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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leberkrebs Endstadium


spiegelchen
30.05.2009, 19:12
Hallo,
ich bin neu hier und durch Google auf dieses Forum gestoßen.
Vor 6 Wochen kam meine Schwiegermutter ins Krankenhaus, wegen Schmerzen im Bauch.
Es wurden Lebermetastasen und Metastasen in der Lunge festgestellt.
Sie war 3 Wochen im Krankenhaus der Herd konnte nicht festgestellt werden, immer wieder untersuchungen, dann wieder nach Hause und wieder rein.
Seit Mittwoch wissen wir nun das es Leberkrebs im Endstadium ist:-(
Sie selber weiß es noch nicht, mein Schwiegervater will es ihr nach Pfingsten sagen.
Ich war heut bei Ihr, ich war so erschrocken und mußte mich wahnsinnig zusammen reißen nicht zu weinen.
Ihr ganzer Bauch ist so aufgebläht, voller Wasser, die Beine doppelt so dick, vom Wasser.
Sie kann nichts mehr essen, sie versucht es zwar, bekommt aber nicht runter.
Der Arzt meinte zu meinem Schwie-Papa wenn es gut geht 6 Monaten wenn es schlecht geht 4 Wochen.
Gott, was können wir bloß tun?????????????
Ich habe hier so einige Berichte und Lebensgeschichten gelesen, wo es teilweise nach nur 10 Tagen zu Ende ging, ich bin so erschüttert.....
Ich denke mal wenn sie es erfährt wird es schneller gehn, dann wird sie sich ganz aufgeben.........
Mein Schwie-Papa will es nochmal mit einer 2ten Meinung versuchen, eine andere Klinik aufsuchen.
Sie bekommt auch keine Chemo, nur Tabletten, 12 Stück am Tag.
Nun mach ich das alles schon zum 2 mal mit, am 11.05.07 habe ich schon meine überalles geliebte Mama verloren, grad ein wenig gefangen und nun meine Schwiegermama.
Ich bin so traurig und durcheinander.
Was können wir noch tun??
Ich glaub, ich hab da s alles noch garnicht richtig begriffen-
Vielen Dank fürs zuhören
spiegelchen

Elli
30.05.2009, 20:44
Hallo Spiegelchen,

mensch lass Dich drücken !!!!

Kann mir vorstellen .wie Du Dich fühlst.
Hast Du denn schon mit den Ärzten gesprochen ? Evtl. kann man punktieren,damit sie etwas Erleichterung hat.Ich denke das A und O ist jetzt,ihr Erleichterung und Linderung zu verschafffen.
Versucht jetzt soviel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen .Ich denke Deine Schwiegerma wird selber wissen und merken wie es um sie steht.
Ich denke jetzt kommt eine schwere Zeit auf Euch alle zu.

Hierfür wünsche ich Euch allen von ganzem Herzen ganz viel Kraft .

Liebe Grüsse
Elli

Mini07
30.05.2009, 21:59
Liebes Spiegelchen,

lass dich erstmal feste ich den Arm nehmen!

Ich kann mich Elli nur anschließen, sprecht mit den Ärzten. Vor allem schaut danach, dass deine Schwiegermama ausreichend mit Medikamenten versorgt wird. Denn es muss nicht sein, dass sie zu der schlimmen Diagnose auch noch Schmerzen hat. Mein Papa konnte auch nichts mehr festes essen, wir haben ihm dann Fresubin gekauft. Das sind hochkalorische Drinks und gibts in vielen Geschmacksrichtungen.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für die kommende Zeit. Hier kannst du dir alles von der Seele schreiben und glaube mir, das tut dir in manch schwerem Moment unheimlich gut.

Alles Liebe
Tatjana

spiegelchen
31.05.2009, 07:54
Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure tröstenden Worte, es tut gut es sich hier von der Seele zu schreiben.
Das habe ich schon in einem anderen Forum gemacht, vor 2 Jahren als meine Mama eingeschlafen ist.
Schreibe dort an meine Mama Briefe, dort habe ich es für mich besser verarbeiten können u versuche es immer noch zu verarbeiten.
Das Problem ist, die Ärzte würden garnicht mit uns reden.
Meine Schwiegereltern sind nicht verheiratet (leben aber schon seit fast 25 Jahren zusammen) und wir sind nicht verheiratet (leben aber auch schon seit 7 Jahren zusammen).
Werde es trotzdem versuchen, mit meinem Schwie-Papa und meinem Freund zusammen!!!
Selbst die halbe Stunde die ich gestern da war, hat sie so sehr angestrengt.
Sie hat immer noch Hoffnung das es besser wird, wir irgendwie auch ein bißchen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt!!!!
Lg und ein schönes Pfingstwochenende
Claudia

spiegelchen
02.06.2009, 20:37
Hallo,
seit heute ist meine Schwie-Mama wieder im Krankenhaus.
Zwischendurch nocheinmal ein aufflackern das es ihr besser geht, heut abend schon wieder schlechter.
Ich glaub nicht das es noch 4 Wochen dauern wird, sie baut von Tag zu Tag mehr ab, seit 3 Tagen nichts gegessen und wenn sie was zu sich nimmt, sowie ein Milchshake dann kommt es wieder raus.
Ich bin immer noch fassungslos, wie schnell es jetzt geht.
Vor 6 Wochen waren wir noch alle so voller Hoffnung, das es nichts schlimmes ist und nun???
Ist das Leben vorbei, fast vorbei.....
Morgen werde ich meine Tochter nochmal mitnehmen, ein letztes mal.
Damit sie sich verabschieden kann.
Dann werden wir alleine wieder hingehen, so habe ich es auch bei meiner Mama gemacht, sie soll sie noch einigermaßen so in Erinnerung behalten, wie sie sie kennt.
Ach das ist doch alles so eine sch****
Warum???

Tantetracy
02.06.2009, 20:56
Hallo Spiegelchen,
ich habe Deine Zeilen gerade gelesen und das tut mir alles so unendlich leid... Ich kann Dir nicht direkt helfen, aber ich wünsch Dir unheimlich viel Stärke und Kraft, um das alles durchzustehen. Ich mache zur Zeit auch viel durch, meine Ma hatte vor 10 Jahren Brustkrebs und jetzt machen wahrscheinlich die Lebermetas ihr das Leben zur Hölle.
Ich wünsche Dir alles Gute und kann Dir nur sagen, verbring sehr viel Zeit mit Deiner Schwiegermama... Das und Deine Erinnerungen kann Dir dann keiner nehmen...

LG und einen kleinen Drücker...
Diana

Brause*
03.06.2009, 20:40
Hallo Spiegelchen,
zwischen mir und dir gibts zwei Ähnlichkeiten: Auch meine Schwiegermutter hat Leberkrebs bzw. Metastasen. Vor 6 Monaten hatte sie eine Total-OP, wonach ihr attestiert wurde, dass sie krebsfrei ist und weder Bestrahlung noch Chemo braucht. Vor 4 Wochen änderte sich das drastisch. Sie befindet sich jetzt ohne Behandlung -ausser medis- im Krankenhaus. Ihr Bauch ist voll aufgeschwemmt, sie kann nicht mehr laufen, da auch ihre Beine und Füsse total dick sind. Das kommt wohl alles von dem nicht mehr ablaufenden Lymph-Wasser. Die Ärzte trösten meine Schwiegermutter und meinen, dass sie herausbekommen, warum sie so aufgeschwemmt ist. Wenn man bei Google nachforscht, bekommt man das selbst raus...

Man fühlt sich von den Ärzten alleine gelassen, vertröstet, hingehalten.

Ich wünsche, dass deine und auch meine Schwiegermutter keinen langen Leidensweg vor sich haben.

Alles Liebe
Brause*

dete
06.06.2009, 17:04
Hallo Ihr Lieben.Im Februar wurde bei meinem Vater Prostatakrebs festgestellt.Nach 10 Tagen Krankenhaus wurde er entlassen und sollte beim Urologen weiter behandelt werden.Ostern konnte er plötzlich nicht mehr laufen.Anderes Kh,und dort stellten sie fest das die ganze wirbelsäule,die Brust und auch die Leber befallen sind.Sofort OP der Wirbelsäule um Lähmung zu vermeiden. Nach 4 Wochen Kh dann entlich nach hause.Nur liegen im Bett oder im Liegerollstuhl.Nie wieder laufen.Wie konnte man das alles im ersten Kh übersehen?Die ersten Wochen nach dem Kh blühte er richtig auf.Seit einer Woche hat er keinen Appetit mehr.Und wenn dann muß er sich übergeben.Er war immer sooooo positiv eingestellt auch das alles zu meistern.Aber leider will er im moment nur noch schlafen.Spricht auch nicht über die Krankheit.Es ist schwer sich zu unterhalten.Er hat total abgenommen.Kennt einer diese Situation und kann mir sagen was alles auf uns zu kommt.Pflegedienst kommt 2 mal am tag.Aber er kann seit ein paar tagen leider nicht mehr aktiv beim waschen helfen.lg Dete

spiegelchen
07.06.2009, 17:59
Hallo Brause,
ja so langsam fühlt man sich im Stich gelassen, am Freitag sollte meine Schwie-Mama punktiert werden, sie haben abgebrochen.
Durch das Wasser im Bauchraum sind alle Organe vershoben, ist zu gefährlich der Eingriff.
Sie ist heute einen Tag zu Hause, und es geht ihr sehr schlecht.
Sie weiß es immer noch nicht, die Ärzte und mein Schwie-Papa wollen ihr es auch noch nicht sagen, weil dann wird es noch schneller gehen, sie ist so klein und schmal geworden.
Wir waren heute da und nach 20 min mußten wir wieder gehen, es war zu anstregend für si.
Oh man, wie soll das bloß alles noch werden........
Brause, ich wünsche Euch und Deiner Schwiegermam ganz viel Kraft:cry:
für jetzt und für die Zeit die noch kommt
LG
Claudia

micha54
07.06.2009, 18:26
Hallo Brause und Dete,

ich kann mir vorstellen, wie Ihr im Moment in den Seilen hängt. Leider habe ich sowas ähnliches erlebt, Sylvester haben wir noch mit einem lieben Verwandten gefeiert, am 1.1. Notaufnahme im Krankenhaus wegen Trombose im Bein, im August ist er dann am Darmkrebs und Lebermetas verstorben.

Er war aber immer regelmäßig bei der Spiegelung gewesen, haben die da nix gesehen ?

Später habe ich im Gespräch mit meinen Ärzten gehört, daß alle Anzeichen seit Jahren auf Krebs mit Metas hingedeutet hatten, z.B. Thrombose, Wasser, Schmerzen im Fuss...

Ich denke, viele Ärzte sind einfach nicht ausgebildet für ein vernünftiges Patientengespräch, und viele Patientien fragen auch so suggestiv "Es ist doch kein Krebs, oder ?", daß es den Ärzten schwer fällt, darauf sinnvoll zu antworten.

Damals sind wir im August nach längerer Zeit direkt in seiner letzten Stunde ins Krankenhaus gefahren, war echt Zufall, daß wir uns dort noch verabschieden konnten, so war es für uns und hoffentlich (bin mir sicher) auch für ihn leichter, seinen letzten Weg zu gehen.

Gruß,
Michael

lyra
07.06.2009, 20:01
Hallo Spiegelchen, bisher habe ich nur still mitgelesen, aber jetzt muß ich mich doch mal melden. Mit dem "im Stich gelassen" fühle ich mit Dir- genauso kamen mein Mann, der ebenfalls an Leberkrebs erkrankt war und ich uns auch vor.Soziale Kompetenz der Ärzte im Krankenhaus- null!
Bei seiner zweiten Punktion haben sie 8 Liter auf einmal abgelassen (viel zuviel für die Nieren und keiner hat`s überwacht, man hat einfach laufen lassen) und nach 3 Tagen nochmal drei Liter. Von da an ging`s rapide bergab- anscheinend versagten die Nieren und das hat den - sowieso unheilbaren- Verlauf noch beschleunigt. Darüberhinaus sagte eine völlig inkompetente junge Stationsärztin ihm auch noch ganz brutal, man könne nichts mehr für ihn tun und die Tabletten-Chemo würde jetzt auch abgesetzt. Das hat ihm wohl auch psychisch den Rest gegeben.
Nach 4 Tagen vor-sich-hin-dämmern im Hospiz, in dem ich zum Schluß mit ihm wohnte, ist er dann endgültig eingeschlafen.
Es war sicher ok so, Leberkrebs ist nicht heilbar - aber man hätte ihn etwas behutsamer behandeln können. Ein Mensch ist kein Stück Vieh- und selbst für Tiere gibt es zurecht den Tierschutz. Ich weiß nicht, ob ich wieder gutmachen konnte, was dieses Krankenhauspersonal in seiner Seele angerichtet hat, ich habe mich bemüht, ihm die Angst zu nehmen und Frieden zu geben.
Spiegelchen, kümmert Euch um Deine Schwiegerma- aber laßt sie in Liebe gehen, wenn sie gehen soll und quält sie nicht unnötig.
Liebe Grüße

Spatzi1901
17.06.2009, 19:17
Hallo es tut mir sehr leid für euch, aber du sagtest das deine Schwiegermutter keine Chemo bekommt, da kannst du villeicht froh sein, bei meinem Vater wurde Anfang Mai etwas auf der Leber endekt, zwei wochen später bekam er die Diagnose Leberkrebs. Im Krankenhaus bekam er dann 3 Tage lang Chemo, die er erst ganz gut vertragen hat, danach konnte er nicht mehr essen und trinken, da die Leber schon sehr angegriffen war, hat die Chemo alles noch schlimmer gemacht, weil auch diese sehr stark die Leber angreift. 8 Tage nach der letzten Chemo ist er dann gestorben, das war ein grßer schock selbst für den Arzt das es so schnell ging. Ich will dir damit keine Angst machen, nur solltet ihr euch vorher erkundigen ob eine Chemo evtl. alles noch schlimmer machen kann.


Ich drücke dich ganz doll

spiegelchen
21.06.2009, 08:50
Hallo Spatzi und alle anderen
ist das nicht alles traurig?
Meine Schwie-Mama ist seit gestern wieder zu Hause, die erste Chemo die sie bekommen hat, war nicht so gut, die Nieren haben darauf nicht gut reagiert.
Jetzt bekommt sie eine stärkere und verträgt sie bis jetzt ganz gut.
Und das schlimme ist, sie eine seltene Krebsart, es gibt keine "Mama" zu den ganzen Metastasen!
Wußte garnet das es sowas gibt.
Sie können sie nicht mehr retten sondern nur hoffen das man es zum stillstand bekommt, aber die Hoffnung haben wir alle nicht mehr:cry:
Wir waren nun diese Woche nicht bei Ihr, weil wir alle erkältet waren, bin gespannt was mich heute erwartet, wie sie aussieht:(
Fühlt Euch alle gedrückt
Lg

elke/kärntner
21.06.2009, 12:27
hallo,

könnte diese krebsart, das CUP-SYndrom sein?

lies mal hier im forum drüber nach...



alles, alles liebe und viel kraft!

elke

spiegelchen
23.06.2009, 07:07
Hallo Elke,
ja das könnte hinkommen, hört sich jedenfalls so an.
Der bruder meiner Schwie-Mama, hat in Berlin in einer Krebsklinik angerufen und den Arztbericht dort hingefaxt, um zu schauen ob die noch was machen können.
Leider nein.........:weinen:
warum ist es so, wie alles ist?

elke/kärntner
23.06.2009, 09:54
hallo,

ich weiß es nicht....

ich hab meinen tumor gefragt, wieso er da ist.......und er hat ma schon "antwort" gegeben......
ich hatte eine lektion zu lernen udn ich hoff, ich hab das kapiert.................
und ich hoff, der tumor ist gut und lässt mich in frieden weiterleben.....

aber ich weiß es nicht............


alles liebe und sagst bescheid?

lg elke:knuddel:

spiegelchen
28.06.2009, 13:01
Hallo,
meiner Schwie-Mama gehts von Tag zu Tag schlechter:-(
Der Bauch ist soooo sehr dick geworden, bewegen kann si sich fast garnet mehr.
Sie bekommt auch sehr schlecht Luft, sie kann garnichts mehr alleine.
Fixierrt total auf Schwie-Papa, unsere Hilfe nimmt sie nicht an, jedenfalls nicht so richtig, sie will keinen Besucch mehr und reden auch fast nicht mehr.....
Herrgott ist das alles schlimm.
Schwie-Papa meinte das man davon ausgehen kann das es nicht mehr lange dauert.
Sie hat solche Schmerzen und bis auf 2 Sorten Tabletten alles andere abgesetzt.
Das hört sich für mich alles nicht so gut an.......
Schwie-Papa ist total fertig und wir können nichts tun, dieses nichts tun können macht mich fertig, und sie so leiden zu sehen:cry:

abicim
29.06.2009, 00:48
hallo,

ich kann dir leider nur sagen genießt die zeit!! verbringt jede minute mit ihr die ihr noch zusammen habt mehr kannst du nicht machen. würde dir gerne sagen dass es noch hoffnung gibt aber die wirklichkeit sieht anders aus. ich habe meinen bruder am 04.06.09 verloren ( leberkrebs) bei ihm gings nur knappe 3 monate! wir haben jede krebsklinik angerufen kurz gesagt alles versucht ihm zu helfen- leider alles ohne erfolg...
es ist sehr schwer abschied zu nehmen - versuche dich damit abzufinden dass sie nicht mehr lange bei euch sein wird. ich wünsche dir und deiner familie sehr viel kraft und noch eine letzter tipp falls nexavar verschrieben worden ist setzt diese ab ihre zeit die sie noch hat sollte sie in voller fassung geniesen können...

mfg

özlem

goldkehlchen217
29.06.2009, 01:38
Hallo Spiegelchen, es tut mir von Herzen leid, daß deine Schwiegermutter so krank ist. Krebs ist eine furchtbare Krankheit. Habe erst vor kurzem meinen Mann verloren, auch er hatte Leberkrebs im Endstadium und Metastasen in Lunge und Brustfell, auch diesen großen Bauch (das ist eine Aszites=Bauchwassersucht)-und geschwollene Beine mit Wasseransammlungen. Bitte verliere nicht deine Kraft, du mußt jetzt stark sein, sie braucht euch. Seid einfach nur da, wenn sie nicht reden mag, akzeptiert es. Reden ist jetzt anstrengend für sie. Wenn sie nichts essen mag,laßt sie, nicht zwingen. Achtet nur auf Signale die von ihr kommen-(Körpersprache, Gestik, Mimik...), reagiert darauf, wenn sie nicht mehr reden möchte. Wichtig ist, daß sie soweit als möglich schmerzfrei ist. Ich wünsche dir noch viel Kraft und Ausdauer für deinen beschwerlichen Weg. Fühle dich umarmt von mir, Sally.:engel:

Elli
29.06.2009, 20:15
Hallo Spiegelchen,

mensch lass drücken....

Kann mir vorstellen,wie es bei Euch im Moment aussieht.
Könnt Ihr denn nicht einen palliativen Pflegedienst in Anspruch nehmen? Denke mal,dann bleibt mehr Zeit für Deine Schwiegerma ,und Ihr könnt gemeinsam noch die verbleibende Zeit verbringen.
Bitte wendet Euch an Euren Hausarzt,denn Schmerzen müssen doch nicht sein!!!!!
Ach ich weiß,dies sind alles nur leere Worte und wirklich helfen kann ich Euch auch nicht.

Trotzdem möchte ich Euch allen ganz viele Kraftpakete schicken.

Liebe Grüsse
Elli

spiegelchen
03.07.2009, 18:45
Hallo Ihr Lieben,
vielen lieben Dank für Euren Zuspruch, das hilft ein bißchen:knuddel:Danke Euch allen.
Seit Montag ist sie wieder im Krankenhaus, sie hat keine Chemo bekommen, sie war zu schwach.
Konnte diese Woche auch leider nicht ins Krankenhaus, zuviel gearbeitet:mad:
blaueelise:
ich werd es an meinen Schwie-Papa weitergeben, vielen Dank, er greift nach jedem Strohhalm und wir auch.
Ich danke allen von ganzem Herzen, auch wenn es Euch selber nicht so gut geht.
LG
Claudia

tine28
03.07.2009, 20:03
Mensch Spiegelchen,
Lass dich mal feste drücken:knuddel:.
Das ist ja arg wenn einem das Leben nicht einmal die Chance mehr gibt zu Kämpfen. Hat sie nie was gemerkt vorher?
Wie geht es den deinem Mann? Für ihn muss das ja die Hölle sein das alles so schnell geht und dann auch noch die geliebte Mama.
Was war den mit deiner Mama,Hatte die auch was schlimmes?
Ich wünsche euch viel viel Kraft und vielleicht gibt dein Chef dir Urlaub wenn du ihm die Situation erklärst.
Lg Tine:winke:

spiegelchen
05.07.2009, 08:31
Guten Morgen,
es ist nicht seine Mama, die hat er schon vor 23 Jahren verloren.
Es zieht uns alle ganz schön runter und wir reden viel und machen uns auf das schlimmste gefasst.
Seit gestern bekommt sie Morphium (nicht gut)
ich mein damit kein gutes Zeichen, schon gut damit hat sie keine Schmerzen mehr.
Heute darf sie für einen Tag nach Hause, wir fahren nachher hin.
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag

spiegelchen
06.07.2009, 06:48
Guten Morgen,
sie wirkte gestern sehr benommen, war aber einigermaßeen gut drauf.
Ich habe Ihr wie letzten Sonntag auch die Haare gewaschen und sie zurecht gemacht, das einzige was ich für sie tun kann.
Danach war sie wieder so erschöpft und wir mußten gehen.
Sie hat schon viele Haare verloren, mußte schon kräftig schlucken und durfte mir nichts anmerken lassen.
gestern abend mußte sie dann wieder ins K-Haus.
Evtl. bekommt sie heute wieder eine Chemo, je nachdem ob sie kräftig genug ist.
Was ich aber nicht glaube, an Ihr ist nichts mehr dran, überall schauen die Knochen hervor, so klein und schmall ist sie geworden, ein kleines häufchen Elend.
Hab Angst vor dem Tag an dem der Anruf kommt.

mausi1972
12.07.2009, 14:13
Hallo Spiegelchen !!

Ich kann dich gut verstehen. Bei uns ging alles innerhalb von 4 Wochen. Meine Vater liegt in der Uni und es geht ihm von Tag zu Tag schlechter. Es ist schlimm das alles mit ansehen zu müssen. Ich begreife das auch alles nicht. Die eigentliche Diagnose haben wir am 21.06 erhalten. Er bekommt auch keine Chemo, für alles ist es zu spät. Und das alles in 3 Wochen !! Ich denke deine Schwieger-Mama und mein Papa haben das gleiche Stadium. Er hat auch Gelbsucht und die bekommen sie nicht weg, weil der Gallengang verstopft ist und jetzt versagen auch noch die Nieren !! Ich weiß nicht wie lange es ihn noch gibt. Oh Gott ich darf nicht drüber nachdenken und weiß nicht wie ich das durchstehen soll. Ich habe auch Angst um meine Mutter, die von Tag zu Tag mehr abbaut. Trotzdem ist sie tapfer, aber es gibt Zeiten wo in ihr alles zusammenbricht. Sie kann nicht ohne ihn !! Warum ist das Leben so schwer ?? Du siehst es geht anderen auch so, dieses Forum hilft mir ungemein.
Ich drücke euch die Daumen und bleibt stark.

Liebe Grüße
Mausi

piamo
13.07.2009, 10:38
hallo spiegelchen,
meine tochter ist 07 mit 18 jahren an leberkrebs gestorben. ihr müßt gut auf kognitive und seelische verfassung achten. bei meiner tochter fing irgendwann an, daß sie nicht mehr viel sprechen wollte. sie saß oft teilnahmslos und apathisch da. ich dachte oft sie verarbeitet ihre krankheit und befasst sich mit dem tod. doch wir haben uns versprochen diese schlimmen dinge aus unserem jetztigen leben zu erbannen. sie wollte immer sehr viel schlafen und ihren beine wollten sie nicht mehr tragen. ich habe das immer auf das medikament nexavar und die wassertabletten geschoben. ihr arzt war erschschrocken, daß sie so schnell abgebaut hat.ihre blutwerte wurden zwar alle 3 tage kontrolliert. nach vielen recherchen und gespräch mit ärzten war klar sie bekam ein leberkoma. das schlimme daran ist, daß es schon sehr leise zeichen am anfang des leberkomas gibt. man sieht sie aber nur wenn man den menschen sehr gut kennt. googlet unter leberkoma und symptome, um genaueres zu erfahren. davon hat mir nämlich kein arzt etwas gesagt, oder ich wurde nicht informiert worauf ich zu achten habe. bis mein engelchen an einer ammoniakvergiftung und schließlich organversagen gestorben ist. ich mach mir heute sehr große vorwürfe, daß ich da nicht aufgepasst habe. pia

spiegelchen
13.07.2009, 19:30
Hallo piamo,
das tut mir sehr leid mit Deiner Tochter:pftroest:schlimm, so jung und dann sowas.
Mir fehlen die Worte:cry:
Hallo mausi,
ist schon sehr erschreckend wie schnell es geht,
sende Dir und Deiner Familie viel Kraft.
Wollte heute abend ins K-Haus, mußte meinem Freund aber versrechen nicht zu gehen, er will mich nicht allein lassen.
Meine Tochter will unbedingt mit, hane ihr versucht zu erklären warum es besser ist das sie nicht mitkommt.
Sie soll sie so in Erinnerung behalten wie sie sie das letzte mal gesehen hat, noch einigermaßen gut.
Gestern hat sie das erstemal gesagt das sie nicht mehr will und nicht mehr kann, heute schläft sie fast nur!!
Alles nicht gut, so war es bei meiner Mam auch.
Ich glaube wir müssen in den nächsten Tagen vom schlimmsten ausgehen.
Bin so durcheinander.
Sende Euch liebe grüße
und viel Kraft an alle

mausi1972
13.07.2009, 23:36
Hallo Spiegelchen,

mein Papa ist heute mittag gegen 14 Uhr eingeschlafen. Muss das erstmal verarbeiten, schreibe demnächst was dazu.

Habt Kraft und haltet den Kopf hoch.

Ich bin unendlich traurig.

Liebe Grüße
Mausi

spiegelchen
14.07.2009, 07:41
Ach Mensch Mausi,
das tut mir so unendlich leid:cry:
Meeresblick
Denk dir ein Bild. Weites Meer.
Ein Segelschiff setzt seine weißen Segel
und gleitet hinaus in die offene See.
Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es.
Da sagt jemand: Nun ist es gegangen.
Ein anderer sagt: Es kommt.

Der Tod ist ein Horizont,
und ein Horizont ist nichts anderes,
als die Grenze unseres Sehens.
Wenn wir um einen geliebten Freund trauern,
freuen sich andere,
ihn hinter der Grenze wieder zusehen.

Ich sende dir viel Kraft für Dich und Deine Familie
für jetzt und für die Zeit die noch kommt!!!
Ich umarme Dich aus der Ferne

spiegelchen
15.07.2009, 07:38
Hallo,
wir waren gestern morgen im K-Haus.
Es war erschrekend, im ersten moment hat sie uns nicht erkannt.
Sie redet kaum noch und wenn so leise und schwach, sie aht seit 3 Tagen das erstemal ein viertel Brötchen zu sich genommen.
Man es dauert nicht mehr lang, ihr fallen zwischendurch die Augen zu und ist fast nicht mehr ansprechbar.
Wir sind mit ihr noch spazieren gegangen im Rolli, das tat ihr mal ganz gut, die Sonne schien so schön.
Mittlerweile hat sie keinen Kontolle mehr über ihre Körperfunktionen, das heißt sie nässt sich ein und anderes.
Als meine Mama diesen Zustand erreicht hat, waren es nur noch ein paar Tage bis sie eingeschlafen ist
Ich bin sooooooo traurig:cry::cry::cry::cry::cry:

mausi1972
15.07.2009, 22:32
Hallo Spiegelchen !!

Als erstes mal Danke für dein Mitgefühl und deine Umarmung. Das tut echt gut, auch wenn die Welt zusammen bricht. Ich habe so etwas schmerzliches noch nie in meinem Leben erfahren. Du weisst ja von was ich spreche, du hast deine Mama verloren. Ist vielleicht noch ein bischen schlimmer, ich weiß es nicht. Wobei ich zu beiden Elternteilen eine sehr gute Beziehung habe/hatte. Intensiv sage ich mal. Es sind nicht nur Eltern, sondern auch Freunde.

Mein Papa war auch ständig müde. Bei uns hat es genau, ab der Diagnose 3 Wochen gedauert !! 3 Wochen !! Es begreift keiner und ist unfassbar. Wir sagen uns das er es so gewollt hat. Für meinen Vater gab es nur entweder, oder. Es ging zwar rasend schnell, aber es ist ihm dadurch viel erspart geblieben. Und uns auch, es ist grauenvoll eine geliebten Menschen so zu sehen.

Ich kann sehr gut nach vollziehen wie traurig du bist. Das schlimme ist die Traurigkeit legt sich danach auch nicht, sie bleibt. Jetzt ist es die Beerdigung vor der ich eine heiden Angst habe. Ich weiß nicht wie ich das überstehen soll. Von meiner Mutter abgesehen. Das ganze Leben ist ein Kampf.

Lass den Kopf nicht hängen, bleib weiter stark. Geniesst jede Minute.
Mehr kann ich dir leider nicht sagen. Ich drücke euch die Daumen.

Drücke dich
LG Claudia (so heiße ich auch :o)

spiegelchen
17.07.2009, 16:02
Hallo, es geht zu Ende.....
der Anruf kam in meiner Mittagspause, wir waren noch im K-Haus
Schwie-Papa bleibt bei Ihr
hab ihre Hamnd genommen und gestreichelt und ihr noch einen Kuß gegeben
sie hat uns nochmal angeschaut, aber ihre augen waren schon ganz trübe
fahre sachher nocheinmal hin, um ja um was
einfach da sein
es sit so schrecklich
sie hat heut mittag noch einmal Morphium bekommen
sie bekommt keine Infusionen mehr, der Körper nimmt diese nicht mehr an
lieber Gott, wenn es Dich gibt dann erlöse sie bitte und lasse sie nicht mehr so lange leiden

mausi1972
17.07.2009, 20:51
Hallo Spiegelchen !!

Lass dich mal ganz feste drücken. Ich hoffe mit dir, dass sie schnell erlöst wird.
Mehr kann ich momentan nicht sagen. Ich weiß wie du dich fühlst.

Habe heute unsere Todesanzeige im Amtsblatt gelesen, man will es trotzdem nicht glauben.
Bleibt stark und melde dich wenn es dir danach ist.

Ganz liebe Grüße
Claudi

spiegelchen
17.07.2009, 23:09
Hallo Mausi,
man kann es auch nicht glauben selbst schwarz auf weiß nicht.
Man braucht eine gewisse Zeit bis man das wirklich realisiert hat.
Ich drück Dich
Sind heute alle 2 Stunden ins K-Haus gefahren, sie quält sich so sehr, eben hat sie nocheinmal Morphium bekommen.
Manchmal hatte ich das gefühl sie wollte noch was sagen, einmal meinte ich verstanden zu haben das sie gesagt hat"laß mich in ruhe" wir sind dann auch gegangen.
Nun hoffe ich das sie schläft und im schlaf "ihre" Reise antritt.
Schwie-Papa ist jetzt auch mal nach Haus gefahren, er soll sich ausruhen.
man, man
Vielen Dank fürs zuhören bzw lesen
LG
Claudi
Ich sende Dir und Deiner Familie soviel Kraft wie ich noch habe:engel:

mausi1972
18.07.2009, 12:43
Hallo Spiegelchen !!

Wie geht es euch denn ?? Muss als an euch denken.
Es ist eine grauenvolle Zeit. Mir geht es heute auch überhaupt nicht gut. Ich kann froh sein das ich unter der Woche meine Arbeit habe, da wird man doch abgelenkt. Jetzt verstehe ich meine Mutter, zu Hause ist was anderes. Man wird ständig an alles erinnert. Was mein Engelchen jetzt wohl macht ??

Ich kann nur hoffen das alles so ausgeht wie ihr es wünscht. Vielleicht wollte sie das wirklich mit sich aus machen. Ich bin auch fest überzeugt das mein Vater das ein oder andere dazu getan hat. In Gedanken bin ich bei euch, zünde auch für euch ne Kerze an. Und bitte nicht fürs zuhören und lesen bedanken. Wir helfen uns alle Gegenseitig

Ganz liebe Grüße
Mausi

spiegelchen
18.07.2009, 14:39
Hallo Mausi,
es ist geschafft, meine Schwie-Mama ist heut morgen gegen 11 Uhr hinübergegangen:cry:
J a die Arbeit hilft etwas, mich haben sie heute noch freigestellt
Montag u Dienstag hätte ich eh frei gehabt. Werde auch am Mittwoch wieder los.
Als meine Ma gegangne ist bin ich gleich wieder zur Arbeit, das war im nachhinein nicht richtig, der zusammenbruch kam kurze Zeit später.
Ich denke mal das meine Ma, Deinen Papa und meine Schwie-Mama an die Hand genmmen hat, damit sie nicht so allein dort ankommen und jemanden haben der sich dort schon auskennt.
Es geht Ihnen jetzt gut, sie haben keine Schmerzen mehr, das hilft etwas.
Ich sende Dir viele liebe grüße
Claudi

lyra
18.07.2009, 20:48
Mausi und Spiegelchen, mein tiefes und ehrliches Beileid. Ich weiß, was Ihr und Eure Angehörigen, nicht zuletzt Eure heimgegangenen Lieben, mitgemacht habt. Mein Mann ist im April am HCC verstorben.
Nehmt Euch soviel Zeit, wie möglich, zur Not kann man sich auch mal krankschreiben lassen. Die Seele leidet ja auch.
Liebe Grüße

mausi1972
18.07.2009, 22:31
Hallo Spiegelchen,

mein aufrichtiges und herzliches Beileid. Es war klar das dies jetzt so kommt und so sein muss. Sie ist jetzt erlöst, auch wenn es noch so weh tut. Du hast das ganze mit deiner Mama geschafft, dann schafft du das jetzt auch. Es tut mir unendlich leid. Meine Mama und ich hatten heute einen ganz schlimmen Tag, warum wissen wir auch nicht. Ist halt so. Habt die Kraft das zu überstehen. Wir werden nicht danach gefragt. Wir müssen es schaffen.
Wir haben beide den schlimmsten Gang noch vor uns. Aber was ist schlimmer ?? Sich von dem Mensch selbst zu verabschieden, oder die Trauerfeier? Ich kann es dir noch nicht sagen, aber ich habe eine scheiß Angst vor dem 27.7 !!
Ich weiß wie es dir geht, jedes Wort dieser Welt hilft nicht.
Ich bin bei dir...

Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir weggehen.

Es ist so spiegelchen.

Dickes Bussi, drück dich

Mausi

spiegelchen
19.07.2009, 09:09
hallo Mausi,
es ist zu schaffen, irgendwie!!
Kann Dir leider auch nicht sagen wie ich es vor 2 Jahren gemacht habe.
aber es geht, der Schmerz geht nie weg, er verändert sich.
Jeden Tag, Minute und Sekunde denke ich an meine Mama.
Es kam eine Zeit des nicht verstehens, der Schuld, der Wut und dann diese Trauer und der Schmerz.
Aber auch das geht vorbei, ihr müßt zusammen halten und reden.
Das mußte ich erst lernen, zu reden, hab alles in mich reingefressen und das war falsch.
Ihr habt Euch noch und das ist gut so, seid füreinander da.
Mir gehen die Bilder nicht mehr aus dem Kopf, meine Mama sah wirklich glücklich und entspannt aus als sie eingeschlafen war, wie als wenn sie wirklich nur schläft.
Meine Schwie-Mama sah leider nicht so aus, den Mund immer noch so geöffnet, wie sie geatmet hat und irgendwie nicht so entspannt.
Mein Lebensgefährte hat sich gestern bei mir bedankt das ich für ihn da bin, das ist doch selbstverständlich, aber ich habe mich darüber gefreut.
Tja, was ist schlimmer.
Ich empfinde und empfand es als schlimm sich zu verabschieden und zu wissen wenn ich jetzt hier raus gehe, dann seh ich sie nie, nie wieder.
Die Trauerfeier selbst habe ich nicht so wirklich mitbekommen, vor lauter geheule, aber der Pastor bei uns hat die Trauerfeier auf Plattdeutsch gehalten und halt auch so manche Anekdote von meiner Ma erzählt, das uns ein schmunzeln brachte.
Dann wieder Abschied nehmen von der Urne.
Aber das empfindet jeder anders.
Wenn Dir danach ist , schreib mir , rede, rede Dir alles von der Seele.
Mir hilft es zu schreiben, habe in einem anderen Forum eine Seite
in der schreibe ich Briefe an meine Mama, das hilft mir sehr.
LG
Claudi


Hallo lyra,
vielen Dank für Deine Anteilnahme,
auch ich möchte Dir und Deiner Familie mein aufrichtiges Beileid senden.
Es ist eine sch**** zeit.
Aber es geht ihnen jetzt besser
Ich sende Dir viel
Kraft.
LG
Claudi

blumenkind33
19.07.2009, 10:44
Liebe Claudi,
komisch... wie abgesprochen, mein Schwie-Pa ist auch gestern kurz nach 11 eingeschlafen. Und auch ganz ruhig, ohne Schmerzen, er hat einfach aufgehört zu atmen. Die Nacht davor war ganz schlimm, er hat nicht richtig Luft bekommen. Er hatte wahnsinnig viel Wasser in der Lunge, und im Bauch, und hat auch seit Freitag mittag niemanden mehr erkannt.
Die im KKH waren ganz lieb und haben uns in aller Ruhe Abschied nehmen lassen, mein LG hat seine Hand gehalten, als er gestorben ist.
Wir waren noch bis halb drei da und genau dieser Abschied dann war grauenvoll. Nicht zu wissen, was jetzt mit ihm genau passiert. Er wird jetzt von erstmal von Berlin (da war er wegen der Schmerztherapie) hierher überführt, und dann wird bald die Beerdigung sein. Ich hab grad die Anzeige geschrieben und wir sind schon wieder nur am heulen. Es ist grausam... irgendwie heute noch schlimmer als gestern, da hab ich irgendwie funktioniert.
Liebe Grüße an Dich, und ganz viel Kraft, ich kann nachvollziehen, wie es Dir geht.

spiegelchen
19.07.2009, 22:05
Hallo blumenkind,
mein aufrichtiges Beileid, ja das ist echt komisch, beide zur gleichen Zeit.
Ist es nicht schlimm mit anzusehen wie jemand kämpft, auf der einen Seite hoffst Du das es ganz schnell geht und auf der anderen Seite bist Du erschrochen wie schnell es denn geht.
Ich sehe mir immer wieder ihr Foto an und denke "Das kann doch nicht sein?"
Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles gute und viel Kraft
es tut gut hier zu sein und zu schreiben

spiegelchen
23.07.2009, 07:05
Hallo, am kommenden Montag ist die Trauerfeier.
ich bin sooo erschöpft, die Schlafstörungen sind wieder da
schlecht Träumen und mein Magen.
Aber ich bin tapfer und stehe das ein 2 mal durch.
Mausi
wie gehts Dir inzwischen?
ich hoffe es geht einigermaßen
sei lieb gegrüßt

mausi1972
23.07.2009, 21:59
Hallo spiegelchen !!

Frag bitte nicht. Ich kann auch nicht schlafen, mir gehen tausend Sachen durch den Kopf. Meine Haut ist ganz übel momentan, lauter Ausschläge, denke es sind die Nerven. Ist alles etwas stressig eben, von dem unregelmäßigen mal abgesehn. Ich muss meine Mama bei Laune halten. Weißt du was sie heute sagte?? Wenn mit ihr was ist soll ich glücklich und nicht traurig sein, denn dann wäre sie da wo sie hin gehört, an Papas Seite und sie wäre auch nicht mehr traurig. Wie soll ich damit umgehen ??

Da haben wir was gemeinsam. Bei uns ist das ganze auch am Montag um 14.30 Uhr !! Und ich habe so eine verdammte Angst davor. Aber da müssen wir durch. Eben ist nichts positiv, aber auch gar nichts. Ich glaube du durchlebst das ganze mit deiner Mama jetzt auch wieder, reisse bitte keine alten Wunden auf die eh kaum heilen, bitte :o Es ist eh alles schon so schwer.

Denke an dich, Gruß Mausi

spiegelchen
27.07.2009, 07:53
Hallo,
heute ist der Tag der Trauerfeier, mir ist schon ganz komisch.
Wollte och soviel schreiben, aber jetzt ist alles weg......
Mausi
ich denk an Dich:knuddel:

mausi1972
28.07.2009, 20:58
Hallo Spiegelchen,

habe auch an dich gedacht!! Und an alle anderen natürlich auch, natürlich nicht ganz so extrem weil wir nicht den gleichen Gang hatten. Es ging rum und ich lebe noch. Aber es wahr sehr sehr hart. Hatte mir aber eine Beruhigungspille eingeworfen. Der Pfarrer hat sehr schön gesprochen, persönlich nicht so geschwollen. Die Blumen waren sehr schön und er hat uns vom Bild aus frech zu gelächelt. Ich muss sagen es ist sehr schmerzhaft, aber auch schön. Es war sehr bewegend, der Friedhof stand voll, irgendwie hat alles gepasst. Das hört sich jetzt vielleicht doof an, aber er war so wie er es verdient hat. Ich kann es trotzdem nicht glauben das ich meinen Papi nie mehr in den Arm nehmen darf, nie mehr sagen kann "Na, Daddy alles klar?". Auch jetzt nicht wo wir diesen endgültigen Schritt getan haben. Mit meiner Mutter bin ich heute eine Runde durch den Taunus gefahren, ich glaube es hat ihr gut getan. Die Luft und die Sonne habe ihr gut getan. Wir werden sehen wie es weitergeht.

Denke an euch, liebe Grüße
Mausi

spiegelchen
07.08.2009, 13:13
Hallo Mausi und alle anderen,
mittlerweile ist meine Schwie-Mama schon fast 3 Wochen fort.
Alles noch so unwahr, irgendwie komisch alles.
Wir haben uns einigermaßen berappelt, morgen steht die Anzeige in der Zeitung.
Das wird nochmal hart.
Schwie-Papa hält sich tapfer, er kommt zwischendurch zum essen und wir fahren hin, morgen gehen wir zusammen zu einem Stadtfest.
Wird ihm sicher gut tun.
Nur für mich kommt keine Zeit zum durchatmen, habe zwar Urlaub, aber so richtig genießen kann ich den nicht.
Gestern bekam ich die Nachricht das eine von meinen guten Freundinnen Brustkrebs hat, bösartig:cry: heut morgen wurde sie operiert.
Hoffe das alles gut gegegangen ist!!!
Nimmt das denn nie ein Ende.....
Ich hoffe Euch geht es einigermaßen gut?
Lg
Claudi

mausi1972
08.08.2009, 21:16
Hallo Spiegelchen,

mir geht es wie dir. Mein Papa ist am Montag schon 4 Wochen tot. Klar der Alltag kehrt ein. Ich bin viel bei meiner Mutter und unternehme was mit ihr. Mal einkaufen, mal Friedhof, mal ins Einkaufs-Center etc. Alles um sie abzulenken. Heute haben wir gegrillt und morgen gehen wir zu ihrer Nichte auf den Geburtstag. Allerdings nur zum Gratulieren. Aber es fehlt was !! Jedem von uns. Meine Mama ist echt tapfer, wirklich. Wenn das so bleiben würde, wäre ich echt zufrieden, aber das Loch kommt erst noch. Leider ! Wir haben auch eben viel zu tun, unsere Anzeige war gesern im Amtsblatt. Ich hoffe das es damit jetzt abgeschlossen ist. Hier sind es die Versicherungen die was wollen, hier die Stadt, hier das Amtsgericht. Der ganze Papierkram nervt echt ab, und doch sage ich mir es ist gut wenn sie gefordert wird und Aufgaben hat. Zeit ?? Was ist das ?? :o))) Habe auch so gut wie keine Zeit mehr für mich oder den Rest. Das macht ja auch alles nichts, macht man auch echt gerne. Aber es ist nichts mehr so wie es mal war. Es wird sich alles einspielen und ich wünsche mir das sie so tapfer bleibt.

So eine Bekannte habe ich auch, sie wurde vor 2 Wochen operiert. Wie sich doch alles gleicht ?? Komisch oder ??

Wünsche euch weiterhin alles Gute und melde dich mal wieder.

Ganz liebe Grüße Mausi

Paulinche99
12.08.2009, 14:40
Hallo Ihr Lieben,

erst Mal mein aufrichtiges Beileid Euch allen und viel Kraft für Eure Familien.

Mein Papi ist 62 und hat auch Leberkrebs im Endstadium. Seit ca. 3 Monaten ist er total gelb und mittlerweile nur noch Haut und Knochen. Niemand kann ihm mehr helfen. Heute musste der Arzt gerufen werden, weil er nicht mehr richtig Luft holen konnte.
Wir kämpfen seit rund 16 Monaten und der Kampf scheint nun zu Ende zu gehen.

Ich bin 32 Jahre und Mutti von zwei kleinen Kindern, aber ich fühle mich derzeit als wäre ich selbst noch immer das kleine Mädchen, das einfach nur Angst vor der Zukunft hat.

Die Ärzte aus der Klinik und auch unser Hausarzt sagt, dass es dem Ende zugeht. Wir versuchen die Fassung zu bewahren, doch wir sind mit unserer Kraft am Ende.
Ich könnte ständig nur weinen und verstehe die Welt nicht mehr.

Letzte Woche Freitag habe ich das erste Mal weinen müssen, als ich mich an sein Bett setzte, er sagte zu mir: "Du musst nur fest an mich glauben und denken, dann werde ich auch wieder gesund"
Vom Sterben möchte er nichts wissen, das macht es uns doppelt schwer, weil wir nicht miteinander reden können.

Ich bin total verzweifelt......als würde ein kartenhaus über mir zusammen brechen.

Was kann ich nur tun?

LG

lyra
12.08.2009, 18:20
Liebe Paulinche, erstmal herzlich willkommen hier im Forum und lass Dich mal in den Arm nehmen- Du bist jetzt dabei, zu erleben, was Dyni,Mausi, Spiegelchen und viele andere Angehörige, nicht zuletzt auch ich selbst, erlebt haben.
Bei meinem Mann war es so wie bei Deinem Vater- er wollte nichts vom Sterben hören- ich bin mir bis heute nicht sicher, ob er verdrängt hat oder einfach nur nicht reden wollte- weder mit seinem Arzt noch mit mir. Nun ja, er war ein Baum von einem Mann, Sportler, der innerhalb von 6 Monaten zum Vögelchen wurde, das war auch für ihn schwer zu verkraften. Bis zuletzt hat er trotz aller Nebenwirkungen an "Nexavar" festgehalten, er wollte sie auf Biegen und Brechen nehmen.
Ich habe alle seine Wünsche akzeptiert- schliesslich war er es, der den Krebs hatte. Wenn er halt seine Tabeletten nehmen wollte- ok. Wenn er nichts essen wollte- ok. Wenn er vom Urlaub träumte (wenn`s ihm dann irgendwann besser geht)-ok. Ich habe immer nur darauf geachtet, dass er schmerzfrei war, auch auf Kosten des klaren Bewusstseins. Oft habe ich nur geschwiegen, ihn angelächelt und seine Hand genommen. Selbst als wir schon im Hospiz wohnten, fragte er noch, ob wir denn auch nochmal nach Hause fahren, wenn`s Wetter gut ist und wir in den Garten können. Alles ok. Das war wahrscheinlich schon der Beginn des Leberkomas.
Wir wissen nicht, was in unseren Lieben vorgeht, wenn sie nicht reden wollen- wir können es vielleicht ahnen, aber wir sollten immer den Wunsch des Patienten akzeptieren, ihn zu nichts drängen und ihm seine Würde lassen. Manchmal habe ich mich gefragt: Wer spielt hier wem den Clown vor?
Vielleicht wollte er mich auch nicht mit eventuellen Ängsten belasten- vielleicht will Dein Vater Dich auch nicht belasten- das kann ich ja nicht beurteilen, ich kenne ihn bzw. Euch ja nicht.
Tja- den Wunsch des Patienten akzeptieren, seine Welt und seine Sichtweise...und sich selbst zurücknehmen, das ist das einzige, was ich Dir spontan raten kann.
Liebe Grüsse
Lyra

Paulinche99
12.08.2009, 21:23
Hallo Lyra,

vielen Dank für die lieben Worte.

War gleich nach dem Büro bei meinem Vater.

Habe mich zu ihm ins Bett gelegt. Er hat dann aus aller Kraft die ihm blieb sich zu mir umgedreht und mich in den Arm genommen. Ich konnte einfach nur noch weinen, ich konnte einfach nicht mehr tapfer sein.
Er sagte wieder, dass alles wieder gut werden wird, dass ich nur daran glauben muss.
Er sagte ausserdem, dass er darauf besteht morgen in die Klinik zu dürfen, damit ihm endlich geholfen wird. Es ist so furchtbar.

Die Ärzt sagen, dass sie ihm nicht helfen können und wahrscheinlich schicken sie ihn auch einfach nach Hause.

Auf der einen Seite bewundere ich seine geistige Stärke, auf der anderen Seite habe ich sehr große Angst, dass wir uns einfach nicht voneinander verabschieden, weil er es nicht zulässt.

Ich glaube auch, dass wenn er morgen von den Ärzten gesagt bekommt, dass es so gut wie vorbei ist, sich dann ganz aufgeben wird und alles sehr schnell geht.

Ich bin zutiefst traurig und absolut kraftlos.

Morgen früh werde ich meine Ärztin aufsuchen, vielleicht gibt es eine Möglichkeit die mir momentan durch den Alltag hilft.
Ich habe auch überlegt, ob eine ambulante Sterbebekleidung vielleicht helfen könnte, weiß aber gar nicht, ob es so etwas gibt.

LG
Anke

lyra
12.08.2009, 21:56
Liebe Paulinchen, über Hospizvereine, die es sicher auch bei Euch gibt, kannst du sowas erfragen. Sie helfen auch den Angehörigen. Ich hatte das Glück, sehr kurzfristig einen Platz für meinen Mann (und mich) in einem Hospiz zu bekommen- alle Ärzte sagten, ich würde es allein nicht schaffen, ihn zu pflegen, da sind wir halt gemeinsam "umgezogen" - ambulant, wenn Ihr das wollt, geht es sicher noch schneller- es sind auch immer Ärzte involviert, die Palliativbehandlung machen.
Liebe Grüsse
Lyra

Paulinche99
20.08.2009, 09:41
Hallo Zusammen,

am Mittwoch letzte Woche hat mein Vater von uns verlangt ihm den Wunsch zu erfüllen und ihn in die Klinik zu verlegen.

Dies haben wir getan. Er kam auf die Paläativ-Station im Klinikum. Meine Mutter konnte auch dort bleiben, sie bekam ein Bett direkt neben ihm.
Am Freitag und Samstag war ich lange dort. Am Samstag lag ich neben ihm im Bett und hielt seine Hand. Der Pfarrer kam, war lange da, aber ich konnte nicht beten.
Mein Vater war nicht mehr ansprechbar. Nach 3 Stunden ging ich nach Hause zu meinen Kindern.
Bereits eine Stunde später erhielt ich mitten im Supermarkt den Anruf meiner Mutter. "Schatzi, Papa hat es geschafft "
Die Worte werde ich nie vergessen.
Ich bin froh, dass ich nochmal in die Klinik fahren konnte und mich verabschiedet habe. Er lag da, ganz friedlich. Ich konnte ihn sogar anfassen und hat keinerlei scheu. Es war wichtig für mich zu sehen, dass die Qual dann ein Ende hatte und er so friedlich war.

Folgendes Gedicht hat uns die letzten Tage begleitet:

Es fällt vom Baum ein Blatt herab,
von vielen Blättern eines.

Dies eine Blatt man merkt es kaum,
von vielen doch nur eines.

Dennoch hat dies eine Blatt,
unser Leben stets bestimmt.

Drum wird dies ein Blatt allein,
in unserm Leben ewig fehlen.

Traurige Grüße aus Mannheim
Anke

Elisabethh.1900
20.08.2009, 09:56
Liebe Anke, gerade habe ich Deinen heutigen Beitrag gelesen und vom Heimgang Deines Vatis erfahren. Am vergangenen Wochenende gingen immer, wenn ich hier war, meine Gedanken zu Dir.

Ich möchte Dir, Deiner Mutti und Eurer Familie mein tiefempfundenes Beileid aussprechen. Es tröstet zu wissen, dass er in seinen letzten Stunden auf der Palliativstation gut versorgt und nun von allem Schmerzen und Leid erlöst worden ist.

Ein stiller Gruss von Elisabethh.

Paulinche99
21.08.2009, 20:17
Liebe Elisabeth,

vielen Dank für die lieben Worte.

Es ist seltsam, viele Menschen, die ich nicht persönliche Kenne, nehmen mehr Anteil, als Freunde und Familie von denen man es eigentlich erwartet hätte.

Traurig aber wahr.

LG
Anke

lyra
21.08.2009, 21:43
Liebe Paulinchen, Dir mein ehrliches Beileid. Deinem Vater geht es jetzt wieder gut, glaub`mir. Mehr kann ich im Moment nicht schreiben.
Liebe Grüsse Lyra

Melike
25.08.2009, 20:04
Hallo ihr lieben zuerst mal,

bin heute auf diese seite gestossen und muss leider auch mitteilen das es meinem Vater auch nicht gut geht er hatte letztes Jahr Magenkrebs was ihm auch im KH entfernt wurde nach 8 Monaten hatte er starke rückenschmerzen wir sind mit ihm immer zum Arzt gefahren aber die konnten auch nichts festellen nach 2 monaten wurde er entlich zum kernsp.Thomographi geschickt und da bekammen wir die diagnose das im Leber 6 Metastasen sind als mein Vater das hörte war er erstmal geschock und nach einer woche wurde er dann auch gelb der arzt meinte wir versuchen mal die chemo vielleicht wirkt es ja was leider aber fehlgeschlagen hat. Er war vor drei wochen jetz im KH und uns wurde mittgeteilt das er jetz im Endstdium ist. Er liegt nur noch im Bett erkennt uns nur manchmal :weinen: so wie es aussieht geht es nicht mehr lange.:weinen::weinen: Meine mutter ist immer bei ihm wir gehen am tag 3 mal hin um zu schauen und um meiner mutter zu helfen. Ich wollte euch nur damit mitteilen das mann einen guten arzt braucht der einen auch unterstütz den der arzt von meinem Vater hat ihn überhaupt nicht unterstütz hat ihn einfach im stich gelassen.

Hat jemand vielleicht eine Ahnung wie lange es noch dauern würde !!

lyra
25.08.2009, 21:47
Liebe Melike, das tut mir sehr leid für Euch und es ist so, wie Du ja hier schon gelesen hast- lasst Euch umarmen- keiner kann sagen, wie lange es dauern wird, jeder Patient ist anders- aber wenn die Leber betroffen ist, geht es oft sehr schnell, das hast Du ja sicher schon gesehen. Die Ärzte sind da selbst auch hilflos- allein auf das Menschliche kommt es an. Und wenn man da im Stich gelassen wird, ist es sehr bitter.
Seid Ihr für den Vater da, wenn die Ärzte nichts mehr tun können, das ist oft viel hilfreicher als Medikamente, die nichts mehr ausrichten, aber zusätzlich quälen.
Ich kann Dir nichts anderes sagen im Moment, ich wünsche Euch viel Kraft und Zuversicht.
Liebe Grüsse
Lyra

Melike
14.09.2009, 11:17
Hallo Iyra danke für deine tolle wörter muss dir leider mitteilen das mein Vater am 05.09.2009 gestorben ist das wir natürlich unseren lebenlang das ganze nie vergessen werden ist klar es ist schwer es einfach zu begreifen das er nicht mehr kommt aber das leben geht weiter wir werden absofort für meine Mutter alles machen das sie sich bei uns gut fühlt ohne unseren vater.

Liebe grüße an alle

Melike

Natto__
03.11.2009, 03:38
hey,


mir gehts ähnlich,
meine mama hat leberkrebs ...
sie hat riesiege tumore in der leber,
es tut so weh , sowas zu wissen .. ich bin doch erst 14....
wie soll ich das bitte verkraften ..



MAMA ICH LIEBE DICH :(

lyra
07.11.2009, 15:10
Hallo Natto, lass Dich mal in den Arm nehmen und drücken. Ja, wie sollst Du das verkraften? Darauf kann ich Dir gar keine Antwort geben. Wen hast Du denn an Deiner Seite? Vater, Verwandte, Freunde...? Wer sorgt für Dich?
Wie geht`s Deiner Mama denn? Ist sie zu Hause oder in der Klinik? Wie wird sie denn behandelt?
Schreib mal ein bisschen mehr, Du findest hier immer ein offenes Ohr.
Bis dahin liebe Grüße
Lyra

Söhnlein
09.11.2009, 00:12
Hallo Ihr Lieben,

ich bin heute zum ersten mal hier und weiß garnicht was ich so schreiben soll.
Bei meinem Vater wurde ein sehr bösartiger Leberkrebs diagnostiziert der eine Größe von 13,2 cm hat im Durchmesser. Ich gehe mit Ihm zur palliativen Chemotherapie und sehe nun, wie aus meinem ein so starken und immer für mich dagewesenen Papa ein kraftloser und schmerzerfüllter Mann wird. Er hat tälich schmerzen mehr und mehr und die Ärzte können Ihm kaum helfen. Er bekommt 200 mg Fetanyl pflaster und starke Schmerztableten für die Spitzen. Er hat in 3 Monaten 23 Kg abgenommen und er sieht so verdammt schlecht und Krank aus, das es mir immer mehr weh tut Ihn zu sehen. Diese ganz Therapie verändert meinen Vater sehr, er ist viel am schlafen und immer sehr mieß drauf, er schimpft nur noch und vergisst sovieles. Es tut so sehr weh zu wissen das er bald nicht mehr da sein wird und mit mir rumalbert.

Ich muß so sehr stark sein, da es meine Mutter und meine Brüder nicht schaffen. Ich bin der jüngste und das ist alles so sehr schwer für mich. Danke das Ihr mir zuhört es tut gut mal darüber zuschreiben

Dynasti
09.11.2009, 08:26
Hallo Söhnlein,

es ist nicht leicht stark zu sein gerade wenn man eigentlich selber jemanden bräuchte der für einen selber stark ist. Dein Papa ist sicher mächtig stolz auf dich, dass du diese Stärke für ihn und für deine Familie aufbringst. In solche schwierigen Zeiten entwickelt man manchmal Kräfte die man selber kaum für möglich gehalten hat.
Für uns Kinder ist es unverständlich das ein Elternteil irgendwann nicht mehr da sein soll. Ich habe lange den Gedanken verdrängt, dass mein Papa nicht für immer bei mir sein kann. Irgendwann wird der Tag auch für Euch kommen, an dem ihr für immer Abschied nehmen müsst und die Stärke, die du jetzt hast, wird dir an diesem Tag helfen.
Ich bin mit meinem Dad zu allen Untersuchungen gefahren, habe den Ärzten unzählige Fragen gestellt und mich mit dem wie und wann auseinander gesetzt. Es ist immernoch grausam, furchtbar und unfair das ich ihn verloren habe und vorbereiten kann man sich auf diesen Moment auch nicht. Aber ich glaube die Zeit die ich mit meinem Vater so intensiv verbringen konnte hat auch ihm ein wenig die Angst genommen. Gerade weil er sehen konnte wie stark seine kleine doch sein kann und das sie ihren Weg nach seinem Tod machen wird.
Die größte Angst für meinen Papa war, dass er irgend etwas vergessen könnte um für seine Familie vorzusorgen. Das du deinem Papa nun zur seite stehst und für deine Mama und deinen Bruder stark sein kannst wird auch ihm den Abschied erleichtern, wenn der Tag gekommen ist. Er wird beruhigt einschlafen können, weil er weiss das du ein großartiger und starker Mensch bist, der seinen Weg finden wird.

Ich wünsche dir und deiner Familie sehr viel Kraft für alles was noch kommen mag.

Liebe Grüße
Chrissy