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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine Mutti ist nun auch betroffen, 72 Jahre


Aniwolf
20.06.2009, 12:29
Hallo,
ich erhoffe mir hier bei euch im Forum trost zu holen. Erst gestern habe ich es erfahren, dass meine Mutti Bauspeicheldrüsenkrebs hat. Eine OP ist nicht mehr zu machen und nächste Woche soll über die Chemo beraten werden. Ich selbst habe schon zweimal Krebs überstanden und ich weiß, wie man sich da fühlt. Im Moment bin ich nur am heulen. Ich hoffe, ich habe genug Kraft, um meine Mutti nachher - mein erster Besuch nach der Botschaft - auch die entsprechende Kraft rüberzubringen.
Aniwolf :mad:

Swanny
20.06.2009, 12:44
Hallo Aniwolf,

tut mir leid, dass es Deine Mutter nun auch getroffen hat. Mir geht es ähnlich. Es war zwar bei meiner Mutter operabel, aber aktuell sieht es trotzdem nicht allzu gut aus, da der Tumor doch schon sehr groß war etc.

Ich habe auch nur geheult und während ich dies schreibe, geht es mir nicht anders. Allerdings wundere ich mich manchmal über mich selber, wie man in gewissen Situationen über sich hinauswachsen und dem anderen doch viel Kraft geben kann. Wobei es, denke ich, wichtiger ist, einfach für den anderen da zu sein und auch nicht schlimm, mit dem anderen auch mal nur zu weinen.

Wenn ich bei meiner Mutter wieder rausgehe und dann im Auto sitze und nach Hause fahre, kann ich wieder nicht anders, als nur zu heulen.

Ich habe zwar zwischenzeitlich mehr Kraft, als am Anfang, aber der Anfang ist einfach der Wahnsinn und man glaubt kaum, dies packen zu können. Aber es geht, glaube mir. Du hast schon schwere Schicksale gemeistert und Du wirst auch dieses schaffen!

Wünsche Dir und Deiner Mutter viel Kraft und vor allem noch eine irgendwie glückliche und möglichst schmerzfreie Zeit!

Hast Du Geschwister/Partner/Verwandte/Freunde, die Dir beistehen können? Ist auch sehr wichtig!

Swanny

Aniwolf
20.06.2009, 13:15
Hallo Swanny,
danke für deine netten zeilen. ja, ich habe viele Freunde und kann jederzeit mit ihnen sprechen. Auch mein 26-jähriger Sohn steht mir zur Seite und hat heute auch darauf bestanden, dabei zu sein, wenn ich meine Mutti besuche.
Ich denke auch, dass es am wichtigsten ist, einfach da zu sein.
Meine Mutti quälte sich schon seit einem Jahr mit Schmerzen in der Magengegend. Dachte immer, es sei der Magen, weil schon mehrmals mit Magengeschwüren zu tun hatte. All mein Reden, Fachärzte aufzusuchen gingen ins Leere. Aber das muss ich jetzt abharken. Nun muss man alles tun um zu lindern.
Ich denke, dass eine Kur hilfreich ist. Zusammen mit meinen Stiefvater. Ich werde versuchen, dass er dafür sorgt. Mir haben meine Kuren immer sehr geholfen. Seelig und psychisch wurde ich aufgebaut und das ist auch sehr wichtig.
Noch eine Stunde, dann werde ich losfahren. Im Moment habe ich wenig Kraft, hoffe aber, dass ich mich zusammenreißen kann, wenn ich bei ihr bin.
Aniwolf

Swanny
21.06.2009, 12:48
Hallo Aniwolf,

wollte nur mal fragen, wie es Dir gestern ergangen ist.

Das mit der Kur ist sicher keine schlechte Idee. Meine Mutter hatte dies aber abgelehnt und der Arzt meint, diese Entscheidung muss man respektieren. Sie wollte nicht von kranken Menschen, sondern von ihrer Familie umgeben sein...

Lieben Gruß

Swanny

Aniwolf
21.06.2009, 13:32
Hallo Swanny,
der Besuch bei meiner mutti ist entgegen meiner Erwartung sehr gut verlaufen. Ich war sehr stark und habe nicht geweint. Ich glaube aber, dass meine Mutti den ernst der Lage noch nicht richtig erfaßt hat. Einmal hat sie zwar furchtbar geweint und ich konnte sie trösten, sie war aber relativ gut drauf. Sicherlich, weil sie im Moment durch die Medikamente schmerzfrei ist und wieder halbwegs was essen kann.
Ich fahre gleich wieder zu ihr und kann dann unter 4 Augen mit ihr reden. Ich denke, es ist sehr wichtig, dass man viel darüber redet, sofern sie es möchte. Wie schon gesagt, ich habe ja schon selbst zweimal Krebs hinter mir und weiß, was in ihr vorgeht. Hoffe ich zumindest.
Ich möchte, dass sie in eine bessere Klinik kommt, ich habe die Ärztin noch nicht kennengelernt, sie scheint aber recht jung zu sein, ohne die entsprechenden Erfahrungen.
Kann mir jemand sagen, wie die Schritte wären für eine Verlegung in eine andere Klinik?
Morgen wird meiner Mutter eine Probe entnommen, das Ergebnis soll dann in 3 Tagen da sein. Ich denke, danach wird über Chemo gesprochen und sie wird aus dem Krankhaus entlassen. Ich möchte mehr für meine Mutti, eine optimale Behandlung.
Heute fahre ich jedenfalls mit mehr Kraft zu ihr, um gemeinsam den "Feind" zu besiegen.
Ich habe hier im Forum gelesen, dass man sich jetzt schon mit der Pflegeversicherung in Verbindung setzen soll? Meine Mutti ist zwar was schwach, aber längst kein Pflegefall, zumal sie ja auch noch ihren Ehemann hat.
tröstliche Grüße an euch alle und dir Swanny vielen Dank, dass ich mit dir kommunizieren darf

Asta69
21.06.2009, 22:23
Hallo Aniwolf,
ich kann Dir zwar nicht sagen, was man tun muss, um in eine andere Klinik zu kommen aber das ist sicher eine richtige Entscheidung.
Ich würde auf jeden Fall Kontakt mit einer Spezialklinik aufnehmen. Hier im Forum wird ja immer wieder von Heidelberg oder Hamburg geschrieben (kommt darauf an was für Euch günstiger ist). Diese Kliniken können Dir sicher dann auch sagen, was Du unternehmen musst.

Ansonsten kann ich Dir aus meiner Erfahrung nur sagen: Verbringe so viel Zeit wie möglich mit Deiner Mutter und stehe ihr zur Seite so gut Du kannst.

Ich habe hier im Forum gelesen, dass man sich jetzt schon mit der Pflegeversicherung in Verbindung setzen soll? Meine Mutti ist zwar was schwach, aber längst kein Pflegefall, zumal sie ja auch noch ihren Ehemann hat. Das hat sicherlich den Grund, dass man für den Fall schon alles geklärt hat, denn die Verwaltungen arbeiten langsam.

Ich wünsche Euch viel Kraft bei Eurem Kampf!
LG Asta

Aniwolf
21.06.2009, 23:51
vielen Dank Asta,
da wir aus Berlin sind, wäre Hamburg eine Alternative.
Meine Mutti wundert sich schon, dass ich so oft zu ihr kommen möchte. Aber sie freut sich natürlich und hat weiter viel Hoffnung.
Seid lieb gegrüßt
Aniwolf

Elisabethh.1900
22.06.2009, 00:16
Hallo, wenn Deine Mutti aus dem Berliner Krankenhaus entlassen wird, dann ist die Behandlung dort abgeschlossen. Um wieder stationär aufgenommen zu werden, ist eine neue Einweisung durch den Hausarzt oder einen anderen behandelnden Arzt erforderlich.
Wenn das Ergebnis der Biopsie den Ärzten vorliegt, werden sie sicher mit Deiner Mutti sprechen und ihr eine Therapie (hoffentlich) vorschlagen. Mit diesem Ergebnis würde ich eine Zweitmeinung einholen.
Dazu sind Kopien aller Befunde erforderlich, außerdem muß Deine Mutti ihr Einverständnis schriftlich erklären, dies hat mit Datenschutz und Schweigepflicht zu tun.
Sicherlich sind die Uniklinik Heidelberg (Pankreaszentrum) und das UKE Hamburg( Prof.Dr.Izbicki) die ersten Adressen. Allerdings schrieb eine Nutzerin in unserem Forum, dass ihre Schwester in der Charite (Campus Virchow) sehr gut behandelt worden ist.
Selbstverständlich kannst Du Dich auch bei mehreren Spezialisten erkundigen.

elisabethh.1900

Aniwolf
22.06.2009, 10:54
Hallo elisabethh.1900,
vielen vielen Dank für deine Infos. Das hilft mir sehr. Ich muss nun erstmal abwarten, in 3 Tagen wird das Ergebnis da sein. Ich hoffe, dass ich schnell mit der Ärztin sprechen kann.
LG an alle
Aniwolf

Elisabethh.1900
22.06.2009, 11:00
Hallo, freut mich, dass ich Dir weiterhelfen konnte. Es ist so, dass in den meisten Häusern sog.Tumorkonferenzen stattfinden. Dort treffen sich Ärzte aus verschiedenen Fachgebieten und beraten gemeinsam die Therapie für die einzelnen Patienten. Heute entscheidet dies nicht mehr nur ein Arzt. Wenn Du mit der jungen Ärztin Deiner Mutti nicht zurechtkommt, dann wende Dich doch an den Oberarzt! Die Schwestern auf Station werden Dir sicher den Namen geben können.

elisabethh.1900

Aniwolf
22.06.2009, 11:16
Ok, ja, ich kenne ja die Ärtzin noch nicht. Nicht mal ihren Namen. Also ich kann mir noch kein Bild machen, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass es besser ist, einen erfahrenen Ärzt zu haben. Ich hatte Glück damals, mein Prof. ist extra aus dem Urlaub gekommen, um mich zu opperieren, weil mein Frauenarzt mit ihm befreundet war. Es wäre sonst alles ganz anders gekommen und die Planung bei mir war, radikal zuzuschlagen.
Ich habe meine Mutti gesagt, dass ich unbedingt mit ihrer Ärztin reden will und dass sie mich jederzeit anrufen kann und ich sofort hinfahre. Nun halte ich mein Handy immer schön fest und kann mich auf meine Arbeit im Büro gar nicht mehr konzentrieren. :mad:
LG Ani

ChrisHacki
22.06.2009, 15:38
Meine Mutter ist auch betroffen, 71 Jahre.

Was ich allerdings etwas verwunderlich finde.... ich lese im Internet oder höre es von anderen... das 6 Wochen nach Whipple OP begonnen wird oder meist begonnen wird eine Chemo zu machen.

Meine Mutter wurde am 3. Juni operiert
am 18. Juni entlassen
operiert, keine Metastasen, nix im Blut
Wunde heilt gut

Mit der Chemo soll so schnell wie möglich begonnen werden....
am 23. Juni ist es soweit.


das sind aber doch keine 6 Wochen ?

Ist es schon so fortgeschritten - das sie es sofort machen wollen ?
oder sind die 6 Wochen nur so "dahergesagt" ?


Hat jemand Erfahrung damit ?


christine

Aniwolf
22.06.2009, 15:51
ich kann dir dazu nichts sagen, weil ich auch ganz neu hier bin.
am besten du machst ein eigenes diskussionsforum auf, um dort deine Fragen zu stellen.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen auch für deine Mutti
Aniwolf

doro49
22.06.2009, 22:31
Hallo Aniwolf, habe gerade in Deinem Threed gelesen. Wie hat Deine Mutti den heutigen Eingriff überstanden? Ich war heute nachmittag bei meiner Schwester, sie lässt Euch ganz herzlich grüssen und hofft, dass Deine Mutti sehr schnell im Virchow-Klinikum ankommt. Ich soll Dir ausrichten, dass sich meine Schwester dort sehr gut aufgehoben fühlte, auch die Nachsorge war sehr gut. Der Lebensgefährte meiner Schwester hat einen Arzt in Braunschweig aufgetan, der selbst an BSDK erkrankt war. Er hat die Krankheit ohne Chemo, aber auch mit OP sehr gut überstanden. Bei dem waren sie vor vierzehn Tagen. Er hat sich die Aufnahmen meiner Schwester angesehen und ihr gesagt, dass es sehr gut war, dass sie Mut zu dieser OP hatte. Er behandelt sie jetzt mit, hat ihr allerhand homöopathische Mittel verschrieben, ihr Diätratschläge und andere nützliche Hinweise gegeben. Sie hat dann mit dem Onkologen gesprochen, auch er kennt und schätzt den Braunschweiger Arzt, da keine Metastasen da sind, muss vorerst? keine Chemo durchgeführt werden. :rotier2::rotier2::rotier2:
Liebe Grüsse Doro:winke:

Aniwolf
22.06.2009, 23:21
Hallo Doro,
danke für die lieben Grüße von deiner Schwester.
Der Eingriff heute war nicht so dramatisch. Es wurden ja nur Proben entnommen. Erst wenn das Ergebnis kommt, weiß man ja genau, was und ob das überhaupt bösartig ist. Komisch, dass die gleich nach dem CT schon die Prognose für ein Jahr Lebensdauer gegeben haben.
Ich sitze jetzt natürlich wie auf Kohlen. Am Mittwoch werde ich mit der Ärztin reden und solange werde ich mir alle Fragen aufschreiben.
Lieben Gruß
von der Aniwolf... die nun erstmal was futtern muss

Aniwolf
24.06.2009, 22:32
heute hatte ich ein Gespräch mit der Ärztin im KH Berlin-Lichten (Sana-Klinikum). Es war mein erstes und letztes Gespräch mit Frau Dr. Krüger, die sich völlig daneben benommen hat und mich anbrüllte. Einfach nur, weil 1. wohl zu viele Fragen hatte, 2. ich kundtat, eine 2. Meinung einzuholen und 3. die Unterlagen aus der Akte in Kopie verlangte. Die Ärztin flippte völlig aus und brach das Gespräch ab. Meine Mutti, mein Stiefvater und ich waren schockiert über die Art und Weise.
Aniwolf :mad:

heizi
24.06.2009, 22:47
hallo aniwolf,
das ist ja unverschämt! beschwert ihr euch bei der klinikleitung? das hilft manches mal.
alles gute
heike

Swanny
24.06.2009, 23:12
Hallo Aniwolf,

das finde ich ja wirklich unmöglich! Reicht nicht schon dieser blöde Krebs? Am schlimmsten ist es sicher für Deine Mutter! Kann mir vorstellen, dass sie da schockiert war!

Lass es Dir bzw. lasst es Euch nicht gefallen! Ich würde mich auch bei der Klinikleitung beschweren.

Alles Gute!

Swanny

Aniwolf
24.06.2009, 23:34
auf jeden fall werde ich mich beschweren... sowas darf nicht als ärtin praktizieren, wenn sie nicht mit den leuten umgehen kann. ich überlege auch, ob ich mich gleichfalls an die ärztekammer wende mit meinem beschwerdebrief. werde ihn morgen gleich verfassen. je mehr ich darüber nachdenke desto empörter werde ich. bin eh schon so zappelig und meine psyche muss stabil bleiben, sonst sucht mich mein Mistkerl auch wieder heim.
LG Anita

Trinity
25.06.2009, 13:47
Hallo ihr lieben,wie schon geschrieben ist meine Papa auch betroffen.Wegen der Lebermetastasen konnte auch er nicht operiert werden.Mein Papa bekommt seit ca.10 Wochen Chemo mit Gemzar und dazu tägl.Tarceva.Die meißte Zeit geht es ihm den Umständen entsprechend gut.Auch wir sind im Sana Klinikum Lichtenberg in Behandlung.Allerdings hatten wir noch nichts mit Fr. Dr. Krüger zu tun.Ist sie eine Ärztin der Onkologie oder auf Station??Es ist natürlich schade das ihr so unpassend behandelt wurdet.Wir haben nämlich mit der Sana Klinik bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht.Die Ärtzte und Schwestern sind alle sehr freudlich (Die wir bis jetzt kennen gelernt haben.)Die Sana Klinik hat ja eigentlich einen sehr guten ruf--Wenn den eine Ärztin ruinieren würde ,wäre das echt doof.Da mußt du auf jeden Fall etwas unternehmen.So darf man mit einem Menschen nicht umgehen und schon gar nicht in einer solchen Situation.Laßt euch nicht unterkriegen!!!
Lg Trinity

Aniwolf
25.06.2009, 20:15
Hallo Trinity,
ja, die Ärztin ist auf Station 2.6 und wie ich gelesen habe, ist das ja auch keine Onkologische Abteilung, sondern allg. innere Medizin mit Schwerpunkt Bronchen. Ich denke, diese Frau Dr. Krüger, war mit solchem Fall nicht vertraut genug und einfach überfordert. Mein Beschwerdeschreiben habe ich aber schon abgeschickt.
Meine Mutti ist heute früh entlassen worden, sogar der Soziale Dienst war noch da und sie hat einen Brief und eine CD mitbekommen. Na geht doch! Da muss man doch nicht erst so ein Aufstand machen. Morgen ist dann der Termin im Vircho-Klinikum und ich erhoffe mir sehr viel davon. Vielleicht ist ja doch eine OP möglich. :undecided
Aniwolf

Elisabethh.1900
25.06.2009, 21:56
Liebe Aniwolf, gerade las ich Deinen Beitrag. Siehst Du, geht doch. Wenn diese Frau Doktor für das Fachgebiet nicht kompetent ist, dann muss sie ebend jemand holen, der besser Bescheid weiß. Für den morgigen Termin im Rudolf-Virchow-Klinikum wünsche ich Euch alles Gute!

elisabethh.1900

Aniwolf
29.06.2009, 15:36
Hallo Ihr Lieben!
heute wird im Virchow-Klinikum über das weitere Geschehen für meine Mutti beraten. Ich denke den ganzen Tag daran und kann mich kaum auf meine Arbeit konzentrieren. Morgen dann hat meine Mutti einen Termin im Virchow, dann wird endlich was geschehen. Ich berichte natürlich weiter über den Verlauf und drücke euch alle und wünsche euch auch viel Kraft für euch selbst und euren Lieben. :knuddel:
Ani

doro49
29.06.2009, 23:54
Hallo liebe Aniwolf, für morgen drücke ich Euch die Daumen und hoffe, dass alles gut wird. :remybussi Ich weiss, dass das morgen ein sehr schwerer Tag für Euch wird, aber lasst bloss den Mut nicht sinken. Alles wird gut.

Viele liebe Grüsse Doro :winke:

Wir denken an Euch!

Aniwolf
30.06.2009, 12:34
Hallo ihr Lieben,
leider hat die 2. Meinung und das Gespräch nichts Neues ergeben. Eine OP wurde ausgeschlossen, dass der Tumor Hauptschlagader und andere Gefäße mit einbindet. :weinen:
Ein Versuch wars aber wert. Am Donnertag hat meine Mutti dann die Besprechung weger der Chemo.
Lg an euch alle...

Luetten1601
30.06.2009, 13:00
Ach mensch Ani, das tut mir leid für Dich und Deine Mutter... :knuddel: Ich drücke weiterhin die Daumen....

Alles Liebe Dani

Aniwolf
02.07.2009, 11:27
Hallo ihr Lieben!
jetzt endlich habe ich auch den Bericht aus dem KH und will ihn mal hier reinsetzen:
Diagnosen: pankreaskarzinom des Korpus mit Vd. a. Infiltration der ersten Jejunumschlinge und des Restmagens sowie Ummauerung des Truncus coeliacus Zöliakalen Lymphknotenpaketen. Lymphknoten im Lig. hepatoduodenale und rechts retrokrural Hostologie: mäßig bis gering differenziertes Adenokarzinom. Zustand nach Billroth II-Operation.
:mad:

doro49
03.07.2009, 11:43
Liebe Ani, ich hoffe, dass Du Deine Gedanken ein wenig sortieren konntest und nun wieder etwas klarer sehen kannst. Bitte, gebt nicht auf, wie geht es Deiner Mama? Bitte versucht es weiter, wenn Deine Ma ansonsten gesund ist, besteht immer Hoffnung. Wie sagte mein Sohn so schön zu meiner Schwester: "Gib nicht auf, vielleicht wird gerade in diesem Moment etwas entdeckt, das Dir helfen kann!" So war es dann auch. Bitte, liebe Ani, halte die Ohren steif. Liebe Grüsse auch von meiner Schwester, sie war auch erstmal sehr traurig, dass es so bei Euch so gelaufen ist. Aber wir drücken Euch ganz herzlich und denken an Euch :knuddel: Doro und Schwester :remybussi

Aniwolf
03.07.2009, 12:29
Liebe Doro,
danke für deine lieben Zeilen.
Ich versuche mich in den Griff zu bekommen.
Gestern war die Chemo-Besprechung, am nächsten Freitag bekommt meine Mam den Port gelegt und Mittwoch darauf bekommt sie ihre erste Chemo. Der Onkologe hat ihr auch Vitamine Appetittsanreger verschrieben, in der Hoffnung, dass meine Mam bis zur Chemo noch einen Kilo zunimmt. Ich hoffe es auch, denn sie ist fruchtbar dünn und hat gerade mal 47 Kilo :undecided
Wir lesen uns wieder doro und liebe Grüße auch an deine Schwester und alles Gute :winke::winke::winke:

thomas01
03.07.2009, 15:24
Hallo Ani,

versucht es doch mal mit hochkalorischer Nahrung! Meinen Vater hat das Zeug am Anfang echt wieder hochgebracht, als er Phasen hatte, wo er keinen Hungewr hatte. Schmeckt den meisten nicht so toll, aber 3 Flaschen am Tag machen fast 1000 kcal. Gibts auf Rezept in der Apotheke. Kann man aber auch frei kaufen.

Gruss
Thomas

Swanny
04.07.2009, 11:34
Guten Morgen Aniwolf,

tut mir sehr leid, dass das alles nicht so geklappt hat.

Drücke die Daumen, dass die Chemo anschlägt und Deine Mutter auch wieder zunimmt.

Toi toi toi!!!

Liebe Grüße

Swanny

Aniwolf
06.07.2009, 11:10
Hallo Thomas,
ja, meine Mutter hat vom Arzt Vitamie und anderes Zeug verschrieben bekommen. Ich weiß im Moment nicht was genau. Ich wollte sie am Wochenende besuchen, aber sie wollte ihre Ruhe haben :undecided
Ich denke sie hatte Schmerzen und mein Stiefervater sagte mir, dass sie noch nicht so starke Schmerzmittel nehmen möchte. Habe natürlich gesagt, dass es wichtig ist, schmerzfrei zu sein. Nur so fühlt man sich etwas besser und bekommt evtl. mehr Nahrung rein. :undecided
traurige Grüße Aniwolf

Luetten1601
06.07.2009, 22:35
Hallo Aniwolf,

ich denke an Dich ...

Aber wieso fährst Du nicht einfach hin und überrascht Deine Ma? Ist die Entfernung so groß? Mach ihr einfach eine Freude .. bring ihr ein paar Blumen oder selbst gekochtes....

Ich habe in unserer momentanen Situation mit einer Freundin gesprochen, die vor 5 Jahren an Leukämie erkrankt war und sie hat mir erzählt, dass ihr so was viel geholfen hat.. Essen von zu Hause, einfach mit ihrer Ma essen und nicht alleine im KH Bett... spielen und raus aus dem Zimmer, wann immer das Wetter es zugelassen hat... einfach zu merken, es gibt noch anderes ausser ihrer Krankheit... Mit hat das Mut gegeben, auch für meine Schwiema, weil auch wenn Prof. Uhl operieren will sehe ich noch nicht die ultimative Heilung...

Wenn Du reden oder schreiben möchtest, melde Dich.. gerne auch per PN

Alles Gute für Deine Ma!!! Ich denke an Euch !

Aniwolf
07.07.2009, 16:28
:weinen:
Meine Ma hat absolute Kreislaufbeschwerden. Sie traut sich nicht rauszugehen, hat die Dosis an Schmerzmittel erhöht bekommen. Sie traut sich nicht mal ins Auto zu setzen, um eine Spritztour zu machen mit meinem Stiefvater. Sie hat dann das Gefühl "durchzubrechen in der Wirbelsäule".
Wie soll sie denn blos die Chemo durchstehen, wenn sie jetzt schon keine Kraft mehr hat :huh::huh::huh:

Elisabethh.1900
07.07.2009, 19:54
Hallo, ich denke, dass Deine Mutti auch Flüssigkeitsmangel hat, der dann wiederum die Kreislaufbeschwerden mit verursacht. Die Hitze tut das übrige. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass sie Infusionen bekommt, um das Problem zu beheben? Die meisten älteren Leute trinken schon als Gesunde zu wenig, bei Krankheit wird das Problem dann noch schlimmer. Die Schmerzen, die Deine Mutti angibt, sind leider typisch für den Tumor in der Bauchspeicheldrüse.Ist der Blutzucker einmal kontrolliert worden? Über-oder Unterzuckerung kann ebenfalls Kreislaufprobleme verursachen.

Ich hoffe, dass Deiner Mutti geholfen werden kann und schicke Euch ein ganz großes Kraftpaket.

elisabethh.1900

Aniwolf
08.07.2009, 11:07
Hallo Elisabeth,
danke für deine Info und deine lieben Wünsche. Meinst du, man kann die Infusionen beim Onkologen verlangen? Am Freitag wird ihr der Port gelegt und sie muss ins Labor.
Gruß Ani :winke:

doro49
08.07.2009, 13:43
Hallo liebe Ani :winke:, natürlich kann man diese Infusionen verlangen, man sollte alles ansprechen,von dem man meint, dass es Deiner Mutti helfen könnte. Ein guter Onkologe wird Euch dabei auch unterstützen. Ich drücke Euch weiterhin die Daumen. Ist es nicht furchtbar, wie schnell die Krankheit einen Menschen im Griff hat? Ich habe das bei meiner Schwester auch beobachtet. Von dem Augenblick an, wo sie die Diagnose kannte, ging erst einmal gar nichts. Sie war wie gelähmt und nahm auch sofort ab, obwohl sie vorher ein konstantes Gewicht hatte. Liebe Ani, lasst Euch nicht entmutigen. Liebe Grüsse Doro:knuddel:

Elisabethh.1900
08.07.2009, 14:27
Liebe Ani, ich habe gerade Deinen heutigen Beitrag gelesen und nochmal über meine gestrige Antwort nachgedacht. Sicherlich kannst Du Dich an den Onkologen wenden, wenn Deine Mutti über Schwindelgefühl klagt. Der Onkologe wird ja in den nächsten Wochen Euer Ansprechpartner sein. Ich denke, dass mehrere Faktoren zusammenkommen. Es ist auf alle Fälle gut, dass der Arzt für Freitag eine Laborkontrolle anberaumt hat. Da kann er sich einen guten Überblick über die Werte verschaffen. Wenn Du anrufst, dann wird er sicher nach konkreten Zahlen zur Trinkmenge fragen, den meisten Ärzten genügt die Feststellung, der Patient trinkt zu wenig, nicht. Wenn man eine konkrete Menge nennen kann, ist es besser.

elisabethh.

Aniwolf
08.07.2009, 14:48
ok, ich danke euch.
gott sei dank gibt es dieses forum hier.
bin voll aufgeregt, heute sehe meine Ma und ich hoffe, dass ich wieder stark bin.
Ani :knuddel:

Luetten1601
08.07.2009, 20:00
Und? wie war der Besuch??? :)

Swanny
17.07.2009, 23:48
Hallo Ani,

lange nichts gelesen. Alles OK?

LG
Swanny

Aniwolf
24.08.2009, 10:49
Am 21.08. haben wir (die Familie) den 72. Geburtstag meiner Mutti gefeiert.
Es war ein sehr schöner Tag. Meine Mutti hat gut gegessen. Ihr Gewicht ist stabil. Meine Mutti plant Urlaub für den nächsten Herbst.
Ich bin sooo froh, dass sie kämpft, dass sie an die Wirkung der Chemo glaubt.
Jetzt hat sie Halbzeit und in 5 Wochen werden wir sehen, ob der "Mistkerl" geschrumpft ist oder wenigstens nicht gewachsen ist.
:winke: Ani

Anja
24.08.2009, 13:13
Ich freue mich, dass Ihr einen schönen Geburtstag feiern konntet! Und wenn sie schon Urlaubspläne macht, geht es ihr doch wirklich gut! Weiterhin ihr und Euch alles Gute!:knuddel:

Anja

Luetten1601
25.08.2009, 22:46
Hallo ani,


ich freue mich für Euch, dass Ihr einen tollen Geburtstag hattet und ich freue mich, von Dir zu hören...

Weiterhin alles, alles Gute für Euch ! Ich denke an Euch !

Lg
Dani

Aniwolf
22.09.2009, 15:56
Hallo an alle,
ich möchte hier auch mal wieder was hinterlassen. Es fällt mir schwer...
Meine Mutti hat sich entschieden, die Chemo abzubrechen, weil sie keine Kraft mehr hat, 4 Tage die Woche gar nichts mehr essen mag und immer weiter an Gewicht abnimmt.
Ich respektiere diese/ihre Entscheidung.
Lieber noch lebenswerte Tage als die nutzlose quälende Chemo, die am Ende eh nichts bringt????????????????
:weinen:
Ani

Simone44
22.09.2009, 19:23
liebe ani,

habe dir ja etwas dazu in der pn geschrieben.
bitte bleib stark, du weißt das ich an euch denke :knuddel:

gib nicht auf........

wünsche deiner mutti und dir von herzen alles gute
liebe grüße
simone

Kirsten67
22.09.2009, 21:47
Liebe Ani,

nie werde ich vergessen, wie es war, als Papa die gleiche Entscheidung getroffen hat.
Nie werde ich vergessen, welche widersprüchlichen Gefühle das ausgelöst hat.

Es tut mir unendlich leid.
Und doch ist es die Chance auf noch ein wenig Lebensqualität. Und das ist es, was am Ende zählt.

Alles Liebe
von Kirsten.

Swanny
22.09.2009, 22:44
Liebe Ani,

wenn Deine Mutter diese Entscheidung getroffen hat, dann wird sie ihre Gründe haben.

Meine Mutter ist zwar operiert worden, aber die anschl. Chemo war/ist für sie das eigentlich schlimme und hat ihr bisher viele negative Stunden beschert. Auch meine Mutter wäre froh, wenn sie es nun hinter sich hat. Ob es gut oder schlecht ist - was weiß man schon.

Ich denke auch, dass ein wenig Lebensqualität mehr zählt, als ein langes Leiden.

Ich drücke Euch die Daumen, dass es die richtige Entscheidung war und Ihr trotz dieser schweren Krankheit noch eine sehr schöne Zeit habt!

Einen lieben Gruß

Swanny

mollie
23.09.2009, 15:39
hallo ani,

ja, ich denke, du solltest die entscheidung deiner ma respektieren. meine mama wollte auch irgendwann keine chemo mehr, war viel zu schlapp und hatte immer höllische angst davor, dass es ihr nach der chemeo wieder schlecht geht. wir haben es dann gelassen und mama ging es wirklich besser. sie hat zugeommen, eine ganz andere einstellung zu allem. sie hatte dann noch ein paar schöne wochen, denke ich. klar hat der krebs sie nicht in ruhe gelassen aber es ging ihr dennoch besser ohne chemo.

versuche deine mama so oft zu sehen wie du kannst und unternimm was mit ihr, auch wenn es "nur " da sein ist.

liebe grüße,
mollie

Luetten1601
23.09.2009, 20:23
Liebe Ani,

ich will Dich einfach nur mal drücken.....:knuddel::knuddel::knuddel:

Ich wünsche Euch viel, viel Kraft - mehr weiß ich nicht zu sagen...

Alles Liebe
Dani

hoe
24.09.2009, 09:04
Nach ca. 40 anstrengenden Chemos (wöchentlich mit Pausen) denke ich mir auch manchmal, ob das auf Dauer Sinn macht. Wenn ich dann aber sehe, wie meine Leidensgenossen unter der Chemo leiden, bei ihnen die Chemo keine spürbare Wirkung bringt und die meisten meiner Freunde schon gestorben sind oder im Sterben liegen, fasse ich wieder Mut, zumal man bei mir von einem ausgezeichneten Therapieerfolg sprechen kann. Auch wenn die Chemo Spuren am Körper hinterlässt.

VG
Hans

Swanny
24.09.2009, 10:40
Hallo Hans,
hallo @all,

ich denke auch, dass man es nicht verallgemeinern kann. Man muss in sich hineinhorchen! Was sagt einem der Körper? Außerdem ist es sicher auch eine Frage des Alters.

Ich drücke jedem hier die Daumen, dass er bzw. der Angehörige das Richtige für sich tut! Therapieerfolge sind natürlich das Schönste, was man sich nur wünschen kann!!!

Liebe Grüße

Swanny

Aniwolf
05.01.2010, 13:35
Hallo Ihr Lieben,
euch allen erstmal ein halbwegs gutes Neues Jahr.
Ich war lange nicht hier. Zum einen, weil es nicht viel Neues gab und zum anderen wegen der fehlenden Zeit.
Meine Mutti kämpft sich noch von einer Chemo zur anderen und ich sehe zu, wie es ihr von Tag zu Tag schlechter geht.
Über die Feiertage hatte sie keine Chemo, Zeit sich zu erholen, so wie es auch zwischen den anderen Chemos war und wir immer froh waren, wenn es ihr in den Chemo-Pause etwas besser ging und ein paar Gramm zulegte.
Nun scheinen aber auch die Pause nicht mehr viel zu helfen und auch nicht die nächtliche Flüssignahrung. Meiner Mutti gehts schlecht und ihr Gesicht sieht furchtbar aus... irgendwie grau.... morgen geht offiziell die Chemo weiter... ich glaube da aber noch nicht dran, weil ihr Urin ins dunkelrote geht. Da kann doch dann das Blutbild nicht in Ordnung sein :confused:
Das Jahr 2010 wird kein gutes Jahr ! :mad:
Lg Ani

Swanny
05.01.2010, 16:39
Hallo Ani,

tut mir leid, dass es Deiner Mama nicht so gut geht.

Ich muss gestehen, dass ich froh bin, dass meine Mutter die Chemo hinter sich hat, zumal sie ihr rein gar nichts gebracht hat. Im Gegenteil!

Wünsche Deiner Mama, dass die Chemo wenigstens angeschlagen hat und sich diese Strapazen für sie lohnen! Dunkelroter Urin ist aber sicher nicht gut. Wollt Ihr wirklich bis morgen warten, um das abzuklären?

Drücke Euch die Daumen!

LG und trotzdem ein gutes neues Jahr (aber ich habe auch schon innerlich grimmig geschaut, weil es sicher schon bessere Jahre gegeben hat, als das letzte Jahr und das, was vor uns und vor allem unseren Müttern liegt)

Swanny

Aniwolf
06.01.2010, 11:01
Hallo Swany,
meine Mutti versucht es zu vertuschen und wenn es ihr schlecht geht, dann weiß ich es durch meinen Stiefvater.
War gestern gleich hingefahren und meine Mutti sieht quitte gelb aus. Mit Schminke versucht sie das zu verdecken.
Heute soll sie ja neue Chemo bekommen. Ich glaube und hoffe das nicht. Meiner Meinung bringt die Chemo eh nichts außer Quälerei.
Lg Ani

Swanny
06.01.2010, 12:03
Liebe Ani,

würde das nicht generell so im Raum stehen lassen. Natürlich ist die Chemo eine Quälerei. Aber in manchen Fällen hilft sie eben auch! Habe einen sehr guten Film über diesen Krebs und die Behandlungsmethoden gesehen. Darin wurde auch auf die Nebenwirkungen der Chemo hingewiesen und dass es eben kein Zuckerschlecken ist, da durch zu müssen. Da wurde ausdrücklich erklärt, dass es einem in der Chemozeit sehr schlecht geht. Meiner Mutter hat das kein Arzt gesagt. Denke, es ist leichter, wenn man sich da nichts vormacht und man damit rechnet, dass es nach der Chemo einfach meist schlechter ist. Trotzdem sollte man es versuchen! Es ist mit der OP doch fast die einzige Chance!

Dieser Krebs ist wirklich eine der schrecklichsten Krankheiten...

Alles Gute!

Swanny

Aniwolf
09.02.2010, 12:56
Hallo,
heute quält mich die Frage, ob das Ende nun sehr nahe ist. Wielange dauert es noch bis zur Erlösung???
Meine Mum hat nun mehr und mehr Schmerzen, Wasser im Bauch, sie schafft es kaum zur Toilette, vorallem Nachts nicht.
Ani

Aniwolf
11.02.2010, 13:41
:weinen:
meine mama musste letzte nacht mit dem notarztwagen ins krankenhaus gebracht werden. starke schmerzen trotz morphium, gelbsucht, fieber....
ich glaube, jetzt dauert es nicht mehr lange.
ich bete, dass sich noch von mir verabschieden kann.
Ani :weinen::weinen::weinen::weinen::weinen::weinen:

Swanny
11.02.2010, 21:09
Hallo Ani,

wünsche Euch, dass es mit dem Abschiednehmen noch klappt, aber Deine Mutter bald von den Schmerzen erlöst wird! Meiner Mutter geht es ähnlich wie Deiner. Aber sie ist ja bereits im Hospiz.

Alles Gute!

Swanny

Aniwolf
17.02.2010, 13:37
Meine Ma liegt noch im KH, hat nun einen Metallstent bekommen. Die Blutwerte sehen nicht gut aus. Sie ist so furchtbar schwach und immer nur müde. Morgen kommt sie evtl. nach Hause. Evtl. hat das Hospiz für nächste Woche einen Platz frei. Eine Pflegestufe hat sie bis heute nicht, aber das Hospiz sagt, dass sie diese dann im Eilverfahren beantragen.
ich bin leer und traurig........

Aniwolf
26.02.2010, 12:02
Hallo,
nun ist meine Mama im Hospiz und es geht ihr dort besser als in den letzten Tagen zu hause, wo sie gar nichts mehr gegessen hat. Sie isst dort im Moment relativ gut und es schmeckt ihr sogar.
Ani

Aniwolf
16.03.2010, 15:13
Hallo,
meine Mama ist ja nun schon 3 Wochen im Hospiz, damit sie dort optimale Pflege erhält. Es ist ein schönes altes Gebäude mit Blick zum Wald. Vor dem Haus ist eine große Schafherde mit ca. 35 Osterlämmer.
Weswegen ich aber hier noch einmal ein neues Thema schreibe ist, dass meine Mama seit einiger Zeit immer wieder panische Anfälle von Atemnot hat. Sie sagt selbst, dass sie so nicht sterben möchte. Sie bekommt immer schlechter Luft und das liegt sicher an der Wasseransammlung im Körper. Der Arzt hat ihr Tabletten verschrieben, wodurch es etwas besser geht. Sie wird sehr müde davon. Sie kann auch Spritzen dagegen bekommen. Das will sie nun in den nächsten Tagen ausprobieren.
Hat jemand Erfahrung damit? Ich möchte auch nicht, dass meine Mama letztendlich erstickt. Die Vorstellung ist absolut grausam.
Ich grüße euch alle
Ani :weinen:

tinchen71
16.03.2010, 16:35
Liebe Ani,

mein Mann hatte auch kurz bevor er starb diese Panik und Angst, die von der Luftnot ausgelöst wurde.
Das ist ganz schrecklich mit zu erleben, das kann ich dir nachfühlen.

Die Medikamente die deine Mama bekommt, egal ob fest oder flüssig sind starke Beruhigungsmittel und wenn es ganz schlimm ist , Morphine.
Diese Mittel geben zwar nicht mehr Luft, aber der Patient beruhigt sich und die Panikattacken und die Angst werden unterdrückt.
Sie wird aber von allen dieses Medis sehr müde werden und dir wird es vorkommen, als wäre sie nicht mehr "ganz da".
So war jedenfalls mein Eindruck.
Ich fand dies aber besser, als zu wissen, das mein Mann bewußt mitbekommt, das er erstickt.


Viel Kraft für Dich!
Christina

Daggi1
16.03.2010, 19:50
Liebe Ani,
meine Schwester hatte auch fürchterliche Atemnot, die im Krankenhaus nicht so gut behandelt wurde. Es wurde immer mal wieder das Wasser aus der Lunge punktiert. Sie konnte im Krankenhaus nicht eine Minute ohne Sauerstoff sein.
Als sie ins Hospiz kam wurde die gesamte Medikation umgestellt. Sie bekam das Morphium in einer viel höheren Dosis und zwar permanent über den Port per Infusion. Sie hat im Hospiz ganz selten Sauerstoff gebraucht, meistens was sie ganz ruhig und schlief friedlich. Wenn wir vorher im Krankenhaus waren hat es uns fast das Herz zerrissen wenn wir gesehen haben wie sie sich gequält hat. Das kaum noch Luft bekommen war für sie noch schlimmer als die starken Schmerzen.
Durch das Hospiz kam sie zur Ruhe, die Betreuung war optimal, sie hatte dort keine Schmerzen und keine Atemnot mehr. Auch wenn das Morphium sehr hoch dosiert war, war es für sie das beste.
Ich wünsche Deiner Mutter eine wirklich gute Zeit ohne Schmerzen und vor allen Dingen ohne die Panik vor dem Ersticken.
Dir schicke ich einige Kraftpakete für die kommende Zeit,
ganz liebe Grüße
Daggi1

Simone44
16.03.2010, 20:07
liebe ani,

leider kann ich dir keinen rat geben, aber warum wird deine mutti denn nicht punktiert? bei meiner ma wurde das wasser punktiert, dann bekam sie wieder luft und hatte keine atemnot mehr. nun hat sie wasser im bauch, das wird wahrscheinlich auch punktiert (erfahren wir morgen).
das wasser läuft dann aber schnell wieder nach.
ich weiß auch nicht mehr was richtig und was falsch ist bei der behandlung. ich wünsche mir einfach nur, dass unsere mamis bitte nicht so sehr leiden müssen.

liebe ani, das buch das du mir empfohlen hast, habe ich mir gekauft. es hat mir geholfen. es ist trotzdem alles so schwer. ich drück dich ganz fest.
alles gute für deine mutti. hoffentlich helfen ihr die spritzen.
ich denk an dich.
lg
simone

Simone44
16.03.2010, 20:27
liebe ani,
muß mich nochmal melden. habe gerade erst den bericht von daggi gelesen.
sie hat recht. ich habe mich gerade erinnert was der palliativmediziner zu mir gasagt hat. ab einem bestimmten punkt ist es besser nur zu lindern und nicht zu behandeln.
ich weiß es ist so schlimm, aber daggi hat recht. das wichtigste ist, das sie zur ruhe kommt und keine schmerzen hat.
ich drück euch die daumen.
lg
simone

Aniwolf
16.03.2010, 22:10
Hallo ihr Lieben,
gerade komme ich von meiner Mama und heute war es noch schlimmer als in den vergangenen Tagen. Ich dachte wirklich, sie erstickt vor meinen Augen. Sie will immer so stark sein, versucht es mit weniger Medikamente. Die Tabletten gegen die Atemnot helfen jetzt nicht mehr (ich wußte gar nicht, dass es ein beruhigungsmittel ist, aber es stimmt, sie ist sehr müde und viel am schlafen) Dann endlich kam die Schwester ins Zimmer, ob wir Wünsche haben und ich sagte gleich, dass meine Mama Luft braucht. Sie hat dann sofort eine Spritze bekommen und eine Tablette drauf und nach 20 Min. beruhigte sie sich etwas.
Am liebsten wollte ich gar nicht nach Hause, aber sie schickte mich dann los.
Es ist so schlimm für mich und ich bin völlig alle. Am liebsten will ich gar nicht zur Arbeit gehen und nur noch für sie da sein. Gehe ich jetzt richtig in der Annahme, dass ihre Stunden gezählt sind? Dass sie bald gar keine Luft mehr bekommt? Sie kämpft noch und will noch nicht sterben, sie will den Frühling sehen. Ich bin jetzt ziemlich verzweifelt. :weinen::weinen::weinen:
Vielen Dank, dass ihr mir geschrieben habt.
Ani

tinchen71
17.03.2010, 10:04
Liebe Ani,

versuche mit einem Arzt zu sprechen, schildere bitte die Situation. Wenn ich das so lese, bekommt deine Mama zuwenig Beruhigungsmittel. Vielleicht lehnt sie es auch ab...oder wenn es Tabletten sind, nimmt sie sie nicht ? Du schriebst " sie will mit weniger auskommen" ! Vielleicht kann der Arzt ihr eine Infusion legen ?

Zum Punkt Arbeit würde ich dir raten : Geh arbeiten, hinterlasse auf Station all deine Rufnummern und sei immer erreichbar! Man braucht als Angehöriger auch mal ein wenig Ablenkung und deine Mama meint nicht , du würdest vielleicht "auf ihren Tod warten" wenn du plötzlich den ganzen Tag da bist.
Ein wenig Alltag hilft dir klarer zu sehen und stark zu bleiben!

Alles Liebe
Christina.

Aniwolf
17.03.2010, 10:20
Ja, sie hatte es mit den Schmerzmittel auch so gehalten. So wenig wie möglich, bis es nicht mehr geht. und so ist es jetzt auch mit der luft. ein sauerstoffgerät steht auch in ihrem zimmer, aber das will sie noch nicht. ist noch zu früh meint sie.
stell dir vor tinchen, sie bunkert ab und zu ihre tabletten für den notfall. und ich sage ihr, dass sie das nicht braucht, sie bekommt so viel sie möchte.
lieben gruss
Ani

Janca
17.03.2010, 12:05
Hallo Aniwolf,

bei meiner Mama war es das gleiche mit der Atemnot.

Sie hat zusätzlich zum Morphium noch Atosil, wenn es ganz schlimm wurde bekommen. Sprech die Ärzte mal darauf an.

Viele Grüße

Janca

Aniwolf
17.03.2010, 19:27
:weinen::weinen::weinen::weinen:
ich habe es nicht geschafft heute rechtzeitig da zu sein. ich war eine stunde zu spät.
Ich glaube es nicht, sie lag da, als schliefe sie.
habe den ganzen nachmittag bei ihr gesessen und sie gestreichelt...
ich bin jetzt so fertig...

Yvonnchen75
17.03.2010, 20:45
mein tief empfundenes Beileid ...

habe hier immer mit gelesen, weil es bei meinem Mann ähnlich ist.

es gibt keine Worte ...

...

fühle dich gedrückt :knuddel:

Simone44
17.03.2010, 21:08
oh meine liebe ani,
ich bin zutiefst erschüttert. habe vorhin erst an dich und deine mutti gedacht. es tut mir so sehr leid.
mein aufrichtiges beileid. mir fehlen die worte.
ich kann nicht nachempfinden wie es dir gehen mag, aber ich habe angst vor diesem moment.
deine mutti hat es überstanden. es geht ihr jetzt gut.
der kokon hat den schmetterling freigelassen. denke daran.
deine mutti wird immer bei dir sein. liebe ist die erfüllung.
:weinen::weinen::weinen::weinen:
liebe ani, ich bin so traurig.
ich schicke dir ganz viel kraft und drück dich ganz fest.
stille grüße
simone

blubberchen
17.03.2010, 23:11
Es ist so unglaublich. Mein tiefes aufrichtiges Beileid. Es tut mir unendlich Leid! Ich bin sprachlos.
Ich wünsche dir für die nächste Zeit alle erdenkliche Kraft. Du wirst es meistern ,glaub mir.
Ich drücke dich ganz, ganz doll :weinen::weinen::weinen:
Liebe Grüße Uta

Aniwolf
17.03.2010, 23:25
Vielen Dank ihr Lieben...
morgen dürfen wir noch Abschied nehmen. Das Hospiz macht eine Feierstunde.
Für mich war das heute noch kein Abschied. Für mich schlief sie nur.
Meine Augen tun weh...
Ani

faimo
18.03.2010, 01:57
Liebe Ani,

bei meinem Papa war es ganz ähnlich mit der Atemnot am Ende.
Es tut mir schrecklich leid dass es bei deiner Mutter auch
schon so weit war.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft, auch wenn es jetzt so unendlich schwer ist.

stille grüße
jan

tinchen71
18.03.2010, 09:52
Liebe Ani !

egal wie alt man ist, es ist immer besonders schwer,
seine Mami hergeben zu müssen.
Mach dir keine Vorwürfe, du warst nicht zu spät. Es sollte so sein...

Deine Mama hat nun weder Schmerzen, noch Atemnot und wird immer in deinem Herzen sein.

Stille Grüße
Christina.

Swanny
18.03.2010, 10:39
Meine liebe Ani,

wir hatten bei unseren Müttern ja immer wieder Parallelen. Und nun fast wieder...

Es tut mir so leid! Mein aufrichtiges Beileid und viel Kraft für die nächste Zeit!!!

Fühl Dich gedrückt!

Swanny

Daggi1
18.03.2010, 22:19
Liebe Ani,
es tut mir sehr leid das Deine Mutter über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Der einzige Trost ist das sie jetzt ihren Frieden hat und keine Schmerzen mehr.
Ich wünsche Dir viel Kraft
stille Grüße
Daggi1

ClaudiaF
18.03.2010, 22:23
Meine Liebe,

......... stille Grüße auch von meiner Seite aus........

Fühl Dich fest von mir gedrückt:knuddel:

Claudia

Aniwolf
20.03.2010, 19:06
Hallo ihr Lieben,
ich danke euch für die tröstenden Worte.
Swanny, ja ich hoffe, unsere Mütter treffen sich und werden gute Freundinnen.
Heute hat fast den ganzen Tag der Himmer geweint und mir wird ganz langsam bewußt, was geschehen ist. Nie wieder darf ich mich bei meiner Mama ausheulen. Das tut unendlich weh.
Ich drücke euch alle und wünsche euch auch viel Kraft.
Ani

tine28
21.03.2010, 12:58
Von mir auch mein herzliches Beileid :(

Meine Mutter 54 Jahre ist am 25.2. von uns gegangen nach 17 Std harten Kampf gegen den Tod.
Dieses Gefühl was du schreibst,nie mehr bei ihr Ausheulen sie nie mehr sehen,das habe ich jeden Tag extrem schlimm.
Unsere Bindung war sehr sehr eng.

Ich wünsche dir viel viel Kraft für die kommende Zeit.

Deine Tine:knuddel:

Aniwolf
23.03.2010, 15:03
Danke liebe Tine,
ich wünsche dir auch alles Gute.
Ich habe das Buch von Elisabeth Kübler-Ross, "Über den Tod und das Leben danach" gelesen. Es hilft mir etwas.
traurige Grüße
Ani