Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BK und rauchen
Linemama
09.10.2010, 14:15
Hallo ,
ich habe seit 2 Jahren BK und schaff es einfach nicht mit dem Laster rauchen
aufzuhören .
Muss dazu sagen es gab bis jetzt auch keinen Doc der sagte ich muss aufhören .
Habt ihr aufgehört und wenn ,wie habt ihr das geschafft ?
Ich habe durch die AHT zugenommen und nun auch Angst wenn ich das rauchen dran gebe noch mehr zunehme.
LG Ellen
Hallo Ellen!
Also, ich habe es - schon länger vor dem Brustkrebs - mit Akupunktur geschafft; sieh mal hier: http://www.krebs-kompass.org/forum/showpost.php?p=832533&postcount=5105 .
Zugenommen habe ich dabei allerdings, das ist richtig. Und durch die AHT ist das auch nicht gerade besser geworden. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich bisher auch keine wirklich ernstzunehmenden Versuche gemacht habe, dagegen etwas zu unternehmen...
Liebe Grüße,
Czilly
Hallo Ellen,
ich rauche seit 40 Jahren. Als ich vor 8 Jahren die Diagnose Bk bekam, war mei erster Gedanke, jetzt hörst Du sofort auf zu rauchen. Habs aber nicht geschafft.
Seit ca 4 Monaten bekomme ich Chemo - die erste in meinem Leben. Chemo und rauchen geht gar nicht, dachte ich. Und habs wieder nicht geschafft.
Jetzt rauche ich einfach weiter, denn ich denke, der Stress, das schlechte Gewissen und die eventuellen Entzugserscheinungen sind auch nicht förderlich für eine Heilung.
Mag sein, dass es teilweise Ausreden für mich selber sind, um weiterrauchen zu können, aber ich habe mich so entschieden, und es geht mir gut damit.
Trotzdem freue ich mich für jeden, der es schafft. Und vielleicht klappt es ja bei Dir auch.
Wünsch Dir alles Gute, Cora :)
Blümlein
09.10.2010, 15:41
Hallo liebe Ellen,
Während meiner Chemo habe ich auch noch geraucht, aber immer mehr hatte ich ein schlechtes Gewissen.Habe auch gedacht das es schwer wird, war aber nicht so schlimm, Kaugummis haben am Anfang geholfen.Dann habe ich mit Sport angefangen um einen gewissen Ausgleich zu finden. Aber einmal habe ich einen Bericht gesehen wo man zeigte was für Inhaltsstoffe in den Zigaretten sind, das hat mir dann noch mehr Mut gemacht. Aber es ist nicht so schlimm, ich habe auch bis heute nicht zugenommen. Jetzt rauche ich schon 4 Jahre nicht mehr, habe es bis jetzt nicht bereut, obwohl mein Mann noch raucht.Bis heute nasche ich auch Gummibärchen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Viel Glück!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Simone
Birgit64
09.10.2010, 15:41
Vielleicht gibt's in diesen Threads ein paar Anregungen und Tipps:
http://www.krebs-kompass.org/forum/showthread.php?t=46647&highlight=Rauchen
http://www.krebs-kompass.org/forum/showthread.php?t=20118&highlight=Rauchen
Freundlicher Gruß
Violetta
09.10.2010, 16:19
Hallo Ellen,
mein onko sagte mir, ich soll so weiter leben wie bisher. Ich rauchte weiter, ging auf Partys. Es ging mir wirklich immer gut, nie gekotzt-sorry. Mir ging es gut. Ich habe ganz viel aus diesem Jahr gelernt
Vio
Hallo Ellen,
ich rauche auch weiterhin, allerdings sind es so 5-8 Zigaretten per Tag.
Immer wenn ein neuer Anruf kommt oder wieder was Neues oder ich auf etwas warte, oder einfach die Gedanken sausen lasse, stecke ich mir eine an.
Ich denke immer darauf kommts auch nicht mehr an.
Ausserdem, als ich 50 wurde habe ich mir gesagt, jetzt mach ich was ich will.
Ängel
Hallo,
ich habe über 20 Jahre geraucht und als ich die Diagnose BK bekam und klar war, dass ich brusterhaltend operiert werde, wusste ich sofort, dass Schluß sein wird mit der Qualmerei.
Die Vorstellung mit einer operierten Brust und den Beuteln in der Hand vor der Klinik zu stehen und zu paffen ging gar nicht !!!!
Ich habe dann das Buch "Endlich Nichtraucher" gelesen und so richtig bewusst auf dem Weg in die Klinik meine letzte Zigarette geraucht.
Das ist jetzt fast 5 Wochen her und ich bin total stolz auf mich, habe noch keine Zigarette angefasst. :rotier2:
Sicherlich gibt es Momente in denen ich ans rauchen denke, aber ich rufe mir sofort wieder die immensen Vorteile des Nichtrauchens in den Sinn und dann ist es auch wieder gut.
Ich hoffe dass es so bleibt und ich diese Dinger nie wieder anfassen werde.
Lieben Gruß
Silli
kulant35
09.10.2010, 21:25
Hallo Ellen,
als ich vor 3 Jahren die Diagnose BK erhalten habe hab ich auch sofort versucht mit dem Rauchen aufzuhören. Mein Wille damals war zu schwach. Ich hab aber wenigestens die Menge enorm reduziert.
Ich denke, jeder muß für sich selbst entscheiden was er wann und wie macht bzw. was er wann und wie eben nicht macht.
Liebe Grüße
Evelin
Ilse Racek
10.10.2010, 09:55
Liebe Ellen :winke:
Mir ist in den 8 Jahren seit meiner Diagnose auch nicht ein einziger Arzt oder Ärztin begegnet, die mir das Rauchen verboten hätten...
Ich war starke Raucherin, habe nach der Brust-OP und während der Chemo- sowie Bestrahlungszeit nicht geraucht.
Als dann erstmal "alles überstanden" war, habe ich kurzfristig wieder zu kleinen und größeren "Feierlichkeiten" geraucht....
Gleichwohl war ich immer sicher, dass mein Immunsystem besser gestützt würde, wenn ich meinen in der AHB beschworenen Plan - gesünder zu leben - auch zielbewußt ausführen würde.
Nun sind mein Mann und ich seit einigen Jahren endgültig Nichtraucher und wir freuen uns, dass unser Sohn es ohne schwer erkrankt zu sein geschafft hat ;)
Grundsätzlich glaube ich, dass: vom Raucher zum Nichtraucher zu werden ähnlich schwierig ist, wie den Alkoholkonsum stark einzuschränken :rolleyes:
Beides ist mir gelungen und ich bin sehr erleichtert darüber :tongue:
Lieben Gruß :winke:
munkelt2010
10.10.2010, 14:17
Hallo Ilse, wobei ich sogar sagen würde, dass die Einschränkung des Alkoholkonsums sogar leichter ist als der Verzicht auf die Zigarette.
Ich hatte es nach der Erstdiagnose geschafft, fast immer nur noch max. 4 Zigaretten zu rauchen. Jetzt nach dem blöden neuen Befund sind es wieder 10 Stück am Tag.
Mein Sohn hat es mit starkem Willen geschafft, er mag Zigaretten heute nicht mal mehr riechen. Ich gehe zum Rauchen auf den Balkon. Das ist besonders toll im Winter, aber in der Wohnung Kette rauchen möchte ich nicht mehr.
LG munkelt
Hallo,
ich habe auch nach meiner Erstdiagnose vor 20 jahren nicht aufgehört zu rauchen, erst jetzt nach meiner letzten OP im Februar und im Hinblick auf die nächste OP, bei der rauchen nicht gerade förderlich zu sein scheint, habe ich es geschafft aufzuhören. Und ich denke mal, für mich war das der beste Entschluss meines Lebens, denn ich habe zwei Freundinnen gehabt, die mit knapp über 40 Jahren unmittelbar an den Folgen der Qualmerei gestorben sind (die eine hatte ein Bronchialkarzinom, die andere Lungenkrebs).
Also, lohnen tut sich das aufhören!
LG Annie.
Linemama
11.10.2010, 17:57
Hallo
danke an alle .
Ich bin mir nicht sicher ob ich aufhören will ,das es der Gesundheit nicht förderlich ist wissen alle ,ich auch .
Ich bin ein Genussmensch was die zigarette angeht ,ein Kaffee und ne Ziggi ist für mich genuss .
Hypnose hab ich vor Jahren mal probiert ,brachte rein gar nix .Akupunktur ,ist mein Arzt dagegen ,da ich Marcumarpatientin bin .
Ich denke es muss richtig klick machen im Kopf und das ist noch nicht geschehen .
Immerhin hab ich es vor 14 Jahren schonmal geschaft.
LG Ellen
Ilse Racek
12.10.2010, 08:39
:cool3: Ellen :winke:
da hast Du Recht: es muss klick machen...
...und außerdem ist es - wie bei allen Entscheidungen für oder gegen etwas - ganz allein Deine Sache, wie Du mit Deinem Körper umgehst :rolleyes:
Eine betroffene Freundin sagte allerdings mal zu einer Mitpatientin (die mit der Chemo-Infusion auf's Clo zum Rauchen trabte) , sie solle das mal ihrer Krankenkasse erzählen :rotenase:
Dass daraufhin ein lautstarkes Streitgespräch erfolgte, kannst Du Dir sicher vorstellen :laber:
Alles Gute für Dich
und liebe Grüße :winke:
Marita P.
01.11.2010, 00:29
Hallo Ihr Lieben,
ich habe seit 12 Jahren Nierenkrebs. Als ich damals ins Krankenhaus kam reiste ich mit 2 Stangen Zigaretten an, da ich ein starker Raucher war und den Wahn hatte, im Krankenhaus kann ich mir wegen der OP keine Zigaretten kaufen oder ich habe nicht das richtige Kleingeld für den Automaten. Als am Tag nach der OP der Oberarzt bei der Visite zu mir sagte: Wenn sie weiter soviel rauchen, nehmen wir Ihnen in 2 Jahren die zweite Niere raus. Da machte es klick.
Was das bedeutete wusste ich, da ich eine Cousine hatte, die zur Dialyse musste. Ich stand langsam auf, ging mit meinem Infusionsständer zum Schrank, nahm die 2 Stangen Zigaretten sowie die angefangene Schachtel raus und legte alles auf mein Bett. Der nächsten Schwester, die in mein Zimmer kam gab ich alle Zigaretten mit. Sie wollte das nicht annehmen. Aber ich blieb stur.
Die Schwester nahm die Zigaretten mit und kam nach einer Weile wieder. Sie sagte mir, dass sie mir Nikotinpflaster in der Apotheke bestellt, damit ich nicht so einen starken Entzug bekomme. 2 Tage später wurde mir das erste Pflaster für 30 Zigaretten gegeben. Insgesamt nahm ich 6 Wochen diese Pflaster in 30,20, und 10 Zigaretten Nikotin.
Meine restlichen Pflaster dab ich meinem Schwager, einem ebenfalls sehr starkem Raucher. Der schaffte es mit den Pflastern in 2 1/2 Wochen mit dem Rauchen aufzuhören.
Ein paar 10er Pflaster hob ich mir auf, für den Fall, dass wir auf einem Geburtstag sind und ich durch den Zigarettenrauch zum Rauchen animiert würde, so klebte ich mir an so einem Tag ein Pflaster hin. Aber mir wurde jedesmal sehr schlecht davon. Es war zuviel Nikotin.
Ich bin sehr froh, dass ich aufgehört habe. Ich kann jedem nur raten aufzuhören, denn meinen Krebs habe ich vom Rauchen bekommen.
Ich habe auch seit dem Aufhören fast keinen Kaffee mehr getrunken. Denn Kaffee und eine Zigarette gehörten für mich ja zusammen. Ich arbeitete viel zu Hause, kochte sehr viel, backte viele Kuchen und Torten. Damit habe ich mich abgelenkt und nicht an die Glimmstengel gedacht. Manchmal würde ich gern mal eine mitrauchen, aber ich habe Angst, dass ich dann wieder dabei bin.
Vielleicht rauche ich noch eine Zigarette wenn es mit mir zu Ende geht, zumindest könnte ich es mir vorstellen.
Ich wünsche Euch allen ob mit oder ohne Zigarette weiterhin alles Gute.
Liebe Grüße
Marita
Boxerhund1
01.11.2010, 01:45
hallo Ellen,
das Rauchen mag ein Mitverursacher einiger Krebserkrankungen sein, aber mit BK hat es nichts zu tun.
Klar ist rauchen nicht gesundheitsfördernd, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Aber in Maßen kann es auch über schwierige Situationen weg helfen. Der Streß, den man sich macht mit schlechtem Gewissen und abgewöhnen ist auch nicht wirklich gesundheitsfördernd. Streß hast du so schon genug.
Und @ BarbaraO ;) Rauchen ist keine Sucht wie die Drogensucht oder die handfeste Alkoholsucht. Rauchen ist eine hartnäckige (schlechte) Angewohnheit, die man wegen dem Wohlfühlcharakter sich nur schwer abgewöhnen kann. Man kann das aber, wenn man es wirklich will und nicht nur die Vernunft einem dazu treibt - und das geht bei Drogen, Tabletten oder Alkohol so nicht. DAS ist der Unterschied zwischen einer echten Sucht und einer Gewohnheit.
Ich habe mein Lebtag nicht geraucht oder Alkohol getrunken, trotzdem habe ich mir Brustkrebs eingehandelt.
Eine gute Freundin hat sich Bilder von Raucherlungen angesehen und sich einen Ekel vor dem Dreck eingeredet, den sie sich in die Lungen pustet. Die Zigaretten hat sie auf einem weißen Teller ausgedrückt, so dass sie das sehen konnte. Bei ihr hat das super geholfen. Sie hat sich sehr schnell so davor geekelt, dass sie gut aufhören konnte.
Vielleicht hilft Dir sowas ja auch???
Lg und alles Gute, Necke :raucht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nikotinabh%C3%A4ngigkeit
Soviel zur schlechten Angewohnheit.
Auch ich bin der Überzeugung - Rauchen ist eine Sucht. Alledings bin ich bereits seit ca. 24 Jahren Nichtraucher.
Liebe Grüße
Renate
mischmisch
01.11.2010, 22:18
Hallo Cori,
du sagst: Rauchen ist keine Sucht!
Ist das nun deine Ansicht der Dinge oder beziehst du dich auf ärztliche/wissenschaftliche Aussagen?
Gruss
Rosita
ich finde die trennung zwischen sucht und "nicht-sucht" ist schwer zu ziehen. einerseits gehts um die substanz, die suchtbildend sein kann, andererseits gibts aber auch so etwas wie "spielsucht", "kaufsucht" und "sexsucht".
aber ist die benennung denn so wichtig - ob man es so oder so nennt?
es muss jeder mensch entscheiden, wie er oder sie mit diesen dingen umgeht. ob zigaretten, schokolade oder spielen, alles kann zur gefahr werden - mir scheint schon, dass es immer eine frage des "wieviel" und "wie oft" ist.
meines wissens ist auch die wissenschaftliche sicht von sucht nicht immer so ganz eindeutig bzw. einhellig.
aber das ist jetzt mal nur meine meinung und einschätzung.
alles liebe
suze2
mahanuala
01.11.2010, 23:43
naja, loki schmidt war ein beispiel dafür dass man qualmend uralt werden kann.
aber das sind die ausnahmen.
wie bei allen anderen krankheiten auch gibt es viel ursachen für bk..meist spielen mehrere faktoren zusammen.
zu schreiben, rauchen spiele bei bk KEINE rolle, halte ich allerdings für sehr verwegen.
was ganz sicher bei burstkrebs eine rolle spielt ist das immunsystem ...und das kriegt auf jeden fall bei rauchen eine ordentliche auf die nuss.
ich persönlich würde das risiko nicht eingehen wollen, denn neben bk gibt es eine vielzahl von erkrankungen die durch rauchen verursacht oder verschlimmert werden....und die will frau ja nicht zusätzlich bekommen.
gwohnheitsmäßiges rauchen (womit ich nicht meine wenn jemand alle paar monate mal ne zigarette raucht) erfüllt alle kriterien einer sucht.
und woran man das u.a. ganz deutlich merkt, auch bei vielen in der diskussion hier (oder in einer ähnlichen älteren) ist , daß "süchtige" gerne darüber reden, was alles dafür spricht dass ihr ganz offensichtlich gesundheitsschädliches verhalten, doch*sooooo schlimm* nicht sein könne.
....
anstatt darüber zu reden wie man am besten aufhört :D...oder zu sagen: ja, ist falsch/gefährlich und ich nehme die folgen in kauf.
also, wie wärs mit nem thread: wie werde ich nichtraucherin?
lg
mahanuala (im rl u.a suchttherapeutin )
Hallo,
hier möchte ich mich Katarina`s Worten anschliessen!
Auch ich hatte das Rauchen aufgehört bis zum Tag meiner Diagnose:rolleyes: Ich hatte mich damals sehr intensiv mit dem Thema befasst, habe auch eine Seite im Netz. Von knapp 80 Nichtmehrrauchern haben es genau 3 bis heute geschafft. Es ist eine Sucht, die nicht sehr weit von der Alkoholsucht abweicht.
Sicher ist es zu schaffen...aber es ist auch schwer und es gibt auch ganz wenige, die ihre Kippe einfach wegschmeissen und nie mehr eine rauchen!
Liebe Grüsse
reni30
SuseSonne
02.11.2010, 17:25
Hallo und einen wunderschönen Nachmittag wünsche ich Euch.
Ich bin hier seit dem Juli letzten Jahres aus gegebenem Anlaß stille Mitleserin und habe mir so manchen guten Rat aus all dem Geschriebenen für mich herausgezogen.
Heute möchte ich mich einmal outen.
Ich habe 30 Jahre lang geraucht (bin 43 J.), auch nach der Diagnose, während der Chemo usw., aber ich hatte stetig und immer mehr ein schlechtes Gewissen. Dann habe ich gelesen, dass BarbaraO mittels Hypnose mit dem Rauchen aufhören konnte und da dachte ich mir, wenn diese taffe, im Leben stehende (trockene ;)), in Hamburg (meiner Heimat) lebende Frau es mit diesem Hokuspokus versucht und geschafft hat, dann versuche ich es auch.
Und was soll ich sagen: Ich bin seit 10 Tagen das erste Mal in meinem Leben Nichtraucherin. Kein nennenswerter körperlicher Entzug, mir geht es wunderbar und ich bin total froh und glücklich, es versucht und geschafft zu haben!
Irgendetwas hat mir den Weg von der bekennenden Raucherin zur glücklichen Nichtraucherin geebnet, was auch immer.
Je mehr ich hier gelesen habe und darüber nachdenke, wäre wohl die richtige Überschrift - Rauchen oder Nichtrauchen.
Denn daß Rauchen gesundheitschädlich ist, düfte inzwischen hinreichend bekannt sein und da ist es egal, ob man BK, LK, Blasenkrebs oder Asthma hat.
Auch für einen bisher gesunden Menschen ist das Rauchen gesundheitsschädlich.
Während meiner inzwischen über 6-jährigen Behandlungszeit habe ich Patienten erlebt, die während der Chemo zum Rauchen mit ihrem Ständer nach draußen gegangen sind, darunter auch ein LK-Patient. Meine Frage, warum er denn noch rauche wurde in etwa so beantwortet "er hat doch schon LK, was soll denn da noch schlimmer werden". Den Satz mußte ich erst einmal verdauen und verarbeiten.
Liebe Grüße
Renate
babsi2806
03.11.2010, 11:01
Hallo Mädels,
ich habe 40 Jahre geraucht. Ich habe auch nach dem BK 1997 und Rediziv 1999 weiter geraucht, trotz Chemo.
Als ich aber vermutete, dass auch der Lunge was ist, habe ich vor dem bevorstehenden Krankenhausaufenthalt von "jetzt auf sofort" aufgehört mit rauchen.
Ich habe nachts bewusst die letzte Kippe geraucht und habe mir am nächsten Tag die Pflaster geklebt.
Ich wollte nicht in einer Lungenfachklinik hinter irgendeiner Ecke stehen und heimlich rauchen und dann in einer doch recht sterilen Umgebung nach Rauch stinken. Das war vor drei Jahren. (Es wurden Lungenmetas festgestellt).
Ich habe nie mehr eine Zigarette geraucht und werde es auch nicht mehr tun. Wenn ich jetzt wieder anfangen würde, dann müsste ich ja wieder aufhören - und das will ich wirklich nicht mehr.
Bei mir war der Leidensdruck durch die Lungenerkrankung so gross, dass das Aufhören kein so grosses Problem war.
Ich hatte es vorher auch schon ein paar mal versucht, aber ohne Erfolg.
Jetzt bin ich mehr als froh darüber dass ich es geschafft habe.
Marita P.
03.11.2010, 23:05
Liebe Suse Sonne,
meinen herzlichen Glückwunsch. Klopf Dir bitte jeden Tag auf dei Schulter was Du für eine tolle starke Frau bist. Es kommen sicher Zeiten, wo man gern eine rauchen möchte, aber beschäftige Dich dann sofort oder lenke Dich ab. Gehe viel spazieren. In 7 Jahren sieht Deine Lunge dann wieder so aus wie die eines Nichtrauchers. Setz Dich nicht dort hin, wo Du immer geraucht hast, suche Dir andere Plätze.
Ich wünsche Dir weiterhin alles gute und nun doppeltes Durchhaltevermögen ( mit dem Rauchen und der Krankheit).
Ich habe auch ca 14 Jahre geraucht.. auch als ich die Diagnose bekam, rauchte ich weiter, weil ich mir sagte, eh egal. Meine Schwester sagte mir damals: "Es ist eben auch jetzt noch nicht egal, weil es ganz einfach karzinogene Substanzen sind!!" Blabla, ich wollte es nicht hören,..
Dann kam ich ins Krankenhaus und nahm keine Zigaretten mit, für mich stand auch fest, dass ich mich nicht frisch operiert mit Beuteln vor die Klinik stell.
In der Klinik erfuhr ich dann, dass sich bereits Metastasen gebildet haben in Knochen und Lunge (das mit der Lunge ist bis heute unsicher, aber gut) und ab da war für mich völlig klar, dass ich nie mehr rauchen werde, was auch komischerweise keinerlei Problem darstellte. Der Schock über die Metastasen hats bei mir irgendwie gebracht. Das ist jetzt 1 1/4 Jahre her und ich seh nur Vorteile des Nichtrauchens: Geldersparnis, kein Geruch der in den Wänden/Teppich/Klamotten hängt usw ;)
Aber: ich kann auch nachvollziehen, dass man weiterraucht, da es einen eben entspannt. Muss jeder selber entscheiden.
Aber: ich kann auch nachvollziehen, dass man weiterraucht, da es einen eben entspannt. Muss jeder selber entscheiden.
Die Entspannung findet aber nur im Kopf statt, der Körper dagegen entspannt nicht. Finde leider den Artikel nicht mehr.
Aber googelt mal nach "Rauchen entspannt" oder so ähnlich.
Ich entspanne mich zwischendurch wunderbar mit einem Täßchen Tee oder auch Kaffee (nur eine Tasse), dabei lese ich ein paar Seiten in einem Buch oder blättere durch eine Zeitschrift.
Entspannte Grüße
Renate
Ja klar entspannt Rauchen, es unterbricht bzw. befriedigt die psychische Abhängigkeit und suggeriert Entspannung bis zur nächsten.
Siehe "Endlich NR", bei mir hatte es einmal gewirkt, nur einmal.
Zum Glück habe ich schon alzheimersche Anwandlungen und habe es glatt
schon manchmal vergessen. Es spielt sich also anscheinend doch nur im
Kopf ab. Der Körper braucht das nicht und wills auch garnicht, wenns
nur mein Hirn kapieren würde.
Gruss Altmann
Ja, auf mich trifft/traf das auch zu. Also dass die Abhängigkeit quasi "nur" psychisch war. Hatte auch keinen körperlichen Entzug oder sowas.
Ich mach das übrigens auch so mit ner Tasse Kaffee oder Tee und dazu les ich Foren oder spiel eine Runde im Internet und das entspannt mich dann ebenso :)
Hallo zusammen,
wollte mich nur mal kurz zu diesem Thema melden :D
Ich bekam letztes Jahr im Juli meine Diagnose und rauche seitdem nicht mehr.
Es geht, man muss nur wollen ;)
LG
Katharina,
das Gewicht pendelt sich meist wieder ein. Aber wenn ich ehrlich sein soll, ein paar Pfund mehr und dafür Nichtraucher sein ist doch wesentlich besser - oder?
Tasha,
genau so ist es, reine Willenkraft.
Liebe Grüße
Renate
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