PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bin ich zu empfindlich?


ängel
03.09.2010, 19:41
Hallo alle,
ich muss mal mit jemanden reden.
Heute morgen sagte mir mein Mann dass seine Tochter (40) eine mail geschickt hat und gefragt ob sie mit ihrem Mann für 5 Tage im oktober kommen kann.
Er hat dann ziemlich schnell ja geschrieben.
Ich hab dann später nochmal angerufen und gefragt ob sie nicht paar Tage früher kommen können. Sie kommen an einem Die und am Mi bekomme ich lt. Plan meine nächste Chemo. Letztes Mal ging es mir die Woche danach ziemlich dreckig mit Fieber, Unwohlsein und total k.o. und müde. Hab nur gelegen.
Ich hab einfach Angst vor der Belastung. Es bleibt ja doch alles an mir hängen. Und mein Mann hat zwar erwähnt dass ich Chemo bekomme aber da es dann die 4.wäre würde es ja vielleicht besser gehen, meinte er. Dabei weiss er ganz genau, dass es früher bei den ersten Chemos auch nicht so war. Der Schwiegersohnn hatte bereits gebucht und ich wollte nun nicht absagen.
Mich stört einfach dass weder mein Mann noch die Kinder, in diesem Fall seine, verstehen können dass es mir so dreckig geht. Ich hab es ihnen versucht zu erklären, aber der Schwsohn sagte nur, wir werden dich schon unterstützen. (Das kenne ich, die Arbeit mit Essen und Bettwäsche u.s.w. bleibt an mir kleben. ) Ausserdem kann ich es mir gut vorstellen, sie sitzen mit einem Glas Wein den ganzen Abend und lachen und ich komme noch nicht mal zum Mittagsschlaf.
Bin ich zu empfindlich? Müsste ich das verstehen wenn sie zu Besuch kommen wollen?
Ich wusste nicht mit wem ich darüber reden sollte, musste das aber loswerden.
Ängel:(

Wasser13
03.09.2010, 20:01
Wie wär's mit 'nem Quentchen Egoismus? :rolleyes:

Hallo Ängel,

nein, ich denke nicht, dass Du zu empfindlich bist - ich finde eher, Dein Mann ist etwas unsensibel (salop ausgedrückt). Natürlich: es geht um den Besuch seiner Tochter und deren Mann. Sicher freut er sich, die beiden zu sehen. Andererseits: Du bist seine Frau - und ihm sollte daran gelegen sein, dass es Dir gut geht.

Nachdem "das Kind nun schon in's Wasser gefallen ist", würde ich diesen Besuch so angehen, dass ich nur das mache, was auch wirklich kann, wobei ich mich auch wirklich gut fühle - alles andere würde ich deligieren ... ;)

Beispiel: leg' die Bettwäsche hin - Betten beziehen und wieder abziehen müssen sie selber machen (sind ja keine kleinen Kinder). Auch einkaufen und kochen würde ich soweit abgeben, wie es mir nicht gut geht ... Keiner kann von Dir erwarten, dass Du mit Deiner Krankheit und noch dazu während der Chemo Dir die Beine ausreist.

Pass' gut auf Dich auf, Du brauchst Deine Kraft für Dich ...

Liebe Grüße :winke:

Birgit64
03.09.2010, 20:31
Nee Ängel,
ich finde nicht, dass du zu empfindlich bist. Ich finde deinen Mann und seine Familie eher rücksichtslos. Aber damit stehst du leider nicht allein da.
In meinem Bekanntenkreis in D wurde neulich eine Autorallye inszeniert und der erste Treffpunkt war beim Haus einer Verwandten der Organisatorin. Diese Verwandte ist 80 Jahre alt und hatte in den vergangenen 4 Jahren Darmkrebs (seitdem künstlicher Darmausgang), zwei Hautkrebs-OPs und erst kürzlich zwei Augenoperationen. Dennoch hat man der alten Dame, die sich leider nicht wehren konnte und auch sonst ein eher stiller Typ ist, an die 20 Teilnehmer der Rallye in ihrem Haus zugemutet. Sowas ist schon für eine gesunde 80jährige eine Herausforderung, wie denn erst für eine kranke Frau? Aber die Verwandten sind der Meinung, was operiert ist, ist weg und wenn man nicht über Probleme mit der Erkrankung / Therapie spricht, dann sind sie auch nicht da. Gesprächsversuche werden abgeblockt mit dem Hinweis auf 'positives Denken'.
Diese ganze Aktion war für mich der Gipfel der Rücksichtlosigkeit und Dummheit.
Was da jetzt auf dich zuzukommen scheint ist ganz ähnlich und ich verstehe weder deinen Mann (der doch eigentlich mitbekommen müsste wie's dir bei/nach Chemo geht) noch sein Familiengespons.
Da weiß ich dann immer wieder was ich an meinem Mann und seiner Familie hier habe.
Möglicherweisefindet sich ja doch noch eine andere Lösung. Ansonsten hoffe ich für dich, dass es nicht so heftig wird. Vielleicht musst du denen dann einfach mal den ganzen Krempel vor die Füße werfen und sie auffordern das Essen und ihre Betten selbst zu machen.

Freundliche Grüsse

ängel
03.09.2010, 20:56
Vielen Dank auch,
nein, keine Rowdys, aber doch zwei Erwachsene, die ziemlich nach ihrem Kopf leben und genau das machen, was ihnen Spass macht.
Das Schlimme ist, dass mein Mann sich um sich selbst dreht und meinen Argumenten nicht mehr zugänglich ist. Seine Tochter braucht nur einen Wunsch zu äussern schon springt er, und er fragt dann nicht mehr was ich dazu sage. Leider.
Bei meinem Mann weiss ich manchmal nicht ob es Desintresse oder Unverständnis ist. Gestern sagte er, verlierst du nicht deine Haare? Dabei war er beim Arzt dabei und wir haben schon mehrmals drüber gesprochen und ich hatte mir einen Frisörtermin geholt. ...!
Vorgerstern sagte er am 11.9. wäre ein Ausflug von den Rentnern geplant. Ich sagte, ich kann nicht, am 8.9. bekomme ich meine 2. Chemo. Na, vielleicht kannst du doch?
Er hat mich doch erlebt nach der 1.Chemo. Ich weiss nicht mehr, wie ich es ihm noch verständlich machen soll.
Natürlich werde ich versuchen nur das zu machen, was ich wirklich kann. Und einfach mehr N e i n sagen.
Ich kann einfach nicht verstehen, dass sie sagen, Oh du Arme, und sich im nächsten Moment zum Besuch anmelden.
Ich danke euch trotzdem für eure Antworten, das hilft mir schon, mich mal auszusprechen.
Ängel:1luvu:

Ortrud
03.09.2010, 21:35
Hallo ängel,

erst einmal nein, Du bist nicht zu empfindlich. Ich glaube, Du bist eher zu gutmütig.
Ich bin der Meinung, eine 40 jährige Frau sollte in der Lage sein, sich die Betten selbst zu beziehen und auch für sich und ihren Mann das Essen zuzubereiten. Zu Hause macht sie es ja auch. Schließlich kommt sie nicht in ein Hotel.
Wenn sie bedient werden möchte, dann soll sie in ein Hotel ziehen, da hat sie alles, was sie braucht.
Entschuldige bitte, wenn ich so grob schreibe. Ich denke aber, wir alle können mitfühlen, wie besch... man sich bei einer Chemo fühlen kann.

Sollte es Dir wider Erwarten besser bei der nächsten Chemo gehen, dann kannst Du ja sehen, ob sie die Betten richtig gemacht hat. Aber warum solltest Du ihr helfen. Auch wenn es wirklich besser gehen sollte,vielleicht wirft Dich eine mögliche Anstrengung wieder zurück.

Bitte tu uns allen und vor allen Dingen Dir den Gefallen, sei egoistisch, denke an Dich, denke daran, es muss Dir gut tun.
Es ist Dein Leben. Die anderen sind alle erwachsene Menschen mit zei gesunden Händen. Sie sollten Dich entlasten und nicht belasten.

Als ich Deinen Thread las wurde ich richtig sauer. Deshalb habe ich mich auch so weitschweifig ausgelassen.

Lass Dich nicht unterbuttern!!!!!!!!

ängel
03.09.2010, 22:04
Nein Alexandra,
sei nicht sauer, aber meine Stieftochter fragt nicht wie es mir geht.
Voriges Jahr hatten sich alle Kinder zum Gebirtstag meines Mannes eingeladen. Ich bekam zwar keine Chemo, aber ich war noch immer ziemlich k.o. Sie haben noch nicht mal gemerkt dass ich die Betten für sie fein gemacht hatte mit einem Schokotäfelchen. Die Betten wurden auch nicht von alleine abgezogen.
Der Unterschied ist, ich kenne den Besuch. Es gibt sicher solchen und solchen. Wenn Manfreds Schwester kommt ist es wirklich eine Hilfe.
Aber, egal wer kommt, man ist nicht alleine (wir haben ein Häuschen mit 40 qm, Wohnstube und Küche eins). Man kann sich so gut wie nicht zurückziehen, es sei denn im Schlafzimmer und dann kommt noch jeder Laut durch.
Wenn Besuch da ist hat man immer das Gefühl man muss alles fein und recht machen, man muss Frühstück, Mittag, Kaffee und Abendbrot machen, man muss sich mit ihnen unterhalten...
Ich freue mich über Besuch und habe deshalb nochmals nachgefragt, ob sie früher kommen können, denn dann ginge es mir sicher besser und es wäre kein Problem.
Es geht ja nur darum dass sowohl mein Mann weiss, wie es mir ging und ich es ihnen gesagt habe, in dieser ersten Woche nach der Chemo.
Ängel

Viki
03.09.2010, 22:17
... ich finde es hart, was und wie ihr alle schreibt.
MENSCH! Wieso seid ihr alle so verbittert??????

Das sind Erfahrung, liebe Alexandra, die die meisten Betroffenen gemacht haben. Ich bin Angehörige und sehe immer wieder, wie der teilweise schlechte Zustand meiner Mutter während der Chemo ignoriert wird.

LG

Viki

Petra1959
03.09.2010, 22:27
@ Alexandra 1968,

ich denke das man bei ängel schon sehr deutlich merkt, dass sie nicht erst seit dem angekündigten Besuch mit der Situation nicht mehr glücklich ist. Das Problem ist ja nicht nur ihre Stieftochter, sondern in erster Linie ihr Mann und sein Verhalten. Für mein Empfinden erwartet sie einfach mehr Verständnis für ihre Situation und wahrscheinlich würde sie sich auch über Besuch freuen, aber nicht unbedingt über diesen.
Die Stieftochter scheint, so wie ängels Mann, noch nicht bemerkt zu haben, dass sich ihre Stiefmutter von gewissen Verhaltensweisen genervt fühlt. Das war bestimmt auch vor der Chemo schon so und wird jetzt durch die ganze Situation noch verstärkt.

Liebe ängel,
ich möchte dir nicht zu nahe treten oder eine Diskusion über deine Ehe entfachen, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es manchmal besser ist die Dinge klar anzusprechen und nicht erst warten sollte bis das Fass überläuft.

Jetzt musst du wohl das Beste draus machen und meine Vorrednerinnen haben auch schon das Wichtigste gesagt. Mach nur das, was du kannst und lass alles andere liegen und deinem Mann würde ich nochmal sagen, dass du es nicht verstehen kannst, dass er dir das zumutet. Er soll sich mal überlegen wie er das finden würde, wenn er mit Magendarmgrippe im Bett liegen würde und du ihm Gäste einladen würdest.
Und was die Rentner angeht, die können warten. Du musst jetzt erst einmal gesund werden, dann kann man auch wieder planen.

LG
Petra

ängel
03.09.2010, 22:30
Danke Petra, du hast so recht.
Ängel

Gledi
03.09.2010, 23:28
...Wenn Besuch da ist hat man immer das Gefühl man muss alles fein und recht machen, man muss Frühstück, Mittag, Kaffee und Abendbrot machen,...

Nein, musst du nicht! Du musst nur das machen, wonach du dich fühlst.
Aber du musst den Leuten klipp und klar erklären, dass du dich miserabel fühlst und warum und wieso. Evtl. in blumig ausgeschmückten Worten, je nach Typ. Von alleine wird das ein Außenstehender nicht verstehen, wie denn auch. Die meisten Menschen haben die Erfahrung einer Chemotherapie nie gemacht, die können gar nicht wissen, wie scheiXXX man sich dabei fühlt.

LG Gledi

Ute30
03.09.2010, 23:57
Liebe ängel,

die meiste Zeit lese ich hier und verfolge immer wieder Deine Weiterentwicklung.
Hängen geblieben ist mir ein Beitrag von Dir, mit entsprechenden Kommentaren Deiner nächsten Angehörigen. Ich war gebügelt.

Ganz sicher wirst Du Deinen Anteil daran haben, dass die Menschen um Dich herum so mit Dir umgehen, wirst immer zuviel und zu lieb "gemacht" haben.
Ohne zu klagen.

Darum geht ihnen nun fast sämtliches Verständnis für Deine reale Situation ab.

Was aber nicht heißt, dass Du weiter darunter leiden musst, wenn Du das nicht mehr willst. Deine Verwandten werden aus allen Wolken fallen oder haben es zumindest schwer, Dich "so anders", eben krank, zu verstehen.

Dich wird es zusätzliche Kraft kosten, Deine "neuen" Interessen durchzusetzen. Zu einem Zeitpunkt das tun zu sollen, wo Dir soviel Kraft durch die Chemo genommen wird.

Ich kenne Dich zu wenig, aber könnte mir gut vorstellen, dass Du, um Deinem Bild genüge zu leisten, Dich unter Chemo für Deinen Besuch auch noch halb umbringst.

Bitte, tue es nicht.
Es ist ja nichts gegen die Verwandten, keine Verbitterung oder motzen, sondern die Anerkenntnis der Tatsache, dass Chemo bei einer ernstzunehmenden Erkrankung, die eigene Befindlichkeit und Wertschätzung in den Vordergund rücken sollte, also für Dich.

Das Jahr hat noch 359 andere Tage, die für einen Besuch eher in Frage kämen.

Meine erste Idee, als ich Deinen ersten Beitrag hier im Thema las, war:
Kannst Du für diese Zeit ins KH gehen oder zu einer Freundin?
Habe keine Ahnung, ob irgendwas in der Richtung ginge, dass der Besuch kommen kann, aber Du nicht in der Form, wie es Dir anstrengend und zuviel erscheint, aktiv sein, bzw. parat stehen musst.

Oder ..... Du ziehst es einfach nochmal durch und bringst irgendwie diese 5 Tage hinter Dich und fängst in einer für Dich besseren und kräftigeren Zeit an, Deine persönlichen Wünsche und Vorstellungen umzusetzen, bzw. entsprechend Nein zu sagen.

Gut, dass Du Dich hier mitteilen magst. Das sind erste Schritte, Dir Deiner bewusster zu werden.
Mach so weiter und Du wirst Dich besser entscheiden können wer und was Du bist und wie Du Dein Leben weiter leben willst.

Ich wünsche Dir dafür ganz viel Glück, Erfolg und immer wieder Freude.

Sei lieb gedrückt.
Herzliche Grüße
Ute

mahanuala
04.09.2010, 01:07
hallo angel

na da fällt mir doch glatt die geschichte meines schwagers dazu ein:

meine frau stand die 2. oder 3.chemo bevor. bei der ersten hatte sie die gesamte nacht gespuckt.
ihr bruder, lehrer, rel. viel freizeit, wohnt 650 km entfernt und wollte seine eltern, die in unserer nähe wohnen besuchen.
da er gerne seine anteilnahme an meiner frau kundtun wollte, erklärte er (nein er fragte nicht...)er wolle sie am donnerstag den x.y.ten,besuchen.
aber am mittwoch stand die chemo an.
meine frau sagte, nein das wäre ihr zu anstrengend.
darauf hin bekamen wir einen brief wie herzlos wir (!) seien, denn sie seien soooo in sorge und wir hindern sie, ihr mitgefühl auszudrücken.
vorschlag meiner frau: er solle (damals waren herbstferien) eine woche später kommen.
mail vom schwager, nein es passe nur an DEM donnerstag.
ich mische mich in die ohnehin schwierige beziehung sonst nicht ein, aber ich habe eine mail geschrieben und vorgeschlagen, er könne ja kommen, den spuckeimer halten und/oder mit mir das bett beziehen und die klamotten waschen.
meine frau hat sich dann, um des lieben friedens willen, am freitag mit ihm getroffen und ist auf unverständnis gestoßen, daß sie die drei nichten und neffen nicht auch noch treffen wollte.

der liebe frieden hielt aber nicht lange. als meine schwiegermutter einige wochen später ihren 80.geburtstag feierte, fragte er an, ob er mit familie bei uns übernachten könne.
nein, habe ich höflich gesagt (immer noch chemozeit), da wir das nicht schaffen würden, da sowohl meine frau als auch ich arbeiteten (meine frau hat immer 2 wochen gearbeitet und 1 woche chemopause gemacht).
darauf erhielten wir eine böse böse mail uns doch wenigstens um ein günstiges hotelzimmer kümmern, wenn wir schon so unfreundlich wären und nicht gastfreundlich.

da bin ich geplatzt- endgültig -und habe mir schriftlich verbeten uns zu telefonisch oder schriftlichbelässtigen bevor meine frau durch die gesamte behandlung wäre.

danach kam der schwager nicht zumm 80ten geburtstag und hat der ganzen verwandtschaft erzählt, er hätte keine unterkunft gefunden, weil wir ihm nicht geholfen hätten.
meine schwiegermutter litt vor sich hin, und erzählte jedem wie sehr sie unter dem zwist leide und wie gemein meine frau wäre, daß ihr armer sohn nicht kommen könne.

ich hoffe, du traust dich, auf deine bedürfnisse zu achten!
und ich hoffe dein mann unterstützt dich dabei.

liebe grüße mahanuala

Ilse Racek
04.09.2010, 08:55
Hallo Ängel :knuddel:

ich bin - wie so oft - in Gedanken bei Dir. :pftroest:

WAS ich über Menschen wie Deinen Mann und seine Familie denke, möchte ich anstandshalber hier nicht niederschreiben :twak:

Ansonsten kann ich alles, was Birgit64 zu Deiner unsäglichen Situation angemerkt hat, sozusagen sofort unterschreiben.



Herzliche Grüße :knuddel:

ängel
04.09.2010, 10:14
Ja, ihr habt ja recht und ich bin froh dass ich euch gefragt habe, weil ich schon dachte, ich bin einfach zu empfindlich.
Deshalb habe ich ja angerufen, was ich früher nie getan habe, und gefragt ob sie nicht eher oder später kommen können.
Aber es sind wohl gerade Herbstferien und am Mo haben sie noch was vor, so dass sie nicht schon am Samstag kommen können.
Mein Mann sitzt so lange im Sessel solange ich auch sitze. Wenn ich mich dann hochquäle steht er auch auf um was zu tun. Und wenn Besuch da ist muss er ja mit ihnen reden...
Ja, ich werde es erst mal rankommen lassen und wenn ich nicht kann, kann ich einfach nicht. So dumm, wie bei der 1.Chemo bin ich nicht mehr und hänge die Wäsche auf, wenn ich mich eigentlich nicht dazu fühle.
Aus euren Beiträgen lese ich auch die Bestätigung dass die Leute es nicht verstehen können, wie man sich dreckig fühlt, auch wenn man es ihnen sagt.
Mein Mann guckt immer voraus und meint, du musst dich ja vielleicht nicht so schlecht fühlen, erst mal abwarten. Dann ist der Besuch ja leider schon da. Ich muss es wahrscheinich auch ihm noch verständlicher machen.
Ich danke euch für eure Antworten, das hat mir sehr geholfen, damit ich nicht verbittert werde.
ûbrigens, ich habe mich bei der Schwester telefonisch erkundigt wie mein CT ausgefallen ist. Sie hat im Journal nachgelsen und gemeint, da ist ein Wiederbesuch beim Arzt geplant. Ich müsste mit ihm reden, sie darf nichts sagen.
Mi habe ich die nächste Chemo, ich hoffe was zu erfahren.
Das macht mich auch nch fertig.
Ängel

stefuli1976
04.09.2010, 10:40
Hallo Ängel,

ich finde auch nicht dass Du zu empfindlich bist..aber das mit nicht so wirklich ernst nehmen mit dem Befinden nach der Chemo kommt mir bekannt vor...mein Mann unterstützt mich ja im Haushalt...(es geht natürlich nicht ohne Murren) aber da es mir nach der zweiten Chemo zwei Tage ganz gut ging, kommt jetzt jedes Mal...ja wir könnten ja das machen, oder das machen...und ich muss ihm jedes mal sagen...lass mich einfach in ruhe mir geht es gar nicht gut...(habe starke problem mit übelkeit...) und er meint immer "ja aber nach dem zweiten mal ging es dir danach doch so gut..." tja..ich denke mal das ist auch eine art von verdrängen der tatsachen...und wenn er deiner tochter und schwiegersohn zugesagt hat will er etwas normalität reinbringen und will dich vielleicht dazu "zwingen" dich aufzuraffen nur ja nicht dran denken zu müssen....
ich finde es schade dass dich dein mann so ganz mit dem haushalt hängen lässt aber ich muss einer meiner vorschreiberinnen recht geben...sei du auch egoistisch...schliesslich geht es dir nicht gut und wenn du trotzdem immer versuchst den haushalt zu schmeissen, zu kochen...usw...wird er es nicht ernst nehmen! sag ihm was zu tun ist und wenn er dir nicht hilft dann bleibt es halt liegen ( so mach ich das inzwischen, damit er sieht was ich immer sonst mache!) ich wünsche dir dass es doch noch klappt dass du mehr unterstützung bekommst

GLG
Steffi:winke:

gilda2007
05.09.2010, 00:55
Ich muss hier auch mal eine kleine Lanze für die Männer brechen: Klar verdrängen sie die Krankheit der Partnerin oft gerne oder haben keine Lust, dass sich (auch) ihr Leben ändert und halsen der Partnerin zuviel auf. Ich erlebte das bei meinem Vater. Aber gleichzeitig ist es auch nicht leicht für sie, einzuschätzen, was wir noch machen können (und wollen) und was nicht, wenn wir einfach den Haushalt weiter schmeißen, mit der Begründung, dass er es ja nicht mache. Ich wollte während der Chemo (und auch sonst) nicht betuttelt werden. Er dachte, er hilft mir, indem er mich ablenkt, und überforderte mich während der ersten Zyklen. Wir mussten einfach beide lernen: Ich, dass ich ihm klar sagen muss, was geht und was nicht geht. Er, dass ich es auch nicht immer wusste, und selbst erst schauen musste, was gerade geht und dass es nach jeder Chemo anders war. Das Mantra meiner Ärztin war übrigens, dass man aktiv bleiben muss. Prima, dachte ich, sie macht ja nicht die Chemo.

Wie immer hilft nur reden und lassen, was nicht geht. Es hilft niemandem, wenn man sich zum Märtyer macht.

Sousha
05.09.2010, 20:52
Hallo Ängel,

ich lese mich hier gerade durch diesen Thread und vieles was geschrieben wurde kann ich nachvollziehen oder dem zustimmen.

Weißt Du, ich glaube, ich kenne Deinen Konflikt sehr gut und kann verstehen, dass trotz der Krankheit auch noch berechtigte Wünsche der anderen Familienmitglieder da sind. Ich wollte damals bei der Ersterkrankung niemandem zur Last fallen und auch nicht, dass sich das ganze Leben von uns 5 nur um meine Krankheit dreht. Ich habe den ganzen 5-köpfigen Haushalt geschmissen und meine Freundin kam nach Hause , alles war gewaschen, gebügelt, geputzt, eingekauft, gekocht, die Hausaufgaben gemacht.... ich dachte damals, ich könnte mich ja nützlich machen und sie entlasten, wenn ich schon nicht arbeite. Niemand verlangte dies von mir. Ich machte es, weil ich so gestrickt war.

Das Ergebnis war, dass niemand wirklich wahrnehmen konnte, wie krank und erschöpft ich war. Ich sagte das zwar, aber ich verhielt mich anders. So sah auch niemand ein, warum man auf mich Rücksicht nehmen sollte; schließlich funktionierte ich ja nach wie vor. Ich kenne auch das Gefühl, dass ich es schön machen will, wenn gäste da sind. In dem Punkt hat meine fehlende Rücksichtnahme mir selbst gegenüber dazu geführt, dass keiner auf mich Rücksicht genommen hat und ich mir dies aber sehr gewünscht hätte und echt gefrustet war.

Heute denke ich anders darüber. Nach der zweiten Erkrankung hat sich viel für mich geändert. Ich anerkenne, dass ich bestimmte Dinge nicht mehr, oder manchmal nicht tun kann und möchte, weil meine Energiereserven nicht reichen. Mittlerweile lebe ich alleine, da ist es einfacher. Dennoch habe ich Familie und Freunde und Beruf und gehe gerne zu Einladungen oder lade selbst ein - so es mir möglich ist. Und ich sage auch Verabredungen ab, wenn es mir an den betreffenden Tagen nicht gut geht. Mittlerweile habe ich kein schlechtes Gewissen mehr deswegen und ich drücke mich auch klarer aus als früher. Mir geht es sehr gut damit und ich bin auch kein egoistisches, rücksichtsloses Arsch... geworden; ich achte einfach mehr auf mich. Und damit kann mein Umfeld umgehen.

Ängel, ich würde Dir raten auf eine Verschiebung zu bestehen in Deinem Interesse. Du benötigst sehr viel Kraft für die Behandlungen und ich meine nicht, dass Unverständnis von anderen Dir jetzt noch Kraft rauben darf. Du hättest nix von dem Besuch, selbst wenn sie Dich mehr unterstützen würden als Du momentan annimmst. Du hättest vielleicht immer ein ganz unentspanntes Gefühl dabei und würdest ja spüren, dass es Dir eigentlich zu viel ist.Diesen Konflikt musst Du lösen und einen Weg finden Deine Interessen und Bedürfnisse zu sehen. Wie weit Du Dich in der Lage siehst, diesen Konflikt mit Deinem Umfeld zu diskutieren weiß ich nicht.

Ich habe die sehr positive Erfahrung gemacht, dass meine klare Ausdrucksweise und mein entsprechendes Verhalten gut von den anderen angenommen wurde, weil sie einfach wissen woran sie sind. Ich denke nicht, dass ich weggehen würde für diese Zeit; es ist Dein zuhause.

Und noch was: Ich finde NICHT!!!, dass Du überempfindlich bist. :boese:

Ich wünsche Dir die für Dich richtige Entscheidung zu treffen.

Eine ganz liebe- und kraftvolle :knuddel:


Sousha

ängel
06.09.2010, 13:57
Ach, liebe Sousha,
du triffst des Pudels Kern. Meine ganze Familie und die meines Mannes sind es einfach gewohnt, dass ich alles mache.
Aber du hast recht, ich habe auch viel mehr Angst davor, dass ich eigentlich gar keinen sehen will oder den Mund aufmachen, wenn mir das Fieber und Unwohlsein im Nacken sitzt und immer nur ins Schlafzimmer zurückziehen will ich auch nicht.
Nun bekamen wir noch einen Anruf von meinem Cousin: ich habe gebucht, wir kommen dann und dann.
Nun kommen 5 Personen am Mo, wollen sich Die in Stockholm aufhalten und Mi wieder fahren.
Am Die kommen dann die Tochter meines Mannes mit Mann und am Mi soll ich die Chemo bekommen.
Meine jetzige Chemo ist verschoben von Mi auf Do, ich will mal fragen ob wir bei Do bleiben können, das würde dann besser passen, denn der Besuch muss vom Flugplatz geholt und gebracht werden.
Es ist ja noch bisschen Zeit hin bis Oktober, irgendwie werden wir das Kind schon schaukeln.
Aber zu buchen, ohne vorher nachzufragen, ja sind die denn alle verrückt geworden? Wenns kommt, kommt alles auf einmal.
Ich lass es rankommen, vielleicht kann die Tochter meines Mannes mal die 5xBettwäsche waschen,aufhängen und bügeln. Hi,hi:lach:
Ängel

Sophia65
06.09.2010, 14:04
Liebe Ängel,

ich verfolge deine Geschichte schon einige Zeit und habe gerade den Thread hier gelesen.

Ich finde nicht,dass du zu empfindlich bist - man kann auch sagen, dass du sensibel (geworden?) bist dafür, wo deine Grenzen sind, was Belastbarkeit in vielerlei Hinsicht angeht.
Und das ist etwas sehr Gutes, auch wenn die Sache mit dem Grenzen setzen erstmal nicht besonders angenehm ist , schon garnicht, wenn man Chemo macht und seine Energie braucht, um da einigermaßen durchzukommen.

Trotzdem denke ich, es lohnt sich, diese Energie aufzuwenden und den Menschen, die jetzt zu hohe Erwartungen an dich haben, zu zeigen , dass du diese Erwartungen nicht erfüllen kannst und möchtest.
Sicher ist es schwer, das durchzuhalten, wenn der Besuch dann da ist - man möchte dann doch funktionieren....
Aber stell dir mal vor, du wärst in dieser Zeit wirklich nicht zuhause, dann müsste es ja auch irgendwie gehen und meistens tut es das auch...

Ich würde dir jedenfalls wünschen, dass du es schaffst, dich auszuruhen, wenn du es brauchst und alles anstrengende an den Besuch und deinen Mann zu delegieren.
Ich glaube, es ist aber notwendig , dass du es auch ganz konkret sagst und die Entlastung einforderst:" Macht bitte dieses und jenes, ich kann es nicht tun ."
Ich glaube, dein Umfeld muss lernen, dass du Grenzen und eigene Bedürfnisse hast, aber dazu musst du es ihnen mitteilen und dich dann auch wirlich mal zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf lassen.
Was wäre das Schlimmste, was passieren würde, wenn du das tust?
Alles Gute und Liebe Grüße
Sophia:winke:

ängel
07.09.2010, 09:40
Danke Sophia,
ich glaube schon dass man von mir gewohnt ist dass ich alles schön mache und da muss ich eben konsequenter sein und einfach mal sitzen bleiben.
Aber es ist auch nicht einfach. Wenn der Besuch kommt will man ja auch gerne sein eigenes Essen vorsetzen und zeigen wie gut man kochen kann.
Aber ich überlege schon was ich vorkoche.
Und das Waschen der Wäsche muss dann einfach warten bis ich wieder kann.
Ich musste euch einfach fragen ob ich das vielleicht falsch sehe und zu empfindlich bin.
Und da habt ihr mir schon sehr geholfen.
Ängel:engel:

Wurmi
07.09.2010, 11:28
Hallihallo Ængel,

ich kenne das auch, da hatten wir uns "Hilfsbesuch" ueber Weihnachten eingeladen, die uns dann mit dem Essen machen, der kleinen Tochter etc. helfen sollten und wollten, haben sogar die Anreise bezahlt! Und was passiert? Die guten machen nicht den kleinen Finger krumm und lassen sich bedienen von vorne bis hinten von meiner Mama und mir..... und mir ging es sooooo dreckig! Die "Gæste" sind dann auch frueher abgereist,..... . Es ging nicht....
Seit dem habe ich wirklich gelernt, ich lade mir nur Leute ein, die selber Betten machen, auch mal einkaufen gehen fuer mich etc. Und, ich muss dazu sagen, dass ich einen fantastischen Mann habe!!!! Wir sind uns aber auch ganz klar darueber, dass eine solche Erkrankung eine Beziehung entweder enger zusammenschweisst oder genau das Gegenteil. Bei uns ist es zum Glueck gut gegangen.
Ich wuerde meinem Mann sagen: Du machst die Betten und kaufst ein und sagst Deiner Tochter, dass sie bitte Essen kochen soll. Ansosnten kønnen die ja auch Essen bestellen und bezahlen. Ich bin hærter geworden seit ich die Diagnose bekommen habe. Frueher habe ich immer ja gesagt und alles gemacht fuer andere, aber nun nicht mehr. Ich sage nicht immer nein, aber ab und zu schaffe ich es :-).

Tja, man kann nicht aus seiner Haut, so etwas ist ein Prozess, der Zeit dauert.
Ich druecke Dir die Daumen fuer Deinen næchsten Arzttermin!!!!!
Ganz liebe Gruesse,
Wurmi

mutzilein
07.09.2010, 16:17
Hallo Ängel,

deine Situation erinnert mich sehr gut an meine eigene, vieles gleicht sich und ich kann dich sehr gut verstehen. Aber ich weiß auch, dass ich meinen Anteil daran habe, nämlich dass ich früher immer alles alleine „gewuppt“ habe und die lieben Kinder meines Mannes verwöhnt habe mit allem was dazu gehört und nie gesagt habe, wann mir etwas nicht passte.

Zitat von dir:
Das Schlimme ist, dass mein Mann sich um sich selbst dreht und meinen Argumenten nicht mehr zugänglich ist. Seine Tochter braucht nur einen Wunsch zu äussern schon springt er, und er fragt dann nicht mehr was ich dazu sage.

Auch das kenne ich nur zu gut und leider ist es mittlerweile so, dass nicht nur mein Verhältnis zu seinen Kindern schlecht ist, auch unsere Beziehung leidet sehr darunter. Ich habe zunehmend das Gefühl, dass seine Tochter von ihm die Bestätigung haben möchte, dass sie immer die Nr. 1 in seinem Leben ist. Dabei merkt sie nicht, wie ihr Vater darunter leidet, sich zwischen ihr und mir sozusagen entscheiden zu müssen. Da ist wohl ein Konkurrenzkampf da, eine Eifersucht auf mich und sie weiß nur zu genau, wie sie ihren Vater zu packen hat.

Ein Beispiel von mir: Ich habe immer, wenn seine Kinder ihren Besuch angesagt hatten (oft mit Partnern, dann also zu viert) gefragt, was sie gerne essen möchten und habe diese Wünsche dann auch erfüllt. An Weihnachten sollte es immer Gans mit allem Drum und Dran sein. Dummerweise hatte ich eine Chemo zwei Tage vor Heiligabend, zudem noch die erste von 4 mit Taxol, da hatte ich 4x AC schon hinter mir. Ich wusste also nicht, was auf mich zukam und wie es mir damit ging, zudem schon ziemlich geschlaucht von den anderen Vieren. Die Kinder waren zu der Zeit beide Single und hatten die tolle Idee, am Heiligabend einen „Familientag“ zu machen, nur der Vater und die beiden Kinder wollten etwas zusammen unternehmen und abends sollte es dann etwas zu essen geben. Gut habe ich gesagt, dann gibt’s Kartoffelsalat mit Würstchen, die Gans fällt dann dieses Jahr aus, das schaffe ich nicht alleine und außerdem möchte ich nicht alleine sein und würde meine Zeit mit meiner Familie verbringen. Oh ha – da hatte ich was gesagt, das erste Mal überhaupt und seitdem (4 Jahre ist das her) verschlechtert sich das Verhältnis zunehmend, weil ich meinen Mund nicht mehr halte. Mir wird unterstellt, ich verwehre der Tochter den Umgang mit ihrem Vater. Mein Mann hatte zu diesem Heiligabenddebakel keine Meinung und sagte, das wäre doch normal, dass die Kinder auch mal was mit ihm alleine unternehmen wollten, zumal sie so weit weg wohnen (500 km).

Die Tochter sagt was sie will sehr genau und auch das was ihr nicht passt, der Sohn ist etwas rücksichtsvoller, hält aber zu seiner Schwester – klar. Seitdem ich versuche, mich diesem Verhalten anzupassen, gehen wir uns mehr oder weniger aus dem Weg, Besuche bei uns finden nicht mehr statt.

Hierzu gibt es ein mehr als zutreffendes Zitat, weiß leider nicht von wem:
Der Umgang mit einem Egoisten ist darum so verwerflich, weil einem die Notwehr allmählich dazu zwingt, in seine Fehler zu verfallen.

Ich kann dich eigentlich nur in deinem Denken bestätigen, dass du mehr auf dich und dein Wohlbefinden achten musst und finde es schade, dass dein Mann dich so wenig versteht.

Für deine bevorstehende Chemo wünsche ich dir viel Kraft und dass es einigermaßen erträglich verläuft. Das gleiche gilt für den Besuch…

LG Grüße von der Mutz

ängel
07.09.2010, 23:32
Vielen Dank Mutz,
ja vieles was du schreibst kommt mir bekannt vor.
So einen kleinen Knacks hat das Verhältnis zu seinen Kindern leider auch schon bekommen.
Als mein Mann voriges Jahr 70 wurde luden sich alle Kinder, teilweise noch mit Enkeln, selber ein. Die Schwester meines Mannes kam dann auch noch mit, aber sie ist so eine goldene Seele. Hat mein Alter und hilft sehr.
Die Kinder meines Mannes packten dann die Geschenke für meinen Mann aus, ohne mich dazuzuholen und hatten auch weder für unsere 2 Kinder, noch für mich etwas mitgebracht.
Aber was mich wirklich ärgerte, sie hatten für ihn ein Puzzle und ein T-Shirt machen lassen mit Fotos von allen Kindern, Enkeln, Schwester, Tante, Neffen, Tochter des Neffen und sagten:"Jetzt hast du deine Familie immer bei dir." Und so sagte es auch mein Mann zu den Gästen:"Jetzt habe ich meine Familie immer bei mir."
3 Bilder waren mit Blumen besetzt und ich frage mich, warum haben sie nicht uns 3 da reingestzt, dann hätte es gestimmt.
Und dann haben sie eben nichts gemacht, sich bedienen lassen und mit meinem Mann erzählt. 19 Jahre habe ich versucht, eine Familie draus zu machen und dann fühlt man sich einfach zur Seite geschoben. Jedes Jahr Weihnachtsessen bei uns und fast jedes WE im Garten (als wir noch in D wohnten).
Seine Schwester kam nach der Feier und sagte:"Was du machst für die Familei deines Mannes würde nicht jeder machen. Das ist anzuerkennen."
Dieser Geburstag hat einen richtigen Riss bei mir gemacht.
Meine 2.Chemo ist heute um eine Woche verschoben worden, meine Blutwerte sind nicht in Ordnung. Wenn es dann in der Reihe bleibt wäre es gut für den Besuch. Aber wer weiss was bis dahin noch kommen kann.
Mal sehen, was die Ärztin, wieder eine neue, der alte ist wohl in Rente, am Do zu sagen hat. Ich hoffe sehr, es ist nichts.
Ängel

mutzilein
07.09.2010, 23:38
Hallo ängel,
darf ich dich fragen, wie alt du bist ?

LG die Mutz

Boxerhund1
08.09.2010, 00:06
hallo Leute,

ich hab bisher einfach nur mitgelesen, aber ich verfolge mit immer größerer Verwunderung eure Geschichten.

Du lieber Himmel, ihr seid erwachsene, erfahrene Frauen - wieso laßt ihr euch so unterbuttern und ausnutzen, und das noch dazu zu einer Zeit, wo ihr mitten in der Behandlung steckt und eure Kraft für euch braucht? :eek:

Wieso laßt ihr es zu, daß rücksichtslose Besucher aus der Familie euch quasi zu Dienstmädchen degradieren?

Versteht mich bitte richtig: Ich bin keine männermordende Radikalemanze :boese::D - aber daß ihr in eurer momentanen Situation auch noch glaubt, beweisen zu müssen, wie gut ihr kochen könnt und daß ihr perfekte Gastgeberinnen sein könnt - das muß doch wirklich nicht sein, oder? :boese:

Als Erstes ist da mal eine klare und sehr deutlich Ansage an eure Männer nötig, daß IHR diejenigen seid, die jetzt Hilfe brauchen.
Und wenn dann die Familie kommt, dann können die gerne außerhalb in Hotels/Pensionen einquartiert werden und mal kurz zum Kaffee kommen - aber alles Andere findet außerhalb statt.
Und wenn die Familienheimsuchung motzt, dann ... was juckt es euch? Sollen sie motzen.
Wenn euren Männern dafür dann das Verständnis fehlt, dann solltet ihr euch überlegen, ob sie die richtigen Partner für euch sind, wenn sie in eurer momentanen Situation so agieren. Das ist genau das, was ihr ihnen auch in aller Deutlichkeit sagen solltet.

Also - ihr habt jedes Recht, Rücksicht und Hilfe einzufordern. Tut es! :cool:

Luischen
08.09.2010, 00:17
Hallo Ängel,
ich habe da nicht viele Worte....nur diese...dem Besuch würde ich absagen und die schwere Zeit der Chemo mit Menschen, die dann einfach nur für dich da sind, verbringen und durchstehen.
:knuddel::knuddel::knuddel:

ängel
08.09.2010, 10:01
Mutzi,
ich bin jetzt 52.
Ja, ihr habt recht. Das dumme war wohl, dass ich das von Anfang an falsch gemacht habe und mich von Anfang an zur Seite hab drängen lassen und die Karre falsch eingefahren ist.
Wenn ich mit meinem Mann drüber sprechen wollte gab es immer Ärger, weil er mich nie verstehen konnte und es immer anders sieht.
Zum Schluss habe ich aufgegeben, dann sind wir nach Schweden gezogen und das ganze Theater habe ich nun 2-3x im Jahr.
Es tut nur gut mit euch darüber zu sprechen und zu lesen dass ihr mich versteht.
Dieses Mal werde ich einfach mal mehr auf meinen Körper hören und auch mal nein sagen.
Ängel

Luischen
08.09.2010, 12:13
............dafür wünsche ich dir viel Kraft :pftroest:

mutzilein
09.09.2010, 23:09
Hallo ängel,

ich hatte gelesen, daß dein Mann letztes Jahr 70 geworden ist, deshalb fragte ich nach deinem Alter... weil - meiner wird nächstes Jahr 70 und ich bin 47. Also ähnliche Konstellation alterstechnisch.

Manchmal frage ich mich, ob bei solchen Themen auch der Altersunterschied beginnt, eine Rolle zu spielen. Andere Generation, andere Erziehung usw. Hast du ein ähnliches Empfinden?

LG von der Mutz

Ortrud
09.09.2010, 23:20
Hallo,

mein Herr L. wird dieses Jahr 74.

Er schmeißt den Haushalt. Das hat er schon vor meiner Erkrankung gemacht. Er passt auf, dass ich mich nicht übernehme.

Bein Einkaufen sind 500g Kaffee zu schwer zum Tragen für mich.

Also auf deutsch, er ist rührend fürsorglich.
Hätte Ängel einen solchen Ehemann, hätte sie keine Sorgen, zumindest nicht in dieser Hinsicht.

Natürlich hat Herr L. auch Fehler, die sind aber anderer Art.

mutzilein
09.09.2010, 23:27
Hallo Ortrud,

freu mich für dich, daß dein Herr L. so fürsorglich ist. Seit meiner Rentner ist engagiert er sich sehr im Haushalt, macht alles außer kochen, ich finde es toll. Die Probleme sind halt anderer Natur und da fragt man sich schon, ob es ein Generationsproblem ist.

LG von der Mutz

Ortrud
09.09.2010, 23:35
Hallo Mutzi,

da habe ich offenbar etwas missverstanden. Ich war der Meinung, Ängel hat zu wenig Entlastung.

mutzilein
09.09.2010, 23:48
Du hast das schon richtig verstanden, vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt.

LG

Mampi
10.09.2010, 05:09
Liebe Ängel,

eigentlich wollt ich hier im Forum nix mehr schreiben - eigentlich...

Ja, ihr habt recht. Das dumme war wohl, dass ich das von Anfang an falsch gemacht habe und mich von Anfang an zur Seite hab drängen lassen und die Karre falsch eingefahren ist.

Was vor einiger Zeit noch gut und richtig war, muß jetzt - nur weil sich Deine persönlichen Empfindungen geändert haben - nicht automatisch schlecht und falsch sein. Du bist, nach Deinen Beiträgen zu schließen, eine herzliche, liebevolle Frau (so ein Mamatyp eben) der nicht aus Selbstdarstellung und Selbstbeweis den Laden wuppt, sondern weil Du das willst und es wohl auch ein großer Teil Deiner inneren Einstellung bedeutet, nicht (nur) zu nehmen sondern aus vollem Herzen zu geben und jedem nur das Beste wünschst.

Vieles was mit dieser Krankheit und der Therapie an Übles zusammenkommt, kommt ja meist nicht von heut auf morgen sondern eher schleichend. (so zumindest mein Empfinden nach der 4. FEC). Aber genau das "Heranschleichen" mancher Probleme macht es auch so schwierig. Da schleicht eben vieles und irgendwann steht man vor einem riesigen Berg und weiß gar nicht, wie man da drüber kommen soll, ohne seine bisherige Einstellung oder Verhaltensweisen zu ändern.

Wenn ich mit meinem Mann drüber sprechen wollte gab es immer Ärger, weil er mich nie verstehen konnte und es immer anders sieht.

Er kennt es wohl nicht von Dir, dass Du auch mal "schwach" bist (wobei! Du bist nicht schwach - es geht halt manches einfach nicht - hat nichts mit Schwäche zu tun!). Mit Abstrichen warst Du sicherlich immer noch der selbe harmonische und zupackende Typ wie sonst auch. Wie soll er von jetzt auf dann auch kapieren, dass es nun nicht mehr so ist?

Ein klares NEIN Deinerseits zu diesem Besuch hätte ihn sicherlich von den Socken gerissen (und wäre für Dein inneres Gefühl auch nicht gerade dienlich). Manchmal ist es ganz schön kompliziert Kompromisse zu finden, dass alle einigermaßen zufrieden sind. Die sollten aber in Deiner Situation vorher gefunden und geklärt werden, damit jeder weiß "woran er ist" und welche Aufgaben bzw. Änderungen auf den jeweiligen zukommen. Vor allem, nicht nur auf diesen Besuch gemünzt sondern generell, was Euer Zusammenleben angeht.

Liebe Ängel, zuzugeben, dass man manches einfach nicht mehr leisten kann beweist manchmal wesentlich mehr Mut und Stärke als Dinge hinzunehmen und so weitermachen wie bisher.

Liebe Grüße
Mampi

ängel
10.09.2010, 10:32
Ja, irgendwie glaube ich auch nicht dass es ein Altersproblem ist.
Nur, dass er eben schon erwachsene Kinder und Kindeskinder hat.
Ich habe auch erlebt, dass nicht nur ich, sondern auch unsere Kinder (meinen Sohn hat er adoptiert und eine gemeinsame Tochter) hinter den Kindern und Enkelkindern erster Ehe zurückstehen müssen.
Ich glaube, das hängt damit zusammen dass er meint was gut machen zu müssen.
Ich habe wahrscheinlich schon bei den ersten Chemos zuviel gemacht, weil es einfach gemacht werden musste. Es liegt wohl in seiner Natur, wenn ich mich hochrappele steht er auch auf und so lange ich sitze und liege, tut er es auch.
Es stört mich nicht so lange wir alleine sind. Aber wenn Besuch kommt, heisst es ja schon im voraus einkaufen, kochen, Wohnwagen putzen, Betten machen. Dann Frühstück, Mittag, Kaffee, Abendbrot wenn der Besuch da ist. Und vor allem, es ist immer jemand da, man kann sich nicht zurückziehen. Und im Nachhinein bleibt die Bettwäsche. Es sind einfach nicht nur die jeweiligen Besuchstage, die ja an sich schon anstrengend sind. Und ich konnte einfach nicht verstehen, warum man genau jetzt kommen muss und man mich nicht versteht, auch wenn ich es sage und warum mein Mann so wenig Verständnis hat.
Ûbrigens hängt jezt alles in der Luft.
Ich war gestern bei einer neuen Ärztin (lustig: sie war aus dem Irak, Iran, die andere aus Polen, ich aus Deutschland und alle in Schweden). Nun soll ich heute nochmal die Karbiplatinchemo bekommen und dann in 2-3 Wochen soll OP erfolgen und die Ärztin will dass die Brust abkommt. Ich will das eigentlich nicht, hab grosse Angst davor, der Chirurg wird es wohl entscheiden. Und danach kommt noch 4x Chemo, aber sie will wieder wechseln auf EC/Taxotere. Diese Chemo jetzt haut meine Blutwerte so runter mit Fieber.
Gott sei dank hat das CT keine metastasen gezeigt!:)
Also der ganze Zeitplan und Plan hängt irgendwie noch in der Luft.
Ich versuche, alles rankommen zu lassen.
Das war jetzt viel, danke dass ihr an mich denkt:1luvu:
Ängel

Regina_Beate
10.09.2010, 16:08
Hallo, Ängel!

Ich lese Deine Geschichte mit "Kopfschütteln". Einmal darüber wie unsensibel Deine Familie ist, zum anderen begreife ich nicht, warum Du nicht Tacheles mit ihnen redest. In Deiner jetzigen Situation ist einzig und allein Dein Wohlergehen wichtig. Das heisst im Klartext: Nur Dinge tun, die Dir Spass machen und Dir gut tun!!!! Lass Deine Familie im Hotel oder in einer Pension wohnen und mach Ihnen unmissverständlich klar, dass Du nicht der Putzlappen für die ganze Baggage bist!!!!

Das kann doch nicht so schwer sein, ein wenig Egoismus an den Tag zu legen.

Aber, wir Frauen haben ja einen Sprachfehler. Wir können so schlecht "nein" sagen. :tongue

Dazu wird es aber langsam mal Zeit. Also trau Dich!!!! ;)

Alle Gute
Regina Beate

Wurmi
10.09.2010, 18:48
Liebe Ængel!
Ich freue mich soooo sehr, dass keine Metas gefunden wirden! Jippieh!!

Meine Brust ist auch weg und ich lebe gut damit! Es ist nicht so schlimm wie ich damals gedacht hatte, bzw. ich denke heute gar nicht mehr darueber nach!!!

Liebe Gruesse,
Wurmi

Ilse Racek
11.09.2010, 10:07
@ängel :knuddel:

ich finde auch, dass das CT-Ergebnis ein gutes Zeichen ist :pftroest:

Wegen des weiteren Vorgehens der Ärzte (Zeitplan und etvl. Enfernung der Brust) wird doch sicher nochmal ein Konzilium der Fachleute abgehalten und danach mit Dir ausgiebig gesprochen :undecided:
Wahrscheinlich wird die Vorgehensweise (Ablato oder nicht) nicht die Entscheidung allein Deiner Ärztin sein :o.



Ich denke an Dich :1luvu:


Lieben Gruß :winke:

ängel
11.09.2010, 12:45
Ach Ilse,
ich glaube nicht dass noch mal mehrer Ärzte zusammen kommen. (Die haben ja kaum welche! Weil wir ein Universisetsklinikum sind werden hier dauernd neue Ärzte durchgeschleust. Zwei alte Paddys, die ich hatte und sicher Erfahrung hatten sind wohl in Rente gegangen.)
So wie ich das sehe spricht sie wirklich nur mit dem Chirurgen.
Und was meinst du, das ist nicht allein die Entscheidung meiner Ärztin? Meinst du, ich könnte da mitreden? Ich wollte eigentlich mit aller Gewalt drum kämpfen, denn weder der 1. noch der 2. tumor sassen direkt in der Brust und Mammo weist immer alles gut aus. Allerdings jetzt wo ich überlege hat er, der Ultraschall-arzt, was von fibrosem Gewebe gesagt.
vielleicht ist es doch besser?
Ach, ihr seid lieb, danke dass ihr mich lest und mit mir quatscht.
Ängel:prost:

Ilse Racek
12.09.2010, 10:07
:winke:

ich schicke Dir einmal mehr die allerbesten Wünsche :pftroest:

liebes Ängelchen :1luvu:

mit herzlichen Grüßen :knuddel:

:winke: :winke: :winke:

Sophia65
12.09.2010, 12:21
Hallo liebe Ängel, :engel:

ich freue mich auch sehr für dich, dass ansonsten nichts bei dir gefunden worden ist.:):)
Mir wurde auch die rechte Brust abgenommen 2007, nachdem nach 2 brusterhaltenden OPs immer noch Krebszellen im Randgebiet gefunden wurden.
Und ich muss sagen, dass ich rückblickend jetzt nach 3 Jahren froh war, dies mit meiner Ärztin so entschieden zu haben, denn meine Angst, dass was zurückbleibt in der Brust und das Ganze dann wieder von vorne beginnt, wäre zu groß gewesen.
Ich hoffe einfach, dass mich dieser Schritt vor einem Rückfall schützt.
Ich habe zwei Jahre ohne Brust gelebt und mich im letzten Jahr für einen Aufbau entschieden.
Falls bei dir ein Ablatio notwendig sein wird, hast du ja auch die
Möglichkeit, dich über verschiedene Wiederaufbaumöglichkeiten zu informieren und dir das zu überlegen, wenn ein Leben ohne Brust für dich im Moment nicht vorstellbar ist.
Ich dachte damals " Lieber verliere ich meine Brust, anstatt mein Leben".
Und das sehe ich auch heute noch so, obwohl ich meine Brust auch vermisst habe und deshalb ja jetzt auch im Nachhinein einen Aufbau gemacht habe.
Ich wünsche dir das Allerbeste und drücke dir die Daumen!
LG
Sophia

monkeponke
12.09.2010, 19:42
Hallo Ängel,

es liegt an Dir, ob Du Ihnen die Chance läßt, Dir zu helfen! Erkläre Ihnen wenn Sie kommen, dass Sie das Kochen und Aufräumen übernehmen müssen, da es Dir nach der Chemo nicht so gut geht. Dass Du Deinen Schlaf am Mittag brauchst und sie sich da alleine beschäftigen müssen.:megaphon::megaphon:

Laß einfach alles bleiben, versuch nicht perfekt zu sein, sonst können deine Kinder und dein Mann nicht sehen wie es Dir wirklich geht!

Laß Dir helfen und gib Ihnen die Chance etwas für Dich zu tun!

Akzeptiere, dass sie es auf Ihre Art tun müssen und Dich nicht kopieren können. Niemand ist so wie Du, aber Sie werden sich bemühen, wenn Du ehrlich zu Ihnen bist und Ihnen es auch zutraust.

Ich habe auch viele stunden gebraucht um das zu kapieren. :pftroest:

Gruß monkeponke

ängel
14.09.2010, 13:46
Danke,
ich muss mich einfach umstellen, das muss ich lernen. Es ist aber lieb von euch dass einige von euch zugeben, es selbst erst lernen zu müssen.
Ängel

Sousha
14.09.2010, 21:57
Hallo Ängel,

ich lese immer mit und bin hin und her gerissen.

Ich kann verstehen, dass Nein sagen so plötzlich ganz schwierig ist und gleichzeitig will ich Dir sagen: HAU REIN!

Deine ganze Planung hat sich verändert und Du kannst nciht wissen was auf Dich zukommt - außer: DIE FAMILIE KOMMT.

Hey, sag denen ab und schau, dass Du so viele Informationen bekommst wie Du brauchst. Vielleicht kannst Du noch einen Arzt in Deutschland zu Rate ziehen? Z.B. In Berlin, in der Charite, oder in München, im Klinikum Großhadern. Oder einer anderen empfehlenswerten Klinik in Deutschland.

Irgendwie hab ich das Gefühl Du traust Dich nicht als mündige Patientin mitzuentscheiden weil Du nicht genügend weißt. Ob Brust ab oder dran bleibt, das hängt ja von mehreren Faktoren ab. Und natürlich entscheidest Du das. Es gibt mittlerweile so viele Behandlungsmöglichkeiten. Ich habe das Gefühl, Du weißt nur das, was die Ärzte Dir sagen. Und manchmal ist das einfach nicht genug.

Laß Dich nicht so beschäftigen damit, ob die Familie kommt und wie du damit dann fertig werden kannst. Ich denke, Du solltest Dich damit beschäftigen, wie Du mit dem Krebs fertig werden kannst. Bei allem Verständnis für Deine Situation: Vergeude keine Zeit. Informiere Dich. Such Dir einen Arzt Deines Vertrauens. Hol Dir eine Zweit- oder Dritt-Meinung ein. Pack Deinen Koffer, wenn es sein muss und geh in eine Klinik in Deutschland und pack Deinen Mann gleich mit ein, damit er Dir beisteht.

Himmelherrgottnochmal.... ich muss Boxerhund wirklich an vielen Stellen zustimmen.

Ängel, ich will mit meinen Worten nicht auch noch Druck erzeugen, aber ich habe die ganze Rücksicht-auf-alle-anderen-Nummer durch und kenne die Konflikte, die damit einhergehen. Ich glaube Du mußt eine Entscheidung treffen: Bist Du Dir wichtig? Dein Leben? Ist Dir wichtiger, was andere über Dich denken? Bist Du ausreichend informiert durch die Ärzte über alle Optionen?

Da gäbe es noch viele Fragen.

Sorry, wirklich, ich will Dir nicht zu nahe treten. Ich möchte einfach, dass Du Dich dafür entscheiden kannst, was für Dich das Beste ist. Du bist krank. Willst heilen. Brauchst sowohl einen :engel: als auch ein :megaphon:, einen :boese:und vor allem ganz viele:knuddel:

Und: KRft

Ganz viel von all dem wünsche ich Dir

Sousha

Wurmi
15.09.2010, 01:50
Hi Sousha,
schøn geschrieben ;). Kann im Grossen und Ganzen unterschreiben.

Liebe Ængel,
mein Telefon ist immer offen fuer Dich ;).

Liebe Gruesse,
Wurmi

Lucky 2
15.09.2010, 02:24
Hallo Ängel,
auch ich gebe zu, daß ich das erst lernen mußte. Sind wir alle Kontrollfreaks? Wenn wir es nicht selbst machen ist es nicht richtig? Nein, Andere machen es nur anders, das müßen wir lernen zu akzeptieren.
Ich kann mich Sousha auch nur anschließen. Alles zu seiner Zeit und mitten in die Chemo zu platzen ist ja wohl mehr als unangemessen. Spanne deine unsensiblen Mitmenschen ruhig ein, nur so können sie verstehen wie es dir geht(das kannst du ja im Moment selbst nicht wissen). Ich glaube du hast einfach immer zu gut funktioniert und zu wenig auf dich selbst geachtet. Man kann das lernen, oder besser Frau, in unserer Situation, muß es lernen.
Ich wünsche dir viel Erfolg, Ich habe mir auch eine Zweitmeinung in Deutschland geholt, bei meiner Erstdiagnose. Meine Ärztin hat meine Beweggründe durchaus ernst genommen, ich kann in meiner Muttersprache reden. Sie meinte wenn sie eine ernsthafte Erkrankung hätte und wäre im Ausland, würde sie sicher auch zurück nach Belgien gehen. Es mag etwas umständlich sein, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Ganz liebe Grüße
Ute

Boxerhund1
15.09.2010, 03:10
Danke,
ich muss mich einfach umstellen, das muss ich lernen. Es ist aber lieb von euch dass einige von euch zugeben, es selbst erst lernen zu müssen.
Ängel

hallo Ängel ;)

ja glaubst du, ich hätte das "Nein sagen" nicht auch erst mal lernen müssen? ;)

Ich wurde erzogen zu einem höflichen Menschen, der Konflikten lieber aus dem Weg geht und seine eigenen Bedürfnisse im Zweifelsfall zurückstellt. Ich hab im Lauf meines Lebens immer mehr Zweifel gekriegt, ob das wirklich immer so richtig ist und so sein muß. Und ich war Mitte 40, als ich das dann endgültig abgelegt habe.
Konflikte nicht auszutragen, hat mich irgendwann meine langjährige Beziehung gekostet. Zuviel hat sich angesammelt gehabt, was dann irgendwann nicht mehr reparabel war. Zu lange hatte ich geschwiegen um des lieben Friedens willen.
Dann hatte meine Mutter zwischenzeitlich mal eine Myelitis mit Lähmungen der Beine durch eine Gürtelrose - und da hat sie sich aufgeben wollen. Sie wäre jetzt alt und krank und ich muß 24 Stunden am Tag für sie da sein. Die Myelitis war vollständig ausgeheilt, die Lähmungen weg - und wenn ich in dieser Situation nicht endgültig gelernt hätte, NEIN zu sagen, wäre sie nicht mehr auf die Beine gekommen. Durch mein "Nichtmehrfunktionieren wie erwartet" kam sie wieder auf die Beine - und hatte noch ein paar gute und aktive Jahre mit weitgehender Selbständigkeit und damit guter Lebensqualität - bis dann der Krebs sie endgültig eingeholt hat letztes Jahr.
Hätte ich damals nicht die notwendige Härte entwickelt - und es war ein paar Wochen lang wirklich hart - wäre sie ganz schnell bettlägrig geworden mit allen negativen Auswirkungen.

Das sind jetzt nur 2 Beispiele, wie ich gelernt habe, daß man manchmal NEIN sagen muß.
Ich laß mich heute nicht mehr grundlos anmotzen von jemanden, ohne daß derjenige es mit gleicher Münze zurück bekommt. Ich helfe nur noch da, wo ich selber es wirklich will. Das bedeutet zwar, daß man gelegentlich streiten muß, aber es ist ein weit besseres Gefühl, als sich dann überfordert zu fühlen, weil man wieder mal nachgegeben hat gegen den eigenen Willen und gegen die eigenen Bedürfnisse.

Wenn ich jetzt deine Situation betrachte, dann hast du noch weit mehr das Recht als ich damals, NEIN zu sagen. Du bist grad in einer Situation, wo du jedes Recht hast - und dir selber gegenüber sogar die Pflicht - diesen rücksichtslosen Anhang deines Mannes auf Distanz zu halten und notfalls auch zur Mitarbeit zu verpflichten.

Man kann das lernen - das NEIN sagen ;) Ich hab's gelernt - andere hier haben es auch gelernt - und du kannst das auch :prost:

Wünsche dir weiterhin alles Gute und toitoitoi :prost:

ängel
16.09.2010, 12:44
Ja, Boxerhund, ich habe dich gut verstanden.
Es scheint so, als hätte ich sogar schon ein wenig dazugelernt.
Ich dachte heute morgen:- Angela, du kannst doch nicht den ganzen Morgen auf der Couch verbringen, kommst gerade aus dem Bett, du musst doch was tun!-Und dann plötzlich machte es im Gehirn tick und ich sagte mir:-Nein, du fühlst dich miserabel, deine letzte Chemo ist 6 Tage her, du bist schlapp, es rumort im Bauch, di hast keine Lust was zu tun, dann tust du auch nichts. Du fühlst dich krank, dann darft du auch krank sein!_
Ist das nicht schon ein Fortschritt?
Nein, nach D will ich nicht zurück. Dann müsste ich im Haus meiner Eltern wohnen und wenn nicht, müsste ich sie trotzdem pflegen. Das wäre dann keine Erholung, da käme ich vom Regen in die Traufe. Ich werde mich hier durchkämpfen, leider ist mir zur Zeit die Puste ausgegangen. Ich mag nicht mehr kämpfen. Zur Zeit will ich einfach meine Ruhe. Vielleicht könnt ihr das auch verstehen. Könnte mich schon wieder ärgern, gestern wollte die Ärztin anrufen und sagen wie es weitergeht. Nitschewo. War irgendwie zu erwarten. Ich habe keine Lust mehr anzurufen und nachzufragen. Irgendwie habe ich zur Zeit einfach keine Pust, Lust, kraft was auch immer mehr.
Ängel

katerwolf
16.09.2010, 18:52
ich finde deine reaktion und deine angst sehr verständlich. kenne ich selbst zu gut. wenn man weiß, dass die belastbarkeit stark herabgesetzt ist, kann man auch einschätzen, welche situationen einen überfordern. die von dir geschilderte ist so eine. jetzt kommst du da natürlich nicht mehr raus.

ich würde dir aber empfehlen, mit deinem mann und dem besuch offen zu sprechen wenn sie da sind und ihnen ausdrücklich zu sagen, dass es dir sehr schlecht geht und du mit der situation überfordert bist. und bitte sie um hilfe und verteile aufgaben im haushalt an sie. und leg dich ins bett, wenn dir danach ist, sollen sie halt ne pizza essen gehen und dir eine mitbringen.

lass dich nicht stressen, wenn es irgendwie geht!!!

liebe grüße und kopf hoch, katerwolf

GreenEye1972
18.09.2010, 08:37
Hallo zusammen!

NEIN :engel: - Du bist nicht zu empfindlich!!!!

Ich schreibe hier als Angehörige, meine Mutter 72 J. hat Brustkrebs - mein Vater verstarb 12/07 an Lungenkrebs. Ich kann hier 3 Berichte zum Besten geben und werde Sie in Kurzform halten - sonst schreib ich mir die Finger Wund.

- Mein Vater war damals grad daheim nach einem Krankenhausaufenthalt. Sein Zustand war zwar stabil - Er fühlte sich auch "recht ordentlich", da wollte der Sohn meiner Mutter (aus erster Ehe mit Frau + Tochter) zu Besuch kommen. Zu dem Zeitpunkt war klar, dass man meinem Vater nicht mehr helfen konnte. Aber die Besuchs-Anfrage kam vorab telefonisch, ob es denn Recht sei. Anwort von meinem Vater: "NÖ! Ich weiss es zu schätzen, aber ich will nicht - es ist mir zuviel und an Mama bleibt alles hängen!" Die 3 sind dann nicht gekommen, hatten vollstes Verständnis für den Entscheid meines Vaters. Der Besuch kam .... wenig später .... zur Beerdigung meines Vaters.

- Seit Vater nicht mehr ist, bin ich mit meiner Mama allein. Sie hat zwar neben Ihrem Sohn noch eine Tochter, aber beide wohnen 800 km weit weg. Sie leiden sehr darunter, weil Sie mal nicht eben vorbei schauen können. Sie können meiner Mom nicht helfen ... und mir auch nicht. Wir telefonieren mehrmals wöchentlich, aber Sie können uns nur mental unterstützen. Es bräuchte aber nur 1 Anruf meinerseits - und beide würden in kürzester Zeit auf der Matte stehen und HELFEN, was zu helfen ist und es wäre egal, ob es kochen, putzen, bügeln, oder auch die "unangenehmen Dinge" sind. Es wäre das selbstverständlichste von der Welt.

- Zum Thema empfindlich: Ich gebe allen meinen Vorrednern Recht, allen. Du MUSST an Dich denken und die Entscheidungen so treffen, dass es für DICH passt, denn wenn der Besuch weg ist, fragt in DEINEM FALL keiner, ob es für Dich toll war und ob Du den Besuch als hilfreich erachtet hast.

Ich weiss gar nicht, wie es schreiben soll - ohne, dass ich hier auf Missverständnis stosse, weil ich absolut KEINEM hier zu Nahe treten möchte, es ist ein sehr schwieriges Thema und ich bin auch mehr als 1x in den Fettnapf getreten und das in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Zum 2. Mal nun muss ich als Tochter zusehen, wie der Krebs erst meinen Vater zugrunde gerichtet hat - nun ist es meine Mutter.

Ich weiss nicht wie es ist, wenn man einem sagt, dass man Krebs hat. Ich weiss nicht, wie man sich fühlt, wenn man tagelang göbelnder Weise in der Ecke liegt. Ich weiss nicht wie es ist, wenn man einem die Ärzte sagen, tut mir Leid, wir können nichts mehr für Dich tun. Ich weiss es schlichtweg nicht. Aber ich weiss, wie man sich fühlt, wenn man als Angehöriger daneben steht und nicht helfen kann. Man hilft wo man helfen kann, opfert sich auf bis zur Selbstaufgabe aber man kann seinen Eltern, den Kindern, oder auch dem Partner nicht das Leiden ersparen. Oft sind es die nächsten Angehörigen, die manchmal einfach die Hilfe von Familienmitgliedern benötigen, um nicht unter der ganzen Last zusammen zu brechen. Und manchmal ist es auch einfach so, dass man als Angehöriger sagt, es ist mir zuviel - ICH bin auch noch da. ICH will den Besuch meiner Tochter, weil ich sie vermisse, weil ich deren Hilfe und Zuspruch benötige. In dem Moment kommt der ganze Egoismus raus, weil man selbst fast nicht mehr kann (zum falschen Zeitpunkt selbstverständlich).

Keine Ahnung, ob Ihr versteht, was ich damit sagen möchte.
Vielleicht kann man es auch so ausdrücken: Immer unter der Vorraussetzung, dass "normale Familienverhältnisse" herrschen, trägt jedes Familienmitglied Euer Leid mit. Ihr seht nicht, wenn der Angehörige nach Hause geht, oder in ein anderes Zimmer geht, die Tür hinter sich zusperrt und sich die Augen aus dem Kopf vor Hilflosigkeit oder schlichtweg wegen Überforderung heult.

Ich wünsche jedem von Euch - auch mir selbst, dass trotz der Diagnose Krebs, das gegenseitige Verständnis füreinander, der Respekt und die Achtung gewahrt werden kann. Nicht nur der Betroffene ist in den Hintern gekniffen, die Angehörigen kneifft es auch!!!!

In diesem Sinne und in der Hoffnung, dass sich hier keiner zu Nahe getreten fühlt, wünsche ich Euch einen schönen Samstag.

LG GreenEye

ängel
20.09.2010, 10:11
Als ich dieses Thema losgetreten habe wusste ich gar nicht wieviele es betrifft oder wie kompakt es ist.
Ich fühlte damals nur ein Unverständnis meines Mannes und seiner Kinder und fragte mich, denke, fühle ich falsch?
Du hast, wie die meisten hier, die geantwortet haben, recht.
Ich weiss nicht wie meine Umwelt sich fühlt, wenn sie mit meiner Diagnose konfrontiert werden und nicht helfen können. Ich glaube aber sagen zu können dass mein Mann nicht in einer Ecke sitzt und weint. Ich glaube eher dass er wirklich erwartet dass ich wie ein Werkzeug weiterfunktioniere.
Ich habe ihm bei der Ersterkrankung und auch jetzt oft genug gesagt dass ich nicht schaffe, beim Einkaufen unzählige Läden anzufahren, ich schaffe gerade 2 dann will ich nach Hause, dann bin ich kaputt. (Jetzt in der 1. Chemowoche schaffe ich nichts.)Trotzdem fährt er dann immer wieder hier und da hin. Wird ganz sauer wenn ich ausdrücklich sage, ich will nach Hause.
Und er versteht auch nicht wie er mich verletzt, wenn er über die Parkgebühren beim Krankenhaus klagt oder meint, wir lehnen Bestrahlung ab, wenn wir für die Fahrtkosten selbst aufkommen müssen. Im Gegenzug gibt er jede Kosten für den Besuch aus.
Gleichzeitig will ich für meinen Mann und meine Verwandschaft nicht belastend sein und auch für sie den Alltag so normal wie möglich machen. Natürlich will ich nicht dass meine Diagnose sie mehr als nötig belastet, also versuche ich auch normal wie möglich aufzutreten. Und schon ist man im Delemma drin. Ich bin so dass ich über meine Krankheit sprechen muss, will mich im Gegenzug aber nicht aufdrängen und hervorspielen.
Ich merke n vielen Antworten von euch dass das Thema nicht einfach schwar oder weiss ist und viele betrifft.
Eure Antworten haben mir sehr geholfen und wenn ich schon den ersten Satz lese:ich denke nicht, dass du zu empfindlich bist, atme ich aus.
Ich werde und habe auch schon mehr Arbeit an meinen Mann delegieren, auch an den Besuch, und noch konkreter zeigen und sagen wann es mir nicht gut geht.
Ich danke euch für eure Anteilnahme.
Mit herzlichen Grüssen an alle von Ängel

GreenEye1972
20.09.2010, 14:44
Liebe Ängel,

Du bist doch auf dem richtigen Weg - besteh darauf, dass man Deine Wünsche, die schlichtweg für Dich auch notwendig sind, einfach beachtet werden. Es hilft nichts, wenn Du eh schon "auf den Felgen" daher kommst und sollst/willst es dann "Deinen Lieben" Recht machen. Ich bin davon überzeugt, dass Du nicht ruhend in der Ecke sitzt und Deinen Mann mit Arbeit überhäufst, wenn Du merkst, dass Du es selbst machen könntest (zumindest nicht immer *grins*).

Es erfüllt mich mit Traurigkeit, wenn ich lese, wie sich Dein Mann Dir gegenüber verhält. Eigentlich hab ich so das Gefühl, dass Er Deine Erkrankung in keinster Weise akzeptiert. Er möchte wohl einfach so tun, als ob alles in Ordnung wäre und Du ein pumperl-gsunder Hüpfer bist, aber um ehrlich zu sein, kann ich Dir da keinen Rat geben. Dafür bin ich mit meinen 38 Jahren und 2 Jahren Ehe einfach zu unerfahren. Ich frage mich aber gerade, ob sein teilweise egoistisches Verhalten nicht auch schon vor Deiner Erkrankung so war. In dem Fall sind es wohl grundliegende Dinge in Eurer Ehe, die wohl noch nie so richtig in Ordnung waren. Der Altersunteschied zwischen Euch beiden spielt da bestimmt auch eine große Rolle ...

Und was die Angehörigen betrifft, so schreibe ich hier aus meiner eigenen Erfahrung, die ich mit meinem Vater machte und jetzt mit meiner Mutter machen muss. Es ist ein sehr schwieriges Thema, bei dem oft Unverständnis auf beiden Seiten aufkommt. Der Kranke wirft dem Angehörigen mangelndes Verständnis vor und der/die Angehörige hat das Gefühl, dass Er seines eigenen Lebens teilweise "beraubt" wird, weil nur noch die Krankheit im Vordergrund steht. Es baut sich ein ungeheurer Druck auf und oft gibt es sogar trotz Krankheit (egal was für eine Krankheit) die größten Streitigkeiten. Vielleicht liegt es auch einfach an der Kommunikation - ich weiss es nicht.

Liebe Ängel - ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Dein Vorhaben in die Tat umsetzen kannst. Vielleicht ergibt sich ja mal eine Gelegenheit und Du kannst seinen Kindern DEINE VERSION mal unter 4 Augen mitteilen. Vielleicht erntest Du dann mehr Verständnis unter dem Motto: "Ängel - so wie Papa immer erzählte geht es Dir ganz gut - wir hatten immer den Eindruck, Du wolltest nicht, dass wir zu Besuch kommen. Hätten wir gewusst, wie schlecht es Dir tatsächlich geht, wären wir ein ander Mal gekommen!"
Und wenn gar nichts hilft, dann kotz Ihnen doch einfach vor die Füsse!!!
Vielleicht solltest Du auch mal Deinem Mann vor die Füsse kotzen!?

Ganz viel Kraft und hab für Deine Ängel-Flügel ganz viel Auftrieb!!!!!

LG Greeneye :knuddel:

seelöwin
20.09.2010, 14:46
Liebe ängel, die Aussage deines Mannes bzgl. der Strahlentherapie ist ja unfaßbar mies.
Mensch, laß dir nicht so viel gefallen, stell dich auf die Hinterbeine...denn wenn die nicht endlich begreifen, daß du Grenzen hast, wird es noch schlimmer werden
und das kannst du in der nächsten Zeit gar nicht brauchen.
Das Verhalten deines Mannes empfinde ich als sehr lieblos, würd ich ihm mal sagen. LG seelöwin

GreenEye1972
20.09.2010, 17:47
Du bist ein so wichtiger und wertvoller Mensch, keiner hat das Recht mit Dir so umzugehen!

... damit ist der wichtigste Satz geschrieben!!!!