut gehen wird und die blöde Bronchitis und das Fieber verschwinden!!!
Hiermit sei ganz lieb gedrückt!!:pftroest: Ich denke an Dich!
Ganz viele liebe Grüße,
Anja.
Liebe Flautine, liebe Chris, liebe Nicole, liebe Anja und Ihr anderen Lieben,
habt herzlichen Dank dafür, daß Ihr so lieb an mich denkt!
Bei mir tut sich nicht viel: die Bronchien sind ziemlich zu und das Atmen ist entsprechend schwer. Nachts geht das Fieber hoch und ich schwitze alles durch. Nach der Morgenvisite schlafe ich erschöpft ein. Und wenn ich das Gefühl habe, etwa eine Viertelstunde geruht zu haben, kommt jemand mit dem Mittagessen. Danach bin ich so groggy, daß ich sofort einschlafe udn schon gibt's wieder Tee usw. Ab und zu baumelt was Neues am Infusionsständer oder eine von den netten Schwestern schaut mal nach mir,. Ich verwechsele sie aber ständig miteinander, seit sie alle mit Mundschutz und Kittel hier herein kommen. Mehr ist hier nicht los, reicht mir aber zur Zeit voll und ganz...
Jetzt schaue ich nochmal kurz bei Euch und dann schlafe ich wieder...
Herzliche Grüße von Eurer Linnea
Äpfelchen
18.12.2007, 20:08
Liebe Linnea,
das klingt ja nicht so schön, was ich da lesen muss :pftroest: ich hatte es bisher nicht bemerkt, dass sich Deine Lage offenbar verschlechtert hat, vielleicht überlesen :o
Die Schwestern tragen Mundschutz? Um Dich zu schützen oder um sich zu schützen? Ich vermute Ersteres...:undecided
Ich drücke Dir das Däumchen dass Du pünktlich zu Weihnachten wieder unterm Baum sitzen darfst (zu Hause !!!).
Ich umarme Dich jetzt aus der Ferne, ich denk an Dich.
Liebe Grüße
Beate
hallo linnea!
naja, wenn man deine schilderung versucht, positiv zu lesen...wenigstens langweilst du dich nicht elendig, wenn du den ganzen tag verschläfst! ansonsten kann ich mich nur anschließen...ich hoffe ganz, ganz feste, daß du weihnachten zu hause bist! tanke kraft im schlaf, meine süße!!!
dat zickchen
Andorra97
18.12.2007, 21:29
Liebe Linnea,
ich mache mir Sorgen um dich, du klingst so müde :(. Ich hoffe, dass dieser blöde Infekt dich jetzt ganz schnell aus seinen Klauen lässt und du Weihnachten zuhause bei deinen Lieben verbringen kannst.
Schlaf dich gesund!
flautine
18.12.2007, 21:31
Liebe Linnea,
ich hoffe, der Schlaf baut Dich wieder auf - da hast Du gerade was mit meinem Mann gemeinsam, der schläft auch den ganzen Tag ... Aber das ist bei einem Hb von 7,3 auch nicht verwunderlich:augen: . Ist Deiner auch wieder so im Keller? Hört sich ja ganz so an ...
Ja, es ist schon erstaunlich, weswegen man manchmal geweckt wird. Ich mein, man weckt doch nicht einen schlafenden Patienten, um nach "Tee oder Kaffee" zu fragen, oder?:rolleyes: Aber sonst können wir uns übers Personal nicht beklagen.
Ich wünsche Dir ganz stark, dass Du bald wieder zu Hause bei Deinen Lieben sein und die Tage vor und um Weihnachten genießen kannst!
Liebe Grüße:pftroest:
flautine
:) Liebe Beate, liebes Zickchen, liebe Nicole, liebe Flautine und Ihr anderen Lieben :)
inzwischen geht es mir ein ganzes Stück besser: gestern ging die Temperatur tagsüber nicht über 37,8 hinaus und auch das nächtliche Fieber war wohl nicht mehr so heftig, jedenfalls bin ich ohne Bettwäschen-Wechsel durch die Nacht gekommen.
Wer jetzt denkt, daß man auch mit subfebriler Temperatur nicht unbedingt dasitzen und tippen sollte, hat natürlich vollkommen recht :shy: Und trotzdem ist es schön, auf diese Weise Menschen zu treffen. Meine Lieben dürfen nämlich zur Zeit nicht zu mir, weil sie alle völlig verschnupft sind...
Liebe Beate, ja, der Mundschutz dient meinem Schutz. Meine Blutwerte sind ja chemobedingt noch auf Talfahrt und diese Bronchitis reicht mir wirklich... Heute hat die Pneumologin noch ein neues Medikament verordnet. Ich hoffe, daß ich damit bald wieder besser Luft bekomme...
Liebes Zickchen, Du hast recht: langweilen kann man sich nur, wenn es einem dafür gut genug geht. Es ist also ein gutes Zeichen, wenn es mir langsam etwas öde wird hier in meinem Einzelzimmer :D Die große Abwechslung des Tages ist immer meine generalstabsmäßige Visite mit den Stationsleuten, dem Hämatologen, dem Kardiologen und der Pneumologin. Wenn die weiterhin alle hier erscheinen, steigt mir das vermutlich zu Kopfe und ich halte mich für die Queen persönlich ;)
Liebe Nicole, ja, müde bin ich natürlich... auch therapiemüde. Seit Juni war ich jeden Monat zweimal stationär in der Klinik wegen OPs, Chemos, ausgedehnter Herzdiagnostik, zum Erys-Auffüllen. Dazwischen habe ich meine restlichen Ärzte und Therapeuten besucht, Staging-Untersuchungen und engmaschige Blutbild-Kontrollen wurden durchgeführt...das schlaucht natürlich. Aber jetzt sind es ja nur noch die eine Chemo und die Bestrahlungen.
Liebe Flautine, meine Darstellung war etwas mißverständlich: ich wurde nicht wegen des Tees geweckt, aber ich habe mitbekommen, wenn jemand deswegen vorsichtig zu mir hereingeschaut hat und habe - bevor ich wieder wegdusselte - gedacht, wie schnell die Zeit doch wieder vergangen ist seit der letzten Mahlzeit. Die Schwestern sind hier alle sehr lieb zu mir - ich habe wohl auch so eine Art Stammgast-Bonus - jedenfalls werde ich eher verwöhnt.
Meine Lieben haben inzwischen einen Weihnachtsbaum gekauft und mein Mann quält sich mit dem Einpacken der Geschenke ab (darin hat er keinerlei Übung :smiley1: ). Ich versuche mich langsam mit dem Gedanken anzufreunden, daß es mit Heiligabend zuhause vielleicht doch nichts wird. Vor ein paar Tagen hieß es immer: "Bis Freitag/Samstag kriegen wir sie wieder auf die Beine", dann: "Bis Sonntag schaffen Sie das". Jetzt sagt keiner mehr etwas, und ich merke ja selbst, daß es noch ein bißchen dauern wird... Naja, abwarten und Tee trinken...
Seid alle miteinander ganz herzlich gegrüßt :1luvu:
von Eurer Linnea
Ach, süße liebe Linnea!
Wie schön, so einen langen Bericht von Dir zu lesen! Das zeigt mir, daß es Dir deutlich besser geht! Und weißt Du was? Bis Weihnachten sind noch 4 Tage!!! Wer weiß, vielleicht kannst Du doch nach Hause? Ich würde es Dir wünschen, weiß aber auch, daß das in den Hintergrund rückt, wenn man einfach hofft, daß man wieder fitter ist.
So, nun werde ich mal ranrauschen und noch ein wenig aufräumen, denn mein Mann hat heute noch Geburtstag und am Abend kommt dann Besuch:rolleyes: !
Ich wünsche Dir das Beste und drücke Dich vorsichtig (bin nicht verschnupft):knuddel: ,
Deine Leena
flautine
21.12.2007, 01:03
Liebe Linnea,
puuh, diese Bronchitis ist aber auch hartnäckig ... Ja, Weihnachten zu Hause ist schon viel schöner, aber das Wichtigste ist ja, dass es Dir wieder besser geht. Und wenn das Krankenhaus bedeutet, ist es eben so - es kommen noch so viele Weihnachtsfeste ... Das sagen wir uns momentan, denn wir müssen uns ja wohl auch auf Weihnachten im Krankenhaus einstellen. Hoffentlich werden aber Deine Lieben ihre Infekte schnell los, damit sie Dich wieder besuchen dürfen!
Liebe Grüße:knuddel:
flautine
guten morgen. liebe linnea!
na, haben "wir" schon gefrühstückt? finde ja diese schwesternformulierungen immer das schönste am krankenhaus! bei meiner ersten geburt hat schwester birgit mich gefragt, ob "wir" denn jetzt einen einlauf machen wollen. habe für mich dankend abgelehnt, ihr aber gesagt, daß sie sich meinetwegen dafür gern zurückziehen kann, das mit der geburt dauert wohl noch und so lange könnte ich auf sie verzichten...hat sie erst nicht verstanden, dann hat sie aber gelacht und mich danach auch nur noch im singular angesprochen!
ich schweife ab...eigentlich wollte ich doch fragen, wie es dir geht! also, liebste linnea, wie geht es dir?
ich hoffe, ich konnte ein kleines schmunzeln auf dein gesicht zaubern!
fühl dich lieb gedrückt und laß heute die tür auf, ich schick den wagen mit den positiven gedanken mal wieder in deine richtung!
dat zickchen
Andorra97
21.12.2007, 13:44
Liebe Linnea,
ich bin froh, dass es dir besser geht. Dein langes Posting zeigt, dass es eindeutig aufwärts geht mit dir und das ist schön!
Wie Flautine schreibt: Es kommen noch viele Weihnachtsfeste, aber ich drücke trotzdem feste die Daumen, dass du es schaffst und spätestens Heilig Abend wieder zuhause bist!
vBulletin® v3.8.7, Copyright ©2000-2026, vBulletin Solutions, Inc.