Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auffälligkeit bei Mammographie
Hallo,
brauche mal euren Rat, bin eigentlich im Forum für Gebärmutterkrebs, aber diesmal geht es um meine Mama.
Sie rief mich gestern völlig aufgelöst an und sage das man bei der Mammographie wohl eine Auffälligkeit gefunden hätte und das sie heute wieder dort erscheinen soll.
Jetzt meine Frage: Ich fahre nachher mit ihr dorthin, könnt ihr mir ein paar Tips geben worauf wir achten müssen, bzw. wonach wir unbedingt fragen müssen. Und woran erkenne ich das der Arzt wirklich gut ist und versteht was er tut? Was sollten wir auf keinen Fall machen?
Wäre euch dankbar für eine Antwort.
LG Kati
mausbaer_1970
28.08.2008, 10:38
Liebe Kati,
bitte nicht gleich den Kopf verlieren. Das kann alles oder auch nichts sein. Ich denke die werden heute besprechen ob eine Biopsie gemacht wird oder noch andere bildgebende Untersuchungen.
Ich drücke Euch die Daumen daß es "Nichts Böses" ist.
Liebe Grüße Alexandra
Hallo Kati,
tut mir sehr leid, dass Deine Mama und auch Du jetzt diesen Druck habt.
Ich kann Deine Fragen sehr gut nachvollziehen. Ihr wollt nichts übersehen und alles richtig machen und richtig bzw. optimal gemacht wissen.
Bitte bedenke auch, ich will jetzt nichts Falsche sagen, dass 80% aller Brustveränderungen gutartig sind. Hier allerdings im Forum kriegst Du ja nur mit den Leuten Kontakt, die zum kleinen Anteil gehören. Und das wirkt irgenwie viel. Denke an die weitaus größere Zahl, mit gutartigem Ergebnis.
Ich hoffe, dass noch andere antworten werden, weil ich lediglich meine Erfahrungswerte zum Besten geben kann. Nimm es mir bitte nicht übel, wenn ich allzu gründlich schreibe, da ich nicht einzuschätzen weiß, wie weit Du durch eigene Erfahrungen schon Fach-Frau geworden bist.
Muss vorausschicken, dass meine Mammographiebilder nichts gezeigt haben, wohl aber die Ultraschalluntersuchung, die der Radiologe sehr gründlich gemacht hat. Auch das Abtasten war weit besser und gründlicher, wenn ich mit meiner Gyn vergleiche.
Ich hatte das Glück, dass die MTA, die die Bilder gemacht hat, mir auf Anfrage eine Empfehlung für das Klinikum gemacht hat, wo ich sehr mit zufrieden war.
Dafür waren zwar Wege von mehr als 70km nötig, aber ich bin froh über meine Wahl.
Wurde bei Deiner Mutter dort eine Ultraschallu. gemacht? Kann man mit dem Arzt gut reden? Ihr könnt ihn doch auch ohne weiteres fragen, wie groß seine Erfahrungen auf diesem Gebiet sind.
Lasst Euch das Bild nochmal genau erklären, zeigen.
Fragt nach, welche Untersuchungsmethoden als nächstes in Frage kommen können.
Bei mir wurde ein Knoten gestanzt. Auch da gibt es ganz verschiedene Methoden.
Dann hatte ich 2 MRT (Magnetresonanztomographien) mit einem Kontrastmittel. Je schneller sich das Mittel in einem Knoten anreichert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit von Bösartigkeit.
Ich bin mit meinem Radiologen sehr zufrieden. Habe ihn in der Nachsorge schon etwas verfrüht aufgesucht, Mammographie wollte er wegen Wiederaufbau mit Eigengewebe im Februar noch nicht machen. Ich war allerdings sehr neugierig auf seine Beurteilung eines kleinen Knotens ganz außen, in der nicht betroffenen Brust. Andere Ärzte hatten diese Erscheinung immer als nebensächlich bzw. nicht so wichtig erachtet.
Er machte nur Sonografie und entdeckte an der operierten Brust Veränderungen im Narbengewebe. Ebenso, wie den kleinen Knoten rechts hält er es aber nicht für auffällig im Sinne von Lokalrezidiv oder Krebstumor.
Das hat mich mittelbar beruhigt.
Wenn ich jetzt Ende September die Mammo machen lassen kann, werde ich ja wieder eine Sono kriegen und dann können wir vergleichen.
Es wird bei Eurem Besuch bestimmt passieren, dass dann noch nicht die Fragen kommen, die erst später auftauchen, wenn es gesackt ist. Ist ja kein Grund nicht nochmal nachzufragen.
Zeitliche Abläufe zu wissen waren mir auch immer ganz wichtig.
Je nachdem, wie ihr, Deine Mama gestrickt ist, ist viel oder wenig Wissen notwendig. Prüft zunächst, was ihr braucht.
Wichtig ist schon mal, dass ihr zu zweit seid. Mehr Ohren und mehr Gehirn.
Mehr fällt mir partout nicht ein.
Ich drücke Dir und Deiner Mama die Daumen, denke an Euch.
Meldest Du Dich zurück, wenn es für Dich/Deine Mama o.k. ist?
Liebe Grüße
Ute
Hallo,
Meine Daumen sind auch gedrückt.
Ich glaube jeder kann nachvollziehen was ihr jetzt fühlt.
Liebe Grüße Ramona
mischmisch
28.08.2008, 18:14
Oje. Kati,
es ist hoffentlich ein gutes Zeichen, dass du dich noch nicht gemeldet hast?
Ich wünschs Euch sehr.
LG mischmisch
Hallo an alle,
erst mal vielen Dank für eure Antworten.
Wir waren vorhin bei der Ärztin und wenn ich es richtig beurteile dann sieht es nicht so gut aus.
Also in der rechten Brust hat man 2 Knoten gefunden (ca.2 und 1,5 cm), die sie dann auch tasten konnte.
Linke Brust ein Knoten (ca.1 cm).
Auch in der Sonographie die man dann gemacht hat waren alle 3 Knoten zu sehen.
Dann haben sie gleich Biopsien entnommen und am Donnerstag nächster Woche müssen wir zur Befundbesprechung.
Meine Mutter ist total fertig und nur noch am heulen und mir geht es auch nicht viel besser.
Habe die Ärztin dann konkret gefragt was sie meint zu den Knoten und sie sagte dass es schon alles sehr auffällig ist und nicht gut aussieht.
Was sollen wir jetzt nur machen????
Kati
Hallo Kati,
es tut mir leid, dass Euch die Angst so umtreibt.
Ich hoffe, ihr schafft die Zeit bis zur Befundung einigermaßen gut.
Diese Warterei und die vielen möglichen Wege, die auf Euch zukommen könnten schütteln Euch jetzt sicher stark.
Wenn ich darf, schreibe ich Dir noch ein bißchen von mir.
In meiner linken Brust, die mit dem Krebs gab es auch, bevor der dritte Tumor entdeckt war und es noch so aussah, dass die Brusterhaltung angestrebt werden konnte, wurde mittig auf 12 Uhr ein weiterer Knoten gesichtet, der eine Abnahme der Brust erforderlich gemacht hätte.
Dieser Knoten wurde gestanzt und war gutartig!
Und was ein Krebs vom anderen unterscheidet sind die vielen Klassifikationen, die Grade, je nach Schwere, in der er eingeteilt wird.
Da hatte ich Glück. Die drei Tumore waren nicht aggressiv im Wachstum und die Krebszellen den gesunden auch noch ziemlich ähnlich.
Ich weiß seit Dezember 07 von einem kleinen Knoten rechts außen. Alle schienen sich wie verbohrt auf die linke Brust zu konzentrieren. Und nach ein paarmal Nachfragen habe ich das Gleiche getan.
Der Knoten ist noch da, aber er wurde von dem Radiologen, dem ich vertraue als Atherom (Grützbeutel) eingestuft.
Und die Stelle im Narbengewebe werde ich auch weiterhin kontrollieren lassen.
Bei meiner Korrekturop am Anfang der Woche hat mir der Plastiker gesagt, dass ich die selbstauflösenden Nähte nicht vertrage und mit starker Narbenbildung darauf reagiere. Es könnte also gut sein, dass das solch eine Narbenwucherung ist.
Noch eine Erkenntnis, die ich im Laufe der Zeit gefunden habe:
Meine große Angst vor der Verstümmelung, der Versehrtheit hat nur für die Zeit gegolten, wo ich die kleine, knapp 2cm große Narbe nach der Probeexcision hatte.
Alle weiteren Narben waren keine Erschwerung dieses Empfindens, sondern eher ein akzeptierender Umgang.
Meine Erkrankung und mein Umgang damit, haben mich stark gemacht, haben mir bewusst gemacht, für mein Leben, für mich, sorgen zu wollen.
Das soll nicht heißen, dass ich nicht auch jetzt noch immer wieder Tiefs habe.
Doch ich habe z.B. Dinge umgesetzt, zu denen mir vor 2 1/2 Jahren noch die Reife/Mut fehlte.
Ich wünsche Dir, Deiner Mutter, Deiner gesamten Familie immer wieder auch Kraft zum Wachsen. Ihr habt Euch, das ist viel wert.
Ihr werdet hier auch immer aufgefangen sein, Fragen stellen können und Euch auslassen können, so viel ihr mögt und braucht.
Liebe Grüße
Ute
Hallo Kati,
auch mir tut es sehr leid, dass es sich nicht einfach schnell als harmlos erwiesen hat - und dass Ihr nun erstmal eine ganze Woche auf den Befund warten müßt. So blöd das klingt, die Wartezeit zerrt vielleicht am meisten an den Nerven. Man will optimistisch sein, traut es sich aber kaum, damit man nicht allzu tief fällt, wenn das Ergebnis doch bösartig sein sollte. Realistisch will man auch sein, aber dann doch nicht zu negativ denken...
Die Woche ist bestimmt eine harte Aufgabe für Euch.
Mit haben in der Phase besonders 3 Dinge geholfen:
- ich habe nach der ersten durchgeheuten Nacht versucht, so gut wie möglich den normalen Alltag beizubehalten, das hat mir in gewissen Weise ein Sicherheitsgefühlt gegeben ("es ist ja gar nichts passiert, alles normal...")
- und besoders klasse war meine Gyäkologin, die mich zur Mammographie/Biopsie geschickt hatte. Ich habe danach auf Anraten einer Freundin mit ihr telefoniert, von dem starken Verdacht berichtet und einfach mal gefragt, was im Fall der Fälle auf mich zukommen würde.
Sie hat mir ganz ruhig und ausführlich die evtl. bevorstehenden Schritte erklärt, mir Tipps gegeben für die Auswahl eines Krankenhauses usw.
Mir hat das Gespräch unglaublich gut getan, weil ich plötzlich nicht mehr so sehr in der Luft hing und im Kopf nicht mehr alles ganz so panisch durcheinander ging. Ich konnte mich langsam auf konkrete Schritte einstimmen und dabei immer noch hoffen, dass sich der Verdacht nicht
bestätigt.
Sie hat mir z.B. auch gesagt, dass Knoten bis zu 2cm in die Kategorie "klein" gehören. Auch die Aussage tat mir gut, weil ich die gemessen 1,5 cm schon als schrecklich groß angesehen hatte.
-und natürlich liebe Menschen, die ein bißchen auf mich aufgepasst haben
Das scheint ihr beiden ja auch sehr gut zu machen! Es hilft Deiner Mutter sicher auch sehr, dass Du mit Ihr zu dem Termin gegangen bist.
Ich drücke ganz fest die Daumen, dass ihr erstmal die Woche gut übersteht!
Und das Forum kann viellecht ein wenig dabei helfen.
Viele Grüße
Petra
Guten Morgen,
erst nochmals vielen dank für eure Unterstützung, es tut gut ein paar aufbauende Worte zu hören.
Leider klappt das nicht so ganz mit dem nicht verrückt machen und positiv denken, denn die Worte der Ärztin waren schon ziemlich eindeutig und ich denke es geht jetzt nur noch darum es schwarz auf weiß zu haben und die Tumore genau zu Klassiefizieren.
Hab mal noch ne Frage: Muss man nicht die Lymphknoten auch untersuchen und biopsieren? Oder wird das erst später gemacht wenn der Befund der Tumore da ist.
Vielen Vielen Dank für eure Hilfe!
Kati
Hallo Kathi,
es gibt verschiedene Methoden mit den Lymphknoten,da wäre es besser estr den Biopsiebefund abzuwarten und dann sich genau aufklären zu lassen.Bei mir war es so das die Sentinelknoten festgelegt wurden,bei derBrust OP entnommen wurden,sofort untersucht wurden und noch während dieser OP entschieden wurde,wie weiter operiert wurde.
Ich weiss den Befund abzuwarten ist schrecklich,auch mir ging es damals so.Ich habe dann versucht mich zu informieren(Internet/Forum)wie es weitergehen könnte,wenn es Krebs ist.So war ich etwas darauf vorbereitet was auf mich zukommen könnte.Und die Hilfe hier,so wurde ich doch etwas ruhiger.Versuche deine Mutter zu unterstützen,und sage ihr egal ob gut oder böse,es ist zu schaffen,wir haben das hier auch geschafft.
Gut jetzt wo ich es hinter mir habe ist es leicht gesagt,letztes Jahr war ich wie deine Mutter.Ich habe eine 17jährige Tochter,und ich war froh das ich sie hatte,denn auch sie hatte sich informiert,gelesen im Internet und sich Bücher über BRustkrebs in der Schule ausgeliehen(sie macht ihr Fachabitur in Gesundheits-und Sozialwesen und somit an der Quelle).
Also ich wünsch Euch alles Gute und hilf ihr so gut es geht,
und ihr könnt hier jederzeit fragen stellen.
LgTina
Kathi, hallo,
ich stimme dem zu, was Tina gerade sagte.
Lasst Euch ein wenig Zeit "Fachfrauen" zu werden. Der Schock dieser Nachrichten muss erst verkraftet werden.
Es gibt so viele Wege, die nun auf Euch zukommen KÖNNTEN, könnten, Kathi.
Es gibt so viel zu speichern. Eure Psyche steht jetzt erstmal unter Beschuss.
Gebt ihr nicht noch mehr zu futtern, durch zuviel Input.
Eine Frage, die zu stellen wäre, fällt mir aber gerade noch ein:
Mit einer Empfehlung eines Brustzentrums solltet ihr jedoch, wenn es diesen Weg geht, nachhaken, ob die dort auch nach der sog. Sentinelmethode arbeiten. Gibt immer noch Einrichtungen, die das wohl nicht tun.
Mittlerweile schießen sog. Brustzentren, wo sich zum Beispiel mehrere Krankenhäuser einer Region zusammenschließen, aus Profitgründen.
Ob das dann immer das optimale ist, weiß man oft erst hinterher.
Auch Krankheit ist leider, nur ein Geschäft.
Kathi, auch eine schon negative Tendenz, schließt doch positive Einstellungen nicht aus.
Ich habe mir immer wieder auch Situationen durch den Kopf gehen lassen, die für mich schlimmer gewesen wären, damit ich mit dieser Konfrontation besser klarkam.
Hört sich vielleicht idiotisch, so wie es Euch zur Zeit geht.
Ich war manchmal fast dankbar dafür, dass ich "nur" Krebs hatte. Menschen, die einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder einen Unfall erleiden, haben nicht die Möglichkeiten:
mit lieben Angehörigen zu reden, sich auszutauschen;
Termine für Untersuchungen selbsbestimmt mitzuplanen;
noch Zeit zu haben eine Tasche fürs Krankenhaus zu packen, auch mit Dingen, von denen man weiß, dass sie einem guttun;
In der Hoffnung, dass ihr Erklärungen oder andere Dinge finden werdet, die Euch jetzt entlasten könnten......
Liebe Grüße
Ute
Hallo,
Es tut mir sehr Leid das ihr noch mal warten müßt.
Diese Ungewissheit macht einen verrückt.
Mir ging es damals auch so,ich hab viel geweint war zornig und hab immer gefragt, warum ich.
Jetzt nach einem Jahr geht es mir wieder gut und es ist fast so wie vor der erkrankung,nur die Angst vor einem Rückfall ist noch da.
Jetzt wartet erst mal den Befund ab und "wenn" es denn bösartig ist sucht euch ein gutes Brustzentrum.
Ich drück euch ganz fest die Daumen.:knuddel:
Liebe Grüße Ramona
mausbaer_1970
29.08.2008, 13:21
Hallo Kathi,
ich hoffe es geht Euch einigermaßen. Ich weis was Du und auch Deine Mama jetzt gerade durchmacht - war in der gleichen Situation vor 1 1/2 Jahren. Auch wenn das momentan für Dich kein Trost ist - glaube mir, es wird besser und auch Du wirst wieder ruhiger und in Richtung Normalität zurückkommen. Warten auf Ergebnisse - furchtbar - versucht einigermaßen Euch abzulenken. Raus an die frische Luft, evtl in Cafe oder ein Stadtbesuch - irgendwas, damit ein bischen anderes Thema wird. Es hilft - glaube mir.
Alles Liebe und Gute
Alexandra
Liebe Kathi,
was die "Fachfrauen" angeht, liegt Ute sicher richtig.
Lasst Euch ein wenig Zeit "Fachfrauen" zu werden. Der Schock dieser Nachrichten muss erst verkraftet werden.
Es gibt so viele Wege, die nun auf Euch zukommen KÖNNTEN, könnten, Kathi.
Im Moment macht es nicht so viel Sinn, zuviele Infos einzuholen, weil es einfach noch zu wenig konkrete Aussagen im Fall Deiern Mutter gibt.
Es gibt so viele Varianten und Besonderheiten, die erst klar sein müssen, bevor ein weiterer Ablauf entscheiden werden kann.
Erst, wenn das ERgebnis da ist und besser klassifiziert, kann man gezielter lossuchen und dabei all die Themen meiden, die für den eigenen Fall gar nicht relevant sind und nur unnötig Unruhe schaffen.
Und hallo Ute,
mit lieben Angehörigen zu reden, sich auszutauschen;
Termine für Untersuchungen selbsbestimmt mitzuplanen;
noch Zeit zu haben eine Tasche fürs Krankenhaus zu packen...
den Gedanken finde ich gut. In der ganz akuten Situation konnte ich das zwar noch nicht so sehen, aber inzwischen bin ich für genau diese Dinge auch sehr dankbar. Nach dem ersten Schock wirken sie einfach ein wenig beruhigend und geben das Gefühl, dass man die Situation kontrollieren und steuern kann, statt einfach plötzlich ausgeliefert zu sein.
Meine Ärztin hat nach der Diagnose zu mir gesagt "BK ist kein Notfall. Sie können und sollten sich ein bißchen Zeit nehmen, alle sacken zu lassen und sich in Ruhe seelisch und rein praktisch auf alles vorzubereiten" Ich habe mir 1 Woche Zeit gelassen und die hat wirklich gut getan.
Kathi,
die Daumen werden weiter gedrückt!
Viele Grüße
Petra
Guten Morgen ihr Lieben,
wir haben uns jetzt erst mal etwas beruhigt nachdem der Erste Schock vorbei war. Hab auch zu meiner Mutter gesagt wir werden jetzt erst mal die Ergebnisse am Donnerstag abwarten und dann sehen wie es weiter geht.
Aber könnt ihr mir vieleicht ein paar Tips geben, auf was wir am Donnerstag achten müssen und welche Fragen wir unbedingt stellen müssen bzw. sollten?
Hab mir schon mal ne kleine Liste gemacht die ich mitnehmen werde, man ist ja so aufgeregt, das man sonst die Hälfte vergisst und es einem zu Hause erst wieder einfällt.
Ich möchte mich auch nochmal bei euch allen für eure Antworten bedanken. Es tut gutwenn man nicht allein ist.
Liebe Grüße
Kati
Guten Morgen, liebe Kati,
ich finde es toll, wie Du Dich kümmerst! Für Deine Mama ist es das allerwichtigste, dass Du ihr zur Seite stehst und sie nicht alleine ist. Glaub mir.
Es hilft auch, wenn sie mit Dir über alles reden kann (und ich denke, das tut sie ja auch). Es gibt nichts schlimmeres, als mit diesem Verdacht/Diagnose allein zu sein, niemandem etwas sagen oder fragen zu können. Ich war damals ziemlich alleine und es war die Hölle.
Also, kümmere Dich um Deine Mom und lenke sie auch ein bißchen ab, soweit das geht. Ihr könnt momentan nichts anderes machen.
Euch im Vorfeld zu informieren ist ziemlich schwierig und kann unter Umständen alles nur verkomplizieren und Angst machen. Denn ohne genaue Klassifikation wisst Ihr ja gar nicht, was für Euch wichtig ist. Und auch mit genauer Klassifikation ist es noch schwierig genug, denn es fehlt Euch der "medizinische Filter". Dazu sind die Ärzte da. Ich glaube, es gibt hier im Forum eine Liste mit den Brustzentren, schau mal nach.
Wenn Ihr am Donnerstag den pathologischen Befund habt, dann stelle Deine Fragen hier noch mal rein. Mit der Klassifikation können die betroffenen Frauen hier eher etwas anfangen und Euch brauchbare Antworten geben.
Sinnvoll ist es auf jeden Fall, alle Befunde kopieren zu lassen und zu sammeln. Die braucht man später immer wieder. Also legt gleich eine Mappe an und alles, was untersucht wird, kommt als Kopie da rein. Ich habe mir damals auch einen "Terminkalender" angelegt und alles aufgeschrieben: Wann war welche Untersuchung, welche Chemo usw. Das mache ich heute noch (Nachsorgeuntersuchungen). Man wird doch immer wieder mal gefragt, wann was war.
Das klingt für den Moment nach "herzlich wenig", was man tun könnte, aber alles andere macht zum jetzigen Zeitpunkt wenig Sinn. Das weíß ich aus eigener Erfahrung. Die Warterei bis zum Befund ist halt das schlimmste. Man hat so ein Gefühl der Ohnmacht. Ich kann das gut verstehen.
Ich wünsche Euch viel Kraft und lenkt Euch ein bissel ab. Gerne kannst Du mich auch mit einer PN kontaktieren. Ich helfe gerne weiter, wenn ich kann.
Liebe Grüße
Luna
mischmisch
01.09.2008, 12:49
Liebe Kati,
dem was Luna dir geschrieben braucht man eigentlich garnichts hinzuzufügen.
Das mit den Kopien mach ich auch heute noch und das solltet ihr auf jeden Fall tun.
Es ist auch überhaupt kein Problem mehr sich z. B. vom Hausarzt von den bei ihm eingehenden Befunden Kopien machen zu lassen.
Die meisten Fragen werden wohl am Donnerstag auf euch einstürmen und vielleicht kannst du ja den Arzt dort um eine Fon-Nr. fragen falls ihr noch Fragen habt.
Und hier ist immer jemand unterwegs, der schon dort war wo ihr jetzt leider
seid.
Die Tage bis Donnerstag werden lang sein, aber sie gehn irgendwie rum und dann geht es Schritt für Schritt weiter .
Du denkst sicher: Das ist leicht gesagt, aber glaub mir, wenn man einmal dort war vergisst man es nicht.
Ich wünsch Euch für Donnerstag das Beste.
Ganz liebe Grüsse an eine tapfere Tochter
von mischmisch
Hallo Ihr,
Ihr habt sicher Recht damit das das alles im Vorfeld der Diagnose nicht so viel bringt alle Infos aufzusaugen die es gibt.
Kann nur nicht so recht über meinen Schatten springen und abwarten. Bin selber Krankenschwester (aber BK ist halt nicht mein Fachgebiet), und deshalb muss ich immer alles ganz genau wissen und mich informieren.
Mach ich auch in meinem Fachgebiet so... wenn am Tag irgendwelche sachen auftauchen über die ich nicht genau bescheid weiß, dann lese ich Abends vor dem Schlafen halt noch nach.
Finde nichts ist schlimmer als nicht informiert zu sein und sich blind auf Ärzte verlassen zu müssen.
Werd versuchen mich bis Donnerstag zu gedulden (hab dann sicher noch genug um nachlesen und fragen)
Danke
LG Kati
Ja Kati,
die aus dem Medizinischen Bereich kommen, dass sind die "Schlimmsten" :D
Will damit sagen, dass ich manchmal darüber nachgedacht habe, ob eine gewisse Unkenntnis, eine Ohnmacht vor dem Unverständnis von Fremdwörtern mich vielleicht hätte "ruhiger", weil unwissender, sein lassen.
Ich weiß für mich aber ganz genau, dass das meine Art ist, alles bis ins Kleinste zu wissen und zu verstehen. Das war mein Ding.
So habe ich es so weit getrieben, mit Fragen, die mir am Herzen lagen, dass der Assistenzarzt für die Antwort nochmal beim erfahreneren Arzt nachhaken musste.
Das war meine Art mich zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.
Es hat mich nicht davor bewahrt, was mir gerne gelungen wäre, alles, was mich betraf, hundertpro zu realisieren und zu reagieren.
Als Betroffene bist Du eben doch belastet und das eigene Bewusstsein macht schon mal zum eigenen Schutz zu.
Da alles einprägen aber nicht geht, nicht so in allen Einzelheiten, habe ich den Weg gefunden, mir bei den Dingen, die auf mich zukommen könnten, einen groben Überblick zu verschaffen.
Mehr aber nicht. Erst wenn die nächste Behandlung anstand, habe ich mich draufgestürzt.
So habe ich z.B. keine große Ahnung von Strahlentherapie und auch nicht von Chemotherapie. Die brauchte ich nicht.
Wäre es auf mich zugekommen, könnte ich Dir jetzt vermutlich das Innenleben eines Linearbeschleunigers erklären.
Ich hoffe, dass ich das niemals kann.
Kati, Du wirst das so machen, wie es für Dich stimmig ist. Weil ich die Betroffene war, kann ich in keiner Weise nachvollziehen, wie es sich als Angehörige anfühlt und auswirkt.
Ich wünsche Dir viel Erfolg fur Deinen/Euren Weg.
Liebe Grüße
Ute
Zwei Tage noch, dann wisst ihr mehr. Ich denke an Euch.
mischmisch
02.09.2008, 11:27
Hallo Kati,
hab gerade dein letztes Posting gelesen und musste den Kopf schütteln. (über mich)
Hab ichs einfach nur vergessen?
Auf jeden Fall fiel mir wieder ein wies damals bei mir war: kaum hatte ich den Knoten ertastet sass ich auch schon am PC (ich konnte vorher grad mal ne mail schreiben) und machte mich täglich schlau und sass oft bis Nachts um 4 Uhr.
Als es hiess: zur Biopsie und später bei jedem neuen Wort (aber auch ohne)
glühte mein Computer.
Mir hat dieses "Wissen" oder auch "Halbschlaumachen", wie immer man es nennen will sehr geholfen, allem voran der KK.
Lieber Gruss
mischmisch
Hallo Ute, Hallo Kathi,
nicht nur die die aus dem medizinischen Bereich kommen sind die sclimmsten,ich war es ja auch(bins immer noch):D
Wie ich schon geschrieben hatte,auch ich hab mich auf alles gestürzt um genau Bescheid zu wissen was auf mich zukommen könnte,denn niur so konnte ich aus dem berühmten Loch klettern in das ich bei der Vermutung fiel(bereits bei der Mammographie wurde mir gesagt"höchstwahrscheinlich bösartig").Also ich kann die jenigen gut verstehen die nicht einfach warten können und alles andere auf sich zu kommen lassen.Ich musste auch etwas informierter in die nächsten Schritte gehen.
LG Tina
Hallo Ihr,
hab grad Nachtdienst und bin total nervös wegen dem Termin(14.30) mit meiner Mama nachher.
Werd mich dann heute Abend melden und euch berichten was rausgekommen ist.
Hoffentlich ist es nicht so schlimm.:huh::huh::huh:
Vielen Dank für eure Unterstützung.
Bis nachher
Eure Kati
Hallo Ihr,
war bis jetzt im Stress, deshalb melde ich mich erst jetzt, aber vieleicht ist ja noch jemand wach und kann mir helfen.
Kann die Befunde noch nicht richtig deuten, aber lt. Ärztin nicht so gut.
Schreib sie mal einfach, vieleicht kann mir einer von euch was dazu sagen.
rechts I :
Invasiv-duktales Mammacarcinom mit DCIS II
EWGBSP04-Kategorie: B5b
rechts II :
ebenso wie I
links I:
Invasiv-lobuläres Mammacarcinom
EWGBSP04-Kategorie: B5b
so steht es im Brief, habe aber auch die Patho-Befunde vorliegen falls ihr noch andere Infos braucht.
Währe sehr dankbar für Antworten. Wir sind ziemlich durcheinander und müssen das alles erst mal verdauen.
Vielen Dank
Eure Kati
Hallo Kati,
tut mir leid, dass es jetzt doch Krebs ist.
Musste mich gerade selber kundig machen, da ich selber drei Knoten eines invasiv duktalen Krebses in meiner linken Brust hatte, mit DCIS-Komponente.
duktal betrifft die Milchgänge (ca. 80% aller Tumore)
lobulär die Drüsenläppchen (ca 10-20%)
Habe mich gerade kurz eingelesen und muss sagen, dass es auch im lobulären Bereich Unterguppen und -arten gibt, wie bei der duktalen Sorte
Bei beiden Arten mit den vielen Unterarten gibt es statistische Überlebenswahrscheinlichkeitsdaten und Rezidivraten, die wiederum von der Behandlung abhängig sind......................
Und letztendlich wirst Du/Deine Mama sich in keiner wiederfinden können, weil
es den einen Krebs und den einen Weg nicht gibt.
Es ist alles individuell!
Mehr kann ich aus Deinen Daten nicht entnehmen. Weitere Faktoren zum Grading, die sog. Tumorklassifikation, sind wichtig.
Ist es ein schnell wachsender, überxpressiver Tumor, sind die Zellen noch den "gesunden" ähnlich, oder schon hochdifferenziert, ist er hormonpositiv?
Andere Zahlen wären noch nötig, Kati.
Einige der Seiten beim googeln hauen Dich mit Fakten und Zahlen um, als wären die Schreiber Roboter gewesen und keines Gefühles mächtig.
Ich hoffe, Du kriegst noch Unterstützung.
Liebe Grüße
Ute
Liebe Kati,
wir hätten Euch wohl alle von Herzen eine andere Diagnose gewüscht, es tut auch mir sehr leid, dass der Verdacht sich nun bestätigt hat.
Zu Deinen Daten kann ich auch nicht viel mehr sagen als Ute. Vielleicht noch zu der Abkürzung DCIS: das steht für Ductales Carcinoma in situ und wird auch als Krebsvorstufe bezeichnet.
Letztlich ist es wohl aber so, dass Ihr nun erstmal mit den Ärzten den ersten Schritt, der ja vermutlich eine OP sein wird, planen müßt. Also wann, wo, wie.
Danach erst -so war das zumindest bei mir- kann die genaue Klassifikation erfolgen. TNM-Klassifikation, das hast Du sicher schon gehört.
Nach einer OP wird das entnommene Gewebe wieder histologisch untersucht und kann eingestugt werden: Größe, Grading, sind Lymhknoten befallen. Außerdem wird sicher durch weiter Untersuchen geprüft, ob es bereits Metastasen an anderer Stelle gibt.
Sprich: Ihr werdet immer wieder warten müssen auf Ergebnisse. Das zehrt an den Nerven, aber ich denke es ist ganz gut, sich darauf ein wenig einzustellen.
Kati, wenn Du vorher unbedingt mehr Informationen lesen möchtest, solltest Du auf "gute" Seiten im Internet schauen und nicht einfach nach Begriffen googeln. Da findet man zu schnell auch Unsinn, alte Informationen, widersprüchliche Seiten etc.
Gut und fachlich fundiert finde ich z.B die Seiten vom Dt. Krebsforschungszentrum in Heidelberg.
http://www.krebsinformation.de/
Neben den Infos zu einzelnen Krebsarten und Therapien kannst du dort auch spezielle Broschüren bestellen. Es wird auch deine Telefonhotline angeboten, die jeder nutzen kann.
Oder auch auf der Homepage des Krankenhauses, dass ihr vielleicht schon ausgewählt habt? Wenn nicht, auch von mir nochmal der Rat, auf jeden Fall ein zertifiziertes Brustzentrum zu nehmen, damit auf jeden Fall Mediziner mit viel Erfahrung da sind.
Ein letzter Tipp noch: meine Ärztin hatte mir direkt nach der Diagnose empfohlen, einen Termin bei einem Psychoonkologen zu machen. Einfach mit dem Hinweis, dass spezielle psychologische Unterstützung zur Sortierung der Gedanken gerade am Anfang, bevor man mitten drin steckt in Terminen, Therapien, usw. sehr hilfreich sein kann.
Habe ich gemacht und fand das ganz gut, weil ich da auch noch viele Informationen zu den zu erwartenden Abläufen bekommen habe.
Das wichtigste ist sicher zu versuchen, einen Schritt nach dem anderen zu machen, auch im Kopf nicht alles gleizeitig überschauen zu wollen, sondern erstmal das aktuell anstehende Thema, dann das nächste usw.
Sagt sich natürlich wieder viel leichter, als es ist...Aber es hilft!
Für heute gnz liebe Grüße und gute Nerven für Euch!
Petra
mischmisch
05.09.2008, 01:54
Hallo Kati,
war gerade am schreiben, da war Petra aber schneller und niemand könnte es besser sagen.
Das immer wieder Warten auf Ergebnisse zehrt wirklich, ist nicht zu ändern und geht auch irgendwie vorbei.
Es ist jetzt momentan ganz schlimm, da ihr irgendwie im "Niemandsland" seid, es auch nicht weitergeht.
Ich kann da wieder nur Petra beipflichten: Step by Step -
So habe ich es gehalten und es hat mir geholfen immer einen Fuss vor den anderen zu setzen. Ich wusste schon vor der Stanzbiopsie dass ich Krebs habe und hab das damals langsam an mich herangelassen, als ich am Telefon Bescheid bekam war der Schock heftig aber kurz, eigentlich "nur" eine harte Bestätigung. Und dann eben wirklich Schritt für Schritt.
Aber ich weiss, wenn man nicht in deinen Schuhen steckt ist das so einfach gesagt und ich kann dir und deiner Mama nur wünschen dass die nächsten Befunde so gut sind wie es nur geht.
Willst du die Patho-Befunde hier mal reinstellen?
Alles Liebe mischmisch
Guten morgen ihr Lieben,
versuche grad noch die letzen Stunden meines Nachtdienstes rumzukriegen ohne vor Erschöpfung umzufallen (die Nervliche Belastung, Stress auf der Arbeit und nur 3 Stunden Schlaf gestern waren etwas viel).
Werde mal versuchen euch den Patho-Befund zu schreiben:
1. Teils glanduläres, teils solides invasieves ductales Adenokarzinom der Brustdrüsen,mittelgradige, herdförmig schwergradige nukleäre Atypien sowie kleine Anteile eines soliden und kribiformen ductalen Carcinoma in situ mit mittelgradigen Atypien, DCIS II (rechte Mamma unten außen, 7 Uhr, klinisch: drei Stanzzylinder, Herd 1); immunhistologisch kleine Wackstumsfraktion (Ki-67 fokal um 7%) sowie starke Expression des Östrogenrezeptors etwa in 95% und des Progesteronrezeptors etwa in 75% der Tumorzellen. Score nach Elston und Ellis: 6
2. Teils glanduläres, teils soliedes invasieves ductales Adenokarzinom der Brustdrüse, mittelgradige herdförmig schweregradigen nukleären Atypien sowie kleine Anteile eines soliden und kribiformen ductalen Carcinoma in situ mit mittelgradigen Atypien, DCIS II (rechte Mamma unten zwischen den Quadranten, 6 Uhr klinisch: drei Stanzzylinder, Herd 2). Score nach Elston und Ellis: 6.
3. Invasives solides, lobuläres Adenokarzinom der Brustdrüse, mittelgradige nukleäre Atypien sowie ausgedehnte intraepitheliale Neoplasie mit mittelgradigen Atypien (linke Mamma unten außen, 5 Uhr, klinisch: sechs Stanzzylinder); immunhistologisch kleine Wachstumsfraktion (Ki-67 um 5%) sowie starke Expression des Östrogenrezeptors etwa in 95% und des Progesteronrezeptors etwa in 45% der Tumorzellen. Score nach Elston und Ellis: 6
So das ist jetzt schon ziemlich viel, habe noch ein paar Seiten, da die Proben auch von 2 Pathologen untersucht und beurteilt wurden.
Und lauter Tabellen mit irgendwelchen Buchstaben und Zahlen, die für mich im Moment noch ein Buch mit sieben Siegels sind.
Vieleicht könnt ihr mir ja schreiben was ihr noch für Angaben braucht, dann kann ich gezielt suchen und muss nicht 10 Seiten abschreiben.
Zum Beispiel seht noch was von G2, BI-RADS 5, Malignitaetsgrad nucleaer 2, ACR II und so weiter.
Die Empfehlung am Ende des Briefes: Mastektomie mit Sentinel rechts und
BET mit Sentinel links
Vieleicht könnt ihr mir ja was dazu schreiben. Wäre euch sehr dankbar.
Viele liebe erschöpfte Grüße
Kati
Guten Morgen, Kati!
Es tut mir leid, dass ihr eine solche Diagnose erhalten habt. Aber es hilft alles nix, da muss jetzt der Kopf hoch. Sicherlich, wie ich schon einmal gesagt habe, ist es für deine Mom hilfreich und unschätzbar wertvoll, dass du sie unterstützt und dich für sie schlau machst. Das haben andere Betroffene alles alleine machen müssen.
Also, zu den Klassifikationen kann ich nicht allzu viel sagen, denn das war bei mir damals anders durch die neoadjuvante Chemo (vor OP). Dadurch war das Gewebe so vernarbt, dass man den Tumor (der durch die Chemo ja auch nicht mehr so vorhanden war) nicht mehr klassifizieren konnte.
Die Tumore deiner Mom sind wohl hoch hormonrezeptor positiv, was ein gutes Zeichen ist, denn da hat man nach erfolgter Chemo-/Strahlentherapie die Möglichkeit der AHT (hast du hier sicher schon gelesen: Antihormontherapie). Wichtig wäre noch der "HER 2 neu-Status": ist er positiv oder negativ? Das ist ebenfalls eine Prognose, wie nachher therapiert werden kann. Ist er positiv kann deiner Mom Herceptin gegeben werden, was sehr gut anschlägt. Wobei man allerdings sagen muss, dass dieser HER 2 neu Status an sich eine ungünstigere Prognose insgesamt zulässt.
Zu den OP-Verfahren: Eine Mastektomie bedeutet eine komplette Entfernung der Brustdrüse. Eine BET ist eine brusterhaltende OP. Die Sentinelmethode bedeutet, dass während der OP eine Substanz gespritzt wird, die, wenn Lymphknoten befallen sind, diese dann verfärbt. So weiß man genau, ob und welche befallen sind und muss nicht ganze Level herausoperieren.
Liebe Kati, vor allem - und das haben ja schon einige andere Mädels hier gesagt - mach dich immer nur zu den Themen schlau, die deine Mom auch betreffen. Es ist sonst ein heilloses Durcheinander an Informationen, und durcheinander seid ihr schon genug. Die Seiten der Heidelberger Krebsgesellschaft sind wirklich die besten. Auch die Broschüren (die liegen auch in vielen Kliniken aus, das sind solche blauen DIN-A-5 große Hefte).
Den Vorschlag, einen Psychoonkologen zu Rate zu ziehen, halte ich für sehr sinnvoll. Die sehen - wie der Name schon sagt - nicht nur die onkologische Erkrankung, sondern beziehen die Psyche mit ein. Die haben ein ganz anderes Verständnis für das, was jetzt mit deiner Mom alles passiert. "Normale Ärzte" neigen ja oft dazu, alles als eine Art Routine zu sehen (und auch so mit den Patientinnen zu sprechen).
Ich wünsche dir und deiner Mom jetzt ganz viel Kraft und Mut. Ich bin in Gedanken bei euch.
Liebe Grüße
Luna
P.S. am Anfang: Tue es Dir nicht unbedingt an, ist ja soooo viel geworden!!:eek:
Hallo Kati,
Darf ich Dir was sagen? Ich meine es ganz lieb und fürsorglich.
Als ich Dich gestern Abend schreiben sah, habe ich gedacht, dass Dein Nachtwachenrhythmus zu Ende sei und Du Deine (von der Arbeit) wohlverdiente Pause hättest.
Ich muss gestehen, dass obwohl mich die Diagnose nicht so tief herunterzog, weil ich durch das fast dreijährige Vermisstsein meines Sohnes eh schon ganz unten war, hatte ich trotzdem Auswirkungen.
Nachts nur noch 1-1/2 Stunden geschlafen, ohne großartig Einfluss nehmen zu können einen Ruhepuls von über hundert.
Ich bin trotzdem noch 2 Wochen arbeiten gegangen, weil ich das so brauche, mich abgelenkt zu wissen und ich wollte für den Fall, dass es diese Arbeit danach für mich nicht mehr gibt, einen guten "Abschluss" machen.
Anschließend zog ich die Notbremse, ließ mich ab dem 8. Dez. 07 krankschreiben, weil ich auch meine Verantwortung für die mir anvertrauten Patienten sah.
Kati, Du sollst bitte auch die Verantwortung für Dich sehen. In den helfenden Berufen kommt es schnell dazu den richtigen Blick um die eigene Sorge zu verlieren.
Das würde ja auch im Endeffekt Deiner Mutter nicht helfen.
Im Gegenteil.
Ich kenne sie nicht, weiß aber aus meiner Erfahrung, das es mir noch schlecher ging, als von meinem Mann keinerlei Reaktion kam, wie er mit meiner/unserer Situation klar kam.
Ich machte mir riesige Sorgen, weil er sich selbst mit Freunden nicht austauschte. (Und ich fühlte mich unendlich allein. Das ist meine ganz eigene Geschichte ......... Vielleicht führt sie dazu, dass ich erfolgreich an unserer Ehe arbeite oder mich trenne.
Mit Krebs verändert frau sich sehr, glaube ich. zumindest. Und auch wenn Du es Dir jetzt nicht vorstellen kannst und ihr nun noch durch die Therapien müsst und viele eigene Lernerfahrungen sammeln werdet: Diese Erkrankung ist nicht ohne Sinn. Es dauert unterschiedlich lange, wenn man so damit umgehen will/kann, dass Sinnhaftigkeit erkannt wird.
Dass der Krebs stark macht. Weil man (leider) gezwungen ist sich so heftig auf sich zu konzentrieren.
Ihr habt Eure Entlastungs- und Lösungsstrategien. Wenn ihr den Schock ein wenig lassen könnt, habt ihr hoffentlich zwischendurch immer wieder kleine Pausen Euch gut zu tun. Oder schaut Euch um, neue Strategien auf ihr Praktikabilität für Euch persönlich zu überprüfen und einzusetzen.
Das wünsche ich Euch.
Nun zu diesen Werten.
Muss gestehen, ein paar Kürzel habe ich noch nicht gehört, aber ich hatte auch von der Pathologie jeweils anderthalb Seiten, wenn überhaupt.
1. Teils glanduläres, teils solides invasieves ductales Adenokarzinom der Brustdrüsen,mittelgradige, herdförmig schwergradige nukleäre Atypien sowie kleine Anteile eines soliden und kribiformen ductalen Carcinoma in situ mit mittelgradigen Atypien, DCIS II (rechte Mamma unten außen, 7 Uhr, klinisch: drei Stanzzylinder, Herd 1); immunhistologisch kleine Wackstumsfraktion (Ki-67 fokal um 7%) sowie starke Expression des Östrogenrezeptors etwa in 95% und des Progesteronrezeptors etwa in 75% der Tumorzellen. Score nach Elston und Ellis: 6
Ich versuch's mal.
Glandulär heißt Drüse, also drüsenartiges Gewebe. Klar Brustdrüsengewebe.
Wollen aber damit wohl deutlich machen, dass das Gewebe normal drüsig und wie weiter fortgesetzt andere Anteile, die dann noch mal differenziert werden, sich dort aufhalten.
Solide.....? Habe gerade wie ne doofe gegoogelt. Nix gefunden!:angry:
Weiter...
"Mittelgradig/schwergradige nukleäre Atypien" => Der Nukleus (Zellkern ist verändert, untypisch)
dann gibt es da noch Anteile eines anderen Wachstums "kribiform" (schon wieder gegoogelt, wollten mir aber lediglich sagen, dass dies eine von mehreren Arten ist, wie das Gewebe unterschiedlich geformt sich vom gesunden unterscheidet. Kann leider nichts zur daraus schließenden Qualität dieses Begriffes sagen.
Auch das DCIS wird in drei Stufen, sowie ich gehört habe, graduiert => eigeteilt, womit auch von Stufe I bis III die zunehmende Veränderung des Gewebes bezeichnet wird, (als Krebsvorstufe)
Habe schon mal was vom Ki 67 gehört, aber kein Wissen über die Einteilung.
Wie Du aus der Formulierung erkennen kannst, ist die Wachstumsgeschwindigkeit nicht hoch.
Normalerweise nimm man ja schnell an, dass schnelles Wachstum auch hohe Malignität bedeutet, fürs Streuen, für den übrigen Körper. Beim googeln habe ich eben gerade eine Seite entdeckt, die über Entwicklungen und Prognosen verschiedener Krebsarten in der Brust Aufschluss gibt. Da ist ein schnell wachsendes malignes Gewebe benannt, was aber nicht die Neigung haben soll schnell zu streuen.
Auch hier, kann man Gott sei Dank, nicht alles über einen Kamm scheren. Gibt es immer wieder Abweichungen. Darum schaut nicht nur mit den Augen der Furcht, sondern mit denen der Hoffnung.
Den Score, den die für die Hormonempfindlichkeit gewählt haben, ist einer von zweien, die ich kenne.
Der höchste Score ist in diesem Fall 8. Die 8 würde ich auch für die Östrogenrezeptoren sehen. Lediglich durch den niedrigeren Progesteronrezeptoranteil ist es auf 6 gerutscht.
Diese Zahlen geben an, wie gut dieser Krebs auf eine Antihormontherapie reagieren würde. Er sagt aus, wie stark sich der Tumor von diesen Hormonen ernährt und mit einem Hormonentzug, man diesen Krebszellen die Nahrung entzieht und damit aushungert.
2. Teils glanduläres, teils soliedes invasieves ductales Adenokarzinom der Brustdrüse, mittelgradige herdförmig schweregradigen nukleären Atypien sowie kleine Anteile eines soliden und kribiformen ductalen Carcinoma in situ mit mittelgradigen Atypien, DCIS II (rechte Mamma unten zwischen den Quadranten, 6 Uhr klinisch: drei Stanzzylinder, Herd 2). Score nach Elston und Ellis: 6.
Sowie das beschrieben ist, befinden sich die beiden Knoten recht nah beieinander in einem Feld von DCIS. Die Ausdehnung des DCIS kann man leider nicht erfassen, weder mit Geräten, noch mit dem Auge, darum geben die Ärzte wohl zur Weiterbehandlung den Rat zur Mastektomie. Zur Brustabnahme. Aber auch hier gibt es wieder so viele Möglichkeiten, über die die Ärzte mit Euch sprechen werden, dass ihr jetzt nicht den Schock haben müsst: Alles kommt ab.
In meiner Brust steckt, wie beschrieben, ein Stück Haut und Gewebe meines Oberschenkel und eines Muskels von der Innenseite desselben. Die Norm ist bei dieser Vorgehensweise, das meiste der Brusthaut zu erhalten, je nach Malignitätsgrad und Sitz des/der Tumore, kann die Brustwarze mit Hof erhalten bleiben. Allerdings sind diese Teile der Rest des Brustdrüsengewebes und somit anfällig für den Krebs.
(Eigentlich ist das jetzt schon zuviel, komme aber gerne darauf zurück, wenn es ansteht.)
3. Invasives solides, lobuläres Adenokarzinom der Brustdrüse, mittelgradige nukleäre Atypien sowie ausgedehnte intraepitheliale Neoplasie mit mittelgradigen Atypien (linke Mamma unten außen, 5 Uhr, klinisch: sechs Stanzzylinder); immunhistologisch kleine Wachstumsfraktion (Ki-67 um 5%) sowie starke Expression des Östrogenrezeptors etwa in 95% und des Progesteronrezeptors etwa in 45% der Tumorzellen. Score nach Elston und Ellis: 6
So jetzt werde ich noch einige Worte versuchen zu erklären, dann ist es auch genug für Dich, oder?
Lobulär hatten wir schon => die Drüsenlappen betreffend
was ich versäumt habe:
AdenoK. => so wie ich mir das erkläre: Ein Karzinom, dass sich aus einem gutartigen Adenom (Schleimhaut/Drüsenknoten) entwickelt hat.
Sicher weißt Du, dass Adenome an ganz vielen Orten im Körper auftauchen können. Siehe Darmpolypen, die gutartig sind aber große Neigung haben zu entarten und darum nach Möglichkeit schnell entfernt werden.
Von einer DCIS-Komponente ist hier nicht die Rede, was heißt, dass die dort mit Brusterhaltung arbeiten wollen.
Zum Beispiel steht noch was von G2, BI-RADS 5, Malignitaetsgrad nucleaer 2, (kenne die Gradeinteilung nicht, kann ich nicht zuordnen) ACR II (ist für mich ganz neu!) und so weiter.
Das habe ich gerade zum BI-RADS 5 gefunden:
BI-RADS™: (=breast imaging reporting and data system) Diagnosekategorien für Röntgen-Mammographien der Gesell. amerikanischer Radiologen (Am. College of Radiology, ACR). 5 (6) Kategorien:
BI-RADS 0: (im Mammographie-Screening) weitere bildgebende Diagnostik erforderlich
BI-RADS 1: normal (negativ)
BI-RADS 2: gutartig
BI-RADS 3: wahrscheinlich gutartig, unklar, Kontrolle empfohlen
BI-RADS 4: suspekt, Abklärung durch Biopsie erforderlich
BI-RADS 5: hochgradig karzinomverdächtig
BI-RADS Kategorie 0,4,5 sind verdächtig (positiv).
Die Empfehlung am Ende des Briefes: Mastektomie mit Sentinel rechts und
BET mit Sentinel links
Sentinel heißt Wächterlymphknoten. Den versucht man vor der OP mit radiologischen Maßnahmen zu orten. Es wird ein schwach radioaktives Mittel in der Nähe des Tumors injiziert und der nächstliegende Lymphknoten, sozusagen als Wächter für Müll im Körper reichert sich dann damit an und ein Röntgengerät ist dann in der Lage das optisch darzustellen und man kann es unter Umständen von außen markieren, damit der Operateur ihn auch finden kann.
Bei mir konnte man den zwar darstellen, eine Markierung aber nicht machen. Kein Platz zwischen dem Röntgenviech und mir!:grin:
Ich war aber schon froh, dass sich überhaupt einer gemeldet hatt, da eine frühere absolut unnötige Probeexcision die Lymphbahnen durchtrennt hatte.
Das ist eine Voruntersuchung, die dem Operateur Erleichterung bietet, die er aber auch während der OP durchführen kann. Ist bei mir so gelaufen.
Der Sentinel wurde gefunden!
Viele liebe erschöpfte Grüße
Kati[/QUOTE]
So, liebe Kati, sortier alles aus, was Du nicht brauchst. Und sorge für Dich.
Liebe Grüße
Ute
Hallo Kati,
erstmal tut es mir sehr leid das deine Mutter diesen Befund bekommen hat.
Aber lasst euch jetzt nicht verrückt machen,jetzt kommen erst die ganzen Untersuchungen ob er bereits Metastasen gebildet hat oder nicht.Dazu gehören Unters.der Lunge,inneren Organe,Knochen.Und die OP.Nach Sentinel,hatte ja schon Ute erklärt,meisten werden diese Wächterl. entnommen und untersucht,nur wenn diese Befallen sind werden die anderen entnommen,meistens wird dies schon während dieser OP entschieden.Wie es dann weitergeht erfahrt ihr nach den anderen Untersuchungsergebnissen.Oft wird bei G2 oder G3 eine Chemo empfohlen.Nur verlass dich nicht auf das G2,bei mir wurde auch erst G2 festgestellt und nach der Op war es ein G3.
Das alles ist wirklich furchbar,nur wie du von uns erfahren kannst,es ist zu schaffen.
Drücke die Daumen das die nächsten Untersuchungsergebnisse gut ausfallen,
LGTina
Hallo Ihr Lieben,
hab die letzten 2 Tage fast nur im Bett verbracht.... erkältet..., na ja egal geht heut wieder so einiger maßen.
Erst mal danke ich euch für eure Antworten, es tut gut damit nicht allein zu sein.
Irgendwie finde ich dieses ganze Thema BK im Moment noch ziemlich verwirrent.
Scheint ja kein eindeutiges so oder so zu geben.
Was mich an den Pathobefunden so verwirrt, ist das manchmal von DCIS (ist doch ne Vorstufe, oder) und dann wieder von invasivem duktalem Adenokarzinom.
Auch diese G2 Einstufung versteh ich nicht so richtig.
Diesen HER 2-Neu Status habe ich in den Unterlagen nicht gefunden.
UNd was ist das mit den Hormonen? Ist das nun gut oder schlecht das die Tumore Hormonrezeptorpositiv sind?
Kann man aus den bis jetzt vorhandenen Befunden eine prognose Abgeben über den Verlauf der Erkrankung oder ist das noch zu früh?
Sorry das ich hier so wirr umherfrage aber wie ihr ja schon gesagt habt man wird im Netz wirklich von so einer Menge Infos geflutet, das es schwer ist das richtige herauszufinden.
Vieleicht kann mir ja noch jemand von euch auf die ein oder andere Frage antworten. Wäre euch dankbar.
LG Kati
Hallo Kati,
ich muss ein wenig schmunzeln. Nein ich lache Dich nicht aus. Dein Körper hat gute Notbremsen und schützt Dich mit einer Erkältung hoffentlich ein bißchen vor zu großer psychischer Überforderung.
Ich hoffe doch?
Mit dem DCIS ist das so eine Sache. Es ist eine Krebsvorstufe. Dort findet man Krebszellen, die als solche noch verkapselt sind, sozusagen durch Teilung noch nicht wirklich böse, aber doch so bedrohlich, dass dieses Gewebe, so groß, wie es sein mag, aus der Brust entfernt wissen will.
So wie es für die Kassen nicht einmal ein Grund ist, Frauen nach Entfernung von mehr oder weniger DCIS in den Genuss einer Reha kommen zu lassen (ist halt kein richtiger Krebs!?!?), so reagiert jedes Brustzentrum/Arzt unterschiedlich auf diese Bedrohung.
Operative Entfernung? sicherlich? Ausdehnung? fraglich, weil es sich mit Untersuchungsmethoden nur mittels Stanze, also Probebiopsie erkennen lässt.
So wie auch bei multizentrischen, also mehr als einem mit Tumor befallenenen Quadranten der Brust, gibt es auch Vorgaben, bei welcher Ausdehnung von DCIS die Brust erhalten bleibt oder sie entfernt wird.
Bei mir waren 2 Tumore bis 0,5 cm groß in DCIS eingebettet. Ein dritter lag direkt im Anschluss daran kopfwärts (cranial):
Dieser 3. Tumor wurde erst mit der Mastektomie entfernt, war 0,7 cm groß. Das DCIS war nur 0,3 cm größer, als vorher, bei der brusterhaltenden OP rausgeschnitten. Ergo saß der 3. nicht voll ständig drin.
Wie auch immer so ein Knoten entsteht, er entsteht wohl zwingend durch DCIS, kann es aber auch ohne tun.
Auch beim DCIS gibt gibt es eine Bewertung Grading über die Entwicklung/Reifeprozess dieser Krebs(vorstufe). Bei dem Wert 2, wenn er sich auf das DCIS bezieht, würde dass eine mittlere Entwicklung bedeuten. Nicht stark verändert, aber auch nicht ganz leicht.
Selbst bei der Behandlung von "nur" DCIS scheiden sich die Geister und auch die jeweiligen Folgen sind je nach Behandlung und individuellem Geschehen sehr unterschiedlich.
Der HER2-neu Status bezeichnet die Stärke des Wachstums, was wiederum Schlüsse auf die Bösartigkeit und damit mögliche Metastasierung geben soll.
eigenartig sind dann solche Berichte, die ich für Deine Anfragen googelte, dass die Prognose für eine bestimmte Art schnell wachsenden Krebses, trotzdem sehr gute Heilungschancen haben soll.
Da versteh noch eine die Welt!!!!
Die Hormonrezeptorempfindlichkeit kann man betrachten, wie man möchte.
Ist die Empfindlichkeit hoch, wird mit Hormonentzug und Antihormonen gearbeitet.
Damit greift man in den Hormonhaushalt ein.
Auch wenn Deine Mama schon in den Wechseljahren ist, speichert sich immer noch was im Fettgewebe und den Nebennieren.
Sind die Krebszellen unempfänglich für Hormone, ernähren sich also von anderen Stoffen des Körpers, dann gibt es hier keine Möglichkeit mit AHT einzugreifen.
Dafür werden dann andere Mittel ausgewählt. Da gibt es ebenfalls wieder mehrere Möglichkeiten. Muss gestehen, dass ich mich in dem Bereich nicht auskenne, weil der für mich bis jetzt nicht relevant ist.
Bis jetzt nicht, sage ich, weil Tumore/Krebszellen als "Überlebenskünstler" wohl in der Lage sind sich anzupassen. Habe schon davon gehört, dass bei einem Rezidiv, nach zuerst hormorezeptopositivem Befund, der Neue "gelernt" hat seine "Ernährung umzustellen".
Eine Prognose abzugeben zum jetzigen Zeitpunkt ist wirklich verfrüht und kann sich eigentlich auch nur auf die Empfehlung der Ärzte beziehen.
Wenn ich jetzt sagen würde "Die Werte, die ich erkannt habe, halten sich so im mittleren Bereich auf", hört sich das nicht nur blöde an, sondern berücksichtigt so viele andere Faktoren überhaupt nicht:
Wie geht Deine Mutter damit um?
Inwieweit geht Stress auf ihren Körper?
Wie gut ist sie in der Lage damit umzugehen, auch mal Entspannung zu finden oder in irgendeiner Form sowas wie Akzeptanz, Mut, Hoffnung, Zielgerichtetheit.
Welche Möglichkeiten stehen ihr offen, so gelassen wie es in dieser Situation nur möglich sein kann, damit umzugehen? Wie ist sie früher mit Problemen umgegangen? Welche Lösungsstrategien konnte sie erfolgreich anwenden?
Ganz ehrlich?
Es kann keiner Prognosen machen. Zu viele Faktoren. Zu viele unbekannte auch noch (Lymphknoten). Und zu viele Wege, die sich ständig verzweigen, neue Hürden darstellen oder Türen, die mit einem Mal offen sind für Erleichterung und Freude.
Für ein Lachen, selbst im Kummer.
Ich wünsche Euch Kraft,
und denke an Euch,
seid lieb gedrückt.
Ute
hallo Ute,
ja mein körper weiß anscheind sehr gut wann es zeit ist die Notbremse zu ziehen.:rolleyes:
Bin ja fast froh darüber das es für dich auch nicht so ganz eindeutig ist mit diesen Befunden, dacht schon ich fang jetzt total an zu spinnen.
Wir werden morgen nen Termin in der Klinik machen und dann den Ärzten so lange auf die Nerven gehen bis wir alles verstanden haben. Jedenfalls so ist mein Plan.
Werde mich dann melden und euch berichten wie es weiter geht.
LG Kati
Hallo Kati,
na, das ist doch ein guter Plan! Man wird Euch in der Klinik sicher die wesentlichen Details der Befunde erklären und auch einen Ausblick darauf geben, welche Therapien nun voraussichtlich zum Einsatz kommen sollen.
Wenn Ihr das wißt, könnt Ihr besser planen und Euch auf konkrete Schritte einstellen; und das wird sicher auch den Nerven gut tun und ein wenig Sicherheit geben!
Ich drücke die Daumen, dass es schnell klappt mit dem Termin und Ihr ein gutes, ausführliches, nettes Gespräch haben werdet. (Und bis dahin auch ein wenig Zeit für entspannende Stunden findet.)
LG
Petra
Hallo ihr,
also der Termin steht für morgen Früh 8.15 Uhr in der Klinik zur Vorbesprechung bei der Oberärztin.
Bin mal gespannt ob wir dann schlauer sind.
Werde mich auf jeden Fall melden.
Liebe Grüße
Kati
Hallo ihr Lieben,
so gestern war also nun das Vorgespräch in der Klinik und nächsten Dienstag ist dann die OP.
So wie die Ärztin uns das gestern erklärt hat, geht man wohl nach den pathologischen Befunden der Biopsie davon aus, das es sich um Tumore der Klassifizierung pT1c handelt und um Vorstufen, warscheinlich sind keine Lymphknoten befallen(mit sicherheit kann man das aber erst nach der OP sagen) und die Warscheinlichkeit von Metastasen ist wohl auch sehr gering.
Sollten sich diese Befunde dann nach der OP auch bestätigen wird sie warscheinlich auch keine Chemo brauchen, sondern nur die Hormontherapie.
Wir waren gestern ziemlich erleichtert, denn auch wenn sie ihre Brüste verliert, scheint sie ja nochmal Glück im Unglück gehabt zu haben.
Nun bleibt erstmal wieder nur die Wartezeit ...... das ist ja wohl immer das schrecklichste.
Ich grüße euch ganz lieb
Eure Kati
Liebe Kati,
ich grüße Euch.
Wie aus Deinen Zeilen ersichtlich, sollen jetzt beide Brüste ab?
Vorher galt das nur für eine (linke?). Bei der lobulär befallenen Seite eigentlich nicht?
Da ich die Verfechterin einer radikalen Methode war (wie es im Falle eines Falles zukünftig ablaufen würde, kann ich nicht sagen), hätte ich an Eurer Stelle schon die beidseitige Mastektomie gewollt.
Jetzt meine nächste Frage: Haben die mit Euch über die Möglichkeit eines gleichzeitigen Wiederaufbaus gesprochen?
Wie steht Deine Mama dazu?
Es ist zwar ein größerer Aufwand, auch zeitlich, (kenne das Alter und die Konstitution deiner Mama nicht) aber der gleichzeitige Wiederaufbau nimmt den Schock der fehlenden Brust und die damit verbundene psychische Belastung.
Ist mir klar, dass ein Lymphknotenbefall noch nicht ausgeschlossen werden kann. Da ist man wegen evtl. nachfolgender Bestrahlung vorsichtig mit Wiederaufbau.
Was kann dieses Krankenhaus denn an Wiederaufbaumöglichkeiten bieten?
Ich hatte aus diesem Grund nicht das nächstliegende ca. 25km entfernte KH genommen sondern es auf den weiteren Weg von 70km ankommen lassen.
Und bin zufrieden.
Auf keinen Fall möchte ich Euch jetzt durcheinanderbringen. Ich weiß, man gewinnt schnell den Eindruck die Zeit drückt. Tut sie aber nicht. Je nach Wachstumsgeschwindigkeit der Knoten, können die bei Deiner Mama schon mehrere Jahre da sein. Da kommt es auf 2-3 Wochen länger, ganz sicher nicht an.
Wenn ihr Euren Weg ganz fest und sicher habt, behaltet ihn bei. Ich wünsche Euch für alle Beteiligten gutes Gelingen und viel Kraft, immer wieder.
Liebe Grüße
Ute
Hallo Ute,
also meine Mama sagt, auf einer tikenden Zeitbombe will sie nicht sitzen und hat sich deshalb entschieden, das beide Brüste ab sollen.
Als du das grad angesprochen hast mit der Rekonstruktion, war ich ehrlich gesagt total geschockt. Wir hatten uns überhaubt nicht mit diesem Thema beschäftigt und auch die Ärztin gestern hat das nicht einmal erwähnt.
Muss nachher mal mit meiner Mama sprechen und dann werden wir vieleicht nochmal dort anrufen.
Wie kann man sowas nur vergessen???
Kati
Hallo, liebe Kati,
weil ihr neu in dieser Liga seid, weil, Gott sei Dank, alles Schritt für Schritt geht und weil es je nach betroffener Person und Krankheitsbild, versucht wird, das Beste herauszuholen.
Ich habe auch erst nach dem vierten oder fünften Studium des Berichtes des 2. MRT gelesen, dass die zu dem Zeitpunkt schon von einem 3. Tumor wussten, den sie aber bei der BET ganz offensichtlich nicht herausgeschnitten hatten.
Bin nie dazu gekommen, die Ärztin zu fragen, warum sie mich auf diesen Umstand nie hingewiesen hat. Ich selber habe es wohl immer wieder überlesen.
Ich halte von dieser Gyn/Chirurgin aus dem Brustzentrum sehr viel, da sie mir
ein Gespräch nach 6 Monaten auf privater Basis anbot. Werde ich auch noch wahrnehmen. Letzter Versuch schlug fehl die Ärztin musste zum Arzt (Zahnarzt) und fiel aus.
Von meiner eigenen Erfahrung her kann ich sagen, dass ich mit der Wahl des KH's mehr als zufrieden bin, die Wiederaufbaupalette groß ist und mir wegen meiner mangelnden Gewebedepots hier eine optimale Entnahmestelle operiert wurde, die es nicht so oft in Deutschland gibt.
Es gibt so viele Wege, nur solltet ihr sie auch kennen, um Entscheidungen gut treffen zu können.
Viel Erfolg.
Liebe Grüße
Ute
Guten Morgen Kati!
Man "vergisst" so etwas nicht, zumindest nicht von ärztlicher Seite. Die Ärzte haben wahrscheinlich ihre Gründe, warum sie das bei Euch noch nicht angesprochen haben (entweder ist Deine Mom nicht in der Verfassung für Doppel-OP oder sie wollen erst ganz genau den pathol. Befund abwarten, Lymphknotenbefall usw.). Denn ein evtl. Aufbau könnte dann umsonst sein, wenn nochmal nachoperiert werden muss. Bei mir sollte es damals auch in einer OP gemacht werden, die Ärzte entschieden aber während der OP aus genannten Gründen anders und ich wurde eine Woche später aufgebaut.
Dass Ihr daran noch nicht gedacht habt, ist doch ganz logisch. Ihr müsst doch erst einmal sondieren, was jetzt als nächstes überhaupt relevant ist. Und das ist ja erst mal die Frage: Mastektomie beidseits oder nicht? Und da Ihr das erst mal geklärt habt (übrigens war ich damals der gleichen Meinung wie Deine Mom - alles was mich bedroht muss raus, also ganze Brust ab), lasst diesen Entschluss erst mal sacken.
Ihr könnt sicherlich, wie Ute schon sagte, die OP nochmal um 1 - 2 Wochen rausschieben, wenn Ihr vorher noch abklären wollt, ob sofort aufgebaut werden soll und wie. Da gibts ja auch die verschiedensten Möglichkeiten. Und, hat Ute auch schon gesagt, wenn Ihr Euch entschließt, direkt aufbauen zu lassen, dann müsst Ihr das KH fragen, nach welchen Methoden sie das machen. Lasst Euch bei dieser Entscheidung etwas Zeit. Krebs ist zwar schlimm, aber kein Notfall in dem Sinne. Will sagen, dass es auf 2, 3 Wochen hierbei wirklich nicht ankommt. Vielleicht zieht Ihr noch einen anderen Arzt hinzu.
Wenn ich damals über alle Möglichkeiten der Aufbauplastik aufgeklärt worden wäre, hätte ich mich niemals für die Latissimus-Dorsi-Flap-Methode entschieden. Diese wurde aber von meinem Arzt damals als "die" Aufbauplastik schlechthin gelobt. Ich habe heute die Probleme (Dysbalance der Rückenmuskeln und somit Rückenschmerzen, Narbenschmerzen weil große Narbe).
Also das will alles wohl überlegt sein. Aber ein Aufbau generell kann ja noch Jahre später gemacht werden, da müsst Ihr nichts übereilen.
Ich wünsche Euch weiterhin viel Kraft. Und übrigens freue ich mich für Deine Mom, dass es allem Anschein nach noch relativ früh erkannt wurde!
Liebe Grüße
Luna
Hi,
aber meint ihr nicht sie hätten das Thema Brustaufbau nicht wenigstens ansprechen müssen???
Wird das überhaupt von der Kasse bezahlt, weil man ja bei meiner Mutter nur eine hätte abnehmen müssen und bei der anderen ist es ja sozusagen auf eigenen Wunsch.?
Kati
Hallo Kati,
ich stimme Luna da zu; die Ärztin hat sicher einen Grund gehabt, das Thema noch nicht anzusprechen. Und den wird sie Euch sicher auch erklären, wenn Ihr danach fragt.
Inhaltlich kenne ich mich da nicht wirklich aus, da ich brusterhaltend operiert werden konnte.
Meine Ärztin hatte mir nur im Vorfeld gesagt, dass sie im Fall einer Ablatio in den wärmeren Jahreszeiten keinen sofortigen Wiederaufbau empfiehlt; ganz einfach, weil man danach warme, stützende BHs tragen müsse, in denen man ohnehin schon schnell schwitzt.
Sprich: man kann das Thema ganz entspannt (naja...) auch zu einem späteren Zeitpunkt angehen.
Dass die Krankenkassen da nicht zahlen, weil Deine Mutter die Entscheidung selbst getroffen hat, kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Lässt sch aber bestimmt ganz schnell duch Nachfrage dort oder im Krankenhaus klären.
Ich freue mich erstmal mit Euch, dass Ihr nun genauer informiert seid und Euch ganz konkret auf den ersten Schritt vorbereiten könnt. Dahabt Ihr schon viel erreicht und ich wünsche Euch, dass Ihr zuversichtlich und mit einem guten Gefühl auf die OP zugeht.
LG
Petra
Hallo ihr Lieben,
also langsam werde ich richtig nervös wegen der OP am Dienstag, meine Mama dagegen scheint total ruhig zu sein.
Hoffe es wird alles gut gehen und sie übersteht die OP ohne Probleme.
Wie war das eigentlich bei euch mit der Wundheilung und den Narben...habt ihr irgendwas besonderes gemacht, oder nur abgewartet.?
Übrigens hab ich mit ihr über das Thema Wiederaufbau gesprochen, aber das ist für sie im Moment überhaupt kein Thema. Sie sagt, wenn alles gut ist kann sie das später immernoch machen lassen.
Liebe, etwas unruhige Grüße
Kati
Liebe Kati,
ich drücke die Daumen für morgen!
Ich kann verstehen, dass Du im Moment unruhiger bist als Deine Mutter. "Zusehen" ist manchmal scheinbar schlimmer, als selbst betroffen zu sein. Ich glaube, dass darf ich so sagen, weil ich selbst beide Seiten kenne und gemerkt habe, dass meine eigene Erkrankung mich fast weniger erschreckt als die eines mir nahestehenden Menschen.
Mir haben auch einge Leute gesagt, sie hätten den Eindruck, in meinem Fall viel aufgeregter zu sein als ich selbst.
Wenn ich das richtig im Kopf habe, hattest Du am Anfang auch erwähnt, selbst aus einem anderen KK-Forum zu kommen; da muß ich mal davon ausgehen, dass auch Du leider schon selbst in ähnlicher Situation warst oder sogar noch bist.
Was die Narbe angeht, kann ich nicht viel helfen, da meine OPs im Verhältnis doch sehr klein waren und wenig Probleme bereitet haben.
Im Krankenhaus kam sofort am Tag nach der OP eine Physiotherapeutin, die Übungen gezeigt hat, mit denen man einerseits einer ungute Schonhaltung vorbeugt und andererseits die Narben vorsichtigt dehnt, damit die Beweglichkeit schnell wiederhergestellt ist.
Das fand ich auf jeden Fall sehr hilfeich.
Alles Gute für den morgigen Tag und heute noch eine Nacht mit wenigstens etwas erholsamen Schlaf!
Liebe Grüße
Petra
Habe den Thread gerade erst entdeckt... aber noch rechtzeitig. ;-)
Also: alles alles Gute für die Operation heute!!!
Wirst sehen, alles geht gut und deine Mama ist bald wieder zu Hause.
Liebe Grüße
Norma
Diagnose Brustkrebs Nov. 2001
Diagnose Darmkrebs Juni 2007 bei meinem Mann
Guten Morgen ihr Lieben,
bin heute sehr erleichtert. Meine Mama hat gestern alles gut überstanden und das beste ist, das die Ärzte nur die Wächterlymhknoten entfernt haben und das diese nicht befallen waren.
Sie hat noch ein bischen Schmerzen, aber das ist ja normal.
Sorry das ich mich nicht gestern noch gemeldet habe, aber der Tag war irgendwie mega anstrengend, und noch dazu hatte meine kleine nen Abend vorher 40 Fieber... ich war gestern einfach platt.
Jetzt hoffe ich, das alles weiter gut verläuft und meine Mama bald wieder fit ist.
Ich danke euch nochmals allen für eure Unterstützung.
@Petra: ja du hast Recht, habe letztes Jahr angefangen im Forum Gebährmutterkrebs zu schreiben. Hatte im August 07 ne Konisation bei PAP IVa/CIN III (Carcinoma in situ im gesunden entfernt). Letzte Woche war ich grad wieder zur Kontrolle und alles ist gut Gott sei Dank.
Liebe erleichterte Grüße
Kati
Liebe Kati,
super, das klingt doch wirklich sehr gut!! Da freue ich mich mit.
Ich drücke jetzt erstmal die Daumen, dass Deine Mutter sich schnell wieder möglichst fit und wohl fühlt.
Und Du natürlich auch!
Jetzt könnt Ihr vielleicht ein wenig Anspannung von Euch werfen, durchschnaufen und erstmal den positiv verlaufenen Schritt feiern.
Weiter so...:)
LG
Petra
Hallo ihr lieben,
wie ich ja vor ner ganzen Weile schon ge3sschrieben habe ist die OP bei meiner Mutter gut verlaufen.
Jetzt stehen wir eit ca. anderthalb Wochen vor den nächsten Problemen.
Sie braucht jetzt leider doch ne Chemo bzw die Ärzte raten dazu, weil die Tumore ein G2 waren. Wie viel sie davon profietiert oder nicht kann uns keiner sagen, aber sie hat sich dazu entschieden weil sie sagt, sie will alles getan haben was möglich ist.
Ich unterstütze sie dabei natürlich, aber ich hab auch so meine Bedenken und Ängste, da ich in der Klinik ja auch schon den ein oder anderen Chemopatienten gesehen habe.
Sie soll ab nächsten Donnerstag 6x FEC bekommen. Vieleicht kann der ein oder andere mir seine Erfahrungen bezüglich der Nebenwirkungen und unterstützenden Maßnahmen mitteilen.
Die Onkologin hat ihr empfolen Selen zu nehmen, was wohl die Vertäglichkeit steigert.
Die ganzen anderen Untersuchungen bezüglich Metastasen waren übrigens Gott sei dank alle OK.
Vielen Dank für eure Hilfe
Kati
Liebe Kati,
ich hatte auch gehofft ohne Chemo 'durchzukommen', aber bei mir war es auch T3 und G2 und ich habe dann zugestimmt. Hatte 3x FEC und bin z.Zt. bei 3x Taxotere.
Bei FEC war mir am Tag selbst immer noch ganz gut, ab dem 2./3. Tag hatte ich dann Schindel- und Geschmacksprobleme, allerdings ist das bei jedem anders, kenne auch welche, die kaum Probleme hatten.
Gegen Übelkeit könnt ihr euch EMEND geben lassen (eine Kapsel am Chemo-Tag und jeweils eine an den beiden Tagen danach) und Navoban und MCP-Tropfen nach Bedarf, damit geht es eigentlich ganz gut.
SELEN habe ich schon vorher tgl. 300µg genommen und jetzt auch durchgehend. Die Onkologin sagte mir, dass ich das am Chemo-Tag nicht nehmen soll, die biol. Krebsabwehr in Heidelberg gibt den Ratschlag, GERADE am Chemo-Tag das 3fache zu nehmen, tja weiß ich nicht, soll ja die gesunden Zellen schützen, sagt jeder was anderes.
Habe aber für mich beschlossen, das Selen auch am Chemo-Tag zu nehmen, ihr könnt ja nochmal fragen.
Habe auch in der Zeit davor und danach Floradix-Dragees genommen (für den Eisenwert, hat auch ganz gut funktioniert).
Ja und gegen den widerlichen Geschmack konnte ich leider überhaupt nichts tun. Alles schmeckte widerlich! Vielleicht ist das bei deiner Ma anders. Zum Schutz der Blase musste ich auch noch an den ersten beiden Tagen Uromitexan nehmen, beugt eine Blasenentzündung vor. Und mir wurde von der Onkologin vorgeschlagen Glutamin verla die ganze Zeit über als Schleimhautschutz zu nehmen. Sonst muss man noch eine gute Zahn- und Mundpflege betreiben um Entzündungen vorzubeugen.
Bei der ersten FEC hatte ich eine Woche Probleme, die zweite Woche ging dann und die letzte vor der nächsten Chemo war supergut.
Bei der nächsten habe ich dann 10 Tage gebraucht und bei der dritten 14 Tage, aber auch das ist bei jedem anders.
Vielleicht kann sie ja für den Anfang wichtige Termine in die 3. Woche schieben, da geht es ihr sicherlich gut und beim nächsten Mal weiß sie dann schon Bescheid!
Ich sollte auch während der Chemo Wassereis lutschen, aber das kann ich jetzt echt nicht mehr sehen :smiley11:
Könnte auch sein, dass sie mehr müde ist als sonst und ca. nach 10-14 Tagen sind meist die weißen Blutkörperchen unten und die Immunabwehr dann geschwächt, ist aber bei jedem anders ausgeprägt. Ich sollte dann Menschenansammlungen meiden und musste einmal Neulasta und jetzt unter Taxo Neupogen spritzen, sind Wachstumsfaktoren, die die Leukos 'puschen' sollen (tun sie auch :)).
Ich wünsche euch alles Gute und dass deine Ma alles gut wegsteckt!!!
Ach ja, hatte auch Probleme mit trockener Haut, also immer schön cremen!! Und die Haare ließ ich so ca. 10-12 Tage nach der ersten FEC, aber bei manchen hat es auch 3-4 Wochen gedauert.
LG Maggy
andile2412
05.10.2008, 23:45
Hallo Kati!
Es ehrt Dich, dass Du so eine grosse Stütze für Deine Mama bist!!
Ich hatte auch 6x FEC. Die Ärzte haben es mir ebenfalls freigestellt, eine Chemo zu machen! Ich halte es wie Deine Mutter... ich möchte alles nur Mögliche gegen den Krebs unternehmen!!!
Mir ging es nach den Chemos zum Teil nicht wirklich gut, hatte Übelkeit und war sehr müde und schlapp! Aber man muss mit den Ärzten reden und sie machen alles, damit es einem besser geht! Mit jeder Chemo wurde es aber immer besser! Es war aber immer so, dass es wirklich gut auszuhalten war! Manche haben überhaupt keine Probleme mit Übelkeit oder Sonstigem!!! Das müsst ihr abwarten und dann ggf. dagegensteuern!!!
Selen habe ich auch genommen... 300µg! Das hat mir der Gyn gleich nach meiner Diagnose verordnet!!!
Ich wünsche Euch alles Gute, ihr schafft das :pftroest: !!
Liebe Grüsse, Andrea.
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