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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer hat Erfahrungen mit MabThera und Nachbehandlung ?


nati123
10.04.2009, 10:02
Hallo Ihr Lieben Mitpatienten,

mein Name ist Natalie und ich bin hier auch neu. bei mir wurde am 11.2.2009 NHL B-großzellig Stadium III, diagnostiziert (Tumor 11x7,5 cm unterm Brustbein und weitere gesträut im Hlas und Abdomen) und werde mit Rituximab und R-CHOP in Großhadern behandelt. Jetzt bin ich nach meiner 4. Chemo, 2 sind noch geplant, ich habe Glück, bei mir schlägt es super an und ich sehe hoffentlich ein Licht am Ende des Tunels.

Nun hat mir der Oberarzt gesagt, dass sie eventuelle Tumorreste unter dem Brustbein nach der 6.Chemo bestrahlen möchte, wollte sich aber nicht festlegen, da alles sehr nah am Herzen und Lunge liegt und er so seine Bedenken vor Strahlenfolgen hätte ...

Nun habe ich von MabThera gehört und wollte hier alle was fragen...

Kennt sich da jemand mit Mabthera aus oder habt ihr irgendwelche Erfahrungen damit?

Mir kommt es irgendwie logischer vor, nach der 6.Chemo die Therapie nochmal "ganzkörperlich" abzuschliessen und auch die Krebspartikeln zu behandlen, die nicht mehr im CT zu sehen sind zu behandlen und zu vernichten, als punktuell den ursprünglich größten Tumor zu bestrahlen...

Hat jemand dazu Erfahrungen?

Ich würde schrecklich ungern in 2 Jahren mit einem Rezidiv wieder in der gleichen Situation zu landen (habe 2 kleine Kinder) und möchte daher gründlich nachbehandeln lassen ...

ich freue mich über jeglich Antworten

Tschüss

Nati

Waldi
10.04.2009, 14:46
Hallo Natalie,

Mabthera ist der Handelsname von Rituximab, es ist also genau das Selbe. Ich verstehe Deine Situation voll und ganz, aber Du solltest mehr Vertrauen zu Deinem Arzt haben. In Großhadern bist Du ja in besten Händen. Lass einfach das machen, wozu man Dir rät.
Zusatzbehandlungen (auch alternative!) auf eigene Faust vorgenommen, können bei Lymphomerkrankungen absolut kontraproduktiv sein, womöglich sogar die Krankheit zum galloppieren bringen. Frage Deinen Arzt aber mal nach einer Erhaltungstherapie mit Rituximab, die könnte nach abgeschlossener Chemo sehr sinnvoll sein.
Eine Dame aus meiner Selbsthilfegruppe wurde 2002 mit R-CHOP behandelt. Ihr NHL ist auch heute, immerhin 7 Jahre danach, nicht wieder zurück! Möglicherweise besteht ja doch eine Chance auf Heilung. Da Rituximab noch nicht so lange in Gebrauch ist, wird sich das erst in Zukunft erweisen.

Ich wünsche Dir für die beiden restlichen Blöcke alles Gute.

Gruß Waldi

BeBeBalaton
24.04.2009, 18:42
Hallo Nati,

irendwie ist Dein Thema bei den Teilnehmern hier etwas herausgefallen.

Sei hier willkommen. Wende Dich weiter hier mit Fragen, die Deine Behandlung und Deinen Alltag betreffen.

Mein Mann ist der Betroffene und wird in Rechts der Isar behandelt, und auch mit RITUXIMAB. Er bekommt Anfang Mai ein CT und dann seine 4. Chemo.

Wir hoffen auch auf einen guten Rückgang der auffälligen Nachweise in diesem Stadium.

Also sei sehr zuversichtlich

Angelika

Äpfelchen
24.04.2009, 21:00
Hallo Natalie,

das ist prima, dass die Therapie so gut bei Dir anschlägt.

Rituximab plus Chop ist eine durchaus erprobte Standardtherapie bei Lymphomen (NHL) mit Erfolgen.
Bestrahlung so nah an Herz und Lunge würde ich mir auch (zusammen mit den Ärzten) gut überlegen.
Rituximab/MabThera wird seit einiger Zeit ebenfalls erfolgreich sogar als alleinige Therapie eingesetzt. Geht nicht bei jedem, aber immerhin. Eine Bekannte hatte 2 Rezidive innerhalb 5 Jahren die mit Chemos behandelt wurden und nun Rituxi alleine und die Knoten werden kleiner.
Ich halte viel von Rituximab, klar hat jede so hochwirksame Methode auch Nebenwirkungen, aber es ist ja auch kein Schnupfen den wir da bekämpfen.

Krebspartikel gibt es nicht, Krebszellen aber schon. Und diese können natürlich auch wieder munter werden.
Dein Wunsch nach ganzheitlicher Behandlung verstehe ich nur zu gut, ich bin selbst ein 'Naturapostel' und spare wo es geht chemische Medikamente ein.
Allerdings habe ich auch einsehen müssen, dass es manchmal nicht hilft und sogar das Gegenteil bewirken kann.

Z.b. Mistelpräparate die u.a. bei Brustkrebs wirksam sind, können (nicht müssen) bei Lymphomen kontraindiziert sein. Also Vorsicht bei solchen Sachen und am besten mit dem Onkologen absprechen.

Dass Du Angst vor einem Rezidiv hast verstehe ich, ich habe 3 Kinder, die sind schon gross, dennoch an meinem Leben hänge ich.

Jetzt würd ich erstmal schauen wie es weitergeht, vielleicht ist eine Bestrahlung gar nicht nötig. Und eine ganzheitliche Nachbehandlung kann z.b. auch in einer ganzheitlichen onkologischen Rehaklinik stattfinden. Da ist man dann auf der sicheren Seite.

Liebe Grüsse
Beate