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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist das das Todesurteil?? Ganz viele Fragen....


Michaela1984
20.12.2009, 18:53
Am kommenden Dienstag kam mein Papa (60) ins Krankenhaus. Eingewiesen von unserem Hausarzt mit Verdacht auf Gallensteine! Wir stellten uns natürlich alle drauf ein dass er ein paar Tage dort sein wird, die Gallensteine entfernt werden und er dann fit wie immer wieder bei uns sein wird.
Symptome hatte er eigentlich nur diese Koliken, vermehrt in der Nacht!!!

Nach mehreren Untersuchungen wurde aber ein Tumor an der Bauchspeicheldrüse festgestellt!! Nun wurde für kommenden Dienstag eine OP angeordnet bei der dieser Tumor, ein Teil des Magens, des Zwölffingerdarms und der Leber entfernt werden sollen. ICh glaube das ist diese Whipple-OP.....
Angeblich soll diese OP sehr aufwendig und schwierig werden und bis zu 9 Stunden dauern.

für mich hört sich das alles furchtbar schrecklich an...... Ich habs furchtbare Angst um ihn!!

So geht es ihm nicht schlecht, er hat nen Mega-Appetit, obwohl er schon einiges an Gewicht verloren hat....

Nun habe ich mich natürlich vor dieser Diagnose nie darüber informiert!!!! Aber seit ich davon weiß habe ich im Internet viel gelesen.....

Hauptsächlich lese ich immer, dass diese Art von Krebs überhaupt nicht heilbar ist und somit das Todesurteil.

Wird diese OP nur gemacht um die Schmerzen zu lindern??
Wie sind die Erfolgschancen der OP?
Hat jemand hier diese OP schon hinter sich??
Wie wird sich sein Leben nach dieser OP verändern?

Ich habe einfach wahnsinnige Angst ihn bald schon zu verlieren....

Vielleicht kann hier jemand etwas dazu schreiben.....

Cati10
20.12.2009, 19:44
Hallo Michaela,

eigentlich schreibe ich hier sehr selten, bin in diesem Forum seit meine beste Freundin BK und meine Mama Darmkrebs hatten, leider sind beide nicht mehr bei uns. Aber von Zeit zu Zeit schnuppere ich hier rein und fiebere mit den Mädels hier mit (schaue eigentlich nur bei BK vorbei). Also soweit ich über BSDK informiert bin, so habe ich gelesen dass diese Whipple-OP eine ganz große Chance bedeutet, diesen Krebs sogar komplett zu besiegen, diese Möglichkeit haben nicht viele Erkrankte. Deswegen denke ich, dass ihr gute Chancen habt, dass dein Papa wieder gesund werden kann! Obwohl es natürlich schon eine große OP sein wird, 9 Stunden, das hört sich erstmal heftig an. Aber ich drücke euch ganz doll die Daumen, bitte gebt auf jeden Fall nicht die Hoffnung auf, es gibt immer einen Weg, ich wünsche euch dass dein Papa die OP gut und erfolgreich übersteht!
LG von
Cati

Bianca.aachen
20.12.2009, 21:14
Hallo Michaela,

auch ein trauriges willkommen von mir, du hast viele Frage ich versuche dir einige nach besten Wissen und Gewissen zu beantworten.

Ja die Whipple-OP ist eine sehr große OP aber sie bedeutet auch Hoffnung,
hier im Forum gibt es einige die nach der OP normal weiterlebten.

Vielleicht kann ja der Krebs komplett entfernt werden. Die Whipple OP verkraften die meisen gut bis sehr gut, wenn ich das sagen darf, bei meiner Mama dauerte die OP auch ca 9 Stunden und sie hat sie gut verkraftet. Der einzige Nachteil diese OP ist, das der Patient danach nur noch kleiner Portionen esen kann und öfters essen soll, aber die meisten verlieren rapide an Gwicht.

Die OP ist in großen Kliniken fast rotine du brauchst wirklich vor der OP keine Angst zu haben.

SO nun zu dem Teil mit dem Todesurteil:
Damit wollen wir wohl noch ein bischen warten denn keiner weiß im Moment was genau Sache ist. Ja du hast recht damit das der Krebs nicht heilbar ist bzw das es er für viele das Todesurteil ist aber soweit sind wir noch lange nicht bitte gebe die Hoffnung nie auf und denke immer positiv.

Bianca

Michaela1984
21.12.2009, 08:17
Bei meinem Papa wurde letzte Woche ein Tumor in der BSD entdeckt!! Nun wird er morgen operiert nach dem Whipple Verfahren!!!

In wiefern verändert sich das Leben nach so einer OP??

Wie lange wird er auf der ITS sein?? Kann er danach wieder ganz normal essen únd zur Toilette geben?

Ich habe solche Angst, dass er danach ein Pflegefall sein wird!!

Michaela1984
27.12.2009, 18:37
Nachdem meinem Papa am 11.1. die Whipple OP bevorsteht und ich riesengroße Angst um ihn habe, habe ich mich hier angemeldet um Informationen zu sammeln.

Was mir aber so auffällt ist, dass alle nur negatives im Verlauf der Krankheit schreiben.

Gibt es eigentlich hier auch Menschen die die Whipple OP hinter sich haben und wieder gesund sind???

Würde mich freuen von euch zu hören.....

hoe
28.12.2009, 07:44
Hallo Michaela,

es ist sehr wichtig, dass man die Krankheit sehr früh erkennt (was leider kaum gelingt), nur dann hat man eine reelle Chance. Wenn Metastasen vorhanden sind (dazu gehören auch vergrößerte/befallene Lymphknoten!), sinken die Chancen extrem. Da kann auch eine OP kaum mehr helfen. Oft kehrt die Krankheit nach einer OP erst nach 2 bis 5 Jahren zurück.
Ich bin nicht operiert. Trotzdem ist die Krankheit im Rückzug und ich fühle mich weiterhin fit. Heute werden völlig untypische Knochenveränderungen bestrahlt und ich muss ind Krankenhaus. Jedenfalls ist der Tumor durch die Chemo abgestorben!
Also Ausnahmen gibt es immer, bei einer OP hat man grundsätzlich bessere Chancen, den Krebs zu besiegen!

LG
Hans

ClaudiaF
28.12.2009, 12:02
Liebe Michaela,

ich möchte Dich hier rechtherzlich in unserem Forum willkommen heissen.

Wenn Du Fragen, Ängste oder einfach Dir nur alles vom Herzen reden möchtest, wir sind für Dich da.

Die Diagnose BSDK ist ein großer schwerer Schock und ich glaube Dir, dass Du viele Fragen aber auch eine große Angst hast. Die hat/hatte jeder hier.

Als meine Mama im November 08 die Diagnose bekam, konnte ich tagelang nicht schlafen und sass nur hier vor dem PC, in der Hoffnung einen kleinen Lichtblick zu finden und Informationen.

Wo wird denn dein Dad operiert? Ganz ganz wichtig ist es, dass Ihr Euch an ein Pangreaszentrum wendet. Die haben die meisten Informationen und kennen sich auf diesem Gebiet ganz toll aus. Ich persönlich empfehle immer wieder gerne Heidelberg, aber auch die anderen Zentren sind sehr gut.

NUR KEIN NORMALES KKH!!!! Die sind zwar auch sehr scharf auf eine Whipple OP, aber so leid es mir tut, meist nur aus finanzieller Sicht.

Die Prognose bei BSDK ist sehr schlecht, da gebe ich Dir Recht. Aber ich mach mich mit Statistiken und Zahlen nicht mehr verrückt. Es gibt hier im Krebskompass eine liebe nette Freundin, die bereits die Diagnose vor glaub 11 Jahren bekommen hat und sie ist immer noch fit und spielt für ihr leben gerne Golf ;-) Proff. Büchler von der Uniklinik Heidelberg hatte auch BSDK und Dr. Ebo Rau (er schrieb ein Tagebuch: krebs- was nun Ebo? sehr empfehlenswert!!!!) Dies sind nur einige. Auch hier gibt es gute Fälle. Nur viele möchten einfach nicht mehr an die Krankheit erinnert werden und melden sich hier nicht mehr. MAN KANN ES SCHAFFEN!

Die Whipple OP ist nicht ohne und gehört zu einer der größten OP Eingriffe, die es gibt.

Ich wünsche Euch viel Kraft und Hoffnung und wenn Du Fragen hast, melde Dich einfach!

Drücker :pftroest:

Claudia

Ursula Krug
28.12.2009, 12:04
Hallo Michaela,

BSDK ist ein Krebs, der leider meistens zu spät entdeckt wird. Wenn bei deinem Vater eine OP möglich ist, lasst sie machen. Aber hoffentlich in einer Klinik, die dafür zuständig ist? Die Whipple-OP ist eine große OP, Dauer ca. 6 Stunden, danach ist man erst mal ziemlich geschwächt. Wenn dein Vater aber jetzt noch in relativ gutem körperlichen Zustand ist, erholt er sich auch wieder. Aber es dauert, man bekommt auch nicht mehr die Kraft wie vorher. Aber man kann mit all den Folgen einigermaßen normal leben!

Ich selbst habe eine Whipple-OP hinter mir (vor 1 1/2 Jahren), allerdings war bei mir der Tumor noch gutartig. Jedoch bin ich in einer Selbsthilfegruppe, in der einige Mitglieder diese OP mit bösartigem Tumor hatten. Sie bekamen danach eine Chemo. Sie leben inzwischen fast normal, die OP`s waren vor 2-4 Jahren. Natürlich muss hinterher eine gute Nachsorge sein!

Du siehst also, es gibt auch positive Fälle. Ich weiss aus Erfahrung, die Angst bei den Angehörigen ist oft größer, als bei dem Betroffenen selbst. Lasst euch nicht verrückt machen, aber die OP und ihre Folgen sollten auch nicht unterschätzt werden.

Wenn du willst, kannst du mir auch eine PN schicken, ich antworte dir dann gerne per Mail.

Ich wünsche euch ganz viel Zuversicht und Kraft für die kommenden Wochen

Ursula

Bianca.aachen
28.12.2009, 12:49
Hallo Michaela,

auch von mir ein herzliches willkommen hier im Form,

du stellstst eine sehr schwere Frage wie soll man diese beantworten? Es gibt viele Leute die froh wären wenn sie die Möglichkeit zur OP hätten. Ja die OP ist sehr groß und schwierig und sie dauert mehrere Stunden. Die Ärzte gehen davon aus das du weniger Essen kannst also kleiner Portionen über den Tag verteilt. Einige verkraften die OP gut andere schlecht. Jenachdem wie der Tumor ist bekommen die Leute danach eine Chemo oder nicht. Die meisten von dennen du hier im Forum liest vertragen die Chemo nicht mehr und bauen dann körperlich ab. Es kann die leider im voraus keiner sagen wie es ausgehen wird. Aber versuche immer positiv zu denken. Hier im Forum schreiben viele Angehörigen es geht meinem Partner schlecht denen es gut geht die melden sich nicht mehr ist meine Einscchätzung dazu. Jetzt kann ich mit Statistik kommen und diese so auslegen wie ich es will. Bitte wartet ab und schaut was euch passiert.

Wünsche dir und deinen Papa für die nächsten Tage viel Kraft.

Bianca

Hildegard H.
28.12.2009, 13:02
Hallo Bianca,
es gibt hier im KK etliche 'Überlebende' nach einer OP. Meine OP war 1998 und das Adeno-CA war 3,5 x 4 cm groß. Man MUSS in jedem Fall einen guten Operateur finden. Der Krebs braucht sehr lange, umso groß zu werden, so daß nach der Diagnose insofern keine Eile geboten ist und man in Ruhe nach einem guten KH Ausschau halten sollte! Heidelberg ist nach wie vor DAS Zentrum!.
Vielleicht melden sich nach meinem posting heute auch die anderen 'Überlebenden' hier noch einmal -es gibt sie wirklich !
Liebe Grüße und viel Mut an alle Betroffenen
Hildegard H.

Bianca.aachen
28.12.2009, 15:55
Hallo Hildegard,

da stimme ich dir zu das es ums überleben geht nach der OP aber was schlimmer ist ist die Chemo danach. Schau im Forum viele haben die OP geschaft

Conny44
29.12.2009, 04:15
Hallo Bianca,
in deinen Beiträgen (und damit meine ich fast alle!) steckt soviel Wissensmangel und Oberflächlichkeit, dass man diese glatt verbieten sollte! :confused:

Hallo Michaela,

halte dich bitte an die anderen Beiträge und lass dich nicht so sehr verunsichern.
Dieser Krebs ist und bleibt tatsächlich einer der grausamsten und unheilbarsten, aber dennoch ist jeder Mensch ein Individuum und hat eine Chance, erst recht mit einer OP, die bei den Wenigsten möglich ist.
Das Problem hierin besteht allerdings, dass es sehr schwer ist, den kompletten Tumor zu entfernen, so dass irgendwo noch kleinste unsichtbare Reste verbleiben können, was dann bei den Meisten zu einem Rezidiv (Rückfall) führen KANN.
Deshalb ist es umso wichtiger, die Operation von einer Fachklinik ausführen zu lassen.
Die Wenigsten scheitern an der Chemo danach, sondern vielmehr an dem oben erwähnten Rezidiv.

Dass das Wort "Überlebende" verwendet wird, liegt daran, dass man sehr vorsichtg ist und eben erst nach vielen Jahren von einer Gesundung reden kann.

Viel Erfolg und vorallem Kraft!

Jutta
29.12.2009, 05:59
Hallo Michaela,

es gibt "Überlebende", es kommt darauf an in welchem Stadium der Krebs entdeckt und wie gut er behandelt werden konnte/die Behandlung anschlug.

Es ist oft nur so, dass nachdem es ihnen wieder gut geht, sie sich dem Alltag, dem Leben wieder zuwenden (siehe Hildegard oder Petra). Das Forum gehört somit zu ihrer Vergangenheit, weil sie sich nicht tagtäglich mit der Krankheit mehr auseinandersetzen möchten.

Michaela1984
29.12.2009, 16:11
Danke für eure Zahlreichen Antworten!!!!
Also mein Papa soll in Neuburg an der Donau operiert werden. Der Chefarzt, der ihn auch operieren wird ist wohl auf diesem gebiet ein Ass, so habe ich nun von mehreren Ärzten gehört!!! Ich hoffe dass dies auch so ist

Momentan geht es ihm nicht so gut, er kann nicht viel essen ohne dass er schreckliche Krämpfe bekommt!! Ihm wurde ein Schlauch gesetzt dass die Galle ablaufen kann.

Er ist sehr viel am schlafen ist eigentlich immer müde, ich weiß nicht ob das von den Medikas kommt oder einfach weil er dadurch dass er sehr wenig gegessen hat die letzte Zeit sehr geschwächt ist!!

Elke55
30.12.2009, 19:00
Auch mein Mann hat es geschafft, seine Op. war im Dezember 2001, keine Chemo hinterher, es lief alles o.k. Aber der Gesundungsprozess war mit allem Drum und Dran, ob körperlich oder psychisch.

Was übrig blieb war : insulinabhängig, geht aber prima, ohne Probleme.

Ich habe hier früher sehr oft gepostet, in der letzten Zeit aber doch weniger, wenn überhaupt. Man ist jetzt so weit davon entfernt und hat wieder sein normales Leben aufgenommen. Ab und an lese ich noch hier im Forum.

Ich wünsche allen alle Kraft der Welt, und ein besseres "Neues Jahr".

Alles Liebe

Elke

ronin1970
30.12.2009, 19:03
Hallo,

auch ich habe die whipple OP (8 Stunden) überlebt... der Tumor war in einem Anfangsstadium, so daß alle bösartigen Stellen herausgeschnitten werden konnten. Chemo habe ich keine erhalten. Dieses ist nun 1,5 Jahre her.
Mir geht es jetzt wieder sehr gut und ich habe keine Einschränkungen.
Wenn es noch irgendwie möglich ist, laßt diese Operation in einem Pankreaszentrum z.B. Heidelberg durchführen (man kann es nur immer wieder erwähnen !!!).

Viele Grüße

Michaela1984
31.12.2009, 15:42
Meinem Papa gehts gar nicht gut!!!
Die OP ist ja erst am 11.1.10, aber er kann kaum was essen, hat starke Schmerzen und der Allgemeinzustand ist einfach mies. Dies denke ich, ist einfach darauf zurückzuführen dass er sehr viel abgenommen hat, da er ja kaum was isst.....

Ich hoffe so sehr dass bei ihm die OP gut geht und er danach noch einige Zeit bei uns sein kann!!!! Was wären wir ohne ihn??????
Ich hab Angst ohne Ende!

Wart ihr vor der OP auch in einem eher schwachen Zustand??

ronin1970
31.12.2009, 19:02
Hallo,

ich war vor der OP bis auf gelegentliche Oberbauchschmerzen top fitt !

Das mit Deinem Vater klingt nicht sehr gut; wenn er so starke Schmerzen hat, würde ich ihn in die Notaufnahme/ Krankenhaus bringen lassen, um dann ihm seine Schmerzen mit morphinhaltigen Medikamenten zu nehmen.

Da Dein Vater nicht viel zu sich nehmen kann/ will ... kann ich Dir die Trinkfläschchen "Elemental028" empfehlen; dies ist hochkalorienhafte Trinknahrung mit allen Nährstoffen, Vitaminen u. Spurenelemente/Mineralien.

Viele Grüße

Michaela1984
01.01.2010, 15:05
Habe meinen Papa heute morgen wieder ins Krankenhaus gebracht!!
Meine Mama hat darauf gedrängt da er gestern abend wieder nur 3 Gabeln vom essen zu sich nahm und dann das Essen wegschob. Die ganze Nacht lang hatte er furchtbare Schmerzen, konnte kaum schlafen....

Er hat so abgenommen!!!

Heute morgen hat er dann im KH gleich eine Infusion bekommen!!

Michaela1984
02.01.2010, 22:43
Habe heute meinen Papa in der Klinik besucht. Ihm gehts schon wieder viel besser!!!
Er hat gestern nach dem er in die NOtaufnahme ging gleich Infusionen bekommen und hat seit einer Woche endlich mal wieder ne Nacht durchschlafen können. Des weiteren konnte er wieder ein bißchen was essen. viel Appetitt hat er nicht aber der arzt meinte, mit den Infusionen kommt das schon noch....
Die Ärzte sind alle sehr optimistisch was die OP angeht. der Krebs sei im absoluten Anfangsstadium und gut operabel. Aber ich lese hier fast immer von Leuten die ein oder 2 Jahre nach der OP trotzdem gestorben sind und das Leben dazwischen fast nicht mehr lebenswert war. Das nimmt mir den Optimismus!!! Zwar versuche ich vor meinem Papa und meiner Mama die das ganze doch sehr mitnimmt, immer zuversichtlich zu sein, aber wenn ich alleine bin dann verkriech ich mich und heule die Kopfkissen nass..... Ich habe Angst!!!! Angst vor der Zukunft und Angst vor allem was auf meinen Papa zukommt. Die schwere OP, die Zeit danach, und dann die Frage ob es überhaupt was bringt!!! Ich bin selbst schon ganz krank vor Angst!!!

Ich lese hier meist dass die Leute vor der Diagnose kaum oder fast keine Schmerzen hatten. Dann frage ich mich wieso mein Papa so schlimme Schmerzen hat wenn es doch angeblich noch im Anfangsstadium ist??

Dann der Gewichtsverlust. Als er vor 2 wochen ins KH kam wog er 82 Kilo, heute warens noch 73!!!

Denise1978
03.01.2010, 06:15
Guten Morgen Michaela,

diese Art von OP ist wirklich kein zuckerschlecken, aber es ist eine Chance.

Mein Mann hat sie auch hinter sich gebracht......sie dauerte ca. 11 Stunden.
Er lag glaube ich 2 Tage auf Intensiv und danach noch 4 Wochen im Krankenhaus.....danach ging es für 4 Wochen zur Reha und im Anschluss begann gleich die Chemo-Therapie die er einigermaßen "gut" vertragen hat.

Er kann nur noch kleine Mahlzeiten zu sich nehmen und muß mehrmals am Tag essen.......viele Sachen die er vor der OP sehr gern gegessen hat verträgt er nun nicht mehr.
Zur Zeit trinkt nur noch Wasser ohne Kohlensäure und Kaffee.

Ich halte Dir ganz fest die Daumen, dass alles glatt geht.

Ganz Lieben Gruss
Denise

Denise1978
03.01.2010, 06:23
Guten Morgen Michaela,

diese Art von OP ist wirklich kein zuckerschlecken, aber es ist eine Chance.

Mein Mann hat sie auch hinter sich gebracht......sie dauerte ca. 11 Stunden.
Er lag glaube ich 2 Tage auf Intensiv und danach noch 4 Wochen im Krankenhaus.....danach ging es für 4 Wochen zur Reha und im Anschluss begann gleich die Chemo-Therapie die er einigermaßen "gut" vertragen hat.

Er kann nur noch kleine Mahlzeiten zu sich nehmen und muß mehrmals am Tag essen.......viele Sachen die er vor der OP sehr gern gegessen hat verträgt er nun nicht mehr.
Zur Zeit trinkt nur noch Wasser ohne Kohlensäure und Kaffee.

Ich halte Dir ganz fest die Daumen, dass alles glatt geht.

Ganz Lieben Gruss
Denise

CH-Schneckerl
03.01.2010, 15:58
Hallo Michaela,

ich drück´deinem Papa ganz fest alle Daumen.
Auch wenn diese OP wirklch zu einer der "großen" OP´s in der Medizin gehört, so sehe doch bitte das Schöne in dieser Botschaft:
Wenn die Ärzte sagen "OP nötig", dann heißt das aber auch im Umkehrschluß: Das bösartige Geschwulst hat noch nicht gestreut und KEINE Metastasen gebildet. Nur wenn KEINE Metastasen feststellbar sind, macht die Resektion des Schadherdes überhaupt Sinn. Dass bei einer OP der Bauchspeicheldrüse da noch so einiges "Drum-Rum" mitoperiert werden muss, ist halt so.

Wenn nicht operiert werden würde, dann könnte man wohl nur konservativ mit Chemotherapie behandeln. Dabei kann aber kein Behandler der Welt garantieren, dass dann nicht doch (noch) Metastasen gebildet werden ..

Es ist sicher eine sehr sher schwierige Frage, die du mit deinem Papa hier hast beantworten müssen: machen wir´s oder machen wir es nicht?

Ich würde diese OP aber nur und ausschließlich in einem auf solche OP´s spezialisierten Zentrum machen lassen; "normale" Kreiskrankenhäuser haben wohl in aller Regel nicht die dafür nötige Erfahrung.
Und als Privatpatient sage ich dir: hinterfrage genau, ob die OP JETZT wirklich nötig ist -- oder ob am Ende nicht doch bloß der Operateuer selber als der Rechnungssteller der Lachende ist ..

Dennoch:
Whipple -- gut dass es diese Technik überhaupt gibt. Wenn die Begleitumstände keinen anderen Weg zulassen -- ja dann gibt es doch gar keinen anderen Weg ...

Stellt euch positiv auf den OP-Tag ein. Der Heilungsprozess wird auch sehr stark gesteuert und beeinflusst von der inneren Haltung der Angehörigen und des Patienten selber zu diesem Thema. Wir Angehörige können dem Patienten sehr viel Kraft geben, indem wir mit ihm positiv diesen Genesungsprozess begleiten. Dazu genügt es aber nicht, nur zu "wollen", sondern dazu muss man sehr oft sich auch "durchkämpfen", weil es halt sehr oft auch "weh" tut. Disziplin, Mut UND Ausdauer -- baut auf diese Elemente! Es wird gutgehen!

Ich bete für euch!

ganz liebe GRüße
CH-Schneckerl

Michaela1984
03.01.2010, 19:23
Ja das zur parenteralen Ernährung hab ich gelesen. Da er ja jetzt wieder in der Klinik ist und regelmäßig Infusionen bekommt denke ich dass dies auch eine ernährung ist....

Er hat keinerlei Apetitt!!! Mein Papa, der immer so gern gegessen hat.... Ich bin total am Ende! Ich hab selbst schon seit 4 Tagen nichts mehr gegessen, mein Magen ist regelrecht zugeschnürt!!! Alleine der Gewichtsverlust von ihm macht mir richtig Angst!!!

Am meisten Angst habe ich dass irgendwann am Tag der OP bei uns das Telefon klingelt und das KH dran ist die uns sagen die OP konnte nicht durchgeführt werden weil der Tumor doch groeßer als erwartet ist oder Metastasen da sind etc. Hab heute Nacht davon geträumt und bin klitschnass wach geworden!!!

Ich danke euch für eure Kraftpakete!!! Drückt uns bitte die Daumen!
Sein Leben darf jetzt einfach noch nicht vorbei sein. Er und meine Mama hatten mit ihren Enkelkindern noch soviel vor....

Michaela1984
04.01.2010, 20:25
Bei meinem Papa wurde ja Mitte Dezember leider ein Tumor in der BSD diagnostiziert. Nun wurde für den 11.1.10 eine Whipple OP geplant! Es sind keine Metastasen vorhanden und der Tumor sei, laut Professor im Anfangsstadion und gut operabel!!!

Über die Feiertage war mein Papa zuhause. Aber bereits an Neujahr hat er mich gebeten ihn wieder ins KH zu fahren weil er solche Schmerzen hatte dass er es nicht aushielt. Obwohl der arzt ihm Morphiumpflaster, Novalgintropfen, und andere Schmerzmittel mitgegeben hat, die aber leider nichts holfen

Essen konnte er gar nichts mehr. Totale Apetittlosigkeit!

Nun ist er wieder im KH aber er sagt dass die Schmerzen noch immer ziemlich heftig sind. Zwar nicht mehr so sehr wie zuhause, da er Infusionen bekommt aber immernoch recht stark.

Ich lese hier immer wieder von Leuten die absolut keine Schmerzen hatten als der Tumor bzw. der BSDK schon entdeckt und bestätigt war. Selbst solche Patienten die unoperabel waren weil der Krebs schon so weit fortgeschritten war.

Wieso hat mein Dad dann derartige Schmerzen?
Hat dies nicht etwas damit zu tun wie groß der tumor bzw. wie weit der Krebs schon fortgeschritten ist?
Bin total verunsichert. Vielleicht ist der Krebs ja doch schon unendlich weit fortgeschritten und die Operation hilft nichts mehr? Der Arzt ist ein Genie und ist auf diese Art von OPs spezialisiert. Ich weiß man sollte eigentlich vertrauen, aber das ist leichter gesagt als getan!!!!

vielleicht könnt ihr was dazu schreiben?

sandy00
04.01.2010, 23:44
Hallo
Ich kenn mich leider auch nicht aus.Meine Mutter hat BSDK allerdings ist er schon fortgeschritten.Sie hat auch starke schmerzen.
Ich hab mal gelesen das es damit zu tun haben könnte wen der Tumor irgendwo draufliegt?
Mehr kann ich auch nicht sagen....
Ich drück euch die Daumen

Mannei
06.01.2010, 11:17
Hallo Michaela,


mein Vater hatte die OP vor fast genau drei Jahren. Es geht ihm sehr gut, er lebt genauso wie früher, außer dass er nicht mehr raucht. :-)

Er isst ALLES, trinkt manchmal ein Gläschen Wein, nimmt keine Kreon oder sonstige tabletten. Kein Diabetiker, alles eigentlich wie früher!!!!!!

Ich wünsche Euch alles Gute und versucht positiv zu denken.

Liebe Grüße
Michaela

Michaela1984
06.01.2010, 18:32
Hallo!!

Habe heute den Arztbrief von meinem Papa gefunden!! Mittlerweile ist er ja wieder im Krankenhaus, weil er wie berichtet an Neujahr starke Schmerzen bekam und es zuhause trotz der Schmerzmittel nicht mehr aushielt. Aktuell gehts ihm nicht schlecht!!! Er hat wieder mäßigen Appetitt und die Schmerzen sind erträglicher geworden.

Hier also der Befund, vielleicht kann es mir jemand übersetzen, verstehe von diesem Arzt-Deutsch nur Bahnhof.




Diagnosen:
Verschlussikterus bei stenosierendem Intraduktalem Tu. des D. choledochus

Anamnese:
Herr .... stellte sich am 15.12.09 mit seit ca 3 Wochen bestehenden gürtelförmigen Oberbauchschmerzen in unserer chirurgischen Notaufnahme vor.

Eigenanamnese:
Morbus Hodgkin, Deabetes mllitus Typ 2

Lokalbefund:
Klinisch zeigten sich im Epigastrom keine Abwehrspannung, lokale Druckdolenz, kein Peritonismus, Darmperistaltik gut abhörbar, Nierenlager frei, Stuhl/Miktio o. B.

Labor:
Es finden sich erhöhte Cholestaseparameter ohne CRP-Anstieg

Sono-Abdomen:
bis auf dilatierter Ductus choledochus (12mm breit) kein weiterer path. Befund.

ERCP vom 16.12.2009:
keine Kontrastierung der Gänge möglich. Minimale Vorschnitt-EPT. DHC eröffnet aber keine Passage, auch nicht mit dem Führungsdraht. V.a. Stenose im distalen DHC

CT des Abdomens am 16.12.09:
intrahepatische und extrahepathische Cholestase. Die Ursache befindet sich direkt oberhalb des Pankreaskopfes (Kalibersprung), ist jedoch nicht direkt erkennbar. Kein Nachweis eines Tumors oder eines Konkrementes. Leichtgradige ausgeprägte Cholezystitis - Reizzustand der Gallenblase. 15 mm durchmessende Hypodensität im Corpus Pankreatis, suspekt auf einen kleinen Tumor. Dieser Befund kann jedoch nicht die Cholestase erklären. Zusätzlih zeigen sich pleurale und perikardiale Verkalkungen, suspekt auf eine Asbestose. Ergänzung der Berufsanamnese erforderlich.

Kernspintomographie des Oberbauches inkl. MRCP vom 17.12.09:
Unterbrechung des Ductus Choledochus über eine Strecke von ca. 10mm beginnend etwa 3 cm cranial der Duodenalpapille. Distal der Stenose, deutlich dilatierte Intra- und extrahepathische Gallenwege.
Proximal der Stenose etwa normalkalibriger Ductus Choledochus. In der Stenosen-Region scheinen die Wandstrukturen verdickt mit betontem Enhancement. Hier lässt sich dein entzündlicher und raumfordernder Prozess im Gallengang nicht ausschließen. Pankreasgang durchgänigig verfolgbar, jedoch mit Kaliberschwankungen. Im Pankreasschwanz verdickter Gang, vereinbar mit abgelaufender Pankreatitis. Im Pankreascorpus ca. 1,5 cm durchmessende Struktur mit fehlenden Enhancement in allen Anflutungsphasen. Wandstruktur der Gallenblase und des Ductus cysticus verdickt, vereinbar mit chronischer Cholezystits. Kein Nachweis von Konkrementen. Keine umschriebenen fokalen Leberläsionen. Relativ dicke Magenwand an der großen Kurvatur nun bis 2,5 cm Dicke. Beidseits einzelnen kleine NIerenzysten. Kein Aszites, kein Pleuraerguss

ERCP vom 18.12.09:
Malignitätsverdächtige Stenose im Gallengang. Endoskopische Papillotomie. Nicht selbstexpandierende Prothekese im Gallengang eingelegt.

Therapie und Verlauf:
Der mechanische Ikterus wurde durch 2x ERCP mit Abdomen-CT und MRT abgeklärt. Beim zweiten ERCP Versuch gelang jedoch die extrahepatische Cholestase durch Gallengangsprothese zu beheben. Die bestehende Schmerzsymptomatik war ducrch Transtec Pflaster gut beherrschbar. Die erhöhten BZ Werte wurden nach Actrapid- Schema korrigiert. Aufgrund der mutmaßlichen malignen Choledochusstenose stellen wir die Operative Indikation zur Duodenopankreatektomie (OP nach Whipple).

KarlaKolumna123
06.01.2010, 19:28
Hallo Michaela...

bei deinem Vater sind die Gallengänge verengt. Wo möglich durch einen Gallengangstumor....(Krebs). Die Ärzte haben nun vor, deinem Vater durch eine umfangreiche Operation (Whipple) zu helfen.

Ich wünsche Euch alles Gute, vor allem Deinem Vater, seit für Ihn da und gebt ihm Kraft! Er schafft das schon!

LG

Karla

Michaela1984
06.01.2010, 20:03
Ich bin jetzt etwas durcheinander. Mein papa sagte mir er hätte einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse.
Karla, du schreibst nun, es wird einer in den Gallengängen vermutet??

Ist das weniger besorgniserregend, oder gar noch schlimmer als die Bauchspeicheldrüse??

annafranzi
06.01.2010, 22:41
man ist sich offenbar noch nicht sicher, ober der tumor vom Gallengang oder der bauchspeicheldrüse ausgeht. die behandlungsart ist bei beiden tumorerkrankungen dieselbe, d.h. whipple-op. welche tumorart besser oder schlechter ist,kann man so nicht sagen, es kommt dann auf den tumor selbst an, wie aggressiv er ist . allgemein betrachtet sind die erfolgsaussichten einer behandlung beim gallengangs-karzinom zwar auch nicht so toll,aber etwas besser als die des bsd-krebs. alles gute für die op!
vg
annafranzi

Michaela1984
07.01.2010, 08:27
Wie sieht es im Großen und Ganzen aus mit dem Befund?? Ist er sehr schlecht?? Ich versteh daraus leider gar nichts!!

Bianca.aachen
07.01.2010, 10:30
Morgen Michaela,

die ganze Situation in der Ihr Momentan steck ist schlecht, keiner von uns weiß etwas genaus sei ruhig und vertrauen den Ärzten.

Sei froh das operiert werden kann was ja am Montag laut deinen anderen Berichten stattfindet. Genaues kann man erst während der OP sagen wie schlimm es ist oder nicht. Bei einigen hier im Forum wurde die OP angesetzt und nach 2 Stunden beendet da der Krebs zu weit fortgechritten war, bei anderen dauerte die OP 8-11 Stunden und sind nach einigen Tagen wieder gelaufen und haben es gut verkraftet. Es kommt sich immer auf die konstitution der Person und den Willen darauf an.

Ihr könnt im Moment doch gar nichts machen als deinem Vater beizustehen und zu warten tu das bitte und wartet.

Elisabethh.1900
07.01.2010, 10:53
Liebe Michaela, den Befund von Deinem Vati habe ich mir mal angeschaut! So lange die Ärzte keine Gewebeprobe entnommen und im Labor haben untersuchen lassen, kann man nur von Verdacht sprechen. Dies ist so üblich, solange keine gesicherte Gewebeuntersuchung vorliegt. Es stehen auch positive Sachen im Befund, die wichtig sind, wie keine Aszites und kein Pleuraerguß. Unter Vorerkrankungen steht, dass Dein Vati bereits einen Morbus Hodgkin hatte, also schon einmal eine schwere Erkrankung in seinem Leben überstanden.
CT des Abdomens am 16.12.09:
intrahepatische und extrahepathische Cholestase. Die Ursache befindet sich direkt oberhalb des Pankreaskopfes (Kalibersprung), ist jedoch nicht direkt erkennbar. Kein Nachweis eines Tumors oder eines Konkrementes. Leichtgradige ausgeprägte Cholezystitis - Reizzustand der Gallenblase. 15 mm durchmessende Hypodensität im Corpus Pankreatis, suspekt auf einen kleinen Tumor. Dieser Befund kann jedoch nicht die Cholestase erklären. Zusätzlih zeigen sich pleurale und perikardiale Verkalkungen, suspekt auf eine Asbestose. Ergänzung der Berufsanamnese erforderlich.
Man hat Verkalkungen gesehen, die eventuell mit dem beruflichen Umgang mit Asbest zusammenhängen können, deshalb soll Dein Vati zu seinem Berufsleben gründlicher befragt werden.

Liebe Michaela, soweit ich den Befund verstehen kann, ist die Ursache für die Probleme Deines Vatis eher in den Gallengängen zu suchen. Da Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und Magen auf sehr engem Raum zusammentreffen ist die Behandlung (Operation nach Whipple) vorgeschlagen worden.

Die Deutsche Krebshilfe bietet im Rahmen ihres Informationsmaterials die "Blauen Ratgeber" eine Broschüre zum "Krebs der Bauchspeicheldrüse"
und "Krebs der Leber und Gallenwege". Dort findest Du noch weiteres gutes Informationsmaterial. Die URL lautet: http://www.krebshilfe.de/blaue-ratgeber.html. Alle Broschüren stehen zum Download bereit oder können als Heft kostenfrei bestellt werden.
Informationen findest Du auch unter:www.bauchspeicheldruesenkrebszentrale.de

http://www.adp-dormagen.de
Selbsthilfegruppe für Menschen mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, hat Regionalgruppen in der gesamten BRD.

Ich hoffe, dass ich Dir ein Stück weiterhelfen konnte!

Tschüß!
Elisabethh.

Michaela1984
07.01.2010, 16:53
genau das was Bianca schrieb befürchte ich.....
Dass die OP nach weniger Zeit abgebrochen wird weil der Krebs zu weit fortgeschritten ist. Hab einfach Angst um ihn weil er soviel an Gewicht verloren hat und ihn ziemliche Schmerzen plagen....

Die Morbus Hodgkin liegt nun 10 Jahre zurück. Da wurde ihm auch ein kleiner Tumor entnommen und nach einer kurzen Chemo war er wieder relativ fit....

KarlaKolumna123
08.01.2010, 08:01
Hallo Michaela...

wie gesagt, es besteht immerhin noch der "dringende" Verdacht. Wartet die Ergebnisse ab....die Whipple wird in der Regel nur durchgeführt, wenn Aussichten auf eine längerfristige Genesung besteht.
Es sind noch keine ersichtlichen Metastasen vorhanden. Sonst würde es nicht mehr gehen....(wie bei meinem Vater).

Es wird schon gutgehen, nur immer fest dran glauben und hoffen. Steht ihm bei und macht ihn nicht verrückt mit eurer Angst. Es ist schwer, aber man kann es schaffen.

LG

Karla

Michaela1984
08.01.2010, 08:44
Sieht man Metastasen immer auf CT und Kernspin???

Aldente
08.01.2010, 08:57
Sieht man Metastasen immer auf CT und Kernspin???

Ab einer gewissen Größe ja, voher nicht. Mikrometastasen bspw. kann man auf bildgebenden Verfahren wie CT oder MRT nicht erkennen.

Kannst Du nicht mal mit dem behandelnden Arzt sprechen, damit der Dir den Befundbericht näher erklärt?

Viele Grüße, Andrea

Magra59
08.01.2010, 16:09
Liebe Michaela

bei mir lief es im September 08 eigentlich gleich wie bei deinem Vater. Trotz mehrfachem ERCP konnte keine Gewebeprobe entnommen werden und so wurde auch bei mir operiert ohne 100%ig zu wissen ob es sich um einen Gallengangstumor handelt oder nicht.

Ich hatte das Glück in sehr fähige Hände zu kommen (am Universitätsspital in Zürich). Man hat den Tumor vollständig entfernt, ebenso die Gallenblase, Gallengang und rund die Hälfte der Leber. Wie bereits erwähnt ist diese OP ein sogenannt kurativer Ansatz, d.h. mit der Absicht auf Heilung. Das ist auf jeden Fall schon einmal gut und sollte euch Hoffnung geben.

Die OP dauerte bei mir rund 9h und nach 2 Tagen war ich wieder auf den Beinen. 8 Tage nach der OP war ich wieder zu Hause :-).

Also, Kopf hoch. Dein Vater braucht jetzt deine ganze Stärke und Zuversicht!

Ich drück euch alle Daumen !
lieber Gruss
Magra59

CH-Schneckerl
09.01.2010, 01:18
Hallo Denise
Hallo Michaela

ich drück euch beiden echt ganz fest die Daumen:

Meine Frau hat am 30.06.09 die Diagnose BDSK - inoperabel wg. Lebermetastasen- bekommen ...

und am 10.12.09 war für uns vorzeitig Weihnachten:
Erstes Controll-CT (seit Juli 2009): KEINE neuen Herde
alle bisherigen Befallsstellen REGREDIENT (zu deustch: zurück gehend).

Und jetzt?
Jetzt spielen die Blutplättchen verrückt (zu wenig) und alle Versuche diese wieder auf Vordermann zu bringen, fruchten nicht. Es droht "innere Verblutung" ..

Wenn es am Montag nicht besser wird muss wohl eine Bluttransfusion gemacht werden ...

Seit Anf.August macht meine Frau nun die Chemo ohne Pause! (immer 3 Wochen hintereinander - dann 1 Woche dazwischen mit GEMZAR und bis vor kurzem XELODA; das XELODA geht aber nicht mehr, weil die Nebenwirkungen der hochgradig entzündeten Fußsohlen und Handinnenflächen extrem schmerzhaft waren -- statt 2mal täglich XELODA gibts jetzt einmal wöchentlich (für 24 Stunden) das 5-FU (das ist der Stoff, den die Xeloda-Tabletten im Körper produzieren) flüssig über den Port (Flache hängt da um den Hals/Bauch - einen ganzen Tag; es funktioniert relativ gut ..)

Also:
positiv denken - dem Patienten Kraft mitgeben - ihn unterstützen - seine Sorgen ernst nehmen. NICHTS tun, was der Patient NICHT will ..

Grüße
CH-Schneckerl

Michaela1984
09.01.2010, 08:38
Hallo Maggra,

na das sind doch auch mal bessere Nachrichten. So etwas gibt mir richtig Hoffnung!!!
bei meinem Vater muss auch etwa 1/3 des Magens entfernt werden hat der Arzt gesagt? Ist das normal???

Dass du so schnell schon wieder fit warst ist auch irgendwie einzigartig oder?? Ich höre meist dass die Leute 5 oder 6 Tage auf intensiv und danach noch rund 4 bis 6 Wochen im KH sind. Mein Vater soll laut Arzt danach zur Reha gehn. Musstest du das auch??

Weißt du, meine größte Angst ist einfach dass die OP abgebrochen wird weil der Krebs doch schon so weit fortgeschritten ist.....

LG
Micha

Michaela1984
09.01.2010, 16:29
nun sind es nicht mal mehr 2 Tage und dann ist es soweit -> mein Papa wird am Montag operiert!!! Ich bin sicher dass ich am Montag wie auf Kohlen sitze, womöglich den ganzen Tag keinen Bissen runterkrieg bis ich weiß wie die OP gelaufen ist....

Mein Papa spricht nur immer von "wenn ichs überlebe, dann...." das macht mir Angst, und zwar nicht zu knapp! Die Ärzte sind recht zuversichtlich, haben solche OPs schon öft durchgeführt und wohl immer erfolgreich!!

Werde ihn morgen nochmal besuchen und es wird wohl der schlimmste Besuch werden seit er jetzt im KH ist.

Ich weiß nicht ob ich ihn wieder sehen werde???
Und vor allem ob er nach der OP überhaupt wieder auf die Beine kommen wird??
Meine schlimmste Befürchtung ist die, dass die OP abgebrochen wird weil der Krebs doch schon zu weit fortgeschritten ist.....

Habe in einem anderen Thread den befund eingestellt. Vielleicht kann jemand dazu was schreiben?

Was mir aufgefallen ist: Ich lese in diesem Befund nirgendwo das Wort Karzinom, Tumormarker, noch sonst was.....

chui
11.01.2010, 16:50
Liebe Michaela,
ich habe gerade von dir gelesen und ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass heute alles gut geht. Heute ist es doch soweit, richtig?
Also, viel Glück, viel Kraft, viel Geduld und vor allem gute Nerven.

lg chui

Michaela1984
11.01.2010, 18:43
So, nun ist es soweit. Heute ist der OP Tag meines Papas!!
Der Tag vor dem ich seit ca 4 Wochen, seit dem Tag als bei ihm der Tumor festgestellt wurde, richtige Angst habe.....
Die OP war geplant für 8:30 Uhr, ist aber wegen eines Notfalls nach hinten verschoben worden und nun ist er immernoch im OP!! Habe seit heute Nachmittag um 15.00 Uhr ca 5 mal auf der ITS angerufen ob man schon was weiß, aber jedesmal werde ich vertröstet und jedesmal wird meine Angst´noch größer!!!

Michaela1984
11.01.2010, 19:00
Die Op war für morgens um 8.00 Uhr geplant, allerdings ist sie wegen eines Notfalls auf Mittag verschoben worden.
Vor etwa ner Stunde habe ich das letzte mal im KH angerufen, da war er immer noch im OP! Ist das nun ne gute oder schlechte Nachricht???
Ich zitter schon vor lauter Angst!!!

Nicole1970
11.01.2010, 19:28
Liebe Michaela,

ich kann gut nachvollziehen, dass die Warterei einen nervös macht, aber so eine Op kann gut auch 8 bis 10 Stunden dauern. Bis der Patient vom Aufwachraum in die Intensivstation kommt, dauert es dann auch noch mal einige Zeit.

Wenn also erst heute Mittag (Kann ja gut erst zwischen 13 und 14 Uhr gewesen sein) angefangen wurde, liegt das im Zeitplan und ist noch kein Grund dafür dass etwas bei der OP schief läuft.

Versuche vielleicht dich mit etwas abzulenken, damit man nicht andauernd auf die Uhr schauen muss. Sag dir immer dein Vater ist in guten Händen und es wird sicher alles gut laufen.

Ich wünsche euch alles gute

Nicole

MUT
11.01.2010, 19:33
Hallo Michaela,

meine Ma wurde vor 2 Jahren an einem Cervixcarzinom operiert ( Leverkusen) da ging es mir ähnlich.....die op dauerte dann 8 Stunden....es war die Hölle.....aber ich kann dich vielleicht etwas beruhigen....das ist ziemlich normal..die ganzen vorbereitungen.....die op...die Nachuntersuchung...alles findet im op statt..das dauert...mach dir also nicht zuviele sorgen....ich schließe mich meiner vorgängerin an...versuche dich abzulenken...auch wenn es schwer fällt!!!

Viel Glück!!!

Lg

ClaudiaF
11.01.2010, 19:35
Hallo Michaela,

das ist doch ein gutes Zeichen! Je länger die OP dauert, um so mehr kann man operieren!!!!!!!!!! Wäre doch scheisse (upps ;-) )wenn der Anruf vom KKH nach 2 Stunden bereits erfolgt wäre! 10 Stunden sind bei so einer OP gar nichts, also hab Geduld.

Grüßle
Claudia

Bianca.aachen
11.01.2010, 19:41
Ja ist ein gutes Zeichen je länger die OP dauert desto besser. Wie gesagt das bedeutet man kann etwas machen.

Sehe es bitte positiv so eine OP dauert 8-10 Stunden.

Der komplette Bauchraum muss auf seite gelegt werden damit man an die Bauspeicheldrüse kommen kann. Danach muß alles richtig zusammen genäht werden. Ein Arzt sagte zu meiner Mutter im Bauch sind alles Weichteile die man nicht so einfach zusammennähen kann. Stellen sie sich vor es sind Magarinestücke die sie zusammen nahen dauert halt länger wie festes Material.

Bianca

Michaela1984
11.01.2010, 20:09
So, endlich bekam ich einen Arzt ans Telefon!
Mein Papa kam gerade vom OP in die ITS!
Die OP dauerte über 10 Stunden und es lief alles ohne Komplikationen ab. Er ist stabil, aber der Blutdruck ist noch etwas im Keller. Deswegen lassen sie ihn jetzt erst mal schlafen. Weiß jetzt nicht ob das normal ist nach so einer OP!!! ???????
Ich soll morgen nochmal anrufen, dann bekomme ich hoffentlich den Arzt ans Telefon der ihn operiert hat. Kann ihn leider erst nachmittags besuchen!!!
Drückt die Daumen dass es ihm weiterhin "gut" geht!

petra48
11.01.2010, 21:22
Liebe Michaela,

lese schon einige Zeit bei dir mit.
Jetzt hast du das Warten (das Warten ist die Hölle) auch hinter dir. Dass die OP so lange gedauert hat, ist doch ein gutes Zeichen.
Dass man deinen Vater schlafen lässt ist auch normal. Dann muss sich der Körper nicht so anstrengen.
Wünsche euch, dass alles entfernt werden konnte.

Viel Glück und liebe Grüße

Petra

Michaela1984
12.01.2010, 15:39
So, habe heute mit dem Chefarzt, der ihn auch operiert hat, telefoniert!!!
Die OP dauerte deswegen so lange weil sie beim operieren einen ziemlich großen Abszess im Magen festgestellt haben. Dieser muss auch seine unsaglichen Schmerzen ausgemacht haben. Die Tumore, die übrigens nicht in der BSD saßen sondern in den Gallengängen konnten komplett entfernt werden. Es waren 2 Stück mit der Größe von 1,5 cm!!!
Na ja, er ist dadurch, dass er sehr viel Blut verloren hat sehr schwach und wird wohl noch ein Weilchen auf der ITS bleiben müssen!!!

Der Arzt sagte, dass wir jetzt nur hoffen müssen dass alles schnell und gut verheilt! Er ist aber übern Berg und da keine sichtlichen Metastasen da sind, dürfte er es wirklich "geschafft" haben!!!

So, nun werd ich zu ihm fahren!!

danke euch allen fürs "mitleiden"!! Die Wartezeit war schrecklich!

paula2007
12.01.2010, 16:00
hallo michaela,

ich freue mich, dass ihr so gute nachrichten bekommen habt und hoffe, dass es auch so bleibt. auch mein papa wurde mit der aussage "definitv keine metastasen" nach hause geschickt und hatte letzendlich leider doch welche. wir hatten so sehr auf diese aussage gebaut und sind dann in ein tiefes loch gefallen. deshalb achtung bei der aussage "keine sichtbaren metastasen"!
ich möchte euch jetzt um gottes willen nicht entmutigen. ich finde nur die aussagen der ärzte so manches mal echt daneben!
ich bete für deinen papa, dass wirklich nichts mehr hinterherkommt und wünsche euch weiterhin alles gute und viel kraft!

lg, nicole

petra48
12.01.2010, 18:45
Liebe Michaela,

freue mich sehr für euch.
Jetzt ruh dich mal ein bischen aus.

Liebe Grüße
Petra

Michaela1984
12.01.2010, 20:08
So, nun war es gestern soweit! Mein Papa wurde operiert!!!

Möchte euch hier etwa täglich berichten wie es ihm geht.....

Gestern war die OP geplant für 8 Uhr!! Hat sich dann alles doch ein bißchen verzögert da der Chefarzt, der ihn operiert hat, einen Notfall reinbekommen hat. So fing es etwa gegen 10.00 Uhr an!!!

Wir saßen natürlich alle wie auf heißen Kohlen....

Ab ca 15.00 Uhr habe ich im Stundentakt im Krankenhaus angerufen um nachzufragen wie es denn gelaufen ist. Jedesmal wurde ich vertröstet weil er immer noch im OP war. Endlich dann um 20.10 Uhr rief ich erneut auf der ITS an und dann sagte mir die Schwester, dass er gerade vom OP zurückgekommen ist. Hatte gleich das Glück mit dem Narkosearzt zu sprechen. Dieser sagte mir dass es ne sehr lange OP war (10 Stunden etwa), es ihm aber den Umständen entsprechend gut geht. Es gab keine Komplikationen und es ist so verlaufen wie sie es sich vorgestellt haben. Der Chefarzt war leider nicht mehr erreichbar, doch gleich heute morgen bekam ich von ihm einen Anruf....
Er erzählte mir eben auch dass der Eingriff sehr lang gedauert hat. Grund hierfür war auch dass sie erst bei der OP sahen dass er im Magen nen ziemlich großen Abszess hatte, welcher ihm wohl auch sie Schmerzen bereitete!!
Die Tumore saßen in den Gallengängen und konnten laut Aussage des Arztes komplett entfernt werden!

Da war ich einerseits schon erleichtert, das mit dem Abszess hat mir aber schon wieder Angst gemacht. Mir schoss sofort wieder in den Kopf "KREBS???". Aber der Arzt sagte es war wirklich "nur" ein Abszess, zwar sehr groß, aber immerhin....

Heute nachmittag hab ich ihn nun also das erste mal besucht auf der ITS!!!
Er war wach, zwar sehr müde und erschöpft aber er saß schon am bettrand als wir kamen!! total voller Kabel, lauter Monitore im Hintergrund....

Was mir sofort auffiel und auch gleich wieder etwas Angst machte das war dass er ziemlich eingelagerte Hände hatte. Auch das Gesicht war ziemlich eingelagert!! Die schwester meinte es sei nichts außergewöhnliches nach einer OP und legt sich von alleine wieder....

Schmerzen hat er keine oder zumindest zum aushalten! Als die Schwester ihn wieder ins Bett gelegt hat klagte er schon über ein ziehen im Bauch aber dennoch zum aushalten!!!

Psychisch war er nicht sehr gut drauf. Sehr depressiv kam er mir vor. Als ich sagte, dass der Doc mir gesagt hat es sei alles gut verlaufen hat er nur abgewunken. Gesprochen hat er sehr wenig, ich denke er ist einfach zu schwach dafür!!!

Ja, ich bin natürlich immer noch beunruhigt. Das dicke Ende kann noch kommen....

Er wird immer noch künstlich beatmet und muss wohl schon noch ein paar Tage auf der ITS bleiben

Ich hab meinen Papa noch nie so gesehen. So kaputt und erschöpft aber ich denke nach so einer OP ist es nichts außergewöhnliches!!!

Werde ihn morgen natürlich wieder besuchen und euch dann wieder neues berichten!!!

Michaela1984
14.01.2010, 13:11
So, komme gerade wieder vom Krankenhaus!!
Es geht ihm eigentlich ganz gut. Durfte heute schon aufstehen und in den Stuhl sitzen zum Fernsehschauen.
Was mich etwas verunsichert ist folgendes:
Er sagt er hat furchtbaren Durst, darf aber nichts trinken..... Ist das normal??? Er bekommt nur H2O aus der Sprühflasche zum Mund befeuchten!
Wie lange in der Regel darf man nichts essen und trinken?

Mailer
14.01.2010, 18:11
Hallo hoffe das die OP gut verlaufen ist. Dein Vater wird schon noch viele Tage auf Intensiev liegen müssen und sollte über den Sozialdienst des KH eine sofortige Anschlussheilbehandlung anstreben! Ich selber habe diese OP vor gut 9 Jahren gehabt. Natürlich mit anschließenden vielen Problemen. Aber es ist zu schaffen!! Drücke die Daumen!!
Mailer

Michaela1984
14.01.2010, 20:56
Ja die Op war am Montag, soweit verlief alles glatt....
Habe einen extra Thread dafür eröffnet.....
Er ist noch recht schwach, liegt auf INtensiv, weiß nicht wie lange noch!!
Ich bin momentan einfach soweit dass ich hoffe und für ihn bete dass er es schafft. Ich wünsch es ihm so!!
Bin auch mittlerweile soweit dass ich gar nicht mehr soviel im Internet darüber recherchiere, trotz der vielen Fragen, denn jeder Bericht in dem die Menschen wenige Zeit nach der OP sterben zieht mich runter in ein tiefes schwarzes Loch!!

Du wiederrum machst mir einfach Mut!! 9 Jahre ist deine OP schon her!!
Ich bin mir schon bewusst dass es Probleme geben wird im Anschluss aber ich habe ihm versprochen dass ich für ihn da sein werde und dass wir jedes Problem zusammen meistern und hoffentlich auch durchstehen werden.
Mein Papa, meine Mama und natürlich ich!!

Elisabethh.1900
14.01.2010, 22:18
Liebe Michaela, ich freue mich ganz toll, dass Dein Vati die Operation gut überstanden hat und heute schon aufstehen konnte.Es gibt keine Festlegungen, wie lange jemand nach so einem umfangreichen Eingriff nichts essen darf, dies wird individuell festgelegt. Es hängt damit zusammen, dass im Bauchraum viele Nähte gemacht worden sind, die erst eine gewisse Stabilität erreichen müssen, ehe sie wieder belastet werden dürfen. Belastet werden, heißt hier, wieder mit Flüssigkeit in Kontakt kommen. Bei uns war es so, dass nach solchen großen Operationen, erst eine Gabe von Kontrastmittel erfolgte und anschließend der Bauch geröntgt worden ist. So wollte man sehen, ob die Nähte in Ordnung sind.

Wenn Dein Vati unter starkem Durst leidet, kann es sein, dass er zuwenig Infusionslösung bekommt. Man kann dies gut regulieren.

Ich drücke die Daumen, dass es weiter aufwärts geht!

Tschüß!

Elisabethh.

Mailer
14.01.2010, 22:31
Ja richtig, Du musst nicht mehr recherchieren. Da steht vieles drinne aber entscheidend ist mit, dass Mentale. Mut und Stärke haben und Du musst Das auch vermitteln. So kannst Du Deinem Papa helfen. Aber das hast Du ja auch selber erkannt. Mir hat auch meine ganze Fanilie zur Seite gestanden. Seien es Gespräche, Einreibungen für den Körper - da man ja viel liegt zB. Franzbrantwein, viel Schlaf und eine optimale Nachsorge. Man darf nicht alleine sein. Unbedingt Anschlussheilbehandlung!! Die bringen Deinen Papa wenn er in etwa 2 Wochen nach Hause kommt 2-3 Tage später mit einem Krankenwagen in eine REHA. Da soll er nicht nur 3 Wochen bleiben sondern auch den " Nachschlag " mitnehmen. Sollten die Ärzte eine Chemo empfehlen - mitnehmen! Die nächsten 3-4 Jahre alle 3-4 Monate CT schieben lassen. Darmspiegelung, Magenspiegelung. Einmal im Jahr. Dein Papa hat das Anrecht nach der Anschlussheilbehandlung noch 3 x zur Kur die nächsten Jahre zu fahren. Ich drücke Deinem Papa die Daumen!!!

christa-48
15.01.2010, 02:12
mannei

ich freu mich dass es deinem papa so gut geht!!!!!!!!! ich hoffe dass es ganz lange so bleibt!
alles liebe und gut für dich und deine familie
lg christa

Daisy0406
15.01.2010, 07:34
Und @ Michaela...

Ich freue mich das eure OP so gut gelaufen ist,
was besseres kann euch nicht passsieren.Ihr schafft das...
Und wenn dein Dad ein Kämpfer ist, dann erst recht...

Bei uns ist die OP im juni nicht so gut gelaufen,
aber wir arbeiten mit Chemo und Bestrahlung darauf hin,
das auch mein Freund noch einmal eine OP "auferlegt" bekommt...

Ich denke, da wichtigeste neben der Behandlung, ist eine starke Familie, und ein positives denken.
Mein Freund z.B. denkt nicht einen Gedanken daran das
es schief gehen könnte... Wir werden es schaffen, keine Frage,
es gibt nur den einen Weg :-)!

Ich drück dich
Daisy

Michaela1984
16.01.2010, 21:52
Seit heute ist mein Papa auf der normalen Station!
Hat allerdings noch viel Schläuche (katheder, Wundsekret, .......) an sich dran hängen!!! Aber er fühlt sich sehr gut, ist fit und hat keine Schmerzen!!
Gegessen hat er heute auch schon, allerdings nur ein bißchen Brühe! Trinken darf er wieder ganz normal! Tee, Wasser, etc... Aber er hat keinen Hunger weil er über eine Infusion ernährt wird!!

Betet für uns dass es weiterhin bergauf geht!!

Der pathologische Befund ist leider noch nicht da.

Michaela1984
17.01.2010, 16:48
Mein Papa wurde wie bereits geschrieben am Montag operiert. Whipple OP welche 10 Stunden dauerte!!! Seit gestern war er dann wieder auf der normalen Station, hat auch wieder Suppe gegessen, Tee getrunken, konnte aufstehen, rumlaufen, ihm gings den Umständen entsprechend gut!!

Heute komm ich ihn besuchen, da standen Schwestern und Ärzte an seinem Bett. ER HATTE EINEN SCHLAGANFALL!!
Ihm war übel, die rechte Seite war wie gelähmt.
Das CT ergab dass es keine Blutung im Gehirn war, sondern wohl nur eine kurzzeitige Durchblutungsstörung! Er ist jetzt wieder auf der ITS und soll morgen wieder (wenn nichts nachkommt, was ich hoffe) auf Station kommen.
Die Ausfallerscheinungen haben sich binnen einer Stunde komplett zurück gebildet!!!
Ich hoffe sehr dass nichts mehr nachkommt!! Hab mich so über seine schnellen Fortschritte gefruet und dann kommt sowas.

Gibts das öfters dass sowas nach einer solchen OP auftritt??



Verzweifelte Grüße
Michaela

Elisabethh.1900
17.01.2010, 17:06
Liebe Michaela!

Tut mir leid, was Du heute bei Deinem Vati erleben musstest. Aber eigentlich hatte er noch "Glück im Unglück". Bitte verstehe mich nicht falsch!! Die Lähmung bildete sich selbst wieder zurück und im CT war keine Blutung zu sehen.
Es kann sein, dass durch die Belastung der Operation der Schlaganfall aufgetreten ist. Er kann allerdings auch andere Ursachen (wie Veränderungen an der Halsschlagader) haben.
So wie Du beschreibst, war es eine sog. TIA, eine transsistorische ichämische Attacke, also eine Durchblutungsstörung im Gehirn, welche u.a die Lähmung der rechten Körperhälfte verursachte.
Auf alle Fälle ist es wichtig, dass er überwacht wird und man die Ursache sucht. Sollte Dein Vati nicht selbst in der Lage sein, ist es günstig, wenn Ihr die behandelnden Ärzte um weitere Diagnostik bittet. Es ist besser, die Diagnostik noch im Krankenhaus durchzuführen, da ambulante Fachärzte für Neurologie sehr lange Wartezeiten haben.

Tschüß!
Elisabethh.

Michaela1984
17.01.2010, 18:05
Mein Vater hat in der Halsschlagader einen Schlauch seit der OP!! ICh weiß nicht wofür das genau ist, ich glaube auch Schmerzmedikamente!!! DIeser soll sich laut Aussage des Arztes gelöst haben und somit die TIA verursacht haben.

Ich habe Angst das nochmal was nachkommt!
Habe gelesen das solche Attaken meist nur die Vorläufer des richtigen Schlaganfalls sind.
Das würde grade noch fehlen!

Michaela1984
17.01.2010, 19:44
Habe eben nochmal auf der ITS angerufen und nachgefragt wies meinem Papa inzwischen geht!!
Ausfallerscheinungen haben sich komplett zurückgebildet.
Allerdings haben sie ihn vorhin noch geröntgt weil er sagte er bekomme so schlecht Luft. Da haben sie festgestellt dass er ein bißchen (laut Schwester "nicht viel") Wasser in der Lunge hat. Dies kommt davon dass er nen ziemlichen Eiweißmangel hat. Er bekommt aber schon Eiweißinfusionen um dies in den Griff zu bekommen!!

Ist hier noch jemand der nach der OP Wasser in der Lunge hatte?

Mailer
18.01.2010, 18:37
Hallo Michaele,
Bei dem Schlauch an der Halsschlagader handelt es sich mit hoher Warscheinlichkeit um den sogenanten " Zentralen Venen-Katheter ". Dieser wurde früher mittig unterhalb des rechten Schlüsselbeins geschoben. Dient der Blutentnahme und für die Versorgung mit Infusionen sowie Schmerzmittel. Das mit dem Wasser in der Lunge kommt öfters vor bei bettlägrigen Patienten mit ( hier bedingt durch die OP geschwächten Zustand ) Aber gehe davon aus, dass er ja auf der ITS optimal betreut wird.
Zumindestens habe ich diese Erfahrungen auch machen dürfen - müssen.
Pankreas - CA 2000, Wippel - OP, Bestrahlung, Chemo
Gib ihm die Kraft welche er braucht!!
Freundlichst

Michaela1984
18.01.2010, 19:11
Hallo!
Komme grade wieder von meinem Papa!
Er ist immernoch auf der ITS!! Ich bin auch beruhigter wenn er erst mal dort bleibt, ganz ehrlich!! Nicht dass so eine TIA nochmals kommt, wovon die Ärzte jetzt nicht ausgehen!!!
So ist er schon wieder ganz fit. Das bißchen Wasser in der Lunge hat sich komplett zurück gebildet!!!
hat heute auch schon Suppe und Zwieback gegessen. Das macht er sehr gut! Aber der Hunger ist nicht so da. Er sagt er ist satt!! KOmmt vielleicht von dieser NUtrifit-Ernährung die er über Infusion bekommt....
Der Arzt meinte heute dass es auch in Zusammenhang mit dem Unterzucker stehen konnte den er hatte gestern!!!

Ich hoffe jetzt einfach mal dass alles besser wird!! Dass er bald auf die normale Station kommt!!!

Er hat Stimmungsschwankungen. Erst sagte er heute "Ich hab das Gefühl dass das alles nichts mehr wird mit mir!!" Wir haben ihm natürlich Mut gemacht. Auch die Schwestern. Schließlich ist heute erst der 7. postOP Tag!!
15 Minuten später sagte er, das wird schon wieder, ich bin doch ein Kämpfer!!!

paula2007
19.01.2010, 15:37
hallo michaela,

möchte dir nur einen lieben gruss dalassen und ein riesiges kraftpaket...

lg, nicole

Evelyn66
19.01.2010, 16:20
Hallo Michaela

Wünsche Dir viel Kraft und das Dein Vater wieder auf die Beine kommt nutzt jeden Tag den Ihr habt....zusammen das sind Erinnerungen die Euch nie jemand nehmen kann.

Alles Liebe Evelyn

Michaela1984
23.01.2010, 19:34
Wir haben am Montag die niederschmetternde Diagnose bekommen dass mein Vater wohl dauerhaft keine Chance hat den Krebs zu besiegen!
Wie erwähnt wurde er am 11.1. nach Whipple operiert!!! Nach einigen Tagen intensiv und einigen Anlaufschwierigkeiten ist eigentlich alles gut gelaufen und er ist auch wieder ziemlich gut auf die Beine gekommen. Mittlerweile kann er schon wieder fast alles essen, hat auch Apetitt und kaum Schmerzen!!!
Am Montag kam der path. Befund und wir waren genauso wie der Professor der meinen Vater operiert war total schockiert. Im Befund steht dass der Krebs schon weiter ausgedehnt war als alle vermuteten. Der eigentliche Tumor saß in den Gallengängen. Metastasen waren bei der OP und auf den vorherigen Untersuchungen keine zu sehen, dennoch ist auch der Rest der Bauchspeicheldrüse befallen und leider auch die Lymphspalten.
Der Arzt las den Befund und sagte mir "Es tut mir leid, aber auf Dauer wird ihr Vater den Kampf gegen den Krebs wohl verlieren" Dies war für mich so ein Schock!!
Er soll nun natürlich so schnell wie möglich eine Chemo- und Bestrahlungstherapie beginnen, aber der Arzt verspricht sich auf Dauer davon wenig Hoffnung!!
Er möchte nun noch mit einem Spezialisten aus dem Klinikum Großhadern in München beratschlagen was man tun könnte. Eine Möglichkeit wäre noch die kompl. BSD rauszunehmen. Aber damit wäre nicht der Krebs besiegt, da eben auch die Lymphspalten befallen seien!!

Auf meine Frage wie lange er denn noch zu leben hat sagte der Arzt, man kann es schlecht sagen. Ein oder zwei Jahre, es kann aber auch viel schneller gehen....

Mein Papa hatte vor 10 Jahren schon Lymphdrüsenkrebs, den er nach abgeschlossener Chemo - und bestrahlungstherapie aber wirklich gut überwunden hatte. Hat danach wieder Vollzeit gearbeitet und ein schönes Leben gehabt!!
Wäre es denn nicht möglich auf diese Weise auch diesen Krebs zu besiegen?

Bedeutet in den "Lymphspalten" so viel anderes als damals der "Lymphdrüsenkrebs"??

Ich habe soviel Hoffnung geschöpft dass nach der OP alles Bergauf geht und nun das.....
Ich bin so am Ende!!

ronin1970
23.01.2010, 20:05
Hallo Michaela,

ich rate Dir auch eine Zweitmeinung von einem Spezialisten einzuholen !

Viele Grüße

Bianca.aachen
24.01.2010, 10:34
Hallo Michaela,

was ich gerade gelesen habe klingt wirklich sehr schlecht, aber auf jedenfall eine 2 Meinung einholen und sich nicht unterbuttern lassen.

Krebs bedeutet nicht gleich ein Todesurteil, es kann auch noch weitergehen.

Nur muss man scih jetzt im Moment soverhalten das man alles für den Patienten macht. Wenn mir der Prof sagt sie haben nach 5 Monate bricht für nich natürlich die Welt zusammen aber man muß dann selber entscheiden ob man die 5 Monate noch lebt oder 8Monate mit Chemo. Hier im Forum gibt es viele die sich für eine Chemo entschieden haben und denen es sau schlecht geht anderen geht es gut. Das kann nur einer entscheiden und das ist dein Papa.

Von meiner Schwesters Mann die Großältern, bei denen würde auch Krebs festgestellt, sie haben sich gegen eine Behandlung entschieden und lebten noch weiter glücklich, also das man auch akzeptieren.

paula2007
26.01.2010, 13:30
hallo michaela,

es tut mir sehr leid, dass sich der zustand deines papas so verschlechtert hat.
ich hatte dir ja schon wegen der aussage "definitiv keine metastasen" geschrieben und trotzdem gehofft, dass diese aussage bei deinem papa stimmt...
nun wünsche ich euch an dieser stelle viel mut und kraft für die kommende zeit. es wird sicherlich sehr schwer, aber ihr schafft das! die ärzte werden sicherlich bald mit der bestmöglichen therapie beginnen. und gib nichts auf prognosen, denn die kann keiner geben- jeder mensch ist anders, ebenso sein krankheitsverlauf!

glg, nicole

Volker P
26.01.2010, 15:30
Hallo,

ich möchte dir kein schlechtes Gewissen oder eine Art Schuldgefühle vermitteln aber warum machen 90 % die hier posten immer den gleichen Fehler. Wenn doch fest steht das es sich um BSD handelt dann geht mann direkt zu einem Spezialisten. Die Geschichte wiederholt sich hier täglich. Zuerst wird in einem Wald und Wiesen Krankenhaus operiert wo dann während der Op beschlossen wird das sie nichts machen können und wieder zu machen.

Meiner Meinung nach gibt es nur eine Klinik die immer auf dem aktuellen Stand ist und das ist die Uni heidelberg. In Großhadern sind bestimmt keine schlechten Ärzte aber einen Spezialisten für BSD wüsste ich nicht.

Nur ein Beispiel: Im März 2009 wurde ich zum 3. Mal in Heidelberg operiert und bei mir auf dem Zimmer war ein noch praktizierender Prof. aus Berlin der in der Charite als prof. arbeitet. Ich fragte Ihn warum er extra nach heidelberg gekommen ist obwohl er einem der besten Kliniken in Deutschland arbeitet. Er sagte mir, weil in Heidelberg die besten Ärzte für BSD sind und er hätte nur ein Leben.

Fazit: Wenn der Verdacht auf BSD besteht sofort nach Heidelberg. Wenn man nicht Privat versichert ist kostet die privat Sprechstunde ca. 100.00€ aber auch die andere Sprechstunde ist nicht schlechter. Bei den OPs ist immer ein Oberarzt oder Prof.

Es lohnt sich ich hatte letzte Woche 5 jähriges auch wenn dafür 5 ops nötig waren und im nächsten Monat wieder eine RFA ansteht. Aber ich bin 40 jahre und habe noch keine Lust abzudanken.

An Alle ZUERST ZUM SPEZIALISTEN NICHT WENN ES ZU SPÄT IST: das sind keine Götter.

Gruß

Volker

Michaela1984
26.01.2010, 21:41
@Paula
meinem papa geht es NICHT schlecht!! Ganz im Gegenteil. Er donnert mit seinem "Freund" (so nennt er die Stange an der seine INfusion hängt) durchs ganze KH, und freut sich jeden Tag aufs essen das ihm auf einmal wieder schmeckt. Auch so gehts ihm von Tag zu Tag besser!!
Er hat auch kaum noch Schmerzen!!
Ich kann mich aber gar nicht wirklich drüber freuen weil ich im Hinterkopf immer die Worte des Arztes habe "Er wird den Kampf gegen den Krebs verlieren...."

@Volker
Ich glaube du hast mich da ein wenig falshc verstanden!!! Die OP lief gut und der Arzt war auch nach der OP überzeugt dass das größte überstanden ist! Es waren keine Metastasen zu sehen, die Tumore konnten entfernt werden!!!
Dann kam der Befund,und dieser besagte eben dass die Lymphspalten befallen seien!!
Das wäre wohl auch in Heidelberg erst rausgekommen bei Erhalt des Befundes oder meinst du nicht???
Aber die OP an sich verlief gut, es heilt alles gut! Sogar die Verdauung klappt sehr gut schon!
Ich möchte aber die Hoffnung nicht aufgeben, denn wie hier schon viele sagten, auf Prognosen mag ich nicht viel geben!!! Vielleicht sind ihm ja doch noch ein paar schöne Jahre vergönnt!!!
Vor 10 Jahren als er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist hat man auch gesagt, es kann in wenigen Monaten vorbei sein. Die Chemo und Bestrahlung hat erstaunlich gut angeschlagen!!
Natürlich möchte ich hier nichts schön reden!!! ICh will aber nicht Tag für Tag bangen, es kann in ein paar Monaten schon zu Ende gehen!
Ich will jetzt jede Sekunde bei und mit meinem Papa genießen!! Ich hab nur einen Papa!!!

Elisabethh.1900
26.01.2010, 22:14
Liebe Michaela! Habt Ihr schon etwas darüber erfahren, wie es mit Deinem Vati weitergehen soll? Du schriebst ja von einer weiteren Operation?

Liebe Grüße!

Elisabethh.

Bremensie
27.01.2010, 07:39
Recht hast du Michaela genieße jede Sekunde mit deinem Paps. Schau positiv mit ihm in die Zukunft.
LG Erika

Michaela1984
29.01.2010, 20:14
Wie berichtet ging es meinem Papa ja momentan den Umständen entsprechend wirklich "gut"!!! Er kann wieder alles essen ohne Schmerzen, die Verdauung funktioniert soweit ganz gut......
UNd jetzt: Also erstens darf er momentan sein Zimmer nicht velassen und besuchen darf man ihn nur in Schutzkleidung da er sich irgendeinen Krankenhauskeim eingefangen hat, der für gesunde Menschen zwar ungefährlich ist aber nicht im ganzen KH verbreitet werden soll..... Gut, das wäre jetzt das kleinere Übel!!!

Da mein Papa aber immer noch manchmal über starke Bauchschmerzen geklagt hat wurde ein CT angeordnet bei dem festgestellt wurde dass mein Papa Flüssigkeit im Bauchraum hat. Wo diese herkommt wissen die Ärzte nicht genau!! Nun wurde er heute nachmittag punktiert und es wurde eine Spritze voll Flüssigkeit rausgeholt!! Allerdings klare Flüssigkeit ohne Eiter, weil sonst hätte man sofort aufgeschnitten!!!
Der Arzt sagte, es sei nach OPs nichts ungewöhnliches, zumal ihm erst vor 2 Tagen die Drainagen von der Wundflüssigkeit entfernt wurden, wenn das Wasser aber wieder kommt dann muss man sehen woher es kommt!!!

Mein Papa ist total am Boden zerstört!!! Ihm ging es soweit wieder so gut und er hatte wirklich Hoffnung. Hoffnung dass es jetzt weiter bergauf geht. Wir haben Urlaubspläne geschmiedet und wollten einfach eine schöne Zeit verbringen. So schön die Zeit halt noch werden kann, viel wird ihm sowieso nicht mehr bleiben!!!!

Hat jemand von euch Erfahrung mit diesem Wasser??? Ich lese hier immer nur dass das meist im fortgeschrittenen Stadium kommt...
Ich bin mittlerweile einfach nur am Ende!!! Meinen papa so leiden zu sehen das macht mich fertig ohne Ende!!

ClaudiaF
29.01.2010, 20:22
Hallo Michaela,

als erstes möchte ich Dich um etwas bitten: Kannst Du es vielleicht unterlassen, jedes Mal ein neues Thema aufzumachen? Das ganze ist doch sehr verwirrend. Schreib doch einfach neues von Deinem Dad immer in das gleiche Thema rein. So hast Du Deinen eigenen persönlichen Thread, wo EURE Geschichte drin steht ;-) Und man kann alles von A bis Z von Euch nachlesen. Sobald ein neuer Beitrag drin steht, rutscht er wieder hoch an erster Stelle. (Keine Kritik, nur Vorschlag)

Das mit dem Wundwasser ist echt nicht schlimm. Lese mal in meinen Thread: Heute in der Uniklinik Heidelberg. Da siehst Du, das meine Mama auch über Wochen hinweg Wasser im Bauch hatte. Das was Du meinst kommt von Metastasen, das was wir meinen, kommt von der OP. Also ruhig Blut, nix schlimmes und keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen.

Liebe Grüße
Claudia

Michaela1984
30.01.2010, 08:42
Hallo Claudia,

vielen Dank für deine Antwort!!!
Das mit den neuen Threads werde ich unterlassen!!! Wusste nicht dass das so verwirrend ist!!!

Woher weiß man denn ob Wasser von Metastasen oder von der Wunde kommt??? Kann man das so unterscheiden?? Ich bin total verwirrt!!!

Und dieser doofe Krankenhauskeim den mein Papa hat. Er ist völlig isoliert!!! Da denkt er zuviel nach. So hat er auf dem Gang oder im Aufenthaltsraum Leute getroffen mit denen er reden konnte, das hat ihm gut getan und ihn abgelenkt! Ich hoffe das dauert nicht so lange!!!! Die Schwester meinte gestern wenn er pech hat kann das bis Ende des KH Aufenthalt gehen!!!

Michaela1984
31.01.2010, 21:20
Komme grade wieder vom Krankenhaus, war fast den ganzen nachmittag dort, zusammen mit meiner Mom!!
Meinem Papa gehts nicht sehr gut! Psychisch gehts ihm seit er diesen Keim hat und das Zimmer nicht mehr verlassen kann ganz schlecht! Ich hoffe so sehr dass das bald wieder vorbei ist....
So sind wir immer runter in die Cafeteria haben was getrunken und gegessen, uns nett unterhalten und so. Und er hat auch oft jemand getroffen.....
Aber jetzt sitzt er den ganzen Tag in seinem Zimmer und wird total trübsinnig!!! Er denkt zuviel nach.... Den ganzen Tag alleine sein das ist doch auch nichts.... Gut gestern und heute gings, da konnte ich bei ihm sein, aber ab morgen müssen wir auch wieder arbeiten und dann kann ich erst abends zu ihm....

Michaela1984
18.02.2010, 21:21
Hallo an Alle!!!

Nachdem mein Papa jetzt seit 10 Tagen aus dem Krankenhaus raus ist und wieder hier bei uns zuhause ist, will ich mal kurz berichten was in der Zeit so war und wie es ihm geht!!!

Also Montag letzte Woche hab ich ihn nach Hause geholt!!!
Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Er hat keine Schmerzen, ab und an mal ein bißchen Bauchdrücken aber nicht schlimm!!! Er kann gut und viel essen..... Das Problem ist nur dass er immer mehr abnimmt! Als er aus dem Krankenhaus kam hatte er 66 Kilo, gestern hab ich ihn gewogen da waren es noch 64!!! Gut, er hatte ziemlich Wasser in den Beinen, was jetzt mit den Torasemid Tabletten die er vom Arzt bekkommen hat, gut weggeht!!! Kann sein dass der Gewichtsverlust auch daher kommt!!!

Jedoch waren wir etwas verunsichert weil er jedes Mal nachdem er gegessen hat sofort auf die Toilette rennt, er hat keine Durchfall, normalen Stuhl, ziemlich hell, aber er sagt es kommt alles nur halb verdaut raus!!!

Da ich hier ja immer wieder gelesen habe dass Patienten die solch eine OP hinter sich hatten Enzyme zu sich nehmen und er sowas nie bekommen hat, hat er heute selbst beim Chefarzt der ihn auch operiert hat angerufen und danach gefragt!!!

Der Arzt meinte dass er das nicht gewusst hätte dass mein Papa diese Verdauungsschwierigkeiten hat. Papa gab zu dem Arzt das im KH nicht gesagt zu haben weil er dachte sonst muss er noch länger bleiben!! Nun hat er ihm Pankreatin Mikro 20.000 verordnet und davon muss er zu jeder Mahlzeit eine Kapsel nehmen!!!

Habt ihr Erfahrung damit wie schnell die wirken und ob diese Kapsel die Verdauung wirklich verbessern?? Ich hoffe doch sehr, denn ich denke wenn mein Papa immer mehr und immer weiter abnimmt dann wird er die Chemo gar nicht überstehen!!!
Am Montag hat er nen Termiin beim Onkologen!!!!

Michaela1984
18.02.2010, 21:29
Habe soeben im Nachsorge Kalender meines Papas den er am Montag dem Onkologen vorlegen muss folgende Bezeichnung gefunden:

pT3, G2, PN1 (1/5), C1,V1, Pn1, khal N1

ClaudiaF
18.02.2010, 21:49
Hallo Michaela,

hier habe ich Dir einen Link, wo es Dir grob erklärt wird:

http://pathologie.uniklinikum-leipzig.de/deutsch/download/lehre/SS09/Tumorpathologie.pdf

erschrick nicht, musst nicht alles lesen ;-) Schau mal ab Seite 57, vielleicht hilft es Dir weiter.

Grüße
Claudia

ronin1970
19.02.2010, 12:35
Hallo,

die richtige Dosierung zu finden ist oft schwierig!

Lieber etwas mehr Enzyme zu jeden Mahlzeiten nehmen, als zu wenig! Eine Überdosierung ist soweit ich weiß nicht möglich.
Einfach Ausprobieren: solange Durchfall , Fettstuhl besteht/ unverdaute Nahrung ausgeschieden wird...sollte man höher dosieren!
Anscheinend ist auch der Zeitpunkt der Einnahme sehr wichtig: also wirklich während man die Mahlzeit zu sich nimmt die Enzyme einnehmen
!
Morgens sollte noch zusätzlich ein Magensäurehemmer (wie z.B. Pantozol oder Omeprazol) eingenommen werden; dieser läßt u. a. die Enzyme besser wirken (Verhältnis Säuren / Basen).

Evtl. noch zuätzlich Mineralstoffe - / Vitamine (auf planzlicher Basis) einnehmen!

Gruß
DIRK

Michaela1984
20.02.2010, 08:28
Omeprazol bekommt er morgens!!!!
Durchfall ist es keiner, aber eben alles ziemlich unverdaut!!
Mein Papa kann mehr essen als je zuvor. Er hat absolut viel Apetitt und Hunger, was ja schon mal kein schlechtes Zeichen ist. Aber dennoch nimmt er kein GRamm zu.....
er nimmt jetzt eine Kapsel zu jedem essen!!! Vielleicht sollte er es mal auf 2 erhöhen?

Swanny
20.02.2010, 10:09
Hallo Michaela,

nimmt er die Kapseln auch richtig ein? Man sollte zwei oder drei Bissen zu sich nehmen, dann die Kapsel mit Flüssigkeit einnehmen und dann weiter essen. Beim Essen selber wenig oder gar nichts trinken.

Evtl. auch höhere Dosierung, kann sein. Es gibt diese Tabletten ja in verschiedenen Dosierungen und ggf. wenn er sehr fettreich ißt...!?

Meine Mutter hatte knapp 80 kg (im April 2009). Jetzt nur noch gut die Hälfte...

Viel Glück!

Swanny

ronin1970
20.02.2010, 13:33
Hallo,

wie schon einmal erwähnt: die Dosis der Enzyme steigern (z.B. 2-3 Kapseln pro Mahlzeit)! Ansonsten auf hochkalorienhafte Kost achten ; evtl. noch Nahrungsergänzungsmittel (Elemental 028); sollte Dein Vater auch vom Arzt verschrieben bekommen !

Viele Grüße

Michaela1984
21.02.2010, 11:20
Jetzt sind 5 Wochen seit der OP vergangen und mein Papa ist immer noch ziemlich schlapp. Ihm fällt jeder Schritt schwer. Gut ich denke nach so einem krassen Gewichtsverlust von fast 30 Kilo auch kein Wunder oder??
Ich hab einfach Angst dass er langsam aber sicher den Mut verliert. Ich meine es ist auch frustrierend wenn man gar keine Besserung bemerkt!!!!
Er isst so viel. Wir geben ihm auch hoch kalorienhaltige Kost, aber jede Woche wenn er sich wiegt ist es wieder ein Kilo weniger!!!! Trotz den Enzymen!!!! Ich versteh das nicht!!!
Morgen hat er termin beim Onkologen, mal sehen was er spricht!!!

ronin1970
22.02.2010, 20:28
Hallo,

ich möchte Dir ein wenig Mut machen:
Es sieht vielleicht im Großen und Ganzen nicht besonders positiv aus; aber mit Sicherheit besteht die Chance, daß Dein Vater sich wieder gut erholt bzw. er noch eine lange Zeit bei euch sein kann.
Zu Überlegen wäre, ob eine Chemotherapie / Strahlentherapie im Falle deines Vaters angebracht ist ?! Ich bin kein Arzt und will/kann hier auch niemand die Entscheidung abnehmen! Ich kann hier nur aus eigener Erfahrung sprechen: Nach den Chemotherapien bzw. kombinierten Strahlentherapien ging es mit meiner Mutter sehr schnell "bergab" ! Im Nachhinein hatten wir uns überlegt, ob diese Therapien überhaupt etwas genutzt hatten; außer das meine Mutter dadurch immer schwächer wurde ! Aber ob dieses "nur" durch die Chemo-/Strahlentherapien gekommen ist, weiß man nicht ! Andererseits können diese Therapien Tumore bzw. Methastasen zum schrumpfen bringen! Ein gutes Gespräch mit einem Onkologen ist mit Sicherheit das Beste, um dann gemeinsam das weitere Vorgehen zu planen!
Viele Grüße

Michaela1984
27.02.2010, 20:26
Nun sind es fast 3 Wochen dass Papa zuhause ist und es geht ihm von Tag zu Tag eigentlich besser. Zwar gibt es zwischendurch wieder Tage an denen er sehr in sich gekehrt ist, viel nachdenkt, und recht schwach wirkt aber der apetitt wird immer mehr und die körperliche Verfassung auch.

Mir hingegen gehts momentan mal wieder gar nicht so gut!! Ich weiß nicht wieso, denn eigentlich sollte die Besserung des Allgemeinzustands meines Papas meine Stimmung ja heben, tut es aber nicht! Im Gegenteil. GRade jetzt denke ich oft drüber nach wie schnell es dennoch vorbei sein kann.....
Ich war heute am Friedhof am Grab meines Opas, der im Alter von 92 Jahren verstarb und ein Leben lang kerngesund war.... ICh hing sehr an ihm und sein Tod vor zwei Jahren hat mich sehr mitgenommen, ich denke fast täglich an ihn. Da stand ich am Grab und mir Schossen die Gedanken in den Kopf dass ich wohl in ein paar Monaten genau an dieser Stelle stehen werde, und dort am GRabstein nicht nur den Name meines Opas lesen werde sondern auch den meines Papas!! Seitdem bin ich total am Ende!!! Wenn ich alleine bin weine ich viel und hoffe immer und immer wieder dass vielleicht doch irgendwann ein Wunder geschieht und wir Papa doch noch ein paar schöne Jahre bei uns haben können. Ohne Schmerzen und ohne ständige Gedanken an diese Scheiß-Krankheit!!!

***WUNDER GIBT ES IMMER WIEDER***

ClaudiaF
28.02.2010, 02:56
Liebe Michaela,

wie gut kann ich und bestimmt auch viele andere hier Dich verstehen.

Bei Euch ist die WHipple "erst" ca. 3-4 Wochen her und Dich plagen Gedanken, was die Zukunft bringt.....
Bei uns war die Whipple bei meiner Mama bereits im November 08, leider mit einem R1 (Resttumorzellen in den Schnitträndern) HEUTE NOCH kämpfe ich mit mir und meinen Gedanken. Ich habe Angst, was die Zukunft bringt. Ich lese hier von anderen Betroffenen, die in 2009 Ihre Whipple hatten und es nicht schafften. In meinem Kopf dreht sich so eine Art Massband ab, bereits 15 Monate mit der Krankheit, wann geht es mit den Metastasen los.... Wird meine Mama am Ende des Jahres noch leben, etc.

Es ist blöd, wie ich denke, was ich tue, etc. Wir haben derzeit KEINE Metas und eigentlich sollte man sich freuen, doch ich kann es nicht. Ich töne immer laut, ich gebe nichts auf Statistiken, doch irgendwie wollen die nicht aus meinem Kopf. Weisst Du was ich meine?

Ich bin 35 Jahre alt und tue immer und überall so stark. Ich diskutiere mit den Ärzten, lege mich mit Orthopäden an, ich bin die, die vor Kraft nur so strotzt.......... ich bin für jeden immer und überall da. Spende anderen Mut und Hoffnung, helfe zudem meiner Freundin mit der Diagnose ihrer Mutter Darmkrebs, etc. Aber das stimmt nicht. Das bin nicht wirklich ich. Mein "ICH" gibt es nicht mehr ganz und nicht mehr halb.

Hier ist ein Spruch, der viel sagt, meiner Meinung nach:

Man kommt lächelnd nach Hause
geht ins Zimmer
und nimmt die Maske ab...
stellt sich vor den Spiegel...
spürt die warmen Tränen...
man weint leise
damit es keiner hört...
setzt die Maske wieder auf
und geht fröhlich in die Welt
und jeder denkt man ist glücklich...



Irgendwie kann man nicht abschalten. Die Krankheit hat man zwar nicht selber, aber sie beherrscht das Leben des Angehörigen

Wenn ich mal ganz down bin, dann lese ich mir folgenden Spruch immer und immer wieder durch und versuche michdaran hoch zu ziehen:

Es gibt Situationen in unserem Leben,
in denen wir uns verletzt oder einsam
fühlen...
Aber ich glaube, dass diese Zeiten,
in denen wir ziellos umherirren
und alles um uns herum
zu zerbrechen scheint,
eigentlich eine Herausforderung
für uns ist .
Wir versuchen verzweifelt
an der Sicherheit der
Vergangenheit festzuhalten,
aber ganz unwillkürlich ...
überwinden wir alle Probleme
und erlangen ein neues "
Verständnis",
ein neues "Bewusstsein"
und neue "Kräfte".
Es ist fast so, als müssten
wir diesen "Schmerz"
und diesen " Kampf " durchmachen,
um zu wachsen und
neue Höhen zu erreichen !!!


In diesem Sinne wünsche ich Euch alles alles Liebe

Claudia

Michaela1984
01.03.2010, 16:17
Ja Claudia, genau so geht es mir momentan auch!!!
Natürlich soll man immer nach vorne sehen und alles nicht so verdammt pessimistisch sehen aber genau das fällt mir unendlich schwer!!!

Allein schon die ständigen Fragen von den anderen "Wie gehts denn deinem Papa?" Ich sag "gut" nur dass ich gleich ein anderes Thema anfangen kann sonst steh ich da und kann nicht mehr aufhören zu heulen....

Heute hab ich bei uns an Terasse und Balkon die Weihnachtsbeleuchtung weggemacht (irgendwie total vergessen bis jetzt), und da schoss es mir auch wieder durch den Kopf: "Im November letzten Jahres hat sie mein Papa hingemacht da war alles noch in Ordnung und keiner hat mit sowas gerechnet, und jetzt??" oder "Was wird bis nächstes Weihnachten sein?? Ist er überhaupt noch bei uns?" Lauter so Sachen die mich total fertig machen!

Meine Mama ist mit den Nerven ebenso am Ende. Heute morgen hab ich gesehen wie sie im Bad an der Badewanne saß und einfach nur geweint hat. Klar, sie ist einerseits einfach erschöpft weil nun alles an ihr hängt, die Pflege meiner pflegebedürftigen Oma, bei der ihr Papa immer geholfen hat. Aber er ist momentan einfach zu schwach dazu, der ganze Haushalt, der große Garten.... Klar helfe ich so gut es geht aber ich bin 12 std am Tag im Büro da ist es nicht immer einfach!!!! Nach außenhin macht sie immer einen auf stark und wahnsinnig belastbar, aber in ihr drin siehts ganz anders aus.

Heute war der erste Tag der Chemo, sie wird voraussichtlich bis in den Herbst hinein dauern meinte der Onkologe!!! Papa gehts aber (noch) gut, keine Übelkeit und so....

paulchen 64
02.03.2010, 00:51
Liebe Michaela,

ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft und drücke dich unbekannterweise ganz fest.

Ich kenne auch diese Gedanken. Als meine Mama im Krankenhaus lag und ihre OP eigentlich gut verlaufen ist und wir glücklich sein konnten, kamen mir so irre Gedanken wie Beerdigung und ich sah mich oft an einem Grab stehen...

Aber ich glaube, das ist die ganze Angespannheit und die enorme Belastung.

Heute denke ich, die wichtigste Zeit ist das HIER, HEUTE und JETZT!!!

Liebe Grüße
paulchen64

Rüdi58
02.03.2010, 23:41
Liebe Claudia

Es ist eine schreckliche Krankheit, die Stärke, die Du dir selbst und auch mir gegenüber bewiesen hast, die finde ich bewundernswert.
Du bist eine sehr herzliche, liebe Frau, Du kümmerst Dich nicht nur um das Schicksal Deiner eigenen Probleme , wegen der Krebskrankheit Deiner Mutter.
Sondern Du hast auch immer ein offenes Ohr für andere Angehörige, die das selbe Schicksal ertragen müssen.
Ich möchte Dir sehr herzlich danken, das Du auch immer für mich da warst.
Deiner Mama und Dir wünsche ich alles erdenklich Gutes.
Ich wünsche, das diese Krankheit bei Deiner Mutter letztendlich verschwindet und Ihr alle wieder aufatmen könnt.
Ich glaube eigentlich, das die Pharmaindustrie Millionen ausgibt, um Krebs zu erhalten, sonst würden sie Milliarden verlieren.

Liebe Michaela

Als ich am 12. Februar (3 Tage vor dem Tod meiner Frau)die ganzen Schneemänner(kleine Figuren, die meine Frau immer jeden Winter überall hinstellte) wegräumte, kamen mir die Tränen in die Augen.
Sie sah es und sagte, nächstes Jahr kannst du sie wieder hinstellen und dann machst Du es alleine.
Ich habe so geweint, ich konnte es ihr nicht zeigen.
Wir haben es alle gewußt, das meine geliebte Frau und Mutti sterben wird, wahrhaben wollten wir es alle nicht.
Lebe jede Stunde mit Deinem Vater, gebe ihm die Kraft die Du ihm geben kannst.
Denke daran, Du bist ein Teil von ihm, erfülle jeden seiner Wünsche.
Ich denke an Dich, ich bin so traurig das ich immer weine wenn ich hier lese oder schreibe.
Freitag 15.00 ist die Beerdigung meiner Frau, ich weiß nicht was es schlimmeres gibt. Ich habe ihr die Hand gehalten bis zum Tod oder die Beerdigung selbst.
Ich kann einfach nicht mehr.
Ich wünsche Dir und Deinem Vater noch viele glückliche Momente, ich hoffe für Euch und wünsche Euch viel Kraft.

Rüdi

P.S. Zu ihrer Trauerfeier hat meine Frau sich den Titel von Udo Lindenberg "Stark wie zwei" gewünscht, wird alles so gemacht.

Michaela1984
03.03.2010, 20:46
hallo rüdi,

ich habe immer in deinen Beiträgen gelesen!! Oft hatte ich Tränen in den Augen aber mehr habe ich dich für deine wahnsinnige Stärke wie du das alles so bewältigst bewundert!!!!
Wie lange genau war deine Frau krank??

Heute gehts Papa richtig mies, er kann kein Essen in sich behalten. Kommt alles gleich nach dem essen wieder raus. Wird wohl die Chemo sein, die ihn so schlaucht denn bis Montag gings ihm richtig gut!!!! Ich hoffe nicht dass das jetzt der Dauerzustand sein wird. heute hat er schon gesagt wenn das jetzt ewig so weitergeht, dann bricht er die Chemo ab. Find ich natürlich nicht gut, aber ich glaub wenn es wirklich sein Wille wäre würde ich zustimmen!!!

Michaela1984
04.03.2010, 15:29
Wie schon in nem anderen Beitrag geschrieben hatte mein Papa am 11.1. die Whipple OP! Nach 4 Wochen KH kam er dann vor 3 Wochen nach Hause. Es ging von Tag zu Tag bergauf, Zuletzt konnte er sogar kürzere Spaziergänge machen, Apetitt hatte er ohne Ende und ihm gings richtig gut!!!
Montag hatte er dann dei erste Chemo. Ihm gehts seither dermaßen mies, dass er das Bett kaum mehr verlässt!! Hunger hat er keinen, was bei seinem momentanen Gewicht von nicht mal mehr 60 Kilo schon bedenklich ist, ihm ist trotz Zofran und Vomex dauerhaft übel und er fühlt sich absolut krank und matt.
Er ist fest entschlossen die Chemo abzubrechen!! Zumindest so lange bis er wieder "mehr Speck auf den Knochen hat" weil er der Meinung ist er ist einfach zu schwach dafür.....
ICh kanns verstehen dass er so nicht weitermachen will zumal es ihm ja vorher bzw. nach der OP eben schon wieder relativ gut ging.

Wie war euer Befinden während der Chemo??? Sind das evtl nur die ersten Tage???

kirie
04.03.2010, 17:41
Hallo Michaela,

bei der ersten Chemo mit Gemza hat meine Schwiegermama auch erstmal ziemlich viel Gewicht verloren und mit Übelkeit und Erbrechen gekämpft, ich hatte dann aber das Gefühl, dass es von mal zu mal besser wurde und dann hat sie auch wieder zugenommen.
Wir hatten anfänglich auch große Sorge, besonders nachdem sie nach der OP wirklich nur noch Haut und Knochen war, die Ärzte haben aber immer wieder mit Tropfen aller Art versucht ihr zu helfen und letzendlich wurde es auch besser.

Vielleicht kann dein Papa sich ja doch durch den ersten Zyklus durchbeissen, denn ich hatte schon das Gefühl, dass die darauffolgenden Pausen gut waren, um Kraft zu tanken und ein wenig an Gewicht zuzulegen.

Auch euch viel Kraft

Liebe Grüße

Kirie

Michaela1984
05.03.2010, 21:41
Heute ist der 5. Tag nach der ersten Chemo am Montag und meinem Papa geht es richtig schlecht!!! Er bricht zwar nicht mehr, hat auch Apetitt aber der Allgemeinzustand ist richtig meis. Er fühlt sich schlapp, müde, schläft fast immer, total antriebslos und auch sehr depressiv.....
Er hat heute beim Onkologen angerufen und die Chemo am Montag abgesagt!! Er sagt er würde es nicht aushalten.
ICh finds nicht gut, aber in Anbetracht dessen wie er beinander ist würde ihn die nbächste Chemo wohl total lahm legen.

Was sagt ihr dazu???

Ihm gings nach der OP auch nicht gut, der Zustand hat sich in den letzten 3 Wochen aber enorm verbessert. Zuletzt gings ihm schon richtig gut!!

ClaudiaF
06.03.2010, 00:55
Hallo Michaela,

meine Mama hätte an einer Studie in Heidelberg mit Bestrahlung, 5 FU Chemo und Interferon teilnehmen sollen.

Bei der ersten "Probespritze" Interferon hatte sie bereits enorme Nebenwirkungen wie Schüttelfrost, keinen Hunger, müde, deppressiv.

Sie hat dann noch insgesamt 2x diese Spritze bekommen, dann aber auf eigenen Wunsch, das Interferon abgebrochen. Es war meine große Hoffnung, da ma sich sehr viel von dieser Therapie versprach. Für mich war es ein großer Schock und ein Hoffnungsschimmer zerplatzte....

ABER: Wenn die Nebenwirkungen zu stark sind, dann ist es wichtiger, dass Dein Dad wieder Lebensfreude spürt. Das heisst dann nicht,dass er gar keine Chemo mehr bekommt, sondern das die Chemo umgestellt wird auf ein anderes Produkt.

Redet einfach mit dem Onkologen.

Liebe Grüße
Claudia

mina19
07.03.2010, 22:33
hallo michaela
also mein vater geht schon seit acht monaten zur chemo nur gemcitabin.am anfang ging es ihm richtig schlecht als wir mit der chemo begonnen haben,genau die gleichen sympthome.übelkeiten,schüttelfrost,nur am schlafen,kein appetitt.hatte 18 kilo abgenommen(muss dazu sagen er wog bei der diagnose 118klio,deshalb war es nicht so schlimm das er abgenommen hat,er fühlt sich jetzt mit weniger sogar besser).aber für deinen vater wäre das natürlich nicht so gut wenn er jetzt stark abnimmt.die depressionen sind verständlich bei so einer schweren erkrankung wo man nie weiss wie lange man es durchhält.müdigkeit und die übelkeiten,kein appetitt kommen bestimmt von der chemo.kann er sich denn nicht irgendwie durchkämpfen durch den ersten zyklus?wäre halt besser wenn er den so bald wie möglich durchzieht,sonst wird er immer am anfang bleiben.also die ersten drei monate sind schwierig,aber es kann wieder bergauf gehen.meinem vater macht es heute gar nichts mehr aus.natürlich ist jeder mensch und körper anders.ihm haben sehr viel MCP tropfen geholfen,bei bedarf hat er immer 30 tropfen benommen,und das mehrmals am tag.
wünsch euch viel glück :)

Michaela1984
15.05.2010, 14:53
Mein Papa ist heute Nacht nach 5-monatigem Kampf friedlich eingeschlafen....
Ich konnte mich nicht mal mehr von ihm verabschieden.
Er fuhr mit Freunden nach Österreich um dort sein jährliches "Männerwochenende" zu verbringen und kam nicht wieder.....
Heute morgen bekamen wir den anruf dass er nicht mehr aufgewacht ist. Gestern gings ihm blendend, hatte keine Schmerzen, hat total viel gegessen, und war richtig glücklich seine Berge sehn zu können....

Und jetzt kommt er nie wieder - und ich kann mich nicht mal mehr von ihm verabschieden....

ES TUT SO WEH!

Wasser13
15.05.2010, 15:41
Liebe Michaela,

mein tiefes Mitgefühl für Dich ...

Es ist ganz sicher furchtbar und schmerzt, dass Du Deinen Vater so plötzlich und unerwartet verloren hast, Dich nicht von ihm verabschieden konntest. Einzig die Tatsache, dass er in seinen geliebten Bergen glücklich war, sie nochmal sehen konnte, sein "Männerwochenende" mitgenießen wollte, soweit konnte (Du schreibst, ohne Schmerzen, guter Dinge, gut gegessen ...) wird Dir vielleicht ein bisschen Trost geben ... - das jedenfalls wünsche ich Dir.

Mit stillem Gruß ... Andrea

Elisabethh.1900
15.05.2010, 16:56
Liebe Michaela!

Zum Heimgang Deines Vatis möchte ich Dir mein tiefempfundenes Beileid aussprechen!

In stiller Trauer!

Elisabethh.

Michaela1984
15.05.2010, 18:05
Kommen gerae vom Bestatter. Das aufsetzen der Todesanzeige, das aussuchen des Sarges. KOmmt mir alles vor wie ein böser TRaum. Gestern morgen habe ich ihm noch viel Spaß gewunschen und habe mit ihm rumgeblödelt....
Dass ich mich nicht mehr verabschieden konnte, das tut mir so unendlich weh. Was dachte er in der Minute als er starb? Ganz alleine......

meral72
16.05.2010, 23:15
Liebe Miechaela,

mein Beileid.... wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit...

Meine Mutter ist auch plötzlich unerwartet und allein im Krankenhaus eingeschlafen..
Es tat mir auch sehr weh dass sie alleine war. Aber im nachhinein, diese Erkrankung.......was noch hätte alles auf uns zukommen können....denke ich ist es der schönste Tod... ohne eine große Kampf ohne dass er schmerzen hatte, und ihr hättet mitgelitten.... und er war glücklich er war da wo er sich wohl gefühlt hat.....nämlich in seinen Bergen......

Liebe Grüße

Meral

ClaudiaF
17.05.2010, 06:20
Liebe Michaela,

auch von mir ein Mega Drücker und ein großes Kraftpaket!

Traurige Grüße
Claudia

Katharina
17.05.2010, 09:19
Auch von mir stille Grüße.
Bei all der Trauer: was für ein Tod! So würde ich es mir und auch meinem lieben Papi wünschen. Ohne Schmerzen, Männderrunde. Auch wenn es schmerzlich ist, es gibt hier so viele schlimme Geschichten inkl. meiner Ma.
Vielleicht kannst DU irgendwnn einmal dankbar dafür sein, wenn die erste schlimme Trauer vorbei ist.
ich wünsche Dir ganz viel Kraft!!

Michaela1984
17.05.2010, 10:07
Natürlich! Das ist der einzige Trost für mich dass es für ihn schnell und ganz schmerzlos ging.
Aber alleine der Gedanke dass ich in dieser schlimmen Stunde nicht bei ihm sein konnte...........
ICh schrieb ihm am Abend zuvor noch ne SMS und fragte wies ihm geht, weil ich irgednwie ein komisches Gefühl hatte.
Bekam aber keine Antwort mehr.......

Michaela1984
19.05.2010, 20:35
Der plötzliche Tod meines Papas.... ....ich komm nicht drüber weg!
Ich mach mir solche Vorwürfe. Am tag als er fuhr gings ihm so gut, kein Mensch hätte gedacht dass es so schnell geht.
Ein Mensch der an Krebs stirbt, der stirbt doch nicht einfach über Nacht....
Auch wenn es ein kleiner Trost ist dass ihm vielleicht viel schmerzen und Leid erspart geblieben sind, tut es einfach so weh, dass alles so plötzlich kam.
Wenn ein Mensch an Herzversagen stirbt, dann ist das halt nun mal so, da kann keiner mehr helfen.
Aber er starb weil er diesen Sch***Krebs hatte, das kann doch nicht einfach so übernacht gehen, während es ihm am Abend zuvor noch so blendend ging....
Vielleicht hätte ich einfach was merken müssen. Die tatsache dass er soviel gegessen hat aber immer nur abgenommen hat, hätte mich doch zum Nachdenken bringen müssen. Vielleicht hätte er wieder ins KH gehen sollen...
Vielleicht wäre er dann noch bei uns?

Wisst ihr was ich meine? Die meisten krebskranken Menschen sterben irgendwann doch einfach weil sie zu schwach werden, aber was passierte bei meinem Papa, dass es einfach innerhalb einer Nacht vorbei war?

Diese Frage quält mich so.

Espace
19.05.2010, 20:52
Hallo Michaela,
mach dir bitte keine Vorwürfe, es hätte auch zu Hause bei ihm passieren können, und keiner hätte was gemerkt. Er ist friedlich eingeschlafen, dafür sei Dankbar. Viele sterben, nach langem Quälen, nach langem Warten das sie von unserem vater erlöst werden.

Wenn du ihn ins Krankenhaus gebracht hättest, und er wäre nicht an einem EKG angeschlossen, hätten sie am nächsten Morgen erst den Tod bemerkt. Ich weiß wie schlimm das ist, es ist mir persönlich passiert, habe abends noch mit einem Zimmernachbar, ferngeschaut im Krankenhaus, wir haben noch gealbert, wie Männer nun mal sind, und dann kam das entsetzen morgens, er ist nachts eingeschlafen, er lag die halbe Nacht neben mir, Tod. Das war kein schönes gefühl.

Dein Vater hat abgenommen, vielleicht hat er sich nochmal aufgerappelt, weil er sein geliebtes Männerwochenende noch erleben wollte, und dann hat ihm nachts die Kraft verlassen. Bitte Michaela, mach dich nicht selber fertig, mach dir keine Vorwürfe.

Man kann bei der Krankheit nicht vorraussagen was passiert und wann man gehen muss. Denke daran, du wirst ihn später wiedersehen. Wenn du einen Regenbogen siehst, winkt er dir zu, um zu sagen, jetzt geht es mir wieder gut, mach dir keine Vorwürfe, ich habe dich lieb, meine Tochter.

Gruß Frank

Schmitti2603
19.05.2010, 21:19
Hallo Michaela,

Vorwürfe macht sich jeder, der einen Menschen verliert. Ich hab dies in den letzten 2 Jahren, 3 Mal durchgemacht.

Im Januar 08 bekam meine Mama Schmerzen und konnte nicht auf Toilette, wir haben Sie abends ins Krankenhaus und sind nach Hause gefahren. 2 Stunden später war meinen Mama gestorben mit 54 Jahren an Nierenversagen ohne Krebs.

Im Oktober 08 ist mein Papa gestorben, hatte auch Krebs wie dein Papa. Mein Dad hatte Chemo, ich hab ihm vom Krankenhaus abgeholt, ihm ging es eigentlich gut. Mein Dad klagte nur über Atmungsprobleme. Am nächsten Morgen war er noch bei mir und meinen Kindern, bin dann kurz mit meinen Sohn zu Kinderarzt, als ich nach Hause kam, lag mein Dad tod in der Wohnung....hab mir auch lange Vorwürfe gemacht.

und jetzt vor kurzem, genau am 24.04.10 ist mein Mann gestorben, das war das schlimmste und ist das schlimmste... er hatte auch Krebs, hatte nie abgenommen, alles schien gut zu sein und plötzlich kam der Krebs in den Liquor und vorbei war es. Innerhalb 3 Wochen baute mein Mann ab, aber nur durch Morphium...Am Tag zuvor haben wir noch Kaffee zusammengetrunken und am nächsten Tag totale Schwäche und vorbei war es. Ist so schlimm für mich und vor allem für unsere Kinder. Mein Mann war erst 36 und ich bin 30!
Meine Kinder 1 Jahr und 4 Jahre.....

Also mach dir keine Vorwürfe, gegen den Krebs bzw. dem Tod kann man leider nichts machen, der Tag ist glaub ich vorgesehen und ändern können wir leider alle nichts dran.

Michaela1984
19.05.2010, 21:33
Aber schau, du schreibst dein Mann wurde total schwach... Das sind Anzeichen.... Versteh mich nicht falsch, deswegen tut es genauso weh, keine Frage, aber er geht putzmunter ins Bett und wacht nicht mehr aus. Was passierte in seinem Körper dass er so schnell starb?

Boxerhund1
19.05.2010, 23:03
hallo Michaela,

man könnte hier nur spekulieren. Eine Obduktion wurde ja wohl nicht gemacht, sonst wüßtest, woran es gelegen hat.

Eine Möglichkeit wäre, daß der Tumor in ein großes Gefäß eingewachsen ist, und daß dieses Gefäß dann in der Nacht aufgebrochen ist. Dann verblutet man innerlich - und das kann dann sehr schnell gehen, wenn z.B. die Aorta oder die Vena Cava betroffen sind. Das wäre - falls dich das tröstet - ein ganz ruhiger und friedlicher Tod.
Aber... wie gesagt, das ist eine reine Spekulation, eine mögliche Erklärung, die nicht zutreffen muß.

Es ist allerdings völlig unsinnig und unnötig, daß du dir Vorwürfe machst. Wieso eigentlich? Was hättest du tun können, um es zu verhindern? Wo liegt hier deine "Schuld"?? Mach dich los von solchen Gedanken.

Kerstin22
19.05.2010, 23:12
Liebe Michaela,
meiner Meinung nach solltest du dir gerade, weil es keine Anzeichen gab, nicht so große Vorwürfe machen. Wie solltest du etwas merken? Und was hättest du tun sollen? Wenn es so schnell und unerwartet ging, hättest du wahrscheinlich auch mit mehr Wissen nichts ändern können. Ich glaube, es ist für Angehörige immer schwer, nichts tun zu könnnen.
Alles Gute, viel Kraft!
Kerstin

mariefleur
20.05.2010, 09:23
Hallo ,

ich glaube Dein Papa wäre so traurig, wenn er wüßte, dass Du Dir Vorwürfe machst! Er will bestimmt nur, dass es Dir gut geht!!! Du kannst nichts dafür, das weiß er und Du auch. Ich denke, dass es natürlich ist, danach zu suchen, was man hätte tun können, um dieses Schreckliche zu verhindern. Aber letztendlich wird man es irgendwann akzeptieren, dass man es nicht mehr ändern kann. Aber dafür braucht man viel Zeit. Elisabeth Kübler-Ross hat etwas zu den Phasen der Verarbeitung von Verlust geschrieben haben, habe es aber selbst nicht gelesen, und weiß nicht, ob das Dir jetzt etwas bringt oder ob Du den Nerv für so etwas jetzt hast.
Auf jeden Fall möchte ich Dir alles, alles Liebe wünschen.


Mariefleur

kerstin86m
20.05.2010, 21:09
Hi, wir beide haben das gleiche Alter, meine Mutti ist im Januar gestorben. Denke doch darüber nach ob dein Vater dies so wollte, ich habe meine Mama darum gebeten auf mich zu warten dies hat sie getan. Dein Vater hat sich dies so ausgesucht. Er war in gedanken bestimmt bei euch war. Ich kann dir nur sagen ich weiß nicht wie es besser wird manche Tage sind scheiße und manche sind mega scheiße. Am anfang war ich jeden Tag bei ihr, jetzt kann ich nicht hin, weil ich mir dies nicht vorstellen kann das dort meine Mama sein soll. Den sie ist mein absuluter Mittelpunkt gewesen. Jetzt nächsten Samstag hätte sie Geburtstag gehabt, wir feirern ein Fest für sie mit ihr.....
Der Witzt ist das ich immer hier lese und hoffe das es einer schafft, ich gebe aber die hoffnung nicht auf. Ich denke mir oft, sei froh Kerstin du hattest deine Mutter 23 Jahr lang, und sie war die beste.
Ich denke an dich

Michaela1984
21.05.2010, 11:23
Heute ist der schlimmste Tag!
Die beerdigung! Ich sitzt seit heute nach um 3 hier, und überlege wie ich es nur hinter mich bringen soll.
Gestern stand ich im Leichenhaus vor seinem Sarg. Die vielen Blumen.... Alles für meinen Papa. Aber was hat er denn davon? Er wollte leben, seinen ruhestand genießen, reisen mit meiner Mama und mir.....
Ich durfte 25 Jahre den besten Papa der Welt haben.... Und auf einmal ist er weg und kommt nie wieder.

Cosmic
21.05.2010, 12:37
Hallo Michaela,

eines vorweg: Ich kenne diese Vorwürfe - wie viele andere hier auch - aus eigenem, bitteren Erleben. Es hat lange gedauert, etwa so lange, wie die Trauer größer war als die liebevolle Erinnerung, bis auch diese Vorwürfe an Kraft verloren. Selbst heute, fast 5 Jahre danach, flammen diese Gefühle ab und an wieder auf.

Es ist auch in dieser Zeit kein echter Trost, zu wissen, dass dem Vater - bei uns war es ähnlich - vielleicht viel Leid erspart geblieben ist. Auch meinem Vater ging es einen Tag vor seinem Tod plötzlich viel besser, und erst später erkennt man an der Vielzahl ähnlicher Schilderungen, dass eben dies auch Anzeichen sein können, für das, was wir in diesem Moment darin einfach nicht zu erkennen in der Lage sind.

Du wirst eine ganze Zeit lang mit diesen Selbstzweifeln, mit diesen Vorwürfen an Dich selbst, leben müssen. Das Forum hat mir sehr geholfen, wieder nach vorn zu schauen, das zu tun, worauf mein Vater stolz gewesen wäre. Nämlich mein Leben zu leben. Aber auch das braucht einfach Zeit.

Viel Kraft für Euch, und Du schaffst das, so wie Du auch den heutigen Tag bewältigen wirst.

Dirk