Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gesammelter Thread: Schmerz/Tumorschmerz
Hallo,
ich heiße Clara. Bei meinem Großvater ist vor einem Halben Jahr Blasenkrebs diagnostiziert worden. Die üblichen Schmerzmittel (Morphine ) helfen ihm wenig. Jetzt habe ich von einem Freund von einem neuen Medikament gehört, das Dronabinol heißt. Hat jemand in diesem Zusammenhang schon Erfahrungen damit gesammelt? Würde mich über Antworten und vor allem über weitere Infos sehr freuen.
Am 09.6.02 berichtete 3Sat über dieses Medikament. Mehr liest man wohl auf der Seite von hausarzt@3sat.de
oder www.3sat.de/hausarzt
Hätte auch gern gewußt, ob Cannabinoide bei Schmerzen und Nebenwirkungen der Chemotherapie helfen kann.
Würde mich über Berichte freuen.
an betreuen@web.de
betreuen@web.de
Nachdem meine Tante die kritischen 5 Jahre, es wurde damals Brustkrebs diagnostiziert. ( Op und Bestrahlung )ohne Rezidiv überlebt hat, wurde vor drei Wochen ein Tumor am Oberarm festgestellt.
Sie bekam bereits Ihre zweite Chemo-!
Die Haare sind nun ausgefallen, aber Ihre Kopfhaut schmerzt ganz schlimm.
Weiß jemand Rat?
[Giesing100@compuserve.de
Liebe Eva
Ich bin selber Patientin und kenne dieses Brennen der Kopfhaut aus eigener schmerzlicher Erfahrung.
Mir hat seinerzeit ein Gel aus Aloe vera grosse Linderung verschafft, denn es kühlte meine heisse, brennende Kopfhaut und versorgte sie ausserdem mit Feuchtigkeit in den tieferen Hautschichten. Leider weiss ich den Namen des Produktes nicht mehr, doch ich erhielt es in einer Drogerie. Von alkoholhaltigen Produkten wurde mir abgeraten, da Alkohol die Kopfhaut austrocknet und möglicherweise durch die Spannung zu noch mehr Schmerzen führt.
Ich denke, wenn Du eine Drogerie aufsuchst und nach so einem Gel aus Aloe vera fragst, wird man Dich beraten können.
Ich drücke Dir und Deiner Tante ganz ganz fest die Daumen. Alles Gute für Euch.
Liebe Grüsse
Ladina
Achtung: Wenn Bestrahlung der Kopfhaut angewandt würde, müsste vor der Anwendung der Aloe Vera unbedingt der Arzt befragt werden.
Hallo Ladina,
möchte mich für deinen Rat bedanken.
Auch dir alles gute, eva
Ich antworte hier, auch wenn es schon eine Weile zurückliegt, aber vielleicht hilft es manchem weiter. Mein Dad hat Blasenkrebs mit Knochenmetastasen und Weichteilmetastasen, von denen sich auch eine aufs Rückenmark drückt. wodurch extrem starke Nervenschmerzen in den Beinen verursacht werden.
Er hat erst hochdosiertes Morphium bekommen, was ihm nicht geholfen hat. Dann kam er in die Schmerzambulanz bei uns an der Uni, dort haben Sie ihm einen Coktail aus Polamidon, Dronabinol und noch einigen normalen Schmerzmitteln zusammengestellt.
All seine Medikamente fingen erst an zu wirken, nachdem er das Dronabinol bekam. Die Ärzte erklärten uns, das das Dronabinol nicht eigenständig als Schmerzmittel wirkt, sondern als Verstärker für die anderen bzw. als Brücke, damit die anderen richtig wirken können.
Da bei meinem Dad keine Therapie angeschlagen hat, sind wir schon sehr dankbar, wenn er keine Schmerzen leiden muss. Das Medikament bekommen wir aber nicht über den Hausarzt, sondern wir müssen es in der Uni ordern, dann unserem Apotheke das BtM-Rezept geben und der bekommt es über die Uni-Apotheke, da es als Medikament noch in der Versuchsphase ist. Lilly
Halle . Ich bin seit 7 Jahren Schmerzpatient und bekomme von Artzt Durogesic -Plaster verschrieben . mich würde mal intressieren ob andere Chronisch kranke Menschen genau wie Ich cannabis konsumieren um ihren Schmerzmittelverbrauch zu reduzieren .Ich rauche es in sehr gringen mengen einerseits um Schmerzmittel zu reduzieren und andererseits bei Krämpfen .ich habe die feststellung gemacht das man von kleinen mengen nicht ... high .. macht und auch besser wirkt .
Hallo tröte.
Ich habe meiner Frau Dronabinoltropfen ( Cannabis) besorgt und sie hat seitdem keine Schmerzen durch die Knochenmetastasen mehr. Ist auch gut gegen Übelkeit und Appetitlosigkeit. Ist ein zugelassenes Mittel und wird von der Kasse bezahlt.Sie konnte, trotz geringer Dosierung die Schmerzmittel ganz weglassen.
Gruss Ralf
Ich hoffe sehr daß ich Jemanden finde der mir einen guten Tipp geben kann. Es geht eigentlich um meine 53 jährige Mutter, die nun schon zum sechsten Mal an Krebs erkrankt ist.
Das dringendste Problem ist derzeit, dass Sie nun seit 1996 mit erblichen Magenbeschwerden zu kämpfen hat. Zu dieser Zeit wurde eine Gastritis diagnostiziert.
Seit 2001 leidet sie unter ständigen Schmerzen, die jedoch mit Omperazol und Pantozol nur zum Teil unterbunden werden können.
Sobald sie die Medikamente nicht einnimmt hat sie starke Schmerzen.
Mehrmals wurden bei Ihr div. Darmspieglungen durchgeführt die letzte im Oktober 2002, jedoch ohne Befund, stattdessen wurde im Gertrudis Hospital in Wanne Eikel, Metastasen auf der Lunge entdeckt.
Am 6.11. – 20.11.2002 wurde dann hierzu eine Punktion der Lunge vorgenommen und zwischen dem 25.11. – 5.12.2002 wurde dann ein Knoten im Krankenhaus Wanne Eikel aus der Lunge entfernt. Die anderen zwei Knoten werden derzeit mit einer Chemotherapie behandelt.
Hierzu wird ihr das Präperat „Caelyx 70 mg“ verabreicht. Weitere Medikamente sind: Navoban 5mg, und Dexa 8 mg, bisher hat sie 4 Behandlungen bekommen, insgesamt bekommt sie 6 Behandlungen.
Das eigentliche Problem besteht wohl darin, das die Ärzte sich immer noch nicht im klaren darüber sind, wovon die Magenschmerzen kommen.
Außerdem machen wir ständig die Erfahrung dass jeder Arzt etwas anderes behauptet und dass verunsichert nicht nur meine Mutter sondern auch Ihre Angehörigen.
Der Gipfel stellte sich eigentlich bei der letzten OP heraus, als erst nach der 3 Gewebeproben der Pathologe erläutern konnte um welchen Lungenkrebs es sich handelt.
Der Professor andere Aussagen machte wie der Stationsarzt und zu letzt behauptet wurde die Knoten würden alle entfernt und man würde nie mit einer Chemotherapie diese Art von Krebs behandeln.
Letztendlich meine Mutter dann aber in das evangelische Krankenhaus in Wanne eingeliefert wurde und die dort behandelnde Ärztin dann wieder sagte, wir entfernen nur einen Knoten und den Rest behandeln wir mit einer Chemo. Ich glaube mehr Verunsicherung und mangelndes Vertauen zu Ärzten kann man gar nicht schüren.
Nun klagt meine Mutter weiterhin über Schmerzen im Magen und der Onkologe behauptet, die Schmerzen kämen nicht von der Chemotherapie, die Notärztin behauptet, die Schmerzen kommen auf jeden Fall von der Chemo.
Da meiner Mutter bis zum heutigen Zeitpunkt nie eine Psychotherapie bzw. eine Gesprächstherapie angeboten wurde, gehe ich persönlich stark davon aus, dass es vor allem psychische Gründe sind die die Schmerzen verursachen.
Dies sind aber auch nur Vermutungen, ganz abgesehen davon, dass niemand solchen dauernden Belastungen stand halten kann, ist meine Mutter auch eher eine verschlossene und sensible Person.
Nun meine Frage, hat evtl. jemand einen Tipp wie meiner Mutter nun endlich längerfristig geholfen werden kann, bzw. wie ich eine kompetente Person finde die uns helfen kann.
Ich bedanke mich im voraus für Eure Aufmerksamkeit und freue mich über eine Nachricht,
es grüßt Euch freundlich
Andrea Schaub
Hallo Andrea,
es tut mir sehr leid was euch überkommen ist.Leider weiss ich nicht viel von dieser Art von Krebs,und kann Dir deswegen auch keine Tipps geben was die Behandlung betrifft.Aber ich habe den Eindruck das Ihr nicht in einer speziellen Kliniek seit für Krebskrankheiten sondern in einem ganz normalem Krankenhaus,da der eine dieses und der andere jenes sagt.Vielleicht solltet Ihr mal einen anderen Arzt konsultieren,aus einem anderem Krankenhaus.Krebs-kompass bietet die Möglichkeit um bei einer Informationsnr an zu rufen und die sagen Dir dann wo du eventuell hin gehen kannst um dich zu beraten lassen.Du kannst auch mal auf www.inkanet.de gehen die geben auch gute Informationen.
Ich wünsche Euch alles Gute.
Liebe Andrea,
ich kann Inge hier nur recht geben. Ihr solltet unbedingt ein Tumorzentrum konsultieren, da dort alle Ärtze, Radiologen usw. sich miteinander austauschen und das dem Patienten zu Gute kommt.
Ich bin selbst auch eine Betroffene (Darmkrebs mit Lebermetastasen, bin 41 J. alt) und kann die Ängste Deiner Mutter sehr gut nachvollziehen. Wie Du ja auch selbst sagst, meine ich auch, dass Ihre Seele leidet und vielleicht ist es auch schon so, dass sie die Schmerzen erwartet, wenn sie keine Medikamente einnimmt? Nimmt Deine Mutter denn begleitend Vitamine und evtl. eine Misteltherapie? Vielleicht könnte ja auch Magnesium etwas Entspannung bringen.
Hier im Forum kannst Du sicherlich viele hilfreiche Ratschläge und nützliche Internetadressen finden. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und Deiner Mutter nur das Beste.
Viele Grüße von Petra
Hallo, meine Frage geht in eine ähnliche Richtung. Meine Mutter hatte Darmkrebs und jetzt irgendeine Art von Knochenkrebs. Als sie noch sehr mobil war hatte ihr Akkupunktur gegen die Schmerzen geholfen. Nun geht es ihr immer schlechter, kann nicht mehr aus ihrer Wohnung und bekommt als Schmerzmittel Morphiumpflaster. Nun habe ich schon soviel davon gehört, dass Cannabis gegen diese Schmerzen helfen soll. Aber wie kann ich meiner Mutter helfen? Muss der Hausarzt (der übrigens ein Idiot ist!) sie verschreiben? Welche Verabreichungsformen gibt es? Könnte sie auch rein theoretisch "kiffen"?
Hallo,
unter Chemotherapie findet Ihr einiges zum Thema Dronabinol (THC-Cannabis)
Zusätzlich können andere Schmerzmittel häufig reduziert werden, außerdem hilft es auch gegen Spastiken.
Viele Grüße
Brigitte
Danke Brigitte, werde mich gleich mal "schlau" machen!
Hallo, bekomme seit 5 Mon. Morh 60 (3x2 Tägl) plus Morphin 2mg (5 bis6 X tgl bis 60 Tropfen)
seit 2 Monaten besorge ich mir Canabis und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Brauche weniger Schmerzmittel, habe wieder richtigen Appetit und mit dem Schlafen geht es auch wieder besser. Zum Glück ist mein Arzt dem Ganzen sehr aufgeschlossen gegenüber.
Hoffe das Euch die Zeilen etwas geholfen haben
Gruß aus HH
Mein Vater (57) hat Speiseröhren- u. Magenkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Er bekommt als Schmerzmittel M-Stada 30 mg und Novalgin Tropfen. Nach der Einnahme von M-Stada lassen die Schmerzen zwar etwas nach, verschwinden aber nie ganz und ihm ist schwindelig und übel nach der Einnahme. Novalgin bringt gar keinen Erfolg. Die Onkologin weiß selbst nicht mehr, was sie verschreiben kann. Selbst Schmerzpflaster haben nichts gebracht. Mein Vater kann nachts nicht schlafen. Auch Schlafmittel bringen nichts.
Ist es denn wirklich so, daß es gegen die Schmerzen kein wirksames Medikament gibt, ohne sich gleich komplett betäubt zu fühlen?
Hallo Sarah,
hast du schon einmal daran gedacht mit deinem Vater in eine Schmerzambulanz zu gehen. Die haben Erfahrung im Umgang mit Schmerzpatienten.
Die Onkologin sollte eine gute Schmerzambulanz kennen.
Ich hoffe dir mit dem Tipp einwenig geholfen zu haben und wünsche euch alles Gute
Barbara
Cocolady
15.12.2003, 15:54
Hallo Sarah!
Novalgin habe ich auch mal versucht, als ich eine Gürtelrose hatte (am Ende meiner Therapie). Das hat, wie bei euch gar nicht geholfen. Mein Vater (Internist) hat gesagt, dass Novalgin wahrscheinlich zu schwach wäre und hat mir "Gabapentin 400mg" von Hexal mirgebracht. Das hat super geholfen!! Anfangs (ohne Schmerzmittel bzw mit Novalgin) hatte ich schlaflose Nächte am laufenden Band, aber mit Gabapentin ging es dann echt super! Nach dem Absetzten konnte ich allerding auch einige Tage nicht schlafen, weil mein Körper sich ein wenig daran gewöhnt hatte (ist aber keine Abhängigkeit!! Hat uns eine Freundin, die Schmerztherapeutin ist versichert!)
Fragt doch mal nach Gabapentin zw Neurontin!
Ich hoffe, ich konnte helfen!
LG und alles Gute Corinna
Hallo!
Wer darf denn Dronabinol verschreiben? Mein Vater kommt mit dem Morphium gar nicht zurecht, es hilft auch nicht so recht gegen die Schmerzen, obwohl er mittlerweile Höchstmengen einnimmt. Ich habe die Ärzte auch schon auf Dronabinol angesprochen, sie sagen aber, dass sie nicht damit arbeiten wegen angeblich schlechter Erfahrungen. Kann ich damit auch einfach zum Hausarzt gehen?
Vielen Dank für hilfreiche Antworten!
Hallo Annette,
Dronabinol kann bzw. darf jeder Arzt verordnen, auch der Hausarzt.
An die schlechten Erfahrungen glaube ich nicht. Viele Ärzte benutzen das als Ausrede, denn Dronabinol ist nicht gerade billig.
In einem anderem Thread erklärt Anna wie es genau zu verordnen ist.
Unsere Onkologin war auch zur Verordnung erst bereit, nachdem ich ihr sagte ich würde sonst für meinen Mann Joints aus Holland holen.
Mein Mann bekommt das Dronabinol jetzt seit 1Jahr. Fentanyl konnte mitlerweile ganz abgesetzt werden. Übelkeit bei der Chemo kennt er nicht mehr, und er hat 20kg zugenommen.
Viel Erfolg bei Deinen Bemühungen
Brigitte
Hallo Brigitte,
was mich interessieren würde, wieviel Dronabinol nimmt Dein Mann?
Meine mum nimmt sie seit ca. 3 Monaten - mittlerweile nimmt sie 2x8 Tropfen.
Der Appetit ist besser geworden - aber so, dass sie ihr Gewicht hält und nicht weiter abnimmt. Ich bin in der Dosierung etwas unsicher.(habe erst nach drängen auf die Ärzte Dronabinol verschrieben bekommen - wäre sonst auch nach Holland gefahren...) Ich bin überzeugt von der Wirksamkeit dieser Tropfen und bin voll begeistert -soweit man das sagen kann, in Anbetracht dieser Erkrankung...
Ich hoffe Ihr versteht...
Danke für eine Antwort!
kerstin
Hallo Kerstin,
mein Mann bekommt jetzt die stärkere 5% Dronabinollösung, (voher nur 2,5%).
Hiervon nimmt er 2x5 Tropfen.
Für uns ist es ein tolles Medikament um die Nebenwirkungen der Chemo zu bekämpfen.
Hast Du schon erfahren wie es ab Januar mit der Übernahme durch die Krankenkassen ist?
Alles Gute für Deine Mutter und viele Grüße
Brigitte
Lieber Ralf D
Wo kann man sich Cannabies eigendlich besorgen? Ich habe Gebärmutterhalskrebs mit Metas in beiden Eierstöcken und in einigen Lyphknoten. Seit ein paar Wochen habe ich trotz einer EC Chemo einen neuen Tumor im kleinen Becken der nicht zu operieren ist.Ich bekomme Morphiumpflaster und ab und an nehme ich zusätzlich noch Tramal, aber das haut mich jedesmal aus den Socken und ich schlafe dann nur.
Wer kann mir Tipps geben, wäre sehr dankbar.
Liebe Grüße christiane / chris35
Hallo Chris
ich kann Dir keinen Tip geben wegen Cannabies. Bisher dachte ich immer, das das in Deutschland immer noch nicht erlaubt ist, obwohl es doch wirklich helfen soll. Ich hoffe aber mal, das ich noch veraltete Infos habe.
Allerdings würde ich Dir sagen wollen, das - wenn du Tramal nicht verträgst ( auch ich habe das mal ne zeitlang genommen, und war immer nur duhn im Kopf) vielleicht auch auf Valeron umsteigen kannst. Hilft ähnlich ( als Zusatz zu Opiaten), macht aber nicht ganz so duhn im Kopf. Ich selber nehme Oxiygesic als Opiat, allerdings reicht mir die Menge nicht mehr aus. Nach der Erhörhung ging es mir ähnlich... immer nur noch müde und kaum fähig irgendetwas am Tag zu machen. Also habe ich wieder reduziert und lebe zur Zeit wieder mit recht viel Schmerzen.
Mal sehen, was die in der Schmerzambulanz hier in Bonn sagen. Ich möchte nach meinem Urlaub im Januar unbedingt dort hin... Aber auch nicht davor, denn ich möchte etwas von diesen paar Tagen haben. Und neue Schmerzmedis suchen kann ja auch dazu führen, wieder nur noch müde zu sein. Ein Dauerzustand ist das nicht.
Nebenbei nehme ich eben ab und dann Valeron. Bekommt mir zumindest besser, als Tramal.
Sag mal, hat Dich Dein Doc schon mal darauf aufmerksam gemacht, das es auch Morphiumpumpen gibt? ein Bekannter von mir kann damit sogar offiziell Auto fahren.
Viele Grüße
elisabeth
Hallo Chris
ich kann Dir keinen Tip geben wegen Cannabies. Bisher dachte ich immer, das das in Deutschland immer noch nicht erlaubt ist, obwohl es doch wirklich helfen soll. Ich hoffe aber mal, das ich noch veraltete Infos habe.
Allerdings würde ich Dir sagen wollen, das - wenn du Tramal nicht verträgst ( auch ich habe das mal ne zeitlang genommen, und war immer nur duhn im Kopf) vielleicht auch auf Valeron umsteigen kannst. Hilft ähnlich ( als Zusatz zu Opiaten), macht aber nicht ganz so duhn im Kopf. Ich selber nehme Oxiygesic als Opiat, allerdings reicht mir die Menge nicht mehr aus. Nach der Erhörhung ging es mir ähnlich... immer nur noch müde und kaum fähig irgendetwas am Tag zu machen. Also habe ich wieder reduziert und lebe zur Zeit wieder mit recht viel Schmerzen.
Mal sehen, was die in der Schmerzambulanz hier in Bonn sagen. Ich möchte nach meinem Urlaub im Januar unbedingt dort hin... Aber auch nicht davor, denn ich möchte etwas von diesen paar Tagen haben. Und neue Schmerzmedis suchen kann ja auch dazu führen, wieder nur noch müde zu sein. Ein Dauerzustand ist das nicht.
Nebenbei nehme ich eben ab und dann Valeron. Bekommt mir zumindest besser, als Tramal.
Sag mal, hat Dich Dein Doc schon mal darauf aufmerksam gemacht, das es auch Morphiumpumpen gibt? ein Bekannter von mir kann damit sogar offiziell Auto fahren.
Viele Grüße
elisabeth
Der Link, in dem anna beschrieb wie es rezeptiert werden soll.
http://www.krebs-kompass.de/Forum/showthread.php3?id=5487
Vielleicht hilft es Euch weiter, Chris und elisabeth. Der HA einer Bekannten meiner Freundin hatte nach diesen Vorgaben keine Probleme mehr mit dem Rezept.
liebe Grüße
Jutta
Liebe Elisabeth
erstmal vielen Dank für die infos. Kommst du auch aus Bonn???
Ich ja, und werde in der Robert-Janker- Klinik behandelt.
Gruß chris
Lieben dank auch an dich Jutta
Lg chris
Hallo Chris
Ja, ich komme aus Bonn - und wohne ziemlich nah dran. Vielleicht 7 Min. mit dem Rolli von der Janker-Klinik entfernt. Machst Du in der Jancker-Klinik Deine gesamte Behandlung - auch die Nachsorge ?
Operiert worden bin ich im Elisabeth KH. Hat mir gut gefallen und ich glaube, sie haben gute Arbeit geleistet. Allerdings machen sie dort keine Nachsorge, sondern haben mich zu einem ambulanten Onkologen ( Praxis Vaupel) überwiesen. Ich muss zugeben, das ich mich dort nicht wirklich gut aufgehoben fühle. Aber es gibt nicht allzuviele ambulante Onkologen hier in Bonn.
Die Hauptnachsorge macht jetzt meine Hausärztin ( Internistin mit homöopathischer Zusatzausbildung). Allerdings gehört wohl die Hauptbehandlung ( vor allen Dingen, weil ich ja auch schon 2 Rezidiverkrankungen hatte), eigentlich in onkologische Hände.
Sie hilft mir, wo sie kann - aber irgendwo hat sie natürlich auch Grenzen.
Die Uni-Klinik ist nicht gerade eine Alternative für mich, das muß ich zugeben.
Wenn die Jancker Klinik auch ambulante onkologische Behandlungen bei Kassenpatienten macht, könnte ich ja mal mit meienr Ärztin zusammen überlegen, ob das eine Möglichkeit ist für mich.
Kannst Du mir mehr darüber sagen?
viele Grüße
elisabeth
Liebe Elisabeth
Also: bin im Johanniter-Krankenhaus operiert, da hat es mir auch echt super gefallen. Die Ärzte und die gesamte Betreuung war echt prima. Bin danach in die Janker Klink zur Weiterbehandlung. Ich mache die Chemo auch ambulant uns bin Kassenpatientin.Soviel ich weiß machen sie auch Nachsorgen.
Ich denke auch das du deinen Onkologen "verlassen" solltest, grade wenn er dir überhaubt nicht zusagt. Du mußt schon alles Vertrauen reinsetzen können.
Gebe dir meine E-mail Adresse: chris35_w@web.de !!
Melde dich wenn du magst!!
Alles Liebe Chris
Guten morgen Chris
danke für Deine mail-adresse, werde mich im nächsten Jahr :-) bei Dir melden. Das würde mich schon interessieren, welche Erfahrungen Du in dieser Klinik gemacht hast und/oder gerade machst.
wünsche Dir und allen anderen hier jetzt ersteinmal einen guten Rutsch ins Neue jahr und einfach nur " viel Gesundheit "
tschüss
elisabeth
Liebe Elisabeth
Wäre schön von dir zu hören.Meine Erfahrungen sind bis jetzt eigendlich nur positiv.
Vor etwa 22 Jahren war sie noch als "Sterbeklinik " bekannt, die die Patienten nur noch im " eleganten schwarzen Auto " verlassen haben, so wie mein Vater auch. Viele kamen einfach zu spät zur Behandlung dort hin.Vieleicht ist es auch dieser Gedanke, das ich alles versuche ambulant zu machen. Aber wenn alle Stricke reißen, würde ich mich auch stationär behandeln lassen.
Ich wünsche dir auch einen guten Start ins neue Jahr und hoffe das deine Ziele in Erfüllung gehn werden!!!
Liebe Grüße Chris
Hallo Sarah !
Ich arbeite mit Krebs Patienten auch in der Final Pflege. Häufig sind die Schmerzen so stak das die Pflaster (z.b. Durogesic )nicht mehr ausreichen. Dann kann man Morphin Spritzen. Keine Angst es macht nicht abhängig !! Leider denken das heute noch viele ! Die ersten ca. 3 Tage ist man verstärkt schläfrig aber der Körper gewönht sich daran. Wenn dieses nicht mehr ausreicht gibt es Schmerzpumpen !! Diese geben kontenuierlich 24 h eine dosis ab. Sie können Sub. aber besser über einen Port verabreicht werden.Die Dosis wird den Schmerzen angepasst. So kann man noch ein Schmerzfreies Leben führen.
Hoffe es hilft Dir etwas.
Viele Grüße HEIKE
Danke an alle, die geantwortet haben. Mein Vater hat neben Novalgintropfen, die er regelmäßig nimmt, Morphiumtabletten, MStada- 30 mg, von denen ihm aber immer sehr übel wird und er fühlt sich wie zugedröhnt, also total matt und schläfrig. Um dies zu vermeiden, nimmt er sie nicht regelmäßig. Er hat schon so viel probiert: Tabletten, Tropfen, Pflaster, alle haben diese Nebenwirkungen. Geht das nicht auch ohne diese?
Heute habe ich die Onkologin nach Dronabinol gefragt. Sie kannte dieses Medikament nicht einmal! Und wollte es natürlich auch nicht verschreiben! Weiß irgendjemand einen Rat, wie ich sonst noch daran kommen kann?
Gruß,
Liebe Sarah
Auch ich habe in einer Krankheitsphase schon Morphin bekommen und auch ich hatte zu Anfang der Behandlung unter Übelkeit und Müdigkeit zu leiden und war dann auch in Versuchung gekommen, es etwas niedriger dosiert einzunehmen als verschrieben. Das war ein Schuss hintenraus, wie ich heute weiss.
Bei Morphin ist es wichtig, dass es wie verschrieben genommen wird, damit sich ein Spiegel im Blut einpendeln kann. Sobald dies passierte, hatte ich die Nebenwirkungen weg und war schmerzfrei!
Wie ich das mit dem Morphin erlebt habe, schrieb ich einmal in einem Gedicht. Es hat schon einigen geholfen, sich für das Morphin zu entscheiden, deshalb schreib ich es hier auf:
MORPHIUM
"""""""""
Sie scheint in allen Gemütern verankert zu sein, wie eine ungeschriebene Weisheit.
Rücken Ärzte starken Schmerzen mit Morphium zu Leibe, so denken Patienten und so denken Angehörige:"Oh jeh, das kann nichts Gutesbedeuten, jetzt geht es mit Riesenschritten dem Ende zu..."
und sie erschrecken und sind verzweifelt.
Und die meisten wehren sich, sträuben sich innerlich und äusserlich, eine solche Behandlung zuzulassen.
Doch wenn die Schmerzen wie eine ewige Folter sind,
wird der Leidensdruck zu gross und man lässt sich helfen, egal wie.
Hauptsache, die Schmerzen verschwinden.
Unstillbare Schmerzen sind viel schlimmer als Morphium, sie bedeuten viel eher das "AUS!"
Sie schwächen und rauben die Lebenskraft,
sie nagen am Überlebenswillen, bis er zusammenbricht,
sie beenden mit einem Schlag alles, wofür du vorher aktiv warst und sein wolltest.
Du kannst nichts mehr tun.
Schmerzen lassen Wünsche wach werden nach Erlösung,
machen Todessehnsucht erlebbar.
Ich habe beides am eigenen Leib erfahren - Unerträgliche Schmerzen und Morphium,
und ich habe es, wie auch andere, überstanden.
Ich weiss nun, dass Morphium nicht nur zum kurz bevorstehenden Lebensende zum Einsatz kommt,
dass es nicht gleichbedeutend ist mit Hoffnungslosigkeit und Resignation.
Morphium ist nur das Ende für die Schmerzen, aber nicht für den Menschen, der es erhält.
Morphium läutet nicht in jedem Fall die Terminalphase ein -
oft wird es (vorübergehend) gegeben, damit die Lebenskraft sich neu aufbauen kann
und ein Weitermachen,
ein Weiterleben wieder möglich ist.
Ladina , September 1999
Ich lebe längst wieder ohne Morphium und war nie abhängig. Aber es ist wichtig, dass man sich an die vorgeschriebene Dosierung hält.
Liebe Sarah, auchi ch habe mal von einer Kameradin in Deutschland ein Medikament empfohlen bekommen, das mein Onkologe nicht kannte. Die Handselsnamen sind von Land zu Land verschieden, wichtig ist, dass Du den Wirkstoff kennst. Dann denke ich, wird Dir die Onkologin weiterhelfen können.
Dir und natürlich Deinem kranken Vater wünsche ich von Herzen alles Gute und dass ihm die Schmerzen bald wirksam gelindert werden können.
Ewige Schmerzen sind die Hölle. Ich fühle mit Euch mit.
Herzlichst
Ladina
Liebe Ladina,
danke für Deine lieben Zeilen, sie könnten gar nicht zutreffender sein. Mein Vater möchte seine Dosierung der Schmerzmittel selbst bestimmen - das muß ich akzeptieren. Es geht uns nicht um eine Abhängigkeit, die evtl. eintreten könnte. Die eigentlichen Sorgen sind viel schlimmer. Oft wurde uns schon gesagt, Morphin muß regelmäßig genommen werden. Doch ich kann meinen Vater auch verstehen. Es ist schade, daß solch eine Einnahme nicht ohne so gravierende Nebenwirkungen wie bei meinem Vater geht.
Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!
Hallo Sarah,
mit dem Dronabilnol haben wir die selbe Erfahrung bei unseren Ärzten gemacht. Ich wollte auch, dass man es meiner Mom verschreibt, da es auch appetitanregend wirkt, und sie damals nichts essen wollte. Außerdem wirkt es etwas stimmungaufhellend - in so einer Situation manchmal auch gut. Aber auch bei uns kannte es kein Doc. Ich hab den Ärzten homepage´s genannt, damit sie sich darüber informieren, aber Fehlanzeige. Die wollten nicht. "was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht" - so nach dem Motto.
Unsere Ärztin war der Meinung, es sei auf dem Markt nicht zugelassen, sie hätte sich informiert! Stimmt aber nicht.
Es gibt es sogar in der Apotheke, leider nur auf Rezept. Also, löchert Eure Ärzte, damit sie es verschreiben.
Ich hatte mal ne homepage, wo sehr viel darüber geschriebn stand, find sie aber nicht gleich. Ich such nochmal und geb sie Dir.
Auch im Forum steht einiges darüber.
http://www.krebs-kompass.de/Forum/showthread.php3?id=5487
Sobald ich mehr infos habe, meld ich mich.
Alles Gute für Deinen Pa.
Liebe Grüße von Anja
Hallo Sarah,
leider finde ich die von mir gemeinte Seite nicht mehr im Netz.
Hab aber ganz paar andere gefunden. Über die Suchmaschinen findest Du sicher noch einige mehr. Hier findest Du sicher Infos, die Du suchst.
http://www.dronabinol-ag.de/
http://www.hanfmillenium.de/hanfheilt/Berichte/news.htm
http://www.gesundheit.com/home/home/gc26070202.html
Wenn Du Fragen hast, schreib einfach.
Gruß Anja
Hallo Sarah,
ich hatte mir die Seite über das Dronabinol im word abgespeichert, damit ich es besser ausdrucken kann für die Ärzte. Das Dokument hab ich jetzt gefunden.
Ich hab noch deine mail. Ich schick es Dir einfach mal rüber, okay?
Viele Grüße von Anja
Hallo ich wollte mal was Fragen,ich habe ein Ofendes bein von 10 x 10 cm und nehme täglich 3 mal M-Stada 10mg ein es reicht weil ich so große schmerzen habe weil ich immer und immer wieder Schmerzen habe werde ich falsch behandeln.Weil hier steht Überall M-Stada ist ein Krebsmittel
Hallo zusammen
Hat jemand Erfahrungen mit der Wirkung von Morphin-Schmerztabletten? Meine Mutter muss zweimal täglich im Abstand von 12h jeweils 40mg MST continus zu sich nehmen.
Im Internet lese ich, dass Morphin folgende Auswirkung habe:
"Gleichzeitig weist Morphin, wie alle anderen Opiate, folgende weitere Wirkungen auf: beruhigend, Beseitigung von Konflikt- und Angstgefühlen, Erhöhung der Stimmungslage(euphorisierend),"
aber bei meiner Mutter scheint es eher das Gegenteil zu sein; am Morgen starke Verwirrtheit während ca 2-3 Stunden, danach klarer, aber recht agressiv und psychisch down.
Mein Vater kommt kaum mehr klar...
Muss man damit rechnen, dass die Morphin-Dosis erhöht wird und die Wirkungen sich noch verstärken?
grüsse
ces
Ich wollte nur schnell meine Frage selbst beantworten:
Die Symptome, die ich beschrieben habe, kommen von der Fehlfunktion der Leber. Es ist der Grad 3 eines Patienten, der sich aufs Leberkoma zu bewegt. (es gibt Grad 0 bis 4)
In Grad 3 ist ein Patient zeitlich und örtlich desorientiert, verwirrt, hat z.T Wahnvorstellungen, Wut oder Agression.
Das Leberkoma tritt ein, weil die Leber die körpereigenen Gifstoffe wie Ammoniak nicht mehr abbauen kann.
ces
Liebe Ces
Mein Schatz hat MST bekommen. Es machte ihn nicht agressiv und auch nicht verwirrt, wobei ich natürlich sagen muss, dass er ein sehr geduldiger Patient war. Die Basismedikation war geringer als bei deiner Mutter. Aber ich konnte bei Schmerzen Milligrammweise "nachfüttern".
Was die Patienten agressiv machen kann, ist die eigentliche Krankheit. Das ist bekannt. Mein Schatz ist schlussendlich vor gut drei Monaten zuhause an Leberversagen gestorben. Das ist ein leichter Tod, wenn man in diesem Zusammenhang von leicht sprechen kann. Die Kraft wird einfach jeden Tag weniger. Irgendwann ist der dann einfach eingeschlafen.
Ich wünsche euch viel Kraft und alles Gute Barbara
Liebe Barbara
Danke für deine Antwort und es tut mir sehr leid, dass dein Schatz vor drei Monaten gestorben ist :-( ,das ist je erst gewesen.
Du sagst das schon richtig mit dem leichten Tod, auch weil der Patient keine Schmerzen hat und einschlafen kann; es tut mir gut, mich immer daran zu erinnern, jetzt, wo es dem Ende zu geht bei meiner Mutter.
Darf ich nochmals etwas zurückfragen?
Du hast natürlich recht, MST macht nicht verwirrt, es sind die Körpergifte,die das Hirn beeinträchtigen... oder war dein Mann gar nicht verwirrt? Meine Mutter fragt jeden TAg, warum sie dort liege, und wenn wir sagen, dass sie krank ist, glaubt sie uns nicht, sagt, wir würden hinter ihrem Rücken tuscheln usw.
Seit gestern kann sie allerdings keine Sätze mehr beenden, ich glaub,sie vergisst während des REdens, was sie sagen wollte,und die Sätze haben auch keinen Sinn mehr.
Ich weiss, dass es ein einfacher Tod ist, aber eigentlich wäre es für mich selbst einfacher gewesen, wenn man auch über das Ende und das, was nach dem Tod kommt, hätte reden können.
Liebe Barbara, ich wünsche dir auch viel Kraft und nochmals danke für deine Antwort!
Alles Liebe
ces
Liebe Ces
Mein Mann war eigentlich bis zum Schluss voll da, wofür ich unheimlich dankbar bin. Dabei war ich sicher, dass er inzwischen auch Metastasen im Hirn hatte. Er sah plötzlich gar nicht mehr gut und hörte schlecht. Er hat schon manchmal Sachen gesagt, die nicht unbedingt zum Thema gehört haben. Aber ich denke, er war mit den verschiedenen Stationen seines Lebens beschäftigt. Auf alle Fälle konnten wir bis ganz zuletzt normale Gespräche führen.
Es könnte nun durchaus sein, dass es auch bei deiner Mutter Metastasen im Hirn sind. Dann kommst halt darauf an, was dort in Mitleidenschaft gezogen wird oder nicht. Du musst vielleicht auch auf epileptische Anfälle gefasst sein! Uns ist das dann glücklicherweise erspart geblieben.
Ich hab vor gut 20 Jahren eine Tante an Krebs verloren. Ihre damalige Aerztin bereitete uns darauf vor, dass der Krebs die Patienten verändern kann. Dass sie mitunter etwas bösartig würden und wir das ja nicht persönlich nehmen sollten.
Mein Schatz hatte schon ab und zu Frust, er hat ihn jedoch nie an mir ausgelassen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Ich umarme dich Barbara
Liebe Ces
Wie gehts es euch und vor allem deiner Mutter? Ich denke an euch und drück euch ganz fest.
Viel Kraft und alles Liebe Barbara
Hallo Barbara
Meine Mutter ist am Donnerstagmorgen friedlich gestorben. Kurz vorher hatte sie noch Schmerzen und sie bekam eine Morphinspritze, die sie dann ruhig machte und ihr ermöglichte, friedlich schlafend zu sterben.
Wir sind traurig, speziell weil heute ihr 70er Geburtstag gewesen wäre und sie noch einen Ballonflug machen wollte. Aber wir sind auch dankbar für die Art, wie sie sterben konnte, und dafür, dass sie so schön und voller Frieden aussah danach.
Vielen Dank für dein Nachfragen! Kannst ja auch mal privat schreiben auf cescaw@hotmail.com
alles Liebe
ces
Meine Mam bekommt seit gestern Schmerzpflaster, weil sie seit ca.5 Tagen unter starken Bauchschmerzen leidet ( Peritonealkarzinose, Lebermetastasen ). Meine Frage: Muss dies Morphium sein oder gibt es da auch unterschiedliche Stärken?
Hallo Evi,
Bestandteile der Schmerzpflaster können Opiate oder Morphium sein. Alle Schmerzpflaster gibt es in verschiedenen Stärken. Meistens wird je nach Schmerzgrad (1-10) mit der dementsprechend leichtesten Dosis begonnen, damit bei Ansteigen der Schmerzen die Dosis erhöht werden kann. Zusätzlich können noch weitere Schmerzmedikamente, meistens in Tropfenform zur leichteren Dosierung, gegeben werden.
liebe Grüße
Jutta
Nach Lungen- Herzbeutel- und Rippfell-OP, Bestrahlung und Chemo treten nun starke brennende und ziehende Schmerzen auf. Durch das Schmerzmittel Novalgin sinkt der Blutdruck extrem. Wer hat Erfahrung oder kann Tips geben, welche Schmerzmittel hilfreich wären.
Danke Sonne 2o3
Hallo,
ich habe eine ganz dringende Frage bezüglich meines Vaters.
Er ist an Lungenkrebs erkrankt und bekommt jetzt Taxotere.
Allerdings hat er jetzt seit einigen Wochen sehr starke Schmerzen.
Er vermutet, dass diese vielleicht durch die Behandlung mit Taxotere bedingt sind, weil unter Nebenwirkungen auh "Häufig Schmerzen" angegeben sind.
Deshalb wäre es jetzt interessant einmal zu erfahren, ob auch schon jemand Erfahrungen damit gemacht hat und welche Schmerzen dabei aufgetreten sind, um vielleicht klären zu können, ob die Schmerzen tatsächlich durch Taxotere verursacht werden oder ob sie einen anderen Unsprung haben.
Schon vorab vielen Dank für eure Antworten!
Liebe Ces, mein Vater ist vor 4 Wochen gestorben. Ca. 5 Stunden vor seinem Tod bekam er Morphin. Ist dann nicht mehr aufgewacht, Augen nach der Morphin-Gabe weit aufgerissen, Mund auch....
Liebe Stina
Wie geht es dir jetzt? So, wie du den Tod deines Vaters beschreibst, scheint es eine etwas erschreckende Erfahrung für dich gewesen zu sein.
Bist du froh, dass er nicht mehr aufgewacht ist, oder hättest du gern gehabt, dass er bei vollem Bewusstsein geht?
Die Ärztin sagte uns, die Morphin spritze würde nicht den Tod beschleunigen, im Gegenteil, sie würde das Herz stärken. Aber vielleicht ist dann,wenn man so viele Schmerzen hat, dass man noch mehr Morphin braucht, halt der ganze Kreislauf schon überfordert?
kannst mir privat schreiben, wenn du möchtest.. e-mail oben...
grüsse ,
ces
Liebe Ces, nein, etwas Erschreckendes war es nicht, nur zu plötzlich und vor allem, er kam bei klarem Bewußtsein, ohne Schmerzen, ins Krankenhaus. Nur die schlimme Atemnot und er konnte nicht mehr Abhusten. Wir wurden sofort gefragt, ob wir Wiederbelebungsversuche wollen, falls es eintritt. Habe an die Krankenhäuser geschrieben, Papa wurde Montag aus einem Krankenhaus entlassen, obwohl er kein Urin absetzen konnte, Dienstag in ein anderes Krankenhaus eingeliefert, wo er Dienstag auch starb. War alles einfach alles zu heftig. Habe Donnerstag ein Gespräch mit dem Ärzt. Direktor, Chefarzt, den beiden Oberärzten und den 2 Stationsärzten aus dem Krankenhaus, wo er Montag entlassen wurde. Hätte Dir auch privat geschrieben, klappt aber nicht mit der E-Mail-Anscrift...
Danke für deine Antwort.
versuchs doch nochmals mit meinem Hotmail-konto..(cescaw@hotmail.com) :-)
Was für eine Art Krebs hatte dein Vater?
Hast du den Eindruck, das Krankenhaus habe was falsch gemacht?
grüsse
ces
Hallo Julchen,
auch ich musste Taxotere während meiner Chemo einnehmen und ich hatte schlimme Knochen- und Gelenkschmerzen! Meine Hausärztin verschrieb mir dagegen Novamin-Tropfen, die sind speziell gegen Tumorschmerzen und sehr stark! Wo genau hat Dein Papa die Schmerzen?
Lieben Carinagruss
Hallo Sonne,
hast Du es schon mit den Novamin-Tropfen versucht? Die bekam ich in der Klinik nach der OP und auch während der Chemo gegen die Knochenschmerzen..
Lieben Carinagruss
Hallo,
ich habe eine Frage zu Morphinpflastern.
Meine Mutter bekommt seit knapp einem halben Jahr Morphinpflaster.
Als ich sie das letzte mal besucht habe war sie plötzlich in einem alamierend schlechten zustand, es war so schlimm das ich mit dem Ende gerechnet habe.
Sie hat plötzlich hohes Fieber bekommen, war völlig apathisch und nicht ansprechbar, die Augen waren weit aufgerissen.
Sie bekam fiebersenkende Mittel und am nächsten Tag war das Fieber weg, die Schwester sprach von Tumorfieber und das es wohl nicht mehr so lange dauern wird mit meiner Ma also mit dem schlimmsten rechnen.
Meine Mutter erzählte hinterher sie habe kurz vor dem Fieber ein M.pflaster bekommen theoretisch wäre das aber erst einen Tag später geplant.
Manchmal ist sie ein wenig benommen wahrscheinlich vom M.deswegen weiß ich nicht ob ihre Aussage stimmt, kennt jemand einen Fall von Überdosierung,wie reagiert der Körper auf Morphium und was versteht man genau unter Tumorfieber?Stimmt es das man nach dem Fieber mit dem nahen Ende rechnen muß?
Vielen Dank für eure Antworten
L.G
Nelly1
Hallo Nelly,
wenn man das Morphinpflaster 1 Tag früher wechselt, passiert eigentlich gar nix. Man verschwendet nur das Pflaster, was ja eigentlich noch für einen Tag gereicht hätte. Die Pflaster geben das Morphium gleichmäßig ab. Egal, ob es frisch ist oder schon 2 Tage auf der Haut ist. In jeder Stunde wird die gleiche Menge abgegeben. Meist ist das Pflaster nach 72 Stunden verbraucht.
Die Sache stellt sich natürlich anders da, wenn das neue Morphiumpflaster höher dosiert war. Aber ob das Fieber auslösen kann, weiß ich nicht.
Fieber kann ja viele Ursachen haben. Eine Entzündung, Schwäche oder sonst was. Meine Mutter nimmt auch Morphinpflaster und hatte gestern auch hohes Fieber. Nach einer Paracetamol war wieder alles vorbei.
Wie geht es deiner Ma jetzt?
Lieben Gruß.
Hallo Sunny,
es geht ihr im Moment etwas besser, was warscheinlich daran liegt das sie über die Feiertage nach Hause durfte.
Sie hat Knochentumore mit Metastasen in der Lunge und dem Gehirn, diese sind allerding mit der Chemo/Bestrahlung zurückgegangen.Die Tumoren an den Knochen sind allerdings weder kleiner noch größer geworden.
Ich weiß nicht ob das gut ist?
Wahrscheinlich eher nicht, so traurig es klingt müssen wir wohl mit dem schlimmsten rechnen zumal sie sehr geschwächst ist und überhaupt nicht essen will/kann.
Sie ernährt sich im Moment von Trinknahrung.
Ich habe wenig Hoffnung...leider
Liebe Grüße
Nelly
Liebe Nelly,
meine Mutter hat Knochenmetastasen und einen Tumor und Metastasen in der Lunge. Ist bei deiner Mutter der Primärherd wirklich in den Knochen und Metastasen in der Lunge? Häufiger ist es andersherum. Aber sei´s drum. Gut siehts für unsere Mütter beide nicht aus. Das wissen wir beide.
Aber ich denke, die Tatsache, dass die Knochentumore nicht größer geworden sind, ist schon ein kleiner Erfolg. War bei meiner Mutter auch so - Immerhin ist bei der Fortgeschrittenheit der Krankheit auch nicht soviel zu erwarten gewesen. Auch wenn man doch immer hofft...
Trinknahrung haben wir auch schon probiert. Hatten aber so ein Zeug bekommen, was untrinkbar war. Was hat deine Mama?
Ich hab mich übrigens noch mal nach Tumorfieber erkundigt. Es hat mir keine Ruhe gelassen. Tumorfieber ist eine Tumorkomplikation, Fieber von unklarer Ursache aber in Zusammenhang mit der Tumorerkrankung stehend. Sicher spricht es auch für einen prognostisch eher schlechteren Verlauf, aber das ist bei dem Stadium (vermute bei deiner Mutter auch Stadium 4) ohnehin so. Ich hab mich nochmal mit einem Arzt darüber unterhalten, und der hat mir erklärt, dass dies kein Zeichen dafür ist, dass nun das Ende kurz bevor steht. Das Fieber kann kommen und gehen über eine längere Zeit. Wenn man es mit normalen Fiebersenkenden Mitteln wieder wegbekommt und es einem körperlich nicht allzu zu schaffen macht, ist es nicht so dramatisch. Die Dramatik liegt eher in der Grunderkrankung. Das Fieber selbst deutet nicht auf das Ende.
Darf ich noch fragen, wie alt ihr beide seid?
Alles Liebe und trotzdem einen guten Rutsch - und vergiss nicht, auch wenn es momentan so aussieht, als könne uns das Jahr 05 nix besseres bringen als das letzte Jahr... irgendwann wird auch für uns die Sonne wieder vor den Wolken scheinen.
Hallo Sunny,
danke für deine aufmunternden Worte, da hast du wohl Recht, schön war dieser Jahresabschluß für uns beide bestimmt nicht.
Gerade am Ende eines Jahres kommt man in grübeln und der hintergedanke war die ganze Zeit da ob es wohl ihr letztes Weihnachten und Silvester war.
Ich bin froh, das ich meine beiden Kinder(3u.5Jahre)und meinen Beruf habe, beides lenkt mich natürlich ab und vor den Kindern darf man sich nicht hängen lassen.
Ich bin 34 Jahre alt und ene berufstätige Mami(Erzieherin), meine Mutter ist 58 Jahre alt.
Darf ich dir die Gegenfrage stellen?
Unsere Geschichte ähnelt sich sehr, ich würde mich freuen wenn wir vielleicht weiterhin im Austausch bleiben könnten.
Ein frohes Neues Jahr und ganz viel Kraft wünscht dir
Nelly
Hallo Sunny, ich bin´s nochmal,
du hattest nach der Trinknahrung gefragt.
Wir haben eine Nahrung aus der Apotheke von der Marke "Novartis".
Leider gibt es nur wenige Geschmacksrichtungen also habe ich ein wenig im Netz herumgeforscht und eine andere Marke entdeckt von der es 9 Geschmacksrichtungen gibt sie heißt Ensure plus Drink.
Ich denke mal man muß sie beim Apotheker bestellen, meine Ma kommt aber morgen erstmal wieder ins KH, das werde ich später machen.
Vielleicht schmeckt die Nahrung deiner Mama etwas besser.
Kann sie denn auch überhaupt nichts essen?
Also meine Mutter muß nur an essen denken da verdeht sie schon die Augen, sie ekelt sich regelrecht, dabei bekommt sie im Moment gar keine Chemo.
Ich hoffe diese Nahrung reicht ihr erstmal auf die Dauer, sie wiegt nämlich nur noch um die 40 KG.
Was isst deine Mutter denn wenn sie sich so vor der Trinknahrung ekelt?
Ich wünsche dir und deiner Mama alles Gute
Nelly
Hallo Nelly,
hatte dir heute Morgen schon mal geantwortet... da hatte es - aus welchem Grund auch immer - nicht geklappt.
Hatte mich gefreut, dass du dich noch mal gemeldet hattest. Es tut wirklich gut zu wissen, dass man nicht allein ist. Und wenn man dann noch ähnliche "Geschichten" durchlebt...
Also ich bin 26, meine Mutter 47 und meinen Vater haben wir in 2003 leider auch an diese scheiß Krankheit verloren...
Meine Mutter kann schon noch essen, wiegt allerdings nur noch 31kg, so dass wir alles probieren wollten, damit doch noch etwas hängen bleibt. Die Trinknahrung hieß survimed. Die war wirklich so scheußlich... wir hatten es mal bei einem Schluck probiert, ob unser Hund das trinkt :) Hört sich ein bisschen ulkig an, aber wir wollten wissen, ob wir uns vielleicht nur anstellen. Man muss ja auch noch ein bisschen dazu beitragen, dass man zwischendurch noch lachen kann. Die Nahrung hatten wir auch aus der Apotheke, ich glaub, da muss ich dann nochmal hin :)
Meine Ma kommt übrigens am Montag wieder ins KH. Da wollen sie nochmal eine Chemo machen.
In welchem KH liegt deine Ma? Was wird gemacht?
Erst mal für den KH-Aufenthalt alles Gute!
Lieben Gruß.
Hallo Sonne,High Carina
Novamin und Novalgin enthaltenden selben Wirkstoff(Metamizol-Natrium.Auch Tramadol ein sehr hilfreiches Mittel verursacht Sedierung Atemdepression und Blutdruckabfall.Wüßte nur mom eins was ich dir unbedenklich empfehlen könnte,ob das aber bei deinen Beschwerden ausreicht ist auszuprobieren.Ibuprofen400mg,kannst du auch im akut fall 3-4x tägl. einnehmen.Ansonsten kann ich dir nur als Alternative eine Kostenaufwendige Akupunktur anraten,damit du das in den Griff kriegst.Ist auch für deine Seele.Damit du deine schmerzen als weniger belastend und Alltags orientiert empfindest.Alles Liebe ihr 2 Claudi
Hallo Sunny,
oh je der arme Hund, der hat das Zeug doch bestimmt auch nicht angerührt, oder?
Meine Mutter ist heute ins Krankenhaus gekommen, leider hat mein Vater noch keinen Arzt sprechen können aber vor Weihnachten war die Rede davon noch einmal eine leichtere Chemo zu machen(geht auch gar nicht anders, meine Mutter ist so geschwächt, das ich mir die Frage stelle ob sie diese überhaupt überlebt)
Ob mit Tabletten oder über Port das weiß ich noch nicht, Tabletten hatte sie noch nie und ich kenne mich damit auch nicht aus
Jetzt ist mal wieder abwarten gefragt bis sich mal wieder die Ärzte zum weiteren Verlauf äußern.
Eigentlich möchte ich gar nicht mit den Ärzten reden, die sind hier sehr gefühlos und in ihrer Routine festgefahren.
Für die scheint der Patient nur eine Nummer zu sein, keine Ahnung warum man in diesem Beruf derart abstumpfen kann.
Wie geht es deiner Ma denn jetzt, hat sie sich mit der erneuten Chemo "abgefunden".
Meine Mutter wollte gar nicht erst ins KH, sie weiß ja auch was auf sie zu kommt, mit viel Mühe haben wir sie überredet.
Ich hoffe das sich das alles noch lohnt, denn wenn es klar ist das es nichts mehr bringt soll sie sich auch nicht so quälen.
So, jetzt werde ich mal im KH anrufen und ihr ein wenig neuen Mut machen, geht ja nicht anders...
Wenn du möchtest das wir im Kontakt bleiben kann ich dir ja beim nächsten mal meine e-mail Adresse geben.
Bis dahin
Liebe Grüße
Nelly
Hi Nelly,
ne,ne auch der Hund nicht! Hat uns etwas getröstet! :)
Die Frage, ob Chemotherapie noch gemacht werden soll, ist in der Tat sehr, sehr schwierig. Da will gut überlegt werden. Ich weiß auch nicht so recht, ob ich eine Chemo noch unterstützen soll. Ich werde in der nächsten Woche bei dem behandelnden Prof einen Termin holen und mal genau nachfragen, welcher Nutzen von der Chemo erwartet wird. Am besten ist es ja, wenn man sich wirklich einen Termin holt, auf den Krankenhausfluren erwischt man ja eh keinen - wenn nur in Hektik - und bei der Visite vor meiner Mutter bin ich in meinen Fragen immer etwas gehemmt.
Tabletten hatte meine Ma auch noch nie. Meistens Cisplatin mit Etoposid.
Ob meine Ma sich mit der Chemo abgefunden hat, weiß ich nicht so genau. Mal redet sie davon, dass sie die Chemo am liebsten um 4-8 verschieben möchte, mal davon, dass sie sie machen muss. So genau weiß sie es nicht. Ist ja auch schwierig.
Wieviele Chemos hatte deine Mutter denn bekommen? Bei meiner Mutter wäre es jetzt die 4.
Würd mich über deine E-Mail Adresse freuen.
Lieben Gruß.
Hallo Sunny,
bei meiner Mutter wäre es auch die vierte Chemo, die Ärzte meinten klinisch gesehen könnten sie mit der nächsten anfangen, sie haben aber uns die Entscheidung überlassen ob wir doch erstmal abwarten bis sie sich erstmal etwas erholt hat und an Gewicht zugenommen hat.
Wir haben uns dazu entschieden sie ersteinmal wieder aufzupäppeln,wäre doch nur reine Quälerei wenn sie jetzt gleich wieder mit dem Giftzeug anfangen.
Für den Appetit soll sie Tabletten kriegen und was soll ich dir sagen kaum ist sie im KH und kriegt die künstliche Ernährung ist ihr wieder total übel.
Die Ärzte tun das ab und meinen das wäre zum Teil auch ihre Psyche, kann natürlich auch sein sie hat sich ja so gegen die stationäre Aufnahme gewehrt aber es ist schon heftig wenn ich sie anrufe und sie vor lauter Übelkeit nicht richtig reden kann.
Dagegen bekommt sie dann Paspertin Tropfen, die bekanntermaßen auch nicht viel bringen.
Ist deine Mutter Privatpatientin oder gesetzlich versichert?
Bei uns läßt sich nämlich kein Prof.blicken höchstens mal der Chef/Oberarzt und meine Mutter ist Kassenpatientin.
Halt die Ohren steif
Nelly
Meine e-mail Adresse lautet:stephanieleutsch@web.de
Ärzte Zeitung 14. Januar 2005
"Bei Tumorschmerzen ist differenzierte Therapie noetig
Patienten mit Tumorschmerzen brauchen eine differenzierte Schmerztherapie. So
sollte bei Durchbruchschmerzen zwar mit rasch wirksamen Schmerzmitteln
behandelt werden, eine alleinige Behandlung damit genuege jedoch nicht,
betonen Berliner Schmerztherapeuten."
Lesen Sie weiter...
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/01/14/005a1501.asp?nproductid=3796&narticleid=339225&cat=/medizin/krebs&bPrint=1
Gruß Nina
Hallo!
Kann mir jemand sagen, wann man M-Pflaster und wann M-Tabletten gibt?
Mein Stiefvater hat am WE solch starke Schmerzen bekommen, dass er erstmals Morphium bekommen hat, erst 30 mg Tabletten, die haben nicht geholfen, dann 60 mg, die haben auch nicht geholfen. Wie hoch kann man mit einer Dosierung gehen?
Ich hoffe, jemand kann mich aufklären. Übers WE konnte man uns im KH nichts sagen.
Danke!
Hallo Nelly und Sunny,
bei meiner Mutter, die sehr jung ist, lautet die Diagnose Brustkrebs in einem weit fortgeschrittenen Stadium. Der Krebs hat bereits in die Eierstöcke, Gebährmutter und die Knochen metastasiert. Der Tumor ist brusterhaltend entfernt worden. Die Gebährmutter und die Eierstöcke sind ebenfalls weg. Wir kämpfen zur Zeit mit Knochenmetastasen. Zur Zeit werden die betroffenen Stellen ander Wirbelsäule und im Beckenbereich bestrahlt. Außerdem bekommt sie Bispphosphonate. Im Forum konnte ich nicht feststellen, ob ihre Mütter dieses Medikament bekommen, aber es ist sehr erfolgsversprechend. Es bremst die Knochenzerstörung und haben einen hemmenden Effekt auf die Ausbreitung der Metastasen. Das habe ich im Internet gelesen: www.krebs-info.ch
In der einen Klinik hat man uns sogar gesagt, daß mit Knochenmetastasen man soger 12 Jahre leben kann. Wir haben in vielen Kliniken Meinungen zu dem Krankheitsbild gesammelt. Sehr wichtig ist auch die Psyche. Allein durch das positives Denken kann man ein Paar Jahre gewinnen. Es ist zwar albern an das zu glauben, was Wahrsager sagen, aber ihr könnt euch gar nicht vorstellen vieviel wir dadurch erreicht haben. Seit dem Tag hat sich der Zustand meiner Mutter stabilisiert. Sie nimmt zu ca. 100 gr. täglich, hat hunger und heut ist sie sogar mit meiner Schwester einkaufen gefahren. Vor zwei Tagen lag sie im Bett und hat zu Hause gar nichts gemacht. Die Psyche beduetet sehr viel.
Darf ich etwas fragen? Seit wann ist die Diagnose bei ihrer mutter bekannt?
Hallo zusammen!
Im September 04 wurde mir mein linkes Bein amputiert. Hüftexartikulation. Ich war hoch mit Schmerzmitteln eingestellt: Durogesic-(Morphin)-Pflaster 200µg/h, alle 4 Std. 1000mg Novaminsulfon (Novalgin), tägl. 900mg Neurontion (Gabapentin) und 20mg Cipramil (Citalopram).
Inzwischen hat sich das gebessert, die postoperativen Wunden sind verheilt und mein Hausarzt hat angefangen, meine Schmerzmittel runter zu stufen.
Doch es klappt nicht wie erwartet.
Cipramil habe ich abgesetzt und Neurontin auf ganz niedriger Stufe, weil ich immer das Gefühl hatte, daß ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe. Jetzt erst habe ich wieder das Gefühl, normal zu sein.
Als jetzt das Morphin auf 75µg abgestuft werden sollte, ging es mir so dreckig, wie schon lange nicht mehr. Ich konnte weder liegen noch sitzen, nicht schlafen und war so schlapp und fertig, daß mir ein Bleistift zu schwer war und Schmerzen, daß ich dauerheulen konnte, obwohl ich zusätzlich Novalgintabletten genommen habe.
Nun mußte das Durogesic wieder auf 100µg gesetzt werden und mit einer höheren Dosis Novalgin zusammen, komme ich einigermaßen klar.
Wie lange dauert es denn noch, bis das besser wird?
Ich sitze und liege fast nur auf einer "Arschbacke", weil mir die linke Seite nach einer gewissen Zeit weh tut.
Wenn die Schmerzen erstmal richtig anfangen, kommen zusätzlich die Phantomschmerzen in dem Bein was ich nicht mehr habe.
Wegen der Phantomschmerzen hat man mir in der Klinik den Psychater auf den Hals gehetzt, der mir auch bloß Tabletten verschrieben hat und bei denen ich das Gefühl hatte, nicht mehr ganz richtig im Kopf zu sein. Etwa so, als wäre man ständig besoffen und alles läuft in Zeitlupe. Das wollte ich nicht mehr, dann lieber Schmerzen.
Ganz schlimm ist es, wenn ich auf Toilette muß. Immer das Gefühl, daß mehr als nur das Bein fehlt und jeder Toilettengang wird zur Qual. Ganz zu Schweigen, daß ich nicht richtig auf der Klobrille sitzen kann.
Hat irgendjemand damit Erfahrung? Fehlt jemanden ein komplettes Bein aus dem Gelenk, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Für Tips wäre ich sehr dankbar.
Liebe Grüße
Heiko
Hallo Heiko,
Leider kann ich Dir nicht mit Erfahrungen bez. Deines Phantomschmerzes dienen, ich habe sie an einer anderen Stelle.
Wollte Dir nur sagen, daß es in einer orthopädischen Website ein Forum dazu gibt.
http://www.ot-forum.de/e3125/userThreadShow?tid=925
Vielleicht kannst Du Dich dort besser austauschen?
Liebe Grüße
Jutta
Lieber Heiko
es erscheint uns serh früh mit diesem versuch die schmerzmittel runter zu stufen. Habt ihr keine spezielle Schmerzsprechstunden (sind meist Anaesthesisten die sich spezialisiert haben) in eurer Klinik, je nach dem lohnt es sich auch weiter entfernt zu fahren um zu einer zu gehen, denn diese Art der Schmerzen gehören in spezialisierte Hände.
Wir können dir nur ein paar Tipps geben als Phantomschmerzenpatienten und als Krankenschwester. Hoffen dass sie dir dienen - kannst zu jedezeit auch mit uns in Kontakt treten - liz.isler@gmx.ch
Willy wurde zwar nicht der Arm amputiert, dafür sämtliche Nervenwurzenwurzeln von c6 bis Th2 mit den dazugehörenden Wirbelkörperteile, 4 Rippen etc. und der Arm Plexus (Nervengefelcht für den Arm) wegen seines Pancoast Tumors (Lungenkrebs) entfernt, was einer Amputation des linken Armes gleich kommt.
Er hat auch Phantomschmerzen im linken Arm und Hand, Schulter bis zu den Wirbeln, und kommt heute nach 2 Jahren nach der Operation ohne Medikamente nicht aus.
Er hat als Basis Therapie Neurontin 3,200mg (verteilt auf 1,600mg 2 täglich)und MST Continus 230mg 2 täglich. In Reserve hat er Morphium Tropfen 2% oder 4%. Das Celebrex wurde letzte Woche abgesetzt, was nun zu einer Verstärkung der Schmerzen auf der gesunden Seite geführt hat, denn durch die Lähmungen braucht er die gesunde Seite viel stärker und die ist nun überbelastet und hat an verschiedenen Stellen mit Entzündungen reagiert. Nächste Woche wird entschieden ob sie operieren müssen. Versuche mit Tegretol (auch ein Antiepileptika) und Antidepressiva (die oft bei schweren Schmerzen zur Unterstützung der Schmerzmedikamente eingesetzt werden) sind gescheitert an den Nebenwirkungen. Sicher ist, dass es einständiges Anpassen und Ausprobieren ist.
Da der Tumor nicht stabil ist, können sie keine Schmerzpumpe implantieren. Dies wäre aber um die Schmerzen effektivvoll zu lindern die beste Lösung, vor allem mit dem Ziel vor Ort die starken Medikamente zu platzieren und nicht im ganzen Körper zu haben.
Linderung erreicht er durch div. Lagerungskissen, das warmhalten des Armes. vor allem der Hand da auch nur normale Zimmertemperaturen enorme schmerzen auslösen. So trägt er immer einen Handschuhe resp. 2 die er übereinander anzieht (Mikorfaser Fingerhandschuhe und darüber einen Ski Fäustlinghandschuh.
Heiko, geh doch mal zu einem Orthopisten (einer der Prothesen macht) und frag ihn nach Hilfsmittel, im speziellen für aufs Klo, evtl. hilft dir da eine spezielle Klobrillenpolsterung aus Therma Halbhartschaum (müsste genau angepasst werden und mit Wasserdichtenmaterial eingepackt werden - das passt sich der Körperform durch die eigene Körpertemperatur an. Diese Schaumstoffe gibt es auch als Meterware in div. Dicken in Schaumstofffachgeschäften oder je nach dem gar in Bettfachgeschäften und kann für vieles eingestetzt werden. inkl Sitzkissen, Matratzen- und Autositzauflagen, Lagerungskissen etc.
Man muss den Mut haben zu experimentieren und leider oft wirklich sehr unkonventionelle auf deine und wiurklich nur deine Bedürfnisse angepasste, Wege gehen. Wir sind auch immer am Suchen nach Hilfsmittel und Wege und haben aber schon einige gefunden.
Viel Kraft und Glück dabei, würden uns freuen von dir zu hören
Liebe Grüsse Liz und Willy im Doppelpack.
Sonne 2003
kannst du vielleicht mehr Angaben zu deinen Schmerzen machen, wann z.B. war die Op.? Sind es eher Schmerzen von innen oder Rippenknochenschmerzen?
Vielleicht gibt es noch den einen oder anderen versuch.
Liebe Grüsse Liz und Willy im Doppelpack (auch Lungenkrebs operiert mit Entfernung div. Knochen, Rippenfellteil, Liunge, Nervenwurzeln, Wirbelkörper, Rippen und Arm Plexus)
Hallo LiZ und Willy,
ihr scheint Euch ja super gut (Leider) mit dem Thema Schmerz auszukennen und dachte vielleicht habt ihr ja auch noch nen paar Tipps für mich.
Ich bin 1998 an einem Osteosarkom in der linken Tibia erkrankt und habe mein Bein behalten können ich habe aber eine Endoprothese eingesetzt bekommen. Und nun im Mai 2004 wurden Metastasen in der Lunge und im 6.Brustwirbel gefunden welche auch operativ entfernt(2 Rippen mussten auch entfernt werden) wurden und mein 6.Brustwirbel wurde durch ein Titankörpchen ersetzt. Ich bin bei der Schmerzambulanz in meiner Klinik in Behandlung aber die Schmerzen werden einfach nicht besser.
Momentan nehmen ich alle 3 Tage ein Transtecpflaster 70µg/h, Bextra 20mg 2Tabletten am Tag und bei Bedarf 20 Tropfen Morphin Merck 2%.
Leider helfen die Medikamente nicht so wie ich es gehofft habe. Im Knie habe ich ständig Schmerzen wenn ich es länger Zeit belaste, wenn ich von der Beugung in die Streckung gehe (z.B wenn ich sitze und aufstehen muss) und die Beugung ist auch nur bei 80%. Mein Rücken ist aber das größte Probelem. Bei längerem gehen, bei langen Stehnen oder auch Sitzen habe ich höllische Schmerzen die nur weggehen wenn ich mich für ne Stunde hinlege. Durch die Lungenop habe ich auch starke Schmerzen beim tief Einatmen z.B niesen, gähnen, anstrennung.
Langsam werde ich verrückt da ich NIE Schmerzfrei bin und momentan nicht selbststängig leben kann weil es nicht möglich für mich ist den Haushalt selbst zu schmeißen und arbeiten zu gehen. Die Dosis der Medikamente kann auch nicht mehr erhöht werden da die Nebenwirkungen extrem sind. Ich bin erst 28 und will noch nicht bei meinen Eltern auf der Couch dahinvegetieren sondern wieder mein eigenes Leben führen.
Wäre für alle Ratschläge offen.
Viele Grüße miri
mein Mann hat und macht immer noch ganz gute Erfahrung mit Morphium Medikamenten ohne Nebenwirkungen. Die Krebsbekämpfung fordert Energie zur Genüge, Schmerzen sollen demnach wenn möglich nicht sein. Die Einstellung meines Mannes ist:( Mc 30- 2xmal am Tag +MC 60 1x Abends) sowie MC direct 10 nach Bedarf), Maximal dosis 120 - 150 /Tag); seine Schmerztherapeutin hat ihn derzeit in gegenseitiger Absprache ganz gut eingestellt ( obwohl er in vollem Radio und Chimio Programm ist). Wir hoffeen dass das Ganze zu einem positiven Resultat beiträgt.
Liebe Andrée
Das ist ein sehr positiver Beitrag und ich hoffe, er macht vielen, die Morphium-Medikamente zu sich nehmen müssen, Hoffnung, dass dadurch nur ihr Leben vereinfacht wird und keine Nebenwirkungen auftreten müssen.
Ich wünsche dir und deinem Mann alles Gute und weiterhin viel Kraft!
ces
Hallo,
ich habe eine Frage. Meine Schwiegermutter hat ein Blasenkarzinom von Hühnereigröße, was in die Vaginalhinterwand gewachsen ist. Festgestellt Herbst 2004. Die Ärzte haben uns damals auch gleich mitgeteilt das sie für meine Schwiegermutter nichts mehr tun können. Begonnen haben sie mit 25mmHg Durogesic-Pflaster, seit anfang April sind wir bereits bei 75mmHg Durogesic-Pflaster. Nun meine Frage, sie hat immernoch ständig einen starken Druckschmerz in der Aftergegend (After ist zugemacht, da vor 12J. Darmkrebs, seither künstl. Darmausgang über die Bauchdecke), kann kaum noch sitzen. Ist das ein Zeichen das die Durogesic-Dosierung schon wieder erhöht werden müsste? Oder schaltet das Pflaster nicht den Tumorschmerz aus?
Danke für eure Antworten
Yvette
Hallo Yvette,
Habt Ihr schon den Druckschmerz durch eine bildgebende Untersuchung abklären lassen? Ich denke, erst wenn feststeht, was den Schmerz auslöst, kann gezielt angegangen werden. In der heutigen Tumorschmerztherapie können zusätzlich spezifische Schmerzmedikamente gegeben werden.
Ein Schmerzpflaster schaltet nicht automatisch alle Schmerzen mit aus, was leider eine weitverbreitete (auch hausärztliche) Meinung ist.
Liebe Grüße
Jutta
Alexandra S.
05.05.2005, 13:30
Liebes Forum,
ich hoffe, ich bin hier richtig - habe bereits im Prostatakrebs-Forum gepostet, aber wahrscheinlich ist dieses Unterforum besser geeignet, da es hier ja direkt um Schmerzen geht.
Bei meinem Papa (66 J.) wurde im Frühling 2003 PK diagnostiziert, zu dem Zeitpunkt bereits mit Metastasen im Skelett (Hüfte, Wirbelsäule, Rippen, Schultern).
Eine erste Bestrahlung brachte, was die Schmerzen angeht, Linderung.
Nach einjähriger Hormonbehandlung (Flutamid + Trenantone) war der PK hormonrefraktär.
Als die Schmerzen dann mit der Zeit schlimmer wurden, hatte eine zweite Bestrahlung dann gar keine Auswirkung mehr.
Im Herbst 2004 bekam mein Papa dann Durogesic-Pflaster (Fentanyl), Ende des Jahres wurde umgestellt auf Palladon (hochdosiert), Novalmin-Tropfen und Cortison (Dexamethason gering dosiert) - das sind auch die Medikamente, die er aktuell nimmt, und die bisher auch relativ gut angeschlagen haben. Auch der PSA-Wert ist aktuell sehr niedrig (bei 63).
Am Anfang diesen Jahres wurde mit einer Chemo begonnen, die jedoch wegen schlechter Blutwerte (Thrombos < 80 etc.) nach dem 2. Mal abgebrochen werden musste.
Am Montag haben wir nun das neue Szintigramm bekommen, und während die Metastasen an manchen Stellen (z.B. Schädelbasis) zurückgegangen sind, haben sie an anderen (besonders Rippen, Schultern) ganz deutlich zugenommmen.
Seit ein paar Tagen hat mein Papa nun auch wieder sehr große Schmerzen, und ich weiß einfach nicht, was ich tun kann.
Die behandelnde Onkologin ist momentan im Urlaub, die Vertretung meinte nur, wir wären mit der Dosierung schon an der oberen Grenze.
Ich könnte mittlerweile nur noch schreien, wenn ich sowas höre - das *kann* einfach nicht das Optimum der Schmerzbehandlung sein!
Gibt es hier jemanden, der mir aus eigener Erfahrung Tipps geben kann, wie er Knochenschmerzen in den Griff bekommen hat? Vielleicht gibt es, neben anderer Morphium-Dosierung, auch noch zusätzliche Alternativen?
Bin für jeden noch so kleinen Hinweis dankbar!
Vielen herzlichen Dank im voraus.
Liebe Grüße aus Berlin,
Alexandra
Liebe Alexandra,
bei meinem Mann war (er hat Speiseröhrenkrebs mit jetzt ebenf. Knochenmetas) der Schmerz ebenfalls ein Riesenproblem, und wir waren sogar in einer Schmerzklinik, wo uns gesagt wurde, die Schmerzen wären wohl eher psychischer Natur(!!!!). Das war ja die Höhe, er bekam ebenfalls Palladon, Novalgin und bei Bedarf Valium(das war echt gut, um mal ein paar Stunden zu schlafen), mittlerweile wurde der Grund für die Schmerzen gefunden(neue Metastasen an der "neuen" Speiseröhre, deswegen staute sich 2 Liter >Galle, er bekam einen 14 cm langen Stent gesetzt, aber gegen die Knochenschmerzen nimmt er jetzt Voltaren 100(3xtäglich) und das Durogesic_pflaster, die aber doppelt(zus.150); und er kommt super klar damit, ist auch sehr hochdosiert, aber nach langem Hin und Her und x-mal in die Klinik als Notfall gekommen, meinten mehrere Prof.s, er hätte einen super stabilen Kreislauf und er verträgt es und hat enorme Lebensqualität!
Die Voltaren sind gerade für Knochenschmerzen hervorragend und nicht sehr teuer und werden im WHO-Schema gerade bei diesen Schmerzen als Empfehlung aufgeführt. Die 3x100er sind natürlich sehr hoch dosiert und normalerweise sind 150 pro Tag normal, aber was ist bei solchen Schmerzen noch normal?
Ich wünsche Dir, daß Ihr das gut zusammen durchstehen könnt und daß es wieder besser wird. Ich hätte auch nicht geglaubt, daß ich mit meinem Schatz noch solche wunderbaren Tage erleben darf!!
Alles Liebe und gib nicht auf, nach Möglichkeiten zu suchen, es gibt auch noch sehr gute Schmerztherapeuten, leider dauert die Suche immer so lange, bis man gute findet.
Liebe Grüße
Martina H.
Liebe Alexandra,
habe noch vergessen, die Voltaren gibt es auch als Zäpfchen, außerdem bekam er auch noch manchmal ben-u-ron Zäpfchen, weiß nicht, ob die geholfen haben, vielleicht wenigstens kurzfristig. Und laß Dich nicht entmutigen, für uns war es ein ständiger Kampf mit Schmerzmittel und Einstellung, da sind viele Ärzte leider noch etwas überfordert, mein Hausarzt war mir da eine große Hilfe, aber halt mehr in Richtung Morphium-wovon er ekligste Alpträume bekam. Wir wissen ja auch nicht, wie lange die momentane Zusammenstellung wirkt, aber alleine schon fast eine Woche mehr oder weniger Schmerzfreiheit ist das absolute Wunder für uns!
Liebe Grüße nochmals
Martina H.
Alexandra S.
09.05.2005, 17:45
Liebe Martina,
danke Dir für Deine ausführliche Nachricht.
Wir waren nun heute bei der behandelnden Onkologin für die monatliche Zometa-Infusion (die bekommt Dein Mann sicherlich auch?) und haben die Schmerzgeschichte gleich mit angesprochen.
Morgen steht nun Röntgen und ab übermorgen Bestrahlung an - wobei ich da ja skeptisch bin...
Deinen Tipp bzgl. des Voltaren habe ich in der Aufregung heute natürlich ganz vergessen anzusprechen - werde das aber am Mittwoch nochmal nachholen.
Interessanterweise hat sie uns empfohlen, mal Paracetamol zu probieren, wenn die Knochenschmerzen wieder stärker werden sollten ("Mit Palladon können wir dann notfalls immer noch höher gehen"). Ich bilde mir auch ein, das auf irgendeiner Seite in Verbindung mit Knochenmetastasen schon einmal gelesen zu haben.
Mal sehen, ob das hilft...
Ich melde mich in den nächsten Tagen nochmal.
Liebe Grüße an Dich und Deinen Schatz,
Alexandra
liebe alexandra,
wart ihr schon in der uni köln?
ein lieber bekannter von mir wurde von zwei hamburger spezialisten fast umgebracht durch falsche behandlung seines pk.
in der urologischen onkologie in köln sagten sie, er müsse sofort seine tabletten absetzen, die fördern das tumorwachstum.
kenne mich mit pk nicht aus, kann gern nachfragen. er hatte schon vor zwei jahren knochenmetastasen. vor ein paar monaten ging es extrem bergab. nach absetzen der bestimmten tabletten extrem bergauf.
bei interesse (ich lese sonst hier nicht) mail mich an: sonjaxxx (at) gmx.net
Liebe Alexandra
Da sind wir wohl im selben Boot. Mein Vater hat an Weihnachten erfahren das er Prostata Krebs hat mit Methastasen im ganzen Becken in der Wirbelsäule, Rippen , Oberschenkelhals....Das schlimmste finde ich diese Ohmacht nicht helfen zu können, Ihn mit seinen Schmerzen zu sehen und nicht zu wissen wie man Ihn unterstützen kann...habe mich schon an unzähligen Orten schlau gemacht aber viel erreicht habe ich bis jetzt noch nicht.
Mein Vater bekommt einmal im Monat Bifosphonat (infusion) ein Hormonstäbchen und täglich hormontapletten und Opiatepflaster....
Unterstützend nimmt er auch Paracetamol bringt jedoch nur eine minime Linderung, was Ihm am besten nützt sind in den schlimmsten Momenten wenn er Ecofenac oder Karmol eincremt, vielleicht hilft dies deinem Vater auch etwas...Es gibt da noch etwas was nützen würde, haben mir sogar die Aerzte bestätigt aber mein Vater will das nicht....es wäre THC...
Vielleicht lässt sich dein Vater eher davon überzeugen...
Bitte schreibe auf diese Seite wenn du etwas in Erfahrung bringen kannst was sonst noch so helfen könnte, da mein Vater schon seit ca. 1 Woche nicht geschlafen hat vor Schmerzen...
Ich wünsche Dir auf jedenfall viel Kraft und geduld für die kommende Zeit..
Grüessli Corinne (Schweiz)
name@domain.de
Liebe Corinne,
meinem Vater geht es seit gestern wieder besser - wir wissen nicht, woran es liegt, und natürlich sind wir einerseits erleichtert, andererseits ist diese Ungewissheit (was nun zu den extremen Schmerzen und deren Abklingen geführt hat) irgendwie zum Wahnsinnigwerden.
Schmerzpflaster haben wir ebenfalls durch - momentan geht es allerdings glücklicherweise ohne. Da gibt es ja ohnehin unterschiedliche, vielleicht wäre in Eurem Fall ein Wechsel eine Überlegung wert?
Als mein Vater mal während einer ganz schlimmen Schmerzphase im Krankenhaus war, hat er dort Lutscher bekommen (ich frage mal nach, wie sie genau hießen), die innerhalb von 10 Minuten und dann für die Dauer von drei, vier Stunden sehr gut (fast beschwerdefrei) gewirkt haben. Es war irgendwie beruhigend zu wissen, dass man, wenn die Schmerzen zu schlimm wurden, einen Notfall-Lutscher hatte.
Ansonsten bekommt mein Vater ja zusätzlich zum Morphium noch Cortison, das hat auch eine sehr große Erleichterung gebracht.
Dronabinol (THC) haben wir auch schon ins Auge gefasst, und soweit ich mich bisher informiert habe, scheint es eigentlich keine Punkte zu geben, die gegen eine Verwendung sprechen. Schlimmstenfalls hat es auf die Schmerzen keine allzu große Wirkung (aber dann hat man es wenigstens probiert), bestenfalls wirkt es schmerzlindernd (viele scheinen bei gleichzeitiger Einnahme von Dronabinol die Morphium-Menge verringern zu können) und appetitanregend.
Welche Bedenken hat denn Dein Vater bezüglich des THCs?
Vielleicht können wir gemeinsam überlegen, wie wir ihn davon überzeugen können, es zumindest einmal zu versuchen.
Mein Vater nimmt momentan ein Antidepressivum, er schläft jetzt ein bisschen besser - vielleicht wäre das für Euch auch eine Möglichkeit?
Ansonsten kann ich Dir momentan weiter auch nichts raten. Ich weiß, wie schlimm es ist, neben dem Bett sitzen und zusehen zu müssen, wie mit der liebste Mensch im Leben so unvorstellbar leidet, und nichts tun zu können. Ich glaube trotzdem fest daran, dass es wichtig ist, einfach da zu sein - auch wenn man an den Schmerzen im Endeffekt nichts ändern kann. Wenn Dein Vater merkt, dass Du (oder Deine Mutter? Weiß nicht, ob Ihr nah beieinander wohnt und Besuche möglich sind) bei ihm bist und er nicht alleine ist.
Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und alles alles Liebe,
Alexandra
Hallo Alexandra
Danke Dir vielmal für Deine Antwort :)
Ich freue mich sehr für Dich das es Deinem Vater besser geht, meinem leider noch nicht, er überlegt sich jetzt nächsten Schritte. Wenn ich etwas näheres weiss melde ich mich. Auf jedenfall wünsche ich Dir und Deiner Familie ein ganz schönes Wochenende und Deinem Vater unbekannter Weise eine gute, stabile Besserung und eine lange schmerzfeie Zeit.
Ganz liebe Grüsse
Corinne
Hallo Anna,
ich weiß gar nicht ob du nach so langer Zeit noch einmal ins Forum schaust, ist ja immerhin fast ein halbes Jahr her.
Ich bin seit Januar das erste mal wieder hier.
Neun Tage nach meinem letzten Eintrag ist meine Mutter an ihrer schweren Krebserkrankung gestorben.
Ihr war einfach nicht mehr zu helfen, die Krankheit war schon zu weit fortgeschritten.
In diesem Stadium können auch positive Gedanken nicht helfen, glaub mir, ich weiß wovon ich rede.
Irgendwann schwindet auch der letzte Funken Hoffnung und zwar spätestens dann wenn du in ein von der Krankheit gezeichnetes Gesicht blickst und siehst das der Erkrankte einfach nicht mehr kann und das Sterben nur noch Erlösung ist.
Ich hoffe sehr das es wenigstens deiner Mutter mit Hilfe des neuen Medikaments besser geht.
Vielleicht meldest du dich noch einmal falls du diese verspäteten Zeilen doch noch liest.
Viel Kraft euch allen die den Kampf noch kämpfen müssen.
Ich möchte hier gerne noch ein wenig weitermachen und mehr hören. Meine Mutter (66) wartet aktuell auf eine - verschobene - OP (Müllerscher Mischtumor, 2. Redidiv im Becken) und wurde für die Wartezeit vom Krankenhaus nach Hause geschickt, mit Opioiden gut eingestellt, wie vom Krankenhaus geschrieben. Sie hat überhaupt keine Kraft, keinen Geschmack mehr, ihr Gesicht verformt sich und ihr Mund ist total trocken. Sie verfällt mehr von Tag zu Tag und verliert allen Mut, den sie vorher noch hatte.
Gibt es ähnliche Erfahrungen und vor allem Tipps, wie man diesen Nebenwirkungen beikommen kann?
Hallo,
unter 800mg pro Tag sind Morphine meist unproblematisch.
Die Dosis macht das Gift.
Habe hier unter Schmerzen und Übelkeit auch schon irgendwo Möglichkeiten gegen die Nebenwirkungen gefunden.
Gruß Thomas
Hallo, Ich habe im Internet diverse Links gefunden über TENS (Schmerztherapie mit Strom) wo diverse patches auf die Haut geklebt werden und die Stromstärke reguliert werden kann um Schmerzen zu reduzieren. Hat jemand Erfahrungen damit und worauf muss man bei der Verwendung achten ?
Danke und Gruss
Roland
(Angehöriger Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Lebermetastasen)
Hallo Roland,
das TENSgerät ist m.E. nur geeignet, wenn bestimmte Nervenbahnen Impulse oder Stimmulation bekommen sollten.
Bei Tumorschmerzen konnte ich bis dato keine Reduzierung des Schmerzes erleben. Hier hilft nur eine gezielte Therapie dem Tumorschmerz entsprechend.
Hallo Jutta,
Danke für die schnelle Antwort. Ich habe gelesen, dass nur ca. 60% Erfolg haben mit TENS. Aber es ist wahrscheinlich sehr individuell und jeder reagiert anders auf die Therapie. Wir sind auf der Suche nach alternativen Methoden den Schmerz zu reduzieren, da momentan bis zu 10 Spritzen Betadin pro Tag notwendig sind um einigermassen Schmerzfrei zu sein.
Dieser Beitrag IST KEINE Werbung für die Klinik, sondern nur zur Erklärung und Behandlung von Krebsschmerzen und anderen resultierenden Schmerzen.
Krebsschmerzen (krebsbedingter Schmerz)
(Viele weitere Schmerzthemen unten auf dieser Seite)
Krebsschmerzen werden von von betroffenen Patienten in 70%, in fortgeschrittenen Krankheitsstadien noch häufiger, als Hauptsymptom (= Hauptbeschwerde) angegeben (Hankemeier et al. 1989, Zech et al. 1988, Twycross 1990).
Obwohl wirksame Methoden der Schmerzbehandlung bekannt und zumindest in den Industrieländern verfügbar sind, werden leider viele Patienten mit Krebsschmerzen aus Unkenntnis, Furcht vor Suchtentstehung und restriktiver Gesetzgebung nicht ausreichend analgetisch therapiert.
Bei richtiger Anwendung der schmerztherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten beträgt die Erfolgsquote bei Krebsschmerzen 90% (Strumpf 1993).
Schmerztherapie und dadurch erzielte Schmerzfreiheit ist jedoch bei Tumorleiden einer der wichtigsten Faktoren zur Erhaltung von Lebensqualität und eine zumeist notwendige Ergänzung kausaler (= ursächlicher) Therapiemöglichkeiten. Wichtig ist, daß zur Behandlung von Krebsschmerzen alle diese Methoden in ein umfassendes Behandlungskonzept (http://www.dauerschmerzen.de/) eingebunden sind, das das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden soweit wie irgend möglich fördert. Als Leitlinie der Schmerztherapie und grobe Orientierung, die jedoch unbedingt den Erfordernissen des einzelnen Patienten angepaßt werden muß, kann ein Stufenschema wie das von der Weltgesundheitsorganisation publizierte, dienen (Klaschik 1990, Zech et al. 1988), das wir in nachstehender Tabelle nach unseren Erfahrungen abwandeln.
Gesamteartikel und Erläuterung verschiedener Arten der Krebsschmerzen:
http://www.schmerz.com/schmerzen/krebsschmerzen/
Hallo Roland,
ich habe gerade erst deine Frage gelesen.
Ich hatte sehr starke Nervenschmerzen wo nicht einmal Novalgin oder Tramal
Tropfen halfen. Eine Schmerztherapeutin verschrieb mir für 4 Wochen ein
Tens Gerät. Es hat mir sehr geholfen und ich war nach ca. 2 Wochen
wirklich schmerzfrei. Ich denke es ist immer ein Versuch wert.
Alles Gute für dich.
Simone W.
25.08.2005, 13:41
Mein Vater hatte auch ein Tensgerät gegen seine Rückenschmerzen .
Geholfen hat es nicht , da die Schmerzen wohl eher von seinem Pankreastumor herrühren . Ein Versuch kann aber nicht schaden . Man bekommt das Gerät auf Rezept dann für einige Wochen von der Firma (z.B.Brudermüller) ausgeliehen . Die Bedienung ist sehr einfach , man darf die Pads nur nicht direkt auf die Wirbelsäule setzen . Es gibt verschiedene Programme , die in der dem Gerät beiligenden Broschüre beschrieben sind . Auch die Anwendung ist beschrieben.
Ich habe allerdings sehr viel Gutes über Actiq-Schmerzlutscher gelesen . Allerdings weiß ich nicht ob es die auf ein normales Rezept gibt oder fallen die schon unter`s Betäubungsmittelgesetz ?
Würde die gerne für meinen Vater besorgen , da sein Voltaren bei Schmerzspitzen nicht mehr ausreicht .
Vielleicht weiß das jemand ?
Simone
Habe TENS wegen WS-Problemen genutzt. Bei leichten Muskelverspannungen okay, bei Nervenschmerzen kurzzeitig (vielleicht 10 - 20 Min.) wirksam, wenn man hoch einstellt - der Bereich wird leicht taub.
Bin trotzdem operiert worden und habe das Gerät an eine Bekannte mit Karpaltunnelsyndrom weitergegeben. Da scheint es zu helfen.
Bin der Meinung, dass es bei nicht tiefliegenden Problemen mit Muskulatur und Sehnen kurzzeitig etwas Linderung verschafft, das bekommt man langfristig aber besser mit Wärme/Kälte/Gymnastik/Entspannungsübungen in den Griff. Bei Nervenschmerzen z.B. im Bereich der WS lohnt der Aufwand für die kurzzeitige Linderung nicht, an der HWS soll man es sowieso nicht benutzen.
Gruß Hanne
Hallo Hanne,
Vielen Dank für die Infos. Ich habe unterdessen noch etwas weiter gesurft und anscheinend funktioniert das System bei leichteren Schmerzen welche nahe der Oberfläche entstehen bestens. Bei Krebsschmerzen scheint die Wirkung in vielen Fällen auszubleiben. Wir bleiben vorläufig mal noch beim Betadin da es die beste Wirkung hat. Problematisch wird es nur, wenn die Dosis erhöht werden muss. Nochmals Danke.
Liebe Grüsse
Roland
Hallo, mein Mann hat es ausprobiert, aber leider hat es nicht geholfen, Sarkom im Oberschenkel, Metas auf der Bauchspeicheldrüse.
Bei "normalen" Schmerzen aber duchaus zu empfehlen.
Mein Mann bekommt Morphium in Tablettenform, hilft sehr gut, trotz Nebenwirkungen (Verstopfung)
petra
Kein Mensch muss unnötige akute und chronische Schmerzen (http://www.schmerzliga.de/pages/patienten/vergleich.html) ertragen. Heute stehen moderne Behandlungskonzepte zur Verfügung, mit denen selbst stärkste Schmerzen gelindert werden können. So lässt sich vermeiden, dass sich ständige Schmerzreize im Nervensystem „einbrennen“ und zur Dauerpein werden. Ebenso können Spezialisten mit verschiedenen Strategien den Teufelskreis des chronischen Schmerzes durchbrechen.
http://www.schmerzliga.de/pages/patienten/patienten.html
Zentrum für Schmerztherapie und Palliativmedizin
Leiter des Schmerzzentrums:
Prof. Dr. med. H. Bardenheuer (hubert.bardenheuer@med.uni-heidelberg.de)
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=503
Hallo, liebe Gole, Herbi und alle anderen! :)
zu den Schmerzpumpen, die das Schmerzmittel direkt an das Rückenmark abgeben ("intrathekale Arzneimittelinfusion") gibt es gute Infos unter http://www.medtronic.de/germany/health/pain/treatment_idd.html
über das Leben mit so einer Pumpe unter
http://www.medtronic.de/germany/health/pain/living_idd.html
Alles Gute wünscht Euch
Isa :winke:
Manuela08
15.11.2005, 18:39
Liebe Leser!
wer nimmt auch diese Kapsel,und kann mir sagen wie es einen bei der einnahme geht.habe auch ein Duogesicpflaster und soll wenn ich starke schmerzen habe diese noch nehmen .habe aber angst davor .
Lieben gruß Manuela
Hallo Manuela,
Eigentlich brauchst Du vor einer zusätzlichen Einnahme keine Angst haben. Ich habe auch Duogesicpflaster, dazu noch ein relativ starkes Medikament für die Nervenschmerzen.
Werden meine Schmerzen mal wieder zum Tapentenabreißen, nehme ich je nach Schmerzstärke noch 10-30mg Morphiumtabletten dazu.
Die einzigste Nebenwirkung ist, daß ich etwas müder werde, und Autofahren tabu ist.
stellaris
01.12.2005, 10:50
Hallo, ich hoffe ihr könnt mir helfen: Mein Mann hat aufgrund von Knochenmetastasen starke Schmerzen. Er nimmt z.Zt. Oxygesic 10mg morgens und abends, sowie Durogesic Pflaster. Er hat jedoch trotzdem immer wieder mal sehr starke Schmerzen. Was kann er zusätzlich noch nehmen, weiss jemand Rat? Das Problem ist auch, dass er sich regelrecht weigert, seinen Onkologen zu befragen ( ich kriege dann imer zur Antwort, dass er nicht ständig zum Arzt gehen will), eine Schmerztherapie will er auch nicht (habe ich auch schon vorgeschlagen). Er ist einfach nur noch depressiv, antriebslos, weint viel, und wird aggressiv, wenn ich z.B. sage, dass er sich doch bitte andere Medikamente verschreiben lassen soll, damit es ihm besser geht. Ich bin auch so langsam wirklich am verzweifeln !
Hallo Stellaris, :pftroest:
offensichtlich reicht die jetzige Schmerztherapie deines Mannes nicht aus, wahrscheinlich ist eine Dosiserhöhung erforderlich. Das müsste man mit dem Onkologen besprechen.
Wenn dein Mann nicht aktiv werden will, würde ich an deiner Stelle telefonisch mit dem Onkologen reden, am besten einen telefonischen Gesprächstermin vereinbaren, damit er auch Zeit hat.
Welchen Krebs hat denn dein Mann? Erhält er außer der Schmerztherapie noch eine tumorspezifische Therapie (Bestrahlung? Hormontherapie? Chemotherapie?)? Oft können bei Knochenmetastasen ja auch Bisphosphonate helfen (z.B. Zoledronsäure = Zometa).
Das könntest du den Onkologen fragen.
Schau auch mal unter
http://www.krebsinformation.de/Fragen_und_Antworten/knochenmetastasen.html
da kann man sich auch telefonisch beraten lassen:
http://www.ksid.de/
Sollte der Onkologe keine Verbesserung erzielen, kannst du dich evtl. auch an ein Schmerzzentrum wenden, hier findest du Adressen:
http://www.stk-ev.de/
Auf jeden Fall würde ich möglichst bald mit dem Onkologen reden, denn aufgrund der Schmerzen hat sich bei deinen Mann evtl. zusätzlich eine Depression entwickelt, was den Schmerz noch zusätzlich verstärken kann.
Wünsche euch von Herzen eine Besserung!
Alles Liebe
Isa
stellaris
05.12.2005, 12:03
Hallo Isa,
danke für Deine Antwort. Mein Mann hat leider einen sehr seltenen Krebs (neuroendokriner Tumor in der Leber, wurde vor 2 jahren operiert, jetzt Knochenmetastasen im ganzen Körper verteilt und seit kurzem Lebermetastasen (nicht operabel)). Er bekommt auch Zometa (nach dieser Behandlung hat er jedoch immer besonders schlimme Schmerzen). Der Onkologe ist momentan etwas ratlos, er "probiert" jetzt die 4. Chemotherapie aus (immer eine andere Zusammensetzung). Wir hoffen, dass diese nun endlich anschlägt. Sollte das nicht der Fall sein, werden wir wohl zur Sondersprechstunde für neuroendokrine Tumor-Patienten an der Charite Berlin gehen.
LG,
Stella
dein mann bekommt nur spiegelmedikamente das war bei mir auch so das beste mittel um den spiegel kurzfristig zu erhöhen ist sevredol, das rücken die ärtzte aber nicht so gerne raus. aber ich glaube man bekommt pro monat nur zwei verschiedene btm´s verschrieben. also müsste er ganz auf oxygesic oder fentanyl umsteigen und bei schmerzspitzen einmal oder zwei mal am tag sevredol das wirkt dann so 2 stunden. sind es noch mehr schmerzspitzen muss der ganze spiegel einfach mal komplett erhöht werden. also oxygesic und sevredol passt auf jeden fall prima zusammen, bei fentany gibt es glaube ich noch so komische lutscher habe ich mal gehört. edit: ist doch schön das die alten posts auch noch gelesen werden^^
Hallo, die Schmerzlutscher heißen Actic und helfen bei sog, Schmerzspitzen wirklich schnell. Mein Mann bekommt 4x60 mg Morphium retard plus Novalgin und wenn gar nichts mehr geht, helfen die Lutscher.
petra
Manuela08
24.03.2006, 21:21
Hallo gewi!
IRox hat recht würde ich auch empfehlen .Sevredol hilft bei mir auch sehr schnell. und das Pflaster .Mir hat mein onkologe gesagt das Novalgin zum pflaster eingenommen die wirkung des Pflaster´s aufhebt.
liebe grüße Manuela
Manuela08
24.03.2006, 21:24
Hallo Jutta!
wie geht es dir ? du hattest damals recht ich hab beides genommen und ich war zum 1.mal Schmerzfrei und war auch überhaupt nicht daun .den davor hatte ich am meisten angst.
wünsch ein schönes Wochenende Manuela
christa Benz
25.03.2006, 09:33
Hallo liebe Manuela,
Mein Mann hatte auch Pflaster,und man sagte mir,pro 25 microgr.sollte man
über den Tag verteilt 10mg. Sevredol dazu nehmen.Also bei einem Pflaster
von 100 sollte er noch am Tag 4 mal 10mg Sevredol nehmen.Später sogar
20mg.Wichtig dabei ist dass Du schmerz frei bist.
Wünsch Dir noch viele Schmerzfreie Tage,und machs gut. Christa B.
Bibokind
14.04.2006, 21:06
Moin Ihr Lieben,
meine 91 jährige Oma leidet, aufgrund von Knochenmetastasen, auch unter starken Schmerzen im Rücken. :sad:
(Sie wird behandelt mit Arimidex und bekommt Zometa-Infusionen.)
Als Schmerzmittel bekommt sie Novaminsulfon-ratiopharm Tropfen.
Mit dem Wirkstoff Metamizol
3x täglich 25 Tropfen. (schon über einige Wochen)
Die Schmerzen haben sich jedoch in letzter Zeit verschlimmer.
Heute habe ich mir mal die Packungsbeilage dieses Medikaments durchgelesen,
wobei ich über folgende Nebenwirkung regelrecht stolperte.
Reaktionen des blutbildenden Systhems. :eek:
Vor der letzten Zometa-Infusion hat der Doc aufgrund eines total niedriegen Hb-Wertes drei Bluttransfusionen verabreicht.
Also habe ich wie wild gegoogelt, und auch einiges zu diesem Thema gefunden.
1. Mögliche Ursache einer aplastischen Anämie- Medikamente wie
Novaminsulfon. (Biologie.de)
2. ... jedoch nicht so günstig bei Schmerzen im Bereich der Knochen und
Muskeln. (Habichtswald-Klinik-Kassel)
Kennt jemand von Euch sich damit aus, und kann diese Aussagen bestätigen? :confused:
Leider stoße ich mitlerweile an meine Grenzen, was all diese Fachausdrücke angeht.
Gruß Bibokind
Hallo Bibokind, :)
dass die Anämie mit dem Metamizol zusammenhängt, glaube ich nicht, ich denke, die kommt eher von der Krebserkrankung. Die Nebenwirkung "aplastische Anämie" von Metamizol ist sehr selten. Anämie kann ja viele Ursachen haben, sicher hat deine Oma auch aufgrund ihrer Krankheit schon einige Therapien hinter sich, und ihr hohes Alter spielt auch eine Rolle.
Wegen den starken Schmerzen würde ich mal mit dem Arzt sprechen, ob nicht ein stärkeres Schmerzmittel angebracht ist. Knochenmetastasen können sehr schmerzhaft sein!!! Metamizol gehört zur Stufe I der Schmerztherapie nach dem WHO-Stufenschema, wahrscheinlich ist ein Schmerzmittel der nächsten Stufe erforderlich.
Hier zwei Links dazu:
http://www.tumorschmerz.de/who.php
http://www.krebsinformation.de/ksid/Schmerzmedikamente/zusaetzliche_Medikamente.html
Sicher muss man wegen des hohen Alters deiner Oma vorsichtig mit den Medikamenten sein, aber auch ein alter Mensch sollte nicht unnötig leiden!!!!
Wenn euer Arzt keine Besserung erzielen kann, würde ich mich an einen Schmerztherapeuten wenden, Adressen findest du hier:
http://www.schmerztherapeuten.de/
Ich hoffe sehr, es geht deiner Oma bald wieder besser!
Liebe Grüße :winke:
Isa
Bibokind
15.04.2006, 14:34
Moin IsaH,
vielen Dank für Deine Antwort und die Links.
Es ist gut zu wissen dass auch in meinem Wohnort ein Schmerztherapeut ansässig ist.
Bei dem nächsten Hausarztbesuch werde ich auf jeden Fall dabei sein, bevor sie dem Arzt wieder sagt, dass die Schmerzen auszuhalten sind.
Solange sie sich nicht bewegt, ist es auch wirklich nicht so schlimm, aber das kann ja nicht das Optimum sein.
Eines ist mir jedoch immer noch nicht so ganz klar.
Kann anhand des Blutbildes ein Zusammenhang zwischen der aplastischen Anämie und dem Medikaments ausgeschlossen werden?
Eine Knochenmarkpunktion zur feststellung der Ursache der Anämie hat meine Oma leider abgelehnt.
Gruß Bibokind
Johanna82
15.04.2006, 19:18
Hallo Bibokind!
Wegen der anämie, informier dich mal bei eurem arzt über EPO das ist ein Hormon welches bei der Anämiebehandlung eingesetzt wird - anstelle von Bluttransfusionen.
Der Grund für die Anämie kann auch die Krebserkrankung ansich sein - oder Chemo/Strahlentherapie.
Erythropoietin ist ein Hormon das unter die Haut gespritzt wird und das Knochenmark zur Bildung roter Blutkörperchen anregt.
Rücken die Ärzte nicht so gern raus, ist sehr teuer...
EPO eignet sich zur längerfristigen anämiebehandlung, gut auch in Kombination mit Eisenpräparaten...
Zu den Schmerzen, Novalgin/Novamin gehören wie oben schon gesagt zur Stufe 1 der WHO.
Stufe 2 wär z.B Tramadol/Tramal, hat aber üble Nebenwirkungen(war jedenfalls bei meiner Ma so...)
Stufe 3 dann eben Morphiate zb Fentanyl Pflaster, Sevredol-Kapseln...
Ich wünsche euch alles Gute!
Johanna
Bibokind
15.04.2006, 20:12
Moin Johanna,
auch Dir erstmal Danke für Deine Antwort.
Meine Oma bekommt weder Bestrahlung, noch Chemo, also das kann dies nicht die Ursache der Anämie sein. Nach dem erwähnten EPO werde ich gleich mal googeln. Danke für den Tip.
Komme gerade von meinen Großelter.
Oma lag den ganzen Tag im Bett, wegen den Schmerzen. :sad:
Zum Tee trinken ist sie dann aufgestanden, klappte recht gut.
Sie versucht immer noch ihre Schmerzen auf das Wetter zu schieben, da sie seit jeh her wetterfühlig ist. Also Heute war es der Nebel, Gestern das Gewitter und so weiter.
Ihr Hausarzt ist momentan leider im Urlaub und einen Anderen will sie nicht. Nach dem Motto, geht schon und wird schon werden.
Der behandelnde Onkologe im Krankenhaus sagte zwar, dass sie bei einer Verschlechterung kommen soll, aber zu dem will sie erstrecht nicht.
Ich kann diesen Arzt auch nicht aufsuchen und um Rat fragen, da dieser ein sehr ignoranter Mensch ist und er demzufolge eh nur sagen wird, dass er nichts machen kann, wenn Oma nicht zu ihm kommt.
Ich stehe der Situation momentan dementsprechend hilflos gegenüber.
Sollte die Bisphnattherapie nicht auch schmerzlindernd sein? Oder dauert das einige Behandlungen? Meine Oma hat jetzt zwei davon hinter sich.
Gruß Bibokind
Ps.: Kann mir jemand sagen, ob Wärme bei Knochenmetastasen schädlich sein kann? Wärmflaschen schaffen linderung, aber ist das auch unbedenklich?
Johanna82
15.04.2006, 21:03
Ich nochmal...wegen EPO.
Schaust du mal auf
www.kraftgegenkrebs.de
oder
www.deutsche-fatigue-gesellschaft.de
Gruss,Johanna
Bibokind
28.04.2006, 19:39
Nabend,
ich wollte mich mal kurz melden und @Johanna, danke nochmal für die Links.
Also, meine Oma hat die Knochenmarksbiopsie nun doch machen lassen.
Das Ergebniss dauert jetzt natürlich etwas. Bin wirklich gespannt, was dabei raus kommt.
Momentan geht es meiner Oma wirklich gut, auch schmerztechnisch.
Ich hoffe, dass das erstmal etwas anhält.
Gruss Bibokind
Ich kam in den Genuß innerhalb der letzten 6 Monate 3 verschiedene Pflaster zu testen, der Hintergrund war eigentlich die Gesundheitsreform/Bugdetregulierung. Der Markt ist inzwischen für neue Hersteller offen.
Da ich unter sehr starken Schweißausbrüchen leide, lösten sich seither alle Pflaster innerhalb kürzester Zeit und somit fand keine konstante Versorgung statt.
Inzwischen gibt es ein Produkt, das nicht nur eine stärkere Konsistenz hat, sondern auch den Eigenduschen stand hält.
Maditta61
11.06.2006, 22:53
Hallo Jutta,
ja das Probelm mit den Pflastern kenne ich auch, bin deshalb wieder auf meine Tropfen umgestiegen. Hab wie du auch die Probeleme mit dem Schwitzen, dann nahm ich immer zuviel auf und mir wurde übel und wurde auch ziemlich müde und bei duschen lösten sie sich. Kannst du mir schreiben, wie dein neues Pflaster heißt, denn ich muß in zwei Wochen in die Schmerzklinik und könnte mir es dann verschreiben lassen. Man sagte mir auch, das das Pflaster für den Körper besser ist und er wird nicht so belastet, den die Tropfen gehen halt doch durch den Magen.
Liebe Grüße Maditta61
:) :) :)
Hallo Maditta,
Da hast Du recht, die Tropfen schlagen irgendwann auf den Magen, ich bekam ziemliche Probleme damit. Ich nehme sie daher nur wenn ganz dringend Zusatzbedarf besteht. Zu Beginn wirst Du beim Pflaster evtl. auch die kurzfristigen Nebenwirkungen, wie Übelkeit und Müdigkeit verspüren, die sich aber sehr schnell legen.
Das Pflaster heißt Matrifen (von betapharm), es hält wirklich was es verspricht. Hat alle Schwitzattacken und 6 ausgiebige Duschen wohl überstanden, und meine empfindliche Haut ist nicht gereizt. Nur nach dem Abziehen leicht gerötet, aber in einer Stunde war die Rötung verschwunden. Da es rundum gut klebt, ist auch eine optimale und konstante Abgabe des Fentanyl's gewährleistet.
Manuela08
23.06.2006, 18:21
Hallo liebe Jutta !
genauso wie bei mir das Durogesic ging jedesmal ab .ich schwitze ebenfalls riesig bin immer wie durch`s Wasser gezogen .Es half auch eine wasserlösliche Pflasterfolie die dann drübergeklebt wurde. Allesdings ist diese wiederum so teuer. Schmerzpflaster Fentanyl Winthrop klebt sehr gut nur für alle Fälle .
Kann das Schwitzen evt auch vom Pflaster kommen ? ach wir sind doch schon geplagt oder ?
Ein sehr schönes Wochenende wünsch ich alles liebe Manuela
Hallo!:winke:
Bin für meinen Papa hier.Sonst bin ich im Tonsillentread.Er hat 40 Bestrahlungen und 4 Zyklen Chemo (2 cisplatin und 2 Carboplatin.)hinter sich.
Die Behandlungen sin ca 6 Wochen her.Gestern ging er in den Keller um ein neues Schloss anzubauen.Nach 8 schrauben bekam er am ganzen Körper Schmerzen und stand völlig neben sich.Dann schaffte er es in den 2. Stock und da kam meine Mutter ihm schon entgegen.Er setzte sich auf die Treppe und dann war ihm so schlecht das er brechen musste.dann ging es ihm besser.Er war zwar schlapp aber dann war fast alles wieder "normal".Er war seelisch gleich wieder so runter.:confused: Zum Arzt will er auch nicht dieser Dickschädel:mad: :mad:
Kennt das jemand von euch auch?Sind das Nebenerscheinungen noch von der Chemo? Also das Hand Fuß Syndrom hat er auch(kribbeln),das weiß ich kommt von der Chemo.Ich mache mir echt Sorgen!:confused:
LG an Alle Huje:)
Susanne28
18.07.2007, 14:19
Hallo,
mein Vater leidet seit Sommer 06 unter Polyneuropathie, die sich nun unter Chemoembolisation mit u.a. Cisplatin leider wieder verschlimmert. Besonders die Füße sind betroffen, er läuft zur Zeit recht unsicher. Er stapft auf Linsen, Erbens, Bohnen, Reis um so die Durchblutung zu fördern.
Zudem stehen ihm vom Arzt her zwei Medikamente zur Auswahl: Gabapentin (sagt Hausarzt) und Lyrica (Pregabalin) (sagt Onkologe). Wenn man sich allerdings so durch die Nebenwirkungen liest, fragt man sich ob es sinnvoll ist neue Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen um alte zu beseitigen- was zudem auch noch sehr fraglich ist, da die Wirksamkeit der Medikamente ja scheinbar nicht wirklich bewiesen ist, hohe Dosen nötig sind und die Medikamente grundsätzlich eher für Diabetes bzw. Gürtelrose Patienten gedacht sind...
Insgesamt wirkt auf mich das Medikament Lyrica sympatischer, da es ein breiteres Spektrum abzudecken scheint, auch gegen seine Rückenschmerzen helfen könnte...
Mein Vater nimmt zur Zeit Tarceva 150, FentanylPflaster (125), Amineurin, Remergil 15, nach Bedarf Novalgin/ Sevredol und Tavor 2.0 (Panikattacken, Angst- und Unruhezustände) und bekommt alle 4 Wochen Chemoembolisation mit Cisplatin/Gemzar/Mitomycin (Leber+Lunge). Da fragen wir uns ob er seinem Körper noch weitere Tabletten zumuten soll- von zweifelhafter Wirksamkeit...
Mich beunruhigen zudem besonders die häufig möglichen psychischen Nebenwirkungen, die seinen ohnehin nicht guten psychischen Zustand noch verschlechtern könnten.
Vielleicht weiß ja doch jemand Rat, wie man auch ohne Medikamente die Beschwerden lindern könnte? Oder machen die Medikamente doch Sinn? Hat jemand Erfahrungen mit einem der genannten Medikamenten- gute oder schlechte?!
Liebe Grüße Susanne
Susanne28
19.07.2007, 00:40
Liebe Britta,
vielen Dank für deine schnelle Antwort. Irgendwie hatte ich mit so etwas wie du es beschreibst gerechnet... Mein Vater hat sich nun auch zunächst gegen die Einnahme entschieden, ich denke aber dass er sich umentscheiden wird, wenn es noch schlimmer wird. Durch die Polyneuropathie ist er wirklich sehr wacklig auf den Beinen, ich mag mir gar nicht vorstellen wie er läuft wenn die Nebenwirkungen eines der Medikamente hinzukommen (ohne eine zusätzliche positive Wirkung...)
Vielen Dank auch für deine Tipps, ich werde mal nach der Salbe fahnden und Meersalzbäder sind ja gut durchführbar. Zudem hoffe ich dass die Stimulation mit der Gemüse-Reis-Mischung etwas hilft...
Liebe Grüße Susanne
Mache ich momentan, weil ich einfach nicht die richtige Dosis finde (zusammen mit einem Schmerztherapeuten). Ich probiere und suche seit 5 Jahren und nie stimmt es wirklich, Entweder es ist mir zu viel, dass ich z.B. nicht mehr ruhig autofahren kann, oder ich habe Schmerzen.
Nun versucht es mein Schmerztherapeut mit Polamidon (ähnlich wie Methadon) und ich muss sagen, es macht sich sehr gut. Ich nehme alle 8 Stunden 20 Tropfen, mit dem Willen, langsam etwas runterzufahren.
Nimmt das Mittel außer mir noch jemand und kann mir ein bißchen was berichten. Im internet findet man fast nur Berichte von Süchtigen, die ja nicht unbedingt für mich zutreffend sind.
Ich habe Darmkrebs, 1. OP vor fast 6 Jahren, danach zweimal eine kleine Singulärmetastase (im Abstand von 2 bis 3 Jahren). die Schmerzen sind also keine tumorschmerzen, ich bin tumorfrei, sondern kommen von den starken Verwachsungen nach insgesamt 4 schweren OPs (einmal noch ein Gallendurchbruch).
Ich würde mich über jede Antwort freuen, denn ich bin etwas unsicher und komme mir etwas in die falsche Ecke geschoben vor, was aber eigentlich totaler Quatsch ist. Ob ich jetzt dieses oder jenes Opiat nehme sollte doch eigentlich egal sein!
Dazu sagen muss ich noch, dass ich mit meinem Schmerztherapeuten (über 30 jahre Erfahrung) 24 Stunden in Verbindung treten kann, also Tag und Nacht. Ich fühle mich in sehr guten, erfahrenen Händen.
Hallo,
auch mein Mann hat mehrfach die Schmerzmittel gwechselt, unter anderem von 3x täglich MST 60mg auf Palladon, 2xtäglich 24mg usw. usw.
Seit dem 20.9. ist er im Hospiz und bekommt jetzt seit 2 Wochen Polamidon. Damit ist er seit Monaten das erstemal wirklich schmerzfrei, außer bei Belastung seines Beines, aber der Arzt meint, das bekommen sie auch noch hin. Was meinem Mann sehr wichtig ist, das er klar im Kopf ist und das ist mitunter sehr schwierig bei seinen massiven Schmerzen, aber wenn er das Polamidon in regelmäßigen Abständen nimmt, ist er völlig klar. Er schläft relativ viel, aber ich denke, das kommt, weil er so schwach ist und ihn die Krankengymnastik so anstrengt.
Er ist auch noch Auto gefahren bis Ende Juli, danach wollte er nicht mehr, weil die Morphingaben erhöht wurden und er sich nicht 100% sicher war, das er nicht zur Gefahr für andere wird.Durch die Erhöhung war er immer benebelt, mal mehr, mal weniger, aber nicht schmerzfrei.
Bevor mein Mann ins Hospiz kam, wollte er nicht mehr leben, weil er die Schmerzen nicht mehr ertragen konnte. Seit er jetzt das andere Mittel bekommt, ist der Lebenswille wieder da, eben weil die Schmerzen zu 98% weg sind. Jetzt ist sogar die Rede davon, das er eventuell wieder nach Hause kann.
petra
Hallo LaLuna,
könntest du hier über deine Erfahrungen im weiteren Verkauf mit Polamidon berichten?
Ich denke, dass sie für viele Menschen hier im Forum sehr wichtig sind, um ihren Schmerztherapeuten auf diese Therapie aufmerksam machen zu können. Viele von uns leiden nicht mehr oder nicht nur am Tumorschmerz, sondern auch an den "Nachwehen".
Hallo zusammen,
ich möchte auch kurz was zu Polamidon schreiben. Mein Mann hatte 10/03 Rektumampuation, vorher Chemos und Bestrahlungen. ca. 3-4 Monate später begannen Schmerzen im linken Po-Bereich ausstrahlend ins Bein. Die Schmerzen wurden immer mehr und das Bein immer schwächer. Er hat sich dann nach ca. einem 3/4 Jahr für einen Schmerztherapeuten entschieden. Nachdem abgeklärt war, dass es nichts direkt mit einer krebsigen Wucherung zutun hat wurde die Therapie begonnen. Von Neuraltherapie, Akkupunktur über Valoron, Lyrika, bis Morphium ging die Übung. Aber wirklich gebracht hat es nichts. Irgendwann stellte sich die Frage Morphium immer mehr zuerhöhen oder was anderes auszuprobieren. Anscheinend reagieren Nervenschmerzen nicht unbedingt auf Morphium. Jetzt nimmt er Valoron, Amytriptillyn und bei Bedarf Polamidon. Er nimmt es nur, wenn er vor Schmerz nicht schlafen kann oder es ganz schlimm ist. Er hat natürlich auch Angst vor einer Sucht. Wirklich schmerzfrei ist er nie, da er relativ wenig und nur ab und zu auf das Polamidon zurückgreift. Aber für ihn ist es gut zuwissen, dass er nicht völlig seinen Schmerzen ausgeliefert ist. Nachdem er letztes Jahr ein Rezidiv hatte, wurde die Schmerztherapie erstmal so weitergeführt. Vielleicht gibt es mittlerweile auch Neuerungen im Bezug auf die Therapie von Schmerzen.
Liebe Grüße
hoppit
Ja, ich berichte, freue mich aber wirklich über jedes Feedback, auch von Menschen, die nicht hospizmäßig betreut werden. Am meisten interessieren mich Geschichten von Menschen, die nach den OPs und Bestrahlungen, eigentlich tumorfrei, immer noch Schmerzen haben.
Denn ich bin ja eigentlich gesund *haha*, nur die Schmerzen gehen und gehen nicht weg.
Angst süchtig zu werden habe ich überhaupt nicht, denn wenn heute ein Wunder geschehen würde und ich wäre schmerzfrei, würde ich SOFORT alle Schmerzmittel absetzen.
Aber, so ist das eben nicht. Mit gut eingestellten Schmerzmittel kann ich ganz normal leben, bin fit und schaffe fast ebensoviel, wie vorher, wobei ich allerdings in Frührente bin und alles etwas langsamer angehe.
Gestern abend ging es mir ziemlich dreckig, ich hatte Atemprobleme, mir war gleichzeitig heiß und kalt, mir lief der Schweiß in Strömen runter und ich klapperte mit den Zähnen. Hui, ich dachte, jetzt geht's dahin.
Also, sofort den Schmerztherapeuten angerufen, er klärte kurz ab, wieviel Tropfen ich genommen hatte (ich hatte auf seinen Rat versuchsweise auf 15 Tropfen runtergefahren) und schon kam von ihm die Diagnose:
Entzugserscheinungen!
Da ich zudem noch immer zwei Tavor nahm, die aber seit dem Polamidon wegließ (ich dachte, es verträgt sich nicht und wollte heute nachfragen), sagte ich ihm das und er sagte: Sofort eine Tavor nehmen, die 5 Tropfen Differenz nachnehmen und in 10 Minuten sollte ich wieder fit sein.......war auch so.
Die Tavor will ich jetzt ganz langsam ausschleichen, die brauche ich ja nicht wirklich, es ist nur manchmal schöner zu schlafen, als zu leben, weil die Träume meist schöner sind, als das Leben......mein Gott, was sag ich da???........aber irgendwie habe ich manchmal dieses Gefühl, also eine Depression dazu, aber wer hat die nach einer so schweren Geschichte nicht?.
Gut die Tavor schleiche ich jetzt viertelweise raus, Polamidon heute um 6.00 und um 14.00 Uhr 20 Tropfen...die Müdigkeit ist so gut wie weg, ich fühle mich fit und bin ein wenig euphorisch, keineswegs niedergeschlagen, wie bei den Morphiumgaben.
Da ich heute zu einer Blutkontrolle musste und mein Mann noch fest schlief (der Arme musste mich die letzten Wochen immer rumfahren), stieg ich ins Auto und fuhr die paar Kilometer selbst, mit einem richtig gutem Gefühl. Ich fuhr gut, war nicht unsicher und wußte, es war richtig, zu fahren.
Polamidon flutet übrigens überhaupt nicht, wie ich es bei Sevredol anfangs hatte, man merkt die Gabe gar nicht, außer, dass die Schmerzen wegbleiben. Sie sind auch nicht irgendwo im Hintergrund, wie bei Morphium so oft, sondern einfach weg.
Mir wurde erklärt, dass sich Polamidon anderswo aufsetzt, als Morphium und das merke ich leider auch etwas negativ. Denn da ich amputiert bin (am Hintern), tat mir gestern der Stumpf etwas weh, das hatte ich unter Morphium gar nicht. Tipp vom Schmerztherapeuten: Spielt sich ein, bis dahin, wenn's zu unangenehm wird, ein paar Novalgintropfen, oder eine Ibuprohen vorübergehend.
Das habe ich aber nicht gemacht, so schlimm war es nicht und heute sind die Stumpfschmerzen (Phantomschmerzen) verschwunden.
Ich berichte weiter, soweit es Euch interessiert, möchte aber schon im vorherein sagen: Nur unter Aufsicht eines versierten Schmerztherapeuten, der auch 24 Stunden erreichbar ist, niemals nur mit dem Hausarzt.
Meiner ist ziemlich alte Schule. Wenn ich frage, wann ich wieder anrufen sollte, hörte ich als Antwort: Sie HABEN sich morgen vormittag zwischen 10.00 und 11.00 Uhr bei mir zu melden....ich musste soooo lachen und er lachte mit.
Ach ja, eins habe ich noch vergessen zu erzählen. ich denke, dass es ganz, ganz wichtig ist. Bei meiner 1. OP (nach Bestrahlungen und Chemo, fast 30 kg abgenommen), ließ ich schon am zweiten Tag die Schmerzpumpe weg, weil man doch taff ist und Schmerzen aushalten kann.
Das war ein ganz großer Fehler, meinen meine Ärzte inzwischen und murmeln etwas von *Schmerzgedächtnis*....aber ich wollte ja stark sein und nicht wegen jedem Wehwechen gleich ein Dipi oder Morphium.
So litt ich wochenlang vor mich hin, bis mein Mann (OP-Krankenpfleger) sagte, genau das wäre ganz verkehrt! Je weniger Schmerzen man habe, um so weniger merkt sich der Körper.....aber für mich war es da schon zu spät. Da hatte ich die Dauerschmerzen bereits, obwohl keinerlei körperlichen Ursachen vorlagen.
Ich fühlte mich selbst beim Onkologen manchmal nicht ganz verstanden, erst mein Schmerztherapeut (der erste) sagte, er kenne es gar nicht anders. Fast jeder, der 4 Bauch-OPs (davon 2 sehr schwere) hinter sich habe, litte an Schmerzen. Wow, da war ich aber froh, ich dachte schon, ich spinne!
Melde mich heute nur kurz: Mir geht es immer noch prima, ich bin vollkommen schmerzfrei, auch die Schmerzen am Stumpf sind total weg.
Am meisten hat mich heute gewundert, dass 5 Fläschchen a 20 ml (für mich ist das etwas 1 1/2 Wochenrationen, pro Fläschchen = Bedarf für ca. 6 Wochen) nur 40,00 Euro kostet.
Klar, das Zeugs ist ja rein syntetisch, im Gegensatz zu Morphiumtabletten, die doch zumindest ein bißchen echtes Opium oder Kokain enthalten.
Mir ist es egal, ob echt oder nachgemacht, es hilft und ich bin nicht mehr so dumm im Kopf, wie die ganze Zeit vorher.
Morgen muss ich mich wieder bei meinem Schmerztherapeuten melden, heute hat er mir großzügig *Urlaub* gegeben :D
So, ich denke, die Umstellung ist im großen und ganzen vorbei und ich kann nur sagen, dass sie ein voller Erfolg war.
Ich bin nicht nur absolut schmerzfrei (habe auch keine fiesen hintergründigen Schmerzen mehr), sondern bin klar im Kopf und wesentlich leistungsfähiger, als unter Morphium.
VERGLEICH
POLAMIDON
Ich nehme jetzt 3 x am Tag, im Abstand von 8 Stunden 20 Tropfen Polamidon
Ich habe keine Verstopfung, aber da bin ich wohl kein Maßstab, denn ich hatte noch nie Verstopfung, auch nicht unter großen Morphiumgaben gleich nach den OPs. Ich habe ziemlich guten Appetit und gr0ße Lust mich an frischer Luft zu bewegen.
MORPHIUM
Ich nahm 4 x 10 mg Sevredol (gleich wirkend) und 2 x 30 mg MST (Retardmittel) und fand, dass ich im Gesicht aufgeschwemmt aussehe und bin meine Schmerzen nie ganz losgeworden. Außerdem hatte ich manchmal das Gefühl mit den Füssen nicht ganz auf der Erde zu sein und mir fiel ständig etwas runter und ich schlief sehr viel.Irgenwie tapperte ich durch den Tag
Ich melde mich wieder, wenn ich die ersten Blutbilder bekomme.Im November bin ich eh wieder dran, mit der Nachsorge (großes Blutbild, Sono und Kernspinn...vielleicht auch Darmspiegelung), dann erst kann man sagen, ob die Behandlung etwas negatives an meinem Blutbild verändert hat. Soll ja nicht sein, im Gegenteil, aber das möchte ich doch noch abwarten.
Fragen beantworte ich gerne, behandelt wurde (und werde ich) vom ehemaligem Chefarzt des Kreiskrankenhauses Mühldorf am Inn, der sich nur noch um die Schmerzambulanz kümmert und um die palliative Station, bzw. um das Anna-Hospiz.
Was mich besonders beeindruckt hat, war die permanente Verfügbarkeit des Arztes, der auch (einmal musste ich ja) mitten inder Nacht, freundlich und kompetent beraten hat und mit mir einen Freudentanz (nur telefonisch :winke: ) aufgeführt hat, als alles so gut klappte.
Jetzt geht er eine Woche in Urlaub und ich habe seit heute die Handynummer (ebenfalls für 24 Stunden-Einsatz) einer Palliativschwester, so dass ich nie allein gelassen werde.
Dankbar bin ich auch meinem Hausarzt, der wieder einmal bewiesen hat, dass er ganz genau weiß, wann und wohin er mich weiterüberweisen muss und erst gar nicht versucht an mir rumzudoktern.
Also, bitte fragt mich (auch per PN oder eamil) und freut Euch mit mir, dass ich wieder ohne schlechtes Gewisssen autofahren kann und mein ganzer Tagesablauf dynamischer geworden ist. ich muss lange nicht so ausgiebig liegen, wie mit Morphium.
Nun werde ich erst mal abwarten, ob die positive Veränderung auch anhält. sollte das nicht der Fall sind (wer weiß das schon?), schreibe ich hier wieder! Froh wäre ich, wenn ich meine normale Gesichtszüge wiederbekäme. Ich habe wesentlich mehr Appetit, aber Übergewicht war nie mein Problem, sondern nur das Aufgeschwemmtsein im Gesicht, wie bei Cortisongaben.
Liebe Grüsse, LaLuna
Hallo,
bei meinem Mann war es fast genauso, ein voller Erfolg. Was mich persönlich am meisten freut, außer den Schmerzen sind auch die Depris weg, er will wieder leben.
Alles Gute für dich
petra
Auch heute wieder mal nur ganz kurz: mir geht's blendend! Die Psyche erholt sich zusehend, ich habe wieder Lust spazieren zu gehen, zu basteln, zu lesen, zu kochen, sogar zum putzen habe ich Lust.
Mit dem Schlafen klappt es nicht so besonders, ich bin einfach nicht müde, ich könnte die ganze Nacht durchmachen:winke:
Aber das wird sich bestimmt einspielen, da bin ich sicher!
Heute nacht habe ich um 0.30 das Treppenhaus geputzt, weil mich der Schmutz plötzlich störte. Mein Nachbar kam auf eine Zigarette raus und bekam den Mund nicht mehr zu.
Er wollte das Zeugs auch haben, aber ich sage niemand, WAS ich bekomme. Ich will ja nicht überfallen werden oder so. Ich erzähle nur, dass ich das Morphium absetze und auf nicht opiumhaltige Schmerzmittel umgestellt werde. Da bin ich total vorsichtig, muss ja keiner wissen, was ich schucke.
Ich weiß gar nicht mehr, was ich noch schreiben soll?
Ich fühle mich wohl, habe keine Schmerzen und die Depression zieht sich immer weiter zurück. Ich bin richtig munter und fit und das ist fast ebenso wichtig, als die Tatsache, dass die Schmerzen absolut ausbleiben.
Ich werde mich jetzt hier nur noch melden, wenn etwas schief läuft, oder etwas besonderes passiert.
Ansonsten antworte ich auf jede PN, wenn auch vielleicht nicht noch am gleichen Tag, weil ich nicht täglich hier hereinschaue. Aber eine Antwort kommt bestimmt, das verspreche ich! lg Bea
Hallo Bea,
danke, dass du deine Erfahrungen, ganz besonders mit den (fast nicht vorhandenen) Nebenwirkungen eingestellt hast.
Ich weiß, dass viele Menschen mit ihren Schmerzen "irgendwie leben" (müssen), nun haben sie einen Grund ein erneutes Gespräch mit dem Schmerztherapeuten zu führen.
Wünsche dir weiterhin auf der Gutfühlwelle alles Gute.
#5 24.10.2007, 15:25
LaLuna
Registrierter Benutzer Registriert seit: 12.03.2006
Beiträge: 17
AW: Umstellung von Morphium auf Polamidon
--------------------------------------------------------------------------------
Ja, ich berichte, freue mich aber wirklich über jedes Feedback, auch von Menschen, die nicht hospizmäßig betreut werden. Am meisten interessieren mich Geschichten von Menschen, die nach den OPs und Bestrahlungen, eigentlich tumorfrei, immer noch Schmerzen haben.
hallo laluna,
meine op war am 24.10.07, ich hatte einen tumor im darm und mir wurde 30cm darm entfernt. ich hatte nach der op große schmerzen durch die wunde am bauch und so. eine woche danach bagannen starke rückenschmerzen die wirklich unerträglich waren. die ärzte nahmen es nicht so ernst und sagten es käme nur vom krankenhausbett :(
ich bekam tramadolor was nichts genützt hat und erst jetzt sind die schmerzen langsam zurückgegangen, ich hoffe das bleibt so denn ich habe angst dass es sich um methas im wirbel handeln könnte.
sind solche rückenschmerzen nach der op normal? habe hier nichts darüber gefunden..
LG
Tochter77
20.12.2007, 15:42
Hallo zusammen,
mein Papa bekommt wegen Lungenkrebs eine Chemo mit Cisplatin und Gemcitabin
und ? - etwas kam dazu was mein Papa mir aber nicht sagen konnte.
Nun hat er gestern nach der Chemo und auch das Mal davor, starke Schmerzen in der Schulter bekommen.
Meine Frage:
Kennt jemand eine Art Umschlag/ Wickel oder ähnliches, welches den Schmerz erleichtert?
Bisher nimmt er Schmerzmittel und kühlt die Schulter mit so einem Gelkissen.
LG Jeanette
Ulla Krefeld
22.12.2007, 10:13
Liebe Jeanette,
ich habe Dir hierzu in meinem Thread bereits geantwortet, tue es aber gerne noch einmal hier.
Bei mir ist allerdings nachgewiesen, dass die Schulterschmerzen vom Krebs kommen. Trotz alledem brauche ich, wenn ich es nicht mehr aushalte, nur zwei kleine Voltaren-Tabletten und ENELBIN-PASTE. Dabei handelt es sich um eine graue Paste, die die Schmerzen herauszieht, sie wird im Wasserbad warm gemacht und auf einem Waschlappen auf die Schulter gelegt. Du erhältst diese Paste in jeder Apotheke. Ist wirklich toll.
Deinem Dad alles erdenklich Liebe
Ulla
Schnucki
24.12.2007, 08:48
Liebe Jeanette,
meine Mutter hatte auch ganz arge Schulterschmerzen, die aber leider durch Hausmittelchen nicht besser wurden. Bei ihr half nur eine vernünftige Schmerztherapie.
LG
Astrid
Caro-Dana
27.01.2008, 20:47
Hallo,
ich habe seit längerem einen seltsamen Knubbel an meinem Hinterkopf.
Dieser tut weh wenn ich daran komme, zuerst dachten wir es wäre vielleicht ein Haar entzündet, doch dann stllten wir fest das dieser Knubbel sich in meinem Kopfinneren befindet, nun machen wir uns Gedanken über diese ursache.Und darüber, was es sich mit diesem "Knubbel" aufsich hat.
Wäre sehr erfreut über eine Nachrricht,von einer Erfahrenen Person..
Danke..
Tschau.
Eure Caro-Dana ♥
Ute 2007
01.02.2008, 14:01
Hallo Caro-Dana,
ich würde den Knubbel auf jeden Fall vom Arzt untersuchen lassen. Langes herumrätseln bringt da nichs.
Liebe Grüße
Ute
Hallo,
ich habe schon ein Paar Beiträge im Darmkrebsforum geschrieben, aber heute habe ich eine ganz spezielle Frage, die mir vielleicht hier jemand beabtworten kann.
Meine Schwiegermutter hatte 03/04 ein Rektumskarzinom. Sie wurde operiert, bestrahlt, bekam eine Chemo (die sie allerdings nach einigen Zyklen abrechen musste) - und alles schien gut. Es ging ihr wirklich gut, sie konnte wieder alles unternehmen, sah blendend aus und hatte Power wie immer.
Leider kamen dann irgendwann zwei Lungenmetastasen und eine auf der Leber (nie ganz gekärt). Die Lunge wurde beidseitig operiert, nach einer weiteren Chemo war auf der Leber nichts mehr zu sehen.
Wieder sah alles gut aus, umso größer dann der Schock, als im Frühsommer nach starken Rückenschmerzen plötzlich Metastasen and der Lendenwirbelsäule diagnostiziert wurden. Sie bekam Besstrahlunen und die Schmerzen verschwanden ganz schnell wieder.
Leider hat sie inzwischen wieder sehr strake Schmerzen, so stark, dass sie sich öfter aufs Bett legen muss, bis die Schmerzmittel wirken. Und dafür ist sie nun überhaupt nicht der Typ, dass zeigt, dass es ihr richtig schlecht gehen muss.
Nun zu meiner Frage. Sie ist bei ihrer Hausärztin in Behandlung und bekommt Iboprophen 600. Diese Woche wollte sie noch mit ihrem Onkologen telefonieren und hören, was er ihr empfiehlt. Aber reicht das???? Sind diese Ärtze (die offenbar sehr gut und auch engagiert sind) die richtigen Ansprechpartner in dieser Situation? Ab wann nimmt man Kontakt zu einem Schmerzmediziner auf? Und wer initiiert das? Sollte man das selbst in die Wege leiten?
Bitte, wenn jemand Erfahrungen mit dieser Situation hat, wäre es nett, wenn ihr uns weiterhelfen könntet. Wir wohnen leider in einiger Entfernung und sind (zum Glück) bisher völlig unerfahren mit solchen Schmerzen und der Situation überhaupt...
Liebe Grüße
Anne
paulchen56
07.10.2008, 15:14
Ibuprofen und verwandte Schmerzmittel reichen bei Tumorschmerzen in aller Regel nicht aus. Oftmals wird eine Behandlung mit Opioiden notwendig sein. Diese wird, solange deren Verschreibung nicht unter das BTMG fällt, auch der Hausarzt verordnen. Mit der Erstverordnung von Schmerzmitteln die unter das BTMG fallen tun sich die meißten Hausärzte aber sehr schwer.
Die idealere Lösung ist in solch einem Fall ein Schmerztherapeut (in der Regel sind das Anästhesisten).
Da Tumorschmerzen jedoch etwas sehr Spezielles sind, empfiehlt sich jedoch der Besuch bei einem Onkologen, der auch für die spezielle Schmerztherapie bei Tumorschmerzen zugelassen sind. Diese sind jedoch sehr spärlich gesäat. Ich selbst kenne, obwohl ich mich mit diesem Thema schon seit Längerem befasse, nur je einen in Bonn und Euskirchen.
Aber bestimmt kennen andere Benutzer des KK auch solche speziellen Schmerztherapeuten in Deiner Region.
Ich kann Dir den Besuch eines solchen nur ans Herz legen.
Ein Schmerztherapeut kann auch ohne Überweisungsschein vom Hausarzt aufgesucht werden, allerdings fällt dann nochmals die sog. Praxisgebühr in Höhe von 10 Euro an.
paulchen56
steffi1985
02.01.2009, 19:51
Hallo Ihr Lieben,
ich habe hier im Forum schon viel mitgelesen,allerdings nie getraut mich anzumelden und selbst etwas zu schreiben.
Seit Monaten habe ich regelmässige ,fast tägliche Schmerzen in der Brustgegend.
Also eher gesagt Brustkorb. Es fühlt sich an wie ein Brennen, gleichzeitig habe ich auch oft Abends wenn ich im Bett liege Sodbrennen (ganz leicht) und leichtes Stechen in der gegend des Herzens.
Das Brennen beim Brustkorb würde ich beschreiben wie, ja wie blos?
Jeder von euch kennt bestimmt dieses wick medinight (richtig geschrieben?) wenn man sich bei einer Erkältung den Brustkorb damit einschmiert, fühlt es sich an wie ein leichtes Brennen und zugleich sehr kalt...
genau so fühlt es sich bei mir an, Tag für Tag.
Meine Mum sagt mir oft das diese Beschwerden auch vom Rücken her kommen können, da ich von zu hause aus arbeite und täglich 8 stunden vorm Pc sitze.(deswegen auch massagen bekomme)
Nun da ich aber seit meinem 14ten Lebensjahr rauche (nun 23 bin) mache ich mir Gedanken ob es nicht vielleicht mit der Lunge zusammen hängen könnte!?
Es tut mir leid wenn mein Geschreibsel etwas verwirrt rüber kommt...aber ich bin total durcheinander...habe mir sämtliche Themen durchgelesen, nach Anzeichen für Lungenkrebs geschaut etc. und als ich dann auch noch ein Thema entdeckte, wo es hieß ein Mann in meinem Alter hätte LK bin ich fast durchgedreht.
Ich weiss das man mir nun sagen wird das ich zum Arzt gehen solle..aber ich habe so panische Angst, das er etwas finden könnte.:(
Lg steffi
Hallo steffi,
und trotzdem wird der Rat nur lauten: Ab zum Arzt. Abchecken lassen. Durch das Grübeln Deinerseits wird es nicht besser. Der Kopf tut dann noch sein übriges. Wie kommst Du überhaupt auf die Idee, dass Du Krebs haben könntest? Zuviel im Internet gelesen?
Einen Vorschlag hätte ich trotzdem: Hör mit dem Rauchen auf. Rauchen schadet der Gesundheit und zwar dem ganzen Körper, es muss nicht immer gleich Krebs sein.
steffi1985
02.01.2009, 20:38
Hallo,
ich mache mir Gedanken über Krebs seit dem ich vor ein paar Jahren erfahren habe das mein Erzeuger an Magenkrebs gestorben ist.
Und ja, vielleicht lese ich zu viele Dinge im Net.
Da ich nun aber des öfteren schon in Foren und auch auf Ärzteseiten gelesen habe was für Sympthome auftreten bei Lungenkrebs, mach ich mich nur noch verrückter.
Wie gesagt, das Brennen und Stechen in der Brustgegend,also hauptsächlich beim Brustbein ist der Hauptgrund für meine Sorge.
Vielleicht steigere ich mich auch nur sehr stark hinein, weil ich eben solche Angst davor habe.
Ich muss ehrlich zugeben, ich will mit dem Rauchen aufhören!
Ich habe mich in der letzten Zeit des öfteren gefragt, was es mir gibt oder was es mir bringt.... NICHTS und ich weiss es auch und trotzdem habe ich es bis jetzt nicht geschafft.
Ich wünschte mir ich hätte niemals damit angefangen.
Hallo Steffi,
das Grübeln wird Dir aber niemals helfen. Nur der Besuch beim Arzt. Nur er kann feststellen, woher es kommt. Und sich verrückt zu machen, aber nicht zum Arzt zu gehen, ist einfach der falsche Weg.
mischmisch
02.01.2009, 20:56
Hallo Steffi
ich weiss ja nicht was du dir hier erwartest, geh einfach zum Arzt, wenn du Krebs haben solltst meld dich hier gerne wieder.
Bis dann
mischmisch
Hallo Steffi,
Diagnosen zu stellen ist reine Arztsache, keine Aufgabe für ein Forum!
Warum denn gleich Krebs?
Kommt nichts harmloses in Frage?
Sanne
Malina Krasnaja
14.03.2009, 10:01
bei mir haben Ibos seit ungefähr zwei jahren sehr gute arbeit geleistet, meine knochenmetas muckern wirklich nur manchmal auf und wollen ein wenig beachtung, für den magen bei bedarf omeprazol und meine bewährte Luvos-Heilerde
alles liebe
Hier in diesem gesammelten Thread bitte alle Anfragen zu Schmerzen stellen.
Alle bisherigen Beiträge/eröffnete Rubriken werden hier unter diesem Thread gesammelt, sowie von mir oder andere User eingesetzte Informationen aus Journals/Ärztezeitung usw ( http://www.krebs-kompass.org/forum/showthread.php?t=8550 )
Sämtliche neuen Anfragen diesbezüglich werden in diesen Thread verschoben.
Zusammenfassung alles bisherigen Informationen zum Schmerz:
Ärztliche Allgemeine, 12.12.2005
Das WHO-Stufenschema erleichtert die Schmerzbehandlung
Auch bei Krebspatienten ist die Schmerztherapie noch immer nicht ausreichend. Dabei wird durch die Beschränkung auf wenige schmerzlindernde Mittel im Stufenschema der Weltgesundheitsorganisation die Einstellung der oralen medikamentösen Behandlung wesentlich erleichtert.
Gesamtartikel:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/12/12/32aa2801.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/12/12/32aa2801.asp?cat=/medizin/krebs)
Ärzte Zeitung, 30.01.2006
Generisches Fentanyl-Matrixpflaster haftet gut auf der Haut und ist klein
Matrix aus hautfreundlicher Polyacrylsäure / Es werden vier Wirkstärken angeboten
BERLIN (gvg). Ein neues, generisches Fentanyl-Pflaster macht die Therapie von chronischen Schmerzpatienten kostengünstiger. Es hat seine Bioäquivalenz zum Original bewiesen und ist kleiner als andere Fentanyl-Matrixpflaster.
Gesamtartikel:
http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/01/30/016a1101.asp?cat=/medizin/schmerz (http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/01/30/016a1101.asp?cat=/medizin/schmerz)
Ärzte Zeitung, 04.04.2006
Oral-transmukosale Therapie lindert rasch Durchbruchschmerz
Bedarfsmedikation sollte einfach anwendbar, individuell dosierbar und kurz wirksam sein / Nötige Dosis wird durch langsame Erhöhung ermittelt
FRANKFURT AM MAIN (mar). Patienten mit chronischen Schmerzen und einer Opioid-Dauertherapie sollten für den Fall von Durchbruchschmerzen eine rasch wirksame Bedarfsmedikation zur Hand haben. Diese sollte einfach anzuwenden und individuell gut dosierbar sein. Außerdem sollte sie wegen der begrenzten Dauer dieser Schmerzen nur kurz wirksam sein.
Gesamtartikel: http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/04/04/062a1202.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/04/04/062a1202.asp?cat=/medizin/krebs)
Ärzte Zeitung, 06.04.2006
Tumorschmerz ist meist tagsüber am größten
BERLIN (ugr). Schmerzen unterliegen zirkadianen Schwankungen. Schmerzhafte Gelenksteifigkeit bei rheumatoider Arthritis etwa ist morgens am schlimmsten. Belastungsabhängige Osteoarthritis-Schmerzen nehmen dagegen im Laufe des Tages zu. Krebspatienten haben zwischen 10 und 22 Uhr den größten Bedarf an Schmerzmitteln.
Diese Beobachtung bei Krebspatienten werde in der Therapie jedoch zu wenig berücksichtigt, berichtete Dr. Uwe Junker aus Remscheid beim Krebskongreß in Berlin. Als Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) forderte er, die Patienten entsprechend zu behandeln. Ungünstig sei vor allem, daß starke Opioide zu über 70 Prozent als Schmerzpflaster verordnet werden.
Gesamtartikel: http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/04/06/064a1302.asp?cat=/medizin/krebs (http://www.aerzte-zeitung.de/docs/2006/04/06/064a1302.asp?cat=/medizin/krebs)
15.08.2006
Hydromorphon vereinfacht orale Therapie starker chronischer Schmerzen
Das Stufe-III-Opioid Hydromorphon steht ab sofort in moderner Galenik als osmotisch aktives System zur Verfügung. Das System, das auf der OROS®-Technologie basiert, ermöglicht bei einmal täglicher Einnahme eine durchgehende 24-Stunden-Analgesie1. Die meisten bisherigen oralen Opioide haben eine vergleichsweise kurze Wirkdauer von 8 bis 12 Stunden. Die Patienten sind daher oft mehr auf die Kontrolle ihrer Schmerzen fokussiert als auf ihre täglichen Aktivitäten, berichtete Privatdozent Dr. Rainer Sabatowski aus Köln zur Einführung des neuartigen Schmerzmittels in München.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1597 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1597)
18.10.2006Palliative Schmerztherapie:
osmotisch aktives System Hydromorphon mit 24-Stunden-Wirkung
Eine suffiziente Schmerztherapie bildet die Basis aller palliativen Bemühungen. Die Anforderungen, die an das Schmerzmittel gestellt werden, sind dabei auf Grund der besonderen Situation besonders hoch: Es muss hoch wirksam und verträglich sein, sollte nicht mit anderen Arzneimitteln interagieren, lange wirken und konstante Serumspiegelermöglichen. Diese Anforderungen erfüllt nach Meinung von Dr. Wolfgang Schwarz ein kürzlich neu eingeführte Hydromorphon-Präparat.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1659 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1659)
27.10.2006
Einstellung von Schmerzpatienten auf Generika – Nutzen und Grenzen
Dem „Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM)“ entsprechend muss der ambulant tätige Arzt die „Überprüfung und fortlaufende Kontrolle der Arzneimitteltherapie mit dem Ziel des wirtschaftlichen und versorgungsgerechten Umgangs mit Arzneimitteln“ gewährleisten. Gleichzeitig ist er dem Patienten verpflichtet, ihn nach dem Stand des Wissens zu behandeln und Schaden zu verhindern. Insbesondere bei Patienten mit chronischen Schmerzen ist der Nutzen einer Therapie erst nach einer längeren Einstellungsphase zu erreichen, so Dr. Wolfgang Sohn, Schwalmtal
Verträglichkeit und Wirksamkeit sind wesentliche Kriterien für eine Compliance, die dem Patienten neben Wissen über Schmerzentstehung auch Einsichtsfähigkeit in den Bereichen Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung vermitteln muss.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1669 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1669)
27.10.2006Tag/Nacht-Schmerz: Zweimal tägliche Analgesie wichtig
Lebensqualität ist das höchste Ziel der Palliativmedizin. „Um diese zu erreichen, ist eine effektive und nebenwirkungsarme Schmerztherapie unverzichtbar“, sagt Dr. Uwe Junker auf einem Symposium im Rahmen des sechsten Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in Hamburg. Eine solche Therapie erfordert laut des Schmerzexperten vom Sana-Klinikum in Remscheid eine flexible Analgetika-Applikation, weil nur so Schmerzen mit unterschiedlichem Tagesprofil adäquat gelindert werden können.
Da besonders ältere Palliativpatienten durch Multimorbidität und Polymedikation gekennzeichnet sind, sollte das Schmerzmittel zudem unabhängig vom Enzymsystem Cytochrom P450 metabolisiert werden, um Wechselwirkungen zu minimieren. Auch muss es ein günstiges Nebenwirkungsprofil haben. Diese Kriterien erfüllt retardiertes Hydromorphon
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1670 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1670)
14.11.2006Febrile Neutropenie:
Leitliniengerechte Prophylaxe mit Pegfilgrastim
Die Chemotherapie-induzierte febrile Neutropenie (FN) stellt eine der schwerwiegendsten Komplikationen bei Tumorerkrankungen dar. Angesichts dieser Bedeutung von FN haben sowohl die American Society of Clinical Oncology (ASCO) als auch die European Organization for Research on Treatment of Cancer (EORTC) aktuelle Leitlinien erarbeitet, wie ein wirksamer Schutz vor FN aussehen sollte.1, 2 Die hämatopoetischen Wachstumsfaktoren (G-CSF = Granulocyte-Colony Stimulating Factor) Pegfilgrastim oder Filgrastim gehören zu den Substanzen der ersten Wahl und sollten bei einem FN-Risiko ab 20% immer prophylaktisch eingesetzt werden.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1694 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1694)
06.08.2007
Ibandronat: Unverzichtbare Therapieoption bei Knochenschmerzen
90% aller Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung leiden an Schmerzen. Eine wichtige Ursache tumorbedingter Schmerzen ist die Knocheninfiltration. Zur Therapie stehen – neben strahlentherapeutischen und chirurgischen Maßnahmen – verschiedene Medikamente zur Verfügung, darunter die Bisphosphonate. Ihr Stellenwert im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzepts war Thema eines Symposiums, das anlässlich des Deutschen interdisziplinären Schmerzkongresses am 17. März 2007 in Frankfurt stattfand.
Knochenschmerzen – eine interdisziplinäre Herausforderung
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2071 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2071)
Ärzte Zeitung, 31.03.2008
Bald neue Option bei Durchbruchschmerz
Fentanyl als Sublingualtablette ist auch bei Tumorschmerz-Patienten mit Mukositis und Xerostomie gut anwendbar
FRANKFURT AM MAIN (mar). Für Patienten mit chronischen Schmerzen, bei denen trotz guter Analgesie mit einer Opioid-Dauertherapie Durchbruchschmerzen auftreten, wird es bald eine Alternative zum oral-transmukosalen Fentanyl-Stick geben: schnell wirksames Fentanyl als Sublingualtablette.
Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/onkologie/?sid=486413 (http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/onkologie/?sid=486413)
Ärzte Zeitung, 06.05.2008
Bei Krebs verringert Trias neuropathische Schmerzen
Opioide, Antidepressiva und Antikonvulsiva bewährt
BERLIN (djb). Chronische Schmerzen bei Tumorpatienten bestehen häufig aus einem Nebeneinander von nozizeptiven und neuropathischen Schmerzkomponenten (mixed pain). Das hat Professor Ralf Baron aus Kiel beim Deutschen Schmerzkongress betont. Gegen die einzelnen Schmerzkomponenten muss unterschiedlich therapiert werden.
Epidemiologischen Untersuchungen zufolge treten Knochen- und Weichteilschmerzen bei 35 Prozent der Tumorpatienten auf, viszerale Schmerzen bei 17 Prozent und neuropathische Schmerzen bei neun Prozent. Bei 39 Prozent liegen mehrere Schmerzkomponenten vor.
Quelle:http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/?sid=493989 (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/?sid=493989)
07.11.2008
Methylnaltrexon bietet erstmals kausale Therapie der Opioid-induzierten Obstipation
Mit dem peripheren Opioid-Rezeptor-Antagonisten Methylnaltrexon steht erstmals eine kausale Therapie der Opiod-induzierten Obstipation zur Verfügung. Seit Juli dieses Jahres ist die Substanz bei Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung zugelassen, die palliative Pflege erhalten und unzureichend auf die üblichen Laxanzien ansprechen. Sie konnte aufgrund des bislang einzigartigen Wirkmechanismus noch keinem ATC-Code (anatomisch-therapeutisch-chemisches Klassifikationssystem von Arzneimitteln) zugeordnet werden.
Die Opioid-induzierte Obstipation kann den Erfolg einer effektiven Schmerztherapie mit Opioiden gefährden. Unter der Gabe von Stufe-III-Opioiden sind 50 bis 95 Prozent der Patienten von einer Opiod-induzierten Obstipation (OIC) betroffen. Diese empfinden die Begleiterscheinung häufig als so belastend, dass sie eher stärkere Schmerzen ertragen würden, als weiter unter der belastenden Obstipation leiden zu müssen. Dadurch wird ihre Lebensqualität stark beeinträchtigt, deren Erhaltung gerade bei Schmerzpatienten, vor allem im Palliativbereich, als oberstes Therapieziel gilt. „Besonders schwerwiegend ist die Opioid-induzierte Obstipation, weil im Gegensatz zu anderen Nebenwirkungen keine Toleranzentwicklung eintritt“, betonte Prof. Michael Strumpf, Göttingen. „Unter oralen Morphinpräparaten ist die Obstipationsrate, insbesondere die der schweren Obstipation sowie der Laxanzienverbrauch oft höher als bei anderen Applikationsformen. Die OIC aber ist ein allgemeines Problem der Therapie. Insofern werden neue Substanzen zur Beseitigung dieser Nebenwirkung dringend benötigt.“
Seit kurzem steht mit dem peripher wirkenden μ-Opioid-Rezeptor-Antagonisten Methylnaltrexon die erste kausale Therapie der OIC zur Verfügung. Der Wirkstoff ist ein quartäres Amin des Morphin-Antagonisten Naltrexon und dadurch ständig positiv gela-den, weshalb der Wirkstoff nur eingeschränkt liquorgängig ist. „Somit bleibt der analgetische Effekt der Opioide im ZNS erhalten, gleichzeitig wird aber die Bindung des Opioids an die peripheren Nervenrezeptoren im Darm kompetitiv und selektiv gehemmt“, erläuterte Prof. Peter Conzen, München.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2891 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=2891)
16.01.2009
Erste sublinguale Fentanyltablette gegen tumorbedingte Durchbruchschmerzen
Abstral®, die erste sublinguale Fentanyltablette zur speziellen Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Tumorpatienten, wurde am 15. Januar 2009 neu eingeführt. Die patentierte Galenik (F.A.S.T. Technologie) gewährleistet die besonders rasche Auflösung in etwa 10-15 Sekunden und dadurch eine schnelle Schmerzlinderung bereits nach 5-10 Minuten. Die patientengerechte, einfache und diskrete Handhabung ist ein zusätzlicher Vorteil gegenüber den bisher verfügbaren Präparaten gegen Durchbruchschmerzen.
Etwa zwei Drittel aller Patienten mit Tumorerkrankungen leiden oft mehrmals täglich an sogenannten Durchbruchschmerzen [1], die plötzlich und vor allem sehr stark auftreten und im Schnitt jeweils weniger als 30 Minuten anhalten.
Quelle:http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3040 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3040)
05.02.2009
Fentanyl-Buccaltablette zur Behandlung von Durchbruchschmerzen bei Tumorpatienten eingeführt
Zur Behandlung von Durchbruchschmerzen mittlerer bis starker Intensität bei erwachsenen Krebspatienten, die bereits eine Opioid-Basismedikation für ihre chronischen Schmerzen erhalten, wurde Mitte Januar 2009 Fentanyl als Buccaltablette in Deutschland eingeführt. In klinischen Studien konnte eine signifikante Schmerzlinderung bereits 10 Minuten nach Anwendung gezeigt werden.
Bei Durchbruchschmerzen handelt es sich um eine vorübergehende Verstärkung eines ansonsten ausreichend kontrollierten Dauerschmerzes. Eine typische Durchbruchschmerzepisode ist von mittlerer bis starker Intensität mit einer häufig maximalen Schmerzintensität nach 3 bis 5 Minuten und einer Dauer von meist 30 Minuten. Die Schmerzepisoden sind meist nicht vorhersehbar. Nach einer Erhebung der EFIC (European Federation of IASP Chapters), einer Arbeitsgruppe der Europäischen Schmerzgesellschaft, in der Daten von 5000 Tumorpatienten ausgewertet wurden, litten zwei Drittel der Patienten unter Durchbruchschmerzen und bei drei Viertel dieser Patienten wurden diese nicht therapiert.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3085 (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3085)
03.04.2009
Methylnaltrexon nimmt Palliativpatienten die OIC-bedingte Belastung
Ein bekanntes Problem in der Schmerztherapie ist die Opioid-induzierte Obstipation, welche nicht selten zu einem Therapieabbruch führt. Der ausschließlich peripher wirkende µ-Opiod-Rezeptor-Antagonist Methylnaltrexon (MNTX) kann die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden (1), weshalb die erwünschte analgetische Wirkung der Opioide erhalten bleibt.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3214
Hallo an Alle die Schmerzpflaster haben,
gestern bekam ich in der Apotheke urploetzlich ein komplett neues Pflaster!!! Hauptinhalt wohl identisch, doch viele weitere Bestandteile nicht, was bei mir z.B. nun eine schwere Allergie, oder anderes ausloesen koennte.
Auf meine Nachfrage, war die Antwort:
"Ihre Krankenkasse hat mit diesem Hersteller keinen Vertrag! Somit duerfen wir Ihnen das bisherige Schmerzpflaster auch nicht geben!!!"
Sprecht mit eurem behandelnden Arzt, dass ihr nicht ploetzlich einfach durch die Krankenkasse umgestellt werdet. Euch bei der Umstellung ein Arzt zur Seite stehen wird, Pflaster ist eben nicht gleich Pflaster. Meine Schmerztherapeutin ist fuer 3 Wochen in Urlaub, somit sind mir die Haende gebunden, da HA keine BTM ausstellt. Vertretung gibt es auch nicht.
14.07.2009
Analgetische Supportivtherapie mit Oxycodon/Naloxon:
Fixkombination erhöht Lebensqualität von Tumorpatienten
Die Supportivtherapie in der Onkologie dient der Prävention und Behandlung von Erkrankungssymptomen und therapiebedingten Nebenwirkungen, um so die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen. Sie umfasst ein interdisziplinäres Spektrum an Maßnahmen. Die Schmerztherapie ist ein wesentlicher Pfeiler der onkologischen Supportivtherapie, denn etwa ein Drittel aller von Krebs Betroffenen leidet bereits in einem frühen Stadium der Erkrankung an Schmerzen und im weiteren Verlauf sogar bis zu 90 Prozent.
Dank moderner Methoden in der Schmerztherapie ist es jedoch bei bis zu 90 Prozent der Tumorpatienten möglich, ihre Schmerzen sehr gut oder sogar vollständig zu lindern. „Voraussetzung dafür ist eine differenzierte Analgesie, die stark wirksam und zugleich sehr gut verträglich ist“, sagt Dr. Thomas Nolte, Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden, im Rahmen eines Workshops aus der Fortbildungsreihe „Supportivtherapie in der Onkologie“ in München. Solch eine zweifach wirksame Schmerztherapie ermögliche es Tumorpatienten, durch gute Symptomkontrolle ihre Autonomie und Würde zu erhalten und erhöhe die Compliance. Dies erleichtere laut des Schmerzexperten zudem die Behandlung in häuslicher Umgebung.
Tumorschmerzen: Zweifach wirksame Schmerztherapie erhöht Lebensqualität
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3434
22.07.2009
Schmerztherapie: Breites Indikationsgebiet mit Oxycodon/Naloxon in neuen Dosierungen
Neben der 10 mg/5 mg und der 20 mg/10 mg Retardtablette ist die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon ab 17. August auch als 5 mg/2,5 mg sowie 40 mg/20 mg Dosierung verfügbar. Diese vier flexiblen Dosierungsoptionen ermöglichen eine individuelle Schmerztherapie, so dass nun noch mehr Patienten mit starken Bewegungsschmerzen, neuropathischen, viszeralen sowie Tumorschmerzen von der stark wirksamen Analgesie und sehr guten Verträglichkeit von Targin® profitieren“, sagt Dr. Stefan Wirz, CURA-Krankenhaus Bad Honnef.
Die insgesamt vier Wirkstärken ermöglichen eine wesentlich individuellere Schmerztherapie durch eine flexiblere Dosierung. Die neue 5 mg/2,5 mg Wirkstärke ist die Dosierung für Patienten, die besonders niedrig eingestellt werden müssen und zur individuellen Dosisanpassung. Die 10 mg/5 mg Dosierung bleibt aber weiterhin die Standard-Anfangssdosierung bei starken Schmerzen für nicht opioid-gewöhnte Patienten. Wenn die Standard-Einstiegsdosis 10mg/5mg zu hoch dosiert bzw. eine niedrigere Einstellungsdosis indiziert ist, können diese Patienten nun auf Oxycodon/Naloxon (Targin®) eingestellt werden. Dies bedeutet eine Verbesserung der Patientensicherheit und ist außerdem komfortabler, so Wirz.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3460
Schmerzambulanzen:
http://www.hospiz-aktuell.de/index.php?id=52&no_cache=1&tx_spdirectory_pi1[mode]=liste&tx_spdirectory_pi1[modifier]=search&tx_spdirectory_pi1[pointer]=0 (http://www.hospiz-aktuell.de/index.php?id=52&no_cache=1&tx_spdirectory_pi1%5bmode%5d=liste&tx_spdirectory_pi1%5bmodifier%5d=search&tx_spdirectory_pi1%5bpointer%5d=0)
Suche nach Schmerztherapeuten (Landkarte):
http://www.schmerztherapeuten.de/pages/suche_plz.html
Hallo an Alle,
mein Mann ist seit dem Sturm Kyrill an Krebs erkrankt. Magen- und Speiseröhrenkrebs. OP 03/07, AEG 1 nach Sievert, intestinaler Typ nach Laurén und 10 Tage später eine weitere OP - nach erneuter RE-Thoracotomie mit Verschluß der Chylus-Leckage. Da war mein Mann 38 Jahre alt.
Da 12 Lymphknotenmetatasen von 30 präparierbaren Lymphknoten festgestellt wurden, begann im Mai 2007 eine Chemo. Da wir eine Schimmelproblematik im angemieteten Haus hatten, mußten wir von dann an getrennt leben für 1/2 Jahr, daher Suizidversuch bei reaktiver Depression 07/07.
Nach 3 oder 4 Blocks keine Chemo mehr, da keine Metastasen vorhanden.
Frühling 2008 verstärkte Äußerungen bezüglich Schmerzen im Bauch. Jede Kontrolluntersuchung - alle 3 Monate - ergab keinen nennenswerten Befund - .
Am 18.11.2008 Relaparotomie. Es zeigten sich ausgeprägte Verwachsungen im Oberbauch zwischen Dickdarm und Bauchwand sowie zwischen Dickdarm und Leber. Im Schnellschnitt wurde keine Malignität nachgewiesen.
Ab 01/09 wieder über Schmerzen geklagt, die immer schlimmer wurden. Ein Anhalt auf ein Lokalrezidiv bestand aber nach jedem Staging nicht. Daber ab 03/09 eine Therapie mit MST und Sevredol.
Ende 04/09 Rezidiv des Magenkarzinoms, Lymphknoten in der Leberpforte, in zahlreichen Raumforderungen in der Thoraxwand und Pleura li zu werten als Malignommanifestation/Mestastasen des Ösophaguskarzinoms.
Einleitung der plliativen Chemotherapie Ende 04/09.
07/09 Staging mit Beurteilung: Keine wesentlichen Befundsveränderungen zur Vorsorgeuntersuchung03/09. Kein Anhalt für Lokalrezidiv. Zum jetzigen Zeitpunkt ist bei Zust. nach Rezidiv 04/09 von eine stable disease auszugehen.
Durch Morphingabe aber Darmstörungen. Im anschließenden Urlaub nur Schmerzen und nach 10 Tagen fehlenden Stuhlgang Einlieferung in Klinik. Darmlähmung mit unsäglichen Schmerzen.
Nun schon 3. Woche im Krankenhaus. Man rätselt, ob Phantomschmerzen oder wirkliche Beschwerden. Nach starken Morphiumgaben ab Montag kalten Entzug. Nur ein Anruf mit mir konnte Schlimmeres verhindern. Nun Morphiumgaben bei Bedarf, morgen Magenspiegelung und CT mit Kontrastmittel, ob Wucherungen oder Vernarbungen vorhanden.
Der Krebs sei nicht Auslöser der Schmerzen, der verhält sich angeblich im Moment ruhig.
So langsam zerrt das Ganze an meinen Nerven. Mein Mann ist heute von einem Schmerzkrampf in den nächsten gefallen, isst nicht mehr, trinkt kaum und ich mache mir wirklich Sorgen. Er ist doch erst 41 Jahre alt. Und jetzt weint er nur noch und macht sich Gedanken darüber, was er mir alles antut und ich sitze hilflos an seinem Krankenbett und bemühe mich, ja nichts über Essen oder Trinken von mir zu geben, sondern reibe ihn mit Schmerzöl ein und versuche ihn, auf andere Gedanken zu bringen.
Was kann ich denn nur tun, ihm zu helfen?
Würde mich über jede Antwort so unendlich freuen ....
Danke und viele Grüße
Hallo an Alle,
mein Mann ist seit dem Sturm Kyrill an Krebs erkrankt. Magen- und Speiseröhrenkrebs. OP 03/07, AEG 1 nach Sievert, intestinaler Typ nach Laurén und 10 Tage später eine weitere OP - nach erneuter RE-Thoracotomie mit Verschluß der Chylus-Leckage. Da war mein Mann 38 Jahre alt.
Da 12 Lymphknotenmetatasen von 30 präparierbaren Lymphknoten festgestellt wurden, begann im Mai 2007 eine Chemo. Da wir eine Schimmelproblematik im angemieteten Haus hatten, mußten wir von dann an getrennt leben für 1/2 Jahr, daher Suizidversuch bei reaktiver Depression 07/07.
Nach 3 oder 4 Blocks keine Chemo mehr, da keine Metastasen vorhanden.
Frühling 2008 verstärkte Äußerungen bezüglich Schmerzen im Bauch. Jede Kontrolluntersuchung - alle 3 Monate - ergab keinen nennenswerten Befund - .
Am 18.11.2008 Relaparotomie. Es zeigten sich ausgeprägte Verwachsungen im Oberbauch zwischen Dickdarm und Bauchwand sowie zwischen Dickdarm und Leber. Im Schnellschnitt wurde keine Malignität nachgewiesen.
Ab 01/09 wieder über Schmerzen geklagt, die immer schlimmer wurden. Ein Anhalt auf ein Lokalrezidiv bestand aber nach jedem Staging nicht. Daber ab 03/09 eine Therapie mit MST und Sevredol.
Ende 04/09 Rezidiv des Magenkarzinoms, Lymphknoten in der Leberpforte, in zahlreichen Raumforderungen in der Thoraxwand und Pleura li zu werten als Malignommanifestation/Mestastasen des Ösophaguskarzinoms.
Einleitung der plliativen Chemotherapie Ende 04/09.
07/09 Staging mit Beurteilung: Keine wesentlichen Befundsveränderungen zur Vorsorgeuntersuchung03/09. Kein Anhalt für Lokalrezidiv. Zum jetzigen Zeitpunkt ist bei Zust. nach Rezidiv 04/09 von eine stable disease auszugehen.
Durch Morphingabe aber Darmstörungen. Im anschließenden Urlaub nur Schmerzen und nach 10 Tagen fehlenden Stuhlgang Einlieferung in Klinik. Darmlähmung mit unsäglichen Schmerzen.
Nun schon 3. Woche im Krankenhaus. Man rätselt, ob Phantomschmerzen oder wirkliche Beschwerden. Nach starken Morphiumgaben ab Montag kalten Entzug. Nur ein Anruf mit mir konnte Schlimmeres verhindern. Nun Morphiumgaben bei Bedarf, morgen Magenspiegelung und CT mit Kontrastmittel, ob Wucherungen oder Vernarbungen vorhanden.
Der Krebs sei nicht Auslöser der Schmerzen, der verhält sich angeblich im Moment ruhig.
So langsam zerrt das Ganze an meinen Nerven. Mein Mann ist heute von einem Schmerzkrampf in den nächsten gefallen, isst nicht mehr, trinkt kaum und ich mache mir wirklich Sorgen. Er ist doch erst 41 Jahre alt. Und jetzt weint er nur noch und macht sich Gedanken darüber, was er mir alles antut und ich sitze hilflos an seinem Krankenbett und bemühe mich, ja nichts über Essen oder Trinken von mir zu geben, sondern reibe ihn mit Schmerzöl ein und versuche ihn, auf andere Gedanken zu bringen.
Was kann ich denn nur tun, ihm zu helfen?
Würde mich über jede Antwort so unendlich freuen ....
Danke und viele Grüße
15.09.2009
Patientenbroschüre der Initiative Schmerz messen: „Lebensqualität für Schmerzpatienten“
Mit dem neuen Ratgeber „Lebensqualität für Schmerzpatienten“ der Initiative Schmerz messen können Ärzte ihre Patienten umfassend und laiengerecht über das Thema Schmerztherapie informieren. Die Broschüre, die sich an Patienten mit starken chronischen Bewegungsschmerzen sowie Tumorschmerzen richtet, ergänzt und unterstützt damit das Arzt-Patienten-Gespräch. Sie erklärt die Funktion des akuten Schmerzes und beschreibt, wie es zur Chronifizierung kommt. Welche Analgetika zur Behandlung starker chronischer Schmerzen von Schmerzexperten empfohlen werden, wird ebenso erläutert wie das Messen und die Dokumentation der Schmerzintensität.
Letzteres ist ein zentrales Anliegen der Initiative: Der Patient stellt auf einer Schmerzskala mehrmals täglich ein, wie stark er seinen Schmerz empfindet und notiert die Werte in einem Schmerztagebuch. So unterstützt er seinen Arzt, ihm eine adäquate Schmerztherapie zu verordnen. Denn nur wenn der Arzt die Schmerzstärke seines Patienten kennt, kann er dessen Schmerzen optimal behandeln und ihm damit wieder mehr Lebensqualität ermöglichen. Darüber hinaus hilft die Broschüre dem Arzt dabei, den Patienten die Angst vor starken Schmerzmedikamenten zu nehmen, indem sie über medikamentöse Therapieoptionen wie zum Beispiel mit modernen retardierten Opioiden aufgeklärt. Der Ratger zeigt zudem, was Schmerzkranke zusätzlich tun können, damit es ihnen besser geht.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3576
Hallo,
seit dem 15.09.2009 ist mein Mann endlich in einer Schmerzklinik. Die ersten Tage waren natürlich erstmal ein Kennenlernen und antesten, aber dann am Wochenende das erste Problem. Er bekam wenig Luft und die Röntgenaufnahmen zeigten ganz viel Wasser im linken Brustbereich.
Eine Punktion ergab dann 3 Liter Wasser - ein Pleuraerguß war entstanden. Danach folgten 2 Tage Intensiv, am Freitag dann Entfernung der Drainage, am Samstag Schluckbeschwerden und immer wieder Brechen und Ausspucken von Schleim ... Das war auch in den letzten Tagen so ...
Heute nun Fieber und seit gestern rote Zunge .... er isst nun schon seit 14 Tagen fast gar nichts mehr, Stuhlgang null, egal, was man ihm dafür gibt und ich sehe jeden Tag, wie seine Kräfte schwinden ...
Er ist doch erst 41 Jahre alt ...
Ich hoffe, morgen stellen sie ihn total auf den Kopf und erkennen, was ihm fehlt ...
Irgendwie hat das für uns jetzt nicht mehr so richtig was mit der Krebserkrankung zu tun, sondern irgendeine andere Ursache ...
Der pathologische Befund war übrigens ok, es war kein Tumor für die Wasser ansammlung verantwortlich ...
Weiß jemand, was das alles sein kann?
Viele Grüße
Erika
06.10.2009
Durchbruchschmerzen: Auswertung erster Fallstudien mit sublingualer Fentanyltablette
Patienten mit fortgeschrittenem Krebsleiden sind häufig mit regelmäßig auftretenden, extrem quälenden Schmerzattacken [1] konfrontiert, die sie nicht nur in ihren Alltagsaktivitäten massiv beeinträchtigen, sondern oft auch zu einer krankheitswertigen Depression oder Angst-Syndrom führen. Die sublinguale Fentanyltablette Abstral® bietet Krebspatienten eine rasche Schmerzlinderung und gute Verträglichkeit sowie patientengerechte, einfache und diskrete Handhabung.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3627
6.10.2009
Mit Tapentadol voraussichtlich bessere Behandlung von starken chronischen Schmerzen möglich
Die Ergebnisse klinischer Studien, die Tapentadol bei der Behandlung von mittelstarken bis starken chronischen Schmerzen untersuchten, bescheinigen dem Medikament eine gute Wirksamkeit bei nozizeptiven und neuropathischen Schmerzen. Die Daten unterstreichen zudem die bessere Verträglichkeit von Tapentadol bei äquianalgetischen Dosen zur Behandlung von chronischen Schmerzen verglichen mit starken klassischen Opioiden, wie z.B. Oxycodon, v.a. hinsichtlich Nebenwirkungen, die den Gastrointestinaltrakt und das ZNS betreffen (1). Komplikationen in den genannten Bereichen sind häufig die Ursache für eine schlechte Compliance bei der Medikamenteneinnahme oder sorgen sogar für den Abbruch der Therapie. Da es die Auftretenshäufigkeit dieser unangenehmen Nebenwirkungen verringert, könnte Tapentadol die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten für chronische Schmerzen erheblich verbessern.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3632
29.10.2009
Durchbruchschmerz- zur Opioidbasistherapie schließt schmerztherapeutische Lücke
Das 2009 auf den Markt gekommene Medikament Effentora® stellt eine neue, extrem schnelle und stark wirksame Therapieoption bei der Behandlung von Durchbruchschmerz dar. Unterstützt von Opioidpflastern wie dem Buprenorphin AWD® Matrix Pflaster stehen somit innovative Behandlungsansätze für eine effektive und verträgliche Durchbruchschmerztherapie zur Verfügung.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3680
11.02.2010
Studie: Schnelle Schmerzlinderung durch sublinguale Fentanyltablette nach 10 Minuten bestätigt
Mehr Lebensqualität durch schnellere Schmerzlinderung: Bereits nach zehn Minuten bietet die sublinguale Fentanyltablette eine signifikante Schmerzlinderung bei Durchbruchschmerzen von Tumorpatienten. Regelmäßig auftretende, extrem quälende Schmerzattacken sind eine häufige Begleiterscheinung fortgeschrittener Krebsleiden. Die starken Schmerzen beeinträchtigen die betroffenen Patienten nicht nur in ihrem Alltag, sondern führen oft auch zu krankheitswertiger Depression oder einem Angst-Syndrom.
Eine schnelle Wirksamkeit ist daher von besonderer Bedeutung in der Schmerztherapie von Tumorpatienten. Die sublinguale Fentanyltablette Abstral® bietet bereits nach zehn Minuten eine signifikante Schmerzlinderung, bei guter Verträglichkeit. Dies wurde nun in einer klinischen Studie bestätigt.
Die diskrete Anwendung von Abstral® und die schnelle Wirksamkeit der Sublingualtablette sind auch in psychologischer Hinsicht sehr bedeutend für die betroffenen Patienten. Die oft unvorhersehbaren, intensiven Schmerzattacken haben große Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen, auf ihren Schlaf, ihre Alltagsaktivitäten oder ihre sozialen Kontakte. Nicht selten führen sie zu Depressionen. So ist es auch ein psychotherapeutisches Ziel, Durchbruchsschmerzen effektiv und schnell kontrollieren zu können. „Die schnelle Wirkung nach zehn Minuten und die diskrete Anwendbarkeit von Abstral® ermöglichen es uns, die Lebensqualität und Autonomie der Patienten deutlich zu verbessern.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3879
10.03.2010
DKK: Hydromorphon ermöglicht effektive Tumorschmerztherapie in unterschiedlichen Darreichungsformen
Im Rahmen des 29. Deutschen Krebskongresses in Berlin stellte Dr. Katri Elina Clemens, Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg, die Ergebnisse einer retrospektiven Untersuchung vor: 195 Palliativpatienten mit starken und schnell progredienten Tumorschmerzen wurden während des stationären Aufenthalts mit Hydromorphon behandelt. 86,5 Prozent bekamen orales retardiertes Hydromorphon in Kapselform, 13,5 Prozent erhielten den Wirkstoff subkutan.
Nach individueller Dosistitration betrug die Tagesdosis im Durchschnitt 21,8 mg. Drei Viertel der Patienten konnten nach einer durchschnittlichen Liegezeit von zirka 20 Tagen und einer Schmerzreduktion um 89 Prozent im Ruhezustand bzw. 75 Prozent bei Bewegung und guter Symptomkontrolle entlassen werden. „Die Studienergebnisse zeigen, wie sehr diese Patienten von einer Einstellung auf die für sie richtige Substanz über einen adäquaten Applikationsweg sowie von einer individuellen Dosis-titration profitieren“, sagt Clemens. Die sorgfältige Auswahl des Analgetikums ist bei Tumorerkrankungen mit schnell progredientem Schmerzverlauf besonders wichtig, denn viele Betroffene sind in einer schlechten körperlichen Verfassung und sollten deshalb durch die Schmerztherapie nicht zusätzlich belastet werden.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3924
01.04.2010
Expertenkonsensus zur Tumorschmerztherapie: Optimierung − erforderlich und erreichbar
„Patienten mit chronischen Tumorschmerzen werden in Deutschland nach wie vor nicht optimal versorgt. Defizite bestehen insbesondere im unzureichenden Einsatz von Opioiden. Trotz unzähliger Präparate und Möglichkeiten werden die Neuentwicklungen und Verbesserungen der letzten Jahre derzeit zu wenig eingesetzt“, so der Tenor der Experten (1), die sich unter dem Vorsitz von Dr. Michael Zimmermann, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt/Main, im letzten Jahr zu einem Experten-Workshop trafen.
Kriterien für die Therapiewahl
In der Therapie chronischer Tumorschmerzen erweisen sich Opiate, die als reine μ-Agonisten wirken, als besonders vorteilhaft. Neben der fehlenden Höchstdosisbeschränkung verfügen sie über die Möglichkeit der adäquaten Titration sowie einer hohen therapeutischen Breite. Vor allem Präparate, die keine aktiven Metabolite aufweisen und sich durch ein geringes Interaktionspotential auszeichnen, wie zum Beispiel Jurnista®, seien zu empfehlen. Denn in der Regel nehmen die Patienten neben einer Basistherapie vielfältige Medikamente zur Symptomkontrolle ein. Aufgrund dieser Polypharmakotherapie besteht ein erhöhtes Risiko von Interaktionen, das durch die Wahl des geeigneten Analgetikums minimiert werden kann. Die Polypharmakotherapie bringt eine weitere Problematik mit sich: Mit der Anzahl der Tabletten, die ein Multimedikament-Patient einnehmen muss, sinkt auch die Compliance. So resümiert zum Beispiel die WHO, dass die Einnahmefrequenz ein Haupthindernis sei, eine Therapie adäquat umzusetzen, und dass vereinfachte Regime helfen könnten, Behandlungspläne zu verwirklichen.
Auch ein gleichmäßiger Wirkstoffspiegel sei eine wichtige Voraussetzung für eine konstante und effektive „Rundum- die-Uhr“-Analgesie, so die Expertenrunde. Aufgrund seiner innovativen Galenik verfügt OROS®- Hydromorphon (Jurnista®) über diese Eigenschaft: mit einer über 24 Stunden kontinuierlichen Schmerztherapie kann es das Therapieziel „Lückenlose Schmerztherapie“ ermöglichen.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3989
11.06.2010
Internistische Schmerzstandards: Richtlinien zum Einsatz von Analgetika geben Ärzten Sicherheit in der Therapiewahl
Experten haben internistische Schmerzstandards für Kliniken formuliert: für Tumor-, neuropathische und viszerale Schmerzen sowie für geriatrische Patienten. Sie zeigen, wie die Schmerztherapie durch interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit im Klinikalltag optimiert werden kann. „Nicht nur innerhalb der Stationen, sondern auch stationsübergreifend und an den Schnittstellen zur ambulanten Versorgung werden die Prozesse dadurch effizienter und transparenter“, betont Dr. Stephan Schulz, Chefarzt am Marien-Hospital, Witten, und Verfasser der Standards für Tumor- und neuropathische Schmerzen.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4125
06.09.2010
Neuropathische Schmerzen mit
retardiertem Oxycodon/Naloxon lindern
„Eine moderne Schmerztherapie muss sich an den Entstehungsmechanismen des Schmerzes und dem Chronifizierungs grad orientieren“, eröffnet Dr. Uwe Junker, Sana-Klinikum Remscheid, seinen Vortrag im Rahmen des 13th World Congress on Pain in Montreal, Kanada. Laut des Schmerzexperten sollte der am besten geeignete Wirkstoff stets individuell ausgewählt werden. Zudem ist es oft sinnvoll, frühzeitig starke Opioide einzusetzen.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4255
15.09.2010
Durchbruchschmerzen:
Zulassung für Fentanyl-Nasenspray
Archimedes Pharma Ltd. erhält von der Europäischen Kommission die Zulassung für PecFent®, ein innovatives Fentanyl-Nasenspray zur Behandlung von Tumor-Durchbruchschmerzen bei Erwachsenen, die bereits eine Basis-Schmerztherapie mit Opioiden erhalten. Die Zulassung basiert auf dem bisher größten klinischen Entwicklungsprogramm für Tumor-Durchbruchschmerzen mit drei Phase-III-Studien, einschließlich einer Vergleichsstudie mit einem aktiven Wirkstoff und einer Studie zur langfristigen Sicherheit und Akzeptanz. Am Programm waren über 650 Patienten und mehr als 100 Prüfzentren in den USA, UK, Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien, insgesamt 13 Länder in vier Kontinenten, beteiligt.
Welche Auswirkungen haben Tumor-Durchbruchschmerzen?
Antwort: Wir wissen zahlreiche Studien unterstützen diese Erfahrung, dass Tumorschmerzen eine beträchtliche Belastung für unsere Patienten darstellen. Wie eine europäische Umfrage zeigt, haben Tumorschmerzen eine erhebliche negative Auswirkung auf die Lebensqualität der Krebspatienten, ein Drittel haben sogar so starke Schmerzen, dass sie angeben, lieber sterben zu wollen, als die Schmerzen aushalten zu müssen. Krebspatienten mit Durchbruchschmerzen leiden sehr viel häufiger an Depressionen und Angstzuständen als Krebspatienten ohne Durchbruchschmerzen. Zusätzlich zu den gesundheitlichen Konsequenzen haben unzureichend behandelte Tumor-Durchbruchschmerzen auch finanzielle Auswirkungen. Studien zeigen, dass Patienten mit Tumor-Durchbruchschmerzen sich eher einem schmerzbedingten Krankenhausaufenthalt und einem Arztbesuch unterziehen mussten als Patienten ohne Tumor-Durchbruchschmerzen und dadurch fünffach höhere Kosten aufgrund von schmerzbedingten Krankenhausaufenthalten, Notfallambulanz- und Arztbesuchen verursachen.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4279
LG Marian
14.09.2010
Tumorschmerz: Mehr Lebensqualität
Für den frühen Einsatz von starken Opioiden bei Tumorpatienten, orientiert an der Schmerzintensität und nicht an den starren Regeln des WHO-Stufenschemas, plädierte Dr. Stephan Schulz, Chefarzt am Marien-Hospital, Witten. Mit Targin®, der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon, steht für die adäquate Behandlung von Tumorschmerzen ein stark wirksames und zudem sehr gut verträgliches Opioid zur Verfügung. Die Kombination mit dem nur peripher wirkenden Opioid-Rezeptor-Antagonisten Naloxon wirkt sich positiv auf die Lebensqualität der Patienten aus, auch die normale Darmfunktion bleibt erhalten.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4272
LG Marian
17.09.2010
Austausch von Schmerzmedikamenten: Das Gleiche ist nicht Dasselbe
Patienten erhalten in der Apotheke oft nicht das verschriebene und vertraute Medikament, sondern ein preiswerteres Austauschpräparat. Für viele Schmerzpatienten ist das problematisch, denn die Austauschpflicht gilt auch für starke Schmerzmedikamente wie Opioide. Bei dieser Arzneimittelgruppe kann ein Austausch stärkere Schmerzen und mehr Nebenwirkungen bedeuten. Was können Schmerzpatienten tun, damit sie ihr gewohntes Medikament erhalten und wie sollten sie mit einem Austauschpräparat umgehen? Informationen dazu finden Patienten auf der neuen Ratgeber-Karte „Austausch von Opioiden – Das Gleiche ist nicht Dasselbe“.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=428
Zeitschrift online - Ausgabe 06-10
Tumorschmerz: Mehr Lebensqualität mit Targin®
Für den frühen Einsatz von starken Opioiden bei Tumorpatienten, orientiert an der Schmerzintensität und nicht an den starren Regeln des WHO-Stufenschemas, plädierte Dr. Stephan Schulz, Chefarzt am Marien-Hospital, Witten. Mit Targin®, der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon, steht für die adäquate Behandlung von Tumorschmerzen ein stark wirksames und zudem sehr gut verträgliches Opioid zur Verfügung. Die Kombination mit dem nur peripher wirkenden Opioid-Rezeptor-Antagonisten Naloxon wirkt sich positiv auf die Lebensqualität der Patienten aus, auch die normale Darmfunktion bleibt erhalten.
Quelle:
http://www.journalonko.de/aktuellview.php?id=2092
27.09.2010
Über 30 deutsche und österreichische Kliniken optimierten ihr Schmerzmanagement
Eine Befragung des Projekts „Schmerzfreies Krankenhaus“ hat gezeigt, dass in deutschen Kliniken über 80 Prozent der Patienten unnötig Schmerzen leiden. Heraus kam aber auch, dass bessere Ergebnisse möglich sind. Mehr als 30 deutsche und österreichische Krankenhäuser haben die Sache inzwischen in die Hand genommen, ihr Schmerzmanagement optimiert und dafür das Zertifikat „Qualifizierte Schmerztherapie“ der Certkom e.V. erhalten. Das Grazer Universitätsklinikum beginnt als erstes in Europa die Zertifizierung aller Fachdisziplinen inklusive der Kinderchirurgie. Dafür erhielt die Klinik gemeinsam mit dem Certkom e.V. jetzt den Salus Preis.
Quelle:
http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4294
04.10.2010
Palliativmedizin: Schlafqualität von chronischen Schmerzpatienten
Warum die Schlafqualität ein wichtiger Indikator für die Qualität der Schmerztherapie ist, erläuterte Dr. Wolfgang Schwarz, Bardowick, den Teilnehmern des Workshops „Schlafqualität – wichtiger Therapiefaktor bei chronischen Schmerzen“ von Janssen-Cilag anlässlich des 8. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin in Dresden. Zusammen mit Professor Jürgen Fischer, Norderney, beleuchtete er die Wechselwirkungen von Schlaf und Schmerz und hob hervor, dass bereits eine Optimierung der Schmerztherapie zum Beispiel mit Jurnista® ausreichen könne, die Schlafprobleme von chronischen Schmerzpatienten zu verbessern.
Quelle:
http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4310
22.10.2010
Tumorbedingte Durchbruchschmerzen:
Etablierten Irrtümern mit neuen Therapien begegnen
Im Rahmen eines Symposiums auf dem Deutschen Schmerzkongress 2010 diskutierten Schmerztherapeuten und Palliativmediziner die Bedeutung einer raschen und effektiven Linderung von Durchbruchschmerzen in der Behandlung von Krebspatienten. Bei Durchbruchschmerzen handelt es sich um episodisch auftretende, meist heftige Schmerzspitzen eines sonst ausreichend kontrollierten Dauerschmerzes. Sie erreichen ihr Maximum innerhalb weniger Minuten und dauern in der Regel nicht länger als 30 Minuten an. Diese vielfach unvorhersehbaren, intensiven Schmerzattacken führen bei den Betroffenen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität und wirken sich insgesamt negativ auf den Krankheitsverlauf aus.
Bisher wurde der spezifischen Durchbruchschmerz-Symptomatik wenig Beachtung geschenkt. Häufig werden herkömmliche, kurz wirksame Opioide wie nicht-retardiertes Morphin, Hydromorphon oder Oxycodon eingesetzt. Diese erreichen ihr Wirkmaximum jedoch meist erst nach einer halben Stunde. „Bei zwei von drei Patienten mit Durchbruchschmerzen ist das Ereignis dann allerdings schon spontan wieder abgeklungen,“ erklärte Professor Frank Elsner, Aachen. „Die ideale Durchbruchschmerz-Medikation muss daher schnell und kurz wirken und sollte nach Möglichkeit nicht invasiv sein.“
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4351
engel7499
26.12.2010, 21:49
Hallo,
nun habe ich mich etwas durch das Inet gekämpft und Dronabinol als Apetittanreger gefunden.
Leider scheinen die Ärzte es nicht freiwillig verschreiben zu wollen.
Mein Papa hat Lungenkrebs..nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom und wiegt nun mittlerweile nur noch 52kg.
Er muss am 03.01. wieder ins KH und ich sprach schon mit ihm ,den Arzt nach Dronabinol zu fragen.
Da die Ärzte sich ja ein bisschen weigern,wüsste ich gern eure Erfahrungen damit und ob mein Papa eventuell was bestimmtes sagen soll,um dieses Medikament zu bekommen.
Liebe Grüße KAtrin
Hallo Katrin,
es gibt schon einen Thread, aber einen sehr alten ( http://www.krebs-kompass.org/showthread.php?t=4156 ) wo es um Dronabinol geht. Hier sind mehr gesammelte Informationen.
In Deutschland ist die Verschreibung immer noch ein sehr großes Problem, obwohl es eine synthetische Mischung ist. Bis ihr einen Arzt findet, der ohne Regreßbefürchtung es verschreibt, werden alle anderen, auch sehr guten Mittel ausgereizt und angewandt.
diegoshaft
02.01.2011, 21:52
Hallo ich habe eine kurze Frage zu den Nebenwirkungen.
meine mutter hat krebs im endstadium. (metastatiertes mammakarziom, fernmetastasen im Kleinhirn, knochen, leber, lunge)
Sie bekommt Effentora 200. (Buccaltabletten, Fentanyl)
Sie erbricht den ganzen Tag mit würgen. Stark grün fast schwarz. dunkelgrün. Hängt das mit Effentora zusammen?
Hallo Diego,
nein, das Erbrechen kommt sehr wahrscheinlich nicht von den Medikamenten.
Sondern vom Herunterfahren der Organfunktionen, wobei der Magen nichts mehr verdauen kann, somit Körpersäfte (Galle z.B.) mit dem Erbrechen ausscheidet.
27.06.2011
„Sprachführer Schmerz“ – Für Schmerzpatienten auf Reisen
Pünktlich zur Reisezeit ist der neue „Sprachführer Schmerz – Für Schmerzpatienten auf Reisen“ von Mundipharma erschienen. Dieser unterstützt Patienten mit chronischen Schmerzen bei der Kommunikation in den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Türkisch. In der handlichen Broschüre findet der Leser den wichtigsten Wortschatz übersichtlich nach Sprachen und Situationen sortiert und kann zum Beispiel nachschlagen, wie er auf Türkisch nach einem Schmerzexperten fragen kann oder wie er einem italienischen Zöllner erklärt, warum er spezielle Schmerzmittel mit sich führen darf.
Quelle:
http://www.journalonko.de/newsview.php?id=4898
04.11.2011
Intrathekale Schmerztherapie mit Ziconotid
Es gibt nicht wenige Patienten, die starke Schmerzen aufweisen und bei denen die etablierten Therapieverfahren nicht oder nicht adäquat greifen. In solchen therapierefraktären Fällen muss früher als es bislang geschieht, auch an die Möglichkeit einer intrathekalen Schmerztherapie gedacht werden. Neben Opioiden sollte, insbesondere bei starken neuropathischen Schmerzen, auch Ziconotid, ggf. in Kombination mit einer systemischen Opioidtherapie, in Betracht gezogen werden.
Der Wirkstoff Ziconotid kann in dieser Situation eine wichtige Ergänzung zur üblichen Opioidtherapie darstellen, da er eine sehr gute analgetische Wirkung bei neuropathischen Schmerzen aufweist, die mit Morphinen nur schlecht behandelbar sind. Er führt nicht zur Toleranz, verursacht keine Atemdepression oder Obstipation und weist beim Absetzen keine Entzugsproblematik auf.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5199
Ärzte Zeitung, 13.12.2011
Darauf kommt es bei der palliativen Schmerztherapie an
In der Palliativmedizin (http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/abc_gesundheitswesen/article/564720/palliativmedizin.html) geht es hauptsächlich darum, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern. Besonders wichtig ist die Schmerztherapie. Wertvolle Tipps, worauf Ärzte dabei achten sollten, gibt das Palliativnetzwerk Rhein-Neckar.
Bei der Auswahl eines Analgetikums ist auch wichtig zu wissen: Wie gut funktionieren Leber und Niere?
MANNHEIM (mal). Die Palliativmedizin (http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/abc_gesundheitswesen/article/564720/palliativmedizin.html) ist eine ganz besondere Disziplin der Medizin. Denn sie hat nicht die Heilung der Erkrankung eines Patienten im Blick, sondern dessen Lebensqualität.
Dazu gehört auch, die Zahl der Klinikaufenthalte so niedrig wie möglich zu halten, Notfalleinweisungen zu vermeiden und einen möglichst langen Aufenthalt im häuslichen Bereich zu ermöglichen - bei größtmöglicher Entlastung der Angehörigen.
Empfehlungen für einen Behandlungsstandard
Darin erinnert das Team um Dr. Stefan Schramm, Ärztlicher Leiter des Schmerztherapie Zentrums Mannheim und des Palliativnetzwerkes Rhein-Neckar e. V. (PNRN). Schramm hat zur medikamentösen palliativen Schmerztherapie Empfehlungen für einen Behandlungsstandard entwickelt. Sie stehen auch zum Download im Internet bereit unter www.pnrn.de/134.html (http://www.pnrn.de/134.html).
Von besonderer Bedeutung in der Palliativmedizin (http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/abc_gesundheitswesen/article/564720/palliativmedizin.html) ist ja die Schmerztherapie. Oft funktionierten Organe wie Niere und Leber im palliativen Stadium nicht in gewohnter Art und Weise oder es versagten sogar komplett ihre Dienste, erinnert Schramm.
Nieren- und Leberfunktion im Blick haben
Da viele Medikamente diese für Wirkung oder Ausscheidung benötigten, sei eine geeignete Auswahl der Wirkstoffe unabdingbar. Für Schramm ist es deshalb wichtig, Nieren- und Leberfunktion der Patienten im Blick zu haben.
Bei Niereninsuffizienz, so Schramm, würden bestimmte Arzneistoffe und aktive Metaboliten, etwa Morphin-6-glucuronid (analgetisch aktiver Metabolit des Morphins) und ebenso Morphin-3-glucuronid schlechter ausgeschieden und könnten kumulieren. Das berge die Gefahr der Überdosierung und des Auftretens unerwünschter Ereignisse wie Atemdepression oder Sedierung.
"Stattdessen empfiehlt sich die Einstellung auf ein modernes Opioid, wie die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon oder Hydromorphon", sagt Schramm.
So erhalte zum Beispiel die Fixkombination die normale Darmfunktion und verursache weniger opioidtypische Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Schwindel. "Diese besondere Eignung ist auch bei Tumorschmerzen belegt", so Schramm.
Hinweise zu Multimorbidität, anderen Erkrankungen und weitere Medikation
Bei Leberinsuffizienz werde ja zum Beispiel im Falle eines Prodrugs wie etwa dem Opioid Tilidin das Medikament nur unzureichend in seine analgetisch aktive Form, das Nortilidin, umgewandelt, erklärt Schramm.
Wichtig sei auch, so ein weiterer Hinweis in den "Behandlungsstandards zur medikamentösen palliativen Schmerztherapie", über Multimorbidität, andere Erkrankungen und weitere Medikation Bescheid zu wissen.
Bekannt ist ja, dass viele Wirkstoffe über Cytochrom P450 verstoffwechselt werden. Viele Medikamente wirkten inhibitorisch oder induzierend auf Cytochrom P450 und hemmten oder beschleunigten somit den Abbau von Präparaten, die über Cytochrom P450 metabolisiert werden.
Dosierung und Nebenwirkungen
Andere Arzneimittel hätten eine hohe Plasmaeiweißbindung und konkurrierten gegenseitig um Bindungsplätze am Plasmaeiweiß, etwa Fentanyl mit Phenprocoumon oder Glibenclamid, so Schramm. Auch hier seien Arzneimitteldosierungen nicht mehr kalkulierbar.
Bei den Grundprinzipien der medikamentösen Schmerztherapie weisen Schramm und seine Kollegen unter anderen darauf hin:
Die Schmerzmedikamente werden nach Zeitplan entsprechend ihrer Wirkdauer eingenommen. Häufigere Gaben der retardierten Opioide sind nicht sinnvoll, dennoch muss bei beschleunigter Elimination und Wiederkehr des Schmerzes gegebenenfalls das Dosierungsintervall angepasst werden, zum Beispiel Fentanyl TTS vom Wechsel alle 3 Tage auf Wechsel alle 2 Tage, oder retardiertes Hydromorphon 2 x täglich auf 3 x täglich.
Eine eventuelle Tagesrhythmik des Schmerzes wird durch asymmetrische Dosierung berücksichtigt.
Als Bedarfsmedikation bei Durchbruchschmerzen eignen sich nicht-retardierte Zubereitungen. Als "Rescue" ist ein nicht-retardiertes Opioid gleicher Wirkstufe und Rezeptoraffinität wie das Retardpräparat geeignet. Im Idealfall handelt es sich um den gleichen Wirkstoff.
Bei starken Schmerzen und zu erwartender rascher Schmerzprogression kann die Stufe II des WHO-Stufenschemas übersprungen werden.
Zur Verminderung oder Vermeidung einzelner Nebenwirkungen sei eine sinnvolle Auswahl des Analgetikums notwendig, erinnert Schramm.
Solche Differenzialindikationen sind für Schramm zum Beispiel:
Bei Dysphagie: transdermale Systeme, sondengängige Opioid-Granulate (Morphin, Hydromorphon)
Bei morphininduzierter Hyperalgesie: Dosisreduktion, Kombination mit S-Ketamin, Opioidrotation
Bei Polymedikation und im Hochdosisbereich: Hydromorphon (Cytochrom P450-neutrale Verstoffwechselung, niedrige Plasmaeiweißbindung)
Bei neuropathischen Schmerzen werden ergänzende Medikamente (trizyklische und duale Antidepressiva, Antikonvulsiva) zusätzlich oder alleinig eingesetzt. Zur Schmerztherapie mit Oxycodon in der Indikation des neuropathischen Schmerzes liegen viele aussagekräftige Publikationen vor, schreibt Schramm. Von besonderer Bedeutung in dieser Indikation sei, dass Oxycdon in klinischen Studien das am besten dokumentierte Opioid mit nachgewiesener Wirksamkeit bei neuropathischen Schmerzen ist.
Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/default.aspx?sid=683188
Lunatica
31.12.2011, 13:08
Guten Tag,
ich weiß nicht ob ich meine Frage hier reinstellen darf, oder besser in dem Forum für Angehörige.
Mein Vater, 80 Jahre alt, ist in einem palliativen Stadium, er hat Knochenmetastasen nach Prostatakrebs. Operiert wurde er vor 17 Jahren, die Metastasen hat er seit 6 Jahren, allerdings erst seit ca. einem halben Jahr mit Schmerzen.
Eine MRT Untersuchung ergab, daß die Schmerzen auch von dem Bandscheibenvorfall kommen können, bzw. sich addieren.
Seit einem halben Jahr ist er bei einem Schmerzarzt. Nach mehreren Versuchen scheint ihm Targin zu helfen, allerdings leidet er dann unter Verstopfung, der auch trotz Movicol nicht so richtig beizukommen ist.
Nun nimmt er die meiste Zeit gar keine Schmerzmittel.
Es ist sehr schwer für uns das mit ansehen, mit erleben zu müssen und wir haben deshalb leider Auseinandersetzungen, die uns mit schlechtem Gewissen zurücklassen.
Vielleicht hat jemand einen Tipp für uns.
Alles Gute
Lunatica
Karin B.
31.12.2011, 16:18
hallo Lunatica,
ich bin auch eine der wenigen, bei der Movicol u.ä. nicht hilft.
Da ich aber auf meine Schmerzmittel (Palladon) auch unter sehr starker Verstopfung leide, helfe ich mir mit Microklist. Das ist wie ein Einlauf, allerdings mit weitaus weniger Flüssigkeit. Wenn es sein muß und die Verstopfung sehr groß ist, dann nehme ich manchmal 4-5 auf einmal. Das klappt dann meist.
Microklist wird auch auf einem BTM Rezept verschrieben.
Ich hoffe, dir hilft der Tip;)
Lunatica
31.12.2011, 22:47
Liebe Karin,
herzlichen Dank für den Tipp, deine schnelle Antwort und wir werden die Mikroklist auf jeden Fall besorgen.
Ich wünsche Dir alles Gute, auch das Quentchen Glück das man braucht.
Liebe Grüße Lunatica
Lunatica
01.01.2012, 14:43
Meine besten Wünsche für das Neue Jahr an alle hier!
Hallo,
ich habe noch eine Frage: wenn mein Vater Targin oder Tillidin einnimmt, dann leidet er außer unter Verstopfung noch unter angeschwollenen Füßen, Wassereinlagerungen, die ihn schmerzen. Beine hochlagern bringt nichts. Ich vermute er hat das Thema bei seinem Arzt nicht dringlich angesprochen - er will seine Arzttermine alleine wahrnehmen.
Gibt es hier jemand der auch unter dieser Nebenwirkung leidet und sind dann nicht Entwässerungstabletten angebracht?
Mit freundlichen Grüßen
Lunatica
hallo,
wenn ich das hier alles so lese dann weiß ich wider das wir nicht alleine sind mir gewissen Problemen.Mein Freund 36 Jahre alt Darmkrebs mit Lungen und Leber Dosis erhöhen wir ca. alle 3 Wochen seit 2 Monaten.Hinzu kommt das er genau beim Ausgang eine neuen Tumor bekommen hat und der wächst er hat ziemliche Probleme mit schwitzen die schmerzen bekommen wir nicht im Griff, wir haben Tage wo er nicht mal mehr sitzen kann!Hinzu kommt das er auch trotz Schlaftabletten,Morphin Novalgin, Buscopan ach ja ja er hat auch große Stuhlprobleme und Blähungen Bauchschmerzen.Kann uns irgendjemand helfen,daamit ich es ihn wenigstens ein wenig leichter machen kann????????Das ist der härteste Weg aber auch mein wertvollster,
DANKE
LG Tanja:rolleyes:
23.03.2012
Tumordurchbruchschmerzen:
Fentanyl-Buccaltabletten schnell, stark und einfach anzuwenden
Selbst bei gut eingestellter analgetischer Basismedikation leidet die Mehrzahl der Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen unter sehr intensiven, kurzen Schmerzattacken, die für die Betroffenen extrem belastend sind. Zur raschen Kontrolle dieser tumorbedingten Durchbruchschmerzen (DBS) sollten die Patienten eine Bedarfsmedikation an der Hand haben, die die Schmerzspitzen schnell und effektiv reduziert und darüber hinaus einfach und unkompliziert anzuwenden ist. Wie der Arzt DBS-Episoden sicher erkennen und zielgerecht behandeln kann, und welche Bedeutung dabei die pharmakokinetischen Eigenschaften unterschiedlicher Opioidanalgetika haben, beleuchteten renommierte Schmerztherapeuten auf einem Symposium im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5554
15.05.2012
Praxisleitlinie der DGS: Nasales Fentanyl bei Tumor-Durchbruchschmerzen als die effektivste Therapie empfohlen
Der diesjährige Schmerz- und Palliativtag stand im Zeichen der neuen Praxisleitlinie zur Behandlung von Tumorschmerzen, die erstmals präsentiert wurde. Transnasal appliziertes Fentanyl wie PecFent® zur Behandlung von tumorbedingten Durchbruchschmerzen bei Patienten, die bereits eine Basis-Schmerztherapie mit Opioiden erhalten, hat den Evidenzgrad A erhalten. Es wirkt schneller als oral verabreichtes Fentanyl und ist deshalb in der Lage, Durchbruchschmerzen schnell zu coupieren, betonte Dr. Johannes Horlemann, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, Kevelaer, der für die Praxisleitlinie die wissenschaftliche Literatur der letzten fünf Jahre analysiert hat. Neben der für Leitlinien üblichen literaturbasiertenEvidenz gibt die Praxisleitlinie endlich auch der Experten- und Patientenmeinung Raum.
„Eine Schmerztherapie muss individuell sein – Ökonomie darf hier nicht das vorrangige Entscheidungskriterium sein“, so Horlemann. Deswegen werden erstmals auch die Patienten selbst über die Hospizbewegung und die Patientenorganisation „Deutsche Schmerzliga“ in die Evaluierung der Aussagen mit einbezogen. „Wir haben sichergestellt, dass nur solche Autoren beteiligt sind, die täglich mit der Therapie von Tumorschmerzen zu tun haben. Eminenzbasierte Empfehlungen wurden ausgeschlossen“, betonte Horlemann abschließend.
Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=5690
wölkchen16
29.05.2012, 12:16
hallo
ich habe eine frage zu opiaten :
braucht man einen speziellen ausweis dafür ? wozu braucht man den ?
muss man für auslandsreisen eine bescheinigung haben ?
( ich nehme palexia retard 150 mg. )
gruss
wölkchen
rita2210
29.05.2012, 19:00
Hallo ihr Lieben,
ich komme aus dem Lymphdrüsenkrebsforum und stehe momentan vor so vielen Fragen, die ich mir selbst durch viele Überlegungen nicht beantworten kann bzw. es scheitert schon an den richtigen Fragen.
Es geht um meine Mama. Seit 2 Wochen wissen wir, dass ihre Lymphome nicht mehr in den Griff zu bekommen sind. Sie wird nicht mehr gesund und sie ist nun zur Palliativ-Patientin geworden.
Damit beginnt es schon. Für wen ist das kein Schock?! Und wie bei viele anderen Betroffenen hat sich bei meiner Mutter dieser Begriff schon vor Jahren als Negativ-Begriff (als Todesstoß) eingebrannt, so dass sie sich regelrecht davor wehrt diese Hilfe anzunehmen.
Im Grunde genommen wird sie ja schon palliativ behandelt mit Ixoten und einer palliativen Bestrahlung. All das findet noch stationär statt Sie liegt auf der Hämato/Onko-Station und möchte diese Station, im Gegensatz zu viele anderen Betroffenen, nur ungerne verlassen. Sie hat das Gefühl, wenn sie geht, ist eine Heilung ausgeschlossen und es wird nichts mehr dahingehend für sie getan. Das weiß sie auch jetzt schon. Das ist aber ganz klar ein Schutzmechanismus bei ihr.
Problematik nur, sie kann nicht mehr lange auf der Station bleiben, dafür gibt es aus Sicht der KKasse keinen Anlass mehr. Verstehe ich auch alles. Aber ich möchte nicht, dass meine Mama noch in ihren Gefühlen zusätzlich verletzt wird und wünschte, ich könnte ihr beibringen, dass Palliativ bedeutet ihre Schmerzen zu lindern oder gar ganz zu beseitigen.
Ich sage es ihr auch immer ermutigend und behutsam, aber ich muss es ihr immer wieder aufs Neue sagen, jeden Tag, weil sie wieder damit anfängt, dass sie gar nicht nach Hause möchte.
Jetzt sagte die Ärztin heute zu mir, meine Mama sei gerade aber auch kein Fall für eine palliative Station und für ein Hospiz ohnehin noch nicht.
Zu Hause wird es ihr schlecht gehen. Es bleibt uns nichts anderes übrig und werden es probieren müssen, aber sie möchte es nicht und schon gar nicht, dass irgendein palliativer ambulanter Dienst kommt, um meinem Papa unter die Arme zu greifen mit dem Waschen etc.
Ich selber, lebe nicht mehr in ihrem Haushalt und versuche zwar fast täglich so lange wie möglich bei ihr zu sein, aber ich kann nicht die Garantie dafür übernehmen, dass sie ihre vielen Medikamente immer richtig einnimmt oder richtig reagieren, wenn ihre Schmerzen schlimmer werden oder mein Vater mit irgendeiner Situation überfordert ist. Ich bin über Nacht nicht da.
Wir werden es versuchen. Meint ihr, ich sollte über ihren Kopf hinweg den ambulanten Dienst einschalten? Ich bin so verunsichert. Mir geht es alleine darum, dass sie nicht leiden muss. Sie hat die letzten zwei Jahre schon so sehr gelitten. Sie soll nicht mehr leiden bis sie von uns gehen muss. :weinen:
Weiter fragen die Damen vom Palliativ Dienst, was wir denn für zu Hause so brauchen kann??? Ich habe keine Ahnung. Habt ihr eine Idee? Wer hat bereits Erfahrungen damit gemacht und kann mich dahingehen etwas briefen, was nützlich werden könnte, außer eines Krankenhausbettes und eines Toilettenstuhls. Andere Dinge?
Das war super lang, tut mir sehr Leid. Ich bin verwirrt und kann mich in letzter Zeit überhaupt nicht kurz fassen.
Ich danke euch fürs Lesen und eure Aufmerksamkeit.
Liebe Grüße
Rita
Lunatica
05.08.2012, 21:02
Guten Tag,
ich habe schon vor einiger Zeit hier geschrieben und nun ist bei meinem Vater ein neues Problem aufgetaucht, das ihn plagt: er hat mehrmals am Tag Schweissausbrüche und in der Nacht sehr oft. Heute ist ein besonders schrecklicher Tag. Hausarzt und Schmerzarzt haben kein Mittel anzubieten, sagen, dagegen gäbe es nichts und empfehlen das Trinken von Salbeitee. Das verändert aber nichts.
Es geht ihm insgesamt immer schlechter. Neben den nicht wirklich beherrschbaren Schmerzen der Knochenmetastasen nimmt er ab, leidet unter latenter Übelkeit, unter Fatigue, ist völlig erschöpft.
Und nun seit einigen Wochen eben noch diese Schweissausbrüche.
Kann bitte jemand etwas dazu sagen?
mit freundlichen Grüßen
Lunatica
Liebe Lunatica,
damit Dein Papa zumindest nicht weiter abnimmt, kann ich die hochkalorischen Trinkfläschchen empfehlen, Fortimel energy protein, die haben mehr Eiweiss als die "normalen", sind bei Krebs wohl besser. 1 Fläschchen hat 300 kal. und sie schmecken wie ein Milchshake,. Gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen und als "Mischkarton" damit, 6x4 Fläschchen mit je 200 ml. Sie können von HA oder vom Onko verschrieben werden !!
Latente Übelkeit hatte ich auch, zuletzt - grad über Weihnachten - habe ich nur bei dem Gedanken an Essen fast gek...
Man will, kann aber nicht, für Nicht-Betroffene schwer zu verstehen.
Nach Rücksprache mit dem Onkologen hat mir meine HÄ dann Zofran verschrieben. Das hat mir so gut geholfen, dass ich jetzt wieder mit Appetit essen kann (ohne Tabletten) und schon insgesamt 4 kg zugenommen habe. Alles Andere hat mir nicht geholfen.
Alles Gute für Deinen Papa und Dir eine herzliche :knuddel:.
Hallo, der Thread ist zwar schon etwas älter, hab leider keinen aktuelleren zu dem Thema gefunden. Im Mai 2013 wurde ein myxoides liposarkom vollständig entfernt. Es war ca. 13x7x6 cm groß und mit einem großen Sicherheitsabstand entfernt, dabei würden auch 2 Muskeln entfernt. Das sarkom befand sich im rechten Oberschenkel. Natürlich ist das ein sehr geoßer eingriff und verständlich das es lange dauert bis ich schmerzfrei bin.
Jetzt zu meiner Frage kann es sein das es normal ist wenn die Schmerzen seit Monaten immer schlimmer werden und ich teilweise nicht mehr laufen kann?
Die Ärzte antworten nie auf meine Frage sondern verschreiben mir nur immer stärkere Medikamente.
Aber es kann doch nicht sein das es keine andere Lösung gibt als immer stärkere Medikamente.
Habt ihr Erfahrungen mit dem Umgang mit schmerzen?
Lg
vBulletin® v3.8.7, Copyright ©2000-2026, vBulletin Solutions, Inc.