PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Therapie mit Zoladex


Hoffnungsvoll
30.06.2008, 18:03
Ein "Guten Abend" an alle Frauen im Forum. Melde mich zum ersten Mal und es wäre schön, Hinweise zu folgender Frage zu bekommen. Wer von Euch hat Erfahrung mit der Therapie mit Zoladex und einem Aromatasehemmer? Mit meinen 45 Jahren bin ich noch vor den Wechseljahren gewesen und nun stellt sich mir die Frage der Verträglichkeit von Zoladex / Aromatasehemmer. Diese sind eigentlich nur für Frauen nach den Wechseljahren bestimmt.
Ich danke Euch sehr für Hinweise. Vorerst allen alles Gute :)
Eure Hoffnungsvolle

damali
01.07.2008, 08:26
Hallo Hoffnungsvoll,
Ich bin 42 Jahre alt und noch vor den Wechseljahren und hatte zu Therapiebeginn 2007 meine Gyn gelöchert, da ich statt Tamoxifen (ein Antiöstrogen) lieber Arimidex, also einen Aromatasehemmer, bekommen wollte. Meine Gyn sagte mir damals, es gäbe keine Zulassung für Arimidex in Verbindung mit Zola, ich solle warten, bis ich mit Zola durch bin und dann umsteigen.
Mittlerweile denke ich aber, dass Tamoxifen besser verträglich ist, aber da bin ich mir nicht sicher, das ist nur so ein Eindruck aus Gesprächen.
Liebe Grüße und Dir auch alles Gute
Damali

Bianca 27
01.07.2008, 12:21
Hallo Hoffnungsvolle,

ich meld mich mal, weil Du sonst noch keine Antwort auf Deine Frage der Verträglichkeit bekommen hast.

Ich bin heute30. Seit meinem 27 Lbj. ist der Bk incl einer Großfamilie an Metas mein ständiger Begleiter.

Anfangs hab ich, nach der ersten Chemo, Tam und Zola bekommen.
Meinen Metas hat das aber gar nix ausgemacht, d.h. sind mächtig gewachsen und zusätzlich gab es noch ein paar große neue obendrauf.
Daraufhin hat man beides wieder abgesetzt und ne neue Chemo probiert.
Währenddessen hab ich meine Periode wieder bekommen- also kam Zola wieder ins Spiel.

Ich mach jetzt mal nen Großen Sprung von 1 1/2 Jahren-

nach der letzten OP, ging es mir so mies, das ich akut keine Chemo bekommen konnte- hätte ich einfach net gepackt-
daraufhin kam mein Onko auf die prima Idee, mit Arimidex zur Zola, die chemofreie Zeit zu überbrücken, damit wenigstens ein bisserl ein Hürde für meine lästigen Untermieter besteht.

....und siehe da-
meine Metas mögen Arimidex net- nein , nein...

Also bekommen ich die Kombi jetzt schon seit letzten November.
Will nicht heißen, daß ich jetzt keine metas mehr hab- aber sie verhalten sich momentan recht zahm- mehr will ich ja gar nicht.

... so viel zu meiner Geschichte.
Interessiert Dich viellciht gar nicht- nun gut- kannst ja quasi dran vorbei lesen ;) .

Unter Tam und Zola, gab es jede Menge Hitze, Schweißausbrüche, trockene Schleimhäute,keinen Schlaf und vor allem- ständig aua Knochen. Ich konnte manchmal weder aufstehen noch laufen usw

Unter Arimidex und Zola- wäre ich anfangs fasst verrückt geworden. Die ersten nächte habe ich kein Auge zu getan- also gaaar nicht geshclafen, bis ich wie so ein Zombie rumgegesistert bin. Außerdem, unvermutete Heulanfälle usw.
Das war was für hmmm- ich glaub so knapp 2 Wochen.

Jetzt gehts mir prima.
Na ja- trockene Schleimhäute, und manchmal bisserl Hitze- aber wir haben ja auch sommer, sind bei prima inbegriffen. Außerdem schieb ich ab und an Knochenweh- besonders Rücken und Hände, aber nur manchmal auch gerne mal Auf Arimidex- einer muß ja Schuld sein.

Unterm Strich- gehts mir mit Arimidex/Zola viel besser.

Ob man diese Kombi in unserem Alter nehmen darf/ soll- oder was es für Studien gibt, ehrlich gesagt interessiert mich das nicht. Ich vertraue voll auf meinen Onko, den ich wirklich prima find. Ich steh auf dem Stanpunkt- der tut nix anderes als dafür zu sorgen,das es seinen BK Patienten gut geht, da wird er mit Sicherheit mehr Wissen und Erfahrung haben als irgendwelche Laien, die mal nen Bericht gelesen haben. -meine persönliche Meinung-
Hauptsache es hilft!

Ich hoffe ich konnte Dir in irgendeiner Form weiterhelfen

LG
Bianca

Hoffnungsvoll
01.07.2008, 18:33
Liebe Damali und Bianca,

habt vielen Dank für Eure Zeilen!
Vertrauen zum Onko ist ja gut, bin mir aber immer noch unsicher, da er gesagt hat, dass ich ja auch mal probieren kann, den AH wegzulassen. Als Laie weiß ich doch nun wirklich nicht, was besser für mich ist. Habe aber im Forum gelesen, dass diese Kombi Zoladex / AH bei vielen Frauen angewendet wird. Bisher habe ich zum Glück noch keine Beschwerden, außer das übliche Müdesein und die Hitzewallungen.

Also Danke und bis bald.
Für Euch alles Gute:pftroest::pftroest:

mascha2600
03.07.2008, 16:21
Hallo Hoffnungsvoll,
muß auch noch kurz meinen Senf dazugeben.
Ich war beim Auftreten der Erkrankung 43 J., also hormonmäßig noch so richtig "dabei". Mein Tumor war ER/PR positiv (80%) und hab nach der OP, Chemo, Bestrahlung mit Tam angefangen. Da ich aber auf keinen Fall Zoladex wollte - ich hatte mir die Spritze vorher angeschaut u. irgendwo im Forum gelesen, dass das implantieren des Medikaments so ähnlich sei wie (scil) "wenn ein Hund gechipt wird".
Ich hab mir dann im Februar 08 die Eierstöcke entfernen lassen und muß heute sagen, dass ichs immer wieder tun würde.
Unter Tam hatte ich heftigste (!!) Wallungen - ich sah immer aus wie geduscht -, Depris etc.
Nach der Eierstock-OP wurde ich auf Arimidex umgestellt und es geht mir echt gut damit. Wenn die morgendliche Tabletteneinnahme und meine kurzen Haare nicht wären, würd ich manchmal glatt vergessen, dass ich noch vor einem Jahr mitten in der Chemo war.
LG Chris

Hoffnungsvoll
04.07.2008, 09:39
Hallo Chris,

danke für deine Zeilen. Schön, dass es dir jetzt gut damit geht. Genau dieses Thema werde ich demnächst mit meinem Onko besprechen. Übrigens, mein "Trick" bei der Zoladex: ich gucke einfach gar nicht hin, liege dabei mit angewinkelten Beinen und ruckzuck ist das erledigt.
Alles Gute!

Hoffnungsvoll