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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HPV nach Konisation/OP/Bestrahlung


nikita1
08.12.2008, 13:40
Hallo all,
ich möchte ein Thema aufgreifen, was mich persönlich sehr interessiert.
Es geht um HPV nach Bestrahlung (in meinem Fall), oder auch nach Wertheim, Hysterektomie oder Konisation.

Wegen meinem Figo 3b (vorletztes Stadium) lese ich ab und an die Überlebensstatistiken.
Gut tut mir das nicht gerade, aber was solls :rolleyes:
So bin ich auch auf verschiedene Faktoren gestossen, die mit Rezidiven oder Metastasen in Verbindung stehen.

Will hier nur auf eine eingehen - auf die HighRisk-Viren.
In einer amerikanischen Studie (hab den Link nicht mehr zur Hand) wurde festgestellt, dass Frauen ohne HPV nach der Therapie bessere Chancen haben, die ganze Krebsgeschichte heil zu überstehen. (egal welches Stadium)

Am 6. Januar muss ich mal wieder zum Abstrich + Biopsie und werde auch das Ergebnis eines HPV-Testes erfahren.

Man kann im Internet nachlesen, dass die Viren nicht nur zur Krebsentstehung mit beitragen, sondern auch zum Wiederaufflackern der Krankheit nach den Therapien. Bis jetzt schreiben wir immer nur, dass die Therapie erfolgreich war, sei es Konisation, OP oder nur Bestrahlung/Chemo.

Und eine persistente HPV-Infektion ??? Man sollte also auch nach Therapie diese weiter "im Auge behalten".
In der oben genannten Studie waren ca. 40% der Frauen mit fortgeschrittenen Krebsstadien nach der Therapie virenfrei - und haben auch kein Rezidiv bekommen.

Vielleicht schreibt mal jemand , wie der HighRisk-Status nach Therapie war.
Oder mein Beitrag ist ein Denkanstoss, mehr auf die Viren zu achen (nach Therapie) und nicht nur bei Diagnosestellung.

marilynchen
08.12.2008, 14:02
Hallo Zusammen,

über dieses Thema der HPV Viren habe ich mir auch schon den Kopf zerbrochen. Eine Freundin (fast fertig studierte Ärztin) sagte mir, dass bei Patienten mittlerweile Versuche mit einer Impfung im Erwachsenenalter gemacht werden und bereits erste wenige gute Erfahrungen vorliegen. Irgendwie war die Argumentation so, dass der Virenbefallene Teil rausgeschnitten wurde und dann eine Impfung wieder Sinn machen könnte.

Hat noch jemand was davon gehört?

Liebe Grüße
Marilynchen

sitony
08.12.2008, 14:07
hallo,

für mich klingt das so auch logisch,irenbefallener teil raus,viren-test machen und wenn dann keine viren mehr nachweisbar sind eine impfung.leider sehen viele ärzte das als nutzlos,da man ja schon älter ist.ich werde im januar wahrscheinlich einen viren-test machen lassen.sollten diese dinger nicht mehr da sein,werde ich mit gedanken über eine impfung machen.in unserem alter muß man die wahrscheinlich selbst zahlen,aber das wäre es mir wert.

gruß,sitony

Evche
08.12.2008, 14:27
Hallo in die Runde!

Bei mir wurde auch bei der zweiten Krebsvorsorge im vergangenen Monat ein HPV-Test mitgemacht. Meine Gyn hat mir gesagt, daß die Krankenkasse nach meiner Geschichte ohne Probleme bezahlt.

Sie hat mir erklärt, daß eine Neuansteckung jederzeit möglich ist. Oder das sich versprengte Zellen, die bereits HPV-infiziert waren, bei der Koni oder der nachfolgenden Hysterektomie an den Scheidenwänden oder dem Scheidenstumpf festgesetzt haben können. Bis Zellveränderungen durch HPV nachweisbar sind, das dauert. Wäre allerdings der Test positiv, würden die Kontrollen noch engmaschiger. Momentan gehe ich 2 Mal im Jahr zur Kontrolle.

Auf meine Frage, ob es nach einem CIS ein Rezidiv geben kann, lautete ihre klare Antwort: Das ist selten, aber kommt immer wieder vor. Bislang bin ich zum Glück HPV-negativ und die Abstrich-Ergebnisse sind in Ordnung.

Weiß jemand, ob die Krankenkassen inzwischen auch bei Fällen wie uns die Impfkosten übernehmen?

Viele Grüße vom Evche

blueblue
08.12.2008, 14:45
Hallo in die Runde,

ich habe gerade bei der Reha einen Vortrag über dieses Thema hören dürfen. Dort wurde gesagt, dass es dort noch in der Forschung stecke. Das es noch keine hinreichenden Ergebnisse gebe und dass man, wenn man denn in unserem Alter geimpft werden will, es eigentlich nur im Rahmen einer Studie möglich wäre.

Lieben Gruß

blueblue

Cee
08.12.2008, 15:02
Danke Nikita, für den Hinweis :)

Ich werde bei meiner nächsten Vorsorge darauf bestehen, einen HPV Test machen zu lassen. Sicher gibt es keine Garantien, für nichts in diesem Leben, aber FALLS es hilfreich sein sollte, schadet es ja zumindest nicht ;)

Was kann man den eigentlich überhaupt machen, wenn man denn HPV positiv (high risk) getestet wurde? Also ausser noch engmaschigere Kontrollen? Äh, wie bei einem Bakterienbefall Antibiotika zu geben, ist hier ja nicht hilfreich.

Wie zum Henker kann man denn die Viren wieder rauskriegen? Da man sich durch Geschlechtsverkehr ansteckt, kann Mann sich auch testen lassen? Oder sehe ich meine sexuelle Zukunft nur noch durch Plastiktüten? :eek:

Ich glaube, ich brauche mal ein extrem aufklärendes Gespräch bei meiner Gyn; ich hatte ja keine "Vorgeschichte" mit Pap-Werten und so. Bei mir wurde es entdeckt und sofort geschnippelt. Ich kenne meinen aktuellen Status bezgl. HPV gar nicht :angry:

girasole
08.12.2008, 15:48
Ich weiß nicht ob, das genau hier was zur Sache tut, aber ich hab vor 3 Monaten noch den III d Wert Und den Befund HPV (u.a. auch High Risk: 16, 18) (erstmalig) gehabt. War natürlich voll aus dem Häuschen, bin es auch irgendwie immer noch, obwohl jetzt vor ein paar Tagen ein IIk Wert rauskam. Vielleicht wars ja auch nur der Placeboeffekt, aber ich hab, weil mein Freund und ich zu dem Zeitpunkt nicht ganz 1 Jahr zusammen waren und ich deswegen davon ausgehe, dass wir beide das HPV haben auf Kondome bestanden. Naja und ich hab den Stress so gut es ging gedrosselt und mich gesund ernährt, etwas abgenommen, mache 2-3 mal die Woche Sport (geraucht hab ich eh nie), verzichte das ein oder andere Alkohol... Ich versuche soweit es eben geht die Sache zwar ernst zu nehmen, aber trotzdem positiv zu denken (ja, ich weiß das geht nicht immer, ich hab so Panik gehabt als ich auf das Ergebnis gewartet hab, und wirklich sicher fühle ich mich jetzt auch nicht, ich gehe auf jeden Fall noch zu einem anderen (2.) Arzt, der mir mal seine Meinung dazu sagen soll).
Wenn meine Werte so bleiben werde ich über kurz oder lang nochmal ein HPV-Test machen lassen, und dann entscheiden ob eine Impfung Sinn macht, vor allem, kann man sich ja immer wieder anstecken, wenn ich richtig informiert bin? Achso und meinen Freund schicke ich auch zum Arzt, aber das hat er von allein eingesehen, dass er da nicht umhin kommt..
Grundsätzlich finde dass gerade wenn man schon mal einen solchen Befund hatte, die Kasse die Impfung übernehmen sollte, ich meine ich hab auch mal gehört, dass die Impfung bei der Heilung helfen soll, aber das ist heftig umstritten.
Viele liebe Grüße und ich finde wir sollten alle den Mut nie verlieren..
Girasole

nikita1
08.12.2008, 16:02
Hallo all :)

Danke für die Beiträge - es beschäftigt mich wirklich, denn logischerweise kann ja nach einem Zervixkarzinom (oder dessen Vorstufen) + persistenter HPV-Infektion die Krankheit wieder zurückkommen, trotz schneiden oder Bestrahlung.:confused:
Wenn das Immunsystem schon einmal die Viren hat die "Überhand" gewinnen lassen - kann es auch ein zweites mal geschehen.

Ich für meinen Teil werde das Ergebnis abwarten und mich dann impfen lassen.
Hier ist es nur für junge Mädchen kostenlos, aber die ca. 450 Euronen sind es mir als nicht mehr so jungem Hüpfer allemals Wert (Gardasil) :engel:
Es wird zwar geschrieben, dass die Impfung nach Ansteckung keinen Sinn macht (Fazit, dass könnte man nun auch noch ausgiebig diskutieren) - aber nehmen wir an, die Frau ist nach der Therapie HPV-frei .... dann macht die Impfung doch Sinn....oder ???

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=051011018
Gardasil weist in seiner Struktur virusähnliche Partikel der HPV-Viren. Die Partikel sind nicht infektiös, sie verursachen jedoch eine Immunreaktion des Körpers.

Es kann natürlich auch sein, dass die schon einmal erfolgte Infektion diese Immunitätsreaktion hervorgerufen hat...gibt es nicht Krankheiten, die man nur einmal bekommt und dann ist man immun ?
Ich werde mich in der nächsten Zeit mal schlau machen , Dank Google - leider habe ich bis jetzt nicht viel über das Thema gefunden. Es scheint, die Ärzte wissen es auch nicht so genau....

Meine letzten PAP-Werte waren immer in Ordnung :) - reihe mich also ein in die Gruppe der Frauen mit PAP 2 , juppiheee ! Eigentlich ein Wunder nach FIGO 3b und besorgten Blicken der Onkologen - hilft anderen Betroffenen Mut zu machen.
Nun müssen nur noch die verdammten HighRisk-Viren (wenn ich sie denn habe) verschwinden.

Die Entdeckung, dass humane Papillomviren Krebs im Genitalbereich verursachen, adelte das renommierte Karolinska-Institut in Stockholm jüngst mit dem Nobelpreis für Medizin. Diese Entdeckung des deutschen Forschers Prof. Harald zur Hausen ebnete auch den Weg zu einem Impfstoff, der es erstmals ermöglicht, einer Krebserkrankung aktiv vorzubeugen.
Ich schreib dem Prof. eine Mail - mal sehen, was er meint :) und werde dann berichten.
http://www.dkfz-heidelberg.de/tzhdma/tzprzurhausen.htm

Jannalie
08.12.2008, 16:10
Interessanter Aspekt. Ich nehme an, trotz dass der Virus mittels Abstrich nicht mehr lokal nachweisbar ist, wird er weiterhin im Blut vorhanden sein... Ich spekulier jetzt einfach mal wild drauf los: ich denke, dass der Virus weiterhin im Körper verbleibt - nur (hoffentlich für immer) in inaktiver Form. Vielleicht ist das der Grund, warum Zweifel bestehen, dass eine Impfung unter diesen Umständen überhaupt wirksam ist.

girasole
08.12.2008, 16:26
hmm, aber es heißt doch, dass man sich wieder anstecken kann (oder irre ich mich da?) ...

Wenn es im Blut/Körper bliebe, wird dann das Virus also "nur" von allein wieder aktiv (so wie der Herpes zB?), oder bedarf es des erneuten Kontaktes damit?

Irgendwie scheint mir, als ob die Ärzte generell damit nicht viel Erfahrung haben. Mir wurde bisher von meinem Arzt gesagt dass ich mich nicht impfen lassen brauche, das hätte ich quasi "selbst übernommen" (wow, das hat gesessen, als ich da so in der Sprechstunde saß, ich war voll fertig). Wenn ich mich recht erinnere meinte der was von Antikörpern (vielleicht ist das Immunreaktion von der Nikita spricht?) , auf der anderen Seite stand im letzten Brief von ihm dass IIk nicht schlecht sei und er davon ausgeht dass das Virus möglicherweise ab abheilen ist...
Ich glaub ich werd ihn das definitiv mal fragen, entweder bei der nächsten Vorsorge, oder wie ich mich kenne häng ich eh demnächst am Telefon.

LG

Hope68
08.12.2008, 16:26
Hallo Nikita!

ich finde Eure Diskussion sehr gut! Man sollte sich über HPV sicherlich Gedanken machen. Aber eines ist ganz sicher:

Der Impfstoff ist für Erwachsene noch gar nicht zugelassen. Eine Impfung daher nicht möglich (noch nicht) - auch wenn man sie selber bezahlen möchte.

Zur Zeit finden Studien statt, die eine Impfung im Erwachsenenalter mit bereits erfolgter Infizierung als Gegenstand des Interesses haben. Solange diese Ergebnisse nicht vorliegen und auch noch nicht an das BfArM übermittelt wurden, kann keine Zulassung erfolgen.

Ebenso ist man sich noch nicht sicher, ob es evtl. Auffrisch-Impfungen geben wird, wie z.B. bei Tetanus, Diphtherie, Polio etc. - da man noch keine Langzeit-Ergebnisse vorliegen hat.

Also heißt das Einzige, was man machen kann: Immunsystem stärken, gesund leben und hoffen, dass die Viren nicht allzu großen Unfug treiben. Es gibt nur wenige Virustatika auf dem Markt und diese werden aufgrund des enormen Nebenwirkungspotentials nicht eingesetzt. Diese Mittel wirken auch nur hemmend auf die Viren-Vermehrung - es gibt noch kein wirksames Mittel, dass Viren abtötet.

D.h. selbst wenn wir wissen, mit welchem HPV-Stamm wir infiziert sind, ändert sich nichts an unserer Situation. Engmaschige Kontrollen, rechtzeitiges Reagieren auf Veränderungen und lieber einmal etwas härter durchgreifen, als dem Virus - und damit einer möglichen Krebserkrankung - eine Chance geben.

Hoffe ich konnte Euch ein wenig Informationen zu diesem Thema geben.

Liebe Grüße

Hope68

nikita1
08.12.2008, 16:39
Zur Zeit finden Studien statt, die eine Impfung im Erwachsenenalter mit bereits erfolgter Infizierung als Gegenstand des Interesses haben

Liebe Hope (feiner Nick) :)
Danke für den Beitrag - genau diese Studien interessieren mich !
Hast du Info-Material und Kontakte dazu?

Jannalie
08.12.2008, 16:47
Ich habe dennoch von zwei Fällen gelesen, die sich nach einer bestehenden HPV-Infektion haben impfen lassen. Die eine Betroffene übernahm die Kosten selbst, die andere bekam es von einer bestimmten Krankenkasse bezahlt. Entweder war es die BKK oder die Barmer *kopfkratz*.

afro
08.12.2008, 17:06
http://www.krebsinformationsdienst.de/themen/vorbeugung/hpv-impfung.php

Impfstudien zur Impfung von Frauen über 26 Jahre dauern noch an
Gardasil® wird derzeit noch an Frauen bis 45 Jahre, Cervarix® an weiblichen Probanden bis 55 Jahren erprobt. Vorab veröffentliche Studienergebnisse sind vielversprechend: Beide Impfstoffe erwiesen sich bei den jeweiligen Probandinnen als sehr wirksam. Da die Studien zur Schutzwirkung und Sicherheit der Impfung bei Frauen über 26 Jahre aber noch nicht abgeschlossen sind, läge es nach Angaben der Stiko in der Verantwortung des Arztes, die Patientinnen über Nutzen und Risiken der Impfung auf Basis der Impfstoffzulassung hinzuweisen.

Da ich ja nun auch auf de Suche bin, weil ich meine grosse Tochter 22Jahre auch Impfen lassen möchte,bin ich nur auf diese Seiten gestoßen.
Versteh nur nicht wieso sie für ältere nicht zugelassen ist wo sie doch an diesen getestet werden.

lg.afro

blueblue
08.12.2008, 17:36
Hallo in die Runde,

ich weiß, dass es am 11. Januar 2009 um 19:00 Uhr eine Sendung geben wird auf RTL2 Welt der Wunder,darin soll genau diese Thema HPV und seine Folgen behandelt werden. Vielleicht ganz sehenswert?

blueblue

nikita1
08.12.2008, 19:13
Liebe Afro,
Wie geht es dir ? Ich hatte damals so grosse Hoffnung, dass deine Mam es noch schafft.
Danke für den Link, so bin ich auf diese Seite gestossen:

http://www.zervita.de/gebaermutterhalskrebs/zervixkarzinom/vorbeugende-impfung-gegen-humane-papillomviren/wer-sollte-wann-geimpft-werden.html
Frauen, die eine Infektion mit einem oder beiden der "Impftypen" HPV 16 und 18 überwunden haben, können aber möglicherweise auch von der Impfung profitieren: zum Schutz vor einer Neuinfektion (Lowy u. Schiller 2006). Eine solche Neuinfektion ist möglich, weil die durchgemachte Infektion in der Regel keinen sicheren, langanhaltenden und belastbaren Schutz bewirkt. Nur die Impfung gewährleistet die Bildung ausreichend hoher Antikörperspiegel.

Literatur (in englisch und einiges in deutsch)
Vorbeugende Impfung gegen HPV
http://www.zervita.de/gebaermutterhalskrebs/zervixkarzinom/vorbeugende-impfung-gegen-humane-papillomviren/literatur.html#c477

Saslow D et al (2007) American Cancer Society Guideline for HPV vaccine
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17237032?dopt=AbstractPlus


es besteht also Hoffnung. :)

.................................................. .................................................. ............................

Liebe Hope
das steht ebenfalls auf der Seite...also keine Altersbegrenzung.
Gardasil® ist von der Europäischen Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency EMEA) ab dem Alter von 9, Cervarix® ab 10 Jahren zugelassen, beide ohne obere Altersgrenze.

Cee
08.12.2008, 19:53
Hallo Nikita!

Der Impfstoff ist für Erwachsene noch gar nicht zugelassen. Eine Impfung daher nicht möglich (noch nicht) - auch wenn man sie selber bezahlen möchte.


äh, kleiner Einwand: Eine Freundin von mir, sie ist 25 Jahre jung, hat sich gerade dieses Jahr im Sommer (nach meiner Diagnose) impfen lassen :D

Was ist also mit "erwachsen" gemeint? Da stimmt was nicht ;)

afro
08.12.2008, 19:58
Hallo nikita,
mir geht es gut. Da ich von Anfang an, an ihrer Seite war und glaube auch mein best mögliches gegeben zu haben plagen mich keine Schuldgefühle.
Ich habe auch in den letzten Stunden mich von ihr verabschiedet und gesagt das ich ihr hätte das alles gern ersparen wollen. Sehe sie heute noch so Elend vor mir liegen, das es weh tut.Doch denk ich auch das es ihr jetzt nur besser gehen kann.
Da meine Mam finanziel nicht so gut gestellt war, habe ich anfangs noch so einige Probleme. Aber ich hatte vor 10 Monaten eine Versicherung für sie abgeschlossen ohne von ihrer Krankheit zu wissen und die haben trotz das der Zeitraum noch nicht abgelaufen war gezahlt. So haben sich diese Probleme auch gelöst.

bzgl- HPV stand heute ein Artikel in der Morgenpost.
Außerhalb der Altersbeschränkung empfielt es sich, mit seiner Krankenkasse zu sprechen, ob eine Kostenübernahme oder beteiligung möglich ist.Einige KK zahlen auch bis 25 Jahre. Werde mich morgen mal kundig machen bei der AOK-

lg.afro

Auf BR im Fernsehen 21.30 Uhr kam gerade, das einige Ärzte die Überprufung des Impfstoffes beantragt haben.Da die Wirkung zweifelhaft ist.
Auch aus Berlin Dr.Dieter Wolf stand auf der Liste.Mann weiß nicht ob die Impfung wirklich vor Krebs schützt.
Die Empfehlungen zur Impfung werden von den Herstelleren des Impstoffes finanziell unterstützt.
Was soll man davon nur halten?

nikita1
08.12.2008, 21:53
Liebe Cee

genau über deinem Beitrag hatte ich dieses Zitat gepostet. (betitelt: Liebe Hope)
Gardasil® ist von der Europäischen Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency EMEA) ab dem Alter von 9, Cervarix® ab 10 Jahren zugelassen, beide ohne obere Altersgrenze.

Liebe afro,
Ich denke, dass die Impfung wirksam ist, jedenfalls habe ich schon mehrere Studien gelesen, wonach die Frauen mit Placebos Dysplasien entwickelt haben und die mit Gardasil geimpften Frauen nicht.
Es wird auch immer wieder betont, dass die Impfstoffe nicht alle HighRisk-Viren abdecken und ca.30 % aller Frauen andere HighRisk-Viren haben, die dann auch zu Krebs führen können.
Die Impfung ist demnach kein Blankoschein - man muss weiter zur Vorsorge gehen - aber ein SEGEN für alle, die sie bekommen !!!

Beginnend mit der Entdeckung von Prof.von Hausen (siehe Nobelpreis) bis zur Entwicklung des Impfstoffes gegen zwei der gefährlichsten HihgRisk-Viren wurde ein grosser und wichtiger Schritt getan. (Schade, dass es das vor 20 Jahren noch nicht gab, dann sässe ich jetzt nicht in der Patsche)

Man sollte nicht bei jedem neuen Medikament den Pharmafirmen ausschliessliches Profitdenken unterstellen - wir tun es ja auch nicht, wenn es um die Tetanus- oder Polio oder Pocken-Impfung geht, nicht wahr ? :raucht:

Auch wenn es schon aussagekräftige Studien über die Wirksamkeit gibt, wird man erst in ca. 20 jahren in den Onko-Kliniken wirklich sehen, ob die Impfung die Sterberate am Zervixkarzinom vermindert hat.

-----------

Nun muss ich mich nur noch hier schlau machen, lebe ja nicht in Deutschland und im Januar dann eine Entscheidung treffen.
Meine Onkologin ist fix aber falls sie die Impfung ablehnt, gibt es immer noch meinen coolen Hausarzt :)

Hope68
09.12.2008, 08:48
Hallo Zusammen:

Also, die Zulassung für den Impfstoff gilt bis 26 Jahre, d.h. mit 25 kann man noch geimpft werden ;o) - zählt somit noch nicht zu den "Erwachsenen".

Hier ein kleiner Ausschnitt über den aktuellen Stand was die Zulassung von Gardasil bei Patienten über 26 Jahre angeht:

"Auch ***** & Co., US-amerikanischer Anbieter von GARDASIL,
muss Rückschläge hinnehmen: Abgelehnt wurden sowohl eine Erweite-
rung der Zulassung auf Frauen zwischen 27 und 45 Jahren als auch
die Erwähnung eines Schutzeffekts der Vakzine über die enthaltenen
vier HPV-Typen hinaus in der US-amerikanischen Produktinformation
(...). "

Ich habe selber 3 Töchter, die zum impfen momentan noch zu klein sind, aber ich werde mir diese Impfung sehr gut überlegen. Mittlerweile arbeite ich seit über 10 Jahren in der klinischen Forschung und ich kenne mich in dem Metier ziemlich gut aus! Es gibt keine 100%-igen Nachweis-Studien, die einen effektiven Nutzen von Gardasil (R), Cervarix (R) etc. aufweisen können - wie auch, es gibt keine Langzeit-Studien zu diesem Impfstoff. Allerdings gibt es - wie bei jedem Arzneimittel - auch ein Nebenwirkungsprofil. Es ist eine reine Nutzen-Risiko-Abwägung. So liegt z.B. eine Petition beim BfArM vor, die die Rücknahme des Impfstoffes vom Markt fordert, da offensichtlich das Gefühl aufkommt, dass die jungen Mädchen als Versuchskaninchen genutzt werden.

Sicherlich kenne ich nicht alle Studien zu diesem Thema. Aber man sollte sich auch überlegen, ob die Impfung nicht vielleicht zu einer Art "Freischein-Denken" führen kann, getreu dem Motto: "Ich bin ja jetzt geimpft, da kann mir nichts passieren". Es kann einem auch Niemand eine Garantie geben, dass man nicht trotz Impfung erkrankt - an einem anderen HPV-Stamm - und ob das dann immer zu einem CIS führen muss ist auch nicht gesagt.

Meine Devise lautet also: ich schau jetzt mal, was passiert, wie die neuesten Studien aussehen und werde dann nach dem Nutzen-Risiko-Prinzip abwägen und entscheiden.

Liebe Grüße

Hope

mela 74
09.12.2008, 09:14
hallo zusammen,
also mein gyn meint schon,dass ich mich impfen lassen kann!!!wobei er auch sagt,dass hpv viren hauptsächlich die zervix befallen,deshalb ja auch gebärmutterhalskrebs!!!das heisst,freuan nach ner hysterektomie oder wertheim op haben ja keine mehr!!!allerdings hat er im letzten jahr 3 patientinnen gehabt,die nach wertheim,wieder schnell bei pap 3d waren,high risk,und dass die gefahr durchaus bestünde,dass ein vulvakarzinom entsteht!
im krankenhaus dagegen sagte man mir,dass ich mir keine gedanke machen solle,wenn ich mich wieder anstecke,da das kind ja schon in den brunnen gefallen wäre,und ohne gebärmutter nichts mehr passieren könne!!!!naja also so wirklich schlau wird man aus der sache nicht,jeder sagt was anderes,überall liest man was anderes,ich denke,jeder muss wirklich für sich und seine gesundheit ausm bauch raus entscheiden!!!!impfung,ja oder nein!?
ich gehe regelmässig zu meinen nachsorgen,und höre in mich hinein,hoffe,dass nichts mehr kommt,oder nicht noch irgendwo was schlummert(was man ja nie weiss!!!)und ansonsten leb ich einfach ganz normal weiter!

liebe grüsse an alle mela:D

Hope68
09.12.2008, 09:57
Hey Mela!

Das ist genau was ich denke. Dies hier ist ein Forum, bei dem jeder seine eigenen Erfahrungen postet, aber was andere schreiben, muss nicht unbedingt auf mich zutreffen. Ich finde es ganz wichtig, dass hier unheimlich viel Mut gemacht wird. Wer sich unsicher fühlt findet hier auf jeden Fall ganz tolle Ansprechpartner - Nikita, das gilt auch ganz besonders für Dich! Man kann sich austauschen, man ist nicht allein.

Jeder kann hier für sich selbst das Beste mitnehmen - ob das nun Tipps sind, wo es z.B. eine gute Dysplasie-Sprechstunde gibt, oder wo es überhaupt gute Ärzte gibt etc.

Eine Garantie kann einem sowieso niemand geben - auch die Ärzte nicht. Genauso wie die Prognosen immer nur eine "Annahme aus der Erfahrungsvielfalt" heraus sein können. Jede Patientin ist anders, jede Patientin reagiert anders und wir haben im Studium gelernt, dass die Medizin zu einem Großteil aus Ausnahmen besteht. Also sollte niemand den Kopf hängen lassen und nach Möglichkeit immer positiv in die Zukunft schauen. Irgendetwas gibt es immer, auf das man sich freuen kann!

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine geruhsame Vorweihnachtszeit bei Kerzenschein und vielen leckeren Plätzchen.

Liebe Grüße

Hope

tiffany
09.12.2008, 10:36
@ Mela 74,


mir gab einige Stunden vor der Hysterektomie genau die gleiche Info auf meine Frage,ob das ganze nach der Hysterektomie erledigt sei.Alle Ärzte dort im KH sagten....sie werden jetzt für immer Ruhe haben.Naja der weitere Verlauf ist ja bekannt.Ich fragte dann vor einigen Monaten meinen ehemaligen FA warum die Ärzte im KH diese Aussage getroffen haben.Er meinte das die Ärzte nur von dem ausgehen,was sie an Patientinnen beobachtet haben.Habe am WE einen Artikel gelesen (find ihn leider nicht wieder) das einige Forscher davon ausgehen,das auffällige Dysplasien in der Vulva oder Vagina von noch vorhandenen Streuzellen des GH hervorgerufen werden.

LG

tiffany
09.12.2008, 11:37
Hallo Gretel,

ja.Dadurch kann mein Immunsystem nicht auf den HPV-Virus einwirken und derselbige hat so freies Spiel.Man sagte mir,das ich nie unter Pap 3d kommen werde.Solange es auch wirklich "nur" 3d ist,kann ich es akzeptieren.

LG

mela 74
09.12.2008, 11:43
also wie gesagt,ich seh das so wie mein fa das geschildert hat..erscheint mir am logischsten....die grösste gefahr ist gebannt,durch hpv ein neues karzinom zu bekommen......ein restrisiko iswt immer da....allerdings mach ich mir wenn,eher sorgen,dass ein rezidiv entsteht,oder doch noch irgendwo eine miniminiminimicrokrebszelle vor sich hinschlummert,und darauf wartet erwachsen zu werden....
aber wie schon erwähnt,ich bin eigentlich guter dinge,und generell ein positiver mensch....ich lebe mit,bzw. nach dem krebs,und nicht für ihn!!!!!!!

ich wünsche euch allen eine besinnliche vorweihnachtszeit,geniesst die tage..ja und wie hope schon sagte die leckeren plätzchen :smiley1::smiley1::smiley1:

alles liebe mela

tiffany
09.12.2008, 11:47
@ Gretel,

dieser Gedanke kam mir auch gerade.Werde es sofort in meiner Signatur ändern.

@ Mela 74,

ich lebe mein Leben auch wie vorher weiter und lass mich nicht durch diese Sache einschränken.Gott sei Dank habe ich einen Arbeitgeber der für die mehrmaligen OP´s im Jahr Verständnis hat.Bin ja dann meistens nur 2 Tage krank.

Wünsch euch auch eine besinnliche Weihnachtszeit und wenn es soweit ist...viele geschenke und lecker Essen:D

mela 74
09.12.2008, 11:52
hihihi...jaaa tiffany..das essen ist sehr wichtig :D
schönen tag!!!!!!!
grüssle mela

tiffany
09.12.2008, 11:55
Danke,das wünsch ich dir auch.

Das Essen an Weihnachten,ist das Beste......als ob diese Tage ein Freihfahrtsschein zum schlemmen sindhttp://www.smileygarden.de/smilie/Food/nahrung038-001.gif (http://www.smileygarden.de)

LG Nancy

mela 74
09.12.2008, 12:15
sind sie sind sie...:prost: essen und trinken in hülle und fülle...:D

mela 74
09.12.2008, 12:38
ja meine liebe,so ist es leider,jeder arzt,proffesor sagt was anderes,deshalb hör auf dich dein bauch dein körper..kombinier es mit nachsorgen,infos von überall..und ich drück dir die daumen,dass es gut ist!!!!!!
schön wäre es....wenn irgendwann wirklich ausser ner "simplen" impfung mehr aufklärung,und information da wäre....aber das kann genau wioe damals bei aids noch dauern,wir gehören zu ersten generation,die überhaupt was von hpv hören!!!!!also vor meiner krebserkrankung wusste ich nicht,dass sowas existiert!!!!!!!!!!!!aids kenn ich seit ich 12 bin................wir können nur das beste draus machen,und für die mädchen in zukunft hoffen.......

tiffany
09.12.2008, 12:49
Wollt dazu auch noch was sagen.Ich weiß seit dem 26.8.04 das es den HPV-Virus gibt.Habe dort meinen ersten Pap 4a bekommen.Hättest du mich vorher auf HPV angesprochen,wäre von mir sicherlich die Antwort gekommen....HPV:confused:....du meinst doch bestimmt HIV.Hatte mich Anfang diesen Jahres an die Redaktion von SternTV gewandt.Weil es halt sehr sehr wenig Infos für die Bevölkerung in Bezug auf HPV gibt.Habe sie nur gebeten dieses Thema vieleicht einwenig presenter zu machen.Sie sahen diesen Vorschlag nicht für angebracht.Ich finds schade.Denn viele Frauen sehen es nicht als angebracht an zur Vorsorge zu gehen.Bis 2006 gehörte meine grosse Schwester auch dazu.Seit es dann mit meinen Verlauf begann,hat sie dies überdacht und geht jetzt regelmäßig zur Vorsorge.

blueblue
09.12.2008, 12:54
Eine Sendung zu HPV - Impfung und was er verursacht - wird es am 11. Januar 2009 auf RTL 2 bei Welt der Wunder geben um 19:00 Uhr.

mela 74
09.12.2008, 12:57
da geb ich dir echt vollkommen recht!!!!!
es ist weitverberbreitet,nicht zur krebsvorsorge beim gyn zu gehn!!!
ich hab das immer wieder erfahren,und wenn ich mit meiner geschichte komm hör ich immer wieder och..mhh..ich sollt auch mal wieder.......
ausserdem hab ich beim gyn gelernt,und weiss daher,naja wie sehr geschlampert wird....leider........weil viele frauen (ich auch) davon ausgehen,wenn sie nichts über hpv wissen,krebs gibts bei uns in der familie nicht...najaaa..bin wohl weniger gefährdet...shwachsinn!!!!!!ich hab ab und an das bedürfnis es in die welt hinauszuschreien....um andere zu schützen...aber da stösst man doch auf taube ohren..oft....leider...

tiffany
09.12.2008, 13:04
Ja,das sehe ich auch so.HPV kennt fast keiner,der nicht an Dysplasien oder schlimmeres betroffen ist.

Ein Beispiel,was passieren kann.

Ich war bei der Zytologin meines FA und sie erzählte mir von einer 19 jährigen Patientin.Die zu ihr gekommen war,als sie schon grosse Schmerzen und Blutungen hatte.Sie konnten nichts mehr für sie tun.5 Monate nach Diagnosestellung verstarb das Mädchen.Sie sagte zur Zytologin,das sie es nie in Betracht gezogen habe zur Vorsorge zu gehen.Dabei kann man mit einem kleinen nicht schmerzhaften Abstrich schlimmeres verhindern.Ich weiß nicht wo die Gründe für diese Gleichgültigkeit liegen.Sind es vieleicht die Wartezeiten oder 10 Euro Praxisgebühr?????Ich weiß es nicht und würde jede Ausrede nicht gelten lassen.Denn schließlich müssen die meisten hier im Forum min.alle 3 Monate hin oder öfters.

tiffany
09.12.2008, 13:04
Hab vielen Dank blueblue.Hab es mir gerade aufgeschrieben und seitlich vom Fernseher hingehangen.Das ist dann glaube ich in Welt der Wunder.Denn das läuft Sonntags immer um 19 Uhr auf RTL 2....tolle Sendung


LG Nancy

mela 74
09.12.2008, 13:07
ne ich kanns dir auch nicht sagen..es ist unwissenheit..unterschätzung....scham....usw......
ich selbst hab noch ganz frech zu meim gyn gesagt bei der vorsorge...mh...krebs gibts bei uns net..nur herzinfarkte und schlaganfälle..er hat nur milde gelächelt..heute bin ich viel schlauer!!!!!!!!!
naja wir können nur unseren kleinen teil dazubeitragen...ich selbst hab 2 söhne......und einer davon ist grade voll in der pubertät.....ich hab ihn auch über hpv aufgeklärt.......

blueblue
09.12.2008, 13:11
Übrigens habe ich gerade in einem Vortrag gehört, dass die Impfung für die Mädchen, theoretisch durchaus auch wirksam bei Jungen sein sollte.

Einig ist man sich da aber noch nicht.

tiffany
09.12.2008, 13:11
Wenn die Zeit bei meinem Sohn gekommen ist...er ist erst 10 1/2...dann werde ich auch mit ihm darüber sprechen.Vieleicht gibt es dann ja schon ne Impfung für Männer.Solange hält die Mama die Hand dazwischenhttp://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/43.gif (http://www.smileygarden.de)

mela 74
09.12.2008, 13:16
grins..lach....ich hab meinem in den adventskalender komdome...lach..ne bei uns ist das alles sehr locker..und er wird 16......
wie alt bist du?
gott sei dank hast du kinder...

tiffany
09.12.2008, 13:20
Ich bin gerade 30 geworden:(

Das kannst du laut sagen.Bin auch sehr froh,das ich ihn habe:D

mela 74
09.12.2008, 13:26
ja glaub ich dir,ich hab gott sei dank auch mit 18 mein erstes kind bekommen.......kann dich gut verstehn...hatte ja mit 32 die wertheim....naja andere haben noch keine kinder..wir können von glück reden.....
so nun sag ich tschüss für heute..muss arbeiten gehn.....
bist du bei wer kennt wen????ein tolles forum...schau mal ....ich bin auch da angemeldet..fals du es tust schreib mir ne pn ich geb dir dann meinen richtigen namen...
bis bald liebe grüsse mela:D

tiffany
09.12.2008, 13:29
Das werde ich machen.Kannst ihn ja per PN schicken und auch den Link.Werde mich dann gleich anmelden.Viel Spaß beim arbeiten.Ich muss hachher nur 3 Stunden:winke:

afro
09.12.2008, 18:21
Hallo nikita,
hier noch mal der link zu dem was gestern im Fernsehen kam.
http://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag3/downloads/Stellungnahme_Wirksamkeit_HPV-Impfung.pdf

lg.afro

nikita1
10.12.2008, 00:05
Liebe Afro,
Danke für den Link.

Tatsächlich gelang es mit der Impfung, bei den Frauen, die noch nicht mit den HPV-Typen 16
oder 18 infiziert waren, diejenigen Krebsvorstufen, die nur mit diesen beiden Virentypen assoziiert
waren, um 98% zu vermindern. Dies hat viele zu der optimistischen Annahme verleitet,
dass durch die Impfung diejenigen 70% der Krebsfälle, die mit den Typen 16 und 18 assoziiert
werden, fast vollständig zu verhindern sind, also eine Verminderung der Krebsfälle
um fast 70% resultiert. Diese Annahme ist aber bislang nicht durch Studienergebnisse belegt.

Behauptungen,
die Impfung reduziere Gebärmutterhalskrebs um 70% oder gar 98%, müssen unterbleiben
und durch studiengestützte Informationen ersetzt werden, die allen Beteiligten eine
dem Kenntnisstand entsprechende Bewertung und Entscheidung ermöglichen.

also so richtig erschliesst sich mir die Logik in diesem Texteil nicht.... wäre ich Arzt, würde ich das auf keinen Fall unterschreiben.
Die geforderten (Langzeit)Studienergebnisse sind erst in ca. 20 Jahren verfügbar, doch Fakt ist schon jetzt, dass die sich Krebsvorstufen mittels Impfung fast in Nichts aufgelöst haben.
Und ohne Vorstufe kein Krebs !

Warum also 20 Jahre warten ??? Die werten Herren bekommen ja keinen Gebärmutterhalskrebs (mal von der einzigen weiblichen Unterzeichnerin abgesehen), den machen 20 Jahre forschen und warten nichts aus....:smiley11:
Das ärztliche Credo sagt: Heilen, nicht abwarten und verzögern !!!

blueblue
10.12.2008, 08:16
Hallo alle hie rin der Runde,

da schließe ich mich Nikita an, das ist mir nämlich auch durch den Kopf geschossen beim Lesen des Links von Afro.

Wenn das Mittel noch nicht so lange vorhanden ist, [B]müssen[B] Langzeitstudien doch fehlen. Wo sollen die denn herkommen.

Außerdem sehe ich da noch was anderes, der Mensch neigt dazu etwas Neues erst einmal abzulehnen und zu verteufeln, war schon in den Zeiten so als Automobile und Eisenbahn entwickelt wurden auch die Erfindung des Rades ist so ein Fall und man könnte sicher noch weiter zurück gehen.

Bei Impfstoffen ist es ebenfalls immer ähnlich, bevor man überlegt was sie bringen können, schreit jeder nach den Nebenwirkungen. Dabei fällt mir nur ein, dass wenn ich an meine eigene Therapie denke, ich jetzt sicher nicht mehr so gut leben würde, wenn ich auf die Nebenwirkungen geschaut hätte, die bei einer Radiochemotherapie zu erwarten sein KÖNNEN nicht etwa müssen.

Ich habe meine Tochter impfen lassen, sie wird jetzt 15 Jahre, und ich bin froh darüber, dass es diese Impfung gibt. Wenn damit nur ein einziger Grund vielleicht ausgeschlossen werden kann, dass sie an Gebärmutterhalskrebs erkranken kann, dann ist das schon eine ganze Menge. Wenn ich meiner Tochter auf diese Weise vielleicht meinen Leidensweg ersparen kann, dann ist es noch viel mehr.

Und zu der Veröffentlichung der Uni Bielefeld, wenn den Akademikern die Themen für eigene Forschungen ausgehen, dann hacken sie halt auf der Forschung anderer Herum, war immer so.

blueblue

mela 74
10.12.2008, 08:39
natürlich hätte ich meine tochter,wenn ich eine hätte auch impfen lassen!!!!!wenn es eine chance gibt es auszuschliessen,oder die gafahr zumindest zu mindern,sollte man diese auf jeden fall wahrnehmen!!!!!

Jannalie
15.12.2008, 20:30
http://www.zervita.de/gebaermutterhalskrebs/zervixkarzinom/vorbeugende-impfung-gegen-humane-papillomviren/wer-sollte-wann-geimpft-werden.html


Literatur (in englisch und einiges in deutsch)
Vorbeugende Impfung gegen HPV
http://www.zervita.de/gebaermutterhalskrebs/zervixkarzinom/vorbeugende-impfung-gegen-humane-papillomviren/literatur.html#c477

Saslow D et al (2007) American Cancer Society Guideline for HPV vaccine
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17237032?dopt=AbstractPlus


es besteht also Hoffnung. :)

.................................................. .................................................. ............................

Liebe Hope
das steht ebenfalls auf der Seite...also keine Altersbegrenzung.

So... ich mach jetzt eine Selbststudie auf eigene Kosten - die Kasse hat nach vielen langen Gesprächen die Kosten für Cervarix nicht übernehmen wollen. Dann greife ich jetzt selber an - schlimmer kann es fast nicht mehr werden. Meine Erstdosis steckt nun im linken Arm und schmerzt, das ist es mir aber wert.

marilynchen
16.12.2008, 14:09
Hallo Zusammen,

also meine BKK zahlt die Impfung aus Kulanz bis 26 Jahre. Wie gut, dass ich gerade dieses Jahr 27 geworden bin.
Aber da auch meine FA dafür ist, machen die eine Einzelfallprüfung, eventuell zahlen dies. Argument war hier auch, dass ich nur HPV 16 positiv bin und dann zumindest vor 18 geschützt wäre.

Drückt mir die Daumen.

Euer Marilynchen

Jannalie
16.12.2008, 15:09
Mir ging es hauptsächlich auch um diesen Aspekt:

Zitat
Frauen, die eine Infektion mit einem oder beiden der "Impftypen" HPV 16 und 18 überwunden haben, können aber möglicherweise auch von der Impfung profitieren: zum Schutz vor einer Neuinfektion (Lowy u. Schiller 2006). Eine solche Neuinfektion ist möglich, weil die durchgemachte Infektion in der Regel keinen sicheren, langanhaltenden und belastbaren Schutz bewirkt. Nur die Impfung gewährleistet die Bildung ausreichend hoher Antikörperspiegel.

marilynchen
16.12.2008, 15:12
@ Jannalie

Darum geht es mir auch, aber wenn das Argument, 18 hab ich noch nicht, bei der Kasse besser ankommt ist es mir egal, hoffe echt, dass die Zahlen.

Jannalie
16.12.2008, 15:51
Ahhh.... da hast du natürlich recht. Also mit meiner Kasse konnte ich mich bis aufs Blut streiten - es ist und bleibt abgelehnt. Mich ärgert das so sehr.... vor allem das ich kurz vor Weihnachten einen so tollen Geldbetrag zahlen darf. Na dann - frohe Weihnachten, Geschenke fallen soweit aus.

nikita1
16.12.2008, 18:23
Hallo all :)
Das Zitat von Lowy u. Schiller 2006 - hat mich auch so beeindruckt , das sind mir die Euro wert .
Ich warte noch bis zum 6.Januar, da habe ich die 5.Nachsorge und diesmal erwartet mich das Ergebnis vom HPV-Test.
Ich musste ihn meiner Onkologin förmlich aus dem Rücken leiern, (O-Ton: wozu brauchen Sie das ?)
Aber nun werde ich das erste Mal erfahren, ob meine Viren blaue oder rote Pantoffeln anhaben.....:D
Falls ich virenfrei bin, sause ich sofort in Richtung Apotheke und kaufe die 3 (?) Impfungen.

Falls ich nicht virenfrei bin..... was tun ????

Jannalie
16.12.2008, 19:10
Bei mir besteht sogar sehr wohl ein großer Verdacht, dass ich diese Viren trage - der Befund ist virentypisch. Und gerade deswegen will und werde ich es mit der Impfung trotzdem versuchen. Wie schon geschrieben: die Impfung gewährleistet die Bildung ausreichend hoher Antikörperspiegel - also selbst bei einer schon durchlebten Infektion ist der Antikörperspiegel offensichtlich nicht hoch genug um vor einer Reinfektion geschützt zu sein. Entgegen aller Aussagen der Stiko, werde ich diesen Weg der Impfung nun trotzdem gehen - ich versuche somit meine Antikörper so hoch zu treiben, das der Körper endlich mal merkt, das es was zu tun gibt.

marilynchen
16.12.2008, 20:10
Jannalie dann drücke ich Dir die Daumen.
Ich warte noch auf meine Kassenentscheidung.

Grüße
Marilynchen

Indianische Medizinfrau
17.12.2008, 16:16
Danke Nikita für die Eröffnung diesen Themas !!!

Ich hatte das ja vor einiger Zeit auch schonmal eröffnet, ist aber irgendwie nicht soooo viel bei rumgekommen
( http://www.krebs-kompass.org/forum/showthread.php?t=34684 )

Ich bin nach wie vor der Meinung, daß es NACH der Behandlung, WENN der erneute HPV-Test ein klares negativ sagt, schon sinnvoll ist sich impfen zu lassen, egal wie alt man ist.

Selbst wenn noch eine geringe Viren-Menge da ist die der Körper in Schach halten kann, stellt sich mir die Frage was passiert, wenn meine Abwehr mal so richtig schwach ist.
Oder wirklich keine Viren mehr da wären und ich mich bei meinem Partner neu infiziere....

Ich habe Ende Januar meinen ersten Kontrollabstrich + HPV-Test nach meiner Koni (PAP IVa, CIN III, Carcinoma in situ) im August diesen Jahres, und sollte alles gut ausfallen und ich HPV negativ sein, werde ich mich impfen lassen !

Mein Frauenarzt und die Ärztin der Gardasil-Hotline haben mir ebenfalls dazu geraten, auch wenn es natürlich bisher keine Langzeit-Studien bei Erwachsenen oder schonmal infizierten gibt.
Mir egal, dann trage ich eben dazu bei, daß es die irgendwann gibt!

Diese Entscheidung ist ganz klar eine persönliche Entscheidung, das muß jeder für sich selbst überlegen.
Die drei Impfungen kosten fast 500 Euro, der Nutzen ist heiß umstritten und Gegner gibt es viele.
Mein Bauchgefühl sagt ganz klar "Mach das!", und ich werde es tun.
Ich werde versuchen meine Krankenkasse davon zu überzeugen, daß sie mit einer Kostenübernahme eventuell mögliche hohe Folgekosten (z.B. erneute Koni, Gebärmutterentfernung usw. bei Wiederauftreten eines schlechten PAP.....) sparen kann, mal sehen ob es was bringt.

Auch meine große Tochter ist geimpft, ohne eine einzige Nebenwirkung übrigens !
Selbstverständlich ist sie aufgeklärt über das Virus und darüber, daß man trotzdem sein Leben lang zur Vorsorge muß, logisch!

Impfen lasse ich mich aber in jedem Fall !!!!

Mädels, wir befinden uns hier auf medizinischem Neuland und auf einem Pionierweg *grins*

Bat
18.12.2008, 10:30
Hallihallo,

ich habe beim vorletzten Abstrich auch (umsonst) einen HPV-Test machen lassen: negativ! :prost:

Und das hat mich psychisch wahnsinnig beruhigt. Zum letzten Abstrich bin ich ganz relaxt gegangen, während ich mich bisher immer zwei Wochen vorher verrückt gemacht habe.

Über die Impfung habe ich auch nachgedacht. Bisher geht man von einer klinischen Wirkung von 5 Jahren aus. Denn es gibt noch keine Langzeitstudien, die eine längere Wirkung beweisen. Und dann? Dann gehts von vorne los? Ich lasse mich erneut impfen und zahle wieder 500€, oder wenigstens 150€ für eine Auffrischung? Deshalb habe ich mich bisher nicht impfen lassen - das scheint mir eine never ending story.

Grüße, Beate

SiSa
18.12.2008, 10:42
Hallo ihr lieben

Ich hoffe, und bitte darum, das jetzt niemand böse auf mich wird, aber ich habe meine eigene Meinung zum Thema Impfen und das betrifft jegliche Art.

Naja, mein damaliger Arzt (und auch Tierarzt auch wenn es jetzt nicht hier her passt, aber hab ja nun mal Tiere und auch die sollten immer geimpft werden, was auch ich heutzutage ablehne).. erklärten mir, das eine Impfung nicht immer 100%ig Sicher ist.
Denn es gibt zu viele Erreger, und da mal den richtigen erwischen.. ist schon eine Höchstleistung und meist nicht möglich.

Da alle Viren immer extremer werden bzw. es auch immer neue gibt, kann man gar nicht alles Impfen.
Somit ist es auch nicht gesagt, das wenn man sich Impfen läßt, ein Schutz besteht.
Gegen viele Viren, baut der Körper seine eigene Abwehr auf..und wenn bei einer Impfung das Immunsystem gerade mal nicht stark genug ist (habe ich selbst erlebt!!) was man ja nie vorzeigt merkt, sondern erst wenn der Schnupfen oder sonstwas da ist, gefährdet man seinen Körper bzw. erkrankt er eventuell stärker und schlimmer an der Sache, als ohne!

Die Belastung wäre dann zu groß.

nikita1
18.12.2008, 14:16
Hallo all :)

ich habe eine Antwort auf meine Anfrage an Prof. Harald zur Hausen bekommen !!

Sehr geehrte Frau C.,

vielen Dank für Ihr E-Mail vom 09. Dezember. Ich habe Ihr Schreiben mit Interesse gelesen. In der Tat, wenn keine HPV-Viren mehr nachweisbar sind, ist das Risiko gering, dass es zu Rezidiven bei Ihnen kommen wird.

Eine Impfung wird vermutlich bei Ihnen nicht mehr viele Effekte bewirken können, da Sie wahrscheinlich mit den Hochrisikoviren infiziert waren. Allerdings ist es hier schwer, eine verbindliche Aussage zu machen.

Mit allen guten Wünschen und freundlichen Grüßen,


Prof. H. zur Hausen

Schade, dass ich nun immer noch nicht weiss, ob eine Impfung (bei aktuellem Nichtnachweis der HighRisk-Viren) Sinn macht.
Der Prof. meint, es mache keinen Sinn, ich hätte gern eine Begründung .
Nun, ich schreib ihm noch mal :)

anonym20
18.12.2008, 20:18
Hallo,

möchte mich jetzt auch mal zu diesem Thema äußern... Richtig ausrotten könnte man HPV sowieso nur wenn Männer und Frauen geimpft werden, denn was bringt eine Impfung wenn der Virus weiterhin von Männern übertragen wird.. Denn es gibt soviele HPV - Typen mehr, als von der Impfung abgedeckt werden.. auch wenn die Typen 16 und 18 die aggresivsten sind, können die anderen dennoch auch Krebsauslöser sein..

Liebe Grüße

nikita1
21.12.2008, 12:29
««
ich habe noch einen interessanten Artikel zur Impfung gefunden:

http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll/032-033.htm
Eine Impfung gegen die beiden HR-HPV-Typen 16 und 18 kann potenziell mindestens 70% der Zervixkarzinome verhindern. Die Ergebnisse von doppelblinden, placebokontrollierten Phase-II-Studien zur prophylaktischen Vakzinierung mit einem bivalenten Impfstoff gegen HPV 16/18 bzw. einem tetravalenten Impfstoff gegen HPV 16/18 sowie den Genitalwarzen verursachenden HPV-Typen 6/11 zeigten eine gute Verträglichkeit, eine 100%ige Serokonversion, eine fast vollständige Verhinderung von persistierenden Infektionen, Zervixdysplasien und Genitalwarzen. In Phase-III-Studien zeigte sich eine Effektivität von 100% bei der Verhinderung von HPV-assoziierten anogenitalen Erkrankungen [Garland] und von 98% bei der Verhinderung von CIN-2- und CIN-3-Läsionen durch einen tetravalenten Impfstoff [FUTURE II Study Group]. Weitere große Phase-III-Studien mit über 40000 Teilnehmern laufen derzeit. Der tetravalente Impfstoff (Gardasil®) und der bivalente Impfstoff (Cervarix®) sind zugelassen.

Prävention und Früherkennung

* Eine primäre Prävention von Zervixdysplasien und invasiven Karzinomen ist durch eine Vermeidung einer genitalen Infektion mit humanen Papillomaviren möglich.

* Durch konsequente Verwendung von Kondomen wird das Übertragungsrisiko einer HPV-Infektion vermindert.

* Durch eine prophylaktische Vakzinierung mit einem Impfstoff gegen HPV können Impftyp-assoziierte persistierende Infektionen und die Entstehung von Zervixdysplasien und invasiver Karzinome verhindert werden.

* Eine regelmäßige Krebsfrüherkennung ist notwendig.

* Eine sekundäre Prävention erfolgt durch eine regelmäßige, jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung mit zytologischem Abstrich der Portio möglichst unter kolposkopischer Kontrolle.

Jannalie
21.12.2008, 22:13
Das es prophylaktisch wirksam ist, ist ja quasie bewiesen. Mich würden positive Feedbacks über dezente therapeutische Wirkungsweisen interessieren. Diese Berichte hier treffen "nur" Aussagen über die Prävention.

nikita1
21.12.2008, 22:21
++
Hier noch ein interessanter Ansatzpunkt, den man eventuell mit dem Arzt besprechen kann: APOT-Test

http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowPDF&ProduktNr=227095&Ausgabe=228358&ArtikelNr=58295


Ein Wort noch zu zukünftigen
Entwicklungen. Bisher beschränken wir uns ja
mit der HPV-Testung nur auf den Virusfaktor. Für
die Entstehung einer Krebserkrankung ist ja aber
schliesslich der «Host-Faktor», also die Frage, welche
Zellen tatsächlich bereit sind, das Virus zu inkorporieren,
der doch wohl entscheidende Faktor. Kann
man diese «High-risk»-HPV-Positiven bereits heute
identifizieren?
Dr. Ikenberg: Das ist tatsächlich möglich, beispielsweise
mit dem APOT-Test (für die Integration der
HPV-DNS ins zelluläre Genom). Es gibt aber auch
noch andere Ansätze auf immunologischer Basis, beispielsweise
die HLA-Variabilität. Für alle gilt: Zur
Zeit zu kosten- und personalintensiv und damit ohne
Platz in einer Vorsorgeuntersuchung.

Jannalie
21.12.2008, 22:58
Auch sehr interessant... Du bist ja richtig fleißig. Da bin ich ja mal gespannt, ob du noch mehr positives findest.

nikita1
23.12.2008, 16:17
««
wieder eine Mail von Prof.zur Hausen :)

meine Anfrage:

Ich erlaube mir, Ihnen noch einmal Fragen zu stellen:

**
Sie schreiben, dass eine Impfung nach Infektion mit HighRisk-Viren
keinen Sinn mehr macht.
Nehmen wir an, ich bin im Moment virenfrei (ich weiss es noch nicht)
- dann könnte doch eine Impfung Sinn machen ???
Gibt es Studien darüber, ich finde einige amerikanische Abhandlungen ,
aber niemand macht eine bindende Aussage.
Sollte der Körper nach überstandener Infektion nicht immun sein ?
Oder es mittels der Impfung werden ?
Oder verbleibt der Virus für immer im Körper, falls das Immunsystem
ihn nicht eleminiert ??? Dann kann er ja jederzeit aufs neue die DNA
verändern und Krebs hervorrufen.

**
Soweit ich verstanden habe, ist nur das eigene Immunsystem in der
Lage, den Virus zu beseitigen .
Gibt es keine Medikamente gegen den Virus ? (ich spreche also nicht
von der vorbeugenden Impfung)

Es ist für mich lebenswichtig, den Virus aus meinem Körper zu
bekommen, falls er denn noch nachweisbar ist.

die Antwort:

Sehr geehrte Frau C,

Ihre Fragen darf ich kurz beantworten:

Sehr klare Aussagen über die Wirkung einer Impfung nach vorausgegangener Infektion der High Risk Viren lassen sich kaum machen, da auch negative Befunde nicht ausschließen, dass Infektionen mit den anderen Typen stattgefunden haben. Insgesamt gesehen ist das Risiko hoch, dass bei einer vorausgegangenen Infektion mit einem Typ dieser Viren auch andere Typen als Infektion vorlagen. Leider sind die Nachweisverfahren nicht absolut zuverlässig, um eine vorausgegangene Infektion klar zu identifizieren.

Es scheint so, dass das Virus auch durch das Immunsystem weitgehend eliminiert werden kann. In diesem Fall scheint ebenfalls ein langfristiger Schutz gegen Reinfektion mit dem gleichen Agens vorzuliegen.

Mit freundlichen Grüßen und allen guten Wünschen,


Prof. Harald zur Hausen


kurzum: es gibt wohl kein Medikament gegen die Viren :(
Und ob eine Impfung gegen zwei der Hochrisiko-Viren (Gardasil) Sinn macht, weiss ich leider immer noch nicht ...mit dem Hinweis auf andere Viren und ungenaue Verfahren zur Feststellung.

Vielleicht werden mal Studien angeschoben, wo man den Nutzen der Impfung nach Infektion analysieren kann. :)
Obwohl ich inzwischen nicht mehr an diesen Effekt glaube - eine Impfung ist ja vorbeugend , wenn man dann "verseucht" ist, nützt eine Impfung wahrscheinlich nicht mehr viel...

Und interessant ist, dass man gegen die Viren anscheinend immun wird, wenn das eigene Immunsystem seinen Job macht.
Nur... wenn das Immunsystem versagt ? Dann muss es doch noch andere Möglichkeiten geben.
Wie im Fall von Konisation - Rausschneiden der Viren oder Bestrahlung oder mittels Chemo.
Am 6.Januar weiss ich es, ob bei mir noch Viren nachweisbar sind.
Und vielleicht ist ja mein Immunsystem inzwischen brav und eleminiert die Viren von allein.

Jannalie
23.12.2008, 17:21
Mmmhhh... da erhält man garantiert bei 1000 angefragten Ärzten 1000 Meinungen. Ich habe jetzt mit der Impfung angefangen - trotz bestehendem Verdacht, dass ich sie immer noch in mir trage. Mein Arzt hat mir sogar gesagt, dass es immer wieder aufflammen kann und dass er mir nicht garantieren könne, dass wir uns in 10 Jahren deshalb wieder sehen. Da ich nun einmal damit begonnen habe, werde ich mir noch die zwei fehlenden Impfungen geben lassen.

nikita1
23.12.2008, 18:00
Liebe Jannalie
das machst du richtig so, ich denke trotz allen Zweifeln auch darüber nach (Impfung)
Allerdings ist Prof. zur Hausen die Kapazität auf dem Gebiet, immerhin hat er dieses Jahr den Nobelpreis bekommen - genau, weil er den Nachweis zwischen Papiloma-Viren, DNA und Krebs erbracht hat.
Nur deshalb war es überhaupt möglich, einen Impfstoff zu erstellen.

Alles weiteren Forschungen laufen wahrscheinlich noch, der 1.Schritt wurde getan, nun kommen weitere.
Leider dauert es ja immer (siehe Langzeitstudien)

nikita1
06.01.2009, 15:24
:)wie verprochen, hole ich diesen HPV-Thread wieder aus der Versenkung:
der HPV-Test vom September 2008 ergab: kein HPV nachweisbar, nicht ein Virus in Sicht !!!
Laut Studien dürfte so das Risiko von einem Rezidiv kleiner werden.
Da ist was dran, denn immerhin lebe ich nun schon fast zwei Jahre mit einem unoperablem FIGO 3B-Tumor (G3), der weggestrahlt wurde....

marilynchen
06.01.2009, 18:33
Hallo Nikita,

schön, dass du den Thread wieder herausgegraben hast, wollte ihn heute abend auch suchen.

Ich habe eine Bitte, wer von Euch ist älter als 18 Jahren und hat die HPV Impfung von der Krankenkasse bezahlt bekommen?

Ich müßte wissen, wie alt ihr seid und welche Krankenkasse es bezahlt hat. Wenn ihr die Daten hier nicht so reinschreiben wollt, dann bitte per PM an mich, muß eventuell meine Kasse mit einem möglichen Wechsel etwas unter Druck setzen, weil ich habe mich für die Impfung entschieden, finde aber die Kasse sollte es zahlen.

Vielen Dank an Euch.
Marilynchen

Jannalie
06.01.2009, 19:19
Ich habe von einer Dame gelesen (um die 25), da hatte die BKK gezahlt. Unter Druck setzen wird nicht helfen - habe es mit den bestmöglichen Argumenten versucht. Das hatte alles nichts gebracht. Meine Impfung (ich bin 28 Jahre) habe ich nun selber bezahlt.

afro
06.01.2009, 20:55
Hallo Mädels,
hatte heute ein Gespräch bei der AOK zwechs Impfung meiner 22 jährigen Tochter. Wollte von der Dame Wissen wie die Möglichkeiten sind zwechs Übernahme der Kosten. Als erstes muss ich sagen hat sie von der Impfung abgeraten.Ich nun mit meinem Laienwissen gegen argumentiert . Bis ich dann auch merkte sie hat gar keine Ahnung. Als ich dann frage was für Nebenwirkung es den gebe warum sie denn abrät. Ich mit HPV 16/18 usw.Impfung doch von den Kassen und über Medien empfohlen jedoch bis 18 .
wo liegt da der Unterschied.Laut Studie haben die meisten schon mit 14 GV.
Sie dann in ihrer Schublade nach einem Hefter gesucht und gefunden. Hat gelesen und uns ein Gespräch mit einem Beratungsarzt empfolen.
Von dem übrigens auch das Abraten kommt. Sie hatte einen Teil laut gelesen, da hiéß es das durch die Impfung ein Teil der anderen Viren aggres. reagieren als sonst. Habt Ihr davon schon mal was gehört?
Auf die Frage ob der Beratungsarzt in der Gyn. tätig ist verneinte Sie Aber er würde an bestimmten Schulungen speziel dazu teil nehmen und ich könnte mich ja an ihn wenden.
Also werde ich die 50km auf mich nehmen und einen Termin machen.
Wie um Himmels willen soll ein junges Mädchen das davon keine Ahnung hat sich da zurecht finden. Werde meine Tochter begleiten hab ja noch zwei die auch bald das gesetzl. Impfalter erreichen.
Der Beratungsarzt der AOK in Chemnitz heißt Andres Winkler war vieleicht shon mal jemand da?

lg. afro

Jannalie
06.01.2009, 21:20
Kenne diesen Dr. zwar nicht - aber Chemnitz liegt quasie vor meiner Haustür. Komme aus Dresden. Ich glaube aber nicht an diese Aussage, denn es wäre die erste, die ich in solcher Art höre.

afro
06.01.2009, 21:30
Habe ja sowas auch noch nicht gelesen.
Aber mal sehen was er mir erzählt.Wie gesagt hatte ja nicht den Eindruck das sie Ahnung hatte.

lg.afro

tiffany
06.01.2009, 21:32
Hallo afro,

ich habe in einer Studie gelesen,die mit hunderten geimpften Frauen und gleiche Anzahl von Frauen mit einer Placebospritze,das die geimpften Frauen zu 7,5% mehr von den anderen high risk Typen heimgesucht werden.Ganz besonders Nr.31 und 33.Man stellte noch fest,das HPV Viren auftraten,die noch nicht in die Gruppe der high risk Viren aufgenommen wurde.Mehr kann ich leider auch nicht dazu sagen.

LG

afro
06.01.2009, 21:39
Danke tiffany möchte für dieses Gespräch vorbereitet sein. Damit er mich nicht gleich unter den Tisch redet.

lg afro

nikita1
07.01.2009, 00:49
Liebe Afro,
Also ich lasse mich nun auch impfen ..mit 48 Jahren.
Bin HPV-frei und will es demnach versuchen.

Das mit dem Alter ist meiner Ansicht nach Vorsicht, der Gedanke kommt hauptsächlich davon, dass man nur junge Mädchen impfen will - bevor sie sich mit den Papiloma-Viren anstecken, was ja zwangsläufig bei ca. 80 % der Menschen in der Welt geschieht (Männer + Frauen)
Ich würde also an deiner Stelle erst mal deine Tochter auf HPV testen lassen - ist sie frei - auf jeden Fall eine Impfung.

Das durch die Impfung andere krebserzeugende Virenstämme aggressiver werden könnten - davon habe ich noch nie gehört, aber ich werde Prof.Harald zur Hausen eine Mail senden und ihn fragen.
Eins weiss ich aber: Zervixkarzinom soll nicht vereerbar sein, hab also diesbezüglich keine Angst.

marilynchen
07.01.2009, 08:27
Hallo Jannalie,

Ich denke es bringt schon etwas, meine Kasse zahlt z.B. Bis 26, bin nun leider 27 und im Zweifelsfall würde ich die Kasse wechseln. Allerdings prüft meine Kasse, ob sie zahlen. Ich informiere Euch dann. Bisher hatte ich immer Glück und meine Kasse zahlt sogar Hepatitis Impfungen rein für den Urlaub! Dann sollte doch eine solch wichtige Impfung noch drinnen sein.

tiffany
07.01.2009, 09:45
Morgen,

ich habe leider nicht die Studie gefunden,von der ich gelesen habe.Aber einen Artikel,wo dies ebend erwähnt wirdhttp://www.arznei-telegramm.de/html/2007_06/0706057_01.html

Der Link lässt sich leider nicht kopieren.Ich hoffe ihr könnt trotzdem damit was anfangen.

In beiden FUTURE-Studien und zwei Metaanalysen11,13 ist die Zahl der Läsionen, in denen andere als die in GARDASIL enthaltenen HPV-Typen nachgewiesen werden, bei Geimpften konsistent numerisch höher als in den Plazebogruppen.

nikita1
07.01.2009, 12:22
also hier mal eine Zusammenfassung vom Link:
http://www.arznei-telegramm.de/html/2007_06/0706057_01.html

das wichtigste:

für junge Frauen, die noch nicht infiziert waren:
Jungen Frauen bietet die Vakzine während der durchschnittlich dreijährigen Beobachtungszeit (fast) vollständigen Schutz vor Dysplasien aller Schweregrade an Gebärmutterhals, Vulva und Vagina sowie vor Genitalwarzen durch die im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen, sofern sie bis zum Abschluss der Grundimmunisierung nicht mit den entsprechenden Typen infiziert waren.

für Frauen, die schon infiziert sind (es wird so im Text nicht ausgedrückt, aber ich nehme es mal an....:
Nach den jetzt endlich vollständig veröffentlichten Zwischenergebnissen der FUTURE-Studien senkt die HPV-Vakzine GARDASIL die Gesamtzahl höhergradiger Zervixdysplasien (CIN 2 und höher) bei Frauen zwischen 16 und 26 Jahren, die mehrheitlich bereits sexuelle Kontakte hatten, nur um 17% und damit deutlich weniger als erhofft. Für die als Surrogatparameter für ein Zervixkarzinom geeigneteren hochgradigen Dysplasien (CIN 3) lässt sich statistisch kein Effekt sichern.

Auch zeigt sich erneut, dass die Impfung den natürlichen Verlauf einer bereits bestehenden Infektion oder Dysplasie assoziiert mit HPV 6, 11, 16 oder 18 nicht beeinflusst, also keinen frühen therapeutischen Effekt hat

interessant ist dieser Satz, allerdings wird nicht geschrieben, welche Virenstämme für die Dysplasien verantwortlich waren:
Zervixdysplasien wurden in beiden Studien deutlich seltener als erwartet durch die im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen verursacht.

In beiden FUTURE-Studien ist die Zahl der Läsionen, in denen andere als die in GARDASIL enthaltenen HPV-Typen nachgewiesen werden, bei Geimpften konsistent numerisch höher als in den Plazebogruppen.

Was mich, wie gesagt stutzig an dieser Analyse macht: es wird nicht im Konkreten auf die anderen Virenstämme eingegangen, die angeblich für Dysplasien (trotz Impfung) verantwortlich sein sollen.
Dass die geimpften Frauen trotz Vazine weiterhin zur Vorsorge gehen sollen, wird ja weithin betont.
Welche Viren also können noch Krebs hervorrufen, ausser den schon bekannten, die durch die Impfung abgedeckt werden ??????????????

Jannalie
07.01.2009, 18:54
Die Hauptsache ist für mich auch der Punkt, dass ich durch die Impfung keine Verschlimmerung verursache. Entweder es bewirkt gar nichts oder eben evtl. ein klein wenig. Ich hatte jetzt mehr Angst, dass es zu Verschlimmerungen kommen könnte. Geimpft bekam ich Cervarix bei evtl. noch bestehendem HPV. Wobei ich jetzt nichtmal weiß, welchen CIN ich derzeit habe. Es wurde zwar nicht im Gesunden entfernt, jedoch wurde mit dem Laser nach behandelt. Dann könnte evtl. die Impfe doch nicht ganz zwecklos gewesen sein.

Marylinchen, ich drück dir ganz feste die Daumen, dass du mit deiner Kasse Glück hast. Sonst versuch es einfach mal bei der BKK. Besteht bei dir auch (so wie bei mir) evtl. noch ein HPV?

Ganz lieben Dank an euch Mädels, die uns mit solchen interessanten Erkenntnissen füttern. Bin jetzt etwas beruhigter.

marilynchen
07.01.2009, 19:07
Jannalie, bei welcher BKK denn? Bin selbst bei einer und die zahlt bis 26 Jahre.
Ich bin HPV 16 positiv nach der ersten Koni gewesen, aber ob es jetzt was für den bringt oder nicht, will ich zumindest nicht noch den HPV 18 erwischen. Und da ich den nicht habe, will ich das Risiko ausschließen.

afro
07.01.2009, 20:59
Hallo nikita, es ist nicht die Angst die Abstriche meiner Tohter sind ok. das macht mir auch keine Sorgen. Doch die vielen anderen hier die die Impfung ein wenig Hoffnung geben würde und sie diese nicht bekommen. Ist das alles wieder eine rein wirtschaftliche Sache. Wäre der Preis der Grund das nicht alle geimpft werden.Was machen jene die es nicht selber aufbringen können.
Die Studien laufen jetzt ,so weit ich weiß 6 Jahre. Jährlich glaube ich gelesen zu haben erkranken 6000 Tausend Frauen, versteht mich nicht falsch aber sind das zu wenig um einen wirtschaftlichen nutzen aus dem ganzen zu ziehen?
Abstriche sind oK.aber Hoffnung auf Übernahme der Kosten hat sie mir nicht gemacht.Also werde ich mich mal durchkämpfen.

Ich hoffe nur Mädels mir ist hier keiner böse über meine Gedankengänge.
Schießt mir eben alles so durch den Kopf.

marilynchen hast du einen formlosen Antrag stellen müssen mit Zustimmung vom Arzt?

lg.afro

marilynchen
07.01.2009, 21:06
Hallo Afro,

ich habe 2mal bisher mit denen telefoniert und dann sollte ich eine formlose Empfehlung meiner FA einreichen, die haben die Montag gelesen, allerdings kam die Beraterin da erst aus dem Urlaub und jetzt warte ich auf die Antwort, hoffe, dass die zahlen. Mal sehen.
Aber für deine Tochter wäre ein Kassenwechsel doch eine Idee, meine zahlt für alle Mädels bis 26 Jahre.

Bin mal gespannt, ob du deine Impfung bekommst.

Alles Liebe
Marilynchen

Jannalie
07.01.2009, 21:10
Marylinchen... leider habe ich nur die Information gelesen, dass es die BKK gewesen wäre, die gezahlt hat - aber die Dame war ja um die 25. Da hätte sie ja sowieso offensichtlich noch gezahlt. Ich finde es aber toll von dir, dass du dich impfen lassen willst. Du würdest das doch so oder so tun... oder? Also unabhängig davon, ob die Kasse zahlt. Ich wollte keine Zeit verlieren und habe sofort die Imfpung geholt. Tu das doch auch - du kannst nachträglich immer noch die Rechnung einreichen und auf Rückzahlung hoffen. Soviel wie ich weiß, muss man sowieso in Vorkasse gehen. Hol dir am besten auch die Cervirax - die ist kostengünstiger (wirkt aber nur gegen die high-Risk-Viren... was anderes wollen wir doch aber auch nicht).

marilynchen
07.01.2009, 21:17
Jannalie, das Problem ist aber, wenn du Dich erst impfen läßt hast du nicht mehr die Möglichkeit die Kasse zu wechseln, um zu einer zu gehen, der deine Gesundheit wichtig ist. Deswegen warte ich jetzt die Entscheidung ab. Dass du das kurzfristig vorlegst stimmt zwar, aber das dauert nur ne Woche, dann überweisen die das Geld sofort, wenn Sie vorher zugetsimmt haben, wie z.B. bei der Hepatitis Impfung für den Urlaub.
Meine FA hat wie heißt es genau, Gerasil oder wie genau es heißt für mich rausgesucht und bei der Kasse beantragt.

afro
07.01.2009, 21:21
Danke für die schnelle Antwort drück dir die Daumen das es klappt.

afro

marilynchen
13.01.2009, 19:50
Kasse zahlt 95%
*freuFreu*

Jannalie
13.01.2009, 23:37
Ist das sensationell!!!! Klasse!!!!

nikita1
11.02.2009, 18:40
Hier ein sehr interessanter Artikel
Impfstoff Cervarix®

Jeder Impfstoff enthält das Antigen im Fall der HPV-Impfung,virusähnliche Partikel (viruslike particles = VLPs), und ein Adjuvans (eine Substanz die die Reaktion des Immunsystems verstärkt).

Aluminiumsalze
(Aluminium) werden normalerweise als Hilfsstoffe (Adjuvantien) für Impfstoffe eingesetzt, jüngste Innovationen haben zur Entwicklung einer neuen Generation von Adjuvans-Systemen (AS) geführt.AS sollen zu einer weiter verbesserten Immunantwort auf besondere Impfstoff-Antigene führen und höheren und anhaltenden Schutz bieten, als dies bei Impfstoffen mit herkömmlichen Adjuvantien der Fall ist.

In Cervarix® wird ein besonders wirksames Adjuvans-System verwendet, welches eine starke Immunstimulation hervorruft.

Die größte mit Cervarix® durchgeführte Studie war PATRICIA, eine randomisierte und doppelblinde Phase-III............

weiterlesen :)
http://www.mediziner.at/content/publikationen/1229612693_2_8.pdf

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Für die Altersgruppe der über 25-jährigen Frauen wird in der Fachinformation unter Pharmakodynamik auf die sehr guten Immunogenitätsdaten bei Frauen bis 55 Jahren verwiesen. In anderen Ländern wie Australien ist Cervarix® bereits für Frauen bis 45 Jahre zugelassen......

weiterlesen :)
http://www.mediziner.at/content/publikationen/1229612693_2_8.pdf

Jannalie
11.02.2009, 19:32
Sag ich doch ;):

http://www.homoeopathie-luzern.ch/ho...rhalskrebs.htm

Zitat zu Cerviarix:

Ein zweiter Impfstoff Cervarix® richtet sich ebenfalls gegen die HP-Viren 16 und 18. Er enthält das Adjuvans (Zusatzstoff) AS 04, der die Immunantwort 80-100-fach verstärkt. Durch die noch höhere Wirksamkeit soll er auch einen Schutz bei schon bestehenden Infektionen mit HPV 16 und 18 haben. Obwohl die STIKO nur bis zu dem Alter von 17 die Impfung empfohlen hat, könnten nach ihrer Meinung nun auch Frauen von der Impfung profitieren, die noch keinen Sex mit einem infizierten Partner hatten, oder auch Frauen, die schon HPV-positiv sind, da das Immunsystem viel stärker auf den Impfstoff als auf die echten Viren reagiere.

Olifia
12.02.2009, 11:04
Ich gebe zu ich habe nicht jedes wort in diesem Thread gelesen, aber ich habe zu dem Thema Impfung und HPV-Virus dennoch ein paar Fragen und möchte wissen was Ihr zu dem Thema meint:

Soweit ich herausfinden konnte, macht der high risk Virus folgendes... er dringt in die Zelle ein und fängt an den Zellkern zu verändern, woraufhin die angegriffene Zelle eine "L1-Kapselproteinhülle" bildet. Unsere Immunzellen/weiße Blutkörperchen erkennen an dieser Proteinhülle, dass mit der Zelle etwas nicht stimmt und sorgen für den gepflegten Abgang der infizierten Zelle...

Bei uns betroffenen wird dann im Abstrich auch auf dieses L1-Protein getestet. Wenn das negativ ist und dennoch Zellen mit verändertem Zellkern im Abstrich herauskommen (so war das zumiindest bei mir), heißt das, dass deine Zellen bei der Veränderung durch den Virus dieses L1-Kapselprotein nicht bilden (warum auch immer das weiß keiner) und die Immunzellen können die erkrankten Zellen nicht bekämpfen, weil sie sie nicht erkennen.

Soweit so gut.

Ein Impfstoff besteht doch gewöhnlich aus totem Virusmaterial, damit sich der Körper Immunzellen aufbauen kann... :undecided

die Immunzellen reagieren doch aber gar nicht auf den Virus selbst sondern auf das Kapselprotein, das bei mir nicht gebildet wird... :augen:

selbst wenn jetzt bei meinem Test rauskommt dass ich HPV-frei bin, ich werd mich sicher nicht mit etwas Impfen lasse, dessen genaue Funktion und inhaltsstoffe/Wirkung mir niemand glaubhaft erläutern kann...

für Arguemente wie: bei fast allen hats funktioniert! halte ich uns Frauen für doch etwas zu individuell... ich finde wenns um sowas wichtiges geht haben wir doch eine etwas differenziertere Erklärung verdient als Statistiken und platte Verkaufssprüche...

LG

Olifia

tiffany
12.02.2009, 11:19
@ Olifia,

bei einem normalen Papabstrich wird nicht gleich automatisch ein immunzytochemischer Test mitgemacht.Man muss mehrere auffällige Abstriche (2w oder 3d) haben.Bei einem 4a wird dieser Test nicht gemacht.Ich persönlich halte diese Impfung für sehr gut.Lange Studien haben den Nutzen von Gardasil und Cervarix gezeigt und ich denke,wenn man diese Möglichkeit einer Impfung bekommt,dann sollte man sie auch wahrnehmen.Es steht jedem selber offen,ob impfen oder nicht.

Olifia
12.02.2009, 12:17
ich will ja auch niemandem sagen tus oder tus nicht... da geb ich dir völlig recht jeder muss das selsbt wissen.... ich will es ja nur verstehen :confused:

Dieser immunzytochemische Test wurde bei mir z.B. beim 2. negativAbstrich gemacht, aber was wann von welchem Arzt gestestet wird ist anscheinend eher "relativ" und genau weil sovieles an den Ärzten, Tests und Aussagen eher "relativ" ist, glaub ich dieses wir-habens-jahre-lang-an-gesunden-Frauen-getestet-verkaufsgefasel nicht ohne eine Erklärung wie das denn jetzt wirklich funktioniert.

Ihr klingt hier alle so (sorry wenn das jetzt alt klingt) erfahren im Umgang mit den Ärzten und Diagnosen und ich dachte vielleicht kann mir mal einer erklären wie der Impfstoff funktioniert :)

Jannalie
12.02.2009, 12:23
Der Impfstoff besteht aus Antigenen - L1-Proteinen von HPV -, die in gentechnisch veränderten Hefezellen produziert werden. Die Proteine werden zu Partikeln formuliert, die echten HP-Viren für das Immunsystem täuschend ähnlich sind (virus-like-particles). Als verstärkendes Adjuvans ist in dem Impfstoff eine Aluminiumverbindung enthalten.

Das hatte ich schon in einem anderen Thread eingestellt:

GARDASIL enthält virusähnliche Partikel des Hauptkapsidproteins der HPV-Typen 6, 11, 16 und 18. Diese Partikel rufen eine humorale Immunantwort hervor, enthalten aber keine virale DNA und sind daher nicht infektiös. Diese werden bei GARDASIL von Hefezellen produziert. Es handelt sich um eine Injektionssuspension aus gereinigten L1-Proteinen für 4 Typen des humanen Papillomvirus (Typen 6, 11 = low-risk...ist für uns somit nicht wirklich relevant, 16 und 18 = high-risk... für uns relevant).

Wie Gardasil basiert die Immunogenität von CERVARIX auf virusähnlichen Partikeln des Hauptkapsidproteins des HP-Virus, die keine virale DNA enthalten und daher nicht infektiös sind. Diese werden bei Cervarix von Insektenzellen produziert. Die Vakzine ist der erste zur Anwendung beim Menschen bestimmte Impfstoff, bei dem das so genannte Baculovirus-Expression-Vektor-System Verwendung findet. Außerdem enthält sie als Adjuvans Monophosphoryl Lipid A, ein gereinigtes bakterielles Lipid, das die Immunreaktion verstärken soll und zur weiteren Erhöhung der Immunogenität mit den Eiweißpartikeln an eine Aluminiumverbindung adsorbiert (gebunden) ist.
Und prima ist doch, dass bei dieser Impfung auch eine Kreuzprotektion zu fast 94% vor HPV 45 und zu 50% vor HPV 31 festgestellt wurde. Somit wirkt Cervirax theoretisch gegen mindestens 4 high-risk-Viren (16, 18, 45, 32). Wo hingegen das Gardasil "nur" gegen 2 high-risk-v. und 2 low-risk-v. wirksam ist.

Olifia
16.02.2009, 12:27
Danke Jannalie :prost:

Das war die Antwort, auf die ich gehofft hatte... woher kriegt man so detaillierte Informationen wenn ich fragen darf?

LG
Olifia

Jannalie
16.02.2009, 15:58
Ui Olifia.... da muss ich mich jetzt entschuldigen... ich hab total vergessen den Link dazu mit einzufügen (es waren sogar zwei Links). Ich hoffe, ich bekomme die irgendwie wieder zusammen gesucht:shy:.

mirasol
21.02.2009, 11:42
hallo,

anscheinend gibt es nicht viele, aber ich wurde nach meinem 1. PapIIId und hpv high risk befund, sofort geimpft mit gardasil...und ich bin 32 jahre alt. die kosten musste ich selber übernehmen.

soviel ich weiss, tragen die krankenkassen bis zum 25.lebensjahr die kosten. wenn man älter ist, muss man die kosten selber tragen.

die impfung an sich ist harmlos. man muss insgesamt 3 erhalten. die kosten belaufen sich auf ca. 360 euro.

dummerweise wurde nach meiner 2. impfung festgestellt, dass mein high risk virus nicht darauf anschlägt, da der hpv virus resistent dagegen ist. somit habe ich einen der nicht 4 typischen high risk viren (hpv 16, 18....). gegen die bin ich aber vorerst resistent. bringt mir leider in meiner momentanen situation nichts, da bei mir trotz impfungen der hpv virus besteht und sich der pap test verschlechtert.

man kann den hpv virus aber feststellen lassen. kostet glaube ich so um die 65 euro. dann wisst ihr, ob euer virus von gardasil abgedeckt wird. eine garantie, dass es mit hilfe der impfung besser wird, gibt es nicht. aber mir war es der versuch wert....dummerweise hatte ich nicht diesen hpv-virus-feststellungstest gemacht. ich weiss nur, dass er high risk ist.

seid ganz lieb gegrüsst,

mirasol

adele82
27.02.2009, 05:11
Hallo Nikita,

also ich hatte im August 2007 eine Konisation nach Pap IVa CIS + HPV low+high risk.

Nun habe ich meinen ersten Befund nach sechsmonatigem Abstand bekommen.
Ergebnis: HPV low+high risk ist wieder vorhanden:(, allerdings noch keine Zellveränderungen.

Nun habe ich natürlich auch die Befürchtung, dass es über kurz oder lang wieder zu Zellveränderungen kommen kann.

Was kann ich machen, damit ich diesen Virus loswerde?:confused:

Liebe Grüsse
Jasmin

nikita1
27.02.2009, 11:11
Liebe Jasmin,

Es gibt noch keinen Impfstoff, der eine bestehende Infektion rückgängig machen kann. So ist es meist nur möglich durch regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen Gebärmutterhalskrebs oder Krebsvorstufen zu erkennen. Wahrscheinlich hast du dich wieder neu angesteckt (nach Konisation) - lasse also deinen Partner auch auf Papilomaviren testen.
Ansonsten bleibt nur, das Imunsystem in Schwung zu halten, also Ernährung, nicht rauchen, Sauna, Sport und falls möglich- kein Stress.

http://de.wikipedia.org/wiki/Humane_Papillomviren
Allgemeine Zahlen zu den Infektionsraten bei Männern gibt es nicht. Ursache für den Mangel an Zahlenmaterial ist das Nicht-Vorhandensein regulärer Vorsorgeuntersuchungen in diesem Bereich bei Männern. Bekannt ist, wenn einer der Partner Läsionen aufweist, auch der andere mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem HPV infiziert ist. Bei bis zu 70 % der männlichen Partner einer Frau, die im HPV-Screening positiv getestet wurde, besteht ebenfalls eine Infektion, die jedoch oft nur kleinste Läsionen am Penis verursacht. Männer sind sich daher der Infektion mit dem HP-Virus oft gar nicht bewusst und bemerken diese nicht. Dennoch sind sie Überträger.
Die Anwendung von Kondomen vermindert das Risiko für eine Infektion erheblich, bietet jedoch keinen absolut sicheren Schutz vor einer (Neu)Ansteckung.
Das mit dem Partner schreibe ich dir, weil du in einem anderen Beitrag auf deinen (verständnislosen) Partner eingegangen bist - ihr sitzt in einem Boot, es ist nicht nur dein Problem !!!
Auch Männer können bei Highrisk-Viren Krebs bekommen - im Mundbereich, Peniskrebs usw... :(

Olifia
03.03.2009, 13:30
LoL ich schmeiß mich weg... :lach: ich weiß das Thema ist nicht witzig, aber ich wünschte ich hätte meinem Ex mal das Wort "Peniskrebs" an den Kopf geworfen.... Das Gesicht hätt ich sicher übers Internet vermarkten können :D
Der hat sich damals geweigert zum Urologen zu gehen deswegen...
Ich will damit nur sagen... Ja, es gibt auch Männer, die so schlecht mit dem Thema umgehen können, dass man sie ohne schlechtes Gewissen Arschloch nennen darf!


LG

Olifia

PS: Sorry fürs vom Thema abschweifen... "Peniskrebs" *lach* das Wort dürfte Eindruck machen :D

afro
20.03.2009, 17:34
Hallo nikita,
weiß nicht mehr so recht aber hattest du heute nicht eine Untersuchung ?
Ist alles ok bei Dir?

lg.afro

nikita1
20.03.2009, 18:40
Liebe Afro,
ja, es war heute, der eigentliche Termin vom Freitag, dem 13 :D wurde Gott sei Dank auf heute verschoben.
Zuerst war ich in der Röhre - Magnetresonanz, ein Graus , eine halbe Stunde unbeweglich in dem engen Ding liegen zu müssen, ich glaub , ich bin mal kurz eingenickt, trotz Krach....
Dann Blutabnahme, Urin (wegen der Nieren) und ab, bei ca. 30 Grad im aufgeheiztem Auto nach Hause, leider konnte ich dann nicht an den Strand, sondern musste arbeiten... :(
Auf den ersten Blick ist alles in Ordnung, die genauen Details erhalte ich am
7. April, wenn ich bei meiner Onko-Gyn antanzen muss.

Fühle mich gut, die Depris haben sich auch verzogen, schmiede Urlaubspläne und trete meinem Jüngsten auf die Hacken, damit er fürs Abi lernt.

afro
20.03.2009, 20:03
Schön das du es erst mal hinter dich gebracht hast. Nun heißt es erst mal wieder warten. Ja Urlaubspläne habe ich nun dieses Jahr auch ,es geht nach Italien. Könnte dich allerdings jetzt schon um die 30Grad beneiden und würde gern an den Strand Baden gehen.

lg.afro