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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : schwere OP heute geschaft


angellove
23.06.2011, 08:22
Hallo,

ich brauche ein bisschen Zuspruch!
Meine Mutter ist seit Donnerstag letzter Woche im KH da sie gelb angelaufen war ...Grund ein Tumor drückt auf den Galleneingang.

Nach tausenden Untersuchungen ist es nun so das sie heute raus darf und am Montag wieder ins KH kommen muss Mittwoch wird sie Operiert.

Der Dr. meinte es sind keinerlei Metastasen in Lunge und Leber zu sehen... konnten aber durch die Endoskopie auch keine Gewebeprobe nehmen.

Wie seht ihr die Chancen auf Heilung ?

Danke

Dylan
23.06.2011, 10:27
Hallo,
wenn deine Mutter operiert wird, ist das schon mal ein gutes Zeichen.
Wie die Chancen auf Heilung sind, kann man anhand deiner relativ kurzen Angaben natürlich noch nicht beurteilen.
Das Wichtigste ist meiner Ansicht nach:
Positiv denken, nicht den Kopf hängen lassen, dann hat man auch am meisten Kraft, die man brauchen wird.
Liebe Grüße

Rüdi59
23.06.2011, 21:39
Liebe Angellove,

grds. gebe ich Dylan recht, aber positives Denken alleine heilt nicht. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Bitte teile uns mit, was in dem schriftlichen Bericht steht. Wichtig ist der histologische Befund. Der ist die Ausgangsbasis für alles andere. Meine Cousine hatte ebenfalls eine Gelbsucht, so hat man damals den Tumor an der BSD rechtzeitig bemerkt. Sie ist seit 4 Jahren befundfrei. Mein Mann hatte leider nicht soviel Glück.
Ich wünsche Deiner Mum jedenfalls alles Glück dieser Welt, diese Krankheit zu besiegen.
Liebe Grüße Sylke

MsParker
24.06.2011, 10:48
Liebe Angellove,

bei meinem Mann war es genauso. Aufgrund einer Gelbsucht kam mein Mann in ein Kreis-KH. Dort kam nach Durchführung von CT, Sonographie etc. der Verdacht auf Pankreaskarzinom im Pankreaskopf auf. Letztendlich kann diese Diagnose aber erst durch eine OP und Gewebeentnahme eindeutig bestätigt werden. Deshalb wurde uns auch extrem Druck gemacht, dass sich mein Mann umgehend operieren lässt und sofern bei OP festgestellt wird, dass keine Metastasen/Verwachsungen in lebenswichtige Organe vorliegen, sollte dann gleich eine Pankreasresektion nach Whipple durchgeführt werden. Diese Whipple-OP ist eine sehr komplizierte OP, deshalb sollte sie nur in spezialisierten Kliniken durchgeführt werden (sehr gut sind z.B. Heidelberg, Mannheim, Ulm).
Wir haben leider den Fehler gemacht, die OP in einem normalen Kreis-KH durchführen zu lassen und es traten prompt Komplikationen auf.
Deshalb rate ich Dir/Euch dringend dazu trotz der gebotenen Eile nach einem spezialisierten KH Ausschau zu halten.
Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass alles gut verläuft
LG
MsParker

angellove
25.06.2011, 09:50
es ist schwer sie jetzt noch davon ab zu bringen ...ich habe es versucht !
sie wird am mittwoch operriert.

leider habe ich den Arztbrief gerade nicht da aber ich kann mich errinern das drin stand das meine mutter einen tumormarker von 327U/ml hat könnt ihr mir sagen was das bedeutet?

ausserdem stand drin das sie keinen nachweis gefunden haben das medastasen in lunge und leber zu finden sind.

Danke für eure hilfe ....gibt mir viel kraft:)

MsParker
26.06.2011, 09:04
Hallo Angellove

es ist schwer sie jetzt noch davon ab zu bringen ...ich habe es versucht !
sie wird am mittwoch operriert.
Dass Sie operiert wird, wenn keine Metastasen festgestellt wurden (was schon mal ein gutes Zeichen ist), ist sicherlich der richtige Weg. Möglicherweise kann der komplette Tumor entfernt werden, sofern sich der Tumor noch nicht zu weit ausgebreitet hat (keine Verwachsung mit wichtigen Organen). Das kann aber erst während der OP festgestellt werden, weil die Bauchspeicheldrüse so versteckt zwischen den Organen liegt.
Wichtig für die OP (nach Whipple - Pankreaskopfresektion) ist, dass sie von einem erfahrenen Chirurgen durchgeführt wird. Der Chirurg sollte schon öfter derartige OPs gemacht haben.
leider habe ich den Arztbrief gerade nicht da aber ich kann mich errinern das drin stand das meine mutter einen tumormarker von 327U/ml hat könnt ihr mir sagen was das bedeutet?
Der Normalwert des Tumormarkers CA19-9 liegt, glaube ich, bei < 37–40 U/ml.
Das sieht also so aus, als wenn er mit 327 U/ml erhöht ist. Allerdings gibt es unterschiedlichen Gründe für die Erhöhung. Kann anscheinend auch bei Leuten ohne Krebs autreten. Deshalb ist die Aussagekraft begrenzt.

Jedenfalls scheint Deine Mutter zu den 15 - 20 % Personen mit BDSK zu gehören, bei denen eine OP möglich ist. Das ist gut. Jetzt müssen wir hoffen, dass alles entfernt werden kann und die OP gut verläuft.

Ich denke nächsten Mi ganz fest an Dich und Deine Mutter
Alles Liebe
MsParker

angellove
26.06.2011, 14:36
vielen dank das macht mir mut ! danke auch das du an uns denken wirst :)

bedeutet mir sehr sehr viel! danke

angellove
29.06.2011, 21:47
hallo ihr.. ich wollte euch nu mitteilen das heute die Wipl op bei meiner mama vollbracht wurde ...ihr geht es den umständen ensprechend..hat schmerzen und ist noch nicht so richtig wach... aber ich könnte heulen vor erleichterung !!!!!

hoffentlich sagt uns der arzt morgen mehrrr... leider war nur noch der nakose arzt da aber er meinte sie hätten alles so gemacht wie es geplant war!!!!!!!!!!!!!!!!!


:rotier2::rotier2::rotier2::rotier2::rotier2::roti er2::rotier2::rotier2::rotier2::rotier2:

Danny67
30.06.2011, 07:30
Hallo,

meinem Sohn steht mit seinen 19 Jahren die Whipple noch bevor ..... ich hab ehrlich gesagt richtig Schiss davor.

Weiterhin alles Gute für Deine Mama.

angellove
30.06.2011, 08:07
dany67,

das wird er schaffen!!!!!!!!!!! meine mama war 10 std im op !!!
hat schmerzen aber das vergeht hoffentlich auch!!!


VIEL GLÜCK

Danny67
30.06.2011, 08:13
10 Stunden im OP ?????? :eek::eek:

Du liebe Zeit :eek:

angellove
30.06.2011, 11:32
ja 10 std! aber es war alles ok ..hab gerade die diagnose bekommen ..bösartiger tumor aber keine medastasen! und die lymphen waren auch nicht befallen :)


wenn die ops kürzer sind mach sie meistens nicht alles raus also mit mind. 7-8 std musst du rechnen!

angellove
30.06.2011, 17:16
Hallo,

heute habe ich mit dem Arzt telefoniert!
es wurde mir gesagt das alles entfernt worden ist und das er keine ableger in den Lympfknoten finden konnte!

es ist aber so wie wir es uns schon gedacht haben ein bösartiger Tumor jetzt warten wir auf die Ergebnisse der Patalogie.

Er meinte auch das das Gewebe nun frei von Krebszellen wäre...


Was meint ihr ...was hat meine mutter für chancen?
Man liest so viel ...aber gibt es auch hier Menschen die es geschafft haben?

also wirklich geschaft haben länger als 1 Jahr zu Leben mit der OP?

Babsi2610
30.06.2011, 19:30
Hallo angellove,

das ist ja ein toller Erfolg. Ich denke dies ist eine gute Basis für die Gesundung.

Zu den Langzeitüberlebenschancen kann man keine pauschale Aussage treffen. Nach offiziellen Statistiken überleben nur 5% der Erkrankten länger als 5 Jahre.

Ein neuroendokriner Tumor der BSDK ist nicht so aggressiv wie ein Adenokarzinom und besser therapierbar bzw. bildet nicht so schnell Rezidive!

Am besten Ihr schaut positiv in die Zukunft und fördert so den Gesundungsprozess damit indirekt.

Alles Gute!

meral72
01.07.2011, 00:18
Hallo angellove,
ich freue mich für euch.. das schlimmste ist vorbei, keine Metastasen das ist super...weiter so...


Liebe Grüße
Meral

angellove
01.07.2011, 20:30
so heute war ich wieder in KH meiner mama geht es ein wenig besser ...sie hat wohl sehr gut geschlafen .

was mir ein bissle sorgen macht das sie nun ein bisschen röchelt ..und oft vergisst tief zu atmen..
ist das normal nach einer so langen op?

MsParker
03.07.2011, 11:40
Hallo Angellove,

wenn alles entfernt werden konnte und keine Lymphknoten befallen waren, dann hört sich das echt super an ! Bei meinem Mann konnte zwar auch alles entfernt werden, aber es waren 5 von 32 regionären LK befallen. Er macht derzeit ne präventive Chemo mit Gemza. Dass Deine Mutter noch sehr schwach ist, ist klar nach dieser OP. Wichtig ist der histologische Befund (Tumorstadium und Grösse des Tumors). Hab gehört, je kleiner der Tumor desto bessere Chancen.
Aber letzendlich sind das Statistiken und Durchschnittswerte. Das kommt ja immer auf den Einzelfall an (einer kann am oberen und einer am unteren Ende der Statistik stehen oder sogar mal ganz rausfallen). Deshalb lasst Euch bloss nicht verrückt machen. Habt Geduld ! Der Anfang sieht vielversprechend aus

Ganz LG
Deine MsParker

MsParker
03.07.2011, 11:44
P.S: Das mit dem Atemproblem trat bei meinem Mann auch auf wegen der langen OP. Am Anfang brauchte er sogar noch künstliche Beatmung. Später dann musste er Atemübungen und Atemtraining machen. Habt Ihr mit dem Arzt gesprochen ?

angellove
03.07.2011, 21:48
ja die übungen muss sie auch machen trainire auch jeden tag mit ihr !
sie atmet schon besser...

den befund haben wir leider noch nicht...kommt hoffentlich am montag...

morgen kommt sie von der intensiv auf die normale station....

gelaufen ist sie auch schon ein bisschen und heute war sie auch mal eine stunde ausserhalb des bettes... strengt sie aber sehr an!


Liebe grüße und vielen dank :)

MsParker
04.07.2011, 07:40
Hört sich doch alles sehr gut an. Am Anfang sind die Leute, die eine so grosse OP überstanden haben noch sehr schwach, aber wenn Deine Ma jetzt schon mal aufgestanden ist, dann wird das bestimmt täglich besser. Für sie ist das sehr anstrengend, aber nicht aufgeben, das bessert sich.
Drücke Euch die Daumen, dass der Befund die Aussage des Arztes bestätigt und gut ist. Toi, toi, toi
LG
MsParker

angellove
06.07.2011, 15:19
gestern war wieder ein durchwachsener Tag.
Habe meiner Mutter die Haare gewaschen und dabei erzählt sie mir ganz beiläufig das der Arzt wohl morgends bei der Visite gemeint hätte eine Lhymphe wäre wohl befallen gewesen.

vor ein paar tagen hieß es noch keine medastasen!

Was den nun? Bericht haben wir immer noch nicht aber die Ärzte wollen eine Chemo .... das deutet ja schon darauf hin das medastasen da sind.oder?

ich bin verwirrt und habe ANGST!

Elisabethh.1900
06.07.2011, 15:38
Liebe angellove!

Deine Sorgen kann ich verstehen. Aber erst wenn der Pathologe die entnommenen Gewebeproben untersucht und seinen Befund geschickt hat, kann der Arzt sagen, ob Lymphknoten befallen waren oder nicht. Die operierenden Ärzte entwickeln zwar während ihrer Tätigkeit einen gewissen Blick für Veränderungen am Gewebe, aber die endgültige Diagnose kann nur der Pathologe stellen.

Erst wenn sein Bericht eintrifft,kann man mit dem Patienten über die weitere Behandlung, dazu gehört kann auch eine Chemotherapie gehören, wirklich sprechen.

Mir ist bekannt, dass diese Äußerungen, wie sie Deine Mutti jetzt erlebt hat, öfters gemacht werden und dann beim Patienten große Ängste hervorrufen.
Gerade wenn nur so ein Halbsatz gesagt wird und danach keine Erklärung folgt.

Ich würde Dir empfehlen, einmal zu fragen, ob Deine Mutti eine Anschlussheilbehandlung in Anspruch nehmen möchte. Wenn ja, dann bitte, gemeinsam mit dem Sozialdienst des Krankenhauses die Antragsformulare ausfüllen und abschicken.

gestern war wieder ein durchwachsener Tag.
Der Körper benötigt seine Zeit, um sich von einer so großen Operation wie die Whipple ist, sich zu erholen. Diese durchwachsenen Tage, wie Du schreibst, werden noch öfters sein.
Es ist gut, dass Deine Mutti schon wieder die Kraft besitzt, um sich die Haare waschen zu lassen.

Liebe Grüße an Dich und Deine Mutti!

Elisabethh.

MsParker
06.07.2011, 20:44
Hi Angellove,

Elisabeth hat leider recht mit den durchwachsenen Tagen und auch mit der Auskunft des Arztes. Die war schon etwas voreilig. Deshalb habe ich Dir auch geschrieben, dass ich hoffe, dass der histologische Befund das bestätigt.
Wie gesagt diese Whipple-OP ist extrem belastend. Die Leute erholen nur langsam. Dass der Arzt Euch Chemo vorgeschlagen hat, ist auch üblich bei Pankreaskarzinom (wenn bösartig, ist es vermutlich ein Adenokarzinom). Selbst wenn erst mal alles entfernt wurde, ist leider die Gefahr, dass es wieder kommt sehr hoch. Deshalb die Chemo, um Metas oder eine Rezidiv so lange wie möglich rauszuzögern.
Bitte lass Dich dennoch nicht verrückt machen ! Letzendlich weiss hierbei keiner etwas genaues auch nicht die Ärzte. Deshalb ist alles drin und alles möglich - im Guten wie im schlechten. Ich kenne das nur zu gut !!!
Glaube an das Gute und geniesse Euere gemeinsame Zeit

Ich hoffe, Du schreibst weiter
Ganz liebe Grüsse
MsParker

angellove
07.07.2011, 20:05
hallo ihr

heute war das gespräch mit dem arzt! es waren 4 von 14 Lhymphen befallen also CHEMO wie und in welchem umfang erfahren wir morgen... der tumor war 4,5 cm groß konnte aber vollständig entfernt werden... trotzdem heißt das glaube ich das er gestreut hat ....

:(am montag oder dienstag soll sie schon aus dem KH ...wundheilung ist super und ihr gehts tag für tag besser dennoch denke ich das es echt zu früh ist! ich meine das war jetzt grad mal 1 woche und 1 tag ....

angellove
01.08.2011, 11:53
so jetzt haben wir uns so gefreut das es meiner Mam nach ihrer OP sooo gut ging.
Tja kaum ist sie daheim also jetzt seit 2 Wochen steigt der Blutzucker an und der Blutdruck ist seit 2 Tagen im Keller!
Am Wochenende haben wir versucht mit allen Mittelchen sie von dem hohen Blutzucker wert runter zu bekommen mit Mehlsuppe und ähnlichem.
:pftroest:
Hat auch geholfen … Heute Morgen ist mein Papa mit ihr zu ihrem Hausarzt gefahren…Ergebniss ab ins KH!!
Ich habe solch eine Angst …ist das noch von der OP? Oder wirklich einfach nur der Blutzucker?:(:(:(:(:(:(:(

Ich würde mich freuen so schnell wie möglich antworten zu bekommen.

Danke

Angellove

Guido Lammers
06.08.2011, 00:25
Ich geb Dir nur einen Rat aus eigener schmerzlicher Erfahrung:

Als meine Mutter zum Schluss immer wieder ins Krankenhaus kam, haben die Schwestern dort natürlich alles ihnen mögliche getan, um ein Wundliegen zu verhindern. Leider erfolglos.

Deshalb prüft nach, ob bei Euch vielleicht etwas mehr möglich ist, um das zu vermeiden.
Was den Schwestern/Ärzten in den Krankenhäusern möglich ist, reicht oft nicht aus, um das zu vermeiden.

Antidekubitus-Matratzen sind da z.B. sinnvoll.

angellove
17.09.2012, 10:21
Hallo zusammen,

meine Mutter (61) und wurde vor 1 Jahr und 4 Monaten nach Wipl operiert.
Nun stand die nächste CT nach der Chemo die im Januar geendet hat an.

Ergebnis:

Lunge und Leber sind ok nur sind die Lymphknoten angeschwollen :(
der Arzt hat sich so ausgedrückt : einige viele sind unauffällig eine sind bis zu einer größe von 1,7 cm vergrößert!

Der Arzt meinte man könnte die nicht operieren... der Zug wäre aus dem Bahnhof raus gefahren und wäre nicht mehr aufzuhalten.

Er hat weder eine Blutuntersuchung gemacht noch sonst etwas er hatte nur den Arztbrief des Arztes der die CT gemacht hat.

Wie kann man danach Urteilen?
Es wurden auch keine weiteren Medastasen oder ähnliches gesehen nur die Lymphen.


Wir sind nun auf der Suche nach einem anderen Arzt in der nähe von Stuttgart ..der uns vielleicht eine bessere ausführlichere Diagnose stellen kann.
Hat jemand von euch zufällig einen Tipp für uns ?

Vielen Dank

ronin1970
18.09.2012, 08:18
Hallo,
Ruft im Europäischen Pankreaszentrum in Heidelberg an, hatte dort selbst sehr gute Erfahrungen gemacht. Die bisherigen Befunde kann man dort hin schicken (oder per Fax,.Email... ). Dort sind auf jeden Fall Spezialisten.