Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine Mama hat BSDK
ratacrash1962
04.03.2009, 11:49
Ich bin mit Nerven total fertig.
Meine Mama wurde am 10.02.09 wegen eines Sturzes in ihrer Wohnung in KH eingewiesen.
Dann erstmal ordentlich duchgescheckt und am 23.02. bekam ich dann gesagt, das meine Mama BSDK hat. Dann durfte sie wieder für eine Woche nach Hause und gestern war dann schon die OP nach Whipple.
Zuerst ging der Chirurg von einer OP-Dauer von 4 Stunden aus, doch das Ganze hat dann 10 Stunden gedauert.
Der Tumor war verkapselt und saß wohl ziemlich ungünstig, jetzt ist er weg, ob Metastasen da sind, weis ich noch nicht. Jedenfalls ich der Zwölffingerdarm mit herausgenommen worden, eine Gallenblase hat meine Mutter schon seit Jahren nicht mehr.
Die OP soll sie nach Angaben der Ärzte u d Pfleger gut überstanden haben.
Ich, war davon allerdings keineswegs überzeugt, lauter Schläuche, Drainagen, eine Magensonde und und und...
Außerdem hatte meine Mama ein ziemlich aufgedunsenes Gesicht, das kenne ich gar nicht von ihr. Mir kam sie jedenfalls mehr tot als lebendig vor, und das hat mich total fertig gemacht.
Ich musste erstmal raus aus der Intensiv sonst hätte ich wohl schlapp gemacht.
Nach tiefem Durchatmen bin ich dann wieder rein, aber Mama, wollte mich gar nicht sehen und hat mich nach Hause geschickt.
Da ich sie nicht aufregen wollte, bin ich dann auch gegangen, komme mir nun aber ziemlich feige vor.
Hilfe von meiner Familie bekomme ich nicht besonders viel, mein Mann kann das irgendwie nicht, mein Bruder, ruft nur an und erkundigt sich nach dem Stand der Dinge und meine Tochter will ich damit nicht belasten, denn sie seht gerade mitten im Abitur. Ansonsten wäre sie mir wohl eine große Hilfe.
Sämtlich Arztgespräche musste ich allein führen, jetzt habe ich mir mal allen Kummer von der Seele geschrieben, und es geht mit ein klein wenig besser.
Aber wahrscheinlich nur bis zum Nachmittag, da gehe ich wieder ins KH.
Liebe Grüße
Karin
Kirsten67
04.03.2009, 13:26
Liebe Karin,
herzlich Willkommen hier, auch wenn der Anlass auch diesmal kein erfreulicher ist.
Erstmal ist es sehr positiv, dass Deine Mama operiert werden konnte. Damit habt Ihr eine wirklich gute Chance, das Mistvieh in den Griff zu bekommen.
Die Whipple OP ist eine der schwersten OPs überhaupt und der erste Tag danach ist sicher schwierig.
Mein Papa hat "nur" eine Bypass-OP bekommen, die dauerte aber auch schon 7 Stunden.
Und die ganzen Drainagen und Schläuche sind auch wichtig, damit Wundflüssigkeiten ablaufen können und Schmerzmittel und Nährstoffe verabreicht werden können.
Ich wünche Euch, dass die Genesung komplikationslos verläuft, dann sieht es in ein paar Tagen bestimmt schon besser aus.
Mein Papa wollte uns manchmal auch nicht sehen, weil es ihm zu anstrengend war. Die OP ist ja auch eine Belastung und schwächt erstmal den Körper. Und die Diagnose selbst ist ja auch belastend. Wenn Du dann nach Hause gegangen bist, ist das nicht feige, sondern bestimmt hilfreich für Deine Mama.
Es ist gut, dass Du Dir Deinen Kummer von der Seele geschrieben hast. Wenn Du Rat und Hilfe suchst, wirst Du hier immer auf offene Ohren und Augen zählen können.
Erstmal alles Liebe für Dich, Deine Mama und Deine Familie
von Kirsten.
Liebe Karin, bei meiner Mutter war es ähnlich. Aus 4-5 geplanten Stunden wurden 11, der Tumor hatte die Darmarterie erreicht und war schon fast herumgewachsen und es war sehr kompliziert, sie hta auch viele Blutkonserven gebraucht.
Dass der Zwölffingerdarm entfernt wurde, ist bei Whipple Standard, so viel ich weiß. Das Aufgedunsensein kenne ich auch, es kam aber von den Infusionen und die Nieren haben auch ein bisschen schlapp gemacht. Sie hat dagegen Lasix bekommen.
Es war, als sie selber wieder trinken und essen konnte, schnell vorbei.
Schläuche, Drainagen und Magensonde sind auch Standard, die Magensonde kam bei meiner Mutter schon heraus, als sie auf die Normalstation verlegt wurde, die Schläuche für Infusionen hatte sie 4 Tage, den Schmerzmittelkatheter im Rücken 7 Tage, die Drainagen 10 Tage (das kommt darauf an, wie viel Wundflüssigkeit noch abgegeben wird, kann auch kürzer oder länger sein).
Dass sie dich wegeschickt hat, war bestimmt nur Erschöpfung. Bitte mach dich nicht verrückt. Diese Operation ist sehr sehr sehr kräftezehrend und meine Mama hat sich jetzt erst, nach 5 Monaten, so weit erholt, dass sie wieder einigermaßen essen und auch mal vor die Tür kann.
Ich bin übrigens auch in der Intensiv fast umgekippt... die Situation verlangt auch den Angehörigen alles ab.
Ich wünsche dir und deiner Mama viel Kraft für die nächste Zeit und gute Besserung.
Liebe Grüße von Ela
Butterblume20
04.03.2009, 16:10
Hallo Karin,
erst einmal tut es mir natürlich leid und es ist sehr schlimm dass du zu hause keine unterstützung findest.
mein Papa wurde am 20.02 operiert.
Das deine Mama so aussieht, ist ganz normal.
Als ich auf der Intensiv war, wurde mir auch sehr schumrig.
Und die ganzen Schläuche, die Magensonde usw. sehen schlimm aus, aber das ist bei jedem bei dem diese OP durchgeführt wird.
Wenn man mal bedenkt, dass die BSD so weit hinten liegt und man alle weiteren Organe anheben muss, kann man sich vllt. vorstellen was das für eine große OP war.
Ich drücke dir beide Daumen, dass noch keine Matastarsen da sind.
In welchem KH ist deine Mama denn?
VLG
Butterblume 20
ratacrash1962
04.03.2009, 19:39
Ich danke euch schon mal für die Aufmunterung, das tut richtig gut.
War gerade wieder im KH. Meine Mama ist schon von der Intensivstation auf die Überwachungstation verlegt worden. Die Ärzte sind bisher sehr zufrieden.
Gerade habe ich dann och erfahren,das auch ein Teil des magens und ein Teil des Dickdarms entfernt werden musste.
Schmerzen hat meine Mama wohl nicht, nur noch den Würgereiz, kommt vielleicht von der Narkose.
Sie sah nun auch schon ein wenig besser aus, fand ich.
Aber sie selbst meinte nur, sie kann nicht mehr.
Da habe ich sie dann in Ruhe gelassen, mal sehen wie es morgen aussieht.
Mein Mann versucht nun auch über seinen Schatten zu springen, er kann eigentlich gar nicht mit Krankheiten umgehen. Bisher haben wir ja auch immer auf der Sonnenseite gestanden, dies ist der erste Krebsfall im engeren Familienkreis.
Im Moment , bin ich wieder soweit, das ich positiv denke, und wir werden nun Schritt für Schritt vorgehen.
Ich werde hier auch noch etwas im Forum lesen, vielleicht finde ich auch einige positive Verläufe.
Liebe Grüße
Karin
ratacrash1962
06.03.2009, 09:06
Gestern war wieder ein schlechter Tag.
Da es am vorabend schon einen winzigen Lichtblick gab, bin ich gestern voller Hoffnung zu meiner Mama gegangen.
Aber sie hat mich gar nicht erkannt, und ständig geschlafen und gestöhnt.
Das Pflegepersonal meinte zwar, es ginge ihr etwas besser, die Laborwerte hätten sich auch gebessert, aber irgendwie kann ich das gar nicht glauben.
Allerdings hatten sie meine mama morgens mal aus dem Bett geholt und in den Stuhl gesetzt, vielleicht war das auch einfach zuviel für sie, denn danach hat sie wieder die volle Ration an Schmerzmitteln bekommen.
Meine Mama liegt übrigens in einer antroprosophischen Klinik und wurde von Dr. Glaser -der 15 Jahre in Heidelberg war - operiert.
Eine Freundin von mir, die in dem Kh arbeitet, sagt, wir sind dort in guten Händen.
Heute nachmittag gehe ich wieder zu meiner Mama, aber ich glaube ich gehe diesmal nicht mit zu hohen Erwartungen, dann ist die Enttäuschung nicht so groß.
@ ela, wie geht es denn deiner Mama heute, hat sie sich erholt, oder ist es ein ständiges auf und ab?
Hat deine Mama eine AHB gemacht?
Tschüs,
Karin
Liebe Karin, die Fortschritte bei der Genesung sind so winzig, dass man sie Tag um Tag gar nicht sieht... erst wenn du nach einer Woche oder zwei zurückblickst, denkst du, ja, das ist doch schon besser geworden...
Meiner Mama geht es stetig besser, sie hat 30 Bestrahlungen und drei Blöcke Chemo hinter sich, einen oder zwei noch vor sich, und heute war sie das erste Mal einkaufen in der Stadt, ist alleine mit dem Auto gefahren, gut dass ich das nicht wusste, ich hätte einen Herzkasper gekriegt.
Nicht aufgeben. Es dauert lange, bis es besser wird.
Viel Kraft und eine Umarmung schicke ich dir.
Ela
Eins hab ich noch vergessen: die Reha findet erst nach der letzten Chemo statt, also irgendwann April/Mai. Ich hätte es besser gefunden nach der OP, aber ich hatte es nicht zu entscheiden, leider....
Gruß Ela
ratacrash1962
07.03.2009, 12:55
Hallo Ela,
da freue ich mich aber, das es deiner Mutter besser geht.
wir werden uns da wohl auf eine lange Heilungsphase einstellen.
Gestern ging es meiner Mama auch etwas besser. Sie hatte die Augen auf und 10 Minuten am Bettrand gesessen.
Wir haben uns auch kurz unterhalten, das ist doch schon ein kleiner Fortschritt.
Hier im Forum liest man leider auch immer wieder von Fällen, die nicht gut ausgehen. Das macht einen nicht gerade optimistischer.
Aber wir hoffen, das es langsam bergauf geht. Allerdings hat meine Mama immer noch nicht begriffen, das sie an Krebs erkrankt ist. Sie denkt Op, ist gelaufen, ich werde wieder gesund.
Obwohl, sie ja schon seit ca. 2 Jahren nicht mehr fit ist, Diabetes, 2 Schlaganfälle und nun dies.
Hoffentlich bekommen wir sie wieder soweit hin, das sie sich wieder mit dem Rollator in der Wohnung bewegen kann. Dann bin ich wieder einigermaßen zufrieden.
Liebe Grüße
Karin
Liebe Karin, vielleicht ist es nicht schlecht, wenn deine Mama denkt, sie wird wieder gesund!! Meine weiß, dass sie Krebs hat, und hat auch leider schon zwei Bekannte an BSDK sterben sehen, das bedrückt sie natürlich extrem. Ich will sie nicht anlügen, aber natürlich auch nicht entmutigen und versuche ihr nur immer klar zu machen, dass es nie falsch ist, zu hoffen und Heilungen möglich sind, Statistiken sind nicht alles. Letztens hat ihr Onkologe ihr gesagt, wir kriegen Sie schon wieder hin, daran klammert sie sich. Der Mensch kann Übermenschliches leisten, wenn er sich nicht aufgibt!
Ich drücke ganz fest die Daumen und hoffe, dass deine Mama wieder auf die Beine kommt! Jeder Mensch ist anders und während die einen die Wahrheit wissen wollen und damit umgehen können, die Angst besiegen und in Kampfeswillen verwandeln, erschlägt sie die anderen total.
Liebe Grüße von Ela
ratacrash1962
09.03.2009, 18:35
Liebe Ela,
seit gestern geht es meiner Mama wieder schlecht. Sie phantasiert und schlägt und beißt um sich.
Heute war es noch schlimmer, sie denkt ich bin ein kleines Mädchen, und wurde aus ihrer Wohnung geholt. Dahin wollte sie wieder zurück, damit kann ich ja noch weniger umgehen.
Der Arzt meinte, das könnte von der langen Narkose kommen und hofft, das es sich wieder gibt, allerdings kann er nicht garantieren, das sie wieder "normal" wird.
Sollte der Zustand sich nicht mehr ändern, dann muss sie wohl ins Pflegeheim.
Der Blutzucker spielt auch verrückt und springt hin und her, obwohl sie ja nichts ißt. Bisher hat sie nur etwas Tee und Wasser zu sich genommen.
Erschreckend fand ich auch, das sie heute an beiden Armen ganz schlimme Hämatome hat, wahrscheinlich, weil die Pfleger sie ruhig stellen mussten.
Letzte Nacht war es wohl ganz schlimm, da hat sie total randaliert, so etwas kenne ich gar nicht von ihr.
Hoffentlich ändert sich das wieder.
Gruß
Karin
Das hört sich aber schrecklich an. Hat deine Mutter Fieber? Wurde sie untersucht, ob sie vielleicht neurologische Probleme hat? Schlaganfall evtl? Ich will ja nicht schwarzmalen, aber ist die Kinik wirklich geeignet? Seid ihr in einer großen Klinik?
Ich hoffe ganz fest für euch, dass sich ihr Zustand wieder bessert... meine Mama war 11 Stunden in tiefer Narkose und hatte keinerlei Probleme damit. Kurz nach der Chemo wird sie ein bisschen vergesslich, aber das gibt sich dann immer wieder.
Ich schicke dir ganz liebe Grüße und Hoffnung!
Ela
ratacrash1962
11.03.2009, 13:32
Entwarnung!:)
ich kann es noch gar nicht glauben, Mama ist wieder normal!
Die vielen Tage auf der Intensivstation waren wohl nichts für meine Mama.
Gestern mittag bin ich mit einem ganz schlechten Gefühl ins KH gegangen, man weis ja nie was wieder für Hiobsbotschaften kommen.
Doch Mama war gar nicht mehr auf der Intensiv. Sie war wieder auf ihrem Zimmer, saß im Stuhl und hat gegessen. Hätte man mir das einen Tag vorher erzählt, das hätte ich nie geglaubt.
Es ging ihr relativ gut und das essen ist ihr auch gut bekommen, zum erstem Mal seit langem keine Übelkeit und kein Erbrechen.
Heute vormittag war ich dann wieder mal kurz gucken und da kam die wenn es so weiter geht, dann kann sie am Montag nach Hause.
Einen kleinen Rundgang im Zimmer hatte sie schon hinter sich, die Krankengymnastin war auch schon da und hat leichte Übungen mit ihr gemacht.
Die Blutzuckerwerte haben sich normalisiert und die Schmerzmittel werden nur noch in Tablettenform gegeben.
Alle Schläuche waren ab, nur noch der Drainageschlauch war noch dran und der kommt wohl morge oder übermorgen ab. Blasenkatheder war auch schon entfernt und zur Toilette konnte sie auch schonb mit Hilfe der Schwester gehen, zurück dann sogar schon allein.
Die Schwester ist schon super, ich habe von ihr erfahren, das sich sich dafür eingesetzt hat das meine Mama wieder auf die normale Station kommt, denn die Intensivstation ist einfach zu unruhig.
Jetzt will meine Mama sogar schon die Haare gewaschen bekommen, haben wir erstmal auf morgen verschoben, sie soll nicht schon wieder übertreiben.
Etwas durcheinander ist sie zwar noch,aber das wird sich wohl auch noch geben.
Jedenfalls bin ich im Moment total happy.
LG
Karin
ratacrash1962
11.03.2009, 13:35
Ach ja, meine Mama liegt im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke,eine antroprosophische Klinik, mit der wir sehr zufrieden sind.
LG
Karin
:)
Hallo Karin, das ist ja kaum zu glauben! Ich hoffe ganz stark für euch, dass das eine einmalige Sache war mit der Verwirrung!Super, dass sie schon wieder gegessen hat und keine Probleme damit hatte! (Bei meiner Mama ging zuerst fast gar nichts runter, sie hat insgesamt über 30 kg abgenommen.)
Viel Kraft für dich und gute Besserung weiterhin für die Mama!
Liebe Grüße von Ela
ratacrash1962
16.03.2009, 18:45
Ein paar Taage konnte ich mal nicht ins Netz. Ich hatte einfach zuviel um die Ohren.
Meiner Mutter geht es so lala, mal besser mal schlechter. Die Verwirrung ist zum Glück abgeklungen, dafür leidet sie im Moment wieder unter Übelkeit und Erbrechen.
Mit Milchprodukten hat sie so ihre Probleme, im Moment isst sie nur Cremesuppen und Naturjoghurt, besser als nichts.
Die Drainage ist immer noch nicht abgemacht, da täglich noch viel Wundflüssigkeit herauskommt.
Samstag Nacht ist sie dann auch noch in der Toilette gestürzt, zum Glück keine größeren Verletzungen.
Heute habe ich gesehen, das ihre Zehen am rechten Fuß ballonartig aussehen.
Da bin ich sofort zum Arzt gerannt, der hat aber Entwarnung gegeben, nicht Schlimmes nur eine Wasseransammlung, sieh aus wie dicke Blasen.
Morgen wird das Ganze dann beseitigt.
Da meine Mutter in den Füßen aufgrund der Polyneuropathien keine Gefühle mehr hat, ist ihr das nicht aufgefallen.
Gut das ich da schon mal hinschaue.
Schmerzen hat sie auch immer noch jede Menge, aber das ist ja nach so einer langen OP auch kein Wunder.
Etwas schwach ist sie im Moment auch wieder, bekommt auch schlecht Luft, aber damit hatte sie auch schon vor der OP ihre Probleme, bei Aufregung wird immer gejapst.
Heute habe ich sie dann wieder gefüttert, sonst wird nicht gegessen.
Also, es ist immer ein auf und ab.
Aber ich freue mich schon über kleine Erfolge.
Gruß
Karin
Liebe Karin, wie geht es deiner Mama jetzt? Ist sie die Wasseransammlungen am Fuß los geworden?
Meiner Mama geht es gut, nach wie vor... allerdings bekommt sie manchmal so komische Anwandlungen, als ich letztens zu ihr kam, hatte sie ihre ganzen schränke im Wohnzimmer ausgeräumt und war dabei, Sachen zum Wegschmeißen auszusortieren und solche, die sie mir geben wollte - damit ich nicht so viel Arbeit habe, wenn sie stirbt. Es war ein so schöner, sonniger Tag und ich hab gefragt, hast du sie noch alle, wir gehen spazieren und gestorben wird noch lange nicht, dass das klar ist. Mich hat das Ganze nicht losgelassen, sie war immer überzeugt, dass sie es übersteht, und jetzt, onwohl es ihr gut geht und sie keinerlei schmerzen hat, so was.
Ich weiß nicht, wie ich mit ihr über den Tod reden soll, fühle mich da ganz hilflos, ich kann es ja selber nicht aushalten daran zu denken.
Nächste Woche hat sie wieder Chemo, dann geht es vielleicht in Kur, wenn keine weiteren Chemoblöcke angeordnet werden. Ich habe schon Angst vor dem Arztgespräch.
Jetzt hab ich mal wieder nur von mir gelabert.
Wünsche euch ein gutes Wochenende.
Wann kommt denn deine Mama heim?
Liebe Grüße, Ela
ratacrash1962
23.03.2009, 20:05
Hallo Ela,
meiner Mama, geht es heute wieder sehr schlecht. Die letzten Tage waren wieder ein auf und ab. Dann war am Samstag noch mein Geburtstag und da hatte sie einen total schlechten Tag.
Die Wasseransammlung in den Zehen haben sich als Brandverletzung herausgestellt, eine zu heiße Wärmflasche war der Grund, das ist aber jetzt wieder in Ordnung.
Sie isst jetzt täglich ein gekochtes Ei, war eigentlich schon immer ihr Lieblingsgericht, der Eiweißhaushalt, ist jetzt auch wieder gut aufgefüllt, meinte der Arzt.
Seit drei Tagen sind sämtliche Wasseransammlungen aus dem Körper wieder verschwunden, die Arme und Beine sind wieder dünner und sehen normal aus.
Leider hatte sich eine Entzündung im Narbenbereich entwickelt un d dadurch hatte sie am Wochenende starke Schmerzen. Gestern ist die Entzündung geöffnet worden und jede Menge Eiter -fast 500ml- sind sofort abgeflossen.
Als ich gestern da war ging es ihr dann soweit recht gut, keine Schmerzen und auch keinen Durchfall, Zuckerwerte waren alle im grünen Bereich, ich war richtig happy.
Dann heute der Besuch, genau das Gegenteil, keine Motivatuon sich aufs Bett zu setzen, den Löffel für die suppe wollte sie gar nicht in die Hand nehmen, während ich dann ihr Abendessen mundgerecht hergerichtet habe, hat sie die Suppe in ihr Bett geschmissen und war dann recht zickig.
Leider waren auch nicht ihre Lieblingsschwestern da, angeblich nur unfähige Leute, die noch nicht mal richtig ein Bett beziehen können.
Also habe ich der Schwester mal die Arbeit etwas erleichtert, sie hat sich auch sehr darüber gefreut. Wir haben meine Mutter gemeinsam in den Stuhl gesetzt und dann wieder alles frisch gemacht.
War aber auch nicht in Ordnung, also bin ich erstmal nach Hause gegangen.
AHB in Bad Oeynhausen ist übrigens schon genehmigt, aber da will Mama nicht hin, mal schauen, wie es bis dahin (02.04.) ist.
Im Moment will sie jedenfalls lieber sterben.
Liebe Grüße
Karin
Liebe, arme Karin, lass dich mal fest von mir umarmen. :knuddel:
Auch wenn deine Mutter meint, jetzt sterben zu wollen.... also wenn meine richtig zickig wird und anfängt, an den Schwestern und Pflegern rumzunölen, ist das eher ein gutes Zeichen und es wird dann bald wieder besser. Wenn es ihr richtig mies geht, fehlt nämlich die Kraft zum Zicken und sie ist für jeden noch so kleinen Einsatz dankbar. Ich drück euch die Daumen, dass es bei euch auch so ist.
Wir hatten gestern ein Gespräch mit der Onkologin und sind total happy. CT sieht prima aus, nichts mehr zu sehen, und diese Runde Cheno wird erst mal die letzte sein. :)
Natürlich weiß ich, dass der Krieg insgesamt noch nicht gewonnen ist, aber diese Schlacht schon!!
Lass dich nicht unterkriegen. Auch ich bin fast verzweifelt an der Weigerung meiner Mutter, zu essen. Alle Ärzte haben gesagt, das ist normal bis zu einem halben Jahr nach der OP, ich konnte es nur nicht glauben, aber es stimmte.
Meine Mutter, die kochen für sich alleine immer als Zeitverschwendung betrachtet und sich von Tiefkühlfertiggerichten ernährt hatte, isst nun so gerne, dass sie sich jeden Tag mit Freude ein 3-Gänge-Menü kocht!
In Kur wollte sie übrigens auch erst nicht. Ich habe daraufhin ihre Freunde und Freundinnen mobilisiert, alle, die schon mal in Reha oder Kur waren, haben ihr vorgeschwärmt, wie toll es war, und das hat geholfen.
Ganz liebe Grüße und viel Kraft
Ela
ratacrash1962
24.03.2009, 18:28
Liebe Ela,
danke für deine Aufmunterung. Ich glaube, meine mama hat mit ihrem Leben abgeschlossen. Heute schlief sie nur, hing wieder am Tropf.
Der Arzt meinte, ich könnte sie nach Hause mitnehmen, geht aber nicht, ich habe keinen Platz für sie, also werde ich mich ersteinmal um Kurzzeitpflege kümmern.
Morgen habe ich einen Termin beim Sozialdienst des KH, da will man mir weiterhelfen.
Vielleicht, wird es ja nocheinmal besser, die Krankenschwester macht mir allerdings nicht viel Hoffnung, will aber auch eine Besserung nicht ausschließen.
Mama ist nun total eingefallen, ich habe mich richtig erschrocken, so eine Veränderung innerhalb von 24 Stunden.
Jetzt muss ich mal ein wenig Kraft tanken, dann gehe ich wieder zu ihr.
Liebe Grüße
Karin:weinen:
Oh, nein... der Tropf, ist das wenigstens Nahrung oder nur Kochsalz und Elektrolyte? Und der Arzt, meinte, du kannst sie heimnehmen? Wenn sie so da liegt?
Bitte entschuldige, aber mir kommt es so vor, als ob die nicht genug für deine Mama tun!!!
Lass dich mal ganz fest umarmen. Ich hoffe, du hast einen guten Pflegeplatz bekommen, würde dir aber auch empfehlen, einen anderen Arzt, möglichst in einem Pankreaszentrum (Bochum, heidelberg, Mannheim, Freiburg, etc) zu Rate zu ziehen. Es muss doch etwas geben, was deine Mutter wieder auf die Beine bringt. Mir kommt es fast so vor, als hätten die sie schon aufgegeben. Viele, die schon aufgegeben waren, leben immer noch. Eine zweite Meinung kann doch zumindest nicht schaden.
Mit dieser Krankheit sind kleinere Krankenhäuser überfordert, da sie so relativ selten vorkommt, die Prognose so ungünstig ist und die OP/Therapie so schwierig.
Meiner Mutter wurde geraten, nach Mannheim zu gehen, sie hatte einen Chirurgen der die schwierige OP gewagt hat und den Tumor von der Darmarterie abgeschält hat, das wagen nicht viele, die meisten operieren dann gar nicht.
Ich wünsche euch beiden ganz viel Mut und Kraft und gebt vor allem nicht auf!!!
Liebe Grüße vonm Ela
ronin1970
26.03.2009, 17:18
Hallo,
auch ich wünsche alles erdenklich Gute !
Man sollte bedenken, daß eine klassische "whipple Operation" den Körper erst einmal völlig "aus der Bahn wirft" und gerade für ältere Menschen nicht leicht zu verkraften ist! Schließlich ist ein Teil der Bauchspeicheldrüse, der Zwölffingerdarm, die Gallenblase, ein Teil des Magens, die umliegenden Lymphknoten entfernt worden. Damit muß der Körper erst einmal "klar kommen". Die Kräfte kommen erst langsam zurück.
Bei mir wurde "nur" der halbe Bauchspeicheldrüsenkopf sowie die Gallenblase und die umliegenden Lymphknoten entfernt; der Magen und der Zwölffingerdarm blieben erhalten. Ich war in guter gesundheitlicher Ausgangslage...doch diese OP hatte mich auch im wahrsten Sinne des Wortes "umgehauen" !!!
Wichtig ist, daß Deine Mutter genügend Nährstoffe sowie eine adäquate Schmerztherapie bekommen tut. Weißt Du welche Mittel sie erhält ?
Haben die Ärzte etwas über die Tumorart bzw. dessen Größe, evtl. Befall von Lymphknoten oder Methastasenbildung gesagt ?
Bitte informier Dich darüber.
Vielleicht ist es auch zu erwägen, eine zweite Meinung einzuholen (z.B. Europäisches Pankreaszentrum Heidelberg)...!
Ich hoffe, daß es Deiner Mutter bald besser geht.
Liebe Grüße
DIRK
ratacrash1962
26.03.2009, 19:28
Hallo Ela,
ja, ich weis auch nicht mehr was ich denken soll, gestern mittag saß meine Mama wieder im Bett, hat normal mit mir geredet und wieder gegessen.
Jetzt habe ich erstmal eine Kurzzeitpflege für sie organisiert, da der Arzt, der Meinung ist, da wäre sie besser aufgehoben. Die Laborwerte sind so weit in Ordnung, für die Schwere der OP und nach der Kurzzeitpflege soll sie auf jedem Fall in die Reha.
In der Kurzzeitpflege soll sie aus der schweren Depression geholt werden und dann auch körperlich wieder etwas aufgebaut werden.
Sie will auch raus aus dem KH, alles ist ihr dort zu unruhig.
Zwar hat sie sich gestern abend noch übergeben müssen, aber das war wohl nicht so tragisch, wie sie mir sagte.
Morgen kommt sie dann in die Kurzzeitpflege.
@ Dirk, morgen bekomme ich von den Ärzten alle Berichte ,da werde ich mich mal schlau machen. Eine 2. Meinung wäre nicht schlecht, mache ich dann auch noch.
Jedenfalls wollen sie bei meiner Mutter auch noch eine Chemo- und eine Misteltherapie machen, aber erst, wenn sie wieder etwas besser dabei ist.
Ja, du hast recht, so eine OP wirft einen alten Menschen total aus der Bahn, und meiner Mama war ja auch nicht mehr ganz gesund (2 Schlaganfälle und diabetes, Depressionen), da muss man Geduld haben.
Danke fürs Mutmachen.
Liebe Grüße
Karin
ronin1970
26.03.2009, 21:28
Hallo,
ich hatte nach meiner OP sehr stark abgenommen und litt unter starken Depressionen; jetzt nach einem halben Jahr muß ich auf passen, dass ich nicht zu dick werde! Die Depressionen haben sich wieder gelegt!
Also, es dauert halt seine Zeit bis man einigermaßen "wieder auf dem Damm ist" !
Liebe Grüße
DIRK
--pfefferminztee--
29.03.2009, 12:09
Hallo liebe Karin,
wie du ja gelesen hast hat meine Oma das gleiche Schicksal ereilt... und ich danke dir erstmal für deine Worte!
Ich hab mich so durchgelesen durch deine ganzen Berichte und bin schon sehr betroffen und hoffe das es deiner lieben Mama ganz bald wieder besser geht!!
Die blauen Flecken hatte meine Oma auch. Allerdings nicht nur an den Armen, sondern nahezu am ganzen Körper. Auch an den Innenschenkeln und an den Schienbeinen. Der Unterschied is aber, dass meine Oma recht gut drauf war nach der OP und nicht ruhig gestellt werden musste, also auch nicht fester angefasst werden musste. Ich denke mir das es vielleicht damit zusammenhängt das der Körper eh schon so empfindlich und geschwächt is, dass das Gewebe einfach sensibler reagiert - vorallem auch weil meine Oma ja auch in ungefähr dem gleichen Alter ist wie deine Mama.
Und die Probleme mit den Milchprodukten hatte oder hat sie auch. Mein Vater hat wohl in Erfahrung gebracht das bei Menschen mit dieser Krankheit bzw. nach der schweren OP, eine Laktoseintoleranz entstehen kann und deswegen bekommen sie Durchfall davon oder müssen sich übergeben.
Das sie beleidigt is wegen der Kurzzeitpflege is leider verständlich... Wir haben uns bei meiner Oma erst gar nicht getraut das Thema anzusprechen aber letztendlich hat sie es selbst eingesehen (vorallem nach dem Schulterbruch) und dann haben wir gemeinsam beschlossen das wir einen Pflegedienst zweimal am Tag bei ihr vorbei schauen lassen und das sie ihr Essen geliefert bekommt.
Mach dir keine Gedanken über ihre "Stimmungsschwankungen" - oft liegt es daran das die Betroffenen sich mit der Situation überfordert und einfach hilflos fühlen, das macht sie wütend und launisch. Aber sie schätzt es mit absoluter Sicherheit das du so für sie da bist!!
LG
franzi
ratacrash1962
01.04.2009, 07:25
Die letzten Tage waren alles andere als einfach. Seit Freitag ist meine Mama inder Kurzzeitpflege. Alles hörte sich so gut an als ich mit der Heimleiterin gesprochen habe.
Man sprach von Mobilisierung und Wiederaufbau der Muskeln und, und, und.
Ich hatte jedenfalls ein gutes Gefühl.
Ich war in der "freien" Zeit mit der Beschaffung der fehlenden Medikamente, fehlender Hilfsmittel, Beantragung der Pflegestufe 2 und Klärung eines ambulanten Pflegedienstes beschäftigt. Zwischendurch habe ich auch noch mal gearbeitet, glücklicherweise arbeite ich nur zweimal in der Woche und es ist für mit mehr Hobby als Arbeit, es ist eine gute Ablenkung und ich fühle mich danach wieder befreiter.
Nun aber zur Kurzzeitpflege; meine Mama wird morgens um 7.00Uhr (sie ist aber ein Langschläfer) geweckt, gewaschen, angezogen und in den Fühstückssaal gefahren, Frühstück gibt es dann ab 8.30 Uhr, dann bleiben alle da sitzen, wer mal zur Toilette muss, bekommt zu hörem, das er ja vor dem Fühstück mal gewesen ist.
Natürlich trinkt meine Mama dehalb auch wieder zu wenig. Auch die Tabletten werden nicht immer regelmäßig gegeben und das ist ja wichtigt, aber da muss man jedesmal dran erinnern.
12.00 Uhr gibt es dann Mittagessen und danach darf dann bzw. muss ein Mittagsschlaf gehalten werden. Danach geht es wieder mit dem Rollstuhl in den Raum, bis zum Abendessen.
Zum Glück bin ich ja jeden Tag nachmittags da und fahre meine Mama dann mal in die Sonne, laufen geht leider überhaupt nicht, dazu fehlt die Kraft und die Zehen haben ja eine Verbrennung 2. Grades und sind schwarz. Das mit den Zehen macht mir auch ganz schön zu schaffen, hoffentlich müssen sie nicht noch amputiert werden.
Jedenfalls habe ich meine Hausärztin gebeten sich meine Mama heute mal anzusehen, mal sehen was sie zu der Situation sagt.
Seitdem bekannt ist das die Hausärztin vorbei kommt, wird der Fuß wieder regelmäßig versorgt, es stehen nun auch Verbandmaterial und Puder am Bett. Mal schauen, ob meine Mutter dann auch mal geduscht wird, denn das und eine Haarwäsche wären mal dringend nötigt.
Im Moment klagt meine Mama auch über Schmerzen im Bauch, und Übelkeit, das kann natürlich auch vom stundenlangen Sitzen kommen denn sie fühlt sich einfach überfordert.
Jedenfalls bringe ich meine Mama nachmittags gegen 17.00 Uhr zu bett, danach läßt dann die Übelkeit langsam nach und sie wirkt wieder etwas entspannter.
Ich habe heute ein Gespräch mit dem ambulanten Pflegedienst und werde mal klären, ob ich meine Mama lieber nach Hause hole und sie in ihrer vertrauten Umgebung pflegen lasse, denn die Kurzzeitpflege ist für meine Mama eher Stress als Erholung.
Unseren Osterurlaub habe wir nun schon gestrichen, obwohl ich eigentlich dringend mal eine Auszeit brauche. Ich habe aber Angst, das meine Mama in der einen Woche dann total den Mut verliert.
Ob meine Mama zur AHB fahren kann, da bin ich noch gar nicht von überzeugt, denn sie kann im Moment ja gar nichts allein machen. Nur allein essen geht nocht, bei allen anderen Dingen benötigt sie Hilfe.
Das sind im Moment meine neusten Eindrücke, nicht so toll.
Vom Kh habe ich ja nun den Entlassungsbericht bekommen, da habe ich mir gleich Kopien von gemacht und mich mal ein wenig schlau gemacht.
Meine Mama macht nun eine Misteltherapie und in der AHB (wenn sie dann wirklich stattfindet) soll eine leichte Chemo gemacht werden mit Gemcitabine.
Tschüs, Karin
Liebe Karin, ich muss weinen, wenn ich das lese.
Es ist furchtbar, wie in solchen Heimen die Menschen 'gepflegt' werden! Sind die dort völlig überlastet oder total abgestumpft?
Vielleicht findest du eine Pflegerin, die bei deiner Mama wohnen kann, dann wäre sie zu Hause und würde hoffentlich intensiver und liebevoller betreut.
Ich schiebe momentan meinen eigenen Frust. Zu meiner Mutter haben sie ja im Krankenhaus gesagt, alles okay, nix mehr vom Tumor zu sehen, Chemo ist beendet - und als ich den Schein mit den Laborwerten, der bei ihren Entlassungspapieren war, gesehen hab, trifft mich doch fast der Schlag: Tumormarker CA 19-9 gestiegen, von 710 Ende Januar auf 1200 jetzt, normal ist bis 40.
Ich habe die Ärztin angerufen, und die meinte, sie müsste erst das Einverständnis meiner Mutter haben, ehe sie mit mir über die Befunde spricht. Der will ich aber nichts sagen, sie ist im Moment so voller Freude und Hoffnung, das mach ich ihr nicht kaputt!
Ich vertraue im Moment keinem Arzt mehr.
Liebe Grüße, eine umarmung für dich und ich wünsche deiner Mama, dass es bald aufwärts geht... und dass die Chemo hilft!
Ela
ratacrash1962
06.04.2009, 08:26
Hallo Ela,
was ist das doch für eine Sch....krankheit.
Ich habe im Pflegeheim mal ein wenig mit dem Personal geredet, jetzt läuft es besser.
Vielleicht habe ich auch einfach zuviel erwartet, die Pfleger tun ihr Bestes, sind aber total überlastet. Mit einer privaten Pflegerin wäre uns nicht geholfen, denn Mama kann nichts mehr, wie soll eine Pflegerin so etwas hinbekommen.
Gestern wollte ich meine Mama ins Bett legen und sie hat sich so zusammensacken lassen, das wir zu Zweit (meine Tochter und ich) es nicht geschafft haben, sie hochzubekommen und ins Bett zu legen.
Da brauchten wir die Hilfe vom Personal, wenn ich mir vorstelle, wir würden Mama zu hause pflegen, das würde uns kaputt machen. Außerdem ist es auch nicht zu finanzieren, so eine rund-um-Pflege zu Hause.
Der ambulante Pflegedienst hat mir davon abgeraten, jetzt probieren wir es ersteinmal mit dem Pflegeheim, wenn es ihr noch mal wieder besser gehen sollte, dann holen wir sie auf jedem Fall da raus, aber ich habe so meine Bedenken.
Mit der Chemo kann jedenfalls nicht begonnen werden, dafür ist sie viel zu schwach, muss ja auch immer von uns gefüttert werden.
Im Moment isst sie nur noch Milchsuppe, auf ihre Lieblingsspeisen hat sie gar keinen Hunger und möchte auch nichts haben.
Gestern hat sie nur mal kurz die Augen geöffnet, als sie ihre Enkelin gesehen hat, dann nur geweint.
Wahrscheinlich wird sie nicht mehr leben, wenn meine Tochter ihr Abitur gemacht hat.
Das belastet meine Tochter so kurz vor den Prüfungen natürlich, aber sie möchte doch jetzt noch einige Male ihre Oma sehen, jedesmal kann es ja das letzte Mal sein.
Ich ertappe mich schon manchmal beid en Gedanken, das der Tod für sie vielleicht besser wäre, so leiden und im Bett liegen wollte sie nie.
Jahrelang hat sie miterlebt, wie eine Bekannte von ihrem Ehemann gepflegt wurde und der konnte zuletzt das Haus nur noch verlassen, wenn jemand stundenweise zu ihm kam und auf seine Frau geachtet hat.
Wir sind alle total traurig und bald ist auch noch Mamas Geburtstag. Was sollen wir denn da sagen "Alles Gute zum Geburtstag und viel Kraft und Gesundheit", da glaubt sie doch selbst nicht mehr dran.
Das mit deiner Mama hört sich auch nicht besonders gut an, aber das du keine Auskunft von den Ärzten bekommst, in der Hinsicht hatte ich keine Probleme, wenn ich gefragt habe, dann habe ich auch Antworten bekommen.
Ich drücke dir die Daumen für deine Mama, schön das sie so voller Hoffnung und Freude ist, das würde ich mir für meine Mama auch wünschen.
Liebe Grüße
Karin
Hallo ratacrash,
Ich finde das mit dem Pflegeheim auch einen Hammer, warum in alles in der Welt ist es so wichtig, dass sie um Punkt 8.30 am Frühstückstisch sitzt?? Hast du es vielleicht schon mal mit einem Hospitz versucht. Ich hatte zu Beginn der Erkrankung meines Vaters Kontakt zum Hospitzdienst und habe mir dabei auch sagen lassen, wie das mit einem stationären Hospitz vor sich geht. Vielleicht ist dies besser wie das Pflegeheim.
Bei der Geschichte mit dem Geburtstag erkenne ich mich wieder, bei meinem Vater erfolgte die Diagnose vor genau einem Jahr. Er hätte am 27.10 seinen 60igsten gefeiert. Auch ich machte mir Gedanken, was ich sagen soll, ich musste mir nichts mehr überlegen. Er starb 21 Tage vorher. Und das war gut so. Wie hätte er sich nur gefühlt???
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und sende dir ganz viele liebe Grüsse
Taddl
ratacrash1962
20.04.2009, 07:50
Lange Zeit habe ich nun hier nicht mehr geschrieben, aber es war einfach alles zuviel für mich.
Dieses ständige Auf und ab bei meiner Mama, lange Gespräche mit dem Pflegeheim, den Ärzten und und und...
Nun sieht alles ein klein wenig besser aus.
Die Pfleger im Heim bringen nun mehr Verständnis auf, es wird auch nicht mehr geschimpft, wenn die Windel zum x-ten mal voll ist, meine Mama darf jetzt auch länger schlafen und muss nicht pünktlich am Frühstückstisch sitzen.
Die Kurzzeitpflege ist nun bald rum, am Freitag habe ich den Vertrag für die vollstationäre Pflege unterschrieben, wer weis wozu das alles gut ist.
Mama weis noch nichts davon, sie ist im Glauben, das sie bald wieder nach Hause kann.
Vielleicht schafft sie es ja auch noch, Verträge kann man ja jederzeit wieder kündigen.
Im Moment geht es so lala, sie hat auch wieder etwas Lebensmut, kann jetzt schon wieder stehen --mit Hilfe--. Die Schmerzen sind im Griff, Essen geht so einigermaßen, aber immer noch diese Üelkeit, heute habe ich deswegen noch Arztgespräche. Ich werde mir auch einen Überweisung für eine Palliativmedizinerin ausstellen lassen. Auch mit einem Onkologen muss ich noch sprechen, ab heute git es dann auch noch Krankengymnastik, wurde in den letzten Wochen nicht gemacht, weil sie so schlecht drauf war.
Wenn sich die Situation weiterhin bessert, dann kommt vielleicht doch noch eine Chemo in Frage, das habe ich vor gut 10 Tagen noch völlig ausgeschlossen.
Mama hat auch wieder Interesse am Fernsehen, schaut jetzt auch hin und wieder in die Zeitung.
Im Bett liegt sie jetzt auch nur noch zum Mittagsschlaf, sonst sitzt sie im Rollstuhl, gestern haben wir einen langen Spaziergang gemacht, die frische Luft tut ihr bestimmt gut.
Jetzt, wo ich sehe, das es ihr wieder ein wenig besser geht, kann ich nachts auch wieder durchschlafen und stehe nicht ständig neben mir.
Heute gehe ich wieder arbeiten, das lenkt ein wenig ab.
LG
Karin:)
Liebe Karin, ich konnte auch eine Zeitlang nicht ins Net. Dass es ein klein wenig bergauf geht mit deiner Mama, freut mich sehr. Interesse an Zeitung und Fernsehen sind sehr gut! Dann kommt sie vielleicht schneller wieder aus ihrer Depression heraus.
Ist die AHB noch geplant? Bei meiner Mama hat sich alles verschoben (Sch...BFA), sie kommt nun erst Anfang Mai weg. Momentan leidet sie noch unter den Nachwirkungen der letzten Chemo, das kommt bei ihr immer erst 2 Wochen nach der Therapie mit Übelkeit und Durchfall, und die weißen Blutkörperchen sind im Keller. Sie hat schon wieder abgenommen, ist aber sonst recht gut drauf und freut sich auf die Kur. Mein Mann und ich verreisen in der Zeit auch. Ich hoffe, dass ich dann auch wieder mal durchschlafen kann.
Dir einen guten Start in die Arbeitswoche (ich fange morgen wieder an) und ganz liebe Grüße
Ela
Ich denke oft an euch, wie geht es denn deiner Mama jetzt?
Liebe grüße von Ela
ratacrash1962
04.05.2009, 07:31
Jetzt haben wir schon Mai und ich muss mich mal wieder zu Wort melden.
Meine Mama ist immer noch im Pflegeheim, da wird sie wohl auch noch etwas bleiben, aber sie macht kleine Fortschritte.
Schmerzen hat sie nun kaum, und die Krankengymnastik hilft ihr auch. Sie kann schon wieder 15 m am Stück laufen, zwar mit Rollator, aber den hatte sie ja auch schon vor ihrer BSDK-OP.
Die verbrannten Zehe heilen langsam ab, man sieht schon wieder rosige Haut an den Zehen, da hat sie wohl auch Glück, es müssen keine Zehe abgenommen werden.
Mama ist jetzt zuversichtlich, das sie irgendwann in diesem Jahr wieder nach Hause kann.
Da sie sich nun wieder relativ gut erholt hat, denken wir auch über eine Chemo nach. Nächste Woche haben wir einen Termin beim Onkologen.
Die Durchfälle hat unsere Hausärztin nun auch im Griff, jetzt muss Mama zwar ziemlich häufig abführen bis zu 8 Mal am Tag (manchmal auch nur 2 x), aber wenigstens keinen Durchfall mehr.
Beim Essen muss sie noch ziemlich aufpassen, Geräuchertes kann sie gar nicht vertragen, aber damit kommt sie eigentlich gut klar.
Ja, der Lebensmut ist wieder da, ich denke das liegt auch an den Antidepressiva, die nun gut eingestellt sind.
Nun warten wir mal das Gespräch mit dem Onkologen ab und sehen mal wie dei Chemo so anschlägt. Metastasen sind ja keine da, die sollen auch mal wegbleiben, wollen wir nicht.
Wir geht es dir denn Ela, was macht deine Mama?
ich hatte in den letzten Tagen nicht so viel Zeit hier zu lesen, muss ich alles mal nachholen.
Liebe Grüße
Karin
ratacrash1962
14.05.2009, 07:50
So, das Gespräch mit dem Onkologen haben wir am Dienstag gehabt.
Er meint, Mama wäre noch zu schwach um eine Chemo durch zuführen.
Jetzt muss Mama heute wieder ins Krhs., auf die Onkologie und bekommt dann eine höhere Dsis der Misteltherapie, Massagen und Krankengymnastik und Enzyme für die Bauchspeicheldrüse.
Sie soll jetzt wieder richtig auf dei Beine kommen.
Ich habe mit ihr in den letzten Wochen jeden Tag laufen gelernt und ca. 15 m
schafft sie schon wieder mit dem Rollator.
Sie selbst fühlt sich auch schon besser und arbeitet jetzt gut mit.
Trotz der ständigen "Abführerei" zum Glück hat sie keinen Durchfall mehr hat sie nicht sehr viel seit der OP abgenommen, ca. 7 Kilo. Da sind wir eigentlich sehr zufrieden mit. Die Blutwerte sind zur Zeit alle im Normbereich und die
Blutzuckerwerte haben sich sogar erheblich verbessert.
Im Moment sind wir mit ihren Fortschritten jedenfalls ganz zufrieden.
Mal schauen was die 10 Tage im Krhs. noch so bewirken, jedenfalls ist Mama zuversichtlich und möchte ab Juli/August wieder nach hause in ihre eigene Wohnung. Im Moment hat sie sich mit dem Pflegeheim ganz gut arrangiert, ist ja auch nur eine Zwischenlösung.
LG
Karin
ratacrash1962
04.06.2009, 07:42
Nun leben wir schon 3 Monate mit der Diagnose BSDK, so langsam kehrt der Alltag, wenn man das so sagen kann, wieder ein.
Meine Mutter war noch einmal für 10 Tage im Krankenhaus, hat viel Massagen und Krankengymnastik bekommen, was ihr ganz gut getan hat, udn ednlich die Durchfälle im Griff.
Die Untersuchungen sind alle gut gelaufen, kein Rezidiv, keine Metastasen, Blutwerte soweit im Nombereich.
Hört sich im Moment alles ganz gut an.
Chemo wird nicht gemacht, da der Allgemeinzustand nicht so gut ist.
Ist im Moment wohl auch nicht dringend erforderlich.
Meine Mama ist wieder im Pflegeheim und seit 3 Tagen kann sie den Weg bis zum Fühstückssaal wieder mit den Rollator zurücklegen. Den Rollstuhl brauchen wir nur für Spazierfahren nach draußen.
Jetzt muss sie nur noch lernen auch wie der selbstständig zur Toilette zu gehen.
Seit dem KH-Aufenthalt hatte sie keine Durchfälle mehr und essen kann sie auch fast alles. Im Moment liebt sie selbstgepflückte Erdbeeren.
Jetzt hoffen wir alle, das es so stetig mit ihr bergauf geht und dann darf sie nach unserem Urlaub auch wieder nach Hause.
Die Verbrennungen an den Zehen sind nun auch auf dem weg der Besserung, da hat sie auch noch Glück gehabt.
Im KH haben sie uns auch noch einmal gesagt, das man fast 1/2 Jahr braucht um nach einer Whipple-OP wieder auf die Beine zu kommen.
Von jetzigen Verlauf scheint es ja zu stimmen.
LG
Karin
Liebe Karin, ich war lange nicht hier, konnte einfach nicht.
Meine Mama war in Reha und es verlief alles so weit okay, wir waren auch im Urlaub, alles wunderbar - da erzählt sie mir beim täglichen Telefonat, dass sie so einen komischen Pickel unter der Brust hätte und der gefiele der Ärztin gar nicht. Schleißlich kam sie in die Hautklinik, der 'Pickel' wurde entfernt, und es war eine Hautmetastase. Bei der folgenden Nachsorge wurden mehrer Metastasen in Lunge und Bauchfell entdeckt sowie Bauchwasser, Wasser in der Lunge und im Herzbeutel.
Wir sitzen momentan in einem tiefen schwarzen Loch.
Die Onkologen beraten noch, wie es weitergehen soll, erst mal muss die OP-Wunde heilen.
Meine Mama sieht aus wie ein Gespenst. Von der 100-Kilo- Powerfrau ist gerade mal noch die Hälfte da.
Ich bin so traurig, dass ich es nicht beschreiben kann.
Gerade 6 wochen nach der letzten Chemo ist alles schlimmer als zuvor.
Ich drücke dir und deiner Mama ganz fest die Daumen. Der Sch...kerl soll sie nicht auch noch kriegen.
Liebe, traurige Grüße
Ela
ratacrash1962
03.07.2009, 22:39
Liebe Ela,
ich war lange nicht hier.
In der Zwischenezit ist wieder jede Menge passiert.
Wie geht es denn nun deiner Mama? Hat sich wieder etwas gebessert?
ich wünsche es dir jedenfalls.
Bei uns sieht es auch nicht so rosig aus. Meine Mama war ja schon wieder auf dem Weg der Besserung, sie hat auch schon wieder Pläne gemacht, wollte nach Hause.
Aber so wie es nun aussieht, wird das Pflegeheim nun ihr Zuhause bleiben, das schmerzt, aber ich kann ihr da nicht helfen, die Kraft habe ich nicht, ich kann sie nicht bei uns aufnehmen und bei ihr einziehen geht auch nicht.
Ich kann doch meine Familie nicht im Stich lassen.
Nach den letzten KH Aufenthalt hat sich alles verschlechtert, warum kann ich auch nicht sagen, denn der BSDK scheint noch nicht wieder aufgetaucht zu sein. Die Werte sind alle im Normbereich, aber die letzte Darmgrippe, ist nun auch schon wieder 4 Wochen her, hat sie ganz schön geschwächt.
Laufen geht nun gar nicht mehr, alles nur noch im Rollstuhl, manchmal kann sie auch kein Glas mehr ahalten, alles ist zu anstrengend.
Meine Mama, die früher ständig für andere Leute da war, geholfen hat wo sie konnte, ist nun ein körperliches Wrack.
Mittlerweile hat sie die Pflegestufe 2 bekommen und Hoffung auf Besserung wird uns nicht gemacht.
Auch die Krankengymnastik scheint nichts zu bringen, alles ist im Moment mies.
Gut ist eigentlich nur, das sie keine Schmerzen hat und ohne Schwierigkeiten essen kann.
Letzte Woche wurde im Pflegeheim gegrillt, da habe ich mit meiner Familie mitgeholfen und wir hatten einen schönen Nachmittag.
Heute war sie wieder depressiv, trotz ihrer Antidepressiva, aber das liegt wahrscheinlich auch daran, das unser Urlaub immer näher rückt und sie Angst hat, das sie uns nicht mehr wiedersieht.
Aber ich kann nicht scchon wieder meinen Urlaub absagen, irgendwie brauche ich auch mal eine Auszeit, ich muss neue Kräfte sammeln, in letzter Zeit bin ich ganz schön krankheitsanfällig.
Ohh, schon wieder so viel von der Seele geschrieben, nun mache ich mal Schluß.
Karin
ratacrash1962
19.10.2009, 11:23
Heute muss ich mir wieder mal meinen Frust von der Seele schreiben.
Ich habe lange hier nicht reingeschaut, weil mich die vielen Berichte nicht gerade positiv stimmen.
Also habe ich es lieber gelassen hier zu lesen und zu antworten.
Jetzt habe ich wieder ein wenig Kraft um einige zeilen zu schreiben.
Bei meiner Mama hat sich jede Menge getan, doch leider nichts im positiven Sinne.
Bis nach unserem Urlaub waren wir einigermaßen guter Hoffnung das Mama wieder nach Hause kann, doch nun sieht es ganz anders aus.
Bei der letzten Kontrolluntersuchung, wurde ein Rezidiv festgestellt, metastasen in den Lympfgeweben, im Bauchraum und in der Leber, dann noch Aszitis.
Ich war am Boden zerstört, alles für die Katz, seit Samstag kann Mama nichts mehr schlucken, liegt immer im Dämmerschlaf, bekommt wegen der Schmerzen Morphium, jetzt gehts wohl zu ende.
Auch wenn es sich grausam anhört, ich bin froh wenn alles vorbei ist, denn so ein Leben ist kein Leben.
Der Onkologe macht meiner noch Hoffnung, obwohl die Metastasen überall sind und er keine Chemo mehr machen will , da frage ich mich, was soll das.?
Gut das ich eine gute Hausärztin habe, wir haben uns für einen humanen Weg entschieden, damit kann ich so einigermaßen umgehen, obwohl es sehr schwer ist.
Jeden Tag komme ich mit bangen Herzen zu meiner Mama, aber sie bekommt schon nichts mehr mit,Schmerzen hat sie nun anscheinend keine mehr, denn sie liegt immer so ruhig und friedvoll da, sieht auch gar nicht so krank aus.
Gleich werde ich wieder zu ihr gehen, so nehme ich auf meine Weise schon jetzt von ihr Abschied, ich könnte nur noch heulen, mache ich aber nicht, nur wenn ich mal allein bin.
Danke fürs Lesen, ich hoffe einige von euch schaffen es die Krankheit zu besiegen.
LG
Karin
'Mensch Karin
habe gerade deine Beiträge gelesen und muss sagen ,das ging sehr schnell bei euch.
Das ist sehr Traurig zu Lesen das du deine Mama langsam loslassen musst und das ist bestimmt wahnsinnig schwer.
Der einzige Trost ist das du deine Mutter lange hattest und sie ein tolles Alter erreicht hat,aber trotzdem egal wann es ist,es ist die Mama und die kann keiner Ersetzen.
Ich wünsche dir nur das Beste und schicke euch 1000 Kraftpakete,die wirst du brauchen.
Auch wenn du jetzt sagst: Hauptsache sie muss nicht Leiden und wird schnell erlöst trotzdem ist es (glaube ich) wieder was ganz anderes wenn es soweit ist,denn dann ist es Entgültig vorbei.
Ich wünsche dir mit deiner Mama noch viel innige Zeiten
Herzliche Grüsse und eine feste Umarmung
Tine:knuddel:
ratacrash1962
20.10.2009, 18:57
Hallo Tine,
danke für deine lieben Worte, mir fehlen im Moment die Worte, denn meine Mama ist heute nachmittag verstorben.:weinen:
Sie ist friedlich eingeschlafen und hat nun keine Schmerzen mehr.
LG
Karin
ClaudiaF
20.10.2009, 19:43
Liebe Karin,
stille Worte und ganz ganz viele Kraftpakete möchte ich Dir auf diesem Wege schicken.
Fühle Dich von mir fest umarmt und gedrückt!
Claudia
Kirsten67
21.10.2009, 09:15
Liebe Karin,
mein aufrichtiges Mitgefühl.
Du schreibst, dass Deine Mama nun keine Schmerzen mehr hat und friedlich eingeschlafen ist.
Vielleicht mag es Dir noch unwahrscheinlich erscheinen, nach Papas Tod konnte ich es mir auch kaum vorstellen,
aber es wird die Zeit kommen, wo Du genau in diesen Worten Trost finden wirst.
Das wünsche ich Dir von Herzen.
Kirsten.
Meine liebe,
Jetzt sitze ich echt gerade da und habe Gänsehaut.
Meine stille Anteilnahme:(
Es tut mir so furchtbar Leid.
Wünsche dir alles Kraft der Welt.
Tine:knuddel:
ratacrash1962
05.11.2009, 11:51
Liebe Kirsten, Liebe Tine,
ich danke euch für eure netten Worte und eure Anteilnahme.
Noch kann ich nicht fassen, das meine Mama tot ist, die Trauerfeier und Beisetzung hatten wir am Dienstag und alles war irgendwie so unwirklich.
Ich kann es noch gar nicht fassen, das sie nicht mehr da ist und denke immer gleich kommt von irgendwoher wieder zurück. Auch zieht es mich immer wieder zum Pflegeheim hin, dabei ist ihr Bett schon wieder belegt, ich schaue zu ihrem Zimmer hinauf und gehe dann wieder. Ist schon irgendwie komisch.
Ins Hinterbliebenenforum werde ich wohl nicht ziehen, das ist nichts für mich.
Ich werde hier noch öfters vorbeischauen und hoffe, das es irgendwann mal den Durchbruch gibt und diese Krebsart nicht immer so endgültig endet.
LG
Karin
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