Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : erstdiagnose-hilfe, was soll ich tun?
Hallo Zusammen,
ich brauche dringend !!!! eure meinung, erfahrung, rat?
Ich habe gestern erfahren, dass ich brustkrebs habe (ca. 2 cm groß). nun habe ich als ärztin wie eine wahnsinnige im internet und in büchern gelesen. ich will ja alles richtig machen. nun weiß ich nicht wie ich es am besten angehe. das problem ist folgendes:
gestern hatte ich eine stanzbiopsie (ergebnis kommt am montag, diagnose ist aber vom sono und kernspin her eindeutig). jetzt habe ich gelesen, dass bei premenopausalen frauen der op- zeitpunkt einen einfluß auf des langzeitüberleben haben soll (leider gibt´s ja auch studien, die das nicht bestätigen). also was tun: noch 2-3 wochen warten bis ich in der zweiten zyklushälfte bin? oder den termin in 3 tagen wahrnehmen? meine angst ist, das, wenn ich warte dieser gestanzte tumor zellen losschickt und lymphknoten befällt oder metastasen bildet. wenn ich mich gleich operieren lasse und später ein rezidiv bekomme, mach ich mir ewig die vorwürfe nicht noch gewartet zu haben.
Was würdet ihr tun bzw. habt ihr getan ? wie schnell nach einer stanzbiopsie kann der tumor metastasieren (hierzu habe ich nicht gefunden)
ich bin am verzweifeln....:weinen:
danke für alle antworten
Honeykor
29.08.2009, 22:44
Hallo,
bitte nicht so verrückt machen und vorallem nicht so viel lesen.
Bin 32 und hatte den ersten Verdacht vor 8 Wochen. Diagnose vor ca. 6 Wochen.
Von der Stanzbiobie bis zur OP hatt es bei mir 2,5 Wochen gedauert und ich habe auch den Arzt gefragt, ob in dieser Zeit was passieren kann.
Der Arzt hatte mir dann aber doch die Angst genommen und gesagt, der Tumor ist auch schon lange da und in 2-3 Wochen passiert nichts. (Restrisiko gibt es natürlich immer)
Dafür kannst du in dieser Zeit einiges planen und vorallem dich damit auseinandersetzten. Zusätzlich gibt es ja diverse Voruntersuchungen die nötig sind.
Ich wünsche dir alles Gute und viel Glück
LG aus Hanau
Sandra
hallo honeycor,
vielen dank für deine antwort.
ich weiß, nicht verrückt machen, aber ich kenn´mich halt ein bißchen aus. und ich finde es wahnsinnig schwierig in dem dschungel zwischen schul- und alternativmedizin den richtigen weg zu finden, auch als ärztin, oder greade deswegen?
ich bin auch ein bißchen ein gebranntes kind, da ich vor 4 monaten meine mutter an lungenkrebs verloren habe und die ganze misere mit chemo, bestrahlung bis zum tod eng begleitet habe...
schönen abend noch. bin für alle tipps dankbar
a
hallo mucca, es IST verdammt schwer.
ich kann dir nur sagen, was ich machen würde: wenn ich einen termin in 3 tagen hätte - ich würde ihn wahrnehmen.
zyklushälfte, wie meinst du das?
alles liebe
suzie
Katrin_w
30.08.2009, 00:51
ich glaube
du wirst nie erfahren was besser ist-
vorwürfe können aus jeder der beiden varianten resultieren.....
wartest du und dann wären lymphknoten befallen ,das wäre die eine Sache-wartest du nicht und dann tritt ein rezidiv auf-wäre die andere sache...... mittlerweile denke sogar ich schon,(und das war ein weg von 2 jahren auseinandersetzung mit dieser krankheit)dass es hier kein "richtig oder falsch" gibt.....
brustkrebs ist kein "notfall",.....allerdings :ich glaube,dass es für die psyche sehr gut ist,wenn das schalentier weg ist-drei wochen mit dem gedanken herumzulaufen das da was drinnen ist,was dort nicht sein soll....:confused:
ich wünsche dir von herzen alles gute,
du wirst die richtige entscheidung treffen:knuddel:
sunshineblub
30.08.2009, 01:28
jetzt habe ich gelesen, dass bei premenopausalen frauen der op- zeitpunkt einen einfluß auf des langzeitüberleben haben soll (leider gibt´s ja auch studien, die das nicht bestätigen).
wenn ich warte dieser gestanzte tumor zellen losschickt und lymphknoten befällt oder metastasen bildet.
von dieser premenopausalen habe ich noch nichts gehört, kann dazu also nichts sagen.
Das Vorgehen meines Arztes war nicht Stand der Dinge. Dann kam noch ne Infektion und dadurch bin ich dann in einem zertifizierten Brustzentrum gelandet.
Der Arzt im Brustzentrum meinte dann dass es nicht einen einzigen dokumentierten Fall gäbe, wo aufgrund der Stanzbiopsie eine Streuung/Befall statt gefunden hätte.
Das war nämlich die Begründung meines Arztes keine Stanze machen zu lassen.
Es wurde hier ja schon erwähnt, dass Brustkrebs kein Notfall ist.
Du musst für dich abwägen, was du als "sicherer" für dich selber erachtest.
Viele Grüsse und ich drück dir die Daumen, dass du für dich bald zu einer Entscheidung kommst.
hallo suze2,
also es gab wohl studien, die untersucht hatten ob es was ausmacht, wenn die frau während und in den ersten 2 wochen nach der periode operiert wird, oder eben in der zweiten zyklushälfte vor der periode (da sind ja unterschiedliche hormonlevel, erst sind die östrogene, dann das progesteron hoch). einige studien haben gezeigt, das die frauen, die zwischen dem 14.ten und 21.ten zyklustag operiert wurden auf lange sicht (also auch nach vielen jahren) deutlich seltenener ein rezidiv hatten. allerdings betrafen diese fälle nur frauen, bei denen die lymphknoten befallen waren.
leider gibt es auch studien, die behaupten, das sei nicht sicher bewiesen.
es scheint für alles ein pro und contra zu geben. ich finde es sehr schwer, den für mich richtigen weg zu finden. ich als ärztin und chirurgin bin in einer klinik voll auf dem schulmedizinicshen weg unterwegs. ich interessiere mich aber auch für laternative verfahren. so weiß ich nun eben nicht, was ich tun soll. ich habe inzwischen das gefühl, ich kann hinter keiner therapieform mehr 100%ig stehen. manchmal ist unwissenheit echt ein segen!
danke für eure antworten und für die, die noch kommen
ciao a.
Katrin_w
30.08.2009, 12:06
guten morgen liebe mucca!
weißt du eventuell einen link oder den namen von diesen studien?
hab mich grade bei den abcsg studien schlau gemacht und hab irgendwie nix gefunden:confused:
würde gerne mehr darüber lesen,weils irgendwie plausibel klingt......
ganz liebe grüße
katrin
Ulrike008
30.08.2009, 12:09
Hallo, Mucca,
wurde denn bei dir schon das Thema Chemotherapie angesprochen?
Es gäbe ja auch noch die Möglichkeit, dass du die Chemotherapie
neoadjuvant machst, d.h. vor der OP. Hätte den Vorteil, dass du siehst,
wie der Tumor auf die Chemo anspricht (Teil- oder Komplettremission)
und das Thema richtiger OP-Zeitpunkt erledigt sich von selbst, weil
während bzw. nach der Chemo der Monatszyklus erstmal nicht mehr
stattfindet.
Generell denke ich, dass das Metastasierungsrisiko von so vielen Faktoren
abhängig ist - wie agressiv ist der Tumor, ist er her2-positiv,etc, -
manche Tumoren metastasieren schon sehr, sehr früh, andere werden
relativ gross, ohne zu streuen - das du das nicht unbedingt am Thema
Stanze oder richtiger OP-Zeitpunkt festmachen kannst.
Ich habe mir nach der Stanze 3 Wochen Zeit gelassen bis zur OP, hatte
auch wie du das Angebot, dass schon relativ zeitnah operiert werden
könnte, aber wegen einer anstehenden Ablatio (Tumor war multifokal)
habe ich einfach noch Zeit gebraucht, um das psychisch zu verarbeiten
und es hiess auch, diese Zeitspanne zwischen Stanze und OP wäre noch
zu verantworten.
Ich wünsche dir viel Kraft und eine für dich gute Entscheidung
Lieben Gruss
Ulrike
andile2412
30.08.2009, 12:09
Hallo a !!
Also ich denke, wenn das von einer soooo großen Bedeutung wäre, dann würden sich die Ärzte auch danach richten!! Mich hat vor der OP keiner gefragt, wann meine letzte Periode war! Ehrlich gesagt, hätte ich auch nicht noch 2 Wochen warten wollen... je schneller das Ding draussen war, umso besser!! Mach Dir da nicht so viele Gedanken! Geh auch ein wenig nach Deinem Bauchgefühl!!! Es gibt gewissen Richtlinien, mit denen man meist auch das beste Ergebnis bekommt! Wenn der Krebs später wieder kommen sollte, dann kann man sich ewig fragen... hätte ich doch besser...! Das zermürbt doch nur!!!
Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung.... liebe Grüße, Andrea.
taurisca
30.08.2009, 12:50
Hallo mucca,
ich kann mich erinnern, dass ich das auch schon mal gelesen habe.
Gibt man bei Google -brustkrebs op abhängig zyklus- ein, bekommt man einige Ergebnisse.
Dass es für Ärzte teilweise schwieriger ist, als für uns "Unbeleckte" kann ich mir teilweise vorstellen. Allerdings müsste es für dich doch um einiges leichter sein, entsprechende Informationen zu finden.
Liebe Grüße
taurisca
Hallo mucca,
als nicht-Ärztin beneide ich Deine Möglichkeiten, Dich im Internet zu informieren, Du kommst wahrscheinlich auch in Sites, die den meisten nicht offen stehen.
Ich weiß nichts von prämenopausalem Krebs oder der Wichtigkeit der Zyklushälfte. Ich hätte die Hoffnung dass, wenn durch die Stanzbiopsie Krebszellen entweichen, diese noch von der Bestrahlung oder (eventuellen) Chemotherapie noch getötet werden, also muss man nicht in 3 Tagen zur OP. Andererseits nehme ich an, dass die Ärzte nicht Zeit haben, individuell auf jede einzugehen.
Damals habe ich sehr viel gelesen, ohne es richtig aufzunehmen, sicher gab mir das eher ein Gefühl, dass ich was tue. Ich war sehr angetan von dem Buch von Sibylle Herbert, Überleben Glückssache, allerdings schon 2005. Es schreiben zwischendurch Ärzte. Sie konsultierte auch Josef Beuth, zum Thema, hilft komplementäre Behandlung, auch war sie von einer Ärztin teilweise begleitet. Aber jede Frau hat andere Erlebnisse.
Gruß
Morag
Ich kann mir vorstellen, wie durcheinander du bist. Wie man sich verhält ist sehr persönlichkeitsabhängig. Ich würde definitiv warten, an deiner Stelle, und zwar nicht wegen der Zyklushälfte.
Hauptgrund: Ich würde erstmal soviel wie möglich wissen wollen über meinen Tumor bevor er raus operiert wird, z.B. Hormonrezeptoren, Her2neu, etc. Die Tumordaten können großen Einfluss auf die Therapieentscheidungen haben, wie z.B. neoadjuvante Chemo, brusterhaltende Therapie, Sentinel-OP oder gleich alle Lymphknoten raus (obwohl ich denke, Sentinel ist wohl inzwischen Standard). Das sind auch nur Beispiele. Vielleicht kommt auch irgendwas dabei raus, was dich bewegt, eine Zweitmeinung zu wollen - wenn du jetzt die OP überstürzt, ist es dafür zu spät.
Außerdem: Es kann sein, dass für dich, je nach Tumordaten, die Teilnahme an einer Studie interessant wird.
Bei mir ging es z.B. um die GeparQuattro-Studie. Als man mir bedauernd mitteilte, mit dem Material der Stanze sei was schief gegangen und der Fish-Test auf Her2neu nicht machbar, meinte man, ich wolle doch sicher lieber auf die Studie verzichten und endlich mit der neoadjuvanten Chemo anfangen (Es waren schon drei Wochen vergangen). Ich habe gefragt: Macht eine weitere Woche was aus? Nein, meinten sie, nur psychisch. Also habe ich gesagt, ich will eine weitere Stanze. Denn wenn ich Her2neu positiv gewesen wäre, hätte ich im Rahmen der Studie schon während der neoadjuv. Chemo Herzeptin bekommen, was damals noch gar nicht zugelassen war, auch adjuvant noch nicht. Diese Option hat sich bei der Studie dann ja auch als vorteilhaft herausgestellt.
Zum Glück kam bei der Stanze raus, dass ich nicht her2neu positiv war, aber so konnte ich an der Studie teilnehmen und die engagierte Studienärztin wie auch die Studienschwestern waren mein größter Halt und meine wichtigste Informationsquelle in dieser Zeit. Außerdem bekam ich mehr und gründlichere Zwischenuntersuchungen, z.B. noch eine Stanze bei Halbzeit, die sehr gute Informationen über die Reaktion des Tumors auf die EC-Chemo gegeben hat, die vielleicht eines Tages mal wertvoll sein können, falls ich wieder mal Chemo brauchen sollte. Die waren übrigens selber nicht auf die Idee mit der zusätzlichen Stanze gekommen - fanden meine Idee dann aber sehr gut. Auch Ärzte sind nicht perfekt und Mitdenken kann nicht schaden. Auch bei einer Entscheidung bei der Bestrahlung hat es mir geholfen, dass ich auf die Studienregeln pochen konnte.
Ich weiß, dass sich hier viele den Studien ausgeliefert und als Versuchskaninchen fühlen, aber für Patientinnen mit Fachwissen, die da mitdenken und mitreden können, sind sie eine riesige Chance, denn für die Studien will man sie wirklich, die "informierte und interessierte Patientin".
Schließlich: Die Frage, ob bei der Stanze gelöste Zellen Metastasen bilden können, spielt wenn überhaupt doch nur eine Rolle, wenn keine Chemo nötig ist. Bei deiner Tumorgröße und Alter wirst du aber mit hoher Sicherheit Chemo bekommen. Die erledigt alle marodierenden Zellen, die sich vielleicht bei der Stanze gelöst haben, ob nun 3 Tage oder 2 Wochen vergangen sind.
Also, keine Panik, nutze dein Fachwissen und versuche etwas ruhiger und systematischer an die Sache ran zu gehen.
Viele Grüße und alles Gute!!
Susaloh
liebe mucca, ah so ist das mit der zyklushälfte. davon hatte ich auch nochnie gehört. danke für die info.
ich selber würde den termin wahrnehmen, aber, wie susaloh schreibt, es gibt auch gute gründe für ein langsameres vorgehen. auch eine zweitmeinung könntest du dann einholen.
ich wünsche dir alles gute und dass du deinen wissensvorsprung für dich gut nützen kannst
alles liebe
suzie
Erika Rusterholz
30.08.2009, 14:44
Hallo an Interessierte,
Das Thema der Streuung von Krebszellen bei einer Biopsie war vor längerer Zeit im Forum aktuell.
http://www.krebs-kompass.org/forum/showthread.php?p=591657&highlight=Streuung+Krebszellen+Biopsie#post591657
Des weiteren wird üblicherweise bei einer nachfolgenden Operation der Einstichkanal mitentfernt.
Weiter dient die Bestrahlung dazu, noch irgendwelche Krebszellen in den Lymphgefässen der Brust abzutöten.
Mein Rat: nichts überstürzen, die Diagnose abwarten und, wenn etwas unklar sein sollte, eventuell eine zweite Meinung in einem guten/zertifizierten Brustzentrum einholen.
Liebe Mucca, ich wünsche von Herzen alles Gute für Kommendes!
Erika Rusterholz
Hallo Mucca,
vielleicht hilft dir diese Initiative bei deinen Entscheidungen:
Ärztinnen mit Brustkrebs
Eine Initiative des Deutschen Ärztinnenbundes
c/o Dr. Didona Weippert (keine ärztliche Beratung)
Tel: (089) 700 33 74
E-Mail: Dr.Didona.Weippert@t-online.de
Gruß
Gerty
Hallo,
ja diese Entscheidungen zu Fällen ist schwierig,ich finde aber das diese Entscheidung,wenn man mehrere Optionen hat, nur jede für sich persönlich treffen kann.Ich würde mich nicht auf irgendwelche wagen Vermutungen stützen.
Das mit dieser Zyklushälfte, hatte ich auch noch nie gehört.Ich selber war froh das das Ding raus ist.
So viel wie möglich vor der OP erfahren..,es nicht immer gesagt das man anhand der Stanzbiopsie die richtigen Ergebnisse bekommt.Meiner war laut Stanzbiopsie ein G2,nach der OP G3.Also wäre ich dann vieleicht schon falsch therapiert worden.
Wenn ich in dem behandelnen KH nicht zufrieden gewesen,oder Zweifel gehabt hätte,dann hätte ich gewartet und mir eine Zweitmeinung geholt.
Dies ist meine Entscheidung,
und hoffe das Du für Dich die richtige triffst
Alles Gute Tina
hallo alle miteinander,
vielen dank für die antworten. ich kann leider jetzt nur kurz antworten, da wir mit den zwergen (mein kinder sind 4,5 und 1,5 jahre alt) auf´s volksfest wollen.
zum thema der "zyklusstudie"
eine studie lief in england, eine in italien von einem herrn varonesi aus mailand. ihr könnt einfach mal goggeln : opertionszeitpunkt, zyklus, mammakarzinom. da findet ihr was.
warum sich das bei uns in d nicht etabliert hat, weiß ich nicht.
ich fahre auf jeden fall morgen nach bayreuth und lasse mich von der histologie "überraschen". war hier noch jemand zufälligerweise in bt?? immerhin hat der leitenden oa, den ich am sonntag auf dem ab gequatscht habe zu hause zurückgerufen und meine ganzen fragen beantwortet<, fand ich sympathisch.
auch will ich in heidelberg info´s einholen. da gibt´s wohl die möglichkeit einer begleitenden naturheiltherapie / homöopathie.
mehr dazu vielleicht heute abend.
nochmals danke an euch
amelie
Hallo Amelie,
wenn es möglich ist und dir wichtig ist, lass dir die Zeit bis zum richtigen Zykluszeitpunkt. Wenn du aus dem Bauch heraus eher dazu tendierst "raus mit dem Übeltäter", dann lass es so schnell wie möglich machen. Versuche aber dann vielleicht noch dich über die intraoperative Bestrahlung und Testung des entnommenen Gewebes (uPA/PAI-1-Test) zu erkundigen. Hier ist mehr Info dazu:
http://www.cio-koeln-bonn.de/mediziner/neuigkeiten-aktuelles/news-details/detail/brustkrebsspezialistin-prof-nadia-harbeck-kommt-an-die-koelner-uniklinik/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=9&cHash=b691e547ae
Meine Stanze hat übrigens nur ein DCIS ergeben, die OP zeigte dann ein multifokales invasives Carcinom G3 mit 7/11 Lnn. Soll dir aber keine Angst machen! Es ist extrem unwahrscheinlich, dass Krebszellen durch die Stanze verteilt werden, die dann innerhalb von 2-3 Wochen Schaden anrichten! Sollte es was aggressives sein, wird sicher sowieso eine weitere Therapie der OP folgen.
Ich bin auch nach fast 6 Monaten immer noch am Infos-sammeln (bin Tierärztin) und habe das Gefühl es ist ein schier unüberschaubares Gebiet und oft rauscht mir der Kopf. Trotzdem tut es mir sehr gut informiert zu sein und die Materie zu verstehen und ich denke die meisten hier im Forum sind absolute Brustkrebsexpertinnen - medizinischer Hintergrund oder nicht.
Wenn du noch Zeit brauchst, nimm sie dir, wie schon erwähnt wurde: Brustkrebs ist kein Notfall.
Alles Gute und halt uns auf dem Laufenden wie es bei dir weitergeht! Hier wirst du aufgefangen.
LG Dolphin :winke:
Bettina40
30.08.2009, 16:26
Liebe Mucca,
auch ich wurde von Prof. Tulusan operiert und ließ meine Behandlung von ihm planen. Ich bin begeistert von ihm. Und ich habe mir vorher auch andere Klinken und namhafte Behandler angesehen.
In Bayreuth bist Du bestimmt in sehr guten Händen.
Die Therapiemepfehlungen entsprechen den neuesten Leitlinien.
Nur erwarte dort nicht zu viel Verständnis für den "ganzheitlichen" Blick. Man bietet Schulmedizin.
Vieles wurde bereits geschrieben.
Ich bin wie Du "vom Fach" und mit einem gewissen Grundverständnis ausgestattet. Doch leider macht es dies nicht immer einfacher.
Ebenso wie Du habe ich im Mai/Juni über OP-Zeitpunkt etc. nachgegrübelt udn dieselben Studien wie Du gefunden.
Es ist in der Kürze der Zeit nicht einfach, Diagnose und Konsequenzen auch nur annähernd zu verarbeiten. Noch dazu mit Familie (auch ich habe einen 2jährigen Sohn).
Auf meine zahlreichen Fragen, auch zum Sinn und Nutzen meiner Therapie, belegt mit zahlreichen Studien, antwortete mir Prof. Tulusan: "sie müssen weniger lesen und mehr glauben. Sonst haben sie keinen Frieden".
Ein weiser Mann.
Es ließe sich lange fachsimpeln über den derzeitigen Stand der Krebstherapie. Aber FAkt ist: es gibt eine leitliniengerechte Therapie, die derzeit in guten Brustzentren durchgeführt wird. Wenn man sich dieser unterzieht, so sollte man dies mit ganzem Herzen tun. Und den behandelnden Ärzten vertrauen.
Jetzt warte erst mal die Histologie und die entsprechenden Empfehlungen zur Therapie ab. Grading, Hormonrezeptoren, LK-Status etc. Alles wird eine Rolle spielen für Prognose, Therpie, Staging.
Es ist sicherlich schwer, jetzt ruhig zu bleiben und Geduld zu haben. Aber ich spreche aus eigener Erfahrung.
Heute stecke ich mitten in der Therapie und muss sagen, dass auch ich einfach zu viel gelesen habe. Man verliert den Blick fürs Wesentliche.
Und schlussendlich muss man einfach Vertrauen haben.
Denn wir werden in der Kürze der Zeit nicht den Stein der Weisen finden.
Ich wünsche Dir Kraft und Gelassenheit für den vor Dir liegenden Weg.
Alles Liebe und herzliche Grüße von Bettina
Brigitte2
30.08.2009, 18:49
Hallo Mucca,
ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen. Warte ab.
Varonesi ist einer der führenden Forscher bei Brustkrebs. Allerdings wird schon über 20 Jahre geforscht und es gibt viele Studien. Ich weiss nicht von wann die Studie ist, aber wenn sie so unbekannt ist, wird ihr nicht eine große Relevanz beigemessen. Sonst wären ihre Ergebnisse bekannter.
Es ist verständlich, dass Du alles im Internet suchst. Aber in den Brustzentren geht man mit der Krankheit täglich um und sammelt jeden Tag Erfahrungen. Man bekommt ein Gefühl für die Krankheit. Habe doch Vertrauen zu Deinen Kollegen. Wir alle hier gehen davon aus, dass unsere Ärzte das beste für uns wollen und die bestmögliche Behandlung suchen. Wenn wir operiert werden, vertrauen wir auch unserem Operateur.
Ich wünsche Dir alles Gute.
Brigitte
Hallo,
ich wurde vor knapp 2 Jahren in BT operiert. Triplenegativ und mit einem seltenen, sehr aggressiven Mistding. Im Nachhinein sehe ich, wie gut es ist, einen erfahrenen Operateur zu haben (sie haben sehr gute Statistiken in BT, zumindest bei den Fällen, wo die Lymphknoten frei waren). Daran halte ich mich auch ein bisschen fest, wenn ich meinen Optimismus behalten will: Der Tumor ist weg.
Wenn Du irgendwelche Fragen hast, kannst Du gern per PN Kontakt aufnehmen, wir können dann evtl. auch telefonieren.
Liebe Grüße,
Eleve
hallo mädels,
eigentlich wollte ich noch ganz viel lesen über die ganzen tumorbiologischen faktoren etc. aber ich muß einfach mal nichts tun. ich kann ja morgen meine kollegen fragen :)
ich will euch aber noch sagen, daß ich dieses forum sehr gut und euch spitze finde!! ich war auch schon in anderen krebsforen (meine mama ist vor 4 monaten an lungenkrebs gestorben) aber die können echt nicht mit hier mithalten!!!
also DANKE AN ALLE
schönen abend
Amelie
hallo,
na ich hoffe ihr lest das noch.
heute habe ich das ergebnis von der stanze erfahren: es ist ein DCIS. aber bei der größe und aufgrund der erfahrung meinte der prof. das es wohl er doch invasiv sei :-(
aber immerhin kann ich eine testung auf uPA/PAI-1 machen lassen. jetzt muß ich mich halt noch um die logistik kümmern.
inzwischen bin ich so weit, dass ich mir nicht mehr ganz sicher bin, ob ich 2 wochen warten aushalte...
könnt ihr mir was zu DCIS sagen? habe noch nicht recherchiert und brauch heute abend mal ´ne pause.
ich bin irgendwie total schlapp, aber obwohl das wahrscheinlich von der periode kommt schwirren schon wieder gedanken wie: der tumor macht mich schlapp etc..... blödes kopfkino
bis dann
amelie
Boxerhund1
31.08.2009, 22:49
hallo Amelie,
wenn du Ärztin bist, versteh ich deine Fragen hier nicht so ganz.
Meine... du hast doch ganz andere Möglichkeiten als die meisten Betroffenen hier. Du kannst deine Kollegen fragen, wohín du gehen kannst und sollst, du kannst dann Fragen stellen an deinen Arzt, deine Ärzte, wo du aufgrund deines eigenen Fachwissens viel tiefer gehende Antworten bekommen und verstehen kannst als fast alle hier.
Dir steht die eigentliche Fachpresse zur Verfügung - als Printmedium und im Internet. Und dann googelst du und fragst Laien (bitte die anderen das nicht falsch zu verstehen!) nach Therapiemöglichkeiten und -varianten?
Denke, viele hier wären froh, wenn sie deine Infomöglichkeiten primär hätten oder gehabt hätten.
Naja... wie auch immer, ich drück dir die Daumen, daß du alles gut überstehst. :knuddel:
Boxerhund1
01.09.2009, 01:46
ist es denn möglich dass du selbst aus der Onkologie kommst??
:rolleyes::rolleyes::rolleyes: würde sie dann solche Fragen stellen? :o
Hallo allerseits,
vielleicht geht es Amelie nicht um nüchterne Fakten, sondern um persönliche Erfahrungen und ein warmes Wort....auch Mediziner sind Menschen mit Ängsten....
@ Amelie: vielleicht ist dieser Thread was für dich:
http://www.krebs-kompass.org/forum/showthread.php?t=37031
Ich hatte auch nach Biopsie "nur" ein DCIS und dann wurden in der OP vom DCIS ausgehende invasive Carcinome gefunden....ich hoffe sehr für dich, dass du es mir nicht nachmachst.
Alles Gute für dich, und dass du schnell wieder zur Ruhe kommst.
Daumendrückende Dolphin :winke:
hallo,
ja wie dolphin sagte es geht mir um erfahrungsaustausch. und ganz abgesehen davon bin ich ja auch schließlich "krebslaie". und außerdem gibt es so wahnsinnig viel daten, daß ich schon froh bin für mein fachgebiet den durchblick zu haben (ich bin allgemeinchirurgin- also schilddrüse, bruchlücken, portkatheter!!, darmoperationen etc., und außerdem bin ich noch proktologin- also alles um den popo).
aber ich will gar nicht viel rumlabern. heute bin ich wie vor den kopf gestoßen. ich habe das gefühl, das jetzt erst die diagnose in den kopf sickert. und ich frage mich, ob ich noch warten will. und doch kann ich es nicht wahrhaben....
äh
grüße amelie
Erika Rusterholz
02.09.2009, 15:35
Hallo,
Ich habe die vergangenen Tage doch recht oft daran denken müssen, warum gerade eine Ärztin so in Panik gerät, wenn sie die Diagnose Brustkrebs erhält. Ich könnte mir nur vorstellen, dass das Wort "Krebs" in einem Spital sehr präsent ist, meistens verbunden mit sehr schlimmen Auswirkungen.
Und wenn es dann ausgerechnet eine Allgemeinchirurgin trifft, denkt diese wohl sofort an das Schlimmste.
Liebe Amelie, über Brustkrebs und seine Bekämpfung weiss man heute bereits sehr viel - wichtig ist die richtige Therapie nach einer ausführlichen Diagnose.
Aus Deinen Zeilen geht nur hervor, dass Dein Brustkrebs eine Ausdehnung von 2 cm hat und dass es sich um ein DCIS handelt. Eine Gewebeprobe müsste eigentlich auch ergeben, ob sich im DCIS bereits ein invasiv-duktales Mammakarzinom befindet, wie der Prof. vermutet.
Zum DCIS gibt es eine sehr gute Zusammenstellung für Patientinnen von Dr. med. Thomas Hess, Chefarzt der Frauenklinik des Kantonsspitals Winterthur /CH, siehe
http://www.brustkrebsverlauf.info/phpbb/viewtopic.php?t=298
(Wissenswertes zu Brustkrebs ~ alles über DCIS /ductales Carcinoma in situ).
Ein DCIS ist eine Krebsvorstufe, falls sich noch keine invasiven Anteile befinden. Eine sorgfältige Planung, Besprechung und das Wählen der richtigen Strategie ist dabei oberstes Gebot.
Ich hoffe, die Infos über DCIS helfen schon mal etwas weiter.
Liebe Grüsse
Erika Rusterholz
Kellerkind
02.09.2009, 16:28
:winke: Hallo Amelie,
hatte auch ein DCIS, multifokal. Schau doch mal in den DCIS, Mikrokalk-Thread hier.....vielleicht beantwortet das einige Deiner Fragen.
Wie Du Dich fühlst, weiß ich. Aber ich kann Dir auch sagen, das geht vorbei. Hätte ich damals (vor 7 Monaten Diagnose) gewußt, wie ich mich HEUTE fühle, hätte ich mich nicht so lange gegrämt. Aber alles braucht seine Zeit,und jeder kann anders damit umgehen.
Ich bin wieder gesund, + mit neuen Busis. Zwar noch re ohne Brustwarze, aber das kommt noch:o
Watt mutt, datt mutt:D
Nur Mut, ich drück Dich,:knuddel:
lieben Gruß, das Kellerkind
Hallo zusammen,
Also ich wollte euch auf den neuesten Stand bringen:
ich bin im Krankenhaus und lasse mir morgen eine BET machen mit SN und ggf. Axilladiss. Ich habe lange überlegt warte ich noch. Da kommen einer dann sogar so verrückte Ideen: oje, die Mondphase stimmt auch nicht usw. (halte mich bitte nicht für die totale Esotherik Tante, aber frau sucht halt nach Allem möglichen).
Auf jeden Fall habe ich jetzt für mich beschlossen, das das Ding rausmuß; ich kann keine 2 Wochen mehr warten.Ich bete zu Gott, das ich keine SN-befall und somit keine Axilladissektion brauche. Und ich habe immer noch die Hoffnung, das es vielleicht doch beim DCIS bleibt und der Prof. unrecht hat...
Jetzt muß ich nochmal an die frische Luft. gehe später wieder ins Netz (ich ahbe mir ein Komfortzimmer gegönnt- schließlich wäre ich jetzt normalerweise auch im Urlaub, also Interentzugang, Fernseher, eigenes bad, Einzelzimmer- teuerer Spaß, aber was soll´s).
Bis dann
A.:winke:
Hallo Amelie!
Finde ich sehr gut,daß Du dich für die schnelle Variante entschieden hast.
Vorher kommst Du doch nicht zur Ruhe.
Auch ich bin im Daumendrücken recht gut.
Fühl Dich umarmt!
Silke
bergmädel
02.09.2009, 20:34
Hallo, italienische Kuh Amelie.
Du bist wirklich eine aussergewöhnliche Person, finde ich.
Du stellst hier im Laienforum, wie schon erwähnt, fachliche Fragen und verzichtest als Ärztin darauf, Dich im Kollegenkreis oder auf für Ärzte zugänglichen Seiten im Netz zu informieren.
Obwohl Du als Ärztin wissen musst, dass Dich eine lebensbedrohliche Diagnose erwischt hat, verzichtest Du daruf, Dir möglicherweise überlebensnotwendige Infos in Sachen Krebs draufzuschaffen, weil Du schon froh bist, Dir alles "rund um den Popo" merken zu können.
Und obwohl Du ein Medizinstudium hinter Dir, ergo also auch ein vorgeschaltetes Abi hast, hast Du so viele erfrischende Orthographielücken, selbst wenn es um sehr verbreitete, und auf kein Fachgebiet beschränkte medizinische Fachwörter wie "prämenstruell" geht, dass man, oder auch frau ja eher ohne drei e schreibt. Ich möchte Dich trotzdem zu weiterer fachlicher Informationssuche ermutigen. Auch mir als engagierter Erzieherin war es möglich, mir trotz fachfremden Berufszweiges das Thema Brustkrebs halbwegs fachlich draufzuschaffen. Wie vielen anderen fachfremden Frauen auch.
Nicht zu guter Letzt bist Du ausserdem als Ärztin gleichzeitig so "esotherisch", also esoterisch, also eher unwissenschaftlich veranlagt, dass Du Dir Gedanken über passende oder unpassende Mondzeiten machst. Aber nicht daran glaubst.
Das alles finde ich spannend.
Ich kann auch gut verstehen, dass Du Dir Sorgen um Deine Lymphknoten machst, und zu Gott betest, dass sie sauber sind. Ich kann mir auch vorstellen, dass man über diese Sorge sogar als Ärztin vergisst, dass in einem Brustkrebsforum auch viele Frauen mit frisch diagnostiziertem Lymphknotenbefall lesen, die Angst haben.
Vielleicht ist meine Erwartungshaltung aber auch einfach zu hoch geschraubt. Ich meine die Erwartungshaltung, dass doch gerade MedizinerInnen ihre Aussagen unter Betroffenen automatisch reflektieren (sollten).
Aber vielleicht kann ich Dir als Laiin trotzdem ein wenig Mut machen: Ein SN-Befall und mehr muss noch lange nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten. Das kann Dir hier nicht nur ich bestätigen.
Ich wünsche dir trotz anstehender Op eine angenehme Nacht im Komfortzimmer mit den bereits genannten Komfortdetails.
Sandra
Boxerhund1
03.09.2009, 01:52
ja wie dolphin sagte es geht mir um erfahrungsaustausch. und ganz abgesehen davon bin ich ja auch schließlich "krebslaie". und außerdem gibt es so wahnsinnig viel daten, daß ich schon froh bin für mein fachgebiet den durchblick zu haben (ich bin allgemeinchirurgin- also schilddrüse, bruchlücken, portkatheter!!, darmoperationen etc., und außerdem bin ich noch proktologin- also alles um den popo).
aber ich will gar nicht viel rumlabern. heute bin ich wie vor den kopf gestoßen. ich habe das gefühl, das jetzt erst die diagnose in den kopf sickert. und ich frage mich, ob ich noch warten will. und doch kann ich es nicht wahrhaben...
hei Amelie,
wenn du Allgemeinchirurgin bist, dann MUSST du dich auch mit Krebs auskennen. :rolleyes: - und dann hast du auch guten Kontakt zu den Onkologen. Und du hast auch Kollegen, die dich psychisch stützen und beraten können.
Und ich wiederhole mich, wenn du wirklich hier fachliche Infos suchst, statt die Möglichkeiten zu nutzen, die dir als Ärztin zur Verfügung stehen, dann ist dir wirklich nicht zu helfen.
Vielleicht täusche ich mich, aber irgendwie kommst du mir nicht echt vor. :rotenase: (Falls ich mich täusche, dann entschuldige ich mich hiermit.)
Von Bergmädels Einwendugen will ich noch gar nicht erst reden, aber auch mir ist das aufgefallen. :cool:
Daß eine solche Diagnose ein Schock ist und Angst macht, das ist wohl klar. Und dir als Ärztin - so du denn eine bist - sollte diese Reaktion vertraut sein von deinen Patienten. Was hast du denen denn geraten im Zweifelsfall? :confused:
Sorry... aber irgendwie..... mein Bauchgefühl sagt mir, daß da irgendwas nicht rundläuft hier. :mad:
BarbaraO
03.09.2009, 02:32
Das alles finde ich spannend.
http://www.cosgan.de/images/more/bigs/c024.gifIch auch.
Noch spannender jedoch finde ich, dass Du, Sandra, anscheinend esoterische Fähigkeiten hast. Wie sonst hast Du meine Gedanken hier so fein zu Monitor gebracht?
staunende Grüße
Hallo,
liebe Amelie ich drücke Dir feste die Daumen für die OP!!!!! Wow, Du hast Dir eins der neuen "Luxuszimmer" gegönnt, recht so, lass Dich umsorgen.
Ich war damals (zufällig) auch in einem Einzelzimmer, weisst Du, es tut gut, wenn man mal allein ist und einfach mal heulen kann wie ein Schlosshund, wenn einem danach zumute ist.
Und, ja, auch ein Prof kann sich täuschen, vielleicht bleibt es wirklich beim DCIS. (mein tastverdächtiger LK war auch frei :) )
Schade, dass Du gerade in dieser Situation auch die Schattenseiten eines Forums erleben musst. Es ist nicht gerade taktvoll von ein paar Einzelnen hier, jetzt Detektiv zu spielen und selbstgefällig die "Ermittlungsergebnisse" zu präsentieren. Es könnte Dir den Mut nehmen, weiter Fragen zu stellen. Hoffentlich nicht!
Du bist hier zuallererst mal Mensch, Amelie, und hast jedes Recht darauf, Dich hier im Krebskompass zu informieren und Dir helfen zu lassen, wie jeder andere auch.
Manchmal hat man den Eindruck, einige hier denken, Ärzte oder auch Promis hätten ein anderes, besseres Internet als wir Normalsterblichen hier. Aber nein, sie sind mitten unter uns, denn sie sind auch einfach Menschen, die eine Krebsdiagnose kräftig durcheinanderrüttelt.
So, jetzt Schluss damit. Alles Gute für Dich und lass uns wissen, ob alles gut läuft.
Liebe Grüße,
Eleve (trotz Abi mit Oddograffie wenig am Hut, gerade in Foren)
bergmädel
05.09.2009, 19:37
Hallo Foris,
ich habe nach meinem letzten Beitrag in Amelies/muccas Thread von einer schon mehrjährig im Forum schreibenden BK-Frau eine PN erhalten.
In dieser PN schrieb sie mir von einem Telefonat mit Amelie und nannte auch Eckdaten, die ihre Echtheit als Ärztin erst mal zu bestätigen scheinen. Weil es mir am Herzen liegt, zumindest einen "Fake-Verdacht" auch wieder geradezurücken, wenn das möglich ist, habe ich meine Telefonnummer zurückgeschickt, mit dem Angebot, das Thema nochmal persönlich zu besprechen.
Hallo Amelie,
ehrlich gesagt habe ich genau wegen diesem Fake-Verdacht meinen kritischen Beitrag an Dich geschrieben. Weil ich mir aber nicht wirklich sicher war, habe ich ihn nicht offen ausgesprochen, sondern meine Irritationen so ausgesprochen, wie ich sie empfunden habe.
In diesem Forum kam und kommt es oft vor, dass Menschen mit einer gelogenen Geschichte schreiben, und ich persönlich fühle mich davon immer noch verletzt und verarxxxt. Vielleicht, nein sicher verführt das u. U. dazu, manchmal vorschnell zu reagieren, anstatt noch eine Weile abzuwarten, wie sich ein Thread weiter entwickelt.
Ich habe oben schon geschrieben, dass ich angeboten habe, zu telefonieren. Ich hoffe sehr, dass ich zu einer weiteren Klärung beitragen kann, wenn Du Dich nochmal hier oder per Telefon bei der Userin, mit der Du schon mal telefoniert hast, meldest.
Wenn das, was Du schriebst, wahr ist, war es ein Fehler, Dir so zu schreiben, wie ich es getan habe. Dann würde ich auch gerne dafür gerade stehen und mich entschuldigen.
Gruss, Sandra
Hallo Sandra,
Vielen Dank für deine Nachricht bzw. dein Entschuldigungsangebot. Momentan bin ich noch im KH (d.h. gerade eben beurlaubt- muß aber wieder zurück). Da ich noch ziemlich mit der Diagnose zu kämpfen habe und ein Wirbelsturm in meinem Kopf tobt, habe ich mich bisher dazu nicht geäußert. Denn deine und die andere Nachricht ist mir noch lange im Kopf herumgegeistert und hat mich geärgert. Und dafür habe ich momentan keinen Nerv. Ich versuche gerade den Spagat zwischen "nötige- Ruhe- bewahren" und "Literaturrecherche", die nicht wirklich in meinem Kopf bleiben will.
Deswegen habe ich heute auch keine Lust zu telefonieren. Vielleicht irgendwann mal die Tage.
Schönen Abend noch
A.
@eleve: An der Uniklinik Regensburg war ich vorher- mein jetziger Arbeitgeber hat mich wohl nach Elternzeit noch nicht auf die HP gestellt- und für Alle die´s nicht glauben können ja im Fürther Klinikum nachfragen
Bettina40
05.09.2009, 22:36
Liebe Amelie,
jetzt laß negative Gedanken das Forum betreffend mal außen vor und sammle Deine Kräfte und erhol Dich von der OP.
Dass man Dich schon beurlaubt, hat klingt doch gut. So scheinen die Lymphknoten doch noch größtenteils erhalten zu sein?
Ich lag Anfang Juni genau in der gleichen Station und denke in diesen Tagen oft an Dich. Ich wünsche Dir Kraft und die erforderliche Ruhe, besonnen mit der neuen Situation umzugehen (mir ist das nicht immer gelungen).
Warte jetzt in Ruhe den Histo-Befund ab und genieß die Zeit zu Hause.
Alles Liebe Dir!:remybussi
Sei herzlich gegrüßt
von Bettina
bergmädel
05.09.2009, 22:59
Hallo Amelie,
danke für Deine Antwort.
Ich habe vorhin nochmal telefoniert und möchte mich jetzt auf jeden Fall auch nochmal an dieser Stelle bei Dir für mein bisheriges Misstrauen entschuldigen. Die Gründe dafür beschrieb ich ja schon.
Ich hoffe, Du kehrst dem Kompass nicht dadurch den Rücken und liest und schreibst weiter hier.
Für mich kann ich auf jeden Fall sagen, aus der Geschichte gelernt zu haben.
Sandra
Bettina40
06.09.2009, 10:16
Liebe Amelie,
und noch einen lieben Rat aus eigener Erfahrung: warte mit der Literaturrecherche bis Du den Befund hast.
Ich selber las von triple negativ über rezeptorpositiv mit 1 befallenen LK bis zu rezeptorpositiv mit 7 befallenen LK - je nach Stand meiner Diagnostik.
Das strengt nur an und verwirrt.
Du wirst in Bayreuth wirklich hervorragend beraten und die Tumorkonferenz legt die Therapie nach neuestem Stand fest. Dann kann man lesen :)
Und ob es immer gut ist, viel zu lesen, weiß ich inzwischen auch nicht mehr so genau.
Prof. Tulusan antwortete mit vor einigen Wochen: sie müssen mehr glauben und weniger lesen.
Hab einen schönen und sonnigen Sonntag.
Liebe Grüße!
Ein Teil der Histo ist da!
Ihr werdet es nicht glauben, aber so wie´s aussieht sind die Stanzen vertauscht worden. Dazu noch eine kurze Erklärung:
nachdem der Tumor in der rechten Brust getastet wurde, wurde ja auch die Linke abgeklärt; sowohl Sono, als auch NMR waren rechts (2,3 cm) Maligitätsverdächtig, links im Sono und NMR unklar/abklärungsbedürftig. Jetzt wurden aus beiden Stanzen entnommen. Dabei hat es rechts sehr stark geblutet. Dann ergab die Stanz-Histo rechts DCIS (lt. Tulusan aber sicher invasiv) links (Fibroadenom). Ich habe mich schon beim zweiten Betrachten des Histobefundes gewundert, das bei dem Fibroadenomstanzen stand: stark eingeblutet. Auf Nachfragen bei OA (postoperativ); ja beim anderen hat es innerlich sicher auch geblutet.
So, jetzt hieß es ja ich bräuchte das Fibroadenom nicht entfernen zu lassen, ich wollte es aber.
Und heute bei der Visite: rechts der große Knoten ist ein Fibroadenom!!!!!, links der Kleine (7mm) ist ein Mammakarzinom!!!!
Jetzt sitze ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge da. Morgen wird links der Sentinel entfernt (hoffentlich nicht mehr).
Ich bin ganz wirr im Kopf. Versuche es positiv zu sehen. Man stelle sich vor, ich hätte mir das vermeindliche "Fibroadenom links" nicht entfernen lassen!
Bin platt aber ein bißchen erleichtert; 7mm gegen 23mm ist ein Unterschied.
ES BLEIBT SPANNEND
Grüße Amelie
Hallo Amelie,
das ist ja der Hammer! :eek: So leid es mir tut, dass man doch ein Mamma-Ca bei dir gefunden haben, so sehr kann man tatsächlich auch von Glück im Unglück sprechen, dass du dich entschlossen hast das Fibroadenom entfernen zu lassen! Drücke dir die Daumen, dass die Lymphies frei sind - und dass jetzt alles "rund" läuft, keine Verwechselungen mehr.
Alles Gute und halt uns auf dem laufenden
Dolphin :winke:
Liebe Amelie,
ich bin schockiert- unglaublich!
...aber nun wirst du hoffentlich die Behandlung/Untersuchungen bekommen, die du benötigst...
Bleib stark!
Liebe Grüße
Stina
Hallo Amelie,
oh nein... nochmal unters Messer. Ich drück Dir die Daumen für den Sentinel!
Super, dass der Tumor kleiner ist als befürchtet!
Viele Grüße,
Eleve
Bettina40
08.09.2009, 16:51
Liebe Amelie,
ich bin erschüttert.
Man kann immer mehr den Glauben an Ärzte verlieren.
Ich liege auch gerade mit dem 3ten Antibiotikum und aktuell 40,4 Fieber im Bett. Und keiner weiß Rat.
Ich drücke Dir die Daumen für Glück im Unglück. Das CA ist ja zum Glück noch sehr klein.
Alles Liebe Dir, unsere Gedanken sind bei Dir.
Bettina
Hallo Zusammen,
Also der neueste Stand:
Ich darf heute heim! Zum Glück, denn hier kann ich nicht gut schlafen.
Heute war ich außerdem bei der Pathologin, da der Prof. hier auf meine ANfragen (da kann doch nur was vertauscht worden sein) immer nur so mit den Schultern gezuckt hat. Die Pathologin meinte, daß bei der Stanzbiopsie durch eine ungenaue Beschriftung (auf einem Zettel standen oben die Knoten - rechts ..... und darunter links ....- mit Befunden; und weiter unten auf dem Zettel stand dann untereinander I und II. Sie ist davon ausgegangen, daß I rechts und II links ist. ja dem war aber nicht so!!! Wenigsten war sie die Erste, die sich bei mir entschuldigt hat. Die Histo habe ich mir natürlich auch gleich angesehen (sie hat extra nochmla nach den Spezialfärbungen gesehen). Jedenfalls habe ich jetzt wohl ein 7mm großes Karzinom, G 2, ER und PR +++, HER2neu -, Ki67 <5%; die endgültige Histo von den Sentinels von gestern steht noch aus. Aber ich hoffe sehr, daß da keine Mikrometas sind.
Insgesamt ist der Befund ja nicht so schlecht. G1 wie ind er Stanze wäre mir zwar leiber gewesen, aber naja...
Jetzt darf ich noch eine spez. DNA-Analyse abwarten (Euplioidie gg. Aneuploidie) und habe dann nächsten Donnerstag mein Abschlußgespräch. Bis dahin werde ich fleißig Literatur studieren und hoffen, daß ich keine Chemo empfohlen bekomme (die Sachlage nach St. gallen- Konsensus ist ja gerade wegen G 2 nicht ganz eindeutig???).
So das war´s; was meint ihr? GIbt´s hier eine mit Gleichem /Ähnlichen Befund?
Ciao A.
Bettina40
10.09.2009, 14:07
Liebe Amelie,
das liest sich doch alles erst mal recht gut.
Aber eine Bitte an Dich: ließ lieber vorerst nicht zu viel und warte den LK-Befund ab.
Ich selber habe damals mit dem Wissen, dass der LK-Schnellschnitt nach OP negativ war, auch angenommen, vielleicht um eine Chemo herumzukommen. Um so schlimmer war für mich die Nachricht, dass insgesamt 7 LK befallen sind und ich eine sehr "harte" Chemo brauchen würde.
Es wäre wohl besser gewesen, ich hätte im Vorfeld nicht so viel gelesen.
Du hast doch nach dem Gespräch nächste Woche noch genug Zeit, Dich zu belesen und zu entscheiden.
BK ist kein Notfall. Und Zeit zur Entscheidungsfindung sollte sich jede Patientin gönnen.
Eine Frage: Ist denn der Sentinel überhaupt auf der richtigen Seite entnommen worden?
Natürlich wünschen wir Dir alle, dass kein LK befallen ist. Aber, selbst wenn, auch dann geht das Leben weiter.
Und eine Chemo, egal wie groß Deine Angst vorher ist, ist heutzutage zu ertragen.
Aber, wenn man Deine Tumordaten bisher liest, so scheint da bei der Tumorgroße und einem Ki67 von unter 5% und fehlendem Her2neu doch alles vergleichsweise "nett" auszuschauen.
Die Daumen sind weiterhin gedrückt.
Jetzt erhol Dich doch erstmal ein bissl von dem Streß der vergangenen Wochen.
Liebe Grüße von Bettina
Hallo Amelie,
ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass deine Lnn. frei sind und du um eine Chemo herumkommst!!!!
Meine Tumorformel ist: pT2(m),pT2a(7/11),L0,V0,G3,R0, pTis,G3,R0,M0;ER:pos,100%,IRS12PR:pos,95%,IRS8,Her c.neg.,Ki-67:30%
Ob das noch als "ähnlich" durchgeht ist Definitionssache.....:(....aber bei den Prognosefaktoren finde ich Ähnlichkeiten: Östrogen und Progesteron+++ und Her2neu-. Ich kam natürlich aufgrund meiner Tumorgröße und vor allem der vielen befallenen Lymphknoten nicht um eine Chemo herum, aber die liegt ja schon hinter mir :D und nun kann es nur besser werden. Ich wünsche dir sehr, dass du jetzt nur noch gute Nachrichten bekommst!
Alles Gute Dolphin (daumen drückend) :winke:
andile2412
10.09.2009, 17:48
Hallo Amelie!!
Ich hatte auch G2, der Tumor war 1,8 cm, Hormone pos., keine LK befallen - mir hat jeder Arzt (im KH, mein Gyn, mein Hausarzt) die Chemo nahe gelegt... wegen meinem Alter... 38 Jahre!! Für mich war das ein Argument :lach2: !!!
Alles Gute und liebe Grüße, Andrea.
schätzelein
10.09.2009, 18:41
Hallo Amelie
Auch bei mir war noch kein Lymphknoten befallen G2 1,4 cm Hormone pos. und keine Metas gefunden
Mir wurde auch eine Chemo nahe gelegt wegen meinem Alter 46 laut St. Gallen grenzwertig, ein Grenzfall ,habe mich nach langen Überlegen für die Chemo entschieden, weil ich nichts versäumen will um ganz gesund zu bleiben.
Dachte aber auch direkt nach der OP klasse keine Chemo :D und bin dann in ein tiefes Loch gefallen als es nach der Tumorkonferenz empfohlen wurde :weinen: schieb es als nicht ganz weit weg von dir.
Hab jetzt schon die 3. von 6 geschafft.
Lg Grüße
Hallo Mädels,
Morgen kann ich nochmal mit der Pathologin telefonieren und nach dem Ergebnis der Sentinels fragen. Es wurden ja nun wegen der Seitenverwechslung nochmals links welche entnommen, die im Schnellschnitt negativ waren. Mal sehen ob´s im Langsamschnitt auch so bleibt.
Halt´euch auf dem Laufenden
Ich weiß, nicht zu viel lesen und Hoffnung machen. Aber ich kann mich nun mal nicht von jetzt auf gleich ändern. Einen Gang runterschalten muß geübt werden!
Bis dann:winke:
Bettina40
10.09.2009, 22:48
Liebe Amelie,
warte doch bitte die Tumorkonferenz ab. Die haben in Bayreuth wirklich Ahnung.
Ich war hier mit meinem Fieber bei 4 Onkologen. Bis jetzt weiß immer noch keiner, wo es her kommt. Und ganz große Verunsicherung herrscht wegen meiner Thrombocytopenie.
Der Einzige, der mich auf den Beipackzettel der Antibiotika aufmerksam machte (das steht doch glatt was von Thrombozytopenien :eek:) ist einer der Oberärzte aus Bayreuth, an den ich mich mit einer Art Hilferuf gewendet habe, weil hier alles ziemlich schief läuft.
Will sagen: die wissen dort schon, was sie Patienten raten.
Und eh Du jetzt wild herum liest, genieß die Zeit mit Deiner Familie, ruh Dich aus. Und laß sich einfach mal alles setzen.
Sicherlich ist es nicht einfach, einen Gang zurück zu schalten.
Aber ich denke, genau das sollten wir als Patientinnen lernen.
Einfach weiterleben wie vor der Diagnose geht ja doch nicht.
Und genau das wäre doch eine erste gute Maßnahme: Runterschalten.
Gute Nacht wünscht Dir und allen hier
Bettina
hallo,
meine sentinels (2 an der zahl) sind NICHT BEFALLEN!!
jetzt darf ich noch bis donnerstag warten... geduld ist eine tugend der starken.
bis dann, ich werde berichten.
so ganz kann ich´s natürlich nicht lassen. ich lese auf jeden fall schon mal, was ich ergänzend zur radiatio machen kann....
ciao a
hallo schnuckel,
was hattest du denn für einen Tumor (G, TNM, HR, HER, Ki etc.?)
Ciao A.
also mal gaaanz ehrlich...
ich finde, es wird viel zu schnell und viel zu oft chemo verordnet.
wenn keine lymphknoten, keine lymphgefäße und keine blutbahnen infiltriert sind, dann frage ich mich wirklich, was eine chemo bringen soll?
schließlich soll diese ja auf "versprengte" tumorzellen - also solche, die schon auf wanderschaft gegangen sind, wirken.
und tumorzellen machen sich nunmal über lymph- oder blutbahnen auf die reise. bei mir war das was anderes- lymphknoten befallen plus lymphgefäßeinbruch...
und selbst wenn die chemo nur so ca. 10% heilungschance (bei hormonpositivem BK ja sogar noch weniger) birgt, so konnte ich trotzdem jedes einzelne prozent brauchen.
tja, aber nachdem ich dann letztes jahr von meinem onkologen gehört habe, dass eine chemo mit anthrazyklinen (z.b. epirubicin) bei hormonpositivem BK keinen überlebensvorteil bringt (die ganze quälerei also praktisch umsonst war) bin ich doch wirklich ins grübeln gekommen.:undecided
aber es ist natürlich ziemlich schwierig, die chemo abzulehnen. viele möglichkeiten hat man ja nunmal nicht. und kein mensch will hinterher denken, er hätte nicht alles versucht, nicht wahr?
Erika Rusterholz
11.09.2009, 22:32
Guten Abend!
Ich hatte diese Diagnose: invasiv-duktales Mamma-Karzinom beidseits
rechts:
pT1b (6 mm), pN0 SN (0/4), M0, G1; ER 100%, PR 40%, Her-2 negativ (FISH){C50.9}
links:
pT1c (12 mm), pN0 SN (0/10), M0, G2; ER 40%, PR 20%, Her-2 negativ (FISH)
und es hiess, dass wegen der günstigen Ausgangslage bei mir keine Chemotherapie angezeigt wäre.
Zu der Zeit war ich 68-jährig.
---
In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Beat Thürlimann, Brustzentrum Kantonsspital St. Gallen, habe ich zur Chemotherapie einen Beitrag in meiner Homepage (unter Brust-Zentrum) eingefügt.
Hier ein Auszug:
Die Chemotherapie ist ein gezielter Einsatz von chemisch hergestellten Medikamenten, es gehören auch zahlreiche Stoffe pflanzlicher Herkunft dazu, welche Zellen in ihrer empfindlichsten Phase stören: der Zellteilung. Da bösartige Tumore rasch wachsen, befinden sich viele Zellen im Teilungsstadium. Die Medikamente, die bei der Chemotherapie eingesetzt werden, wirken stärker auf Krebszellen, als auf gesunde Körperzellen, sie bremsen oder unterdrücken dieses Wachstum der Krebszellen. Bei vielen Tumoren oder Metastasen kann eine deutliche Verkleinerung, evtl. sogar eine komplette Rückbildung, erreicht werden.
Gegen ruhende Krebszellen können die starken Medikamente allerdings weniger ausrichten. Diese erfordern andere Therapiemassnahmen, z.B. Antihormontherapie.
Die Chemotherapie kommt heute zu drei verschiedenen Zeitpunkten zum Einsatz:
• Die adjuvante Chemotherapie soll allenfalls vorhandene mikroskopisch kleine Tumorherde ausserhalb des OP-Gebietes zerstören sowie die Überlebenschance verbessern und wird nach der Operation eingesetzt, wenn der Tumor zwar schon in das umgebende Gewebe eindringt, aber noch keine Tochtergeschwülste nachweisbar sind.
Wenn ein hohes Risiko vorliegt, dass sich bereits kleine Ableger im Körper gebildet haben könnten, wird ebenfalls eine Chemotherapie angewandt. ...usw.
Ein anderer Beitrag von Herrn Prof. Thürlimann ist unter Therapie eingefügt und heisst "Statement Chemotherapie".
Unter anderem heisst es da:
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Frauen mit kleinen und mittelgrossen Tumoren, deren Laboruntersuchung eine klare Hormonabhängigkeit anzeigen, üblicherweise mit Antihormontherapie alleine behandelt werden.
Je grösser die Unsicherheit über die Hormonabhängigkeit des Tumorwachstums, umso eher wird eine zusätzliche Chemotherapie empfohlen.
Bei Frauen mit Tumoren, die keine oder nur eine geringfügige Chance haben, von einer Antihormontherapie zu profitieren, ist eine - bei erhöhtem Rückfallrisiko auch eine intensive - Chemotherapie angezeigt.
Es mag sein, dass diese Zeilen etwas weiterhelfen bei der Frage "Chemo - ja oder nein".
Alles Gute!
Erika Rusterholz
Hallo Amelie,
freue mich sehr für dich über deine freien sentinels! Hoffe alles wird gut!
Wünsche dir/euch allen ein schönes Wochenende Dolphin:winke:
bierli66
12.09.2009, 18:55
liebe mucca und alle anderen lieben frauen
ich habe habe meine diagnose am 12.03.09 bekommen und bin plus minus 3 wochen später operiert worden. mein tumor war 117 gramm schwer und hormonpositiv alle arten und her2 positiv. ich bin im zweiten zyklus chemo zuerst 4 mal alle 3 wochen (AC) und jetzt zwölf mal jede woche taxol und herceptin. der rede langer sinn ich bin sehr positiv eingestellt, habe freude am leben und keine angst! keine einzige geschichte ist wie eine andere! ich glaube auch das wichtigste ist, dass du hinter deiner entscheidung stehst und keiner kann dir das abnehmen. mir hilft es sehr, dass ich einen super prof habe mit dem ich jede woche ein kurzes gespräch habe. ich denke es gibt kein richtig und falsch versuche doch auf dich selber zu hören alles was hinter dir ist, ist geschafft. herzlich :rotier:
Bettina40
12.09.2009, 19:09
Liebe Amelie,
Glückwunsch zu dem Sentinel-Befund.
Jetzt liest sich doch alles entspannt :cheesy:
Und Du kannst Dir mit jedweder Entscheidung genügend Zeit nehmen.
Herzliche Grüße von Bettina
mary2009
12.09.2009, 20:04
Hallo Mucco,
ich habe auch vor 3 Monaten erfahren Brustkrebs zu haben, mein Tumor ist 2,4 cm groß gewesen. Ich habe auch eine Stanzbiopsie gemacht bekommen. Mir hat man gesagt man müsse am besten innerhalb der ersten 7 Tage operieren um dem Risiko einer Streuung zu entgehen. Andererseits sollte ich zu diesem Zeitpunkt nach Aussage einess anderen Arztes evtl. zuerst die Chemo machen um den Tumor zu verkleineren und dann die OP. Man ist so vewirrt. Ich habe schon soviel gelesen und durchgemacht. Ich gehe jetzt einfach den Weg den mir die Ärzte raten und hoffe, dass alles gut geht. Ich wünsche Dir viel Glück für Deinen bevorstehenden Weg.
Kopf hoch, dass wird schon. :winke:
Mache einfach immer dass was Dir Dein Gefühl sagt. Meistens liegt man ja richtig. Und lass nichts mit Dir machen was Du nicht willst.
Nochmals viel Glück.
Mary2009
Hallo!
Ich geb mal auch kurz meinen Senf dazu:
Mein Arzt hat mir erklärt, das bei der Entfernung des Tumors eben auch Zellen "übersehen" werden, die unmittelbar mit dem Tumor zusammenhängen und noch gar nicht die Lymphknoten erreicht haben.
Genau das hat meine Ärtzin im Brustzentrum auch gesagt! Es ginge einfach auch darum, dass es ein könnte, dass sie einfach eine in irgendeiner Gewebefalte "versteckte" Zelle nicht erwischt hat.
(Abgesehen davon waren bei mir allerdings auch schon Lymphknoten befallen, wenn auch gerade erst im Mikrometastasenbereich.)
Liebe Grüße,
Czilly
ich war eigentlich immer der auffassung, für eventuell im op-bereich versprengt liegende tumorherde, die bei der brusterhaltenden op nicht entfernt wurden, sei die bestrahlung zuständig.
und als ganz wichtigen bestandteil der therapie (bei hormonpositivem BK) sehe ich die AHT.
die sache mit den anthrazyklinen habe ich mir auch nicht ausgedacht - das hat mir mein onkologe erklärt, nachdem er letztes jahr in san antonio war.
und dass die chemo eine relativ kleine heilungschance bietet, ist ja bekannt - und nicht erst seit gestern. kleine chance ist aber besser als keine chance.
das kommt mir manchmal vor wie mit kanonen auf spatzen schießen. der mutter einer bekannten wurde eine chemo angeraten, obwohl bei diagnosestellung 78 jahre alt (G2 T2 N0 L0 M0). da fällt mir wirklich nichts mehr ein. die frau würde eher an der chemo sterben als an dem BK.
aber naja, wie gesagt, bei mir hat sich die frage sowieso nicht gestellt (volles programm:weinen:).
vor op wurde mir allerdings gesagt, sollten keine lymphen befallen sein, wäre es meine entscheidung ob chemo oder nicht.
hat ja keiner mit diesem ausmaß gerechnet... ich weiß nicht, wie ich entschieden hätte und würde auch -um himmels willen- niemals jemandem raten, sie soll keine chemo machen.
im moment sage ich zwar, ich würde keine mehr machen, aber wenn dann die stuation da wäre? wahrscheinlich eher doch?
[QUOTE=bobbele;785634]
und tumorzellen machen sich nunmal über lymph- oder blutbahnen auf die reise. bei mir war das was anderes- lymphknoten befallen plus lymphgefäßeinbruch...
Hallo, der Satz irritiert mich,obwohl ich auch keine andere Antwort parat habe.
Es gibt nicht wenige hier,die befallene Lymphknoten haben aber L0 und V0.Wie sind die zellen dahingekommen?:eek:
vielleicht weiß einer die Antwort?
liebe Grüße,Jule
Hallo Jule, hallo bobbele,
bei mir war es ypT0 ypN1a (3/11) M0 V0 L0 (G3) und ich habe mir auch den vollen Hochdosis-Chemogenuss gegönnt.
Zur Terminologie: das "y" steht für "nach neoadjuvanter Chemo", vorher hiess es pT2 pNx M0.
Und nun zur Frage befallene Lymphknoten aber L0 und V0: Auch in meinen 3 Lk steckten aktive Tumorzellen, aber sie sind eben noch nicht weiter gekommen, deswegen V0 und L0.
Obwohl, wie schon vorgängig erwähnt, die Streuung ziemlich trickig ist. Ich hätte mir auch bei einem T1 und G1 eine Chemo gegönnt. Wer will schon in jungen Jahren an Krebs sterben bloss weil er vorher keinen Bock auf Chemo hatte? Ne ne, das hätte ich mir nie verziehen....und mein bei Diagnosestellung frisch angetrauter Ehemann mir auch nicht :tongue
lieber Gruss,
K.
Hallo Zusammen,
Also der letzte Tumortest ist da: meine CA-Zellen sind euploid, d.h. zeigen auch hier eine gute Prognose.
Es gab hier ja eine Verwunderung über so Viele L0V0 und N+- Fälle.
Ich habe die Pathologin auch noch mal wegen der L0V0 und N+ Geschichte gefragt: Sie meinte, dass L1 aus ihrer Erfahrung bei Mamma- CA selten sei und gerade die Mamma- CA- Zellen wohl nicht obligat über die Lymphgefäße wandern (ich habe das so verstanden- Nix Genaues weiß man nicht :)) und so eben bei L0V0 auch pos. LK herauskämen. Allerdings ist es sehr sicher, dass bei neg. Sentinels keine LK gefallen sind (deswegen wird das Ganze ja auch gemacht).
So, jetzt muß ich noch das Abschlußgespäch abwarten, am Do, dann wissen wir mehr.
Was würdet Ihr meinem Arbeitgeber sagen: Mein Vertrag sollt jetzt im Oktober unbefristet werden (das wäre mein ERSTER unbefristeter Vertrag nach 14 Jahren!!!). Auf der anderen Seite müssen "die" ja auch planen, zwecks Diensteinteilung. Ich befürchte nur, dass die dann meinen Vertrag im Jan. auslaufen lassen...
Ach, ja, noch eine Frage: Gibt hier welche, die bei der Bestrahlung unterstützende Maßnahmen (Vit., etc.) durchgeführt habe? Wenn ja welche?
Danke
A.
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