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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Entscheidung Chemo j o.n? Erfahrungsaustausch gewünscht


hibiskusblüte
06.08.2010, 12:39
Liebe Leserinnen,

ich habe Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium, brusterhaltend operiert und mit Entfernung d. befall. Lymphknoten!
Nun wurde üblicherweise Chemo empfohlen, gegen die ich sehr sträube einerseits und andererseits merke, dass ich mich vor lauter Angst vor einem möglichen Rezidiv nicht dagegen entscheiden kann! Es wäre schön, wenn Betroffene antworten, die Chemo gemacht haben und wie sie dies erlebt u. durchgestanden haben!!!
???
Ich setze mich auch mit naturheilkundlichen Methoden auseinander: immunbiolog.: Entgiftung- Aufbau d. Immunsystems. Habe mit der Hufeland Klinik in Bad Mergentheim Kontakt aufgenommen. War jemand in jüngster Zeit dort und kann mir berichten?
Freu mich auf Antwort(en). Danke.
Grüße Hibiskusblüte

Elik
06.08.2010, 14:14
Hallo Hibiscusblüte,

das Thema ist hier schon sehr ausführlich diskutiert worden. Eine kleine Auswahl an Statements findest Du in folgenden Links:

http://www.krebs-kompass.org/forum/showthread.php?t=42897

http://www.krebs-kompass.org/forum/showthread.php?t=37387

Wenn Du in die Such-Funktion (oben rechts) Stichworte wie Chemo - ja - nein - Entscheidung eingibst, bekommst Du auch noch jede Menge andere Threads angeboten (die Suche aufs Brustkrebsforum beschränken, sonst wird es zu unübersichtlich.)

Außerdem würde ich weitere ärztliche Meinungen einholen und im Internet nach Aussagen zu den Faktoren, die meine Erkrankung charakterisieren suchen, so daß man sozusagen für seinen spezifischen Fall Experte wird. Trotzdem braucht es ein gewisses Maß an Rückgrat, wenn man dann schließlich nicht der Empfehlung der behandelnden Ärzte folgt. Von seiner Entscheidung sollte man dann auch restlos überzeugt sein, sonst macht man sich im Falle eines Falles doch Vorwürfe.

Die Verlaufsgeschichten anderer Patientinnen finde ich nicht so hilfreich, denn jeder Krankheitsverlauf ist verschieden, und was bei Patient A gut ausgeht muß es noch lange nicht bei Patient B, der auf dem Papier dieselben Voraussetzungen hatte.

Ich hoffe, Du findest eine Entscheidung, der sowohl dein Kopf als auch dein Bauch zustimmen können

Liebe Grüße

Elik

BarbaraO
06.08.2010, 15:12
Die Verlaufsgeschichten anderer Patientinnen finde ich nicht so hilfreich, denn jeder Krankheitsverlauf ist verschieden und was bei Patient A gut ausgeht muß es noch lange nicht bei Patient B, der auf dem Papier dieselben Voraussetzungen hatte.

Also, das hätte ich auch nicht besser sagen können;)
Über die Suchfunktion findest Du auch Beiträge über die Hufelandklinik, hibiskusblüte.

Ein Erfahrungsaustausch wäre, wie ich glaube, auch völlig unsinnig, denn es geht ja nicht darum, ob jemand die Chemo gut oder schlecht vertragen hat sondern um die Entscheidung, sie zu machen oder nicht.
Ja, und da haben wir eben die Schwierigkeit, dass jemand, der sie trotz ärztlichen Anratens abgelehnt hat und lange überlebt hat, hier nicht bekannt ist.

Außerdem wird Dir niemand, der sehr unter der Chemo gelitten hat, den Rat geben, sie nicht zu machen, weil das verantwortungslos wäre.

Auch ich hoffe, dass Du Deinen Weg findest.

LG

Jafe
07.08.2010, 15:16
Hallo Hibiskusblüte,
kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen.
Die Entscheidung liegt im Endeffekt bei Dir. Nachlesen über NW der Chemo kannst Du hier wirklich sehr viel.
Bin der Naturheilkunde nicht abgeneigt, aber meiner Meinung nach kann sie gegen NW der AHB helfen oder kleineren Wehwehchen, vielleicht auch bei Autoimmunerkrankungen, aber nicht gegen Krebs.
Hoffe Du findest den für Dich richtigen Weg.
Liebe Grüße
Petra