Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Leben ohne dich
Hallo,
wir ziehen jetzt mit einer kleinen Gruppe Frauen, die bisher im Angehörigen-Forum geschrieben haben, hierher um. Natürlich ist jede/r andere hier auch herzlich willkommen.
Wer hier in diesem Forum angekommen ist, weiß, wie schwer die Zeit als Angehöriger war und begreift langsam, was vor ihm liegt. Mir tut es gut, mich mit euch austauschen zu können.
Mein Mann ist am 15.06.2007 gestorben. Ich vermisse ihn sehr. Das Leben macht keinen Spaß mehr ohne ihn. Manchmal habe ich das Gefühl, mein Leben wäre auch vorbei.
In den ersten 2 1/2 Monaten habe ich mich zu Hause verkrochen. Danach konnte ich erst langsam Kontakt zu meiner Umwelt aufnehmen. Trotzdem brauche ich heute noch oft diesen Rückzug.
Ich wünsche euch allen hier ganz viel Kraft.
Loreena
Liebe Loreen,
mir geht es genau so wie dir. Ich bin froh meine Ruhe zu haben und mich in mein Schneckenhaus zurückzuziehen können. Schlaue Leute behaupten, dass ich eine tiefe Depression habe. Ich sehe das anders. Mir macht das Leben keinen Spaß mehr. Ich erfülle nur noch meine Pflichten wie Arbeiten gehen, sauber machen. Andere Sachen interessieren mich nicht mehr.
@ luttie:
Ich habe vorhin schon deine Postings gelesen und war sehr berührt.
Lass dir keine Depression einreden, wo eine tiefe Trauer herrscht. Die Themen "Tod" und "Trauer" scheinen heute viele Leute gerne ausblenden zu wollen, als ob sie nicht zum Leben gehören. Selbst Trauerseminare tragen den Titel "Loslassen als Lebensführung". Als hätte man nicht schon genug loslassen müssen. Den Rest möchte ich bitte gerne behalten. Niemand kann mir diese Liebe, die Erinnerungen und die Hoffnung auf ein Wiedersehen nehmen.
Ich verstehe deinen Schmerz. :knuddel:
Loreena
martinaIna
07.10.2007, 23:10
Mal um Ecke guck,
hi Loreena, hier also!
Ich bin etwas weiter. Oder doch nicht?
Ich vermisse meinen Mann noch genauso und täglich gibt es Zeiten intensiver Trauer, wo ich merke, wie er mir fehlt, aber ich bin auch inzwischen wieder im Leben. Ich mach Pläne (die alle platzen), ich begegne neuen und alten Freunden, ich verlieb mich sogar wieder aber trotzdem fehlt er mir. Die Trauer ist inzwischen ein ganz eigenes Stück von mir- aber sie ist nicht alles.
Selbst als ich verliebt war, war die Liebe zu meinem Mann und die Trauer nicht weg oder kleiner, aber es gab da noch was.
Ich versuch, mich im Leben wieder einzurichten. Ich, meine Trauer und all die anderen Gefühle, zu denen ich fähig bin.
O.K. genug philosophiert. Mal was Praktisches: Ich habe (noch) ein großes Haus. Hat jemand Lust zwischen den Jahren zum Treffen, einander kennen lernen, nett zusammen kochen (jede/r bringt was mit dafür) und gemütlich in kleiner Runde klönen? 8 Leute kann ich bequem in DZ unterbringen.
Sagt mal was dazu.
Liebe Grüße
martina
ingrid1956
09.10.2007, 17:28
Hallo meine lieben
Bin jetzt auch hier. Irgendwie kann ich nimmer so oft hier rein. Es belastet mich doch noch sehr stark, na ja auch kein Wunder, mein geliebter Schatz
ist ja auch erst am 6.9.2007 von mir gegangen. Es braucht wohl noch einige Zeit bis ich besser damit umgehen kann.
Gerne würde ich mich mal bei einem Treffen beteiligen, aber zwischen den Feiertagen geht das bei mir nicht .Meine Schwestern haben einen Flug nach Teneriffa gebucht ,die sind über Weihnachten und Neuem Jahr dort und nehmen mich mit. Zum ersten Mal fliegen und dann auch noch ganz allein. Meine Schwestern hatten für sich schon vorher gebucht und für mich eben erst jetzt. Na ja mal schaun , runter kommt noch mal jeder hör ich von allen Seiten;)
So , jetzt wißt ihr wieder ein bisschen mehr von mir .
liebe grüße an euch alle , ist nett euch hier schreiben zu können.:)
Ingrid
martinaIna
10.10.2007, 22:55
Liebe Ingrid,
noch ist ja kein Termin festgelegt. Und selbst wenn wir uns zwischen den Jahren hier in Nordhessen (in der Mitte Deutschlands!) treffen, so heißt das ja nicht, dass es nur ein Treffen gibt.
Teneriffa ist bestimmt toll und wird Dir gut tun. Schön, dass Deine Schwestern Dich mitschleifen. Genieße es, so gut Du kannst. Fliegen macht Spaß und Du bist sicher nicht alleine im Flugzeug. Die Stewardessen kennen das auch, dass Leute mal unsicher sind. Keine Angst, sie helfen Dir bestimmt. Eigentlich ist es mneistens wie Busfahren nur Start und Landung fühlen sich anders an. Ich mag die Starts so gerne. Und oben sieht man die Sonne, auch wenn's unten trüb war.
Hast Du schon mal in einen Reiseführer geschaut?
Liebe Grüße
martina
Schön, dass ihr hier seid. :)
@ Martina: Ich muss auch absagen, da wir wahrscheinlich Besuch aus der Schweiz bekommen. Aber danke für das Angebot. Es hört sich wirklich an, als wärst du bereits einen Schritt weiter. Sorry, ich habe vergessen, wann ist dein Mann gestorben?
@ Ingrid: Ich hatte anfangs auch ein großes Ruhebedürfnis. Kein Wunder, so ausgepowert, wie wir physisch und psychisch nach dem Tod unserer Männer waren. Dann hatte ich extreme Schlafstörungen. Das Schlaf-Defizit hatte mir dann den Rest gegeben. Inzwischen ist es besser geworden.
Liebe Grüße an alle
Loreena
ingrid1956
11.10.2007, 22:44
Hallo
Matina : Danke fürs Mut machen:augendreh , wird schon gut gehen und irgendwie freu ich mich auch ein bisschen.:)
Loreena: Ja Schlafstörungen hab ich auch ganz massiv , kann keine Nacht durchschlafen. Na ja hoffe das sich das mit der Zeit auch wieder gibt.
lg Ingrid:winke:
@ Ingrid: Ich muss mich auch ständig beschäftigen. Ich versuche gerade, ein vernünftiges Maß zwischen "Ablenken durch Beschäftigung", "Trauer und Leben in der Erinnerung" und Erholung zu finden. Seit 2 Wochen mache ich morgens wieder Tai Chi und abends gehe ich auf das Trimmrad.
Wie versucht ihr, mit diesem neuen Leben zurecht zu kommen?
Heute bin ich mal wieder total down und frage mich, was das Leben für mich noch für einen Sinn hat. :embarasse
Ich werden Sonntag mal etwas mit der Familie unternehmen. Das Wetter soll ja ganz gut sein und dann gehen wir spazieren.
Ein schönes Wochenende
wünscht aus dem Ruhrgebiet
Loreena :winke:
MellyDaisy
13.10.2007, 21:58
Hallo Loorena und die anderen,
auch ich bin im Forum für Angehörige und nun hier gelandet.
Mein Mann ist am 08.10.07 gestorben...an unserem Hochzeitstag:(
Es war ein Kampf gegen den Krebs der 1 Jahr und 3 Monate ging und zum Schluß nur noch grausam war....es war eine Erlösung für ihn und ich wusste seit über einem Jahr das der Tag kommen wird. Doch es ist unbegreiflich für mich...noch nicht wahr irgendwie. Die Beerdigung ist erst am 23.10. und ich habe so rießen Angst davor.
LG Melly.....29 Jahre, 2 kleine Kinder
Hallo Melly, das tut mir so leid. In dem Alter diesen Alptraum schon erleben zu müssen, ist hart. Und dann noch am Hochzeitstag. Ich umarme dich.
Ich kann mir vorstellen, dass du noch unter Schock stehst.
Vor der Beisetzung hatte ich auch große Angst. Ich hatte vorher von einigen gehört, dass sie mit Beruhigungsmitteln vollgepumpt waren und die Trauergäste gar nicht mehr registriert haben. Das wollte ich für mich und für meinen Mann nicht so. Es war zwar alles manchmal unwirklich, aber ich habe mit jedem gesprochen und war dankbar über alle Besucher, die ihm die letzte Ehre erwiesen haben. Für mich war dieses bewußte Wahrnehmen wichtig zur Bewältigung des Unfassbaren.
Ganz viel Kraft schickt dir
Loreena
Liebe Melly,
auch ich schicke Dir traurige Grüsse und eine stille Umarmung!!
Du wirst diesen schrecklichen Tag überstehen, Melly - irgendwie.....
Ich sende Dir ein ganz,ganz grosses Kraftpaket für die kommende schwere Zeit!!!!!!!!!
Katty
martinaIna
14.10.2007, 18:13
Liebe Melly,
ich bin auch erschüttert, wie früh Du Deinen Mann verloren hast.
Die Beerdigung muss nicht schlimm werden. Ich habe mich damals gefreut, wer alles kam, gefreut, wie wichtig ihnen Peter gewesen war, und mich auch gefreut, dass meine Freunde und Freundinnen kamen, um bei mir zu sein.
Irgendwie war ich so stolz auf meinen einzigartigen Mann, es war eben schön, dass andere das auch so sahen.
Auch das empfindet jeder anders.
Ich drück dich!
martina
ingrid1956
16.10.2007, 11:06
Hallo Melly
Auch von mir ein herzliches Beileid. Es ist sicher schlimm soo jung Witwe zu werden, aber denke dran das dein Mann nicht mehr leiden muß und
du da warst bis zum Schluß.
Ich habe meinen Mann 4 1/2 Jahre in seinem Leiden begleitet. Mein Mann ist am 6.9. 07 von mir gegangen. Für mich ist es auch immer noch unwirklich.
Die Beerdigung mußt du nicht fürchten ,glaub mir es ist irgendwie auch ein Trost, wenn man sieht wie viele Menschen ihn auf den letzten Weg begleiten
da sieht man das unsere lieben auch von anderen geachtet wurden.
Ich schick dir ein ganz großes Kraftpaket und alles gute für dich und deine Kinder.
lg Ingrid:pftroest:
Hallo Ihr Lieben,
wie geht es euch?
ich war gestern zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Die Leute waren sehr nett zu mir. Aber ich kann immer noch nicht fassen, dass ich das alles nie wieder mit meinem Mann zusammen erlebe.
Es ist so grausam. Und es wird nicht besser. Mit der Zeit begreife ich immer mehr, was wir alles nicht mehr zusammen machen werden.
Heute wieder ganz tief unten im schwarzen Loch
Loreena
ingrid1956
22.10.2007, 17:18
Ach Loreena !
Auch für mich ist es noch unwirklich und wie du sagst, zeitweise sehr schlimm wenn mir bewußt wird das ich alles was ich unternehme,:embarasse ohne meinen Schatz machen muß.
Außerdem hatte ich heut wieder ein schlimmes Erlebnis. Ich hab seit einigen Tagen eine Patientin begleitet und heut ist sie in meinen Armen für immer eingeschlafen .
Da merke ich wieder das ich noch nicht sehr belastbar bin , bin fix und fertig .
Liebe Grüße an euch alle
Ingrid:embarasse
Hallo liebe Ingrid,
schön für die Dame, dass sie ihren letzten Weg nicht alleine gehen musste, aber
ich kann mir vorstellen, wie schwer es war, wieder einen sterbenden Menschen zu begleiten. Die Erinnerung ist bei dir ja noch ziemlich frisch. Natürlich kannst du nach dem, was du erlebt hast, noch nicht wieder voll belastbar sein.
Ich drück dich ganz feste.
Loreena
Heute wurde ich gefragt "wie geht es Ihnen?"
Mir stockte der Atem. Ich bekam totale Beklemmungen. Es gibt keine Worte dafür, wie ich mich fühle. Das kann ich gar nicht erklären.
Geht es euch ähnlich?
Liebe Loreena,
auch mir werden häufig solche Fragen gestellt, ich denke das geschieht gedankenlos und mein Gegenüber will es eigentlich garnicht wirklich wissen. Ich antworte (fast) immer, Danke, mir geht es gut, das ist dann auch für den Fragenden o.K., und ich denke im Stillen was glauben diese Leute eigentlich wie es mir gehen sollte????
Heute geht es mir überhaupt nicht gut, mein Mann hat heute Geburtstag, das erste Mal ohne Ihn, da kommen viele Erinnerungen hoch.
Gestern ist die Grabeinfassung gesetzt worden, am Montag wird der Stein gesetzt, es ist schön das ich jetzt das Grab bepflanzen kann.
Liebe Grüße an Euch Alle
Marianne
martinaIna
28.10.2007, 09:19
Hallo Ihr Lieben,
@Marianne,
hoffe, Du hast den Tag gestern gut überstanden. Jahrestage bringen noch mal so richtig heftig alles hoch, weil man sich ja dann immer denkt; "wenn er noch da wäre, würden wir jetzt..."
Da ich Geburtstage etc. oft vergesse, bisweilen nicht genau weiß, welches Datum wir haben, hoffe ich, Jahrestage besser wegstecken zu können. Obenstehenden Gedanken verbiete ich mir einfach. :cool:
Nur vor Heiligabend da graut mir. Es ist der Todestag meines Mannes und selbst ich kann Heiligabend nicht übersehen.
@Loreena,
ja diese Frage ist so schwer zu beantworten. Nicht immer ist sie auch nur oberflächlich gemeint. Meine Antwort drauf ist oft "einigermaßen gut" oder aber: "danke, ich komme zurecht." Es kostet mich immer Stunden raus zu finden und in Worte zu fassen, wie es mir geht. Und dann ändert es sich ja auch ständig.
Ich habe gelernt zu fragen; "Wie fühlen Sie sich jetzt?" Auch nicht einfach zu beantworten aber doch leichter- oder? Was meint Ihr?
Wünsch Euch einen schönen ausgeschlafenen Sonntag.
martina
P.S. Alle Uhren schon umgestellt?
Liebe Marianne,
als ich gelesen habe, dass heute der Geburtstag deines Mannes ist, habe ich eine dicke Gänsehaut bekommen. Ich drück dich mal ganz lieb, und hoffe, dass du den Tag einigermaßen überstehst.
Schön, dass du das Grab bald bepflanzen kannst. Man ist dann auch froh, dass es nach dieser Zeit jetzt soweit ist. Ich habe auch immer das Gefühl, dass ich ja jetzt nichts mehr für meinen Mann tun kann, außer den Platz vor der Urnenwand sauber zu halten und mit Blumen/Pflanzen, einem Grablicht und einem kleinen Engel zu schmücken.
Konntest du dich körperlich etwas von der extremen Situation erholen?
Ich habe für heute Mittag meine liebe Familie, die mir so sehr bei der Pflege meines Mannes geholfen hat, zum Grünkohl-Essen eingeladen. Es tat gerade wieder so weh, dass beim Tisch-eindecken ein Platz leer bleibt...
Liebe Grüße
Loreena
ingrid1956
28.10.2007, 10:49
Hallo ihr lieben
Ja dies frage hör ich auch täglich " wie gehts dir denn ??" und was soll man darauf sagen .Es stimmt eigentlich möchte jeder gerne hören " danke es geht mir gut !!, aber die wirklichkeit ist anders.
Heut haben 3 meiner Enkelkinder bei mir geschlafen da rührt sich was sie sind 3, 6 und 8 jahre Opa´s Lieblinge natürlich auch meine :)
Aber es ist auch schlimm immer wieder fragen sie was macht den der opa jetzt , gehts ihm da gut oder ist er da, wo er ist auch noch krank ??
Hm, ich kann nur sagen ich glaub er hat dort keine schmerzen und schaut auch euch herab.
so ich hab mich wieder bisschen ausgequatscht und wünsche euch einen schönen ? Sonntag
Uhren sind umgestellt
liebe Güße aus Niederbayern
Ingrid
Hallo,
ich kann und will mich nicht an dieses Leben gewöhnen. Und doch wird es einem aufgezwungen. Ich fühle mich wie ein halber Mensch. Es ist ganz viel von mir mit gestorben.
@ Ingrid: Da ist bestimmt einiges los, wenn die Enkel bei dir sind. Es ist bestimmt nicht so einfach, wenn sie nach dem Opa fragen. Aber ganz schlimm finde ich es bei meinem Kollegen, dessen Frau im Juli mit 45 an Krebs gestorben ist, und der 12-jährige Junge gar nicht über seine Mutter spricht. :sad:
Morgen (Allerheiligen) werde ich auf dem Friedhof eine Kerze anzünden.
Viele liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet
von Loreena
Hallo Ihr Lieben,
auch mir geht es so. Was soll man auf die Frage: "Wie geht es Dir?" antworten? Ich glaube, die meisten machen sich hierüber überhaupt keine Gedanken. Ich antworte dann immer: Wie soll es mir schon gehen. Dann merke ich schon, dass mein Gegenüber ins Nachdenken kommt.
Es ist einfach so, dass ich den Verlust auch vier Monate, nachdem mein Schatz mich verlassen hat, nicht überwunden habe.
Ich habe meinen Geburtstag und unseren Hochzeitstag in der vorigen Woche irgendwie hinter mich gebracht. Die nächste Härteprüfung steht am Jahresende bevor. Ich habe entschieden, dass ich die Feiertage nicht zuhause verbringen kann und werde nach Teneriffa fliegen. Ich hoffe, dass die Entscheidung richtig ist. Aber ich glaube, es ist alles besser als hier alleine zu sitzen. Das würde ich auf keinen Fall aushalten.
Wenn ich auf dem Friedhof bin, spreche ich immer mit meinem Schatz und erzähle ihm, was es Neuses gibt und was alles passiert ist. Und ich sage ihm immer, wann ich das nächste Mal komme. Wenn ich das aus irgendeinem Grund nicht schaffe, habe ich so was wie ein schlechtes Gewissen, so als wenn ich eine Verabredung nicht eingehalten hätte. Ich weiß, dass das Quatsch ist, aber ich kann es nicht ändern. Geht Euch das auch so oder bin ich nicht normal?
Viele Grüße von der Spree
Hanne
Liebe Hanne,
ich war ganz gerührt, als ich von deinem Dialog, der Verabschiedung und deinem schlechten Gewissen, wenn es zeitlich mal nicht passt, gelesen habe. Da spürt man so sehr, dass auch bei dir die Liebe mit dem Tod nicht aufhört. Ich nehme mir nie vor, wann ich genau zum Friedhof gehe. Es ist sehr unterschiedlich. Im Sommer bin ich nach der Arbeit oft noch hingefahren. Jetzt in der dunklen Jahreszeit geht es halt nur am Wochenende.
Mein Mann ist auch vor 4 Monaten gestorben. Das ist doch kein langer Zeitraum, wenn man zusammen so glücklich war. Erst steht man doch unter Schock, hat viel zu erledigen, und dann setzt langsam das Begreifen ein. Nie wieder dieses, nie wieder jenes mit ihm zusammen. Und dann wird es doch erst richtig schlimm.
Bei mir steht in diesem Monat unser Hochzeitstag an. Es wäre der 31. gewesen. Wir waren insgesamt 35 Jahre zusammen. An Weihnachten darf ich gar nicht denken. Der Gedanke daran tut jetzt schon unerträglich weh. Wenn meine Familie nicht wäre, würde ich vielleicht auch flüchten.
Es tut gut, hier zu lesen. Ich fühle mich dann nicht mehr so alleine mit meiner Trauer.
Ganz liebe Grüße an euch alle
von Loreena
Ihr Lieben,
auch ich habe heute eine Kerze für meinen geliebten Mann angezündet, das Grab habe ich gestern noch bepflanzt, ich bin froh das es fertig ist.
Auch mir graut vor Weihnachten, meine Kinder sind alle zu Hause, aber der Familienmittelpunkt fehlt. Sivester werde ich entweder verschlafen, oder mit lieben Freunden zusammen den Abend verbringen.
Friedhofsbesuche plane ich nicht, ich gehe dann hin wenn ich das Bedürfnis habe, ich habe es aber auch nicht weit.
Liebe Grüße Marianne
Hallo Ihr Lieben,
heute ist mal wieder so ein Selbstmörderwetter. Es passt genau zu meiner Stimmung. Trotzdem tut es gut, sich im Forum mit Euch auszutauschen und zu sehen, dass ich nicht die Einzige auf der Welt bin, der es so geht.
@ Marianne: Ich glaube, es geht uns allen so, dass wir Angst vor den Feiertagen haben. Ich wäre hier in Berlin ganz allein, da ich nur noch meine Mutter habe und die lebt in Köln. Zwei Wochen nach Köln zu meiner Mutter fahren, ist für mich ausgeschlossen, das würde gar nicht gehen. Die Freunde und Bekannte hier feiern alle mit Ihren Familien. Da würde ich nur stören. Es bleibt also nichts anderes übrig als wegzufahren.
@Loreena: Wir hatten am 29. Oktober Hochzeitstag. Ich hatte eine Verabredung mit meinem Schatz und habe rote Rosen aufs Grab gelegt und dann den Tag allein für mich und in Gedanken mit meinem Schatz verbracht. Ich hatte für diesen Tag extra Urlaub genommen.
Ich drücke Euch ganz fest.
Liebe Grüße
Hanne
Ich spüre so viel Schmerz, aber auch so viel Liebe aus euren Worten.
Loreena
(immer noch ganz unten)
martinaIna
03.11.2007, 19:19
Hallo Loreena,
hallo Ihr Lieben,
ja, die Jahreszeit ist nicht gerade angetan, einen aufzumuntern. Trotzdem hilft es mir, dass ich täglich mehrmals raus muss, meine Tiere zu versorgen und den Hund Gassi zu führen. Für mich ist es gut, dass dieser Zwang da ist.
So, nach dem Verliebtsein hab ich jetzt Liebeskummer. Bin selbst dran schuld.:embarasse
Trauer und Liebeskummer und Nebel - Scheißkombination! Gut, dass der Liebeskummer bald vorbei sein wird. ;) (Immerhin bin ich sicher, jetzt die richtige Entscheidung getroffen zu haben - das hilft.)
Uuups. muss los, bin zum Pizzaessen eingeladen.
Laßt es Euch so gut gehen, wie irgendwie möglich.
Machts Euch gemütlich, trinkt und esst was Leckeres,
Sofa, Kuscheldecke, Schmöcker
oder Gespräch mit guter Freundin.
Ich denk an Euch
martina
P.S. Teneriffa scheint ja echt angesagt.
Würd auch gerne fliegen.:engel:
Hallo Martina,
es ist ja schon gut, dass du eingesehen hast, dass es nicht Mr. Right war. Das macht die Sache bestimmt schon etwas leichter.
Ich hoffe, der Nebel hat sich verzogen und es geht dir bald wieder besser.
LG
Loreena
martinaIna
05.11.2007, 00:59
Hallo Loreena,
ja, geht schon wieder deutlich besser.
Danke für Deine Anteilnahme.:remybussi
Ist es nicht eine Lapalie, nach dem , was wir durch haben?
Heut war's schon deutlich sonniger. :)
Wir hier haben wirklich Schlimmeres hinter uns als etwas Liebeskummer wegen dem Falschen. Oder?
Dass es trotzdem mal weh tun kann, nun ja...
Aber im Aushalten hab ich jetzt ja Übung. Ich fühl mich gleichzeitig allein, einsam und doch auch unheimlich stark.
Verrückt?
martina
ingrid1956
05.11.2007, 15:04
Hallo Ihr lieben
Ja ich war auch am grab meines schatzes und hab eine kerze für ihn angezündet, anschließend war ich bei meiner schwester zum kaffee eingeladen
Er fehlt immer noch , aber ich merke auch das jetzt erst langsam realiesiere was da passiert ist.
Taube: Ich fliege über Weihnachten und Sylvester nach Teneriffa nach Puerto de la Cruz , Wohin fliegst du denn ??
Mich haben meine drei Schwestern eingeladen , wir treffen uns dort .
Irgendwie freu ich mich jetzt schon drauf.
So lass euch noch liebe Grüße aus Niederbayern da
servus :winke: :)
Hallo Ihr Lieben,
heute nur ganz kurz:
Die Katastrophen hören nicht auf. Jetzt liegt meine Mutter seit Samstag in Köln im Krankenhaus. Sie ist 86 Jahre und hat einen Wirbelkörperbruch. Wahrscheinlich muss sie jetzt in ein Pflegeheim. Das muss ich jetz von hier aus organisieren. Deshalb habe ich im Moment auch kaum Zeit nachzudenken. Ich bin deshalb am Sonntag nicht zum Friedhof gekommen. Ich habe wieder ein schlechtes Gewissen. Morgen muss ich unbedingt hin.
@ Martina: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Das bisschen Liebeskummer schaffst Du mit links, nachdem was Du alles durchgemacht hast. Also Kopf hoch und nicht unterkriegen lassen.
@Ingrid: Ich bin über Weihnachten und Silvester auch in Puerto de la Cruz (alleine).
Liebe Grüße an alle
Hanne
@ Ingrid: Dieses langsam realisieren, was passiert ist, ist eine ganz schwere Zeit. Dafür schicke ich dir ein extra großes Kraftpaket.
@ Hanne: Das darf doch nicht wahr sein. Du kommst ja gar nicht zur Ruhe. Kann dich denn jemand unterstützen bei der Organisation?
Hallo Ihr Lieben,
jetzt reicht bei mir endlich. Meiner Mutter geht es besser, sie wird am Montag operiert und ich hoffe, dass sie dann wieder ans Laufen kommt.
Aber jetzt habe ich einen Rohrbruch im Haus. Der Installateur hat heute mein Wohnzimmer und mein Bad aufgeklopft. Morgen kann ich erst mal das ganze Haus putzen.
Doch trotz allem: Was ist das alles im Gegensatz zu dem großen Verlust. Einen Rohrbruch kann man reparieren, doch der Tod meines geliebten Schätzchens ist so endgültig.
Ich hatte in den letzten Tagen gedacht, ich hätte mich ein bisschen gefangen, aber heute bin ich mal wieder ganz unten. Die Zeit heilt eben doch keine Wunden, und wenn doch, dann aber ganz langsam. Der Schmerz hört einfach nicht auf, ich kann nur noch heulen.
Liebe Grüße
Hanne
martinaIna
10.11.2007, 10:26
Hallo Täubchen,
sicher, so ein Rohrbruch ist keine Katastrophe, aber in dieser Zeit überfordern ein solche Dinge sehr schnell. Die Kraft wird ja für anderes gebraucht. Deshalb finde ich es sehr gut, dass Du es richtig einzuordnen weißt.
Die Zeit heilt nicht alle Wunden aber sie ist schon ein Faktor. Die Trauer kam bei mir in Wellen. Mit der Zeit lernte ich, die Wellen anzunehmen, kommen zu lassen, den Schmerz wie einen alten Bekannten zu begrüßen, mich nicht dagegen zu wehren.
Hier im Forum gibt es das Bild des Trauertiers, dass einen anspringt. Mein Trauertier ist eine große Raubkatze, die aber zahm ist. Sie möchte mich ja nicht töten, aber sie will, dass ich ihr Aufmerksamkeit schenke und sie regelmäßig füttere. Tue ich das nicht, springt sie mich eben an. Ist sie genug beachtet, trottet sie zu den anderen Zeiten nur neben mir her oder rollt sich in einer Ecke ein. Mit der Zeit wird ihr Hunger kleiner aber ich denke, sie bleibt.
Ein anderes Bild ist das Lumpenweib der Trauer, dass aufdringlich an einen ran kommt, im Weg steht, einen angrinst, unangenehm riecht. Ich habe ihr einen Platz zugewiesen in meinem Haus. Da darf sie sein und ich integriere sie in mein Leben. Sie darf bleiben. Hat sie ihren Platz gefunden, bleibt sie ruhig da und stört nicht aufdringlich.
Die Zeit heilt nicht alle Wunden, aber sie lehrt uns, mit den Wunden umzugehen. Und mit der Zeit kommen auch andere Gefühle wieder hoch, die vorher verdrängt waren. Auch die haben ihr Recht auf Leben.
martina
@ Hanne: Wenn man nervlich so am Ende ist und die Trauer einen gefangen hält, braucht man eigentlich Ruhe und keinen Rohrbruch. Gut, dass sich die Sache mit deiner Mutter in eine andere Richtung entwickelt hat.
@ Martina: Es kann sein, dass sich meine Trauer verändert, aber im Moment ist sie immer und überall bei mir. Ich wollte mich vorhin mal etwas ablenken und in die Stadt gehen, aber es war keine Ablenkung, sondern ein Spießrutenlaufen: Hier haben wir im Eiscafé gesessen, hier hat er sein Rasierwasser gekauft, hier haben wir eine Bratwurst gegessen, hier hat er Weihnachtsdeko gekauft...
Ihr Lieben, macht es euch gemütlich bei diesem usseligen Wetter.
Loreena
martinaIna
10.11.2007, 22:14
Hi Loreena,
das klingt bitter. :pftroest:
Ich glaube auch, dass Ablenkung nicht funktioniert. Von der Trauer kann ich mich nicht ablenken. Ich konnte nur nach und nach auch andere Gefühle erleben/zulassen.
Anfangs kam ich kaum zur Ruhe. Es ist Heute ist es so, dass ich etwas sehe, an meinen Mann denke, es aber nicht gleich so weh tut. Anfangs hätte ich bei jedem Gedanken an ihn vor Schmerz heulen mögen und jetzt nehm ich etwas wahr (z.B. seine Uhr am Armgelenk des Freundes, dem er sie vererbt hat), denk an ihn, spüre die Trauer, aber es schnürt mir nicht mehr die Kehle zu. Das Trauertier ist dabei aber eben nicht anspringend und nicht bösartig.
Grüße
martina
Hallo Martina,
vielen Dank für Deine Worte.
Ich hoffe, dass es mir irgendwann gelingt, besser mit dem Schmerz umzugehen. Wenn ich meine, es geht besser, dann kommt irgendwann wieder ein Rückfall. Mit Ablenkung habe ich es auch schon versucht, manchmal gelingt das sogar, aber dann kommt wieder die Erinnerung und schon ist alles vorbei.
Wie lange hast Du gebraucht, bis Du soweit warst, dass Du mit Deiner Trauer besser umgehen konntest? Hat Dir jemand dabei geholfen?
Ich würde mir wünschen, ich wäre schon so weit wie Du. Vielleicht sind viereinhalb Monate einfach noch nicht lange genug, um mit allem fertig zu werden.
Hanne
Heute ist wieder einer von den ganz schlimmen Tagen. Wie und warum soll ich leben ohne seine Liebe?
martinaIna
11.11.2007, 23:07
Hi Ihr beiden.
Loreena, Du sollst leben, weil das Leben schön ist.
Weil es jemand geben muss, der sich erinnert.
Weil Du hier schon ne wichtige Funktion hast.
Und, weil wir und sicher auch viele andere, dich vermissen würden.
Ich hab es jetzt wieder gemerkt. Ich darf mich nicht gegen den Schmerz wehren, ihm nicht ausweichen wollen, dann geht's am besten für mich.
Keine Ahnung, wie lang ich gebraucht habe. Ich brauch ja noch. In Wellen kommt's eben. Aber mit der Zeit kommt eben auch alles andere wieder. Lasst es nur zu.
Fabrizio schrieb immer von unserem Recht auf Leben. Da ist was dran.
Unsere Männer sind gestorben, wir leben. Und Leben heißt:
mit diesem Körper klar kommen, und seinen Bedürfnissen,
mit meinem Verstand klar kommen und seinen Spinnereien und
mit meiner Seele klar kommen und ihren Wunden.
Und dann noch:
mit den anderen Menschen um uns herum und für mich auch mit den Tieren klar kommen.
Ich habe gerade einen total faszinierenden Palliativpatienten im Krankenhaus. Wenn ich nicht das letzte Jahr hinter mir hätte, wäre ich ihm nie die würdige Gesprächspartnerin, die ich heute bin. Und es macht richtig Spaß mit ihm zu reden. Der ist so messerscharf und klar.
Wir haben viel gelernt. Ich "verwerte" das. Liegt in meinem "Job" ja nahe. Aber Ihr werdet das auch in Eurem Umfeld einsetzen können.
Liebe Grüße
martina
Liebe Martina,
danke, dass du so nett geschrieben hast.
Meine Kraft wird aber immer weniger, weil ich im Büro gemobbt werde und zu Hause alleine bin. Ich empfinde das Leben als eine Quälerei.
LG
Loreena
martinaIna
15.11.2007, 23:20
Hallo Loreena,
Du wirst gemobbt?
Jetzt, nach dem Tod deines Mannes?
Magst Du davon erzählen?
Erzählen ist der Anfang, sich dagegen zu wehren.
Friss es bitte nicht in dich hinein. Gerade weil Du Zuhause nicht mit jemanden drüber reden kannst.
Wir hören zu
martina
Hallo Loreena,
mir gehts ähnlich... Der Schmerz wird nicht weniger.. ich gewöhn mich nur dran.
Heut ist wieder einer dieser Tage, wo die Gedanken ständig laufen..Warum.. Hätte, könnte.. Dieses Nie -wieder.. ist einfach nur schlimm.
Joleen
@ Martina: Meiner Vorgängerin im Büro ging es schon genau so. Gemobbt bis zum Nervenzusammenbruch, gekündigt worden, und dann in der Psychatrie gelandet. Es gibt leider so gehässige Menschen, deren oberstes Ziel es ist, andere fertig zu machen. Dann sind sie die Größten.
@ joleen: Herzlich (und traurig) willkommen!
Das "nie wieder" ist so schmerzhaft. Manchmal habe ich das Gefühl, mein Körper ist eine einzige offene Wunde. Es kostet so unendlich viel Kraft, das immer wieder durchzustehen. Seit wann bist du allein?
Hallo Ihr Lieben,
ich melde mich mal wieder. Heute mit einem Gedicht:
Die schwersten Wege -
Ein Gedicht von Hilde Domin
Die schwersten Wege
werden alleine gegangen,
die Enttäuschung, der Verlust,
das Opfer,
sind einsam.
Selbst der Tote der jedem Ruf antwortet
und sich keiner Bitte versagt
steht uns nicht bei
und sieht zu
ob wir es vermögen.
Die Hände der Lebenden die sich ausstrecken
ohne uns zu erreichen
sind wie die Äste der Bäume im Winter.
Alle Vögel schweigen.
Man hört nur den eigenen Schritt
und den Schritt den der Fuß
noch nicht gegangen ist aber gehen wird.
Stehenbleiben und sich Umdrehn
hilft nicht. Es muss
gegangen sein.
Nimm eine Kerze in die Hand
wie in den Katakomben,
das kleine Licht atmet kaum.
Und doch, wenn du lange gegangen bist,
bleibt das Wunder nicht aus,
weil das Wunder immer geschieht,
und weil wir ohne die Gnade
nicht leben können:
die Kerze wird hell vom freien Atem des Tags,
du bläst sie lächelnd aus
wenn du in die Sonne trittst
und unter den blühenden Gärten
die Stadt vor dir liegt,
und in deinem Hause
dir der Tisch weiß gedeckt ist.
Und die verlierbaren Lebenden
und die unverlierbaren Toten
dir das Brot brechen und den Wein reichen -
und du ihre Stimmen wieder hörst
ganz nahe
bei deinem Herzen.
Vielleicht gibt Euch dieses Gedicht etwas Hoffnung, mir hat es geholfen.
Hanne
Hallo Hanne,
schön, denn gerade gestern hatte ich liebe Menschen zum Abendessen eingeladen, und es tat gut, mit ihnen trauern und reden zu können.
Ganz liebe Grüße an alle
von Loreena
martinaIna
18.11.2007, 20:19
Hanne,
ein wunderschönes Gedicht.
Danke!
Liebe Loreena,
wenn das System ist, sind die aber ziemlich krank. Wer gehört dazu zu den "Möbbsen" und wer nicht?
Wie steht die Geschäftsleitung dazu?
Gibt es mögliche Koalitionspartner für Dich?
Such ne Beratung gegen Mobbing auf! Sofort!
Bitte bitte, lass Dich nicht kaputt machen.
Lass Dir helfen, von Leuten, die sich damit auskennen. Hingehen ist der nächste Schritt.
Liebe Grüße und:remybussi
martina
ingrid1956
18.11.2007, 21:51
Jaaaa Loreena , Mach bitte was dir Martina rät . S:megaphon: olche Menschen müssen davon aufgehalten werden andere zu mobben.
Du hast schon so viel gemeistert lass dich nicht unterkriegen. Du MUßt
kämpfen.
Alles Liebe aus Niederbayern
Ingrid
:pftroest:
@ Martina: Ich habe dir die Antworten in eine persönliche Mitteilung geschrieben. Mit den "Möbbsen" hast du mich zum Schmunzeln gebracht. Da werde ich demnächst bei passender Gelegenheit dran denken.
@ Ingrid: Ich versuche, mich irgendwie über Wasser zu halten, aber es macht alles keinen Spaß.
Wie geht es dir körperlich? Kannst du schlafen und dich ausruhen? Ansonsten mag man kaum fragen, wie es dir geht. Kann ich mir ja irgendwie denken. Du hattest ja auch eine besonders lange und schwere Zeit.
Alles Liebe
Loreena
Liebe Loreena,
ich finde es sehr schlimm, dass Du jetzt auch noch gemobbt wirst. Als wenn Du nicht genug mit Dir selbst und Deiner Situation zu tun hast.
Suche unbedingt Rat und Hilfe. Habt Ihr einen Betriebs- oder Personalrat oder eine Gleichstellungsbeauftragte, die Dich unterstützen können?
Ich wünsche Dir viel Kraft, denn die wirst Du brauchen, um das alles zu überstehen.
Alles Liebe
Hanne
Hallo Hanne,
von unserem Betriebsrat kann man keine Hilfe erwarten. Man ist in so einem Fall Einzelkämpfer.
Ich werde versuchen, das irgendwie zu überstehen.
Danke und alles Liebe auch für dich.
Loreena
Hallo Loreena,
es tut mir leid, dass Du ganz auf Dich allein gestellt bist. Es ist von Deinen Kollegen besonders gemein, Dich in Deiner Situation auch noch zu mobben. Eigentlich braucht Du deine Kraft doch, um Deinen Schmerz zu überwinden.
Im Moment habe ich auch mal wieder eine Phase, wo ich meine, es geht nicht mehr, mein Schatz fehlt mir überall. Es tut so weh zu wissen, dass es kein Zurück mehr gibt, dass er nie mehr wiederkommt.
Ich musste meinen Schatz ja nicht lange pflegen, es hat nur zwei Wochen gedauert und er war im Krankenhaus. Aber ich konnte mich auf den Tod nicht vorbereiten. Ich hätte noch so vieles sagen wollen, doch es war keine Zeit mehr dafür. Er hat sich bis zuletzt dagegen gewehrt, aber die Krankheit hat letztendlich gesiegt.
Ich habe das Arbeitszimmer aufgeräumt und noch Bilder aus einem Urlaub vor zwei Jahren in Italien gefunden. Da sah er so glücklich aus. Vielleicht bin ich deswegen jetzt so deprimiert, weil ich weiß, es wird nie wieder so sein.
Ich muss versuchen, damit klar zu kommen, auch wenn ich noch nicht weiß, wie das gehen soll.
Ich bin einfach traurig.
Liebe Grüße
Hanne
Liebe Hanna:
Tja, es gibt wohl nichts unmenschlicheres als Menschen. Da tut es besonders weh, einen so lieben Menschen verloren zu haben.
Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Ich habe auch so viele Fotos, auf denen mein Mann supergut gelaunt ist. Einerseits ist es schön, dass es so war, andererseits zieht es mich auch runter, dass ich das nicht mehr erleben darf. :embarasse
Heute habe ich so lange vor der Urnenwand gestanden, bis ich total durchgefroren war. Letztes Jahr haben wir noch gemeinsam am Totensonntag die Gräber unserer Lieben besucht und jetzt stehe ich ganz alleine dort auf dem Friedhof. Es ist nicht auszuhalten.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft.
Loreena
Zum Totensonntag:
Der Schmerz brennt sich tief hinein
Die Seele schreit
Tausend messerscharfe Klingen in der Brust
Jeder Atemzug singt ein Klagelied
Kein Gefühl mehr für das eigene "Ich"
Mitmenschen in ihrer Normalität kaum ertragbar
Ziellose Schritte in eine ziellose Zeit
Zugreifen und ins Nichts fassen
Gefangen in dieser fremden Welt
Wo bist du "Gestern"
Offene Augen, die nichts sehen
Am Pullover noch eine vergängliche Spur Lieblingsparfüm
Sonne am Himmel, die nicht wärmt
Fragen suchen vergeblich nach Antworten
Müdigkeit und Leere lähmen die Pflichten
Trost kann nicht ankommen
Gedanken machen fast schwindlig
Immer wieder unkontrollierbare Tränen
Diese Angst vor dunklen, stillen Nächten
Keine Lust auf den neuen Tag
Verlangen nach dem Zauberspruch, der alles ungeschehen macht
Unbändiges vergebliches Suchen
Die Sehnsucht quält…
Hoffnung, verlasse du mich bitte nicht auch noch.
(Heidi Schwenkow)
Liebe Loreena,
danke für das Gedicht. Es gibt genau meine Stimmung wieder.
Ich gehe gleich zum Friedhof, trotz des schlechten Wetters. Hier hat es letzte Nacht geschneit und jetzt taut es langsam weg und es ist nur Matsch.
Aber ohne den Besuch bei meinem Schatz geht es heute nicht. Ich bin so traurig. Wie soll das nur weitergehen?
Liebe Grüße
Hanne
http://www.myvideo.de/watch/745593
Würdest du mich wiedererkennen, wenn ich dich im Himmel treffen würde? Wäre das genauso wie hier?
Ich muss stark sein und weiterleben, denn ich weiß, dass ich noch nicht in den Himmel gehöre.
Würdest du meine Hand halten, wenn ich dich im Himmel treffen würde? Würdest du mir helfen, es dort auszuhalten?
Irgendwie werde ich die vielen Nächte und Tage schon rumbekommen, die ich noch habe.
Denn ich weiß, dass ich noch nicht in das Himmelreich gehöre.
Zeit kann dich echt verrückt machen.
Zeit kann dich in die Knie zwingen, sie kann dir das Herz brechen,
so dass du flehst, dass sie bald zu Ende ist.
Im Jenseits ist bestimmt alles friedlich.
Und glaube mir, wenn ich erst einmal bei dir bin, sind alle Tränen getrocknet .
Tears In Heaven
(Eric Clapton)
Liebe Loreena,
nur ein Wort:
D A N K E !!!
Gruß
Hanne
ingrid1956
26.11.2007, 10:36
Hallo ihr lieben
Möchte mich nur wieder mal melden . Bin ja immer mal nur hier um wieder bisschen zu lesen wie es euch soo geht, mir fehlen meist einfach die worte , bin auch immer noch sehr traurig.
Ausserdem muss ich morgen zur Darmspiegelung und da brauch ich euch ja nix erzählen wie man sich da fühlt , noch dazu weil mein Schatz ja an dem verd..... Darmkrebs verstorben ist.
So nun wieder Schluss von mir .
Ich hoffe das es im Neuen Jahr wieder besser wird für uns alle .
Liebe Grüße aus Niederbayern
Ingrid.
- Taube ! Vielleicht könnten wir unsere Handy Nr. austauschen und uns
auf Teneriffa mal treffen zum Kaffee.:) :winke:
Hallo Ingrid,
das ist ja ein Ding. Ich bin heute krank geschrieben und war um 10 h zur Darmspiegelung. Es war gar nicht schlimm. Unangenehm war nur diese Pampe, die ich seit gestern schlucken musste. Jetzt bin ich noch leicht bedusselt. Ein Ergebnis gab es auch gleich, nämlich: alles ok. Ist ja schön und gut, aber warum habe ich seit einem Jahr ständig Durchfall? Der Hausarzt hat mich natürlich monatelang in die Psychokiste gesteckt, weil sich das ja gerade angeboten hat. :rolleyes: Ich kann doch nicht bis ans Ende der Tage Imodium schlucken. :rolleyes:
Ich drücke dir mal ganz dolle die Daumen.
Loreena
Liebe Loreena,
ich drücke dich ganz fest und schicke dir viel Kraft für den heutigen 26. November.
Liebe Grüße
Mona
Danke, Mona. Für dich auch.
Liebe Loreena,
gerade las ich den Text vom Lied ´Tears in Heaven `, es war das erste Lied das bei der Trauerfeier meines Mannes am 17. 11. gespielt wurde. Wir haben es beide sehr geliebt !
Ich lese wie es Dir zur Zeit auch geht und es tut mir sehr ,sehr leid !
Wir werden noch schwere Zeiten vor uns haben. Aber ich hoffe so sehr, dass irgendwann mal die Erinnerung an die schönen Zeiten siegen wird, wenn ich es mir jetzt auch noch überhaupt nicht vorstellen kann.
Heut kann ich nicht schlafen, muss immer an morgen denken, wo die Urne beigesetzt wird.Ich hab einfach Angst davor, vor dem Gedanken, dass es das
`Letzte `ist. Obwohl ich weiss es ist nur die Hülle gewesen, die verbrannt wurde. Aber diese Hülle hab ich auch geliebt ! Unsere Männer werden immer und ewig in unseren Herzen bleiben, nur das zählt !
Viele liebe Grüsse
Geli
Liebe Geli,
man übersteht diesen Tag, irgendwie. Aber es ist so hart.
Dann hast du aber endlich eine Stelle, wo du ihn besuchen kannst.
Ich denke heute an dich und schicke dir alle Kraft der Welt, um die Beisetzung zu überstehen.
Loreena
Guten Morgen Ihr Lieben,
@ Geli: Auch ich wünsche Dir, dass Du den Tag gut überstehst. Ich habe erfahren, dass es hilft, wenn man einen Platz hat, wo Du ihn besuchen und und auch mit dem Liebsten kommunizieren kannst. Ich denke heute ganz fest an Dich.
@ Ingrid:
Ich wünscht Dir alles Gute für die Darmspiegelung. Ich habe sie auch gerade hinter mir. Ich fand es nicht schlimm und der Arzt hat auch nichts festgestellt. Ich schreibe Dir privat wegen meiner Handy-Nummer. Ich würde mich freuen, wenn wir uns auf Teneriffa treffen könnten.
Ich wünsche Euch allen weiter viel Kraft für den Tag.
Hanne
Hallo Ihr Lieben,
@ Ingrid: Wie geht es dir. Hast du das Ergebnis auch sofort bekommen?
Ich bin selbst erschrocken, wie sehr ich mich verändert habe. Vor dem Termin hatte ich keine Angst und nachdem mir die Ärztin freudestrahlend sagte, dass sie nichts schlimmes gefunden hat, konnte ich mich nicht freuen. Irgendwie bin ich innerlich tot.
Zu Hause stürze ich mich in die Arbeit, damit ich nicht anfange zu grübeln. Aber irgendwann holt es einen dann doch wieder ein. Es ist so schlimm. Die Sehnsucht wird immer größer.
Viel Kraft für euch alle.
Loreena
Ich bin nicht ich.
Ich bin wir.
Wir gibt es nicht mehr.
Wer bin ich?
martinaIna
02.12.2007, 23:15
Hallo Loreena,
als ich über ähnliche Fragen grübelte, nämlich dass ich mich irgendwie "halb" fühle, schrieb mir eine gute Freundin sinngemaß:
"... Die Tatsache, dass Peter körperlich nicht da ist, macht weniger als (d)eine Hälfte aus. Und der mehr-als-die-Hälfte Teil, der du bist, ist jetzt keine komplett neue (oder alte, vor-Peter-zeitige) Identität, die schutzlos und ungeliebt herumirrt. Ich denke, da ist soooo viel was ihr gemeinsam seid, sprich, was du von euch beiden in dir trägst, nur spürst du grad in erster Linie, was nicht da ist. überbewerte den fehlenden Anteil nicht ... "
Mich hat das damals sehr getröstet.
:knuddel:
martina
ingrid1956
03.12.2007, 15:11
Hallo Ihr lieben !
Ja hab das Ergebnis gleich bekommen , morgen ist dann besprechung bei meinem Hausarzt.
Es wurden Divertikel im Darm gefunden und viele Verwachsungen, na ja morgen bin ich gescheiter.
Wünsche euch noch alles Gute , bis bald
Ingrid
@ Martina: Es mag sein, dass etwas Wahres an dem ist, was deine Freundin schrieb. Nur im Moment fühle ich mich so, wie ich es schrieb. Ein Leben ohne seine Liebe ist für mich kein Leben. Na ja, die Uhr steht nicht still, und mit jeder Sekunde komme ich ihm etwas näher.
@ Ingrid: Kann der Doc dir denn irgendwie helfen?
Bei mir fällt dem Doc nicht mehr viel ein und ich werde in die "Psycho-Kiste" gesteckt.
Im Moment lenke ich mich mit Arbeit und Aktivitäten ab. Es ist so eine freudlose Zeit. Seelische Folter.
LG
Loreena
ingrid1956
04.12.2007, 20:59
Hallo
Ja loreena dem doc fällt natürlich was ein : langzeit wert vom diabetes muss besser werden, also abnehmen , ausserdem viel bewegung ( bin in ner reha beschäftigt mit MS Kranken)
und natürlich richtige Ernährung ,dabei koch ich so viel wie gar nicht mehr
( für einen lohnt es sich nicht ):shy:
na ja mal schaun jetzt gehts dann erst mal in den Urlaub und dann Umzug
und dann schau ma mal weiter .
wünsche euch noch schöne woche bis bald
Ingrid
@ Ingrid: Mir sagt der Arzt auch, ich muss abnehmen. Das würde ich ja gerne, aber ich packe es nicht. Es war vorher schon nicht einfach, und jetzt ist mir eh oft alles egal. Wir haben früher immer zusammen gesunde Sachen gekocht. Alleine ist das lästig.
Ein Umzug steht auch an? Das ist immer ziemlich stressig.
LG
Loreena
martinaIna
04.12.2007, 23:26
Hallo Loreena,
ich denke es ist ein dunkles Tal, durch das du gerade wanderst. Aber ich glaube auch, dass du irgendwann da raus kommst. Wie du es sagst, die Zeit vergeht. Sicher kommen wir dem eigenen Tod und damit auch unseren Verstorbenen damit näher. Wenn es das ist, was dich durch dieses Tal wandern läßt, so sei es. Hauptsache ist, du wanderst weiter und bleibst nicht in diesem Dunkel liegen. War es nicht ein unglaubliches Geschenk ihn gehabt zu haben? Ist doch auch ein schöner Gedanke, mal diese Liebe genossen zu haben, die andere nie erleben.
Hallo Ingrid,
beim Umzug wirst Du sicher von alleine einige Pfunde verlieren. Dann musst Du nur versuchen, sie nicht wieder drauf zu bekommen. Das ist leichter.
Ich habe durch die Pflege und die Trauer 7 Kilo abgenommen und halte das jetzt seit einem Jahr. Es ist seltsam: früher klappte es nicht mit dem Abnehmen und nun halte ich locker mein Idealgewicht. Essen ist mir einfach nicht mehr so wichtig wie früher. Es macht eben alleine auch nicht soviel Spaß und dann esse ich viel mehr Obst. Statt Frühstück Biobananen zu essen, geht ja auch viel schneller und ist bequemer. Ich drück dir die Daumen.
Grüße Euch Beiden und eine Umarmung
martina
Liebe Martina,
vielen Dank für deine tröstenden Worte. Dankbar für die gemeinsame Zeit bin ich wirklich. Aber das war ich auch schon, als er noch lebte, denn ich sehe es nicht als eine Selbstverständlichkeit an, dass man so lange zusammen so glücklich sein kann.
Liebe Ingrid,
wann startest du denn in den Urlaub? Ich war gestern mit meiner Mutter shoppen. Es gelang mir dabei einigermaßen, das ganze Weihnachtsdekogedöns und die Weihnachtslieder auszublenden, damit es nicht zu sehr weh tut. Noch 18 Tage bis Heiligabend. Das wird hart.
Viele liebe Grüße an alle, die traurig sind.
Loreena
martinaIna
08.12.2007, 23:32
Hallo Ihr,
heute hab ich mal einen totalen Durchhänger. Na ja, mir ging's wohl in letzter Zeit zu gut. Aber ich weiß auch: Das ist ein jetzt und ich lass die Tränen laufen und dann geht das auch wieder vorbei.
An Heiligabend ist es ein Jahr her, dass mein Mann starb. Komisches Gefühl. Ich leb weiter, ich kämpf weiter und verlier manchmal die Erinnerung an das Gefühl, wie das vor einem Jahr war und dann, dann ist plötzlich alles wieder so nah.
Ich weiß nicht, wie ich es richtig sagen soll. Irgendwie hat es mich trotz allem auch stärker gemacht und zugleich empfindlicher. Ich hab das Gefühl, leicht verletzbar zu sein, aber gleichzeitig auch mehr Schmerz ertragen zu können.
ich drück Euch
martina
Hallo @@All,
ich lese jetzt seit einiger Zeit mit.
vielleicht darf ich mich einklinken?
Ich habe am 23 Oktober 07 ganz schnell und unerwartet meinen geliebten Mann an Leberkrebs verloren.
Es ist für mich der Supergau des Lebens und er fehlt mir so :(
Morgen beginne ich eine Trauerbewältigungstherapie, weils ohne nicht geht.
Wir hatten so eine glückliche Zeit, wären am 19 Dezember 4 Jahre verheiratet gewesen.
Bis August führten wir ein tolles Leben, machten schöne Reisen und buchten auch Anfang September wieder eine Fernreise.
Mitte August musste ich erfahren, dass meine Mama als leidenschaftliche Kettenraucherin an ein kleinzelliges Bronchialkarzinom erkrankt ist.
Sie wird leider auch nie mehr gesund werden und die Ärzte rechnen trotz Chemo mit dem Ableben um 1 oder 2 Quatal 08 :(
Mitte September hat mein Mann einen dicken Bauch bekommen :(
Er musste in die Klinik und 19 Tage wurde er durchgeschüttelt, auf den Kopf gestellt, bis wir am 19 Tag am 5 Oktober erfahren mussten, dass mein Mann Leberkrebs hat HCC. Nicht mehr zu behandeln, nur mit Nexavar, das er nur 1 Woche nehmen konnte.
Am 23 Oktober ist er Morgens plötzlich ins Leberkoma gefallen und Abends in der Klinik verstorben.
Es ging alles zu schnell...ich hatte nicht die Möglichkeit noch einmal mit ihn zu reden...ich bin so unsagbar traurig.
Ich weiss nicht, wie es weitergehen soll, er war die Liebe meines Lebens.
Weihnachten holen mich Freunde ab, Silvester verbringe ich auch bei Freunden.
Meine Mama wohnt leider 850 km von mir weg, so dass nur Telefonate unterstützend sein können.
Wird der Schmerz jemals besser?
Im Moment bin ich immer nervös, immer am rumkruscheln im Haus, ewig unter Strom um Nachts mit Tabletten Ruhe zu finden.
:weinen:
LG
Mel
martinaIna
09.12.2007, 11:21
Hallo Mel,
klar bist Du hier willkommen.
Das ging aber schnell bei Euch. So schön es ist, wenn langes Leid erspart bleibt, aber ich kann so gut nachempfinden, dass Du gerne Zeit gehabt hättest, mit ihm zusammen über alles reden zu können, Euch gemeinsam darauf einstellen zu können.:knuddel:
Den Terminvoraussagen von Ärzten bezüglich der Lebenserwartung deiner Mutter würde ich nur bedingt trauen. Die guten Ärzte, die ich kennenlernte, machten keine Prognosen oder nur sehr vage. Mein Mann lebte ein Jahr länger, als die erste Prognose vorausgesehen hatte.
Ja, es wird besser mit der Zeit. Ich habe gelernt, dass es sehr hilft, sich nicht gegen den Schmerz zu wehren, sondern ihn kommen zu lassen. Wie eine Welle. Er ebbt dann wieder ab, kommt wieder... Mit der Zeit lernte ich , damit umzugehen, es als Teil meines Lebens anzunehmen.
Es wird aber auch leichter mit der Zeit, die Wellen kommen seltener, und die intensiven Momente werden weniger. Manchmal bedauere ich es fast, wenn der Alltag die Trauer und damit das, was von mir meinem Mann blieb, überlagert.
Ich drück dich
martina
Hallo Ihr Lieben,
hier auch noch mal ein Lebenszeichen von mir. Ich hatte in den letzten Tagen Stress mit dem WLAN und kam nicht ins Internet. Und dann war ich noch ein paar Tage in Köln bei meiner Mama, weil ich doch Weihnachten nicht da bin.
Liebe Mel,
ich kann Dich gut verstehen. Mir ging es ähnlich. Gleich nach unserem Urlaub ist mein Schatz am 12. Juni ins Krankenhaus gekommen, am 14. erfuhren wir, dass er Magenkrebs mit Metastasen an Knochen und Leber hatte. Am 28. Juni teilte mir der Arzt mit, dass mein Mann das Wochenende wahrscheinlich nicht mehr überleben würde und am 29. Juni ist er gestorben. Es ging so schnell, dass ich mich nicht darauf vorbereiten konnte. So vieles konnte nicht mehr gesagt werden. Zurückgeblieben ist eine unendliche Leere.
Sicherlich ist es richtig, dass unsere Männer nicht lange leiden mussten. Aber dass ist nur ein schwacher Trost und hilft nicht, den Schmerz zu überwinden.
Für Dich ist es ja auch noch besonders schlimm, weil auch Deine Mama an dieser Sch...krankheit leidet und es keine Hoffnung auf Heilung gibt.
Ich wünsche Dir - besonders für die bevorstehenden Feiertage - dass Du die Kraft hast, irgendwie damit klar zu kommen.
Ich umarme Dich ganz fest.
Hanne
P.S. an Ingrid:
Wir sehen uns in Puerto de la Cruz.
ingrid1956
11.12.2007, 18:03
Hallo Ihr lieben hier !
Loreena : Ich düse am 19.12. ab
Taube 23 : Ich freu mich schon auf unser Cafe Treff :-)
Mel : Mei herzliches Beileid, auch mein Mann verstarb an dem blöden Schalentier , er hatte Darmkrebs mit Metas in der Leber und zum Schluss überall. Ich verlor ihn am 6.9. diese Jahres.
Ja ich click Weihnachten aus oder versuch es zumindest , mal schaun was draus wird.
Aber langsam freu ich mich doch drauf ,auch wenn ich noch nie im Flieger saß und dann gleich 5 std. und alles allein, ohne jemand bekannten:weinen:
ich meld mich nochmal bevor ich abdüse
servus aus Niederbayern
Ingrid
@ Martina: Schlimm, wenn es einen plötzlich wieder so runterzieht. Stimmt, wir müssen es annehmen, denn weglaufen können wir nicht, und es tut nun mal schrecklich weh, einen geliebten Menschen zu verlieren. Die Trauer kann man nicht in 14 Tagen abarbeiten und manchmal denke ich, sie wird mich immer begleiten. Hoffentlich geht es dir langsam wieder besser.
Heiligabend ist natürlich ein extremer Tag zum Sterben, aber sicher wird dir dein Glaube gerade da bestimmt auch Hoffnung geben.
@ Mel: Natürlich darfst du dich hier einklinken. Erstmal ein trauriges Willkommen. :knuddel:
Dass dein Mann kürzlich starb und jetzt deine Mutter noch sehr krank ist, ist wirklich sehr heftig. Ich wünsche dir ganz viel Kraft, das durchzustehen.
@ Hanne: Ich finde das ja so klasse, dass ihr euch in Puerto de la Cruz treffen werdet. Das Internet ist manchmal so eine tolle Erfindung. :rotier2:
@ Ingrid: Schön, dass du dich dafür entschieden hast, zu reisen. Und immerhin wirst du ja am Urlaubsort erwartet. Auf jeden Fall bedeutet es Ablenkung. Je näher Weihnachten heranrückt, desto mehr bekomme ich auch Fluchtgedanken.
Sonntag war ich in Wuppertal in der Renoir-Ausstellung. Ich liebe es, solche Gemälde anzusehen, und habe es ganz intensiv wahrgenommen. Eine ehemalige Kollegin und ihr Mann waren mit mir dort. Anschließend waren wir noch Mittagessen und haben uns nett unterhalten. Auf der Rückfahrt alleine im Auto und mit der Aussicht auf die leere Wohnung hat es mich dann wieder richtig erwischt. So ein Sch***. Wir haben doch bisher immer alles zusammen gemacht. Mit wem soll man sich anschließend austauschen? Zu Hause kann ich nur vor die Wand reden. Nee, nee, das macht alles keinen Spaß mehr. An manchen Tagen ist es überhaupt nicht auszuhalten.
Viel Kraft für euch alle, die Vorweihnachtszeit einigermaßen durchzustehen.
Loreena
Hallo Loreena,
wie sehr kann ich Dich verstehen ! Wenn ich versuche mich irgendwie abzulenken und mal hier oder mal dort hinfahre geht es für ein Weilchen.
Obwohl mein Mann mir auch da fehlt, weil wir auch immer alles zusammen gemacht haben.Aber dann auf dem Nachhauseweg kriecht es schon in einem hoch, diese Angst vor der Leere wenn man nur die Tür aufschliesst.
Im Moment könnt ich mich ins Bett legen und nie wieder aufstehen!
Je näher die Weihnachtstage kommen je mehr hab ich das Gefühl es einfach nicht mehr aushalten zu können, es wird Dir auch so gehen.
Und man kann einfach nichts tun, ist alledem so hilflos ausgesetzt.
Viele Grüsse und viel Kraft für die nächste Zeit wünsche ich allen, die hier trauern.
Geli
Hallo Ihr Lieben,
es kostet so viel Kraft, jeden einzelnen Tag durchzustehen. Es erscheint mir wie ein mühsames Abarbeiten von Pflichten.
Vorgestern habe ich mich zum ersten Mal seit 5 Jahren gegen das Mobbing im Büro gewehrt. Bisher habe ich immer alles über mich ergehen lassen und konnte gar nicht glauben, dass ein Mensch mir so etwas antut.
Ich hatte einen Punkt erreicht, wo ich dachte, mehr kann man dich nicht mehr demütigen. (Ich hatte meiner Kollegin 4 x nacheinander eine dienstliche Frage gestellt und sie sah nach unten und antwortete nicht). Erstaunlich, dass ich plötzlich die Kraft hatte, wieder zu kämpfen. Ich habe mich auch in anderen Situationen nicht mehr unterbuttern lassen. Irgendwie schienen alle darüber verblüfft zu sein.
Ich habe auch zwei Einzelgespräche mit Kollegen geführt, um ihnen ihr verletzendes Verhalten mir gegenüber mal klar zu machen. Und das ganz ruhig und sachlich. Die waren auch ganz baff, als ich ihnen mal den Spiegel vorgehalten habe. Ich glaube nicht, dass sie beim nächsten Mal diese fiesen Spielchen einfach mitmachen.
Scheinbar musste ich wirklich erst ganz unten ankommen, damit es wieder bergauf geht. Jedenfalls kenne ich jetzt meinen Weg dort und bin darüber erleichtert. Und ich gehe keinen Schritt mehr zurück !!!
Ich schreibe das so ausführlich, weil ihr mir Mut gemacht habt, das nicht länger hinzunehmen. Ich danke euch so sehr dafür.
@ Geli: Ich flüchte Weihnachten zu meiner Mutter. Trotzdem wünsche ich mir, Weihnachten wäre schon vorbei. Obwohl..., dann wird es ja auch nicht wirklich besser. Es ist schon eine schwere Zeit.
Den Wunsch, sich ins Bett legen zu können und nicht mehr aufzustehen, kenne ich auch.
Liebe Grüße an euch alle
Loreena
Liebe Loreena,
ich finde es toll, dass Du Dich endlich gewehrt hast. Weiter so. Ich hoffe, wenn deine Kollegen merken, dass Du Dir nicht alles gefallen lässt, werden sie aufhören, Dich weiter so zu verletzen. Ich wünsche Dir weiter die Kraft, Dich zu wehren.
Jetzt wird es langsam ernst mit meinem Urlaub auf Teneriffa.
Deshalb heute schon an alle im Forum stille und besinnliche Weihnachtsfeiertage. Ich wünsche Euch, dass Ihr die schwere Zeit gut übersteht. Es wird für uns alle sehr schwer werden.
Das neue Jahr kann ja nur noch besser werden, schlimmer als das alte Jahr geht ja nicht mehr. Vielleicht gelingt es uns irgendwann, mit dem Schmerz besser fertig zu werden.
Viele liebe Grüße und bis zum nächsten Jahr. Ich drücke Euch ganz fest.
Eure Hanne
Liebe Hanne,
wenn ich hier nicht meine Mutter und die Tante hätte, wäre ich sicher auch geflüchtet vor diesen anstehenden Tagen. Ich kann euch gut verstehen.
Ich wünsche euch Ablenkung und Erholung, die ihr nach der schweren Zeit braucht. Sicher werden eure Gedanken oft zu euren Männern zurückkehren. Das wäre an jedem Ort der Welt so. Ich wünsche euch, dass es einigermaßen erträglich ist.
Gute Reise - und denkt mal an uns, wenn ihr euch zum Kaffee trefft. :winke:
LG
Loreena
martinaIna
16.12.2007, 16:35
Hallo Loreena,
super!
Ich hab mich so gefreut, als ich gelesen habe, dass Du Dich gewehrt hast.
Allen Urlauberinnen viel Spaß und ganz viel neue bereichernde Eindrücke.
Grüße
martina
ingrid1956
16.12.2007, 22:53
Hallo Ihr lieben !
Super Loreena das du dich endlich gewehrt hast, nur weiter soooo.
Möchte auch allen hier ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein Neues Jahr wünschen.
Ich wünsche für uns alle, das das Neue Jahr besser wird , schlechter als das vergangene kann es nicht mehr sein.
Bin dann mal wieder weg und melde mich im Neuem Jahr wieder .
liebe grüße
Ingrid
-- Hanne freu mich echt jetzt auf Teneriffa und auf unser Treffen
bis bald
Hallo Loreena,
es ist im Moment kaum auszuhalten,oder ?
Ich kann kaum aus dem Haus, bin nur am weinen.Wenn doch dieses schreckliche Jahr nur schon vorbei wäre !
Aber im neuen Jahr wird es auch nicht besser, denn dann kommen die nächsten Tage, Geburtstage, Hochzeitstag u.s.w.
Ich flüchte auch an den Feiertagen überal mal hin, zu den Kindern und Freunden. Aber abends wenn man nach Hause kommt, das dunkle leere Haus aufschliesst ! Ich hab so grosse Panik davor es nicht auszuhalten.
Viele liebe Grüsse
Geli
Ich wünschte , du könntest noch einmal hören
wie ich deinen Namen rufe,
mit bebender Stimme.
Ich wünschte du könntest noch einmal
mir in die Augen sehen,
die jetzt mit Tränen gefüllt sind.
Manchmal wünsche ich auch,
ich könnte dir einfach folgen
und müsste dem Schmerz nicht standhalten.
Einmal wird auch mir der Ruf gelten
und dann werde ich sein wo du bist,
umfangen von Liebe und ohne Traurigkeit.
@ Geli: Es ist wirklich unerträglich. Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass ich Angst vor dem Weihnachtsfest habe. Aber letzten Montag ging es mir schon so schlecht wie seit Monaten nicht mehr. Auf einmal. Meine Mutter kam, damit ich nicht alleine war.
So, wie in deinem Gedicht, fühle ich mich auch manchmal. Und der Gedanke an ein Wiedersehen macht mir mehr Angst vor dem Leben als vor dem Tod.
Gut, dass wir uns hier gegenseitig ein wenig stützen können in dieser schweren Zeit.
@ Martina: Geht es dir wieder etwas besser nach dem Tief neulich? Aber vermutlich auch nicht wirklich, wenn du an den Todestag denkst, der bald ansteht.
@ An alle anderen hier: Liebe Grüße und viel Kraft.
Loreena
martinaIna
20.12.2007, 23:06
Hallo Ihr Lieben,
Hallo Loreena,
doch, es geht mir besser.
Ja, der Jahrestag rückt näher. Den kann ich ja beim besten Willen nicht übersehen. Bin nämlich die weltbeste Geburtstagsverpennerin. Peter wusste das. Aber 24-12-06 ist wirklich markant genug.
Ich hab mír am 24. Arbeit "aufgehalst" und halte ne Andacht - das ist gut so und ansonsten will ich alleine sein. Na ja, vielleicht noch gucken, was im Fernsehn läuft.
Die Weihnachtstage bekomm ich dann Besuch. Aber dann ist es auch rum.
Der Vorteil des Landlebens ist, dass ich nicht so mit dem Weihnachtsgedudel genervt werde. Geschenkehektik kenn ich nicht, ich muss niemanden etwas zu Weihnachten schenken. Für gute Freunde stell ich ein kleines Päckchen mit Futtersachen zusammen - mehr nicht. In der Familie haben wir das mit dem Geschenketerror schon lange abgeschafft - hat ja niemand kleine Kinder. Wenn ich was sehe, was für jemand passt, dann schenke ich (notfalls auch mitten im Jahr), ich muss aber nicht.
Ich darf nur nicht anfangen, zu überlegen, wie es wäre, wenn er jetzt da wäre und was wir dann machen würden. Ich überleg besser, was ich jetzt mache und wie ich den Tag, besonders den Abend, zubringe. Vermutlich bekomme ich einige Anrufe. Vielleicht trink ich einfach mal ein Glas Rotwein mehr und geh früh zu Bett oder surf hier im I-net.
Mal sehn. Der Tag geht auch vorbei und dann geht's sowieso wieder aufwärts und die Tage werden auch wieder länger.
Grüße
martina
Liebe Martina,
es ist sicher gut, dass du dich mit Arbeit zugepackt hast für den Tag.
Ich habe mich in die Hausarbeit gestürzt, um mich abzulenken. Mit Geschenken habe ich auch keinen Stress mehr. Es sind nur noch 5 kleine Geschenke, die ich benötige. Und die habe ich alle.
Vorhin bin ich an dem Fotoalbum vorbeigegangen. Heute ist wieder ein Tag, an dem ich die Bilder nicht ansehen kann, auf denen wir getanzt und gelacht haben.
Liebe Grüße
von Loreena
Heiligabend. Seit Monaten denke ich daran, heute das erste Mal seit 35 Jahren ohne ihn zu sein an diesem Tag.
Ich gehe in der Wohnung hin und her: Wo bist DU??? Wo ist meine Welt???
Es ist so unwirklich. Nicht auszuhalten. Der Schmerz ist unermesslich. Ich fühle mich so verloren.
Ja, ich weiß, dass es euch heute ähnlich geht. Deshalb schicke ich ein extragroßes Kraftpaket an alle und wünsche euch ein geruhsames, friedvolles Fest.
Loreena
Hallo Loreena,
2 Tage sind fast geschafft und sie waren grausam!
Danke für die Kraftpakete,die Du verteilt hast !
Wie ist es Dir ergangen ?
Bei uns waren es auch 33 Weihnachtsfeste, die wir zusammen erleben durften.
Ich kann es einfach nicht begreifen,dass es jetzt vorbei sein soll.
Ich denke immer noch ,dass er doch bald endlich nach Hause kommen muss. Es reicht doch nun die Zeit des Getrenntseins! Heute bei den Kindern habe ich mich auf ´seinen ´ Platz gesetzt, damit ich den Stuhl nicht leer sehen musste. Aber es war einfach kaum auszuhalten, die Tränen liefen unentwegt.Morgen wird es nicht anders, bei unseren Freunden, wo er auch so krank ist. Dieses Alleinsein, diese Sehnsucht, sie wird immer grösser.
Warum nur, warum ist das Leben so ungerecht !
Dann hab ich etwas gelesen, das mir sehr gut tat, irgendwie:
Stirb , mein Geliebter, etwas früher als ich,
etwas nur,
damit nicht DU es bist ,
der den langen Weg allein nach Hause gehen muss.
Ein schöner Spruch, oder ? Aber doch viel zu früh, oder ist es tatsächlich nur etwas früher ? Wer weiss das schon !
Viele Grüsse und Euch allen hier viel Kraft !
Geli
Guten Abend Ihr Lieben,
auch wir haben den heiligen Abend überstanden.
Wir haben ihn so gefeiert wie jedes Jahr, das hatte ich mit meinen Kinder besprochen, es war natürlich anders, er fehlt uns allen sehr, aber wir haben es ganz gut hinbekommen, haben viel über frühere Weihnachtsfeste gesprochen und natürlich auch geweint, aber es war nicht so grausam wie ich es mir vogestellt hatte.
Meine Kinder sind schon große Klasse, es hat uns alle zusammen geschweisst.
Ich wünsche allen noch ein paar besinnliche Tage.
Marianne
@ Marianne: Schön, wieder von dir zu lesen, auch wenn der Anlass hier nicht so toll ist. Ich freue mich sehr, dass deine Kinder so eine Stütze für dich sind.
Ich bin über Weihnachten bei meiner Mutter gewesen und das war gut so. Es waren noch andere Verwandte dort und es gab viel zu tun, so dass ich etwas abgelenkt war. Ich war an allen 3 Tagen auf dem Friedhof. Es war natürlich sehr schwer, aber schlimmer war es, als ich vorhin nach Hause kam, und im Fernsehn etwas über San Francisco gesehen habe, wo es uns im Urlaub so gut gefallen hat. Ich hatte eine dicke Gänsehaut, ein schmerzverzogenes Gesicht und dachte, ich kriege keine Luft mehr (ich kann noch immer nicht weinen). Ich musste den Fernseher ausschalten. Das lässt ahnen, dass ich noch sehr lange den Schmerz aushalten muss.
@ Geli: Ja, den Spruch habe ich auch neulich hier entdeckt und ich fand ihn so treffend. Man wünscht dem Menschen, den man liebt, wirklich nicht, dass er diesen unbeschreiblichen Schmerz ertragen muss.
Vielleicht ist das auch ein kleiner "Trost":?
Unsere Lieben wachsen,
wenn sie gegangen sind,
in uns hinein,
werden Teil von uns,
geben uns ihre Liebe und Kraft.
Und am Ende bewahren
wir sie unsichtbar in uns.
Der leere Platz am Tisch war natürlich bei uns auch so ein trauriger Anblick. Ich war deshalb so fertig, dass ich beim Servieren den Rotkohl quer über den Tisch, den Stuhl und den Teppich verteilt habe.
Bestimmt war es auch nicht leicht bei deinen Freunden, wo er doch auch so krank ist. Aber schön, dass ihr zusammenhaltet. Sind die beiden auch erst in eurem Alter?
Liebe Grüße
Loreena
martinaIna
27.12.2007, 13:21
Loreena,
manchmal sehe ich Komik in all dem Schmerz und der Traurigkeit.
Ich muss schon schmunzeln, wenn Du Rotkohl so dekorativ verteilst. :) Dieses Trauerritual ist mir neu.
Hoffe, es bleiben keine Flecken.
Heilig Abend kam ich erst gegen 21 Uhr nach Hause. Ein Mann lag im Sterben und die Familie wollte noch ein Hausabendmahl feiern. War schön, wie wir da in dem Zimmerchen zusammen waren.
Hab dann noch kurz bei Freunden rein geschaut. Dann hab ich mir mein Resteessen aufgewärmt (musste weg und war total unweihnachtlich) und noch ein paar Kleinigkeiten für den Besuch am nächsten Tag vorbereitet und schon war's 24 Uhr und der Tag rum.
Mit dem Freund, der dann am ersten für die beiden Feiertage kam, habe ich dann gut die Tage verbracht. Zu zweit ist man weniger einsam.
Jetzt bin ich wieder allein und mein erster Gang ist an den PC und gucken, was ihr so schreibt.
Sylvester hab ich das Haus voller Besuch. Muß morgen dafür einkaufen.
Grüße martina
Hallo Loreena,
ja die Beiden sind auch in unserem Alter und wir kennen uns alle schon seit wir geheiratet haben, über 32 1/2 Jahre.
Als ich am 2. Feiertag dort war, sprach die Mutter von unserem Freund mit mir, sie war gerade zu Besuch dort. Sie sagte,dass sie mit ihm über meinen Mann geredet hatte und ihm dabei die Tränen liefen. Das hatte sie noch nie erlebt bei ihrem Sohn, sie war ganz fertig und sagte mit ihren 84 Jahren,dass doch lieber sie von der Welt gehen möchte, er ist doch ihr einzigstes Kind.
Aber leider wird keiner danach gefragt.Ich hatte auch versucht zu ´handeln ´
und gesagt ,dass ich meine verbleibene Zeit mit meinem Mann sofort teilen würde. Die letzten Tage waren furchtbar, es ist als ob man aus diesem Loch garnicht wieder rauskommt. Die Sehnsucht wird von Tag zu Tag grösser.
Ich war heute auf einer Abschiedsfeier einer Nachbarin, die hier wegzieht.
Habe es nur 1 Stunde ausgehalten, ausser der Gastgeberin alles Paare dort und als es dann losging mit dem Erzählen wer alles gestorben ist und dann die Bemerkung kam, dass es schade um meinen Mann ist, da ging einfach nichts mehr. Ich habe gerade ein Buch gelesen ´Der Weg ins Jenseits ´, es steht zwar etwas darin was mir nicht so gefällt, aber es hat mir ansonsten sehr geholfen. Zeigt es doch,dass alles ´normal ´ ist was man gerade durchmacht und wo ich oft denke ich reagiere zu heftig . Am Montag der Jahreswechsel wird nochmal arg schlimm, auch der Neujahrstag, denn der war immer ein besonderer Tag für uns. Dann werden wir weitersehen! Verbringst Du Sylvester bei Deiner Mama ?
Viele Grüsse
Geli
Hallo Ihr Lieben,
ich moechte mich aus dem Urlaub melden. Viele Gruesse von mir und Ingrid.
Wir haben uns schon getroffen und wollen am 1. Januar nochmals zusammen Kaffee trinken.
Ich hoffe, Ihr habt die Weihnachtstage so gut es geht ueberstanden.
Von hier aus zunaechst einmal ein gutes neues Jahr. Das kann ja nur besser werden.
Ich melde mich wieder, wenn ich zurueck bin.
Liebe Gruesse
Hanne
@ Hanne: Ich habe an euch gedacht. Schön, dass du dich meldest. Ganz liebe Grüße zurück, auch an Ingrid. Ich hoffe, Ihr hattet etwas Ablenkung und es geht euch gut.
@ Geli: Meine Oma war 86, als sie erst ihre Tochter mit 30, ihren Mann mit 55 und ihren Sohn mit 60 verloren hatte. Drei Monate nach dem Tod meines Vaters ist sie dann auch gestorben.
Wie schwer muss es für euren Freund sein, in Trauer um deinen Mann zu sein und selbst vor dieser Situation zu stehen. Gut, dass ihr euch gegenseitig stützen könnt.
Meine Sehnsucht ist auch so groß. Die Gewissheit, dass sie niemals gestillt werden kann, ist so grausam. Ich glaube aber daran, dass wir im Jenseits wieder vereint sind. Die Frage ist, wie man es bis dahin schaffen soll, dieses traurige und sinnlos erscheinende Leben zu bewältigen.
Die Situation "alleine mit Paaren" hatte ich auch schon. Seitdem weiß ich, wie einsam man sich unter Menschen fühlen kann.
Gelesen habe ich auch in der letzten Zeit:
Geheimnis Sterben / Bernard Jakoby
Dem Leben neu vertrauen / Elisabeth Kübler-Ross + David Kessler
Meine Trauer wird dich finden / Roland Kachler
Leben nach dem Tod / Raymond A. Moody
Ohne meinen Mann / Liliane Giudice
Keine Zeit zum Abschiednehmen / Beatrix Gerstberger
Silvester kommt meine Mutter, die Tante und der Onkel zu mir. Inzwischen graut mir aber gar nicht mehr so vor den Feiertagen, weil eigentlich jeder Tag die Hölle ist.
@ Martina: Das hört sich nach einem neuen Versuch an, etwas gegen die Einsamkeit zu unternehmen, oder sehe ich das falsch?
Liebe Grüße
von Loreena
martinaIna
30.12.2007, 14:21
Ach Loreena,
Versuche gegen die Einsamkeit gibt es viele bei mir.
Manchmal klappt es für eine kurze Zeit.
Das reicht.
Aber auch wenn es gelingt, die Einsamkeit mal zu vertreiben (und es bleibt ja jeder Mensch einsam, selbst in einer noch so gelungenen Beziehung ist man/frau Individuum) so bleibt immer ein "Trauereckchen" im Herzen.
Ich lese, arbeite, durchdenke gerade einen Text "Leben als Fragment". Der trifft es sehr gut.
Wir sind nie ganz. Wir sind Fragment dessen, was alles nicht war und hätte sein können (in der Vergangenheit) und Fragment dessen, dass wir nicht vollendet sind, sondern was alles aus uns noch werden kann (Zukunft).
Als Fragment sind wir doch nie in uns ruhend, völlig zufrieden. Aber gerade das zeigt, dass wir andere Menschen brauchen. Befähigt zur Liebe. Nicht um gemeinsam ein Ganzes zu werden- aus zwei Fragmenten kann man noch lange kein Ganzes bilden- aber weil uns was fehlt und andere was haben, was uns fehlt. Nie alles, aber ein weiteres Stückchen eben.
So ungefähr. Hoffe, der Grundgedanke ist verstehbar.
Ich drück dich
martina
Ja, habe ich verstanden, Martina. Und wie wichtig diese Menschen für mich sind, zu denen vor meinem Witwendasein bereits ein guter Kontakt bestand, habe ich jetzt begriffen.
Langsam beginnt diese Einsamkeit an mir zu nagen. Ich hätte vorher nicht gedacht, wie schlimm das ist. Ich kannte das ja gar nicht.
Heute habe ich 4 Leute zu Besuch und übermorgen gehe ich wieder arbeiten (gleich mit Urlaubsvertretung). Also erstmal ab heute Abend wieder Ablenkung genug.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und alles Gute für 2008. Zum Jahreswechsel werde ich an euch denken.
Dann bis zum nächsten Jahr hier im Forum
Loreena
martinaIna
03.01.2008, 18:52
So, uff, jetzt liegen diese Feiertage endlich hinter uns.
Ich hoffe, Ihr seid gut drüber gekommen.
Dieses Jahr kann ja nur besser werden, als das alte!
Darauf proste ich nachträglich.
@ Loreena,
ja komisch. Die vergangenen Monate machte mir das Alleinsein wenig aus. Ich war traurig, Peter fehlte mir, aber mir "fiel nicht die Decke auf den Kopf". Erst die letzten Tage kommt sie mir bisweilen bedrohlich nahe.
Ich erlebe ein Gemisch aus Trauer um Peter und immer mal wieder das schmerzliche Gefühl, dass er mir fehlt und dann gibt es noch das Gefühl der Einsamkeit. Das nimmt in letzter Zeit zu, die Trauer hingegen wird weniger schmerzlich. Oft muss ich jetzt an lustige Momente mit ihm denken und immer weniger an die schmerzlichen.
Grüße
martina
Hallo Ihr Lieben,
gestern Abend bin ich wieder zu Hause angekommen. Ich hoffe, Ihr habt die Feiertage irgendwie überstanden.
Sicherlich war es für mich richtig, über die Feiertage in den Süden zu fliehen. Aber jetzt hat mich der Alltag wieder und im Grunde hat sich nichts verändert. Die Einsamkeit hat mich wieder eingeholt. Heute morgen bin ich als erstes zum Friedhof gefahren und habe zunächst einmal geheult. Es ist mir mal wieder bewusst geworden, dass ich nichts mehr zurückholen kann und sich daran nichts mehr ändert.
Ich war froh, Ingrid auf Teneriffa zu treffen. Wir haben uns gleich gut verstanden. Es tut gut, mit jemandem reden zu können, dem es genauso geht. Wir wollen den Kontakt auch weiter aufrecht halten.
In den nächsten Tagen kommt auch noch ein Bild von uns. Ich muss erst noch die Fotos runterladen.
Es ist heute noch nicht zu spät, Euch allen für das Neue Jahr alles Gute zu wünschen. Ich hoffe für uns alle, dass es besser wird als das letzte.
Liebe Grüße
Hanne
Ein liebes Hallo an alle, die hier schreiben!!
Nach meiner Internet-Zwangspause habe ich hier bisher nur still mitgelesen...Darf ich mich (wieder) einreihen?! -Treffe ich doch hier manche, die sich auch schon an anderer Stelle unterhalten hatten...
Ich bin sehr, sehr froh, dass wir alle die schwierige Zeit der letzten Wochen irgendwie überstanden haben....und hoffe und wünsche, dass jede von uns in diesem neu begonnenen Jahr ein Stückchen weiter kommt, auf unserem "Weg allein" - so unerwünscht er auch war und so beschwerlich er auch ist....
Dafür wünsche ich uns allen so viel Kraft wie möglich!!!!
@Loreena: Toll, dass Du Dich der "Mobbing-Tante" gegenüber gestellt hast!!! Bleib dabei, alles andere hat eh keinen Zweck und macht Dich nur zusätzlich kaputt...
Was die gesundheitlichen Probleme angeht: ich kenne das mit der Psycho-schiene und war auch bereit, das meinem Arzt zu glauben...Inzwischen hat sich aber heraus gestellt, dass durch den ganzen Druck und Stress der vielen Monate die Schilddrüse aus dem Ruder gelaufen ist...Nur mal als Hinweis, ist das bei Dir kontrolliert worden??
Alles Gute für Euch !!!
Katty
@ Martina: Ich habe eigentlich jetzt, nach über 6 Monaten wirklich realisiert: Er ist nicht mehr hier und kommt auch nicht mehr. Deshalb spüre ich wohl diese Einsamkeit jetzt so sehr. Jede neue Station der Trauer ist furchtbar. Ich bin echt froh, mich hier mit euch austauschen zu können.
@ Hanne: Schön, wieder von dir zu lesen. Bestimmt hat es mit der Ablenkung dort besser geklappt als hier zu Hause. Und bestimmt ist es hart, jetzt wieder zurück im Alltag zu sein.
Es freut mich sehr, dass dein Treffen mit Ingrid so nett war, und ihr weiter Kontakt halten wollt. Und ja, ein Foto würde ich natürlich gerne sehen.
@ Katty: Na klar, darfst du dich wieder einreihen. Danke, die Kraft für unseren weiteren schweren Weg können wir alle gebrauchen.
Dass meine Schilddrüsenfunktion nicht in Ordnung ist, hat man vorletztes Jahr im Krankenhaus festgestellt und ich bekomme Medis.
@ Geli: Hallllooooo, wo bist du?????
Mir macht das Leben immer noch keinen Spaß. Ich empfinde es als Quälerei. Das soll jetzt die Zukunft sein? Es gibt so viel, was ich vermisse. Aber wem sage ich das...
Ganz liebe Grüße
Loreena
Hallo, ich wünsche auch Allen die hier lesen noch ein gutes, neues Jahr mit vielen schönen Momenten, Freude und Gesundheit !
Ich wünsch uns,dass es Stückchen für Stückchn etwas leichter wird mit dem Verlust leben zu können. Auch wenn ich es mir im Moment noch garnicht vorstellen kann, so lese ich doch,dass es geht und das macht mir Mut.
Loreena, da hat Deine Oma ja viel mitgemacht , schrecklich!
Sylvester war bei uns auch nicht ohne, ich war ja bei unseren Freunden, wo auch er so krank ist. Wir standen dann kurz vor dem Jahreswechsel mit unseren Sektgläsern da und fingen alle an zu weinen. Es ist aber auch wirklich schön diesen Zusammenhalt zu spüren, aber die Gedanken spielen immer wieder verrückt.
Ich hab mir die Bücher mal aufgeschrieben, die Du gelesen hast. Kannst Du sie alle empfehlen, oder einige besonders ?
Ich hab bisher gelesen : Über den Tod und das leben danach von Kübler-Ross, Die heilende Kraft der Trauer von Verena Kast,Der Weg ins Jenseits von Hans Stolp.
Jetzt hab ich ein Buch , auch von Hans Stolp : Begegnungen im Lichtreich ,das hab ich aber noch nicht gelesen.
Und ein Buch, das mir sehr gefällt. Es heisst :Ich will dich nicht vergessen,ist von Jo Eckardt. In diesem Buch kann man mitwirken,man kann Fotos und Erinnerungen einkleben, Gedanken eintragen,viele Fragen beantworten und einen Abschiedsbrief an den Verstorbenen schreiben. Manche Dinge kann man auch erst später eintragen wenn man sich sicherer ist. Ich glaube es ist eine gute Sache, dieses Buch, auch für später wenn eine gewisse Zeit vergange ist und man wieder darin liest. Viele Grüsse für heute
Geli
Hallo Ihr Lieben,
hier ist das versprochene Foto.
Doch zunächst einmal:
@ Katty: Schön wieder von Dir zu hören. Auch ich wünsche Dir für das Neue Jahr die Kraft, die neue Situation zu meistern. Irgendwie muss es ja weitergehen.
@ Loreena:
Mir geht es genau so. Jetzt fange ich an erst richtig zu realisieren, dass nichts mehr so wird wie es war. Ich begreife jetzt erst, dass ich für immer ohne ihn sein werde und dass er nie mehr zurückkommt. Ich spüre im Moment nur Leere.
Auch ich habe eine Frage wegen der Bücher. Welche kannst Du empfehlen?
Trotz aller traurigen Gedanken wünsche ich Euch ein schönes Wochenende.
Hanne
martinaIna
05.01.2008, 16:38
Hallo Taube,
schön, dass Du wieder gut gelandet bist. (Wie es sich für ein Täubchen gehört)
Es ist zwar etwas unscharf, aber trotzdem ein schönes Foto. Wer ist wer?
Ich finde, es sieht nach Urlaub und gutem Gespräch aus. Jedenfalls nicht nach Trauerstimmung.
Vielleicht sollten wir hier rechtzeitig bekannt geben, wer wohin reist, damit solche Urlaubstreffen noch ganz oft stattfinden.
Grüße
martina
Hallo Ihr Lieben !!!
Mir geht es im Moment mal wieder so richtig schlecht....
Seit vorgestern: Depri-Phase total...:weinen: :weinen: :weinen:
Was ist das nun wieder?? - Die Nachwirkung der letzten Wochen, in denen man meinte, besonders gut und tapfer "alles" überstehen zu müssen??
Wie geht es Euch?? Ich hoffe, ein bisschen besser als mir gerade....
@ Liebe Hanne: Auch von mir: Danke für Euer schönes Foto!!!! Konnte beim Ansehen immerhin mal wieder lächeln....Eure Entscheidung zur zeitweisen Flucht von zu Hause war wohl doch die Richtige für Euch und ich schliesse mich Martinas Schlussfolgerungen an.....
@ Loreena: Deine Frage: "Das soll jetzt die Zukunft sein?" trifft es punktgenau!!!!!!
"Soll" wohl nicht... - aber keine Vorstellungskraft wie an dieser Hoffnungslosigkeit etwas zu ändern ist.....
@ Geli: Ich habe mir dieses Buch von Jo Eckardt inzwischen bestellt. Das hört sich wirklich gut an...
Danke auch für Deine Zeilen "bei mir" !!!
Liebe Grüsse an Euch!!
Katty
Hallo Ihr Lieben,
erstmal ein Gedicht, das ich gerade entdeckt habe:
Eine wundervolle und einzigartige Feder,
hält man fest in der Hand.
Die Liebe, die eine Familie verband.
Ein Vogel will Sie tragen,
zu den Sternen,
die leuchten wie nie.
Doch braucht er die Feder,
weil er sonst nicht fliegt.
Der Wind ist zu stark,
du kannst sie nicht halten.
Drum lass sie los,
aus deinen Händen gleiten.
Und bist du auch traurig,
weinst meist in der Nacht,
schau zu den Sternen,
die der Herr Gott bewacht.
Wo Liebe verbindet,
bleiben Seelen vereint.
Denn tief drinnen im Herzen,
bleibt Sie immer daheim.
(Inge Meliones)
Thema Bücher:
Das Buch "Geheimnis Sterben" würde ich eher empfehlen, wenn ein Angehöriger in der letzten Phase ist. Da finde ich es sehr hilfreich.
Das Buch "Ohne meinen Mann" spricht mir aus der Seele. Man hat oft das Gefühl, das auch selbst so empfunden zu haben. Für mich eines der wichtigsten.
Das Buch "Leben nach dem Tod" ist für mich ganz wichtig, da mir diese Nahtoderfahrungen sehr viel Hoffnung gemacht haben. Ich bin ja eher ein misstrauischer Mensch bei solchen Dingen, aber ein ehemaliger Kollege von mir hat es selbst erlebt. Als eine Herz-OP anstand, sagte er mir, dass er vor dem Tod eigentlich keine Angst hat, da er bei einer vorhergehenden OP für eine gewisse Zeit klinisch tot war. Es war dort drüben so schön, dass er sehr enttäuscht darüber war, als er von den Ärzten zurückgeholt wurde....
Die Kübler-Ross-Bücher sind ähnlich.
Das Buch "Meine Trauer wird dich finden" finde ich gut, weil endlich mal jemand begriffen hat, dass nicht alle Angehörigen/Hinterbliebenen mit dem ewigen "du musst auch endlich mal loslassen" gequält werden wollen. Es gibt vieles, was ich niemals loslassen möchte. Nur daran kann ich mich überhaupt hochziehen.
Eure Buch-Tipps sind mir auch sehr willkommen und ich habe mir auch schon Titel rausgeschrieben von Büchern, die ich lesen möchte.
@ Hanne: Danke für das Einstellen des Fotos. Schön, euch mal zu sehen. :) Ich finde das auch so klasse, dass ihr euch dort getroffen habt. Und die Idee von Martina, Urlaubsziele für weitere Treffen zu nennen, ist auch klasse. :)
Wann trifft Ingrid wieder ein?
@ Geli: Wenn ich von deiner Situation kurz vor'm Jahreswechsel lese, kommen mir die Tränen.
@ Katty: Ich kenne das. Manchmal habe ich das Gefühl, mir geht es ein ganz klein wenig besser, und dann erwischt es mich wieder eiskalt. Wir müssen unseren Schmerz ausleben. Da führt kein Weg dran vorbei. Als ich heute zum Friedhof ging, um eine Kerze anzuzünden, hat es mich auch wieder total nieder gemacht. Ich will dieses Leben nicht! Dann denke ich, dass ich meinem Mann diese Qual ja abgenommen habe, indem ich diesen schweren Weg gehen muss und nicht er.
Ich wünsche euch allen viel Kraft für die neue Woche.
Loreena
Hallo Loreena,
das Gedicht ist wunderschön ! Danke nochmal für die Buchtipps, werde mir ganz bestimmt noch einige bestellen. Das Lesen tut mir gut und ich werde die nächsten Tage viel Zeit dafür haben. Ich werde mich für ein paar Tage abmelden, ich weiss noch nicht wann ich wieder am PC sitzen kann.
Habe morgen eine KnieOP und gehe in die Klinik.
Auch wieder mit ganz traurigen Gedanken, denn mein Mann fehlt in dieser Situation so sehr. Ist zwar nur eine Knie OP, aber ich hatte noch garkeine OP, mit Narkose und Tubus u.s.w., darum bin ich doch etwas daneben. Mein Mann hätte mich hingebracht, wäre da wenn ich aufwachte und hätte mich nach Hause geholt , mich umsorgt bis ich wieder gehen kann und das fehlt so unsagbar. Immer wieder geschieht etwas wo man nun ganz allein durch muss!
Man will es doch garnicht ! Aber es kommen dann wieder diese Sprüche: Du bist doch stark, du schaffst das doch ! Und eigentlich ist garkeine Stärke mehr da, man kommt sich wie ein Häufchen Elend vor.
Viele Grüsse an Alle hier !
Das Urlaubsfoto ist sehr schön, Ihr seit Frauen,die im Leben stehen!
Ich finde es prima,dass Ihr Euch trefft! Ich habe durch ein Forum eine ganz liebe Freundin gewonnen, seit 2 1/2 Jahren schreiben wir uns fast täglich, telefonieren, ich hab sie sogar schon besucht mit meinem Mann, als er noch reisen konnte ,letzten Mai. Es tut einfach nur gut solche Menschen zu finden.
Viele liebe Grüsse
Geli
Liebe Geli, ich drücke dir die Daumen für die Knie-OP und denke an dich.
Vielen lieben Dank, Loreena, habe es noch gelesen !
Tschüss bis bald
Geli
Vielleicht bin ich ja meinem Schatz während der Narkose ganz nah? Näher noch als sonst ???
Hallo Ihr Lieben,
zunächst einmal gibt es ein paar Fragen zu beantworten.
Ingrid ist auf dem Foto rechts und ich bin links.
Sie fliegt am Mittwoch, den 9. Januar wieder zurück und will sich dann auch im Forum melden.
Vielen Dank für die Buchtipps, ich werde auch das eine oder andere bestellen.
Ich finde es auch schön, dass man im Forum so liebe Menschen trifft, die in der gleichen Situation sind. Es hilft ungemein, wenn man merkt, dass man verstanden wird. Im Grunde genommen geht es uns ja allen gleich.
@ Geli: Du hast recht, dass man die Sprüche: "Du bist ja so stark, toll wie Du das alles schaffst!" nicht mehr hören kann. Es ist doch so, dass man versucht, nach außen hin irgendwie zu funktionieren, aber eigentlich möchte man nur noch heulen.
@ Loreena: Das Gedicht ist wunderschön, vielen Dank!
Wie ist eigentlich im Moment die Situation mit Deinen Arbeitskollegen? Hat sich das mit dem Mobbing gebessert?
Seid alle von mir umarmt.
Liebe Grüße
Hanne
Hallo Hanne,
die Kollegin hat Urlaub, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass ich meinen Weg fortsetzen werde und das nicht mehr einstecke.
Zum Thema "blöde Sprüche":
Letzte Woche, als ich mit meiner Mutter in der Stadt war, traf ich eine Bekannte, die wusste, dass mein Mann tot ist. Sie fragte mich, wie alt ich denn jetzt sei. Als ich sagte "52", sagte sie zu meiner Mutter: Ach, sie ist doch noch jung, da wird sie wieder jemanden finden....
Ich war sprachlos und wäre am liebsten geflüchtet. Ich habe das Gefühl, ich bestehe nur aus Schmerz, und andere "verplanen" mich schon. :eek:
Liebe Grüße
Loreena
ingrid1956
10.01.2008, 20:37
Hallo Ihr lieben !
Auch ich bin wieder daheim gelandet.Und auch mich hat der Alltag und das leere Haus voll erwischt.
Aber ich zieh mich an den Haaren wieder raus , mein Umzug steht bevor. Hab heut schon einige (vor dem Urlaub ) gepackte Kartons in die neue Wohnung geschafft.
Die Feiertage habe ich ganz gut verbracht.Natürlich bin ich immer noch traurig und vermisse meinen Mann sehr, aber ich bin auch froh das er endlich erlöst ist.
Aber etwas positives hat dies alles auch , man lernt im Schmerz neue Leute kennen und man merkt das es allen so geht wie einem selbst.
Mit Hanne hab ich mich getroffen wie ihr ja schon erfahren habt und ich kann von mir sagen , das wir uns sympathisch sind und uns ganz nett unterhalten haben.
Hier noch mal das Bild von Hanne und mir.
@ Ingrid: Schön, von dir auch wieder zu lesen. :)
Klar, dass du für den Umzug jetzt alle Kraft brauchst. Ich wünsche dir, dass du dich im neuen Heim wohl fühlst (so gut es geht).
Vorhin war ich mit meiner Mutter einkaufen und sie traf eine ehemalige Arbeitskollegin und deren Schwester. Der Mann dieser Schwester liegt im Krankenhaus mit Lungenkrebs im Endstadium und sofort kamen mir die ganzen Erinnerungen wieder hoch. Man kann jetzt so gut verstehen, was die Angehörigen empfinden....
In den letzten Tagen werde ich wieder von Schlafstörungen geplagt und bin froh, dass Wochenende ist, und ich ausschlafen kann.
Ich freue mich, dass es euch gibt, und kuddel euch mal ganz fest.
Loreena
Hallo Ihr Lieben,
ich habe mich jetzt ganz langsam wieder eingewöhnt. Es geht mir im Moment wieder etwas besser. Ich sage mir immer wieder, dass es ja weitergehen muss. - und es geht ja auch irgendwie.
Für das Wochenende habe ich mir noch nichts vorgenommen. Vielleicht mache ich morgen noch irgendwas spontan, kommt auch auf das Wetter an.
Ich wünsche Euch auch ein schönes Wochenende, lasst Euch nicht unterkriegen.
Ich drücke Euch alle.
Hanne
Hallo an alle,
ich bin auch seit dem 3.1 Witwe,
bin gerade 48 Jahre alt geworden, und mein Leben ist im Eimer,
ich kann Euch so gut verstehen, ich arbeite von zuhause - einen online Versandhandel - da vereinsamt man immer mehr, manchmal gehe ich mit Bekannten auf ein Bier in die Eckkneipe, aber mehr ist nicht dran,
uns allen viel Kraft
Gracia
Hallo , ich hoffe heute klappt es mit dem Schreiben hier. Gestern Abend und heute Mittag konnte ich nichts abschicken, ging nicht raus.
Ich wollte mich wieder zurückmelden, nach einigen doch recht schmerzhaften Tagen, wie ich ehrlich zugeben muss. Bei der Nachuntersuchung war ein sehr unsympatischer Arzt da, der in einem nicht gerade nettem Ton fragte warum ich erst so spät gekommen sei, denn ich hätte doch schon lange Schmerzen haben müssen, er meinte vor der OP. Ich hab ihm nur geantwortet,dass ich es zwar erklären könnte, aber es ja nun auch nichts mehr ändern würde.
Was sollte ich ihm erzählen, dass während der Krankheit meines Mannes alles nebensächlich war und man jedes Zipperlein beiseite schob, einfach nicht beachtete. Nun meinte er da könne nichts mehr gemacht werden ausser ein neues Gelenk. Das will ich aber so lange rauszögern wie es geht.
@ Loreena , ich danke Dir fürs an mich denken ! Die Worte, die Du da hören durftest, dass Du in Deinem Alter doch wieder einen finden würdest hab ich mir auch schon anhören dürfen ! Ich weiss nicht was in deren Köpfen vor sich geht ! Es war ein Mensch der mir nicht sehr nahe steht und daher hab ich mich einfach umgedreht und bin weg. In den letzten Monaten der Krankheit meines Mannes habe ich mir zum Thema gemacht mich nur noch mit Menschen zu umgeben, die mir gut tun. Und ich habe gemerkt,dass dies wirklich auch mir gut tat. Bei Menschen die mir nahe stehen und die Bemerkungen machen die ich nicht hören will, sag ich das ehrlich, dass ich das nicht hören möchte und bei denen die mir nicht nahe stehen drehe ich mich um.Es sind leider so viele die meinen einem sagen zu müssen wie es weitergehen sollte und ich lass mir einfach nicht in meine Trauer reinreden. Ich will und muss doch selber entscheiden wie ich trauere und wie lange.Wie geht es mit Deinen Schlafstörungen ? Mein Mann ist heute 2 Monate nicht mehr da und ich schlafe immer noch erst gegen 4-5 Uhr ein, muss das Fernsehen anhaben weil ich die Stille und Dunkelheit noch nicht ertragen kann.Aber auch das will ich nicht mit Tabletten der Tropfen ändern, ich denke es wird von allein wieder besser, irgendwann.
@Kathy hast Du das Buch von Jo Eckardt schon erhalten , wenn ja gefält es Dir?
@Hanne, ja man versucht nach aussen hin zu funktionieren, obwohl man nur heulen könnte. Aber bei denen die ich sehr gut kenne, funktioniere ich nicht, da heule ich auch immer wieder und mit einigen kann ich zusammen heulen, das tut sowas von gut !
@Ingrid, Deine Beiträge lese ich schon sehr lange, schon als Du noch mit Deinem Mann zusammen gekämpft hast und mein Mann auch noch bei mir war.
Ich arbeit auch in der Altenpflege und das hat mir die Kraft gegeben meinen Mann die letzten schweren Wochen zu Hause allein pflegen zu können.
@Gracia, mein herzliches Beileid. Ich kann so gut nachfühlen wie es Dir jetzt geht ! Ich kann Dir nur ganz viel Stärke wünschen und Menschen die Dir beistehen !
Viele liebe Grüsse an alle
Geli
@ Hanne: Ja, es geht weiter, und wir müssen die Initiative ergreifen, was nicht immer so einfach ist.
@ Graci: Tut mir leid, dass du auch diesen schweren Weg gehen musst. Es ist hart, wenn man auf einmal zu Hause niemanden mehr hat, mit dem man sein Leben teilen kann. Das Gefühl, dass alles vorbei ist, kenne ich auch. Und irgendwie ist auch ein Stück von mir mit in seiner Urne. Aus dem, was übrig ist, ein neues lebenswertes Leben zu gestalten, erscheint mir auch nach 7 Monaten unmöglich.
Gut, dass du die Bekannten hast, mit denen du gelegentlich mal was unternimmst. Vielleicht lernst du ja dort oder in einer Trauergruppe mal jemanden kennen, mit dem du noch etwas anderes unternehmen kannst.
Hast du noch Familie?
Ich wünsche dir ganz viel Kraft, und freue mich, dass du zu uns gefunden hast.
@ Geli: Na, die Sprüche von dem Arzt muss man ja in einer solchen Situation auch nicht haben. Mir ging es auch so, dass ich wochenlang bei jedem Schritt Schmerzen im Fuß hatte, und nicht beim Arzt war. In den 14 Tagen vor dem Tod meines Mannes ist mir 2 x ein Stück von einem Zahn abgebrochen. Es tat nicht weh, also habe ich es ignoriert. Da gab es jetzt wichtigeres.
Dumme Sprüche kann ich inzwischen auch schneller wegstecken. Zum Beispiel letzte Woche im Büro: Chef kam aus dem Weihnachtsurlaub und sprach darüber. Ich sagte, dass die ersten Feiertage ohne meinen Mann sehr hart waren, aber noch schlimmer wäre es für mich, dass grundsätzlich keiner mehr zu Hause ist, mit dem ich reden kann. Seine Antwort: Noch viel schlimmer ist es aber, wenn jemand zu Hause ist, und man kann mit ihm nicht reden (seit 10 Jahren Eheprobleme). Da bin ich dann gegangen. Ist ja sinnlos, da zu diskutieren.
Jetzt habe ich 2 Nächte ca. 10 Stunden geschlafen und fühle mich nicht mehr so Asche. Ich will es auch ohne Tabletten versuchen. Ich wünsche dir, dass es auch bald wieder besser wird mit den Schlafstörungen. Das macht einen ja noch zusätzlich fertig.
Morgen hat mein Mann Geburtstag. Er wäre 57 geworden.
Liebe Grüße an euch alle
Loreena
Hallo Loreena,
unbekannterweise schicke ich Deinem Mann Geburtstagsgrüsse hoch zu den Sternen ! Du wirst ihm ganz nah sein heute und er Dir !
Es ist einer dieser Tage , vor denen man grosse Angst hat.
Ich freue mich für Dich zu lesen,dass Du etwas Schlaf nachholen konntest.
Wie es bei mir ist siehst Du ja an meiner Schreibzeit hier.
Nun macht ja das Schonen auch nicht gerade müde. Vielleicht geht alles besser wenn ich erst wieder arbeite.
Ja, was soll man da zu Deinem Chef sagen ! Wenn er meint es sei schlimmer einen Partner zu Hause zu haben mit dem man nicht mehr reden kann, wegen Eheproblemen, als einen Partner mit dem man nicht mehr reden kann weil er
Dir genommen wurde ! Es spricht doch eigentlich für sich ! Es zeigt immer wieder,dass sich viele Menschen nicht im Geringsten in unsere Lage versetzen können, es wahrscheinlich auch garnicht wollen.
Ich wünsch Dir einen irgendwie erträglichen Tag, an dem nur schöne Erinnerungen an Deinen Mann hochkommen!
viele Grüsse
Geli
Liebe Loreena,
auch von mir für Deinen Mann Geburtstagsgrüsse. Das ist wieder mal einer der schlimmen Tage, vor denen man am liebsten weglaufen möchte.
Bei Dir im Büro scheint noch immer nicht alles glatt zu laufen. Die Äußerung von Deinem Chef zeigt ja, dass er keine Ahnung hat, wie Du Dich fühlst. Halt weiter die Ohren steif und versuche, mit der Situation irgendwie fertig zu werden.
Ich wünsche Dir, dass Du den heutigen Tag gut überstehst.
LG
Hanne
ingrid1956
14.01.2008, 11:29
Liebe Loreena
Auch ich wünsche Dir das du diesen Tag gut über die Runden bringst.
Mir gehts im Moment auch nicht so besonders . Der Umzugstress und die Situation wie es jetzt ist macht mich fertig. Ich mach fast alles allein nur am Wochenende wenn das Umzugsauto kommt dann kommen auch meine Kinder und Schwiegerkinder und helfen aber bis dahin muss ja alles verpackt sein und ich hab jetzt Angst es nicht zu schaffen.
Warum muss das alles soo sein.:weinen:
Ach ich heul euch hier die Ohren voll , ich hör am besten wieder auf und mach mich fertig für die Arbeit . Ab dem Samstag hab ich dann kein Internet , ich hoffe das dauert nicht sehr lang mit dem neuen Anschluss , aber mein Schwager arbeitet bei der Telekom und ich hoffe da geht das schneller .
Ich drück euch ganz fest bis bald
lg Ingrid:cry:
Hallo Ihr Lieben,
möchte mich auch mal wieder aus meinem Depri-Loch heraus melden. Die letzte Zeit war ganz schlimm für mich, es hatte eine andere Qualität als sonst und ich musste zur Kenntnis nehmen, dass ich auf dem Weg in eine ganz tiefe Depression war, aus der ich kaum wieder alleine heraus kommen kann...Hab es regelrecht körperlich gespürt, wie ich immer weiter versank und keinen Halt mehr finden konnte. Seitdem "strample" ich dagegen an..Noch immer wäre es für mich o.k., wenn ich meinem Mann hinterher gehen könnte,aber wenn ich nun einmal leben soll, dann will ich es nicht so...
@ Liebe Loreena: an Dich denke ich heute ganz besonders!!!!!:knuddel: :knuddel: :knuddel: Ich hoffe, der Tag ist einigermassen zu überstehen für Dich...
Und zu Deinem Chef fällt mir nichts mehr ein!!!!!!
@ Gracia: Auch von mir mein herzliches Beileid!! Es tut mir leid, dass auch Du Deinen Liebsten gehen lassen musstest..
Unsere Situation ist ähnlich: ich arbeite selbstständig auch eher als Einzelkämpferin...ist schon schwierig.. Allerdings - wenn ich so Loreenas Beschreibungen lese, bin ich manchmal froh, dass ich mir all diesen Schwachsinn nicht auch noch antun muss..
@ Ingrid: Ich bin ja auch erst im November umgezogen..Es ist schwer und lief bei mir auch alles ein bisschen chaotisch.Habe auch alles alleine gemacht-und hatte meine Kisten mit Müh und Not erst in der Nacht bevor es los ging fertig - weil ich einfach nicht einpacken konnte !! Aber irgendwie schaffst Du das und dann wünsche ich Dir, dass Du Dich in der neuen Wohnung einigermassen einleben kannst..
@ Geli: Ja, ich habe das Buch und man kann es wirklich weiter empfehlen...Es bringt mich im Augenblick noch so ein bisschen "um den Verstand", bei jeder einzelnen Frage, die zu beantworten ist, laufen die Tränen und bisher konnte ich noch nichts eintragen..Aber es hilft bei der Auseinandersetzung mit unserem Schicksal und der Erinnerung an unsere Liebsten und bringt einen dadurch weiter..Ich werde es so gut und so schön ich es kann gestalten...
Wie geht es Dir und Deinem Knie inzwischen??
Liebe Grüsse!!
Katty
Hallo liebe Katty,
danke der Nachfrage, es geht dem Knie schon etwas besser. Es zwickt und zwackt zwar noch bei jedem Schritt, aber heute wurden die Fäden gezogen und nun wird es wohl täglich auch besser.
Mich hat es in dieser Woche jetzt auch sehr erwischt, das Loch ist so tief in das ich da rein bin, dass ich meine den Rand garnicht mehr zu sehen, oben.
Eine Woche zu Hause, das bringt einen zwangsläufig noch mehr zum Grübeln. Wenn es sonst über mich kam bin ich mal schnell ausgerissen, zu den Kindern gefahren, zu Freunden oder einfach mal einkaufen, Hauptsache raus.
Das ging nun nicht wegen dem blöden Knie und somit wurde das Loch immer tiefer. 9 Woche sind es heute und am liebsten würde ich am Tage im Bett bleiben, obwohl ich zwar nicht schlafen kann, aber denke der Tag geht so schneller um. Im Moment möchte ich nur noch,dass die Tage einfach nur noch umgehen und das ganz schnell. Jeder sagt der Schmerz würde irgendwann abnehmen, aber wie soll das denn gehen ? Ich kann es mir nicht vorstellen ! Die Zeit vergeht Woche um Woche und man versteht garnicht wie das geschehen kann, meint man doch sie müsste stehen bleiben.
Das mit dem Buch geht mir auch noch so. Ich konnte auch noch nichts einschreiben. Irgendwann werden wir anfangen können Stück für Stück die Fragen zu beantworten, manche wahrscheinlich auch erst viel später.
Aber wir werden es wunderschön gestalten und es wie einen kleinen Schatz hüten ! Viele Grüsse für heute
GELI
@ martinaIna: Wo steckst du? Alles ok?
@ Geli: Wenn du wüsstest, wie recht du hattest mit dem "nah sein". Ich habe zum ersten Mal von meinem Mann geträumt und dachte im Traum, endlich ist alles wieder gut. Als ich wach wurde, musste ich erstmal sortieren, so sehr wirkte dieser Traum noch nach. Stückweise holte mich dann die Realität wieder ein. :(
Ansonsten war der Tag gestern arg schlimm. Danke für deine Grüße in den Himmel.
Die Schlafstörungen habe ich immer noch nicht im Griff. Ich sehe, bei dir bessert es sich auch nicht.
Hast du Schmerzen/Beeinträchtigungen?
@ Hanne: Auch dir danke für die Geburtstagsgrüße.
Manchmal brauche ich schon Draht, um die Ohren hochhalten zu können. :o
@ Ingrid: Danke. Ich stelle mir auch schwer vor, unter diesen Umständen umzuziehen. Bestimmt wirst du das schaffen bis zum Termin (muss ja irgendwie).
Wohnen Kinder/Schwiegerkinder dann mehr in deiner Nähe oder sind sie weiter entfernt?
@ Katty: Ich kenne diese Gedanken. Manchmal denke ich auch, es wäre besser gewesen, wenn ich mit ihm den Weg gegangen wäre. Aber wir sind eben noch nicht dran und müssen uns durchkämpfen. Es tröstet mich, dass ich für ihn diese Last tragen muss, und nicht umgekehrt.
Danke für eure lieben Worte.
Loreena
martinaIna
16.01.2008, 20:03
Hi Loreena,
danke dass Du fragst
- tut gut, nicht vergessen zu werden, auch wenn ich so "unsozial" bin.
Hi all ihr Lieben,
sorry, war etwas abgetaucht.
Ja - es ist alles okay.
Ich hab nur gelesen, was so los war, aber nicht geschrieben.
Weißt Du Loreena, ich beneide Dich um Deinen Traum.
Wenigstens im Traum.
Ich habe so nach über einem Jahr wirklich das Gefühl, mein Mann ist weg.
Anfangs war er noch nah- jetzt nicht mehr.
Geht es Euch auch so?
Da gibt es die Trauer um meinen Mann
und es gibt dieses ganz eigene (egoistische) Gefühl der Einsamkeit.
Hund und Katz und meine Ponys, die zwingen mich, aufzustehen und arbeiten zu gehen etc.
Bin ich unter Menschen, dann funktioniere ich hervorragend.
Alleine ist manchmal die Katastrophe.
Habe jetzt beschlossen, mein Selbstmitleid und die Jammerei zu vergessen,
und jetzt ganz stringend alles Wichtige zu tun.
Bin mal gespannt, ob der Vorsatz länger hält als 6 Stunden. ;-)
Liebe Grüße und ganz viel Vorvorvorfrühlingshoffnungen
martina
Hallo Loreena,
ich hatte Deinen Text hier gestern Nacht noch gelesen, konnte aber nicht mehr antworten. Ich musste fürchterlich anfangen zu weinen, hab mich dann ins Bett gelegt und tatsächlich durchgeschlafen, das erste Mal nach langer Zeit ! Ich freue mich ganz schrecklich für Dich ! Das erste Mal von Deinem Mann geträumt und dann an seinem Geburtstag! Wenn das nichts heisst !!!
Ich wünschte mir auch nichts sehnlicher als von meinem Mann zu träumen.Aber wie sollte das auch gehen wenn ich nicht schlafen kann.
Und weisst Du es bestärkt mich wieder ganz doll darin in meinem Denken,dass es nicht vorbei sein kann, das Leben nach dem Tod.Du träumst das erste Mal nach den ganzen Monaten von Deinem Mann, ausgerechnet an seinem Geburtstag. Er wollte Dir damit ganz bestimmt etwas sagen!
Ich muss da sofort an ein Gespräch mit einer Ärztin denken. Sie erzählte mir von ihrem Vater. Als er plötzlich starb war sie lange Zeit wie ohnmächtig, dann hatte sie einen Traum, einen einzigen nur bis heute auch der Einzigste.
In dem Traum war sie bei ihm in der Klinik, er war Chirurg, wollte ihn abholen nach Hause. Sie fuhr mit ihm im Fahrstuhl der Klinik runter, dann ging die Tür auf, sie ging raus und drehte sich nach einer Weile um,da war der Fahrstuhl auf einmal ganz weit weg. Ihr Vater stand in der sich schliessenden Tür, Koffer neben sich , ihr zuwinkend sagte er sie solle die Mutter grüssen und sagen,dass es ihm gut gehe. Dann war er weg.Sie meinte,dass er sich so von ihr verabschiedet hatte. Als sie an dem Morgen aufwachte und das Radio anstellte lief auch noch ein Oldie, das war IHR Lied, das Lied was ihr Vater und sie als Lieblingslied von früher hatten. Sie sagte mir,dass das alles kein Zufall gewesen sein konnte. Zwar hat sie nie wieder von ihm geträumt, es ist schon 15 Jahre her,aber sie weiss jetzt,dass es ihm gut geht und sie ihn wiedersehen wird. Die Ärztin hat mir damit sehr geholfen, ich fand es so schön, dass sie es mir erzählte. Ich glaube auch daran,dass wir unsere Lieben wiedersehen, sonst könnte ich es garnicht mehr aushalten. Wir müssen die Zeit nun noch ausharren, die wir getrennt sind. Aber es ist schön so zu denken, dass wir unseren Männern den schweren Gang abgenommen haben, den der erste in so einer Partnerschaft irgendwann gehen muss. Ich denke dafür wird es uns auch leichter fallen hinterher zu gehen, wenn es soweit ist, wissen wir doch,dass wir erwartet werden,oder ?
Viele liebe Grüsse
Geli
@ Martina: So schön der Traum auch war, wurde mir anschließend wieder so grausam klar, was ich verloren habe: Liebe, Vertrautheit, Nähe, Verständnis, Humor, gemeinsame Pläne....
Ja, ich weiß, was du meinst. Im ersten halben Jahr habe ich nur an ihn gedacht und daran, dass er nicht mehr da ist. Erst jetzt denke ich immer mehr an mich und daran, was das für ein zerstörtes Leben ist. Und manchmal tue ich mir schon selbst leid *schäm*.
Du hast ja so einige Verpflichtungen, die dich fordern. Vielleicht ist das ja gut so.
Der Unterschied "Beruf" und "zu Hause allein sein" ist bei mir auch ganz krass. Im Beruf funktioniere ich genau wie vorher. Zu Hause bin ich der halbe Mensch, der versucht, jeden einzelnen Tag überhaupt zu überleben.
@ Geli: Was macht das Knie?
Schön, dass du dich mit mir freust. Ich träume nur ganz selten und war selbst ganz verwundert. Vielleicht erlebst du es ja auch *hoff*.
Hoffentlich klappt es jetzt bei dir besser mit dem Schlafen. Ich habe in der letzten Nacht erstmals wieder 8 Stunden am Stück geschlafen.
Ich bin ganz gerührt, wenn ich deinen Text lese. Und ich habe jetzt auch keine Angst mehr davor, zu sterben, weil es ja ein Wiedersehen bedeutet. Und das Ende unserer Trauerhölle.
Morgen habe ich einiges vorzubereiten und Samstag fahre ich mit einer Bekannten zu einem Treffen nach Mainhattan (Ffm.). Erst hatte ich keine Lust, aber jetzt bin ich froh, mich durchgerungen zu haben. Wenn wir nicht immerzu alleine zu Hause sein wollen, müssen wir uns wohl anderen Menschen anschließen. Nichts ist mehr, wie es war.
Liebe Grüße
Loreena
Hallo Loreena,
dan wünsche ich Dir einen schönen Aufenthalt in Mainhattan !
Du wohnst im Ruhrgebiet, oder ? Da ist es ja nicht allzu weit.
Ich wohne im Oberbergischem, seit ein paar Jahren.
Ja, es ist schon so, man muss sich anderen Menschen anschliessen sonst vereinsamt man total.
Wie es aussieht geht das Jahr wieder los wie das alte Jahr endete.
Eine Freundin rief gestern an und weinte, ihr Bruder ist gestern mit 45 Jahren umgekippt und war tot ! Vorhin rief mich das Heim an wo meine Mama wohnt, man hat sie in die Klinik bringen müssen. Sie hat starke Luftnot und blutigen Durchfall mit erbrechen, sie hat sich wohl den Norovirus weggeholt. Ist bei ihr schon gefährlich weil sie nur noch Haut und Knochen ist. Sie ists chon lange sehr krank und das jetzt, das macht ihr schon sehr zu schaffen. Ich war gerade da, sie ist vollkommen geschafft und schläft jetzt. Morgen fahr ich früh wieder hin. Die Klinik ist für mich immer noch schwer zu ertragen, da hat sich so viel abgespielt während der Krankheit meines Mannes. Auch sein letzter Aufenthalt , wo ich 2 Wochen mit auf der Palliativstation schlief, ihn aber dann mit nach Hause nahm.Die Ärztin wollte unbedingt ,dass ich mit ihm in ein Hospiz gehe. Diese Erinnerungen kommen nun jedemal hoch wenn ich da einen Fuss reinsetze. Meinem Knie geht es einigermassen, das Autofahren fällt noch schwer, auch das Laufen, aber ich bekomme jetzt Krankengymnastik.
Viele Grüsse für heute und ich wünsch Dir wieder einen schönen langen Traum mit Deinem Mann !
Geli
Geli, vielleicht wohnen wir näher zusammen als wir dachten. Ich schicke dir gleich mal eine persönliche Mitteilung.
Das sind ja ganz schlechte Nachrichten. Man kann das ja bald gar nicht mehr verkraften. Hoffentlich erholt sich deine Mutter bald wieder. Und mit 45 einfach tot umfallen. Wie schrecklich. Manchmal bekommt man es ganz komprimiert vor Augen geführt, dass wir alle nur zu Besuch hier sind. :(
martinaIna
18.01.2008, 17:30
Hallo Ihr Lieben,
kurz nach dem Tod meines Mannes, erhielt auch ich so ein mir-geht-es-gut-Zeichen.
Eine Internetside, die ich aufrufen wollte, war voller kleiner Esel. (Es gibt eine "Schrift", die solche Eselfiguren statt Buchstaben hat. Ich hab die im PC aber das erklärt noch nicht, warum das auf der Side plötzlich erschien. Die Side hatte nichts mit Eseln zu tun und am nächsten Tag war sie auch normal. Peter und ich lieben Esel.) Solcher Schabernack passt einfach zu meinem Mann. Ich nahm's als gutes Zeichen.
Geträumt habe ich nie von ihm - oder mich nach dem Aufwachen nicht dran erinnert.
Jetzt nach einem Jahr habe ich das Gefühl, er ist weit weg, anfangs fühlte ich ihn noch in der Nähe. Jetzt gehts zunehmend für mich darum, zu überleben.
Gestern hatte ich ein sehr positives berufliches (auch menschliches) Feedback bekommen. Das hat mich gewaltig aufgebaut. Hoffe, es trägt mich ne Weile.
Ja, unternehmt was, wenn ihr könnt!
Nichts hat mir letztes Jahr so gut getan, wie die Teilnahme an einer Langzeitfortbildung. Die Gruppe war einfach super.
Jedes Fitzelchen Teilnahme am Leben hilft, aus dem dunklen Loch raus zu kommen. Auch wenn wir oft ja keine Lust haben, uns aufzuraffen. Ich denke, das sind wir auch denen schuldig, die uns gern haben und sich um uns sorgen.
@ Geli
Ich hoffe, Deiner Mutter geht's besser.
Ich denk an Euch.
martina
Hallo Ihr Lieben,
@ Martina: Es tut immer wieder gut, dass Du versuchst, uns Mut und Hoffnung zu geben. Die meisten stecken ja in einem tiefen Loch. Es ist eben sehr schwer, mit dem Verlust klar zu kommen und zu realisieren, dass es niemals mehr so sein wird, wie es mal war. Ich hoffe, dass ich irgendwann mal damit besser umgehen kann.
@ Geli: Auch von mir gute Besserungswünsche für Deine Mutter. Die Probleme kannst Du im Moment wirklich nicht auch noch brauchen.
@ Loreena: Ich habe bisher noch nicht von meinem Mann geträumt, jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern. Einen solchen Traum würde ich mir auch wünschen.
Ich glaube, wir brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn wir mehr an uns denken. Das beduetet doch nicht, dass wir nicht um unsere Männer trauern. Martina hat recht, wir müssen irgendwie überleben. so schwer das auch ist.
Ende nächster Woche fahre ich mal wieder nach Köln, meine Mutter besuchen und mich mit ein paar guten alten Freunden treffen. Außerdem will ich mal wieder einen Englischkurs machen, ich glaube ich werde mich nächste Woche anmelden - besser als gar nichts tun.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Was habt Ihr vor? - Ich gehe morgen ins Ägyptische Museum.
Liebe Grüße
Hanne
Hallo Martina,
danke der Nachfrage, aber es geht meiner Mutter nicht sehr gut.
Sie hat sowieso garnichts zuzusetzen und jetzt dieser starke Durchfall!
Dann kann sie nichts essen und hat eine Lungenerkrankung wo sie laufend am Sauerstoff hängt. Das Herz will auch nicht mehr richtig.
Als ich sie heute so liegen sah hat sich meine Kehle schon zugeschnürt.
Wie ich das jetzt so kurz nach meinem Mann packen sollte weiss ich nicht, darum will ich garnicht so weit denken. Aber das geht auch nicht, denn die Gedanken lassen sich ja nicht verdrängen.
Hallo Loreena,
hab Dir eine private Nachricht geschickt!
Liebe Grüsse an Alle!
Geli
Hallo Hanne,
danke für Deine guten Wünsche, wie Du lesen kannst können wir sie gut brauchen.
Ich wünsch Dir viel Spass in Köln, ist nur 80 km von mir eintfernt und war auch für uns immer einen Bummel wert !
Viele Grüsse Gelli
Etwas Tröstendes zum Wochenende:
Der Tod ist nichts...
Der Tod ist nichts,
ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht keine andere Redeweise,
seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich,
betet für mich,
damit mein Name ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne irgendeine besondere Betonung,
ohne die Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Weshalb soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges.
Henry Scott Holland (1847-1918)
Liebe Grüße
Hanne
Hallo,
endlich klappt es, und ich komme hier ins Forum (scheint wohl oft überlastet zu sein).
Der gestrige Tag war eine Abwechslung. Ich habe nette Frauen kennen gelernt, aber auch festgestellt, dass es mir schwer fällt, neue Kontakte zu knüpfen, da ich fast 8 Jahre in einer anderen Welt (mit Krankheit, Tod und Trauer) gelebt habe.
Ich glaube, wir müssen Kontakt zu anderen Menschen aufnehmen, damit wir nicht total vereinsamen. Aber solche Tage machen mir auch immer klar, dass ich das alles gar nicht wirklich will und mir nur noch meinen Mann zurück wünsche. Nichts und niemand kann ihn ersetzen. :sad:
@ Martina: Manche Dinge lassen sich nicht erklären, aber sie sind einfach real. Wenn man so etwas vorher nie erlebt hat, kann man sie nur als Zeichen deuten. Bei mir hat vor ein paar Wochen nachts ein Reise-Wecker in einem Schrank im Arbeitszimmer gepiepst, der gar nicht gestellt war. Der liegt seit dem letzten Urlaub, also seit ein paar Jahren, unberührt dort. Ich war ziemlich irritiert deswegen.
Schön, dass du beruflich/menschlich so ein wichtiges, positives Erlebnis hattest.
@ Hanne: Ja, wir müssen versuchen, zu überleben, aber ich weiß jetzt nach diesen 7 Monaten, dass es unendlich schwer ist, die Kraft und Motivation dafür zu finden.
Danke für das Gedicht.
Gute Idee, in einen Englisch-Kurs zu gehen. Ich wünsche dir, dass du dort viele nette Menschen triffst. Und dein kommendes Wochenende ist ja dann auch schon verplant.
Wie war es im Museum? Wo ist dieses Museum?
@ Geli: Ich hoffe sehr, dass es deiner Mutter bald wieder besser geht. Ich kann mir vorstellen, dass du versuchst, diese Vorstellung zu verdrängen, denn das wäre ja wirklich unerträglich. Da drücke ich mal ganz feste die Daumen, dass es bald wieder besser wird.
Euch allen viel Kraft für die neue Woche
Loreena
Hallo Loreena,
ja, mir geht es genau so. Mein Mann ist Ende Januar auch 7 Monate tot und es fällt mir immer noch schwer, mich an die Situation zu gewöhnen. Aber letzten Endes hilft ja alles nichts, wir müssen da durch.
Ich bin mir auch im klaren darüber, dass alle Aktivitäten nur Ablenkung sind, dadurch ändert sich ja nichts. Aber nur zu Hause grübeln, hilft auch nicht.
Ich hoffe auch, dass mir der Englisch-Kurs was bringt, vielleicht treffe ich da ja wirklich nette Leute. Mal schauen was draus wird, ich habe mich jedenfalls angemeldet.
Das ägyptische Museum ist in Berlin auf der Museumsinsel. Von der Nofretete hast du ja bestimmt schon mal gehört. Meine Kollegen hatten mir zu meinem Geburtstag eine Jahreskarte für die Staatlichen Museen in Berlin geschenkt. Deshalb mache ich das am Wochenende schon mal öfters.
Alles Gute für die neue Woche
Hanne
@ Hanne: Ah, ja, Nofretete. Über die Museumskarte hätte ich mich auch gefreut. Ich gehe gerne in Museen.
Nur zu Hause grübeln geht wirklich nicht. Die Zeit, die vor uns liegt, wird noch schwer genug.
Ich habe immer noch massive Schlafprobleme und fühle mich heute wie vom Zug überrollt. :augendreh
Viele Grüße
Loreena
Hallo Ihr Lieben,
nun ist es doch passiert und meine Mama ist gestern früh auch gegangen, nur fast 11 Wochen nach meinem Mann. Ich kann garnicht mehr klar denken.
Neben meinen Kindern die wichtigsten Menschen in meinem Leben, es ist unfassbar. Man fragt sich immer wieder WARUM, was hat man nur getan, warum diese Bürden ? Im Moment möchte ich mich nur irgendwo einbuddeln!
Viele Grüsse
Geli
Anke-Astrid
27.01.2008, 09:35
Hallo Geli,
es tut mir sehr leid, dass Du jetzt auch noch Deine Mutter verloren hast. Ich sende Dir ganz viele Kraftpakete. Gib nicht auf- Dein Mann hat jetzt einen lieben Menschen bei sich. Und Deinen Mutter hat genug gelitten. Mir ist klar, dass es Dir nicht hilft- aber ganz, ganz liebe Grüße an Dich:pftroest: :pftroest: :pftroest: :pftroest:
Liebe Geli,
ich bin ganz erschüttert, dass Deine Mutter so schnell Deinem Mann gefolgt ist. Vielleicht hat Anke-Astrid recht, dass sie jetzt mit ihm zusammen ist. Ich weiss gar nicht, wie man Dich trösten soll. Ich bin ganz hilflos. Mir fehlen einfach die Worte.
Du wirst in der nächsten Zeit viel Kraft brauchen und ich wünsche Dir, dass Du sie aufbringen kannst.
Viele liebe Grüße
Hanne
Liebe Geli,
ich habe eine Gänsehaut bekommen, als ich vom Tod deiner Mutter gelesen habe. Es ist so unerträglich, zwei liebe Menschen in so kurzer Zeit zu verlieren.
Wie Hanne schreibt, fehlen einem die Worte, zumal wir wissen, dass es keinen Trost gibt.
Ich denke an dich, und melde dich bitte wieder.
Ganz viel Kraft wünscht dir
Loreena
Liebe Anke, Hanne und Loreena,
ich danke Euch für die lieben Worte !
Im Moment sind wieder die ganzen Laufereien, die einen tagsüber ablenken.
Aber abends und nachts ist es ganz schlimm. Alles kommt wieder hoch von meinem Mann, er ist heute 11 Wochen tot, jetzt ist es wie gestern .
Die Trauer um ihn ist noch so riesig, wie soll ich nur mit der nächsten Trauer schon umgehen können? Dazu kommen auch noch die Gedanken in den letzten Monaten so wenig für meine Mama da gewesen zu sein, durch meinen Mann, der mich zu dieser Zeit natürlich mehr brauchte. Immer wenn ich bei meiner Mama war und wieder ging kam die Frage: Musst du schon wieder gehen? Es tat mir jedesmal in der Seele leid . Jetzt dachte ich nun mehr für sie da sein zu können und sie ist weg ! Es macht mir so sehr zu schaffen.
Hätte sie nicht noch etwas bleiben können, dass ich sie noch etwas verwöhnen könnte. Das Leben ist wirklich nicht fair !
Freitag ist die Beisetzung und die macht mir Angst,denn es wird alles hochkommen was ich gerade versuche zu verarbeiten.
Viele Grüsse
Geli
Hallo Geli,
ich wollte dir eine Mail schicken, aber ich habe immer eine Fehlermeldung. Ich schicke dir mal meine Telefonnummer hier über eine private Nachricht.
Loreena
ingrid1956
28.01.2008, 21:49
Hallo Geli !
Auch von mir mein herzliches Beileid zum Verlust deiner Mama.
Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit.
Wir haben hier alle unsere Liebsten verloren , aber wir haben auch hier immer ein bisschen Trost gefunden , weil wir alle diese Situation durchmachen .
Die Trauer braucht seine Zeit.
Liebe Grüße aus Niederbayern
Ingrid:
Hallo Ingrid,
da biste ja wieder. :)
Und auch schon wieder online.
Wie geht es dir? So ein Umzug ist immer sehr anstrengend.
LG
Loreena
ingrid1956
29.01.2008, 18:35
Hallo Loreena und all die anderen lieben hier
Ja bin schon wieder online , natürlich bin ich noch nicht fertig, am wochenende kommt der sohn meinen mannes und baut mir die küche ein , er ist gelernter möbelschreiner, also auf diesem gebiet ein profi, und dann mnuss ich im alten haus noch klar schiff machen . na ja hab da viele helfer ,da werd ich das auch noch schaffen.
Aber der erste abend war trotz großer müdigkeit irgendwie komisch, hatte irgendwie das gefühl etwas verloren zu haben, mittlerweile merke ich aber das es richtig war was ich gemacht hab.
am donnerstg bekomm ich dann noch meine matratze dann ist das bett auch komplett , wird auch zeit, schlaf im moment auf dem sofa und das ist nicht sooo bequem .
so jetzt wißt ihr wieder fast alles von mir . lol
liebe grüße
Ingrid
martinaIna
29.01.2008, 23:18
Liebe Geli,
ich wünsch Dir ganz viel Kraft, das jetzt durchzustehen.
"Warum" wird uns in diesem Leben wohl niemand beantworten.
Ich denke manchmal, wenn der Tod nichts Schlimnmes, sondern nur ein Übergang in eine (bessere?) andere Welt ist, dann wäre das "Warum" schon beantwortet.
Dann ist es ja nur für uns schlimm, für uns, die hier zurückbleiben.
Alles Liebe
martina
@ Ingrid: Nachdem, was du in der alten Wohnung erlebt hast, ist es sicher kein Wunder, dass du mit gemischten Gefühlen gegangen bist. Aber schön, dass du das Gefühl hast, dass es für dich so richtig war.
Umzüge sind immer extrem stressig und man ist nur noch froh, wenn endlich alles fertig ist.
Ich wünsche dir, dass du dich in deinem neuen Heim (so gut es geht) wohl fühlst.
LG
Loreena
Hallo Martina,
ich danke Dir für die Kraft, die Du mir schickst !
Ich kann sie ganz gewiss sehr gut brauchen am Freitag.
Ich denke da kommt auch alles wieder hoch von der Trauerfeier und Beisetzung meines Mannes, es ist ja erst 11 Wochen her.
Auch ich glaube ganz fest daran,dass es ein Aufbruch in eine andere, bessere Ebene ist. Sonst könnte man es doch garnicht ertragen,oder ?
Hallo Ingrid,
danke auch für Deine Zeilen. Ich bin ja schon eine Weile hier im Forum, seit mein Mann vor 11 Wochen gestorben ist scheibe ich hier mit.
Ich hatte Dir auch mal einige Zeilen geschrieben, wahrscheinlich sind die in Deinem Umzugsstress untergegangen. Ich hatte schon einige Zeit hier gelesen, als mein Mann noch lebte und auch Dein Mann. Ich hatte einige Gemeinsamkeiten entdeckt, z.B. bin ich auch in der Altenpflege.
Ich wünsche Dir auch alles Gute in Deiner neuen Wohnung.
Hallo liebe Loreena,
danke für Deinen Anruf gestern, es tat wahnsinnig gut !!!
Viele Grüsse
Geli
Liebe Geli ,
nun schaue ich mal wieder hier in`s Forum und was muss ich da leider lesen...???
Es tut mir sehr, sehr leid und ich schicke Dir eine stille Umarmung.....:pftroest::pftroest::pftroest:
Ich werde am Freitag an Dich denken und wünsche Dir jetzt alle Kraft der Welt!!!!!!!
Traurige Grüsse!!
Katty
Hallo Ihr Lieben,
zunächst einmal wünsche Dir, liebe Geli, viel Kraft, damit Du den morgigen Tag gut überstehst. Es wird nicht leicht werden, so kurz nach dem Dein Mann von Dir gegangen ist. Ich werde an Dich denken!
Man kann sich nur damit trösten, dass - wie Martina schreibt - der Tod nur ein Übergang in eine bessere Welt ist.
Trotzdem ist der Verlust für uns, die wir hier zurückbleiben müssen, schwer. Wir alle haben uns die Zukunft anders vorgestellt und müssen jetzt mit dem Alleinsein klar kommen. Ich finde es so schrecklich, dass es so endgültig ist und ich nichts ungeschehen machen kann. Ich fühle mich so hilflos.
Das Wochenende in Köln hat mir ein bißchen gut getan. Ich habe gute Freunde getroffen, die ich schon seit vielen Jahren kenne und die viel Verständnis für meine Situation haben.
Aber jetzt hat mich alles wieder eingeholt und es ist mir wieder klar geworden, dass er nicht mehr wieder kommt. Wie lange soll dass noch dauern?
Am Montag habe ich zum ersten Mal von meinem Schatz geträumt. Ich habe gedacht, er läge neben mir. Es war schrecklich, als ich merkte, dass alles nur ein Traum war.
Seid alle fest gedrückt.
Eure traurige Hanne
Hallo liebe Katty und liebe Hanne,
vielen Dank für Euren Zuspruch. Morgen um 15 Uhr ist die Trauerfeier und anschliessend die Beisetzung. Es geht mir heute so schlecht wie schon lange nicht mehr, mich schütteln laufend Weinkrämpfe. Auf der Trauerefeier bei meinem Mann stand ich irgendwie unter Schock, jetzt ist es als ob er morgen auch nochmal beerdigt wird, mit meiner Mama. Es ist ganz furchtbar.
Ich wollte heute keinen Menschen sehen, hab mich hier eingeigelt und schaue stundenlang Fotos an und dabei schüttelt es mich regelmässig durch.
Das Wetter ist orkanartig und die Jalousien klappern überall.Hoffentlich ist es morgen ein wenig besser, aber da ist auch noch Schnee angesagt, zum Sturm.
Ich danke Euch allen nochmals für die lieben Worte und viele Grüsse
Geli
@ Hanne: Ja, die Trauer reißt auch mich regelmäßg runter. Als ich Freitag vor der Urnenwand stand und die Sonne schien, dachte ich daran, wie wir früher bei diesem Wetter oft spazieren gegangen sind. Jetzt weiß ich noch nicht einmal mehr, wozu überhaupt die Sonne scheinen soll. Alles aus und vorbei. Es wird nie mehr gut. Woher soll man die Kraft nehmen, das überhaupt durchzustehen?
Man begreift wirklich erst nach einiger Zeit, dass es unabänderlich ist. Der Schmerz und die Einsamkeit; das ist wirklich hart. Was für ein Leben...
Wie lange diese schlimme Situation noch dauert? Momentan stecke ich auch so tief drin, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es besser wird.
Wie schön, dass du in Köln verständnisvolle Menschen an deiner Seite hattest.
Mir ging es ähnlich wie dir mit meinem Traum. Ich habe auch geträumt, er läge neben mir, und alles war wieder gut, endlich. Es war so real. Und so grausam, als ich realisiert habe, was wirklich ist.
@ Geli: Ich denke morgen auch an dich. Hast du eine winddichte/n Jacke/Mantel? Es soll wirklich sehr ungemütlich werden. Zieh' dich warm an. Nicht, dass du dich erkältest: du wirst hier gebraucht. :)
Ich schicke dir ein extra großes Kraftpaket.
@ all: Wir (Geli und ich) haben festgestellt, dass wir ca. 74 km voneinander entfernt wohnen und wollen uns mal in der Mitte treffen.
Viele Grüße
Loreena
martinaIna
01.02.2008, 00:27
36 km.... das ist ein Witz.
Ein Katzensprung.
Ja, trefft Euch in der Mitte
oder mal bei der Einen, mal bei der Anderen und
unternehmt was zusammen!
Geli, es ist doch nur noch der Abschied von der Hülle.
Der Mensch bleibt in Dir, Deinen Erinnerungen, Deiner Liebe.
Das heute schaffst Du auch noch - und wenn Du die ganze Zeit die Tränen laufen lässt. Lass sie laufen.
martina
@ Loreena und Geli,
ich finde es toll, wenn Ihr Euch trefft. Ich habe ja auch gemerkt, als ich Ingrid getroffen habe, dass es gut ist, mit jemandem zu reden, der in der gleichen Situation ist.
Wir sehen doch alle hier im Forum, dass es uns allen gleich geht und dass es für uns alle schwer ist, mit dem Leben, so wie es jetzt ist, klar zu kommen.
Auch wenn Ihr 76 km auseinander wohnt, dass ist doch nicht wirklich eine Entfernung. Da könnt Ihr auch mal öfters was gemeinsam unternehmen.
Liebe Geli, ich denke heute ganz fest an Dich.
@ Ingrid: Ich wollte Dich gestern abend anrufen, leider warst Du nicht zu Hause. Ich versuche es heute abend noch einmal.
LG
Hanne
@ Martina: Die Entfernung ist ein Witz, aaaaber wir sind beide nicht gewohnt, außer unserer Strecke zum Arbeitsplatz andere Strecken zu fahren, und schon gar nicht über die Autobahn. Das haben immer unsere Männer gemacht. Also haben wir uns für Landstraßen entschieden und werden es mal, wenn das Wetter etwas freundlicher ist, versuchen.
@ Hanne: Ja, es ist für uns alle hier sehr schwer, mit einem Leben, das wir gar nicht wollen, klar zu kommen. Und wir haben keine Wahl.
@ Geli: Ich hoffe, die letzte Nacht war nicht zu schlimm, und du konntest einigermaßen gut schlafen.
Als ich vorhin aus dem Fenster sah, dachte ich, dass ihr gestern vom Wetter her noch Glück hattet (vorgestern Regen und Sturm, heute Schnee).
Weiterhin viel Kraft für euch alle!
Loreena
martinaIna
02.02.2008, 12:20
Hi Geli,
wie geht's Dir?
Hi Loreena,
schön, dann tastet Euch ran. Ich war auch unsagbar stolz, als ich das erste Mal alleine den Pferdehänger angehängt habe. Hat immer Peter gemacht.
Normalerweise ist Autobahnfahren einfacher und auch sicherer als Landstraße. Notfalls fährst Du halt mit 80 - 100 km/h hinter den Lastern her. Aber macht das so, wie Ihr Euch am sichersten fühlt. Erobert Neuland!
Ich freu mich auf's Wochenende, denn ich werde endlich für einen Tag mal hier raus kommen und alte Freunde treffen.
Grüße
martina
@ Martina: Ja, es tut gut, wenn man man raus kommt und Zeit mit Menschen verbringen kann, die einen verstehen.
Seit einer Woche komme ich nicht aus meinem Trauerloch. Heute Morgen sah ich den Schnee - und war so traurig. Keine gemeinsamen Schneespaziergänge mehr, keine ausgelassene Schneeballschlacht, kein gemeinsames Genießen der funkelnden Eiskristalle im Sonenschein, und kein gemeinsames Winter-Wonderland-Singen mehr. Ich halt's nicht aus.
Hallo Martina, Hanne und Loreena,
danke der Nachfrage, aber es geht mir nicht gut.
Ich habe heute eiinen dieser ganz schlimmen Tage gehabt, nur geweint und gegrübelt. Habe den ganzen Tag mehr oder weniger auf der Couch verbracht, konnte keinen sehen oder hören. Mein Mann fehlt mir so sehr, gerade jetzt in dieser Situation wo meine Mama auch gehen musste.Mein Papa ist schon seit fast 12 Jahren tot und man fühlt sich auf einmal so verdammt allein , obwohl ich 2 Kinder habe. Aber der Partner und die Eltern sind doch wieder was ganz anderes. 33 Jahre mit dem geliebten Partner und dann plötzlich allein, das ist kaum zu beschreiben. Auch die Eltern, die man ein Leben lang hatte , die für einen auch immer da waren sind nun beide weg. Es schmerzt einfach nur unendlich dass jetzt alle weg sind.
Loreena, ich meld mich bei Dir! Ich habe nur Angst Dich noch weiter mit runterzuziehen, weil es Dir doch auch gerade schlecht geht.
Viele liebe Grüsse
Geli
@ Geli: Melde dich einfach, wenn dir danach ist.
ingrid1956
03.02.2008, 18:17
hallo ihr lieben
so gestern und heute wurde meine küche eingebaut.
wieder etwas geschafft .
aber jetzt nach dem ser sohn meines mannes wieder weg ist fall ich wieder in ein loch , weiss nix mit mir anzufangen, wetter ist so schön und ich saß den halben nachmittag hier nur rum weil ich mich einfach nicht aufraffen kann ,hab die ganze wohnung geputzt und hat nix geholfen.
Hanne: bin aber das wochenende daheim gewesen , na ja vielleicht war ich grad beim auto draussen, ich ruf dich noch an.
Loreena : danke für die lieben worte immer , es baut mich immer wieder etwas auf wenn ich hier drin bin.
Geli: ja ich weiss das wir uns schon öfters gelesen haben aber die angst um unsere lieben hat immer alles in den hintergrund gerutscht.
jetzt bin ich eerst mal fertig und geh in die baewanne .
ich wünsche euch allen eine gute woche und drücke euch alle:knuddel: .
danke das es euch gibt
liebe grüße
Ingrid
Hallo, liebe Geli!
Danke für Deine Nachricht. Ist ja schön, dass sich eine ehemalige Magdeburgerin meldet. Wie Du geschrieben hast, war der gestrige Tag auch nur mit Tränen zu ertragen. Hoffentlich gibt es sich bald. Aber ich vermisse meinem Mann so sehr, weil er viele Hobbys hatte, vor allem die Geschichte von Alt- Magdeburg. Er hatte aus seinem Leben geschrieben, ist aber bis Ende 2005 gekommen. Ab da hatte er sicherlich keine Lust mehr. Denn es folgten darauf nur Krankenhausbesuche. Auch hat er mir einen Kalender vorbereitet mit allen Telefonnummern von lieben Menschen, die ich anrufen soll, wenn es mir mal schlecht geht. Ich führe den Kalender weiter und schreibe meine Tagesberichte hinein, so kann ich meine Sorgen loswerden. Ich habe noch meine Mutter, die 2007 ihren 90. Geburtstag gefeiert hat.
Da waren wir noch alle zusammen und mein Mann hat noch Videos gedreht von dieser Feier. Das sind eben schöne Erinnerungen.
Viele liebe Grüsse auch an die Anderen, denen es nicht gut geht. Wir lassen den Kopf nicht hängen, denn unsere Lieben hätten das bestimmt nicht gewollt.
Alles Liebe Teechen
Hallo Ingrid,
ich hoffe Du hast Dich etwas erholen können vom Umzug und Wohnungsputz ?
Ja, aus diesen Löchern kommen wir wohl einfach nicht raus, es ist schon ganz arg. Heute ist mein Mann 12 Wochen fort bei meiner Mama geht es schon in die 2. Woche. Irgendwie habe ich das Gefühl es für 2 nicht zu schaffen mit der Trauer.
Hallo Teechen,
die Geschichte von Alt-Magdeburg ist ganz bestimmt interessant.
Meine Eltern sind auch beide in Magdeburg geboren.
Ich liebe den Dom dort, bin darin getauft und meine Oma hat ganz in der Nähe gewohnt, daher war ich oft auf dem Fürstenwall spielen.
Sind schöne Erinnerungen an die Kindheit und meine Eltern.
Ich wünsche Dir,dass Du immer viele Telefonnummern in Deinem Kalender hast von vielen lieben Menschen, die Dir beistehen !
Viele Grüsse
Geli
@ Ingrid: Ich kann mir gut vorstellen, dass man, wenn man den Umzugsstress weitgehend überstanden hat, in ein Loch fällt. Es ist aber auch so schwer, denn das "alte Leben" kommt nicht zurück, und mit dem neuen kann man sich nicht anfreunden. Das wird noch ein langer, steiniger Weg für uns.
Hast du denn jetzt Verwandte, Freunde oder Bekannte in deiner Nähe?
@ Teechen: Danke. Ich wünsche dir viel Kraft, um die schwere Zeit besser zu überstehen.
@ Geli: Es tut mir echt leid, dass es dich gleich doppelt getroffen hat. Als wäre der eine Schicksalsschlag nicht schon genug gewesen...
Liebe Grüße
Loreena
Hallo Ihr Lieben,
wollte mal wieder hören, wie es Euch allen geht.
Ich hatte die letzten Tage ein bisschen Stress im Büro (Ärger mit der Chefin) . Das hat sich zwar jetzt wieder geklärt, aber es hat mich doch ziemlich belastet. So was kann ich im Moment überhaupt nicht gebrauchen.
Ich fühle dann besonders, wie mir mein Schatz fehlt. Es ist keiner da, mit dem man darüber reden kann und der einen in den Arm nimmt und tröstet.
Auch nach über sieben Monaten bin ich immer noch nicht darüber weg. Ich spüre immer mehr, wie er mir fehlt.
Heute habe ich frei, gleich werde ich zum Friedhof waren und am Grab mein Herz ausschütten. Vielleicht hilft mir das ein wenig.
Ich will versuchen, stark zu sein - hoffentlich gelingt mir das.
Ich schicke Euch allen liebe Grüße
Hanne
Ach Hanne, ich verstehe das. Manche Menschen sind jetzt derart unsensibel, als müssten sie keine Rücksicht mehr auf uns nehmen. Den Schmerz, den wir empfinden, kann man nicht nach ein paar Monaten einfach abhaken. Oft ist es schlimmer als am Anfang, weil man jetzt erst begreift, dass man keine Schulter zum Anlehnen mehr hat, wenn man sie dringend braucht.
Ich habe gemerkt, dass negative Erlebnisse jetzt näher an mich rankommen und ich länger brauche, um sie zu verarbeiten. Es macht wirklich viel aus, dass wir uns jetzt nicht mehr aussprechen können.
Ärger werden wir immer wieder mal haben. Ich werde dran arbeiten, dass ich es nicht mehr so lange mit mir rumtrage. Hoffentlich klappt es. Das wünsche ich dir auch.
Viele liebe Grüße
Loreena
Ja, Loreena,
die Haut ist dünner geworden, sie war noch nie wirklich dick, aber jetzt kommt alles näher an mich ran.
Ich muss versuchen, damit allein fertig zu werden, ich habe ja keinen mehr, der mir dabei hilft.
Die anderen scheinen der Meinung zu sein, sieben Monate Trauer ist genug. Sie verstehen überhaupt nicht, dass es eben länger dauert.
Aber es gibt glücklicherweise auch noch was Positives zu berichten:
Ich habe gestern endlich nach sieben Monaten den Erbschein erhalten, jetzt kann ich die Grundbuchumschreibung vornehmen lassen.
Außerdem habe ich meinen Sommerurlaub nach Kanada gebucht. Es ist zwar nicht genau die Reise, die ich mir ausgesucht habe. Die war leider schon ausgebucht, aber die Alternative ist auch o.k. Ich hatte noch Glück, es war der letzte freie Platz.
Und dann habe ich mich an etwas herangewagt, was ich mich vorher überhaupt nicht getraut hätte. Ich habe gestern die Bohrmaschine rausgeholt und einen Haken für eine Blumenampel angebracht. Es hat, wenn auch zuerst mit einigen Schwierigkeiten, ganz gut geklappt. Ich glaube, mein Schatz wäre stolz auf mich.
An Dich und alle anderen ein schönes Wochenende. Das Wetter scheint ja ganz gut zu werden.
Liebe Grüße
Hanne
Hallo an Alle,
heute ist wieder ein rabenschwarzer Witwentag mit Depri und allem, was dazu gehört. Die Einsamkeit bringt mich bald um, aber ich kann nicht raus, diese dämlichen Fragen: wie geht es Dir?
Jetzt ist doch alles langsam wieder gut?
Ich kann damit nicht umgehen.
Nichts ist gut, und gut wird es auch nie wieder werden, jedenfalls nicht so.
Ich bin wie aus Glas, habe keinerlei Interesse an meiner Umwelt, mein Aussehen ist mir egal, im Haushalt mache ich das Nötigste, aber nicht wirklich mit Speed, ich war immer ein absoluter Dynamo für meine Umwelt, auch für meinen Mann, und jetzt ist völlig der Dampf raus, wozu soll ich mich anstrengen?
Ich bin einfach unendlich traurig, das schwarze Loch nimmt kein Ende, nur meine zwei Pelznasen und ein sehr guter Freund halten mich senkrecht, das Leben ist unerträglich, ich sehe im Hof die Tulpen und Narzissen kommen, die ich selbst gepflanzt habe, die Krokusse blühen schon, und ich bin nur traurig und leer.
So, jetzt habe ich mich genug ausgeheult,Euch geht es ja auch nicht besser,
Gruß Gracia
Hallo Gracia,
wie soll ich Dir Mut machen und Dich trösten?
Bei mir ist es jetzt über sieben Monate her und es wird nicht besser. Immer wieder falle ich in dieses Loch, weil ich jetzt erst wirklich realisiere, dass es niemals wieder so wird, wie es mal war. Ich fühle mich absolut hilflos.
Wenn ich in den Garten sehe, kriege ich die Krise. Die Schneeglöckchen sind da und die Krokusse fangen an zu blühen und mein Schatz kriegt das alles nicht mehr mit. Mit wem soll ich mich freuen, wenn die Sonne scheint? Das ist alles so ungerecht.
Aber dennoch: Wir müssen versuchen, mit der Situation, so wie sie ist, irgendwie klar zu kommen. Und dabei kann uns keiner helfen. Da muss jeder von uns ganz alleine durch.
Ich glaube, mit meiner Depri habe ich Dir nicht wirklich geholfen. Aber Du siehst, Du bist mit Deinem Kummer nicht allein.
Lass Dich fest drücken.
Hanne
Mir geht es auch so wie euch. Es tut weh, die Krokusse zu sehen. Es tut weh, dieses Frühlingswetter zu erleben. Ich kann mich kein bisschen darüber freuen; im Gegenteil.
Ich war vorhin mit der Familie auf dem Friedhof. Danach bin ich regelrecht nach Hause geflüchtet.
Ich halte diesen Schmerz nicht aus. Wie soll man sich auch über Frühlingswetter freuen, wenn man das jetzt alles alleine erleben muss?
Heute könnte ich mich wieder eingraben.
Loreena
(heute auch keine Hilfe für euch)
Hallo zusammen,
es ist wirklich einfach nur ungerecht und unfair, statt Freude gemeinsam zu erleben, versuchen wir, nur noch, zu überleben, aber das ist auf Dauer kein Zustand, aber wie rauskommen?
welche Wege gibt es denn?
Andere Menschen sind häufig eher Belastung als Hilfe, alle wollen, das wir schnellstmöglich wieder funktionieren, aber wie soll das denn gehen?
Ich fange gerade an, sozusagen die ersten eigenen Schritte zu unternehmen, es braucht einfach alles Zeit, und die müssen wir uns nehmen.
Gruß Gracia
Hallo, da bin ich wieder. Ich hatte ein paar Tage keine Verbindung zum Server.
@ Graci: Bestimmt ist es ein langer, oft einsamer Weg, den wir gehen werden. Momentan fühle ich mich regelrecht erschöpft und depremiert von der 8-monatigen Trauer.
Morgen ist Valentinstag. Ich habe vorhin Herzchen in die Blumenschalen auf dem Friedhof gesteckt.
Herzliche Grüße
Loreena
Ja, es ist ein unendlich langer und schwerer Weg, den wir gehen müssen. Wer es nicht selbst erlebt hat, kann nicht ermessen, wie es uns geht. Selbst wenn wir nach außen hin funktionieren, im Inneren ist alles dunkel und leer. Auch nach fast 8 Monaten ist nichts besser geworden - im Gegenteil, je länger es dauert, desto unfassbarer wird es für mich.
Morgen ist für mich mal wieder so ein Tag, durch den ich irgendwie durch muss. Am 15. Februar haben wir uns kennen gelernt. Im vorigen Jahr haben wir unseren 30. Jahrestag noch mit einem Musical-Besuch im "König der Löwen" in Hamburg gefeiert - und jetzt ist alles vorbei und nichts wird wieder so wie es mal war.
Schon wieder traurige Gedanken - ich kann Euch einfach nicht aufmuntern.
Alles Gute und liebe Grüße
Hanne
@ Hanne: Das Leben ist jetzt schon schwer genug, aber diese Jahrestage toppen das Ganze immer wieder. Und gerade die wunderschönen Erinnerungen sind es, die jetzt so sehr weh tun. Aber eigentlich ist das kein Wunder, denn wir waren Jahrzehnte glücklich miteinander.
Ja, es stimmt. Bevor man es nicht selbst erlebt hat, kann man es sich nicht vorstellen. Ich hatte zwar auch vor einem Jahr schon Angst davor, aber ich hätte mir nicht im Entferntesten vorstellen können, dass es so schmerzt.
Gestern waren es bei mir auch 8 Monate des Alleinseins. Ich lebe jetzt zwei Leben. Im Job funktioniere ich wie immer und ansonsten werde ich immer niedergeschlagener.
Alles Gute für euch und viel Kraft.
Loreena
martinaIna
19.02.2008, 18:37
Hallo Ihr Lieben,
so lange Ruhe hier?
Die neuen Einschränkungen machen es oft schwierig und dann...
Ihr wart alle so down.
Wollte keine mehr noch einen traurigen Gedanken anfügen um nicht noch mehr zu belasten?
Um mal etwas entgegenzusetzen:
Mir geht's gut.
Es gibt in meinem Leben Hoffnungsstreifen: evtl. Käufer für mein Haus und evtl. Klarheiten für meine zukünftige Arbeit. (Hatte gestern ein angenehmes Vorstellungsgespräch aber eine Entscheidung fällt erst am 15.4.)
Die paar Vorfrühlingstage munterten auf. Gaben mir Kraft.
Der Schmerz um Peters Verlust wird schwächer. Es ist nicht mehr so zerstörerisch, stiller, als hätte ich mein Pensum Tränen abgeweint und nur noch Lachen tropfen von Zeit zu Zeit zusammen, die dann noch geweint werden müssen. Der Sumpf ist gerade nicht mehr so tief.
Immer mehr denke ich an ihn, als Geschenk in meinem Leben.
Die Einsamkeit ist oft schlimm. Daran will ich was ändern. Mehr ausgehen. Aber erst muss ich das Leben neu ordnen.
Nehmt vom Leben mit, was ihr nehmen könnt. Selbst wenn Ihr gerade wenig Lust dazu habt. Es wird doch besser. Nie wie früher - aber nicht immer so schlimm wie jetzt noch.
Ich drück Euch
martina
Ja in der Tat, neben den technischen Problemen habe ich mich auch nicht mehr getraut, meine traurigen Gedanken aufzuschreiben.
Liebe Martina, es ist ist schön zu hören, dass es Dir gut geht. Das gibt mir etwas Hoffnung, dass es auch bei mir irgendwann mal besser wird. Ich drücke Dir fest die Daumen, dass es mit dem neuen Job klappt.
Ich versuche schon, einiges zu unternehmen. Ich bin jetzt seit zwei Wochen montags im Englischkurs bei der VHS. Das macht schon Spaß und lenkt auch etwas ab. Am Samstag war ich im Schloss Charlottenburg im Konzert. Am Wochenende fahre ich wieder mal nach Köln, weil meine Mutter Geburtstag hat. Ich fliege im Sommer im Urlaub nach Kanada. Also daran mangelt es wirklich nicht.
Und nebenbei gehe ich auch noch ein bißchen arbeiten. Ich glaube, so viele Termine, wie ich jetzt habe, hatte ich nicht, als Günter noch lebte.
Aber trotzdem..... er fehlt.
Bei der Beerdigung von Günter hat der Redner mit folgenden Worten begonnen:
Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache,
du allein wirst Sterne haben, die lachen können.
Wenn du dich getröstet hat (man tröstet sich immer)
Wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein,
und deine Freunde werden sehr erstaunt sein,
wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst und lachst.
Wenn ich endlich mal so weit wäre!.
Also jetzt: Kopf hoch und durch.
LG
Hanne
Hallo liebe Loreena,
ich wünsch Dir alles Liebe zum Geburtstag !
Ich hoffe sehr,dass Du diesen ersten Geburtstag ohne Deinen Mann irgendwie aushalten konntest !
Aber ich bin mir sicher,dass er bei Dir war. Vielleicht hast Du es auch gespürt ?
Ganz viele liebe Grüsse
Geli
Hallo Hanna,
mir ging es auch so, ich dachte auch in letzter Zeit hier nicht immer meine traurigen Gedanken niederschreiben zu können. Aber dann denke ich wieder das Forum ist doch dafür da und es gibt immer wieder liebe Menschen hier,die einen verstehen, antworten und trösten. Darum sollten wir doch weiterschreiben was wir fühlen.
Ich finde es schön,dass Du diese Unternehmungen machst.
Ich bin noch in der Phase wo ich am liebsten zu Hause bin. Versuche jetzt aber Montag in einer Woche auch mal ein Entrinnen. Ich fahre zu einer Regenerationswoche auf die Insel Borkum. WEnn es wirklich nicht geht kann ich immer noch wieder zurückfahren.
Liebe Grüsse
Geli
@ Martina: Dann drücke ich dir mal die Daumen, dass es beim Thema "Wohnen" und "Beruf" so läuft, wie du es dir wünscht.
Mit der Einsamkeit habe ich auch Probleme. Aber wenn ich manchmal etwas unternehme, fühle ich mich auch nicht wohl, und "flüchte" dann wieder nach Hause. Es macht eben alles keinen Spaß mehr ohne meinen Mann.
@ Hanne: Hier kannst du immer schreiben, wenn es dir schlecht geht. Wir verstehen dich doch so gut.
Es hört sich wirklich interessant an, was du alles unternimmst und planst. Wir müssen ja etwas unternehmen, um uns abzulenken. Ich fahre mit meiner Mutter im April eine Woche an die Mosel.
@ Geli: Danke für die guten Wünsche. Der gestrige Tag war noch viel schlimmer, als ich es mir vorgestellt hatte.
Liebe Grüße an euch alle.
Loreena
Liebe Loreena,
zunächst einmal noch nachträglich auch von mir alles Gute zum Geburtstag.
Ja, diese Tage ziehen einen immer wieder runter. Dann kommen all die schönen Erinnerungen wieder hoch - und gleichzeitig weiß man, dass es niemals wieder so wird, wie es mal war.
@ Loreena und Geli,
es ist schön zu hören, dass Ihr auch versucht, Euch abzulenken und ein paar Tage wegfahrt. Ich bin sicher, das hilft - wenigstens vorübergehend, auch wenn danach wieder der Alltag einkehrt.
Habt Ihr Euch schon getroffen? Es wäre schön, wenn Ihr darüber berichten würdet.
Liebe Grüße an alle
Hanne
Hallo Hanne,
danke für deine guten Wünsche.
Unser Treffen haben wir für diesen Monat geplant. Es gibt aber noch keinen genauen Termin.
Bitte schau mal nach. Ich schicke dir eine persönliche Mitteilung.
Liebe Grüße an euch alle
Loreena
Hallo Ihr Lieben,
nachdem es hier im Thread sehr ruhig geworden ist, habe ich mich entschlossen, mich auch zu verabschieden.
Der Austausch mit euch hat mir sehr viel bedeutet in dieser schwersten Zeit meines Lebens. Das werde ich nie vergessen.
Vielen Dank an die Forenbetreiber und alle, die für das Forum ihre Zeit opfern. Es ist so hilfreich, dass es diese Möglichkeit gibt.
Ich wünsche allen hier im KK-Forum viel Kraft und Mut, um das schwere Schicksal, das uns auferlegt wurde, zu ertragen.
Ganz liebe Grüße
von Loreena
martinaIna
06.03.2008, 00:09
Hallo Loreena,
hoffe, Du liest das noch.
Ja, es ist ruhiger geworden- was teilweise auch an technischen Problemen liegt, teilweise aber auch daran, dass wir nach und nach alle ins "normale" Leben zurück finden. Wenn das bei Dir so ist und Du deshalb hier "Tschüss" sagst, dann würde ich mich freuen und Dir alles Gute wünschen. Ich denke auch, dieses Forum soll beim Übergang helfen und kein Dauerzustand der Trauer zementieren.
(Manchmal hatte ich hier im Hinterbliebenenforum das Gefühl, der/die bekommt die meiste Zuwendung, der am stärksten festhält und in der Trauer stehen bleibt. - Kein guter Gedanke.)
Wann immer eine von uns aber die Anderen braucht, sollte sie den Treat neu eröffnen können. Ich schau von Zeit zu Zeit rein.
Loreena, gib doch bitte noch kurz ne Meldung, wie es Dir geht und warum Du hier aufhörst.
Ich drück Dich/Euch
martina
ingrid1956
06.03.2008, 09:48
Hallo Ihr lieben
Auch ich bin nicht mehr so oft hier , möchte mich daher auch verabschieden. Ich wünsche allen die Kraft aus dem jeweiligen Tief zu kommen.
Ja es stimmt man darf nicht ewig in der Trauer festhalten.Wir müssen uns neu orientieren und uns wieder dem Leben stellen.
Aber auch ich werd ab und zu mal hier reinschauen und euch eine kl. Mitteilung geben wie es mir geht .
Es hat mir unheimlich viel geholfen hier im Forum über meine Ängste zu schreiben. Während der Zeit in der mein Mann noch lebte und auch danach.
Schaut nach vorn uund denkt an die schönen Zeiten , die überwiegen .
Liebe Grüße an alle
Ingrid
Ihr Lieben,
ich bin dann auch weg.
Es hat mir geholfen, hier zu schreiben und ich habe nette Frauen kennen gelernt, denen es ähnlich ging wie mir. Ich hoffe, dass der Kontakt nicht ganz verloren geht.
Wir müssen irgendwie in das "normale" Leben zurückfinden und das Forum war ein Schritt, mit der Situation klar zu kommen.
Macht's gut und liebe Grüße
Hanne
ingrid1956
05.08.2008, 15:49
Hallo !
Ich bin wieder mal hier um zu schaun wie es euch soo geht .
Jetzt wird es bald ein Jahr das es meinen Schatz nicht mehr gibt
Mir gehts soweit gut aber mein Schatz fehlt mir unheimlich, manchmal kann ich es nicht glauben das es jetzt immer so weiter geht und ich allein bin.Mir fällt die Decke auf den Kopf und kann mich doch nicht aufraffen irgendwas zu unternehmen und dann sitze ich da und bekomme nen Koller. Aber ich versuch mich zu beschäftigen, jetzt hab ich mich für einen Nordic Walking Kurs bei meiner Krankenkasse angemeldet , ausserdem war ich bei Taube in Berlin(wo es mir sehr gefallen hat)
Na ja ich grüße alle
bis irgendwann mal wieder
Ingrid
josie&josie
05.08.2008, 18:14
@martinaIna
weiß nicht ob du das liest, aber: ich will dir sagen dass ich deine einstellung ganz toll finde. schön, wie du damit umgehen kannst, schön dass du dein leben weiterführst.. auf positives ausgerichtet.
liebe grüße
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