Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Mann Hypopharynxkarzinom
Hallochen,
wie ich bereits in meiner kleinen Vorstellung schrieb bin ich Angehörige eines an Krebs erkrankten Mannes im Alter von 60 Jahren.
2008 wurde vom HNO-Arzt die Diagnose Hypopharynxkarzinom gestellt und seit der Zeit hat sich beim Patienten viel getan. Es folgten Bestrahlungen, u.a. kombiniert mit Chemotherapie. Auf Grund der ungünstigen Lage des Tumors kam eine Operation nicht in Frage. Derzeit findet wieder einmal wöchtentlich Chemo statt, mittels einer 24-Std. Pumpe.
Bis zum Jahresbeginn 2011 ging es relativ gut, dann kam es jedoch zu heftigen Atembeschwerden, es wurde ein Luftröhrenschnitt veranlasst und ein Tracheostoma gesetzt. Soweit so gut.
Diesen Sommer kam es zu einer sehr massiven Blutung aus dem Rachenraum, per Notarzt wurde mein Mann in die Klinik gefahren, die Blutungen konnten gestoppt werden und eine PEG-Sonde wurde fällig.
Seit dieser Zeit geht es eigentlich bergab, das seelische Befinden ist nicht optimal, das Gewicht verringert sich. Lt. Ernährungsberater nimmt mein Mann jedoch genügend Kalorien zu sich.
Derzeit befindet sich der Patient wieder im Krankenhaus, es kam erneut zu Blutungen aus dem Rachenraum, wenngleich nicht so schlimm wie zuvor.
Derzeit wird per Infusion ein Antibiotikum verabreicht, um Schwellungen bzw. eine Entzündung zu minimieren. Heilbar ist der Krebs nicht mehr, das ist uns bewußt.
Ja, was soll ich noch schreiben? Ich weiß nicht, ob mein Mann noch ein, zwei oder drei Jahre leben darf, keine Ahnung, was noch auf uns zukommen wird.
Vielen Dank für das Lesen meines Beitrags, liebe Grüße von Tabitha :)
SteffiJo
26.10.2011, 14:18
Liebe Tabitha.
Schön, dass Du den Weg hier in dieses tolle Forum gefunden hast.
Wie lange Dein lieber Mann noch bei Dir ist, ob es 1, 2 oder vielleicht sogar 3 Jahre sind, dass weiß niemand. Aber diese Frage solltest Du Dir auch nicht stellen. Ich habe mich auch anfangs gefragt, wie lange meine Mama noch bei mir sein wird. Und dann hatte ich auf einmal so ein "Druckgefühl", den Druck unbedingt noch was tolles mit ihr unternehmen zu müssen, jeden Tag zum wunderschönsten zu machen etc.. Und da wir als Angehörige sowieso schon unter einem enormen Druck wg. der Krankheit eines geliebten Menschen stehen, sollte man sich das nicht noch antun. Nein, leben jeden Tag mit ihm genauso wie sonst...naja, vielleicht etwas intensiver. Meine Mama hat nach der Diagnose noch 2 Jahre und 3 Monate geschenkt bekommen, und dafür tapfer mit Chemo, Bestrahlung und Antikörpertherapie gekämpft. Das ist sicherlich kein einfacher Weg, und ich hätte es auch akzeptiert, wenn sie sich gegen eine Behandlung entschieden hätte. Aber wenn ich jetzt auf diese schöne, "geschenkte" Zeit zurückblicke, mit wunderschönen Weihnachten, Schneeballschlachten vor der Haustür, Spaziergänge beim Sonnenuntergang, Einschulung meiner Tochter...ach es gibt so viel zu erwähnen - dann bin ich stolz, dass sie gekämpft hat und auch stolz auf mich, dass ich dass Alles mit ihr zusammen durchgemacht habe.
Du musst die Dinge auf Dich zukommen lassen, und nehmen, wie sie sind. Das hört sich schwer an, aber wenn Du Dich dagegen wehrst, Dir immerzu Gedanken machst "Was wäre Wenn" etc., vergeudest Du kostbare Zeit - Zeit die Du mit ihm verbringen kannst. Das habe ich in dieser Zeit gelernt.
Ganz liebe Grüsse
Steffi
Ja Steffi, da hast du ganz sicher Recht mit dem was du schreibst. Als ich mich gestern hier registrierte, fühlte ich mich im Vorfeld arg belastet, war nervös und mir ging mehr durch den Kopf als ich verarbeiten konnte.
Heute sieht die Welt wieder besser aus, ich schlief gut, bin wieder gelassener. Ich muß sagen, dass ich auch durch das Lesen der zahlreichen Themen wieder Kraft getankt habe.
Seit gestern bin ich zusätzlich einem Hospizverein beigetreten, das hilft mir ebenfalls. Ich muß erwähnen, dass wir zwar einen kleinen Freundeskreis haben, aber wie soll ich sagen, so richtig kann ich da nicht reden, zwei Leute haben sich von uns sogar zurückgezogen.
Herzliche Grüße
Tabitha
SteffiJo
27.10.2011, 11:28
Guten Morgen Tabitha :winke:
Schön, dass Du gut geschlafen hast! Im Schlaf kann man viel Kraft tanken. Ich selbst sehne mich im Moment nach einer Nacht, in der ich durchschlafen kann. Nach dem erlösendem Tod meiner Mama müssen meine Schwester und ich ihre Wohnung auflösen. Obwohl sie über 2 Jahre bei mir gewohnt hat, konnte sie sich von ihrer Mietswohnung nicht trennen...die Hoffnung stirbt zuletzt. Jetzt nehme ich täglich beim Aussortieren so schöne Erinnerungsstücke in die Hände, bei vielen muss ich lachen und freue mich, dass sie noch da sind. Aber Nachts wache ich ganz oft auf...im Schlaf verarbeite ich anscheind meine Trauer. Aber naja...das wird schon.
Ja, es ist schwer mit Freunden darüber zu sprechen. Seinen Freunden will man auch nicht zumuten, sie mit Fachlatein zuzutexten, man möchte sie auch nicht damit belasten. Eines meiner letzten Themen hier hieß "Zäher Schleim", ein Problem mit dem wir kämpften, und ich habe es so beschrieben, wie es war. Und hier, wo alle vom selben Thema sprechen, Betroffene wie Angehörige wissen worum es geht, ist das nicht schlimm. Aber ich hätte nie meinen Freunden davon erzählt. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn ich jemandem von Mami´s Geschichte erzählt habe meine Gesprächspartner dann angefangen haben "Jaja, unsere Nachbarin, deren Cousine, dessen Schwager, hatte ja auch ganz schlimm Krebs. Der wurde dann da und dort operiert...und und und". Vielleicht überspielten meine Gesprächspartner damit ihre Betroffenheit, ich nehme es niemanden übel. Aber ich hätte anderen Beistand gebraucht, als die furchtbaren Geschichten anderer Menschen zu hören.
HIER habe ich mein "Zuhause" zum Reden gefunden! Oft habe ich heulend vorm PC gesessen und mein Leid geklagt, oder mir Ratschläge und Tipps geholt. Diese Zeit werde ich nie vergessen. Und ich habe mich sehr gefreut, dass mich andere Forumsteilnehmer gebeten haben doch weiterhin hier zu lesen und zu schreiben, um damit vielleicht jemand anderes helfen zu können. Und das tue ich gerne!
Ach, und dann werde ich diese Woche noch was tolles tun: meine Schwester und ich befinden uns in der glücklichen Lage, uns keinerlei Sorgen um das Finanzielle wg. Beerdigung, Grab etc. machen zu müssen. Mami hat vorgesorgt! Und: es ist noch ein kleiner Betrag übrig, den ich Ende dieser, oder Anfang nächster Woche dem Forum spenden werde! Damit es noch laaaaange bestehen bleibt!
Liebe Grüsse
Steffi ;)
Hi du,
beim Lesen deines Beitrags bekomme ich Gänsehaut. Du schreibst so lieb über den Tod deiner Mama, ihr, also du und auch deine Schwester, hattet wohl vorher eine schöne Zeit zusammen.
Etwas zu meiner Mutter fällt mir hierzu ein. Sie starb leider bereits 2002 im Alter von 65 Jahren. Allerdings war es bei ihr nicht Krebs, sondern sie hatte sehr viel Wasser im Körper, bedingt durch ein vergrößertes Herz, welches nicht mehr voll arbeitete. Sie hätte zwar daran nicht sterben müssen, aber es kam zu einer Embolie beim Wassersenken. Ich konnte mich von ihr nicht verabschieden, sie wurde meinem Stiefvater und mir quasi aus dem Herz gerissen. Ich denke oft an sie, das Ende kam zu unvorbereitet.
Bei meinem Mann weiß ich, dass er irgendwann gehen wird, aber ob der Abschied deshalb leichter fällt? Ich möchte erwähnen, dass wir erst fünf Jahre verheiratet sind, es ist meine zweite Ehe.
Beinahe hätte ich es vergessen zu erwähnen. Momentan geht es meinem Mann "gut", er ist aus dem Krankenhaus wieder raus, das Antibiotikum ließ die Schwellung und Entzündung zurückgehen, wenigstens etwas.
Ich will jetzt noch weitere Themen durchlesen und wenn Fragen auftauchen, stelle ich sie.
SteffiJo, ich würde hier gerne mit dir in Kontakt bleiben, wir müssen nicht täglich schreiben, aber in gewissen Abständen wäre es gut. Natürlich dürfen sich auch andere Mitglieder beteiligen, ich bin für jeden offen.
Vorerst alles Gute, dir auch ein angenehmes WE.
Grüßchen von Tabitha.
SteffiJo
28.10.2011, 13:02
Liebe Tabitha,
sehr gerne bleibe ich mit Dir in Kontakt. Zur Zeit bin ich noch krank geschrieben, daher habe ich die Zeit hier fast täglich reinzugucken. Wenn ich ab Nov. wieder arbeiten gehe, klappt das auch nicht mehr so ganz. Aber ich werde immer mal wieder nach Dir schauen! Wenn auch nicht täglich ;)
So, und nun freue ich mich über die schöne Nachricht, dass es Deinem Mann z.Zt. "gut" geht, und wünsche Euch ein tolles, gemütliches Wochenende! Genießt die kleinen Vorteile des Winters, nämlich dass es schon so früh dunkel wird, und zündet Euch ein paar Kerzchen an, und kocht Euch ein Tässchen leckeren Tee!
Liebe Grüsse
Steffi
P.S.: Habe herzlich über Deinen Eintrag bei meinem Beitrag wg. zähem Schleim gelacht. Ja - diese Tücherboxen sind überall....meine Mama ist jetzt weg, und wir haben einen 2-Monats-Vorrat davon noch hier! Na da kann der Schnupfen bei uns ja kommen :smiley1:
Davy, schön, dass du auch antwortest. Ich bin heute nicht ganz fit, ich konnte schlecht schlafen. Nicht weil ich mich belastet fühle, sondern weil ich gestern unvernünftiger Weise 2 Tassen Kaffee am Abend trank. Selbst schuld sozusagen. ;)
Außerdem habe ich Neuigkeiten. Mir wurde gesagt, dass das Krankenhaus, in dem mein Mann bisher immer behandelt wurde, nicht gerade zu den besten Kliniken zählt, es wäre besser zu wechseln. Nun sprach ich vorsichtig mit meinem Mann und es kam wie ich mir bereits dachte. Nein, er fühlt sich dort gut betreut, keine 10 Pferde würden ihn anderswo hinbringen.
Wir leben in einer Großstadt, es gäbe Alternativen, aber ich habe es nicht alleine in meiner Hand.
Um wieder auf den Geruch zu kommen, was du schreibst klingt für mich nachvollziehbar und schlüssig. Ich dachte immer, dass ich mich genug um Infos bemüht habe, stelle aber jetzt fest, dass mir noch viel an Wissen fehlt. Ein Grund mehr, das Forum auf den Kopf zu stellen und viel zu lesen oder gezielt zu fragen.
@SteffiJo
Ist lieb von dir, dass du ab und zu nach mir schaust, aber mir ist klar, dass jeder seine eigenen Probleme hat oder schlichtweg einem Beruf nachgehen muß. Ich selbst arbeite stundenweise, also nicht mehr in Vollzeit, dazu entschied ich mich in diesem Frühling. So kann ich mich um meinen Mann kümmern, mal völlig alleine in die Stadt gehen und abschalten, das tun, was mir Freude bringt.
Inzwischen wieder fröhlichere Grüße, eure Tabitha
SteffiJo
10.11.2011, 08:36
Guten Morgen, liebe Tabitha!
Wollt´ mal kurz nachfragen, wie es Euch so geht ;)
Liebe Grüsse
Steffi
Hi SteffiJo,
der Alltag plätschert dahin, alles was es zu erledigen gibt, liegt in meiner Hand, mein Mann hat sehr wenig Kraft.
Zwischenzeitlich quält ihn massives Sodbrennen und nachdem ich hier im Forum von Nexium las, ein Mittel, dass man durch die Sonde geben kann, besorgte ich es. Und was soll ich sagen? Es zeigt Wirkung und somit ist eine kleine Erleichterung eingetreten.
Mein Mann trinkt definitiv zu wenig, er müsste sich lt. Arzt mindestens 1,2 l Wasser "reinjagen". Ich kann den Patienten immer nur anhalten zu trinken, aber manchmal stellt er sich stur.
Alles in allem ist es für ihn kein schönes Leben mehr, die Qualität ist verschwunden, manchmal denke ich, er mag auch nimmer so recht.
Es sind diese Phasen des Auf und Abs, mal ist er gut gelaunt, dann wieder sehr geknickt... kann ich ihm nicht verdenken.
Ich selbst schöpfe neue Energie, indem ich mal einen Stadtbummel mache, in die Bibliothek gehe und eine Runde lese, dem Kino einen Besuch abstatte - oder auch Forenbeiträge durchforste, sind gute Tipps dabei.
Herzliche Grüße
Tabitha
Hallo Tabitha,
das mit dem Sodbrennen durch die Sondennahrung kenne ich auch, mir hat Ranitic 75mg akut geholfen. Sind Tabletten, die lassen sich gut zerbröseln und auflösen, helfen sofort.
Du schreibst von trinken, kann das dein Mann noch auf normalem Wege oder auch nur noch über die PEG? Bei der Flüssigkeitsmenge bitte auch die Sondennahrung mitberechnen, die ist ja flüssig. Als bei mir gar nix über den Rachen ging, habe ich auch sehr wenig zusätzlich getrunken, hat mir anscheinend nichts ausgemacht. Und bitte daran denken, wenn Flüssigkeit über die PEG gegeben wird, etwas an wärmen, nichts ist schlimmer als Kaltes über die PEG, kommt ja direkt im Magen an, ohne dass es im Mund/Rachen/Speiseröhre angewärmt wird, auch beim Spülen dran denken.
Die Geschichte deines Mannes macht mir etwas Angst. Bei mir wurde ja auch nicht operiert, weil der Tumor flächig war. Bis jetzt ist alles okay, der HNO Prof. macht weiterhin 1/4jährliche Kontrolle. Wie sah es denn bei deinem Mann nach der Chemo/Bestrahlung aus, war der Tumor weg?
Alles Gute an deinen Mann
Lieben Gruß
Wangi
P.S.: Hab gerade gesehen, zwischen den beiden Sodbrennen Medis gibts ja horrende Preisunterschiede, vielleicht probiert ihr das Ranitic mal, mir hat es gut geholfen.
Hallo Wangi,
entschuldige bitte die verspätete Antwort, bin im realen Leben derzeit ziemlich beschäftigt.
Ich wollte und will dir keine Angst machen, jeder Krankheitsfall ist anders gelagert und was bei meinem Mann negativ ist, muß nicht zwangsläufig bei dir auch so sein.
Bei ihm ist es der Fall, dass er selbst normale Flüssigkeit nur über die Sonde aufnehmen kann, wenn er oral trinken würde, liefe fast alles am Hals - bedingt durch die Tracheotomie - wieder raus.
Anfangs, als die Krebsdiagnose gestellt wurde, folgten Bestrahlungen, Antikörper- und Chemotherapie und siehe da, das Karzinom verschwand. Leider kam es zu einem Rezidiv, dieses ließ sich auch wieder minimieren, bevor es leider seit Januar 2011 weiterwuchs und wohl auch -wächst.
Jetzt ist es so, dass die Ärzte im Grunde nichts mehr für meinen Mann tun können, außer die Beschwerden zu lindern.
Wangi, wenn ich könnte, würde ich dich glatt in den Arm nehmen, dir alles Glück der Welt wünschen, ich lese deine Beiträge sehr gerne.
Herzliche Grüße
Tabitha
Hallo liebe Krebskompassler,
was könnte ich tun? Bei meinem Mann (mit Hypopharynx-Ca.) kommt es inzwischen zur Bildung sehr großen Mengen Speichel, der sogar teilweise wie ein kleiner Bach aus der Nase fließt, vom Mund ganz zu schweigen. In der Nacht scheint es schlimmer zu sein, als tagsüber.
Ein Arzt meinte, mit einem bestimmten Antidepressivum ließe sich das Problem eingrenzen. Antidepressivum deshalb, weil es als mögliche Nebenwirkung Mundtrockenheit hätte.
Gibt es noch andere Möglichkeiten?
Fragende Grüße,
Tabitha
Hallo Tabitha :knuddel:,
als ich das gelesen habe, habe ich gefühlt wie du mich in den Arm nimmst ;). Sehr lieb von dir.
Ich finde du bist in eurer Situation sehr stark.
Ganz liebe Grüße von mir.
Lieben Gruß
Wangi
Dreizahn
20.11.2011, 00:19
Hallo Tabitha,
etliche Medikamente haben Mundtrockenheit als Nebenwirkung, nicht nur ein Antidepressivum. Da ist bestimmt was dabei, das Dein Mann nehmen kann.
Alles Gute!
Dreizahn
Hallo @all
Seit vorgestern hat sich die Situation verschlechtert, es kam bei meinem Mann in der Nacht erneut zu einer stärkeren Blutung aus dem Halsbereich, sodass er wieder per Notarzt in das Krankenhaus kam. Diesmal war die Gabe zweier Blutkonserven angezeigt... alles in allem ist die Lage ernst.
Die Ärzte meinten bei der heutigen Visite, die Krebserkrankung wäre mit T3, wenn nicht sogar mit T4 einzustufen.
Ich bin heute eher kurz angebunden, schreibe nämlich aus einem Internetcafe, da auch unser PC Schwierigkeiten bereitet.
Liebe Grüße
Tabitha
SteffiJo
25.11.2011, 23:11
Liebe Tabitha,
hab mal wieder vorbeigeschaut und bin natürlich sehr traurig, dass es Deinem Mann schlecht geht :embarasse
Ich kann Dir einfach nur ganz ganz liebe Grüsse und viel Kraft schicken.....ich weiss, wie Du Dich fühlst!
Liebe Grüße
Steffi
Danke Steffi. :)
Was haltet ihr davon? Mein Mann möchte gerne mit der Chemotherapie aufhören, sich nicht mehr behandeln lassen. Wir haben diese Woche einen Termin beim Onkologen und wollen mit ihm über das Ansinnen reden.
Ich kann meinen Mann verstehen, aber auf der anderen Seite ist mir mulmig zumute und ich weiß nicht, was dann kommen wird. Schmerzen und noch mehr Leid? Ein schnellerer Tod?
Eigentlich will ich euch sonnige Grüße schicken, aber ab und zu schiebt sich eine Wolke davor.
Tabitha
SteffiJo
27.11.2011, 20:16
Liebe Tabitha.
Ich glaube niemand kann Dir hier eine Antwort auf diese schwierige Frage geben.
Meiner Mama haben die Chemotherapien, Bestrahlung und Antikörpertherapie noch 2 Jahre und 3 Monate geschenkt. Sie hatte allerdings auch nicht so schlimme Probleme wie Dein Mann. Zum Glück sind wir von Blutungen oder anderen Komplikationen verschont worden, daher fiel es meiner Mama leicht immer mal wieder Pause zu machen, und wieder eine neue Chemo zu beginnen. Sprecht mit Eurem Onkologe, er kann es sicher besser beurteilen ob sich die Mühe "lohnt".
Ich drücke Euch für diese schwere Entscheidung ganz fest die Daumen!
Liebe Grüsse
Steffi
Hallo Tabitha,
ich bin nicht gut in sowas, aber ich stimme Davy voll und ganz zu und ich kann deinen Mann verstehen.
Unterstütze deinen Mann, egal wie er sich entscheidet das ist soooo wichtig, bald wichtiger als alle Medizin.
Ich denke an Euch.
Liebe Grüsse
Wangi
Hallo meine Lieben,
das Gespräch mit dem Onkologen tat meinem Mann (und mir!) gut, wir fühlten uns gut beraten.
Derzeit sieht es so aus, dass mit der Chemo Schluß gemacht wird, denn sie bringt leider keinen Nutzen mehr mit sich. Der Arzt meinte, dass aber wieder begonnen werden kann, falls dies vom Patienten gewünscht ist.
Es ist wie es ist, mein Mann befindet sich auf dem Weg in den Tod, keiner weiß wie lange es dauern kann. Er selbst meinte, 2012 würde er sich von dieser Welt verabschieden.
Wißt ihr was? Ich kann nicht weinen, fühle mich zwar traurig, aber dennoch auf eine gewisse Art stark. Mir bleibt wirklich nur übrig, alles was in meiner Macht steht für meinen Mann zu tun, für ihn die verbleibende Zeit schön zu gestalten... und warten was kommen mag.
Den Austausch mit euch empfinde ich als wertvoll, ich fühle mich nicht alleine und sehe, dass jeder ein Päckchen zu tragen hat, entweder als Erkrankte(r) oder als Angehörige(r).
Alles Gute
Tabitha
SteffiJo
04.12.2011, 13:33
Liebe Tabitha,
Deine Zeilen sind traurig und schön zugleich.
Traurig, weil es jetzt "fest steht", dass Dein Mann sich entschieden hat. Und schön, weil Du die Entscheidung mit ihm trägst, und Dich zum Teil stark fühlst.
Ich war auch sehr, sehr lange stark. Meine Schwester sagt jetzt noch dass sie es nie begreifen konnte, wie ich das alles ausgehalten habe und mitmachen konnte. Aber man wird ja nicht gefragt, ob man es möchte. Man macht es: aus Liebe zu einem Menschen! Und die Liebe ist es, die Dich so stark macht. Das "nicht weinen können" kenne ich auch. Aber das kommt irgendwann, ganz unerwartet, und meistens dann, wenn man es nicht gebrauchen kann! Bei mir z.B. mitten im Supermarkt :tongue !
Ach liebe Tabitha....ich würde Dir gerne noch so viel schreiben, Mut machen, trösten, und und und. Aber irgendwie fehlen mir noch mehr Worte. Ich denke und hoffe, Du weisst, was ich Dir mitteilen möchte.
Ich bin sehr stolz auf Dich, Du schaffst das ! Und wenn Dein Mann der Meinung ist dass er 2012 stirbt dann bedenke, dass auch das Jahr 2012 12 Monate hat. 12 Monate die anstrengend und schwer werden könnten, aber auch 12 Monate des Zusammenseins, mit vielen gemeinsamen Stunden und auch Freude.
Ich wünsche Dir eine schöne Woche
ganz liebe Grüsse
Steffi :)
schuetze1263
05.12.2011, 12:35
Liebe Tabitha,
ich habe bis jetzt nur still mitgelesen, wenn du geschrieben hast.....die Erinnerungen an meine Mama haben mich dann immer wieder überrollt.
Ich wünsche dir viel Kraft um deinen Mann auf seinem Weg begleiten zu können......
LG
Simone
Ach ja, heute ist schon wieder Freitag und diese Woche verging wie alle anderen Wochen zuvor auch.
Bei meinem Mann ist irgendwie jeder Tag gleich öde, ich erlaube mir allerdings auch mal ins Kino zu gehen, zu lachen, aber dennoch mit leicht schlechtem Gewissen. Darf ich lustig sein? Hm, ich denke schon, denn auch das gibt mir wieder neue Energie für den Alltag.
Steffi, tief in mir drin, da weiß ich, dass irgendwann der Damm brechen wird und sich alle bisher ungeweinten Tränen einen Weg bahnen, aber derzeit sollen sie sich noch zurückhalten.
Es gibt aber auch mittendrin einen Tag, an dem ich mich über meinen Mann ärgere, wobei das jetzt nicht ganz korrekt ausgedrückt ist.
Wir sprachen vor zwei Tagen über einen sog. Hausnotruf, den er per Knopfdruck betätigen könnte, falls ich außerhalb unserer Wohnung bin und nicht selbst helfen kann.
Tja, was sagte Männe? Das wäre ein Unsinn, sowas bräuchte er nicht.
Was heißt "nicht brauchen"? Für mich wäre die Notrufeinrichtung eine Sicherheit, die mich beruhigen und auch ein stückweit entlasten würde.
Mein Mann kann stur sein - wie ein alter andalusischer Esel. ;)
An alle:
Ich wünsche euch ein angenehmes Wochenende.
Tabitha
wolfgang46
09.12.2011, 21:13
Hallo Tabitha,
in unregelmäßigen Abständen habe ich hier mitgelesen.
Du verhältst Dich genau so wie ich es vor einigen Jahren hier immer wieder versucht habe Angehörigen klar zu machen.
Du bist immer für Deinen Mann da wenn er dich braucht.
Egal, ob er dich nervt oder was auch immer.
Das ist wahrlich eine große Leistung die Du erbringst
Körperlich aber noch viel mehr seelisch.
Aber bitte vergesse nicht auch immer einmal an Dich zu denken - So wie Du es machst, wenn Du einmal ins Kino gehst.
Versuche ganz ohne schlechtes Gewissen ganz von der Situation zuhause Abstand zu finden um in den wenigen eigenen freien Minuten so viel Kraft wie möglich zu regenerieren.
Ich denke, dass Du hierzu auch verpflichtet bist - verpflichtet deshalb, damit Du danach wieder funktionieren kannst.
Solltest Du wegen Kräftemangel zusammenklappen........, was dann.
Damit wäre niemandem geholfen.
Und zum Notrufknopf, ich denke, dass Du hier Deinen Mann lassen solltest... Ich glaube im Notfall würde der "Andalusische Esel" ihn nicht drücken, sondern auf Dich warten.
Ich weiß es nicht, aber ich würde in so einer Situation wie dein Mann handeln.
Ich wünsche Euch alles Liebe, und wenn die Tränen kommen, - - lass sie laufen
Wolfgang
Es ist Sonntag und es geht mir gut, was wiederum u.a. mit euch zu tun hat.
Reden (hier "nur" schreiben), Gedanken rauslassen, mich unkompliziert austauschen... fein.
Tja Wolfgang, scheinbar verhalte ich mich intuitiv richtig, denn ich hatte keine Zeit zum Üben.*lächel* Die Krebserkrankung kam in unser Leben - und blieb. Acht kurze Wochen sah es zwar so aus, als hätte mein Mann Glück im Unglück gehabt, aber der Krebs versteckte sich bloß gut und lauerte auf eine Gelegenheit sich wieder bemerkbar zu machen.
Adventliche Grüße von der
"Eselsfrau" Tabitha
P.S. Ich berichte wieder, wenn sich Neuigkeiten ergeben.
SteffiJo
11.12.2011, 18:13
Ach Ihr Lieben,
wie schön ist es hier zu sitzen, und trotz der schwerden Umstände für Tabitha und ihren Mann schmunzeln zu können....der andalusische Esel *lach*....
Ja Tabitha Du hast Recht, dieses Forum tut einfach immer gut! Dein Mann liest vermutlich nicht mit, und so kannst Du hier Deinen Frust rauslassen, und das ist gut und wichtig! Und so ein Eselchen hatte ich auch zuhause....und manchmal kam ich mir vor wie die Mutter meiner Mutter, wenn ich mal mit ihr schimpfen musste. Denn auch das ist wichtig! Nicht immer denken "oh Gott...in dieser Situation darf man doch nicht schimpfen....". Wenn Du das nicht tust, frisst Du den Ärger in Dich rein, und irgendwann platzt Du. Also ruhig auch mal meckern ;)
Und lustig sein und lachen ist PFLICHT ! Wann immer Dir zum Lachen zumute ist genieß es, und lass´ es raus. Ob im Kino oder zuhause. Meine Mama und ich haben in unserer Zeit einen machmal sehr schwarzen Humor entwickelt....wenn uns da andere zugehört hätten...die hätten den Kopf geschüttelt. Aber Lachen ist so wichtig, es heisst nicht umsonst "Lachen ist gesund".
Ich wünsche Dir bzw. Euch eine schöne, ruhige Woche, und freu mich schon bald wieder von Dir zu hören.
Liebe Grüsse
Steffi :winke:
Dreizahn
12.12.2011, 01:24
Hallo zusammen,
eigentlich lese ich das Thema hier ja nur aus Interesse mit, da mein Tumor gewissermaßen in der Nachbarschaft ist. Aber bei dem letzten Betrag platzt mir gerade mal gepflegt der Kragen.
das hier ist kein Jahrmarkt und auch kein Karusell
Nö! Das hier ist Krebs! Und keine/r hier hat je was anderes behauptet.
Ich weiß nicht,was Euch hier bewegt zu schreiben, wie Krank euer Männer sind
Das hat zumindest Tabitha in diesem Thema ausführlich dargelegt. Sie begleitet ihren Ehemann durch diese Krankheit. Und dafür braucht sie Kraft. Und Geduld. Und Nerven. Und Durchhaltevermögen. Und Liebe. Und Loyalität. Sie hat sich eben gerade nicht - wie viele andere - verdrückt, als ihr Mann krank wurde.
Sie darf ja wohl mal 2 Stunden ins Kino gehen und an was anderes denken. Und warum soll sie nicht mehr lachen dürfen? :huh: Ich kann hier echt nur verwundert den Kopf schütteln.
Liebe Grüße an Tabitha und SteffiJo :winke:
Dreizahn
SteffiJo
12.12.2011, 13:55
An Tabitha u. SteffiJo,
euren schwachsinn,könnt Ihr euch sparen.Lachen ins Kino gehen das hier ist kein Jahrmarkt und auch kein Karusell.Ich weiß nicht,was Euch hier bewegt zu schreiben, wie Krank euer Männer sind .Tabitha u. SteffiJo,nimmt erst mal 3x40Tropfen Novamin u. 2x Tramal long,dan ab ins Kino.
Gruß schlosserhansi
Hallo Schlosserhansi.
Mmmhh...ich formuliere es mal so: dieses Forum ist nicht nur für Betroffene da, sondern auch für Angehörige. Informiere Dich doch bitte erst mal über die Geschichten der Angehörigen, bevor Du urteilst.
Ich habe keinen kranken Mann, ich HATTE bis zum 8. Oktober eine kranke Mama. Bin seit ca. Juli 2009 in diesem Forum unterwegs. Hättest Du mal einen Beitrag von mir gelesen, wüsstest Du das.
HÄTTE ich in den über 2 Jahren der Krankheit meiner Mama nicht mal lachen dürfen, oder ins Kino gehen, wäre ich wohl eingegangen! Man kann doch als Angehöriger nicht nur 24 Stunden lang Mitleid versprühen? Man versucht doch auch den Mann / die Mutter durch gemeinsame Unternehmungen ein paar Stunden von der Krankheit abzulenken?
JA, Kehlkopfkrebs ist kein Jahrmarkt! Das weiss nicht nur der Betroffene, sondern auch der Angehörige, der ALLES mitmacht! Krankenhausbesuche, Arztbesuche, Pflege....ich habe zuletzt alle 2 Stunden meiner Mama Tee durch die Magensonde geben müssen, sie gewickelt, und ihr Novalgintropfen gegeben.... und ich habe im Krankenhaus im Bett neben ihr gelegen, als sie gestorben ist ! Also bitte unterstell mir nicht, ich würde diese Krankheit als Karusell fahren betrachten !!!!!!!!!!!!So, das musste jetzt mal raus !
Und jetzt werde ich versuchen deinen Beitrag zu ignorieren um mich Tabitha zu widmen, die unseren Zuspruch mehr als gebrauchen kann!
Gruß
Eure Steffi
Sorry ohne Wort.... für solch beleidigende Worte kann man seine Kraft aufwenden, aber ins Kino darf man nicht?
Angehörige leiden wirklich sehr mit, dass kann ich dir leider versprechen und hättst du nur mal Steffis Weg mit Ihrer Mama gelesen, dann hättest Du sowas nicht geschrieben....
Euch allen alles Gute
Julia
schlosserhansi
13.12.2011, 12:45
Bitte um Entschuldigung,habe den text gelöscht.
Keine Ahnung warum ich den Müll,geschrieben habe.Tut mir leid.
Gruß Schlosserhansi
SteffiJo
13.12.2011, 14:17
Danke, liebe/r Schlosserhansi.
Entschuldigung gerne angenommen. War wohl nicht Dein Tag...das kommt vor.
Gruß Steffi
Find ich gut!
LG an alle
Julia
@schlosserhansi
Mir liegt es nicht nachzutreten. Ich gehe davon aus, dass dein (gelöschter) Text ein einmaliger Ausrutscher war. Schwamm drüber, verwenden wir unsere Kraft für wichtigere Dinge.
Freundliche Grüße
Tabitha
Hallo und guten Morgen,
hier schreibt eine sehr, sehr traurige Tabitha.
Am Dienstag überschlugen sich die Ereignisse. Am frühen Abend kam es bei meinem Mann wieder zu einer massiven Blutung aus Nase, Mund und Tracheostomaöffnung, eine Fahrt mit dem Notarzt in die Klinik war dringend angezeigt.
Während der Fahrt war sein Blutdruck fast nicht messbar, im Krankenhaus stabilisierte sich die Lage leicht, sodass mein Mann untersucht werden konnte.
Als wir ihn danach auf die passende Station in ein Zimmer brachten, kam es dort spontan zu einem gewaltigen Blutschwall, die Petrischale, die mein Mann in den Händen hielt, lief voll, ich schnappte mir den nächstbesten Abfalleimer, um all das Blut aufzufangen. Lt. Aussage der Ärzte waren es insgesamt über drei Liter Verlust.
Eine Operation wurde gegen 19 Uhr angeordnet und nach Beendigung dieser wurde mein Mann in einem Narkosezustand gehalten (mittels Propofol), er bekam zusätzlich eine Dosis Morphium und schlief sozusagen. Leider gelang es nicht, seine Blutungen komplett zu stillen, es sickerte immer wieder etwas durch die Tamponagen.
Der Monitor des medizinischen Gerätes meldete vor Mitternacht ein Problem, der Blutdruck sackte wieder ab und ab ca. 00.10h ging die Intensivärztin samt Team wohl von einem Ableben aus, während mir dies noch nicht gänzlich klar war.
Ich glaube, dass es 00.20h war, als mir auffiel, dass sich bei meinem Mann die Gesichtfarbe veränderte, eine zunehmende Blässe trat auf... und ab kurz vor halb 1 Uhr (Mittwoch, 14.12.) hieß es, dass er sich auf den Weg macht und gehen will.
00.32h: Mein Mann verstarb. Es war für ihn eine Erlösung.
Ich bin so dankbar, dass ich bis zu seiner letzten Minute an seiner Seite sein durfte, ihm Dinge sagen und liebevoll streicheln konnte.
In diesem Forum bin ich noch nicht so lange, aber ich habe in der Zeit von euch eine Unterstützung erhalten, die mir unglaublich gut tat. Ich fühlte mich verstanden, ihr seid virtuell an meiner Seite gewesen, ich war in der schwierigen Lage nicht alleine.
Mir bleibt an dieser Stelle nur ein herzliches Danke - und es ist mir ein Bedürfnis mich mit einer Spende an den Betreiber erkenntlich zu zeigen. Dies wird im Stillen erfolgen.
Ich möchte noch eine ganze Weile Userin bleiben, vielleicht schreibe ich etwas, vielleicht lese ich auch nur still mit, mal sehen, wie alles weitergehen wird.
Etwas Angst machen mir die kommenden Weihnachtstage und auch Silvester, aber da muß ich durch, mein erwachsenes "Kind" wird sich um mich kümmern, ansonsten brauche ich einfach nur Ruhe, um die Geschehnisse verarbeiten zu können.
Ich wünsche euch allen - egal in welcher Lage ihr momentan seid - alles Gute.
Eure Tabitha
Liebe Tabitha,
mein aufrichtiges Beileid.
TG
Julia
schuetze1263
16.12.2011, 13:08
Liebe Tabitha,
mein herzliches Beileid......viel Kraft und liebe Menschen, die dich auffangen und halten.
LG
Simone
SteffiJo
16.12.2011, 14:22
Liebe Tabitha,
ich weine gerade.
Es tut mir so leid.....und ich bin einerseits so traurig, dass das Sterben Deines Mannes so "chaotisch" war an diesem Tag...mit den vielen Ärzten und den Komplikationen....es tut mir so leid.
Andererseits bin ich froh, dass Du bei ihm sein konntest !!! Der Schmerz über den Verlust meiner Mama ist immer noch sooooo groß, und trotzdem bin auch ich dankbar, dass ich sie auch noch streicheln konnte, küssen, ihr sagen wie lieb ich sie habe! Das ist so wertvoll...das kann man in Worte nicht fassen.
Ja, und Weihnachten steht vor der Tür. Für meine 7jährige Tochter und meinen Mann habe ich wie immer liebevoll das Haus geschmückt....auch wenn mir eigentlich nicht danach zumute ist.
Oh Tabitha......ja, ich weine immer noch. Wegen Dir, und wegen mir! Weil es so schwer für uns ist im Moment. Sei Dir einer Sache sicher: an Heiligabend werde ich ganz bestimmt an Dich denken! Das verspreche ich Dir!
Ganz ganz liebe Grüße
Deine Steffi
Vielen Dank @all
Der gestrige Tag verlief für mich ruhiger, ich sprach mit den zwei besten Freunden meines Mannes, ich war insgesamt relativ gefasst. Heute sieht die Welt wieder anders aus, ich bin traurig und da ich in Nähe der Isar lebe, befürchte ich in Bälde Hochwasser, weil meine Tränen nicht stoppen wollen. Sie kullern und kullern unaufhörlich.
Ich denke, was raus muß, soll raus dürfen... wird schon etwas Gutes dran sein.
Bis die Tage, ich schau wieder rein, jenachdem wie meine Verfassung ist.
Liebe Grüße, Tabitha
Hallo Tabitha,
weil ich weiß dass ich nicht die richtigen Worte finde sage ich nur: Mein herzliches Beileid.
Und es ist schön dass du dich hier so wohlfühlst und auch da bleiben wirst.
Lieben Gruß
Wangi
SteffiJo
24.12.2011, 16:16
Hab´s Dir versprochen: Denke an Dich !!!
Liebe Grüsse
Steffi :pftroest:
Hallo ihrs,
mich gibt es noch. *zwinker*
Die Tage (Weihnachten, Silvester) vor denen ich etwas Angst hatte sind vorbei und ich habe sie eigentlich zu meiner Zufriedenheit überstanden.
Mein Sohn hätte mich zu sich eingeladen, aber ich wollte alleine sein, manchem Gedanken nachhängen, 2011 Revue passieren lassen.
01.01.2012 - ich habe neue Pläne. Ein Umzug wird kommen, ich will in eine 2-Zimmerwohnung ziehen, sie reicht für mich alleine und ich kann sie auch, wenn ich älter werde und irgendwann Rente beziehe, finanzieren. Ich will nicht von hier auf gleich alle Brücken abbrechen, aber in näherer Zukunft packe ich sicher diverse Kisten. Mir ist wichtig, in meinem Stadtviertel zu bleiben, sodass ich andere soziale Kontakte weiterpflegen kann, aber 80 qm Wohnfläche sind mir zu groß und letztendlich zu teuer.
Ansonsten wünsche ich mir, dass ich selbst gesund bleibe, dass die Trauer nachläßt, vergessen werde ich meinen Mann sowieso niemals!
Alles Liebe und ein gutes neues Jahr
wünscht Tabitha
SteffiJo
01.01.2012, 16:35
Hallo Tabitha,
ich freue mich, dass Du nach vorne guckst und Pläne schmiedest. So habe ich auch vieles gut verkraftet....so weit es nun mal geht! Danke auch für Deine PN.
Ganz ganz liebe Grüsse, mach weiter so !
Steffi :winke:
Hallo Tabitha,
ich finde es vollkommen richtig wie du denkst. Veränderungen sind nach solch einem Erlebnis sehr gut und auch dass du es nicht überstürzen willst sondern alles in Ruhe angehen.
Schön dass du dich hier noch meldest.
Lieben Gruß
Wangi
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