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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FIBO III B


20.08.2003, 20:04
Kann mir jemand sagen, was FIBO III B
bedeutet?
Was bedeutet das für meine Mutti?
Wird danach die Stärke der Chemo berechnet?


lieben Gruß Kerstin

21.08.2003, 07:20
Hallo Kerstin,
das Entwicklungsstadium des Ovarialtumores im Körper der Patientin wird in die Stufen FIGO I bis FIGO IV eingeteilt. FIGO I bedeutet ungefähr, dass der Tumor auf die Eierstöcke begrenzt ist und FIGO IV, dass bereits Fernmetastasen außerhalb des Bauchraumes im Körper nachgewiesen wurden. Die Heilungschancen oder die statistische Überlebenszeit hängen vom Entwicklungsstadium ab.
FIGO III ist bereits ein fortgeschrittenes Stadium und der Tumor hat auch den Bauchraum (Bauchfell, Netzgewebe, Lymphen) befallen.
In der Regel wird heute eine Taxol Therapie oder Mehrfachtherapie mit Taxol/Carboplatin durchgeführt. Die Dosis hängt vom Körpergewicht ab. Im Stadium III sind die Chancen auf eine Heilung nicht gut. Es kann sich ein chronischer Zustand einstellen, d.h. der Tumor wird durch die Chemo reduziert, er ruht danach eine Weile und beginnt dann wieder zu wachsen. Durch eine neue Chemo wird versucht, den Tumor erneut zu reduzieren oder zu beseitigen.
Tschüß und alles Gute für Deine Mutter.

vom Andreas

22.08.2003, 05:21
Hallo Kerstin,

der ERklärung von Andreas istnurnoch eines hinzuzufügen: jeder Mensch ist individuell und es gibt in jedem Stadium ein Heilungschance!

Je mehr man als Betroffener von einer Heilung überzeugt ist,um so eher ist sie möglich.

Alles Gute für deine Mutter
von Margit

22.08.2003, 11:03
Hallo!
Also mir hat die Erklärung von Andreas etwas Angst gemacht.Bei mir wurde vor 2Jahren Stadium IIIe festgestellt.Hatte dieses Jahr auch leider einen Rückfall.Habe aber nie gedacht oder gehört das das chronisch werden kann.Eigentlich denke ich ziemlich positiv.Kommt es nicht auch auf die Bösartigkeit des Tumors an?
Liebe Grüße Sonja

22.08.2003, 21:44
So lange man kämpft, ist die Hoffnung nicht verloren,da muß ich Euch recht geben.
Noch hat meine Mutti keine Chemo.
Sie ist am 4.8. operiert worden.
Aber es geht einfach nicht berg auf.
Heute haben sie ihr wieder einen Katheter gelegt
und haben die Blase mit den Nieren verbunden, da nichts abgeflossen ist. So habe ich den Arzt jedenfalls verstanden. Sie hat so geweint, weil es so weh getan hat.
Ich weiß, bei jedem Menschen ist das anders,
aber wie lange dauert es normalerweise nach so einer ausgeprägten OP, bis man auf die Beine kommt.
Man will sie in eine Chemostudie aufnehmen,
aber je länger sie so liegt,können sie ja nicht
beginnen.

Danke für die Antworten.

wünsche Dir Sonja gute Besserung

lieben Gruß Kerstin

25.08.2003, 17:44
Hallo Kerstin,

lies meine Antwort bitte ganz..das Gute steht zuletzt!!!;-)))

Letztes Jahr im Februar ging es meiner Schwiegermutter sehr schlecht ( Bauchwasser..Gewichtsabnahme). Sehr schnell wurde dann in der Klinik ein Ovarialkarzinom (FIBO III) diagnostiziert.
Nach der OP machte uns das Ärzteteam sehr wenig Hoffnung.
Der rechte Eierstock wurde entfernt, der linke war dermaßen mit Geschwulstmasse und dem Bauchfell verwachsen,dass eine Entfernung nicht mehr möglich war.
Das Bauchfell war auch sehr stark betroffen.
Die ärztlichen Berichte lasen sich schrecklich !!!
Wir rechneten mit dem Schlimmsten.
Genau wie bei Deiner Mutti wurde ein Katheter gelegt, es wurden sogar sogenannte "Röhrchen" eingesetzt, um den Harnabfluß zu ermöglichen.
Meine Schwiegermutter fühlte sich sehr schlecht, sie war nur noch ein Häufchen Mensch, bis auf die Knochen abgemagert.
Dadurch verzögerte sich natürlich auch die Taxol-Chemo(OP Ende Febr.,Chemo Mitte April).Mach' Dir wegen der Verzögerung keine Sorgen,Deine Mutti muß erst einmal ein wenig zu Kräften kommen.
Die anschließende Chemo hat sie eigentlich ganz gut vertragen.
Nach der Chemo-Phase wurde sie dann gründlichst untersucht...die nach der OP verbliebenen Tumore waren dermaßen geschrumpft, dass der Arzt von einem Wunder sprach !!!
Heute, nach 18 Monaten ist sie wieder ganz die "Alte"..., nach der letzten Untersuchung Anfang August waren die Befunde absolut negativ !!!

Nun genießt sie das Leben wieder in vollen Zügen ( sie ist 72 Jahre alt).
Was evtl. kommen kann (Andreas hat schon recht mit seiner Aussage chronisch = langsam verlaufend ist ganz typisch für diese Krankheit) ist im Moment unwichtig.
Glaube versetzt Berge liebe Kerstin !!!!!

Berichte Deiner Mutti von den positiven Antworten..das wird ihr gut tun und Mut machen.
Die OP ist noch nicht lange her..überlege mal..gerade 3 Wochen !!!!

Ich wünsche Deiner lieben Mutti und
Dir alles erdenklich Gute ;-))))) !!!!!

Liebe Grüße

Karin

@ sonja--- Dir wünsche ich ebenfalls alles erdenklich Gute !!!

25.08.2003, 19:54
Hallo Karin!
Das macht einen ja wieder Hoffnung.Zum Glück bin ich jetzt auch erstmal mit der Chemo fertig.Zur Zeit sind keine Metastasen nachweisbar.Werde ab Montag wieder arbeiten gehen und freue mich total.Ich bin davon überzeugt das wenn man positiv denkt das Berge versetzen kann.Zum sterben wär ich auch noch zu jung und daran habe ich auch nie gedacht.
Freue mich das es deiner Mutter so gut geht und wünsche euch auch für die Zukunft alles gute.
Lieben Gruß sendet sonja

25.08.2003, 20:51
Klicke doch mal www.ago-ovar.de an. Im Patientenforum findest du auch das Vorwort einer Betroffenen die Stadium T 3 ueberlebt hat und heute wieder gesund ist. Sie hatte hier vor langer Zeit mal gepostet nd heisst Christine R. Vielleicht nimmst du ueber den Verleger mal Kontakt mit ihr auf
Gruezli
Caro

26.08.2003, 10:31
Hallo Sonja,

das hört sich ja wunderbar an !!!!
Ist doch 'was herrlich positives,dass sich jemand auf's Arbeiten freut, lach !!!
Mit der Sonne um die Wette strahlen.., so fängt jeder Tag gut an Sonja !!
Noch einige Worte über das " Berge versetzen.."...

Vor einiger Zeit sah ich im TV eine Doku über die Gehirnforschung. Hauptsächlich ging es in diesem Beitrag um die "Gedanken..", das menschliche "Denken" jedoch vor allem um unser "Bewußtsein" !! Es ist noch sooo unerforscht.
Ein ganz kluger Professor erläuterte es ungefähr so..., ich kann es nur noch sinngemäß wiedergeben.
" Wenn wir von einem Flugzeug aus das Meer fotografieren,sehen wir das Meer mit seiner glatten Oberfläche. Das in etwa ist unser Wissenstand in der Gehirnforschung. Wenn wir es eines Tages schaffen, das Foto so weit ranzuzoomen, dass wir die kleinsten Wellenbewegungen erkennen könnten, das wäre die Revolution ! Vielleicht könnten wir dann auch unser "Bewußtsein" greifen."

Dieser Bericht hat mich sehr bewegt.
Meine Gefühle kann ich ( wenn auch manchesmal mit Anstrengung..) steuern.
Heul ich..oder heul ich nicht.., werde ich wütend oder nicht.., das kennst Du mit Sicherheit auch !!
Warum, um alles in der Welt, sollte das nicht mit unserem Körper funktionieren ???
Wenn es da "etwas" gibt, das ich in meinem Körper nicht dulde, kann ich wenigstens versuchen, durch die Kraft meiner Gedanken (neben medizinischer Hilfe) hyperaktiv mitzuwirken und versuchen...Meilensteine zu setzen.

So, nun brauche ich erst einmal einen dicken Kaffee...

ich wünsche Dir, liebe Sonja, einen wunderschönen Tag...und allen anderen, die es lesen auch !!!

Liebe Grüße

Karin

26.08.2003, 22:25
Danke für eure Antworten.
Heute haben sie den Katheter entfern und die
Schläuche von den Nieren.
Am Abend begannen die Schmerzen wieder.
Hoffentlich haben die Schmerzen nichts mit den Nieren zu tun, also, das sie wieder nicht abfließen.
Den einen Tag freut man sich über den Fortschritt und heute habe ich wieder Angst.
Malsehen, wie es ihr morgen geht.
Leider muß sie um Schmerzmittel regelrecht betteln und das finde ich nicht schön.

lieben Gruß an alle
Kerstin

27.08.2003, 10:00
Hallo Kerstin und Sonja,

meine Worte sollten Euch keine Angst machen. Die von mir dargelegten Informationen sind von den behandelnden Ärzten meiner Frau -die leider auch mit FIGO IIIC eingestuft ist - und aus dem Internet.
Meine Frau wurde nach Studie OVAR 8 mit 8 Zyklen Taxol/Carboplatin/Gemzar behandelt. Danach war der C125 auf 10 gesunken und kein Tumor mehr festgestellt worden.
Etwa 5 Monate nach Abschluss der Studie stieg der C125 und jetzt erfolgt eine weitere Chemo mit Topotecan. Die Prognose der Ärzte –die auf statistischen Auswertungen beruhen- treffen damit auf meine Frau zu.

Wer Statistiken anwendet, muss auch immer Abweichungen noch oben und nach untern zulassen. Und daran knüpft sich die Hoffnung aller Betroffenen. Auch bei meiner Frau.

Als sehr wichtig sehen wir die Haltung der Betroffenen zu ihrer Erkrankung an. Wir versuchen alle Möglichkeiten, das eigene Immunsystem zu stabilisieren, damit dieses gemeinsam mit Medikamenten oder alternativen Möglichkeiten den Tumor vielleicht doch besiegen. Wir hoffen, dass neue Medikamente und neue Behandlungsmethoden zukünftig bei mehr Betroffenen als bisher zu Erfolgen führen und sich damit die von den Ärzten publizierten Prognosen verbessern. Und daran müssen wir gemeinsam glauben.

Tschüß vom Andreas

28.08.2003, 12:54
Hallo Karin und Andreas!
Danke für euren netten Worte.Ich glaube man sollte nicht zu sehr an Statistiken festhalten.Ich für mein Teil denke das ich einfach nicht dazu gehöre.Natürlich könnte es sein das bei mir immer noch Metastasen im Bauchfell vorhanden sind da leider meine Tumormaker nicht drauf anschlagen und im Kernspin auch nichts zu erkennen ist und jedesmal aufschneiden ist ja schlecht.Aber ich versuche einfach nicht dauernd daran zu denken.Bin viel zu froh es wieder erstmal hinter mich zu haben und weiß das ich es schaffen werde. Ich wünsche euch allen auch die Kraft es durchzustehen.
Ganz liebe Grüße Sonja