Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 3,5 cm Tumor
Monika Rasch
04.01.2010, 15:38
3,5 cm Tumor- dazu geschwollene Lymphknoten.
Der Tumor sitzt am unteren Lungenrand rechts( nach diversen Untersuchungen ist der Tumor doch eher zentral im re, Oberlappen-korrigiert am 5.3.).
Es wurde wegen Husten erst mit Antibiotika behandelt, danach eine Lungenaufnahme und ein CT gemacht.
Mit eben diesem Ergebnis.
Wie geht es weiter ?
Morgen also geht meine Schwester ins Krankenhaus zur Bronchoskopie und zum Staging.
Die Leber ist frei.
Es wird die Histologie des Tumors bestimmt, und dann sehen wir weiter.
Lt. Radiologe soll der Tumor nicht operabel sein.
Sie trägt es unglaublich gefasst, keine Panik, keine Angst erkennbar, eigentlich nur Zorn.
Gibt es irgendwas besonderes, worauf sie achten soll ?
Antiironie
04.01.2010, 20:14
Liebe Monika,
ich kann dir nicht viel helfen, aber ich denke ihr solltet abwarten um was für einen Tumor es sich genau handelt. Dann kann man auch genauer Antworten.
Ich weiß von meinen Eltern das sie immer Selen zusätzlich eingenommen haben. Auf Anraten der Hausärztin. Vielleicht solltet ihr nach solchen Zusatz Einnahmen den Arzt fragen.
Ich wünsche deiner Schwester und Euch Angehörigen
Alles erdenklich Gute
lg Anja
Bremensie
05.01.2010, 09:45
Hallo Monika,
ich kann mich da meinen Vorrednern nur anschließen. So schwer es fällt müsst ihr erstmal die Untersuchungsergebnisse abwarten. Danach wird dann der Behandlungsplan zusammengestellt. Ich wünsche deiner Schwester und euch Angehörigen viel Kraft für die kommende Zeit. LG Erika
Monika Rasch
05.01.2010, 09:53
Lieben Dank schon mal für die Antworten.
Sie ist jetzt gerade im Krankenhaus angekommen.
Monika Rasch
08.01.2010, 10:53
Nun geht es weiter.
Bisherige Untersuchungen waren Bronchoskopie, CT Bauch und Kopf.
Die Bronchoskopie erbrachte eine saubere Lunge, leider kam man nicht bis zur Tumorregion.
Es wurde gespült in der Hoffnung, verwertbare Zellen des Tumors zur Histologie zu bekommen.
Seit heute wissen wir, das es nicht geklappt hat.
Es wird eine Mediastinoskopie gemacht werden, hoffentlich mit einem aussagekräftigeren Ergebnis.
Das CT ergab keine weiteren Schrecken.
Darüber sind wir erstmal froh.
Monika Rasch
08.01.2010, 16:43
Der Chirurg war da, der am Montag den Eingriff machen wird.
Er hat meiner Schwester richtig Angst gemacht, anscheinend sah er es als seine Aufgabe, ihr jede Hoffnung zu nehmen.
Er sagt, der Tumor säße an der Rückwand der Lunge, und man könnte, wenn überhaupt, nur die komplette RECHTE Lunge entfernen.
Wie geht es denn dann weiter, wie lebt es sich damit ?
Wo gibt es in Deutschland DIE TOP ADRESSE für eine ZWEITE Meinung ?
Ich bitte dringend um Erfahrungen
paula2007
11.01.2010, 14:27
hallo monika,
meinem papa wurde auch die komplette linke lungenhälfte operativ erntfernt. nach anfänglicher kurzatmigkeit, die er mit atemtherapie gut in den griff bekam, konnte er damit gut leben. er konnte zwar keinen leistungssport treiben, aber ansonsten alles machen. ihn haben 2 jahre später leider die metastasen in den knochen und der leber den kampf verlieren lassen...
deiner schwester wünsche ich alles liebe und ganz viel kraft. es lohnt sich immer zu kämpfen- für jeden tag den man dadurch gewinnt!
lg, nicole
Monika Rasch
11.01.2010, 15:37
Dummerweise ist es bei meiner Schwester die rechte Seite, also die mit den 3 Lappen.
Meine Schwester ist jetzt auch nicht soooo der sportliche Typ, aber nur 2 von 5 Lungenlappen zum atmen, das erfordert sicher ein gewaltiges Training.
Bei meiner Schwester läuft seit ca. 14.00 die Mediastinoskopie, ich fahre jetzt wieder zum Krankenhaus, nach meiner kleinen Schwester schauen.
Hoffentlich hat da heute wenigstens die Sicherung von Zellen geklappt.
Es soll auf jeden Fall erst mal eine Chemo gemacht werden, aber wir wissen natürlich noch nicht, welche es werden wird.
Ich melde mich, wenn ich mehr weiss.
Liebe Paula,
Danke für die lieben Worte.
Ich bin so sprachlos im Moment, kann noch nicht mal mit meinem Partner darüber reden.
annika33
11.01.2010, 17:24
Hallo Monika,
ich hoffe, Deine Schwester hat den Eingriff gut überstanden und vor allem wünsche ich Euch, dass aussagekräftiges Gewebe entnommen werden konnte. Aber da bin ich zuversichtlich.
Ich bin so sprachlos im Moment, kann noch nicht mal mit meinem Partner darüber reden.
Ich glaube das ist eine völlig normale Reaktion, angesichts des "Diagnoseschocks". Ich musste seinerzeit auch erstmal für mich realisieren, was überhaupt bei meiner Mutter passiert war. Man ist richtiggehend unter Schock.
Ich hoffe, dass es Deiner Schwester jetzt, nach dem Eingriff, gut geht.
Liebe Grüße
Annika :winke:
Monika Rasch
11.01.2010, 19:11
Hallo Annika, der Eingriff begann erst um 14.00 Uhr und um 16.00 Uhr war sie wieder im Zimmer, noch Narkosebeduselt und mit Schmerzmittel vollgeschossen per infusion.
Und sie lag im Bett und weinte.
Zum ersten Mal überhaupt, sie hat ja so dicht gemacht und will uns alle nicht belasten mit dieser Scheixxangst.
Ich muss nun zum Nachtdienst, morgen weiss ich hoffentlich mehr.
Bis demnächst
paula2007
12.01.2010, 10:58
hallo monika,
sicherlich braucht deine schwester im falle einer op hinterher ein gewisses atemtraining, aber das ist mit sicherheit alles machbar. bei meinem papa hat man nach dieser atemtherapie wirklich kaum was gemerkt. sogar längere spaziergänge schnelleren schrittes mit unserem hund waren kein problem.
jetzt drücke ich euch aber erstmal die daumen, dass der eingriff gestern zufriedenstellend verlaufen ist und möglichst bald mit einer angemessenen therapie begonnen werden kann.
glg und viel, viel kraft!
nicole
Monika Rasch
14.01.2010, 20:34
Morgen wird der histologische Befund erwartet.
Wir halten die Anspannung kaum aus.
Meine Schwester erwartet immer noch so was wie ein Wunder, also gar keine bösen Zellen.
Bitte bitte lass es was sein, womit sie wenigstens eine Chance hat.
Sie braucht nur eine Chance, eine einzige..........und sie wird nicht aufgeben.
Natascha85
14.01.2010, 21:34
Kann ich mir gut vorstellen, was gerade in dir vorgeht. Bei mir ist es unsere Mama. Auch LK mit Metas in Lunge und im Kopf. Von 8.12.09 bis gestern war warten angesagt. Es kam immer noch ein bisschen an Wahrheit heraus, weil die Untersuchungen und Ergebnisse Zeit gebraucht haben. Die Warterei ist das Schlimmste an allem! Ich drück euch ganz fest die Daumen!
Lucky End
15.01.2010, 00:32
Hallo Monika,
diese "Wunder" gibt es immer wieder!!!
Ich (41) habe mich letztes Jahr von meinen linken Lungenlappen verabschiedet. Bei der Besprechung wurde mir quasi nur eine ganz klitze kleine eventuelle Chance eingeräumt, dass die Lunge noch da ist, wenn ich aufwache. Aber Hoffnung bestand eigentlich nicht! Umso größer war meine Überraschung, als man mir beim Aufwachen sagte, dass ich die ganze Lunge behalten habe!!
In der OP-Aufklärung sagte man mir, dass man mit einer Lunge gut leben kann. Die andere Lungenhälfte würde mit der Zeit einen Teil der Funktion der anderen Hälfte übernehmen und auch etwas an Volumen zunehmen. Meine Organe, wie z.B. das Herz würden dadurch dann etwas "verrutschen". Das A&O ist wohl, dass man künftig wirklich gesund lebt, sich nicht überanstrengt und kein Übergewicht hat. Hintergrund ist, dass die verbliebene Lungenhälfte wohl nicht 100% des Sauerstoffbedarfs für den Körper abdeckt und deshalb das Herz die Unterversorgung mit mehr Herzleistung ausgleicht. Das hat dann zur Folge, dass das Herz mit den Jahren zuviel Arbeiten musste und dann evtl. vorzeitig in den Ruhestand geht. Meine Ärztin drückte das so aus: "Wenn Sie künftig die Wahl zwischen Rolltreppe und Treppe haben, dann ist Ihre Wahl die Rolltreppe" Sollte Deine Schwester sehr sportlich sein, dann muß Sie sich wirklich heftig umstellen! Aber wie gesagt:
WUNDER - ES GIBT SIE NOCH !!!
Ich wünsche Deiner Schwester von Herzen, dass sich der Tumor nicht mit mehreren Lungenlappen verwachsen hat und sich gut lösen lässt, damit ihr auch alle Lappen erhalten bleiben.
TOI TOI TOI
Lucky End
Monika Rasch
15.01.2010, 15:33
Erst einmal möchte ich mich bei Allen, die hier Anteil nehmen, ganz herzlich bedanken.
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Heute ist der Befund da,
man weiss nicht, was man davon halten soll.
Heisst dass, das eventuell der Tumor (3,5 cm) nicht getroffen wurde bei der Biopsie....obwohl der Arzt sagt, er hätte Material aus dem TUMOR entnommen...
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Gutachtliche Beurteilung:
1. (LK 2 und 4 re.) Insgesamt 6 zwischen 0,2 und 0,4 cm messende blaßbraune, allenfalls gering graubraun
pigmentierte Lymphknoten.
2. (LK Station 4 li.) Gelbliches 0,3 cm messendes Gewebsstück.
3. (Oberlappen-PE re.) 3 blaßbraune jeweils etwa 0,2 cm messende weiche Biopsien.
1. Histologisch sieht man 6 kleine vernarbte Lymphknoten, fokal mit gequetscht
erscheinenden Zellen, welche hinsichtlich ihrer Dignität konventionell histopathologisch
nicht eindeutig zuzuordnen sind.
2. Histologisch sieht man einen kleinen vernarbten Lymphknoten mit wenigen erhaltenen Lymphozyten.
3. Histologisch sieht man 2 jeweils 0,2 cm große Biopsien aus der Bronchialschleimhaut
mit von der Unterlage abgelösten metaplastischen Plattenepithelanteilcn, welche eine
deutliche Schichtungsstörung und pleomorphe hyperchromatische Zellkerne aufweisen.
Hier sieht man auch mäßig dichte lympholeukozytäre Infiltrate.
Kritischer Bericht
Es handelt sich um eine Plattenepithelmetaplasie der Bronchialschleimhaut mit schwergradigen
Epitheldysplasien (Präp. 3, Oberlappen rechts).
Ein eindeutig invasives Wachstum läßt sich im vorliegenden Material nicht belegen.
Weitere Befunde: Tumorfreie Lymphknoten Station 4 links (Präp. 2).
Mechanisch alterierte Zellen unklarer Dignität in den
Lymphknoten 2 und 4 rechts (Präp. 1).
Zur Dignitätsbeurteilung der Zellen in Präp. l sind immunhistochemische
Untersuchungen erforderlich, es folgt ein weiterer Bericht.
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Das wars erst mal.
Monika Rasch
17.01.2010, 21:35
Und die Geschichte geht weiter.
Es soll jetzt noch 2 Tage abgewartet werden, ob in der weiterführenden Histologie noch irgendwas verwertbares auftaucht-
und wenn die weitere Untersuchung bis Dienstag nichts weiteres ergeben
sollte,
wird dann trotzdem am Dienstag mit der Chemo begonnen.
Fakt ist, der Tumor ist da, der Tumor ist groß...und er liegt ungünstig inoperabel.
Hallo,
ich habe eure Geschichte verfolgt.Ich drücke euch ganz fest die Daumen und hoffe,dass sie alles gut in den Griff bekommen.Bei meinen Paps schien auch erst alles aussichtslos (CUP),doch im Moment hat es sich für uns zum Guten gewendet.Ich hoffe,es bleibt noch lange so.
LG und viel Kraft
Petra:winke:
Monika Rasch
18.01.2010, 08:41
Hallo Petra,
lieben Dank für Deinen Beitrag.
Wir können einfach nur warten und warten, und hoffen natürlich.
annika33
18.01.2010, 09:52
Liebe Monika,
liebe Grüße und alles Gute für die Woche. Ich hoffe, dass sich die 2 Tage des Wartens lohnen, und man anschließend einen gesicherten Befund hat.
Dieses "in der Luft hängen" ist natürlich total belastend. Vielleicht wäre mein Tipp bzgl. Essen doch kein so schlechter? Einfach dort nochmal, im Vorfeld telefonisch nachfragen?
Ich bin immer ganz vorsichtig mit solchen Dingen, denn ich weiß, wie meine eigene Mutter seinerzeit auf "gute Ratschläge" reagiert hat. Man muss selber wissen, ob man sich gut betreut und aufgehoben fühlt. Ich denke nur, dass es so ist, dass viele Menschen die mit dieser Krankheit Lungenkrebs konfrontiert werden, für beispielsweise Zweitmeinungen oder so, ein zertifiziertes Zentrum aufsuchen. Sie reisen dafür kilometerweit, um dorthin zu kommen. Und für uns liegt das in "Spuckweite". Vielleicht, einfach nur so als nächste Sicherheit in der Hinterhand...mal anrufen u. nachfragen?!
Will Dich keineswegs verunsichern und hoffe Du nimmst mir meine Worte nicht krumm oder so. Nur ich weiß noch, wie verzweifelt ich seinerzeit auf der Suche nach der besten Möglichkeit für meine Mama war. Dabei fand sie sie dann selber :rolleyes:.
Ich wünsche Euch alles alles Gute und hoffe, dass ihr bald mehr wisst.
Liebe Grüße
Annika
Hallo Monika,
ich weis genau,wie du dich fühlst.Im Moment befinden wir uns in einer ähnlichen Situation.Wie du in meiner Signatur lesen kannst,hatte meine Mam vor 3 Jahren Gebärmuttelhalskrebs.Nun wurde vor Weihnachten durch Zufall ein Schatten auf der Lunge gefunden.Die ersten Ergebnisse waren ok,im Schleim keine Tumorzellen gefunden.Aber das Röntgenbild hat sich nicht verändert,der Schatten ist noch da.Sie muß nun am Donnerstag in die Klinik.Ich kenne also die Angst!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wollen wir hoffen,dass alles doch noch einigermaßen gut ausgeht.
Wartet auf die Ergebnisse und dann weis man Bescheid.Ich habe auch schon viele,viele Stunden in meinen Leben mit warten auf Ergebnisse verbracht.Ich weis wie furchbar das ist,und nun geht es schon wieder weiter:mad:
Nochmal alles Gute für euch
Petra
Monika Rasch
18.01.2010, 10:16
Hallo Annika,
das mit der Zweitmeinung in Essen habe ich schon angeleiert, nur müssen wir dafür alles in der Hand halten, und ohne die genaue Histologie laden die uns nicht ein.
Ich habe aber die Telefonnummer des Sekretariats und kann ganz kurzfristig einen Termin bekommen.
Meine Schwester selber hat einen guten privaten Kontakt nach Großhadern, auch von dort wird eine Meinung angefordert.
Aber die Stationsärztin hat von uns schon die Info bekommen, dass wir gerne noch alles ausgehändigt bekommen möchten für eine zweite Meinung.
Sie war davon nicht überrascht, das scheint wohl das normale Procedere zu sein.
Monika Rasch
18.01.2010, 14:52
Der neue Befund ist heute gekommen, es ist ein Adenocarcinom mit Metastasierung in Lymphknoten- was ja auch nicht wirklich anders zu erwarten war
bei der Größe des Teils.
Histologisch sind nur 2 von 6 befallen, das ist gut.
Adenocarcinom ist jetzt auch nicht so ein Exot, der ist relativ häufig .
Begonnen wird ab morgen mit 3wöchentlicher Gabe von Cisplatin+Etoposid- und in Kombination
wird bestrahlt werden.
Das wird aber noch besprochen.
Die Unterlagen für die Zweitmeinungen werden morgen fertig sein.
Ich habe meiner Schwester gesagt, sie soll sich selber anmelden und hier mitschreiben.
Hallo Moni,
rein zur Information: Ich werde seit meiner Diagnose im Mai 2009 aufgrund eines noch größeren PlattenepithelCA therapiert (Urspr. vermutet ca. 10,5 x 10 cm). Zunächst versuchte man ihn operabel zu bekommen durch Kombi Chemo/Bestrahlung. Trotzdem lag er nach Restaging noch so ungünstig, dass er nicht operierbar ist.
Ich habe jetzt 3 Zyklen Cisplatin/Gemci hinter mir. Heute war ich zum ersten mal wieder arbeiten (halbtags als zwischenzeitliche Wiedereingliederung). Am 08. Februar erfolgt das nä. Restaging.
Bei Bedaf bin ich gerne zum Austausch bereit.
Ich wünsche Dir viel Kraft bei der Unterstützung und hinterlasse einen lieben Gruß
Micha
Monika Rasch
18.01.2010, 15:42
Hallo Micha, Danke für Deine Antwort.
Darf ich fragen, wie alt Du bist und was Du arbeitest ?
Wenn Dir das lieber ist, gerne auch per PN.
Um wieviel ist denn Dein Tumor kleiner geworden ?
Bei meiner Schwester wird es morgen mit einer Cisplatin Chemo beginnen, ich weiss gar nicht, ob es in irgendeiner Kombination mit was anderem gegeben wird.
Und der Strahlentherapeut wird sich wohl auch noch äussern.
Es soll eine kombinierte Chemo mit Strahlentherapie geben.
Ob eine OP geplant ist, keine Ahnung...da redet im Moment keiner drüber.
annika33
18.01.2010, 17:08
Liebe Monika,
so blöde das Wort "froh" in dem Zusammenhang klingt, aber ich bin froh, dass keine weiteren Untersuchungen und Gewebenentnahmen mehr nötig sind, und ihr nun wisst, um welche Krebsart es sich handelt.
Bleibt mir zu wünschen, dass das Ansprechen auf die Therapie bei Deiner Schwester ein gutes ist. Ich werde immer wieder in den Faden reinschauen, und falls Deine Schwester sich tatsächlich hier registriert, auch ihr schreiben :).
Alles alles Gute!
Annika
Monika Rasch
19.01.2010, 16:52
Nun läuft die Chemotherapie, seit ca.16.00 Uhr.
Vorher hat es eine Emend gegeben, morgen und übermorgen früh bekommt sie noch jeweils eine.Der Strahlendoc war auch schon da,ab Dienstag geht es mit den Strahlen los.
Also in Kombination mit der Chemo.
Geplant ist Chemo,Cisplatin und Etoposid,
6 x an drei aufeinanderfolgenden Tagen.
Dann bleibt sie 3-4 Tage im Krankenhaus und geht dann wieder nach Hause.
Für die ersten Strahlendosen soll sie wieder ins Krankenhaus kommen, wenn alles glatt geht, ist sie am Wochenende wieder zuhause.
Am nächsten Donnerstag haben wir einen Termin im Tumorzentrum in Essen.
Da fahren wir dann mal zwischendurch hin.
Am Montag wollen wir wegen der Perücke los, langhaarig und dunkelrot soll sie sein- wie ihr eigenes Haar.
Da lässt sie sich auch nicht von abbringen.
Echthaarperücken sind ja leider kaum zu bezahlen, in Langhaar gleich gar nicht, also wird es wohl eine sehr gute Kunsthaarperücke werden.
Kann mir jemand aus der näheren Umgebung per PN vielleicht schon mal eine Empfehlung für ein TOP-Perückenstudio oder auch ein absolutes NoGo mitteilen...eigene Erfahrungen macht man leider immer zu spät und ist dann die Dumme.
Lieben Dank für die Antworten schon mal im voraushttp://i37.tinypic.com/2vdi2xt.jpg
Monika Rasch
20.01.2010, 09:32
Die erste Chemo wurde weitgehend gut vertragen, von 18.00 bis 24.00 schlug dann
etwas Durchfall und Erbrechen zu, aber undramatisch.
Diese Emend Pillen scheinen wirklich ein Wundermittel zu sein.
annika33
20.01.2010, 10:34
Liebe Monika,
es freut mich zu lesen, dass Deine Schwester die erste Chemogabe recht gut vertragen hat und hoffe, dass es gefälligst auch so bleibt :)
Meine Mutter erhielt seinerzeit auch Etoposid in Verbindung mit Cisplatin. Sie klagte manchmal über Übelkeit. In Essen haben die Schwestern immer angeraten, Müllermilch oder Cola zu trinken, weil man davon gut aufstoßen kann:rotenase:, und das Übelkeitsgefühl ein wenig schwindet. Mama hat es geholfen.
Wegen der Perücke...ich weiß ja nicht..also sofern der Weg in die Gelsenkirchener-Innenstadt nicht zu weit wäre, kann ich gerne Mamas´Mann nach der konkreten Adresse fragen. und Dir diese per PN zusenden, wenn Du möchtest. Sie war damals sehr zufrieden. Die Beratung war gut und die Perücke passte hervorragend zu ihrem Typ.
Liebe Grüße
Annika
Monika Rasch
20.01.2010, 11:06
Wenn wir hier über das Perückenstudio an der Munckelstrasse,Nähe evangelische
Kliniken reden, da fahren wir auf jeden Fall hin.
Von denen habe ich schon mehrere Fiffis gesehen, und die waren ALLE superpassend
für die jeweilige Person.
Dann gibt es in Buer noch eines hinter der Sparkasse, und in Essen in Nähe des GOP.
Ich rufe heute noch alle an und frage nach LangRotHaarPerücken.
Wenn die keine da haben, machen wir uns nicht die Mühe da hinzufahren.
Solltest Du aber noch einen anderen Tipp haben, nur zu.
Gute Erfahrungen darf man öffentlich schreiben, Kritik besser per PN.
Hallo Moni,
ich melde mich zwar spät, aber die Emend habe ich auch bekommen und sehr gut vertragen. Zudem kam noch Dexamethason, welche m. E. auch zur Verträglichkeit beitragen.
Besten Gruß
Micha
Gegen Übelkeit habe ich neben der Emend-Dreitage-Packung noch MCP-Tropfen ("Paspertin" - wirken lokal) und Zofran (wirken direkt im Kopf) auf dem Zettel und auch in der Hausapotheke. Paspertin brauchte ich diesemal reichlich (3. Zyklus), aber Zofran noch nicht.
Ansonsten hilft mir gegen Übelkeit essen. Komisch, aber mit ein bißchen Brot im Magen geht es gleich viel besser.
Monika Rasch
21.01.2010, 13:53
Meine Schwester hatte gestern den 2. Chemotag im 1. Zyklus.
Anders als beim 1. Chemotag war es ihr nicht übel, aber sie konnte nicht schlafen , war ganz aufgedreht.
Dafür hat sie dann heute morgen noch 2 Stunden Bubu gemacht, als ich gerade da war, sah sie sehr gut aus, hatte eine rosige Gesichtsfarbe.
Die 3. Chemo läuft, und morgen wird sie beurlaubt bis Dienstag.
Ich bin froh, wenn sie wieder nebenan ist-wir wohnen in einem Haus.
Monika Rasch
24.01.2010, 11:27
Gerade eben war meine Schwester hier bei mir drüben( sie ist gestern und heute beurlaubt aus dem Krankenhaus, geht abends wieder rein).
Sie fühlt sich heute absolut scheusslich.
Die erste Chemo(Cisplatin und E.) war am Dienstag, also ist heute der 6. Tag.
Wie lange wird es ihr noch so blümerant sein, ab wann geht es dann wieder aufwärts, wie sind da so EURE Erfahrungen ?
Hallo Moni,
bei meiner Mam (hatte auch Cisplantin)fing es immer erst so am 4.-5. Tag mit der Übelkeit an.Sie hat dan was bekommen,da wurde es besser.Aber das Cisplantin ist für Brechen und Überlkeit bekannt.Ihr müßt Euch was verschreiben lassen,damit ist es gut in den Griff zu bekommen.
LG Petra
Hallo Moni,
mir wurde Cisplatin i.V.m. Gemcitabin gegeben. Das "Down" kam dann auch nach ca. 4-5 Tagen, war am 6. Tag dann aber schon besser. Da reagiert aber sicher jeder anders, denke ich. Die Zyklen wurden wie folgt festgelegt: Tag 1 Cis + Gemci, Tag 8 und 15 "nur" Gemci. Dann 1 Woche Pause.
Aufgrund suboptimaler Blutwerte oder div. Infekte wurde der ein oder andere Tag auch mal verschoben oder musste ausfallen. Vielleicht hilft das Euch.
Lieben Gruß
Micha
Monika Rasch
24.01.2010, 21:56
Heute war sie vollkommen kacks,neben der Spur, appetitlos,erledigt.....
hatte keine Übelkeit, gar nicht, aber fühlte sich als wenn ihr einer den "Strom abgestellt" hätte, alles dauerte endlos lang, sie war blass,aber der Blutdruck in Ordnung....sie war froh, dass sie wieder ins Krankenhaus konnte.
Gegessen hat sie nur etwas Zitronenpudding.
Ich hoffe, dass es ihr am Mittwoch besser geht, denn dann haben wir den Termin zur Zweitmeinung im Tumorzentrum in Essen, es geht um die Beurteilung ob operabel oder nicht .
schnekkerle
25.01.2010, 14:04
Hallo Monika,
mein Vater hatte auch Cisplatin bekommen. Davon ging es ihm auch ziemlich übel. Sie haben ihm während der Chemo schon ein Mittel mit eingeflöst, wo die Übelkeit erst gar nicht so durch kommt. Trotzdem war ihm schlecht und flau im Magen. Er bakam dann noch etwas für zu Hause gegen die Übelkeit.
Cisplatin bekam er im 3-Wochen-Rhytmus und das hat er gerade 3 x geschafft, dann kam er nicht mehr in die Kontakte. Er war nur noch k.o. und müde, hatte Schwindel....Das Cisplatin hatte man dann gegen Carboplatin ausgetauscht. Das hat er recht gut vertragen. Die Nebenwirkungen waren am 3-5 Tag mehr, aber danach flaute es wieder ab, was ganz gut war. Er konnte weiterhin seinen Tätigkeiten (war schon Rentner) nachgehen und auch autofahren. Es wird schon wieder mit der Schwester.
Drücke Euch alle Daumen, daß die Therapie gut anschlägt.
Ganz liebe Grüße
Biggi
P.S. Ich bin ein "Freund" von Heilpraktikern. Die Kombination aus Schulmedizin und Homöopathie finde ich sehr gut. Leider wollte das mein Dad nicht, aber ich weiß, daß die Nebenwirkungen mit Homöopathie gut in den Griff zu bekommen sind!
Monika Rasch
25.01.2010, 17:26
@all......Danke für alle mutmachenden Einträge und Berichte hier.
Meine Schwester war übers Wochenende beurlaubt,
musste gestern abend wieder rein-
und sie war froh, dass sie wieder im Krankenhaus war.
Heute hatte sie Infusionen wegen der Übelkeit und Schwäche, gerade sah sie schon wieder einigermaßen gut aus .
Sie hatte heute schon die erste Strahlentherapie.
Hoffentlich ist sie am Mittwoch (8.Tag nach der Cisplatin) wieder einigermassen bei Kräften, denn da sind wir im Tumorzentrum zur Zweitmeinung.
Monika Rasch
26.01.2010, 12:31
Heute, also 7 Tage nach der ersten Cisplatin, geht es meiner Schwester richtig mies.
Gestern und vorgestern war es ihr auch nicht so gut, sie hatte Durchfall (eher gelb, die Leber ist aber in Ordnung lt.Ct) und so eine allgemeine Übelkeit und Bääähh Gefühl.
Heute ist es ihr dann richtig schlecht, sie kann gar nichts zu sich nehmen, noch nicht mal einen Schluck Wasser.
Sie bekommt heute wieder Infusionen mit was drin.
Was genau, weiss ich noch nicht, habe nur mit ihr telefoniert und fahre später hin.
Frage: Wie lange bleibt diese Übelkeit, was sind so EURE Erfahrungen.
Ich habe 3 Zyklen hinter mir, nach dem letzten Tag 1 hat es noch zwei Tage bis zum Chemokater gedauert, dann war ich drei Tage "Out of order", wobei ich dank MCP-Tropfen und viel Tee wenigstens das, was oben rein ging auch drin behalten habe. Am Tag 6 ging es schlagartig bergauf, Tag sieben war ich schon wieder fit.
MCP und immer ein bißchen was im Magen haben, dann geht's bei mir am besten.
annika33
28.01.2010, 09:12
Hallo Monika,
darf ich fragen, was die Einholung der Zweitmeinung in Essen ergeben hat?
Ich hoffe Deine Schwester hat unterdessen nicht mehr allzu sehr mit der Übelkeit zu kämpfen. Ich denke das variiert ungemein. Was der eine Mensch gut vertragen kann, kann der andere überhaupt nicht ab. Meine Mutter vertrug Etoposid/Cisplatin, ihrer Aussage nach, von allen Chemos am besten.
Weiterhin alles Gute
wüscht
Annika :winke:
Monika Rasch
28.01.2010, 13:56
Leider muss ich berichten, dass es meiner Schwester nach den ersten guten Tagen seit Sonntag (also ab dem 6. Tag nach Cisplatin und Etoposid) einfach grottenschlecht geht.
Sie behält gar nichts bei sich, bekommt täglich Infusionen.
Die MCP gehen runter- und schwupps wieder hoch.
Die Zweitmeinung in Essen hat ergeben:Tumor inoperabel, die angewandte Chemo Cisplatin/Etoposid wäre ein mittlerweile etwas veraltetes, jedoch hochwirksames Schema.
In Essen ist man von diesem Schema schon wieder ab, es gibt besser verträgliche Medikamente.
In Essen wären wahrscheinlich erst 3 Chemozyklen gelaufen, dann erst mit der Strahlentherapie begonnen.
Jedoch meinte der Arzt( ein Norddeutscher aus Leer), so wie die Behandlung angesetzt sei, wäre es ein kurativer Ansatz, man könne durchaus noch eine Heilung erwarten.
Ich hoffe und erwarte, dass der Doktor damit recht hat.
Meine Schwester war in exzellenter körperlicher Verfassung (bis auf ein wenig Husten).
Jetzt ist sie ziemlich platt, von arbeiten gehen redet sie gar nicht mehr.
Mittlerweile ist ihr auch die Perücke ziemlich egal, wenn die nicht früh genug da sein wird, trägt sie eben Tücher oder Turban.
Da hatte sie letzte Woche noch ganz andere Meinungen drüber.
Geplant ist die Entlassung aus dem Krankenhaus für morgen, wir wohnen ja in einem Haus, da kann ich mich gut kümmern, wenn das Wochenende vorbei ist.
Am Wochenende selber ist ihr Freund und ihr Sohn zuhause, die werden sie schon päppeln.
Irgendwelche Tipps gegen die anhaltende Übelkeit?
Auch per PN wenn nötig.
Außer Zofran kenne ich auch nichts weiter gegen Übelkeit.
Wenn sie die Chemo so schlecht verträgt, kann man von Cisplatin auf Carboplatin umstellen ohne das Therapieziel zu gefährden. Die deutschen Krebsforscher behaupten zwar, das Cis besser sei, international wird das aber in Fachkreisen angezweifelt, die Amerikaner setzten primär auf Carboplatin (sagt mein Onkodoc).
Monika Rasch
29.01.2010, 10:29
Seit gestern Nachmittag geht es meiner Schwester stündlich besser.
Sie wird heute entlassen und hat ja noch 10 Tage bis zur nächsten Chemo.
Gerade am Telefon hörte sie sich genau so energiegeladen an wie sonst auch immer.
Ich freu mich einfach nur.
Vielleicht geht es ihr dann ja nach der nächsten Chemo nicht ganz so
schlecht,
vielleicht war der Durchfall und das Erbrechen ja auch ein Infekt,
denn auf der Abteilung grassiert zu allem Unglück auch noch eine Magen-
Darm-Geschichte,
die beiden Zimmer neben ihr sind Isolierzimmer.
Vielleicht war alles einfach ein unglückliches Zusammentreffen.
Monika Rasch
03.02.2010, 10:34
Seit Freitag ist meine Schwester zuhause, bis Donnerstag hatte sie noch Infusionen bekommen, wegen der Übelkeit.
Aber seit sie zuhause ist, ist sie so wie früher, als sie noch gesund war.
Gestern hat sie sich die schon ausfallenden Haare im Perückenstudio abrasieren lassen.
Es ist ihr schwergefallen, der Spiegel wurde zugestellt, sie wollte es nicht sehen.
Ich durfte auch nicht dabeibleiben, musste vor die Tür.
Dann hat sie sich die schöne Langhaarperücke aufgesetzt und gut war.
Diese Perücke wurde mit großer Geduld und Einfühlsamkeit seitens des Perückenstudios genau auf die Haarfarbe meiner Schwester umgetrimmt, mit farblich passenden Extensions und durchgezogen Echthaaren im Haaransatz.
Wer es nicht weiss, sieht es nicht- möchte ich jetzt mal behaupten.
Natürlich ist etwas mehr Fülle am Oberkopf, aber das braucht es wohl, damit man nicht auf den Unterbau ( Montur ) durchgucken kann.
Da aber die Langhaarperücke regelmässig wegen zu erwartender Verfilzung im unteren Bereich zum überarbeiten ins Studio zurückmuss, hat meine Schwester sich sofort eine zweite Perücke bestellt.
Und 2 Had-Bänder hat sie auch, wenn sie zuhause oben ohne laufen möchte, oder für Nachts.
Nächste Woche Dienstag geht sie wieder ins Krankenhaus zur Chemo.
Heute bekommt sie ambulant ( Taxisammelschein ist genehmigt von der Krankenkasse) schon die 8. Bestrahlung von 35 geplanten.
Mariesol
03.02.2010, 11:24
Liebe Moni,
ich habe Deinen Bericht mit einem Lächeln auf den Lippen gelesen.
Eine gute Perücke kann Balsam für die Seele sein. Gut so!
Ich wünsche Euch alles Liebe und Gute und viele sehr gute Tage an welchen ihr gemeinsam lachen könnt.
Mariesol
Monika Rasch
03.02.2010, 19:38
Danke schonmal.
Dienstag Mittwoch Donnerstag gab es die Chemo, Cisplatin+Etoposid am Dienstag,Mittwoch und Donnerstag nur Etoposid.
Ab Dienstag bekam sie Emend, Dienstag Mittwoch Donnerstag.
Erbrochen hat sie Dienstagabend von 18. bis 24 Uhr.
Danach nicht mehr.
Mittwoch und Donnerstag hatte sie eine große innere Unruhe, aber keine Übelkeit.
Freitag kam sie nach Hause, Samstag war es ihr mau, Sonntag mau und appetitlos, aber noch kein Erbrechen.
Ab Montag bis Mittwoch (da war sie wieder im Krankenhaus) dann ging es richtig los.
Nichts blieb drin, keine MCP Tropfen, kein Schluck Wasser, kein Tee, nichts.
Deshalb bekam sie Infusionen bis Donnerstag.
Seit Freitag ist sie zuhause und seit Samstag wieder richtig fit.
Möglicherweise hat sie diese drei Tage ja auch Noro gehabt, der war auf den Nachbarzimmern.
Wir warten die nächste Chemo mal ab.
Wir geniessen jetzt so richtig die Zeit, wo es ihr gut geht.
Heute war sie von 10 bis um 17 Uhr an ihrer Arbeitsstelle.
Nicht zum arbeiten, nur zum kladacken.
Monika Rasch
07.02.2010, 18:09
Hallo:winke::winke::winke:
meine Schwester hatte am Freitag die 9. Bestrahlung.
Kann es sein, dass sie jetzt schon "Sodbrennen" hat ?
Setzen die Verbrennungen in der Speiseröhre (liegt voll im Bestrahlungsgebiet) so schnell ein ?
Was kann sie tun, um den Nebenwirkungen ( Schluckbeschwerden, Sodbrennen) Paroli zu bieten ?
Ich habe ihr gerade aus meinem Fundus Gaviscon (wird im Pflegestandard Bestrahlung empfohlen) Kautabletten gegeben.
Die helfen mir besser als andere Antazida, weil sie einen Schleimfilm auf die Schleimhäute legen.
Die Strahlenärztin sprach von Tepilta.
Wird das verschrieben, oder muss man das kaufen ?
annika33
07.02.2010, 18:19
Hallo Monika,
Tepilta wird verschrieben - war zumindest bei meiner Mutter so. Machen die auch in der Strahlenpraxis.
Was sich noch als hilfreich erwiesen hat, probiert das mal, sind leicht angefrorene Ananasstücke. 1. kühlen sie 2. wirken die Enzyme beruhigend auf die Schleimhäute und entzündungshemmend.
Salbeibonbons / -tees sind auch eine gute Möglichkeit, "Schadensbegrenzung" zu betreiben.
Liebe Grüße und alles Gute
Annika :winke:
Monika Rasch
07.02.2010, 18:34
Danke !:winke:
Monika Rasch
10.02.2010, 15:27
Gestern, also Dienstag, sollte die nächste(2.) Chemo gegeben werden.
Stationär.
Leider war kein Bett frei.
Also dann heute.
Seit 15.00 Uhr läuft die Chemo, es hat drei verschiedene Medis gegen die Übelkeit gegeben.
Hoffentlich wird es nicht so schlecht wie beim letztenmal - da begann die schlechte Phase allerdings erst ab Sonntag.
Zudem sind ja auch noch die Bestrahlungen, die sind ja auch belastend für den Körper.
Danke fürs mitlesen und Daumen drücken.:knuddel:
Monika Rasch
15.02.2010, 14:51
Seit Freitag ist meine Schwester wieder zuhause,
Samstag war sie noch mal kurz auf Station,
hat sich Zofran gegen die Übelkeit geben lassen.
Eine Zofran also hat sie am Samstag genommen,
die Chemotage davor Emend.
Seit Sonntag, also seit gestern, hat sie einen Kloß im Hals und das schlucken
tut weh,
so weh, dass sie sich zum esssen und trinken(geht nur noch Kranwasser) regelrecht zwingen muss.
Heute sollten die Bestrahlungen weitergehen, wurden aber wegen der Schmerzen in den Lungenspitzen(und extremes schmerzendes Kältegefühl) für heute ausgesetzt.
Die Strahlenärztin hat ihr Durogesic 2,1 mg verschrieben, gerade haben wir das Pflaster aufgeklebt.
.
Meine Schwester sagt, die Schmerzen wären nicht zum aushalten.
Es wäre, als wenn ihr einer einen kalten Ring aus Eisen um den Brustkorb gelegt hätte.
Und dazu die schmerzende Speiseröhre.
Hoffentlich verträgt sie das Pflaster gut und die Schmerzen werden erträglich- denn meine Schwester ist kein Weichei, sie jammert sonst nie !
Ich soll alle die hier lesen und Anteil nehmen, ganz herzlich von meiner Schwester grüßen.
Meine Schwester ist seelisch noch nicht so weit, dass sie sich mit ihrer Erkrankung identifizieren kann, sie hat ihre Therapie vertrauensvoll in die Hände der behandelnden Onkologen und Strahlentherapeuten gelegt und mich zur Aufsicht gemacht.
Gitta aus Nürnberg
15.02.2010, 15:13
Hallo Monika,
Tepilta wurde ja schon angesprochen, mir haben diese Beutel geholfen. Kein zu warmes Essen, wenig Gewürze, keine Säure. Ich habe mir so geholfen, 2006 und auch jetzt wieder. Habe die zweite komb. Radio/Chemo jetzt fast hinter mir. Meine Vorschreiber haben ja schon viele nützliche Tipps gegeben.
Es ist wirklich hart, ich kam oft an meine körperlichen Grenzen. Habe mich danach aber 2006 wieder sehr gut erholt und ein Stillstand war erst einmal erreicht. Viel, viel Glück für euch.
Diese bei deiner Schwester auftretenden Schmerzen kenne ich nicht, wünsche euch, dass die Ärzte es gut in den Griff bekommen.
Bis bald
Gitta
Monika Rasch
15.02.2010, 16:00
Ich war gerade drüben, sie schläft.
Werde heute stündlich drüben reinschauen, wir wohnen auf einer Etage, zum Glück.
Liebe Gitta, ich danke Dir für Deinen mutmachenden Eintrag und hoffe auch für Dich, dass es weiter gut gehen wird.
Antiironie
15.02.2010, 17:55
Liebe Monika,
deine Schwester hat Glück so eine Schwester zu haben, ich finde es toll wie du dich kümmerst.
Ich hoffe das die Schmerzen bald nachlassen und die Therapie gut anschlägt.
Euch alles Gute
Anja
Monika Rasch
15.02.2010, 18:50
ICH habe das Glück, zwei Schwestern zu haben.
Und das was gerade passiert, ist so entsetzlich, so undenkbar für mich...
ich könnte gar nicht weniger tun, ich würde es nicht aushalten, ihr jetzt nicht nahesein zu können.
Wir sind uns immer sehr nah gewesen, nicht so dass wir uns die Bude eingerannt haben, aber immer wissend, dass hinter der Nachbartür SICHERHEIT UND HILFE sind.
Hallo Moni,
zunächst Dir nach Gelsenkirchen und insbes. Deiner Schwester einen lieben Gruß zurück aus Schwerin. Ich bitte auch um Entschuldigung, dass ich mich gestern nicht gleich eingeklinkt habe, aber ich war gestern von meinem Schatz zum Essen eingeladen (V-Day ;) ). Später dann hat mal wieder mein Herzrhythmus gesponnen (zu schnelle Frequenz). Dies liegt wohl daran - so zumindest die Tumorkonferenz - dass der Schxx-Tumor wohl irgendwie an den Herzreizleitern sitzt und dort für Überraschungen sorgt.
Viel anderes, als die Tipps, die Du jetzt schon bekommen hast, hätte ich Dir aber auch nicht geben können. Meine Bestrahlung war zudem im Sommer, da hatte ich fast immer Eis zum naschen in der Nähe... :grin:
Ich hoffe, dass Deine Schwester das so gut wie möglich schafft und schieb mal ein Kraftpaket rüber...
Schönen Abend noch
Micha
Hallo Conny,
warum nimmst Du Curcumin? Ich habe heute gerade in der Apotheken Umschau gelesen, das es gegen Speiseröhrenkrebs vorbeugend sein soll.
Bei Lungenkrebs auch?
http://www.apotheken-umschau.de/suche/Curcumin?topic_id=L050901ADMID900002
Liebe Grüße
Waltraud
Hallo Conny und Waldi,
habe über Wiki dazu folgenden Link: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/255244.html
Gruß
Micha
zitat:
"Zum Curcumin gibt es inzwischen mehr als 2100 Publikationen und zur Krebstherapie immerhin mehr als 247 wissenschaftliche Arbeiten.
Schauen Sie selbst hier und geben die 3 Stichwörter ein: Curcumin Cancer Therapy.
Es erscheinen u.a. folgende Krebs-Studien:
- Curcuma Curcumin und Krebs, allgemein
- Curcuma Curcumin und Prostata
- Curcuma Curcumin und Lungenmetastasen
- Curcuma Curcumin und Dickdarm
- Curcuma Curcumin und Lebercell
- Curcuma Curcumin und Bauchspeicheldrüsen
- Curcuma Curcumin und Blase
- Curcuma Curcumin und Melanom
- Curcuma Curcumin und viele mehr
Welche pharmakologischen Eigenschaften hat Curcumin?
- Es wirkt Lichtquantenabsorbierend bei 427 nm (violetter Bereich) = red. Cytochrom C bei Komplex 3-> 4 der Atemkette (420 nm) nach Kremer
- antioxidativ (gegen zellschädliche freie Radikale)
- antiphlogistisch (entzündungshemmend)
- antiviral - Hemmung der HIV Replikation
- hepatoprotektiv (leberschützend)
- antitumoral
- antiangiogenetisch (verhinder Neubildung von Tumorgefäßen)
- pro-apoptotisch (fördert den Zelltod entarteter Zellen)
- Krebsprävention
- ideale Begleittherapie bei Chemotherapie mit Taxol
- Cox-2 Hemmung (antientzündliches Rheumamittel)
- Hemmung von immununterdrückenden T-Reg-Lymphozyten
- NF- kb Hemmung (Entzündungshemmung)
- Chemotherapieresistenz vermindernd
- Radiosensitizer (verbessert Ansprechen von Strahlentherapie)
Anwendungsgebiete:
- additive Krebstherapie
- biologischer Entzündungshemmer
- Cholagogum - Choleretisch- Cholezystokinetisch (Gallenfördernd)
- Karminativum (Blähungen)
- Spasmolytisch am Darm
- Antibakterielle und antimykotische (Pilze) Eigenschaften
- Lipidsenkend"
zitat ende!
meine mutter nimmt das auch und dazu trink sie noch viel grünen tee, der ja in der asiatischen welt als krebstherapie zugelassen ist ...
Monika Rasch
16.02.2010, 11:41
Nachdem ja gestern die Bestrahlung wg. der Schmerzen nicht gemacht werden konnte, ging es dann heute weiter.
Die Schmerzen sind erträglicher geworden durch das sehr niedrig dosierte Pflaster.
Immerhin verträgt sie es gut, ist nicht matschig oder wesensverändert, nur etwas taumelig- deshalb war ich heute auch wieder mit zur Bestrahlung.
Trinken ist immer noch ein Problem, sie mag einfach nicht, das Wasser kann sie auch nicht mehr sehen.
Gleich bekommt sie ein Hühnerbrühe ohne alles rübergebracht.
Sie hat auch schon eine kleine Dose Mandarinen aufgemacht und löffelt diese so peu a peu weg, hatte auch eine trockene Scheibe Brot, dazu eine Ibuprofen 400.
Insgesamt geht es ihr aber deutlich besser als gestern.
Zum Curcumin: Darf nicht während der Chemotherapie genommen werden.
Vielleicht später dann, wir werden uns noch kümmern.
Auf jeden Fall wird sie nach den Strahlen und der Chemo auf
Wobe-Mugos NEM zugreifen.
Auch das soll nicht während der laufenden Therapien eingesetzt werden.
sorry monika,
ist eigentlich "dein bzw. der thread deiner schwester", aber ich finde, dass sollte alle wissen:
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/250329.html
http://www.gesundheit.de/ernaehrung/richtig-trinken/tee-und-kaffee/gruener-tee-ein-wundermittel
und so weiter ...
man braucht nur googeln "grüner tee krebs"
noch was:
quelle "krebszellen mögen keine himbeeren"
wichtig ist die pflückung, am besten 1. pflückung
tee 8-10 minuten ziehen lassen (auf den meisten packungen steht 1-2 min.)
gyokuro2
sencha2
sencha1
gykokuro1
sencha-uchiyama
-die zahlen hinter den tee´s sind die pflückungen
-die "besten" tee´s gegen/vorbeugung von krebs
-keine beutel kaufen, sonder lose!!!
vielleicht konnte ich ja damit jemanden helfen ...
ach ja, meine mutter nimmt das auch während der chemo, also an den tagen, wo sie chemo hat, nimmt sie es nicht, aber dazwischen.
Monika Rasch
18.02.2010, 12:16
So, auch DAS haben wir mal wieder geschafft.
Es ging meiner Schwester am Montag wirklich so schlecht- das war, ganz klar, die Keule der letzten Chemo.
Passt vom Zeitabstand- war von Mittwoch(Cisplatin) bis Montag(total fertig) nicht anders zu erwarten.
Und die Schmerzen um den Brustkorb, das Kältegefühl- alles viel besser geworden durch das Fentanyl Pflaster (Duuuurog....).
Damit ist sie nicht ganz schmerzfrei, nimmt zusätzlich 2-3 Mal am Tag noch ein Schmerzmittel.
Ist aber gut erträglich, vor allem ist es ihr nicht übel und sie hat auch keine Verstopfung, und sie ist nicht durcheinander.
Essen und trinken macht nicht so viel Spaß, essen geht allerdings besser als trinken...Hühnersuppe ging prima, Obstkonserven gehen gut, Brot und Brötchen gehen.
Mit Getränken experimentieren wir etwas, Wasser mag sie nicht mehr.
Dienstagabend hatte sie sich was vom Pizzadienst bestellt, Pasta mit Sosse.
Gerade eben ist sie mit ihrem Sohn im Auto weggefahren, ich denke mal zum einkaufen.
Ich hatte Nachtdienst,
habe bis gerade geschlafen und freu mich total,
dass die Lebensgeister wieder zurück sind.
Heute hatte sie die 17. von 35 Bestrahlungen.
Monika Rasch
19.02.2010, 20:49
Und wieder ist es geschafft.
Die Chemo-nebenwirkungen sind überstanden, mit dem Sodbrennen kann sie leben.
Das Pflaster nimmt ihr die Nervenschmerzen.
Gestern hat sie voller Tatendrang ihre Küchenschränke aussortiert und abgewaschen.
Heute war sie mit dem Auto unterwegs, nächste Woche möchte sie wieder mal einen oder zwei Tage zur Arbeit- denn die Firma ist ein Großteil ihres Lebens.
Wenn es meiner Schwester gut geht, dann geht es mir auch gut.
Heute hatte sie schon Bergfest bei den Bestrahlungen, 18 noch, das schafft sie.
Sie hält sich dran mit Kleinigkeiten essen, und das Trinkproblem hat sie mit Himbeersirup, Waldmeistersirup und noch einer anderen Sorte gelöst- alles mit Kranwasser, wir haben zum Glück ein sehr leckeres hochwertiges trinkbares Wasser hier in Gelsenkirchen.
Sie hat immer eine Flasche zu trinken dabei, strengt sich wirklich an genug zu trinken- obwohl sie keinen Durst hat.
Die schöne Langhaarperücke ist jetzt nur noch :tonguefür gut:tongue, sie hat sich in der Firma aus vielen verschiedenen Jerseystoffen Schläuche nähen lassen, passend zu jedem Outfit.
Sieht chic aus, grosse Ohrringe, Kajal um die Augen- sie sieht nicht krank aus.
Ihr merkt, ich bin ......glücklich?!
Michael Wilhelm
19.02.2010, 21:25
Guten Abend Monika
konserviere diese Momente. Du wirst sie in Zukunft noch gebrauchen können.
Michael
Hallo liebe Moni,
das liest sich ja wirklich gut. Ich schließe mich den Worten Michaels an. So eine Verschnaufpause ist Gold wert - inbesondere DU wirst sie brauchen. Momente, in denen man auch sicher mal wieder an sich denken darf.
Schönes WE
Micha
Monika Rasch
19.02.2010, 22:11
inbesondere DU wirst sie brauchen
Ich nehme Antidepressiva- und die werde ich auch weiter nehmen.
So lange wie es nötig ist.
Denn ich muss jetzt parat sein, Ohren steif halten, Durchhalteparolen ausgeben, Eltern und restliche Familie auf dem laufenden halten.
Und wir hoffen ja auch , dass es eine Zeit geben wird, in der der Tumor entweder nicht mehr sichtbar sein wird und/oder keine aktiven Zellen mehr hat, und wir wünschen uns, dass die Quälerei(denn das ist es )nicht vergeblich sein wird.
Natürlich weiss ich, dass die Chancen auf vollständiges Verschwinden nicht gut sind, aber noch ist nicht alles verloren.
Wir gehen einen Schritt nach dem anderen und bewerten die Situation täglich neu.
Und dieser ScheixxKrebs wird uns nicht verzweifeln lassen, jetzt noch nicht, hoffentlich nie.
bineblocksberg
20.02.2010, 12:43
Hallo Conny, was für lungenstärkende Tees trinkst Du denn? Könnte da mal ein paar gute Tips brauchen. Dieses Curcuma von dem Du redest, kann man sich das von seinem Onkologen verschreiben lassen?
LG Bine
Monika Rasch
27.02.2010, 13:20
Nur eine kurze Info.
meine Schwester hat sich eine Bronchitis eingefangen.
Zur Abklärung wurde eine Thoraxaufnahme in 2 Ebenen gemacht(letzten Mittwoch).
Es ist nur eine Bronchitis, keine Lungenentzündung.
Sie soll die hustenreizstillenden Medikamente momentan nicht tagsüber einnehmen, stattdessen einen Hustenlöser(Brausetabletten).
Aber was ich eigentlich erzählen wollte.
Nach der Aufnahme kam die Chefärztin noch mal zur Besprechung auf den Flur(meine Schwester war unterdessen zur Bestrahlung gegangen), und sagte mir, es sähe so aus als wenn die Lymphknoten sich etwas verkleinert hätten.
Ich finde, das war doch eine etwas mutmachende, wenn auch sehr vorsichtige Aussage.
Und wir waren letzten Mittwoch in der Uniklinik Münster, dort würde auf Wunsch ein Oberarmport gesetzt werden.
Der Zugang wäre der gleiche wie beim normalen Port, eben nur ein kleinerer Schnitt auf dem Brustkorb, dann das Schläuchlein unter der Haut bis zum Oberarm durchgeführt und dort die Portkammer eingebaut.
Nun überlegt meine Schwester.
Monika Rasch
03.03.2010, 12:04
Heute ist Mittwoch
Ring frei zur dritten Runde.
Meine Schwester ist seit heute morgen wieder im Krankenhaus und bekommt ihre Chemo, wenn alles gut geht ist sie am Freitag wieder zuhause.
Ab Montag dann kommen wieder 2 furchtbare Tage- wenn es so sein wird wie in den ersten beiden Zyklen.
Die Strahlenärztin hat das Schmerzpflaster um eine Stärke erhöht,damit sie nicht noch Ibu nebenher einnehmen muss.
Ich habe mehr Angst als meine Schwester.
bineblocksberg
03.03.2010, 21:22
Ich drücke Euch ganz fest die Daumen. Ein Anfang ist gemacht, wenn die LKs sich wirklich verkleinert haben. Solche kleinen Erfolgserlebnisse braucht man um Mut zum Weitermachen zu bekommen.
Ein Arzt hat zu uns gesagt, die ACC Brausetabletten wären nicht so toll, weil sie wohl auch die Schleimhäute zu sehr reizen. Mein Freund nimmt seit 14 Tagen Mucosolvan Filmtabl. 60 mg morgens und abends eine. Er meint die würden ihm besser helfen als die Brausetabletten.
Ein grosses Kraftpaket für Euch
lg Bine
Monika Rasch
04.03.2010, 11:07
Heute ist Donnerstag
Gestern also gab es Cisplatin und Etoposid.
Gerade habe ich mit meiner Schwester telefoniert, sie sagte, sie hätte so
http://i41.tinypic.com/14t6fqr.jpg
wie noch nie in ihrem Leben.
Eine Stunde lang, knieend vorm Klo.
Dann hatte sie über Nacht noch zwei Antihttp://i41.tinypic.com/14t6fqr.jpginfusionen, heute morgen ist sie müde, aber es geht.
Mal sehen, wie sie das Etoposid verträgt.
Heute und morgen gehen auch vorbei.
Dann hat sie den 3. von 6 Zyklen hinter sich.
Am 15. lässt sie sich in der Uni klinik Münster noch den Port einsetzen.
Portkammer verlegt auf den Oberarm.
Michael Wilhelm
04.03.2010, 13:39
Guten Tag Moni,
ich wünsche deiner Schwester ganz viel Kraft und dir gute Nerven.
Ich hatte vor ca. 1,5 Jahren Cisplatin und Vinorelbine bekommen, 80 bzw. 25 mg pro m² Hautoberfläche. Mit der Gabe von Emend und MCP-Tropfen waren die Nebenwirkungen bei mir zumindest erträglich.
Ich hatte auch 6 Zyklen, drei vor und drei nach der OP.
Alles Gute.
Michael
Monika Rasch
05.03.2010, 13:32
Heute ist Freitag, der dritte Chemotag Cisplatin/Etoposid
Da ist sie schon.
Gerade aus dem Krankenaus entlassen, hatte heute das 3. Etoposid, anschliessend Bestrahlung.
Noch geht es ihr gut.
Aber die nächsten 5 Tage gehen auch vorbei, richtig schlimm sind der Montag und Dienstag.
Danke an alle Mitleser und besonders an diejenigen, die tröstende und mutmachende Worte hier hinterlassen.
Es gibt mir etwas Normalität,wenn ich von anderen Betroffenen lese.
Monika Rasch
07.03.2010, 18:03
Heute ist Sonntag.
Seit Freitag ist sie zuhause.
Ist noch ziemlich gut dabei, die Ruhe/Müdigkeitsphasen kann sie hier zuhause viel besser ausleben als im Krankenhaus.
Habe heute wieder für meine Schwester und Anhang mitgekocht, sie hat etwas Suppe gegessen, danach Nudeln und Sosse....und die komplette Schüssel mit dem Pudding( heute Rote Grütze von Dr.Oetker) hat :D:D:Dsie mitgenommen:D:D:D, so was geht immer, auch wenn gar nichts mehr geht.
Morgen wird der schlimmste Tag sein, die Bestrahlung hat sie schon abgesagt, wir werden von Zyklus zu Zyklus schlauer.
Dienstag ist dann erst abends die Bestrahlung.
Bis dahin ist sie auf dem aufsteigenden Ast.
Rena_1953
07.03.2010, 18:22
Liebe Monika!
Ich wünsche Deiner Schwester von Herzen alles Gute!
Dir möchte ich sagen, wie gut ich es finde, dass Du wie ein Fels in der Brandung für Deine Schwester da bist, ist sicher nicht immer einfach für Dich, aber für Deine Schwester bestimmt ein sehr beruhigendes Gefühl, Dich an an ihrer Seite zu haben!
Alles Gute für die nächsten Tage wünscht
Euch beiden :winke: :winke:
Rena
Wünsche auch weiterhin alles Gute!
Beim lesen hab ich Hunger auf Rote Grütze bekommen. :D
Liebe Moni,
auch ich wünsche daß es ab morgen wieder nach oben geht.
Nur den Mut nicht sinken lassen und mit einer so liebevollen Schwester
ist man als Patient gut aufgehoben .
Herzliche Grüße Erika E:winke:
Monika Rasch
08.03.2010, 17:33
Heute ist Montag
Heute müsste eigentlich der schlimmste Tag in diesem Zyklus sein.
Klar, meine Schwester legt sich vom Bett auf die Couch, essen und trinken ist heute noch schwieriger als sonst,
Aber
vor drei Wochen ging es ihr deutlich schlechter.
Immerhin mümmelt sie so ständig an irgendwas, hat auch schon Rinderbrühe(da darf kein Fitzelchen Grün drin sein-aber das mochte sie auch vorher schon nicht:tongue) mit Nüdelchen und einem halben eingetunkten Brötchen gegessen.
Immer wieder schläft sie ein, schwitzt, wird wieder wach, friert, deckt sich zu deckt sich auf,deckt sich zu, schläft ein- immer so halbstundenweise.
Aber fühlt sich deutlich besser als beim letztenmal, als die Schmerzen anfingen.
Da hilft das Schmerzpflaster .
Wir sind also einigermaßen zufrieden.
Mal schauen, wie es morgen wird.
Monika Rasch
09.03.2010, 11:16
Gestern beim Sport.
Ich habe gestern mit einer Sportkameradin(deutlich über 75) geredet, sie frug mich nach meiner Schwester.
Ich erzählte also einen kurzen Abriss des Ganzen.
Darauf sagte sie mir, dass ihre Tochter ,damals GANZ JUNG, vor 30 Jahren einen inoperablen Lungenkrebs gehabt hätte.
Der wurde mit Chemo und Strahlen bekämpft, es sei nichts wiedergekommen.
Nun jedoch ist sie an Unterleibskrebs erkrankt, operiert und bekommt Chemo.
Hat den Kampfanzug wieder an und will den Erfolg von damals wiederholen.
Das war das erste Mal, dass ich von einer solchen Überlebenszeit hörte-
sowas will ich auch für meine Schwester.
Ein anderer Bekannter hatte vor ca. 15 Jahren Lungenkrebs, da ist die linke Lungenhälfte rausoperiert worden.
Auch ihm geht es gut.
Er arbeitet (sitzt im Büro) und wird in Kürze ganz normal in Altersrente gehen.
Ich hoffe so sehr, dass meine Schwester noch viele Jahre vor sich hat.
Und auch, dass ihr Alle hier soviel Zeit wie möglich rausschinden könnt.
Denn die Therapien sind Schinderei.
Aber Hauptsache, es hilft.
Hallo Moni,
das ist doch mal eine Gute Nachricht. Es baut auf so etwas zu hören , auch wenn es fast ein Wunder ist .
Auf jeden Fall kann man das mal als Ziel vor Augen haben , zumindest wenn man noch so jung ist wie Deine Schwester.
alles Gute weiterhin liebe Grüße Erika E :winke:
Monika Rasch
11.03.2010, 14:55
Heute ist Donnerstag
Eigentlich sollte es meiner Schwester schon wieder etwas besser gehen nach dem Chemotief.
Aber sie kommt nicht hoch.
Zudem hat sie das Gefühl, nicht genug "Luft" zu haben, die kleinste Bewegung strengt sie sehr an.
Gestern bei der Strahlentherapie wurde sie auf einen handtellergroßen blauen Fleck auf dem Schulterblatt aufmerksam gemacht.
Den hatte sie noch gar nicht bemerkt, hinten hat sie keine Augen, um groß in den Spiegel zu gucken fehlt ihr verständlicherweise die Lust.
Meine Vermutung ist nun, dass die Wirkung der Chemo jetzt auch auf die blutbildenden Organe durchgeschlagen hat, dass die Gerinnung hin ist und dass auch zu wenig rote Blutkörperchen und dadurch zuwenig Hämoglobin da sind.
Sie hustet viel weniger als zu Beginn der Chemo, möglichweise ist der Tumor in der Größe geschrumpft, so meine Vermutung.
Die Strahlentherapie geht noch bis Ende nächster Woche, dann ist ein Riesenschritt getan.
Ich habe sie gerade gebeten, den Strahlendoc anzusprechen, damit heute ein Blutbild gemacht wird.
Monika Rasch
12.03.2010, 13:19
Heute ist Freitag.
Ich hatte gestern noch einen Nachtdienst, also habe ich heute morgen geschlafen und bin gerade eben bei meiner Schwester drüben gewesen.
In der Erwartung, das Jammerbild der letzten Tage zu sehen.
Und was war ?
Meine Schwester rödelt rum, alles ist gut.
Gestern beim Strahlentermin hat sie mit dem Doc gesprochen, und der hat ihr erklärt, dass der Körper jetzt die dritte Chemo intus hat, und dass sie etwas mehr Geduld haben müsse.
Der blaue Fleck ist gar keiner.
Er ist ein Bestrahlungsaustrittfeld.
Für die Zeit nach der vierten Chemo wird meine Schwester mit ihrer Hausärztin vereinbaren, dass diese dann am Montag(6.Tag ab Cisplatin) zu ihr auf Hausbesuch kommt und ihr eine Braunüle legt.
Da kann dann Kochsalzlösung oder Glucoselösung laufen, denn wir haben jetzt erlebt, wie es ist wenn außer Wassereis gar nichts mehr geht.
Den Termin in Münster hat meine Schwester abgesagt, sie hat Angst.
Dann müssen die Ärzte zur Chemo eben immer wieder neu stechen sagt sie, noch hat sie ja genug Venen.
Gerade hab ich vor lauter Erleichterung erst mal ein paar Tränchen verdrückt, bin sowieso immer schon sehr nah am Wasser, und momentan sowieso.
Meine Schwester sagt,wenn bei ihr alles vorbei ist, fahren wir beide mal eine Woche weg.
Ihr schwebt eine Wellnessfarm vor, ich würde lieber entweder zu ihr auf den Campingplatz oder mit ihr zu meinem Boot in Holland- aber das ist ihr dann doch zu wenig Wellness und zu viel Natur.
Wir haben ja noch etwas Zeit zum überlegen.
Jetzt haben wir erst mal 12 Tage, an denen es ihr jeden Tag besser geht.
Und noch ein Nachtrag:
Wir sind einstellig mit den Bestrahlungen, nur noch 9 (neun).
Klingt doch unterm Strich gut! Fein!
Hallo Moni,
ich muss Tom beipflichten, das klingt wirklich gut. Schön vor allem, dass Ihr wieder Pläne macht. Ziele sind bekanntlich wichtig für die Seele...
Auch Deinen Bericht über Deine Sportkameradin finde ich absolut klasse, da er sicher vielen Mut machen kann, die hier und da einen mächtigen Hänger haben. Zeigt er doch, dass Tom in seinen Worten an Bine Recht hat, dass Statistiken was für den A*** sind und man sie am besten in den Wind schlägt!
Magst Du weiter so tapfer an der Seite Deiner Schwester stehen.
LG an Euch Beide
Micha
Monika Rasch
12.03.2010, 23:41
Hallo Jungs....:winke::winke::winke:
wie schön dass Ihr mal wieder reingeschaut habt.
Ganz herzliche Grüße aus Gelsenkirchen- Buer ,
ich denke auch oft an Euch.:remybussi
bineblocksberg
13.03.2010, 08:58
Hallo Moni,
ich lese seit einiger Zeit still mit bei Dir, ich finde das hört sich alles sehr positiv und gut an. Ich drücke Euch die Daumen, dass es weiter so gut läuft. Auch wenn die Therapien Schinderei sind, wenn sie Erfolg haben, dann vergisst man die ganze Quälerei auch wieder, das ist wie beim Kinderkriegen :)Ganz liebe Grüsse
Bine
Monika Rasch
13.03.2010, 17:40
Hallo Bine,
nicht alles vergisst man.
Ich habe meine erste Entbindung nicht vergessen, und jedes Jahr wieder muss mein Sohn(bald 30) ab 2 Tagen vor seinem Geburtstag sich immer und immer wieder anhören, welch eine schwere Geburt er war.
Ist ein echter Running Gag.:D
Monika Rasch
18.03.2010, 12:46
Heute ist Donnerstag, der 15.Tag nach der Chemo
Heute morgen stand meine Schwester mit einem Zettel in der Hand heulend bei mir vorm Bett.
Vollkommen panisch.
Ihre Hausärztin hatte gestern Blut abgenommen und heute die Werte durchgegeben, unter anderem eben Leukos 0,8 und Thrombos 98.
Wir sind dann zum Krankenhaus gefahren, um da mal nachzufragen.
Die Ärztin hat meine Schwester beruhigt, es wäre normal dass die Werte so sind, und dass es auch wieder aufwärts geht.
Meine Schwester freut sich seit Wochen auf dieses Wochenende, sie will mit ihrem Freund und unseren Eltern zum Campingplatz nach Ostfriesland fahren.
Die Ärztin hat ganz ausdrücklich empfohlen, diese Fahrt auf jeden Fall zu machen, um Kraft zu schöpfen- die Blutwerte würden nicht weiter abfallen.
Sie soll sich nur vor schniefenden Leuten in Acht nehmen.
Dann waren wir noch wegen der schmerzenden Speiseröhre in der Strahlenklinik bei der Chefärztin, die hat nun einiges aufgeschrieben, eine Paste wird in der Apotheke angerührt, hat noch andere Schmerzmittel aufgeschrieben, ein betäubendes Gel verordnet.
Und nun zählen wir abwärts, meine Schwester bekommt bis nächste Woche Freitag insgesamt 39 Bestrahlungen- es ist Land in Sicht, die Zeit geht auch noch vorbei.
Und auch mit der Chemo ist ja schon Halbzeit, und die Ärztin hat gesagt, wenn meine Schwester möchte, bekommt sie vor der nächsten Chemo Blutkonserven.
Wir werden sehen.
Monika Rasch
19.03.2010, 13:43
Und heute ist Freitag,
meine Schwester ist trotz der schlechten Blutwerte gefahren.
Hat gerade angerufen, ihr geht es gut.
Hoffentlich hat sie ein schönes Wochenende,das hat sie wirklich verdient.
Monika Rasch
26.03.2010, 10:35
Heute ist Freitag
__________________________________________
Seit vorgestern ist meine Schwester plangemäß im Krankenhaus, bekam Cisplatin und Etoposid.
Und mehr Medikamente gegen die Übelkeit, das ist wohl gutgegangen.
Erbrochen hat sie diesesmal nicht.
Ich habe gerade mit ihr telefoniert, sie sagt sie wäre totmüde.
Deshalb denke ich, möglicherweise hat sie Vomex A zusätzlich bekommen ?!
Ausserdem bekam sie gestern eine Blutkonserve, die Blutwerte sind sehr schlecht.
Morgen wird sie die letzte der Bestrahlungen erhalten.
39 hat sie dann bekommen, und insgesamt die Dosis von 70 Gray.
Die Speiseröhre ist sehr verbrannt, alle Bestrahlungsdosen aus 3 Richtungen gehen da durch.
Die Strahlenchefin sagte, dass es nach der letzten Bestrahlung ca. noch eine Woche dauern würde, bis die Schleimhäute anfangen zu heilen.
Heute ist schon Blut abgenommen worden, gleich bekommt sie wieder eine Blutkonserve.
Und heute dann nur Etoposid, zusätzlich Medis gegen das Erbrechen.
Morgen die letzte Bestrahlung.
Und dann geht meine Schwester diesesmal nicht nach Hause, sondern bleibt bis Dienstag oder Mittwoch, lässt sich mal richtig auffüllen.
Denn im letzten Turnus hat sie sich absolut nicht wieder erholt, wahrscheinlich auch, weil sie einfach nicht mehr essen und trinken kann, alles nur noch kleinSchluckweise und nur mit Eiswürfeln.
Hoffentlich wird sie diesesmal dann eine bessere Zeit haben bis zur nächsten Chemo.
Was mich wundert ist, dass sie immer wieder heimgeschickt wird trotz der Probleme durch die Doppelbelastung. Mich wollte man in HD letztens fast dabehalten "nur" wegen der niedrigen Thrombos, da musste ich mich echt wehren!
Speiseröhre leidet arg bei der Bestrahlung, leider.
Habe am Anfang keine Probleme gehabt, gegen Ende dann schon.
Tipps (auch wenn wohl sehr spät, sorry): Nichts Trockenes, nichts rauhes, ...
Ich kann Mango (rutsch gut und wenig Säure) und Milcheis empfehlen, außedem Nudeln mit Ölivenöl.
Monika Rasch
26.03.2010, 14:41
Nein,
es ist so dass meine Schwester am liebsten zu Hause ist.
Eigenes Bett ist doch sehr nett.
Gewohnte Keime machen nicht so schnell krank .
Sie könnte jederzeit wieder ins Krankenhaus.
Die sind dort wirklich unglaublich lieb, sogar die Ärzte haben absolut keine Scheu, einen auch mal in den Arm zu nehmen, wenns nicht gut geht.
Ich bin ja selber Krankenschwester,wohne mit ihr in einem Haus-,2 getrennte Wohnungen auf einer Etage.
Ich gehe regelmässig mehrere Male täglich rüber, schau wie es ihr geht, ob sie was braucht.
Ihr Sohn hatte Urlaub, war jetzt während der letzten 2 Wochen beinahe ständig anwesend.
Wenn ich nicht da bin, schaut einer meiner Söhne(auch exam.Krankenpfleger) nach der Tante, der Freund meiner Schwester ruft mehrmals täglich an, wir haben die Situation weitgehend im Griff.
Aber es ist auch für mich schwer, wenn ich sehe, dass es ihr schlecht geht, die Schmerzen sind so schlimm, dass sie es kaum aushält.
Tabletten kann sie gar nicht mehr nehmen, im Krankenhaus ist sie heute auf die 3. Größe(75) des Schmerzpflasters umgestellt worden.
Sie bleibt auf jeden Fall dieses Mal so lange im Krankenhaus, bis es ihr deutlich besser geht.
Monika Rasch
28.03.2010, 12:53
Gestern war Samstag
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Als ich gestern Nachmittag zu meiner Schwester ins Zimmer kam,
war ich entsetzt.
Sie saß zusammengekauert auf der Bettkante, hatte massivste Schmerzen.
So schlimm, dass sie keine andere Position im Bett einnehmen konnte.
Sie hatte sich schon bei der Schwester gemeldet, weil sie meinte, dass das neue Pflaster, welches Freitag auf ihr linkes Schulterblatt geklebt wurde, nicht wirkt.
Die Schwester kontrollierte den Sitz des Pflasters und sagte, es wäre in Ordnung.
Und ging wieder, ohne meiner Schwester irgendeine andere Option anzubieten.
Ich kam ca. eine halbe Stunde nach dieser Aktion, schaute mir das Pflaster an und sah, es war ringherum von der Haut abgelöst und in der Mitte warf es Falten.
SO war es definitiv nicht in Ordnung.
Ich bin dann zur Schwester, stellte mich vor,als Schwester von Frau W. und dann teilte ich ihr mit, dass das Pflaster nicht richtig aufliegt, dass meine Schwester vor Schmerzen umkommt und dass sie bitte dafür sorgen soll, dass umgehend ein Arzt auf meine Schwester guckt.
Die Schwester fragte, wie ich mir das vorstelle- schließlich sei Wochenende, nur eine innere Ärztin für das ganze Haus zuständig, und sie wisse nicht, wann diese komme.
Ich sagte der Schwester, das sei nicht mein Problem und sie möge bitte umgehend dafür sorgen, dass sofort ein Doktor zu meiner Schwester käme.
Hab mich umgedreht und bin wieder gegangen.
Keine zehn Minuten später war dann sogar ein onkologischer Assistenszarzt am Bett, wo der herkam- keine Ahnung.
Er schaute sich das Pflaster an, sah das was ich auch gesehen hatte und die Schwester nicht- verordnete ein neues Pflaster, ordnete eine subcutane Schmerzspritze an und eine Kurzinfusion mit No....in .
Und eine Dreiviertelstunde danach konnte meine Schwester sich hinlegen und schlief ein- ich blieb dabei sitzen und passte auf.
Nach einer Weile wollte ich dann gehen, verabschiedet mich von meiner Schwester als sie mal wieder kurz die Augen öffnete.
Dann bin ich aus dem Zimmer, und auf dem Flur traf ich die Krankenschwester.
Diese war deutlich angenervt von meinem energischen Auftreten, aber das war mir egal.
Ich sprach sie also an, ich fragte , ob sie Geschwister hätte.
Ja, hätte sie.
Und dann bat ich die Schwester, sich vielleicht nur mal vorzustellen, was wäre, wenn IHRE Schwester betroffen gewesen wäre- und dass ich im Moment auf meine Schwester aufpasse, weil sie selber es nicht kann.
Dnn verabschiedete ich mich freundlich und ging.
Abends sprach ich mit meiner Schwester, sie war müde, aber schmerzfrei.
Sie hat gut geschlafen, heute morgen ist sie ausgeruht, rosig
(3 Blutkonserven:o) und schmerzfrei, das Pflaster wirkt.
Die Schwester war gestern dann noch mehrere Male zum schauen im Zimmer, und direkt vor Feierabend war sie noch einmal bei meiner Schwester und sagte, dass sie sich SOOOFORT melden solle, wenn sie Schmerzen hätte- es war ausreichend Bedarfsmedikation angeordnet worden.
Gar Nichts hat meine Schwester mehr gebraucht, sie ist mit der Spritze, der Kurzinfusion und dem neugeklebten Pflaster gut ausgekommen.
Gerade war ich da, es geht ihr gut.
Freute sich aufs Mittagessen...kaum zu glauben.
Sie bleibt bis Dienstag- eventuell Mittwoch- der Chemoschock kommt ja noch...
Monika Rasch
28.03.2010, 17:00
Das habe ich gerade in einem anderen Thread gefunden und deponier das mal hier-
damit ich bei Bedarf nicht lange suchen muss.
Richtlinien Lungenkrebs
http://www.krebsgesellschaft.de/download/s3-ll_lungenca_2010.pdf
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Heute bei bineblocksberg gefunden ,
aber auch für uns möglicherweise irgendwann(hoffentlich nie nötig) interessant,
deshalb am 30.3. hierhin kopiert-
damit ich weiss wo ich suchen muss.
Es geht um Mutationen
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Vermutlich beziehen Sie sich auf einen Bericht, in dem in Zusammenhang mit dem internationalen Krebsgenomprojekt (http://www.icgc.org/) auch von einem neuen Behandlungsansatz bei Lungenkrebs, an dem unter anderem auch Wissenschaftler aus Boston, USA, forschen, die Rede war.
Es handelt sich dabei um eine zielgerichtete Therapie bei nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC), die in klinischen Studien geprüft wird. Die eingesetzte Substanz, PF02341066, steht in Tablettenform zur Verfügung. Sie hemmt die ALK-Tyrosinkinase (ein bestimmtes Enzym), die aufgrund einer Mutation (Genveränderung) in den Tumorzellen verändert ist. Diese ELM4-ALK Mutation findet sich allerdings nur bei 3 bis 7% aller Patienten mit NSCLC. Bei Adenokarzinomen der Lunge ist sie in 10 bis 20% der Tumoren nachweisbar. Der Hemmstoff kann also nur bei einer kleinen Zahl von Patienten mit Lungenkrebs wirksam werden. Voraussetzung ist der Nachweis der speziellen Mutation, die zu einem EML4-ALK-Fusionsgen führt. Die Genanalyse ist kein Bestandteil der Routinediagnostik bei Lungenkrebs.
Laut Mitteilung der Fa. Pfizer, die die Substanz herstellt, ist in den USA eine Studie für vorbehandelte Patienten mit nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom und Mutationsnachweis geplant. Es handelt sich um einen palliativen Behandlungsansatz mit dem Ziel, das Tumorwachstum zu bremsen, Symptome zu lindern und Komplikationen zu verhüten. Eine Heilung kann damit leider nicht erzielt werden. "
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Hirnmetastasen
Gerade beim googeln gefunden, abgelegt am 31.3.2010
http://www.woiciechowsky.de/fileadmin/redaktion/pdf/47-Brain_metastases_of_lung_Cancer.pdf
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Gamma Knife
http://www.laekh.de/upload/Hess._Aerzteblatt/2001/2001_11/2001_11_06.pdf
annika33
29.03.2010, 13:00
Hallo Monika,
hatte ja länger nicht geschrieben, aber doch zwischendrinnen auch immer mal in Deinen Thread geschaut.
Heute möchte ich mich zu Wort melden um Dir zu sagen, dass ich Deine Vorgehensweise im Bezug auf die "Unachtsamkeit" der Krankenschwester, gut und richtig finde. Ich schrieb Dir ja bereits, dass meine Mutter zuletzt im gleichen KH lag.
Dort ergab sich einmal eine ähnliche Situation, allerdings mit einem Arzt. Dieser hatte sich einige Tage lang versucht um ein klärendes Gespräch zu drücken, so unser Eindruck. Ich habe gelernt, dass man, wenn man die richtigen, deutlichen Worte wählt und ganz eindeutig signalisiert, wie man dem Betroffenen u. der Krankheit gegenüber positioniert ist, manchmal erst dann als ernstzunehmender Gesprächspartner akzeptiert wird. Das ist nicht immer so, aber manchmal offenbar schon. Klare Worte finde ich gut und ich denke, dass unsere Angehörigen eben in einer solchen Lage auf unsere Mithilfe in unterschiedlichster Weise angewiesen sind. Und wenn sie selber mal nicht so können, sei es aus nicht so guter körperlicher oder seelischer Verfassung heraus, dann müssen wir eben zur Tat schreiten. In einem Punkt bin ich mir recht sicher, nämlich, dass sich eine solche Situation so rasch nicht mehr ergeben wird. Haste´gut gemacht!
Liebe Grüße und alles Gute für Deine Schwester
wünscht Annika
Monika Rasch
29.03.2010, 16:40
Hallo Annika,
meine Schwester meinte dieser Tage schon mal , sie wisse gar nicht, wie die anderen Patienten sich helfen würden.
Wenn es ihr schlecht geht, dann kann sie gar nichts, sich nicht bewegen, sich nicht mit irgendwem auseinandersetzen.
Die Schmerzen schaukeln sich so schnell hoch, und dann ist sie so verzweifelt und kann nichts mehr selber regeln.
Natürlich hasst sie das,wenn sie so k.o. ist.
Sie ist seit vielen Jahren in leitender Position in einer großen Firma tätig, fliegt in der Welt umher und baut neue Firmen (Osteuropa, China,Nord und Südeuropa) und Strukturen auf, und diese ganzen Erfahrungen nützen ihr gar nichts.
Gar nichts !
Sie ist im Moment, mit diesen Therapienebenwirkungen, einfach nur ein armer Wurm.
Heute ist Montag
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Die Chemo (von Mittwoch-Donnerstag-Freitag) schlägt wieder zu.
Heute ist sie wieder müde, nur müde.
Aber sie hat immer noch keine Schmerzen, das Schmerzpflaster, perfekt klebend ,in einer höheren Dosierung, hilft.
Am Mittwoch geht sie nach Hause.
Hoffentlich klappt das auch so, wie wir es uns vorstellen.
Dann muss die Speiseröhre wieder heilen, die nächsten 2 geplanten Chemozyklen übersteht sie nun auch noch.
Hoffentlich ist es dann auch gut.
Monika Rasch
30.03.2010, 17:01
Heute ist Dienstag-
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Cisplatin und Etoposid wirken noch nach, heute wieder Erbrechen- absolut unspektakulär.
Der Speichel läuft im Mund zusammen, meine Schwester geht sich übergeben, danach ist es wieder gut.
Nicht so wie neulich, als sie Nachts in der Toilette lag und ständig den Würgereflex hatte.
Sie ist noch im Krankenhaus, hat eine Braunüle und es läuft eine Infusion- und darin ist nun ein Antiemetikum.
Morgen kommt sie eventuell nach Hause.
Insgesamt kann man aber sagen, sieht sie viel besser aus als in den letzten Wochen, die drei Blutkonserven haben doch Gutes bewirkt.
Hasi1965
30.03.2010, 17:15
Liebe Moni,
ich habe eben Deine Geschichte bzw. die Deiner Schwester gelesen. Wie alt ist sie wenn ich fragen darf ?
Ich wünsche Euch viel Kraft und den Erfolg, der all diese Qualen rechtfertigt.
LG Ulli
Monika Rasch
30.03.2010, 17:42
Sie ist 52,ich werde 54- sie ist also meine kleine Schwester:)
annika33
02.04.2010, 14:51
Hallo Monika,
wollte mich mal erkundigen, wie es bei Euch so ausschaut.
Wie geht es Deiner Schwester? Habt ihr die Schmerzen unterdessen so einigermaßen im Griff?
Was die Übelkeit angeht, so erinnere ich mich, dass Mama unter Etoposid/Cisplatin geraten wurde, Cola & Müller-Milch zu trinken (vermutlich ist es Deiner Schwester aber so übel, dass sie daran gar nicht denken mag, oder?!). Diese Getränke fördern eben das Aufstoßen und dies zusammen mit einigen Tropfen MCP, hat sie diese Chemovariante eigentlich weitestgehend nebenwirkungsarm überstehen lassen. Vielleicht funktioniert das ja auch bei Euch. War damals ein Ratschlag der "Chemoschwestern".
Jedenfalls wünsche ich Dir und Deiner Schwester ein schönes Osterfest.
Liebe Grüße
Annika
Monika Rasch
02.04.2010, 17:29
Karfreitag
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Hallo Annika,
lieb dass Du mal vorbeischaust :winke:
Meine Schwester ist seit gestern( Donnerstag) wieder zuhause.
Die letzte Strahlentherapie, die 39ste, hatte sie am Sonntag.
Die Chemo war letzte Woche Mittwoch-Donnerstag-Freitag.
Die Schmerzattacke war am Samstag, das werde ich in meinem Leben nicht vergessen.
Sie ist ja nun auf das 75er Pflaster eingestellt, sie hat keine Schmerzen mehr, braucht also nichts nebenher zu nehmen.
Allerdings ist es ihr ständig latent übel, und der Kreislauf ist ziemlich kacks.
Essen und trinken- da hat sie gar keine Lust drauf.
Und sie ist so erledigt, dass sie nicht aus der Wohnung kommt.
Nicht mal bis hinters Haus, wo sie etwas auf der Bank in der Sonne hätte sitzen können.
War nur gerade zum Mittag hier drüben, hat etwas(Kleinstmenge) Kartoffelpü gegessen, mit etwas Senfsosse.
Dazu 1 (EIN) Fischstäbchen, die habe ich heute extra für sie gemacht- mag sie sonst ganz gerne.
Und 3 Zuckererbsenschoten.
Vielleicht geht es ihr morgen besser.
Ich mag es gar nicht sagen, aber sie hofft so sehr, dass sie morgen fit genug ist, in der Schalke Arena das Spiel gegen Bayern München sehen zu können.
In meinen Augen unmöglich, aber auf diesen Termin lebt meine Schwester hin- als echter Schalke Fan ,seitdem der ganze Mist angefangen hat.
Aber sie müsste ein ganzes Stück laufen, und da sehe ich die Schwierigkeit.
In der Arena selber, in ihrem Block, in ihrer Reihe auf der Haupttribüne, da hat sie genug Aufpasser um sich rum- aber wie kommt sie dahin ?
Monika Rasch
04.04.2010, 12:09
Ostersonntag
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Kaum zu glauben, aber sie hat es geschafft.
Gestern morgen ging es schlagartig(mal wieder) besser, sie hat sich aufgemacht zum einkaufen.
Danach noch mal hingelegt, dann mit dem Taxi bis vor die Arena, also kurzer Fußweg zum Eingang.
Dann das Spiel geguckt(Sitzplatz), leider verloren...
Egal, es hat ihr so gut getan, mal alle Kumpelz wiederzusehen.
Und dann ist sie mit dem ganzen Trupp noch in ihre Stammkneipe, und da so was von versackt...
ich hätte es gerne gesehen, sie ist total heiser vom singen:tongue.
Ich war gerade drüben, weil sie gestern abend noch nicht wieder zuhause war,
ich hatte mir doch etwas Sorgen gemacht, aber ich wusste ja, dass sie nicht alleine unterwegs war.
Nun natürlich noch meine Sorge, hoffentlich hat sie sich nichts eingefangen, keine Erkältung oder sonstwas....
aber DAS war so wichtig für sie, diese Normalität...
Zwei Drei-Tage-Chemos hat sie noch vor sich.
Und jetzt wünsche ich allen Mitlesern ein ganz schönes Osterfest http://i42.tinypic.com/mi0xu9.jpg
Steffi65
04.04.2010, 14:58
Hallo Monika,
ich verfolge die Geschichte deiner Schwester schon eine ganze Weile.
Ich bin ja auch als Angehörige hier im Forum unterwegs. Bei mir ist meine Mutter betroffen.
Es ist so schlimm seine Angehörigen so leiden zu sehen. Um so mehr hat es mich gefreut, zu lesen, dass deine Schwester es geschafft hat sich mal für einen Tag dem ganzen wenigsten ein Stück weit zu entziehen.
Es ist so wichtig für sie aber auch für dich zu erleben das sie, trotz allem, noch ein wenig Lebensfreude hat.
Ich wünschte ich hätte auch noch mal die Gelegenheit mit meiner Mutter wenigsten einen ganz normalen Tag zu erleben.
Ich wünsche allen ein schönes Osterfest
LG Steffi
Monika Rasch
04.04.2010, 20:51
Hallo Steffi,
vielen Dank für Deine mitfühlenden Worte.
Ich hoffe auch für Euch, das noch der eine oder andere gute Tag dabei ist, vielleicht sogar viele.
Ich weiß, wir müssen es nehmen wie wir es kriegen- aber es ist schwer.
So Tage wie gestern und heute dazwischen, da zehren wir dann von, wenn die nächsten schlechten Tage kommen- hoffen, ja wissen dann, dass es auch wieder aufwärts gehen wird.
Solange diese Hoffnung da ist, kann man das alles noch ertragen.
Aber ich darf nicht dran denken, was wäre wenn...........- das erlaube ICH mir nicht, das erlaubt sich meine Schwester nicht.
Wir wollen mit dieser Therapie Heilung- es ist ein kurativer Ansatz.
Hoffentlich klappt es !
annika33
04.04.2010, 22:38
Hallo Monika,
man, da schafft sie es ins Stadion, und dann schaffen´s die Schalker nicht :rotenase:! Was hat es mich gewurmt gestern :rotier2:!
Ich freue mich aber zu lesen, dass die gesundheitliche Verfassung Deiner Schwester, das Zusehen IM Stadion ermöglicht hat. Das ist doch schon mal ein prima Zwischenerfolg.
So soll es weitergehen. Das wünsche ich Euch, ebenso wie ein schönes Osterfest!
Liebe Grüße
Annika :winke:
Monika Rasch
09.04.2010, 09:28
Heute ist Freitag.
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Bis Mittwoch, also seit Samstag insgesamt 5 Tage, ging es ihr wieder blendend.
Gestern dann wieder der Einbruch- müde müde müde- nichts machen, nur Couch.
Vor drei Wochen war es so, dass sie Freitagmorgens den Blutbericht von Donnerstag hatte, der war schlecht.
Diesesmal war sie nicht zur Blutkontrolle, wir denken , dass die Blutwerte einfach wieder runter sind.
Immerhin geht es mit der Esserei jeden Tag besser,zwar alles noch kalt, Getränke mit Eiswürfeln,
aber deutlich besser als unter der Bestrahlung.
Die Übelkeit ist auch weg, sie hat keine Schmerzen mehr, das 75er Pflaster wirkt gut.
Am Mittwoch geht sie wieder ins Krankenhaus. die 5. Chemo steht an.
Ich fahre ab heute abend für eine Woche nach Holland, mein Schiff wird morgen eingekrant und ich bleibe dann
bis nächste Woche Sonntag dort, mein Mann fährt Montagabend nach Hause,
ich bleibe bis Sonntag nächster Woche mit vielen Büchern und den beiden Hunden auf dem Boot,
Camping auf dem Wasser.
Der Rest Familie wird sich gerne kümmern -unsere Eltern haben ,bis ich wieder anwesend bin, ihren Urlaub um 4 Tage verschoben.
Gerne sogar, damit ich die Woche fortbleiben kann und nicht am Mittwoch wieder zurück muss.
Bis demnächst....
dann ist nur noch die 6. Chemo geplant, am 12.Juli hat sie Nachuntersuchung.
Ich bin dann mal wech:tongue
Monika Rasch
20.04.2010, 11:46
Heute ist Dienstag
__________________________________________________ ___
Seit gestern ist meine Schwester wieder im Krankenhaus,
regulär wäre die 5.Chemo schon letzte Woche Mittwoch gewesen-
leider war kein Bett frei.
Aber immerhin hat sie sich in dieser etwas längeren Pause SUPER erholt.
Seitdem die Strahlentherapie vorbei ist(3 Wochen) , hat sie wieder mehr Kraft, es gab nur eine Verbrennung (rechtes Schulterblatt,ca.5 cm im Durchmesser), diese ist seit Montag zugeheilt.
Der Bringer in diesem Fall war ein Hydrosorb Plaster, mit diesem ist die offene Stelle innerhalb weniger Tage super zugeheilt, bis auf eine HalbCentstückgröße.
Darauf kommt momentan ein Silberpflaster, ist wie Schaumgummi.
Eigentlich sollte die Chemo gestern begonnen werden, aber das Antiemetikum musste noch bestellt werden- diesesmal bekommt sie etwas
GANZ ANDERES- den Namen weiss ich noch nicht, soll etwas ganz Neues sein.
Ich hoffe, dass sie die letzten beiden Chemos ( 5. + 6. Zyklus) gut übersteht- irgendwie scheint es jetzt doch leichter zu werden, weil die Strahlentherapie nicht mehr dabei ist.
Im Krankenhaus wird ab heute versucht, das 75er Schmerzpflaster durch
ein 50er zu ersetzen, die hohe Dosierung scheint nicht mehr nötig.
Wir werden sehen- und wenn das Pflaster nicht reichen sollte, kann ihr
immer noch kurzfristig geholfen werden,
sie könnte ja noch eine Spritze
bekommen,oder eine Kurzinfusion.
Na dann, auf ein Neues !
Monika Rasch
22.04.2010, 17:21
Heute ist Donnerstag
_____________________________
Und es ist mal wieder geschafft, der dritte Tag Chemo ist gelaufen,
gespuckt hat sie bis jetzt noch nicht,
aber es ist ihr übel- also das Gefühl ist da, aber bisher hat sie noch nicht gespuckt.
Essen mag sie gar nicht, aber Eis durfte ich ihr mitbringen-
Flutschfinger schmecken momentan am Besten.
Mit dem reduzierten Schmerzpflaster kommt sie aus.
Bis Samstag bleibt sie im Krankenhaus, dann möchte sie gerne das Bett für den Nächsten räumen.
Hoffentlich klappt das alles- und dann ist erst mal "freuen" auf die sechste, die voraussichtlich letzte Chemo....
annika33
23.04.2010, 14:56
Liebe Monika,
husche rasch rein, um Dir mal wieder Hallo zu sagen und ein schönes Wochenende zu wünschen.
Natürlich auch verbunden mit gedrückten Daumen für Deine Schwester, damit sie nach Hause kann am Samstag. Das Wetter läd ja auch dazu ein, im Garten zu sitzen und die Sonne zu genießen. Sonntag immerhin angekündigte 24 °. Ich lasse mich überraschen :rolleyes:.
Und, ist ihr heute übel, oder hält es sich im Rahmen?
Liebe Grüße
Annika
Monika Rasch
23.04.2010, 17:45
Liebe Annika, Hallo@all...
ich komme gerade aus dem Krankenhaus,sie bleibt auf jeden Fall noch bis Sonntag.
Richtig ÜBEL ist es ihr nicht, aber essen will sie auch nicht.
Mitbringen durfte ich ihr heute verschiedene Eissorten aus unserer Lieblingseisdiele(Dellnitz am Mühlenteich).
Banane war ok, Nuss war zu süss, Zitrone sauer aber lecker.
Pampelmuse mochte sie gar nicht, und auch Mint war nicht ihr Geschmack.
Aber egal, sie hat fast 4 Kugeln gegessen, ich hatte jede Kugel einzeln im Becher mitgebracht.
Und Cornichons, die süß-sauren geviertelten Gurken (wurden gestern mitgebracht:-) ) sind ihr zu süß.
Die Brandwunde am rechten Schulterblatt ist komplett zugeheilt.
Insgesamt gesehen geht es ihr einigermaßen gut, bis auf die Appetitlosigkeit.
Sie ist gut versorgt, morgen ist ihr Freund wieder da (Berufskraftfahrer, ganze Woche mehr oder minder unterwegs), also kann ich gleich mit meinem Schatz und den Hundis bis Sonntagabend wegfahren.
Notfalls bin ich in 2 Stunden wieder zuhause.
Aber ich rechne damit, dass es ihr weiterhin einigermaßen gehen wird.
Und übrigens, große Freude, sie kommt mit dem 50er Schmerzpflaster aus.
Liebe Grüße an Alle, die hier mitlesen...ich weiß dass hier jeder seine eigenen Sorgen und Ängste hat .
Lasst es Euch gut gehen !:pftroest:
Minz- und Grapefruit-Eis mag ich auch nicht, das esse ich auch ohne Chemo nicht. :D
Grüße und schönes WE, Tom
Monika Rasch
25.04.2010, 21:39
Gerade zurückgekommen, war ich drüben gucken.
Sie ist nicht zuhause.
Also im Krankenhaus angerufen, sie bleibt noch etwas.
Ihr ist immer noch etwas übel, sie schwitzt und friert abwechselnd.
Deshalb wollte sie lieber im Krankenhaus bleiben, dort fühlt sie sich sicherer als zuhause- zumal ich nicht hier war.
Ich hoffe, dass sie morgen nach Hause kommt.
Ich gehe am Dienstag zu einer Beerdigung, eine ganz langjährige Freundin ( länger als 30 Jahre) ist nach langer Krankheit nun gestorben.
Sie hat zuletzt die Weiterbehandlung ihres Bauchfellkrebses/Darmkrebses abgebrochen.
Dieser Krebs ist ca. 20 Jahre nach ihrem überlebten Brustkrebs ausgebrochen, wurde mit allen Mitteln bekämpft, sie hatte auch lange immer wieder gute Phasen.
Aber die letzte Chemo hat sie umgehauen, die Hyperthermietherapie war ein allerletzter Weg, leider erfolglos, eine weitere Chemo lehnte sie ab.
Vor wenigen Wochen, so Ende März, telefonierten wir noch und sie erklärte mir ihren Weg- sie konnte nicht anders als aufzugeben.
Bis zuletzt wurde sie ganz kompetent und liebevoll von einem mobilen Hospizdienst zu Hause betreut.
Ich weiss jetzt noch nicht, ob sie in den letzten Tagen noch ins Hospiz umgezogen ist, sie wollte gerne-wenn es ginge- bis zum Schluß zuhause bleiben.
Ich hoffe, dass der Weg welchen sie so lange gegangen ist, nicht nur bitter war.
Ich hoffe, es hat sich für sie gelohnt, die lange Leidenszeit- sie hat viele Menschen gut kennengelernt.
Und ich weiss, dass sie im Frieden mit sich und ihrer Umwelt war, dass sie losgelassen hat als es nicht mehr ging.
Ich bin so dankbar, dass sie so viele Menschen hatte, die sie unterstützten, während der Erkrankungen, während des langen Sterbens.
Dienstag also ein weiteres "Auf Wiedersehen" zu einer Freundin, die schon mal ein Stück Weg weiter gegangen ist.
Ich bin traurig, aber auch dankbar, dass es ohne Kampf zuende ging.
[hallo moni,
habe gerade eure geschichte gelesen, bin selbst betroffen*habe eine gute prognose* wünsche deiner schwester noch viel kraft, wobei ich denke sie hat doch schon einiges geschafft. Hatte selbst 39 bestrahlungen und 6 chemos. dir möchte ich nur mal sagen :) toll so helfend zur seite zu stehen!!! :)
weiterhin viel erfolg und denkt immer daran so schlecht wie es deiner schwester geht, so schlecht geht es auch dem krebs (und das soll ja so sein)
lieben gruß claudia
denkt immer daran so schlecht wie es deiner schwester geht, so schlecht geht es auch dem krebsWer hat denn das in die Welt gesetzt?
Monika, tut mir leid für dich, eine gute Freundin verloren zu haben.
Monika Rasch
26.04.2010, 15:58
Heute ist Montag
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Ich war gerade im Krankenhaus, meine Schwester bleibt noch im Krankenhaus.
Heute liegt sie nur, hat schwere Schwindelanfälle, zusätzlich zum heiss und kalt.
Bei der Visite wurde besprochen, dass morgen ein CT vom Hirn gemacht wird.
Als ich dann kam, war meine Schwester vollends fertig, ganz aufgelöst- Todesangst.
Ich also noch mal zur Stationsärztin, um nachzufragen.
Nein, eigentlich besteht KEIN Verdacht auf einen Progress .
Das CT sollte eigentlich zur Beruhigung meiner Schwester gemacht werden.
Die Ärztin geht sehr davon aus, dass die jetzigen Beschwerden tatsächlich Nebenwirkungen der Chemo sind.
DAS habe ich dann meiner Schwester genau so erklärt.
Ich musste dann weg, meine Schwiegermutter(die erste, von meinem verstorbenen Mann) hatte gestern 89. Geburtstag- da hab ich dann rasch eine Entschuldigung wegen meiner Abwesenheit gestern und einen Tulpenstrauss hingebracht ins Seniorenheim.
Danach dann wieder zur Eisdiele, Eis gekauft, dann wieder ins Krankenhaus.
Da hat meine Schwester dann einen Teil des Eises gegessen, schwindlig war es ihr im Moment auch nicht.
Jetzt bin ich wieder zuhause, nach dem Termin bei der LBS und Lebensmitteleinkäufen.
Jetzt geh ich erst mal eine kleine Stunde mit den Hunden spazieren.
Hoffentlich gibt es morgen dann tatsächlich Entwarnung.
Monika Rasch
27.04.2010, 18:00
Heute ist Dienstag
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Meine Schwester ist zuhause, 8 Tage war sie diesesmal im Krankenhaus, hatte den 5. Zyklus Cisplatin und Etoposid.
Das CT ist dann doch nicht gemacht worden, die Schwindelanfälle sind auf die schlechte Kreislaufsituation zurückzuführen.
Blutdruck in einem Moment 130/100- 5 Minuten später nur 80/60.
Ein Auf und ab.
Im Arztbrief ist erstmals das Wort "Depression" gefallen, morgen geht sie auf eigenen Wunsch zur Psychotante (O-Ton).
Es gibt im Krankenhaus eine Psychoonkologin, die direkt am Anfang der Geschichte ihre Unterstützung angeboten hat.
Das wollte meine Schwester nicht.
Nun ist sie soweit, die volle Tragweite der Diagnose hat sie mit voller Wucht erwischt.
Ich bin froh, dass sie sich Hilfe nimmt.
Wir nahestehenden Geschwister, Eltern, Partner können ihr im Moment nicht helfen,so sehr wir auch wollen.
Ausser Durchhalteparolen und Unterstützung anbieten und geben in allen Belangen fällt uns nicht wirklich was ein, aber es müssen Strategien zur Angstbewältigung her.
Zur Zeit ist alles rabenschwarz.
Gitta aus Nürnberg
27.04.2010, 19:04
Liebe Monika,
wünsche euch weiterhin Kraft.
Mir geht es ja im Moment auch nicht gerade gut. Habe manchmal aber auch den Verdacht, mir fehlt einfach der Antrieb. Viele Menschen mit einer solch schweren Erkrankung fallen irgendwann einfach in so ein schwarzes Loch. Bestimmt bekommt deine Schwester Hilfe.
Kopf hoch.
Bis bald
Gitta
Monika Rasch
27.04.2010, 19:13
Liebe Gitta,
danke für die lieben Worte.
Ich weiss ja, wie schwer es für jeden hier ist....wir hängen doch alle am Leben !
Und nun,
wenns schlimm ist,
Pflaster drauf...
http://i35.tinypic.com/ixb0nn.jpg
Wenn es doch so einfach wäre !
Monika Rasch
28.04.2010, 18:41
Heute ist Mittwoch
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Ich bin vollkommen hilflos, weiss nicht mehr weiter.
Meine Schwester hatte für heute Termin bei der Psychoonkologin.
Leider ging es ihr heute morgen immer noch so grottenschlecht, dass sie nicht aufstehen konnte.
Es ist der neunte Tag nach der Chemo.
Das "Angstmonster" hat nun auch mich im Griff.
Was kann ich denn nur tun ?
Sie isst nicht, sie trinkt nicht, liegt nur im Bett, fühlt sich elend.
Will die 6. Chemo nicht mehr machen.
Sie sieht so elend aus, hat eine ganz spitze Nase bekommen.
Wenn es morgen nicht besser ist, rufe ich die Hausärztin an wegen einem Hausbesuch.
Meiner Meinung nach gehört meine Schwester wieder ins Krankenhaus.
Gitta aus Nürnberg
28.04.2010, 19:06
Liebe Monika,
ich kann nur von mir erzählen. Meine Geschichte begann mit 8 Zyklen Chemo. Bei der 5 oder 6. Gabe, wollte ich nicht mehr ins Krankenhaus. Bin aufgestanden um 6.00 Uhr, meinen Mann alles erklärt und Punkt. Mein Mann rief in der Klinik an sprach mit meinen damals zuständigen Arzt. Der meinte er solle mich im Laufe des Tages schicken, das KH-Team bringt mich schon wieder auf die Reihe. Keine 10 Pferde haben es geschafft, eine Woche später machte ich weiter, mein Lebenswille war wieder da.
Die Idee mit dem Hausarzt finde ich sehr gut. Sie wird es bestimmt selber wieder wollen, es wird wieder. Gebe die Hoffnung nicht auf.
Dein Trost-Pflaster hat mich erfreut.
Bis bald
Gitta
Guck mal, selbst unser Micha (a propos, wo steckt der denn wieder?), den an sich wohl nix aus der Bahn wirft, hat über Ostern mal eine Chemopause gemacht. Ich hab ja bisher nur lächerliche 3 Zyklen hinter mir, eine vierten hätte ich noch gepackt, aber dann bin ich mir auch nicht mehr sicher.
Dein Schwester hat nun fünf Chemos und Bestrahlung hinter sich, das ist enorm. Das das auch psychisch nicht spurlos an einem vorübergeht, ist wohl klar. Den Hausarzt würde ich gleich holen, wozu warten?
Und mit den Onkodosc sprechen, ob nicht ein längere Pause bis zum 6. Zyklus drin ist bzw. ob der überhaupt notwendig ist. Ich kann nur das sagen, was mein Doc mir sagte: Oft hat man nach vier Zyklen schon die maximal sinnvolle Dosis erreicht, fünf und sechs sind also manchmal (wenn auch natürlich nicht immer) nur zur Absicherung, man schüttet also noch was ins randvolle Glas um sicher zu gehen, dass es auch wirklich voll ist - sozusagen.
Wünsche euch alles Gute und dass es bald wieder bergauf geht!
Monika Rasch
29.04.2010, 14:31
@Gitta und tomtom
Danke für die Rückmeldungen.
Habe ich heute morgen ausgedruckt und meiner Schwester gezeigt.
Vielen Dank auch von ihr.
Ich habe meine Schwester heute morgen als Notfall wieder ins Krankenhaus gebracht,
denn sie ist fix und fertig.
Isst nicht, trinkt nicht, heiss und kalt,Schwindelattacken,Kotsteine, Durchfall, Darmkrämpfe.
Sie ist nun erst mal zwischengeparkt auf der Palliativabteilung, die Onkologie hatte gar nichts frei, die hatten heute schon 4 Chemopatienten abweisen müssen wegen Platzmangel.
Oben hat sie ein Einzelzimmer, eine Infusion läuft.
Ich werde jetzt erstmal meine Bügelwäsche wegmachen, dann mit den Hunden laufen gehen.
Gegen 17.00 Uhr werde ich wieder zum Krankenhaus, ich hoffe, dass sie jetzt erst mal schläft.
Ich hoffe inständig, dass sie die Krise überwindet und wieder auf die Füße kommt! Ich hab sowas in der Klinik mal gehört, da war es "nur" eine Art Nachschlag beim Chemokater. Vielleicht (hoffentlich) ist es bei ihr auch so.
Richte Grüße von hier aus und sag ihr, sie soll was Essen und Trinken, sonst gibt es literweise Minzeis! ;)
Monika Rasch
30.04.2010, 09:29
Hallo, gerade habe ich bei ihr angerufen.
Sie hörte sich wesentlich lebendiger an als gestern.
Allerdings hustet sie seit heute Nacht ganz furchtbar.
Ich denke mal, vielleicht war diese unendliche Schwäche ein Warnhinweis ihres Körpers"Ich habe mir was eingefangen".
Die Blutwerte am Montag waren allerdings dahingehend unauffällig.
Von gestern weiss ich die Werte noch nicht.
Wahrscheinlich ist sie mit den Leukos ziemlich niedrig.
Monika Rasch
01.05.2010, 20:20
Heute ist Samstag.
_______________________
Es geht ihr viel besser.
Sie hat gestern und heute genug getrunken, dazu gestern und vorgestern auch Infusionen bekommen.
Gestern habe ich ihr ein paar frische Erdbeeren mitgebracht, die hat sie mit Appetit gegessen-kaum zu glauben.
Heute morgen ist sie aus dem Krankenhaus, zum nächsten REWE Laden, wollte noch ein paar Erdbeeren kaufen.
Vor zwei Tagen konnte sie keine 5 Meter laufen.
Hatte aber vergessen , dass heute Feiertag ist.
Bekam dann von unserer kleinen Schwester Erdbeeren mitgebracht, da war dann alles gut.
Das Personal auf der Palliativabteilung ist einfach nur lieb, ständig schaut einer zu ihr ins Zimmer , jeder gibt ihr das Gefühl, dass alles nur so gemacht wird, wie sie es möchte.
Sie ist wieder auf den Füßen.
Sie hat dem Stationsarzt aber unmissverständlich gesagt, dass sie die 6. Chemo nicht mehr machen wird.
AUSSER es gibt eine Zwischenuntersuchung, durch die belegt wird, dass die bisherige Quälerei etwas am Tumor verändert hat.
Und ich finde, damit hat sie Recht.
Und Nachtrag: Sie bekommt Medikamente, um die Leukos anzuregen, hat unter 1000.
Und nun noch etwas anderes.
Es steht in absehbarer Zeit die AHB an.
Meine Schwester möchte gerne eventuell nach Borkum- denn das ist von hier aus dem Ruhrgebiet noch so einigermaßen zu erreichen( Besuche) .
Ich habe nun auf Rehakliniken.de die Knappschaftsklinik Borkum gefunden, da passt auch die Indikation.
Email habe ich gerade hingeschrieben wegen weiterer Infos.
Gibt es hier jemanden, der vielleicht auch schon da war ?
Kleiner Erfahrungsbericht, auch per PN, wäre nett.
hallo Moni,
erstmal freue ich mich, dass es deiner schwester besser geht.
mir half der soziale dienst des krankenhauses, bei der auswahl der kurklinik. vielleicht geht das ja bei euch auch? es war recht unkompliziert.
liebe grüße und alles gute
claudia
Monika Rasch
02.05.2010, 12:33
Mal besser, mal schlechter.
Leukos sind heute unter 700, sie bekommt Blutkonserven.
Weiter an uns denken !
Wird gemacht!
Ihre Entscheidung bez. des 6. Zyklus' finde ich sehr gut!
Alles Gute!
Gruß, tom
Monika Rasch
03.05.2010, 15:51
Immer noch nicht besser.
Heute wieder Blutkonserve.
Diese letzte Chemo hat ihr nicht gut getan.
Und dass sie , sobald es ihr nur minimal besser geht, unterwegs ist, hat ihr wohl die Bronchitis eingebracht.
Hoffentlich geht es ihr bald besser.
Monika Rasch
03.05.2010, 22:07
Ich war heute am Abend noch mal da.
Schon draussen auf dem Flur hörte ich meine Schwester.
Laut lachen.
Schallend laut lachen.
Sie hatte Besuch von 2 Arbeitskolleginnen, eine davon war mit ihr im letzten Jahr noch in China.
Und die Drei hatten zusammen Spaß.
Das hat meiner Schwester mal wieder gut getan, etwas Normalität.
Insgesamt sah sie nicht mehr so käsig aus, hatte auch heute noch eine Blutkonserve.
Vielleicht geht es jetzt mal langsam wieder etwas aufwärts.
Es freut mich sehr, lesen zu dürfen, dass deine Schwester zumindest ihren Humor noch behalten hat. Lachen hilft ungemein. Warts nur ab, bald ist sie wieder beim Fußball gucken. Grüße schön! :)
Monika Rasch
04.05.2010, 19:42
Heute beim morgendlichen Kontrollanruf hörte sie sich jämmerlich an.
Hatte Schmerzen in allen Knochen.
Da war ich aber froh, ihr sagen zu können, dass diese Schmerzen von dem Medikament ( Neulasta ) gegen die Leukopenie (hatte unter 500 ) kommen.
Und dass sie sich ein Schmerzmittel geben lassen solle.
Heute Nachmittag dann waren die Schmerzen weg, insgesamt ging es ihr etwas besser, ist auf einem 2er Zimmer- die Einzelzimmerzeit ist vorbei.
Ich habe wieder ein Sortiment Eis aus unserer Eisdiele mitgenommen , und dann hat sie 4 Kugeln Eis(Nuss, Walnuss, Banane und Cassis) gegessen, ich hab die restlichen drei Sorten verzehrt.
Die Grüße habe ich ausgerichtet, meine Schwester grüßt ganz herzlich zurück.
Unterm Strich hört sich das bis auf die Knochenschmerzen doch gut an! Ist der Husten auch besser? Bekommt sie auch Medikamente gegen die Leukopenie?
Monika Rasch
05.05.2010, 11:37
@tomtom
Die Knochenschmerzen waren wahrscheinlich ausgelöst durch die Medikamente( Neulasta) gegen die Leukopenie.
Mit den Schmerzmitteln waren die Schmerzen Nachmittags dann verschwunden.
Der Husten ist viel besser geworden, bekommt ja Antibiotika, produziert auch Schleim, ist kein Reizhusten wie am Anfang durch den Tumor.
Heute Morgen hat sie geduscht- also geht es wohl deutlich besser.
Und nun, lieber tomtom- wie geht es dir denn ?
Sind irgendwelche Untersuchungen gelaufen ?
Kommst Du klar ?
Hallo!
Von Pamidronat kann wohl üble Knochenschmerzen bekommen. Ich hatte keine, aber eine Leidensgenossin aus der Thoraxklinik hat auch arge Probleme damit (Gruß an Karola an dieser Stelle! :) ).
Mir geht es gut, habe meine Nebenhöhlenentzündung (auch mit Husten :() dank Penicilin gut überstanden, jetzt könnte ich wieder (kleine) Bäume ausreißen, wenn das Wetter nicht so öde wäre.
Am Freitag geht es nochmal zu Strahlennachsorge, dann habe ich, wenn nichts dazwischen kommt, erst einmal Ruhe bis Juli.
Beste Grüße, Tom :)
Monika Rasch
07.05.2010, 12:11
jetzt könnte ich wieder (kleine) Bäume ausreißen, wenn das Wetter nicht so öde wäre.
http://i37.tinypic.com/2n0jy9z.jpg
Ich freu mich für Dich!
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So, nur ein schneller Bericht.
Heute ist Freitag
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Gestern waren die Leukos von ursprünglich 400 durch Medikamentengabe auf 12000 hochgeschnellt.
Durch die 2 Blutkonserven geht es ihr besser, sieht nicht mehr so blass aus.
Nach dem Abendbrot(es gab Rohkost, ca.3 Gäbelchen hat sie gegessen) haben wir für morgen schon mal eine Tasche gepackt zum mitnehmen-
und schwupps war das Essen wieder draussen.
Ganz elend war es ihr.
Bekam dann eine Tablette unter die Zunge gelegt gegen die Übelkeit.
Danach war dann nichts weiter.
Heute war bei der Visite das Gespräch mit dem Oberarzt.
Fazit:
Es gibt definitiv keine sechste Chemotherapie.
Das würde sie nicht überstehen( das sehe ich genauso- ich finde, diesesmal war es haarscharf).
Er sagte, mit der Höchstdosis an Strahlen wäre der Plan 4 - 6 Chemos Cisplatin und Etoposid.
5 wären vollkommen ausreichend.
Er gehe davon aus, das der Tumor fertig behandelt sei und sie sich erst mal weiter erholen müsse.
Ein CT gibt es am 25.5.- allerdings kein PET-CT, das würde zu viele falsch positive Ergebnisse bringen.
Nun denke ich, meine Schwester soll sich erst mal wieder aufrappeln- ohne an eine weitere Behandlung zu denken.
Der Oberarzt war sehr zuversichtlich.
Ich habe sie aus dem Krankenhaus abgeholt, zuhause ist es doch schöner.
Ich denke mal, nach dem Gespräch mit dem Oberarzt ging es euch beiden besser, oder?
Nun soll deine Schwester wohl vor allem daran denken, wieder auf die Beine zu kommen. Ich wünsche dafür alles Gute!
Hoffentlich wird das CT am 25. gute Ergebnisse zeigen.
PET-CT wird bei mir in der Nachsorge übrigens auch nicht gemacht ohne erneute Indikation.
P.S.: Danke für den Frosch! :D
Liebe Moni,
meist lese ich still bei Euch mit und denke , es ist gut wenn Deine Schwester sich jetzt ein wenig erholen kann und auch soll. Sie hat schon einen argen Schlauch hinter sich der sie unendlich viel Kraft gekostet hat.
Ich wünsche ihr alles Gute und hoffe daß alleine die häusliche Umgebung schon ein wenig aufwärts hilft.
Vielleicht haben wir sogar Glück und es wird endlich, endlich warm.
Liebe Grüße Erika E :winke:
Monika Rasch
08.05.2010, 15:02
Meine Schwester hat ihre Therapie beendet.
39 Bestrahlungen in 3 Feldern,
Strahlungsaustritt am rechten Schulterblatt.
Es gab einen Strahlenschaden, welcher aber relativ zügig abheilte mit Hydrokolloidverband und später Silberschaumstoffauflage.
In der Speiseröhre die Verbrennungen begannen ab dem 9. Strahlentermin, waren sehr schmerzhaft.
Behandelt durch Säureblocker und Schmerzmedikation.
Als es mit den Schmerzen in der Speiseröhre und den Nervenschmerzen am Brustkorb(eisiges Kältegefühl in den Lungenspitzen)immer schlimmer wurde im Verlaufe der fortschreitenden Strahlentermine und der fortlaufenden Chemotherapie,wurde sie mit Fentanyl Schmerzpflastern in den Größen 25->...50->...75->... gut eingestellt.
Momentan schleicht sie das Fentanyl aus,ist schon wieder auf dem 50er Pflaster, ab nächste Woche wird das 25er Pflaster ausprobiert.
Die Chemotherapie Cisplatin und Etoposid war schwer.
Nach der fünften wurde entschieden, dass die Therapie nicht fortgesetzt wird- die Nebenwirkungen wurden von Mal zu Mal schlimmer bis zum Schluss dann unerträglich.
Das Blutbild ging nach der 5. Chemo runter bis 400 Leukos und HB 7,0.
Meine Schwester hat nach der ersten Chemo die Haare verloren-klar !
Sie hat aber alle Fingernägel behalten, bis jetzt sieht man nichts.
Die Fußnägel sehen eigenartig aus, haben sich wie bei einer Pilzerkrankung verdickt.
Sie hat mit dem Gehör absolut keine Probleme bekommen.
Schlimm ist immer noch (die letzte Chemo ist beinahe drei Wochen her) die körperliche Schwäche, die Appetitlosigkeit, der veränderte Geruchs und Geschmackssinn.
Ich hoffe, dass sie sich Stück für Stück langsam wieder erholt.
Insgesamt ist sie tasächlich mit den Nebenwirkungen mit einem (königs;))blauen Auge davongekommen.
Hallo Moni,
das freut mich sehr für Euch. Es wird sicherlich, wenn auch langsam, aufwärts gehen. Drücke Euch weiterhin die Daumen, auf das es gut wird.
liebe Grüße
Claudia
annika33
08.05.2010, 18:08
Hallo Moni,
schaue mal wieder rein, um Dir und natürlich Deiner Schwester, ein gutes Wochenende zu wüschen.
Der Geschmackssinn scheint unter platinbasierten Chemotherapien häufig in Mitleidenschaft gezogen. Mama hat auch manche Dinge viel intensiver empfunden, als sie es eigentlich waren, fand vieles "überwürzt" usw. Mit der Zeit, also nach Beendigung der Cisplatinchemo, gab sich das aber wieder ein wenig.
Ich finde, dass dieses Abwägen von Nutzen und Aufwand, hinsichtlich des Verzichts auf den letzten Kurs Cisplatin/Etoposid dafür spricht, dass ihr in guter Betreuung seid.
Tja, die königsblaue Meisterschaft ist uns leider durch die Lappen gegangen :rolleyes:, aber 2. sein ist doch auch schon was, nicht wahr?! :D
Sei lieb gegrüßt
Annika :winke:
Monika Rasch
09.05.2010, 17:20
Hallo Annika,
lieben Gruß zurück.
Irgendwie kann ich noch gar nicht so wirklich glauben, das die Therapie vorbei ist.
Ich habe doch auch Angst vor der Zeit, in der jetzt nichts getan wird.
Aber ich weiss auch, dass das Quatsch ist, ich kann mich immer wieder beruhigen.
Meine Schwester ist immer noch arg angeschlagen, gestern hat sie in einem Anfall von mütterlichen Instinkten gekocht wie für eine Großfamilie.
Frikadellen gebraten, gefüllte Paprika gemacht. Gulasch für heute.
Ungefähr 2 Stunden dauerte diese Aktion, seitdem ist sie wieder platt.
An Essen mal wieder nicht zu denken.
Wieder diese Übelkeit.
Ich war heute schon im Krankenhaus und habe Zofran Tabletten (heute sublingual, morgen und übermorgen die Normalen) mitbekommen.
Immerhin ist sie jetzt, 2 Stunden nach der Einnahme, schon mal aufgestanden und angezogen.
Ich habe ihr gesagt, sie soll sich nicht überfordern.
Ja, ich weiß- sie möchte doch NUR endlich wieder nicht mehr so durchhängen.
Immer mit der Ruhe......und dann mit nem Ruck ! ;)
Wird schon werden.
Die Erholungsphase hat ja auch noch gar nicht begonnen, ich glaube ihr Körper wartet drauf, dass die 3 Wochen wieder um sind und die nächste Keule kommt.
Ich bin fest überzeugt, dass es ihr in einer Woche schon etwas besser gehen wird.
Morgen geht es zur Hausärztin, dann werden wir einen Termin bei der Sozialarbeiterin wegen der AHB machen.
Eigentlich hatte meine Schwester am Anfang der Therapie gesagt...........
- A H B ! ? -
Nee- auf keinen Fall.
Nun sieht sie selber, dass sie dringend zum Aufbauen und Kräftigen weg muss von hier.
AHB ist ja keine reine Erholung, da ist man schon ziemlich gefordert.
Die Mitpatienten dort sind auch etwas malade, man ist nicht als Einzige so kraftlos.
Es gibt einen strammen Plan, man hat sich nur um sich selber zu kümmern und kann in Gesprächsgruppen oder Einzelsitzungen lernen, mit dem Chaos im Kopf umzugehen.
Der Körper muss kräftiger werden, meine Schwester hat , so von mir geschätzt, ungefähr 12 - 15 Kg verloren.( Korrigiert: Sie hat sich gerade gewogen, bringt immer noch stolze .:).Kg auf die Waage- hat also genau 10 Kg verloren).
Zum Glück war sie immer schon etwas moppeliger:)(hat immer gerne genascht- und nun mag sie noch nicht mal mehr Schokolade ) - es ist immer noch kein Knochen zu sehen, sie ist nicht abgemagert, nur schlanker geworden.
Natürlich war das nicht nur überflüssiger Speck- da wird schon etwas Muskelmasse mit verschwunden sein.
Ich hoffe, dass sie bald wieder bessere Blutwerte bekommt, und dass diese Übelkeit endlich verschwindet.
Allen die hier mitlesen wünsche ich, dass die schlechten Zeiten irgendwann , möglichst bald, Geschichte sind- nur noch eine ungute Erinnerung.
Die Angst verlässt einen nie.
Darf einen nur nicht am weiterleben hindern.
Ihr Tapferen seid mir in den letzten Monaten ans Herz gewachsen.
:megaphon: Hut ab vor Eurem Willen, Eurer Energie.
Bis man sich von Chemo und Bestrahlung erholt hat, dauert es - und nach dem, was deine Schwester mitgemacht hat, sicherlich noch ein Weile länger.
Die Angst verlässt einen nie.
Darf einen nur nicht am weiterleben hindern.Wahre Worte. Ich helfe mir gerne mit dem "Blumentopf", da komme ich oft über die ganz dunklen Gedanken hinweg.
Blumentopf heißt, was soll ich mir sorgen machen, wie lange es noch gut geht, schließlich kann mir auch morgen ein Blumentopf auf den Kopf fallen, dann hat sich das von selbst erledigt. Ja, ich weiß, ist ein wenig makaber, funktioniert aber. :)
Hut ab vor auch vor deinem Willen und deiner Energie. So eine Schwester kann man sich nur wünschen, denke ich.
Monika Rasch
10.05.2010, 14:34
Hut ab vor auch vor deinem Willen und deiner Energie. So eine Schwester kann man sich nur wünschen, denke ich. Was soll ich da sagen-Danke:)
Ich selber hatte vor 8 Jahren bereits nähere Bekanntschaft mit diesem hässlichen Schalentier gemacht.
Da der Tumor (Ma.Ca 1,6 cm) allerdings hoch hormonempfindlich war und noch nicht invasiv gewachsen, bin ich mit OP, Strahlen und jahrelanger Antihormontherapie noch gut weggekommen.
Nix nachgekommen-
aber ich weiss wovon ich rede mit der Angst und dem weiterleben.
Und bin eben im nahen privaten Umfeld (mein Ehemann im Alter von 36 Jahren an NonHodgin verstorben, neuer Partner 42jährig nach 8 Beziehungsjahren am Kleinzeller im Endstadium bei Entdeckung) sehr sehr belastet-
ich bin seit 5 Jahren in diesem KK Forum aktiv/weniger aktiv.
Ich weiss, dass ich meiner Schwester helfen konnte.
Mich hätte aber auch keiner fernhalten können, und ich bin froh, dass sie zugelassen hat, dass ich mich so intensiv kümmere.
Denn eigentlich sind wir GeschwisterMädels von der Veranlagung her so, dass wir unsere Sachen gerne selber regeln und so wenig wie nötig um Hilfe bitten.
Ihr Sohn ist 23, für ihn wäre das Ganze viel zu viel geworden-er ist in der Ausbildung, hat eine ganz liebe Freundin, wohnt auch noch zuhause bei Mama-
und wenn er gemusst hätte, hätte er sich auch gekümmert, das weiß ich.
Aber es wäre für ihn auch schlimm gewesen, deshalb haben wir uns sehr bemüht, ihn weitgehend rauszuhalten.
Und Ich helfe mir gerne mit dem "Blumentopf".........
Gerade eben sind wir nach Hause gekommen, waren zusammen bei der Hausärztin.
Und auf der Rückfahrt habe ich ihr gesagt, sie soll jetzt immer schön vorsichtig sein, damit ihr kein Ziegel auf den Kopf fällt- denn das wäre wirklich tragisch, wenn sie durch einen dummen Unfall umkäme !
Nach der Plackerei !
Monika Rasch
19.05.2010, 12:53
Beruhigende Nachrichten.
Gestern vor 5 Wochen bekam meine Schwester ihre fünfte, ihre letzte Chemo.
Und seit Sonntag geht es ihr wieder gut.
Und jeden Tag besser.
Heute ist sie schon den dritten Tag unterwegs, sie geniesst es wieder fit zu sein.
Montag war sie nur zum Quätschchen halten in der Firma, hat sich in den Abteilungen wieder zurückgemeldet.
Gestern hat sie schon wieder etwas Büroarbeit gemacht.
Heute ist sie hin, um sich einige Sommermützchen zu nähen.
Die Hads sind ihr zu warm, sie möchte was aus dünneren Stoffen nähen.
Haare sind weit und breit keine zu sehen- die letzten dickeren Brauenhaare sind auch weg.
Ich glaube aber zarte dünne Augenbrauen und so ungefähr 2 mm lange Wimpern zu sehen .
Und ausserdem ist das Ganze erst mal so was von egal....Hauptsache Therapie überstanden.
Am Pfingstwochenende fährt sie mit ihrem Liebsten auf den Campingplatz,mal was anderes sehen.
Der Rehaantrag läuft, gewünscht und empfohlen St.Peter Ording.
Hoffentlich klappt das.
Nächsten Dienstag ist die Nachuntersuchung....
Monika Rasch
24.05.2010, 22:50
Morgen , Dienstag, 11.30 Uhr ist der CT- Termin.
Meine Schwester hat sich seit 8 Tagen gut erholt.
Allerdings geht/ging es ihr heute wieder schlecht, richtig richtig schlecht.
Sie hat furchtbare Angst vor dem ersten CT-Termin nach den Therapien, nach den 39 Bestrahlungen, nach den 5 Chemozyklen.
Ich wünsche mir, dass irgendwer von Euch mit uns morgen hofft.
FlyingPaws
24.05.2010, 22:53
Liebe Monika :winke:
Auf mein Hoffen kannst zu zählen, ich werde an Euch denken.
Rena_1953
24.05.2010, 23:07
Liebe Moni!
Auch von mir sind sämtliche Däumchen gedrückt ...
Viele Grüße
Rena
Liebe Monika,
ich habe bei dir/euch still mitgelesen und hoffe jetzt mit euch auf gute Ergebnisse. Meine Daumen sind feste gedrückt!!
Ganz liebe Grüße,
Christa :winke:
FlyingPaws
24.05.2010, 23:18
Ich hoffe und bange für Euch.
Liebe Moni,
als immer mitlesender, oftmals aber stiller Wegbegleiter sind selbstverständlich für morgen alle verfügbare Daumen gedrückt. Ich werde an Euch denken und einfach für Euch auf ein best mögliches Ergebnis hoffen.
Auch bei mir steht demnächst der letzte Zyklus heran - und dann in ca. 6 Wochen das nä. PET. Daher kann ich das nachfühlen... Ich hoffe auch schon jetzt auf ein möglichst weites Zurückdrängen der Sache. Am liebsten wäre eine Vernichtung des Schalentieres.
Also...TOI TOI TOI
Ich kann mir vorstellen, dass das eine kurze Nacht wird - aber versucht Euch irgendwie abzulenken - wenn es geht. Ich habe übrigens gerade Götz Alsmann an...
Zunächst alles Liebe
Euer Micha
liebe moni,
auch ich drücke euch ganz ganz fest die daumen, wissen wir doch alle, wie nervenaufreibend dieses ständige bangen und hoffen ist.
claudia
Monika Rasch
25.05.2010, 12:45
Lungentumor deutlich kleiner, von 3,5 auf 1,2 cm geschrumpft.
Der große auffällige Lymphknoten ist unter 1 cm und damit unauffällig.
LEIDER gibt es einen neuen Tumor an der linken Nebenniere.
Wir wissen noch gar nicht so richtig was mit diesem Schock anzufangen, ich muss mich erst mal schlau machen und hoffe es kann mir hier jemand Rat geben.
Am Freitagmorgen dann haben wir einen Termin um 9.30 beim onkologischen Chef.
Dnach wissen wir dann mehr.
Welche Optionen hat sie denn jetzt ?
Operieren ?
Noch mal Chemo ?
wölfin 52
25.05.2010, 17:27
liebe moni,
auch ich drücke euch ganz ganz fest die daumen, wissen wir doch alle, wie nervenaufreibend dieses ständige bangen und hoffen ist.
claudia
Hallo, jetzt melde ich mich mal endlich bei euch und will mich für eure guten Wünsche bei euch recht herzlich bedanken. Da ihr ja so rege Anteil an mir und meiner Erkrankung genommen habt.
Ich habe ja zum Glück meine Schwester, die mir eine so große Hilfe ist, so das ich es gar nicht mehr gutmachen kann. Aber so fühle ich mich den Ärzten nicht so hilflos ausgeliefert. Denn Ahnung habe ich von der ganzen Materie keine und will es jetzt wohl auch nicht mehr wissen.
Denn egal wie scheiße ich mich auch gefühlt habe, so wusste ich immer, dass jemand auf mich aufpasst.
Und meine Schwester hat sich ja mit euch ausgetauscht um das alles zu verarbeiten.
Es waren immer Ansprechpartner von euch da, bei denen ich mich natürlich ganz besonders bedanken möchte.
Mir geht es jetzt eigentlich ganz gut, es wird jeden Tag merklich etwas besser. Jetzt fehlt nur noch nächste Woche das Kontroll-CT. Und da gehe ich davon aus, dass ich alles geschafft habe. Denn die Quälerei kann nicht umsonst gewesen sein. Und der Glaube versetzt bekanntlich Berge.
Dann brauche ich nur noch die Kur durchziehen und das Leben geht ganz "normal" weiter. Ihr seht, ich habe noch Träume und will eigentlich die nächsten 30 Jahre so weitermachen wie bis 2009.
Ich wünsche euch auch, dass ihr eure Therapien soweit wie nötig noch erfolgfreich abschliesst und hoffe, dass ihr genauso gut betreut werdet wie ich. Ich werde auch jetzt etwas öfter hier hineinschauen und euch mitteilen wie es weitergeht.
Bis demnächst, ich freue mich darauf weiterhin von euch zu lesen
Das neue habt ihr ja schon von MoniRasch gelesen, wer weiß wie es weitergeht?
wölfin 52
25.05.2010, 17:32
*ganzfestemitdrückt*
Hallo, jetzt melde ich mich mal endlich bei euch und will mich für eure guten Wünsche bei euch recht herzlich bedanken. Da ihr ja so rege Anteil an mir und meiner Erkrankung genommen habt.
Ich habe ja zum Glück meine Schwester, die mir eine so große Hilfe ist, so das ich es gar nicht mehr gutmachen kann. Aber so fühle ich mich den Ärzten nicht so hilflos ausgeliefert. Denn Ahnung habe ich von der ganzen Materie keine und will es jetzt wohl auch nicht mehr wissen.
Denn egal wie scheiße ich mich auch gefühlt habe, so wusste ich immer, dass jemand auf mich aufpasst.
Und meine Schwester hat sich ja mit euch ausgetauscht um das alles zu verarbeiten.
Es waren immer Ansprechpartner von euch da, bei denen ich mich natürlich ganz besonders bedanken möchte.
Mir geht es jetzt eigentlich ganz gut, es wird jeden Tag merklich etwas besser. Jetzt fehlt nur noch nächste Woche das Kontroll-CT. Und da gehe ich davon aus, dass ich alles geschafft habe. Denn die Quälerei kann nicht umsonst gewesen sein. Und der Glaube versetzt bekanntlich Berge.
Dann brauche ich nur noch die Kur durchziehen und das Leben geht ganz "normal" weiter. Ihr seht, ich habe noch Träume und will eigentlich die nächsten 30 Jahre so weitermachen wie bis 2009.
Ich wünsche euch auch, dass ihr eure Therapien soweit wie nötig noch erfolgfreich abschliesst und hoffe, dass ihr genauso gut betreut werdet wie ich. Ich werde auch jetzt etwas öfter hier hineinschauen und euch mitteilen wie es weitergeht.
Den Rest von heute habt ihr ja schon von MoniRasch gelesen. Mal schauen wie es weitergeht.
Liebe Grüße und alles alles liebe und gute besonders an dich TomTom da du dich immer meldest. natürlich auch an alle anderen von Wölfin 52
Bis demnächst, ich freue mich darauf weiterhin von euch zu lesen
wölfin 52
25.05.2010, 17:35
Liebe Moni,
als immer mitlesender, oftmals aber stiller Wegbegleiter sind selbstverständlich für morgen alle verfügbare Daumen gedrückt. Ich werde an Euch denken und einfach für Euch auf ein best mögliches Ergebnis hoffen.
Auch bei mir steht demnächst der letzte Zyklus heran - und dann in ca. 6 Wochen das nä. PET. Daher kann ich das nachfühlen... Ich hoffe auch schon jetzt auf ein möglichst weites Zurückdrängen der Sache. Am liebsten wäre eine Vernichtung des Schalentieres.
Also...TOI TOI TOI
Ich kann mir vorstellen, dass das eine kurze Nacht wird - aber versucht Euch irgendwie abzulenken - wenn es geht. Ich habe übrigens gerade Götz Alsmann an...
Zunächst alles Liebe
Euer Micha
Hallo, jetzt melde ich mich mal endlich bei euch und will mich für eure guten Wünsche bei euch recht herzlich bedanken. Da ihr ja so rege Anteil an mir und meiner Erkrankung genommen habt.
Ich habe ja zum Glück meine Schwester, die mir eine so große Hilfe ist, so das ich es gar nicht mehr gutmachen kann. Aber so fühle ich mich den Ärzten nicht so hilflos ausgeliefert. Denn Ahnung habe ich von der ganzen Materie keine und will es jetzt wohl auch nicht mehr wissen.
Denn egal wie scheiße ich mich auch gefühlt habe, so wusste ich immer, dass jemand auf mich aufpasst.
Und meine Schwester hat sich ja mit euch ausgetauscht um das alles zu verarbeiten.
Es waren immer Ansprechpartner von euch da, bei denen ich mich natürlich ganz besonders bedanken möchte.
Mir geht es jetzt eigentlich ganz gut, es wird jeden Tag merklich etwas besser. Jetzt fehlt nur noch nächste Woche das Kontroll-CT. Und da gehe ich davon aus, dass ich alles geschafft habe. Denn die Quälerei kann nicht umsonst gewesen sein. Und der Glaube versetzt bekanntlich Berge.
Dann brauche ich nur noch die Kur durchziehen und das Leben geht ganz "normal" weiter. Ihr seht, ich habe noch Träume und will eigentlich die nächsten 30 Jahre so weitermachen wie bis 2009.
Ich wünsche euch auch, dass ihr eure Therapien soweit wie nötig noch erfolgfreich abschliesst und hoffe, dass ihr genauso gut betreut werdet wie ich. Ich werde auch jetzt etwas öfter hier hineinschauen und euch mitteilen wie es weitergeht.
Das neueste hat euch ja Moni schon geschrieben und ich hoffe, das das jetzt nicht mehr so schlimm wird.
LG von Heike
Monika Rasch
25.05.2010, 17:56
Ihr seht, sie übt noch:tongue:tongue:tongue....
Den Text hatte sie irgendwann letzte Woche schon geschrieben, aber irgendwie ging er nicht abzuschicken.
Dafür heute !
Das Kontroll-CT ist ja heute gelaufen mit eher unerfreulichem Ergebnis, aber so lange wie es uns keiner definitiv sagt- Ja, wir haben eine Nadel reingestochen-es ist eine Metastase...so lange glaube ich es jetzt nicht.
Einer von vieren ist keine Metastase.
Die Aufnahmen sind gerade abgeschickt worden von mir an den Freund in München mit den privaten Verbindungen zu einem Prof in Großhadern, den lassen wir erst mal draufgucken.
An das Tumorzentrum in Essen habe ich wegen einer erneuten Zweitmeinung geschrieben- ich hoffe wir bekommen einen schnellen Termin.
Im Internet jetzt schon wieder etwas gelesen- es gibt die Möglichkeit der SIRT Bestrahlung...
alles wieder auf Anfang !
Willkommen im Forum, Heike! :) Schön, dass du den Weg zu uns gefunden hast.
Hallo, Moni! :winke:
Ich gratuliere zur Verkleinerung des Tumors! Ob das an der Niere eine Metastase ist, wird sich zeigen, aber das packt ihr auch noch! SIRT soll ja was tolles sein.
Alles, alles Gute und viele Grüße Euch beide!
Monika Rasch
27.05.2010, 12:19
Heute ist Donnerstag
_______________________________________
Morgen ist die Besprechung beim bisher behandelnden Arzt.
Die CT Aufnahmen sind zur Beurteilung (privater Kontakt eines Freundes von Heike) in Großhadern angekommen.
Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum in Essen habe ich wegen einer erneuten Zweitmeinung Kontakt aufgenommen- das gehen wir wohl nächste Woche hin.
Wegen SIRT habe ich gerade eine Email an eine Frankfurter Kapazität geschrieben.
Mehr kann ich jetzt erst mal nicht machen.
Ich denke, die morgige Besprechung wird ergeben, dass erst eine komplette Rundumuntersuchung gemacht wird, bevor das weitere Vorgehen entschieden wird.
Monika Rasch
27.05.2010, 12:43
Die Antwort aus Frankfurt ist schon da und lautet so:
...an der nebenniere machen wir regionale Chemotherapie wie auch die LITT
oder RFA....
Immerhin schon mal EINE Option !
Monika Rasch
28.05.2010, 11:11
Heute waren wir zur Besprechung bei Dr. M...........
Er sagt, dieser Tumor sei nur 2 cm klein und deshalb findet er, raus mit dem Ding.
Um 14.00 Uhr soll Heike anrufen bei Dr.H......
Dieser wird entscheiden, ob er das Teil rausnimmt oder nicht.
Er ist ein Spezialist für endoskopische Operationen und operiert nicht selten Nebennierentumore/Metastasen.
Monika Rasch
28.05.2010, 19:56
Meine Schwester und ich waren dann sofort heute wegen des neuen Tumors in der chirurgischen Ambulanz.
Auch der Chirurg meinte, das Ding solle raus, so lange wie es noch so klein ist- was allerdings nicht ganz dem Procedere in anderen Fällen entspricht- aber egal, wir wollen auch dass das Teil rausgenommen wird.
Dann kann man anhand der histogischen Untersuchung bestimmen , ob es
a.) eine Metastase des Bronchialcarcinoms ist
oder
b.) ein eigenständiger Tumor, ein neuer Krebs
oder
c.) ein gutartiger Tumor- auch das soll es geben.
Die allerwahrscheinlichste Möglichkeit ist natürlich a- aber wie sagt mein Papa immer so schön ?
Man hat schon Pferde kotzen sehn vor der Apotheke.
Geplant seitens des Oberarztes ist die minimalinvasive OP für Dienstag, also Montag rein, Dienstag OP, Di-Mi-eventuell Do- Intensiv...
Anfang der folgenden Woche wieder nach Hause.
Hoffentlich klappt es schnellstmöglich!
hallo monika,
ich drücke dir und auch dir liebe heike alle erdenklichen daumen.
claudia
Hallo Moni!
Ich hoffe für Heike,daß alles gut geht,ich bin in Gedancken bei Euch.
Heike kann froh sein, so eine Schwester an ihrer Seite zu haben.
Ich drücke auch alle Daumen und was sonst noch so zur Verfügung
steht .Alles Gute LG.Marion :winke:
Rena_1953
29.05.2010, 18:39
Liebe Moni, liebe Heike!
Euch beiden wünsche ich einen Sieg im Kampf gegen das Schalentier!
Viele Grüße :winke: :winke: :winke:
Rena
P.S. Mein Vetter hat einen gutartigen Tumor an der Nebenniere.
Wünsche Euch alles gute, genießt trotzdem das Wochenende! :winke:
Und wegen des Procederes würde ich mir keinen Kopf machen, hauptsache Heike ist geholfen!
Monika Rasch
30.05.2010, 15:14
Op Termin seitens des Krankenhauses auf eine Woche später geschoben....
Dann ist 100% ein Bett auf Intensiv frei, Krankenhausaufenthaltsdauer soll 8 - 10 Tage sein.
Der Doktor meinte, dass großwerdende Nebennierentumore übelste Schmerzen (Nierenschmerzen) machen können und er deswegen das Teil raus haben möchte.
Positiver Nebeneffekt eben ist, dass man endlich eine saubere Histologie machen kann(wenn es denn eine Metastase ist), denn der Primärtumor(Adeno) war ja nur anhand der Lymphknotenbiopsie zu bestimmen.
Danke an alle Mitleser, Daumendrücker und positive Gedanken Schicker.
Eine Freundin von mir ist momentan auf dem Jakobswanderweg unterwegs
und hat vorgestern in der Kathedrale von Burgos eine Kerze aufgestellt....
Hallo, ihr beiden!
Wie geht es bei euch?
Lieben Gruß, Tom
Monika Rasch
07.06.2010, 12:34
Heute ist Montag
__________________________________________________ __________
Hallo TomTom,
lieb dass Du fragst.
Heike ist seit 10.20 Uhr auf Station,2 Bett-Zimmer, aber noch alleine.
Op Vorbesprechung war unten in der Ambulanz mit dem Oberarzt.
Morgen also wird der 2 cm große Tumor und die linke Nebenniere entfernt.
Im Idealfall wird/sollte die rechte Nebenniere die Aufgaben mit übernehmen.
Dieser Eingriff wird endoskopisch durchgeführt, ist bei dieser Tumorgröße noch möglich.
Der Onkologe wollte gerne den Tumor draussen haben.
Er sagte, besonders Nebennierenmetastasen könnten übelste Schmerzen auslösen-eben weil dann Druck auf die Niere kommt.
Heike ist zuversichtlich, dass sie schnell wieder auf die Füße kommt.
Die letzten 2 Wochen war sie täglich in der Firma, hat sich durch die Abteilungen geschwatzt, die Abrechnungen ihrer Leute gerechnet- ist aber erst nach 8 in die Firma gefahren, nicht so wie gesund um 6.
Und ist auch nur bis um 4 geblieben, nicht bis um 6.
Die Reha ist jetzt doch als AHB geplant von der ARGE, sie soll in die Klinik Tecklenburger Land.
Da will sie absolut nicht hin,eine Freundin von mir war auch schon mal da- die war auch nicht begeistert oder auch nur zufrieden gewesen.
Also entweder an die See, oder gar nicht.
Am liebsten würde sie sich spätestens in 2 Wochen wieder gesundschreiben lassen- eigentlich will sie nicht in AHB oder Reha, egal wohin.
Sie will einfach ihr normales Leben wieder zurück- sie ist immer gerne arbeiten gegangen- das fehlt ihr so.
Aber immer einen Schritt nach dem Nächsten-
also MORGEN OP-
dann eventuell 2-3 Tage Intensiv,
Drainagen 3-4 Tage bis sie rauskommen-
insgesamt 8- 10 Tage Krankenhausaufenthalt geplant.
Und vielleicht:tongue ergibt die Histologie ja einfach nur eine Fettgeschwulst...
ja- ja,- ich weiss....aber wünschen darf ich es uns doch !
Allen Daumendrückern liebe Grüße-
auch ganz besonders von Heike.
marypoppins
08.06.2010, 16:40
Hallo Monika und Heike!
Aber klar darf man sich sowas wünschen! Es ist sogar verboten es sich nicht zu wünschen! :)Und ich wünsche es für euch mit!!!!!!!! Und außerdem ist es ja nun auch nicht soooo unwarscheinlich.
Drücke richtig fest die Daumen mit dass alles gut verläuft.
Lese schon seit langem (also eigentlich von Beginn an) bei euch mit und drücke die Daumen mit.
Viele viele liebe Grüße und einen riesen Kraftschub von mir! Mary!:knuddel:
Hallo Moni ,
ich hoffe bei Heike ist alles gut verlaufen.
Weiterhin gute Besserung für die Zeit nach der OP.
liebe Grüße Erika E :winke:
Monika Rasch
08.06.2010, 19:27
Halolo Marypoppins und
Hallo Erika und
Hallo IHR ALLEhttp://i43.tinypic.com/24vqpeb.jpg
Ich komme gerade aus dem Krankenhaus.
Heike ist auf der normalen Chirurgie- also nicht auf der Intensivstation.
Der Eingriff dauerte 2,5 Stunden, danach 3 Stunden auf der Wachstation, kurz nach drei war sie wieder auf dem Zimmer.
Sie ist ziemlich erledigt, erst mal von der endoskopischen OP- und auch besonders eigentlich, weil -wieder einmal- der chirurgische Oberarzt doch heute morgen meinte, ihr unmittelbar vor dem Transport in den OP sagen zu müssen
"Das ist aber gar nicht gut, dass der Tumor unter der Chemo gewachsen ist".
Ja !
Ja !
DAS wissen wir auch... aber war es denn nötig, dass dieser unsensible Klotz ihr wieder so einen Klopper unterjubelt ?
Eine ähnliche Nummer hatte er ja bei der Aufklärung über die Mediastinoskopie gebracht- da wurde meine sonst so taffe Schwester ziemlich hysterisch.
Ich finde, jeder Patient hat das Recht, mehr über seine Erkrankung zu wissen....
Aaaaaber...
DAS sollte der Patient durch Befragen des Arztes erreichen, und nicht durch die Knüppel auf Kopp Methode, die DIESER Arzt anwendet.
Irgendwie scheint er zu glauben, er müsse die Patienten mit der Wahrheit, einer Wahrheit, SEINER Wahrheit belästigen.
ICH hätte eigentlich von dem OBERARZT vor einem Narkoseeingriff mehr Feinfühligkeit erwartet.
Der onkologische Chef war neulich schon ziemlich angefressen, als meine Schwester ihm berichtete, wie der Radiologe ( Kontroll-CT ) die Aufnahme und die Raumforderung gewichtet hat.
Er hat uns AUCH gesagt-auf befragen-, wie er diesen " Tumor" an der Nebenniere bewertet....ja, der Verdacht auf eine Metastase liegt nahe, aber dennoch....
er sagte meiner Schwester, sie solle sich kurzfristige Ziele setzen, unbedingt wieder arbeiten gehen, wenn sie will....das hörte sich nicht so hoffnungsmordend an wie diese Aussage heute.
Ich bin nun wirklich vergrätzt, denn die Tiefpunkte, die durch solch Äusserungen ausgelöst werden, kosten UNS KRAFT.
Und ich mach mir gleich die Mühe, diesem Oberarzt mal eine Email mit meiner Meinung zukommen zu lassen.
Muss man sich eigentlich diesen ganzen Scheixx gefallen lassen....was denkt dieser Mensch sich eigentlich ?
Er kennt weder meine Schwester gut, noch wahrscheinlich irgendeinen anderen Patienten...
aber HAUPTSACHE, er hat die Wahrheit gesagt.
Wahrscheinlich fühlt er sich jetzt ganz toll...ich bin so sauer!
Liebe Moni,
ach...Du sprichst mit SOOO aus dem Herzen...
Mein behandelnder Chefarzt (CA) ist ja auch sojemand... Nichts dagegen, dass er mich für einen mündigen Patienten hält, der mit seiner Intelligenz auch was anzufangen weiß. Aber kürzlich musste ich ihm auch deutlich mitteilen, dass ich nicht dauernd daran erinnert werden muss, dass mich diese SchXXX-Krankheit wahrscheinlich töten wird. Er ist grundsätzlich jemand, der aus seinem eigenen Sicherheitsgedanken heraus nichts anderes herausbringt, als seine schulmedizinische Ansicht mit den entsprechenden Statistiken. Ich glaube manchmal, dass man zwar einen entprechend kompetenten Arzt braucht, der einen behandelt, weil... der Zugriff auf entsprechende Medis sind einem ja alleine verwehrt.....ABER ANSONSTEN sollte man seinen eigenen Weg finden, mit der Sache umzugehen...
Erst gestern...Meine Chemozyklen sind ja nu langsam zu Ende... Bei allem Respekt vor seiner fachlichen Kompetenz, aber: ER geht eh davon aus, dass der Tumor irgendwann wieder wächst (Die Statistik bestätigt ihn - seine bisherige Erfahrung wahrscheinlich auch...). Das Restaging wird alleine deshalb wahrscheinlich erst in 3 Monaten erfolgen... Damit man mit Sicherheit auch was findet... Sein Vorschlag gestern: "Wir sollten über Iressa direkt im Anschluss nachdenken...das bringt Ihnen 2,5 Monate - und das ist schon viel, das wissen Sie ja..."
Meine Meinung dazu steht in meinem Faden...
Bin ich böse oder ungezogen, wenn ich nach 2,5 Monaten Iressa den Löffel nicht abgebe??! Ich hasse solche Äußerungen...
LG
Micha
marypoppins
09.06.2010, 09:02
Morgen Monika!
Ich freu mich, dass erstmal alles gut verlaufen ist und hoffe, dass deine Schwester sich jetzt schnell wieder von der Op erholt.:1luvu:
Monika und Tom, was ihr beide geschrieben habt, hätte ich besser gar nicht vormulieren können.
Im Großen und Ganzen sind wir jetzt ganz zufrieden, man kann ja auch nicht immer nur meckern, der Arzt hat sich mitlerweile auf meinen Vater eingestellt, kennt ihn ja nun schon länger, und weiß, dass mein Vater große Angst hat und psychisch sehr schwer mit der Krankheit umgehen kann. Nur ein kleines falsches Wort kostet uns mindestens ne Woche Aufbau- und Aufmunterungsarbeit, vor allem jede Menge Kraft.
Anfangs aber, das war echt unglaublich teilweise . . . So Sätze wie (nachdem meinem Vater mitgeteilt wurde, das ne OP nicht mehr drin ist): Was wolln Sie eigentlich, für jeden von uns tickt die Uhr, für Sie halt nur eben doppelt so schnell! - - - - Das war nicht in Ordnung, wirklich nicht!!!!!!
Das sind eben auch nur Menschen, manche sind fachlich gut, aber im sozialen Umgang mit anderen ne absolute Niete! - und ob sie fachlich immer so gut sind, bezweifel ich mitlerweile manchmal auch . . . aber darüber darf ich mir eigentlich kein Urteil erlauben . . . Oder?;)
Viele Grüße an alle hier! Ich drücke weiter die Daumen für Heike ganz doll mit!!!!!!!!!!!!:remybussi
Ich sag ja immer, die Chirurgen sind ein seltsames Volk.
Ich hatte da schon so einige Begegnungen, die ich nicht gerade zum Lachen fand. Unter anderem ist mir noch in lebhafter Erinnerung, wie "sensibel" doch die Ärztin von der Chirurgie in der Thoraxklinik war. Ich will es gar nicht näher erläutern, aber der Begriff "Vorschlaghammer" umschreibt das schon recht gut. Wäre der Onkodoc später auch so drauf gewesen, hätte ich mir auch gleich 'nen Strick nehmen können.
Ein Pfleger meinte mal, man solle sich über die Chirurgen nicht wundern, die stehen vor morgens früh bis abends spät im OP und schnibbeln an Menschen herum, da wird man wohl mit der Zeit etwas seltsam.
Aber klar, ich verstehe die Wut, die bei solchen unbedachte Äußerungen aufkommt, schließlich hatte ich die auch schon des öfteren.
Aber viel wichtiger ist, dass es Heike wohl halbwegs gut geht. Grüße sie schön! Hoffentlich kommt sie bald wieder auf die Beine!
Micha, lass dir bloß nicht einfallen, irgendwelche Löffel abzugeben! Nix da! Und die ganze Statistiken kann sich der Herr Professor Doktor Hastenichtgesehen sowieso an den Hut stecken, das ist doch eh Mumpitz. Hat der dein Geburtsdatum nicht gesehen?
Gitta aus Nürnberg
09.06.2010, 19:26
Liebe Moni,
auch ich freue mich, dass die OP so gut verlaufen ist. Grüße doch einfach einmal deine SchwestEr von mir.
Bei meinem letzten KH Aufenthalt hatte ich große Probleme mit dem Ärzteteam auf dieser Station.Sie lasen meine Vorgeschichte und dann riefen sie bei Onkodoc, sowie Hausarzt an, ob sie überhaupt punktieren sollen. Habe ich aber erst im Nachhinein erfahren. Jeden Tag hatte ich einen anderen Arzt zur Visite, habe viele Menschen kennengelernt.
Meine Schwester war zu Besuch, dann kam der Oberarzt in mein Zimmer und teilte uns mein Todesurteil mit. Er hat nicht einmal den Befund abgewartet, er ging einfach davon aus, dass sie Tumorzellen finden, in diesem abgezogenen Wasser. Meine Schwester war fertig, ich voll Medikamente ungerührt-Ich weiß um meine Erkrankung, ich weiß meine Restlebenszeit ist verkürzt, aber eine Woche schien mir etwas zu kurz. Habe mich so auf Stefan Raab und Lena gefreut in Norwegen, daran dachte ich, komisch?
Der Arbeitgeber meiner Schwester ist mein Hausarzt. Sie mußte ihm alles erzählen, sonst wäre sie geplatzt, meinte sie. Er hat sich dann eingeschaltet, dann lief es.
Kein Mensch hätte mir geglaubt, wäre meine Schwester nicht zufällig Zeuge gewesen.
Es wurden keine Tumorzellen gefunden und dieser Arzt konnte mir kaum noch in die Augen schauen. Aber das kann es nicht sein.
Bis bald
Gitta
Monika Rasch
09.06.2010, 20:41
Liebe Gitta
schön dass Du mal reinschaust.
Ich war heute mittag bei Heike, sie hat drei kleine Schnitte an der linken Seite, eine Drainage.
Es läuft nur wenig Wundwasser- ich denke , Freitag spätestens ist das Teil raus.
Ich überlege tatsächlich, mich offiziell über die Unsensibilität zu beschweren.
Im Krankenhaus gibt es eine Beschwerdestelle.
Aber erst mal geht die Beschwerde an den Onkologen, und über eine Freundin von mir, welche direkt mit dem Chefarzt bekannt ist( aus Pionierzeiten der endoskopischen Operationen), werde ich schon mal Missfallen ausdrücken lassen.
Und gerade habe ich bei Ihr angerufen, sie hat sogar gegessen, unsere Mama hatte ihr einen Mehlpfannekuchen mitgenommen und frisch eingemachte Herzkirschen vom eigenen Baum.
Und den griesbrei mit Rhabarber und Erdbeer hat sie auch gegessen.
Den Aniszwieback mochte sie aber nicht.....schade, ich dachte, weil er mir so gut schmeckt, würde er ihr auch schmecken....Naja, nehm ich den Zwieback morgen wieder mit;)
Übrigens ist gestern der Freund von Heike von der Laderampe seines LKW gefallen und hat sich den Ellenbogen angebrochen.
Ich habe ihn heute, nach seinem Schichtende, zum Eingipsen ins Krankenhaus gefahren.
Und dann war ich mit meinen Hunden zum Hundefriseur, und dabei hat die
Hundefriseurin meiner Abebi ins Öhrchen geschnitten(oben an der Kante längs entlang), hat geblutet wie sonstwas- ich bin immer noch ganz fertig.
Wenn es kommt, dann knüppeldick.
Hoffentlich kommen bald mal wieder ruhigere Zeiten, irgendwie bin ich ziemlich am Ende- und dabei bin ich doch gesund !
Viele Viele Grüße an Alle, die mitlesen und an uns denken !
Monika Rasch
11.06.2010, 13:54
Heute ist Freitag
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Heute morgen sind die Drainagen rausgekommen.
Heike geht es gut, keine Schmerzen.
Heute morgen wurde der Essensplan für die nächsten Tage vorgestellt.
Heike hätte gerne morgens ein Milchbrötchen.
Und ? Gibt es nicht.
Nur Normale.
Die Normalen sind aber nicht lecker, sind schon weich wenn sie am Bett ankommen.
Nix für einen ohnehin mäkligen Esser- denn das war Heike schon vor der Chemo, und jetzt nach der Chemo ist es auch nicht besser.
Also: Diskussion mit der Frau, die die Essen notierte.
Die dann wutschnaubend aus der Tür, nachdem Heike von 3 verschiedenen Gerichten für Samstag keines wollte.
Dann der Anruf bei mir.
Ich musste eine grantige Heike beruhigen, ich weiss, was für Pfennigfuchser in der Verwaltung sitzen und weiss auch, dass man eben nicht immer haben kann was man möchte.
Aber Heike hatte auf Onko und Palliativ immer Wunschkost...
eben weil Chemopatienten nur essen , worauf sie Appetit haben.
Und warum soll das denn jetzt auf der Chirurgie anders sein, sie ist ja immer noch Onko-Patientin.
Ich habe Heike gesagt, sie soll einen Beschwerdebrief schreiben und den dann in den Briefkasten werfen.
Hat sie getan, ich habe ihr dann Milchbrötchen beim Bäcker gekauft, dazu Obst- den pampigen Fisch und die matschigen Bechamelkartoffeln wollte sie auch nicht.
Und der Pudding- sie haben zu Zweit( frühere Chefin der Firmenkantine und Heike) probiert- Heike meinte es wäre ein dünner Griesspudding, Erika meint Vanillepudding aber schlecht und klumpig gerührt- auf dem Zettel stand dann
Ananascreme.
Was haben wir gelacht.
Heike hofft, dass sie so bald wie möglich nach Hause kommt.
Die Histologie war noch nicht da.
Ich fahre ab Sonntag mit meinem Liebsten 2 Wochen in den Urlaub-segeln - Ijsselmeer, Markermeer, Amsterdam, Texel und weitere Inseln.
Hoffentlich haben wir schönes Wetter.
Ein Rehaantrag wird wieder neu gestellt, es soll wieder St.Peter Ording werden.
Die haben wohl auch Nebenniere im Angebot.
In die Klinik Tecklenburger Land will Heike keinesfalls.
Liebe Grüße an ALLE.
Ich kann vom Boot zwar mitlesen, aber nicht schreiben-dauert zu lange.
Heike wird sich wohl selber melden.
annika33
11.06.2010, 18:33
Hallo Monika,
Eingriff gut überstanden - das klingt gut :), das liest man gerne!
Das mit dem Essen ist natürlich doof. Gerade wenn Heike nur auf bestimmte Dinge Lust und Appetit hat :rolleyes:, aber ich glaube da hilft echt nur, es selber von zu Hause mitzubringen (die Cafeteria hat ´ne sehr gute Kuchen-/Tortenauswahl!)
Ich weiß noch (hoffe ich darf was Lustiges von Mama hier erzählen :) ), als Mama die erste Chemo erhielt. Ich rief sie an um mich zu erkundigen, wie es ihr nach dem Zyklus geht. Och ja...es ginge so, aber: Sie habe sooo einen Heißhunger auf diese Pfefferminzplättchen (rosa+weiß), die man früher an der Bude kaufen konnte. Nach langem Grübeln fiel mir dann endlich ein, was sie meinte. Es war abends und Kaufland hat ja superlange auf. Ich bin mit dem Großen losgedüst in die Süßwarenabteilung und, man mag es nicht glauben, dort lagen sie....die Pfefferminzplättchen. Direkt 2 Packungen (glaube eine wog so gut 250g) mitgenommen und *schwupps* zur Mama. Mensch, wie hat sie sich gefreut :D! Wieder zu Hause angekommen, schellt das Telefon:"Mir ist´s gar nicht gut....mir ist soooo übel! http://www.planet-smilies.de/kotz/kotz_004.gif" "Och menno Mama, von der Chemo?" Sie, in ihrer trockenen-humorvollen Art:"Quatsch, von der Packung Pfefferminzplättchen!" :grin:
Ich finde man muss solchen Gelüsten dann auch nachgehen dürfen. Finde ich prima, dass Du ihr immer alles mitbringst und so gut für sie sorgst.
Ich wünsche Dir jedenfalls einen erlebnisreichen und dennoch erholsamen Urlaub http://freegifs.123gif.de/wasser/wasser-0009.gif (http://www.123gif.de/segelschiffe/)mit schönem Wetter.
Liebe Grüße, natürlich auch an Heike
sendet
Annika
Gitta aus Nürnberg
11.06.2010, 18:35
Liebe Moni,
ich kenne das mit dem Essen. Mein Göga besorgt mir immer meine Wunschkost. Leichte Kost bekomme ich immer, schmeckt gar nicht, da muß mein Mann schon einmal mit einer Pizza kommen. Gutes frisches Obst besorgt er auch, ich habe den besten Mann der Welt.
Bis bald
Gitta
Monika Rasch
12.06.2010, 10:16
Heute ist Samstag
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Die Histologie ist da, es ist eine Metastase.
Das ist nicht wirklich eine Überraschung.
Doof eben, weil unter der Chemo gewachsen.
Am Montag wird der Onko-Chef gefragt, ob denn dann jetzt sofort ein Hirn CT gemacht wird.
Das hätte Heike gerne, sie möchte es wissen.
Und meine Schwester hat mir gerade versprochen, dass sie noch 30 Jahre lebt.
Liebe Moni ,
Gedanken habe ich viele für Deine Schwester , aber viel reden ist , glaube ich, nicht hilfreich.
Daher wünsche ich ihr, kurz und bündig : viel Kraft, viel Mut und gute Besserung zunächst.
Daß sie vorallem die versprochenen 30 Jahre einhält, ja ?
Dir wünsche ich einen wunderschönen erholsamen Urlaub, auftanken und einmal raus, das ist gut.
Herzliche Grüße Erika E:winke:
Mit dem Essen ist das bei uns Onkopatienten wohl echt so'ne Sache, was ich da allein in HD schon alles gehört und erlebt hatte... Einer meiner Zimmernachbarn lies sich alle Mahlzeiten von auswärts bringen. Mir wollte er immer sein KH-Essen andrehen, irgendwann hat er es dann aber einfach abbestellt.
Ich hab mir ab und an eine Pizza in die Klinik bestellt, einmal eine Diabolo. Ich hätte schreien können, so scharf war die. :D
Wegen der 30 Jahre: Heike, leg dich da mal nicht so fest, wer weiß, vielleicht werden es auch noch 40? ;)
Klar, eine Meta während der Chemo klingt nicht so wirklich gut, aber da es jenseits von Stadium IV eh nix mehr gibt, hat sich pragmatisch gesehen nichts geändert.
Alles Gute und Grüße an die Schwestern. Dir viel Spaß und Erholung im Urlaub, Moni!
Monika Rasch
18.06.2010, 14:23
Ich lasse mal einen Gruss an alle die hier mitlesen da.
Ich bin zur Zeit im Urlaub, bin segeln in Holland.
Heike ist aus dem Krankenhaus entlassen, sie ist auch verreist, mit ihrem Freund in die Naehe von Chemnitz zu seinen Eltern.
Sie werden heiraten.
Der Prof aus Muenchen hat seine Beurteilung abgegeben, es dauerte so lange, weil er im Urlaub war.
Er sieht den Resttumor als Narbengewebe an, ist sehr zufrieden, dass die Metastase entfernt wurde und nichts weiter gefunden wurde.
Heike hatte am Montag ein Kopf CT- keine Hirnmetasten.:tongue:tongue:tongue
Sie plant jetzt ihre Reha, wieder fuer St.Peter beantragt.
Nach der Reha wird sie, um ganz sicher zu sein, ein PET-CT machen lassen.Notfalls auf eigene Kappe.
Mal sehen, ob die Arge es (Reha in St.Peter-und nicht in Tecklenburg) diesesmal genehmigt, sonst wird sie Widerspruch einlegen.
Und dann freut sie sich wie bloede aufs wieder arbeiten gehen.
Ihr Chef hat angeboten, das Brautkleid von einem Couturier entwerfen zu lassen.
Und nun winke ich malhttp://i39.tinypic.com/24vqpeb.jpghttp://i39.tinypic.com/24vqpeb.jpghttp://i39.tinypic.com/24vqpeb.jpg
Alle guten Wuensche an Euch !
Liebe Moni ,
Deiner Schwester Heike schicke ich für die nächste Zukunft viele liebe Grüße , es ist schön daß sie so gute Pläne hat.
Dir einen guten Urlaub , liebe Grüße Erika E :winke:
Schööööön!
Urlaub, heiraten, arbeiten können, das klingt doch alles bombig!
Schönen Urlaub euch beiden!
Gruß, Tom
also, ich drücke euch auch von herzen alle daumen!
laßt es euch gutgehen!
claudia :winke:
Monika Rasch
26.06.2010, 19:50
Alles Psyche ! ?
------------------
Ich hatte letztens geschrieben, dass sie mit ihrem Liebsten in Ostdeutschland war.
Ich war ja im Urlaub für 13 Tage.
Heike hatte Panikattacken, ist vorzeitig wieder nach Hause gereist und seit Montag im Krankenhaus.
Und heult.
Und heult.
Bekommt Medikamente(Bromaz....viertelviertelhalb), die sie etwas runter holen sollen...
Kurz, also ..
Sie hat so tapfer ihre Therapien durchgehalten, auch jetzt noch die Metastase hat sie gelassen hingenommen....
Und nun ist das Verstehen da, die Panik...
Sie wird demnächst in München das PET/CT machen lassen...will nicht abwarten, wann das Nächste kommt, will sehen, wieviel vom Resttumor noch/oder überhaupt aktiv ist .
Wenn irgendwas leuchtet, will sie weiter Chemo machen, fühlt sich jetzt, nach abgeschlossener Therapie, so ungeschützt.
Was kann ich tun ?
Ist diese Phase eine, die sie alleine durchstehen muss ?
Hallo liebe Moni,
komme gerade angesäuselt nach Hause und sehe die Sorgen in Deiner Nachricht...
NEIN, Deine Schwester ist nicht alleine - es ging mir im ersten Moment auch so...die Therapie ist zu Ende - und jetzt kommt das Warten darauf, dass irgendjemand sagt: "Das war´s, mehr können wir nicht für Sie tun..."!!!
Es macht sich Hilflosigkeit breit. Das Warten auch auf das Ergebnis - bei mir dauert es noch bis Mitte September...
Ich konnte mich und kann mich auch jetzt nur an Kleinigkeiten festhalten - den guten Blutwerten vor dem letzten Zyklus und das ich diese letzte Chemo von den Werten her besser verkraftet habe als die vorigen.... Und die positiven Worte und Gedanken jetzt in der Reha-Klinik - eine Ärztin, die wiederum jemanden kennt, der es geschafft hat: Tumor mit Chemo besiegt und lebt seit 10 Jahren damit...
Lieben Gruß an Heike - man muss an seine eigene positive Kraft weiter glauben...
Lg
Micha
Monika Rasch
27.06.2010, 09:28
Lieber Micha,
Danke für Deine Antwort.
Ich selber weiss leider aus eigener Erfahrung, dass man manches eben hinnehmen muss- nicht alles kann man selber beeinflussen..
aber Heike war (wie natürlich ALLE hier) bis vor kurzem gesund, hatte ein wunderbares Leben, hat viel geschafft, Kind großgezogen, mit Spaß Vollzeit und mehr gearbeitet- Probleme nicht ausgesessen sondern gelöst...
Und jetzt...
die Ungewissheit, die körperliche Schlappheit, die Sorge dass nichts mehr so wird wie SIE es WILL !
Sie hat alles getan, um die Krankheit zu besiegen, und nun weiss sie nicht, ob das Bisherige auch ausgereicht hat.
Also die gleiche Situation, in der sich jeder hier mal befunden hat...natürlich sind die Beruhigungsmittel auch nicht die Lösung- aber psychische Betreuung hat sie bisher abgelehnt, und nun wo sie sie braucht und annehmen würde, sind keine kurzfristigen Termine frei.
Zur Reha geht es voraussichtlich am 8.Juli-
Bad Lippspringe soll es diesesmal sein.
DA will sie auch nicht hin, will morgen Widerspruch einlegen.
Ich habe nur wenig Kontakt zu Krebskranken außerhalb des Forums, daher weiß ich nicht, wie es den anderen wirklich geht, aber mein Sorgenlevel ist nach der Chemo schon angestiegen, weil ich bei der anschließenden Bestrahlung ja meist auf mich selbst gestellt war, was die medizinische Versorgung/Überwachung anging. Danach wurde es noch ärger, aber ich habe es geschafft, mich daran halbwegs zu gewöhnen. Ich lasse weiterhin alle ein bis zwei Wochen ein Blutbild machen und rede bei der Gelegenheit ein bißchen mit meiner Hausärztin, dann geht es mir meistens besser.
Ich erinnere mich oft selbst daran, dass das Leben morgen nicht vorbei ist, auch wenn der Krebs zurückschlägt. Die Therapiemöglichkeiten heutzutage machen vieles möglich, das liest man ja oft hier.
Liebe Grüße an Heike! Gibt es in der Klinik keine Psychologischen Dienst?
@Micha: Angesäuselt? Soso... :D
Monika Rasch
01.07.2010, 09:52
:D Guten Morgen !
Nur schnell ein kleiner Zwischenbericht.
Heike ist seit Dienstag wieder aus dem Krankenhaus, sie hat sich wieder bekrabbelt- im Moment ist sie psychisch stabiler.
Kommenden Montag lässt sie in München ein PET / CT machen- natürlich in der Hoffnung, dass es nach dieser Untersuchung erstmal Entwarnung gibt...NATÜRLICH ist der große Wunsch, dass nichts aktives mehr gefunden wird.
Körperlich geht es ihr gut, natürlich hat sie entsetzlich viel abgenommen(14 kg) - sie war zum Glück vorher keine Elfe...
Sie ist immer noch leicht übergewichtig, und ich hoffe, dass sie bald mal wieder vernünftig anfängt zu essen.
Der Geschmack ist immer noch verändert, ebenso der Geruchssinn.
Viele Dinge, die sie früher gerne gemocht hat, mag sie überhaupt nicht mehr- also z.B. die ganzen Schnuckis, Schokolade-->Weingummi....
Wenn nichts Neues gefunden wird,
fährt sie zur Reha.
Nächste Woche Mittwoch nach Bad Lippspringe.
Und dann will sie wieder arbeiten, ganz normal, einfach nur morgens gehen und abends wiederkommen.
Toi Toi Toi ...
marypoppins
01.07.2010, 10:04
Ich denk an euch und drücke die daumen ganz fest, doll, krass, heftig, megamäßig und stark mit!!!!!!!!
Monika Rasch
01.07.2010, 10:17
Danke !
Danke...
für jeden guten Wunsch, für jedes gute Wort, jeden Hoffnungsschimmer.
Ohne die Unterstützung durch die Menschen in diesem Forum hätte ich als "nur Angehörige" meiner Schwester lange nicht so gut helfen können.
Ich bin so froh, dass ich mich hier austauschen konnte.
sie war zum Glück vorher keine Elfe... :smiley1:
Alles Gute! Und nicht vergessen, wenn auf dem PET was buntes ist, kann das erst einmal wieder viel sein, sowohl in der Kopfklinik in HD (dort steht das PET) als auch in der Thorax hat man mir das mehrfach eindringlich mit auf den Weg gegeben. PET ist toll, keine Frage, aber weit ab von 100%ig.
Ach, und Monika: Wer für jemand anderen so viel Energie aufbringt, der hat auch ein bißchen Anerkennung, Aufmunterung und Mitgefühl verdient! :)
Monika Rasch
01.07.2010, 12:46
Hallo tomtom
Ach, und Monika: Wer für jemand anderen so viel Energie aufbringt, der hat auch ein bißchen Anerkennung, Aufmunterung und Mitgefühl verdient!
Das gebe ich jetzt auch - ganz besonders - an Dich zurück !
Monika Rasch
04.07.2010, 22:05
Sonntagabend in Buer
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Wir kommen gerade vom grillen wieder rein.
Heike fährt/fliegt morgen nach München und lässt da ein PET/CT machen.
Hoffentlich kommt da nichts Neues !
Heike sieht es ganz relaxt, und ICH habe Angst.
Verkehrte Welt .
Monika Rasch
09.07.2010, 13:12
Freitag,,4 Tage nach dem PET / CT
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Heike ist seit vorgestern, Mittwoch, zur AHB in Bad Lippspringe.
Der Befund ist heute gekommen.
Ich habe ihn aber noch nicht in der Hand.
Es sind unklare Stellen gesichtet.
Die Bedrohlichste ist die Rechte Nebenniere.
Die linke metastasierte ist ja bereits operativ entfernt.
Dazu noch eine Stelle am Hals(im Hals? ).
Gleich werde ich mich mit den Befunden zum Onkologen auf den Weg machen.
Monika Rasch
18.07.2010, 10:44
Meine Schwester ist zur Reha in Bad Lippspringe.
Die Ergebnisse aus München waren nicht gut, es gibt mehrere unklare Stellen die einen gesteigerten Stoffwechsel haben.
Der Hals war als tumorverdächtig (Tonsillenloge) eingestuft worden, ist beim HNO schon untersucht, war wohl nur eine Entzündung zum Zeitpunkt der Untersuchung.
Es gibt mehrere PleuraErgüsse, und auch einen Erguss(1,9 cm) im Herzbeutel.
Sind eventuelle Folgen der Bestrahlung, muss weiter kontrolliert werden.
Die rechte Nebenniere ist "umfangsvermehrt", also auch ein unklarerer Befund- aber eventuell zu erklären dadurch, dass sie linke Nebenniere metastasiert war und entfernt wurde.
Die rechte Nebenniere muss also für 2 arbeiten.
Der Lungentumor scheint größer zu sein als bei der letzten Untersuchung, kann aber am genaueren Verfahren liegen.
Also, nix genaues, wir werden die normale Nachsorgeuntersuchung im August abwarten müssen.
Psychisch geht es ihr gut, das war in den letzten Wochen das Hauptproblem.
Huhu!
Ich hoffe, dass es Heike in der AHB gut geht und du dir zu Hause nicht zu sehr den Kopf zerbrichst. Bringt ja nix, wenn Heike erholt aus der AHB kommt und du mit den Nerven am Ende bist.
Auf einem PET sieht alles etwas anders aus; ist wohl auch der Grund, weshalb die Kassen es nur in sehr speziellen Situationen überhaupt bezahlen.
Alles Gute & lieben Gruß an euch beide, Tom
Monika Rasch
19.07.2010, 10:34
:winke:
@tomtom
Heike geht es gut in der Reha, sie hat nur wenig Anwendungen, alles was anstrengt darf sie wegen des Herzbeutelergusses nicht machen.
Ich war letzte Woche drei Tage in Lippspringe, wir waren jeden Tag stundenlang gemächlich im Ort unterwegs.
Unsere Eltern waren am Samstag da zu Besuch, Heikes Freund fährt am Freitag und bleibt bis Sonntag.
Zufälligerweise hat Heike in ihrer Klinik eine Schwägerin ihrer früheren Schwiegermutter getroffen...ist zwar schon ein altes Schätzken, aber Heike hat dann doch jemanden zu reden...mit ihrer alten Schwiegermutter hat sie trotz der Scheidung immer noch ein sehr gutes Verhältnis.
Ich mach mir im Moment wenig "Kopf" um Heike- ich weiss, dass sie gut aufgehoben ist und dass sie selber auch weiss, dass sie erst mal etwas fitter werden muss-und wie es aussieht, wird sie die AHB dort auch über die vollen 4 Wochen machen... denn die Nachsorgetermine im August sind noch weit weg.
Am 19.August ist der Radiologische Termin.
Michael Wilhelm
19.07.2010, 10:53
Guten Tag Monika
was für einen Eindruck hast du von Bad Lippspringe? Ich hatte dort Anfang des Jahres auch einen Termin, musste ich aber verschieben wegen einer Metastase, die auf Nervenstränge gedrückt hat und behandelt werden musste.
Michael
Monika Rasch
19.07.2010, 11:19
Mein Eindruck von Bad Lippspringe ?
Hoher Altersdurchschnitt in der Klinik meiner Schwester(Cecilienklinik).
Der Ort ? Schön !
Viel zu gucken im Ort, keine großen Steigungen zu bewältigen.
Schöne Kurparks(einer zu bezahlen, einer frei).
Leckeres Eis.
Schöner großer heller Laubwald, gut ausgebaute Wege, nette Lokale.
Abends Belustigung im Kurpark, Bingoabend, Tanzkurs.
Ausflüge in dieUmgebung werden angeboten(Hermannsdenkmal,Externsteine).
Salzgrotte gegen Eintritt, sicher prima mal für einen Regentag.
Großes Freibad, großes Schwimmbad.
Insgesamt aufgefallen ist mir, dass die Preise in den Lokalen wirklich in Ordnung sind, für 7 - 9 Euros wird man schon gut satt.
Ich als Besucherin hatte mir eine Pension gesucht, ich war im Waldhaus Hildegard, habe da sehr schön gewohnt mit meinen beiden kleinen Hunden.
War auch nicht teurer als in der Klinik zu übernachten, und hat mir sehr gut getan.
Mittags gegen 14.00 Uhr habe ich mich mit meiner Schwester getroffen, wir haben dann ausgiebige Spaziergänge gemacht- gerade jetzt bei der Hitze war es im Wald wunderbar.
Bad Lippspringe war echt ok- ich selber habe schon mehrere Kurorte kennengelernt, und Bad Lippspringe war wirklich nett.
Michael Wilhelm
19.07.2010, 12:31
Danke für die Einschätzung.
Die Cecilienklinik wäre auch meine Kurklinik gewesen. Vielleicht später.
Michael
Monika Rasch
26.07.2010, 09:39
Neues aus Bad Lippspringe
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Meiner Schwester geht es wohl gut dort.
Bekommt auch fleissig Besuch zwischendurch.
Ich war 4 Tage dort, unsere Eltern an einem Samstag, unsere andere Schwester mit Familie zum Ausflug in den Familienpark Schloß Holte Stukenbrock, der Liebste zwei Tage letztes Wochenende.
Und heute hatte ich von ihr eine Mail, mich mal über einen Arzt schlau zu lesen.
Habe ich getan und direkt einen Termin gemacht.
Heike hat am Tisch eine Neue, die ihren Tumor auch ziemlich mittig hatte und trotzdem sie als inoperabel eingestuft war, von diesem Arzt operiert wurde.
Versuch macht kluch....
Am 9.8.also sind wir wieder unterwegs.
Und hoffentlich hinterher wieder etwas schlauer.
marypoppins
26.07.2010, 10:16
Viele liebe Grüße aus der Nachbarschaft. Da bin ich mal gespannt mit diesem Arzt und drück natürlich die Daumen mit!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Mary
Sternschnuppe2010
26.07.2010, 14:23
Liebe Monika,
das mit dem Arzt, der die Neue aus der Reha bei deiner Schwester doch noch operiert hat, klingt gut!
Bei meinem Vater (58) wurde Anfang Juni auch Lungenkebs diagnostiziert. Seit dem 14.06. wissen wir, dass er ein inoperables Adenokarzinom zentral im linken Lungenlappen mit einer Pleurakarzinose links hat. Ich kann mir dass alles schon die ganze Zeit nicht erklären, wie man entscheidet, bei wem operiert wird und bei wem nicht. Ich habe auch schon von vielen gehört, die etliche Ärzte abgeklappert haben, bis sie einen gefunden haben, der operiert hat. Ich werde die Unterlagen von meinem Vater auch nochmal weiter schicken. Bei der Entlassung aus dem Krankenhaus vor 1,5 Monaten war der Stand der Dinge noch, dass mein Vater keine weiteren Metastasen hat. Seit 1 Woche wissen wir aber, dass er Metastasen in der Schädelbasis hat. Diese bereiten ihm seit 2,5 Wochen unmenschliche Schmerzen, die die Ärzte nicht in den Griff zu bekommen scheinen. Ab dem 2. August soll mein Vater eine Kopfbetrahlung bekommen. Auf ein Ergebnis vom EGFR Mutationstest warten wir noch. Dann soll mit einer Chemo begonnen werden. Ich hoffe, dass die ganze Situation dann besser wird.
Auf die Ergebnisse des Termines bei dem neuen Arzt mit deiner Schwester bin ich gespannt.
Liebe Grüße und alles Gute für deine Schwester.
Juliane
Kamuffel
27.07.2010, 14:21
Hallo,
bin mit Gedanken auch bei Euch. Bin gespannt, was der neue Arzt sagt.
Gruß Ilonka:1luvu:
Monika Rasch
27.07.2010, 14:45
Über diesem Beitrag ist ein Beitrag gelöscht worden.
Dieser Beitrag hier und der unter diesem Stehende
beziehen sich auf den gelöschten Beitrag.
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Hallo Christian Criso,
wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Nicht ICH bin erkrankt.
Und ICH habe auch kein Interesse auf Seiten verwiesen zu werden, wo Mineralien als Heilmittel beworben werden.
Am Besten löscht Du Dich selber wieder und versuchst es mal bei alternative Heilmethoden.
yagosaga
27.07.2010, 17:23
Hallo Tom,
Deine schlechten Nachrichten haben mich sehr betroffen gemacht. Solche Befunde bestätigen die schlimmsten Erwartungen und erschüttern einen in den Grundfesten des Lebens. Plötzlich findet man sich in einem Albtraum wieder und hat in diesem auch noch die Hauptrolle abbekommen...
Was kann ich Dir schreiben, was Dich stützt und aufrichtet? Es ist so wenig, was mir einfällt, habe ich doch auch mein eigenes Päckchen zu tragen, und kenne ich doch auch die Furcht vor schlechten Befunden. Aber eines weiß ich: Völlig gefährlich ist immer das, was man nicht weiß. Denn das kann unbemerkt sein unheilvolles Wesen entfalten ohne dass jemand einschreiten kann.
So ist es - bei allem Schock und aller Enttäuschung - zunächst einmal gut, dass das entdeckt wurde. Denn jetzt können die Ärzte handeln, und auch jetzt kannst Du darauf reagieren! Die Belastung ist nun für Dich eine doppelte: einerseits musst Du den Schock und die Enttäuschung ertragen und aushalten. Das ist sehr hart, weil Du ja mit der Krankheit allein schon ohnehin genug belastet bist.
Andererseits willst / sollst / möchtest Du auch dagegen angehen, um Dein Leben kämpfen, - retten, was zu retten ist... Gerade mit der letzteren "Forderung" tue ich mich schwer, weil die Krankheit und das Aushalten dieses Grauens schon genug Kräfte verzehrt. Es wäre wie einem Verdurstenden zu sagen, mach jetzt in praller Sonne nochmal einen 1000-m. Lauf, und dann bekommst Du - vielleicht! - etwas zu trinken.
Am meisten wünsche ich Dir deswegen jetzt Gelassenheit. Was zu tun ist, den guten Ärztinnen und Ärzten überlassen, die um Dich sind. (Wenn es Dir recht ist, schließe ich Dich auch in mein Gebet ein.) Es ist ja ein sehr steiniger und steiler Weg, den wir an Krebs Erkrankten zurücklegen, und den wir mit geschwächter Seele und geschwächtem Körper auch noch gehen müssen.
Ich wünsche Dir auch Menschen in Deiner Umgebung, im Krankenhaus, die mit ihrer ruhigen und gelassenen Art Dich aufmuntern, so dass die Wirkung für Dich spürbar wird. Ich weiß auch, wie gut das tut.
Und ich wünsche Dir von Herzen, dass dieser Befund und dieser Gang ins Krankenhaus für Dich nur eine Episode wird auf Deinem Lebensweg, auf die Du später vielleicht mit einem Schauder aber auch mit Erleichterung zurückblicken kannst.
Beste Grüße von Braunschweig nach Heidelberg,
Ecki
Monika Rasch
09.08.2010, 20:44
Heute ist Montag, der 9.8.2010
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Heute waren wir in Ibbenbüren (plattestes Münsterland) beim Thoraxchirurgen.
Das PET / CT von vor 5 Wochen hatten wir dabei.
Der renommierte Thoraxchirurg rät eindringlich zur Operation.
Der bisher inoperable Tumor ist momentan (nach Chemo und Strahlen) definitiv operabel.
So weit, so gut.
Aber es wird leider die ganze rechte Lunge entfernt werden müssen.
Und das bald, solange da nichts wächst.
Im PET/CT sind einige immer noch aktive Stellen zu erkennen.
Es ist also nur eine Frage der Zeit.
Der Chirurg sieht die Chancen gut, dass Heike mit guter Lebensqualität mit nur der linken Lunge lebenswert leben kann, ohne O² Gerät.
Er findet, sie sei in einem exzellenten gutem körperlichen Zustand- und das stimmt tatsächlich.
Sie hat sich wirklich prima erholt- das hätte man im April nicht glauben können.
Der Chirurg fliegt in Kürze zur Fortbildung nach Vancouver.
Seine Ausbildung zum Top-Chirurgen für Lunge und Herz erhielt er in Hannover und in Toronto.
Die OP wird am 7.September stattfinden.
Eventuell noch mit Chemo hinterher.
Mensch Moni,
DAS erscheint jawohl als eine der besten Nachrichten der letzten Tage. Und lässt auch mich wieder etwas hoffen, dass ich vielleicht auch nochmal über eine erneute Zweitmeinung eine andere Beurteilung des Lage bekommen könnte...
Besten Gruß an Deine Schwester
LG Micha
Monika Rasch
09.08.2010, 21:38
Hallo Micha,
irgendwie ist es mir schon etwas mulmig.
Aber dieser Chirurg (ich halte eigentlich rein berufsbedingt nicht so viel von denen,sind eher so die Anbetung gewohnten Götter unter den Medizinern) machte wirklich einen guten, höchst professionellen, sehr überzeugenden Eindruck.
Eigentlich möchte er noch eine Woche eher operieren, meine Schwester möchte sich aber diese Woche Zeit nehmen, um mit ihrem Freund (hat dann Urlaub, kann nicht verschieben) zum Campingplatz zu fahren.
Ich werde ihr da nicht weiter zu- oder abreden, sie weiss, dass es um ihr Weiterleben geht.
Und wir sind froh, dass der Tumor jetzt operabel ist.
Der Chirurg möchte einen T 0 (Null) Status herstellen.
Hallo Moni nochmal,
na dann wollen wir mal zusammen hoffen, dass es trotz Deines in Deinem kleinen Zwischensatz erklärten mulmigen Gefühls nicht ein Arzt ist, der sich mit einer spektakulären OP wieder zu einem solchen Gott aufschwingen möchte.
Ich will ferner hoffen, dass ich mit solch einer Aussage nicht noch mehr dazu beitrage, dass es mulmig scheint... Aber ich denke auch mittlerweile, dass man auch soetwas aussprechen muss. Die Entscheidung liegt im Falle eines Falles schließlich immer bei uns!
Besten Gruß
Micha
PS: Hab Dank für die PN!
Tolle Nachrichten!
Freut mich sehr für Heike, dass sie so gute Perspektiven hat! :)
Drücke feste die Daumen, dass alles Gut wird!
Liebe Grüße, Tom
wimmer edith
11.08.2010, 17:44
allo monika du bist nicht allein ich geb.1955 habe auch seit 12 mai speiseröhrenkrebs wachsend habe 25 strahlen bekommen währen der strahlen therapie waren die schmerzen beim schlucken heftig und die krebspulver dazu aber nach absetzen der pulver geht es wieder besser morgen muss ich ins spital zur chemo und dann wierd untersucht ob der krebs kleiner geworden ist er hat nähmlich in der lunge gleich gestreut das wird dann nächste woche angeschaut ich hoffe das er kleiner geworden ist , denn dann kann operiert werden.:
Monika Rasch
11.08.2010, 19:30
Hallo Wimmer Edith,
ich bin kerngesund.
Es tut mir leid, dass Du Speiseröhrenkrebs hast,aber wie gesagt, ich bin gesund.
In diesem Thread hier geht es um meine Schwester.
Ich glaube allerdings nicht, dass sich zum Beispiel meine Schwester auf irgendein selbstgebrautes(wie in einem anderen Thread von Dir beschrieben) AntiKrebsMittel einlassen würde- sie ist extrem mäkelig mit ihrer Esserei.
Wenn Du das kannst und daran glaubst, hilft Dir das vielleicht- oder eventuell dann doch die Chemotherapie.
Ich wünsche Dir erst mal alles Gute.
wölfin 52
12.08.2010, 23:16
Hallo ihr lieben alle, die so mit mir fühlen. Ihr habt ja alle auch mit euch zu tun und da geht es euch zwischendurch wahrscheinlich auch nicht besser wie mir. Ich lese ja nicht immer mit. wenn es mir nicht so gut geht, muß ich nicht noch darüber lesen. Aber dafür habe iich ja Moni, die euch ja auch immer wieder liebe Grüße mitschickt. Jetzt bin ich auf eine Art froh, dass dieser Mist endlich operiert wird, aber ich habe auch verdammt viel Schiss. Aber der Prof. hat sich eigentlich sehr gut angehört und gemeint, wenn ich mich nicht operieren lasse, werde ich definitiv an diesem Tumor sterben. Und das will ich schon mal gar nicht. Der kriegt mich nicht. Also muß ich meine Angst irgendwie überwinden. Jetzt liegen ja noch in der nächsten Woche sämtliche Kontrolltermine an und ich hoffe dass nicht noch eine neue Baustelle dazu kommt.
Aber dazu werden wir uns wieder melden.
Ich wünsche euch allen genau so viel Kraft, wie ihr mir immer wünscht und arbeitet auch daran, das solche Prof´s dann sagen," Er hätte nicht geglaubt, wenn er mich so normal gesehen hätte, dass ich so krank bin.
Also nur nicht hängen lassen.
Ich denke natürlich auch zwischendurch an euch und möchte euch zeigen, dass es sich lohnt zu kämpfen und gemeinsam sind wir stark.
Ganz ganz liebe Grüße an euch alle von Heike:winke::winke:
Und ein ganz besonderes Dankeschön an meine Schwester, ohne die ich es wahrscheinlich noch nicht einmal bis hier geschafft hätte.:knuddel:
Monika Rasch
12.08.2010, 23:23
Hallo Schatzilein wölfin 52,
da bist Du ja !
ist der Computer wieder heile ?
Und den hätte ich mal sehen wollen, der mich gebremst hätte......
bin doch froh, dass ich immer informiert war, mit Allem, was so war.
Und ich hab auch Angst !
Aber....
Heiter Weiter !
Gute Nacht
hallo heike, hallo moni,
erstmal hut ab, ihr seid schon toll, ich drücke euch weiterhin die daumen und wünsche alles gute
claudia:winke:
wimmer edith
14.08.2010, 18:04
hallo monika bin heute wieder aus dem spital entlassen worden habe eine chemo bekommen und der speiseröhrenkrebs ist um einen halben cm. geschrumft in der lung ist eine metase ganz verschwunden und in denn lympknote ist auch alles verkleinert ,ich nehme mein mittel weiterhin und glaube daran .liebe grüsse an deine schwester und alles gute.
Gitta aus Nürnberg
14.08.2010, 20:36
Liebe Schwestern,
denke an euch, hoffe mit euch und wünsche euch alles Gute.
Bis bald
Gitta
Monika Rasch
15.08.2010, 14:40
Liebe Gitta,
Danke fürs reinschauen.
Hallo, ich selbst - Oesophagus Ca - Diagnose 2004, bin sehr gut in der Uniklinik Homburg/Saar, Prof. Dr. Christian Rübe, behandelt worden. Radio-, Chemotherapie und seit jetzt fast 6 Jahren ohne Befund.:smiley1:
marypoppins
17.08.2010, 15:05
Hallo HeinzB.
Was ist das "Oesophagus Ca"???????
Das du schon so lange ohne Befund bist, das ist einfach toll! Ich gratuliere dir!
Viele viele Grüße an Heike und Monika!!!!!!!!!!!!!!!
Heike, ich drücke dir die Daumen für die kommende Zeit!!!!!!!! Denke feste an euch!!!! Mary
Monika Rasch
19.08.2010, 10:11
Wie bereits geschrieben, hat Heike einen OP-Termin ihres ursprünglich inoperablem Bronchialcarcinoms.
Allerdings hat sie am kommenden Montag erst noch die Nachsorgeuntersuchung(3 Monate nach Therapieende).
Wir können Daumendrücker brauchen.
Gestern hat mir meine Schwester beim tapezieren geholfen.
Es geht ihr momentan so gut, dass sie auch zwischendurch immer mal zur Arbeit geht.
Heute ist Nachuntersuchung bei der Radiologin.
Michael Wilhelm
19.08.2010, 10:30
Viel Erfolg und gute Ergebnisse aus Berlin wünscht euch
Michael
Monika Rasch
19.08.2010, 12:32
Gelsenkirchen-Buer grüsst freundlich nach Berlin zurück.
Und DANKE .
Und für Dich auch- Alles Gute !
marypoppins
19.08.2010, 12:44
Isch drück janz doll mit!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Monika Rasch
19.08.2010, 13:10
Wie sind das Ruhrgebiet,die Droge.....
Lieben Gruß zurück.
marypoppins
19.08.2010, 15:30
So isset! :D:D:D:D
Monika Rasch
23.08.2010, 10:36
Danke
an alle Daumendrücker und an uns Denkende.
Heute war CT vom Thorax und Abdomen.
Gute Nachrichten.
Der Tumor ist weiter verkleinert, bestrahltes Gewebe ist fibrosiert-also sowieso unnütz zum atmen,die linke Seite ist Metastasenfrei.
Die rechte Nebenniere ist in Ordnung, die linke war ja leider metastasiert und ist rausoperiert worden.
Am Magen(sie hat immer noch Magenschmerzen) ist nichts zu sehen.
Der Pericarderguss ist quasi nicht mehr zu sehen, ist ca.5,7 mm- vorher waren es 13 mm teilweise.
Nun wird demnächst dieser Tage ein MRT vom Kopf gemacht.
Und wenn da auch alles gut ist, steht der Pneumektomie ( Entfernung des befallenen rechten Lungenflügels) nichts entgegen.
Und damit wäre sie auf T 0 Status und man könnte endlich wieder hoffen, dass am Ende doch noch alles gut wird.
Und jetzt gehen wir weiter tapezieren.
Morgen gehe ich ins Krankenhaus und bekomme meine rechte Schulter operiert.
Dann bin ich wieder fit wenn Heike am 7.9. operiert wird.
Ich habe das Hotelzimmer für die ersten 4 Tage in Ibbenbüren bereits gebucht.
Hallo Moni,
ich möchte auch mal "klugsch....."
T0 Status wird Deine Schwester nie bekommen, sondern ein R0.
Der T Status bleibt. Ist bei mir genau so. Ich bin jetzt 2 1/2 J. krebsfrei.
Trotzdem steht in jedem Nachsorge Untersuchungsbericht T2 pN2 cM0 R0 G2 Stadium IIIA.
Dieses R steht für Resttumorgewebe. Wenn da eine 0 steht, ist alles weg.
Liebe Grüße und ich drücke auch die Daumen.
Waltraud:1luvu:
Hallo Moni,
Waltrauds "Klugsch..." kann ich bestätigen. Bei mir steht auch nach erfolgreicher OP immer noch: pT2, pN3, M0, aber dahinter dann das R0, G3, Stadium IIIb.
Nichtsdestotrotz freue ich mich sehr über das gute Ergebnis der bisherigen Untersuchungen und wünsche euch Beiden alles Gute; dir für deine Schulter-OP und deiner Schwester für ihre Lungen-OP.
Mir fällt gerade etwas ein: ich habe von meinem Arzt vor der OP Atemübungen "verordnet" bekommen, die die Lunge stärken und sich förderlich auf die Restlunge nach der OP auswirken sollten. Macht deine Schwester fleißig Atemübungen? Wenn nicht, sollte sie diesbezüglich mal bei ihrem Arzt nachfragen (es kann auf jeden Fall nicht schaden).
Alles Liebe,
Christa :winke:
marypoppins
23.08.2010, 13:37
JAWOLL! Das hört sich gut an und ich freu mich richtig mit!!!!!!
Ganz viele liebe Grüße an euch beide!
. . . und Moni, dass du dich auch gut erholst von deiner Schulter-OP!
Danke für die tolle Berichterstattung!
Liebe Moni,
möchte Dir liebe Grüße schicken und hoffen daß Du die OP gut überstanden hast.
Weiterhin guten Heilungsverlauf.
An Heike liebe Grüße und ein Kraftpaket im Voraus.
Herzlich Erika E
Monika Rasch
27.08.2010, 17:28
Hallo an Alle.
Ich bin heute schon aus dem Krankenhaus, habe mich quasi selber vorzeitig entlassen.
Heike weiss seit gestern, dass sie Hirnmetastasen hat.
Die Pneumektomie wird verschoben,erst sind Bestrahlungen der Hirnmetastasen dran.
Ich hatte den Befund noch nicht in der Hand,weiss noch nicht wie groß und wie viele.
Bin ziemlich platt, weiss nicht, was ich sagen soll.
Hallo Moni!
Daß Du keine Ruhe im Kranckenhaus hattest kann ich verstehen.
Hoffentlich gehts Dir so einigermaßen gut.
Es tut mir leid,daß Heike schon wieder so einen Sch...Befund bekommen
hat.Da fehlen einem aber auch die Worte.
Bin in Gedancken bei Euch.LG Marion :knuddel::knuddel::knuddel:
Hallo Moni,
mir fehlen auch gerade die Worte; es tut mir sehr leid, dass deine Schwester so einen miesen Befund bekommen hat. Jetzt ist natürlich der Kopf das Allerwichtigste und die Lunge muss warten.
Ich wünsche dir und Heike ganz viel Kraft für die kommende schwere Zeit und alles, alles Gute,
Christa
P.S.
Gute Besserung auch für deine Schulter.
Es tut mir sehr leid für Heike. Vor eine Monat hab ich die selbe Nachricht bekommen, daher kann ich mir denken, wie es ihr geht. :(
Hoffentlich verträgt sie die Bestrahlung besser.
Gruß, Tom
annika33
29.08.2010, 14:24
Liebe Monika,
man, ich lese das jetzt erst :o.
So ein Käse. Echt...da lief es doch eigentlich ganz gut und jetzt so ein Rückschlag. Ich weiß echt nicht, was ich da sagen soll.
Wird sie in der Praxis M. im St. J. bestrahlt?
Meine Mutter wurd da bestrahlt und hat stets betont, wie kompetent und freundlich das Ärzteteam dort ist. Ich kann nur wünschen, dass die Bestrahlung alsbald den gewünschten Erfolg bringt und die Nebenwirkungen hierbei so gering wie möglich sein werden. Für Deine Schwester alles erdenklich Gute!
LG
Annika
Liebe moni,
es tut mir so leid für Heike , hoffe aber sehr daß sie mit den Bestrahlungen klar kommt.
Ich schicke ihr ein großes Kraftpaket und liebe Grüße.
Für Dich weiterhin gute Besserung, solltest Dich schon noch ein wenig schonen.
Herzliche Grüße Erika E
Monika Rasch
29.08.2010, 17:52
Heike ist erst mal weggefahren, mit ihrem Schatz auf den Campingplatz nach Ostfriesland.
Am 6.9. hat sie Termin bei der Praxis Dr. M.M.-M. in St.J.
Diese Woche wollte sie sich nicht nehmen lassen.
Wir hoffen jetzt auf einen schnellen Wirkungseintritt der Strahlentherapie, und wenns ginge, ohne große Nebenwirkungen.
Noch haben wir den Mut nicht verloren, aber ich finde schon, dass es immer schwerer wird, alle schlechten Nachrichten zu verdauen und den Kopf nicht hängen zu lassen.
Meine Schwester gibt nicht auf, und das tun wir drumrum auch nicht.
Und um mit tomtom zu sprechen:
Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist.
Oder aber :
Wer bist zum Hals in der Scheixxe sitzt, sollte den Kopf nicht hängen lassen.
Alles doof...............
wölfin 52
05.09.2010, 22:29
Hallo Tom Tom, ich komme gerade von 1 Woche erholung zurück. Es hat funktioniert. Ich danke erst einmal für deine rege Anteilnahme und hoffe, dass auch du den Kopf nicht hängenlässt. Du bist mir ja 4 Wochen voraus. WIR schaffen das. Jetzt müssen wir erst einmal alle anderen um uns herum aufbauen. Ich glaube die haben es im Moment nötiger.
Ich bin immer noch davon überzeugt, das ich es packe undso langsam verfällt hier alles ringsum ins heulen. Entweder weiß ich nicht alles , was mich betrifft, oder ich bin zu blauäugig, oder ich weiß nicht.
Ich will vielleicht auch nicht alles wissen, aber im Moment sind alle schlechter drauf als ich.
Aber jetzt werde ich erst morgen den radiologischen Termin haben, dann am Dienstag nach Soest für eine 2. Meinung mit Monika. Und dann wird sich entscheiden, wie es weitergeht.
Ich hoffe, das ich nicht so viel probleme haben werde, wie du.
Ist es von den Nebenwirkungen denn schon besser geworden.
Ich wünsche es dir.
Vielleicht schreibst du ja mal zurück. Ich melde mich auch bei dir, liebe Grüße an die Familie.
Auch an alle Mitleser und Mitstreiter viele liebe Grüße von Wölfin
Monika Rasch
07.09.2010, 14:18
Zurück vom Cyberknife-Zentrum Soest
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Nachdem Heike gestern in der Strahlenabteilung hier im Krankenhaus war und dort eine Ganzhirnbestrahlung empfohlen wurde,
waren wir heute dann im neuen Cyberknife-Zentrum in Soest.
Uns ist es einfach immer wohler, wenn wir 2 Meinungen haben.
Der Neurochirurg schaute sich also die MRT Aufnahmen an und sagte, er wäre der gleichen Meinung wie unsere Strahlenabteilung.
Er zählte momentan ca.5 neue Stellen, alle aber kleiner als ein halber Zentimeter.
Er befürwortet die Ganzhirnbestrahlung, wir dürfen aber in ca.3 Monaten nach der Bestrahlung
(morgen geht es schon los, erster Strahlentermin und Maskenanfertigung,14 Termine auf 4 x wöchentlich)
mit einem neuen MRT gerne wieder vorstellig werden.
Sollte dann noch ein Befund da sein, wird dieser dann mit Cyberknife bestrahlt werden können.
Es hörte sich alles ziemlich positiv an.
Hallo, ihr beiden!
Ich bin immer noch davon überzeugt, das ich es packe
So soll es sein! Alles andere bringt eh nix!
So, wie Moni schreibt, scheint es a) eine guten Plan zu geben und b) auch noch eine Plan B. Was will man mehr?
Ich hoffe jedenfalls, dass du die Bestrahlung gut überstehst und dass es danach mit voller Energie weitergeht!
Alles Gute für Euch und beste Grüße aus der Pfalz von Tom!
Monika Rasch
09.09.2010, 21:07
Heike hatte gestern ersten Ganzhirnbestrahlungstermin mit Maskenanpassung- und
Schwupp, war sie schon wieder auf der A 31 Richung Ostfriesland.
Sonntag kommt sie zurück und ab Donnerstag gehen die Bestrahlungen 4 x wöchentlich los.
Der Doktor hat ihr das Autofahren erlaubt, trotz Hirnmetastasen.
Wir hoffen, dass sie alles gut übersteht, dass Plan B erstmal nicht gebraucht wird.
Monika Rasch
12.09.2010, 18:10
Heike ist zurück aus Ostfriesland und so elend.
Sie hat eine ganz ganz fiese Entzündüng im Mund, im Rachen und die Speiseröhre tut ihr auch weh.
Sie meint, das könne eine Nebenwirkung des Fortecortins sein(Packungsanleitung).
Die Zunge ist dick weiss belegt, die Wangenschleimhaut innen ebenso, alles löst sich von alleine ab.
Ich finde, es sieht aus wie Soor.
Also morgen früh sofort zum Arzt.
Als Soforthilfe habe ich ihr erst mal Betaisodona Lösung zum Mundspülen und gurgeln aufgeschwatzt.
Heike ist ja sehr empfindlich mit Geschmäckern.
Ich wäre ja auch jetzt gleich mit ihr zum Doc gefahren, aber sie will nicht.
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