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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe/Therapie/Erfahrungen 1


24.03.2001, 22:20
Wo gibt es Tumor-Zentren/Kliniken, die auf diese Art des Krebses spezialisiert sind bzw. viell. auch (in bes. schweren/fortgeschrittenen Fällen) neue Therapie-Möglichkeiten erproben?

Wer hat Erfahrungen und kann Tips geben (jede Info willkommen)?
andre_david@gmx.de

04.05.2001, 16:19
Hallo Andre,

hast Du Antworten zu dem Thema bekommen? Mein Vater hat gestern die Diagnose Speiseröhrenkrebs erfahren - als Nichtraucher und Nichttrinker ziemlich niederschmettern, geht aber anderen wohl auch so. Nichtsdestrotrotz muß er nun natürlich schnell handeln. Hast Du irgendwelche Infos bekommen, die Du mir netterweise zur Verfügung stellen könntest?

Vielen herzlichen Dank


Anne

04.05.2001, 21:40
Hallo Anne,

ich kann mit euch gut mitfühlen, meine Mutter war auch Nichttrinker und -raucher und zudem sehr jung (48J.). Und diese Krebsart ist normalerweise typisch für starke Raucher, Trinker oder alte Menschen. Ausserdem gehört sie zu den selteneren Krebsarten und zugleich zu den schlimmsten.

Ich habe leider keine Antworten erhalten. Ich habe selber per Suchmaschine diverse Seiten im Netz durchforstet nach Infos.
Leider war alles vergebens - meine Mutter verstarb vor ca. 2 Wochen.

Über den Link http://www.das-erste.de/moma/service_000315.asp habe ich die dt. Krebshilfe gefunden unter http://www.krebshilfe.de
Von dort liess ich mir dann auch Info-Broschüren zukommen (darin sind u.a. Tumorzentren aufgelistet).

Ich hoffe, dass der Krebs bei deinem Vater im Frühstadium erkannt wurde. Dann bestehen noch (gute?) Heilungschancen. Wenn der Tumor operabel ist, dann ist das schonmal ein gutes Zeichen. Es wird dann häufig das betroffene Gewebe der Speisseröhe entfernt und mit Teilen aus dem Darm ersetzt.

Bei meiner Mutter war der Krebs (vom Magen aus bis in die Speisseröhre hochgewachsen) viel zu spät erkannt worden - da war eine Heilung leider kaum noch möglich.
Wir haben die Befunde zusätzlich dann noch nach Heidelberg an die Uni-Klinik geschickt in der Hoffnung, dort könne man uns weiterhelfen. Aber deren Diagnose machte uns klar, dass auch sie nichts anderes tun konnten wie im örtl. Klinikum (Städt. Klinikum Karlsruhe) bereits der Fall (Strahlen-/Chemotherapie).

Dennoch würde ich sagen, dass es nicht verkehrt ist, die Befunde auch an andere Kliniken zu schicken bzw. als Betroffener selbst vorstellig zu werden - jede noch so kleine Möglichkeit nur nicht ungenutzt lassen.

Gruss und alles gute
André

04.06.2001, 13:50
Hallo,

mein Heinrich ist vor 15 Woche operiert worden.
Man hat ihm die Speiseröhre komplett entfernt und den Magen hochgezogen.
Die OP hat 6 Stunden gedauert und ist gut verlaufen.
Angeblich gute Chancen, da im absuluten Anfangsstadium entfernt!
Soweit so gut! Nur er wird nicht wieder fit!!!
Die Atmung hat nach der OP ausgesetzt und er hat eine schwere Lungenentzündung bekommen. Jetzt hat er auch noch einen nicht zu behandeldenden Keim in
sich und magert mittlerweile völlig ab!
Wenn ich dieses Elend sehr, frage ich mich, ob die
OP überhaupt richtig war?
Er atmet mal allein, mal nicht und das schon seit Wochen.
Gruß
Susanne

21.06.2001, 20:32
Hallo an alle!
Gester war wahrscheinlich mein schrecklichster Tag in meinem, noch recht jungen leben. Gestern habe ich erfahren das mein Vater (50) Speiseröhrenkrebs hat...es ist ein bösartiger Tumor.Ich bin 13 und ich habe mich noch nie vorher in keinster weise mit dem Thema Krebs auseinander gesetzt. Ich möchte mich gerne informieren. Der Tumor wurde im Anfangstadium endeckt und hoffentlich wird mein Vater bald operiert. Ich habe den gestrigen Tag nur geweint. Ich weiss einfahc nciht wa sih denken und machen soll. Mein Vater hat eine sehr komische Art damit umzugehen die mich noch viel mehr verletzt. Er ist starker Raucher und deshalb mus sich wahrscheinlich die Ursache für den Krebs nicht weiter suchen. Ich habe einfach große Angst. Wenn ihr mir irgendwie helfen könnt, ob mit Informationen oder Selbsterfahrnissen dann bitte tut das.
Ich wäre euch sehr dankbar.
Und fallss ihr auch in so eine rLage seit oder ward..dann wünshc ich euch alles alles gute ich kann verstehen wie ihr euch fühlt.
Annabell
BuergerinXY@t-online.de

22.06.2001, 11:20
An Alle!!!!!!!!!!!!!!!!

Mein Heinrich ist gestorben.Speiseröhrenkrebs im
Anfangsstadium, so ein Quatsch!!!!!!!!!
Es gibt noch keine Heilung und ich würde keinem mehr empfehlen sich operieren zu lassen!!!!!!!!!!!
Und wenn, dann nur im Charietee in Berlin und in keinem anderen mehr! Egal wie weit Berlin weg ist.
Es gibt keine Heilung, maximal 5 Jahre, wenns gut geht! Es ist alles so furchtbar. Mir kann auch niemand helfen, ich fühle mich so unendlich allein.
Susanne

22.06.2001, 20:02
Guten Tag Susanne,
wie du sehen kannst ich begrüsse dich !
Also existierst du noch, so wohl ich sehr weit weg bin versuche ich mich mit dir zu unterhalten, ich weiss du glaubst es nicht denn du bist zurzeit so auf negativ und Enttäuschung eingestellt, dass alles andere eh keinen Sinn mehr hat.
Also müssten wir jetzt mit allem aufhören, Essen, Trinken, Lieben und Glauben, dann ist es vorbei und wir singen mit dem Gabriel Halleluja.
Werte Susanne, NEIN, nochmals nein, es ist nicht für alle vorbei, denn wir fühlen, lesen und hören noch was um uns herum passiert, bestimmt ist es nicht immer das Erwünschte aber auch nicht das Erklingen der Posaune zum Jüngsten Tag.
Susanne, du hast den schmerzlichen Verlust von Heinrich hinter dir, er konnte gehen und du musst da bleiben, bestimmt hättest du es umgekehrt lieber gehabt, das können alle verstehen, weisst du wir fühlen mit dir, also bist du doch nie alleine, wir alle im Forum reichen dir die Hand, es liegt an dir sie zu nehmen und zu erwidern, dann kannst du bald mitfühlen wie schön das ist in „unserer Familie“ zu sein, mit Leidenden, zum teil verzweifelten Leute zu unterhalten und mit Ihnen das Gute wie auch das Schlechte zu teilen.
Susanne, komm zu und mit uns, dann schöpfst auch du wieder Mut und Hoffnung, es wird sicher ein lange Zeit dauern aber du wirst wieder zum Leben erweckt und aktiv mitmachen, denn auch du wirst hier gebraucht.
Bis bald Liebe Grüsse
Paolo

22.06.2001, 20:26
Hallo, mein Frank ist erst 45 Jahre und hat inoperablen Speiseröhrenkrebs. Er bekommt Bestrahlung, keine Chemo, weil die Wand zwischen Luft-und Speiseröhre schon durchlässig ist. Ich stehe so hilflos da und weiß nichts.....Was soll nur werden, hat er überhaupt eine Chance, die Ärzte sprechen zwar von Heilung, aber wenn ich dieses Bild sehe- fast verhungert, von der Bestrahlung gequält, die Haut verbrannt ich kann nicht mehr.Er hustet und hustet und ich halte mir die Ohren zu. Ich lasse es ihn nicht merken, aber wir haben doch noch gar nicht richtig gelebt.

22.06.2001, 22:19
Hallöchen Margrit,
Deine Situation kann ich mir sehr gut vorstellen, machtlos zu zusehen wie sein Liebster leidet. Hast du denn niemand der Dir beisteht ? Jemand der Dir hilft, damit du nicht zusammenbrichst. Mach Dir keine Vorwürfe, wenn Du die Ohren zuhältst. Also geh ruhig mal ein wenig auf Distanz. Das machen viele Betroffene, denn alles kann man nicht ertragen, irgend wann hat man sich nicht mehr im Griff, die wirren Gedanken, die einem so durcheinander bringen, die Laute und Bewegungen der Betroffenen, alles zusammen schaffen einen früher oder später. Es ist sehr wichtig, jemanden zu haben, der einem beisteht, wo man sich Luft machen kann und auch weinen kann, was bestimmt keine Schande ist. Liebe Margrit, ich kann Dir leider nicht beistehen, weil ich weit weg bin aber ich bin sicher mit meine Gedanke und Schriften immer in der Nähe. Wenn du jemandem brauchst, der Dir aus der Ferne ein Wunsch erfüllen kann, dann sei versichert, ich bin da.
Liebe Margrit, gib Sorge zu Dir, Du darfst nicht zusammenbrechen, er braucht dich jetzt mehr den je. Bitte überbringe deinem Frank meine beste Wünsche und ganz liebe Grüsse aus der schweiz.
paolo

08.07.2001, 22:29
Hallo ihr Lieben,
nun ist es ziemlich genau drei Monate her, daß mein Schwiegervater an Speiseröhrenkrebs operiert wurde (Speiseröhre wurde entfernt). Es ist ,laut Ärzten, alles bestens verlaufen. Anschließend kam er noch drei Wochen zur Reha und nun ist er wieder Zuhause.
Er hat öfters Probleme die Nahrung bei sich zu behalten und ist öfters auch verschleimt.
Was mich nun interessieren würde, ob es normal ist, das man von keiner Stelle gesagt bekommt was der arme Mann nun denn essen und trinken darf, bzw sollte.
Ich dachte eigentlich das man so etwas wie einen Ernährungsplan bekommen würde.Aber weder die Leute in der Klinik, noch Die von der Reha, waren in der Lage uns zu sagen wie die weitere Ernährung nun aussehen soll.
Deshalb versuch ich nun auf diesem Wege Hilfe zu bekommen.
Für jegliche Infos wäre ich euch sehr dankbar.

Gruß Peter

25.08.2001, 00:16
hallo mein robert wurde gestern operiert sie haben ihn wieder zu gemacht er hat speiseröhrenkrebs die leber ist schon angegriffen er ist 51 er soll jetzt nächste woche chemo und bestrahlung bekommen in 6 wochen wird er dann wieder operiert in kassel im roten kreuz dann wollen sie den brustkurb öffnen eine neue speiserröhre legen den magen verkleinern und hoch legen und die milz rausnehmen ich weiss nicht ob es gut geht in diesem krankenhaus sie wollen ihn in ein künstliches koma legen für 3 tage ich habe grosse angst das die atmung aussetzt der arzt sagte schon das der krebs gesiegt hat er muss aber chemo machen und die op das er nicht so starke schmerzen hat im moment hat er keine schmerzen ich habe von diesen tabletten aus amerika gehört dag oder so ähnlich wär kann mir helfen und wer kann mir sagen ob er sich diesen strapatzen von op noch aussetzten soll bitte helft mir wenn ich an heinrich denke bekomme ich grosse angst

16.09.2001, 13:34
ihr habt recht da mit der aufklärung der ärzte was nach der operation sein wird klappt auch in österreich nicht, die einzige antwort ist er wird nie wieder so essen können wie früher......aber was sich wirklich alles verändert davon hört man gar nichts.

mein freund hat im moment die 18 bestrahlung hinter sich und die zweite chemotherapie läuft gerade in ihn rein.....gelegentlich gehts ihm wirklich gut aber die meiste zeit ist er schlapp und unausgeglichen.
würd mich *freuen* kann man ja fast so nicht nennen wenn sich vielleicht irgendein österreicher oder österreicherin bei mir melden würde.....manchmal würd ich echt gerne darüber quatschen und mich auch mal ausheulen denn immer stärke zeigen zu müssen, sollen geht auf die eigene substanz

ich wünsche allen die ebenfalls betroffen sind alles glück der welt.

16.09.2001, 23:31
Hallo hier ist Petra,mein Robert ist aus dem Roten Kreuz in Kassel raus,ich habe ihn in die Städtische Klinik gebracht.Die sagten man hätte ihn nicht den bauch öffnen dürfen,man konnte deutlich sehen das die Leber angegriffen ist,im Blut muss sich der Krebs auch schon verteilt haben.Er hat jetzt eine Woche eine Hammer Chemo bekommen mit 5Wochen Bestrahlung dazu er ist zwar sehr schlapp aber er fühlt sich Körperlich sehr wohl das Füllegefühl in der Speiseröhre ist weg er kann wieder sehr gut essen aber leider fehlt der Apetit aber es sieht bis jetzt ganz gut aus.Man sagte ihm das eine Heilung nicht mehr besteht.Robert ist aber überzeugt das ,wenn er in 4Wochen die nächste Chemo bekommt er geheilt ist.Ich will ihm die Hoffnung auch nicht nehmen.Ich wünsche allen viel glück und Kraft

17.09.2001, 10:44
hallo petra

mein schatz ist auch davon überzeugt das er gesund wird, vielleicht hilft ihm seine überzeugung ausreden werde ich sie ihm ganz sicher nicht.
wünsch euch viel glück wir alle könnens gut gebrauchen

17.09.2001, 17:32
Guten Tag, daß der Speiseröhrenkrebs bei meinem Mann nicht
operabel war, habe ich ja schon mal geschrieben. Jetzt schreibe ich Euch, wie die Zeit vergangen ist. Frank hat als erstes einen Port gelegt bekommen, dann 30 Bestrahlungen. Er war sehr elend, das Befinden hatte sich auch nach der 4-wöchigen Kur nicht verbessert,er hatte eine Fistelbildung in der Speiseröhre, trotzdem versuchten die Ärzte mit Chemo etwas zu verbessern. Es ging ihm aber furchtbar schlecht schon nach nur einem Tag, daß sofort abgebrochen wurde. Er hat jetzt eine Magensonde, kann nur noch künstlich ernährt werden, hat Lungenendzündung und wird am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen. Leider können die Ärzte nichts mehr für ihn tun, sie haben, glaub ich wirklich alle Möglichkeiten durchdacht und abgewogen. Er hat 30 Kilo an Gewicht verloren, ist sehr hinfällig und voller Hoffnung. Er macht Pläne ohne Ende...... Margit

17.09.2001, 20:22
margit

schmiede mit ihm die pläne......das hilft ihm sicher...ich denk an dich denn ich weiss wie es dir geht.
wünsch euch alles erdenklich gute
michi

18.09.2001, 23:36
Danke für eure lieben Worte es hilft einem sehr vor allem wenn man weiss das man nicht allein ist bei dieser Krankheit.Robert ist sehr schwach morgen kommt er nach Hause in 3 Wochen kommt die 2 Chemo danach weiss mann erst bescheid ob er noch mal eine 3Chemo bekommt oder ob alles abgebrochen wird und er nach Hause gehen kann.Heilung besteht keine aber ich bete zu Gott das doch noch ein Wunder geschied.

19.09.2001, 20:06
hi ihr alle

mein schatz wurde gestern nach der 2. chemo (cisplatin und 5 FU) aus dem krankenhaus entlassen.....ausserdem hat er auch noch ne schwere soor ösphagitis......nicht nur das sie am montag vergessen haben ihn seine erypo spritze zu geben....haben sie den pilzbefall ganz einfach nicht ernst genommen obwohl er 10 tage nach der ersten chemo schon beim arzt war und über brennen in der speiseröhe berichtete.....die sagten das sei ganz normal bei bestrahlung......jetzt hab ich ebenfalls in i-net gefunden das bei 5FU therapie der pilz mehr oder weniger dazugehört...morgen gibts krach im krankenhaus......weiters liegt er seit gestern nur herum hat extremen brechreiz----da er nichts isst kommt ja auch nichts, und durchfall.....ich fürchte sie werden ihm morgen wieder im krankenhaus lassen....oder gott sei dank denn dort können sie ihm wenigstens künstlich ernähren.....ich musste das jetzt mal los werden, denn wenn ich meinen schatz schon verliere dann wenigstens nicht an einer pilzinfektion oder unterernährung die man verhindern kann.
danke fürs lesen.

21.09.2001, 17:18
Michaela es tut mir sehr leid.Robert hat die erste Chemo auch hinter sich,er sagt er habe wieder Sodbrennen aber jetzt befürchte ich das er auch eine Pilzinfektion hat,was muss ich dem Arzt sagen wie erkennen Sie den Pilz kannst du mir helfen? Es ist sehr schlimm für dich das glaub ich und immer muss mann nur stark sein ach Mist ich kann es garnicht ausdrücken was mir durch den Kopf geht am liebsten würde man laut schreien und man hat das Gefühl es hört sowieso keiner.Michaela wenn es dir nicht´s aus macht,kannst du mir mal schreiben wann alles angefangen hat und wann es ihm schlechter ging.Ich möchte aaaccch eigentlich will ich gar nix mehr wissen über diese beschiesene Krankheit aber ich habe doch sonst keinerlei anhaltspunkte .Woher soll man was erfahren wenn nicht von Dir oder irgend jemand betroffenen.Dein Schatz ist meinen einen Zyklus vorraus,daß ich mächtig muffe hab brauch ich wohl nicht mehr schreiben.Man sieht sie nur noch schwach und an die Decke starren.Hat dein Schatz auch Nachts Schweiss-ausbrüche und Alpträume?Robert bekommt das Antibiotikom nicht es schlägt ihm auf die Speiseröhre er hat ein füllegefühl sagt er.Man macht sich auch andere Gedanken das der Tumor nicht grösser geworden ist.Michaela sei Tapfer ich freu mich wieder was zu hören
Gruss Petra

21.09.2001, 21:19
liebe petra

schreib mir mal deine mail addi. meine ist entweder mich7lycos.at oder granita@gmx.at.....bei meinen uli fing alles anfang mai an aber er nahm es ganz einfach nicht ernst......wir haben uns im i-net kennen und liebengelernt er ist deuscher und ich bin aus wien......anfangs hatte er ganz einfache schluckbeschwerden die immer schlimmer wurden. anfang juli machte ich mal ganz einfach für ihn einen termin in wien aus ....und eine woche später hatten wir die niederschmetternde diagnose........ganz ehrlich ich kann das wort krebs auch nicht mehr hören obwohl ich war heute bei der mammografie.......also weiter am anfang ging es ihm gut nur das essen machte echte probleme....im moment hat er eben ca. 18 bestrahlungen von 28 hinter sich und die 2te chemo mit cisplatin und 5 fu ......es ging ihn so schlecht das er seit gestern wieder im krankenhaus ist.........muss dazusagen das die dort wirklich alles tun gestern noch ct heute noch eine und röntgen.....aber schmerzen in der speiseröhre hat er noch immer obwohl die infektion (pilz) abgeklungen ist sagen sie wenigstens.......zu deiner frage wie man sie erkennt.....brennen in der speiseröhre, nochmals schluckbeschwerden manchmal fieber. im moment hat mein *starker* mann 20 kilo abgenommen. nachtschweiss und angstausbrüche hat er gott sei dank keine....aber gut gehts ihm wirklich nicht......weisst du ich schreibs nicht gerne ......aber noch lebt er noch kann ich mit ihm telefonieren , ihn küssen und streicheln, noch schmieden wir pläne das wir im frühjahr in die toscana fahren und er wenigstens nen halbtagsjob findet. noch ist er bei mir..und daran klammere ich mich und hoffe auf.....nö nicht gott bin zu ungläubig dafür aber irgendein höheres wesen das uns beschützt.....so ich hoffe petra das ich dir ein bischen helfen kann übrigens wie alt ist denn dein schatz??? und wo bist du zuhause.

liebe grüße michi

21.09.2001, 21:40
bei mich7lycos.at fehtl das @ also richtig mich7@lycos.at........tschuldigung

02.10.2001, 11:09
Ich stelle jetzt mal schlimme Fragen, aber ich hoffe, daß mir trotzdem jemand antwortet. Die Ärzte tun es nicht. Mein Frank wird jeden Tag ein bißchen weniger, die Magensonde hält den Verlauf nicht auf, Lungenendzündung und Massen Schleim sind dauerhaft. Er bekommt auch keinerlei Medikamente. ich glaube, er zersetzt sich bei lebendigem Leib. Es stinkt, es ist grausam, das zu schreiben. Aber ich kann es kaum noch aushalten. der Geruch ist so ekeleregend, daß ich zu hause nichts mehr essen kann und mich wirklich stark überwinden muß, nahe an ihn heranzutreten. Ich streichle ihn und geb auch mal ein Küßchen, aber dann würgt mich dieser gestank zu sehr. Wer kennt das, wie lange muß er sich in diesem Stadium noch quälen, wann darf er sterben. ich hab' schon Duftlampen aufgestellt, es hilft nichts.Dieser Verwesungsgeruch zieht durch die ganze Wohnung. Ich kann auch nicht nur die fenster offen lassen, er hat so schnell Schüttelfrost. Bald kann ich nicht mehr und bin trotzdem froh, daß ich merke, daß ich nicht allein bin. danke, liebe Forum- Schreiber. Ich weiß daß Ihr alle selbst Sorgen habt.

02.10.2001, 12:33
Hallo Margit,
es ist schlimm, so etwas miterleben zu müssen.
Bei meiner Mutter war es genauso - sie spuckte praktisch 24 Stunden am Tag fast ununterbrochen diese braune Flüssigkeit, welche sehr bitter und stechend roch.
Als sie Mitte Januar ins Krankenhaus kam, konnte sie noch winzig kleine Häppchen essen bzw. schlucken und trinken. Aber der Zustand verschlimmerte sich immer mehr, bis sie nicht eimal mehr Flüssigkeit schlucken konnte, ohne dass sie nicht sofort wieder diesen Schleim spucken musste. Es folgte dann die "Ernährung" mit Nährstoffen per intravenösem Zugang.
Aber es war nur ein langes (und doch zu kurzes, als es dann soweit war) und qualvolles Warten aufs Sterben. Denn die Ärzte haben uns schon recht früh klargemacht, wie ernst die Lage war, und machten irgendwann auch die Hoffnungslosigkeit auf eine Heilung deutlich.
Es war in der Tat furchtbar mitansehen zu müssen, wie jämmerlich sie dahinvegetierte. Sie nahm immer mehr ab, wurde immer schwächer, so dass sie sich nicht mehr alleine im Bett aufrichten konnte, bekam immer grössere Schmerzen.
Schliesslich erhielt sie dann starke Schmerzmittel, woraufhin sie z.T. nur noch so vor sich hindämmerte und ihre Handlungen oft konfus waren - ich denke, dass dies an der Medikation lag.
Jedenfalls dauerte ab diesem Zeitpunkt nicht mehr lange, bis sie Mitte April von uns ging. Einerseits sah ich es als Erlösung für sie an, weil diese Leiden nur noch unerträglich war. Andererseits ist solch ein Verlust so schmerzhaft und traurig, dass man sich wünscht, der Verstorbene wäre noch unter uns.

Nach all dem was du schreibst, liebe Margit, ist der Krebs bei deinem Mann wohl schon weit fortgeschritten. Was sagen denn die Ärzte? Wenn du fragen hast, dann löchere die Ärtzte damit und lasse dich nicht hinhalten.
Wir haben mit Ärzten bzw. dem Krankenhaus auch schlechte Erfahrungen gemacht, aber haben uns nicht einfach alles gefallen lassen, sondern sind energisch dagegen vorgegangen und haben offen unsere Meinung gesagt.
Ich denke doch mal, du hast wenigstens Unterstützung von Brückenschwestern, da deinen Frank ja zu Hause zu pflegen scheinst.

Ich würde dir gerne Mut zusprechen, aber viell. ist es doch besser, realistisch zu bleiben, anstatt sich unbegründetet Hoffnungen zu machen und die letzte Konsequenz einfach zu verdrängen.
Ich wünsche dir und deinem Mann alles Gute, v.a. dass es kein langes Sterben wird und dass du die Kraft findest, mit dem Verlust zu leben. Ob man jemals darüberhinwegkommt und akzeptieren kann, dass weiss ich selbst noch nicht - bis zu einem gewissen Grad habe ich es schon geschafft, aber es wird mich noch lange berühren.

Liebe Grüsse.

02.10.2001, 21:12
mann leute das ist ja ganz schlimm was ich hier lese..........ehrlich ich wünshce deinen mann alles gute und dir gaaanz viel kraft.

mein schatz hat auch über 20 kilo abgenommen und beginnt übermorgen die dritte chemotheropie......er kann kaum essen da ihn die strahlentherapie wahnsinnig zusetzt.......brennen in der speiseröhre.....ich muss ihn zu jeden schluck flüssigkeit und nahrung überreden...aber wir haben wenigstens noch wirklich hoffnung das all das hilft obwohl er knochenmetastasen hat.

ich bin so hilflos gegenüber dieser krankheit...und so voller hoffnung da mein schatz bis über den kopf voller pläne für die zukunft steckt......ich will allen mut zusprechen .......aber bin selbst so hilflos.

danke fürs lesen

16.10.2001, 01:01
Ich möchte diese Möglichkeit nutzen, um Gesprächspartner/rinnen kennenzulernen, die an Speiseröhrenkrebs erkrankt sind. Auch suche ich auf diesem Weg eine Selbsthilfegruppe im Raum Mannheim/Ludwigshafen.

Ich selbst bin nicht von dieser Krankheit betroffen, aber bei meinem Mann wurde im Februar 2001 Speiserörhrenkrebs diagnostiziert.

Ich würde mich freuen, bald eine Nachricht zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Ellen Schäfer
Ellen-Rudolf-Schaefer@web.de

17.10.2001, 12:17
Nun ist es vorbei und mein Frank hat ausgelitten. Es ist unfassbar.....Warum nur? Ich wünsche Euch allen viel Kraft, Eure Lieben auf Ihrem Weg zu begleiten. Es gibt keinen Trost. Margit

18.10.2001, 21:17
Liebe Margit ich wünsche dir alles alles gute und viel viel Kraft für die zukunft
Mein Robert ist auch sehr schlimm dran
Es wird sehr schwer aber die zeit wird auch deine wunden heilen
alles gute
Petra

20.10.2001, 21:26
liebe margit

es tut mir wahnsinng leid für dich ich kann mir ungefähr vorstellen wie es dir geht, aber denk daran dein frank ist jetzt dort wo er keine schmerzen mehr hat und vermutlich glücklich ist........lass den kopf nicht zu sehr hängen auch wenns schwer ist......ich und viele von uns die hier schreiben haben das vor uns und keiner will es wahrhaben.
*ichnehmdichmalganzfestindiearmeundsagkeinwort*

michi

25.10.2001, 18:36
Hallo!
Ich bin gerade auf diese Internetseite gestoßen und habe mich in Euren Nachrichten wiedererkannt. Meine Mutter ist im Aug 2000 an Speiseröhrenkrebs gestorben. Das Schlimmste für mich war, wie ich sie die letzten Stunden begleitet habe. Ich konnte sehr schlecht damit umgehen. Mein Problem war danach die Angst vor dem Tod. Fragen wie "lebt sie noch", oder " war sie jetzt gerade bei mir", zermürbten mich. Was mir wahnsinnig geholfen hat war, die Bücher "Leben nach dem Tod" von Moody zu lesen. Da ich auch an keinen Gott oder an keine Religion glaubte. Die Bücher halfen mir, sich vorzustellen oder zu verstehen, dass es doch ein Leben danach geben könnte und dass es meiner Mutter jetzt viel besser geht als vorher.
Vielleicht kann ich ja mit diesem Tipp einigen von Euch weiterhelfen, mir hat es jedenfalls viel gebracht.

30.10.2001, 00:49
Der Vater meiner Freundin hat Speiseröhrenkrebs...festgestellt vor etwa...6 Wochen...zwei Lymphknoten sind befallen, und je mehr ich hier lese....desto mehr flenne ich...mein Gott.
Seit einigen Tagen nun weiss auch ich das die Chancen auf Heilung äusserst schlecht stehen.
DIe ganze Zeit zuvor mass ich dem wenig Bedeutung bei...er und ich hatten auch keinen besonders guten Draht zueinander...aber jetzt, genau in diesem Moment bin ich unendlich traurig...

Danke...fürs Zuhören...

30.10.2001, 01:43
Bei meiner Mutter wurde vor jetzt bald 4 Wochen auch Speiseröhrenkrebs festgestellt. Nicht operabel, der Tumor ist schon zu groß und Lymphknoten sind auch befallen. Der Chirug hat gesagt, man müßte nun durch Chemo und Strahlen versuchen den Tumor "down zu stagen" um dann evtl. zu operieren. Jetzt hat sie die 1.Chemo (Cisplatin/5FU) hinter sich und es geht ihr sehr schlecht. Ihr Mund ist total wund und entzündet, sie kann vor Schmerzen kaum trinken und essen schon gar nicht. Jetzt hat sie auch noch starke Übelkeit und Durchfälle bekommen und wir mußten sie total entkräftet wieder ins Krankenhaus bringen. Sie hat wohl sehr viel Flüssigkeit verloren, fast wäre es zu spät gewesen.

Kann mir jemand von Euch etwas zu den Nebenwirkungen sagen? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich habe echt große Angst.

Danke im vorraus und allen viel, viel Glück. Bert.bert.kunert@web.de

03.11.2001, 18:59
hallöchen


hab mal wieder eine frage ihr habt ja alle diese krankheit oder ein lieber mensch in unmittelbarer nähe.....mein schatz hat schmerzen ....so rund um die speiseröher er sagt da baut sich richtig druck auf und tut auch beim atmen gelegentlich so weh das es sich bis in den rechten unterbauch zieht , lebergegend und so er kann dann auch kaum liegen......was kann das sein? eine ct von voriger woche ist ganz ohne befund geblieben.....irgendwie wissen wir nicht weiter......selbst die opiat pflaster mit 75 microgramm helfen dagegen nicht.....ansonsten gehts ihm gut er kann meist normal essen, gelegentlich bleibt zwar was in der speiseröhre trotz stent hänge und dann vergeht im wieder das esses, aber alles in allen hat er letzte woche 3 kilo zugenommen.

17.11.2001, 18:39
Hallo hier ist Petra
Mein Robert hat jetzt die dritte Chemo hinter sich,angeblich hat sich der Tumor zurück gebildet und an der Leber wär auch nicht mehr viel,aber Robert fällt immer mehr in sich zusammen und die Schmerzen werden immer schlimmer.Die Ärzte von der Chemo sagen das kommt von der bestrahlung und die Ärzte sagen es kommt von der Chemo.Am 3 Dez. beginnt er die 4Chemo wenn es nach mir ginge würde ich ihn zu Hause lassen.Eine Chance geben sie ihm sowieso nicht.Wer kennt sich mit einem Hospitz aus ich hätte gern gewusst ob die einem zuhause auch Medikamente geben?Robert möchte wenn es soweit ist nicht mehr in die Klinik
Wer weiss darüber bescheid?

17.11.2001, 18:42
Liebe michaela
Ich bin kein Freund von Grossen Worten
aber ich wollte mein beileid aussprechen und wünsche Dir noch für die bevorstehende zeit viel viel Kraft
Es tut mir sehr sehr leid
Petra

17.11.2001, 23:27
liebe petra.......klingt jetzt hart was ich sage......aber lass ihn zu hause geniesst die wochen oder monate die ihr noch habt......denn wenn die ärzte sagen es wird nichts mehr .....naja mein schatz ist gestern gestorben.....und ich hätt ihn lieber länger bei mir gehabt......lasst euch gute medikamente verschreiben und ihn auch richtig darauf einstellen und vergesst die chemo und bestrahlungen...........ist nur ein rat von mir.......liebe grüße und alles gute ......meiner ist nicht an seinen *krebs* verstorben sondern eher an den nebenwirkungen sämtlicher medikamente (nierenversagen.....harnleiterverschluss......körp erliche vergiftung) ich will dir den mut nicht nehmen aber ich sehe das jetzt ganz einfach ganz realistisch.

michi

21.11.2001, 17:06
Hallo !
Ich habe Eure berichte gelesen und möcte fragen ob es auch jemanden gibt der die OP hinter sich hat und was dannach ?? Es klingt vielleicht hart aber gibt es da überhaupt Überlebenschancen.Ich bin tief betroffen den ein lieber Mensch den ich gut kenne ist betroffen und steht kurz vor der OP.
Danke
Ilona

23.11.2001, 14:29
Liebe Annabell,

zuerst ganz liebe Grüße. Auch ich weiß, wie Du Dich fühlst, denn mein Mann ist auch an Speiseröhrenkrebs erkrankt, 54 Jahre alt. Den Tumor kann man leider nicht operativ entfernen, da er an die Aorta angewachsen ist. Wie Du schreibst, wurde der Tumor bei Deinem Vater früh entdeckt und da sind die Heilungschancen sehr groß.
Wenn Du Info-Material brauchst, wende Dich bitte an die Deutsche Krebshilfe, Thomas-Mann-Str. 40, 5311 Bonn, Telefon 0228/729900.

Herzliche Grüße auch an Deinen Vater und viel Erfolg bei seiner Operation von

Ellen

24.11.2001, 18:36
Hallo Ihr Lieben,
bin durch Zufall an den Krebs-Kompaß geraten und habe mich gestern angemeldet. Bei meiner Schwester ist im April Speiseröhrenkrebs festgestellt worden. Sie hat dann 12 Chemo erhalten. Jede Woche eine. Schon im Verlauf der Chemo konnte sie wieder besser essen (z.B. Brötchen). Danach ging es zu einer dreiwöchigen Kur. Doch nach Ende der Kur ging es rapide Bergab. Auf einmal konnte sie zwar alles schlucken, erbrach aber dann sofort wieder. Vor zwei Wochen mußten wir sie ins Krankenhaus bringen weil sie es vor Rückenschmerzen nicht mehr ausgehalten hat. Sie war mittlerweile auf 35!!!! Kilo abgemagert. Hinzu hat sie einen komischen Husten der mitunter so schlimm ist das man glaubt sie erstickt. Es kommt dann aber nur durchsichtiger Schleim. Jetzt haben wir erfahren, das ihr wohl ein Schlauch eingesetzt werden soll. Sie selbst und auch ihr Mann fragen nicht bei den Ärzten nach, woher z.B. die Rückenschmerzen kommen ("Vogelstraußpolitik")und uns hat sie untersagt die Ärzte "zu belästigen". Die Ungewißheit macht meine Mutter und mich krank. Sie bekommt z.Zt. Schmerzpflaster und Schmerztropfen und bekommt zusätzlich Infusionen da sie nur noch Häppchen ißt.
So jetzt habe ich mir mal alles von der Seele geschrieben und zwar an Leute die mich sicher verstehen und mir vielleicht an Antworten können.
Eure Petra

27.11.2001, 02:30
Meine vater ist am 04.12.00 an Speiseröhrenkrebs mit Lebermetastasen erkrankt. Er hat bis jetzt Chemo bekommen. Vor ca. 1 Woche ist er aus dem Krankenhaus entlassen worden. Seitdem geht es ihm sehr schlecht. Er kann kaum noch essen oder trinken. Er kann sich auch nicht mehr selber bewegen und ist von den vielen Medikamenten sehr benommen. Er bekommt morphium. Meine Mutter, mein Vater und ich wollen den Kampf nicht aufgeben. Kann mir irgendjemand seine Erfahrungen mitteilen oder mir einen rat geben. Kliniken-Heilpraktiker oder ähnliches????
Grüsse Kathy

15.01.2002, 22:08
Ich habe mit Schrecken gelesen, was meinen Vater wahrscheinlich noch alles erwartet. Seit 10
Tagen weiß ich von seiner schrecklichen Krankheit. Er hat auch schon Metastasen in der
Leber. Im Moment fängt er die Chemo an; hoffentlich verträgt er sie einigermaßen. Von euch allen hat man ja schon länger nichts mehr gelesen; ich würde mich trotzdem über eine Re-
aktion freuen. Meine arme Mama besucht ihn jeden Tag und kommt weinend nach Hause.
Ich würde beiden so gerne helfen, aber bin selber wie gelähmt. Außerdem muß ich mich selbst zusammenreißen, dass meine Kinder noch nicht soviel mitkriegen. Der Alltag ist im
Augenblick schwer zu meistern. Vielleicht kann mir jemand schreiben, wie er wieder Kraft ge-
schöpft hat.
An alle viel Kraft und Mut. Gruß Christine

19.01.2002, 11:38
Hallo hier ist Petra
Am14.12.01ist Robert aus der Klinik entlassen worden er sollte die 4 Chemo antreten,die ärzte sagten bei der 3 Chemo noch es sieht gut aus,als er die 4machen wollte hieß es auf einmal die Leber ist total kaputt ich nahm ihn mit nach Hause.Es folgten 3 Lungenenzündungen mittlerweile kommt der Stuhlgang zum Mund herraus,er kann seit 3 Tagen nichts mehr essen er bricht ständig und hat dabei erstickungsanfälle,ich weiss nicht mehr was ich machen soll,ich möchte nur nicht das er schmerzen hat,Robert hat so einen schlimmen husten,die Metastasen kommen schon überall zum vorschein,er ist doch erst 51 ich denke ich bringe ihn heute abend ins Krankenhaus ich habe zu grosse angst das ihm der Darm platzt,seine stimme ist auch weg,ich habe ihm schon eine Hupe am Bett befestigt,so ich wollte mich nur mal ausheulen ich bin von der aussenwelt total abgeschnitten vielen dank fürs lesen Petra

19.01.2002, 20:06
Liebe Petra!
Es tut mir so leid für dich und deinen Robert. Es ist bestimmt furchtbar seinen Liebsten so
leiden zu sehen.Ich hoffe du findest die Kraft ihn gehen zu lassen. Was du beschrieben hast,
ist ja nur noch grausames Leiden.Mein Vater ist jetzt nach der 1. Chemo wieder zu Hause. Es
geht ihm im Augenblick noch einigermaßen gut(außer Übelkeit), aber wie soll ich ihm nur
Mut machen. Die Ärzte sagen außer Chemo ist nichts zu machen. Und wenn die nicht hilft??
Ich habe schreckliche Angst vor solch einem Ende. Hast du eigentlich niemanden der dir die
schwere Bürde mal für 1 -2 Stunden abnimmt? Oder vielleicht willst du ja Robert auch keine
Sekunde aus den Augen lassen. Wie auch immer ich wünsche dir von Herzen die Kraft für
die Begleitung deines Roberts. Gruß Christine

19.01.2002, 21:06
liebe christine


mach ihm ganz einfach mut.....wie ist egal schmiedet pläne macht schöne sachen usw.....ehrlich ich weiss ja selbst nicht mehr was ich schreiben sollte ich hatte solche hoffnung in die ärzte in gott in unsere liebe aber mein uli starb trotzden.....nicht an seinen krebs nein......an einer eitrigen nierenbeckenentzündung.....die schmerzen durch morphium vermutlich nicht bemerkt....und dann war es zu spät.......aber ich denke er hat sich ganz viel leid und schmerz erspart....nur mir hilft das leider wenig....denn zu meiner trauer über seinen tot kommt auch noch der zorn auf die ärzte dazu die meiner meinung nicht genug getan haben.......wie auch immer ......er ist in einer besseren welt.

21.01.2002, 19:12
Mein Robert ist heute um 15 Uhr gestorben
nach 19 stündigen erstickungstot er hat so furchtbar gelitten mir geht es jetzt gut

21.01.2002, 19:50
hallo petra


ich drück dich jetzt mal ohne worte ganz fest.....denn jedes wort ist überflüssig.......ich schick dir auch noch ein bischen kraft für das was noch vor dir liegt.....viel hab ich ja selbst nicht......und wie gesagt wenn du mit mir reden willst.......immer.
michi

21.01.2002, 19:56
......und jetzt muss ich mal meine gefühle loswerden........was im himmel ist das für eine grausame krankheit.......kein arzt der welt der diese diagnose stellt sagt einen was auf einen zu kommt......sie reden nur von chemo, bestrahlung und überlebensrate.........aber was wirklich alles geschehen kann darüber wird nicht gesprochen und ich find das ist ungerecht und auch den patienten gegenüber unfair.......keiner sprach über die nebenwirkungen der medikamente keiner sagte das die erkrankten kotzen bis sie nicht mehr können und keiner sprach über atemnot bis zum ersticken.....ich wünsche allen die diese krankheit jemals bekommen alle kraft der welt und die besten ärzte die es gibt
danke

21.01.2002, 21:17
Liebe Petra!
Auch ich umarme dich ganz fest. Endlich ist dein Robert erlöst, auch wenn er dir sicher sehr
fehlen wird. Er hat jetzt keine Schmerzen mehr und ist in einer besseren Welt. Sehr tröstend
ist das bestimmt nicht, aber mir fehlen die richtigen Worte.
Ich habe eben auch eine schlechte Nachricht bekommen:Mein Vater war seit Freitag 18.1.
nach seiner 1. Chemo zuhause und ist heute wieder ins Krankenhaus; er hat einen total wunden Mund und Schmerzen, sodaß er nichts essen kann. Ich habe so gehofft, daß er die
Chemon verträgt. Meine größte Angst, daß er so schrecklich leiden muss und das alles
umsonst?! Vielleicht haben wir ja doch noch Hoffnung.
An dich Petra und auch Michaela viel Kraft für die Zukunft!!!!

21.01.2002, 21:17
Liebe Petra!
Auch ich umarme dich ganz fest. Endlich ist dein Robert erlöst, auch wenn er dir sicher sehr
fehlen wird. Er hat jetzt keine Schmerzen mehr und ist in einer besseren Welt. Sehr tröstend
ist das bestimmt nicht, aber mir fehlen die richtigen Worte.
Ich habe eben auch eine schlechte Nachricht bekommen:Mein Vater war seit Freitag 18.1.
nach seiner 1. Chemo zuhause und ist heute wieder ins Krankenhaus; er hat einen total wunden Mund und Schmerzen, sodaß er nichts essen kann. Ich habe so gehofft, daß er die
Chemon verträgt. Meine größte Angst, daß er so schrecklich leiden muss und das alles
umsonst?! Vielleicht haben wir ja doch noch Hoffnung.
An dich Petra und auch Michaela viel Kraft für die Zukunft!!!!

21.01.2002, 21:33
hallo christine


welche chemo bekam er denn??? ist bestimmt eine pilzinfektion und die tut höllisch weh...hatte mein uli auch.
dir wünsch ich auch alles gute und deinen vater ebenfalls auf das er kraft hat das alles durchzustehen.......hoffnung gibt es immer.......nur , und darüber hab ich in den letzten tagen ernsthaft nachgedacht...wir angehörigen dürfen nicht egoistisch sein..ich dachte mir auch haupstache mein uli lebt, ganz egal wie........aber wies ihm dabei geht darüber dachte ich nicht nach....und das ist schlimm.........in diesen sinne alles gute und alle kraft auf erden .

26.01.2002, 23:43
Hallo, hier ist Christine!
Heute war ich wieder bei meinem Vater im Krankenhaus. Er kann immer noch nichts selber
essen, wegen eines starken Würgereizes; obwohl seine Entzündung im Mund schon besser
ist.Er isr allerdings auch sehr verschleimt und muss viel husten. Abgenommen hat er auch
schon 12 kg ! Es ist grausam ihm so zuzuschauen. Wenn er wenigstens nicht auch noch
selbst so depressiv wäre. Jetzt wollen sie in einer Woche die 2. Chemo( cisplatin) machen und
mir wird schon richtig Angst davor!!
Ständig versuchte ich ihn heute aufzumuntern, aber er zuckte nur mit den Schultern. Er muss
doch kämpfen!!! Meine Mama und ich wissen einfach nichr mehr weiter.
Meine Hoffnung ist, dass die Chemo Erfolg hat, dann bekommt vielleicht mein Vater wieder neuen Mut.
Danke für`s Lesen.

Christine

27.01.2002, 12:40
hallo christine
mein freund war zwar nicht depresiv aber er wollte absolut nicht über seine krankheit sprechen......ich hab den scheiss krebs worüber soll ich mich da unterhalten......das waren seine worte.
versuch ihn trotzdem aufzumuntern mit sachen die er gerne macht oder liest oder mit geschichten die lustig waren.....vielleicht hilfts ja...
und nicht zuviel angst vor der nächsten chemo obwohl da die nebenwirkungen ein bischen stärker sein könnten...normalerweise haben die ärzte in der klinik das aber im griff

ich wünsch euch alles gute
michi

01.02.2002, 11:44
Hallo!

Eine schlechte Nachricht nach der anderen. Mein Vater kann immer noch nichts selbst essen,
2 mal ist er zusammengebrochen.er hat eine Entzündung am Kehlkopf (hoffentlich kein Krebs)
und außerdem leidet er an Rückenschmerzen....was muss er noch alles aushalten?!
Heute will ich ihn wieder besuchen (kann immer nur Wochenende), aber ich habe richtig
Angst vor der nächsten Hiobsbotschaft.
Er hat so Durst und kann wegen dieses blöden Brechreizes nichts trinken, geschweige denn
essen.Bin jetzt schon froh, wenn das Wochenende wieder rum ist;es tut mir so weh ihn
leiden zu sehen. Aber auf der anderen Seite will ich ihn natürlich wieder sehen. Meine liebe
Mama ist so tapfer. Ich glaube sie hat mehr Kraft als ich und dabei sollte ich sie doch auch
ein wenig unterstützen.Ich denke ich bin keine große Hilfe, was mir auch wieder ein schlechtes Gewissen macht.
Das musste ich alles mal los werden. DANKE!

Christine

04.02.2002, 23:36
Hallo!
Schon seit einiger Zeit bin ich Gast hier im Forum und lese eure Beiträge. Und ich muß sagen,
sie helfen mir sehr. Bei meiner Mutter wurde im Mai 2001 die Diagnose Speiseröhren-Krebs
per Zufall gestellt. Anfangsstadium! Wir hatten alle Hoffnung der Welt, weil der Krebs ja so
früh erkannt wurde. Ein Trugschluß. Die Bestrahlung war Ende August 2001 abgeschlossen,
da ging es ihr soweit ganz gut. Doch dann seit Mitte Dezember 2001 konnte Sie keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Nun liegt sie seit 3 Wochen in der Klinik. Ihr wurde ein Stent
gelegt und sie kann flüssige Nahrung zu sich nehmen. Doch die Ärzte machen mir so gut wie
keine Hoffnung mehr. Ich habe dies weder meiner Mutter noch meinem Vater gesagt. Sie sind
noch voller Hoffnung und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich bin unsagbar traurig und hilflos.

Danke für's Lesen.

Mara

05.02.2002, 10:17
Hallo Mara!

Das Alles klingt nicht sehr ermutigent. Aber nimm deinen Eltern die Hoffnung nicht; ich
glaube nur so können sie weitermachen. Auch ich habe Angst davor was noch alles kommen
wird. Mein Vater hat sich jetzt nach der 1. Chemo wieder einigermaßen erholt. Er kann auch
wieder selber essen, wenn auch nicht viel. Heute machen sie noch eine Spiegelung, um
die Entzündung am Kehlkopf genauer zu untersuchen. Und das an seinem Geburtstag!!!
Morgen werden wir uns dann wieder vor dem Ergebnis fürchten. Es ist ein ständiges Auf
und Ab der Gefühle.
Aber meine Mutter ist, nachdem es meinem Vater wieder besser geht, voller Hoffnung. Ich
will sie ihr lassen und selbst auch nicht aufgeben, jetzt wo sogar mein Vater den Kampf auf-
genommen hat.
Mara hoffe ein wenig mit ihnen mit, sie können nicht dasitzen und auf den Tod warten und
außerdem haben auch die Ärzte nicht immer recht.
Ich weiß das ist ein schwacher Trost, man macht sich soviele Gedanken, mir gehts ja
genauso. Manchmal wünschte ich mir noch nicht soviel über diese Sch...krankheit hier
gelesen zu haben. Aber ich hoffe halt immer noch , daß wir einer dieser positiven Fälle sind.
Darf ich fragen wie alt du bist? Würde mich über eine Reaktion freuen.
Ich denk an dich in den nächsten schlimmen Stunden.
Viele Grüße
Christine

06.02.2002, 00:09
Hallo Christine!

Ich danke dir sehr für deine lieben Worte. Es stimmt, die Hoffnung sollte man nie aufgeben.
Man braucht in dieser schweren Zeit etwas, woran man sich festhalten kann. Es ist schön, daß es deinem Vater besser geht und vor allem, daß er dieser Sch...Krankheit den Kampf angesagt hat. Ich denke ganz fest an euch, wenn ihr morgen das Ergebnis bekommt und hoffe
sehr, daß alles gut wird.
Meine Mutter hat heute auch nach langer Zeit wieder festere Nahrung zu sich genommen. Am
Donnerstag wird sie aus der Klinik entlassen. Sie ist sehr schwach, doch ich hoffe sehr, daß es mit dem Essen weiter so gut klappt und sie endlich wieder an Gewicht zunimmt.
Du möchtest gerne wissen wie alt ich bin: 36 und meine Mutter ist 56 Jahre alt. Und du?

Ich hoffe bald von dir zu hören
und grüße dich herzlich bis dahin

Mara

06.02.2002, 01:26
Hallo
Ich kann gar nicht glauben, das es überhaubt jemanden gibt der Speiseröhrenkrebs irgendwie gut überstanden hat .Mein Vater hatte Magenkrebs in der Speiseröhre der allerdings nicht hochgewuchert war, sondern einfach nur in der Speiseröhre war.
Ich habe auch noch nichts im www gefunden wo es jemanden gab der das hatte.Ich finde nur Menschen mit Speiseröhrenkrebs o.Magen o.Kehlkopfkrebs der dann in die Speiseröhre gewuchert ist .
Die Ärtzte haben Ctg und Endesko. und Röntgen Untersuchungen gemacht aber niemand hat von Bestrahlung oder Chemo gesprochen ,es hieß nur Op.
Die wurde dann auch gemacht und´er hatte sie auch ganz gut überstanden zumindest 16St. dann hat sich Wasser in den Lungen gebildet (man hatte keine Drainage gelegt (normal?)) das hat man erst gemacht nach dem 2,5l Wasser in den Lungen war.Nach 8 Tagen hat man uns mitgeteilt das auch die Narbe (Speiser.-MAgen)im Bauch undicht sei (vielleicht war ja der Druck von den Lungen zu groß???) ,jedenfalls wollte man ihn nicht noch einmal in den Op bringen um die Undichtigkeit zu beseitigen und man hat uns gesagt das er dann noch 14 Tage hätte ,es waren nur5 !!! Von der Diagnose bis zum Tod 13Tage .
Er hatte niemals Schmerzen vorher ,nur Schluckbeschwerden er war fit wie nie ,in dem letztem Jahr er hatte eine riesen Bypass Op .Im Dezember 2000 so gut überstanden und er war so voller Hoffnung und Lebenswillen und ich kann nicht verstehen wieso jemand der ein so guter Mensch war, eine solche scheiß Krankheit bekommt und dann nicht einmal die Chance hat um sein Leben zu kämpfen!!!!
WARum???
Tat gut mal zu jaulen DANKE

07.02.2002, 10:16
Hallo Mara!

Ich habe mich sehr gefreut über deine Zeilen. Heute habe ich erstmal eine gute Nachricht:
die Entzündung am Kehlkopf ist nichts bösartiges und fast schon wieder geheilt.Jetzt heißt
es nächste Woche wahrscheinlich wieder Chemo. Da baut sich in mir gleich wieder Span-
nung auf; wie er sie wohl diesmal verträgt? Die Ärzte sagen aber sie wollen es diesmal anders
machen. Man kommt halt kaum zur Ruhe, aber das kennst du ja sicher . Ich habe mir fest
vorgenommen erstmal dankbar zu sein, daß die Lage nicht noch schlimmer (Kehlkopf!) ist
und jeden Tag , wo ich weiß meinem Vater geht es gut, auch ein bißchen zu genießen.
Jetzt aber mal zu dir. Wie geht es deiner Mutter? Heute soll sie doch nach Hause. Vielleicht
gibt ihr die heimische Umgebung wieder etwas neuen Mut und sie freut sich bestimmt da-
rauf. Nicht gleich verzweifeln, wenn anfangs nicht gleich der Appetit da ist. Hat mein
Vater auch nicht, obwohl ich sagen muß er ißt trotzdem immer eine Kleinigkeit. Aber deine
Mama muß sich bestimmt auch erst an den Stent gewöhnen; diese Erfahrung haben wir noch
nicht. Ich weiß das sind alles kleine Schritte, aber wenn sie helfen deiner Mutter noch viele
schöne Tage zu bereiten. Eine Freundin hat mal zu mir gesagt (sie hat ihre Mama an Brust-
krebs verloren): Geh immer mit dem Kranken mit, wenn er hofft, hoffe mit ihm ; wenn er weint,
weine mit ihm; wenn es ihm gut geht, genieße mit ihm! Mehr können wir nicht tun.

Übrigens bin ich 37, habe 3 Kinder (9,7 und 5), die sehr an ihrem Opa hängen. Mein Großer
glaub ich, ahnt schon ein bißchen wie schwer sein Opa erkrankt ist, aber er fragt eigentlich
selten nach.
Mein Vater ist am 5.2. 67 Jahre alt geworden. Jetzt denkst du sicher die 10 Jahre, wenn du mit
deiner Mama noch hättest. Das denk ich auch immer wenn ich noch ältere Opas mit ihren
Enkeln sehe. Mein Vater hat schon viele Krankheiten mitgemacht und alles tapfer überstan-
den. Und jetzt auch noch so etwas!!
So jetzt genug für heute. Es tut halt gut sich mal über alles auszulassen.
Bleib tapfer; ich denk an dich. Melde dich mal wieder!
Liebe Grüße
Christine

08.02.2002, 00:46
Hallo Christine!
Es ist schön endlich mal positive Nachrichten zu hören. Ich hoffe, daß dein Paps die nächste
Chemo gut verträgt und es aufwärts geht. Es wäre so schön endlich mal von jemandem zu hören der dieser Sch...Krankheit den Kampf angesagt hat und es s c h a f f t sie zu besiegen.
Leider haben wir einen Rückschlag erlitten. Meine Mutter hat Fieber bekommen.
Lungenentzündung! Und ist natürlich nicht aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Ich habe jetzt eine Riesen-Angst, daß sie vielleicht gar nicht mehr nach Hause kommt.
Das kann es doch noch nicht gewesen sein. Sie hat noch so viele Wünsche und ich würde
ihr sie so gerne noch erfüllen. Wenn ich drüber nachdenke schnürt sich mir der Hals zu.

Mir geht es nicht gut und ich mach Schluß für heute

bis bald

Mara
P.S.: Übrigens habe ich auch einen Sohn ( 7 ).

08.02.2002, 09:28
Hallo liebe Mara !

Ich habe gestern Nacht noch deine Nachricht gelesen. Das hat mich erst mal umgehauen.
Nachdem es im Moment bei uns etwas aufwärts geht, bei euch diese schlechten Nachrichten.
Du kannst mir glauben ich hab diese Nacht viel an dich gedacht. Ich würde dich gern einfach
mal drücken und dir sagen es wird alles wieder gut. Aber gleichzeitig weiß ich wie leer diese
Worte im Augenblick für dich klingen müssen.
Ich will jetzt keine großen Worte machen, aber du sollst wissen, daß ich in Gedanken bei dir
bin. Und ich hoffe trotzdem noch das Beste für deine Mama.
Also viele liebe Grüße
Christine

10.02.2002, 18:57
Liebe Christine!
Ich danke dir sehr für deine Worte. So spüre ich, es gibt jemanden (obwohl ich ihn nicht
kenne), der bei mir ist und mir durch das ähnliche Schicksal sehr nah steht. Das tut gut!
Meiner Mutter geht es, trotz Lungenentzündung, relativ gut. Leider kann ich ihr bei meinen
Besuchen oft nicht so nah sein wie ich es mir wünschen würde. Sie hat extreme Stimmungs-
schwankungen und meist dreht sie sich nach einiger Zeit einfach um, ist aggressiv und möchte allein sein. Natürlich kann ich das gut nachvollziehen, es ist ja auch die Hölle, diese
Sch...Krankheit zu haben. Das Schlimme ist eben diese Hilflosigkeit, man steht daneben und
kann einfach n i c h t s tun. Ich hoffe sehr, daß es ihr nochmal so gut geht, um eine Reise
ans Meer machen zu können. Dies ist nämlich schon lange ihr Wunsch. Vielleicht klappt es
ja.
Wie geht es deinem Vater? Hat die neue Chemo schon begonnen?
Ich denke an euch.

Liebe Grüße

Mara

11.02.2002, 16:48
hallo Ute,

meine Mutter hatte den umgekehrten Fall. Speiseröhrenkrebs der sich runterzog bis in den Magen.
Mann konnte leider nicht operieren, da der Tumor im Magen lebenswichtige Arterien umschloß. Das einzige, was die Ärzte machten war Chemotherapie. 8 Monate hat der Kampf gedauert, dann starb sie.....
Das war im August 2000, und damals hatte ich fast nichts gefunden über diese Krankheit. Ich wünschte, es hätte damals schon so ein Forum oder infos gegeben.
Wie geht es Dir momentan?

Grüße bine

12.02.2002, 16:56
Heute möchte ich allen mal ein bischen Mut machen. Es gibt sie doch, die Menschen, die
Speiseröhrenkrebs besiegt haben. Ich habe von einem Mann erfahren, der mit Mitte 40 an
Speiseröhrenkrebs erkrankte und der dann operiert wurde. Und er hat es geschafft!
Diese Sache liegt jetzt 10 Jahre !!! zurück und es geht ihm gut.
Gebt die Hoffnung nícht auf. Viel Kraft an euch alle.

Gruß
Mara

12.02.2002, 22:46
Hallo Mara!

Danke fürs Mutmachen. Es ist wirklich toll zu hören, daß es Menschen gibt, die diesen Krebs
überwinden konnten. Außerdem klingt es für mich auch, als ob es auch dir wieder etwas bes-
ser geht und du neuen Mut schöpfen konntest.
Wie geht es denn deiner Mutter jetzt? Ist die Lungenentzündung schon besser? Was die
Stimmungsschwankungen betrifft muß ich sagen, das kann ich gut verstehen und trotzdem
ist es schwer damit umzugehen. Wie kommt eigentlich dein Vater damit zurecht?
Mein Vater hat manchmal richtigen Galgenhumor und dann wieder spricht er von einer
"Scheißangst", die er hat vor dieser Chemo. Seit heute läuft sie übrigens. Darauf weiß ich dann auch immer nicht was ich sagen soll. Ich würde ihm die Angst ja so gern nehmen,
aber ich hab sie ja selbst.
Vielleicht wird es diesmal nicht so schlimm, denn sie haben die Dosierung heruntergesetzt.
Meine Eltern vertrauen den Ärzten eigentlich schon und das ist auch gut, so haben sie
Hoffnung und Kampfgeist! In 2 Tagen weiß ich dann mehr.
Liebe Grüße und sei stark
Christine

12.02.2002, 23:02
hallo mara

danke das du den menschen hier hoffnung machst.......denn hoffnung, glaube und liebe ist das wichtigste in unseren leben denn ohne diese drei dinge könnten wir das alles nicht durchstehen.
ich wünsche allen betroffenen das beste.........wie immer das beste auch aussieht.
herzlichst eure michi

13.02.2002, 16:06
Hallo Christine!
Leider trügt der Schein. Meine Mutter hat die Lungenentzündung zwar gut überstanden und
wir konnten sie auch heute nach Hause holen. Aber ehrlich gesagt, geht es ihr total schlecht.
Sie kann sich kaum auf den Beinen halten, ist immer sehr müde und schwach. Noch ist sie in der Lage selber zu essen, aber da sie keine großen Mengen zu sich nehmen kann, findet die
Ernährung teilweise auch über die Magensonde statt.
Du fragst nach meinem Vater. Er ist mit der Situation total überfordert, mit den Nerven am Ende und kaum in der Lage ruhig zu handeln. Um ihn mache ich mir noch zusätzlich große Sorgen Ebenso mache ich mir Sorgen um meine Großmutter (die Mutter meiner Mutter), die
das alles auch nicht verkraften kann. So bin ich die Einzige, die einen klaren Kopf behalten muß, um alle Dinge zu regeln, zu trösten, zu versorgen etc. Dabei merke ich, daß ich manchmal
auch an meine Grenzen komme und dann nicht mehr die "Starke" sein will und mich auch nur
einfach mal verkriechen möchte. Nur das geht nicht, denn es gibt ja auch noch meinen Job und meinen Sohn. Auf meinen Mann kann ich auch nur bedingt zurückgreifen, da er durch
seinen Beruf oft verreisen muß.
So, jetzt genug gejault. Es muß weiter gehen. Ich hoffe, daß meine Mutter noch eine schöne
Zeit zu Hause haben kann, auch wenn es im Moment nicht so toll aussieht.

Ich drücke euch alle ganz fest, viel Kraft.

Gruß
Mara

15.02.2002, 20:57
Hallo, ich bin neu auf dieser Seite, war bis jetzt immer bei Inkanet.
Mein Vater ist 1999 an Speiserörenkrebs erkrankt, er ging durch alle Chomotherapien, Bestrahlungen und dann kam im Mai 2000 die OP. Es folgten 72 Tage Intensivstation. Teils im Koma Teils wach, er hatte eine Lungenentzündung, man machte ihm einen Luftröhrenschnitt,da er nicht alleine geatmet hat. Dann atmete er alleine aber er hatte solche Angst, dass er nicht mehr sprechen könnte und steigerte sich so darein, dass man ihn wieder in ein Koma versetzte.
Die Atemnot ist bis heute geblieben.
Als er dann wieder aufwachte und es ging ihm einigermaßen gut, stellt man fest, dass er nicht essen konnte, aus welchen
Grund auch immer, wir wissen es nicht, kann er seit fast 2 Jahren nichts essen, er wird über eine Darmsonde ernährt, nicht über den Magen, folgedessen hat er immer Hunger, dadurch ist er depressiv, er weint oft. Wir trösten ihn dann, aber er hat bald keine Kraft mehr.
Demnächst soll er operiert werden, und zwar will man ihm aus dem Dünndarm eine künstliche Speiseröhre machen, aber der Professor, der ihn operieren will meldet sich noch nicht, also heißt es warten, warten, warten, das nervt total.
Meine Mutter pflegt ihn aufopferunsvoll und ist 24 Stunden am Tag für ihn da. Hochachtung vor dieser Frau.
Wir geben die Hoffnung nicht auf und das rate und wünsche ich allen, die dieses lesen. Kopf hoch und immer weiter machen, wenn es auch schwer fällt. Auch wenn es noch so aussichtslos ist, es gibt immer ein morgen.
Vielleicht meldet sich mal jemand, der schon eine Dünndarm- Speiseröhre nachträglich gelegt bekommen hat, aber auch über andere die sich mit mir unterhalten möchten freue ich mich riesig. Man merkt dann, dass man nicht alleine mit dieser Sch.... Krankheit ist.
Mein Vater ist 67 Jahre, ich bin 44 Jahre.
Freue mich schon aufs nächste Mal im Krebsforum
Ich heiße Petra, da es aber sehr viele mit diesem Namen gibt, habe ich ein paar Buchstaben angehängt, damit man uns auseinanderhalten kann. Danke
Haraldpy@web.de

15.02.2002, 22:36
Hallo Mara!

Bei uns gibts nichts Neues ( Gott sei Dank!), meinem Vater geht es jtzt während der Chemo
ganz gut. Wir müssen halt abwarten wie es in einer Woche aussieht, denn letztes Mal kam
das dicke Ende etwa eine Woche später. Aber ich will gar nicht jammern, weil im Augen-blick sind wir alle sehr zuversichtlich. Allerdings kann ich dieses Wochenende meinen Vater nicht
besuchen. Bei uns sind alle krank, bis auf mich und ich habe Sorge irgendeinen Keim ins
Krankenhaus mitzubringen. Er hatte ja bei der letzten Chemo schon einen gefährlichen Infekt.

Insofern bin ich besser dran als du, die die ganze Last allein tragen muß. Hast du eigentlich
keine Geschwister, die dich etwas unterstützen können? Ab und zu mußt du dir auch eine
Auszeit gönnen und wenn es nur mal eine Stunde ist. Aber wie soll man abschalten? Dies
frag ich mich auch immer. Paß aber auf dich auf! Du mußt gesund bleiben, sonst ist alles noch
komplizierter und die Kraft wirst du auch noch brauchen. Wenn es mal zuviel wird, dann
schreib dir den Frust hier von der Seele. Ich und andere sind hier für dich da!!Bis bald
liebe Grüße
Christine

Hallo auch Petra Py !

Die kurze Geschichte über meinen Vater kannstdu hier im Forum lesen. Op kommt bei meinem
Vater nicht in Frage, wahrscheinlich weil er schon Lebermetastasen hat. Diese sind jetzt nach der 1. Chemo etwas kleiner geworden. Die Hoffnung ist groß. Im Augenblick genieße ich
richtig die Tage, an denen ich weiß meinem Vater geht es gut. Wer weiß was noch alles kom-
men wird.
Dein Vater hat ja schon einiges mitgemacht und schon viele schlimme Sachen überstanden.
Kann man denn gegen seine Depressionen nichts tun. Es muß ja furchtbar sein, seinen Va-
ter oft weinen zu sehen und zu wissen das er ständig Hunger hat. Hoffentlich wird er bald
operiert und es klappt dann auch mit dem essen. Das war für mich das Schlimmste nach
der Chemo, als mein Vater weil er nicht schlucken konnte, ständig Durst hatte und einmal
auch deswegen zu weinen anfing. Meine Mutter hat mir das erzählt; ich war Gott sei Dank
nicht dabei; ich glaube da hätte ich sofort mitgeheult. Und man kann gar NICHTS machen!
Das ist das Schlimmste.
Also ich finde deine Einstellung und deine Zuversicht super!
Viele Grüße
Christine

17.02.2002, 23:57
Hallo Christine!

Sich eine Auszeit zu gönnen ist eigentlich unmöglich. Am Samstag mußte ich einiges für meinen Job tun (der läuft zu Zeit auf "Sparflamme", aber ganz aussteigen geht nicht), morgen
muß ich zu einer Messe. Man ist dann zwar abgelenkt, aber die Gedanken kreisen eigentlich nur um meine Mutter. Und mir geht es auch nicht gut bei dem Gedanken, mich morgen nicht
um sie kümmern zu können. Normalerweise gehe ich morgens zu ihr, um mit ihr zu frühstücken, dann versuche ich mit ihr auch zu Mittag zu essen (kommt auf den Stundenplan
meines Sohnes an), später gehe ich mit dem Hund meiner Eltern Gassi, ja, und am Abend
gehe ich wieder hin um den Verband zu wechseln und die Nahrung über die Sonde zu geben.
Am Wochende kümmert sich mein Vater natürlich im den täglichen Ablauf, außer den abendlichen Verbandwechsel, das kann er nicht. Aber ich mach dies alles auch unheimlich
gerne und hoffe, sie noch lange bei uns zu haben. Was mich halt sehr quält ist die Tatsache,
daß es zwischen meiner Mutter und mir einige Dinge gibt, die ich klären möchte. Denn wenn
ich mir vorstelle irgendwann ist sie nicht mehr da und ich kann nie wieder mit ihr reden.
Aber ich kann es einfach nicht, weil ich es auch nicht wahrhaben will, daß es bald "vorbei"
sein könnte. Was soll ich nur tun?
Übrigens, Geschwister habe ich keine.

Es grüßt dich

Mara

18.02.2002, 00:06
Hallo Bine
Es geht immer noch beschi...!
Ich habe das Gefühl das ich es nie verstehen werde ,es hat mich total überrollt ,Krebs das hatten immer nur die anderen und doch nicht mein Vater .Ich hänge auch sehr an ihm es war ein toller Mann und Vater.Ich denke immer ,ich verstehe es nur nicht weil ihm doch nichts weh tat und er bis auf die Essprobleme ;die ich gar nicht so wahr genommen habe,total fit und gut drauf war .Es ging ihm gut und er hatte eine solche lust am Leben mit meiner Mutter ,der es auch sehr schlecht geht durch den Verlust ihres Mannes .Ich habe Angst sie baut so ab.Wie kommst Du klar mit dem Verlust ? Ich freu mich sehr das du dich gemeldet hast, es tut unheimlich gut einfach mal was los zu werden .
Liebe Grüße Ute

18.02.2002, 13:54
hallo Ute,

Wie lange ist der Tod von Deinem Vater schon her??
Es ist furchtbar, wenn der Verlauf der Krankheit so rasend schnell ist. Man kann sich nicht richtig darauf einstellen ( wenn man das überhaupt kann....).
Im Moment gehts mir auch nicht so gut, ich durchlebe alles nochmal, es ist jetzt 2 Jahre her, wo sie die Diagnose bekam.
Meine Mutter konnte nie über die Krankheit reden oder den Tod. Das war furchtbar, ich saß immer an ihrem Bett und hätte losschreien können, aber irgendwas schnürte mich zu. Ich funktionierte in dieser Zeit nur....Momentan bekomme ich fast so Panikattaken, immer, wenn mir was weh tut, oder mir es schlecht ist, dann denke ich sofort: " Krebs!!!" Total bescheuert, aber das GEfühl ist furchbar. Es ist nur noch meine Oma da ( Die Mutter von meiner Ma ), die hat auch alles miterlebt, sie mitgepflegt. Sie fühlt sich sehr sehr einsam....
Wir waren dabei, als sie starb....dieses Bild ist so in meinem Hirn eingebrannt, ich wünschte, es würde endlich verblassen.....Am Grab war ich immer noch nicht, habe Angst, dass ich dann zusammenbreche....
Hast Du liebe Menschen, die Dir zuhören und bei denen Du Dich auskotzen kannst? Das sehr wichtig. Ich habe Gott sei Dank meinen Mann, in der Zeit damals war er aber selber beschäftigt, weil sein Vater kurz vorher an Herzinfarkt gestorben ist....Freunde habe ich, aber ich kann mit denen einfach nciht reden, weil die nicht nachvollziehen können, was das für eine furchtbare Erfahrung ist....

Ich wünsche Dir vile Mut und Kraft, und melde Dich wenn Du Lust hast, ja??
bine

18.02.2002, 20:12
Hallo Christine,
danke für die schnellen Zeilen, mein Vater bekommt gegen die Depressionen ein Medikament, das meine Mutter ihm über die Darmsonde eingibt. Mal hilft es, mal nicht, man muss es auch wollen, dass es hilft, denn Glaube versetzt Berge. Heute soll meine Mutter in der Klinik anrufen, mal sehen ob sie einen OP- Termin bekommt. Irgendwie warten wir alle darauf und irgendwie auch wieder nicht, denn jetzt ist er noch da, wie sieht es nach der OP aus?
Ich kenne einen Mann der hat den Speiseröhrenkrebs gut überstanden, mit allem was dazugehört. Er kann sogar wieder richtig essen, zwar nur kleine Mahlzeiten aber es geht. Na bitte es geht doch, also werden wir alle unseren Mut zusammen nehmen feste daran glauben, damit meine ich auch dich liebe Mara,
glaub mir deine Mama wird es schon schaffen.
Die Arbeit lenkt auch mich ein wenig von den trüben Gedanken ab, aber ich habe auch eine Tante, die mich sehr unterstützt, sie wohnt zwar fast 300 KM von uns weg, aber per E- Mail meldet sie sich fast täglich.
Jetzt habe ich ja auch noch die Leute vom Krebskompass und das tut gut.
Wir alle zusammen werden den Sch...- Krebs besiegen.
Bis bald eure PetraPy

20.02.2002, 00:02
Hallo Petra Py!
Ich danke dir für deine lieben Worte. Heute ist auch wieder so ein Tag wo ich denke:
Hör´nicht auf all die schlechten Prognosen, meine Mutter schafft das schon!!!
Man darf die Hoffnung nie aufgeben!

Viel Kraft für dich und deine Familie

Grüße von

Mara

20.02.2002, 01:55
Hallo Bine
Mein Vatér ist am 2.1.2002 gestorben.Er hat am 16.12 die diagnose Magenkrebs bekommen und wurde am 20 operiert und festgestellt das der Magen ok war und es sich um einen Magenkrebs in der Speiseröhre handelt das gibt es ja in dieser konstéllation wohl nur selten ausser wenn er hochgewuchert wär, was aber bei Papa nicht so war ,schon seltsam.Es ist noch sehr frisch und ich könnt schon wieder heulen .
Du hast recht wenn du sagst mit seinen Freunden o.Bekannten kann man nicht darüber reden ,ich hab immer das gefühl ich geh denen auf die Nerven obwohl sich niemand beklagt.Aber das Gefühl ist da wenn man vielleicht auch etwas erzählt was man schon 10mal erzählt hat und mir das nicht bewust ist ich denk immer die denken jetzt jault die wieder und wieder .
Mein Mann ist in der Woche nicht zu Hause ,meistes nur Samstags u.Sonntag Vormittag da bleibt nicht viel Zeit zum Reden ich habe auch 2Kinder 8und5Jahre die nicht soviel merken sollen weil sie selbst ihr Probleme damit haben das ihr geliebter Opa nicht mehr kommt .Ach es ist schon besch...!
Aber mir hilft es zu Friedehof zu gehn da geh ich auch mal alleine hin und heul und rede mit meinem Vater und manchmal hab ich eine Stinkwut auf ihn ,das er soetwas mit uns gemacht hat und dann steh ich da und schimpfe in mich hinein und wenn ich geh denk ich das würd ihm gefallen mich so wütend zu sehn und ich seh ihn lachen weil ich mich ärger.
Wir haben auch nie über Krebs geredet oder den Tod obwohl ich es geahnt habe das er nicht wieder kommt als ich ihn zum Krankenhaus gebracht habe ,ich habe mich nicht getraut obwohl ich gesehn habe das er etwas los werden wollte ,er hätte auch nie mit meiner Mutter darüber geredet weil er sie immer schonen wollte aber wir wissen heute alle das er es auch geahnt hat und das ist für mich immer noch einer der schlimmsten Gedanken,nicht geredet zu haben ,ich höhr jetzt lieber auf ich ,es macht mich so fertig.
Ganz liebe Grüße Ute

20.02.2002, 13:51
Hallo Ute,
wenn Du mehr erzählen möchtest, dann schreib mir einfach persönlich:
sabine.roeder@web.de
Tschüß
bine

20.02.2002, 22:15
Hallo Mara,
na bitte, da kommen doch schon die positiven Gedanken dagedüst. Ich freue mich, dass du die Hoffnung nicht aufgibst.
Mein Vater hat noch keinen OP- Termin bekommen, die Klinik läßt auf sich warten. Irgendwie müssen wir doch einen anderen Weg gehen. Aber welchen?
Gibt es eine andere Klinik in Deutschland,die eine Operation durchführt,wo man ein Stück vom Dünndarm entfernt und als Speiseröhre wieder einsetzt? Wer kann mir etwas berichten?
Mein Vater saß heute da wie ein Häufchen Elend, er tut mir so leid, aber er selbst ist ohne Motivation, wie soll ich ihn aufheitern? Er schläft viel und grübelt, aber das kann es doch nicht gewesen sein.
Vor der Krankheit war er nicht klein zu kriegen, er ist fast täglich mit dem Rad gefahren oder war sonst irgenwo unterwegs, er war mit meiner Mutter oft in Urlaub und ich glaube daran erinnern sie sich gerne.
Vielleicht gibt es für alle Anderen auch so schöne Erinnerungen und ich wünsche Allen , dass sie sich nur an die schönen Dinge im Leben erinnern, die schlimme Krankheit wird schon vergehen. Wir wollen es hoffen.

Es grüßt euch von ganzem Herzen
Petra Py
Paßt gut auf euch auf

22.02.2002, 00:00
Hallo Petra Py!
Als bei meiner Mutter im vergangenen Jahr Speiseröhrenkrebs diagnostiziert wurde, ist auch
überlegt worden die Operation (sprich, ein Stück Darm ersetzt die Speiseröhre) durchzu-
führen. Aber ihr extrem schlechtes Krankheitsbild ließ eine OP nicht zu. Ich habe mich dann
auch nicht intensiver um das Thema OP gekümmert, doch ich könnte mir vorstellen, das
einige Kliniken diese Operation durchführen, bei uns in der Stadt (ca. 160.000 Einwohner)
wäre sie im Städtischen Klinikum durchgeführt worden. Leider kann ich dir nicht mehr be-
richten.
Es ist sehr schwer den lieben Menschen so leiden zu sehen. Ich versuche meiner Mutter so
viel Normalität zu geben wie möglich (das Wetter, der Hund, das Kind usw.) Für sie da zu
sein, mit ihr zu reden oder auch mit ihr zu schweigen. Und vor allem nicht die Hoffnung auf-
zugeben.

Dir, und deiner Familie viel Kraft und Hoffnung.

Gruß

Mara

22.02.2002, 00:15
Hallo liebe Christine!
Ich hab' schon eine Weile nichts von dir gehört. Ich hoffe, es ist alles in Ordnung bei euch.
Die kritische Woche der Chemo ist ja nun fast rum. Hat dein Pa alles gut verkraftet? Ich
denke ganz fest an euch und hoffe, daß es aufwärts geht!!!!!!!
Meine Ma hat sich auch etwas gefangen, sie ißt jetzt sehr gut und hat auch schon wieder
etwas zugenommen. Sie steht auch wieder häufiger auf und erledigt kleine Dinge im Haushalt.
Wir klammern uns einfach an jeden Strohhalm. Vielleicht irren sich die Ärzte ja doch.
Wir werden die Hoffnung nicht aufgeben!!!

Liebe Grüße

Mara

22.02.2002, 11:45
Hallo Mara , hallo Petra!

Jetzt muß ich mich endlich mal wieder melden. Bei uns ist soweit alles ok. Heute wird meine
Mama meinen Vater nach Hause holen. Er hat sogar wieder Appetit und er freut sich riesig
nach 7 Wochen Krankenhaus 1 Woche daheim zu sein. Anfang März muß er dann zur
nächsten Chemo wieder ins Krankenhaus. Dannach wird er dann genauer untersucht, ob
das alles auch etwas gebracht hat. Also kann ich sagen im Moment sind wir alle guter Dinge.

So freut es mich natürlich auch riesig, daß es bei deiner Mutter auch wieder ein wenig auf-
wärts geht, liebe Mara. Vielleicht findest du an einem dieser guten Augenblicke eine Ge-
legenheit mit deiner Mutter über die Dinge, die dir so wichtig sind, zu sprechen. Ich habe
an deinen Berichten schon gemerkt, daß dich da scheinbar etwas quält. Aber ich muß ehr-
lich sagen, ganz nachvollziehen kann ich das nicht. Was kann im Augenblick so wichtig
sein? Du bist für deine Mama da, versorgst auch noch Oma und Papa und zeigst ihr wie
lieb du sie hast. Das ist doch das Wichtigste; findest du nicht? Aber vielleicht kannst du
ja jetzt in einem günstigen Augenblick das Thema mal anschneiden und dann siehst du
ja, ob es deiner Mutter auch so wichtig ist. Mach dir darüber nicht so viele Gedanken.

Petra, dir möchte ich sagen: Versuch doch deinen Papa in die alltäglichen Dinge (soweit
wie möglich) miteinzubeziehen. Auch oder gerade in die, die er gern gemacht hat. Das
ist gar nicht so einfach. ich,weiß. Mein Vater hatte am Anfang auch keine Lust zu irgend-
etwas. Dann habe ich Bilder von meinen Kindern mit ins Krankenhaus genommen, mein
Sohn hat ihm einen Brief geschrieben und ich habe gesagt, daß das alles Gründe sind zu
kämpfen. Seitdem tut er wirklich was er kann, um wieder gesund zu werden. Ich hoffe sehr
er bleibt so kämpferisch wie im Moment.

Liebe Mara, liebe Petra ich wünsche euch von Herzen, daß ihr Wege findet eure Hoffnung,
eure Kraft und euren Mut ein wenig an eure Mama bzw. euren Papa weiterzugeben!!

Liebe Grüße und weiterhin viel Zuversicht
eure Christine

23.02.2002, 10:45
Hallo alle zusammen,bin heute das erstemal auf dieser Seite habe auch lnge gebraucht um sie zu finden.Bei meinem Vater wurde Kehlkopfkrebs 1999 festgestellt,auf eigenen Wunsch bekam er Bestrahlungen und Chemo anstatt einer OP Im März 2000 dann die Nachricht das der Kehlkopf doch entfernt werden müsse und weitere Chemo.Dazwischen war er mehrmals sehr krank was wir und auch die Ärzt nur für eine sehr starke Erkältung hielten welche mit Antibiotikum behandelt wurde,besserung trat ein doch nach der ersten überstandenen angeblichen Erkältung fing mein Vater aus dem Tracheostoma zu riechen als würde er verwesen.Also wieder ins Krankenhaus dort wurde er wieder mit Antibiotikum behandelt.Im Jahr 2001 der gleich verlauf Erkältung,unangenhmer Geruch aus dem Stoma wieder Antibiotikum Chemo.2002 Kontolluntersuchung mit Probe entnahme,1 paar Tage später große Schwellung neben dem Stoma wieder dieser Geruch von verwesung und Essen und Getränke gingen nicht mehr in die Speiseröhre sondern liefen daneben und kamen durch Luftröhre direkt wieder raus.Also brachte ich ihn wieder in die Klinik obwohl er es nicht wollte aber ansonsten wäre er jetzt schon Tod.Nach aussage der Ärzte war seine Situation schon Lebensbedrohlich obwohl Sie ihm keine hohe Lebenserwartung mehr einräumen haben sie ihn so eingestellt,mit Magensonde und allem was dazugehört so das wir ihn mit nach Hause nehmen konnten.Nur als ich fragte was nun alles vom Krebs befallen sei sagte man mir das würde mir auch nicht bringen wenn sie mir das jetzt erklärten.Man teilte mir nur mit das es ganz schnell gehen könne aber mehr als 2 Monate hätte er nicht mehr.So dies nur zum krankheitsverlauf,seine eigene Einstellung zu dieser Krankheit unmöglich als wenn nur er diese Krankheit hätte er wollte von allen nur bemitleidet werden und wurde sogar beleidigend und böse wenn man nicht darauf einging so das er sogar damit drohte ins Wasse zu gehen denn durch das Stoma würde dies ja ganz schnell gehen.Am Anfang hatte ich immer Angst um ihn doch nachher habe ich nur gesagt wenn er ins Wasser gehen will sollte er es auch tun und seine Umwelt nicht weiter tyrannisieren,danch wurde es etwas besser doch er zerfloß in Selbstmitleid hielt sich auch nicht an die Anordnung der Ärzte so das er an dem unheilvollen Verlauf seiner Krankheit selbst viel Schuld zuzuschreiben ist.Im ersten Jahr rauchte ertrotz des verbots der Ärzte munter weiter und trank auch weiterhin sein Bier als wäre er garnicht krank,als ihm dann der Kehlkopf entfernt wurde konnte er ja nicht mehr rauchen also trank er munter weiter sein Bier bis heute nun kann er dies ja auch nicht mehr durch die Sonde aber da er ja schon länger als wir wußte das er sterben muß machte es ihm garnichts aus er hat mit seinem Leben schon lange abgeschlossen ohne das wir etwas gemerkt haben denn wenn jemand mit wollte zu seinen Untersuchungen wehrte er sich dagegen so das er nicht dort hingehe wenn jemand mitkäme.Nun habe wir ihn zuhause und er bekommt Morphin und noch ander Schmerzmittel aber wenn er einigermassen klar ist hält ihn nichts davon ab sich mit eine Spritze über die Sonde Bier zuzuführen obwohl er weis das nichts anderes außer der Nahrung und Alkoholfreie Flüssigkeit über diese Sonde verabreicht werden darf.Früher war mein Vater ein Kämpfer doch heute hat er sich aufgegeben was man aus seinem Verhalten sehen kann.Kann es sein das mein Vater ein einzelfall ist so wie er sich benimmt? Nun genung geheult aber ich mußte mir dies einmal von der Seele schreiben obwohl es noch soviel zu schreiben gibt.

25.02.2002, 13:14
Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll,bin hier zum ersten mal.Mein Vater hatte schon vor über einem Jahr seine erste OP wegen seinem krebs.Der Tumor wurde entfernt,und er wurde aus dem Krankenhaus entlassen.Seit Januar ist er nun wieder im Krankenhaus,und die Ärzte geben uns keine Hoffnung mehr.Sie konnten den Tumor nicht ganz entfernen.Er hatt nun eine Magensonde und wird künstlich ernährt.aus seiner wunde kommt jetzt auch noch eine eitrig stinkende Flüssigkeit,aber die Ärzte sagen sie können nichts mehr tun.Das schlimmste ist dass mein Vater sich aufgegeben hatt.Er starrt nur an die Decke und spricht nur sehr wenig.Auch meine mutter verhält sich sehr abweisend,keiner spricht über seine Krankheit.Sie will ihm auch nicht sagen was mit ihm los ist.Wir wissen nicht wieviel mein Vater weiss.Wenn wir unsere Mutter fragen,es noch in einer anderen Klinik zu versuchen,dann blockt sie total ab,sie hatt ihn auch schon aufgegeben.Wir können das nicht verstehen,und wissen nicht was wir machen sollen.Mein Vater kommt diese Woche aus dem Krankenhaus,ich nehme an zum sterben,weil keiner was macht,und jeder um den heissen Brei redet.

25.02.2002, 20:51
Hallo Martina,
bitte gib nicht auf, solange dein Vater lebt besteht immer noch Hoffnung. Wenn du hier im Krebsforum ein wenig blätterst wirst su sehen, dass viele schon verzweifelt sind, aber von irgendwoher kam ein Licht und es ging weiter. Mir helfen diese Einträge hier sehr, einfach nur mal lesen, und man ist nicht mehr ganz alleine.
Mein Vater ist auch an Speiseröhrenkrebs gekrankt, und ich weiß wie du dich fühlst, es sind auch 2 Einträge von mir hier drin und gestern war ich zum ersten Mal im Chat- Room, da sind auch Menschen die dir helfen, Versuch es einmal.
Ich bin in Gedanken bei dir und ich wünsche dir und deiner Familie alles, alles Gute vor allen Dingen müsst ihr zusammenhalten.
Reden ist nicht immer wichtig, versuche einfach nur da zu sein.
Es grüßt dich
PetraPy

25.02.2002, 21:04
Hallo Martina
ichweiß wie es ist wenn man keine vernünftigen antworten bekommt,doch laß es nicht zu das man dich im dunkeln läßt was die krankeit deines Vaters angeht gehe den Ärtzten auf die Nerven wenn es sein muß so habe ich es auch gemacht und auch antworten bekommen ich weiß zwar noch nicht alles was ich wissen wollte,aber mit dem was ich nun weiß habe ich auch einen Weg gefunden mit meiner Mutter darüber zu reden.Ich habe die erfahrung gemacht das man viel besser mit solch einer Sache umgehen kann wenn man offen darüber spricht,die Hoffnung darf man niemals aufgeben auch wenn keine Chance auf heilung besteht.Ich glaube auch nicht das dein Vater über seinen Gesundheitszustand nicht bescheid weiß denn die Ärzt haben die Pflicht ihn darüber zu informieren.Ich hoffe Du hast die Kraft die Du nun brauchst um damit fertig zu werden aber sei sich Du bist nicht allein.Kannst Dich ja mal melden.
RitaJ

25.02.2002, 21:09
Hallo Christine,
schön, dass es dich noch gibt. Es freut mich zu lesen, dass es deinem Vater gut geht. Ich sehe richtig wie du strahlst.
Mein Vater bekam heute einen Anruf aus der Klinik, die Wiederherstellungs- OP soll am
10.März gemacht werden. Heute war er ganz gut drauf, wenn man das so nennen darf. Ich glaube er freut sich, dass sich überhaupt mal jemand aus der Klinik meldet. Im Moment sind wir natürlich voller Hoffnung, dass diese OP auch gelingt, aber wie sage ich immer, man darf die Hoffnung nicht aufgeben, solange noch ein Fünkchen Hoffnung da ist. Also will ich mich auch daran halten.
Liebe Christine ich wünsche dir und deiner Familie eine schöne Zeit mit deinem Papa, ich denke an euch.
Hast du was von Mara gehört?

Bis bald PetraPy

25.02.2002, 21:54
Hallo PetraPy Danke für die netten Worte die Du mir geschrieben hast.Auch ich wünsche Deinem Vater und Deiner Familie alles,alles Gute.Am Donnerstag kommt mein Papa nach hause.Ich hoffe dass wir dann auch miteinander reden können.Wird nicht leicht aber jetzt hab ich ja euch. Gruss Martina

25.02.2002, 21:57
hallo
ich muss jetzt mal meinen senf dazugeben ich habe jetzt so oft mitgelesen und so oft gelesen das nicht nur die patienten im dunkeln stehen gelassen werden sondern auch die angehörigen.
eine bitte an euch nervt, löchert, geht den ärzten auf die nerven, lasst euch nicht abwimmeln und nicht mit antworten wie das kann ich ihnen nicht sagen, das wissen wir nicht usw. abspeisen, glaubt mir sie wissen es, wollen es aber nicht sagen.......mein freund hatte speiseröhrenkrebs starb aber an einer eitrigen nierenbeckenetzundung die scheinbar keiner bemerkt hat...innerhalb von 4 tagen, mit seinen krebs würde er vermutlich noch immer leben, vielleicht nicht gut aber leben...........nervt soweit es eure nerven durchhalten.


und nochwas........die patienten unterschreiben zwar das sie aufgklärt werden, aber als der röntgenarzt meinen freund sagte..........sie wissen eh das ihr krebs schon ziemlich weit fortgeschritten ist........fiel er aus allen wolken.....kein mensch sagte ihm wies wirklich um ihm stand........ich wusste es da ich mir die informationen anhand der arztbriefe aus dem i-net holte......ihm hats nie wirklich interessiert, und warum hätte garade, ich die ihn über alles liebt die wahrheit sagen sollen, das brachte ich nicht fertig, ich machte ihm hoffnung, plante mit ihm eine reise in die toscana, das hilft weit mehr als darüber zu reden wie er......naja ihr wisst was ich meine.....er war immer der meinung das er geheilt würde.......naja vielleicht ahnte er es tief im inneren aber gesagt hat es ihm sicher niemand....obwohl im arzt brief stand herr.....würde über den sinn der palliativen chemotherapie aufgeklärt.......und palliativ sagt ja schon fast alles.....vorher hiess es neoadjudante.....aber dann entdeckten sie knochenmetastasen..und somit gabs keine op mehr....obwohl der krebs operativ zu entfernen gewesen wäre.


danke fürs lesen.....und lasst bitte nicht nach.....aber versucht auch nicht eure väter, oder männer künstlich am leben zu erhalten........lasst sie gehen wenn sie müssen...


danke fürs lesen.

27.02.2002, 10:30
Hallo Petra, hallo Mara !

Wie geht es euch? Mara, ich hoffe bei dir ist alles in Ordnung. Letztes Mal hast du eher zu-
versichlich geklungen. Mit deiner Mama ging es doch auch aufwärts. Ich weiß, ich habe
mich vorher auch länger nicht gemeldet. Aber ich mache mir trotzdem ein wenig Sorgen.
Melde dich mal wieder.
Bei uns genießen jetzt alle, daß mein Vater zuhause ist, Petra du hast schon recht, im Moment
strahle ich tatsächlich. Obwohl natürlich keiner weiß wie es weitergehen wird, aber wir hoffen
alle.
Im Augenblick geht es meinem Papa gut und er kämpft und ist sehr zuversichtlich. Ich weiß
natürlich nicht, wie es nach weiteren Rückschlägen aussehen wird; aber ich glaube ganz
wichtig ist es immer für ihn da zu sein. Ich habe ihn schon mal gefragt, ob er viel über
seine Krankheit nachgrübelt und er hat gesagt: das nützt ja nichts, dabei werde ich nur ver-
rückt und ich versuche einfach es zu verdrängen und alles zu tun was der Arzt sagt.
So denke ich ist es nicht unbedingt gut mit dem Kranken über alles zu sprechen; jeder
geht mit dieser schweren Situation anders um. Als Angehöriger kann man ihn eigentlich
nur begleiten und es ihm so gut wie möglich machen. Damit meine ich auch euch, Rita und
Martina.
Euch allen viel Kraft und alles Gute

Christine

Hallo Michi!

Auch bei dir möchte ich mich mal herzlich bedanken, du hast mir schon öfter Mut zuge-
sprochen. Wie geht es dir eigentlich? Dein Uli ist nun auch schon eine Zeit nicht mehr bei
dir, er fehlt dir sicher sehr!! Aber ich sehe du grübelst noch sehr viel über seine Krankheits-
geschichte nach. Was wäre geschehen wenn...usw. Aber liebe Michaela wer weiß denn,
wie er jetzt leben müßte, wenn er noch da wäre. In deinem Herzen hat er seinen Platz und
dort ist er eingehüllt von Liebe. Und dein Leben geht ja auch noch weiter, du hast ja auch
Kinder soviel ich weiß.
Ich wünsche dir, daß du bald wieder Freude an den schönen Dingen des Lebens haben
wirst. Uli hätte es auch so gewollt!
Liebe Grüße

Christine

27.02.2002, 12:17
Hallo Christine
Es ist schön das es so viele Menschen gibt die auch in den schweren Lagen des Lebens soviel Mitgefühl für andere Betroffene aufbringen,woraus man Kraft schöpfen kann.Leider muß ich sagen geht es meinem Vater von Tag zu Tag schlechter aber ich bin froh darüber das er zu hause ist und wir ihn in seinen letzten Tagen und Stunden begleiten können.Auch wenn er es uns nicht immer leicht macht denn durch die Schmerzen und auch die Angst vor dem Tod ist er uns gegenüber manchmal sehr gemein als wenn wir schuld an seiner Krankheit wären aber ich habe gelernt damit umzugehen und ihm für sein verhalten keine Vorwürfe zu machen,denn durch die ganzen Medikamente ist er nicht mehr in der Lage klar zu denken.Es tut weh mit anzusehen wie ein geliebter Mensch leiden muß und ich bete dafür das es nicht mehr zu lange dauert.In meinem Herzen wird er aber immer der Vater sein wie er war als er noch nicht von dieser Krankheit betroffen war.
RitaJ

27.02.2002, 22:40
hallo christine


es geht mir recht gut, aber wie du richtig erkannt hast es lässt mir keine ruhe da ich nicht wirklich weiss was damals bei der operation geschehen ist.eines ist sicher nach allen was ich hier gelesen habe hat sich mein uli,und ich auch eine ganze menge an leid und schmerzen erspart davon bin ich überzeugt......aber weh tut es trotzdem noch.....denn ich hasse es wenn ich über etwas nicht bescheid weiss und nicht weiss warum etwas geschehen ist.......auf die befunde vom krankenhaus, die ich vor 6 wochen über unseren hausarzt angefordert habe warte ich noch immer.


ja ich habe 2 söhne und die lassen es wirklich nicht zu das ich in irgendeinen sumpf versinke......vor allen mein 14 jähriger bringt mich doch sehr oft zum lachen auch wenn seine gedanken gelegentlich ziemlich markaber sind...aber vielleicht ist das gut so.....denn so kann ich der realität besser ins auge sehen.

dir und auch allen anderen wünsch ich ........ja das beste was immer es auch ist.
gute nacht.

27.02.2002, 22:40
hallo christine


es geht mir recht gut, aber wie du richtig erkannt hast es lässt mir keine ruhe da ich nicht wirklich weiss was damals bei der operation geschehen ist.eines ist sicher nach allen was ich hier gelesen habe hat sich mein uli,und ich auch eine ganze menge an leid und schmerzen erspart davon bin ich überzeugt......aber weh tut es trotzdem noch.....denn ich hasse es wenn ich über etwas nicht bescheid weiss und nicht weiss warum etwas geschehen ist.......auf die befunde vom krankenhaus, die ich vor 6 wochen über unseren hausarzt angefordert habe warte ich noch immer.


ja ich habe 2 söhne und die lassen es wirklich nicht zu das ich in irgendeinen sumpf versinke......vor allen mein 14 jähriger bringt mich doch sehr oft zum lachen auch wenn seine gedanken gelegentlich ziemlich markaber sind...aber vielleicht ist das gut so.....denn so kann ich der realität besser ins auge sehen.

dir und auch allen anderen wünsch ich ........ja das beste was immer es auch ist.
gute nacht.

27.02.2002, 23:13
Hallo Michaela!

Auch ich möchte dir danken, denn die Beiträge von dir und auch all den anderen machen
mir immer wieder Mut und helfen mir sehr in dieser schweren Zeit.

Alles Gute und weiterhin viel Kraft

wünscht dir
Mara

27.02.2002, 23:27
Hallo Christine!

Ja, so ist es, man weiß halt nie wie der morgige Tag aussehen wird. Bei meiner Mutter schwankt es sehr. Ein Tag geht es ihr ganz gut und am nächsten Tag ist es schon wieder
schlechter. Meine Mutter ißt jetzt sehr gut und sehr viel, weil sie denkt, daß man ihr dann
die Sonde wieder entfernt. Man wird sie ihr natürlich nicht!!!! entfernen, nur ich bringe es
einfach nicht übers Herz ihr dies zu sagen. Sie will dieses Teil nicht mehr haben, und wenn
ich ihr sage, daß die Sonde bleiben wird, wird sie sich total aufgeben. Ich weiß nicht was ich
machen soll!!!!!!!!

Ich freue mich sehr über eure Zuversicht. Es ist schön, daß ihr nun einige Tage zu Hause
gemeinsam genießen könnt und ihr Kraft sammeln könnt für den nächsten Krankenhaus-
aufenthalt.

Alles Liebe

Mara

28.02.2002, 02:41
Hallo,

im Oktober 2001, genau 4 Tage nachdem mein Vater Rentner war (64Jahre) stellte man fest, dass er Speiseröhrenkrebs hat. Auf Empfehlung wurde in der RWTH Uniklinik Aachen die komplette Speiseröhre opertativ entfernt, und der Magen hochgezogen. Bei der Untersuchung festgestellt, dass sonst (andere Organe und Lymphknoten i.O sind). Auf weitere Behandlungen wurde nicht explizit eingegangen. Man wurde evtl. Bestrahlungen empfehlen. Nachdem nun ich glaube das 12 mal "die neue Speiseröhre" geweitet wurde, traten im Dezember/Januar Beschwerden, vorwiegend beim und nachdem Essen auf. Mein Vater klagt über Druckgefühl in der Brustgegend. Im Februar stellte man dann bei einer Kernspinographie fest, dass irgentetwas ungewöhliches im Thoraxbereich währe. Man meinte, irgentwelche Verwulstungen oder Hämatome durch die OP, sollte jedoch zurück nach AAchen (ca. 150km vom Wohnort) um dort entgültig festzustellen, was es ist. Am Freitag, 22.02.02 wurde mein Vater dann dort eingewiesen.

Am letzten Montag stellte man dann fest, dass an der gleichen Stelle wieder ein Tumor gewachsen wäre, der bösartig ist. Laut Aussage der Ärzte an die Hausärzt wäre eine operative Entfernung nicht möglich, da der Tumor hinter der Luftröhre sitzt, und diese bereits infiltriert ist. Wer kann uns helfen. Besteht Hoffnung. Hilft Bestrahlung, Chemo....

Danke für Hilfe Christian

03.03.2002, 23:34
Hallo Christine,
schön, mal wieder etwas von dir zu lesen. Ich freue mich, dass es deinem Vater so gut geht ich wünsche euch eine schöne Zeit.
Mein Vater wartet immer noch auf seine OP, vielleicht wird es ja diesen Monat etwas.
Sei ganz lieb gegrüßt
PetraPy


Hallo Mara,
freu dich doch, dass deine Mama etwas essen kann, ich wäre froh wenn mein Vater nur einen Schluck Tee trinken könnte, aber vielleicht klappt es ja bald bei ihm.
Du mußt mit deiner Mama nicht über alles reden, sei doch einfach nur für sie da, wenn sie reden möchte wird sie es schon tun, ganz bestimmt.
Also Mara lass den Kopf nicht hängen und glaube mal ein bisschen.
Bis bald, sei ganz lieb gegrüßt
PetraPy

06.03.2002, 00:09
Hallo Petra Py!

Ich drücke euch ganz fest die Daumen, daß es bald mit der OP klappt. Glaub' mir, ich kann sehr
gut nachempfinden wie wunderbar es für deinen Vater wäre einen Schluck Tee trinken zu können. Als es meiner Mutter Mitte Dezember so schlecht ging, und sie auch nichts mehr
zu sich nehmen konnte, war unser sehnlichster Wunsch, daß sie wieder essen und trinken
kann. Nachdem ihr ein Stent gelegt wurde klappte es ja dann auch wieder, so ca. 4 Wochen.
Leider geht es ihr seit dem Wochenende extrem schlecht. Sie hat eine Bronchitis, kann kaum
essen und trinken und hustet, hustet, hustet. Es ist so schlimm, sie so leiden zu sehen. Doch
auch jetzt hoffe ich, daß sie die Bronchitis gut übersteht und es ihr bald besser geht. In diesem Sinne wünsche ich euch auch das Allerbeste und gebt die Hoffnung niemals auf!

Liebe Grüße

Mara

06.03.2002, 10:58
Hallo an alle,
habe schon öfters die Seiten hier gelesen. Mein Vater bekam die Diagnose Speiseröhrenkrebs im Aug. 2000. Seither hat er mehrmals Chemo bekommen - mit mehr oder weniger gutem Erfolg. Die Nebenwirkungen wurden immer schlimmer. Er hat - wie so viele - über 30 kg abgenommen. Anfang dieses Jahres nun wurde er als austherapiert nach Hause geschickt. Wir haben für ihn dann eine Reha in einer Biologischen Klinik beantragt. Dort wurde er mit Mistel, Hyperthermie usw. behandelt. Ich denke man hätte dort viel für ihn getan - aber er will nicht mehr. Seit Sonntag ist er wieder hier. Er nimmt kaum etwas zu sich und ist total fertig. Ich weiß gar nicht wie nun damit umgehen. Es wäre schön wenn sich jemand bei mir meldet - vielleicht bekomme ich ein paar Tipps wie wir mit ihm umgehen sollen. Und noch etwas - ich habe 3 Kinder (insgesamt hat mein Dad 12 Enkel) sollen wir denen sagen wie schlimm es nun um den Opa steht?
Viele Grüße an alle die das selbe durchmachen, es ist einfach furchtbar.
Elke
elkshi@aol.com

07.03.2002, 10:29
Hallo !

Bei mir gibt es eigentlich nicht viel Neues, aber ich wollte mich mal wieder melden.
Mein Vater läßt im Moment die dritte Chemo in sich reinlaufen und es geht ihm gut dabei.
Allerdings sagen die Ärzte, wenn er es so gut verträgt, werden sie die Dosis wieder erhöhen.
Also weiter abwarten und hoffen, daß er dann auch damit zurecht kommt. Gute Nachricht:
die Metastasen sind kleiner geworden, wenn auch nur minimal. Aber für meine Eltern ist
das ein Riesenhoffnungsschimmer; so soll es auch sein!!!
Liebe Mara es tut mir so leid, daß es deiner Mutter so schlecht geht. Und glaub mir ich kann
deine Situation gut nachempfinden. Dieses blöde Hilflossein, nichts tun können und einen
lieben Menschen so leiden zu sehen. Aber denk dran sie hat auch die Lungenentzündung
überstanden und dann ging es wieder aufwärts. Du Ärmste hast ja kaum Zeit durchzuatmen.
Ich wünsche dir viel Kraft(im Augenblick könnte ich dir ein wenig von mir geben) und
auch mal ein bißchen Glück!
Liebe Petra euch drücke ich natürlich auch fest die Daumen, daß das mit der Op klappt.
Steht eigentlich der Termin 10. März noch? Ich werde auf jeden Fall an euch denken!
Hallo Elke; leider kann man jemanden anders immer so schwer raten, wie er mit so schwieri-
gen Situationen umgehen soll. Auf jeden Fall verlier die Hoffnung selbst nicht, nur so kannst
du deinem Vater gegenübertreten. Ich weiß das ist immer so leicht gesagt, wenn sie sich oft
selbst schon aufgegeben haben. Aber zu deiner Frage, ob du den KIndern bescheid sagen sollst: Ich denke das kommt sehr auf das Alter und die Sensibilität der Kinder an. Ich habe
auch 3 Kinder (5,7 und 9Jahre) und ich habe das Wort Krebs zum Beispiel noch nicht
erwähnt. Mein "Großer" glaub ich ahnt aber schon was Sache ist und die zwei Kleinen
sagen auch hin und wieder "hoffenzlich stirbt der Opa nicht ". Also auch wenn man es
nicht direkt anspricht, sie bekommen schon ganz schön viel nebenbei mit. Ich wünsche
dir den richtigen Weg zu finden.
Rita und Martina wie gehtes euch? Meldet euch mal wieder!
Grüße Christine

09.03.2002, 00:41
Hallo Christine, Hallo Mara,
heute bekamen wir eine traurige Nachricht, mein Vater kann nicht operiert werden, da er zu schlecht atmet, dass ist ja seid seiner 1.OP so. Da er nichts für seine Kondition tut, weder läuft noch sonst irgendetwas tut, sondern nur liegt, ist seine Atmung sehr schlecht, er hat öfters blaue Lippen. Die Atmung geht sehr schnell, wenn er nur bis zur Toilette geht. Was sollen wir jetzt machen?
Meine Mutter will mal mit dem Hausarzt sprechen, vielleicht gibt es ja eine Klinik, die sich auf Atemtherapie spezialisiert hat.
Auf jeden Fall hängen wir Alle total durch, wie geht es jetzt weiter?
Ich wollte euch das nur schnell berichten, morgen wollen wir dann mit meinem Vater über die neue Situation sprechen, heute hat er geschlafen als wir kamen, der Besuch in der Klinik war sehr anstrengend für ihn.
Ich danke euch für euer Mitgefühl, aber im Moment bin ich total DOWN.
Ich melde mich wieder.
Seid alle lieb gegrüßt
eure PetraPy

09.03.2002, 23:41
Hallo Christine, Hallo Petra Py!

Es es sehr schön, liebe Christine, so viel Positives von euch zu hören. Ich hoffe sehr, daß
eure "Glücksträhne" anhält und dein Vater alles weiter so toll schafft.

Dir liebe Petra möchte ich sagen, auch trotz aller schlechten Nachrichten den Kopf nicht
hängen zu lassen, weiter zu kämpfen und deinem Vater zur Seite zu stehen und vor allem
die Ärzte zu löchern, was nun gemacht werden kann. Ich denke ganz fest an euch und sende
euch viel Kraft.

Auch ich weigere mich die Hoffnung jemals aufzugeben, obwohl es meiner Mutter von Tag zu
Tag schlechter geht und sie inzwischen das Bett kaum noch verläßt und auch seit 2 Tagen
fast ausschließlich über die Sonde ernährt werden muß. Und ausgerechnet jetzt ist auch noch
der heißgeliebte Hund meiner Eltern gestorben und das ist ein harter Schlag für sie.
Was mich sehr beschäftigt ist eine Aussage meiner Mutter, die mein Vater so am Rande mitbekommen hat: "Jetzt ist der Menni (der Hund) bei dir und ich komme auch bald."
Mein Vater vermutet sie sprach mit ihrem verstorbenen Vater.
Leider können wir kaum mit ihr sprechen, da sie sich die meiste Zeit von uns abwendet.
Genug gejammert.

Alles Liebe für euch

Gruß
Mara

14.03.2002, 17:52
Hallo Mara, hallo Petra!

Es tut mir so leid von euch nur Negatives zu hören. Ich kann mir denken bei so vielen Rück-
schlägen ist es sehr schwer die Hoffnung zu erhalten und nicht aufzugeben. Trotzdem
muss man immer stark sein, für sich und für den Erkrankten.
Liebe Mara, deiner Mama scheint es ja sehr schlecht zu gehen und dann auch noch das mit dem Hund. Ich kann mir schon vorstellen, daß sie sich aufgibt, daß sie keine Kraft mehr hat
zu kämpfen. Daß sie mit ihrem toten Vater spricht, ist ein Zeichen, daß sie sich mit dem Tod
beschäftigt. Aber das glaube ich würde sich jeder in dieser Situation und du kannst sie nur
begleiten. Vielleicht wird es ja trotzdem nochmal besser. Ich wünsche es euch so sehr!
Liebe Petra, auch von dir eine Hiobsbotschaft! Habt ihr inzwischen schon mit den Ärzten gesprochen?
Gibt es vielleicht Hilfe in einer anderen Klinik? Auf jeden Fall wäre es gut irgendetwas zu
tun, sonst glaub ich wird man ja verrückt. Ich wünsche euch auch alles Gute für den
weiteren Weg.
Auf jeden Fall schicke ich euch beiden viel, viel Kraft von mir und seid herzlich gegrüßt

Christine

P.S.: Bei meinem Vater läuft alles prima, bis auf sein Nasenbluten, das er ständig hat. Aber
ich denke das kriegen wir in den Griff.

16.03.2002, 11:14
Liebe Christine,
schön das es bei deinem Vater so gut läuft. Es ist schön, mal etwas Erfreuliches zu lesen.
Ja, wir sind in ein tiefes Loch gefallen, aus dem wir so langsam wieder herauskommen.
Mein Vater soll jetzt in einer Lungenfachklink behandelt werden, da er ja so schlecht Atmen kann, mal sehen, wann er dort einen Platz bekommt. Zum Atemtraining und zur Gymnastik geht er auch.
Der Hausarzt hat ihm auch einen Rollstuhl verschrieben, wenn er sich dann mal da reinsetzt, mein Vater ist sehr sturr, können wir mit ihm auch mal an die frische Luft, wo jetzt der Frühling kommt, ist das bestimmt gut für ihn und für seine Seele.
Siehst du Christine, wir haben schon wieder Pläne und es geht immer weiter, nur nicht aufgeben.
Dieses Wünsche ich auch allen Anderen, die auf dieser Seite stöbern,
besonders an Mara einen lieben Gruß, wie geht es denn deiner Mama, hoffentlich ein wenig besser als noch vor ein paar Tagen, sei einfach da für sie, du wirst es nie bereuen. Du darfst auch ruhig traurig sein und weinen, denk´ daran, wir sind immer für dich da.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich euch habe.

Seid alle lieb´ gegrüßt von mir, viel Kraft wünsche ich euch und das ihr nie die Hoffnung verliert
Eure Petra Py

19.03.2002, 14:10
Hallo Christine,
hallo Petra Py,

das Leiden hat nun ein Ende.

Meine Mutter ist heute um 03.25 verstorben.
Ich bin froh, daß wir sie bis zum Schluß begleiten konnten und sie nun nicht mehr leiden
muß. Mir graut vor der Beerdigung.
Ich melde mich wieder.

Mara

20.03.2002, 10:30
Liebe Mara!

Keine großen Worte, nur meine herzliche Anteilnahme (ich drück dich ganz fest!) und ich wünsche dir viel Kraft für den letzten Weg mit deiner Mama.
Bis bald: Vielleicht meldest du dich ja mal wieder, wenn du dich einigermaßen gefaßt hast.

Christine

21.03.2002, 20:53
Liebe Mara,
auch von mir herzlichstes Beileid. In Gedanken bin ich bei dir. Denke bei dem letzten Gang mit deiner Mama
" Trennung ist unser Los - Wiedersehen unsere Hoffnung "
Es umarmt die ganz feste

Petra Py

25.03.2002, 10:08
Hallo liebe Petra!

Wie geht es euch denn im Moment? Hat dein Vater schon einen Platz in einer Klinik, die ihm
helfen kann? Ich hoffe dann geht es ihm seelisch auch wieder ein wenig besser. Vielleicht
gibt es ihm auch wieder neuen Mut zu kämpfen, wenn es mit der Atmung besser klappt.
Uns ist im Moment ein bißchen bange, da mein Vater heute an die neue, stärker dosierte
Chemo angehängt wird. Letzte Woche hat er festgestellt, daß ihm die Fingernägel abgehen.
Das war zunächst ein kleiner Schock für ihn, aber wir haben ihm gut zugeredet und dann
wars wieder ok. Solche Dinge sind ja nach der Chemo wieder rückläufig. Also abwarten und
Hoffen, daß er auch diese Chemo einigermaßen übersteht.
An dich viele, liebe Grüße
bis bald
Christine

Hallo Mara,
auch einen lieben Gruß an dich. Hast du die Beerdigung einigermaßen überstanden?
Denk dran deiner Mama gehts jetzt gut. Keine Schmerzen, keine Leiden mehr und du
konntest, wie ich aus deinen Zeilen entnommen habe, bis zuletzt bei ihr sein. Das war be-
stimmt wichtig für dich und für sie. Trösten kann man nicht viel, wenn einem die Mutter
genommen wurde. Aber ich wünsch dir auch für die nächste schwere Zeit alles Gute und viel
Kraft. Vielleicht kann dein kleiner Sohn dir ein kleines bißchen über den Verlust weghelfen.
Vielleicht kannst du dich ja mal wieder melden.
Deine Christine

27.03.2002, 01:13
Hallo Christine!
Danke für deine lieben Worte.
Gestern war die Beerdigung und ich kann es immer noch nicht fassen. Ich habe immer das
Gefühl, sie kommt zurück. Diese Endgültigkeit kann ich einfach nicht begreifen. Im Moment
bin ich in einem tiefen Loch und kann außer meinem Vater niemanden um mich herum ertragen. Mein Mann und mein Sohn sind seit heute für einige Tage verreist. Diesen Urlaub
hatten wir schon länger geplant. Ich hatte sowieso schon längst abgesagt, weil ich mich ja
um meine Mutter kümmern wollte, nun kann ich es leider nicht mehr. Viele meinten ich solle
doch nun auch mitfahren um mich abzulenken, es gibt kaum jemanden der versteht, daß ich
es einfach nicht kann, daß ich allein sein muß. Ich bin froh meinen Mann überredet zu haben,
diese Reise anzutreten, denn er wollte bei mir sein. Doch ich muß diese Zeit für mich allein haben. Das wir bis zuletzt bei ihr waren war sicherlich sehr wichtig für meine Mutter und auch für uns. Es gibt sicherlich Situationen, wo es einem nicht möglich ist, einen Sterbenden zu Hause zu begleiten, ich wünschte es wäre so, umso mehr bin ich dankbar daß es bei uns so war.
Liebe Christine, ich drücke euch ganz fest die Daumen für die neue, stärkere Chemo. Viel
Kraft weiterhin!

Gruß Mara


Hallo Petra Py!
Auch dir danke ich für deine lieben Worte.
Die Beerdigung, von der ich dachte "das überstehst du nie", habe ich überstanden, wenn auch wie in Trance, aber nun ist es vorbei. Ich kann das alles noch immer nicht glauben.
Meine Mutter fehlt mir sehr.

Liebe Grüße und viel Kraft für dich und deine Familie.

Mara

02.04.2002, 00:26
hallo Christian T,
Mein Vater hat auch die gleiche Krankheit und wir wohnen auch im Raum Aachen (Kerkrade). Deshalb unsere Frage:
Bei welchem Artz in der Uniklinik wurde dein Vater behandeld und wie sind eure Erfahrungen.
Wir bitten so schnell wi moglich um eine Antwort.
Wir wollen uns namlich an einem Artz in der Uniklinik wenden und wir wahren sehr fro mit deine Informationen.
Vielen Dank,
Jack Q.

04.04.2002, 15:46
Hallo Petra!

Sag mal ist etwas passiert bei euch? Ich habe längere Zeit nichts mehr von dir gehört. Ist dein
Paps schon in einer anderen Klinik oder muss er noch zuhause ausharren? Wie geht es ihm
eigentlich? Ist er immer noch so sehr depressiv? Ich weiß das sind Fragen über Fragen, aber
seit deinem letzten Eintrag sind nun schon einege Tage vergangen, da kann viel passiert sein.
Bei meinem Vater geht alles gut, sie haben aber seine Chemodosis nicht erhöht, weil der zu-
ständige Arzt im Urlaub war. Echt toll und das sagen sie uns auch erst nach der Chemo!!
Naja, so kann er die nächsten 2 Wochen wieder zuhause genießen. Dannach sehen wir weiter.
Mein Vater grübelt allerdings sehr viel nach im Moment und ist trotz des schönen Wetters
ein wenig depressiv. Vielleicht kann meine Mama ihn etwas aufmuntern.
So genug für heute, viele Grüße und melde dich doch mal wieder

Christine

Hallo Mara!

Ich hab dich nicht vergessen! Ganz im Gegenteil ich muß sogar sehr oft an dich denken.
Wie es dir wohl jetzt geht? Da habe ich deinen Eintrag im Forum für Angehörige entdeckt.
Dieses berühmte schwarze Loch in dem du jetzt auch steckst, muss schwer zu ertragen sein.
Ich kann auch deine Wut gur verstehen, daß manche lieben Menschen schon so früh gehen
müssen.Mit der Zeit wirst du aus diesem Tief auch wieder herausfinden und es ist gut, daß
man hier im Forum immer wieder Leidensgenossen findet. Sind deine Männer eigentlich schon
aus dem Urlaub zurück? Ich hoffe deine Familie hilft dir jetzt auch ein wenig weiter.
Viel Kraft und alles Liebe

deine Christine

04.04.2002, 15:51
Hallo an alle!
Ich war nun auch sehr lange immer mal wieder hier Gast. Leider hat mein Papa es nicht geschafft. Er ist am 23.03. gestorben. Er war bei uns zu Hause und hat die letzte Woche nur noch in der Vergangenheit gelebt. Er hat
sein ganzes Leben nocheinmal durchlebt und kam am Freitag bei seiner Mutter an. Hat immer wieder nach ihr gerufen. Am Samstag mittag - meine Mama und meine Geschwister und ich, sind alle bei ihm gewesen und haben ihm die Hand gehalten - dann hat er einfach aufgehört zu atmen. VORBEI!!!
Am 26.3. war nun die Beerdigung - was für ein Tag - und nun eine leere. Im Zimmer steht noch das Krankenbett, der Rollstuhl usw. Ich kann´s einfach nicht fassen und bin doch irgendwie froh, dass sein Leiden nun ein Ende hat. Was haben wir doch gehofft und gekämpft - wie alle anderen auch.
Tja, nun muss es weitergehn. Er durfte nur 61 Jahre alt werden einfach nicht gerecht.
Ich werde trotzdem immer mal wieder hier vorbeischauen.
Euch allen viel Glück und Kraft
bye
Elke

07.04.2002, 12:54
Hallo Christine,
ich habe euch alle nicht vergessen und bin froh, dass sich noch einmal jemand meldet. Was soll man immer schreiben?
Mein Vater hat am Donnerstag einen Rollstuhl bekommen und morgen (8.4.) bringen wir ihn in die Lungenfachklinik nach Essen. Mal sehen ob es dort einen Ausweg gibt. Er atmet immer noch sehr schlecht, aber er tut auch nichts dagegen, alles was die Ärzte ihm sagen ignoriert er einfach, er denkt das kommt alles von alleine wieder, aber er muss die Lunge trainieren und das kann kein anderer für ihn machen, das muss er selber tun. Alles andere machen wir ja schon für ihn. Wir haben ihm ein Laptop angeschleppt, aber er beschäftigt sich einfach nicht damit. Früher hat er Keybord gespielt, nichts!!!!! Dafür braucht man doch wirklich nicht viel Luft. Meine Mutter hat ihm immer so gerne zugehört, wenn er gespielt hat, aber auch für sie spielt er nicht mehr. Was sollen wir sonst noch tun? In den Rollstuhl will er sich auch nicht setzen, die Leute könnten ja gucken. Jetzt hoffen wir auf die Klinik, vielleicht ist da ein Arzt, der ihm ins Gewissen redet und vielleicht kapiert er das dann auch einmal.
Mit dieser ganzen Hoffnung drücke ich dich und ich bin froh, dass du dich immer mal wieder meldest. Danke.
Ich wünsche ein schönen Sonntag und alles gute für deinen Papa, ich weiss wovon du schreibst, man kann einfach nichts gegen diese Depressionen tun. Ich glaube es ist das Loch der Hilflosigkeit, in das die Kranken da fallen. Sie können nur alleine da rauskommen und wir können ihnen dabei helfen.
Kann dein Papa denn noch essen? Ich hoffe es so sehr.
Genießt die schöne Zeit mit ihm und muntert ihn ein wenig auf. Die Natur ist im Moment so schön, diese Frühligsdürfte sind einfach herrlich. Mein Vater sitzt schon mal auf dem Balkon, vielleicht ist die Sonne gut für die Seele. Wollen wir es hoffen.
Jetzt will ich noch einmal nachsehen, was die Mara auf der Trauerseite schreibt. Villeicht können wir ihr ein wenig trost geben, vielleicht schaut sie ja noch mal auf dieser Seite nach.
Danke Christine, dass du einfach nur da bist.
Ich wünsche allen viel Geduld, um diese Krankheit zu überstehen und für die Angehörigen viel Kraft.

Bis bald Christine, ich melde mich, sobald mein Vater in der Klinik ist und ich etwas Neues erfahre.
Sei lieb gegrüßt und gedrückt
PetraPy




Hallo Mara,
vielleicht siehst du ja noch einmal auf dieser Seite vorbei.
Auch ich denke fast täglich an dich und ich wünsche dir für die Zukunft viel Kraft. Du hast ja eine Familie um die du dich kümmern musst, und das längt auch ein wenig ab.
Melde dich doch einfach mal und erzähle uns, wie es dir geht. Lass uns nicht hängen.
Danke. Bis bald.

Deine PetraPy

10.04.2002, 00:11
Liebe Christine!
Ich schaue immer mal wieder ins Forum herein und freue mich von dir zu hören. Denn auch
weiterhin möchte ich, genau wie alle anderen hier, dir beistehen und alle Daumen drücken für
den Kampf deines Vaters gegen diese Krankheit. Ich wünsche deinem Vater eine schöne
Zeit zu Hause und viel Kraft für die nächsten Behandlungen.
Meine Family ist wieder zurück. Aber so richtig helfen können sie mir nicht Einzig, daß ich
mich für sie morgens "aufraffe". Wäre ich allein, ich glaub' ich würde morgens nicht aufstehen und den ganzen Tag auch nichts tun. Es ist halt schwer aus diesem Loch zu
kriechen
.
Bis bald mal wieder, sei lieb gegrüßt

Mara



Liebe Petra Py!
Sicher, schaue ich immer mal wieder rein. Ich hoffe und bange weiterhin mit euch, daß alles
gut wird und diese Krankheit endlich mal wieder besiegt wird. Weißt du, ich glaube dein
Papa hat einfach eine Sch... Angst und kann eben nicht anders reagieren. Sei einfach nur für ihn da und halte seine Hand. Meine Mutter war auch mitunter aggressiv und doch wollte
sie unsere Nähe, auch wenn sie uns manchmal von sich gestoßen hat. Wir Angehörigen
können leider nicht viel tun, aber da zu sein und die Hand zu halten, gibt sehr viel Kraft und
Hoffnung. Ich wünsche deinem Paps und euch allen alles, alles Gute und viel Kraft.

Liebe Grüße

Mara

14.04.2002, 12:55
Hallo Mara,

schön mal wieder etwas von dir zu lesen.
Du hast an Christine geschrieben, dass du dich nicht so wohl fühlst, aber das steht dir auch zu, denke daran was du alles mitgemacht hast, und jetzt brauchst du einfach eine Auszeit. Ich denke mir diese Zeit geht auch vorbei und jetzt kommt das schöne Wetter, da wird es schon aufwärts gehen. Du hast eine nette kleine Familie, die braucht dich jetzt und du brauchst sie, gemeinsam seid ihr stark.
Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute und vergiss uns nicht. Danke.

Deine PetraPy


Hallo Christine,
wie versprochen, melde ich mich.
Mein Vater ist seit Montag in der Lungenfachklinik, es geht ihm soweit ganz gut. Die Ärzte und Schwestern sind nett und es wurden schon einige Untersuchungen gemacht. Lunge röntgen, Lunge röntgen mit einem Kontrastmittel und da stellte man fest, dass das Zwergfell bei der OP zu hoch gezogen wurde, d. h. der linke Lungenflügel wird nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dieses kann man aber nicht mit einer OP beheben, sondern mein Vater muss den linken Lungenflügel mit Atemübungen trainieren. Na das soll was geben, er stellt sich ja immer so stur an. Aber da muss er durch.
Am Freitag wurde noch eine Lungenspiegelung gemacht, die Ergebnisse lassen noch auf sich warten. Als ich gestern mit ihm telefonierte hörte er sich ganz heiser an, er meinte, die haben mir bestimmt die Stimmbänder verletzt, da siehst du mal wie negativ er eingestellt ist. Immer haben die Ärzte bei ihm was falsch gemacht, nie denkt er positiv. Es ist zum Verzweifeln.
Morgen fahre ich mal wieder mit zu ihm, mal sehen ob ich ihn aufmuntern kann.
Ich wünsche dir eine schöne Woche und halt die Ohren steif.
Bekommt dein Vater diese Woche Chemo?

Bis bald PetraPy

16.04.2002, 11:29
Hallo Petra!

Schön daß dein Vater jetzt in der Klinik ist und versucht wird ihm zu helfen. Das ist doch im
Moment was Positives. Besser als zu Hause herumzu sitzen und zu warten. Vielleicht
überzeugen ihn dort Schwestern oder Ärzte von der Notwendigkeit selbst mitzuhelfen. Du
kannst ihm ja mal einen lieben Gruß von mir (unbekannterweise) ausrichten und ihm erzählen,
daß mein Vater auch öfter heiser ist, aber das vergeht wieder. Man könnte soviel erreichen
mit einer positiven Einstellung. Aber wie das unseren Vätern beibringen!!
Meinem Vater habe ich letztes Mal auch gesagt, er soll mal etwas optimistischer sein und er
hat nur darauf geantwortet: Wenn nicht dauernd etwas dazukommen würde. Dabei muss ich
sagen es geht ihm eigentlich sehr gut, er hat nur nach der Chemo immer eine Woche mit der
Verdauung zu kämpfen, aber das geht ja immer wieder vorbei. Essen kann er übrigens schon noch, weil du danach gefragt hast. Seit gestern bekommt er wieder Chemo, wahrscheinlich
eine höhere Dosis. Hoffentlich verträgt er sie gut. In 2 Wochen hat mein Großer Kommunion
und es wäre natürlich toll, wenn er dabei sein könnte.
So warten wir mal wieder ab, was weiter wird. Ich wünsche uns allen mal wieder einen großen
Schub Optimismus. Und vergessen wir nicht die guten Tage zu L E B E N, denn es kommen
auch wieder andere. In diesem Sinne alles Liebe
deine
Christine

Hallo Mara, auch an dich wie immer einen ganz lieben Gruß. Wie es meinem Vater geht kannst
du oben lesen. Körperlich geht es eigentlich gut, aber er ist leider immer sehr pessimistisch
eingestellt.
Wie geht´es dir? Kommst du ab und zu schon mal raus aus dem Loch? Was macht dein Vater,
kommt er sich sehr alleine vor?
Wenn du dir es auch im Augenblick nicht vorstellen kannst, es kommen auch wieder andere Zeiten und du denkst mit einem Lächeln an die schönen Zeiten mit deiner Mutter zurück.
Freilich wird sie dir immer fehlen (mal mehr mal weniger), aber es tut eines Tages nicht mehr
so weh. Dir liebe Mara alles Liebe und daß du mal wieder mit deiner Familie lachen kannst!
deine
Christine

16.04.2002, 17:30
Hallo,
es mach mich sehr traurig wenn ich eure Geschichten lese und zwischen durch kommen auch ein paar Tränen.
Gibt es überhaup einen Fall von Speiseröhrenkrebs der positiv ausgegangen ist????
Mein Vater ist Anfang Feb an Speiseröhrenkrebs operiert worden, zunächst lief alles problemlos nach ca. 7 Tagen bekam er hohes Fieber und probleme mit der Atmung und dem herzen die Ärzte mußten ihn ins künstl Koma legen für ca1 1 1/2 Wochen.
Meinem Vater wurde ein Teil der Speiseröhre entfernt,da wo der Krebs war,dann haben sie versucht den Magen hochzuziehen,das hat leider fehlgeschlagen deswegen hat er eine Sepsis bekommen der obere magenteil ist abgestorben weil er nicht mehr durchblutet worden ist.
Jetzt haben sie ihm die Speiseröhre umgeknickt und sie kommt jetzt aus dem Hals raus,also hat er eine Öffnung am Hals an dem ein Beutel hängt und sich der Speichel sammelt.
Der Magen wurde zugenäht und wenn er etwas kräftiger ist soll einen Rückführung erfolgen.Trinken kann er gar nicht und ernährt wird er duch eine darmsonde.
Er hat auch während er im Koma lag einen Luftröhrenschnit bekommen und muße auch im wachen zustand oft künstl beatmet werden.Er lag insgesamt 5 Wochen auf der Intensivstation.Zuletzt hat er einen Keim bekommen und wir mußten uns immer steril anziehen,der Keim wäre für uns und meinen Vater nicht schlimm aber für Frischoperierte.
Langsam dachten wir es ginge bergaauf.
Doch er war 10 tage zu Hause da mußte er wieder ins Krankenhaus weil ihm die Darmsonde abgefallen war ,ein Tag vor seinem 57 .Geburtstag und er hatte sich schon so gefreut ihn zu feiern.
Dann meinten die Ärzte man könnte die Rückführung schon jetzt machen,Narkose wäre Narkose ob er nun für die Magensonde operiert wird oder die Rückführung das wäre das gleiche.
Ja,ja die tollen Ärzte eine Woche später ist ihenen eingefallen das sie die Rückführung nicht machen können,weil der Darm ja nicht gespült werden kann und vom PO aus reicht die Spülung nicht aus,weil bei der Rückführung soll ihm ja ein Stück Darm eingesetzt werden.
Seitdem geht es meinem Vater auch wieder schlechter, er hat jetzt wieder die Magensonde,die aber noch nicht in Gebrauch ist, er wird noch per Infusion ernährt.Er hat nur noch 51 kg.Er hat schon oft gesagt,wenn er das alles früher gewußt hätte ,hätte er sich nich operierten lassen,weil man sieht einfach kein vorwärtskommen. Er hat auch immer sei Anfang an starker Husten mit Schleim und SChluckauf,die Ärzte können uns auch keine Antwort darauf geben warum es so ist.
Meine Geschwister und ich versuchen ja meinen Vater Mut zu zusprechen aber irgendwie habe ich das Gefühl er glaubt es nicht und wenn wir immer sagen es wird schon wieder,guckt er uns immer an ,als wenn er sagen wollte,jaja erzählt ihr mal.
Wenn ich euere Schicksalschläge höre bekomme ich es mit der Angst.Von meinem Vater der Krebs war auch ganz am Anfang und er hat keine Metastasen.

Ich grüße euch ganz herzlich und wünsche euch viel Kraft.

Ute

17.04.2002, 20:24
Hallo Ute,
als ich gestern deine Zeilen gelesen habe, musste ich weinen, ich war fix und fertig, deshalb konnte ich auch nicht sofort zurückschreiben, musste mich erst sammeln.Ich laß deine Geschichte und ich dachte es ist meine.
Meinen ersten Eintrag findeste du am 15.2.2002,
seit dem hat mir das Forum sehr geholfen und du wirst sehen auch du wirst hier schnell Freunde finden, die dich immer wieder aufbauen. Bleib schön bei uns, dann bist du nicht alleine.
Mein Vater hat auch diesen Speiseröhrenbeutel und er wird seit fast 2 Jahren über den Darm ernährt, nicht über den Magen. Ich kann dir sagen, dass ist alles Mist.
Er hat immer Hunger, er tut mir so leid, aber es hilft nichts, da müssen wir durch, und er am allermeisten.
Wir alle hier halten zu unseren Vätern und Müttern, sind immer für sie da und du wirst sehen, mit der Zeit kann man damit leben.
Liebe Ute, das war es für´s Erste, wenn du irgendwelche Fragen oder Sorgen hast immer mal wieder hier im Forum melden, einer ist immer für dich da.
Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute, viel Kraft zum Durchhalten und ich denke an dich.

Deine Petra Py



Hallo Christine,
jetzt hat mein Vater auch noch eine Lungenentzündung bekommen. Ich kann dir sagen bald halte ich das nicht mehr aus, was kommt denn noch auf uns zu? Wo ist der liebe Gott?
Der hat wohl Urlaub, an Urlaub können wir schon lange nicht mehr denken, wir denken nur noch an Krebs, es ist schlimm heute bei mir. Endschuldigung, aber ich weiß, dass mir hier niemand böse ist.
Ich denke an euch und wünsche euch und mir eine ruhige Nacht und morgen ist auch wieder ein Tag.
Bis dann

Petra Py

18.04.2002, 22:33
Liebe Petra!

Es tut mir so schrecklich leid für dich und vor allem für deinen armen Papa. Was muß er denn
noch alles aus halten?! Hoffentlich schwächt es ihn nicht allzusehr.
Bei uns gibt es auch eine schlechte Nachricht: Trotz der dauernden Chemos und des Kleiner-
werdens der Metastasen sind neue kleine Punkte (sehr wahrscheinlich auch Metastasen) auf
der Leber entdeckt worden. Sie wollen es noch durch ein CT sichern. Das wird meinen Paps
erst Mal umhauen.Ich befürchte er wird wieder sehr depremiert sein. Morgen werde ich meine
Mutter mal anrufen und danach fragen.
Übrigens Petra, du brauchst dich nie, wirklich nie dafür entschuldigen was du hier schreibst,
dafür sind wir alle da. Außerdem bin ich so froh , daß es dich gibt. Ich drück dich ganz fest
und ich bete (auch ich frag mich ob der liebe Gott noch da ist; aber dann glaub ich wieder
ganz fest, er lässt uns nicht allein) für dich und mich, daß wir die Kraft haben und für unsere
Väter, daß sie dies alles mit unserer Hilfe aushalten. Auch unseren armen Mütter brauchen
ganz viel Kraft um da durchzukommen.
Also liebe Petra halt trotzdem den Kopf hoch, ich bin da!!
deine
Christine

Ute, auch an dich ein Hallo!

Deine Geschichte klingt ja wirklich schlimm. Sehr ähnlich wie bei Petra. Ich habe oft das Ge-
fühl, ihr seid schon einen Schritt weiter bei dieser Sch..Krankheit. Mein Vater hat die Diagno-
se erst seit Anfang diesen Jahres und er hat auch schon Metastasen, deshalb machen sie
hier auch keine OP mehr. Allerdings hatte mein Vater noch keinerlei Probleme, erst seit er
die Chemos bekommt. Jtzt sind auch noch trotz Chemo neue Metastasen entstanden; was
bedeudet, daß alles bis jetzt nichts gebracht hat!! Jetzt müssen wir mal schauen, was nun
geschehen soll. Genug für heute. Ich wünsche auch dir Viel Kraft für die nächste Zeit.
Bis bald
Christine

21.04.2002, 11:27
Hallo Christine,

danke für die netten Zeilen, so merkt man doch, dass man nicht alleine ist.
Die Lungenentzüngung bei meinem Vater ist noch da, aber er hustet nicht mehr so dolle, er hat immer Angst zu ersticken. Schrecklich.
Mal sehen, was dieses Wochenende in der Klinik alles passiert. Voriges Wochenende hatten sie keine Nahrung für ihn da, meine Mutter musste die Flüssignahrung von zu Hause mitbringen. Lächerlich.
Da ist ein Mensch schon so krank, und da vergisst man auch noch solche Sachen, er regt sich dann natürlich furchtbar auf, wozu er auch ein Recht hat. Da denkst du, du bist im Krankenhaus, da wird für dich gesorgt, nein so geht das doch nicht.
Ach Christine, das ist ja schrecklich mit deinem Vater, bei meinem Vater wurden wenigstens keine Metastasen gefunden, da können wir schon froh sein.
Aber wenn er keine Chemo bekommen hätte, wären diese Dinger vielleicht schon eher gekommen, man weiß es nicht, was richtig ist.
Ein Arzt im Krankenhaus meinte auch, wenn man das vorher alles gewusst hätte mit meinem Vater, hätte man ihn sehrwahrscheinlich nicht operiert, was ist jetzt richtig? Wir sind doch den Ärzten ausgeliefert. Die endscheiden etwas, wir denken es ist OK, verlassen uns darauf und dann kommt so etwas heraus.
Aber wie sollen wir uns wehren?
Wir können nur auf das Internet vertrauen und uns gegenseitig Hoffnung und Mut machen, denn ich denke wir sind ehrlich zueinander.

In diesem Sinn wünsche ich dir noch ein schönes Restwochenende, ich denke an dich und halte für deinen Vater die Daumen, dass es doch nicht ganz so schlimm ist.

Bis bald deine Petra Py




Hallo Ute,

was ist los bei euch?
Melde dich doch einfach mal, wir wollen doch wissen, wie es deinem Vater geht und vor allen Dingen, wie du dich fühlst.
Keine Angst wir tun dir nichts, und du siehst ja, hier ist dir keiner böse, auch wenn du mal schimpfst. Ich habe es selbst erfahren.

Also bis bald deine Petra Py

23.04.2002, 00:44
Liebe Christine!
Es macht mich sehr betroffen, wenn ich lese, daß es deinem Vater nicht so gut geht.
Ich hoffe sehr bei der Untersuchung kommt nichts "Ernstes" heraus, dazu drücke ich euch
ganz fest die Daumen und schick euch eine große Portion Hoffnung.
Mir geht es noch nicht besser, hinzu kommt, daß ich mir große Sorgen um meinen Vater
mache. Er kommt überhaupt nicht klar, kann es kaum ertragen in der Wohnung zu sein,
schläft keine Nacht und grübelt nur und meint, daß "alles keinen Sinn mehr hat". Ich steh'
ziemlich hilflos daneben und weiß nicht recht wie ich ihm aus diesem Loch helfen soll,
wenn ich es bei mir auch nicht schaffe. Andere, selbst mein Mann, können das nicht nachvollziehen, deshalb bin ich sehr froh um dieses Forum, denn hier sind Menschen, die
ähnliche Dinge durchmachen, die ein Ohr haben und einen verstehen.
Ich danke dir und allen anderen für's lesen.

Ich drücke dich ganz fest und wünsch' euch alles, alles Gute für die Untersuchung.

Bis bald
Mara

Liebe Petra Py!

Leider weiß man es oft vorher nie, was "richtig" oder "falsch" ist. Als es meiner Mutter
im Dezember so schlecht ging, dachten wir auch manches Mal, sie hätte sich vielleicht
besser nicht bestrahlen lassen sollen. Doch umgekehrt hätten wir sicherlich die gleichen
Gedanken gehabt.
Das Wichtigste ist, die Hoffnung niemals aufzugeben und zu kämpfen. In diesem Sinne
wünsche ich euch alles Gute.

Bis bald mal wieder.

Mara

23.04.2002, 08:34
Hallo,
was ich hier lese macht mich auch sehr betroffen.
Meine Mutter ist im Sommer 2001 an diesem Krebs erkrankt.Ihr wurde bei einer Operation die Speiseröhre entfernt und der Magen hochgezogen.
Eigentlich ging es ihr ganz gut bis dann im Februar
diesen jahres eine Metastase an der Leber und befallen Lymphknoten um den Magen festgstellt wurden.
Seit letzter Woche bekommt sie mittels eines Ports
eine Chemotherapie und ihr geht es sozusagen Hundsmiserabel.
Meine Mutter ist 78 Jahre alt und ich weiss nicht ob es die richtige Entscheidung war mit einer Chemo zu beginnen.Sie kann so gut wie nichts Essen ,dabei hat sie schon seit der Operation 18 Kilo abgenommen.
Ich hoffe mit den Nebenwirkungen besser wird.
Es tut gut sich mal alles von der Seele zu schreiben.

Alles Gute und viel Kraft wünscht Euch
Andie

02.05.2002, 15:58
Hall,
es tut unheimlich gut, zu wissen das man nicht alleine ist.
Meinem Vater geht es soweit ganz gut,hoffentlich bleibt es auch so,er nimmt jeden Tag ein paar gramm zu,das baut ihn auf und uns auch.

Gestern hatte er heißhunger auf Rollmöpse,aber er kann ja nichts essen,meinen Schwester hat den Arzt gefragt ,ob wir ihm welche mitbringen dürften.
Jetzt ißt er alles aber spuckt es natürlich wieder aus,er kann es ja nicht runterschlucken.
Meine Schwester sagte es war eine richtige Stinkerei mit dem Fisch überall am Oberkörper waren Fischstückchen,er hat zwar alles ausgespuckt,aber ein Teil geht ja trotzdem mit dem Speichel in den Beutel und weil der Beutel immer undicht ist,hatte er einiges am Brustkorb kleben,meine Schwester meinte auch zu meinem Vater das er stinkt,er meinte aber es ist egal,es war lecker!!!
Heute möchte er von ihr Erdbeeren und von mit Frikadellen,ich hab schon zu ihm gesagt ,das er schlimmere Gelüste hat wie eine Schwangere.
Ich glaube im Moment geht es ihm auch wieder etwas besser,ich wünschte nur diese Rückführung hätten wir schon hinter uns und ich hoffe das sich keine Metastaden bilden.

Petra,wie ich fühle kannst du dir ja sicher vorstellen,ich glaube mir geht es ganuso besch... wie euch.

Ich habe noch 3 Kinder um die ich mich kümmern muß.Am Wochende mußte ich mit meiner kleineren Tochter sie wird bald 5 Jahre ins Krankenhaus,weil man dachte sie hätte Leukämie,ich kann euch sagen ich bin fast durchgedreht,wir mußten eine Std. auf das Blutergebnis warten,bis man uns die Diagnose sagen konnte,mein Mann und ich sind durch die Hölle gegangen,aber zum Glück hatte sie eine ander Krankeit,weil am Wochende wurde erst das li Fußgelenk blitzeblau und war geschwollen und sie hatte sich nirgendwo gestoßen,am Sonntag war der Fuß gescwollen und total blau und an beiden Beinen hatte sie kl. Hautbluteungen gehabt,aber die Krankeit die siehatte hieß Schoennlein Hennoch purpurs,hatte ich vorher noch nie gehört.Naja ,ist ja Gott sei gut ausgegangen.

Ich wünsche euch alle viel Kraft und nochmal vielen Dank ,das ihr alle so lieb nachgefragt habt,es tut wirklich gut.

Bis bald Ute

04.05.2002, 12:20
Hallo Christine,
mein Vater ist wieder zurück aus der Lungenfachklinik, er hat eine Zwergfelllähmung auf der linken Seite, es wurde bei der OP sehrwahrscheinlich ein Nerv durchtrennt oder der Tumor hatte diesen Nerv schon angegriffen, das weiß man nicht. Dadurch ist die linke Lungenhälfte geschädigt und wird schlecht mit Sauerstoff versorgt. Jetzt wissen wir wenigsten warum er so schlecht atmet. Er ist so verzweifelt, sieht schlecht aus, ist ganz weiß im Gesicht. Es fehlt ihm die Sonne auf dem Balkon für die frische Farbe und für die Seele.
Meiner Mutter geht es seelisch auch nicht so gut, jetzt merkt man doch, dass auch bei ihr die Krankheit an den Nerven zehrt.
Mein Vater bekommt jetzt Atemtherapien für das Zwergfell, ob das hilft wissen wir noch nicht, aber was soll man denn tun? Immer nur hoffen und ihm gut zureden. Er sitzt immer mit einem nachdenklichen Gesicht da, wir sind schon froh, wenn er mal, so wie gestern, über einen kleinen Scherz lacht. Dann sieht er gleich ganz anders aus. Dann geht es auch meiner Mutter gleich viel besser.
Meine Oma, die Mutter meines Vaters, grübelt auch viel, sie liest viel in medizinischen Büchern und fand schon eine Menge heraus. Ich bin stolz auf diese Oma.
Christine was ist bei euch los? Wo bist du solange ? Was ist mit deinem Vater?
Ich hoffe es geht ihm einigermaßen gut, verwöhn ihn ein wenig es lohnt sich immer.

Bis bald deine PetraPy



Hallo an euch alle,
so, jetzt seid ihr alle, auch Mara, Ute und Andre mal wieder über den Gesundheitszustand meines Vaters informiert. Ich bin ein wenig erleichtert und kann mich wieder um euch kümmern.
Ich wünsche auf diesem Weg allen viel Kraft zum Durchhalten.

Eure Petra Py


Hallo Mara,
wie geht es dir?
du bist bestimmt bei den Vorbereitungen zur Kommunion, da kommst du auf andere Gedanken das ist gut für dich. Arbeit ist oft die beste Medizin.
Ich wünsche dir alles, alles Gute

deine PetraPy


Hallo Ute,
ich habe mich über deinen Eintrag sehr gefreut, ich habe natürlich sofort meinem Vater von dir erzählt und das dein Vater ißt wie eine Schwangere, mein Vater trinkt ja nicht einmal Tee, er hat immer Angst, dass der Beutel undicht wird. Er lutscht nur ab und zu mal ein Bonbon, das ist alles, der arme Kerl hat seit 2 Jahren nichts mehr probiert, schrecklich.
Mein Mann und ich, wir sind beide nicht so sehr schlank, könnten mal eine Diät vertragen, aber wenn ich das sehe und tagtäglich miterlebe, bin ich froh, dass wir noch alles Essen können und ich würde nie mehr in meinem Leben eine Diät machen, wozu? Vielleicht kann morgen schon alles vorbei sein, deshalb genießen wir die Zeit, die wir zusammen haben und freuen uns auf jeden neuen Tag.
Ute, bringe deinem Vater alles, was er sich wünscht ich würde es sofort für meinen Vater tun, aber er will nicht. Deshalb genieße die Zeit, wo er noch Appetit hat. Ich hoffe, dass es bei ihm so bleibt. Für die Zukunft wünsche ich euch Beiden alles Gute, haltet fest zusammen ich denke an euch.

Deine PetraPy



Hallo Andre,
um dich haben wir uns noch gar nicht gekümmert. Wir sind ein paar Tratschweiber. Jeder ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, aber ich habe schon öfter an dich gedacht.
Ich denke mir, ihr solltet jede Therapie, die euch die Ärzte vorschlagen mitmachen. Wenn man es nicht probiert, denkt man hinterher immer "hätte ich es doch mal getan".
Deine Mutter wird schon wieder zunehmen, das kommt mit der Zeit, du wirst es schon sehen. Jetzt sei ganz lieb gegrüßt von mir vielleicht meldest du dich noch einmal. Bis dahin wünsche ich dir und deiner Mutter alles Gute und immer fest dran glauben, dass es gut wird.

PetraPy

07.05.2002, 14:13
Hallo Petra!

Schnell eine kurze Nachricht zum Test. Ich versuche seit gestern eine Nachricht an dich zu
schicken ins Forum. Wenn es jetzt funktioniert, dann melde ich mich heute abend wieder.
Laß den Kopf nicht hängen, ich denke an dich!
Deine

Christine

07.05.2002, 21:06
Hallo petra,

danke für deine lieben Worte.
Ja ich denke man soll alles tun und jede Therapie
nutzen.
Im Moment geht es meiner Mutter eigentlich ganz gut,sie hat noch drei Chemos vor sich und hofft dann das die Metastase sich etwas zurückgebildet hat.

Hoffentlich geht es deinem Vater mit der Atemtherapie etwas besser. Es ist schon schlimm
wenn man einen geliebten Menschen so leiden sieht und kann ihm nicht helfen.

Alles erdenklich Gute wünscht dir und deiner Familie

Andie

08.05.2002, 09:31
Hallo Petra!

Es tut mir unendlich leid, daß du so lange nichts von mir gehört hast. Aber letzte Woche
war bei uns (nicht bei Mara ) Kommunion von meinem "Großen" und da war viel zu tun.
Außerdem funktioniert bei mir das Absenden nicht immer; ich probiere es schon seit 2
Tagen.
Bei uns gibtb es nichts neues, außer daß die Metastasen doch größer geworden sind. Mein
Vater hatte jetzt 2 Wochen Chemopause , da konnte er natürlich bei der Feier dabei sein, was
ihm sehr gut getan hat. Seit gestern ist er wieder in der Klinik, wo er erstmal gründlich
untersucht wird und dann wird erst besprochen was weiter geschehen soll.
Von euch hört man ja auch nichts Gutes. Aber versucht es trotzdem positiv zu sehen,
immerhin wißt ihr jetzt warum dein Papa so schlecht atmet. Mit gezielter Atemtherapie
kann man viel erreichen; aber das heißt auch "Arbeit" für deinen Paps! Er läßt sich ja so
schwer motivieren; glaub mir das kenne ich auch!! Irgendwer müßte ihnen mal ins Ge-
wissen reden!
So gerne würde ich dir mehr helfen können! Sei auf jeden Fall ganz herzlich gedrückt und
ich lass dich nicht allein!
Liebe Grüße
deine Christine

08.05.2002, 15:02
Hallo Mara,

vielen Dank für deine lieben Zeilen. Es freut mich sehr, daß du uns nicht ganz vergessen hast.
Uns geht es im Moment nach dem Rückschlag nicht so toll. Es tut mir auch weh meinen
Vater oft so mutlos zu sehen; wo er doch bis jetzt immer gekämpft hat.
Und du ? Kämpfst du immer noch gegen das Unverständnis deiner Umgebung ? Auf der einen Seite kann ich gut verstehen, daß du mit deiner ganzen Traurigkeit und Verzweiflung
gern allein bist; andererseits ist es für deine Mitmenschen bestimmt sehr schwierig so mit
dir umzugehen. Hasz du denn gar keinen der dich einfach mal in den Arm nimmt oder
dir nur zuhört ? Dein Mann (obwohl Männer tun sich da oft schwer, meiner auch ) oder eine Freundin.? Wie ist das Verhältnis zu deiner Oma ? Kannst du sie vielleicht in Bezug der
Sorgen um deinen Vater ansprechen? Ich würde dir so gerne mehr trösten.
Ich weiß ja auch nicht, aber irgendwann mußt du auf die Menschen in deiner Umgebung wieder zugehen.
Sei ganz lieb umarmt, ich melde mich wieder
deine Christine

22.05.2002, 17:46
Hallo Petra!

Hier melde ich mich wieder. Leider mit keiner guten Nachricht. Mein Vater mußte heute wieder
in die Klinil.,weil seine Blutwerte soschlecht waren. Sie meinten schon er braucht eine Trans-
fusion. Sein Darm spielt auch noch verrückt. Dort hat er eine große Entzündung die seinen
Stuhlgang verhindert, Das muß jetzt natürlich alles geklärt werden. Und das jetzt , wo
ich mit meiner Familie in den Urlaub fahre. Ich hab schon richtig Angst wie das weitergehen
soll. Dem armen Kerl bleibt doch nichts erspart.
Und wie geht es euch? Geht es mit der Atemtherapie etwas besser? Ich würde es euch sehr
wünschen. Ich weiß selbst nicht wie man immer wieder Mut zusprechen soll.
Sei auf jedenfall ganz lieb gegrüßt
deine Christine

28.05.2002, 23:18
Hallo Christine,
oh oh, da war ich wohl durch den Wind mit der Kommunion, aber du hast ja alles gut sortiert.
Was macht dein Vater denn für Sachen? Mein Vater bekam auch einmal Bluttransfusionen, die bekamen ihm ganz gut. Da bekam er auch wieder ein wenig Farbe im Gesicht. Immer weiter hoffen, jeden Tag auf´s Neue. Niemals aufgeben. Das ist unser Lebensmotto geworden. Ich hoffe immer und mein Vater läßt sich so hängen. Also wenn er nicht zur Therapie geht, übt er zu Hause nicht. Er ist ein wenig faul. Aber jetzt kommt der Hammer. Meine Eltern bekommen einen neuen Wohnzimmerschrank, vorher muß noch tapeziert werden. Stell dir vor, morgen gehen meine Eltern zusammen los. Mein Vater natürlich im Rollstuhl, das ist das erste Mal, daß er damit rausfährt. Morgen ist die Jungfernfahrt, sollen wir sie mit Sekt begießen. Ich bin stolz auf ihn, vielleicht gewöhnt er sich ja ein wenig daran und wir können bei schönem Wetter mal ein paar kleine Ausflüge machen.
Ich weiß noch nicht ob die Atemtherapie etwas bringt, dafür sehe ich ihn zu oft. Ich meine er pustet nicht mehr ganz so doll und er kann auch schon kleine Stücke zu Fuß gehen. Wir hoffen immer weiter lassen den Kopf nicht hängen, denn nur so geht es.
So liebe Christin ich wünsche dir und deiner Familie einen schönen Urlaub, paßt gut auf euch auf und kommt gesund wieder. Ich warte auch dich.
Bis bald, sei ganz lieb gedrückt.
Deine Petra Py


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Viele Grüße, Marcus Oehlrich, Krebs-Kompass

09.09.2002, 09:44
Mein Vati ist mit 62 Jahren an Speiseröhrenkrebs erkrankt. Im Mai wurde er operiert, der Tumor war 9 cm groß. Angeblich waren keine Metastasen vorhanden. Bis auf einen Befallenden Lymphknoten wurde alles entfernt.Er wurde zur Vorbeugung 3 Monate mit den Chemotabletten Ixoten behandelt.Trotzdem ist sein ganzer Allgemeinzustand ziehmlich schlecht,ernimmt immer noch ab und hat unheimliche Schmerzen.zur Zeit bekommt er ein Morphinpflaster.Woher kommen die starken Schmerzen, vorallem im Rücken. Wir wissen nicht ob die Ärzte meinem Vati die Wahrheit sagen, da wir eigentlich auch Angst davor haben genau nachzufragen.Außerdem ist es durch den starken Husten zu einem Narbenbruch gekommen(am Brustschnitt-unterhalb des Rippenbogens), jedenfalls nehmen wir das an, mein Vati will das den Ärzten nicht zeigen. Ich glaube er hat Angst davor was sie sagen. Weiß jemand wie ein Narbenbruch behandelt wird und ob es normal ist, daß nur vorsorglich eine Chemo mit tabletten gemacht wird?
mfg
Danke für Eure Antworten
Angela