PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lungenkrebs was nun


myone
13.05.2009, 21:02
Bin verzweifelt

Leider bekam ich am 28.04 zu meinem Geburtstag die Diagnose, dass mein Vater 78 jahre alt ein Bronchial
karzinom hat, es wurde ein Thorax Ct gemacht und am gleichen Tag ein Kurzbefund zum Arzt gemailt, allerding
liegt bis heute der gesamte Befund nicht vor, der Arzt wollte meinen Vater ins Krankenhaus Krefeld, Oberhausen
Essen oder Mönchengladbach einweisen, er will nicht und bekommt nun starke Schmerzmedikamente
2 25 mg Pflaster und Tilidin 100m/8 jedoch kommen die schmerzen immer schlimmer und schneller wieder,.
er ist innerhalb von 4-6 total dünn geworden und isst kaum was, wenn er keine Schmerzen hat, macht er noch
die tollsten dinge, in den garten fahren, die Pflanzen giessen , aber dann kommen die Schmerzen und er klagt
über einen Druck im Kopf, habe die Befürchtung er hat Metastasen im Kopf.
Ich verstehe dass er nicht ins Krankenhaus will...
Wer hat Erfahrung damit , wenn keine Chemo und Bestrahlung erfolgt
Bitte um Hilfe, es tut so weh ihn zu sehen mit seinen Schmerzen,
Anmerkung meinem Vater wurde von 4 Jahren das linke Bein bis zum Oberschenkel amputiert und er ist
auf Macumar eingestellt, die Werte sind auch auf 7-11 runter
Bin total fertig.....
Wer hat einen Rat für mich
Marita

Reinhard
14.05.2009, 12:41
Hallo Marita,

ich habe auch ein solches Karzinom.
Nur Pflaster nützen bei mir auch nicht viel. Ich habe verschiedene Schmerzmittel ausprobiert. Bei mir hilft zusätzlich Iboprofen.
Aber das ist wohl bei jedem anders. Ich kenne auch gute Tage, an denen ich Bäume ausreißen könnte und danach gehts um so schlechter.

Die Chemotherapie kommt sicher noch.

Von den schriftlichen Befunden lasse ich mir stets eine Kopie geben.
Die spreche ich dann mit dem Hausarzt und anderen Sachkundigen nochmals durch.

LG Reinhard

Bremensie
15.05.2009, 12:13
Hallo Marita,
um mehr sagen zu können müsstet ihr erstmal die gesamten Untersuchungsergebnisse abzuwarten und wie Reinhard sagt alles schriftlich geben zu lassen. Vieleicht magst du ja dann hier im Forum schreiben wie die aussehen. So könnnen dir Betroffene und auch Angehörige besser berichten wie sie damit umgegangen sind. So nun schicke ich dir erstmal ein ganz großes Kraftpaket.
Erika

myone
16.05.2009, 21:36
Lieber Reinhard,
danke für den Tip, werde es meinem Vater mal besorgen
welche Dosis 400oder 800 mg IBU
heute hat der Arzt mir gesagt das Karzinom wäre 5x7 cm gross
werde mir am Montag die CT Aufnahmen in der Radiologie holen.
Wenn ich mehr weiss schreibe ich wieder

LG Marita

myone
16.05.2009, 21:36
Liebe Erika
sobald ich was weiss schreibe ich hier

Marita

myone
16.05.2009, 21:37
Lieber Reinhard wünsche Dir dann auch viel Kraft für deine Schmerzen
und hoffe dass dir bald wieder gut geht.
Marita

myone
18.05.2009, 21:43
habe mir heute die CT Bilder geholt , kann ich aber nichts drauf erkennen

erkennen kann ich auf dem Kurzbefund:
..... V,a, zentr. BV li
Durchmesser 5x7 cm
Belüftungsstörung links OL (poststerz....??)
uzlouzoj Nierenpav ,,,,,,,,,li
leider nicht mehr lesbar

den richtigen Befund habe ich nicht bekommen

Mein Vater hat unerträgliche Schmerzen, bekommt Plaster 75 mg und nimmt
bis zu 6 Tilidin 100/8 am Tag und immer Schmerzen..., verzweifele fast der
Arzt verschreibt die Tilidin nicht weiter und meint er müsse mit dem Pflaster
schmerzfrei sein was kann ich tun ???

Bitte um hilfe
Marita

myone
18.05.2009, 21:45
hallo zusammen
bei meinem Vater wurde wohl ein Tumor festgestellt, er hat stark abgenommen,
ist beinamputiert und hat schlimmer Schmerzen.

habe mir heute die CT Bilder geholt , kann ich aber nichts drauf erkennen

erkennen kann ich auf dem Kurzbefund:
..... V,a, zentr. BV li
Durchmesser 5x7 cm
Belüftungsstörung links OL (poststerz....??)
uzlouzoj Nierenpav ,,,,,,,,,li
leider nicht mehr lesbar

den richtigen Befund habe ich nicht bekommen

Mein Vater hat unerträgliche Schmerzen, bekommt Plaster 75 mg und nimmt
bis zu 6 Tilidin 100/8 am Tag und immer Schmerzen..., verzweifele fast der
Arzt verschreibt die Tilidin nicht weiter und meint er müsse mit dem Pflaster
schmerzfrei sein was kann ich tun ???

Bitte um hilfe
Marita

Reinhard
19.05.2009, 08:41
Hallo Marita,

du müßtest doch mindestens 2 Ärzte haben. Den Hausarzt und den Onkologen.
Dazu kommen eventuell noch deren jeweilige Vertreter.

Tilidin kenne ich nicht.

Ich nehme 50er Pflaster, von deren Wirkung ich nicht überzeugt bin. Letztens vergaß ich es zu wechseln und merkte es nicht mal.
Aber sie wirken wohl individuell höchst unterschiedlich.

Dazu nehme ich noch Ibuprofen. Das wirkt spürbar.

Wenn ich was Neues ausprobiere frage ich auf jeden Fall immer vorher den Arzt und (!) Apotheker, ob sich die Mischung mit anderen Medikamenten verträgt.

LG Reinhard

Reinhard
19.05.2009, 09:16
Mit den CT-Bildern können auch die meisten Ärzte nichts anfangen.
Ich habe einen Röntgenarzt, der mir die Veränderungen immer sehr schön erklärt.

Von meinem Onkologen bekam ich gegen besonders starke Schmerzen Morphin-HCI Krewel 10mg Retardtabletten.
Ich habe sie aber noch nie genommen.

Ibuprofen habe ich die 600er. Zur Zeit nehme ich davon immer nur eine Halbe.
Zu Zeiten stärkerer Schmerzen nahm ich 800er. Bis zu 2400 pro Tag, wenn ich mich recht erinnere.
Dazu Omeprazol als Magenschoner.

Gegen Verstopfung durch die Fentanyl-Pflaster habe ich noch massenweise Macrogol Abführpulver. Das brauche ich aber nur ab und zu.

LG Reinhard

Reinhard
19.05.2009, 11:37
I n den Monaten, in denen die Schmerzen besonders stark waren, besuchte ich 3 mal die Woche zu je einer Stunde eine "Masseuse". Wenn ich so nannte, war sie stets leicht beleidigt und erzählte mir was von ihren Ausbildungsgängen und Diplomen.

Das interessierte mich genauso wenig, wie das hieß, was sie, in Absprache mit meinem Hausarzt, mit mir machte.
Lympfdrainage war jedenfalls dabei.

Gut fand ich, daß sie mich immer fragte, ob mir das, was sie da macht, gut tut.

Es tat gut. Auch, wenn ich es zum Teil selbst bezahlen mußte.

Vorher war ich eine Zeitlang zur Akupunktur und chin. Medizin. Das war auch gut. Bis die Therapeutin umzog. Ihr Nachfolger war mir zu unpersönlich.

LG Reinhard

myone
15.06.2009, 12:46
Hallo Zusammen,
mein Vater hat ein Lungenkarzinom, er bekommt Pflaster 75 mg und Juristadt
Tabletten 8 mg, und nun noch Kortison 4mg 2x täglich.
Seit 2 Tagen fühlt es sich fit und ...., ich mache mir Sorgen, dass das unnormal ist , er hat seit Wochen kaum was gegessen und nun hat er richtig hunger.
Kommt das vom Kortison ???
Eigentlich sollte er heute in die Lungenfachklinik nach Essen, Krefeld oder Oberhausen, aber im Moment lehnt er es ab, da er gesund wäre.
Was kann ich nur machen, ich mache mir solche Sorgen, dass er sich einfach
zu stark fühlt oder es mir vormacht.

Wer kann mir was zu den o.g. Kliniken sagen, sie sind alle gleich weit von mir
entfernt ???
Der Arzt hat mir am Do. deutlich gemacht, dass mein Vater das Jahresende
nicht erleben würde !!
Da ist mir der Boden unter den Füßen wegezogen worden, ich weiss er ist
sehr krank aber woher will der Wissen wie lange er noch leben wird.
Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Marita

Bremensie
15.06.2009, 20:26
Liebe Marita,
was dir der Arzt über die Lebenszeit deines Vaters gesagt hat ist dass was sein kann. Hier im Forum gibt es aber genug Leute die die Prognosen ihrer Ärzte um Jahre überlebt haben. Das dein Vati viel isst kann vom Kortison kommen aber da er vorher wenig gegessen hat ist es gut. Natürlich wäre es gut wenn er in eine von den von dir aufgeführten Kliniken ginge. Du kannst ihm zur Zeit wohl nur signalisieren dass du für ihn da bist egal wie er sich entscheidet. Männer im allgemeinen tuen sich schwer Hilfe anzunehmen und and anzuerkennen dass sie krank sind.Hast du denn noch eine Mutti die dies alles ein wenig mit tragen kann? Ich weiß aus Erfahrung wie schwer es ist wenn ein lieber Angehöriger so krank ist. Liebe Marita wenn du es erlaubst möchte ich dich einmal ganz fest in den Arm nehmen und dir Kraft geben.:knuddel::knuddel:.
Liebe Grüße von Erika

Mariesol
16.06.2009, 11:46
Liebe Marita,

ich fin de es immer sehr schwierig, wenn Ärzte Prognosen abgeben wie lange ein Mensch noch leben könnte.Das hängt von ganz vielen Faktoren ab und kann dann ganz anders ausgehen wie gedacht. Hab Mut!
Die Verdrängung der Realität und das nicht annehmen der Krankheit ist mir nicht fremd. Das kenne ich auch von meinem Vater.
Kopf hoch Marita...ich schick Dir eine warme Umarmung Mariesol

myone
16.06.2009, 16:12
Hallo

ich danke Euch für die netten Worte. leider bin ich ganz alleine, meine
Mutter ist bereits vor 14 Jahren verstorben, leider auch sehr qualvoll
sie hatte Oesteporse und verstarb an einer Vergiftung duch einen offenen
Rücken (Sepsis) hat schwer gelitten und auch Morphium erhalten.

Geschwister habe ich keine, daher muss ich allein um meinen Vater kümmern
hinzu kommen die Sorgen um meinen Sohn (16 J) der sich im Moment sehr
negativ entwickelt und sich zum Vater abwendet, da dieser keine Grenzen kennt.

Ich bin froh um jeden Hinweis was man machen kann und was noch auf mich
zukommen kann.

Lieben Gruss und danke für die Umarmung die einfach gut tut.

Marita

Mariesol
16.06.2009, 19:20
Auch ich bin ganz alleine mit der Sorge um meinen Vater.
ich kann sehr gut nachfühlen wie einsam und überfordert man sich da fühlen kann.Hier darüber sprechen ist schon mal eine gute Idee gewesen. Hier findest Du menschen die in ähnlichen Situationen stecken und Dich gut verstehen.
Hab einen schönen Abend und alles Liebe von Mariesol

myone
23.06.2009, 12:50
HAllo Mariesol,

danke für deinen Beitrag, im Moment weiss ich nicht mehr wohin.
heute geht es meinem Vater gut, dann wieder ist ganz abwesend,
heute hatte ich endlose Diskussionen mit dem Arzt wegen der Medikamente
er rechnet mir vor was die kosten....., Vater hat wohl mehr genommen als
er verordnet hat und fühlt sich jetzt besser, nun tut er sich schwer diese
zu verschreiben, mein Vater möchte auch nicht den Arzt wechseln.

Nachdem ich am Samstag dann noch den 17 ,jährigen Sohn einer Bekannten
beerdigen durfte, war für mich die Welt einfach nur eingestürzt.
Fühle mich selber schlapp , obwohl ich erst im März zur Kur war.

Ich habe es noch nicht geschafft in den Foren zu lesen, daher weiss ich nicht aktuelle wie es deinem Vater geht..., ich hoffe du kannst besseres berichten.

Würde mich freuen mal wieder von dir zu lesen, vielleicht können wir uns ja
mal per E-Mail austauschen
Lieben Gruss und alles Gute
Marita

Mariesol
23.06.2009, 15:11
Liebe Marita,

ich komme gerade vom Krankenheus. Es ist erstaunlich wie gut die Natriuminfusionen wirken. Er ist wieder wach und richtig aufnahmefähig.
Hier in der Klinik wir alles für ihn getan und er fühlt sich sehr gut aufgehoben. Ich hoffe aus tiefem Herzen, dass die Chemo gut anspricht und er sie gut verträgt.
Was ist denn aktuell bei Euch los?
Ist Dein Vater in der Klinik oder zu Hause? Ich bin erstaunt, dass ein Arzt einem Krebskranken Menschen vorrechnet was er für Medikamente bekommt. Da würde ich ihn aber mal drauf ansprechen......ob dies mit seinem Berufsethos zu vereinbahren ist.

Schreib mir gerne eine Mail...liebe Grüße von Mariesol

Gitta aus Nürnberg
23.06.2009, 15:28
Hallo einmal kurz,

ich bekam meine Diagnose im August 05. Man lernt mit der Zeit auch mit Ärzten umzugehen. Dieses leidige Budget eines Arztes bemerkt man schon manchmal. Am Ende des Quartales lasse ich mir kaum noch Rezepte ausstellen. Ich teile es für mich schon selbst ein bisschen ein.
Manchmal ist es leider so, dass ich eine Creme beim Hautarzt hole, etwas beim Hausarzt und meine Onkologin hat natürlich ein sehr viel höheres Budget.
Aber bei einem Tumorpatienten, können es soweit ich es mitbekommen habe, die Ärzte ihre Rezepte eher verantworten.
Natürlich habe ich auch öfter einmal ein "grünes" Rezept in der Hand. Also die bezahlt man selber.

Wünsche euch alles, alles Gute
Bis bald
Gitta