Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schmerzen von Knochenmetastasen - aber wo?
sonntagskind
10.10.2009, 14:56
Hallo,
wenn Knochenmetastasen bestehen und Schmerzen verursachen, äußern sich die Schmerzen dann dort, oder auch anderswo?
Hintergrund:
Vor einem Jahr wurden bei mir (Brustkrebs Diagnose 2005) einige Metas in der Lunge und viele viele viele in den Knochen gefunden: vom Hals über die Wirbelsäule übers Becken bis Anfang der Oberschenkel.
Inzwischen auch in der Leber.
:twak:
Am schlimmsten waren die Schmerzen vorn am oberen Beckenrand (Darmbeinstachel? Da wurde auch die Knochenmarksstanze gemacht).
Das strahlte bis runter ins Bein, so dass ich nur noch rumhumpelte. Und ohne Schmerzmittel ging nichts mehr. :weinen:
Ausserdem phasenweise erhöhte Temperatur /leichtes Fieber, grippiges Gefühl.
Und obwohl ich immer auf das Becken hinwies, waren alle immer nur an der Wirbelsäule interessiert, wohl weil man vor allem Angst vor Brüchen in der Wirbelsäule hatte.
Mehrere Bereiche der Wirbelsäule wurden dann bestrahlt.
Meine Physiotherapeutin meinte dann aber auch, es könnte ja auch sein, dass (auch) der Nerv, der in der schmerzenden Region liegt, gereizt sein könnte und empfahl mir, doch versuchshalber alle einengenden Hosen zu meiden. Tat ich dann - und zwei Tage später waren die Schmerzen WEG!!! :remybussi :knuddel:
Es gab seitdem immer mal wieder "Rückfälle", aber in letzter Zeit vermehrt und sehr hartnäckig. Und ich frag mich natürlich wieder, was los sein könnte. Werde morgen beim Hausarzt anfangen mit dem Detektivspielen, ob mal ein niedergelassener Orthopäde (statt bisher Uniklinik) oder Neurologe mal genauer gucken kann, was da los ist.
CT ist für Anfang November gebucht, werde darum bitten, dass man diesmal genauer am Becken und an der Lendenwirbelsäule guckt, ob es da was zu sehen gibt - ausser, dass es alles sch... aussieht - das die Symptome erklären könnte. Dann wüssten wir wenigstens, ob es überhaupt was mit den Metas zu tun hat, und wenn ja, wo.
Der Onkologie-Prof sagte mal, dass sich die Schmerzen, die Knochenmetastasen verursachen, auch an ganz anderen Stellen zeigen können als da, wo die Metas sitzen.
Kann das von euch jemand bestätigen?
Danke im Voraus für eure Erfahrungen.
Liebe Grüsse
:winke:
Renate
Annedore
10.10.2009, 15:27
Liebe Renate,
es ist sicher gut, dass Du schon einen Termin für ein CT gemacht hast, denn wirklichen Aufschluß darüber, ob Deine Beschwerden von Metastasen oder vielleicht von einem Bandscheibenvorfall verursacht werden, kann man mit dieser Untersuchung klar entscheiden.
Wann hattest Du denn das letzte Knochenszintigram? Wäre das nicht noch eine zusätzliche Option zur Abklärung?
Ich habe eine Metastase im 2. Lendenwirbel, die mir indirekt Schmerzen verursacht. D.h. der Knochen selber tut nicht weh, ist aber so verformt, dass die Bänder, Sehnen und auch die Muskulatur, die an dem Wirbel angeheftet sind, mir diffuse Schmerzen im Bereich der Nieren verursachen, besonders bei verschiedenen Bewegungen oder auch beim Liegen.
Dass Schmerzen, verursacht durch Knochenmetastasen, sich ganz woanders bemerkbar machen sollen, ist mir fremd.
Ich hoffe, es wird sich für Dich möglichst bald alles zum Besten klären.
Liebe Grüße
Annedore
sonntagskind
10.10.2009, 15:51
Hallo,
Knochenszintigramm, MRT und CT sind vor einem Jahr zur Abklärung gemacht worden - nur zum Thema der Beckenschmerzen haben sie wohl nichts ergeben, bzw. eben "nur", dass fast alle Wirbel und Knochen drumrum befallen sind.
Bandscheiben tadellos. Ist ja auch mal was. :D :smiley1:
Seitdem gab's je nach Therapie alle 6 bis 12 Wochen ein neues CT zum Staging; da aber keine Schmerzen mehr bestanden, wurde im Hinblick auf die Stabilität der Wirbel und Veränderungen der Metas in Lunge und jetzt Leber verglichen und befundet.
...der Knochen selber tut nicht weh, ist aber so verformt, dass die Bänder, Sehnen und auch die Muskulatur, die an dem Wirbel angeheftet sind, mir diffuse Schmerzen im Bereich der Nieren verursachen.
Ja, spielt bei mir sicher auch eine Rolle. Meine Physiotherapeutin meinte treffend: "Das sind keine Rückenmuskeln - sondern das ist eine Buckelpiste". :mad:
Drum freue ich mich, dass ich vor zwei Wochen mit Feldenkrais angefangen habe und vor allem, dass mein Yoga-Kurs jetzt wieder losgeht - wirkt wahre Wunder gegen die Verspannungen.
Die Bestrahlung der Wirbelsäule war sicher richtig, keine Frage. Aber...
Gut möglich, dass alles von der kaputten Lendenwirbelsäule kommt - kann aber auch nicht sein.
Mir graust es halt vor der Vorstellung, dass (wieder?) irgendwo therapiert (= z.B. bestrahlt) wird, nur leider nicht an der eigentlichen Quelle.
Also neue/zusätzliche Frage:
Wer hat Erfahrung mit Bestrahlung des Beckens?
Liebe Grüsse
Renate
Na, denne meld ich mich mal - klar, ich bin bestrahlt worden - Hüfte rechts - und jetzt nochmal der Spass - Hüfte links, weil Lochfrass - und sicher, es wirkt sich gewaltig aus, denn ohne Morphium, also mit Schmerzen kriege ich es nicht ansatzweise gebacken, auch nur das Bein, egal, ob links oder rechts, anzuziehen, geschweige denn, Treppen zu steigen - auch eine Bordsteinkante wird zum fast unüberwindlichen Hindernis.
Und wenn ich nachts falsch liege, dann kommen die Krämpfe - in den Füssen.. tierische Krämpfe. So stark, dass ich noch nicht einmal aufstehen kann, weil es zu weh tut, also beisse ich die Zähne zusammen und warte, dass ich irgendwann aufstehen kann, dass der Schmerz nachlässt, und ich durch gehen den Rest rauskriege. Und dann wandert es in die Waden und verschwindet irgendwann. Morgens habe ich an den Füssen dunkle blaue Adern, die nach ein paar Tagen wieder verschwinden, aber der nächste Tag ist gelaufen, da geht im wahrsten Sinne des Wortes aber auch nix mehr, da muss ich mich hinlegen - richtig hinlegen, damit sich wieder alles entspannt. Und es wurde mir sowohl von Onkologen, als auch von Strahlentherapeuten, als auch vom Orthopäden bestätigt, es liegt an den metastasierten Hüften.
Die Wirbelsäule hat es bei mir auch erwischt, aber der Schmerz ist wirklich anders. Und ich kann nur hoffen, dass die Bestrahlung wieder hilft, es macht einfach keinen Spass mehr.
Alles gute
Karin :winke:
Mir geht es im Moment auch so wie euch. Meine Knochenmetas machen mir sehr zu schaffen (auch im ganzen Skelett verteilt, dazu noch Lebermetas). Vorallem ist seit einigen Wochen stark die Hüfte und das Knie in Mitleidenschaft gezogen. Geht es euch auch so das es vor allem in Ruhe schmerzt?
Ich habe tierische Angst das ich auch bald bestrahlt werden muß, wie läuft das denn ab, wie oft wird bestrahlt und welche Nebenwirkungen gibt es?
Wäre um Infos dankbar!!!
Jojo
sonntagskind
10.10.2009, 17:01
es macht einfach keinen Spass mehr.
Liebe Karin,
Danke für Deine Antwort.
Ich habe auch ein bisschen in Deinem beeindruckenden Blog gelesen.
Dies Bild für dich:
sonntagskind
10.10.2009, 17:35
wie läuft das denn ab, wie oft wird bestrahlt und welche Nebenwirkungen gibt es?Jojo
Liebe Jojo,
kommt darauf an, wie gross der Bereich ist, wie die Metas verteilt sind, welche Beschwerden sie machen und wie sie sich entwickeln etc.
Daher kann ich jetzt nur für mich sprechen:
Bestrahlt wurden bei mir
- Halswirbel (HWK) 1 bis 4 und dazu
- Brustwirbel (BWK) 12 bis Kreuzbandwirbel (SWK) 1
Wobei ich bei der Simulation / ersten Bestrahlung noch vehement darum streiten musste, dass es wirklich runter bis ans Kreuzbein gehen muss und nicht, wie die Schwester meinte, nur bis zum obersten Lendenwirbel - sie hatte die handschriftlichen Notizen des Arztes falsch verstanden (L statt S).
Beinahe wäre also der wichtigste Bereich "vergessen" worden. :boese:
Bestrahlt wurde zwei Wochen lang Montag bis Freitag.
Gesamtdosis 30 Gy.
Da ich die Bestrahlung nach der Brustamputation problemlos vertragen hatte, ging ich recht locker rein. Aber leider wurde mir schon beim zweiten Mal flau im Magen und ich bekam Durchfall. Das könnte entweder an der Bestrahlung als solcher liegen, oder am bestrahlten Bereich, weil sozusagen die Strahlen, nachdem sie in der unteren Wirbelsäule ihren Dienst machten, auf dem Weg nach draussen noch am Magen und Darm vorbeikamen. :smiley11:
Die üblichen Anti-Übelkeits-Tropfen haben's zwar etwas etwas gebessert
(die Zäpfchen waren bei eh schon Durchfall auch keine echte Alternative :D ),
haben mich aber hundemüde gemacht.
Ansonsten noch Schmerzen im Nacken.
Unangenehm war, dass ich wegen der Bestrahlung der HWS mit so einer Art Gesichtsmaske fixiert war, und je nachdem welche Schwestern / Pfleger Dienst hatten, konnte es sogar schmerzen, so an die Liege "getackert" zu sein. Dabei stecke ich sonst so einiges weg, CTs und selbst dreiviertelstündiges MRT machten mir zum Beispiel bisher nix aus.
Die Haut am Rücken und Nacken war nur ein bisschen rot und später gebräunt, nichts verbrannt oder so. Da gab's gar kein Problem.
Gruß
Renate
sonntagskind
10.10.2009, 17:46
Geht es euch auch so das es vor allem in Ruhe schmerzt?
Ja, absolut.
Länger rumsitzen bedeutet, dann am liebsten gar nicht mehr aufstehen zu wollen.
Deshalb versuche ich, alle paar Minuten kurz durch die Wohnung zu gehen, weil's meistens schon nach ein paar Metern besser wird.
Toll, so oft hat mein Liebster noch nie Tee oder Chips ans Sofa gebracht bekommen ;) ;) ;)
Schlimmer wirds aber auch unter psychischer Belastung.
Hatte in letzter Zeit echt Stress mit einer Freundin und deren Mann, ebenfalls Krebsi, der dauernd das Oberarschloch raushängen lässt, was mich enorm mitnimmt. Werde da ab jetzt besser auf mich aufpassen.
Wie schon erwähnt, hilft mir Yoga - meine persönliche Rettung.
Und das nicht mal täglich oder für Fortgeschrittene, sondern schon allein die 1 1/2 Stunden Anfänger-Kurs wöchentlich. Hauptsache mal alles schon durchdehnen und bewegen und entspannen.
Renate
Danke für die Info Sonntagskind. Zwei Wochen Bestrahlung sind ja überschaubar, dachte das geht mehrere Wochen. Hab nämlich zwei kleine Kinder und das muß alles organisiert sein. Ansonsten ist es ja wohl machbar von den Nebenwirkungen, oder? Das mit der Fixierung bei der HWS stelle ich mir auch schlimm vor, aber OP in dem Bereich (hatte ich) ist auch kein Spaß. Im Grunde ist doch alle sch.... Bin grad echt depri, die ständigen Schmerzen zehren doch sehr.
Kriegst du auch Zometa? Hab es immer alle drei Wochen bekommen, jetzt nur noch alle 6 Wochen und finde die Schmerzen sind seitdem stärker.
Sport ist bei mir auch hilfreich, allgemein Bewegung.
Übrigens glaube ich schon das Metaschmerzen auch woanders auftreten können, weil ich denke Fehlhaltungen strahlen aus. Außerdem können minimale Verschiebungen auch von kleinsten Knochen das ganze Skelett verschieben und so Schmerzen mache. Bin deshalb auch gerade am Überlegen ob Osteopathie was für mich wäre.
Schönen Abend noch
Jojo
Hallo Ihr Lieben Ich klinke mich hier mal rein. Bin Marion,habe seit 2 Jahren
BK beidseitig mit Knochenmetastasen.Links Ablatio und Rechts brusterhaltend.
Wurde auch im Lendenwirbelbereich bestrahlt,hatte auch paar Tage mit Durchfall
zu kämpfen,hatte sich dann aber wieder gegeben.Bekomme Aromasin und alle 4Wochen Zometa.Merke genau wenn die Zeit ran ist für Zometa,kurz vorher dann mehr Schmerzen.Wenn dann Zometa intus dann wieder besser,geht seit 2 Jahren so.Versuche etwas Sport und Schwimmen bekommt mir sehr gut.Um
so mehr Bewegung um so besser gehts mir.Das meinte auch mein Mann,er hat mir jetzt ein kleinen Babyhund geschenckt,was soll ich Euch sagen,ich hab vergeßen ,daß ich Krebs habe.Im Frühling were ich Oma,was kann es schöneres
geben.Ich dencke jetzt erst mal an die schönen Sachen,wenns auch schwer fällt.Hoffe ich konnte Euch ein bißchen motivieren.Schönen Sonntag
Lg Marion:winke::winke::winke:
Hallo Maja 57,
deine Erfahrung mit Zometa bestärkt mich jetzt doch sehr in meinem Gefühl daß ich Zometa gerade zu selten kriege. Die ganzen zwei Jahren hatte ich mit Kochenmetas keine Probleme, und seit das Intervall verlängert wurde habe ich Schmerzen. Mein Onkologe hat das Intervall deshalb verlängert weil er meinte mit zwei Jahren hätte man eine Sättigungsdosis erreicht und man soll dann das Intevall verlängern oder sogar absetzten. Aber du bekommst Zometa doch auch schon zwei Jahre oder?
Jojo
Annedore
12.10.2009, 13:14
Liebe Jojo,
ich bekomme Zometa seit 5 Jahren wegen einer Knochenmetastase. Bei 4-wöchiger Infusion führte das bei mir zu einer vollständigen Inaktivierung der Metastase (es war überhaupt nichts mehr zu sehen) im 2. Lendenwirbel, belegt durch ein Knochenszintigramm.
Da wurde ich gleich übermütig und habe im Einverständnis mit meinem Onkologen das Intervall auf 5-wöchige Infusionen ausgedehnt. Das folgende Knochenszintigramm zeigte dann promt wieder eine Aktivität der Metastase an, so dass ich, erschreckt gleich wieder zum 4-wöchigen Intervall zurückkehrte und jetzt immer noch genau einhalte.
Die Aussage mit der Sättigung ist rein theoretisch und durch keine Studie belegt. Mein Onkologe antwortete mir zu der Frage der Therapiedauer: Zometa wird so lange gegeben, wie es hilft, auch unter Umständen lebenslang.
Liebe Grüße
Annedore
Hey Jojo Komme gerade wieder vom Onko,habe wieder mein Zometa bekommen.Ich bin im Juni 07 damit angefangen und muß es auch ewig nehmen,so wie Annedore schon geschrieben hat.Ich habe Knochenmetas von oben bis unten,die schlimmsten Stellen werden dann bestrahlt.Ich arangier mich
da irgendwie mit.Meine Hausärztin hat damals gesagt ich soll mann schon alles fertig machen.Schock,nachgedacht,Papierkram erledigt,ein gutes Gefühl für mich.Ich habe mich dann aufgeraft:Ich wil leben und das tue ich auch.Seit dem
gehts mir gut.Ich geh nur noch so an die ganze Sache ran so ist es besser zu
ertragen.Liebe Grüße Marion:knuddel::knuddel::knuddel::knuddel::winke:
sonntagskind
12.10.2009, 21:01
Hallo, ihr Lieben,
Eure Beobachtungen zum zeitlichen Zusammenhang von Schmerzen und Bisphosphonatgabe finde ich interessant - hatte letztes Jahr auch nach einem Muster gesucht, aber wie gesagt hat niemanden wirklich interessiert.
Könnte ich aber jetzt mal genauer drauf achten. Danke für den Tipp!
Ich bekomme übrigens seit einem Jahr Pamidronat (alle drei Wochen), kein Zometa, und frage mich, warum? Die meisten neueren Daten gibt's doch für Zometa, oder?
Um nochmal eine frühere Frage aufzugreifen:
Habt ihr, wenn ihr so Schmerzphasen habt, auch erhöhte Temperatur und grippiges Gefühl? :confused:
Das war bei mir letztes Jahr so, jetzt wieder, vor allem nachmittags.
An den Medis kann's eigentlich nicht liegen, habe ja so einiges durch:
Tamoxifen --> Femara --> Docetaxel + Sorafinib / Placebo; --> jetzt Xeloda + Avastin :twak:
und diese Schmerz- und Unwohlphasen gab's unter allen Therapien mal.
Die "Akute Phase Reaktion" einen Tag nach Pamidronat-Infusion kenne ich, leider :( , ist aber anders, und das passiert inzwischen nicht mehr, passt auch zeitlich jetzt nicht, ausserdem bekam ich das Bisphosphonat vor einem Jahr gar nicht als Infusion, sondern ein anderes wöchentlich als Tablette (da damals nur wegen verringerte Knochendichte).
Ansonsten: War heute bei meinem Hausarzt, er hat mich in die Orthopädie der hiesigen Uni-Klinik überwiesen. Die sollen sich speziell die Lendenwirbel und das Becken noch mal genauer angucken, Bilder gibt's ja aus den letzten Monaten genug, ich soll nicht bis zum nächsten CT warten.
Na dann.
Liebe Grüße
Renate
Hallo ihr alle,
also grippeähnliche Symptome als Begleiterscheinung hatte ich noch nie. Gliederschmerzen aber schon, vor allem auch nach Zometa- aber das meinst du liebe Renate ja glaub nicht.
Werde heute mal noch meinen Onko anrufen ob ich mein Zometa früher krieg. Wäre erst wieder Anfang November geplant. Hoffe das das als Therapie ausreicht und wir schlimmeres noch vermeiden können....
Jojo
Spekulazius08
13.10.2009, 10:45
Hallo, ich würde Euch gerne mal eine Frage stellen. Bei mir wurde im August 2008 BK diagnostiziert. Ich war damals in der 38Schwangerschaftswoche. Seit ungefähr 3 Wochen habe ich Probleme im Becken / Hüftbereich. Das ist das Gefühl als hätte man einen Muskelkater bzw. einen blauen Fleck. Natürlich hab ich nun Angst das was an meinen Knochen ist.... Muss aber auch dazu sagen das ich meine Kleine immer auf der Hüfte an der Seite herumschleppe und die wiegt nun auch schon 10KG und ich reite gerade auch sporadisch. Was meint Ihr zu meinen Problemen muss ich mir SOrgen machen? War letzte Woche erst bei einm Kopf CT wo aber zum Glück alles OK war !!!!!
Liebe Grüße und Danke
Manu
sonntagskind
13.10.2009, 12:25
Hallo Manu,
tja, ich bin ja nicht sicher, ob meine Schmerzen von den Metas kommen oder nicht, aber wenn doch, dann erinnern sie nicht an Muskelkater, sind viel stechender und strahlen aus.
Ich kann nicht aus persönlicher Erfahrung sprechen, aber viele junge Mütter haben vom Kinderschleppen orthopädische Beschwerden.
Wenn es dich belastet, hilft wohl wieder nur:
Abklären lassen.
Wann wurde denn bei Dir das letzte Knochenszintigramm gemacht?
Du warst bei Diagnose schwanger, oder? Dann hat man das Szinti erst später gemacht? Wäre dann ja höchstens ein Jahr her.
Und ich glaube, da würde man als erstes was sehen, oder?
Wichtig allerdings, dass die Gerätschaften auf halbwegs aktuellem Stand sind. Der Radiologe, der letztes Jahr mein Knochenszinti machte, schüttelte beim Anblick der alten Bilder von vor 4 Jahren nur den Kopf. Der Kollege, der sie damals machte, war kurz vor der Pensionierung und hat wohl in seine vorsintflutliche Ausrüstung nicht mehr so viel investiert. :(
Der neue Radiologe eierte auf meine Nachfragen dann ein bisschen rum, was ich dann so interpretieren konnte,
- dass entweder die Bilder so mies waren, dass man nicht mal wirklich hätte sagen können: Da ist wohl nix.
- oder man mit anständigem Gerät auch damals schon was hätte sehen müssen/können, wenn man bedenkt, wie massiv der Befall keine drei Jahre später war.
:confused:
Na toll.
Renate
Spekulazius08
13.10.2009, 15:10
Hi Renate, danke für deine Antwort. Das letzte Knochenszintigramm war 01/2009 da man es erst nach der Geburt gemacht hatte, zuvor CT. War aber alles o.k. Im April war dann nach Chemo die OP wo auch Knochenmark punkitiert wurde. Auch da waren keine Zellen nachweisbar. Bekomme auch alle 6Monate Zometa + Tamoxifen und Zoladex da mein Tumor mittel Östrogenabhängig war.
Liebe Grüße und alles Gute
Manu
sonntagskind
13.10.2009, 17:07
Hallo Manu,
ich bin ja kein Arzt, und Diagnosen können wir hier nicht stellen,
aber so aus dem Bauch raus würde ich sagen: Klingt doch eher gut.
Ein Besuch beim Orthopäden kann ja vielleicht noch klären, ob die Beschwerden vom Kindtragen kommen und was man dagegen möglicherweise machen kann.
Aber wie gesagt, nur so aus dem Bauch raus!
Gruß
Renate
sonntagskind
13.10.2009, 17:23
Hallo alle,
einen regulären Termin in der Wirbelsäulen- bzw. Tumorambulanz der Uni Orthopädie kriege ich erst in zwei bzw. vier Wochen - also gehe ich noch diese Woche einfach als Notfall. Mir langt's.
Ich war eben zum wöchentlichen Blutbild in der Tagesklinik der Unifrauenklinik, und habe mit einer Ärztin gesprochen, was ich vorhabe. Sie hat sich die letzten CT Bilder angesehen, vor allem vom Becken, und sagte daraufhin, dass sie meine Initiative mit der Notfall-Ambulanz für sehr sehr richtig hält.
Schluck. :shocked: :eek:
Könnt ihr ein bisschen Daumendrücken?
Danke!
Renate
Sie sind gaaaanz fest gedrückt für dich, du Liebe - ich denk an dich - mach einen Notfall draus - warte nicht lange, hörst du? Alles, alles Gute :knuddel:
Karin
Hallo Sonntagskind,
drück dir auch ganz fest die Daumen, laß uns hören was die Ärzte sagen.
Werd auch diese Woche mit meinem Onko sprechen, so schlimm wie gerade waren meine Schmerzen echt noch nie.
Alles Gute,
Jojo
Spekulazius08
13.10.2009, 22:49
Hi Renate ich und meine Maus drücken Dir auch ganz feste unsere Daumen.
Liebe Grüße und danke für Eure Antworten
Manu und klein Mariella
sonntagskind
14.10.2009, 16:03
Danke fürs :knuddel: ihr Lieben,
Satz des Tages:
"Wenn man den massiven Befall sieht, ist es schon erstaunlich, wie gut es Ihnen dabei noch geht."
:weinen::D:mad::boese::augen:
Befall im Becken steht außer Frage. Sowohl da als auch in den Wirbeln besteht aber zum Glück weiterhin keine Bruchgefahr, zum Glück sind's vor allem osteoblastische und nicht osteolytische Metas, und auf Nerven scheint auch nix zu drücken.
Was dann heisst:
Solange ich die Schmerzen mit Tabletten in den Griff kriege, soll ich das halt machen, sonst evtl. in der Schmerzambulanz vorsprechen.
Ob man die Schmerzen mit Bestrahlung bessern könne oder solle, war man eher skeptisch (also auch keine Überweisung in die Radiotherapie).
Völlig ungeklärt sind auch noch die fiesen Schübe von Grippegefühl mit erst Frösteln und erhöhter Temperatur, die mich in meinem Alltag viel mehr belasten als die Schmerzen.
Man soll noch mal Blut abnehmen, ob sich erhöhte Entzündungszeichen zeigen. Die Ärztin hat auf meinem Unterbauch rumgedrückt, ob da was entzündet sein könnte und ausstrahlt, war aber nix, gab dafür im CT auch keinen Anhaltspunkt.
Soweit waren wir vor einem Jahr auch schon, da haben wir aber auch an Zähnen etc. nichts gefunden. Und ist ja auch eher seltsam, dass das zeitlich parallel zu den Schmerz-Phasen stattfindet.
Puh. Muss das jetzt erst mal verdauen.
Euch alles Gute und noch mal Danke!!!
Renate
Hmmmm.. das find ich nun merkwürdig... bei mir wird jetzt eben wegen der Schmerzen bestrahlt...damit die Schmerzen verschwinden - und bisher hat es auch immer hervorragend geklappt...
Erstaunlich, wie unterschiedlich die Doc´s das sehen. Da staun ich wirklich.
Nichtsdestotrotz - mach dir ein schönes Wochenende. Und ehrlich, als ich diese Schmerzen hatte, das stieg meine Körpertemperatur auch an. Watt Wunder bei der Belastung.
Alles Liebe :remybussi
Karin
sonntagskind
15.10.2009, 15:48
Hallöle,
zum Glück geht's mir heute schon wieder besser.
Euch hoffentlich auch?!
Erstaunlich, wie unterschiedlich die Doc´s das sehen.
Tja, kommt wohl mal wieder drauf an, wen man grad so fragt.
Für Orthopäden ist es, solange da nichts "bröselt" und die Schmerzen irgendwie beherrschbar sind, vielleicht aus ihrer Perspektive tatsächlich nicht so dramatisch.
Dazu kommt noch, dass die Ärztin für meine speziellen Probleme keine Expertin war (Nachteil der Notfall-Ambulanz), und ich denjenigen, den sie dann hinter den Kulissen konsultierte, nicht zu Gesicht oder Gehör bekam.
Das letzte Wort ist da also auch noch nicht gesprochen.
In der Frauenklinik sind die mehr auf meine Leber und Lunge fixiert, solange die Knochensituation als - in doppelter Hinsicht - stabil gilt.
Bestrahlung während Anti-Hormon-Therapie ging, aber es hiess, nicht mit Chemo. Das heisst, für eine Bestrahlung müsste die Chemo unterbrochen werden? Darauf bin ich auch nicht gerade scharf. Will mir ja nicht vorstellen, was dann die Metas in Leber, Lunge etc. für'ne Party feiern...:prost:
Kann man wenigstens Avastin parallel zur Bestrahlung weitergeben?
:winke:
Renate
Hallo Manu1977,
ich denk jetzt mal in die andere Richtung. Da du ein Kind bekommen hast
und es heißt, jedes Kind kostet einen Zahn, denke ich, daß bei dir
eventuell das Kalzium etwas heruntergefahren ist und dies sich natürlich
auch in den Knochen und Knochenhäuten sowie Sehnen bemerkbar macht.
Ich denke, du wirst auch Hormonblocker nehmen und das unterstützt die
Sache noch. Dies alles macht sich jetzt nach der Schwangerschaft erst
bemerkbar. Laß das Kalzium mal testen. Nicht immer gleich an Metas denken,
siehst ja, der Doktor sieht erst was, wenns bröselt. Makaber.
Gruß Altmann
Spekulazius08
15.10.2009, 22:37
Hallo Altmann,
danke für den Tipp. Werde bei meiner nächsten Blutuntersuchung in 2 Wochen das Kalzium mit testen lassen.
Liebe Grüße
Manu
sonntagskind
16.10.2009, 16:00
Werd auch diese Woche mit meinem Onko sprechen
Hallo Jojo,
hoffe, das gegenseitige Daumendrücken hat auch dir geholfen.
Und was spricht der Onko?
Und was du?
R.
hallo renate, deine fragen bezüglich der chemo + bestrahlung oder avastingabe während der bestrahlung kann dir am besten ein arzt des dkfz beantworten
die ärzte sind sehr kompetent - die kostenlose telefonnummer findest du auf der homepage des dkfz. mein cea ist inzwischen auf 14,5 gewandert - der ca 15-3 fährt achterbahn. schmerzen habe ich gott sei dank nur minimal - ich glaube auch, dass das schmerzempfinden be jedem menschen verschieden ist.
auf keinen fall schmerzen aushalten, am besten an einen spezialisten wenden.
ein ruhiges schmerzfreies wochenende wünscht dir ado
Hallo Sonntagskind,
ich war leider noch nicht so mutig wie du. Hab trotz Schmerzen diese Woche nichts unternommen- wollte einfach nicht. Aber nächste Woche Mittwoch habe ich sowieso einen Termin bei meinem Gynäkologen im Brustzentrum, werde den dann befragen. Anfang November ist dann wieder Tumormarker und Sonokontrolle, da wird sich dann zeigen wie es in der restlichen Baustelle aussieht. Hab ja meine Diagnose seit über zweieinhalb Jahren und war immer total optimistisch, doch seit ein Progress in der Leber festgestellt wurde(die Metas waren alle weg!) gehts mir auch psychisch schlechter. Und jetzt die Schlußfolgerung habe ich Schmerzen weil auch die Knochen progressiv sind, oder weil meien Psyche spinnt????
Und noch was: Ich nehme seit vier Wochen Tamoxifen und jetzt ist mir plötzlich eingefallen das Knochenschmerzen auch eine Nebenwirkung davon sein kann. Hat damit jemand Erfahrung?
Liebe Grüße Jojo
Hallo Jojo,
ja eine der Nebenwirkungen von Tamoxifen können Knochen- und
Gelenkschmerzen sein. Das Thema hatte ich gerade vorige Woche mit meinem Arzt besprochen. Dagegen wurde mir Ibuprifen verschrieben. Aber nicht alles sollte auf TAM "geschoben" und mit Schmerzmitteln quasi überdeckt werden. Mein Arzt nahm meine Schmerzen sehr ernst, wofür ich ihm sehr dankbar bin, und stellte mir eine Überweisung zum Knochenszintigramm aus um es genauer abzuklären.
LG
I.J.
Annedore
20.10.2009, 11:36
Ihr Lieben,
ich hatte gerade ein Knochenszintigramm und da ist doch wieder die Meta. im 2. Lendenwirbel erschreckend aktiv. Meine Frage: wie stellen sich Eure Knochenmetas. im Szinti dar?
Außerdem gibt es zwei neue, sehr deutliche Aktivitäten im 4. Lendenwirbel und in der Halswirbelsäule. Diese sind aber nicht mittig, sondern randlich angesiedelt. Davon behauptet der Doc. das sei Arthrose. Ich bin da etwas mißtrauisch, ob er das wirklich so klar erkennen kann. Leider ist die Kommunikation mit diesem Doc schlecht, wir haben nicht die gleiche Wellenlänge. Daher meine Frage: wie können die Ärzte unterscheiden, welche schwarzen Flecken im Szinti nun harmlos sind und welche nicht?
Liebe Grüße
Annedore
sonntagskind
20.10.2009, 20:42
Frage: wie können die Ärzte unterscheiden, welche schwarzen Flecken im Szinti nun harmlos sind und welche nicht?
Bei mir hiess es letztes Jahr, zur Bestätigung, dass es wirklich Metas sind, als nächstes ein MRT.
Dann später auch noch CT, zur Beurteilung, wie's mit der Struktur aussieht (wegen Bruchgefahr).
Seitdem ist bei mir kein Szinti mehr zu Kontrollzwecken gemacht worden.
Dafür alle paar Wochen ein CT, auch wegen Lunge und Leber, und weil meine Tumormarker überhaupt nix aussagen.
Ansonsten:
Drei Ärzte, drei Meinungen, mindestens. :undecided
Heute wieder Tagesklinik der Uni wg. Pamidronat und Avastin.
Erst mal lieber mit der Chemo weitermachen, da diese erst seit 6 Wochen läuft.
Die von der Orthopädie empfohlenen 2 Voltaren Resinat am Tag sind eher ein Rückschritt. Reicht nicht (oder die Schmerzen haben in den letzten Tagen so enorm zugenommen :eek:). Habe daher eben eine Ibu zusätzlich eingeworfen, ab morgen gibt es was Stärkeres, das ich laut Onko Prof. zusätzlich zum V. nehmen soll (Rezept in der Apotheke, habe ich mir nicht gemerkt, daran merek ich, dass ich doch ziemlich durch den Wind bin...).
Also mal sehen, wie ich die Schmerzen in den Griff kriege, und was das nächste CT in zwei Wochen sagt.
Mit aua-rigen und frösteligen Grüßen
Renate
Petra & Thomas
20.10.2009, 20:59
Hallo ihr Lieben,
plage mich auch mit einigen Knochenschmerzen rum. Kann es ein, dass ich jetzt schon Metas habe? Oder liegt es an den Leukos die jetzt nach fast 2 Monaten Bestrahlungsende bei 3,9 liegen und mein Knochenmark wahrscheinlich ordentlich was abgekriegt hat ? Sieht man das nicht anhand der Tumormaker wenn da was wäre? Knochenszin. war im Febr. nach OP mit der Aussage keine sicheren Hinweise auf Knochenmetas nur Abnutzungserscheinungen in Schulter und Hüfte. Ein weitere Szinti will meine Onkologin vorerst nicht machen Nun bin ich wieder etwas verunsichsrt, auch wenn die Schmerzen während der Chemo viel stärker waren.
L.G. Petra
hallo petra
als ich vor fünf jahren im szinti war, hieß es "wahrscheinlich degenerative veränderungen - kontrollszintigramm in 6 monaten wird dringend empfohlen"
ich habe nach sechs monaten kein szinti mehr machen lassen.
erstens hätte ich nach dieser zeit längst probleme kriegen müssen (wären es denn metas gewesen)
und zweitens will ich es gar nicht wissen, wenn da was ist. das reicht immer noch, wenn probleme (schmerzen) auftreten.
zur zeit habe ich auch rückenschmerzen. linkes schulterblatt, kreuz...
hatte ich vor einem jahr schonmal- da hab ich's erst einmal mit krankengymnastik versucht, und, man höre und staune: schon nach zwei terminen hatten sich meine beschwerden in luft aufgelöst.
diesmal gibt mir meine ärztin homöopathische spritzen. und man glaubt es kaum, aber es wirkt.
wäre ich zum szinti gegangen, hätte man mir garantiert erzählt, es könnte vielleicht eine meta sein und ich wäre wieder im ausnahmezustand.
das hat natürlich gar nichts mit der situation zu tun, in der metas mit sicherheit nachgewiesen sind. aber du musst jetzt nicht wegen "ein bißchen knochenschmerzen" die pferde scheu machen.
diese ewige psychische belastung durch das ständige untersuchen und befund abwarten tut auch nicht gut.
ist natürlich nur mein persönliches empfinden.
ich bin froh, dass mein onkologe mich nicht ständig zu untersuchungen beordert. er meint, solange es mir gut geht, ist doch alles in ordnung.
recht hat er!
Liebe Annedore,
zum Knochenszinti kann ich dir auch nichts sagen, bei mir wird zur Verlaufskontrolle immer die Leber genommen. Also CT oder MRT Abdomen. Die Knochen die dann auf den Bildern mit drauf sind werden angeschaut aber ansonsten haben wir die Knochen immer außer acht gelassen, da ich ja bisher keine Probleme hatte. Ob jetzt da ich ja gerade mich mit Schmerzen rumplage mal ein Knochenszinti gemacht wird- mal schauen.
Grüße von Jojo
Annedore
21.10.2009, 11:51
Hallo Ihr Lieben,
ich muß etwas ausholen, um meine Distanz zu den Diagnosen der Radiologen ein wenig zu erklären. Vor 5 Jahren haben (nach Szinti, MRT,CT) ganze Heerscharen von Radiologen im Brustton der Überzeugung getönt: das ist keine Metastase im 2. Lendenwirbel. Es fehlt jedes metastasentypische Merkmal. Nur mein Onkologe sagte ganz trocken: bei Ihrer Vorgeschichte ist das mit Sicherheit eine Metastase. Ich habe dann eine Biopsie machen lassen und siehe da, es war und ist eine Metastase. Daher mein jetziges Misstrauen.
Meine Metastase ist von dem Typ: teils lytisch, teils sclerotisierend. D. h. es besteht keine Bruchgefahr und die Schmerzen sind i. a. ohne Tabletten auszuhalten.
Meine Überlegungen sind gerade folgende: falls das Zometa (seit 5 Jahren) nicht mehr wirkt, sollte man es absetzen, sollte man eine Chemo machen? Ich weiß, ich muß das mit meinem Onkologen besprechen, aber für mich ist es hilfreich, wenn ich schon vorab einmal meine Gedanken formulieren kann.
Und dann noch einmal die Frage: bekommt jemand von Euch Bisphosphonate wegen Knochenmetas. und hat danach einmal ein Szinti machen lassen und wie stellten sich die Metas. dar? Waren sie aktiv wie vorher oder hatte die Aktivität nachgelassen?
Liebe Grüße
Annedore
Hallo Annedore,
also ich bekomme seit etwas mehr als einem Jahr Zometa im Abstand von 4 Wochen wg. einer Knochenmetastase am Steissbein.
Bei mir wurde nur am Anfang - beim Staging - ein Knochenszintigramm gemacht. Um die Diagnose zu sichern wurde dann MRT, CT und PET-CT gemacht.
Für die Verlaufskontrolle wurde bei mir bisher ein weiteres MRT gemacht und dann ein CT. Das nächste CT steht für November an.
Beim ersten Kontroll-MRT nach ca. 4 Monaten nach Start mit Zometa, war die Beurteilung: die ossäre Läsion reichert nur noch im Randbereich schwach Kontrastmittel an.
Beim letzten CT im Mai wurde mir von meinen Ärzten bestätigt, alles o.k.
Somit gehe ich davon aus, dass das Zometa die Metastase zum "schlafen" gebracht hat.
Wie gesagt, von einem Szinti war bei mir nie mehr die Rede - immer nur von Kontrollen über MRT oder CT.
Vielleicht konnte ich Dir ja mit meinen Ausführungen weiterhelfen
Wünsche Dir alles Gute
Ingrid
Annedore
21.10.2009, 13:32
Liebe Ingrid,
danke für Deine Antwort. Auch bei mir werden CT und MRT zur Verlaufskontrolle gemacht, aber das bezieht sich immer nur auf den betroffenen Bereich. So etwa alle zwei Jahre lasse ich zusätzlich ein Szinti machen um zu schauen, ob sich die Metas vermehrt haben. Aktuell sind eben zwei neue tiefschwarze Bereiche zu erkennen, die mich misstrauisch machen.
Die bekannte Metastase war im ersten Szinti nach Zometagabe nicht mehr zu sehen, hat sich jetzt aber nach und nach wieder über dunkel im zweiten und schwarz im dritten Szinti zurückgemeldet.
Interessant ist für mich, dass auch bei Dir eine solitäre Knochenmetastase gefunden wurde. Bei den meisten finden sich ja multiple. Besteht bei Dir Bruchgefahr und wie ist es mit den Schmerzen?
Viele Grüße
Annedore
Liebe Annedore,
ja, es handelt sich wirklich nur um eine einzelne Stelle am Steissbein. Am Anfang waren sich die Damen und Herren auch überhaupt nicht sicher, ob es wirklich eine Metastase ist - erst nach einem PET-CT hat man sich dann festgelegt. Eine Biopsie konnte wegen der blöden Lage dieser Metastase nicht gemacht werden - man hätte über den Bauch an das Steissbein herangemusst - die Gefahr von Blutungen und/oder Lähmungen war den Chirurgen dann einfach zu hoch.
War auch etwas ungewöhnlich, dass überhaupt schon eine Metastase da war - bei mir war nur der Wächter-Lymph befallen, alle anderen Lymphe frei und sonst war auch nirgends etwas zu sehen.
Schmerzen habe ich überhaupt keine, noch nie gehabt. Eine Bruchgefahr ist auch nicht - wäre wohl auch am 2.Steissbeinwirbel auch nicht so dramatisch.
Jetzt hoffe ich halt auch, dass das Zometa in Verbindung mit Femara die Metastase auf die nächsten 30 Jahre still legt.
Liebe Grüße
Ingrid
Annedore
21.10.2009, 17:02
Liebe Ingrid,
da scheint es ja doch gewisse Parallelen zwischen unserer Metastasierung zu geben. Komisch, dass das ein Gefühl von nicht allein sein bei mir auslöst!
Sei froh, dass Deine Diagnose über PET-CT erfolgt ist. Ich habe die Biopsie des Lendenwirbels als sehr scheußlich in Erinnerung und möchte, wenn es vermeidbar ist, diese nicht wiederholen müssen.
Ich habe jetzt beschlossen, in Ruhe den nächsten Termin bei meinem Onkologen abzuwarten und dann mit ihm das weitere Vorgehen besprechen. Ich muß ja nichts überstürzen.
Liebe Grüße
Annedore
Liebe Annedore,
dann hoffe ich mit Dir, dass Dir Dein Onkologe die Zweifel an dem Urteil des Radiologen ausräumen kann und dass es sich wirklich um Artrose handelt.
Auch mir geht es so, es ist irgendwie schon erstaunlich tröstlich, dass man jemandem begegnet, der genau sie gleiche Therapie bekommt und der auch eine ähnliche Diagnose hat.
Ich habe im November mal wieder ein Kontroll-CT und hoffe, dass sich bei mir der alte Stand wieder bestätigt, die vorhandene Metastase schläft und es ist nichts Neues erkennbar :D
Liebe Grüße
Ingrid
sonntagskind
26.10.2009, 16:25
Also mal sehen, wie ich die Schmerzen in den Griff kriege
Hallo,
inzwischen nehme ich Tramadol, ein Opioid, und Ibuprofen statt des eigentlich verschriebenen Voltaren Resinat. Und: ich habe ja selbst kaum noch daran geglaubt, aber die Schmerzen - und auch der Schüttelfrost - sind deutlich weniger geworden. :winke:
Was jetzt noch spürbar ist, ist zeitweise Ziepen in Becken und Oberschenkel, und vor allem dass ich das rechte Bein nicht richtig hoch bekomme. Inzwischen geht's wieder hoch bis in den rechten Winkel, die Tage vorher nicht mal das. Hosenanziehen im Stehen? Undenkbar.
Daher tippt meine Physiotherapeutin nach wie vor eher auf einen gereizten Nerv.
Frage dann ist aber, ob die nun verschriebenen Medis bzw. die Therapie mit Schmerzmitteln da wirklich optimal sind.
Mich frustriert total, dass die Ärzte gar nicht nach der echten Ursache suchen (eine Ärztin sagte sogar, das sei halt oft gar nicht möglich :huh:).
Aber ich denke, dass es doch einen Unterschied machen müsste,
- ob etwas einen Nerv einengt und dieser entzündet ist,
- und wenn ja, ob es vom Becken kommt,
- oder von den Lendenwirbeln,
- oder von irgendwas, was mit den Metas nix zu tun hat (aber sobald man den "Krebs"-Stempel auf der Patientenakte hat, muss das wohl alles erklären :( )
- oder ob es "nur" die Metas in den Knochen selbst sind.
Verlange ich da zu viel???
Habe ich zuviel Dr. House geguckt? ;)
Viele Grüße
Renate
(mit einer geradezu erholsamen stinknormale Erkältung)
Annedore
10.11.2009, 16:37
So, ich muss meine Äußerungen ein wenig relativieren. Ich war inzwischen bei meinem Onkologen und wir haben das Szinti. besprochen:
1. Zur Aufnahme des Szintis wird das Gerät immer so eingestellt, dass die momentane Aufnahme optimal wird. D. h. diese Einstellungen weichen immer voneinander ab und man kann daher nicht die Intensität der Schwarzfärbung der Aktivitäten aus mehreren Jahren einfach miteinander vergleichen wie ich das getan habe.
Also Entwarnung ist angesagt.
2. Der Radiologe kann anhand eines Szintis nur Aussagen über erhöhte Aktivitäten machen. Er braucht die Krankengeschichte, er braucht Ergebnisse aus andern Untersuchunge (CT, MRT), um die Aktivitäten zu beurteilen und einzustufen. Also ohne das genaue Wissen meiner Knochenmetas. hätte er diese nicht als solche einstufen können. Auch mit der Arthrose ist es so. Die ist durch CT und MRT klar dokumentiert und dadurch hat er sich leicht getan mit seiner Einstufung der Aktivitäten.
Also auch hier kann ich mich entspannen und meinen Gleichmut wieder finden.
Viele Grüße
Annedore
sonntagskind
11.11.2009, 12:08
Hallo,
so, neues CT wurde gemacht, aber nix gefunden, das die Zunahme der Schmerzen erklärt, da in den Knochen alles "idem" sei.
:undecided
Eine Weile lang ging's mir gut, da schmerzfrei und wenig Gefröstel, aber in den letzten Tagen ging's wieder los, sicher auch durch diverse Faktoren verstärkt (Befundbesprechnung, schlechte Neuigkeiten wegen Progress in der Leber und daher schon wieder neue Medis; schönes aber anstrengendes Wochenende; noch hartnäckige Erkältungsreste).
Ich kann fast die Uhr danach stellen:
Nachmittags ab 4 werde ich müde :gaehn: :schlaf: , fange ich an zu frösteln und ich fühle mich fies grippig, Temperatur steigt auf ~37,6, ab 8 wird's besser, und um 10 hüpfe ich wieder durch die Hütte als ob nix wär. :cool3:
Ich werde testweise mal das Ibu auf 3 mal am Tag erhöhen, aber leider verträgt es sich nicht gut mit dem Methotrexat, das ich 2 mal die Woche nehme.
Mit dem Prof habe ich jetzt vier Wochen Beobachtung ausgehandelt, wenn's dann - trotz neuer Chemo und Zometa statt Pamidronat - weiter schlimmer wird, käme ein MRT in Frage. Denn er meinte, im CT hätte man eine Beteiligung von Weichteilen eh nicht gesehen, sondern nur die Knochen selbst. Wie schön, dass wir dann dauernd nur auf die CTs geguckt und gewartet haben... :mad:
Aber es sei fast egal, was das MRT zeigt, die Behandlung wäre eh dieselbe, sprich Schmerzmittel drauf :twak:, da wir die Chemo wegen Leber und Lunge nicht für eine Bestrahlung unterbrechen sollten.
Trotzdem oder besser, jetzt erst recht :knuddel:
Schöne Grüße
Renate
Annedore
11.11.2009, 16:38
Liebe Renate,
wie schade, dass Du immer noch nicht weiter bist. Aber zumindest konnte man ja anhand des CT neue Knochenmetas ausschließen. Das ist doch ein Lichtblick!
Vielleicht solltest Du die Vermutumg Deiner Physiotherapeutin aufgreifen, die meinte, es könne ein eingeklemmter Nerv sein, der Probleme macht. Ich setze jetzt hinzu, es muß nicht einmal ein eingeklemmter Nerv sein, es reicht, wenn man eine Engstelle hat. Diese kann z.B. bei Stress (und davon hast Du ja genug), bei Kälte, bei Nässe, u.s.w. auch zu massiven Problemen führen, die man aber durch konsequentes Training verschiedener Dehnübungen abbauen kann. Laß Dir doch einmal solche Übungen zeigen.
Es wäre doch sehr schön, wenn es gelingen würde, diese Schmerzen mit einfachen Mitteln zu bekämpfen, und dann damit Deine Leber vielleicht ein wenig zu entlasten.
Liebe Grüße und verliere nicht den Mut
Annedore
sonntagskind
14.11.2009, 19:40
Hallo Annedore und alle anderen hier.
zumindest konnte man ja anhand des CT neue Knochenmetas ausschließen.
Naja, es sind ja eh schon fast alle Wirbel und das Becken befallen :weinen: und ich bin skeptisch, was die befundenden Radiologen da überhaupt wirklich im Detail sehen können. Die sind sich ja nicht mal bei z.B. den Lebermetas einig. Im September hiess es noch: größte ist 15 mm, jetzt lese ich, eine sei von damals 24 auf 29 gewachsen. Ob 15 oder 24 macht doch wohl einen ziemlichen Unterschied. Wären die beiden Befunder in umgekehrter Reihenfolge im Dienst gewesen, hätte man vielleicht gar gefolgert, dass die Chemo toll anschlägt und weitergemacht?! :eek:
Und wie ich mich zu erinnern meine, sind die Knochenveränderungen, z.B. auch das positive Ansprechen auf Bestrahlung in den CT Bildern nicht so gut oder mit großer Verzögerung zu sehen.
Von daher finde ich das "idem" für unverändert immer so lala.
Die Schmerzen sind das eine, aber da sie dauernd mit diesem fies grippigen Gefühl und Fieber einhergehen, ist meine Lebensqualität nicht so doll - da wüsste ich langsam wirklich gern, woher das alles kommt.
Aktuelle Theorie:
Die Aktivitäten der Krebszellen können Entzündungen mit sich bringen (war mir früher gar nicht klar!), daher wohl auch meine erhöhten CRP Werte etc. Daher denke ich auch, dass das Ibuprofen durch seine entzündungshemmende Wirkung besser hilft als das reine Schmerzmittel Tramadol. Daher habe ich das Ibu inzwischen auf drei mal am Tag erhöht. Und die neue Chemo tut dann noch ein weiteres.
Jawollja! :twak:
Dehn- und stärkende Übungen für den Rücken mach ich.
Yoga ist toll!
Nur mit Fieber und ohne Kraft ist das auch nicht immer möglich.
Aber auch Progressive Muskelentspannung hilft, sollte ich wirklich wieder öfter machen.
und verliere nicht den Mut
Annedore
Neeeee, mach ich nicht.
Gut, dass es euch gibt. Das hilft mir wirklich sehr.
Gruppenknuddeln!
Liebe Grüße
Renate
Hallo Renate Ich muß am Freitag auch wieder zum Knochenscintie,mein TM ist
wieder leicht angestiegen.Da schwirren einem schon wieder Dinge durch den Kopf.Ich habe ja auch überall Knochenmetas,mit den Schmerzen hält sich das so in Grenzen.Hatte gerade Schmerzen unterhalb der Narbe(Ablatio links), ist
2 Jahre her die OP,aber mann tröstet sich dann vielleicht Wetter bedingt oder
was eingeklemmt oder oder.Zur Zeit gehts wieder wer weiß.
Wir lassen uns nicht unterkriegen.Wünsche Dir und Euch Allen noch einen
schönen Sonntag LG Marion :knuddel::winke:
sonntagskind
21.12.2009, 16:42
Hallo,
mal was Gutes zum Mitfreuen.
:prost::smiley1::knuddel: :prost::smiley1::knuddel: :prost::smiley1::knuddel:
:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:
Habe mir gerade die Blut-Laborwerte von vor zwei Wochen abgeholt.
Der CRP-Wert (Entzündungswert), der vier Wochen zuvor noch bei rekordverdächtigen 90,3 war, ist auf mickrige 5,2 runter (Normwert bis 5)!
******** JUHU ********
Dazu passt, dass ich in letzter Zeit auch kaum noch Fieber und Grippegefühl habe (die Schmerzmittel nehme ich aber erst mal weiter).
Das heisst ja dann auch wohl, dass mein Bauchgefühl, dass die Beschwerden irgendwie mit Entzündungsreaktionen durch die Metas in Zusammenhang stehen, wohl nicht so falsch war.
(Dass meine Leberwerte diese schöne Entwicklung nicht mitgemacht haben, ignoriere ich erst mal bis zum nächsten Test in zwei Wochen)
Viele liebe und partiell sehr erleichterte Grüße
Renate
Hey Renate
Das hört sich doch schon mal gut an,da kann mann sich jetzt wenigstens
ein bißchen auf Weihnachten konzentrieren.Freue mich mit Dir.
Ich hatte auch wieder gerade meine Untersuchungen es ist alles ruhig.Mein TM
war zwar etwas erhöht,hoffe daß er wieder fällt. Im neuen Jahr gehts dann wieder weiter mit den Behandlungen.Ich wünsche Dir und deiner Familie ein
schönes Weihnachtsfest.LG Marion :winke::knuddel::prost::prost::prost:
sonntagskind
22.12.2009, 13:46
Liebe Marion,
auch Dir ein paar besonders nette Festtage!
Gilt natürlich auch für die anderen Leserinnen!!!
Liebe Grüße
Renate
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