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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unklarer Her-2/neu Faktor/AHT


enzo100
03.09.2008, 01:44
Mein Befund lautete:Ductal-invasives Mammacarcinom,o,7mm,kein Lymphknotenbefall,G2,pT1b,Östrogen und Progesteronrezeptor mehr als 80%.
Augrund der immunhistologischen Befunde war der Her-2/neu Wert+++.Also Score 3.Da dieses aber äußerst selten vorkommt,daß Hormonrezeptoren und Her-2/neu beide so hoch positiv sind,wurde noch ein sogenannter Fishtest durchgeführt.Dort ergab sich ein Quotient von 1,11 und war somit molekularpathologisch nicht festzustellen.Also doch Her-2/neu negativ.Somit wurde bei mir keine Chemo durchgeführt.OP,Bestrahlung,AHT.Bin im Moment einfach total verunsichert,ob so alles richtig gelaufen ist und ich wirklich keine Chemo benötigt habe.Hat vielleicht jemand von euch einen ähnlichen Befund gehabt?? Vielleicht kann mir ja auch noch die eine oder andere Tips geben,waswirklich gegen die Nebenwirkungen der AHT hilft?Schlaflosigkeit,Hitzewallungen...Verändert sich der Körper sehr??Gewichtszunahme,schlaffe Brust:confused:....??Über Antworten wäre ich sehr dankbar!

Nati58
04.09.2008, 13:38
Hallo Enzo,

ich denke mal bei Dir war alles ok, das Ca nur 0,7 cm und konnte im gesunden entfernt werden, ist doch prima.
Da reicht dann Bestrahlung aus.
Ich hatte 2,7 cm auch duktal, invasiv ,G3, Her2 neu- negativ, auch keine Lymphknoten befallen und keine Metastasen.
Mußte leider 6 Hochdosis- Chemo ( 3x FEC und 3xTaxotere) mit machen, war nicht sehr angenehm, sei froh das Dir das erspart geblieben ist!

Was kriegst Du denn für AHT ?
Was wird denn z.Z. bei Dir gemacht?

Und Nebenwirkungen sind bei jedem verschieden, jeder Körper ist ja auch anders und reagiert auch anders.
Manche haben fast gar keine Nebenwirkungen.

:pftroest:meld Dich mal wieder, liebe Grüße von Renate!!!

friebe
04.09.2008, 14:56
Hallo Enzo,

mein Tumorstatus war pt1c (1,3mm), G2, stark hormonabhängig (score 12), ebenfalls keine Lymphknoten betroffen. Ich habe wie Du "nur" Bestrahlung und AHT. Da das mehrere Ärzte zusammen auf der Tumorkonferenz so beschlossen hatten, ist das sicherlich auch ok so. Allerdings hatte ich so wie Du zwischendurch mal so ansatzweise Panik, ob Chemo nicht doch gut gewesen wäre - schließlich hatten die meisten hier Chemo. Ich habe es dann irgendwie geschafft, mich zur Ordnung zu rufen. Ich denke schon, dass die Ärzte das Für und Wider genau beguckt haben. Wir sollten einfach froh sein, dass uns das erspart geblieben ist.

Die Nebenwirkungen der AHT können ganz unterschiedlich ausfallen. Ich habe zur Zeit so gut wie keine: die Hitzewallungen sind allenfalls Wärmewallungen, Knochen- und Gelenkschmerzen, die ich anfangs hatte, habe ich durch Sport ganz gut wegbekommen. Meine Schleimhäute haben anfangs rumgemosert - hat sich auch von allein gegeben. Ich nehme auch nicht zu, sondern muss eher aufpassen nicht abzunehmen. Alles in allem also ganz gut auszuhalten. Ich hoffe, dass das so bleibt und Dir wünsche ich natürlich, dass es Dir genauso geht.

Liebe Grüße - Klara

gea
04.09.2008, 15:00
Hallo Enzo
bei meiner Ersterkrankung musste ich zum Glück auch keine Chemo machen. Der Knoten konnte im gesunden Gewebe entnommen werden und die Lymphknoten waren sauber. Ich musste zwei Jahre Tamoxifen schlucken.
Die Nebenwirkungen vom Tamoxifen waren Hitzewallungen, gegen diese konnte ich nichts nehmen. Sie waren heftig und es ging erst etwas besser als ich sie mit etwas Gelassenheit entgegen nahm. Das einzig Gute war, ich hatte keine Schweissausbrüche.
Eine gewisse Angst ob alles gut ist wirst Du wie alle hier haben, aber nimm es positive, dass Du keine Chemo brauchst. Ich wünsch Dir viel Kraft in der Bewältigung der Krankheit und schreib einfach wenn es schwierig wird.
Gruss
Gea

friebe
04.09.2008, 17:01
@ Jen

... vielleicht weil Du viiiiiiiiiiiiel jünger bist als ich. Ich bin nämlich schon 43!

Es waren übrigens Dein Befund + Behandlung, die mich vor einigen Wochen echt ins grübeln gebracht haben (weil fast identisch mit meinem). Wenn man gut drauf ist, sagt man sich, toll hab keine Chemo gebraucht. Fühlt man sich eh etwas matschig, fängt man an zu grübeln, ob es nicht mit Chemo doch besser gewesen wäre. Aber eigentlich vertraue ich meinem Arzt und deshalb versuche ich nicht weiter drüber nachzudenken.

Klara

Dragon-lady
04.09.2008, 19:25
Hallo
bin noch ganz frisch dabei.Habe gleichen Befund,wie soviele hier und bekomme ab dem 23.09 meine erste Chemo.Hat man mir aus der Fallkonferenz ans Herz gelegt.Ich sei eine Risikopatientin.Und da ich in den letzten Jahren das Unglück gesundheitlich magisch angezogen habe,gehe ich lieber auf Nummer sicher.Natürlich hoffe ich,daß dabei nichts böses passiert.Am 11.09 wird mir erstmal ein Port implantiert,weil meine Venen zu dünn sind.Davor habe ich zur Zeit am meisten Angst.
Schöne Grüße aus Hamburg von Karoline:shy:

mischmisch
04.09.2008, 21:46
Hallo an alle,

Renate.....

Darf ich mal kurz fragen was eine FEC- Hochdosis ist?
Hatte auch nach G3, triple negativ 6x FEC, daher interessiert mich der
Unterschied.

Danke schonmal
und euch allen alles Gute



mischmisch

Birgit64
04.09.2008, 22:08
Hallo Jennifer,

mit dem Schema FEC oder EC/Taxol oder ähnlichem hat der Begriff Hochdosis nichts zu tun.
Bei einer Hochdosis-Chemotherapie werden sehr viel höhere Mengen an Zytostatika eingesetzt als üblich, in der Hoffnung, dem Patienten eine kurative (heilende) Therapie zu ermöglichen. Es gibt Krebserkrankungen, bei denen die übliche Dosierung von Zytostatika keinen ausreichend kurativen Ansatz versprechen. Bei diesen Erkrankungen mit eingeschränkt metastasierender Komponente läßt sich die Wirksamkeit der Therapie erhöhen, wenn die Zytostatikadosis höher als üblich verabreicht wird. Durch eine solche Behandlung kommt es zu wesentlich stärkeren Nebenwirkungen

Freundliche Grüsse

megjabot
04.09.2008, 22:27
Hallo Jen
Hallo mischmisch

Habe an der GAIN Studie teilgenommen und eine Hochdosischemo
bekommen
3 x Epirubicin(150)2Wo à 3 x Taxol(225)2 Wo à 3 x Cyclophosphamid(2500)2 Wo
+ Neulasta + Epo + Ibandronat 50 mg/Tag 2 Jahre

Soviel ich weiss bedeuted Hochdosis eben, dass die Menge des
Chemomittels höher dosiert wird als bei einer "normalen" Chemo.

***Was bedeutet Hochdosis-Chemotherapie?

Bei einer Hochdosis-Chemotherapie werden sehr viel höhere Mengen an Zytostatika eingesetzt als üblich, in der Hoffnung, dem Patienten eine kurative (heilende) Therapie zu ermöglichen. Es gibt Krebserkrankungen, bei denen die übliche Dosierung von Zytostatika keinen ausreichend kurativen Ansatz versprechen. Bei diesen Erkrankungen mit eingeschränkt metastasierender Komponente läßt sich die Wirksamkeit der Therapie erhöhen, wenn die Zytostatikadosis höher als üblich verabreicht wird. Durch eine solche Behandlung kommt es zu wesentlich stärkeren Nebenwirkungen. ***

Grüßle

megjabot
04.09.2008, 22:28
Hallo Birgit:D
Haben wohl grade die gleiche Tante Google besucht:)

Danke

mischmisch
05.09.2008, 17:23
Danke Birgit und Margit
und sorry, d i e Tante hätt ich ja auch besuchen können, aber ihr seid mir eigentlich lieber.

Lieber Gruss auch ans Meer

mischmisch